Die Cleveren kaufen Assets, die Mittelschicht kauft am liebsten Konsumgüter auf Pump

Aus einem alten Brettspiel: Du kassierst Dividenden. Du bist der Boss. Reiche Menschen erwerben Assets, die ihnen Geld bezahlen. 

Reiche Menschen erwerben Vermögenswerte. Sie lassen diese dann für sich arbeiten. Sie kassieren Dividenden, Mieten. Und Tantiemen für Bücher, eBooks, Musik, Merchandise, Franchisegebühren. Werbeeinnahmen von Youtube/Blog. Sie freuen sich über Wertsteigerungen mit der Zeit.

Die Armen und die Mittelschicht erwerben dagegen Verbindlichkeiten, die sie für Vermögenswerte halten. Geleaste Autos, Schrankwand und Kücheninsel auf Pump…

Das Portal Weltsparen.de hat rund 2000 Bundesbürger befragt. Heraus kam Schockierendes: Demnach sorgt mehr als jeder zweite (53 Prozent) nicht für den Ruhestand vor. Jeder Zehnte will aufgrund fehlender Rücklagen im Rentenalter weiterarbeiten. Boa! Wer weiß, ob er/sie dann noch Arbeit findet und ob es überhaupt Spass macht? Wie viele Menschen keinerlei vernünftige Rücklagen fürs Alter bilden, wundert mich. Dass die gesetzliche Rente nicht mehr reicht, weiß doch jedes Kind mittlerweile.

Martin aus Baden-Württemberg (32): Er hat schon 250.000 Euro Vermögen

Martin macht das clever. Als er nach dem Studium 70.000 Euro jährlich verdiente, baute der damals 27-jährige sein Depot stetig aus. Der mittlerweile 32-jährige  hat ein Vermögen von 250.000 Euro aufgebaut. Er ist ein Fan der FIRE-Bewegung, was für „Financial Independence, Retire Early” steht. Der Frugalist lässt sein Geld für sich arbeiten, so dass er später von der Rendite leben kann.

Trotz der Gehaltssprünge bleiben seine Fixkosten gleich. Den Überschuss investiert er fleißig.

Das Paar lebt laut “Business Insider” günstig in einer mittelgroßen Stadt in Baden-Württemberg. Für die Warmmiete zahlen Martin und seine Frau 600 Euro.

Ihre Fixkosten betragen 1000 Euro. Dazu gehören Ausgaben für Auto, Versicherungen, Fahrtkosten, Essen vom Lieferservice und andere Dinge.

Von seinen Eltern hat Martin das Sparen gelernt. Zur Zeit verdient er 100.000 Euro inklusive Boni pro Jahr. Noch immer investiert er 2.200 Euro monatlich. Stur und stetig.

Sein Vermögen setzt sich so zusammen: 40.000 Euro stammen aus Erbe und Schenkungen der Familie, beispielsweise zur Hochzeit und Promotion. Hinzu kommen 30.000 Euro, die in Anlageprodukten aus der Kindheit stecken (Bausparvertrag und konservative Sparanlagen, die vor allem von seinen Eltern gezahlt wurden).

Er freut sich heute über Kursgewinne von 70.000 Euro. Es ist etwas Kryptogeld (2% seines Vermögens) vorhanden. So kommt er auf die Summe von 250.000 Euro. In 30 Jahren kann er daraus locker eine Million Euro machen. Bei einer unterstellten Entnahme von vier Prozent pro Jahr, hätte er monatlich etwa 3.300 Euro vor Steuern zur Verfügung. Zudem würde er noch die gesetzliche Rente erhalten.

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  1. Wenn einer 750.-€ Warmmiete zahlen muss und nur auf 35.000.-€ Jahresgehalt kommt, 2 Kinder hat, der kann kaum noch Atmen und nichts kaufen.

  2. “in 30 Jahren kann daraus locker eine Million Euro machen.”

