Student Ralf kaufte mit 22 die ersten Aktien: Tesla, Microsoft, Coca-Cola, Electronic Arts, Apple. Er gründete mit Freunden eine Flimproduktionsfirma in Furtwangen

Ralf (rechts) gründete mit Freunden eine Filmproduktionsfirma in Furtwangen im Schwarzwald. Der 23-jährige steht ungern im Rampenlicht, sagt er. Lieber hinter der Kamera. Er baut sich ein Aktiendepot auf. Von seinen Einnahmen investiert er sofort zehn bis 20 Prozent in Aktien.

Hallo Tim,

ich will mich zuerst mal für deinen Blog und den daraus entstanden Input bedanken! Ich lese zwar nicht immer alles, aber das, was ich lese, gefällt mir sehr gut. Deine langfristige Spar-Strategie habe ich mal genauer unter die Lupe genommen und letztendlich im April letzten Jahres übernommen. 

Zu mir

Mein Name ist Ralf Knipping und ich bin 23 Jahre alt. Ich studiere derzeit Wirtschaftsingenieurwesen mit Vertiefung in Richtung Marketing und Vertrieb. Ich habe die Filmproduktionsfirma LeftLane Media in Furtwangen gegründet.

In meiner Jugend habe ich ziemlich viel Zeit mit Schwachsinn verschwendet. Hauptsache es war cool und möglichst gegen Autoritäten. Heute ticke ich (zum Glück) ganz anders. Da spielt dann das frühzeitige Planen der Zukunft eine große Rolle. Finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit sind also ein absolutes Must-have in meinem Zukunftsplan.

Meine ersten Aktien

Dass man Geld nicht auf einem Girokonto liegen lassen sollte, war mir ziemlich schnell klar. Zu oft war ich als Jugendlicher am Ende des Monats bankrott. Eine profitable und langfristige Alternative musste also her. Nach ausgiebigen recherchieren und einem persönlichen Gespräch mit meinem Wirtschaftsprofessor an der Universität war die Entscheidung dann klar: Aktien. Mein Professor erklärte mir genauer das Prinzip der Aktien, des Zinseszinses und der von ihm sehr geliebten Dividende. Mir wurde also zu beginn der Corona-Krise klar, einen Teil meines Verdienstes muss in Aktien fließen.

Die Märke waren im April 2020 sehr angeschlagen, die Aktien waren im Durchschnitt ein Drittel weniger wert und niemand wusste, wie es weiter gehen wird. Ich wollte aber unbedingt diese Chance nutzen und kaufte für 300-400 Euro meine ersten Aktien. 

Der Werdegang der Aktien

Ich hörte auf Tipps von Youtubern, Experten, Speakern u.Ä.. Die Talfahrt setzte sich leider die ersten Wochen fort. Bis ich das erste Mal meine ersten grünen Zahlen stehen hatte, verging also viel Zeit. Danach ging es steil bergauf. Ich investierte einen großen Teil meines Geldes in Tesla Aktien, die ja bekannterweise ein ungewöhnlich großes Wachstum aufwiesen. Jackpot! Mir wurde jedoch schnell klar, dass ich diesen Gewinn verdammt gerne realisiert hätte. Mein langfristiges Denken hat mich aber zum Glück gestoppt!

Ich setzte mir das Ziel, meine Aktien nur zu verkaufen, wenn ich eine andere Investition tätigen werde. Im Laufe des letzten Jahres kaufte ich regelmäßig Aktien wie Microsoft, Coca-Cola, Electronic Arts, Apple usw. dazu. 

10 bis 20 Prozent jedes Netto-Einkommens investiere ich SOFORT in Aktien

In der Hinsicht bin ich (zum Glück) ein eher ungewöhnlicher Student. Keiner meiner Kommilitonen hat mir jemals von Aktienkäufen erzählt. Klar, ich frage nicht direkt danach, aber wenn man mal über das Thema Aktien und Investieren redet und mein Gegenüber ebenfalls interessiert ist, frage ich das schon mal. Jedoch heißt es immer, man habe kein Geld, was meiner Ansicht nach komplettem Schwachsinn entspricht. Sobald ich Geld auf mein Konto überwiesen bekomme, zahle ich 10 bis 20 Prozent davon sofort in mein Aktienportfolio ein. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Ich habe kein regelmäßiges Einkommen. Mit Bafög und Geld von meinen Eltern bleibt für Gewöhnlich nie viel übrig. Ich habe es trotzdem geschafft im Laufe des Jahres knapp 1500 Euro beiseite zu legen, was jetzt knapp 2700 Euro wert ist. Als Student ist das gar nicht so wenig. 

