Krisenprediger und Angsthasen: Sie kosten Anlegern Rendite – und Schlaf

Die Börse ist seit dem Corona-Schock vom März massiv gelaufen. Die Tiefststände sind deutlich überwunden. Anleger, die Bargeld horten und auf die nächste Korrektur warten, beißen sich die Fingernägel vor lauter Ärger ab.

Die Nervosität ist berechtigt. Dass das Geld auf Girokonten oder Sparbüchern versauert, ist nicht clever. Die Inflation vernichtet dieses flüssige Vermögen gnadenlos.

Die Leute mit dem vielen Tagesgeld und Bargeld denken:

“Verdammt, ich habe alle Gewinne verpasst. Das war dumm. Ich habe es vermasselt. Die Gelegenheit habe ich verpasst.“

Wenn du so denkst, hab ich eine gute Nachricht für dich: Viele denken so. Du bist nicht allein. Und du hast nichts verpasst. Die Börse ist generell ein guter Anlageort für dein Geld – vor allem langfristig. Es hat sich nichts an den Chancen verändert.

“Investiere immer am Allzeithoch”, rät JP Morgan

“Du sollst an allen Allzeithochs investieren!” So rät es grob die US-Großbank JP Morgan in einer neuen Studie zu tun. Anleger, die auf allen All-Time-Highs investiert haben, haben skeptische Anleger übertrumpft, die zu allen anderen Zeitpunkten investiert haben.

Das glaubst du vermutlich nicht. Das ist in der Tat schwer zu verstehen. Es leuchtet auf den ersten Blick überhaupt nicht ein. Aber betrachte die Fakten der letzten 30 Jahre.

JPMorgan rechnet es vor: Wenn du seit Anfang 1988 an einem beliebigen Tag in den S&P 500 investiert und alle Dividenden reinvestiert hast, hast du im Laufe des nächsten Jahres in 83% der Fälle Geld verdient. Im Durchschnitt betrug deine einjährige Gesamtrendite plus 11,7 Prozent.

Wie sehen die Zahlen aus, wenn du nur an Tagen rein bist, an denen der S&P 500 auf einem Allzeithoch schloss? Sie sind tatsächlich besser! Kaum zu glauben. Dein Geld hat im Laufe des nächsten Jahres in 88 Prozent der Fälle Geld verdient. Deine durchschnittliche Gesamtrendite betrug plus 14,6 Prozent.

So sieht das dann aus:

Auf dem Allzeithoch zu investieren, zahlt sich aus. Es mag verrückt klingen. Ist es aber nicht. Darauf weist JP Morgan hin.

Und wenn du die kumulierten Renditen drei oder fünf Jahre nach der ursprünglichen Investition ansiehst, ist das Resultat dasselbe. Auf dem Allzeithoch zu kaufen, zahlt sich aus.

Es ist ja logisch. Denn die Börse befindet sich die meiste Zeit auf einem Hoch oder zumindest nahe des Rekordstands. Das Warten auf Abstürze bedeutet, dass du die gesamten Rallyes verpasst. Der nächste Crashs ist schneller vorbei, als du denkst. Du wirst mit deinem Zögern ständig auf dem falschen Fuss erwischt. 

Die Crashpropheten kochen ihr eigenes Süppchen mit Vorträgen, Büchern, Fonds, Goldbarren, Vermögensverwaltung

Hörst du seit Jahren auf die Crash-Propheten, hast du viel Rendite verpasst. Du ärgerst dich bestimmt, dass du Angst hattest. Krisenprediger wie Markus Krall verkaufen Bücher und Goldmünzen wie von Sinnen – sie scheffeln Geld, während du auf Rendite verzichtest, weil du wohl einen Bogen um Aktien machst. Und wenn du dir die konkreten Prophezeiungen anschaust, die die Vermögensverwalter und Bestsellerautoren Matthias Weik und Marc Friedrich machten, dann ist das ziemlich daneben in meinen Augen.

Witzig fand ich, wie plötzlich Dirk Müller alias Mr. DAX auf die Idee kam, dass Wirecard ein wunderbares Unternehmen ist:

Die Menschen haben zurecht Ängste und Sorgen. Solche Fragen stellen sich die Menschen: Was ist mit Corona? Es gibt eine neue mutierte Form des Virus, der in England wütet? Was ist mit der steigenden Arbeitslosigkeit? Was ist mit der enormen Staatsverschuldung? Ist es nicht gefährlich, dass wir so viele Menschen haben, die an Verschwörungstheorien glauben? Was passiert, wenn all diese Menschen auf die Straße gehen und extreme Parteien wählen?

Die Bank sagt:

Es gibt Gründe (und es wird sie immer geben), sich über die Aussichten für die Börse Sorgen zu machen. Wir betonen jedoch weiterhin, wie wichtig es ist, das Gesamtbild längerfristig zu betrachten.

Die Wirtschaft wird sich nach Corona erholen. Die Zentralbanken fluten die Finanzmärkte mit billigem Geld.

Die Börse wird schlechte Wochen, Monate und Jahre haben. Aber langfristig zahlt sich ein Investment in den S&P 500 und in die Weltmärkte aus.

Da können Leute wie Krall und Max Otte warnen, wie sie wollen. Es zahlt sich einfach aus, dauerhaft am Aktienmarkt investiert zu bleiben. Dein Depot wird wachsen. Ein Bärenmarkt wird irgendwann kommen. Ganz klar. Du kaufst einfach weiter zu. Stur und stetig.

Gleichzeitig solltest du nicht übermütig werden in einem Bullenmarkt. Nimm keine Kredite für Aktienkäufe auf. Investier nur Geld, das du langfristig nicht brauchst. Vermeide wildes Trading und das Zocken.

Das hier ist übrigens eine gute Liste der besten Aktien der vergangenen 30 Jahre. “Buy and Hold” macht einfach Sinn. Aber klar hast du hier einen Filter, es sind eben die besten Firmen. Die schlechten und gescheiterten sind nicht auf der Liste. Die IPOs, die pleite gingen oder die dauerhaft ein Pennystock wurden, werden ausgeblendet.

Daher gilt: Du kannst wunderbar mit einem ETF auf die Weltmärkte etwa per FTSE All Share setzen. Ich finde die Fonds von Vanguard super. Etwa diesen hier.

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  1. Hast du die Artikel von Max Otte überhaupt schon mal gelesen. Er spricht sich eindeutig für Aktien aus, sowohl jetzt, wie auch in der Vergangenheit. Von 2009 bis 2019 war er sogar für Vollgas für Aktien. Er hält Bargeld und Anleihen für gefährlich, nicht aber Sachwerte.

     

    Markus Krall ist für mich ein arroganter Spinner. Im März sagte er, dass die Banken bis Juni reihenweise crashen werden. Das ist unaufhaltsam.

    Anschließend erzählte er, dass ganz sicher viele Zombieunternehmen ab Oktober crashen. Er hat jedes mal geirrt. Ich kann noch verstehen, wenn jemand das für möglich hält. Krall hat diese Prognosen als sichere Tatsachen in den Medien verkauft.

     

     

  2. Ach ja die beiden, wo der eine alleine weitermacht. Friedrich heißt er. Die Bücher gehen gut, die Rezepte sollen wirken. Einmal sind Aktien gut, dann wieder nicht, Immobilien top, jetzt soll ich sie verkaufen. Whisky und Ackerland, Gold und Bitcoin. Gut ! Wir haben Ackerland (Erbe) und Gold vor Jahren gekauft, Immobilien auch und Aktien und Bitcoin. Nur da brauche ich die Crashpropheten nicht dazu. Bereits vor Jahren antizyklisch gekauft. Jetzt läuft es rund. Stur und stetig kaufe ich seit ca. 3 Jahren Aktien und ETFs , da ich jetzt schuldenfrei bin.

  3. Kleiner Tipp: Dieses Beisammensein ist beachtenswert. Und dass obwohl ich über den Friedrich viel Böses in der Vergangenheit gesagt habe. Die Sichtweise von Dr. Andreas Beck finde ich hoch interessant. https://youtu.be/DmNFKWtefdw

    Nebenbei würde ich kein Gramm meines Edelmetalls missen wollen. Eine super Sache gegen den sozialistischen Umverteilungswahnsinn. Bedeutet ja nicht, dass ich keine Aktien hätte. Das Gegenteil ist der Fall: Mein Depot strotzt vor Kraft. Wie so oft im Leben: Der Mix machts.

     

     

    Viele Grüße

    Jan

  4. Im April wurde hier kopfgeschüttelt, als ich geschrieben habe, dass ich Aktien zukaufe. Heute 20% Plus, trotz verlustreicher vor-Corona Aktienkäufen. Tja. Geht doch.

     

     

  5. Denkt ihr das es morgen einen Kurssturz geben wird? Einreiseverbote für Großbritannien wurde verhängt, aufgrund der gefährlichen Mutation des Viruses.

  6. @ Sonny,

     

    selbst wenn, dann ist das nicht nachhaltig. Der Impfstoff schützt auch gegen diese Abart.