    Laut Sparrechner – 250.000 Anfangskapital, 2200 mtl. Sparvolumen, 9% Rendite (S&P 500 Etf zb) und 30 Jahren Anlagedauer komme ich eher auf 7.000.000 …

  3. @in einer mittelgroßen Stadt in Ba-Wü Warmmiete 600€ zu zweit.
    Respekt. 100k brutto plus Gehalt der Frau und eine 35m2 Wohnung zu zweit. Da muss man dann auch nicht so viel putzen.

  4. 100k brutto plus Gehalt der Frau und eine 35m2 Wohnung zu zweit. Da muss man dann auch nicht so viel putzen.

    Da wird man auch geruchsblind. Mein Respekt geht definitiv raus. 🙂

  5. 40k Erbe als Starthilfe sind sehr hilfreich. Hat nicht Jeder! Mich wundert die geringe Sparleistung von 2000 im Monat bei 100k. Trotz billigster Wohnung.

  6. 70.000€ nach dem Studium muss man auch erstmal verdienen. Bei mir waren es initial um die 45.000€, wobei ich jetzt nach einigen Jahren, einem Arbeitgeberwechsel, Zusatzdiensten und Boni bei circa 75.000€ bin.

     

    Eine Viertelmillion im Alter von 32 Jahren ist natürlich absolut Spitze und laut der Studie hier  gehört man damit zu den oberen 10% der Altersgruppe 30-34.

    Ich bin aktuell 27 und bei 130.000€ und möchte mit 30 auf jeden Fall auch über 200.000€ kommen.

     

  7. Und was macht Martin aus Baden-Württemberg (32) wenn es einen größeren Crash gibt – ist ja nur eine Frage der Zeit? Das verhagelt dann die 9% p.a. Rechnung ein wenig.

  8. Luigi, nein die Rechnung verhagelt es da nicht. Bei einem Anlagehorizont von 30 Jahren wirst du am Ende der Laufzeit den „nächsten Crash (2021)?“ weder im Chart sehen, in der Performance spüren, noch kann sich dein Gehirn daran erinnern. Und am Ende kommt er gar nicht, der Crash und du hast satte 9% Performance verpasst.

    Beginne wie es gestern in der FAZ stand mit 25€ im Monat Sparplan auf einen MSCI World / FTSE All-World ETF. Da hast du nix zu verlieren. Beobachte das Ganze 4 Jahre. Dann lernst du die Marktmechanismen selbst kennen. Alles andere ist graue Theorie. Sobald deine Kenntnisse da sind, kannst du bei Bedarf/Interesse die 25€ Stück für Stück wie beim Krafttraining in Richtung. 2.500€ hochschrauben, wie der Martin im Beispiel das macht.

    Die 25€ sind übrigens auch für die im Post#1 von Reiner skizzierte Person möglich.

  9. Kaufen oder mieten ist eigentlich nur eine Frage des Geldes . Wer die Wahl hat wird eine Immobilie wollen, mieten bedeutet Geld verbrennen.
    Die Preise steigen weiter. Wer rechnen kann wird immer die Immobilie wollen und von der Ersparnis ein neues Depot aufbauen. Es sei denn er kann wirklich preiswert mieten , z.b. in einer Baugenossenschaft oder auf dem Land.
    Alles nur eine Blase, überhitzt ? Boden ist nicht vermehrbar, Unternehmen mit Börsenzulassung kannst du in der Küche gründen.

    https://www.n-tv.de/wirtschaft/der_boersen_tag/Preise-fuer-Eigentumswohnungen-schiessen-in-Grossstaedten-hoch-article22528841.html

     

  10. in absolut jungem Alter über 70 K geschenkt bekommen, völlig normal
    Also seine Eltern haben mehrere Immobilien, passenderweise eine für Ihn und seine Freundin, aber ne die sind nicht wohlhabend (erinnert mich an Friedrich Merz 😉 )
    Ich würde gerne was soziales tun, wenn coast fire erreicht ist, aber huch als Altenpfleger da verdient man ja so wenig Geld, also bleibe ich in meinem stressigen > 100K Job
    also entweder ist die story komplett erfunden (kann gut sein), oder der Typ ist absolut unglaubwürdig

