Finanziell frei im großen Haus im Wald

Der Nobelpreisträger Aleksandr Solzhenitsyn lebte in den USA in einem großen Haus im Wald mit seiner Familie. Er genoß es dort. Er musste sich finanziell keine Sorgen machen. Er erhielt jeden Monat ausreichend Geld – egal, was er machte.

Der russische Schriftsteller Aleksandr Solzhenitsyn (1918-2008) lebte meist armselig, er hatte ständig Angst vor dem Regime. Im Februar 1945 landete er im Gefängnis, weil er sich kritisch gegenüber Stalin geäußert hatte. 1971 vergiftete ihn ein KGB-Agent, den Anschlag überlebte Solzhenitsyn. Der spätere Nobelpreisträger war dem Kreml ein Dorn im Auge, weil er beispielsweise über die Arbeitslager Gulag schrieb

1974 wurde er wegen stetig neuer kritischer Schriften aus der Sowjetunion ausgewiesen. Zunächst lebte er in Frankfurt am Main, dann in der Schweiz. 1976 siedelte er mit seiner Familie in die USA über. Dort lebte er im Bundesstaat Vermont im Wald in einem schönen großen Haus mit seiner Frau und den beiden Söhnen. Er erhielt jeden Monat ausreichend Geld, er liebte die Natur und die finanzielle Freiheit.

Nobelpreisträger der Literatur genoß die finanzielle Freiheit

Solzhenitsyn musste nichts arbeiten. Er konnte einfach in den Tag hinein leben. Er schrieb natürlich mit Begeisterung, obwohl er einfach faulenzen konnte. In seinen neu übersetzten Memoiren schreibt er über die finanzielle Freiheit in den USA:

Gott gab mir Ausdauer auf eine andere Art und Weise. Fakt ist, obwohl ich im Westen lebte, musste ich mich nicht abarbeiten, um zu überleben. Das wäre anstrengend gewesen in einem Milieu, in dem ich mich nicht auskannte. Ich brauchte nicht nach Geld zu schauen, um leben zu können. Deshalb achtete ich nicht darauf, ob meine Bücher dem Geschmack der westlichen Leser gefallen würden. Mir war es gleichgültig, ob sie sich “verkauften”. In der UDSSR habe ich mich daran gewöhnt, fast nichts zu verdienen, auch gab ich fast nichts aus. Im Westen war das nicht möglich, vor allem mit Familie.

Ich habe nicht sofort verstanden, wie enorm wichtig das Geschenk war, materiell gut dazustehen: Es beutete totale Unabhängigkeit. Ich war ungehindert und allein mit meiner Arbeit, zu der ich nun fand. Ich schrieb Bücher – ohne mir Sorgen machen zu müssen über irgend etwas. Unabhängigkeit! Sie ist weiter im Umfang und effizienter als Freiheit allein. Ohne sie, hätte ich meine Aufgabe nicht erfüllen können.

Ich habe das aus seinen Memoiren grob selbst vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Grundlage ist die Printausgabe des “Wall Street Journal” (WSJ) vom 3. Oktober 2020, Seite C3. Es ist ein Auszug aus diesem neuen Buch:

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Die Vorteile der finanziellen Freiheit: Kreativität gewinnt, Zufriedenheit blüht auf

Im Kern beschreibt Solzhenitsyn die Vorteile der finanziellen Freiheit. Durch sie bist du keinen Zwängen unterworfen. Du kannst das mit deiner Zeit machen, was immer du willst. Es muss sich finanziell nicht auszahlen. Auch wenn er wenig Bücher verkauft hätte, wäre es ihm egal gewesen. Wichtig war ihm, dass er über das schrieb, was ihm eine Herzensangelegenheit war. Das erfüllte sein Leben.

Er kehrte 1994 nach Russland zurück, wo er 2008 verstarb. Seine Söhne blieben jedoch in den USA, sein ältester Sohn Yermolai kam später auch nach Russland, um in Moskau für McKinsey zu arbeiten.

Hier findest du Fotos aus der Zeit des Autors in Nordamerika. Fachleute gehen davon aus, dass Solzhenitsyn einer der wirkungsvollsten Kräfte war, der die Sowjetunion zu Fall brachte.

