George Soros, Larry Ellison, David Einhorn, Ron Baron: Milliardäre mögen Tesla


New York, 10. Januar 2019

Oracle-Gründer Larry Ellison hat sich für 1 Milliarde Dollar an Tesla beteiligt. Er wurde Verwaltungsratsvorsitzender des E-Autobauers. Aber du solltest das Investment nicht überbewerten. Ellison hat ein Privatvermögen von 51 Milliarden Euro. Folglich macht das Tesla-Aktienpaket nur 2 Prozent seines Gesamtvermögens aus.

Gerade unter Milliardären ist Tesla beliebt. Fondsmanager Ronald Baron fährt einen Tesla. Baron glaubt, seinen Einsatz bei Tesla zu verzwanzigfachen. Ob das stimmt, keine Ahnung, jedenfalls ist Baron extrem euphorisch, wie in einem Interview mit dem Börsensender CNBC klar wurde.

Hegefondsmanager David Einhorn ist ein begeisterter Tesla-Fahrer. Einhorn sagte mir am Rande eines Investorentreffens einschränkend, dass er nicht zufrieden mit dem Auto ist auf einer vereisten Oberfläche. Da komme das Auto schnell aus der Bahn, kritisierte der Milliardär.

Andere machen dagegen gute Erfahrung auf einer Schneedecke:

Larry Ellison, der Oracle-Gründer hat 1 Milliarde Dollar in Tesla investiert. Von Oracle PR from Redwood Shores, Calif., USA – Larry Ellison on StageUploaded by Schreibvieh, CC BY 2.0,

Milliardäre denken oft darüber nach, wo sie investieren können. Gefällt ihnen ein Produkt oder Dienstleistung, sind sie bereit einzusteigen. Nicht immer denken sie wie ein kühler Investor, ob der Preis stimmt. Sie unterstützen gerne Dinge, hinter denen sie stehen. Hedgefondslegende George Soros war von seinem Fitnessstudio in New York so begeistert, dass er seinen Geldbeutel öffnete und zum Miteigentümer der Mucki-Bude wurde. Soros unterstützte übrigens auch Tesla, indem er die Anleihen des hochverschuldeten Unternehmens zeichnete, als es sich im Frühjahr in einer Krise befand.

Milliardäre neigen dazu, langfristig über ihre Investitionen nachzudenken. Ellison weiß wohl, dass Elon Musk sein Unternehmen effektiver skalieren kann. Die Produktion wird stetig ausgebaut, da besteht Potential die Kosten je Einheit zu senken. Larry Ellison’s Anlageportfolio besteht zum Großteil aus Immobilien, Pharma und Bio sowie Technologie. Er hat Lanai, eine Insel in Hawaii, für 300 Millionen Dollar gekauft.

Das Land mit den meisten Tesla scheint Norwegen zu sein. Die Regierung hat die E-Fahrzeuge steuerlich gefördert. Ich habe an fast jedem Eck Tesla-Fahrzeuge gesehen, als ich in Norwegen war. 45 Prozent aller Neuwagenverkäufe sind in dem Land E-Autos. Allerdings lässt Oslo den Steuervorteil auslaufen, womit die Nachfrage sinken dürfte.

Derweil ist Elon Musk dabei, China aufzurollen. Er hat dort am Montag den neuen Produktionsstandort, der sich im Bau befindet, eingeweiht. Die Fabrik in Shanghai soll jedes Jahr eine halbe Million Fahrzeuge fertigen.

Tesla möchte die ersten Bauarbeiten in diesem Sommer abschließen. Bis Ende 2019 soll die Produktion des billigsten Autos, dem Modell 3, beginnen.

Die Gigafactory in der Lingang-Industriezone in Shanghai ist die größte ausländische Investition, die die Stadt je gesehen hat, sagte die Stadtverwaltung. Das Ziel von Tesla ist es zunächst 250.000 Autos pro Jahr herzustellen. Anschließend soll die Schlagzahl auf 500.000 erhöht werden. Das ist das Fünffache der Fahrzeuge, die Tesla in den USA produziert.

Und zum Schluss bleibt mir der Rat: Immer vorsichtig sein bei Einzelinvestments. Folge nicht jedem Milliardär blindlings, ohne dir eigene Gedanken gemacht zu haben. Das einfachste und erfolgreichste Werkzeug sind Indexpapiere/ETFs.