  11. Hallo DanielKA, wieso sollte die Story denn erfunden sein? So ein Gehalt dürfte in der Industrie teilweise ohne Personalverantwortung erreichbar sein. Und damit ist es definitiv möglich, so viel Vermögen anzusparen – sofern man es möchte und einigermaßen sparsam ist. Es ist aber auch selbstredend, dass es für jemanden mit z.b 35.000 deutlich schwieriger sein dürfte, Vermögen aufzubauen.

    Ich bin etwas älter (demnächst 40) und habe nichts geerbt und erst mit 18 nach Deutschland gezogen – dennoch habe ich mit meiner Familie ein Vermögen (offene Immo-Schulden bereits abgezogen) von rund 350.000. Verdiene zwar keine 100k, bin dennoch mit meinen 67.000€ zufrieden und baue nebenbei meine Selbstständigkeit parallel auf.

    Allerdings muss ich sagen, dass der Großteil von unserem Vermögenszuwachs dadurch entstanden ist, dass wir 2012 und 2015 je eine Wohnung gekauft und die Sondertilgungsmöglichkeiten immer voll ausgeschöpft haben. Wie sich die Immopreise seit damals (auch in ländlichen Gegenden) entwickelt haben, brauche ich nicht zu betonen. Seitdem konzentrieren wir uns eher auf ETF‘s

    Gruß Ton

     

  12. @Die 25€ sind  auch für die im Post#1 skizzierte Person möglich.
    Absolut und richtig das zu tun. Allerdings ist es für diese Person “schlimmer” wenn das Depot  längerfristig um zB 35% abtaucht als wenn das einer wie im Blogbeitrag skizzierten Person passiert mit ausreichend CF und weiteren Reserven. Die kann das leichter aussitzen und warten. Das wird oft übersehen.

    @Mieten vs. Kaufen ist besser
    Das für Millionäre langfristig Kaufen besser als mieten ist, das sieht man zB auch an Udo Lindenberg, der nach 26 Jahren Miete wg. Covid-19 das geschlossene Hotel Atlantik verlassen hat. 🙂

  13. Eins ist klar, es wird für die Mittelschicht immer härter, Vermögen aufzubauen. Die kommende Inflation und die schon jetzt erhebliche Steigerung der Assetpreise sind eine Belastung. Ich bin froh, mit 29 eine Immobilie gekauft zu haben. Monatliche Belastung liegt bei 700 Euro, davon noch 145 Euro Zinsen. Der Wer dürfte sich verdoppelt haben. Leider habe ich erst vor sechs Jahren mit dem Aktiensparen begonnen. Meine zwei Depots liegen bei insgesamt 170.000 Euro. Ich spare jeden Monat 1700 Euro. Mein Ziel ist, mit 50 Jahren 300.000 Euro investiert zu haben, dann könnte ich im Alter Millionär (bis dahin wird es wahrscheinlich eine andere Währung geben) sein. Meine Sorge ist, dass die Politik die Mittelschicht auszehrt, denn nur die Mittelschicht kann die enormen Lasten schultern. Die Reichen werden sich dem Zugriff des Staates entziehen. Würde ich ja auch tun. Der Wohnsitz und das Vermögen sind schnell verlegt. Vermutlich werden viele aus der Mittelschicht resignieren und nicht mehr bereit sein, 50 Prozent des Einkommens an andere abzudrücken. Mit welchem Recht nimmt man uns unser Geld? Viele Deutsche, die das Spiel nicht verstanden haben, und deren Geld in Lenbensversicherungen, Rentenversicherungen, Anleihen und Tagesgeldkonten angelegt ist, werden alles verlieren. Von daher danke Tim, dass Du ein unermüdlicher Warner bist!