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Bruno
1 Jahr zuvor

Das ist wohl ein Kahn, hängt der bei Dir? 😉 Jetzt wo er leider verstorben ist wird der Wert sich vermutlich steigern.
Ich freue mich nach Corona wieder mal nach New York durch die Museen zu ziehen. Kultur und Kunst ist wichtig für die Gesellschaft und wir müssen aufpassen, dass Corona nicht zu viel davon zerstört. 
Ich warte immer noch auf meine neuen Bilder, unglaublich wie sich alles verzögert in dieser Krise die Bilder sind jetzt schon wochenlang unterwegs… aber Vorfreude ist ja bekanntlich am schönsten.

Bruno
1 Jahr zuvor

@Tim  Ja leider, auch in dieser Krise werden Vermögen vernichtet und gleichzeitig gemacht. Sieht übel aus sah dein Video von den Läden. Es gibt gewaltige Gewinner aber auch Verlierer, an der Börse auch aber natürlich auch sonst.
@Wahl 
Spannende Wahl, in den Polls war Biden schon der Sieger mit 10%, heute Morgen war Trump der Sieger, jetzt sieht es für Biden wieder besser aus, ich hoffe es wird nicht vor Gericht entschieden, gab es ja auch schon. Die Zeit spielt jetzt eher für Biden Briefstimmen eher für Demokraten, aber abgerechnet ist noch nicht.
Die Börse freut es jedenfalls bisher… die Nasdaq mag Biden anscheinend.

Frank
1 Jahr zuvor

Solange es die Börse gut findet nehme ich auch gerne Biden. 
Aber irgendwie kann ich nicht dran glauben. Trump war wirtschaftlich sehr spannend. Und dank 401k konnten US Bürger selbst profitieren.

Sparta
1 Jahr zuvor

@Frank

Langfristig wirtschaftlich spannend ist nur möglich mit Anstand und Respekt gegenüber der Demokratie!

Was die Börse in 4 Jahren einer Präsidentschaft macht… ist für ein Anlegerleben mit >35 Jahren von untergeordneter Bedeutung.

401 k hat er jetzt aber nicht auch noch erfunden nachdem er sich beim Rückstand zum Sieger schon erklärt hat und obendrauf noch Wahlen sabotieren will??? 😉
 

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Frank: Lol allein in diesem Blog wird von Tim schon seit über 10 Jahren von 401K Plänen geschrieben, die gibt es schon seit den 70ern. Ja klar Trump hat die erfunden 🙂

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Ja klar Trump hat die erfunden
 
Ebenso das Rad und die Bratkartoffeln  😉
 

42sucht21
1 Jahr zuvor

@401K
Während Trump in seiner ziemlich unnachahmlichen Art der Politikstrategie zu dem Thema beim 1. TV Duell sagte: “When the stock market goes up that means jobs. It also means 401(k)s. {also frei übersetzt etwa: die Anzahl der Verträge und die Höhe der einzelnen Rentenverträge steigt.}. Er hat 401k auch geöffnet für private equity. U.a. bei Forbes gibt es mehrere Artikel dazu.

Biden hat vorgeschlagen die steuerliche Bandlung der direkten Einzahlungen in 401K, R/IRA usw. einkommensunabhängig gestalten. Manche Medien spekulieren es könnten ca. 26% sein. Aktuell ist es so, dass Gutverdiener mit 37% profitieren und Geringverdiener nur mit ca. 10%. Er will also Geringverdiener mehr fördern / Anreize bieten bei deren Einzahlungen. Gerade bei Geringverdienern bietet der Arbeitgeber oft keine benefits zu solchen 401k Plänen. Deswegen haben diese überproportional gar keine 401k. (soviel zu “Trump’s when the stock market goes up...”) Biden möchte das ändern und in dem Fall, dass der Arbeitgeber keine benefits anbietet soll eben die Regierung diese ZuZahlungen übernehmen. (In Republikaner Worten also pure socialism).

Fände ich sehr schön, wenn Deutsche und deutsche Politiker mehr über dieses Thema nachdenken würden und entsprechendes in DE möglich machen würden. Es braucht schnellst möglich einen Riester-Vetrag Nachfolger.

-M
1 Jahr zuvor

@42sucht / noch aus dem letzten Artikel
Ich weiß was du meinst. Aber genau aus dem Grund ist SAP nicht unbedingt meine 1. Wahl. Finde es gibt stärkere Firmen. Auch in Deutschland aus dem MDAX. 
 