Ellison hat auch große Stücke auf das Startup Theranos gesetzt. Er hat den Blut-Profi unterstützt. Theranos hat sich als großer Betrugsfall herausgestellt. Vision ist nicht alles.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “George Soros, Larry Ellison, David Einhorn, Ron Baron: Milliardäre mögen Tesla

  1. AvatarGainde

    Ja, einige Investments von Vermögenden gehören eher zur Philantropie bzw. sind nette Spenden.

  2. AvatarThorsten

    All in in Tesla ! Ach nein, habe kein Geld über derzeit 😉

    Sorgen machen mir bei Tesla nicht die Autos,  sondern die Sci-Fi Allüren von Musk. Nicht, dass die Teslas wunderbar verkauft werden und eine der anderen Investments den Laden in den Bankrott treiben…

  3. Avatarfrommi

    Die Chancen das Tesla in den nächsten 2 Jahren pleite geht sind bei über 20%. Die sind letztes Jahr nur knapp dran vorbeigeschrammt. Das Modell 3 ist ein Mittelklassewagen zum Luxuspreis und billiger als aktuell können sie ihn nicht herstellen weil sie den extrem teuren Standort in Kalifornien haben. In China ist grade mal der erste Spatenstich gemacht worden, zu erwarten das da wirklich nächstes Jahr schon Wagen vom Band rollen ist utopisch. Zumal Tesla überhaupt kein Geld hat um die Fabrik zu bauen. Ausserdem laufen in den USA und Holland Anfang des Jahres für Tesla die Subventionen aus, so das die Wagen für die Konsumenten teurer werden, während alle Konkurrenten weiterhin günstig verkaufen können. Und zu allerletzt ist Tesla an der Börse teurer als BMW, obwohl BMW zehnmal mehr Autos verkauft und das obwohl Tesla bisher erst ein Quartal mit Gewinn abgeliefert hat, was sich aber recht sicher nicht wiederholen wird, da die zuerst die allerteuersten Konfigurationen des Model 3 gebaut/verkauft haben und für Model S und X bereits die Nachfrage zurückgeht.

    Wird spannend wenn der nächste Leserbrief von Gerda kommt wo sie CTSO verkauft und wegen deinem Artikel alles Geld in Tesla gesteckt hat!!! 🙂

  4. AvatarThorsten

    Amazon hätte es wissen müssen, es gibt keinen Bestellvorgang ohne ausführliche Angabe des Preises, der konkreten Ware,  Steuern und Nebenkosten. Sie haben den Preis geändert und der Kunde hat dann mehr gezahlt als bei den ersten Bestellungen. Zum Glück funktioniert in Deutschland der Verbraucherschutz.

    Es sollte dafür Lösungen geben, in Kombination mit Handy oder E-Mail. Eine Bestellung würde nur dann ausgelöst werden, wenn es keine Preisänderung zu Ungunsten gab. Die könnte Amazon rechtzeitig per email ankündigen und entweder implizit oder explizit eine Genehmigung einfordern, z.b über HandyApp, die sich bei solchen Änderungen meldet und wo man den neuen Preis einmalig quittiert. Dieselbe App könnte auch die Preisänderung ankündigen, sowie den Bestellvorgang dokumentieren.

    Sie werden nachbessern und es irgendwie lösen denke ich.

    https://www.n-tv.de/ratgeber/Gericht-verbietet-Amazons-WLAN-Bestellknoepfe-article20805832.html

  5. AvatarGarnix

    Für mich steht und fällt Tesla nachwievor mit Elon Musk. Falls der gute Mann umkippt, was bei seinem Arbeitspensum nicht unwahrscheinlich ist, fällt der Kurs ins Bodenlose. Ohne böse sein zu wollen, der ist gerade ganz schön moppsig. Sicher nicht so gut für seinen Blutdruck.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Wolfgang

    Danke. Sehr nett.

    Ich kann mir das leider nicht in den USA anschauen. Die Sendung ist nur in Dtld, Österreich und der Schweiz zu sehen.

