Ins Jahr 2019 gelassen gehen: Mach dir keine Sorgen


New York, 2. Januar 2019

2018 verlor der S&P-500-Index 6,2 Prozent. Manch einer hat sogar 30 Prozent und mehr verloren. Wer Bank- oder Internetaktien wie Facebook, Netflix oder Amazon besitzt, leckt seine Wunden. Es war ein brutaler Jahresabschluss. Aber es war nur eine Etappe.

Hegefondsmanager haben ein Blutbad erlebt. Hedgefonds-Milliardär David Einhorn muss einen Verlust von 34 Prozent verschmerzen. Es war sein schlimmstes Jahr.

Ich empfehle immer mit Ruhe und Gelassenheit zu investieren. Einen ETF nehmen und jeden Monat reinbuttern. Mach dir keine Sorgen. Die Börse zeitlich zu erahnen, wohin sie in einem Monat oder Jahr geht, das geht meistens schief.

Jetzt merkst du wieder während der Korrektur, dass Anleger ihre Risikobereitschaft nicht gut einschätzen können. Sie werden nervös. Manch einer verkauft panikartig seine Positionen mit Verlust.

Was dir generell hilft: Nimm eher konservative Positionen ein. Meide enorme Risiken. Investiere wohl überlegt, und zwar für Dekaden. Du solltest dich immer gedanklich auf den nächsten Abschwung vorbereiten, unabhängig davon, ob dies im Jahr 2019, 2020 oder 2021 geschieht oder nicht. Auf diese Weise geraten weniger Leute in Panik. Es ist ein psychologischer Trick. Stell dir gedanklich vor, wie es sich anfühlt, wenn dein Depot 30 oder 40 Prozent im schlimmsten Fall verliert. Und in diesem Moment weiter zu investieren, das ist die Kunst.

Ich glaube nicht an den Weltuntergang. Oder an ein Finanzchaos. Ich nicht. Die Dinge laufen im Moment in Ordnung, aber wie bei normalen Geschäftszyklen wird sich das ändern. Und es ist schwer, den Abschwung zu mildern. Kaum Spielraum ist drin bei den Zinssätzen, bei Zuschüssen oder Subventionen. Es ist schon heute sehr viel ausgereizt worden von Vater Staat. Es gibt also wenig Möglichkeiten, um den nächsten Absturz zu mildern. Aber das macht es umso interessanter für mutige Anleger, die durch die Krise hinweg weiter investieren.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Ins Jahr 2019 gelassen gehen: Mach dir keine Sorgen

  1. AvatarChristian

    Hallo Tim, bist du gerade in Frankfurt (wegen der Uhrzeit des Beitrags)? Noch einmal einen guten und gesunden Start in das neue Jahr.

    Also der Sparplan für Januar 2019 wurde von der comdirekt bereits abgebucht, bei mir geht es ganz normal weiter. Wie du schreibst, hoffentlich noch Dekaden.

  2. AvatarDaniel

    Habe letztens in einem Börsen Buch einen schönen Satz gefunden der sich auf „Kaufe, wenn das Blut auf den Straßen fließt.“ bezieht. Man solle nämlich mal genauer in den Rinnstein schauen, denn es ist kein Blut sondern Wein. Fand ich ganz schön diesen Vergleich.

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christian

    ich bin in Athen. Danke! Das wünsche ich dir auch! Sehr gut mit dem Sparplan. Einfach laufen lassen.

  4. AvatarPatrick

    Lieber Tim, liebe Community

    Ich bin schon seit rund drei Jahren stiller Mitleser dieses Blogs und freue mich jedes Mal wenn neue Beiträge gepostet werden. Auch von den Inputs und dem Austausch deiner Leserschaft profitiere ich sehr. Mach bitte genau so weiter Tim! Besten Dank dafür!

    Insbesondere im jetzigen (schwierigen) Börsenumfeld helfen mir deine Posts Ruhe zu bewahren und keine Fehler, sprich Verkaufsorder, zu machen. Ich bin sicher, an meinen breit diversifizierten Vanguard ETF‘s werde ich in Zukunft noch viel Freude haben. Wie du geschrieben hast, jetzt einfach richtig reinbuttern und die Füsse still halten 🙂

    Wünsche dir Tim und allen ein tolles, erfolgreiches 2019!

    Liebe Grüsse

    Patrick

     

  5. AvatarGainde

    Auch im neuen Jahr kündigen sich weitere Schnäppchen an – Cash is King 🙂
     

    02.01.2019, cash.ch

    „Die Zwangsverwaltung der italienischen Krisenbank Carige durch die EZB setzt den übrigen Instituten des Landes zu. Der italienische Bankenindex fällt um 2,7 Prozent. Carige-Titel bleiben vorerst vom Handel ausgesetzt“

    „Die Talfahrt des deutschen Aktienmarktes geht weiter: Der Dax fällt zum Auftakt des Börsenjahres 2019 um 1,4 Prozent auf 10’420 Punkte. Der Euro Stoxx 50 fällt 1,8 Prozent auf 2946 Punkte. Auf die Stimmung schlugen Investoren enttäuschende Konjunkturdaten aus China. Das Stimmungsbarometer der dortigen Einkaufsmanager fiel im Dezember erstmals seit gut eineinhalb Jahren unter die Schwelle von 50 Punkten, die Wachstum signalisiert.“

    „Bauchschmerzen bereite Anlegern ausserdem der Haushaltsstreit in den USA. Dieser legt seit fast zwei Wochen grosse Teile der Bundesbehörden lahm. Kern der Auseinandersetzung ist die Forderung des Präsidenten Donald Trump nach einer Freigabe von fünf Milliarden Dollar, um die von ihm versprochene Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu können.“

    @ Daniel
    Der Satz kommt ursprünglich in einer etwas anderen Form von Rothschild.

  6. AvatarDaniel

    Ich würde gerne meine monatlichen Dividendeneinnahmen auf 500,- pro Monat steigern. Mir fehlt noch ein bisschen.

    Habt Ihr ein paar gute Ideen für geeignete Werte für dieses Vorhaben?

    RDSA, Dt Post, AT&T, Altria, BASF, BMW, Sixt habe ich bereits.

    Danke und einen guten Start ins neue Jahr!

  7. AvatarDiv-Ente

    @Tim

    „Wer Bank- oder Internetaktien wie Facebook, Netflix oder Amazon besitzt, leckt seine Wunden. Es war ein brutaler Jahresabschluss.“

    Amazon lief doch 2018 sehr gut, oder?

    Ob es bei Amazon bei dieser Bewertung nachhaltig ist… da bin ich dann doch lieber bei halbwegs günstigen Dividenden-Aristokraten investiert.

  8. AvatarBruno

    Ein Hauptproblem vieler (der meisten) Privatanleger ist, dass sie sich zu 80% um Prognosen kümmern (was steigt oder fällt als nächstes und wieviel etc.), was kaum etwas bringt. Die Medien bedienen sich dieser Gelüste auch mehrheitlich.

    Die Börse kann 2019 steigen, fallen oder stagnieren, und dies in unendlich vielen Ausprägungen. Man kann noch so lange nach Gründen für sein Szenario suchen, mir könnte jemand einen DAX-Stand von 31.12.2019 geben und ich würde eine Begründung finden. Es kann ein Crash kommen oder aber schon bald wieder steigen. Who knows?! Gründe gibt es für jedes Szenario, wer sucht der findet.

    Daher sollte man sich auf das konzentrieren, wo man beeinflussen kann, und das ist nunmal nicht Markettiming.

    Es sind dann Dinge wie:

    – Strategie
    – Geldmanagement (wann investiere ich wie viel etc.)
    – Assetallokation
    – Bewertungen (es macht durchaus Sinn Aktien die günstig sind mehr zu kaufen als umgekehrt, das hat nichts mit Markettiming zu tun sondern mit Chancen/Risiko)
    – Analysen von Firmen bei Einzelwerten
    und ganz allgemein Dinge welche zum Erfolg beitragen wie Sparquote erhöhen, Einkommen erhöhen, Ausgaben senken etc.

    Ich weiss es macht Spass Glaskugel zu spielen, aber wenn nicht mal langjährige Profis es schaffen, wie sollten das dann Kleinanleger schaffen ?!

    Wir müssen darauf vertrauen, dass die Welt langfristig besser wird, die Wirtschaft und somit auch die Börse wächst. Ausserordentlich langweilig aber alles andere bringt keine Rosen sondern nur Angst und Gier und schlussendlich Verluste.

     

  9. AvatarChristian

    @Bruno: Das hast du sehr treffend geschrieben. Gute technische Analysen zu unterschiedlichen Märkten/Indizes/Werten gibt Wieland Staud regelmäßig in der FAZ (ich glaube 14-tägig) ab. Ich kaufe mir gerne die Freitags-Ausgabe dieser Zeitung um seine Texte zu lesen. (Die von Achim Matzke finde ich leider nicht so gut geschrieben und lese ich deshalb weniger gerne)

    Langfrist-Anleger brauchen keine Analysen, interessant zu lesen sind die von Wieland Staud dennoch.

