Gier frisst Hirn: 300.000 Euro verzockte Rentner Horst Ortmann


New York, 25. September 2018

Rentner Horst Ortmann verzockte 300.000 Euro. Er ging Kriminellen auf den Leim. Er handelte mit binären Optionen und einem wertlosen Pennystock (Foto: Schmuckbild).


Die meisten Leute wollen ganz schnell reich werden. Das ist aber extrem unwahrscheinlich. Es ist realitätsfern. In der Praxis ist es leicht, langsam vermögend zu werden. Mit Intelligenz und Geduld geht das. Langsam. Schritt für Schritt. Mit ETFs oder Aktien zum Beispiel.

Horst Ortmann ist Rentner, Vater, Vorzeigebürger. Der Ingenieur aus Bayern ging einer dubiosen Website für binären Optionshandel auf den Leim. Zudem kaufte er eine Schrottaktie für 280.000 Euro. Seine Altersersparnisse von 300.000 Euro sind weg. Gegenüber dem SPIEGEL packte er aus. Er redet Klartext. Er ist von Gaunern reingelegt worden. Er kann nicht mal mehr mit seinen Kindern in den Urlaub fahren, weil seine Ersparnisse weg sind.

Selbst schuld. Wie kann man nur so leichtgläubig sein? Gier frisst Hirn, sage ich nur. Ich habe selten so viel Naivität gesehen.

Das Leben könnte so viel besser laufen, wenn man sein Gehirn einschaltet. Du strengst Dich in der Schule und der Hochschule oder in der Ausbildung an. Du meidest Schulden. Du meidest es mit Optionen, dubiosen Pennystocks etc. zu zocken. Du investierst solide. Vorsichtig.

Vom Gehalt sparst du einiges. Jeden Monat. Du sammelst Erfahrung auf der Arbeit. Du machst Karriere. Dann kann nichts schief gehen.

Wichtig ist: Dir kann niemand deine Ersparnisse wegnehmen, wenn Du den Kopf einschaltest. Vergiss die Gier. Vergiss die wilde Spekulation. Das führt ins Verderben.

Bevor Warren Buffett investiert, denkt er darüber nach, wie die Firma wohl in zehn Jahren dastehen wird. Nur wenn es der Firma nach seiner Meinung dann deutlich besser geht als heute, steigt das Börsengenie ein.

Du hast Spar- und Anlageziele. Solange du diese konservativ verfolgst, wirst du erfolgreich sein: Anerkannte ETFs, Fonds, ein solider Aktienmix. Investiere nur in das, was du kennst und verstehst. Gib dem Verstand das Kommando.

Du hältst dich fern von Angebern, die mit Statussymbolen herumrennen.

Du achtest auf deine Gesundheit. Du bisst fleißig, ehrlich und ehrgeizig. Du umgibst dich mit Menschen, die fleißig und bodenständig sind. Warum? Man neigt dazu, wie die Menschen zu werden, mit denen man befreundet ist. Wähle daher mit Bedacht. Das rät auch Warren Buffett. Das ist wohl Buffetts bester Rat:

Umgib dich mit Leuten, die besser sind als du selbst. Ihr Verhalten wird auf dich abfärben.

Diesen Rat befolgen viele nicht. Unser Umfeld bestimmt eben darüber, wer wir selbst sind. Unsere Freunde und Familie bestimmen, was aus uns wird. Erfolg oder Misserfolg hängt vom sozialen Umfeld ab. Wir sind ein Produkt unserer Umgebung. Wer viel Zeit mit negativen Menschen verbringt, wird davon etwas abbekommen.

„Wenn Deine Freunde fettsüchtig sind, ist Dein Risiko fettsüchtig zu werden, um 45 Prozent größer“, sagt Yale-Professer Nicholas Christakis. „Wenn die Freunde Deines Freundes fettsüchtig sind, ist Dein Risiko fettsüchtig zu werden, 25 Prozent größer.“


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Gier frisst Hirn: 300.000 Euro verzockte Rentner Horst Ortmann

  1. AlexanderG

    Interessanter Beitrag Tim! Man muss sagen, dass schon sehr viel Naivität und Unwissen dazugehört um so etwas wie der von dir beschriebene Renter zustande zu bringen. Aber ich kenne auch jemanden der durch eine Betrugsmasche viel Geld verloren hat, und muss sagen, dass ich nicht ganz begreifen kann wie die Täter bei uns mit milden Strafen davonkommen.