Meine eigene Firma

Neben dem regelmäßigen Sparen habe ich es tatsächlich geschafft, eine eigene Filmproduktionsfirma mit drei guten Medienstudenten und Freunden zu gründen. Unsere Investition in diese Firma ist ca. 20.000 Euro, welches wir bereits privat hatten. Unser Auftragsvolumen ist jetzt während dem Studium noch sehr überschaubar. Geld verdienen wir trotzdem nicht gerade wenig für Studenten. Wir können also unsere Leidenschaft zu unserem Beruf/Nebenjob machen. Es ist klasse!

Hier ist das langfristige Ziel: Nach dem Studium wollen wir die Firma LeftLane Media in Baden-Württemberg bekannter machen. Wir wollen fleißig produzieren. Im Hinterkopf habe ich aber immer mein Sparen mit Aktien! Auch wenn als Freiberufler der Anfang sehr schwer ist, wird weiterhin ein Teil des verdienten Geldes sofort angelegt!

Viele Grüße und eine gesunde Zeit!

Ralf Knipping

Das ist unsere Filmproduktion LeftLane Media in Action.

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  1. Ganz große Klasse Ralf, du wirst deinem Weg gehen. Bleibe deinen Glaubenssätzen treu, die scheinen die richtigen für dich zu sein. Auch mit der Selbstständigkeit, neben dem Studium ist Klasse. Ich selbst war auch immer während meiner Bundeswehrzeit, etwas über vier Jahre immer Selbstständig. Bin heute mit einer kleinen sechs Mitarbeiter- Sicherheitsfirma (Werkschutz/Empfangsdienste) seit 2003 durchgehend selbstständig. Das wird bei dir schon. Du bist ja mit Herzblut dabei.Wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg, was du auch haben wirst.

  2. Von mir auch viel Erfolg in der Selbstständigkeit! Ich fand dieses Video von Leeroy sehr inspirierend, da spricht er mit einem selbstständigen Video-Produzenten und erfährt viel über dessen Karriere: https://youtu.be/hJ6MLPqD2pI

    Es war ein steiniger Weg, jedoch zahlt sich das Business jetzt aus und er hat viel Freude an seiner Arbeit.

  3. Die Zinsen bleiben so, fast bei Null. Die Inflation kommt über die Teuerung von Rohstoffen z.b. Kupfer, Silber. Im Tesla sind 300 kg Kupfer und zwei Unzen Silber. Silber ist in Solarprodukten. Kupfer ist auch in Generatoren der Windkrafträder. Da fängt der Spaß offshore gerade erst an. Gold zappelt, wird aber am Ende aber mit der steigenden Inflation mitlaufen. Bei Gold gab es immer 8% im Schnitt pro Jahr, keine Angst das bleibt so. Das Katapult wird gespannt und ab geht die Lucie auf 2000$.

  4. 300kg Kupfer in einem Tesla? Wo stammt denn diese Zahl her?
     
    Ansonsten läuft bei mir nur der ETF Sparplan, der Rest geht in die Reserven. Irgendwie kommt mir aber doch immer eine Aktie unter, die dann doch interessant ist. Aber vielleicht kommts diesmal anders 🙂

  5. Die Zinsen bleiben so, fast bei Null. Die Inflation kommt über die Teuerung von Rohstoffen z.b. Kupfer, Silber. Im Tesla sind 300 kg Kupfer und zwei Unzen Silber.
    Der Kupferanteil in einem Battery-Pack liegt irgendwo zwischen 45-90kg

  6. Thorsten, deine Thesen sind klasse! Da du jetzt genau weißt, wo man ganz einfach ohne Risiko Geld verdient, wie die Wirtschaft, Inflation und Zinspolitik weiterverläuft….Hut ab!
    Das ist ja noch mehr Glaskugel, als man erwarten darf. Jetzt wissen wir was zu tun ist. Am Ende auch logisch alles. 
    Ich glaube der Dobelli würde an einigen Punkten ein starkes Veto einlegen…. ich traue mir nicht zu deine genannten Punkte so exakt zu beziffern. 
    -M
     

  7. @ -M für dich als Regionalbanker müsste es doch gut sein, endlich wieder eine steilere Zinskurve (nicht flach, invers) dann gibt es auch wieder für die Banken was zu verdienen 😉

  8. @bitcoin
    Eine 15% Vola ist bei BTC doch nichts außergewöhnliches. Die Banken, Börsen und Trader freuen sich. Geld ist zu verdienen.

    @xkg Kupfer im Tesla
    rechnet man das inklusive der Austauschakkus über die gesamte Lebenszeit der Karosserie oder wie errechnet man das?

  9. @sammy
    es scheint alles zu fallen. Evtl. gehen alle in Cash. Gold hängt an der Klippe, Silber und Platin vor Schreck erstarrt.
    Die Leute verkaufen ihre Bonds , weil der Bondmarkt auch übel crashen könnte.

    Growthaktien fallen halt 10,20%, manche 50%.. Sie sind ja auch schnell gestiegen.
    Valueaktien liegen ja noch recht unten , verlieren vielleicht 5 oder 10 Prozent.

