KI Revolution führt zu Jobkahlschlag: Etwas Gewaltiges passiert

Was passiert mit all den Jobs nach der KI-Revolution? Was wird aus Journalisten, Programmierern, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Architekten, Controllern, Buchhaltern, Analysten, Medizinern, Bankern? Die KI ist in der Lage, schon heute die meisten Büroarbeiten zu erledigen. Das ist der Hammer. Es werden so viele Jobs verloren gehen. Wie soll jemand eine große Hypothek abbezahlen für die nächsten 30 Jahre, wenn der Job verloren geht? Was dieser Fortschritt für deine Arbeit bedeuten wird, solltest du dir genau überlegen, bevor du enorme Verpflichtungen/Schulden eingehst. Sei lieber vorsichtig. Du weißt nie, was kommt.

Bau Cash auf. Sei gewappnet. Hab ein breit gestreutes Depot. KI entwickelt sich immer schneller. Jedes neue Modell war besser als das vorherige. Und die Verbesserungen sind jedesmal gewaltig. Es ist kaum in Worte zu fassen, so schnell geht der Fortschritt. Dabei sind nur ein paar Hundert Forscher in einer Handvoll Firmen an den KI-Modellen im Einsatz. Sie ändern das Zusammenleben für uns alle. Was OpenAI, Anthropic, Google DeepMind und andere schaffen, ist so wertvoll, man kann es sich nicht vorstellen.

Ich habe dazu etwas von KI-Investor Matt Shumer gelesen. Sein Artikel „Something Big is Happening“ wurde zum Internet-Hit mit 84 Millionen Aufrufen auf X (Twitter). Durch Simon Betschingers Kolumne (Traderfox, aktien Magazin) wurde ich auf Shumers Artikel wiederum aufmerksam.

Krebs, Alzheimer, Infektionskrankheiten, das Altern… Forscher glauben, dass diese Probleme gelöst werden. Und es soll nicht mehr um Jahrhunderte gehen, sondern vielleicht einige Jahre, eventuell ein Jahrzehnt.

Dario Amodei, der Chef von Anthropic, der Firma hinter dem Sprachmodell Claude, prophezeit, dass KI innerhalb von ein bis fünf Jahren 50% der Einstiegsjobs im Büro vernichten wird. Gewaltige Umbrüche stehen bevor. Das kann man nicht abstreiten angesichts der revolutionären Möglichkeiten.

Was tue ich als Anleger im KI-Umbruch?

Als Anleger kann ich mit einem gestreuten Depot vom Fortschritt weiterhin profitieren. Einmal gibt es die KI-Anbieter. Die führenden Player wie Google oder Microsoft können ihre Lösungen teurer machen. Sie können die Abopreise für die neuesten Versionen der KI in die Höhe schrauben. Chips und Energie bleiben gefragt. Energienetze, Rechenzentren ebenfalls. Wir werden weiter Nahrung brauchen, in Häusern wohnen und uns fortbewegen. Die Menschen werden eine Bank brauchen (JPM, BAC, Citi, DB), Seife (Colgate-Palmolive, Henkel), Papiertücher (P&G, Kimberly Clark), Waschbecken (Villeroy & Boch, Geberit).

Das Handwerk, der Bau und physische Dienstleistungen sind kaum betroffen: Ein Algorithmus verlegt kein Rohr, schneidet keine Haare und deckt kein Dach. Vielleicht kann es ein Roboter irgendwann erledigen, aber bis dahin wird noch viel Wasser den Rhein herunterfließen. Auch Pflegeberufe, die Empathie und direkten Menschenkontakt erfordern, sind nicht ersetzbar. Vielleicht hat auch der Therapeut gute Chancen aufgrund der wachsenden Einsamkeit.

Und Luxusgüter: Der Wert einer Hermès-Tasche oder Patek-Philippe-Uhr liegt in der menschlichen Handarbeit, der Tradition und Exklusivität. Massenware macht keine echte Handwerkskunst. Für Reiche ist das ein begehrenswertes Produkt. Auch Menschen aus der Mittelschicht kaufen Luxusgüter, um zu zeigen, wie toll sie sind. Profiteure sind die Luxusaktien LVMH und Hermès.