    Ich denke, dass wir dieses enge Band in dem wir derzeit schwanken im neuen Jahr nach oben durchbrechen. Aber das ist Bauchgefühl ohne Substanz. Du weißt ja:

    „Wenn der Hahn kräht auf dem Mist. ändert sich das Wetter, oder es bleibt, wie es ist.“ 😉 Ich bin kein Prophet. Ansonsten würde ich mein Geheimwissen nutzen um unfassbar reich zu werden. Hehe

    Viele Grüße

    Jan

  7. @Stefan Müller:

    Sorry, aber Max Otte ist echt völlig abgedreht… unvergessen seine Warnungen, Euroscheine mit bestimmten Seriennummern würden bald wertlos (in 2012)… natürlich ist nichts von alledem eingetreten.

    Der Typ macht mit der Angst und natürlich auch mit der Dummheit der Leute viel Geld.

    Sein unerträgliches Gelaber über einen nächsten superkrassen noch nie dagewesenen nicht zu toppenden Crash nervt!

    Wer nimmt sowas ernst?

  8. @Wolke, vom Friedrich halte ich auch wenig. Aber er stellt gute Fragen die andere leider kaum stellen. Die Antworten vom Beck beleuchten eine neue Seite, so finde ich. Das gefällt mir sehr. Die Antworten vom Friedrich sind absehbar und wie immer sehr gewollt. Er kommt aus seiner eigenen Meinung nur selten raus und betrachtet die Sache eben wie zu erwarten.

  9. @Sonny Wie sieht Deine Prognose (Vermutung) für Crash nächste Woche aus? Kracht es oder nicht?

    Ich muss beichten. Ich habe eine sehr lange Zeit vielen Crash-Messias sehr aufmerksam zugehört und zweimal sogar “richtig” reagiert. War auch zweimal ärmer dran danach. Ist halt meine “Deppen-Steuer” gewesen. Musste auch diese Entwicklung machen.

     

     

  10. @Jan

    In der zweiten Hälfte der Diskussion wirkt Friedrich etwas ungehalten, die Argumente von Beck scheinen ihn aus dem Gleichgewicht gebracht zu haben.

    Bei Friedrich und Krall hat man den Eindruck, die eigene Emotion und Aggressivität geht gleich mit ihnen durch. Das wirkt nicht sehr vertrauenserweckend. Klare Denker sind meist auch äußerlich sehr ruhig.

     

     

     

  11. Dr. Beck ist einer der wenigen, der die Ausführungen mit Zahlen belegt. Seine Aussagen zu Immobilien sind sehr interessant und haben eine quantitative Begründung. Andere Experten begründen überwiegend emotional.

  12. Dein vanguard Vorschlag zum ausschüttenden Welt etf finde ich gut. Aber es gibt auch den High Dividend, der dann statt 1,5% – 4,% Dividende bringt. Natürlich ist das Wachstum dann deutlich geringer aber trotzdem interessant und Top. Je nach Priorität.

    Vanguard selbst ist ja genossenschaftlich aufgestellt oder so ähnlich. Black Rock ist eine Aktiengesellschaft. Weswegen Vanguard günstiger ist. Nur wie funktioniert das bei vanguard mit dieser Genossenschaft Sache. Ein Artikel über Vanguard der etwas in die Tiefe geht, wäre sehr interessant. Man vertraut Ihnen sein hart erarbeitetes Geld an.

     Den Gründer hast du vorgestellt und dessen Story. Aber die Struktur, Details der Unternehmensform fände ich sehr interessanr. Ansonsten recherchier ich das mal

  13. Köstlich, das Youtube-Video mit Dirk Müller! Man sollte dem arroganten Herrn mal seine damalige Meinung zu Wirecard nochmal vorführen:
    “…wir haben das Unternehmen bis ins letzte Detail überprüft, bis in die letzte Fußnote. Das ist sauber und vollkommen unterbewertet.” 

  14. Danke für diesen Artikel. Ich habe alle Bücher von Marc Friedrich gelesen und kenne viele seiner Videos und Artikel. Bei aller Kritik (niemand hat die Coronakrise vorausgesehen) sagt er auch viele sinnvolle Dinge. Ich weiß, dass es in Tims Blog in 1. Linie um Aktien gehen soll, aber wenn Marc Friedrich zu gewissen Vorsorgemaßnahmen und mehreren Einkommens- und Vermögensstandbeinen rät, kann ich darin nichts Schlechtes erkennen.

    Ich sehe keinen Sinn darin, im Leben alles auf eine Karte oder ein Szenario zu setzen. So habe ich nichts gegen Aktienanlagen, aber hätte ich mein Finanzleben nur auf diesen kleinen Teilaspekt reduziert, dann würde ich niemals da stehen, wo ich heute stehe.

  15. @ Rücklage Kontenmodelle

    Ich kann Mark85 gut nachvollziehen. Eine ausreichende Rücklage auf dem Girokonto ist wünschenswert. Es macht keine Freude hier mehrmals im Monat Geld transferieren zu müssen.

    Ich hatte zeitweise bis auf den letzten Euro alles investiert. Da musste ich manchmal Geld umschichten. Es war zwar vorhanden aber nicht direkt zugriffsfähig. Durch Mieteinnahmen, Gehalt aber auch Verbindlichkeiten wie Darlehen mit anderen Buchungsterminen hatte ich viele Transfers mit automatischen Überweisungen. Das ist Geschichte. Heute liegt einfach immer um die 3k auf dem Konto. Da muss ich nie etwas selbst transferieren.

    Zusätzlich hilft ein hohes Einkommen und eine hohe Sparquote. Damit kann man aus dem monatlich zur Verfügung stehenden Cashflow bereits mehr als 90% unerwarteter Ausgaben abdecken. Das kann man ebenfalls mit einem Forecast kombinieren. Im Januar werde ich um die 4k Sondertilgung nutzen. Außerdem ist der Monat durch ein paar jährliche Versicherungen auch nicht der günstigste. Folglich werde ich hier nicht am Anfang des Monats viel Geld investieren. Ich werde am Anfang des Monats maximal für 1000€-2000€ ETFs kaufen. Ein weißer Schwan ist natürlich willkommen. Falls ich zu optimistisch war werde ich die Sondertilgung erst Ende Januar durchführen. Das wäre auch kein Beinbruch. Andere Ausgaben wie Modernisierungen fallen in der Regel nicht vom Himmel. Hier spare ich vor der Maßnahme ausreichend Cash an.

     

    @ Johannes

    Kiev ist ein alter Spitzname von mir. Außer Prag habe ich “im Osten” nichts gesehen. Den Spitznamen kennt in meinem heutigen Umfeld fast Niemand. Bei den paar Freunden die ihn kennen würde es mich nicht stören, wenn sie mich hier erkennen…

     

  16. Jan

    Vielen Dank für das Video. Hat mir sehr gefallen. Jetzt versteh ich mich mehr was bei dem Friedrich dahinter steckt. Ohne diese Phrasen nicht viel 🙂 der Herr Dr. hat zu allen sich eine Antwort überlegt und vom gegenüber kam immer wieder das gleiche ohne eine Begründung. Witzig.

    Viele Begründungen des Kontrahenten fand ich äußerst ansprechend.

    Ich Frage mich seit wann Friedrich Short ist? Wenn es seit mehreren Jahren ist, dürfte ja bald der short squeeze einläuten….

    -M

  17. @ Jan

    Das Video ist hochinteressant… insbesondere wenn man mal nur auf die Körpersprache achtet, kann man relativ gut sehen, wie sich Friedrich selbst sieht und wie er mehr und mehr in Abwehrhaltung begibt.

    Werde ich sicher noch häufiger als Anschauungsobjekt heranziehen. Danke!

  18. “Ich würde ganz viele Anleihen herausgeben, bis der Zins bei 1% liegt und dafür Microsoft und Co kaufen für das Geld”

    “Ja aber das geht nur bis die tech-bubble platzt”

    “Nein, wieso? 1. Habe ich das Geld geschenkt bekommen bzw einfach erschaffen und 2. Ist es ja im einem Schwert investiert.”

    Friedrich: ok nächste Frage…. hahahaha

    -M

  19. Heute ist schonmal ein kleiner Vorgeschmack und ein Hinweis, welche Assets man zur Diversifikation halten sollte – Edelmetalle, Bonds, Kryptos. Im Bereich Aktien eher Defensives sowie die “Stay-at-Home”-Werte, Pharma und Zulieferer, Consumer etc.

    Tui, CTS Eventim und Co. jeweils 5-10% im Minus. Nach der Korrektur werden dann einige Aktien wieder spannend.

  20. @M/CTS

    Ein Top-10-Pick von Barrons für 2021 ist Madison Square Garden Entertainment. Hier hast Du noch den Abschlag und kannst auf eine Erholung in New York und Las Vegas setzen. In Las Vegas bauen die gerade etwas, was einige Anleger beunruhigt hatte, ob das in dieser Covid Zeit nach hinten losgehen könnte. Wollte es nur mal völlig unmotiviert einwerfen, nachdem ich es am WE gelesen hatte und Deinen Eintrag las.

    P.S.: Der letztjährige Forecast von Barrons für 2020 war eher bescheiden, letztlich ist aber ohnehin koinzident, jedenfalls meiner Meinung nach, und nicht relevant für eine Investitionsentscheidung:-)

  21. Anfangs konnte ich dem Dr. Markus Krall seinen Ausführungen gut folgen. Es war schlüssig und nachvollziehbar. Mittlerweile ist hier aber ein Punkt erreicht, in dem er sich in die Reihe der Luftpumpen- Propheten nahtlos eingereiht hat, in dem er seine Thesen und Begründungen immer weiter dehnt.