    @Daniel die Zahl habe ich aus einem Bericht in YouTube. Die Differenz zu 300kg ist enorm. Dass das Batteriepack nur 30kg an Kupfer wiegt kommt mir etwas wenig vor. Oder sind mehrere verbaut ? Wie viel Kupfer ist im Motor ? Reicht nicht. Kabelstränge , Computer ?Reicht auch nicht. Leider wird dort nicht erklärt auf welches Modell es sich bezieht und wie man auf 300 kg kommt. Kommt mir auch viel vor.  Ungefähr bei Stand 23:40 :
    https://youtu.be/xAf2lTAZntU

    Der S&P soll dieses Jahr 10% verlieren und bei 3800 enden.
    Die Überflieger gehen 10 ,20% runter und dann 5 Jahre seitwärts. Wir werden sehen.

     

  10. Das Strategiedepot ist mit 3 Prozent im Minus, heute bisher -2%.
    https://www.comdirect.de/inf/musterdepot/pmd/freunde.html?portfolio_key=381674299225220474317602538111203043422741625727602245836003127951415125125

    @DanielKA es besteht die Gefahr, dass der S&P durch den Abverkauf der Dickschiffe auf 3400 fällt (200-Tagelinie). Das sind für den Index irgendwas über 10%. Die einzelnen Dickschiffe verlieren aber mehr. Das ist dann nur ein Test hoffe ich. Sowas erwarten alle und deswegen passiert es.
    Es sei denn…es kommt irgendeine Supernachricht, die das kompensiert.

  11. rechnet man das inklusive der Austauschakkus über die gesamte Lebenszeit der Karosserie oder wie errechnet man das?
    Die Zellen sind für Ladezyklen irgendwo zwischen 800 und 1500 konzipiert. Das bedeutet bei im Schnitt 500km Bruttoreichweite eine Nutzung von 400.000 – 750.000km. Da wird vieles mit dem Auto passieren, wohl aber nicht dass irgendjemand in ein Auto mit dieser Laufleistung noch einen Akku-Tausch vornimmt weil der Rest drumherum auch hinüber ist.
     
    @Daniel die Zahl habe ich aus einem Bericht in YouTube. Die Differenz zu 300kg ist enorm. Dass das Batteriepack nur 30kg an Kupfer wiegt kommt mir etwas wenig vor. Oder sind mehrere verbaut ? Wie viel Kupfer ist im Motor ? Reicht nicht. Kabelstränge , Computer ?Reicht auch nicht. Leider wird dort nicht erklärt auf welches Modell es sich bezieht und wie man auf 300 kg kommt. Kommt mir auch viel vor.  Ungefähr bei Stand 23:40 :https://youtu.be/xAf2lTAZntU
    Aktuelle Battery-Packs dürften mit 75kwh so etwa bei 700kg Gewicht liegen. Da wäre ja schon gefühlt die Hälfte aus Kupfer. Das halte ich für abwegig. Der bei mir verbaute Akku mit 5x kwh dürfte etwa eine halbe Tonne wiegen, diese Battery-Packs sind aber im Wesentlichen Stahl. Einmal das Gehäuse selbst aus Edelstahl, darin sind bestimmt auch nochmal 50kg Öl bzw. Gel das für das thermale Management benötigt wird und eben die 18650er Zellen oder deren Nachfolger mit etwas größerem Durchmesser. Im Wesentlichen sind es aber eher solche Akkus die man auch als AA oder AAA kennt. Ich habe sie nie auseinandergeschraubt, aber ich denke die Verkleidung und damit das höchste Gewicht ist einfach Blech oder Aluminium oder Edelstahl welche zu den Zylindern gerollt wird. Kupfer wird sicherlich in den Kabeln verwendet und eben auch innerhalb der Zellen wo etwas elektrisch verbunden werden muss, ich glaube aber dass das meiste Gewicht Stahl/Aluminium/Blech in den Zellen sein wird.
    Die Hochvolt Kabel sind heute gerne mal Aluminium, da Kupfer zu teuer ist. Man sagt das man im EV ungefähr doppelt soviel Kupfer verbraucht wie im Verbrenner. Aber doppelt so viel muss nicht viel sein. Es wird wahrscheinlich deutlich mehr Graphit verwendet.
    Alles in Allem aber alles Materialien die nicht verbraucht werden sondern einfach nur hochkonzentriert während des Autolebens gebunden sind. Die Recyclingquote ist dementsprechend hoch. 

  12. @Daniel – im Schnitt 500km Bruttoreichweite, eine Nutzung von 400.000 – 750.000km.
    Wird der Akku immer nur geladen wenn er fast leer ist (wie beim Benzin tanken) oder auch dazwischen wenn ich eine Lademöglichkeit habe und zählt das zum Zyklus (wie bei einem Laptop).
    Was passiert wenn ich 6 Wochen nicht Auto fahre und nicht lade. Kann der Akku da Schaden nehmen?
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-deutsches-museum-tesla-prozess-1.5213883

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