    Es gab bei uns in der Stadt auch einen Fall, da hat ein Mann behauptet er würde Aktienpakete von Mitarbeiteraktien unter der Hand verkaufen. Er gab vor Kontakte zu hochrangigen DAX-Mitarbeitern zu haben, die ihre Aktienpakete aus ihrer Vergütung dringend (unterhalb des Börsenkurses!) verkaufen wollen, sie hätten jedoch eine Pflicht-Midesthaltedauer, die er umgehen kann. Dann hat dieser Mann auf geschickte Art und Weise Kontakt zu wohlhabenden Menschen gesucht, und Geld (oft bar) eingesammelt, ein paar Unterschriften verlangt, und virtuelle Depots angelegt, die in Wahrheit Musterdepots waren!  Durch Mundpropaganda kamen immer mehr Leute auf ihn zu. Als die ersten Investoren verkaufen wollten, um Gewinne zu realisieren, zahlte der Betrüger diese einfach mit dem Geld anderer „Investoren“ aus.  Irgendwann flog das Schneeballsystem auf, es kam zum Gerichtsprozess. Es war ein Gesamtschaden im zweistelligen Millionenbereich. Ein Nachbar von mir war betroffen. Ich bin damals zur Versteigerung der Luxusautos (Insolvenzmasse) hingegangen, es war erschreckend.  Interessanterweise bekam dieser Betrüger eine relativ milde Strafe, und die Geschädigten bekamen so gut wie nichts, da nach Anwalts- und Gerichtskosten kaum mehr etwas übrig blieb. Ein Großteil des Geldes war „verschwunden“. Wenn er dann frühzeitig aus dem Knast kommt, wird er vermutlich ein Schließfach (von Freund oder Frau) aufsperren, und sein restlichen Leben genießen.  So ist das eben mit der deutschen Justiz. Bei euch in den USA sähe es etwas anders aus…

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ AlexanderG

    Hast Du einen Artikel? Da muss es bestimmt etwas in der Presse dazu geben? Das ist krass.

    In den USA gab es gerade einen ähnlichen Fall. Ein Schneeballsystem. Betrüger Kevin B. Merrill aus Maryland sammelte von 400 Anlegern Geld ein. Banker, Anwälte, Rentner, Ärzte waren darunter. Er versprach das Geld in Schuldpapiere hochrentabel zu investieren.

    Stattdessen nutzte er es für seinen Lebensstil: Villen, mehrere Rolls Royce, Ferraris, Lamborghinis, Bentley, Tesla, Privatjet, Diamanten, den seltenen italienischen Rennwagen Pagani Huayra Diablo, Luxus-Fitness-Club, Edeluhren (Breitling etc.)…

    In Summe sind es 6 Häuser, 25 Autos und Motorräder, 1 Schnellboot, 7 Richard Mille Uhren….

    http://www.sandiegouniontribune.com/news/watchdog/elsewhere/bs-md-ponzi-scheme-20180918-story.html

  3. Fit und Gesund

    hi Tim,

    tatsächlich erschreckend, noch viel erschreckender finde ich die Tatsache dass er das wohl ohne seine Frau / Kinder mal einfach so entschieden hat, er glaubte also er sei der grosse Hirsch und könne ratzfatz mal zeigen was für ein toller Kerl er doch sei, ich meine das war ja nicht einfach eine Geldanlage von 10’000 Euro, es handelte sich vermutlich um die Ersparnisse die ja wohl auch der Frau gehörten?

    Den Kerl hätte ich schnurstracks in die Wüste geschickt!

    Da leg ich mein Geld lieber in ordentlich gehandelte Aktien an, Zeugs was Jeder kennt,

    zur Auswahl stehen diesmal:

    Zürich Versicherung, BMW (heute ordentlich gefallen) BASF..falls sie noch ein wenig mehr fallen sollten, ich liebäugle auch mit Brookfield Infrastructures,

    mal sehen, morgen ist es soweit!

    liebe Grüsse

     

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ AlexanderG

    Die hohen Strafen schrecken sie nicht ab. Die Kriminellen machen es trotzdem.

    Bernie Madoff hat 150 Jahre Zuchthaus aufgebrummt bekommen. Er hat viele Profis betrogen. Sogar Stiftungen. Es war auch die Gier. Mindestens 4 Profis haben sich anschließend das Leben genommen:

    http://www.nydailynews.com/new-york/manhattan/man-plunges-death-24th-floor-nyc-hotel-article-1.3010877

    @ Fit und Gesund

    Er dachte, er wird superreich. Oh ja. Dann hat er vielleicht nicht nur die Kohle weg, sondern auch noch die ganze Familie. Das passiert oft.

  5. Sven

    Sehr geehrter Herr Schäfer,

    auch ich bin erschrocken. Jedoch nicht über die „Dummheit“ anderer, sondern über die einseitige Sicht der Dinge. Die Zeit scheint einiges zu verklären.

    Haben Sie nicht mit Hr. Egbert Prior zusammengearbeitet? Gab es nicht sogar eine gemeinsame Beteiligung?

    Ist dass nicht der Mann der zu Zeiten des Neuen Marktes Anleger in teilweise wertlose Aktien getrieben hat?

    Gab es nicht in den 2000-Jahren Ermittlungen gegen Hr. Prior wg. des Verdachts des Scalpings?

    Saulus, Paulus…?

  6. Valueer

    Die Naivität des Rentners ist ja unfassbar. Das beschönigt das Handeln der Abzocker keinesfalls, aber schwer hat er es Ihnen wohl nicht allzu sehr gemacht.

    In etwas zu investieren – binäre Optionen – das Ich nicht verstehe kann nur schiefgehen und Ich als Ahnungsloser kann fast nur ausgenommen werden wie eine Weihnachtsgans.