Basisinfrastruktur & Abfallwirtschaft: Müll muss physisch abgeholt und entsorgt werden, Wasser muss durch echte Rohre fließen. Konzerne wie Waste Management profitieren zwar intern von KI-Routenplanung. Doch ihr Kerngeschäft bleibt völlig unangetastet physisch.

Die Leute wollen nach wie vor in den Urlaub. Davon werden Hotels wie Marriott oder Hilton, Kreuzfahrtanbieter wie Carnival oder Airlines wie Delta, Lufthansa oder United profitieren.

Klassischer Rohstoff: Kupfer, Lithium und Eisenerz müssen aus dem Boden geholt werden. Eisenerz wird für Stahl gebraucht, Rio Tinto und BHP sind zu nennen. Kupfer ist wichtig für den Bau neuer KI-Rechenzentren: Freeport-McMoRan und Glencore mischen hier mit. Ein Baustoff-Riese wie Heidelberg Materials oder Vulcan Materials aus Alabama (Vulcan Materials ist eine der besten Aktien der letzen 100 Jahre) hat eine Zukunft. Rohstoffaktien sind indes in den vergangenen Jahren verdammt gut gelaufen. Ich weiß nicht, ob ich diesem Trend hinterherlaufen würde – zumindest nicht gegenwärtig.

Wo du investierst, um zu gewinnen

Weil ich als Aktienpicker manchmal im Blog kritisiert werde, hier eine Faulenzer-Strategie, die für nahezu jeden Anleger Sinn ergibt: Ein weltweiter ETF wie der MSCI World oder S&P 500. Die großen KI-Profiteure (Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon, Alphabet) sind dort auch mit über 20 % des gesamten Gewichts vertreten.

Setze nicht alles auf eine Karte. Ein breiter ETF reduziert die Risiken. Falls die KI-Euphorie an der Börse nachlässt, brauchst du dir als geduldiger ETF-Anleger keine Sorgen machen. Das lehrt die Vergangenheit. Der Index erreicht immer neue Höhen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

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Ralf
1 Monat zuvor

Für Anleger sind es gute Zeiten. KI bringt ordentlich Potential. Für Arbeitnehmer gibt es tolle Chancen. In Summe werden aber mehr Jobs vernichtet. Und da wird es spannend in Sachen Politik, Umverteilung, Steuern, Sozialstaat. Die Leistungsträger werden noch mehr bluten in D.

1 Monat zuvor

Moin Tim,
du beschreibst richtig, was mit vielen (Einsteiger-) Jobs passieren kann und wird, weil KI diese Aufgaben schneller und effizienter lösen kann. Allerdings darf man die Entwicklung nicht isoliert betrachten, wenn man Schlüsse daraus ziehen will. Denn KI befeuert auch eine zweite, parallel laufende Entwicklung: Robotik. Viele menschliche und oftmals wenig geliebte oder für geringer qualifizierte Menschen prädestinierte Jobs werden ersetzt werden, z.B. in der von dir genannten Müllbranche. Autonom fahrende Müllwagen, KI-gesteuerte Routenplanung und Roboter, die ggf. die restlichen Mülltonnen einsammeln, die nicht vom Wagen automatisch erfasst werden können.

Oder Treppenhausreinigung. Ein Roboter wird das viel schneller und besser erledigen können als Menschen – und der arbeitet auch nicht nur 6 oder 8 Stunden am Tag – das wird also kommen.

Wer seine berufliche Zukunft plant, steht vor schwierigen Entscheidungen. Wer „nur“ richtig investieren will, hat es da einfacher. Man sollte dringend sein Depot einem „KI-Realitätscheck“ unterziehen und die Werte aussortieren, wo KI absehbar das Geschäftsmodell und/oder den Burggraben wegfrisst. Und dort, wo KI zu Effizienzen führen wird, sollte man zweimal nachdenken – und ggf. investieren.

Warren Buffett sagte mal: „Value Investing is simple, but not easy“. Das ändert sich auch in Zeiten von KI nicht. ;-)

ZaVodou
1 Monat zuvor
Antwort auf  Michael C. Kissig

Wieso sollten wir uns übers Investieren überhaupt noch Gedanken machen? Das übernimmt dann auch noch die KI. Viel besser als wir es je könnten.

Leonie
1 Monat zuvor
Antwort auf  Michael C. Kissig

Inwiefern sollte KI einen Burggraben wegfressenkönnen?