  10. AvatarThorsten

    @Bruno das spricht für einen ETF auf Weltbasis. Der Markt ist wahrscheinlich schlauer als die Analysten, denn das Kapital kann den Planeten nicht verlassen.

  11. AvatarBruno

    @Thorsten Das empfehle ich jedem und jeder, insbesondere auch Anfänger, hat auch den Vorteil dass dies kein Aufwand bedeutet, gerade viele Frauen investieren nicht weil sie denken, sie verstehen es nicht resp. es interessiert sie nicht, das ist sehr schade.

    Für Leute wie hier bei Tim, die sich mehr für die Materie interessieren, finde ich auch Einzelwerte legitim, beides hat Vor- und Nachteile. Je nach persönlicher Vorliebe kann man so seine Präferenzen eher auf Einkommen (Dividenden) oder Wachstum legen, eher etwas Agressivität reinlegen (Techs) oder Volatilität rausnehmen (langweilige konservative Titel wie Konsumgütergiganten, Versorger etc.).

    Für Leute denen es zu langwilig ist mir nur einem ETF, empfehle ich immer auch ein Core-Satellite Ansatz, Basisinvestment mit einem oder 2 Welt-ETFs (inkl. Emerging Markets), vielleicht 50-70% und der Rest ein paar Schwerpunkte setzen mit Satelliten, Einzelwerten, wo man seine Präferenz ausdrücken kann.

    Aber eines ist klar, weit über 80% aller Privatanleger würden mit einem Index-Ansatz besser fahren, ja sogar Profis, man achte mal auf die Statistiken der Fonds.

    Aber auch da, wenn man nicht völlig exotische und breit diversifizierte Titel kauft, ist man gut aufgestellt, die Hauptprobleme langfristig liegen nicht primär in der Auswahl der richtigen ETF/Aktien sondern die Tendenz zum Trading, Emotionen, Angst und Gier, Hin und Her macht Taschen leer, hohe Gebühren und Abgaben, Steuern etc. all dies frisst langfristig enorm Rendite, im Versuch den Tiefpunkt zu erwischen steigt man gar nicht ein oder verpasst die besten Börsentage im Jahr etc. etc. all dies kann man vermeiden mit einer einfachen und klaren Strategie, die sich über Dekaden bewährt hat. Das Rad muss nicht neu erfunden werden!

    @Christian: Ich bin kein Gegner von Chartanalysen, ich habe mich damit auch lange Zeit beschäftigt, langfristig für mich keine Relevanz, aber kurzfristig eine Möglichkeit, um unter Umständen ein etwas besseren Ein- oder Ausstieg in eine Aktie oder Markt zu finden. Ist ein Werkzeug unter vielen, aber für die meisten 08/15 Anleger nicht wirklich wichtig meiner Meinung nach.

  12. Avatar-M

    Wahre Worte Bruno

     

    Die meisten Fonds schneiden glaube ich schon schlechter ab, weil sie zum einen die gehypten Unternehmen kaufen „müssen“. Kaum ein Fondsmanager kann es sich leisten, auf die highflyer zu verzichten, sonst würden ihn Analysten zerreißen….

    Und zum anderen traden die meisten Fonds wie verrückt, das treibt die Gebühren hoch, dazu eh noch Ausgabeaufschlag und Verwaltungsgebühr. Klar das 80% schlechter abschneiden als ein ETF

    Ausnahmen wie der Fonds von Russo und Gardner bestätigen die Ausnahme. Hier sind Firmen seit Jahrzehnten drinnen und werden einfach gehalten und es werden keine highflyer gekauft sondern es wird auf Qualität zum guten Preis geschaut. Ich mag Herrn Russo total aus Interviews! Nach Buffett, Munger, Dimion ist er mein Vorbild.

    Privatanleger sind auch eher dem Fondsmanager zuzuordnen-> traden und irrational es handeln versauen dann langfristig die Rendite.

    Man muss sich schon bewusst gegen dieses „handeln“ wehren und einfach auf dem Po sitzen bleiben, langweilig wie Bruno sagt aber das effizienteste letztenendes.

    -M

  13. AvatarBruno

    @-M

    Hinzu kommt, dass viele Fonds ihre Manager häufiger mal austauschen. Dazu darf man die Kosten nicht vergessen, wenn ein ETF auf den S&P500 langfristig 8% Rendite bringt, muss ein entsprechender Fonds schon 9-10% bringen, damit die teuren Manager bezahlt werden (je nach Grösse halt unterschiedlich).

    Ein weiteres Problem, insbesondere Fonds welche einer Bank oder Versicherung angeschlossen sind, hier handelt es sich häufig um aktive Verwalter der Konkursmasse, d.h. in so einem Finanzladen hat man viele Papiere, die niemand mehr will, und es ist eine günstige Option, diese in einen Fonds zu werfen und diesen dann auch noch teuer an seine (schlechten) Kunden zu verkaufen. Da muss man sehr aufpassen.

    Es gibt aber sicher auch gute Manager die über Dekaden solide Ergebnisse liefern, Performance ist auch nicht das einzige Kriterium, für einige ist tiefe Volatilität wichtiger als absolute Performance, oder für andere ist Einkommen wichtiger, also stabile hohe Dividenden, da kann ein Fonds schon Sinn ergeben, wenn die Kosten einigermassen vertretbar sind. Die meisten guten Fonds sind aber nicht für Privatanleger oder nur ab einer 5 oder 6stelligen Investitionssumme erhältlich, das kommt noch dazu. Privatanleger werden eben häufig gerupft, wenn sie sich nicht wehren.

  14. AvatarFabian S.

    Hallo Tim,

    naja in einem Crash ergeben sich aber Chancen. Und was gäbe es Schöneres um dann liquide zu sein?!

  15. AvatarBruno

    @Fabian S.

    Korrekt, aber das ist leider nur eine Seite der Medaille, denn in einer Hausse ergeben sich Chancen, und was gäbe es Schlimmeres, als dann nicht dabei zu sein. Sogar in einem Seitwärtsmarkt wäre es unschön, nicht dabei zu sein. Und ja, sogar in einer Baisse ist es unter Umständen vorteilhaft, dabei zu sein, denn erstens kommen da auch böse Dividenden, und zweitens (noch viel wichtiger), man ist dann auch voll dabei, wenn es wieder rauf geht.

    Aber eins ist klar, und das gibt es leider nur mit Glück oder im Konjunktiv-Wunderland, den Wunschtraum aller Börsianer: Heute die Aktien von morgen
    zu den Preisen von gestern kaufen.

  16. AvatarGainde

    Man kann sich auch fragen: werden mittelfristig die Unternehmensgewinne steigen? Falls ja, kaufen. Falls nein, zuwarten.

    Ich schaue mir die Q1 Resultate an und werde dann entscheiden. Tendenziell gehe ich von sinkenden Gewinnen aus. D.h. ich werde erst zu tiefen Kursen einsteigen bzw. zu der von mir definierten Dividendenrendite.

  17. Avatar-M

    33% Chance auf steigend (gut)

    33% auf seitwärts (gut)

    33% auf fallen (teilweise gut wenn man weiter kauft)

    In 66% der Fälle ist es gut dabei zu sein und im fallenden Markt bestimmt nochmal in 14% der Fälle (Wenn es fällt weiter kaufen) macht zusammen:

    80% der Fälle mit positivem Ausgang und in 20% fährt man gut zu warten 🙂

    Haha mal ganz platt Chance / Risiko abwägung ohne empirischen Hintergrund oder Beweis 🙂

    Ist natürlich UNSINN ! Mir gefällt aber die Botschaft dahinter.

    Meist lohnt es einfach „Time in the Market“ und nicht „Timing the Market“

    -M

  18. AvatarJan

    @Fabian

    „Wer die Aktie nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen.“

    Das wusste schon Altmeister Kostolany

  19. Avatar-M

    Ja Bilder sagen manchmal mehr 🙂

    Mir fällt gerade auf, BRK ist nicht oft in dem Buchwert Bereich von 1 – 1,3 wie aktuell.

    -M

  20. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Gainde

    Man kann sich auch fragen: werden mittelfristig die Unternehmensgewinne steigen? Falls ja, kaufen. Falls nein, zuwarten.

    Man kann sich auch fragen: werden langfristig die Unternehmensgewinne steigen? Falls ja, kaufen. Falls nein, nochmal nachdenken.

    Ich schaue mir die Q1 Resultate an und werde dann entscheiden. Tendenziell gehe ich von sinkenden Gewinnen aus (…) D.h. ich werde erst zu tiefen Kursen einsteigen

    Sinkende Gewinne sind schon eingepreist. Nur stärker sinkende Gewinne als allgemein angenommen werden die Kurse unter Druck setzen.

    Sollten die Gewinne dagegen weniger stark sinken als angenommen, sehen wir trotz sinkender Gewinne anziehende Kurse. Kann dir auch passieren:

    Du liegst richtig (sinkende Gewinne), aber auch falsch (sinkende Kurse).

    zu der von mir definierten Dividendenrendite

    Wie jetzt? Ob der ETF nun 2,2% oder 1,5% Dividendenrendite ausweist, in beiden Fällen ist der ETF gleich viel Wert. Da gibt´s nichts günstiger zu kaufen.