    Und mit 11.000 € auf die besten Berater an der Wall Street ist einfach nur lustig. 11.000 € als Tagessatz mag in der Preisklasse ja hinkommen, aber dann benötigst du noch ein paar Mio. zum investieren 🙂

    Und dann frisst ihn die Gier. Am Anfang wollte nur „ein bisschen Geld“ machen,  bei dem Tipp zum Verdoppeln schlägt er zu…

     

    Schade auch, dass das frühere Nachrichtenmagazin Spiegel wieder nur eine Seite beleuchtet, passt eben besser ins Täter-Opferschema. Wir werden nie allen Kriminellen/ Abzockern das Handwerk legen können, es wachsen immer wieder welche nach. Mit finanzieller Bildung bereits in der Schule könnten wir den Opfern jedoch Hilfe zum Selbstschutz geben und es den Abzocken viel schwerer machen. Der Kerl hat immerhin in etwas investiert dass er nicht verstanden hat.

     

    Gruß

    Valueer

     

  7. Fabian S.

    Hallo Tim, toller Artikel.

    Du hast sicher auch mitbekommen, dass Warren Buffett bei der 100-Jahr-Feier von Forbes gesagt hat, dass der Dow Jones in 100 Jahren bei 1.000.000 Punkten stehen wird. Heißt das dann, dass der Dow Jones demnach in 10 Jahren bei 100.000 Punkten liegt? Dann könnte man ja sagen, wenn man gegenwärtig 25.000 Punkte zugrunde legt, dass der Dow Jones in den kommenden 10 Jahren den Faktor 4 beinhaltet. Das würde doch bedeuten, dass ein gegenwärtiges Depot von 200.000€ in 10 Jahren nach dieser Annahme 800.000€ Wert hat oder ist das eine Milchmädchenrechnung?!

  8. Guido

    Schöner Beitrag bis auf:

    „Du meidest es mit Optionen, dubiosen Pennystocks etc. zu zocken.“

    Das gilt natürlich nur für binäre Optionen, ansonsten sind Optionen ein hervorragendes Instrument um sich ein schönes Nebeneinkommen aufzubauen. Bedingung ist natürlich das man sich vorher intensiv damit beschäftigt, denn dieses Thema ist alles andere als trivial. Man kann  sehr schön risikoarme teilweise risikolose Strategien fahren. Ist aber wie gesagt mit Arbeit verbunden.

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian S.

    Buffett rechnet wohl mit einer langfristigen Aktienrendite von 8 bis 10%, denke ich. Das ist das historische Mittel. Aber diese Rendite variiert von Jahr zu Jahr. Es ist nur ein Schnitt. Die Zahl ist zudem nominal (Inflation muss abgezogen werden) und vor Steuern.

  10. Fabian S.

    Danke Tim,

    ok… also kann ich das nicht einfach so auf 10 Jahre zumindest grob herunter rechnen?!

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sven

    Ich hab als Journalist kritisch und konservativ gearbeitet. Warren Buffett ist schon lange mein Vorbild. Für die „Prior Börse“ habe ich viele kritische Artikel geschrieben. Fehleinschätzungen habe ich selbstverständlich gemacht. Aber welcher Journalist hat das nicht gemacht in dieser Zeit?

    Obwohl die Redaktion sehr klein war, haben wir einige Skandale aufgedeckt. Hier sind 2 Beispiele zu Comroad und Senator Entertainment:
    https://forum.finanzen.net/forum/Was_gibt_es_da-t110531

    http://www.aktiencheck.de/news/Artikel-Senator_Anlagebetrug-281276

    Gegen Herrn Prior gab es Vorwürfe. Es kam aber nie zu einem Gerichtsverfahren, weil die Vorwürfe nicht zutrafen. Es gab massenhaft falsche Gerüchte. Der deutsche Staat hat Herrn Prior die Anwaltskosten zurückerstattet.

  12. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian

    Nein, das kannst Du nicht einfach auf 10 Jahre hochrechnen. Es gibt schlechte Dekaden. Ich glaube freilich, dass die Börse in 10 Jahren höher steht als heute. Aber wie hoch, das kann niemand wissen.

  13. Thorsten

    Wenn ich so einen Betrug lese klappe ich mein Depot zu und ziehe die Decke drüber 😉 Heute ging es ja mal wieder ein bisschen bergauf. Wir müssen noch die monatliche FOMC morgen abend abwarten, Draghi haben wir ja schon hinter uns. Dann gehts wieder besser an den Märkten.

  14. Fabian S.

    @ Tim:

    ja Du hast ja Recht, aber denke Buffett nennt die Zahl auch nur als grobe Orientierung. Und sicher wissen wir nicht, ob der Dow Jones in 10 Jahren genau bei 100.000 Punkten steht. Aber ich denke schon, dass es grob in diese Richtung gehen wird und man sich daran orientieren kann….

  15. Kia

    Ich kann mir kaum vorstellen das der Rentner die 300k selbst erspart hat. Wahrscheinlich selbst geerbt? So tumb verzockt man doch nicht seine Lebenssparleistung.