    Seine “Wenn dann.., ..dann das ..und das..”- Argumentation, ist in sich schlüssig, aber wie bei allen Crashpropheten, funktionieren diese Argumentationsketten eben nicht über einen längeren Zeitraum, da sie immer wieder korrigiert und ergänzt werden müssen. Das nimmt der ganzen Bewegung die Glaubwürdigkeit.

     

    Darf man fragen, warum die J.P.Morgan Untersuchung im Jahr 1988 angefangen hat, und nicht im Crashjahr 1987?

  22. “Stur und stetig” – wie gerne ich das immer lese, Tim 🙂 .

    Immer 100% investiert. Im Tief zu 100%. Beim Allzeithoch zu 100%. Gefällt mir. Keine Anspannung, einfach laufen lassen.

    @ Bitcoin

    Bitcoin ist das neue Gold? Hat sich Gold schon einmal in sechs Monaten verfünffacht im Preis? Wir haben doch Goldexperten im Blog. Vor der “Aktienblase” wird gewarnt, aber hier läuft alles ganz normal?

    Ich gönne jedem seine Buchgewinne. Trotzdem erinnert mich das Ganze an die Tulpenmanie…..

  23. @ Buchempfehlung

    Hier wird manchmal mehr finanzielle Bildung für Kinder gefordert. Ich habe eine Alternative entdeckt:

    Calpurnias evolutionäre Entdeckungen

    Dieses Buch ist vielleicht besonders für Mädchen geeignet. Vielleicht gibt es hier im Forum sogar einen neugierigen Großvater, der es ihr schenken könnte…

    In Teilen erinnert es mich an Walden aus der Sicht eines Kindes. Es geht um Forschung und den Drang Dingen auf den Grund zu gehen. Nebenbei spielt das Buch in einer anderen Epoche, so dass es auch um die eigene Entwicklung abseits der gesellschaftlichen Erwartungen geht.

    Das Buch hat meine Frau, neben anderen sehr guten Büchern, in einer Bücherkiste entdeckt. Es hat auch eine Widmung eines Großvaters an seine Enkeltochter. Es scheint leider nicht auf Anklang gestoßen zu sein. Das tut mir wirklich leid für den Unbekannten. Das Buch erscheint mir wunderbar ausgewählt.

  24. @Kiev mache ich auch so, früher gab es eine Überoptimierung und zu viele Konten. Wenn da eine Störung auftrat , dann war Eile geboten. Ich verzichte heute lieber auf etwas Rendite als mir den Kontenstress anzutun.

     

  25. @Immer 100% investiert
    Im Februar waren mir die Kurse zu teuer. Jetzt – vor den zukünftigen globalen Pandemieauswirkungen 2021, 2022 – sind die Kurse teils gleich teuer bzw. noch teurer. Ich bin nicht voll investiert.

    @in 10 Aktionenpositionen investiert
    zwar keine 21k – aber ich habe diesen Monat in ca. 3.458 Aktienpositionen investiert und in ca. 5.951 Anleihepositionen. Den Rest habe ich outgesourced und automatisiert an meine Broker, an Vanguard und BR. Als deutschen Einzelwert finde ich aktuell Morphosys interessant. Da verteure ich gerne meine Einstiegskurse bei Gelegenheit mal.

    @Kiev – Buch
    Ich habe gerade das Kinder(?)buch ‘Hund namens Money’ gelesen. Ich war anfangs skeptisch weil ich nicht alles vom Autor mag. Hat mir aber gut gefallen und kann mir vorstellen das Buch interessierten Kindern ab 10-12J zu empfehlen. Das von Ihnen genannte schaue ich mir gleich mal an. Danke für die Erwähnung!

  26. “sind die Kurse teils gleich teuer bzw. noch teurer”

    Man sollte nicht nur den Index anschauen. Das Bild ist recht heterogen, z.B. im S&P 500 stehen fast die Hälfte der Aktien tiefer als Anfang Jahr. Es hat also nicht alles hochgespült sondern es ist schon auch ein Abbild der Realwirtschaft. Natürlich gibt es Übertreibungen in beide Richtung, Tesla dürfte vielleicht so eine sein. Aber viele Aktien haben auch 50% verloren auf Jahressicht und sich nicht mehr erholt.

     

  27. @Bruno

     

    Viele dieser Werte haben sich noch nicht erholt. Sobald die Impferei angelaufen ist werden auch viele dieser Werte eine massive Erholung mitmachen.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass z.B. Fluggesellschaften eine Coronaimpfung als Bedingung fürs Fliegen voraussetzen. Damit kann jeder der die Impfungen gemacht hat wieder mit dem Flugzeug verreisen und der Tourismus wird langsam wieder anlaufen.

  28. @ Kiev

    Danke für den Buchtipp. Schaue ich mir an. Werde gleich nach “Babylon” mit meinem Jüngsten. Die Gans kennt er schon. Mal sehen was er zu den Lehren des Buches sagt.

    @ Wolke

    Immer 100% in einem einzigen Asset? Nicht so klug.

    Warum nicht?

    Asset……. reichlich abstrakt. Bei mir sind´s hunderte Produkte und Dienstleistungen. Die Kasse klingelt täglich. Prima.

  29. @Wolke

    Mir ging es nicht darum, aber die Marktstruktur ist ein Indiz, ob ein Hype ausgebrochen ist oder noch selektiert wird. Im Jahr 1999/2000 war alles grün da würde einfach alles gekauft, blind.

    Die Frage ist auch immer wie man rechnet, das viele Geld das laufend gedruckt heute z.B. wieder 900 Mrd. Corona-Hilfe in USA das muss man auch irgendwie querrechnen.

    Wer kein Markettiming betreibt der hat ein ruhigeres Leben. Viele klopfen sich z.B. auf die Schultern wie genial und mutig sie im März gekauft haben. Wie wären die Töne, wenn es nochmals 30% gefallen wäre bis im Mai? Dann wären es andere Stimmen, welche da gekauft haben.

    So ist das nunmal. Und Crashpropheten erzählen jeden Tag neue Geschichten und wenn es dann einmal crasht klopfen sie sich auch auf die Schultern.

    Gerade dort sollte man immer auch die Interessen dahinter prüfen. In der Regel ist alles Marketing, es geht um den Vertrieb von Büchern, Fonds, Gold etc. ist ja logisch dass der Degussa-Chef ein Interesse hat an Panik und Angst, dann gibt es mehr Umsätze bei ihm 😉 Umgekehrt beim Fondsvertrieb.

    Daher am Besten gar nicht auf all dies hören und stur und stetig wie Tim immer schön sagt sein Ding durchziehen. Seine persönliche Strategie und nicht etwas übernehmen, nicht für jeden ist 100% Aktien ideal, für einige ist das zu volatil und diese sollte etwas machen wo zu ihnen passt.

  30. @ 42sucht21, Freelancer Sebastian

    Das Buch hat mit Finanzen allerdings nichts zu tun. Eher mit Neugier, Forschungsdrang und Selbstfindung. Es ist aus der Sicht eines Mädchens beschrieben. Ob es auf diese Weise einem Jungen Zugang bieten kann ist fraglich. Ist wie mit den Finanzblogs. Die sind ebenfalls stark separiert, ohne dass es eine Zielgruppe durch die Betreiber gibt.

    @ Thorsten, Wolke

    Der Notgroschen ist genau dafür da die Schiebereien zu umgehen. Die Art des Investments spielt hier keine Rolle. Meine Kinder bekommen bei mir 10% Zinsen in Monat. Die Einlagen sind in ihrer Höhe absolut sicher. Es ist das beste Investment überhaupt. Es ersetzt dennoch keinen Notgroschen, wenn das Geld einen Monat fest angelegt ist, aber das Kind den Wunsch hat Ninjago Karten zu kaufen. Die Rücklagen müssen bei den meisten auch gar nicht so hoch ausfallen. Bei 5000€ kämen bei 5% im Jahr 250€ zusammen. Die bekommt man allerdings nirgends. Es geht maximal um 100€. Dafür würde ich nicht Geld hin und her schieben müssen.

  31. @Bruno:  Seine persönliche Strategie und nicht etwas übernehmen, nicht für jeden ist 100% Aktien ideal, für einige ist das zu volatil und diese sollte etwas machen wo zu ihnen passt.

     

    Definitiv! Wenn ich nur schon höre/lese, das und das und das ist ein MUSS. Bullshit! Mag ja sein, dass es für den jeweiligen Verfasser ein MUSS ist, für mich muss es deshalb noch lange nicht so sein.

     

  32. “Im Endeffekt kann niemand in Zukunft sehen. Einfach langfristig investieren jeden Monat und gut ist.”

    Wohl war, sehr einfach. Trotzdem wachsen diverse Finanzblogs und Youtuber wie Pilze aus den Boden wie z.B. Finanzbären oder Erklärbären auf Youtube…

    “Wer kein Markettiming betreibt der hat ein ruhigeres Leben. Viele klopfen sich z.B. auf die Schultern wie genial und mutig sie im März gekauft haben. Wie wären die Töne, wenn es nochmals 30% gefallen wäre bis im Mai?”