     

  14. @Bernd

    Was soll das Gejammer? 50% Steuern aufs Einkommen gibt es nich nichtmal für Suoergutverdiener. Wenn du auf die Gesamtabgaben schielst, kannst du auch Rente, Pflege, Arbeitslosen und Krankenversicherung bemängeln, allerdings sind das Leistungen die dir zugute kommen. Schau mal auf den Steuerbescheid eines normal bis Gutverdieners. Da wird als Einkommenssteuersatz wahrscheinlich irgendwas zwischen 25 und 35% stehen. Und das in der Tat nur auf das zu versteuernde Einkommen, nicht aufs ganze Brutto.

     

    Sobald man Familie hat, liegt man selbst im OECD-Schnitt wieder ganz gut.

  15. @Slowroller:

    Bernd hat doch recht, wenn du Single bist und durchschnittlich verdienst betragen deine Steuern und Abgaben:

    Die Belastung eines Durchschnittsverdieners betrug in Deutschland demnach im Vorjahr 49,4 Prozent

    Im OECD-Schnitt waren es nur 36 Prozent.

    Sind ja nur schlappe 13,4% mehr – jetzt stellt euch nicht so an und jammert hier rum. Von den anderen Glückseligkeiten die wir zu bezahlen haben möchte ich jetzt gar nicht mal reden

    Quelle: Handelsblatt

  16. Furchtbar, dieses Deutschland! Ich überlege ernsthaft, als deutscher Durchschnittsverdiener zu einem unserer Werke in Arad, Rumänien zu wechseln. Dort spricht man auch Deutsch, den (rumänischen) Durchschnittsverdienst kann ich dort auch haben … und die Abgaben sind viel geringer  😉

     

  17. Hab jetzt die Gehaltspyramide in Deutschland nicht im Kopf. Mit 70.000 brutto würdest du in Österreich zu den Top 4% der Arbeitnehmer zählen (Vollzeit+Teilzeit erfasst). Mit 32 Jahren eine unglaublich beeindruckende Leistung, leider nicht ganz repräsentativ. Mit 600 Euro Miete warm kannst du in Österreich auch 80% des Landes vergessen, in kleinen Bezirksstädten und Gemeinden in 3 von 9 Bundesländern würdest da kaum fündig werden.

    Es muss also alles zusammenpassen, um dieses Ziel mit 40 erreichen zu können. Die meisten werden ein paar Jahre mehr benötigen.

  18. @Blackrock – Die Belastung eines Durchschnittsverdieners 49,4%
    Beeindruckend, dass man das auf die Nachkommastelle berechnen kann. Ich glaube das nennt man Scheingenauigkeit.

    Insgesamt bin ich natürlich auch gerne für einen schlankeren Staat / EU mit weniger Abgaben und Steuern. Aber man muss die Berechnung der Belastung schon ehrlich betreiben. Ansonsten ist es so peinlich falsch wie Arbeitnehmer:innen, die meinen sie zahlen 42% EkSt. wenn sie 59k verdienen nur weil der Prozentsatz für den höchsten Euro gilt.

    Wie sieht es denn bei dem 49,4% Single Stkl 1 nach der Einkommensteuererklärung aus, also nach Anrechnung aller (legal) absetzbaren Kosten für die Arbeitstätigkeit zB für Pendelpauschale / Dienstwagen, Jobticket, Jobbike, Arbeitsmittel, Werbekosten, Verflegungspauschalen bei Reisen, VL, steuerfrei Zuwendungen (<44€), Kantine, Zuwachs & Absetzung bei Renten (Betriebs, GRV, Riester, private LV), KV, ALV, Unterbringung usw. usw. Das vermindert die Belastung deutlich. Wenn er/ Ehepartner:in dann irgendwann noch seine Eltern/ behindertes Kind pflegt und Pflegegeld, Kindergeld, Kita-Zuschuss usw. anfällt und diese Menschen durch seine Arbeit mitversichert sind, dann sieht es doch sehr deutlich anders aus. Das sieht man als gut verdienender Akademiker, männlich mit Ende 20 alles nicht so. "Ich wander aus!". Was hat den Gutverdiener-Akademiker eigentlich seine Schulgebühr und die Studiengebühr gekostet. Die Friseurin von nebenan zahlt seine C4/W3 Uni-Professoren und seinen Dienstwagen schön mit. Was soll die erst sagen?