    Die Geschicht von AlexanderG ist filmreif.

    Eine Schulfreundin von mir hatte einen Gauner als Vater, der hat in Hotellobbys und Clubs wohlhabenden Leute, Geld abgezockt indem er diesen Beteiligungen an extrem lukrativen Geschäften mit alten Autos, welche ins Ausland gehen etc. anbot. So erlang er sehr viel Geld und stand oft vor Gericht. Wirklich passiert ist ihm auch nichts. Ich habe nie Verstanden wieso so super ausgebildete Leute ihm diese Geschichten überhaupt abnahmen.

  16. Sparta

    @Fabian

    Um den DowJones in 100 Jahren 7stellig werden zu lassen, sind nur 3,7 % p. a. nominell notwendig.

    Bei einem aktuellen DowJones ~26.500 und 3,7 % p.a. liegt man in 10 Jahren bei 38.000.

    Ein Depot von 200k wäre damit in 10 Jahren bei 287k… nicht ganz die 800 k mit theoretischen 14 % p. a.

  17. Fabian S.

    @ Sparta:

    Ich habe eigentlich nur ganz einfach herunter- evtl. falsch gerechnet:

    1.000.000 Punkte = in 100 Jahre : 10

    100.000 Punkte = in 10 Jahren

    1.000.000:25.000 Punkte= 4, also Faktor 4xDepotwert in 10 Jahren….

     

  18. ThorstenThorsten

    Hi Tim,

    Der Artikel trifft es mal wieder schön 🙂

    Allerdings finde ich Warren Buffet etwas zu radikal, wenn er davon spricht sich mit besseren zu „umgeben“. Man wird immer auch Leute um sich haben, die in manchen Dingen „schlechter“ oder einfach anders sind – und das ist ja auch gut so.

    Sehe da eher jeden Einzelnen in der Pflicht sich die passenden Vorbilder zu nehmen und habe meinen Artikel vor ein paar Wochen bewusst „Orientiere Dich immer an denen die noch besser sind“ genannt.

    Das Prinzip kann man auch ganz wunderbar auf andere Lebensbereiche übertragen …

  19. Christian

    Hallo Tim, ein schöner Artikel.

    Ich klicke immer wieder mal gerne auf unseriöse Werbung „diese Mutter verdient 7.500 Euro die Stunde nebenbei“ und amüsiere mich über die Texte. Eine lange Zeit ging es da ja um die Verlinkung zu Online-Casinos. Neuerdings wird da Werbung für CFD-Plattformen (gerne in verbindung mit Bitcoin) gemacht.

    Während seriose (regulierte) Anbieter auf die Risiken hinweisen: „CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten.“ –

    heißt es auf diesen Seiten Sinngemäß immer nur: „sie müssen keine Ahnung haben, um damit Geld zu verdienen“. „Person X verdient damit 7.500 Euro die Stunde, nebenbei von Zuhause“. „Person Y hat innerhalb einer Woche 1.000.000 Euro verdient und sofort einen BMW X5 gekauft und die Arbeit gekündigt“.

    Auf Risiken wird gar nicht hingewiesen. Lustig zu lesen, aber traurig, dass das System funktioniert und Leute wie dieser Rentner enorme Schäden erleiden.

  20. Andre

    Viele werden ab 60 oder so senil und müssen teilweise vor sich selbst beschützt werden. Sehe ich teilweise sogar schon bei Arbeitskollegen. Das ist auch eine meiner Ängste – angenommen ich habe in vielen Jahren viel viel Geld gespart. Vielleicht bin ich dann nicht mehr ganz klar mache irgendwelche Dummheiten. Daher konsumiere ich täglich Leinöl und Kokoöl bzw. MCT öl. Das zeug soll gut fürs hirn sein. Wie auch Fisch.

  21. KurtKurt

    @Kia
    wie man oder gar „intelligente“ Leute auf so etwas hereinfallen kann?

    Die Personen die so etwas verkaufen, sind Verkäufer. Die meisten Menschen kaufen per se nicht aus rationalen Gründen sondern auf emotionaler Basis.? Und das wird im positiven wie im negativen Ansatz vom Verkaufenden ausgenutzt.

    Ein „wohlhabendes Auftreten und Aussehen“ mit teuerer Uhr, teurer aussehendem Anzug, schnittigem Auto. Ob auf Kredit oder von der Firma ist egal. Der Eindruck zählt.

    Dann ein Lächeln und eine kleine Berührung am Arm („Kellner-Trinkgeld-Trick“) und schon werden Sympathie-Trigger gesetzt bzw. genutzt. Schnell ist man ggf. beim Du, denn man sagt leichter „Sie A….l.ch“ als „Du A….l.ch“.

    Fragt man dann im Verlauf doch mal kritisch nach, ziehen manche dieser Verkäufler/Vertriebler/MLM-Typen das Gespräch gerne von sich auf eine persönliche Ebene.