    Richtig. Wer Markttiming betreiben will kann ja auch mit Limits beim Aktienkauf arbeiten. Wird der Kurs erreicht, landet die Aktie im Depot. Kann halt auch in die Hose gehen wie die Kurse steigen und steigen….

    @Wirtschaft: Die Asiaten schaffen grade die größte Freihandelszone der Welt (Asien-Pazifik-Raum). Und wir in Europa und die USA schauen mehr oder weniger zu. Schon lustig.

  33. Trotzdem wachsen diverse Finanzblogs und Youtuber wie Pilze aus den Boden

    Schönes Bild. Aber wie beim Vorbild in der Natur: Egal wieviel da wächst, niemand ist gezwungen, auch nur einen einzigen davon zu konsumieren  😉

     

  34. @ Kiev

    Kein Problem. Lernen ist immer gut. In allen Bereichen.

    @ Wolke

    Eine gewisse Abstraktionsfähigkeit schadet nicht.

    Absolut richtig. Aber das Wissen darum, dass Aktien mehr sind, als eine anonym-abstrakte Zeile auf dem Depotauszug ist auch sehr hilfreich.

    Nicht falsch verstehen. Wer die Volatilität glätten möchte, sich umwohl bei schwankenden Börsen fühlt und/oder “Sorge” um seinen Vermögensstand hat (gerade im fortgeschrittenem Alter), sollte wohl tunlichst auf 100% Aktienquote verzichten. Verstehe ich. Völlig legitim.

    Warum aber eine 100%-Quote beim Asset Aktie per se nicht klug ist – das leuchtet mir nicht ein. Kannst du deine Behauptung vielleicht noch erläutern? Eine Antwort habe ich von dir noch nicht vernommen.

  35. Rüdiger,

    Auch weiß man nicht genau, welche der Pilze vergiftet sind 😉

     

    @ -X% heute

    Man sollte langsam mit den Schwankungen nach spätestens diesem Jahr doch mal klar kommen. Das ist doch nun wirklich nichts besonderes mehr und man sollte dem kaum Beachtung schenken (es sei denn man kauft was dazu)

    -M

  36. @Pilze

    Dafür ist die Pilzkontrolle zuständig 😀

    @Crashprognosen

    Bis SPÄTESTENS Ende 2020 sollte doch das Finanzsystem zusammenkrachen, es muss sich langsam beeilen oder wurden die Termine bereits neu gesetzt?

  37. @Jürgen Klopp

    Ist ja jetzt nicht wirklich überraschend, oder? Da ist zuviel Euphorie drin und noch ist Corona längst nicht gebannt.

    @100%

    Alles auf eine Anlageklasse setzen, hat nichts mit Diversifikation zutun. Das muss aber jetzter mit seiner eigenen Risikotragfähigkeit ausmachen.

    @Video Beck / Friedrich

    Vielen Dank nochmals für das Video. Herr Beck war wunderbar souverän und hat sich von den plumpen Attacken Friedrichs nicht aus der Reserve locken lassen. In puncto Fachwissen hatte man eher den Eindruck, dass da ein Meister und ein Lehrling sitzen – Letzterer aber immer wieder versucht “Expertise” (Halbwissen) reinzuwerfen wie M1 oder Vergleiche mit Argenitinien.

  38. @Pilze: Ein köstlicher Steinpilz für jedes Depotmenü ist für mich z.B. die bereits häufiger gepriesene Danaher oder Blackrock. Was sind eure Leckerbissen im Depot?

  39. Bruno

    Lait dem Video von Jan sagt Friedrich jetzt, bis 2023 kommt das Ende….. und wenn nicht, wurde das System nur weiter gerettet aber ist trotzdem dem Untergang geweiht 🙂

     

    Pocahontas

    Ja der Vergleich Staatspleite Argentinien und mit dem Euro war lachhaft. Äpfel mit Birnen…

     

    Oder das ändern der EU Verträge mit Fussball “dann ändert man die regeln und es gewinnt also der Verlierer” so dumme Sätze. Als ob es nicht möglich ist, wenn alle Mitglieder gemeinsam etwas entscheiden dürfen, wenn sie merken, dass die ursprüngliche Fassung nicht ausreicht.

    -M

  40. Bei mir ist heute die erste Portion mexikanisch-scharf auf den Tisch gekommen: FEMSA. Die nächsten Monate gibts bestimmt immer wieder mal einen Nachschlag.

  41. @Krisenprediger und Angsthasen
    Nicht ohne Grund hat der teure Müllers Premiumfonds nun bald 600 Mio eingesammelt. Die Premium-Stretegie muss mir mal jemand erklären. 75% USA…  Die größten Positionen sind Apple, MSFT, Amazon, Illumina, Alphabet, Nike, NVIDIA usw.  Ist schon eine ziemliche Leistung mit diesen Werten so eine bescheidene Performance hinzulegen. Ach so, das ist nur Window-Dressing vor Jahresschluss.  Finger weg!

    Lustig ist auch wie der Friedrich Fonds im März abgegurkt ist. War der nicht genau dafür gemacht? Ackerland, Wald und Cash sind abgestürzt. Lustig finde ich, dass 20% der eingezahlten Gelder als Cash gehalten werden und dafür 1,81% Verwaltergebühren bezahlt werden. Natürlich noch 3% Ausgabe-Aufschlag dafür. Aua. Und dann beschweren sich genau die gleichen Leute über homöopathische Negativzinsen der pösen Banken. Immerhin nur 43 Mio haben Doofe da eingezahlt. Bitte nachdenken & Finger weg!

  42. … und wenn nicht, wurde das System nur weiter gerettet aber ist trotzdem dem Untergang geweiht

     

    Dazu habe ich einen schönen Text aus 2016 gefunden:

    “Und mal ernsthaft, glauben Sie nicht auch, dass die Notenbanken und Staaten, bevor der Tag des geldpolitischen „jüngsten Gerichts“ kommt, nicht noch alles – wirklich alles, im amerikanischen sagt man dazu „everything and the kitchen sink“ – auf den Markt werfen werden, um das Ende hinaus zu zögern? Ich bin da sehr sicher, denn keiner will der sein, der das Licht ausmachen muss.”

     

  43. @Freelancer

    Warum aber eine 100%-Quote beim Asset Aktie per se nicht klug ist…

    Selbst ein Aktien-Welt-ETF ist keine echte Streuung. Streuung bedeutet in verschiedene Assets zu investieren.

    Derzeit sollte die höchste Gewichtung Aktien zustehen. Das muß aber nicht immer so bleiben. Flexibel bleiben!

  44. Hab das Interview gesehen, aber irgendwann abgeschaltet. Eine gewisse Besessenheit oder  Rechthaberei schwingt beim Craspropheten immer mit. Der andere war ihm gewachsen hat keinen Monolog zugelassen obwohl es mehrfach danach aussah…

    Ach ja , der Hoax mit der Tulpenblase, pff, nein so war das nicht. Nette Geschichte, aber ungefähr auf dem Niveau vom Suppenkasper oder Max und Moritz. Es sollte erzieherisch wirken, die Tulpe bot sich an.

    https://www.finance-watch.org/aus-der-geschichte-lernen-vii-tulpenmanie-oder-uber-die-deutungshoheit-der-finanzelite/

     

  45. @Crashpropheten

    Das Problem ist, daß diese Typen nur wenige, dafür aber sehr sehr laut sind.

    Die, die sich wirklich auskennen, schreien nicht herum, schreiben nicht permanent Spiegelbestseller, sind bescheiden und machen in Ruhe ihr Ding.

     

  46. Bitcoin bietet das beste Chance/Risikoverhältnis zur Zeit und das erkennen auch mehr und mehr institutionelle Investoren. Wer keine hat, wird sich in wenigen Jahren sehr darüber ärgern.

  47. @ Wolke

    Derzeit sollte die höchste Gewichtung Aktien zustehen. Das muß aber nicht immer so bleiben. Flexibel bleiben!

    Und nach welchen Parametern – harten Kriterien (!) – wird dann umgeschichtet? Doch nicht etwa je nach Bauchgefühl…..?

    Streuung bedeutet in verschiedene Assets zu investieren.

    Sagt wer?

  48. @ Stefan Müller:

    Wo hat er gesagt, dass die Banken sicher im Juni 2020 crashen? Er bezog sich doch auf Ende 2020 und später? Ich finde Beleidigungen nicht förderlich. Was könnte ich zu unseren dummen Politikern alles sagen….;-)

    Ich finde generell man sollte Krall und Co nicht abschreiben. Wer sich Mal intensiv mit denen auseinandersetzt wird feststellen müssen, dass das gar keine Dauerpessimisten sind. Nur momentan kann nicht verneint werden, dass der Markt nur rund läuft, weil die Notenbanken  drucken als gäbe es kein Morgen mehr.

    Wer das alles gesund  findet bitteschön.

  49. @Al Bundy

    Was soll auch passieren? Börse steigt, Börse fällt und das jeden Tag. Habe noch keinen Einfluss auf meine Unternehmen gemerkt, wenn die im Kurs hin und her driften.

     

    Einfach mal aufhören auf die blöden kurstafeln zu schaun und noch besser, nicht ins Depot. Schaut doch einfach alle paar Monate mal wieviel Millionen/Milliarden eure Firmen wieder verdient haben.