Ralf
1 Monat zuvor
Antwort auf  Leonie

Längst der Fall. Allianz zum Beispiel hat einen starken Burggraben und kämpft nun auch mit KI-Konkurrenz die den Schutzwall bedroht.

Leonie
1 Monat zuvor
Antwort auf  Ralf

Ich sehe eher, dass die Allianz von der KI profitiert. Denn am Ende benötigt auch die beste KI vor allem Daten. Und die hat im Versicherungsbereich nun mal die Allianz und kein Start-up.

Ralf
1 Monat zuvor
Antwort auf  Leonie

Allianz profitiert von KI. Jedoch erzwingen KI-gestützte Systeme Preistransparenz, der günstigste Anbieter sticht hervor. Verhandlungsmacht verschiebt sich Richtung Plattformen mit Kundendaten. Aus der Perspektive betrachtet steht Allianz schon unter Druck.

Info
1 Monat zuvor
Antwort auf  Ralf

Naja, Check24 gibt’s schon einige Jahre, dafür braucht’s keine neue KI….

Sehe KI auch eher als Bereicherung für Versicherer z.B. bei der Schadensabwicklung (siehe Wettbewerber PingAn) oder einer Risikokalkulation.

Sebastian
1 Monat zuvor

Ich sehe die Sache nicht ganz so dramatisch wie sie gerne aufgemacht wird. Die „KI“ mit diesen LLM Modellen ist mehr begrenzt als man glaubt. Ich bin selber seit etwa 25 Jahren in der IT Branche und nie hatte ich mehr Aufträge, mehr Bedarf, als heute! Der Grund liegt (auch) darin, dass es immer mehr Fehler durch die KI gibt die qualifizierte Leute ausmerzen müssen. Ich sehe das alltäglich: der Nutzen von „KI“ ist manchmal sehr gut, weil man oftmals in die richtige Richtung geleitet wird. Aber dass wirklich kompletter Quellcode fehlerfrei generiert wird stimmt – zumindest heute – absolut nicht, im Gegenteil: man verbringt oft mehr Zeit damit die (oftmals minimalen) Fehler stundenlang zu suchen und zu beheben. Dazu kommt, dass es in jedem Unternehmen ganz viele Besonderheiten gibt, kontextuelle Abhängigkeiten die die KI natürlich nicht wissen kann. Also ja, es gibt auf alle Fälle Umwälzungen aber nein, ich glaube nicht an die Geschichte dass durch KI alles ausstirbt :-)

Dirk
1 Monat zuvor

Ich sehe das etwas anders:
Das Kerngeschäft von Banken gerät durch digitale Währung (EU, digitaler Euro) unter Druck. Warum also in Banken investieren?
Wer macht Urlaub, wenn sein Job weg ist?
Warum also in Tourismus investieren?
Wer kauft Luxusgüter, wenn sein Job weg ist?
Warum also in Hersteller von Luxusgütern investieren?

Was ich damit sagen will:
Womöglich kommt alles anders, als man denkt.

Felix
1 Monat zuvor

KI frisst Software (und uns?)
Der Post ist für mich nicht schlüssig: Bei den Jobs wird es also tabula rasa geben. Ein Großteil, der bisher sicheren akademischen Jobs wir durch KI wegrasiert. Diese Jobs sind oben genannt: Steuerberater, Rechtsanwälte usw. Die berühmten white collar worker eher als die blue collor worker. Eine Kategorie, welche es zu allererst trifft, wurde übersehen, die Programmierer. BigTech entlässt sie bereits im großen Maßstab, die Kleineren werden folgen. Die Revolution frisst also ihre Erschaffer-
Generell wird es zu Massenentlassungen kommen, junge Akademiker, insbesondere Informatiker, bekommen keine Jobangebote mehr – auch bereits in D sichtbar, obwohl wir hier viel langsamer sind.
Die Zukunft: Massenarbeitslosigkeit, unbezahlbare Sozialsysteme, letztlich Verarmung der Massen. Soweit so schlecht – ich teile diese Analyse.
Auf der anderen Seite werden im Post den meisten Firmen glänzende Geschäfte attestiert, da ihre Produktivität dank KI drastisch steigen wird. Aber wer soll sich denn ihre Produkte und Dienstleistungen noch leisten können?
Auch die Börse soll weiter glänzend laufen – wer sorgt dort für die Nachfrage, wenn Massenarmut herrscht? Die handvoll Oligarchen, die dann nicht mehr Milliarden-, sondern Billionenvermögen und mehr haben? Elon Musk ist dann 10x reicher als jetzt und fliegt zwischen Mars und Erde hin- und her – so what. Also wie das nebeneinander bestehen können soll, ist mir schleierhaft.