    Über den gesamten Lebenszyklus muss man das betrachten und Ländervergleiche einer beliebigen Zahl ohne weitere Faktoren sind doch sowieso nur populistische Polemik, gut für viele Clicks und Aufregung.

  19. Ha gute Beiträge heute !

    Vielleicht war der Udo auch bloß extremer Minimalist, wollte keinen Krempel besitzen und alles bloß gegen Geld mieten/leihen.

    @Strategischwohnen Auch in schlechten Zeiten werde ich in meinem Haus sitzen und außer ein paar Steuern drauf nix zahlen müssen.
    Es sei denn .. die linken Hofreitners führen eine Klimahypothek auf Einfamilienhäuser ein. 😉

    @Bankgebühren Ach ja : die Gebührenerhöhung wird abgeschmettert :
    https://www.n-tv.de/ratgeber/Comdirect-Girokonto-bleibt-vorerst-kostenlos-article22529428.html

    @Steuern Als Kinderloser wäre es steuerlich woanders besser, mit Kindern muss man fairerweise die Ausbildungskosten hinzurechnen, dann sieht es nicht mehr ganz so übel aus.

    @Vermögensbildung ohne Erbschaft oder finanzielle Unterstützung der Verwandten wird es eng. Mit bloßen Gehältern werden Immobilienträume platzen oder riskant. Dann besser vermieten und erst später zum Eigennutz erwerben. Dann zahlt der Mieter die Hütte ab und es ist später genug Substanz da, wenn man die Kohle benötigt.

  20. Ländervergleiche einer beliebigen Zahl ohne weitere Faktoren sind doch sowieso nur populistische Polemik, gut für viele Clicks und Aufregung.

     

    Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie solches Geplapper von den Empörungsfachkräften angezettelt und undifferenziert weiter getragen wird.

     

  21. @Markus

    Vor dem Gesetz sind alle gleich, aber einige gleicher….

    Die Schweiz ist diesbezüglich kein Unschuldslamm, aber wenn der aktuelle US-Präsident aus Delaware uns jetzt angreift finde ich schon amüsant. Delaware ist ja sooo sauber als Steueroase 😀

  22. @Bruno die USA pflegen die christliche Doppelmoral. Wasser predigen und Wein trinken und so….
    Das zieht sich vom prüden Körperverständnis bis zu Glücksspiel und Todesstrafe. “Charity” als Betäubung eines versagenden Staates.

  23. Die Schweiz ist Deutschland in vielen Dingen voraus. Dort geht es offensichtlich disziplinierter zu. Warum kann sich jeder selbst zusammenreimen. Dafür haben wir in Deutschland offenbar so unsere Corona-Problemchen in einigen Wohnvierteln:

    “Aus Sorge vor Corona-Infektionen stellt die Deutsche Post seit Wochen in einer Sackgasse in einem Duisburger Viertel keine Sendungen mehr in die Hausbriefkästen zu. Die Situation für Zusteller sei durch distanzloses Verhalten vieler Anwohner, die zumeist auch keine Masken trügen, nicht mehr tolerabel gewesen….”

    Siehe hier: https://www.spiegel.de/wirtschaft/duisburg-post-stellt-aus-angst-vor-corona-in-sackgasse-nicht-mehr-direkt-zu-a-3f386bf9-88c3-4c6e-9dba-551b12714f20

  24. Ach ja, die hohen Corona Zahlen bei “ausländischen Mitbürgern” sind für unsere “besorgten Bürger” immer ein besonderes Thema.