    -M

  50. Den Kommentaren hier zu folgen macht immer wieder Spaß.

    Dachte ui heute ging es Mal wieder gut bergab. Ins Depot geschaut und gesehen das sage und schreibe -2% nach unten ging.

    … das ist eine etwas größere Schwankung. Wer damit nicht klarkommt, sollte zum komplett auf Tagesgeld wechseln. Da gibt es fest eine negative Rendite 😉

    Glücklicherweise konnte ich eine nicht unerhebliche 5 stellige Summe direkt um den “Crash” investieren.

    Alles in allem bin ich recht zufrieden mit der diesjährigen Entwicklung des Depots. Auch wenn ich leider nicht alles auf die richtige Pferde gesetzt habe.

    Ich investiere mittlerweile daher auch fast nur noch in ETFs, ist einfach entspannter.

    LG

  51. @Krisenprediger

    Was diese Herrschaften verkünden, sind alles andere als neue Erkenntnisse. Man kann seit Jahren unaufgeregte, sachliche, wissenschaftlich fundierte Artikel oder Bücher zu unserem Geld- und Finanzsystem, verfasst von seriösen Autoren, finden und sich damit intensiv beschäftigen. Nur mal so am Rande bemerkt: Ich halte das für durchaus empfehlenswert. Die besondere Leistung der Krisenprediger liegt in der vereinfachten, verdrehten, manipulativen und emotionalisierten Aufbereitung bekannter Sachverhalte, die dann auch vom denkfaulen Dummvolk problemlos konsumiert und “verstanden” werden kann. Dieses “exklusive Spezialwissen” verkaufen die Prediger als betreutes Denken – oftmals und besonders gerne mit den dazu passenden Fonds – an ihre begeisterten Jünger, die somit auch zu den höheren Weihen der Erkenntnis gelangen und sich von den Naivlingen abheben, die weiterhin blind, dumm, hilflos umherirren  😉

     

  52. @Bruno

    Bis SPÄTESTENS Ende 2020 sollte doch das Finanzsystem zusammenkrachen, es muss sich langsam beeilen oder wurden die Termine bereits neu gesetzt?

     

    Ich habe mir das oben verlinkte Video von Friedrich und seinem Gast Herr Beck angeschaut. Der Untergang wurde von Herr Friedrich auf 2023 verschoben. Aber auf das Datum kannst du Ihn jetzt endgültig festnageln.

  53. @ Luigi

    Obwohl meine Frage ironischer Natur war, danke ich dir sehr für den Link, aus dem ich zitiere.

    Zwei Dinge werden geklärt.

    Endlich haben wir es schwarz auf weiß und können die unselige Debatte “schön diversifiziertes Portfolio reicht nicht – es muss ein ETF sein” abschließen.

    “Die Bedingung für ein erfolgreich diversifiziertes Portfolio ist, dass sich die einzelnen Wertpapiere im Portfolio nicht identisch entwickeln. Dieser Effekt setzt fast automatisch ein, wenn das Portfolio mehr als 50 unterschiedliche Wertpapiere beinhaltet.”

    Wunderbar. Ich brauche also nicht 2400 Aktien.

    Zudem wird in dem Artikel klar, dass Rohstoffe nicht von Nöten sind und Anleihen zwar die Volatilität dämpfen, aber für eine wesentlich geringere Rendite sorgen.

    “Aus historischer Sicht ist hinsichtlich der Rendite und des Risikos eine Mischung aus Aktien und Anleihen sinnvoll. Denn beide Anlageklassen entwickeln sich unterschiedlich, weisen über lange Zeiträume sogar eine negative Korrelation auf, und sind hinsichtlich ihrer Renditeaussichten den eher exotischeren Anlageklassen Rohstoffe und Währungen vorzuziehen.”

    Mein Anlagehorizont ist die Ewigkeit. Ich gehe also mit der Wissenschaft d´accord, wenn ich mich voll auf die Anlageklasse Aktien konzentriere, um die höchste Rendite zu erzielen. Ich verstehe mich als Anteilseigner von Unternehmungen. Die Preisschwankungen an der Börse beunruhigen mich nicht.

    Noch einmal herzlichen Dank. Das war Wasser auf meine Mühlen.

    @ Wolke

    Wieder mal bleibst du eine Antwort schuldig. Du meinst doch zu wissen, zu welchen Zeitpunkten welche Anlageklasse “ansteht”? Hast du da einen konkreten Plan?

    @ Syntax Error

    Bitcoin bietet das beste Chance/Risikoverhältnis zur Zeit

    Steile These. Hast du eine logische Begründung?

    Ich rufe derweil das neue Kursziel für den Bitcoin aus: Eine Milliarde Dollar.

    Da läuft einem doch das Wasser im Mund zusammen, oder……?

    @ -M

    Dein Verständnis von Börse und Aktienbesitz als Ausdruck von Unternehmertum darf gerne die Runde machen. Wir sind da auf einer Wellenlänge.
     

  54. @Freelancer

    Wie die Historie zeigt, waren Aktien nicht immer das beste Investment. Es gab Zeiten, da waren andere Assets besser. Solche Zeiten können wiederkommen.

  55. @Wolke:

    Schon klar, aber da bin ich (ausnahmsweise mal 😉 ) bei Freelancer, was ist der Schluss den du daraus ziehst? Diversifizierst du auf mehrere Assetklassen  mit einem festen %-Satz? Wann machst du ein Rebalancing? Oder gehst du bei bestimmten Marktsignalen in Klassen rein oder raus? Oder nach Gefühl?

    Fände ich interessant zu hören was dein Ansatz ist.

  56. @ Wolke

    Wie die Historie zeigt, waren Aktien nicht immer das beste Investment.

    Falsch. Aktien sind und bleiben immer das beste Investment. Für lange Zeiträume. Ideen – Unternehmertum – Erträge. Da kann Gold nicht mithalten, sorry.

    Du redest wohl eher davon, dass Aktien in einzelnen Jahren oder kurzen Zeiträumen nicht immer das beste Investment waren. Das stimmt wohl. Nur weißt du nie im Vorhinein, in welchem Jahr nun welches Asset vorne liegt. Du musst also konsequenterweise eine sture Verteilung wählen und immer wieder für ein Rebalancing sorgen. Sonst bist du Spekulant. Konsequenz: Du wirst langfristig schlechter abschneiden als mit 100% Aktien. Kannst du mir folgen?

    Selbstverständlich muss man nicht 100% in Aktien gehen. Jeder nach seiner Facon. Du sprichst aber von “unklug” – ich halte es dagegen für reichlich klug. Da kommen wir nicht zusammen.

    Neugierig bin ich ja auf deine Reports, wann man denn nun warum welche Anlageklasse über- oder untergewichten sollte. Du weißt da einfach mehr als ich. Und ich lerne ja gerne…..

  57. Man kann seit Jahren unaufgeregte, sachliche, wissenschaftlich fundierte Artikel oder Bücher zu unserem Geld- und Finanzsystem, verfasst von seriösen Autoren, finden und sich damit intensiv beschäftigen.

    @Rüdiger

    Absolut einverstanden. Wobei bei den Wirtschaftswissenschaften halt nicht mehr alles so ist wie es zu sein schien.

    Gemäss Lehrbuch führt die Ausweitung der Geldmenge zwingend zu einer Inflation. Die Notenbanken weiten die Geldmenge nun seit mehreren Jahren massiv aus aber eine klassische Inflation ist bisher ausgeblieben. Die steigenden Immobilienpreise sowie die steigenden Aktien könne man als Assetinflation sehen. Wobei wir gerade aufgrund Corona bei grossen soliden Dickschiffen noch lange nicht die Preise wie vor der Corona sehen.

     

  58. @Nico:

    Deswegen hat Keynes im Kreislauf Horte eingeführt. Dieses Konstrukt erklärt, wieso eine Inflation ggf. sehr lange nicht kommt, bis sie dann plötzlich und dann praktisch unkontrollierbar ausbrechen kann.

  59. Hallo Leute,

    ich bin aktuell nach meinem Studium in der Beratung (Big4) tätig. Ich möchte aber kurz- bis mittelfristig in einen Konzern (Rechnungswesen) wechsel. Hatte bereits jemand denselben Karriereweg oder kann mir tips geben? Die Aufgaben im Audit sind gelinde gesagt sehr stupide und nicht glücklich machend

  60. Weil die Frage zur Diversifikation kam und ich Diversifikation liebe:

     

    26% Edelmetalle

    39% Aktien-ETFs

    27% private und betriebliche Renten

    7% Festgeld

    (alle Werte gerundet)

    Eine spätere Neugewichtung findet nicht statt.  Wozu auch? Gold und Silber haben auf 5 Jahressicht pi * Daumen eine ähnliche Rendite wie der S&P500. Und mittels Cashflow lässt sich ganz gut die Gewichtung ändern.

     

    Da ich meine Edelmetalle nur als Versicherung für die anderen Anlagen sehe, fließt nun nur selten neues Kapital rein. Das Festgeld ist ein Relikt aus alten Zeiten und dient mir ohne das hier nun breit treten zu wollen. Es fließt schon seit Jahren nichts mehr zu – im Gegenteil: Im Mai konnte ich deshalb ~17.000 in den Aktienmarkt leiten. Lediglich in meine Renten fließt vom Brutto mit staatlicher und fleißiger Arbeitgeberunterstützung neues Geld. Das macht Spaß, sage ich euch!  Und natürlich in Aktien, das ist nach dem Aufbau der anderen Positionen mein Hauptstrom.