  7. AvatarDanielKA

    @ garnix: Sehe ich genauso, der schiebt 20 Stunden Tage datet nebenbei noch Hollywoodstars und hat noch zig Kinder.

    Er wirkt sehr stark aufgedunsen, da sind Drogen im Spiel, Zugegeben hat er ja schon dass er Pillen nimmt und auch mal einen Joint raucht. Nase sieht auch sehr verdächtig aus.

    Wenn der zusammenklappt ist Tesla pleite, weil alles an ihm hängt.

  8. AvatarJohn

    Tesla hat keine nennenswerte Konkurrenz, zumindest aus Deutschland. i3 und wie die alle heissen, völlig überteuerte Kleinwagen ohne Reichweite. Warum 40k für einen Kleinwagen ausgeben, wenn es für 15k einen Benziner gibt? Wer doch soviel ausgibt kann auch gleich ein wenig rauflegen und gleich Tesla nehmen.

    Und dennoch bin ich als Anleger noch nicht genug überzeugt. Wenn Tesla eine Rakete wird, kann man später immer noch einsteigen. Kein Grund zur Eile. Aber aus oben genannten Grund würde ich dringend abraten von den grossen Deutschen Herstellern. Es wird einen Bereinigungsprozess geben, wer weiss welchen es trifft.

    Btw: Fährt Jemand mit dem BMW vor, schaut Niemand. Fährt Jemand mit dem Tesla vor, parkiert auf dem einzig verfügbaren Sonderplatz mit Ladesäule, bildet sich eine Menschentraube. Das ist wohl mit der Grund, das Elektroautos so speziell aussehen müssen. Sonst sehen es die Nachbarn nicht.

  9. AvatarNimzo

    @Wolfgang

    Danke für den Link. Die Doku hat mir gut gefallen weil Minimalismus auch kritisch beleuchtet wird. Alles bis auf das letzte Quantum zu optimieren und zu minimalisieren ist für mich nicht erstrebenswert.

    Nimzo

     

  10. AvatarEx-Studentin

    Ich lasse meine Finger von der Tesla-Aktie. Ich würde allerdings gerne mal die Produktionsstraßen von Tesla sehen (in der Branche arbeite ich). Bei bekannten OEMs steckt Jahrzehnte lange Erfahrung in der Produktion, ich kann mir nicht vorstellen, dass Tesla das all zu schnell aufholt, selbst wenn sie Experten einkaufen. Daimler und Co. betreiben einige Versuche, um ihre Qualität zu halten und zu verbessern.

    Musk ist ein Visionär und hat immerhin das erste Auto in den All geschossen. Aber um eine rentable Firma zu führen, braucht es mehr Vernunft als Wahnsinn.

  11. KievKiev

    Ich bleibe konservativer Anleger. Auch wenn Tesla hipp ist gehe ich in der breiten Masse von einem Abbau des KFZ als Statussymbol aus. Daher ist BYD für mich die erste Wahl, wenn ich in dem Segment investiere. Auch wenn sie leider keine Dividende zahlen.

    Bei Technologie Objekten gehe ich auch von einem Abbau als Statussymbol aus. Ich habe trotzdem ein wenig in Apple investiert, da ich auf den Ausbau der Dienstleitung und fortbestehenden Nutzung ihrer guten Infrastruktur setze. Die Bewertung war zu meinem Einstieg auch in Ordnung. Ich habe selbst keine Produkte von Apple.

    Wohnraum bleibt für mich hochpreisig und wird vermutlich in Deutschland bezogen auf das Arbeitseinkommen teurer werden. Technologische Dienstleistungen kann ich mit fast jedem Gerät an jedem Ort der Welt erreichen. Der Wohnraum bietet allerdings einen direkten Zugang zu dem lokalen Umfeld. Hier ist der Status auch nachhaltig (Gentrifizierung) gewährt. Ich gehe eher vom Trend zum Clown Appartment aus als vom Auto. Die Wohnung wird natürlich gemietet, kaufen kann man sie später nicht mehr. Dieser Trend ist bereits in einigen Städten zu erkennen.