    Du weißt doch: Dividende=Entnahme

    Warum also warten?

  21. AvatarBruno

    Genau, das Problem mit dem warten ist eben so eine Sache, ich kenne jemanden, der hat 2014 gemeint, der Crash stehe kurz bevor, er warte bis die Kurse wieder günstiger sind dann kaufe er.

    Er wartet immer noch, vielleicht werden die Kurse von 2014 nie mehr erreicht, und auch wenn sie erreicht werden, hat er viel Rendite verschenkt an Dividendenausschüttungen, es müsste schon ein Megacrash geben, damit er noch mit blauem Auge davonkommt. Aber ob er dann kauft? Der Pessimismus wäre dann derart gross, dass kaum jemand noch investieren würde.

    Wer jetzt 1 Mio EUR erbt, dem würde ich ausnahmsweise empfehlen, nicht sofort alles zu investieren, sondern sich einen Plan zurecht zu legen, und in Etappen zu investieren. So kann man sich nachträglich nicht vorwerfen, an einem wirklich dummen Zeitpunkt gekauft zu haben. Vielleicht die Hälfte in den nächsten Wochen gestaffelt investieren und den Rest dann verteilt in 2-3 Tranchen verzögert anlegen. Primär um die Angst zu dämpfen, in einem zufällig dummen Zeitpunkt investiert zu haben.

    Die meisten haben dieses Glück aber kaum, und so stellt sich die Frage auch kaum, dann spart man einfach immer wenn wieder Cash zur Verfügung steht.

  22. AvatarMeine Finanzielle Freiheit

    Hallo Tim,

    Du hast völlig recht – es geht nur darum kühlen Kopf zu behalten und einfach weiter zu machen. Die Schwankungen an den Börsen sind normal, wir haben uns nach mehreren Jahren der Hausse aber einfach daran gewöhnt, dass es nur mehr nach oben geht.

    Deine Idee mit der Visualisierung der maximal möglichen Verluste finde ich gut. So besiegt man (hoffentlich) die eigenen Emotionen. Eine andere Möglichkeit ist mE die Bezugnahme auf die trotzdem eintreffenden Dividenden aus dem ETF/den Einzelaktien, die vom tatsächlichen Aktienkurs nicht betroffen sind.

    Viele Grüße

    MFF

  23. AvatarThorsten

    Heute wieder ganz klasse Parolen und Stilblüten in der Stadt:

    „Kauf Dich reich !“  😮 😮 😮 😮

    „Halbe Preise“ (Die Ziffern werden wohl nur halb ausgedruckt ?? 😮 😉 )

    und „60 GB LTE High Speed Surfen, nur 39,99€ monatl. “ 😮 😮 😮

    Geht lieber an der Börse kaufen, da bekommt ihr auch etwas Handfestes. Selbst wenn es dort mal fällt ist es mehr wert als „halbe Preise“ oder verdampftes LTE-High Speed. Und an Der Börse gilt tatsächlich : Kauf Dich Reich !

    Ach ja, der Dollar ist heute 1,3% stärker gegenüber dem EUR geworden, ich merke es im US-lastigen Depot. Es ist in Euro leicht erholt. Wenn der Dax 1% steigt oder fällt gibt eine Nachricht im Fernsehen. Die Währungsschwankungen können genauso reinhauen zum Guten oder Schlechten. Ist der Dollar gerade schwach, dann kann man gut einkaufen. Ist er stark, dann bekommt man viele Dividenden.
    Der Gau wäre, wenn der USD irgendwann wieder auf 1,40 oder 1,60 klettern sollte und dort bleibt, das pulverisiert das Depot und die Dividenden, selbst wenn die Kurse in USD schön stetig steigen sollten. Aber das ist nicht in Sicht. Italien, Griechenland… die geringen Zinsen in Euroland werden dauerhaft bleiben. Die Zinsdifferenz zu den USA hält den Euro niedrig und den Dollar hoch.

  24. AvatarFlo

    Ich lese hier schon eine Weile mit und möchte keine alte Diskussion ums Eigenheim anstoßen.

    Mich würde aber sehr interessieren, was ihr einer Person raten würdet, die noch nicht ganz genau weiß, ob sie mal ein Eigenheim erwerben möchte.

    Ich bin 27, wohne ländlich und vermute allerdings, dass es irgendwann auf ein Eigenheim hinauslaufen dürfte.

  25. AvatarBruno

    @Thorsten Ja die „alten“ Basisindikatoren für starke Börsen werden heute kaum noch angeschaut, ein starker Dollar, ein tiefer Ölpreis und tiefe Zinsen sind der ideale Nährboden für starke Börsen, aktuell machen höchstens die Zinsen etwas Sorgen, aber ich denke die FED wird dieses Jahr nicht mehr gross steigern, von daher siehst es von dieser Seite eigentlich nicht wirklich nach „Crash“ aus, auch wenn aktuell alle nur noch von Crash reden. Anders würde es aussehen, wie die FED tatsächlich die Zinsen weiter wie verrückt anhebt, aber das kann ich mir kaum vorstellen, da die Konjunktur ja bereits abgekühlt hat. Die ganze Politik würde ich nicht überbewerten, politische Börsen haben kurze Beine.

    Meinem Depot täte ein etwas schwächerer Franken schon ganz gut, wird aber wohl länger gehen bis der Euro oder Dollar wieder mal die alte Stärke erlangt wenn überhaupt.

  26. AvatarThorsten

    @Bruno

    Ja, wenn der Handelskrieg vorbei ist und der Shutdown aufgehoben sieht es sowieso wieder anders aus…

    Ich habe eben ein paar Dividenden bekommen und gleich wieder investiert  : in Bank of America. 10% preiswerter im Vergleich zum letzten Kauf.;)

  27. AvatarJune

    Heute Mittag in der Kantine:

    Zwischen Kloß und Sauce unterhalten sich die Kollegen über Merz, Blackrock und Aktien.

    Man ist sich sehr schnell einig, dass einstimmiges Ergebnis der Diskussion lautet: „die Politik möchte nur, dass wir alle unser Geld mit Aktien verlieren“

    Meine Kollegin und ich, haben uns nur angeschaut (sie hat auch Aktien) und uns weiter über unser Lebensversicherngsproblem und die Zwangsabgabe an die Krankenkasse unterhalten und uns beide überlegt, dass zumimdest ich noch mit einer Entscheidung warte, bis meine Kinder mit dem Studium fertig sind.

    Da mischt sich dann einer der Kollegen ein und meint lapidar, die Kinder bräuchten die Absicherung doch nicht, denn sie könnten dann doch Bafög beantragen. Ich sagt ihm, dass meine Kinder wenn mir was passieren würde kein Bafög bekommen, da sie dann keinen Bafög Anspruch mehr hätten. Da sagte der Mann doch, man könne vom Erbe auch ein Auto kaufen, dann hätte man wieder Anspruch. Zumindest weiß ich jetzt, wie viel der Kollege auf der hohen Kante hat. Seine Kinder können sich ein Auto kaufen.

    Ich werde einfach weiter kaufen. Zur Zeit noch etwas gebremst, da ich für die Wohnungen noch Rücklagen bilden muss. Nach meiner berechnung geht es ab Sommer dann mit höheren Summen los. Aber mir ist sehr wichtig zuerst genügend Cash zu haben. Ganz blöd, wenn man ETF’s oder Aktien verkaufen muss, weil man unbedingt das Geld braucht.

    Take care,

    June

     

  28. AvatarBruno

    @Thorsten

    Handelskrieg, Shutdown, Brexit, Nordkorea etc. alles Politik, natürlich unschön aber nur kurzfristige Störenfriede. Problematischer wäre makroökonomische Eregnisse wie plötzlich aufkeimende Inflation oder schlimmer das Gegenteil überraschender Einbruch und Deflation/Rezession, Notenbanken die übertreiben und Zinsen zu hoch schrauben resp. wenn Banken deswegen in Schieflage geraten wie z.B. die deutsche Bank und so die Realwirtschaft mitziehen. Aber die politischen Geplänkel werden sich schon wieder lösen, weder Demokraten noch Republikaner haben nachhaltiges Interesse der Wirtschaft zu schaden höchstens Trump ein Bein zu stellen, aber das ist nichts Neues in der Geschichte.

  29. Avatarchn

    Bruno hat absolut recht. Geld zurückzuhalten, um auf günstige Kurste zu warten, ist Market-Timing und bringt erwiesenermaßen statistisch überhaupt nichts. Man geht damit das Risiko ein, Kurssteigerungen zu verpassen, denn seht euch die Index-Langfristcharts an: sie steigen. Das Beste, was man machen kann, ist regelmäßig zu investieren. Auf diese Weise diversifiziert man auch zeitlich.

    Einen großen Betrag würde ich aus psychologischen Gründen allerdings auch nicht mit einem Mal investieren. Ich würde den regelmäßigen Investitionsbetrag in dem Fall einfach so lange erhöhen, bis der Batzen investiert ist und danach normal weitermachen.