     

    Klappt bisher sehr schön! Die Kapitalentwicklung ist geradlinig und – das ist das Wichtige – ich kann als Familienvater beruhigt schlafen. Es ist schon etwas anderes, wenn ein Single oder junger Hüpfer anlegt. Das wichtige ist der Fortbestand der Familie. Es mag sein, dass ich mit einer „CFD-Allgo-Optionsschein-Strategie“ mehr Geld hätte. Aber darum gehts überhaupt nicht. Von mir aus arbeite ich eben 5 Jahre länger. Planbarkeit, Absicherung und eine ruhige Nacht selbst in Zeiten wie im März diesen Jahres waren es definitiv wert. Meine Frau und ich wussten, dass wir finanziell sicher sind. Viel zu viele Ehen zerbrechen, weil die Finanzen drücken.

    Ich liebe eben die Diversifikation. Und wer das nicht macht, der macht’s eben nicht. Leben und leben lassen.

     

    Viele Grüße

    Jan

  61. # Viren

    Ich habe eine Frage an die Virologen hier:

    Nachdem das Corona-Virus in seiner Verbreitung rund um den Globus eine der erfolgreichsten überhaupt zu sein scheint und sich in Millionen oder sogar Milliarden Menschen angesiedelt hat, wird es rein statistisch auch unglaublich viele Mutationen geben.

    Könnte dabei ein Mutant entstehen oder bereits entstanden sein, den das Potenzial hat, die gesamte Menschheit auszulöschen? Oder bleibt an Ende stets eine mehr oder weniger kleine Gruppe Immunisierter übrig, die dann von vorne anfangen können?

    Gibt es darauf fundierte Antworten?

    Auf Apple-TV lief dazu eine Serie, bei der ein Virus die gesamte Menschheit erblinden ließ, bis auf eine kleine Gruppe.

  62. @Freelancer

    Genau so argumentiert wie in deinen letzten 3 Posts sehe ich es auch.

     

    Langfrisitg die höchste Rendite ist nur mit 100% Aktien möglich (andere Anlageklassen performen in manchen kleinen Zeiträumen besser, nicht aber langfrisitg) sieht man ja auch bei markowitz.

     

    Ein ETF ist obsolent, ab einer gewissen Anzahl von Aktien im Portfolio

     

    Alles was die Schwankungen im Depot reduziert, muss zwangsläufig die Rendite reduzieren. Besonders bei negativer Korrelation. Absoluter Quatsch wenn man Rendite maximieren will.

     

    Natürlich ist wie zB Mark85 es macht für IHN selbst genau das richtige, für andere aber wäre es ein Fehler.

     

    -M

  63. @Felix, ein Virus der alle tötet ist aus Sicht des Virus ineffizient. Der erfolgreichste Virus ist doch nicht Corona? Wie kommst du drauf? Die mit Abstand erfolgreichsten Viren sind lange bekannt und hast du auch: Herpesviren. Ihre Persistenz macht sie zu einem viralen Erfolgsmodell.

    Nebenbei sind wir alle keine Virologen. Wenn du diese suchst, dann geh an eine entsprechende Uniklinik.

     

    Mutationen sind normal und nicht Corona-speziell. Die Spanische Grippe war ja auch eine solche. Viren die ihren Wirt töten sind eher die Ausnahme als die Regel. Sehe es evolutionär: Als Jäger sind Krankheiten die das Wild schnell dahin raffen viel einfacher in Griff zu bekommen als Krankheiten die lange infektiös sind und der Wirt nur wenig geschwächt wird und damit noch viele Kontakte mit anderem Wild hat.

     

    Einer der bewundernswerten Erreger (nun aber kein Virus) ist z.B. der Fuchsbandwurm. Er hat mit seinen zwei Stadien (Finnen schwächen den Fresswirt – die adulten Tiere vermehren sich aber im Fuchs) eine gewisse Perfektion entwickelt.

  64. @Felix

    …die gesamte Menschheit auszulöschen…

    Kein Virus wird jemals die gesamte Menschheit auslöschen. Wenn schon, dann umgekehrt. Seit ca. 80 Jahren gibt es Impfstoffe, die Viren und Bakterien ausgelöscht haben. Oder siehst du noch Opfer von Kinderlähmung im Rollstuhl herumfahren?

    Solange es medizinische Forschung und genügend Geld dafür gibt, haben Viren keine Chance.

    …Auf Apple-TV lief dazu eine Serie, bei der ein Virus die gesamte Menschheit erblinden ließ…

    Hätte nicht gedacht, daß es derartigen Unsinn gibt und den auch noch einer ansieht.

     

  65. @Freelancer

    Du scheinst mir relativ wenig über Bitcoin zu wissen und in deiner Meinung recht festgefahren zu sein.

    Es geht hier auch nicht um irgendwelche astronomischen Kursziele. Das ist genauso seriös wie einen Dow von 100k herauszuposaunen. Kann sein, muß aber nicht.

    Fakt ist, dass die Assetklasse gerade durch instituionelle Anleger erschlossen wird, was u.a. durch eine höhere Regulierung und bessere Verwahrmöglichkeiten begünstigt wird. Bisher war es eher ein Vehikel für private Anleger. Zudem ist die Anzahl der BTCs limitiert, was in wenigen Monaten zu deutlich höheren Kursen führen dürfte. Ob es dann $100k oder $450k oder mehr pro BTC werden, wird sich zeigen.

    Elon Musk ist kurz davor ein Teil der Tesla-Reserven von Cash in BTC zu tauschen. https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/twitter-tesla-chef-musk-diskutiert-ueber-umwandlung-des-firmenvermoegens-in-bitcoin/

    Michael Saylor hat gerade nochmal nachgelegt. https://de.cointelegraph.com/news/microstrategy-ceo-offers-to-share-his-bitcoin-playbook-with-billionaire-elon-musk

    Jeder muß sich seine eigene Meinung bilden.

     

  66. @-M

     

    Alles was die Schwankungen im Depot reduziert, muss zwangsläufig die Rendite reduzieren. Besonders bei negativer Korrelation. Absoluter Quatsch wenn man Rendite maximieren will.

     

    Das stimmt so nicht. Gerade der angesprochene Markowitz hat das mit der Portfoliotheroie widerlegt. Risiko und Rendite sind keine zwei gleichlaufenden Pferde. Ansonsten wäre das Lottospielen mit Aktien (derzeit wohl Wirecard) das beste Investment. Ist es aber ganz gewiss nicht. Die Diversifikation muss auch kein Renditehemmnis sein. Denn die Rendite ist, je höher das Risiko, ein schnelles aber scheues Pferd.

     

    Es mag sein, dass man mit einem 100%-Netflix Portfolio viel gewinnen kann. Aber wer weiß schon ob Netflix nicht am Tagesende das yahoo 2.0 ist? Wer aber Netflix, Amazon, Tesla gemischt hat, der dürfte kaum weniger Rendite haben, das Risiko hat er aber wesentlich reduziert. Ich weiß, das ist nun Stockpicking. Aber gleiches Stockpicking ist es, wenn man von Netflix als Ausgangspunkt ausgeht. Man hätte auch Wirecard erwischen können. Da wäre man froh, hätte man zwei andere Tech-Werte neben dran gestellt – egal welche.

     

    Ich habe durch meine Edelmetallpositionen meine Rendite ganz gewiss nicht geschmälert. Und trotzdem habe ich meine Schwankungsbreite begrenzt. Ebenso habe ich die Rendite nicht geschmälert nur weil ich z.B. auf ein Produkt setze das im Bondmarkt anlegt, irgendetwas ~3% (oder 4?) Garantieverzinsung hat, ich aus meinem Brutto zahle und mir mein Arbeitgeber 2/3 davon einzahlt, wenn ich nur 1/3 selbst leiste. Ich hatte schon schlechtere Deals.

     

    Die Nachbetrachtung der Aktienmärkte ist aber auch ein Stolperstein. Gerade in Märkten die rein von Notenbankinterventionen und Insolvenzaussetzungen getrieben werden, sollte man die Aktien nun auch nicht mit dem freien Markt verwechseln den er vor langer Zeit repräsentierte. Aber das ist nach Markowitz auch von Vorteil, da diese Interventionen das Risiko-Rendite-Profil positiv verschiebt.

     

    Gerade die Portfoliotherorie zeigt, dass Rendite und Risiko zwangsläufig nicht korrelieren. Gabs dazu nicht auch einen Abschnitt im Gerd Kommer in seinem Titel “Souverän investieren”? Ich bin mir sehr sicher.

  67. @Felix

    “Ich habe eine Frage an die Virologen hier:”

    Es hat sich hier noch keiner als solcher geoutet!

    Hier sind größtenteils Laienmeinungen, die den “Anstrich” mal mehr oder weniger als “Experte” für sich reklamieren (überwiegend voreingenommen durch die eigene Situation & Prägung)…

    Meine laienhafte Annahme, bzw. was ich so aufgeschnappt habe:

    Absolute Killerviren (z. B. ebola) sind im Regelfall nicht so gute Verbreiter & erfolgreich.