    Anstatt das ganze objektiv anhand Zahlen und Fakten zu bearbeiten, heißt es dann: „Du hast von mit doch bisher ein so gutes Produkt erhalten (bei einem vorherigem Verkauf/Abschluss, Du kannst Dir sicher sein, das ich in diesem Fall auch nur das Beste für Dich ausgesucht habe oder vertraust Du mir nicht mehr, meine ganze Familie ist doch auch darin investiert, ich habe mir soviel Zeit für Dich und die Beratung genommen, usw usw…“?Dann hören viele auf nachzubohren, denn sie wollen einen ja nicht persönlich angreifen. Das tun sie auch nicht, aber der Verkäufer legt es so aus, damit die kritischen Nachfragen (hoffentlich) aufhören. Ggf. kommen ein zwei kleine „rationale“ Gegenargumente zur Beruhigung dazu, je nachdem.? Auch Ängste werden dann gerne geschürt oder indirekt getriggert.

    Plus, die schon gezahlte Provision die ja trotzdem weg ist. Die soll doch erstmal wieder reinkommen und dann erst würde man abstoßen. So wirft man ggf. verlorenem Geld noch mehr Geld hinterher….. Das kann ein Schrecken ohne Ende werden. Ich habe das lieber ein schreckliches Ende (Lehrgeld) und dann aber Ruhe. So handhabte ich es bei meinen Riester-Verträgen als ich den Ungereimtheiten auf die Schliche kam.

    Auch bei meinem letzten Versicherungs-„Berater“ bzw. Vertriebler habe ich das lange live erlebt.

    Es ist schwer dort standzuhalten und ich habe viele sonst „hochintelligente“ Leute (je nach Bereich) erlebt, die nur durch solche Faktoren trotzdem den größten Mist gekauft haben oder sich Dinge die es zwei Hausnummern kleiner auch getan hätten, gekauft haben. Egal ob es irgendwelche Knoblauch-Pillen für 100 EUR die kleine Box waren, Autos oder Versicherungsverträge.

    Ich kenne Leute die immer wieder nur Kaufen, weil der erste Verkäufer sich doch nun schon so viel Zeit für eine „Beratung“ genommen hat. Anstatt trotzdem, wie sonst zu Vergleichen und dann bspw. mehrere Angebote z.B. von Autohäusern einzuholen. Faszinierend ist, das sie, sofern nicht selbst involviert, dann immer predigen man solle ja alles vergleichen. Teilweise (am liebsten) so pedantisch vergleichen, das man aus dem Vergleichen und Planen nie ins Handeln käme. Alles kann man nie durchplanen oder „an vermeintlichen Risiken ausschliessen“. Aber selbst in manchen Situationen wird dies beim eigenem Kaufverhalten alles aussen vor lassen, von selbigen Personen.

    Ja, auch ich selbst habe schonmal angeblich 100-EUR-teure-Messer im Set für 30 EUR gekauft, die dann aus Blech waren und vermutlich nur 1 EUR in der Herstellung gekostet haben. Rückblickend betrachtet waren es nur 30 EUR Lehrgeld für ein Beispiel an geschickter Gesprächstaktik, gepaart mit einer Zwischenfrage zur Ablenkung, einem Appel an die menschliche Hilfsbereitschaft (nach dem Weg fragen und man könne die Ausstellungsware nicht mehr zurück durch den Zoll nehmen), etwas künstlicher Zeitdruck (mein Flug geht bald, ich muss los) sowie das vermeintliche Schnäppchen (100 EUR laut Aufdruck). Selbst bei minderer Qualität könne man ja mit 20-30 EUR nichts verkehrt machen, dachte ich. Und ich durfte den von mir gezahlten Preis auch noch selbst bestimmen….

    Das es aber kompletter Müll war, das hätte ich auch nicht erwartet.?Zu meiner „Schande“ muss ich gestehen, das ich die ganzen Taktiken kannte, und selbst vorher immer davor gewarnt habe. Um so mehr sehe ich es mit einem Schmunzeln. Wir sind halt alle Menschen und nicht unfehlbar.

    Die Emotionen auszuschalten bzw. im Griff zu haben gelingt nicht jedem bzw. nicht immer.

    Gerade mit Verknappung und vermeintlichen Rabatten lassen sich schon viele locken ohne nochmal eine Nacht drüber zu schlafen. Die Werbung ist voll davon.
    Ist halt wie an der Börse auch.?Die große Kunst ist der zweite Schritt aus dem letzten Blog-Beitrag: Geduld.

    Für mich bedeutet dies auch Emotionen ausschalten und drüber schlafen bzw. auch Kostolanys Schlaftablette 🙂 Das sind dann die Unterschiede zwischen Hartgesottenen und den Zittrigen.

    Da lobe ich mir einen guten Bekannte, der hat auch mal Versicherungen verkauft. Er war aber dann auch so ehrlich und hat die Kunden angerufen und informiert, wenn er selbst bei einzelnen Produkten merkte, das es nicht das ist was ihm die Versicherungsgesellschaft versprochen oder „inhaltlich vermittelt“ hatte und er den Kunden mit den „falchen übernommenen Argumenten“ (weiter-)verkauft hat. Da wusste ich ich war in guten Händen. Er war auch so ehrlich und hat einem gesagt, wenn man etwas wollte, was für einen oder die aktuelle Situation keinen Sinn macht. Klar, wenn man drauf bestand konnte man es trotzdem haben, es ist ja ein freies Land. Aber er hat ehrlich darauf hingewiesen. Das war für mich wahre Authentizität und Transparenz. Ist aber ein personenbezogener Einzelfall.