    Eine Wohnung oder ein Haus können einen nachhaltig zufrieden stellen. Es gibt wenig Konsumprodukte bei denen ich dies erfahre. Das Haus gehört für mich definitiv dazu. Wenn man allerdings sehr lange und hart arbeiten muss, um mehr oder weniger bewusst 4h am Tag in dem Haus verbringen zu können, kann man diese ‘Investition’ schon als Clown Ausgabe bezeichnen.

    Vielleicht sind diese Aussagen etwas düster und ich freue mich nicht über alle Entwicklungen, aber es besteht die Möglichkeit andere Wege zu gehen und glücklich zu werden.

  12. AvatarMichi

    “Wenn man allerdings sehr lange und hart arbeiten muss, um mehr oder weniger bewusst 4h am Tag in dem Haus verbringen zu können, kann man diese ‚Investition‘ schon als Clown Ausgabe bezeichnen”

    Sehe ich genau so. In meinem Bekanntenkreis wird immer mehr aufgerüstet im und ums Haus herum, dabei sind die Familienväter aber immer länger bei der Arbeit oder auf Geschäftsreisen und kommen tagelang gar nicht daheim.

    Und am Wochenende ist man dann mit der Familie zumeist auch nicht daheim sondern unternimmt was auswärts… Frage mich dann auch immer, warum so viel Kohle ins Protzhaus gesteckt wird… Ab und zu wird man dann zum Grillen eingeladen und dann wird der ganze neue Schnickschnack ( Kochinsel, Whirlpool u.s.w.) dann vorgeführt. Meine Familie und ich genießen die Annehmlichkeiten dann immer, gehen dann aber wieder nach Hause und fragen uns, ob man das wirklich für so viel Geld kaufen muss, oder gönnt und genießt man es sich lieber mal irgendwo als Ausnahme 🙂

  13. Avatar-M

    @Kiev

    Schöner Kommentar!

    Deine Investition in Apple finde ich logisch begründet. Bewertung ok und Ausbau der anderen Sparten. Über die anderen positiven Argumente: cashvestsnd, hohe Marge etc braucht man nicht viel sagen.

    Ich denke ich 10 Jahren hat man mehr wert als man eingesetzt hat.

    -M

  14. AvatarThorsten

    Wenn man hart gearbeitet hat und nur “2 mal die Woche für 4 Stunden zu Hause war”, dann kann man auch früher in die finanzielle Freiheit gehen, wenn man das Haus nicht mit teurem Krempel füllt und das Geld mit Autos, Urlauben etc. raushaut. Ich habe es so gemacht. Zeit gegen Geld getauscht. Dann stimmt die Rechnung am Ende. Immobilien werden in Arbeitsplatznähe nicht billiger, die Preise werden weiter steigen, in den Ballungsräumen werden wir in den nächsten Jahren 15 bis 20 Euro Kaltmiete sehen und Häuser gibt es erst ab 600.000€, wenn es überhaupt welche gibt, der Bedarf an Wohnraum ist enorm.  Kurzfristig gehen die Preise 10% hoch dann mal sehen. Neubauwohnungen sind so teuer wie Häuser vor 10 Jahren, der Markt passt die Preise an, Immobilien waren 20 Jahre lang (80er bis 200x) spottbillig. Das Gerede von Überhitzung und Immobilienblase ist wie von Leuten, die zum ersten Mal Geisterbahn fahren und behaupten es sei gruselig gewesen. Man gewöhnt sich dran.

  15. KievKiev

    @ Michi

    Es wird manchmal Tims konsumkritische Darstellung als übertrieben bemängelt. In meinem Umkreis sind Freunde, Kollegen usw. nicht überschuldet. Aber es wird sehr viel Geld verbrannt, genau wie von Dir beschrieben. Es ist auch ok, jeder kann machen was er will. Es fehlt ihnen aber leider die Vorstellung von dem was möglich wäre, wenn man unnötige Dinge stark einschränken würde. Das finde ich vor allem für meine Freunde und Verwandten sehr schade. Ich bin aber leider nicht sehr erfolgreich in dem übertragen von dieser Denkweise. Sie sehen zwar Vorteile, die ich vielleicht in manchen Bereichen habe, aber nicht wie diese zustande kommen.