  30. AvatarAlbr

    @June, was interessieren die Kollegen ? Ich rede nie über Geld oder meine Anlagen ! Im Gegenteil, manchmal mach ich mich lustig und dramatisiere noch etwas 😉

    Über Aktien in Deutschland reden, macht keinen Sinn, im Gegenteil, es dürfte im wesentlichen nur Ärger und Widerspruch bringen…

     

    Heute Morgen hab ich wieder einen 5-stelligen Betrag aus den Div. Ausschüttungen bzw. Coupons aus dem Dezember angelegt… das macht Spass, was interessiert mich da das Geschwätz der Kollegen !!

     

  31. AvatarThorsten

    Mein Sohn hat keine Wünsche zum Geburtstag, es fällt ihm nichts ein. Aus dem Legoalter ist er lange raus, die ganz teuren Sachen wie etwa Auto (ohje) sind zum Glück noch zu weit weg. Die Kinder von heute haben ja alles.

    Er wünscht sich jetzt …Aktien und zwar „Gute“. Yes !

    Wahrscheinlich bin ich Schuld, ich habe jahrelang geredet, dass man welche haben müsste um dann davon zu leben 😉

    @June das Kantinengespräch, es ist als hätte ich dabei gesessen. Das ganze politische Spektrum kann einem da um die Ohren fliegen, wenn man nicht die Klappe hält. Du weißt ja, Aktien sind kapitalistisch und gaaanz böse und das Geld darin gehört eigentlich den Werktätigen, denen es in Form von Aktien bloß zu Unrecht weggenommem wurde.

    @Albr wie schaffst Du es Dir auf die Lippen zu beißen. Ich muss wenigstens mit den Augen rollen.

  32. AvatarBruno

    An alle die die jetzt alles verkaufen wollen und einen Bärenmarkt/Megacrash erwarten, insbesondere wer sich im Stande fühlt Konjunkturzyklen zu prognostizieren, für den wäre unter Umständen auch Branchenrotation ein Thema, etwas das früher Gang und Gäbe war und wovon man eigentlich auch kaum noch etwas liest, alles gleichgeschaltet alles in FAANG oder Cash?!

    aber ich denke solche Dinge haben auch heute noch ihre Bedeutung. Man beachte / vergleiche mal die Branchenindizes und erkennt da schon typische Muster, man kann sowas z.B. auch nutzen um passende Aktien in jeder Phase zu finden:

    http://www.boersennotizbuch.de/wp-content/uploads/2007/konjunktur-und-aktienzyklus.gif

     

  33. KievKiev

    @ Albr

    Du hast alleine im Dezember 5 stellig Dividenden kassiert? Ich träume ja von 4 Stellen… Wirst Du der BuyAndHold Anleger im Tim schäfer Forum? Ich vermute stark, dass solche Zahlen bei Deinen Kollegen auf Interesse stoßen. Es wird nur keiner verstehen, dass Du auch mal mit 1000DM angefangen hast. Sie werden es toll finden und auch haben wollen. Und Dich fragen wie man so etwas in 2-5 Jahren aufbauen kann 😉 Meine Kollegen sind teilweise auch etwas links eingestellt. Da gelte ich bereits ein wenig als Kapitalist. Ich frage mich da immer, was die denken. Wir verdienen in meiner Abteilung alle ein relativ ähnliches Gehalt. Alles was ich an Investitionen getätigt habe hätten sie ja auch machen können. Das kann ich aber nicht so leicht antworten. Sonst sind sie am Ende verärgert. Ich komme sehr gut mit meinen Kollegen zurecht. Ich möchte sie ein wenig ermutigen selbst aktiv zu werden.

  34. AvatarAlbr

    @Thorsten, ich hab schon seit etwa 35 Jahre Aktien, man gewöhnt sich dran, nix zu sagen, da ich schon einige Auf und Abs mitgenommen habe, was glaubst du was du dir anhören kannst wenn es ordentlich runter geht (Hohn und Spott) 😉

    und erst recht Klappe halten, wenn es nach oben geht… denn irgendwann gehts wieder runter und dann erst recht Hohn und Spott 😉

    @Bruno, Branchenrotation ist leider – zumindest für mich – nix, ich verkaufe nicht, ich müsste zu viele Steuern zahlen von Aktien, die ich ab 2009 gekauft habe, oder ich verliere die Steuerfreiheit von Altbeständen

     

  35. AvatarBruno

    @Albr

    Ja da habt ihr in Deutschland leider einen Nachteil, für mich in der Schweiz fallen keine Steuern an und Transaktionskosten sind für mich vernachlässigbar, aber ich rotiere auch nur einen kleinen Teil resp. ich nutze das insbesondere bei Neukäufen, z.B. habe ich die letzte Zeit konservativere Titel gekauft wie Pharma, Konsumgüter und jetzt wo die Zykliker und Banken fallen, werde ich da dann wieder günstiger einsteigen können.

     

    @Ausmisten: Auch die Mainstream/Boulevardpresse wird immer häufiger auf das Thema aufmerksam

    https://www.20min.ch/wohnen/aufbewahrung/story/Von-diesem-Zeug-solltest-Du-Dich-2019-trennen-22966084

    Ich habe letztes Jahr extrem viel ausgemistet, besitze eigentlich wirklich nur noch Dinge, die ich regelmässig brauche. Es ist eine Wohltat!

     

  36. KievKiev

    @ Bruno

    Ich lese hier immer etwas von Crash. Wo ist der?  Bei mir geht es die letzten Tage nur aufwärts. Habe heute allerdings 300€ alleine durch den Dollar Wechselkurs in GuV. Ich habe den XOM 62 SP mit 400$ Prämie verpennt. Man soll ja keinen verpassten Chancen hinterher weinen. Aber ich leide schon etwas. XOM für 58$, falls sie überhaupt eingebucht würden. Was soll denn da schief gehen? Die hätte ich im schlimmsten Fall gerne genommen. Das wäre unter 5 Jahrestief mit 5% Dividende. Die darf bitte noch einmal schön korrigieren. Da schlag ich dann zu. Die sehr guten Chancen sind bei einigen Werten bereits vorüber.

  37. AvatarJune

    @Kantinengespräch,

    ich höre immer nur zu. Über Anlagen rede ich im Büro nicht. Nur meine Kollegin hat mir mal verraten, dass sie Aktien hat und für später anlegt.

    Ich finde es immer nur wieder intersannt wie die Jungs und Mädels ticken.

    Take care,

    June

  38. AvatarAlbr

    @Kiev, ich lege im Jahr deutlich 6-stellig an… ich benötige die Einnahmen aus Dividenden/Coupons nicht, da ich einen gut bezahlten Job habe (und momentan sogar Urlaub 😉 ), zusätzlich lege ich noch meine Tantiemen an und monatlich ein Teil des Gehalts… da kommt einiges zusammen, Miete zahle ich nicht, da ich eine selbstgenutzte EW habe, Auto auch nicht, da ich einen Dienstwagen fahre, den ich auch privat nutzen kann (meistens meine Frau, da ich zur Arbeit laufe)

     

    einfach sein Ding durchziehen und von keinem beirren lassen, gute Aktien kaufe und Jahrzehnte liegen lassen (anschliessend vererben !!), Aktienanlage ist keine Raketenwissenschaft, alles was du brauchst ist Ruhe und Gelassenheit 😉

     

     

     

     

  39. AvatarGainde

    @ Kiev

    Bärenmarkt ja, Crash (je nach dem wie man das definiert global zurzeit nicht). Ein paar Tage in die andere Richtung läuten noch keinen Trendwechsel ein. Ab Mitte Januar werden die Unternehmenszahlen publiziert – dann sieht man vielleicht besser in welche Richtung der Markt geht.

    Nur der 5d-Average ist zurzeit im grünen Bereich: https://www.barchart.com/stocks/quotes/$SPX/technical-analysis

  40. AvatarThorsten

    @All

    Herrlich ! Kantinengespräche, Hohn und Spott usw. Für mich eine Bestätigung und das Fazit es nicht besser machen zu müssen, aber es richtig gemacht zu haben. Liegt es einfach nur daran, dass manche Menschen zu kurzfristig denken und dann alles verkloppen und andere eine zeitliche Komponente in Form von Planung und Geduld miteinfließen lassen. Ich bin meiner Famile dankbar, dass ich sparsamen Umgang mit Geld lernen durfte und Bildung ganz oben stand. Kurzfristiges , so wurde man ermahnt, sollte man überdenken, Langfristiges im Auge behalten. Hoffentlich kann ich das gemügend an die nächste Generation weitergeben.

  41. Avatar-M

    @Albr

    Wie viele verschiedene Positionen haben sich denn in den letzten 35 Jahren bei Dir angesammelt? Welche Unternehmen bilden denn die größten Positionen bei Dir? Ich glaube du legst auch in Langweilige langläufer an wenn ich mich nicht irre. Fände ich sehr interessant, wenn du mir bzw und hier was von erzählst.

    Ich lege mein Geld ausschließlich in meist langweilige blue Chips an. Weiß auch das ich keinen Hype damit mitnehme, aber auch eher weniger Dellen abbekomme.

    -M

  42. AvatarHubertus

    @albr

    Du musst Dir Deine Käufe doch vom Arbeitgeber genehmigen lassen. Ist das nicht zu nervig?