    Auch bin ich froh über meinen aktuellen Bankberater in der lokalen Bank. Er kommt nicht mit Verkaufsdruck oder nerviger Werbung um die Ecke.

    Wenn ich etwas brauche oder eine Frage habe, dann kommt das Produkt oder die Antwort die zur Fragestellung passt sowie ggf. passende Alternativen. Bei Produkten werden mir ohne Druck die Vor- und Nachteile ehrlich und umfassend aufgezeigt und dann kann ich entscheiden. Mir wird gesagt, was für die Bank möglich ist und was nicht, wenn ich mit Produktwünschen oder Anfragen um die Ecke komme. Manchmal kommt ein Abschluss zu stande, manchmal nicht. Ich fühle mich dort gut aufgehoben und gewertschätzt bzw. ernstgenommen. Nichts desto trotz äußere ich mich bei Bedarf aber auch kritisch und frage auch mal kritisch nach, aber das wird von der Bank ausgehalten und objektiv bearbeitet.

    Man merkt, der Berater legt wert auf langfristige Kundenbeziehungen und zufriedene Kunden anstatt auf kurzfristige Verkäufe oder Provisionen. Das schätze ich.
    Und ich würde es vermutlich an seiner Stelle auch so machen. Jeder gehaltene langfristige Kunde ist ein Kunde denn ich nicht erst verzweifelt werben oder gar „locken“ muss. Bestandspflege hat für mich einen hohen Stellenwert (wenn ich eine Unternehmung hätte bzw. ggf. bald mal habe.). Jeder Controller kann einem das sogar in den Zahlen zeigen.

    Und von zufriedenen (Bestands-)Kunden bekommt man die beste und effektivste Werbung: Mundpropaganda. Das kann ich beide Richtungen funktionieren (positiv wie negativ). Aber man glaubt dem Urteil oder der Erfahrung eines guten Freundes / einer guten Freundin oft doch mehr als manchen „Dritten“.
    Dies sowie ein zwei weitere Leistungen die mir nur eine Bank vor Ort bieten kann, sind der Grund warum ich dort noch mein Girokonto und ein zwei Sachen mehr habe.

    Das „große“ Aktien/Fonds-Depot und mein Tagesgeld verwalte ich dort nicht, nur eine kleinen Altbestand an Aktien sowie ein Altbestand-Depot eines Verbundpartners. Die höheren Gebühren und die „Produkt-Auswahl“ ist dort einfach zu „eingeschränkt“ für meine Bedürfnisse. Das ist der Bank aber bewusst und bekannt.

    Klar die Bank hat auch schon Kunden nicht so toll behandelt, das konnte man in der Presse nachlesen, sofern dort „alles stand“ und wirklich so stimmte…. Aber das ist a) Vergangenheit und b) scheinen sie daraus gelernt zu haben. Und gerade letzteres zählt für mich auch wieder.

    @Andre

    Bezüglich der möglichen Alterssenilität und wie man sich schützen kann. Ggf. ein Vermögensverwalter mit Vollmachten und entsprechenden Vorgaben oder eine Art Familien-Rat in dem nur mehrere Leute gemeinsam Entscheiden können inkl. entsprechend gestalteter Bankvollmachten, wäre ein erster Überlegungsansatz für Lösungsmodelle zum „Selbst-Schutz“. Auch ein Depot-Übertrag als Schenkung mit Notar und entsprechender lebenslanger Ertrags-Auszahlungsverpflichtung und oder Entnahme (je nach Bedarf) u.U. bei Kapitalerhalt bis zum Tode des Schenkels könnte in Ansatz sein. Ansonsten nur hoffen.
    Eine Stiftung macht erst ab gewissen Beträgen Sinn und auch dann wird es kompliziert die nur auf „sich“ laufen zu lassen als Zweck, so mein grober, beschränkter Einblick ins deutsche Stiftungswissen.

    Oder ggf. so schnell senil werden, das man das Depot vergisst und sich das Konto über die Ausschüttungen freut und man davon (ohne Zutun) die Rente bestreiten kann. Wenn man das nur steuern könnte 😉

    Nicht ausser Acht zu lassen, sind ggf. auch Leute die nicht Verkaufen wollen sondern Erbschleicher. Da bekommt der Nachbar plötzlich das Haus und es gibt zig Testaments-Versionen…. Um so wichtiger ist es später (auch bei notariellen) Testamenten den Geisteszustand bei Unterschrift ermitteln zu können. Auch ein Notar kann das ggf. nicht immer einschätzen aber laut einem SZ-Artikel sollte er den Zustand und seinen Eindruck für eine spätere gerichtliche Klärung detaillierter festhalten bzw. entsprechende Fragen zur „Status-Abfrage“ stellen und dokumentieren. Aber ein Notar ist halt kein Arzt, der die Sache ggf. differenzierter beurteilen würde, deshalb die Dokumentation. Ohne Notar wird es noch schwieriger.