Meine Bewertungsmethode würde natürlich in einem normalen Zinsumfeld und einem Aktienmarkt im historisch medianen Bewertungsbereich mehr Treffer liefern – damit muss ich jetzt leben. Es bleibt aber fest zu halten, dass ab und an Treffer kommen, die bisher sich als sehr guter Einstieg erwiesen haben. Das stimmt mich positiv. Wenn 500 Unternehmen ausverkauft sind und ein blinder sieht das es schnapper sind, dann ist es eh Zeit zum reich werden, dann regnet es Gold und man muss nur zugreifen.
-M

Thorsten
1 Jahr zuvor

Beim Transkribieren russischer Namen gibt es drei Tabellen, je eine englische , deutsche und französische Tabelle. Am lat. Namen kann man erkennen in welchem Land eine russische Person eingebürgert wurde. Ich suche immer nach dem ‘y’, das ist zwar im Deutschen Zeichensatz, aber nicht Teil des Alphabets für Deutsche Wörter (es gibt keine Deutschen Wörter mit “y”, solche sind Lehnwörter wie “Handy” oder Eigennamen aus aus anderen Sprachen “Yvonne”, “Yacht”). Die Entsprechung für “y” ist “j”, “i” oder “ü”( seltener). Leider schert es Englischsprachige nicht, sie vermurksen nicht nur Städte ( “Munich”, “Nuremberg”), auch Eigennamen von Personen. Evgeni aus Deutschland wird im englischen Text zu Evgeny verhunzt. Das Tragische am y ist, dass es Vorläufer von u und v ist und gar nichts mit i,j oder ü zu tun hat. Deswegen ist es im Kyrillischen korrekt eingeordnet, Aussprache als u und heißt auch u. Im Deutschen dagegen ein  Abklatsch aus Englisch und Französisch.
Das y in “Sol…yn” ist daher korrekt, er schlug in den USA auf und die deutsche Wikipediaseite hat es dann auch mit “y” korrekt übernommen.
1990 wurde er rehabilitiert. Präsident Putin hat ihn sogar zu Hause besucht.

Thorsten
1 Jahr zuvor

@Rüdiger ich dachte er hätte “Drei Wetter Taft” erfunden.
@-M die Chinesen kaufen sich in Europa ein. Hotels, Maschinenbau einfach alles. Das Geld ist da, mit Corona haben sie keine Probleme. Manchmal denke ich an SciFi im Trumpslang “das chinesische Virus kauft
unsere Fabriken, dafür haben sie ( die Chinesen ) es gebaut”

-M
1 Jahr zuvor

Thorsten in wie fern beeinflusst das jetzt meine Anlagen und künftige investments?-M

Rüdiger
1 Jahr zuvor

@Thorsten: ich dachte er hätte “Drei Wetter Taft” erfunden.
 
Hahahaaaa … das selbstverständlich auch  😉
 

42sucht21
1 Jahr zuvor

@-M stärkere Firmen. Auch in Deutschland aus dem MDAX. 
Ja, ich kann das gut nachvollziehen. Deswegen hätte/ habe ich vermutlich auch weniger Rendite als Sie. Es ist auch nicht so, dass ich dieses Softwareunternehmen für so wahnsinnig toll halte. Aber den Kurssturz im Verhältnis finde ich übertrieben und für mich würde auf 10J-Sicht Chance-Risiko passen bei mitte 80.
Im MDax neben MOR und EVT (SHL100 habe ich seit IPO) finde ich persönlich noch spannend Symrise. Die waren und sind mir aber auch immer viel zu teuer. Tja, schon wieder ne Gelegenheit verpasst und das seit Jahren… So wie auch bei Novozymes.

Tobias
1 Jahr zuvor

Ich finde es schade, dass Solschenizyns wichtigstes Werk hier nicht erwähnt wird.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Der_Archipel_Gulag
Dieses Buch belegt, dass Sozialismus immer zu Unterdrückung, Leid und Tod führt.
Sollte in der Schule gelesen werden. Statt „Die Wolke“.