    Hier habe ich absolut keine “resident evil” Befürchtungen, wobei Covid-19 schon eklig und nervig ist, bzw. definitiv nicht mit einer jährlich wiederkehrenden Grippe-Welle zu vergleichen ist (obwohl dies so mancher selbsternannte schweizer Virologe gerne macht…).

    Jetzt müssen sie erst mal 10 k britische Urlauber suchen… aber die Mutation ist sowieso schon in halb Europa.

    Leider werden wir vermutlich keine sinkenden Zahlen bis 10. Januar sehen, da Weihnachten vor der Tür steht und sich deutlich mehr Familien als an Ostern (super Wetter damals, sogar mehr outdoor Treffen möglich & ich glaube da war es verboten?…bei deutlich kleinerem Infektionsgeschehen) treffen werden und auch eine gewisse Müdigkeit und sinkendes Risikoempfinden psychologisch mit dazu gekommen ist…

    Noch 3-4 mittelharte Monate und dann sollte der Impfmarathon (mancher Nationalist will ja ein Erzählung eines Sprintrennens wegen ein paar Tagen machen…) und der beginnende Frühling, Sommer sollten uns dann zunehmend helfen.

    Existenziell für die Menschheit… ist mit viel größerer Wahrscheinlichkeit der Klimawandel…

     

     

  68. @Felix – Könnte dabei ein Mutant entstehen..
    Nein. Da gibt es deutlich schlimmere Kandidaten als diesen Coronavirus. Der Genpool der Menschheit ist ja auch relativ groß.

    @Jan – Virus der alle tötet ist aus Sicht des Virus ineffizient. 
    ineffizient? Er könnte doch alle Menschen auslöschen und dann könnten die Viren freundlich weiter in Fledermäusen / Pangolinen ect. co-existieren wie in den letzten Millionen Jahren. Bei erfolgreicher Besiedlung von Fehlwirten (Fuchsbandwurm -> Mensch) ist der Wirtstod sogar häufiges Resultat. Das ist natürlich nicht der richtige Vergleich für ein mutiertes RNA-Virus (RNA Viren haben eine sehr hohe Mutationsrate).

    @Wolke- haben Viren keine Chance
    Ich sehe trotz aller Bemühungen in den reichen Industriestaaten noch keine Impfung gegen HIV-1 (Schimpansen -> M, N, Gorilla/ O) oder HIV-2 (Mangaben -> A, B, C, D). Wir haben gegen viele Viren noch immer nur sehr begrenzte Chancen.

    @Jan – und ich Diversifikation liebe
    keine Immobilie im Bestand – fehlt das nicht zur Diversifikation als Familienvater?

  69. @Jan:

    “Planbarkeit, Absicherung und eine ruhige Nacht selbst in Zeiten wie im März diesen Jahres waren es definitiv wert. Meine Frau und ich wussten, dass wir finanziell sicher sind. Viel zu viele Ehen zerbrechen, weil die Finanzen drücken.”

    Wie wahr, das unterschreibe ich sofort. Ich sehe immer wieder wie das Thema Finanzen Beziehungen gefährdet.

    Ich bin wie du recht breit gestreut unterwegs:

    Liquide Mittel: 5%

    Gold/Whisky/Auto: 3%

    Betriebliche Rente: 7%

    Aktien: 28%

    Immobilien: 57%

    In Immobilien wird nichts mehr fliessen, alles was jetzt noch investiert wird geht in Aktien. Sobald ich Immobilien und Aktien gleichgewichtet habe bin ich zufrieden.

     

     

     

     

     

  70. @Bitcoin: Es bleibt spekulativ. Wem es gefällt, viel Erfolg damit. Und mittlerweile gibt es etliche Derivate von Bitcoin. Wie das mit der Blockchain-Technologie z.B. vernünftig kontrolliert werden kann erschließt sich mir als Laie nicht. Wird ja immer komplexer. Daher lasse ich die Finger weg, zumal der innere Wert fehlt. Wenn das Vertrauen schwindet, rappelt es in der Bitcoin-Kiste. Braucht es vielleicht nur mal einen richtig getimten Hacker-Angriff.

  71. @Jan

    Stimmt, da hab ich mich blöd ausgedrückt. Nicht jede Reduzierung der Schwankung geht mit einem renditevelust einher. Zu einer gegeben Rendite gibt es ein effizientes Depot und viele ineffiziente. Das Chance Risiko Verhältnis ist teilweise annähernd identisch, bei dem man dann das schwankungsärmere bevorzugen könnte

     

    Strebt man aber die maximalrendite an, müssen die Schwankungen letztenendes jedoch größer sein als bei Portfolios die Schwankungen glätten und mit einer reduzierten Rendite leben.

     

    100% Aktien war über lange Zeiträume am besten, dass ist doch nicht weg zu diskutieren. Da helfen Gold und Anleihen etc zum glätten aber das geht mit am Ende mit Einbußen der Rendite einher. Man kann jetzt keine 10 Jahre oder so heran ziehen, 20-30-40 Jahre, eher.

    Jeder Anleger hat andere Wünsche. Schau die Charlie Munger an. Der hat teilweise 4 Depotpositionen die massiv schwanken, aber letztenendes outperformed er ungefähr alles.

    Aber wie Freelancer es schrieb. 50 Positionen ersetzen den ETF da man so die Marktrendite bekommt. Da kann man mit 50 Positionen den netflix oder wirecard Effekt ausblenden. Ein Depot mit 50 Aktien und 100% aktienquote wird auf lange Sicht am besten performen, da gehe ich jede Wette ein.

    -M

  72. @ Syntax Error

    Du hast recht. Vom Bitcoin habe ich wenig Ahnung. Ich investiere gerne in Unternehmungen, die Erträge erwirtschaften, welche in meine Tasche fließen. Bei den Kryptos fehlt mir das Interesse. Kannst du mir etwas zum intrinsischen Wert des Bitcoins sagen?

    Ansonsten bestätigen deine Argumente eher meine Vorurteile. Es geht darum, weitere Gelder zu mobilisieren, um die Kurse aufzupumpen. Es wird auf Kurssteigerungen spekuliert. Neue Personengruppen sollen mit ins Boot geholt werden, um die Nachfrage und damit die Preise anzuheben.

    Wenn die Instis kommen, steigen die Preise. Ich gehe fest davon aus, dass diese ganz genau den Exit planen. Wer nimmt einem das Zeug zu viel höheren Kursen dann wieder ab? Sie wollen Dollars sehen – keine Bitcoins.

    Aber wie du schon schreibst – ich habe von der Materie wirklich keine Ahnung. Da darf sich jeder gerne austoben, wie gewünscht.

  73. @42sucht21

    Die Frage ist nun die Definition von erfolgreich. Aus Sinn des Virus als hypothetisch denkendes Individuum (was er selbstredend nicht ist), ist das individuelle Überleben erfolgreich. Evolutionär betrachtet ist erfolgreich, wenn die Art erhalten bleibt. Erfolgreich im Sinne einer Hypothese ein Organismus hätte einem bestimmten Zweck zu dienen und dieser wäre für ein Virus das Töten des Wirts, dann wäre die Sterblichkeit gepaart mit der Übertragbarkeit eine Messlatte.

     

    Wir müssen, bevor wir klären wer “erfolgreich” ist, also erst klären was “erfolgreich” denn eigentlich ist.

     @all

    Das ist sehr lustig, denn es hat unfassbar viel mit dem Vermögensaufbau zu tun. Ist Tim erfolgreich weil er Aktien in hohen Werten angehäuft hat? Individuell vielleicht. Aber war Max Müller, ehemaliger Börsenspekulant der zu Dotcom aus dem Fenster gesprungen ist, nicht auch bei gleicher Strategie weniger erfolgreich? Individuell war er das sicher. Aber wie siehts im Schnitt damit aus? Da wäre die Art des maximalrationalen Homosapiens Oeconomicus erfolgreich. Auch wenn die Hälfte derer aus den Fenstern der Republik gesprungen wären, die andere Hälfte beherrscht doch die Welt. Aus Sicht des Menschen der sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst ist und damit weiß, dass es nichts bringt Millionen auf den Friedhof mit zu nehmen wäre z.B. ein Warren Buffett eine völlig erfolglose Person. Vielleicht sogar Tim?

     

    Die Frage ist die Definition von Glück und Erfolg. Und wer genau nach seiner individuellen Definition anlegt, der hat nachher sein individuelles Glück gefunden. Für den einen sind es die Millionen. Für den anderen der Glanz in den Augen eines von Herzen lachenden Kindes.

     

     

  74. @Freelancer Sebastian,

     

    ja und nein. Der Bitcoin ist derzeit eher ein Rohstoff und Sachwert als ein Ponzi-System. Das jedenfalls so lange, wie die Staaten und Notenbanken die Netzwerksysteme nicht verbieten. Die Behauptung der Bitcoin wäre davon unabhängig ist richtig aber auch gleichzeitig falsch. Man hat es bei eMule gesehen. Sobald die Staatsmacht ihr Geldmonopol angegriffen sieht (und damit Quelle einer wesentlichen Staatsmacht), wird sie ihn für illegal erklären und verfolgen. Das schreckt allerlei Nutzer und Investoren schon mal ab. Meine Erachtens sind die Digitalwährungen der Notenbanken die derzeit gebaut werden erste Anzeichen in diese Richtung. Sobald es verboten ist und mit Strafen bewährt ist (soviel zum freiheitlichen Staat), wird auch das Netzwerk zusammen brechen und mit ihm noch viel mehr der Wert.