    Enkeltrick und Co brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen.

  22. Kia

    @Kurt

    Auf einen gewieften Versicherungsvertreter hereinfallen kann ich mir noch vorstellen. Wenn der noch komplizierte Verträge zu bieten hat und Produkte verkauft für die, die Politik wirbt.

    Der Vater der Freundin war aber eigentlich sehr plump, Goldketchen, Lederjacke, Prollkarre, usw. Die Leute haben ihn das Geld auch Bar oder per Überweisung gegeben, ohne Vertrag, so mal eben 5000-20000€. Ich muss zugeben, dass mich das als Jugendliche sehr amüsiert hat. Ich fand dass cool wie in so einem altern Gaunerfilm aller Paper Moon etc. Der hat im Monat bestimmt soviel geschafft wie andere Väter mit 40h Woche im Jahr nicht.

  23. Der andere Daniel

    @Fabian S.

    Dein Fehler ist, dass du linear rechnest. Aber die größte Steigerung kommt erst zum Ende der 100 Jahre. (Zinseszins sozusagen)

    Wenn wir von einer kontinuierlichen Steigerung von 4 % jährlich ausgehen (ohne Kurseinbrüche) kommen am Anfang nur wenige Punkte jedes Jahr dazu. Nach 100 Jahren aber gigantisch viele.

    Der Zinseszins-Effekt kommt erst nach 30 Jahren so richtig zur Geltung. Daher sollte man auch langfristig denken.

  24. Fabian S.

    @ Der andere Daniel:

    Ah ok, danke Dir. Aber Warren Buffett sah es also bei seiner Aussage „nicht“ linear bzw. also nicht so wie ich das gerechnet habe?

  25. -M

    „Wie man schnell reich wird, weiß ich nicht. Aber ich weiß wie man schnell Arm wird, indem man nämlich versucht schnell reich zu werden.“ Das Zitat beinhaltet eigentlich alles 🙂 im der Ruhe liegt die Kraft des zinseszinses.

     

    @FabianA

    Buffett hatte das immer mal wieder gesagt mit dem DOW. Ja irgendwann steht er wohl da. Buffetts Rechnung ist konservativ.

    Aber 1mio einfach durch 10 zu teilen macht keinen Sinn weil es eine zinseszinsrechnung ist und keine lineare Betrachtung.

    Sparta hat das richtig gerechnet. Deshalb wird man ja auch erst langfristig reich. Weil dann der Zinseszins wirkt. Auf 10 Jahre tut sich da vermutlich nicht so viel. Aber nach 30 Jahren wird man es sehen.

     

    -M

     

  26. Christian

    Apropos Abzocke, dieser ehemalige Moderator von RTL Hans Meiser macht doch auch überall Werbung für irgendwelche Finanz Investments. Das ist auch pure Verarschung unter dem Deckmantel eines älteren ehemals seriösen Herrn.

    Könnte wetten, dass man damit speziell Senioren als Beuteschema als Ziel hat.

  27. Fabian S.

    @ Christian:

    Achso ok, Danke auch Dir. Nur ist es wirklich so, dass man trotz diverser Aktiensplits erst nach 30 Jahren eine hohe Summe im Depot sieht?

  28. Fabian S.

    @ Mr.M:

    Oh vielen Dank! Das hilft mir das besser zu verstehen. Das ist also konkret das was Tim immer meint, wenn er den Zinseszins betont. In den ersten Jahren sieht man kaum etw. und erst wie meine Vorredner schon sagten nach 30, 40, 50 Jahren sieht man dann die Riesensumme oder?

    Aber kann man, nach Buffetts Annahme 3,7% durchschnittliche Zinsen pro Jahr rechnen oder sind es mehr?

  29. -M

    Hier wird ja immer gepredigt das investieren ein Marathon ist.

    Am Anfang tut sich halt einfach nix. Zu 95% erhöhen nur die eigenen einzahlungen das Depot.

    Wird das Depot 6-stellig wird es langsam interessant. Dann läuft der Zinseszins mit.

    Bei 200k / 400k / etc. Wird der Zinseszins immer mehr. Irgendwann sind die eigenen einzahlungen kaum noch sichtbar. Ab dem Zeitpunkt läuft der Schneeball so richtig und ist nicht mehr aufzuhalten (es sei denn man schraubt den Konsum hoch und gibt die Kohle aus, das kann in kurzer Zeit das Depot zerstören)

     

    Die älteren Hasen haben das ja schon öfters bestätigt das der Anfang schwer ist und irgendwann es ein selbstläufer wird.

    -M

  30. Fabian S.

    @-M:

    Du hast absolut Recht, aber eine Frage habe ich noch…..wie meinst Du das mit dem Zinseszins beim Depot genau?! Wenn ich z.b. 200.000 Euro anlege und im Depot liegen habe, nehme ich doch nicht sofort die Zinsen bzw. Dividenden aus dem nächsten Jahr und kaufe davon sofort Aktien oder?