    Ich habe als Beispiel zwei Kinder. Alles Geld der Welt nützt doch nichts bei den einfachsten Dingen, dass ich z.B. meinen Kindern vorlesen sollte. Oder das wir zusammen für die Schule oder einen Flötenkurs üben. Genauso sind gesellschaftliche Spiele auch förderlich, damit sich die Kinder auf etwas konzentrieren. Ich sehe die gesellschaftliche Erziehung teilweise kritisch, aber ich möchte meine Kinder in ihr integriert sehen.

    @ ggman

    Habe es gerade bei Yahoo nachgesehen. Da hat mein Broker die Dividende nicht angezeigt. Aber sie ist trotzdem nicht in der Höhe die ich gerne hätte.

    @ M

    Ich versuche nicht zu sehr auf meine persönlich bevorzugten Unternehmen zu schauen, sondern es nüchtern zu betrachten. Alphabet und Amazon (BABA) gefallen mir persönlich besser. Ich stocke zumindest von Zeit zu Zeit BABA auf. Außerdem muss ich noch weiter diversifizieren und aus meinen bevorzugten Sektoren in andere gehen. So bin ich auf BYD aufmerksam geworden. MUV2 habe ich aufgrund der hohen Waldbrand Schäden stark verfolgt. Sie sind aber für mich nicht genug gefallen. Wenn es auf knapp 5% Dividende steigt kaufe ich eine erste Position. Ich glaube nicht, dass ich bei dem Preis viel falsch mache. Bei Apple habe ich mich auch am Preis bei Buffet orientiert. Ich liege drunter. Das ist vermutlich nicht verkehrt.

  16. AvatarLad

    Wer die Spekulationen schon hinter sich hat, kauft lieber die Aktien von BMW mit KGV 7, KBV 0.9, KUV 0.5. Dann bekommt er 5.5% als Dividende und jährlich wird es mehr. Auch die HV von BMW 16.5.2019 ist interessant, falls man maximal 4 km weit wohnt und zu Fuss zu Olympiahalle kommen kann.

  17. AvatarSmyslov

    Lad

    empfinde genau gleich wie du.( Bin erst mit 60 in die Freiheit gegangen, da ich

    aus einfachen Verhältnissen stammend auch noch das Studium meines Sohnes

    finanziert habe). Ich bevorzuge Value-Titel, oder entspr. ETF.

  18. AvatarDanielKA

    @ Thorsten: ich frage mich, was aus den ganzen Gewerbeimmos wird. Bald gehen die Geburtenstarken Babyboomer sukzessive in Rente (jetzt -2025), d.h. die Mitarbeiterzahl wird nicht nur durch die Digitalisierung schrumpfen, wofür werden dann die ganzen Büros benötigt?? Bei uns in Karlsruhe hat z.B. die neue DM Zentrale nur für knapp 60 % der Mitarbeiter einen physischen Arbeitplatz, d.h. 40 % müssen rotierend HomeOffice nutzen. Der Trend geht in die Richtung von daher weiß ich nicht ob die Preise nur steigen können. Zudem sieht man immer mehr leerstehende Ladenzeilen in einzelnen Städten und die Multis (H&M Banken etc) schließen ebenfalls einzelen Filialen.

    Wir bestellen fast nur noch Online,eigentlich nur noch der Lebensmitteleinkauf wird offline getätigt und dieser Trend wird sich verschärfen und dass vielleicht Amazon einen einzlnen kleinen PopUp Store in einer Großstadt eröffnet, wird die gesamte Innenstadt nicht retten.

    Und Berlin und Co. haben ebenfalls schon Ghettoprobleme, ob man in einzelnen Vierteln auch wohnen will, sei mal dahingestellt.

  19. AvatarWolfgang

    @ Tim

    Schade das der Link für dich nicht zugänglich ist.

    @ Nimzo

    Ich mag nicht alles bis in die Ecken vollgestopft, liebe eine klare Linie und doch besitze ich auch unnützes Zeug, fahre in den Urlaub, weil ich Spaß daran habe.

    Das Wichtigste ist für mich ein selbstbestimmtes Leben zuführen, daher toleriere ich diese minimalistischen Lebensweisen, kann sie gut nachvollziehen und habe Respekt davor.