Ich würde sagen, der Geist ist aus der Flasche. Was er bewirkt und wie dieses Experiment ausgeht (auch für Anleger) ist hingegen völlig offen. Ach ja, oben drauf kommt noch, dass auch die Gefahr eines großen Krieges deutlich erhöht hat . und das dann mit KI. Es bleibt spannend und gruslig.

Sebastian
1 Monat zuvor
Antwort auf  Felix

Auch ein interessanter, eher pessimistischer aber möglicherweise auch realistischerBeitrag. Witzig ist ja dass die Erschaffer (Programmierer, Intellektuelle…) sich selbst so ausradieren. Und es stimmt: Käme es so extrem, hätten wir massive soziale Randale, sozialsysteme wären nicht mehr finanzierbar und vor allem würden auch Bürgerkriege entstehen. Das System funktioniert auch nur solange es allen Menschen (halbwegs) gut geht.

Ralf
1 Monat zuvor
Antwort auf  Sebastian

Die größte Herausforderung sehe ich in der Anpassung der Gesellschaft, Politik, Sozialsysteme. Hinkt stets hinterher.

Mannigfalter
1 Monat zuvor
Antwort auf  Felix

Guter Beitrag.
Uch hatte so nebenher ein wenig Informatik studiert, aber schon Anfang 2023 exmatrikuliert, als klar war, dass man als unerfahrener, mittelmäßiger Programmierer verloren haben wird.
Wie das insgesamt weitergehen soll? Nun, es wird zu staatlichen Steuern und Umverteilungen in jetzt nicht vorstellbarem Ausmaß kommen (müssen), so dass allen Möchtegern-Kapitalisten hier bzw. in der Finanzszene Hören und Sehen vergehen wird…

Perpetuum mobile
1 Monat zuvor
Antwort auf  Mannigfalter

Z.b. durch Steuern auf nicht realisierte Gewinne?

Anonym
1 Monat zuvor

Die größte Gefahr sehe ich eher durch Mangelhafte Kenntnisse in m Umgang mit KI. Bei uns im Unternehmen wird mittlerweile immer mehr KI eingesetzt. Auf den ersten Blick sieht alles Top aus. Wenn man genauer hinschaut findet man viele Unstimmigkeiten. Präsentationen werden mit KI erstellt, teilweise gibt es Umformulierungen die von der Quelle abweichen. Eine KI hat noch kein Gefühl ob die Daten Plausibel sind. Ein n gutes Beispiel ist die Wettervorhersage, der Bauer hat mittlerweile öfters recht als das Computer Modell , als es noch genügend Meteorologen gab , waren die Prognosen besser.

1 Monat zuvor

Bei manchen Beiträgen musste ich prompt (hehe) an die Maschinenstürmer denken. Massenverelendung voraus. Kam aber doch ganz anders….

@ -M

Wenn es so weiter geht, rät Lad bald zum Umschichten von der teuren Walmart in die günstige Amazon.

2022 hat er die Microsoft bald bei 30$ gesehen. Wäre heute ein KUV von 0,8. Ganz nach seinem Geschmack…

-M
1 Monat zuvor

Hahaha ist tatsächlich krank, wie manche KGVs sich zusammensetzen und Leute sich bereit erklären, da zu kaufen.

Ich liebäugele mit Booking am meisten, hab aber eigentlich keine Kohle dafür :-D .Evtl. endlich die KHC Verrecker raus werfen?! Wäre dann aber auch gegen Lads Empfehlungsliste.

1 Monat zuvor
Antwort auf  -M

Marge, Wachstum, Free Cashflow – klare Entscheidung für Booking.

Ich habe sehr lange gebraucht, um mein Buy and Hold Extreme-Mantra zugunsten intelligenter Entscheidungen abzulegen (statt BASF und 3M liegt seit Sommer ’25 ASML im Depot).