  43. Avatarsammy

    @Thorsten

    Nach x Jahren ist der Einkaufswert wieder drin und wenn die Indizes wieder hochgehen kommen noch Kursgewinne als Nachtisch oben drauf.

    Dann hoff mal dass du noch x Jahre hast ?

  44. KievKiev

    @ All

    Apple Aufstockung für 146$ könnte für manche aktuell interessant sein. Ich muss mal schauen. Bin kein Apple Fan und es hat nicht zum einstelligen KGV gereicht.

  45. AvatarThorsten

    @Kiev Hihi einstelliges KGV, Blasphemie , ab jetzt brauchst Du Personenschutz. 😉 (lass uns zusammen einkaufen wenn es so weit ist, Apple macht nicht nur Handies und PCs)

  46. KievKiev

    @ Thorsten

    Ich kaufe gerne günstiger nach. Habe gerade als Start mal 10stk gekauft. Mein erster außerbörslicher Handel.

  47. AvatarJan

    Hach June,

    ja Kantinengespräche & Co. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man notorisch falsche Entscheidungen treffen kann. Und sich dann anschließend von der Peergroup bestätigen lässt.

    Na, wenn man „nur“ den Gegenwert eines Autos vererbt. Gut, wenns ein Bugatti ist… hihi.

    Ich verdreh da auch nur die Augen. Bei mir kommt das regelmäßig bei meinem Bekanntenkreis vor. Wenigstens keine Schulden, muss man sich denken. Dann gehts besser.

  48. AvatarObama

    Jetzt kommen erst die niedrigen Kurse.

    Apple Gewinnwarnung könnte erst die Spitze vom Eisberg sein.
    Mal sehen wie die Märkte reagieren.
    Für mich ist zur Zeit noch viel zu viel Optimismus im Markt. Viele denken schon, dass momentan überall Sonderangebote rumliegen.

    Wünsche allen ein erfolgreiches, gesundes….. Jahr 2019.

    @Tim: Mach weiter so !

     

  49. AvatarDaniel

    Ich lese hier schon eine Weile mit und möchte keine alte Diskussion ums Eigenheim anstoßen.

    Mich würde aber sehr interessieren, was ihr einer Person raten würdet, die noch nicht ganz genau weiß, ob sie mal ein Eigenheim erwerben möchte.

    Ich bin 27, wohne ländlich und vermute allerdings, dass es irgendwann auf ein Eigenheim hinauslaufen dürfte.

    Meine Meinung in Kurzform: Hauskauf innerhalb der nächsten 10 Jahre denkbar -> alles aufs Tagesgeld

    Hauskauf vermutlich erst in 10 Jahren oder später -> An die Börse gehen sofern Liquiditätspuffer usw. angelegt sind

    -> Mischmasch aus beidem: Gewinnspekulation und Herausforderung der Statistik, wäre nicht mein Fall

  50. AvatarFlo

    @ Daniel

    Danke für deine Antwort!

    Gilt hier das Motto ‚Viel hilft viel‘ unbegrenzt? Oder würdest du sagen, wenn man die Summe X oder X% zusammen gespart hat, dann kann man auch parallel anlegen?

    Die Vorstellung, ggfs. (bis zu) 10 Jahre ‚untätig‘ zu sein, gefällt mir nicht so recht. Finanzen und Börse machen mir Spaß, ich beschäftige mich gerne damit. Ohne ein zu bearbeitendes Ziel könnte das aber auch an Reiz verlieren?

  51. AvatarChris k.

    Hey Leute, vergesst bei allen Vorteilen von etfs nicht, das es auch ein finanzprodukt ist. Du hast keine Stimme bei der Umstellung von thesaurierender oder ausschüttende oder oder oder. Und zuviel Stimmrechte verschenken ist ebenfalls nicht gut. Etfs sind aus meiner Sicht eine depot bei Mischung vllt 5%… Aktien sollten dennoch die erste Wahl sein. P2p ist auch interessant aber würde ich auch nicht mehr als 5% dazu mischen.

    Mfg

  52. AvatarNico Meier

    Zum Thema Hauskauf habe ich eine klare Meinung.

    Zu meiner Situation ich wohne in der Schweiz bin im Kanton Aargau der eher ländlich ist aufgewachsen und habe hier mit meiner Frau 2017 ein freistehendes EFH mit grossem Garten gekauft. Für mich war immer klar, dass ich ein eigenes Haus haben will. Nicht eine Wohnung sondern ein Haus ich bin in einem Haus mit Garten augewachsen und habe die Zeit in der ich in einem Hasenstall (Wohnung) leben musste immer als beschneidung der persönlichen Freiheit erlebt.

    Daher war es für mich ein grosses Ziel ein eigenes Haus zu haben.

    Ich würde jedem raten sich früh nach einem Eigenheim umzusehen und zuzuschlagen sobald sich eine günstige Gelegenheit bietet. Seit wir unser Haus haben sparen wir uns die Miete was in der Schweiz ein grosser Brocken ist. Wir haben vorher 2’200 Franken rund 2’000 € Monatsmiete bezahlt!

  53. Avatar-M

    @Flo

    Die Frage ist wieviel bei dir die ETW/Häuser Kosten in deiner Umgebung und wieviel die in 10 Jahren Kosten.

    Einen festen Eurobetrag Dir zu nennen ist schwer. Aber wenn du es vor hast, künftig eine Immo zu erwerben dann bin ich auch der Meinung einen Betrag anzusparen ohne kursschwankungsrisiko.

    Ein guter Eigenkapitalanteil stellen 25% der später angepeilten Kaufsumme da. Die würde ich mindestens auf der hohen Kante haben wollen. Mehr geht natürlich immer ! Aber wenn du 25% hast bzw das bis dahin ansparen kannst, kannst du ja auch schon parallel anfangen an der Börse zu investieren.

    Viel mehr Infos kann ich bis dato nicht geben, mit den Infos die du uns gegeben hast.

    -M

  54. AvatarThorsten

    So lange die Zinsen so niedrig sind kann man auch mit weniger Eigenkapital arbeiten und z.B. ansteigende Dividenden vom 1.Monat an zum Tilgen mitbenutzen. 4% Dividende 2% Hypothekenzinsen, sind 2% Unterschied. Und es gibt Aktien mit deutlich höheren Divudenden, die seit Jahrzehten zahlen. Das Darlehen lange, für 10 bis 20 Jahre sichern, nach 10 Jahren kann man immer kündigen. Verträge unbedingt mit jährlichem Sindertilgungsrecht abschließen. Dann Zinsen und Dividenden, Restschuld und Depot analysieren und entsprechend umschichten. Steigen die Hypothekenzinsen merklich, was im 20 Jahreszeitraum gut möglich ist, dann Restsschuld nach 20 Jahren maximal abbauen. Das Depot sollte in der Zeit gewachsen sein und ein Teilverkauf möglich.

  55. Avatar-M

    Wie seht ihr Kraft Heinz aktuell?

    Der Markt bewertet die mit nur noch 2x Umsatz und KBV: 0,8 … das ist eigentlich mega günstig. Erinnert mich an Apple 2016 als die bei 80€ standen.

    Klar hohe Schulden aktuell und kaum/kein Wachstum, jedoch gute kostensenkungen und die verdienen sehr gute Margen vom Umsatz her. Knapp 1 Mrd Nettogewinn im Quartal bei knapp 50mrd börsenbewertung…. kgv ca. 12 …

    -M

  56. AvatarInsider

    @all frohes neues wünsche ich euch allen.

     

    @flo ich sehe es auch so wie M bis zu 25 % Eigenanteil an sparen, ab dann würde ich auch Aktien kaufen. Wenn du (ggf. mit Partnerin) später die! Immobilie für euch finden solltest , ihr die Finanzierung aber nicht bekommt weil das Depot vor kurzem  um 50 % eingebrochen ist , dann wirst du dich grün und blau Ärgern.

     

  57. AvatarBruno

    @-M

    Kraft Heinz, günstig ja, aber ein Vergleich mit Apple 2016 ist schon gewagt, Ketchup mit IPhone & Co. 😉 Sie machen zwar Anstrengungen zu gesünderen Produkten, aber wozu isst man Ketchup? Pommes, Burger, Hotdogs etc. von daher sehe ich da einfach keine Fantasie, und auch die andern Produkte reissen mich auch nicht wirklich vom Hocker, alles Zeugs das ich nie esse (was nicht repräsentativ ist klar, aber der Trend ist einfach in eine andere Richtung).

    Also mir reicht die Mini-Position über Berkshire, und ich denke Warren Buffett ist damit auch nicht wirklich glücklich, alleine die Bewertung reicht mir dort einfach nicht.

    Gute Aktien kosten halt, es ist ähnlich wie bei Dividenden, die besten Aktien zahlen aktuell zwischen 2-3.5% Dividende, alles was über 5% zahlt sehe ich kritisch, oft sind es gefallene Engel, man sollte eine Aktie nie nur kaufen weil die Bewertung tief ist und/oder die Dividende hoch, die Gewinn- und Umsatzentwicklung ist zumindest für mich viel entscheidender, sonst ist es nicht nachhaltig.