Aston
1 Jahr zuvor

-M, ihr Invest Ansatz kann ich nachvollziehen. Aber jetzt Mal provokant gefragt, diese warten auf den perfekten Zukauf zum idealen Kurs mit Sicherheitsabschlag etc. sorgt dafür das sie sehr viel Rendite verpassen?
Gibt doch auch Statistiken darüber, dass wenige Tage im Jahr die Performance enorm beeinflussen. 
–> gestern ist zum Beispiel alles in meinem Depo extrem gestiegen. 
Tim Predigt doch auch immer, dass er einfach solide Unternehmen zukauft ohne viel zu timen.

-M
1 Jahr zuvor

@AstonDas kann passieren. Ich habe 6% p.A. (Stand 31.12.2019) bisher gemacht seit ich ab 01/2016 mich tracke, war aber maximal zu 50% investiert. Das liegt zumindest hinter dem Index Schnitt der letzten Jahre. Stand jetzt wäre ich komplett investiert besser dran gewesen. 

Slowroller
1 Jahr zuvor

@Tobias
Danke für den Tipp, das Buch werde ich mir direkt im Buchladen bestellen. Trotz alledem sollte man mit dem Begriff “Sozialismus” vorsichtig umgehen, da er ziemlich vielschichtig sein kann und vom Stalinismus bis zur modernen Sozialdemokratie alles abdeckt. Auch hat Sozialismus immer eine Ursache. In Russland oder Europa hat er die Knechtschaft des Feudalismus als Ursache gehabt – es ging also erstmal um eine Befreiung. Hat man einen guten Stand erkämpft kommen wieder andere Strömungen, wie z.B. Der Liberalismus.
 
 
Das wichtigste Buch meiner Schulzeit war die Welle. Die zeigt so viel auf von dem, was heute schief läuft.

DanielKA
1 Jahr zuvor

-M Korrekterweise müsstest du deine Rendite nicht komplett mit dem Index/benchmark vergleichen, sondern mit 50 % Index und 50 % Cash, wenn du da eine Outperformance generiert hast, ist es doch super.

-M
1 Jahr zuvor

Ich weiß Daniel. Ich finde es aber fairer, wenn ich beim Index quasi immer komplett investiert wäre, passives investieren halt. Da hält man ja auch kein Cash. Ich tracke aber auch nur meine Rendite und schaue das ich langfristig besser als 8% p.A. komme. Schaffe ich das (ich strebe ja mehr an) sollte das was ich vorhabe realistisch sein.
-M

Sonny
1 Jahr zuvor

Hallo leute,
nochmal off topic: habe mir heute den ford fiesta baujahr 2019 für 12.000€ gekauft. Als buy and hold anleger tut mir das Herz weh, da ich es investieren könnte. Aber unser 20 jahre alter corsa war kurz vorm Tod. Ist der fiesta ein clownauto für euch für den Preis?

Slowroller
1 Jahr zuvor

@Sonny
Das meinst du nicht ernst, oder? 😉

Lejero
1 Jahr zuvor

Sonny: Clownauto bestimmt nicht, ich hätte mir nur lieber ein 5 Jahre altes gekauft. Aber: wenn die Frau dabei glücklich ist passt alles, das ist auch eine gute Investition. 

Sonny
1 Jahr zuvor

@Lejero.
Ja genau die Frau wollte das “neuere” haben. Es waren im Endeffekt auch nur 2k Unterschied.
@ Slowroller 
doch ich mein es ernst. Aber ich denke ein Fiesta ist eilenweit von einem Clownauto oder? Nur wenn ich hier immer lese, das leute gar kein Geld für ein Auto ausgeben etc, fühle ich mich mit den 12K wie ein Konsumidiot

-M
1 Jahr zuvor

Sonny, das Forum soll dir Anregungen geben und nicht SO auf dich abfärben!
Deshalb hat das slowroller gefragt. Du musst dich doch hier nicht rechtfertigen welches Auto ihr Zwei euch kauft. Auf manche scheint das hier nicht gut ab zu färben.
So und ab jetzt doppelt so viel sparen und mindestens 15k investieren in den nächsten 12 Monaten Zack Zack 😉
-M

Sonny
1 Jahr zuvor

haha danke für deinen Input @M
 

Lejero
1 Jahr zuvor

Ich halte es beim Auto nach 2 Regeln: Max. 10% vom Haushalts Jahresbrutto oder max. 5% vom Networth. Der eine kann sich davon guten Gewissens ein Clownauto kaufen, der andere halt noch nicht. Vernünftige Relation ist es für beide aus meiner Sicht. 