    Ich meine bevor man wieder Aktien kauft wartet man doch wieder längere Zeit…oder sehe ich das falsch…?

    Oder meinst Du mit Zinseszins das Depot an sich, das man gar nicht anfasst und die 200.000€ liegen lässt?!

  31. -M

    @FabianS

    Zinseszins ist ja, dass man auf sein Kapital Zinsen bekommt und diese Zinsen dann auch anlegt und wiederum Zinsen bekommt usw usw. Dadurch steigen jedes Jahr die Zinsen da sich das Kapital erhöht.

    Auf das Depot übertragen:

    Dein Depot ist dein Kapital. Die Zinsen sind die Dividenden die du erhälst vereinfacht gesagt.(die Kurse lassen wir mal außer acht)

    Die Dividenden erhöhen dein Kapital und würden mehr Dividenden zukünftig generieren welches dein Kapital schneller ansteigen lassen usw.

    Ja theoretisch immer gleich wieder anlegen.

    Oder man kauft nur wenn man einen Kurs auch günstig empfindet.

    Alles Ansichtssache.

    Och kaufe 3-4 x im Jahr die Unternehmen die ich am günstigsten finde. Fertig.

    -M

  32. Mr. M

    @FabianS:
    Hier noch ein Link der dir weiterhelfen sollte:

    https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php?paramid=wmli1bzvev

    Anfangskapital = Aktueller Depotwert: 100 KEUR
    Sparen = Aktienkauf: Pro Monat 1000 EUR
    Zinssatz = Dividendenrendite: 3% (Netto, also nach Steuer, ….)
    Zinsperiode = Einamlige Dividendenzahlung wie bei DAX-Unternehmen üblich

     

    Spiel mit diesen Zahlen und du wirst schnell verstehen, wie sich welcher Parameter wie auswirkt. Bitte daran denken, dass diese Betrachtung die Inflation nicht berücksichtigt. Wenn du die Dynamik einschaltest kannst du überlegen wie viel du pro Jahr mehr an Aktion kaufen kannst wenn z.B. Gehaltssteigerungen etc. dazukommen

  33. Ecckehard

    „Dir kann niemand deine Ersparnisse wegnehmen!“

    Das stimmt so leider nicht, siehe Zypern! Alles was  du über 100000 auf dem Sparkonto besessen hast, hat Väterchen Staat sich unterm Nagel gerissen.

    Gru8 Ecckehart

  34. Ecckehart

    @Mr. M

    Hast du meinen Beitrag gemeint? Da ging es um das Barvermögen auf dem Bankkonto.

    Gruß Ecckehart

  35. Ecckehard

    @Mr. M

    Hast du meinen Beitrag gemeint?

    Da ging es um das Barvermögen auf dem Bankkonto.

    Gruß Ecckehart

  36. AlexanderG

    @Eckhard

    In Zypern war es so, dass man im jähr 2013 ab 100.000 Euro Sichteinlagen eine hohe Abgabe zahlen musste. Nur hatten und haben die meisten Menschen (in Zypern oft Russen, Griechen und Türken) die in  diesem Bereich aufwärts Barvermögen besitzen dieses in Form von Scheinen in einem Schliessfach.

  37. Ecckehard

    @Alexander G

    Und der ehrliche Dumme, der für sein Alter gespart hat, alles über 100000 weg!

    Gruß Ecckehart

  38. Daniel

    @Alexander G

    Und der ehrliche Dumme, der für sein Alter gespart hat, alles über 100000 weg!

    Naja, frage dich selbst ob es nicht reichlich naiv ist derartige Summen nur in einem Geldinstitut und nur als Sichteinlagen zu horten. Da scheint mir etwas zuviel Staatsgläubigkeit dahinterzustecken.

    Diversifikation bezieht sich nicht nur auf Aktien, sondern sollte Assets an sich sowie dessen Lage ebenfalls umfassen. Ein Eichhörnchen legt auch nicht alles in ein Loch weil es dann einfacher zu finden ist 😉

  39. Rappo

    @Ecckehart

    Es war über 100k nicht alles weg. Aber es musste eine hohe Abgabe/Steuer bezahlt werden.

    Was viele in meinem Umfeld vergessen: es war erst die Idee der zyp. Regierung, alles über 20k zu belangen. Dann kam der große Aufschrei „aber aber 100.000 ist doch eine Einlagensicherung. Das muss sicher sein“

    Tja, bätsch, Pech gehabt. Die Regierung hat es ja als Steuer deklariert. Da hat die Einlagensicherung gar nichts mit zu tun.

    Erst nach langem hin und her und Druck aus Europa hat die zypr. Regierung dann eingelenkt und die Grenze von 20k auf 100k erhöht.

    Meine Bedenken sind nun aber, dass solche „Schlachtpläne“ bereits in jeder Schublade eines jeden europäischen Landes liegen

     

     

  40. Mr. M

    Da bin ich mir auch sicher, dass sich das andere (EU)Regierungen genau angesehen haben, wie die Folgen und Reaktionen waren. Schlimm ist das trotzdem in meinen Augen 🙁

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