  58. AvatarThorsten

    @Insider Dazu kommt, dass durch den Druck  in den Städten die Preise auch im Umland steigen. Zuerst fahren die Leute 20, dann 50 und am Ende gar 100 km zur Arbeit. Alles auf dem Weg an der Bahnstrecke, Autobahn und Bundesstraßen ist und wird noch teurer, der Vorteil des „Ländlichen Raumes“ kann auch durch Treibstoffpreise schnell zu Nichte gemacht werden. Auf dem Land wohnen und arbeiten, das passt.

    Um wegen eines Hauses große Pendelwege zurückzulegen, das würde ich mir gut überlegen, die Straßen werden immer voller, am Ende sitzt man nach dem Erwerbsleben alt in einem zu großen Haus, das wegen der abseitigen Lage auch noch  unverkäuflich ist oder Jahre zum Verkauf benötigt. Dann muss der Kaufpreis auch enstprechend niedrig sein, sonst verbrennt das Geld vierfach (hoher Kaufpreis, Kreditkosten,weites Pendeln, niedriger Verkaufspreis).

     

  59. Avatar-M

    @Bruno

    Apple kann man natürlich nicht vergleichen mit Heinz. Es ging mir um die Bewertung damals von Apple als die auch super günstig gehandelt wurden.

    Kraft Heinz ist ja immerhin der 5 größte Lebensmittelhersteller der Welt. 24mrd Umsatz und 4mrd Gewinn ist eigentlich schon eine saubere Sache in der Branche.

    Heinz sollte eine sinnvolle Übernahme zu Stande bringen, mit Buffett und den gefallenen Kursen geht das evtl nun leichter und danach MÜSSEN aber auch die Schulden getilgt werden…

    Aber ja, Buffett wird nicht begeistert sein, da könntest du recht haben….man sieht es ja, das er da seit dem kauf nichts mehr an der Position verändert hat. Würde er die als super günstig ansehen, würde er spätestens in q4 2017 oder jetzt in q1 2018 kräftig zukaufen. Das Gespenst der Dibidendenkürzung steht auch noch im Raum.

    Habe leider eine gute Position da drinnen…. noch mehr hinzukaufen würde die Position auf 20% vom Depot ansteigen lassen, das will ich auch nicht unbedingt, auch wenn mich der Preis lockt.

    -M

  60. AvatarDaniel

    Gilt hier das Motto ‚Viel hilft viel‘ unbegrenzt? Oder würdest du sagen, wenn man die Summe X oder X% zusammen gespart hat, dann kann man auch parallel anlegen?

    viel hilft viel wäre meine Devise. Wie gesagt, parallel anlegen ist nichts anderes als eine Wette darauf dass die Märkte zu deinen gunsten ausgehen. Das geht statistisch ab 10 Jahren aufwärts auf, unterhalb von 10 Jahren kann es aber genausogut nach unten gehen. Ob man sich jetzt dogmatisch an 10 Jahre halten muss weiss ich nicht, aber ich würde es tun.

    Die Vorstellung, ggfs. (bis zu) 10 Jahre ‚untätig‘ zu sein, gefällt mir nicht so recht. Finanzen und Börse machen mir Spaß, ich beschäftige mich gerne damit. Ohne ein zu bearbeitendes Ziel könnte das aber auch an Reiz verlieren?

    Du bist weder untätig noch bist du ziellos. Deine Tätigkeit beruht darin eine möglichst hohe Summe Eigenkapital zu bilden und dein Ziel könnte ja z.B. sein mit mindestens 30% Eigenkapitalquote ink. Kauf-Sonder-Steuern ins Rennen zu starten was dich von vielen Hausbesitzern/Käufern abgrenzt (im postitiven Sinne)

    Hey Leute, vergesst bei allen Vorteilen von etfs nicht, das es auch ein finanzprodukt ist. Du hast keine Stimme bei der Umstellung von thesaurierender oder ausschüttende oder oder oder. Und zuviel Stimmrechte verschenken ist ebenfalls nicht gut. Etfs sind aus meiner Sicht eine depot bei Mischung vllt 5%… 

    Mfg

    sehe ich anders. Die Argumentation dass sich ein ETF ändern kann mag zwar stimmen, aber auf einem marktbreiten Index spielt dies absolut keine Rolle, es sind sogesehen Wegwerf-Produkte oder Container deren gleichen Inhalt man auch in einen anderen Container stecken kann. Ich hatte mit dem Comstage Emergin Markets damals das gleiche „Problem“. Wurde von thesaurierend zu ausschüttend umgestellt. Hat mich jetzt nicht gestört, aber ein Verkauf hätte mich 10€ gekostet und den gleichen Index bei der Konkurrenz zu besparen hätte ebenfalls nochmal 10€ gekostet. Erledigt wohl innerhalb von 10 Minuten.

    Die gleiche Argumentation ist auch bei Aktien möglich. Der CEO wechselt und lenkt das Unternehmen auf einen Kurs der einem überhaupt nicht gefällt, (z.B Bayer-Monsanto Geschichte) oder aber das Unternehmen kürzt plötzlich rapide die Dividende weswegen man die Aktie hatte (General Electric).

    Auf meine Aktionärsstimme kann ich gerne verzichten, eine Anklage die übrigens auch für alle Zeichner von Vorzugsaktien gelten müsste.

    Aktien sollten dennoch die erste Wahl sein. P2p ist auch interessant aber würde ich auch nicht mehr als 5% dazu mischen.

    Ich mag diese man „sollte,man müsste“ Aussagen nicht so gern, denn sie tun so als ob sie höher gestellt und die einzig wahre Aussage sind und der Rest wäre im Unrecht. MEINE MEINUNG: Man könnte 95% in ETF halten und mit 5% dem eigenen Spieltrieb mit Einzelaktien fahren.

  61. AvatarNico Meier

    @Thorsten

    Also was wäre denn dein Tipp für den potentiellen Häuslebauer?

    Ich kann nur für die Schweiz insbesondere meine Region den westlichen Teil des Kanton Aargau sprechen. Hier sind die Preise noch nicht so hoch wie in Zürich, Basel oder Bern aber man ist mit dem ÖV innert weniger als einer Stunde in jeder dieser drei Städte. Mit anderen Worten es gibt in meiner Region zurzeit meines Erachtens keine Blasenbildung im Immomarkt, daher kann man auch weiterhin Wohneigentum erwerben. Durch den stetigen Zuzug von „Fachkräften“ aus der ganzen EU die auch alle einen Platz zum Wohnen brauchen werden die Preise weiter steigen! Jetzt abwarten um das Haus in 10 Jahren für 200’000 Franken mehr zu kaufen macht keinen Sinn!

  62. AvatarFlo

    @ Nico, -M, Thorsten, Insider und Daniel:

    Danke für euren Input! Das hilft mir schon jetzt sehr.
    Ich möchte aber dennoch, noch ein paar Informationen preisgeben und zwei, drei Fragen stellen:

    Meine Freundin musste leider bereits erben, wodurch sie bereits über einen „noch fünfstelligen Betrag“ verfügt, der derzeit von einem Berater sehr defensiv verwaltet wird. Ich habe mich bisher komplett rausgehalten und deshalb keinen tiefgehenden Einblick. Aufgrund gesundheitlicher Probleme kann sie derzeit nicht arbeiten.

    Ich bin Ende 2017 ins Berufsleben gestartet und bin, Dank meiner Eltern, im mittleren fünfstelligen Bereich (inkl. Liquiditätsrücklagen). Ein Großteil davon ist bereits in Anleihen und ETF investiert. Aufgrund meiner derzeitigen Wohnsituation kann ich monatlich im knapp vierstelligen Bereich sparen/investieren. Boni und Zinsen kalkuliere ich hier nicht ein, die kommen dann on top. Mit der Bahn pendle ich nach Frankfurt zur Arbeit.

    Zuhause sind wir etwa 50km entfernt von Frankfurt am Main, wie gesagt ländlich. Was die Immobilienpreise angeht, kenne ich mich nicht sonderlich gut aus. Ich habe lediglich bereits festgestellt, dass ich prinzipiell geringere Preise erwartet hätte. Ob die Häuser dann allerdings tatsächlich auch zu den Preisen verkauft werden, weiß ich natürlich nicht. Da wir hier stark verwurzelt sind, was Freunde und Familie angeht, ist ein Umziehen derzeit nicht angedacht, aber auch nicht kategorisch ausgeschlossen.

    Fragen:
    1 Gibt es eine Schwelle, ab der Eigenkapital sich nur noch geringfügig auf den Darlehenszins auswirkt?
    2 Wo kann ich mich in Bezug auf Immobilienpreise gut informieren? Gibt es so etwas wie regionale Preisprognosen?

  63. AvatarNico Meier

    @Flo

    Da ich in der Schweiz Wohneigentum besitze und hier auch eine Hypothek für unser Haus habe, kann ich mich nicht zu Zinsen oder Bankkonditionen in DE äussern.