     

    Ob es so kommt? Keine Ahnung! Ich will nicht zum Crashpropheten mutieren. Ich denke der Bitcoin ist eine nette Sache. Ich glaube zwar nicht an ihn, da ich keinen Nutzen in ihm sehe, jedoch mögen das andere anders beurteilen.

  75. Die Frage ist die Definition von Glück und Erfolg. Und wer genau nach seiner individuellen Definition anlegt, der hat nachher sein individuelles Glück gefunden. Für den einen sind es die Millionen. Für den anderen der Glanz in den Augen eines von Herzen lachenden Kindes.

    Oder beides, dass muss sich ja nicht gegenseitig ausschließen. Für viele gibt es auch nur ein Krachen lassen oder sparsam leben, man kann hier ebenso beides haben.

  76. @Jan

     

    Wir wissen glaube ich Beide was der andere meint, aber den Sachverhalt in einem Kommentarbereich eines Blogs zu erörtern ist unmöglich 🙂

    Viele Wege führen zum Ziel und hier sind wir wohl gemeinsam alle auf einem sehr guten Weg, das bleibt fest zu halten.

    Allein die Tatsache, dass wir alle uns um finanzen Gedanken machen ist ja das erfolgsrezept.

     

    Lass uns über divi und Entnahme oder Immo vs mieten schreiben hahaha 🙂

    -M

  77. @42 sucht 21

    Ich sehe trotz aller Bemühungen in den reichen Industriestaaten noch keine Impfung gegen HIV-1…

    Weil wenig Druck besteht. HIV läßt sich inzwischen mit Medikamenten behandeln.

  78. @M

    “100% Aktien war über lange Zeiträume am besten, dass ist doch nicht weg zu diskutieren.”

    Größtenteils richtig.

    Lediglich über “lange Zeiträume” könnte man diskutieren, da es auch 20 Jahreszeiträume mit negativer Rendite gab!

    Eine kontinuierliche Besparung hätte dies überwiegend positiv geglättet.

    Bzgl. 50 Aktien sind in “langen Zeiträumen” merkliche Abweichungen von der Markt-Rendite durchaus drin.

    Eurostoxx 50, Nikkei, Top50-Dividende, msci world vs. msci emerging markets etc. pp.

    Die Frage ist, ob man Risiko mit schlechter als die Gesamtmarktrendite in Verbindung (bei Diversifikation) bringt, oder ob man das Total-Ausfallrisiko mit 50 Werten zu 99,9 % ausschaltet…

    Die Definition von Risiko ist hier also entscheidend!

  79. @Mattoc

    Ich habe Indizes im Hinterkopf von Kommer`s Büchern, die nach 20 Jahren noch leicht im Minus waren. Allerdings real (sprich nach Abzug Inflation). Müsste ich nachschauen, aber bin mir ziemlich sicher.

    Es ist natürlich eine Punkt zu Punkt Betrachtung mit den angesprochenen Schwächen.

  80. Zur ,,100 % in Aktien”-Diskussion: 2020 ,,war” (ich rechne nicht mehr mit großen Verschiebungen) eines dieser Jahre, in dem ich froh war, nicht alles in Aktien gepumpt zu haben. Meine eigenen Unternehmungen und Positionen wie Gold, Silber und Bitcoin liefen eindeutig besser als der Aktiengesamtmarkt. In den 3 letztgenannten Fällen kommt als Sahnehäubchen hinzu, dass alle Gewinne nach einer 1-jährigen Haltedauer steuerfrei sind.

    In der nächsten Woche werde ich ein jährliches Rebalancing durchführen, um Teilgewinne zu sichern. Sollte dann 2021 ein Jahr der Aktien werden, so würde ich automatisch davon profitieren.

  81. Sparta
    Regelmäßiges investieren sehe ich als logisch an und unterstelle das auch einem klugen Investor in gewisser Weise 🙂

    Alles andere was du schreibst sprengt natürlich den Umfang um das hier zu erörtern. Wie bei Jan, du weißt auch wie es funktioniert.

    Auch Mark (mein Paradebeispiel) der es bewusst anders macht, weil er es will und kann 🙂

    Ich will eher 100% aktien im Depot, wobei mir ja die selbstbewohnte ETW dann noch gehört, die aber Konsum ist …. ein Dilemma 😉

     

    -M

  82. # Virus

    Vielen Dank für eure Antworten sind einige interessante daben – Schwarmintelligenz eben.

    Was ich mich dzgl. auch frage, ob das eine sinnvolle Impflogik ist, die Hochbetagten mit kaum vorhandenem Bewegungsradius zuerst zu impfen und die sozial und örtlich Mobilen weiter superspreaden zu lassen, zumal bei knappen Impf-Vorräten?

    # Bitcoin

    Mir ist das Ding unheimlich:
    (1) Wer finanziert denn diese Wertsteigerungen des Bitcoins, die ihn in 3 Jahren auf 100.000 € oder wohin auch immer treiben? Doch diejenigen, die bei hohem Kurs kaufen. D.h. die jetzigen Nachfrager finanzieren die Früheinsteiger, die bei bereits niedrigeren Kursen gekauft haben und jetzt rausgehen. Sieht für mich nach Schnellballsystem aus.
    Anders bei etwa Tesla, Apple usw., die innovativ, produktiv usw. sind. Da nimmt wirklich der innere Wert der Companies zu und sie erzeugen Cashflow.

    Für mich stellt sich schon die Frage, wer bezahlt letztlich diese Wertsteigerungen. Irgendjemand muss ja dafür bluten. Hier ist tatsächlich der Gewinn des einen der Verlust des anderen wie bei einer Wette. Es wird kein Wert geschaffen.
    Eher vergleichbar mit abstrakter Kunst oder der legendären Tulpenzwiebel. Man muss halt einen Käufer finden, der bereit ist mehr dafür zu zahlen. Wenn der Hype vorbei ist, bleibt der Letzte darauf sitzen.

    (2) Was mir auch widerstrebt, ist der Energieverbrauch beim Mining. Wir erfahren gerade, dass uns der weltweite Energieverbrauch an die Grenzen des Überlebens als Menschheit bringt. Und gleichzeitig wird so ein Ding hochgezogen, des möglichst viel Energie frisst. Das halte ich für einen Rückschritt.

     

  83. @Mattoc

    Rollierende 20-Jahres-Intervalle infaltionsbereinigt und in lokaler Währung von 1900-2010 (111 Jahre (ein wirklich kleiner Zeitraum gegenüber Free’s “für immer!” 😉 ).

    Schlechtestes 20-Jahres-Intervall global large caps  -0,5 % p.a. .

    Beim DAX von 1952-2010 (59 Jahre) war das schlechteste 20-Jahres-Intervall bei -2,9 % p.a. .

    Quellen: Herleitung und Umsetzung von Gerd Kommer, bzw. Dimson/Marsh/Staunton.

    Der Durchschnitt real liegt aber bei 5-7 % p.a. geometrisch (positiv = Plus! 😉 ).

    @Felix

    Die Impflogik räumt wahrscheinlich den besonders Gefährdeten die Priorität ein. Für die Verbreitung wäre natürlich eine andere Prioritätenliste sinnvoller.
    Es gibt aber keinen perfekten Weg.

  84. “Für mich stellt sich schon die Frage, wer bezahlt letztlich diese Wertsteigerungen. Irgendjemand muss ja dafür bluten. Hier ist tatsächlich der Gewinn des einen der Verlust des anderen wie bei einer Wette. Es wird kein Wert geschaffen.”

    So sehe ich das auch. Allerdings ist sogar der Blackrock-Chef mittlerweile interessiert und sieht Potential in Bitcoin. Das alleine könnte Kurse treiben.

    @Krankenkasse: Alle Jahre wieder, die übliche Beitragserhöhung ist ins Haus geflattert. Wieder mal mit AG-Anteil 60 € mehr pro Monat bei der TK (freiwillig versichert). Besonders wenn man vom Brutto her nur mäßig über dem Bereich der Beitragsbemessungsgrenze ist, kann das doch weh tun jedes Jahr…

  85. @Ralf

    der Blackrock Chef? Ich kann dir sagen was der sieht….grüne Scheine und in seinen Augen sind diese $- Zeichen wie in den Donald Duck Comics 😉 nicht mehr, nicht weniger. Meinst der kauft selbst bitcoin? Der fände es toll, wenn täglich Millionen Coins getradet werden würden und er Produkte auf den Markt bringt dafür…

    -M

  86. @Felix- anders bei etwa Tesla
    Tesla finde ich interessant. Autos werden in Zukunft eine Art commodity. Jeder chinesische Spielzeughersteller kann im Prinzip auch Elektroauto. In 3 Jahren auch mit guten Akkus. Teslas Bewertung ist völlig verrückt.

    @Ralf – steigende Beiträge zur KK
    Da hilft nur krank werden und sich freuen, dass die Beiträge auch verwendet werden.

  87. @Sparta

    „Der Schinken“ kostet 54 Euro bei Amazon. Hat aber ein interessantes Inhaltsverzeichnis. Das gönne ich mir mal, auch wenn es schon etwas älter ist. Danke für den Literaturtipp.

    Kapitel 1.4 Eigenheiminvestments… lol

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