Welches Unternehmen würdest du heute kaufen? Versunkene Kosten ignorieren und der Logik folgen. Meine bescheidene Meinung….

-M
1 Monat zuvor

Absolut korrekt! Man muss die Vergangenheit ausblenden und dann steht einem Verkauf nichts mehr im Wege. Booking wird wie du schreibst aufgrund des höheren Wachstums, Marge, FCF-> Aktienrückkäufe zu guten KGVs ziemlich sicher Werte schaffen.

KHC ist da viel ungewisser und evtl werden weiter Werte vernichtet.

Wer soll nun „mein verlorenes Geld“ wieder zurück verdienen?!

Danke fürs Gespräch! Jedoch ein klein wenig darf Booking bitte noch fallen. 3000€/Aktie

1 Monat zuvor
Antwort auf  -M

Gerne. Der nüchterne Blick von außen hilft uns oft. Die Lösung hattest du schon in dir. Nur halten uns dann merkwürdige Befindlichkeiten zurück, das richtige zu tun.

Kiev
1 Monat zuvor

@ Tim

Mir gefällt der Artikel. Du hast den Wald erkannt und schaust nicht nur auf vereinzelte Bäume. Welches Unternehmen oder Branche wird die Auswirkungen von KI besonders treffen? Erstens kommt es anders und zweites als man denkt.

Anleihen von Rechenzentren stehen momentan nicht hoch auf meiner Wunschliste. Strategy nähert sich weiter dem inneren Wert. Ein Bitcoin Kurs von 8000$ soll angeblich kein Problem für die Firma darstellen. Mal sehen was die investierten Spekulanten davon halten, wenn es tatsächlich bis zu diesem Kurs kommen sollte. Bei Verwerfungen um Strategy wird Bitcoins Volatilität stark zunehmen.

Meine Prognose. Innerhalb der nächsten 12 Monate wird das Ausmaß der Möglichkeiten und Folgen der KI gesellschaftlich angekommen sein. Dazu zähle ich auch die Problematik von jungen Akademikern und die Kreditwürdigkeit für Hauskredite, Kreditkarte, Rechenzentren. In einer Dekade werden wir Antworten haben wie die Menschen beschäftigt sein werden. Historisch gab es bei jeder großen technologischen Entwicklung immer wieder neue Formen der Beschäftigung. Es wird dieses Mal sicherlich ähnlich sein. Auch wenn die Robotik zusätzlich Fortschreiten wird. Das Thema dauert noch etwas länger als 12 Monate bis Arbeitsplätze in größerem Stil davon beeinträchtigt werden.

Programmierer, Anwälte usw. werden nachwievor gefragt sein und höhere Gehälter als heute haben. Es wird allerdings weniger von ihnen geben und der Bildungsgrad der verbleibenden wird steigen. Aber auch hier müssen Absolventen ausgebildet werden. Auch dafür wird es Wege geben.

Ich sehe bei Small Caps Vorteile von KI. Sie können sich heute Dienstleitungen leisten, die vorher nicht möglich für sie gewesen sind. Das Laien jetzt mit KI Kundendaten digital verwalten, sichern und in Prozesse einbinden sehe ich in den nächsten Jahren nicht. Bleibt zumindest in der Breite zu hoffen ;-)

Eine Erhöhung der eigenen Resilienz wie von Tim empfohlen sehe ich ebenfalls als wichtiges Asset. Schließlich wissen wir nicht was uns an Steuern blüht oder ob eine blaue Eule sich als Schwan entpuppt. Vielleicht gibt es auch endlich die Möglichkeit aus dem Brutto kostengünstig in Aktien als Altersvorsorge zu investieren. Meine Hoffnung auf Vernunft statt Bestrafung besteht hier weiterhin. Allein verlassen werde ich nich darauf allerdings nicht

Ralf
1 Monat zuvor
Antwort auf  Kiev

Robotik ist der limitierende Faktor – nicht die KI selbst. Sobald autonome Robotik skaliert, wird der Arbeitsmarkt stärker umgewälzt. Die politische Diskussion über Rente mit 70 ist jedoch kontraproduktiv. Es braucht eine gegenteilige Diskussion.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort auf  Ralf

@ Ralf

KI ist nicht der limitierende Faktor für Robotik. Sehe ich auch so.mekner Kenntnisstand nach sind die Finger bei den hunanoiden der limitierende Faktor. Es ist auch noch nicht klar, wann hier der Durchbruch konnt oder ob es erst einmal spezialisierte Roboter geben wird, die sich etwas vom hunanoiden entfernen.