    Wir habe ein Gefühl für Immopreise erhalten durch regelmässiges durchschauen von Immobilienportalen und gelegentliches Bewichtigen von Objekten. Meist kann ohne Probleme eine Immobilie besichtigt werden die zum Verkauf steht. So entsteht über mehrere Jahre ein Gefühl für Preise und man findet raus welche Art von Immobilie man möchte.

  64. AvatarDaniel

    Also ich bin jetzt im Immo Thema nicht tief genug drin, aber ein „fünfstelliger“ betrag kann ja zwischen 10.000€ und 99000€ liegen. In NRW würdest du bereits knapp 20.000€ Grunderwerbssteuern zahlen um eine Immobile von 300.000€ zu stemmen. Hinzu kommen weitere Makler Kosten oder ähnlicher Krempel. Da würde ich schon 35-40.000€ (für mich persönlich) einkalkulieren.

    Damit ist aber noch kein einziger Euro der Immobile angezahlt. Bleiben wir bei den 300.000€. Da würde ICH PERSÖNLICH erst mit 150.000€ angespartem Kapital ruhig schlafen können und würde einen Kredit abschließen mit möglichst langer Laufzeit zu den jetzt noch vertretbaren kosten.

    Du musst ja bedenken, es geht ja nicht daram nur den Kredit günstig zu bekommen, egal wie günstig er ist, aber er ist sozusagen ein negativer Zinseszins. Niemand weiss ob er in seinem Job auch noch in 10 Jahren sitzt. Niemand weiss ob er in einer Rezession nicht unter die Räder kommt. Deswegen bin ich der Mensch der vorher die Kohle haben will oder zu einem guten Teil und nicht unnötig lange fremdfinanziert herumeiert, selbst wenn die Sparquote hoch ist. Du sprichst jetzt von 4-stelliger Summe die du anlegst. Sagen wir es sind netto 1000€

    Und sagen wir die nimmst einen Kredit von 200.000€ auf. Selbst bei dieser guten Tilgung würdest du ohne Kreditkosten schon fast 17 Jahre abstottern. Hälst du die Sparquote auch bei 1-2 Kindern?Hälst Du sie durchgängig. All das muss man mitberücksichtigen. Auch muss man berücksichtigen, dass nach 20 Jahren vielleicht schon wieder die ersten teuren Instandsetzungsmaßnahmen anstehen und ja, auch wird so ein Haus ja gerne teuer und aufwendig auf den persönlichen Einrichtungsgeschmack umgerüstet.

    Ich glaube bei vermieteten Objekten kann und darf die Rechnung auch gerne mal anders aussehen, wie gesagt, ich stecke nicht tief drin, ein Arbeitskollege sagte mir rein steuerlich wäre es in seinem Fall nicht dumm das ganze eher gemächlich abzuzahlen.

  65. Avatar-M

    @Flo

    1) die Banken bewerten die Immobilien (Verkehrswert) oft ist dieser unter dem Kaufpreis. Dann gibt es die sogenannten beleihungsgrenzen 80% und 60%.

    Bleibt man mit dem DL-Betrag unter der 60% Beleihung wird das DL günstiger

    ZB: ETW kaufpreis 230.000€

    wurde mit 200.000€ von der Bank bewertet. davon 60% Beleihung wärem 120.000€

    230.000 – 120.000 = 110.000€ benötigtes Eigenkapital + noch Eigenkapital für Renovierung und kaufbebenkosten Notar etc.

    Da wärst sehr günstig dabei vom Darlehen.

    Rechnest du mit 80% Beleihung, ist es auch schon viel besser als bei den meisten Käufern die alles finanzieren ohne Eigenkapital.

    2) Marktpreise siehst du schon gut auf immoscout etc. Wenn du in deiner Umgebung suchst.

    -M

  66. AvatarNico Meier

    Man sollte auch immer in der Verwandschaft die Augen offen halten. Nicht selten will ein Verwandter einer Immobilie loswerden die man dann zu guten Konditionen kaufen kann. Da hat man auch den Vorsteil, dass man die Geschichte der Immobilie bereits kennt.

  67. AvatarInsider

    Mein Tipp wäre, intensiver mit dem Thema befassen auch mit der Familie (Partner/ Eltern/ Schwiegereltern)  drüber sprechen . und dann eine Entscheidung treffen . kaufe / baue ich jetzt , in x Jahren oder stand jetzt nie.

     

    Fragen dabei :

    Wie ist die berufliche Situation? Jetzt / in 10 Jahren vors.

    Wie ist die familiäre Situation  z.z.?

    Was wünschen sich die partner?

    Ggf. Schon Kinder da oder geplant?

    Heikles thmea aber würden Eltern finanziell unterstützen?

    Was erwartet man in der Region ist es Pampa und die Preise fallen vors. Oder eher ne Metropolen Region. Da sehe ich es wie Thorsten die Preise werden nicht fallen eher steigen mittelfristig.

    Mal einige Beispiele aus meinem bekannten Kreis . was es für verschiedene Möglichkeiten gibt .

    1. single um die 30 handwerklicher Beruf hat vor einigen Jahren ein haus gebaut mit viel Eigenleistung und Vermietet 2 Stöcke davon, einen bewohnt er selbst. Sollten irgendwann Frau und Kinder kommen kann er ggf durch Eigenbedarf mehr Platz schaffen .

    2. junges paar , weis dass es später Eine Immobilie erben wird bzw schon nutzen kann sobald Kinder da sind . Kauf / bau  nicht nötig.

    3. junges paar mit Kind hat sich ein altes Haus ländlich günstig gekauft und viel in Eigenleistung renoviert. Unterstützung finanziell durch Familie war da.

    4. Paar in der Nähe Wolfsburg wohnt zur Miete, Immobilie ja / nein eher unsicher . Kapital vorhanden .  rechnen mittelfristig mit sinkenden preisen , bzgl abhängingkeit der Region von VW i.v.m. Automatisierung. Deswegen warten sie lieber noch mit der Gefahr bei ausbleibendem Preisverfall nie ein Haus zu kaufen.

    5.  „klassische“ Finanz blog Einstellung , Immobilie ist ne Verbindlichkeit kein vermögen ich wohn dauerhaft zur Miete .

     

    Ich persönlich sehe es so, eine angemessene Immobilie ist ein wichtiger Faktor um langfristig in Generationen gedacht vermögen zu bilden  . es soll sich keiner ein Haus für 500 k  in die Pampa setzten, wie es der Investment punk in seinem bekannten Video so schön rechnet .

     

     

     

     

  68. AvatarThorsten

    @Flo  50km von Frankfurt. Das ist grob gesagt nicht ländlich, sondern fast schon Vorort, selbst wenn man neben dem Acker wohnt , nur eine Landstraße auf den Berg raufführt und keiner einziger Laden im Dorf wäre, es ist einfach zu nah. Das dürfte so oder so teuer sein.

    Da würde ich eher jetzt als später kaufen, das wird vermutlich nicht mehr preiswerter.  Es sei denn … es ist wirklich weit abgschlagen, die Alten sterben weg und es werden mehr Häuser frei als bezogen werden. Solche Gegenden gibt es auch, da ziehen dann keine Familien hin, weil selbst die Kita nicht zu Fuß erreichbar ist und der Arbeitsplatz 20 km oder mehr weg ist (Umkreis Nürnberg ist voll von unverkäuflichen Häusern, auch in der Eifel, Saarland, Pfälzer Wald, da könnt ihr was aussuchen und sofort einziehen, aber es ist sehr sehr einsam da, manch einem gefällt es, den Arbeitsplatz müßt ihr mitbringen 😉 ).

    Ach ja, ich habe zweimal gekauft und habe jedes Mal das Depot komplett verkauft, weil ich Schulden hasse. Schon im nächsten Monat hatte ich wieder angefangen Aktien zu sparen.

  69. AvatarAlbr

    @Thorsten, 50km von Frankfurt kann schon sehr einsam sein, z.B. in „meinem Wandergebiet“ im Taunus, da gibts Dörfer, da liegt der Hund begraben 😉

    ich selbst wohne in einer – mir gehörenden – ruhigen EW im Westend von FFM, die ich Ende 2008 extrem günstig gekauft habe; ich will nicht mehr „auf dem Land“ wohnen, dort bin ich aufgewachsen; die Möglichkeiten einer Stadt – wie z.B. FFM – sind einfach klasse, vieles kann ich zu Fuss erreichen oder im Sommer mit dem Fahrrad (z.B. Mainufer !!) abfahren, ansonsten gehen meine Frau und ich jedes Wochenende stundenlang im Taunus wandern…

     

    mit der Bahn nach FFM fahren und durch das verdreckte und versiffte Bahnhofsviertel laufen ist auch nicht mehr meine Sache; kann man vlt. machen, wenn man jung ist 😉 ich verzichte gerne darauf…

     

     

  70. AvatarInsider

    @albr da du hier gerade mitliest . deine grobe Depot Zusammenstellung oder Angabe der größten Positionen  würde auch mivh sehr interessieren.

  71. Avatar-M

    @Albr

    Ja das hatte ich weiter oben gefragt ob du da ein wenig Einblick geben magst. Bei 35 Jahren sammelt sich bestimmt einiges an Positionen an. Bzw welche Art von aktien dominieren.