    Dieser Beitrag lief am selben Tag und beleuchtet die

    Schöne neue Shoppingwelt – 3sat.Mediathek

    Wenn ich so wahrnehme, wie versucht wird die Menschen zu manipulieren, mich nervt vieles heutzutage. Seit gestern weis ich wenigstens warum seit Kurzem im Brauhaus die Musik so nervig laut ist. Habe gelesen das dadurch angeblich der Verzehr steigen soll.
    Bei uns verkürzt sich dadurch allerdings nur der Aufenthalt, jedenfalls waren früher unsere Rechnungen höher.

    Gruß

    Wolfgang

  20. Avatar42sucht21

    @BMW / Tesla

    Ich sehe auch eher Chancen als Risiken. In der Unternehmensgeschichte sehe ich Parallelen zu Tesla. Herbert Quandt war wohl auch ein visionärer Unternehmer. BMW war auch fast Pleite und musste durch Staatssubventionen gerettet werden. https://www.focus.de/finanzen/news/tid-18722/herbert-quandt-ein-pleitehaus-namens-bmw_aid_521744.html

    Erfolg und Misserfolg liegen auch bei Unternehmen eng beieinander.

     

    @Wolfgang

    Vielen Dank für den sehr interessanten Link. Lediglich 64 Dinge zu besitzen geht für den gezeigten Menschen natürlich nur, wenn er durch große Geldausgaben auf nahezu unbegrenzt viele Dinge bei Bedarf zeitweise zugreifen (also doch besitzen) kann. Ich finde der gezeigte Lebensstil ist eigentlich gerade das Gegenteil von ‘Weniger ist Mehr’ –  ein ausufernder auf Konsum ausgerichteter nicht nachaltiger Lebensweg eines recht wohlhabenden Menschen. Aber sicherlich für eine gewisse Zeit ein interessanter Lebensentwurf mit anderem Konsum. Ich fand den Aufräumcoach auch gut. Was es nicht alles gibt!

  21. AvatarThorsten

    @DanielKA

    Bei uns haben sie gerade einen ganzen Block abgerissen. Da standen Gewerbeimmobilien drauf. Jetzt sind da viele (hunderte) Wohnungen, im Erdgeschoss Läden und Kleingewerbe.

    Die Immos werden entprechend dem Bedarf umstrukturiert, es dauert Jahrzehnte, aber es passiert kontinuierlich.

  22. AvatarNico Meier

    Wir sind froh haben wir unser EFH mit Garten bereits 2017 gekauft. Aufgrund der massiven Zuwanderung in die Schweiz steigen Preise für Wohnraum weiter an. Warum Miete zahlen wenn man sich diese als Eigentümer sparen kann?

     

  23. AvatarDer Aktienanfänger

    Ich finde den Kommentar hier bei Tesla erstmal abzuwarten sehr gut. Da kann ich mich anschließen, find das Gebiet zwar spannend, aber irgendwann müssten ja hier auch mal regelmäßig schwarze Zahlen geschrieben werden.

    Hat jemand von euch eigentlich schon mal in Alterswohnheim-Wohnungen investiert. Sprich eine gekauft und entsprechend vermietet?

  24. Avatar-M

    @Deraktienanfänger

    Das macht ein älterer Kunde bei uns in der Bank. Er hat 2 oder 3 Wohnungen in einem Altenheim gekauft und die werden über das Altenheim vermietet. Wenn er selber dann mal in ein Altenheim müsste, kann er dann eine der Wohnungen selbst bewohnen.

    Ich fand es irgendwo interessant (wohl nie leerstand, kein Aufwand), aber was mich abschreckt:

    Der hohe Kaufpreis bezogen auf die Quadratmeter für das ZIMMER + paar qm Gemeinschaftseigentum (man zahlt quasi eine ETW, besitzt aber nur ein Zimmer.

    Die Marktrendite ist auf den Kaufpreis bezogen eher niedrig.

    Das kann ich zu deiner Frage beitragen.

    -M

  25. KievKiev

    @ Smyslov / Lad

    Ich weiß worauf Ihr hinaus wollt. BMW ist ja aufgrund dieser Schwäche aktuell besonders interessant. Ist mir auch schon aufgefallen, aber ich halte mich von dem Sektor eher fern. Eine Variante wäre auch BMW und BYD zu kaufen. Da sollte dann hoffentlich was langfristig erfolgreiches dabei sein. Oder BMW und aus den Dividenden dann BYD aufbauen.