Mir würde ein humanoider Roboter gefallen. Mit KI Anbindung kann er sich Fertigkeiten für Aufgaben laden. So einfach ist das allerdings auch nicht
. Code Injektion in dem Bereich ist ein hohes Risiko. Den hunanoiden kann ich schlecht in einem abgeschotteten Bereich arbeiten lassen.

Die Auswirkungen auf die Bevölkerung kann man aber schlecht einschätzen. Es wird sicherlich große Ängste geben und auch Jobverlust. Langfristig werden sich neue Tätigkeitsbereiche eröffnen.

Viele Demokratien sind alternde Gesellschaften. Ein gewisser grad an suzomatisieruuist hier zwingend erforderlich.

Deutschland hat im Maschinenbau auch viele kleine erfolgreiche spezialisierte Firmen. Diese Firmen können vermutlich von KI und Robotik profitieren. Eine Verlagerung der Produktion ins Ausland ist nicht notwendig, wenn die Kosten konkurrenzfähig sind.Durch KI Agenten werden Teams in verschiedenen Bereichen kleiner bei gesteigerter Produktivität. Dad wird zusätzlich Kosten sparen für reduzierte Zeit für Abstimmungen, Übergaben und warten auf Fertigstellung von Arbeitspaketen anderer.

Manche Möglichkeiten kann ich mit vorstellen. Wir sie dann letztendlich umgesetzt und gelebt werden wird sich zeigen.

Kiev
1 Monat zuvor
Antwort auf  Ralf

@ Ralf

Rente mit 70 ist ein anderes Problem. Es hängt damit zusammen wie die Rente in Deutschland umgesetzt ist. Alterspyramide, gestiegene Lebenserwartung. Warum hier die ganze Zeit diskutiert wird und nicht einfach der Schritt für ein weiteres Standbein der Altersvorsorge gemacht wird erschließt sich mir nicht. Nachbessern, justieren kann man im Nachhinein immer.

Sebastian
1 Monat zuvor

Vielleicht für alle die sich nicht nur für das Modewort AI und den Teilbereich LLM interessieren sondern eine sehr tiefgründige Analyse ansehen möchten:

https://www.youtube.com/watch?v=21EYKqUsPfg

I want to believe
1 Monat zuvor

Zu den ersten Jobs die ersetzt werden könnten, gehören die von Börsenjournalisten oder Menschen die Aktientips geben. Das es diese Verdienstmöglichkeiten heute jedoch en masse gibt, Heute sogar deutlich mehr als früher und das obwohl solche Stellen bereits seit Jahren obsolet sind, das zeigt uns doch die Auswirkungen die KI hat. Nämlich wenig. Warum lesen wir diesen Blog? Weil wir soziale Wesen sind, es geht nicht im KI Wissen.
Nein, wir werden weiter arbeiten dürfen bzw. müssen und immer mehr Möglichkeiten Geld verdienen können entdecken. Steuerberater wird es als Experten weiter geben, KI wird unterstützend tätig sein. Obwohl es Excel gibt benötigen Menschen und Unternehmen noch immer Accountants. Die machen halt nix mehr mit Rechenschiebern sondern mit Computern. Der Output ist größer als früher und das ist alles. Auch eine general AI wird uns Menschen nicht arbeitslos machen. Sie wird nur mehr Verdienstmöglichkeiten schaffen. Heute gibt es weniger Kutscher, Köhler, Flachser, Weichensteller, Ausrufer, Streichholzverkäufer, Frauen vom Amt für Ferngespräche und Telegramme, weniger Hersteller von Anfeuchtekissen für Briefmarken – und trotzdem gibt es mehr als ausreichend Berufe für uns alle.

Mit zunehmender Bürokratisierung und zunehmender Technisierung werden kleine Unternehmen eher an den Rand gedrückt. Da hilft Ki nicht wirklich weil alle KI einsetzen. ich denke mit einem S&P500 oder World oder All-World ETF winken zukünftig aufgrund der Produktivitätssteigerungen eher größere als kleinere Kurszuwächse.

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