Mark 85
1 Jahr zuvor

An Sonny: Für mich bist du kein Konsumidiot, obwohl ich keinen Bedarf an einem eigenen Auto habe. Jeder darf mit seinem Geld machen, was er möchte, also viel Spaß mit dem neuen Flitzer! 😉 

Ich habe mir gestern die neue Xbox Series S vorbestellt, um besser durch das deutsche Winterhalbjahr zu kommen. 😀

Sonny
1 Jahr zuvor

@M
mit der aktuellen Sparquote sollte der Wagen in 4-5monaten wieder drin sein 😀

Sisters Brother
1 Jahr zuvor

@slowroller
Dem muss ich jetzt vehement gegen sprechen. Es war der Liberalismus der das Feudalsystem gesprengt hat. Aus im heraus hat sich fast zeitgleich der Nationalismus im frühen 19 Jahrhundert entwickelt. Gegenpol der beiden Strömungen war der Konservatismus. Der Sozialismus hat sich etwas später entwickelt. 

Slowroller
1 Jahr zuvor

@Sonny
Das war nicht abfällig gemeint. Aber -M hat da schon recht: Es soll dir egal sein was andere denken, wenn das ein Auto ist, welches du in 5-6 Monaten wieder erspart hast, noch dazu ein solider, sparsamer Kleinwagen, dann ist das doch super. Und wäre es ein Focus oder Mondeo geworden, weil du vielleicht Kinder erwartest ist das auch ok. Und wenn du Jäger oder Angler bist und es dann ein Allrad-SuV wird, dann ist das auch spitze. Bist du aber eh im Dispo und kaufst dir nen GTI auf Pump, dann ist das nicht so clever. Vor allem weil es meist nur für andere gemacht wird.
 
Ich bin erleichtert, dass in den USA alles gut zu werden scheint. Vielleicht klappt sogar noch der Senat, wer weiß? Auch wenn sich viele Positionen Deutschland gegenüber nicht diametral verändern werden, so hoffe ich, dass man alle diese Streitigkeiten nun mit Boden wie unter vernünftigen Menschen lösen können wird. Das ginge nämlich unter den Grenells, Pompeos, Pence’ und Co definitiv nur über Druck und das erzeugt Trotz.
Jetzt gilt es einen Bürgerkrieg zu verhindern. Viele sorgen macht mir, dass es sein kann, dass die Polizei im Zweifel mit Waffen gegen Menschen vorgehen muss, zu denen sich einige eher hingezogen fühlen. Aber auch da hoffe ich gutes…

Rüdiger
1 Jahr zuvor

Jetzt gilt es einen Bürgerkrieg zu verhindern.
 
Der orangene Spaltpilz hat es weit gebracht, dass etwas so Undenkbares wie ein Bürgerkrieg überhaupt als Möglichkeit in Betracht kommen könnte.
 

Stefan
1 Jahr zuvor

Also ich denke, es wird keinen Bürgerkrieg geben. Es wird vielleicht hier und da örtliche Krawalle geben, aber es werden beim besten Willen keine Milztruppen oder Bürgerwehren durch die Staaten ziehen. 
Wie sollten sich die Menschen denn ernähren? Heute ist doch jeder noch so stark auf Krawall gebürstete Freiheitskämpfer auf den Supermarkt um die Ecke angewiesen. Ausserdem gibt es auch in den USA breite Bevölkerungsschichten, die sehr vernünftig agieren, deshalb wird es maximal zu kleineren örtlichen Scharmützeln kommen.
Das Thema Bürgerkrieg wird medial gepuscht. Angst verkauft sich immer gut.

42sucht21
1 Jahr zuvor

@medial gepushed
medial? Ein Präsidentensohn, der von seinem Vater fordert in den totalen Krieg zu ziehen wegen dieser Wahlen.

@Progressive
Versicherungsaktien sind insgesamt ja moderat bewertet. WB hatte beim annual meeting letztes Jahr Progressive sehr gelobt (Konkurrenz zu Geico). Deren Chart ist wiederum sehr stark. Hat jemand zu denen eine Meinung?