    Für mich persönlich sehe ich aber bei MUV2 langfristig weniger Risiken. Aber die Garantie gibt es natürlich nie. Die ist aber aktuell leider nicht so günstig. Man kann nicht alles haben.

  26. Avatar42sucht21

    @Deraktienanfänger

    Es kommt sicherlich auf den Einzelfall an, aber ich persönlich bin eher skeptisch. Bei diesem Hype-Thema ist man als Privatanleger am Ende der Nahrungskette hinter Betreibergsellschaften, Fonds und Versicherungen, also Profis die solche Immobilien früher mal exklusiv hatten. Die machen die besten Deals und haben Skalierungsgewinne. Der Immobilienboom ist hier auch beim Privatanleger angekommen und die Preise so gestiegen, dass die Rendite oft sehr gering ist. Abgesehen von dem eingegangenen Risiko: Als Investor sind sie zusätzlich zum normalen Immobilienrisiko noch abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des Pflegeheimbetreibers. Was passiert wenn dieser insolvent ist oder sich aus der Immobilie verabschiedet?

    Wenn Sie solche Investments machen möchten würde ich persönlich eher Richtung Microappartments in wirtschaftlich starken (Uni-)Städten schauen. Wie auch immer, viel Erfolg!

  27. AvatarSemi

    @Smyslov

    Auf 10 Jahre in der Vergangenheit sieht BMW gut aus, auf 5 Jahre aber nicht. Warum soll die BMW Aktie in den nächsten Jahren steigen ? Was wird passieren, wenn sich Carsharing durchsetzt und Autos keine Statussymbole mehr sind ? Elektroautos sind viel einfacher zu bauen als Verbrenner, deshalb können ja Startups wie Tesla ihren Hut in den Ring werfen.

    Wäre BMW Marktführer, hätte Alleinstellungsmerkmale, könnte man ihr Geschäftsmodell nicht so leicht kopieren und würden sie ihre Gewinne reinvestieren, anstatt sie mangels Alternativen als Dividende auszuschütten, würde ich über einen Kauf nachdenken.

    In den letzten 5 Jahren war die Dividende bei BMW rückwirkend betrachtet eher Schmerzensgeld für den Kursverlust.

    Aber das alles ist nur meine Meinung.

     

  28. AvatarJune

    Guten Abend,

    leider schreibe ich hier gerade sehr selten mit. Der Job fordert leider viele Überstunden. Dazu kommt, dass wir einige private Projekte vorantreiben, die die letzten Jahre deutlich zu kurz gekommen sind.

    @BMW,

    wenn ich von einem der vielen Automobil Hersteller Aktien kaufen würde, dann wäre dies BMW. Der Grund ist simpel, BMW und Porsche sind was Elektromobilität betrifft schon recht weit. BMW bietet bereits den 3er und 5er als Hybrid an. Und verkauft in Asien wohl schon überwiegend Autos mit Elektroantrieb.

    Ich bin nicht investiert und habe auch im Moment kein Geld für dieses Invest, aber ich würde, wenn ich vor hätte in der Sparte zu investieren BMW und einen Anbieter für Elektromotoren kaufen.

    Wie immer gilt aber, jeder muss selbst entscheiden was er an Aktien kauft.

    Take care,

    June

  29. AvatarAndreas

    Frage an alle ETFler:)

    Und zwar geht es um die Wahl der Bank. Ich bin bei der ING, lege bisher nur in Einzelaktien an. Nun will ich aber auch ein oder zwei ETF mit Sparplan laufen lassen, was bei der ING 1,75 Prozent Provision kostet. Bei onvista gibt es Sparpläne auf ETFs ja kostenlos.

    Wie sind denn so die Erfahrungswerte derer, die das bei onvista nutzen? Läuft das ohne Probleme? Müsste ich irgendwas beachten?

    Vielen Dank!!

  30. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Michael_2

    Hier wird gerne der Eindruck erweckt, als ob ein Investment in den Aktienmarkt sich langfristig immer auszahlen würde.