    -M

  72. AvatarHubertus

    Was bringt Euch das, wenn albr seine Werte preisgibt, die er teilweise vor 10 Jahren und mehr erworben hat?

     

  73. Avatar42sucht21

    @Flo

    Der Hypothekenzins wird günstiger je mehr Eigenkapital Sie investieren. Ist ja auch klar, das Risiko der Kredit gebenden Bank wird geringer. Sobald Sie 20% Eigenkapital einbringen plus Kaufnebenkosten (ca. 10%) gibt es eigentlich keine Sprünge beim Zins mehr sondern die werden graduell geringer im aktuellen Umfeld. Also, das ist die Mindestsumme die ich konservativ ansparen würde. Die Tilgung muss mindestens 2% betragen (besser mehr!) und Sondertilgung von mind. 5% jährlich würde ich vereinbaren und auch nutzen!

    Eine Hypothek auf das Eigenheim und gleichzeitig ein Aktiendepot zu besparen ist eigentlich wie auf Kredit Aktien zu kaufen. Stellen Sie sich vor Sie hätten eine abbezahlte Immobilie. Würden Sie darauf einen Kredit aufnehmen um damit Aktien zu kaufen um darauf zu spekulieren mit den Aktien das Zinsdelta zu schlagen? Davon würde ich abraten. Also meine Empfehlung ist: Erst wieder an die Börse gehen wenn die Hypothek getilgt ist. Es fühlt sich auch schöner an eine abbezahlte Immobilie zu besitzen und die Volltilgung macht dem Kopf frei für neue Themen. Sie denken vermutlich ja auch an Nachwuchs, da gibt es dann die ersten Jahre wichtigere Themen (und auch wenig Schlaf).

    Die Zinsen sind extrem niedrig. Wenn man mittelfristig kaufen will, dann kann man auf jeden Fall auch jetzt kaufen. Die guten Lagen werden weniger stark im Preis fallen als die steigenden Zinsen das manche vermuten lassen. Also, loslegen und suchen.

    Prüfen Sie, ob die Herzdame auch die richtige Wahl ist. Eine Scheidung mit Kindern zerstört jegliche Lebensrendite. Das gleiche gilt für die berufliche / Gehaltsfrage. Erst wenn Sie zufrieden sind kaufen – sonst können Sie später nicht mehr so einfach wechseln weil IMMOBIL.

    Ach so, nach dem Kauf: bei Renovierungen / Modernisierungen / Sonderwünschen lässt sich das meiste Geld sparen. Man baut ja nur 1x im Leben…und schwups sind wieder 10k verschwunden. Es müssen nicht immer die teuren italienischen Fliesen und die soundso Badarmaturen sein. Diese vielen, vermeintlich kleinen Entscheidungen entscheiden am Ende über die Rendite der Kaufentscheidung!

  74. AvatarFlo

    Wahnsinn, danke für eure vielen und vor allem hilfreichen Antworten.
    Ihr habt mir jetzt ordentlich Input gegeben, den muss ich erstmal verdauen und zerdenken. Gut, dass das Wochenende so gut wie vor der Tür steht. 😉

    @Nico
    Vermutlich hast du Recht. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Durch Übung dürfte man lernen, worauf man zu achten hat. In der Verwandschaft gibt es tatsächlich ein interessantes Objekt: schönes Grundstück, aber das Haus ist vermutlich baufällig.

    @ Daniel
    Deshalb hatte ich zur besseren Einschätzung „mittlere“ davor geschrieben. Das grenzt die mögliche Bandbreite dann doch ganz gut ein.

    Ein Eigenheim mit vermieteten Einheiten schließe ich für mich aus. Auch wenn es finanziell sinnvoll sein dürfte, würde es für mich nicht die „Freiheit“ bedeuten, die ich mir von (m)einem Eigenheim erhoffe. Letztlich muss man doch wieder andauernd Rücksicht nehmen…

    @ Thorsten
    Als Vorort würde ich das jetzt nicht wirklich bezeichnen, auch wenn deine Beschreibung zum Teil ganz gut zutrifft. 😉 Und meine Kollegen vermitteln mir regelmäßig, da ich mit meiner Einschätzung nicht ganz falsch liege. Wird es bisschen kälter, kann ich getrost von Neuschnee erzählen, was dann mit einem gutgläubigen „Echt?!“ quittiert wird.
    Aber ich denke ich weiß, woraus du hinaus möchtest: Es ist zu nah um „billig“ zu sein..
    Du sagst, dass du zwei Mal dein Depot aufgelöst hast: bist du hierbei immer akzeptabel weggekommen? Wie lange hast du jeweils angespart?

    @ Albr
    Das Bahnhofsviertel zieht mich jetzt auch nicht unbedingt an. 😉 Frankfurt hat ja auch definitiv seine schönen Ecken, zum Wohnen ist es mir aber dann doch nichts. Eben auch wegen meiner Verwurzelung in der „Heimat“. Eigentlich eine lachhafte Aussage bei 50km…
    Und ich kann die von dir genannten Vorteile auch gut nachvollziehen. Ist ja nicht so, dass ich einen kürzen Arbeitsweg und mehr gute Ausgehmöglichkeiten nicht begrüßen würde. 🙂

    @ Daniel, -M, Insider und 42sucht21
    Danke für die Financials und die bedächtigen Worte. Damit werde ich am Wochenende mal bisschen rechnen. Da ich doch gelegentlich zum Risiko neige, schadet es mir ganz und gar nicht, wenn ich immer mal die Augen geöffnet bekomme. Mich stimmt aber schon mal recht positiv, dass sich die von euch genannten EK-Quoten (für uns) ganz gut erreichen lassen.

    Wie es immer halt so ist: ohne genau zu wissen, wo man hin möchte, lässt sich der Weg nur schwer beschreiben.

  75. AvatarSmyslov

    Daniel,

    deine Haltungüber 50% bzgl ETF teile ich total. Habe über 50% Einzeltitel.

    Lege nur noch in ETF an. 90% ETF fände ich super. Welche ETF bevorzugst du?

  76. Avatar-M

    @Flo

    Ja reche mal bisschen. Das witzige ist, ich habe es gerade anders gemacht 🙂

    Ich habe nur die kaufnebenkosten und Renovierung selbst gezahlt und die Wohnung komplett finanziert auf 2-DL mit 10 und 15 Jahren Laufzeit. Rate ist niedrig und ich spare ins Depot. Das Risiko gehe ich bewusst ein. Wir haben aber auch 2 Bausparer die wir nach zinsbindungsende nutzen können das die restschuld danach viel kleiner wird. Auch handelt es sich um eine Wohnung und der Kaufpreis war ein Bruchteil eines Hauses!

    Raten würde ich eher viel Eigenkapital einzubringen 🙂

  77. AvatarJune

    @Jan,

    ja, an so ein Auto hat der Kollege aber bestimmt nicht gedacht. Er hatte wohl ehr eine Studentenkarre im Sinn. Aber egal wie, ich finde die denkweise beängstigend. Anstatt die Ersparnisse für das Studium zu benutzen soll man sich ein Auto kaufen, dass nach dem Studium wertlos ist und dann hätte man ja noch die Bafögschulden zu begleichen. Dann doch lieber gleich die Ersparnisse aufbrauchen.

    @Flo,

    der wichtigste Punkt ist wie oben schon erwähnt, dass du die richtige Partnerin hast. Wenn es noch nicht die Frau ist, mit der du auch Kinder bekommen möchtest ist es zu früh sich nach einem Haus umzuschauen.

    Mit 30% Eigenkapital hast du mehr als die meisten Hauskäufer und sicherst dir günstigen Zinsen.

    Mache dir auch vorher bewusst, warum du kaufen möchtest. Was du unbedingt an Ausstattung haben willst und worauf du verzichten kannst. Und kaufe nicht zu groß. Kinder werden erwachsen und ziehen wieder aus.

    Und ehrlicherweise macht ihr zusammen einen Termin bei einem Anwalt und lasst euch beraten, ein gemeinsames Haus ohne Trauschein ist wie verheiratet zu sein. Ihr benötigt nicht nur einen Vertrag mit den Bank sondern auch einen gemeinsamen Vertrag. Es sollte schon festgelegt sein, wie ihr es handhaben wollt, wenn ihr euch trennt. Haus gemeinsam  verkaufen oder wer von euch die Immobilie übernimmt. Je mehr ihr vorher schon regelt umso weniger Ärger gibt es bei einer Trennung.

    Ich habe mit meinem Lebensgefährten zusammen eine Wohnung  gekauft und wir haben so einen Vertrag.

    Die Wohnung ist noch nicht abbezahlt, trotzdem kaufe ich auch Aktien. Das ist aber eine sehr individuelle Entscheidung von uns und der Tatsache geschuldet, dass wir nicht mehr als 5% p.a. tilgen können.

    Take care,

    June

     

  78. AvatarFlo

    Hallo June,

    Vielen Dank für deine Antwort und dem Tipp mit dem Anwalt. Es sind spannende Entscheidungen und es ist schön, hier so viele Tipps zu Themen zu bekommen, die man im Bekanntenkreis häufig nicht ansprechen kann.

    LG, Flo

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