Nico Meier
1 Jahr zuvor

Ich glaube nicht an einen Bürgerkrieg in den USA.
Natürlich wird es auch weiterhin Proteste geben von Schwarzen, die einen Fall von vermeintlicher Polizeigewalt dazu nutzen plündernd durch die Strassen zu ziehen.
In vielen Staaten und Städten der USA wird sträflich gespart bei der Ausbildung und der Besoldung der Polizisten. Wer Polizisten schlecht bezahlt, der bekommt keine guten Polizisten. Wer schlechtbezahlte Polizisten schlecht ausbildet, der wird anfällig für Polizeigewalt und Korruption.
Die schlechte Besoldung und Ausbildung der Polizisten in den USA Trump anzulasten greift zu kurz. Polizei ist in den USA abgesehen von den Federals (FBI, DEA usw.) Kompetenz der Bundestaataten, Countys oder Städten.
Desweiteren ist Polizeigewalt auch ein Bildungsproblem! Aber auch bei der Bildung sind es die Bundesstaaten, Gemeinden und Städte die ihren Pflichten nicht nachkommen!
 

DanielKA
1 Jahr zuvor

Beobachtet jemand Danone? Kurs mittlerweile unter 50.

Thorsten
1 Jahr zuvor

Wir haben in den 80ern gedacht Denver und Dallas wären vollkommen irreal, heute sehen wir, dass dort viel drin steckte , was die USA ausmacht : Familiendynastien und viel Betrug, davor eine moralische Maske. Man darf sich halt nicht erwischen lassen, die Anwälte ziehen in den Krieg. Unehrlich, widerlich.
Das hier aber schlägt dem Fass den Boden aus. Der “totale Krieg” hat eine eindeutige und widerliche Coleratur. Sehr unwahrscheinlich, dass der Schwiegersohn von Trump das nicht weiß, hier wird zum Bürgerkrieg aufgerufen, anders ist es nicht zu verstehen.
https://www.n-tv.de/politik/Trump-Jr-fordert-totalen-Krieg-um-Wahl-article22150693.html

Thorsten
1 Jahr zuvor

@-M die Wirtschaftszentren wandern nach Osten. Die USA verlieren, Europa sitzt auf der asiatischen Halbinsel und China bestimmt. Früher nur Billigware heute Handies aus China , morgen ist Apple ein Auslaufmodell ( die fabrizieren ja auch in China). Russland liefert die Logistik und die Rohstoffe. Die Wege sind kurz zwischen Europa und Asien
. Bald ( 50 Jahre ) sind die USA genau so weit weg wie Australien : unbedeutend. Wenn es so weitergeht.

DanielKA
1 Jahr zuvor

@ Thorsten: Mit der Bewertung der Familiendynastien in den USA wäre ich aus deutscher Sicht vorsichtig, teilweise tun sich unsere heute noch schwer die Zeit aus dem dritten Reich aufzuarbeiten und sitzen Entschädigungen einfach aus. An Familienintrigen mangelt es nicht auf beiden Seiten des Teiches, da würde ich wirklich keinen Unterschied machen.

Slowroller
1 Jahr zuvor

@DanielKA
Nicht umsonst regieren wir seit 300 Jahren diese komische Insel in der Nordsee. Dem Genpool hat es deutlich nicht gutgetan 😉

Christian
1 Jahr zuvor

Hallo zusammen,
bin seit 2017 an der Börse investiert. Mein Fazit (auch wegen Corona): ich investiere nur noch in die beiden folgenden ETFs:

Vanguard FTSE All World
Vanguard S&P 500

Seitdem läuft es bei mir.
Danke für die tollen Beiträge Tim!
Viele Grüße
Christian

Aston
1 Jahr zuvor

Hey Christian darf ich fragen warum? Bei mir ist es umgekehrt. Gerade wegen corona kaufen ich vermehrt Aktien. Mein ETF Sparplan läuft trotzdem weiter.50% vom Depo. 
Versuche derzeit ein paar Unternehmen einzusammeln, die es meiner Meinung nach lohnt in der Krise einzusammeln. Booking.com, Fraport und Wizz Air habe ich gekauft.
Würde derzeit keine Kreuzfahrt und Öl Aktien kaufen. 

Bruno
1 Jahr zuvor

“Natürlich wird es auch weiterhin Proteste geben von Schwarzen, die einen Fall von vermeintlicher Polizeigewalt dazu nutzen plündernd durch die Strassen zu ziehen.”