    Das ist leider mitnichten der Fall. Nicht nur der vielzitierte Nikkei zeigt das

    Puh, die “vielzitierte Nikkei-Sau” wird hier wirklich gefühlt alle zwei Monate durch´s Dorf (den Blog) getrieben. Klingt für mich immer wie der klägliche Versuch, den überwältigenden Erfolg der Aktie nur irgendwie in Frage zu stellen. Man möchte es nicht wahrhaben und sucht verzweifelt einen Beweis….

    Bitte zur Kenntnis nehmen: Ein gut diversifiziertes Portfolio (ja, auch der ETF), das regelmäßig, stur und stetig gefüllt wird – durch alle Börsenphasen hindurch -, ist langfristig die rentierlichste Anlage. Mit weitem Abstand.

    Einmal Nikkei und nie wieder? Schon doof….

    Und genauso öde sind übrigens die regelmäßigen Mahnungen “ja, wenn man aber nun genau die 5 Megaloser der letzten zwanzig Jahre im Depot hat, dann sieht´s böse aus…!”

    Das ist dann irrationale Angst oder Neid auf die Erfolge der anderen.

    Ich kapier´s nicht. An der Börse über die Jahrzehnte ein Vermögen aufzubauen ist nun wirklich keine große Sache.

    @ Karl

    Die inflationsbereinigte Rendite des S&P 500 liegt nach Steuern aber vor Kosten bei ca. 5 %.

    Wenn man dann noch in den letzten 30 Jahren mit Euro- und/oder Japanwerten „diversifiziert“, kommt man leicht auf 3,5 %.

    Wenn jetzt noch die Zinsen in den USA weiter steigen, wird das Chancen-Risiko-Verhältnis schon deutlich uninteressanter.

    Welche Kosten? Und am Ende der Rechnung kommt wohl eine Aktienrendite von 0% raus oder wie?

    Da muss der Parkplatzwächter Earl Crawley aus Baltimore wohl ein Megagenie gewesen sein, der die ganze Finanzelite in den Schatten stellt. Bei ihm waren es wohl doch mehr als 0% über die Jahre 😉 . Wie hat er das nur geschafft?

    Er hat wohl auf Markttiming verzichtet und keine Rechnungen angestellt, warum es sich NICHT lohnt, in Aktien zu investieren.

    @ Ruby

    Übrigens hierzu ein kleines Schmankerl – lässt man Gold und BMW 5 Jahre gegeneinander laufen dann steht Gold über 30% besser da. Tja….

    Noch ein Schmankerl – läßt man Gold und Berkshire 5 Jahre gegeneinander laufen, dann steht Berkshire so um die 100% besser da. Tja….

    @ 42sucht21

    Viele Anleger, welche jetzt über günstige Aktienkurse sprechen sollten noch einmal nachlesen über Ankerpreise

    Mein Ankerpreis bei Disney liegt bei 22,50€. Erste Tranche aus 2011. Da fühlen sich die aktuellen 98€ doch irgendwie schweineteuer an. Oder doch nicht?

    Schaue ich nicht auf den Preis, sondern das KGV, sind sie so günstig wie anno 2011. Passt für mich.

    Des öfteren vernehme ich den Spruch “ist doch immer noch alles so teuer in den USA”. Das ist wohl der Blick eines  – verzeihung bitte, nicht despektierlich gemeint – ETF-Anlegers.

    In der Tat gibt es dagegen schön günstige Anteile von US-Unternehmen zu erwerben. Man muss halt mal richtig schauen.

    @ Kiev und Michi

    Eure Ansichten zu Familie, Zeit und Haus/Krimskrams gefallen mir sehr. Wir sind da auf einer Wellenlänge.

    Mich wundert zudem, wieviel Zeit die Menschen in die Ausstattung und Pflege ihres Heims stecken und dabei das echte Leben vernachläßigen.

    Kostbar ist unsere Lebenszeit. Die Zeit, die wir mit den Kindern verbringen. Ich werfe lieber den Ball, als im Bauhaus zu stehen. Ein bißchen Vorlesen, etwas erklären, ein Spiel spielen…

    Geht das als Millionär besser? Oder wenn man um Millionär zu werden gar nicht zu Hause ist?

    @ Kiev

    John Farham – You´re the voice

    Motiviert mich ungemein 🙂 .

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