Du meinst aber nicht George Floyd mit vermeintlicher Polizeigewalt?

Christian
1 Jahr zuvor

@ Aston
Generell schreiten die Umbrüche sehr schnell und teilweise unvorhergesehen  voran:
– Luftfahrtbranche (z. B. Lufthansa, Boeing)
– Energiebranche (RWE, eon, BP, Shell)
– Autobranche (VW, Leoni)
– Chemiebranche (BASF, Bayer)
– Lebensmittelbranche (Kraft Heinz)
– Tourismus (TUI)
Dazu der steigende Einfluss von China, Digitalisierung. Die absteigenden Firmen im DAX (Wirecardskandal, SAP und so weiter).
Ich bin Anfang 30 und habe daher einen langen Anlagehorizont. Mit den beiden ETFs fühle ich mich besser gewappnet für die nächsten 30 Jahre, als mit jeder Aktie. Außnahme sind meine General Mills- Aktien.
LG

Sparta
1 Jahr zuvor

@Bruno

Ein klein wenig Polemik braucht der Nico noch.

Das muss man Trump lassen: Hartnäckig ist er! 
https://m.facebook.com/am4zingvids/videos/333853473735978/
😉

mid
1 Jahr zuvor

@Thorsten
Das hier aber schlägt dem Fass den Boden aus. Der “totale Krieg” hat eine eindeutige und widerliche Coleratur. Sehr unwahrscheinlich, dass der Schwiegersohn von Trump das nicht weiß, hier wird zum Bürgerkrieg aufgerufen, anders ist es nicht zu verstehen.
Das ist der wahre Kern, der sich hier widerspiegelt, eines betrügerischen  aristokratischen, nationalistisch verherrlichten Clans !!

Bruno
1 Jahr zuvor

@Sparta haha ja so wird’s kommen nochmals richtig Show zum Abgang müssen wir wohl noch gut 2 Monate aushalten 😉 Sollen mal vorwärts machen und auszählen…

Sparta
1 Jahr zuvor

@Bruno

Sorry, hab nochmal 240 Stimmzettel per Briefwahl geschickt…

https://www.directupload.net/file/d/5994/54syihry_jpg.htm

… jetzt dauert es nochmals 12 Tage länger.

Bruno
1 Jahr zuvor

@Sparta
STOP THE COUNT! 

damit kommt er heute nicht mehr 😀

1 Jahr zuvor

Hallo

wir können ja Wetten, wie weit Biden gewinnt.

Ich sage, er bekommt 306 Elektoren-Stimmen, Trump 232.

Georgia wird nächste Woche ihre Stimmen neu auszählen,
weil das Ergebnis weniger als 0,5% auseinander liegt (derzeit 0,1%).

Da lob ich mir das System der Schweiz:

Wir haben keinen Regierungschef.
Wir haben kein Staatsoberhaupt.
Wir haben keine Hauptstadt.
Es gibt kein Misstrauensvotum im Parlament.
Dass die Regierung viele Abstimmungen im Parlament verliert,
ist völlig normal (in Deutschland heisst es, man sei nicht mehr regierungsfähig).
In der Schweiz ist es undenkbar, dass jemand im Parlament und in der Bundesregierung gleichzeitig sitzt (Gewaltentrennung), in Deutschland hingegen normal (oder gar vorgeschrieben)?
In der Schweiz gibt es keine Koalitionsverhandlungen.
In der Schweiz ist noch nie eine Regierung zurück getreten (höchstens einzelne Mitglieder).
In der Schweiz weiss in der Regel schon im Voraus, wer nächster Bundespräsident wird.
zB ab 1.Januar 2021 wird vermutlich Guy Parmelin Bundespräsident für exakt 1 Jahr sein.
Die Schweiz hatte vor Deutschland eine Bundeskanzlerin (wobei das bei uns eher das ist, was in Deutschland der Kanzleramtschef wäre, Leiterin der Bundeskanzlei).

Wer wusste all das über die Schweiz?

Übrigens:
Die Schweiz hat 1848 das 2-Kammer-Parlamentssystem der USA übernommen.
Aus dem Senat (Vertretung der Bundesstaaten) wurde der Ständerat (jeder Kanton entsendet 2 Personen, historische Halbkantone einen Sitz).

Heute sollte vielleicht die USA aus dem schweizerischen System lernen.

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