     

    Denn merke:

    Wenn Bürger sich weigern Masken zu tragen, auf Abstandsregeln pfeifen, Corona für eine Erfindung und Impfung für eine Verschwörung von Gates, Soros und Co halten dann gilt:

     

    Wenn es sich um “ausländische Mitbürger” handelt:

    “Da sieht man es wieder, diese Leute sind hier nicht integrierbar und ein Problem für Deutschland. Typisch kriminelle Ausländer. Vorsicht vor den Parallelgesellschaften.”

     

    Wenn es hingegen um Teilnehmer von Querdenken Demos geht:

    “Diese Leute sind Vorbild für uns alle, aufrechte Demokraten die nur ihre verfassungsmäßigen Rechte ausüben. Kritik an ihrem Verhalten ist Hetze. Es lebe die Meinungsfreiheit.”

     

     

     

     

     

  25. @Ralf

    Du hast dich von deinem ersten Posts hier nicht wirklich verändert. Das wissen natürlich die alten Leser, die nicht mehr schreiben. Redest den Leuten nach dem Mund, immer öfter abschliessend mit einer Aktienfrage.

     

     

     

  26. Heute in den FAZ-Cartoons:  Quo vadis, Impfpriorisierung?

     

    “Als Querdenker habe ich auf verbotenen Demos viel ungeschützten Kontakt zu Menschen. Ich möchte deshalb bevorzugt geimpft werden!”

     

     

  27. Ich erhalte meine erste Impfung am Donnerstag.

    Glücklicherweise macht mein Kanton vorwärts mit der Impfung nicht so wie der Kanton Zürich. 😉

     

  28. @Nico

    Ja man hat es nicht wirklich im Griff, kommen dann noch Privilegien für Geimpfte auf den Sommer und nur die Hälfte ist geimpft, wird die Stimmung unschön und es entsteht Impfneid. Meine Frau hat die 2. Impfung erst vor Kurzem erhalten, obwohl sie auch Corona-Patienten hatte teilweise. Ich bin geduldig, muss aktuell nicht reisen und so habe ich keine grossen Einschränkungen.

    @Inflation

    Inflationsschub haben wir und war auch zu erwarten, anders als in den letzten Finanzkrisen kommt das Geld nun auch in der Realwirtschaft an. Ungemütlich wird es wenn die Inflation >5% steigt. Ich hoffe kein Stagflations-Szenario, denn das ist sehr ungemütlich.

    Der beste Schutz aber auch hier Aktien, zumindest gewisse Aktien, Microsoft und Apple werden kaum leiden unter Inflation resp. können ihre Preise weitergeben. Gold hilft erst wenn es galoppiert und davon gehe ich nicht aus. Immobilien sind auch suboptimal, denn die Materialkosten steigen und das nicht unerheblich. Trotzdem ist mir zumindest moderate Inflation lieber als Deflation, sehr ungemütlich.

     

  29. @Buran

    Die Herde kann das Virus nur hintersichlassen wenn rund 70% der Menschen das Virus durchgestanden oder sich dagegen geimpft haben. Daher habe ich mich frühzeitig für die Impfung angemeldet.

  30. @Nico

    Welchen Impfstoff gibt’s denn? Doch wohl nicht den von Biontec!

    Ein Mittel aus dem ungeliebten, failed state Deutschland.

    Erwarte von einem aufrichtigen helvetischen Patrioten wie Dir, dass in den Arm nur der Impfstoff von Roche oder Novartis kommt.

    Wie weit ist da eigentlich der Zulassungsantrag?

  31. Martin, nein…. ablecken von öffentlichen Flächen… einen gesunden Mann haut der Schnupfen nicht um. Mehr ist das eh nicht und rafft nur alte dahin. NM zeugt gesunde Kinder ist selbst sportlich und agil, man sollte überlegen eine Impfung lieber älteren zu überlassen.

    Es ist so eine geile slapstick, der Mann übertrifft sich Tag um Tag.

    -M

  32. @Synlab
    So darf es gerne weiter gehen mit dem Kurs.

    @Inflationsschub
    Wenn das Covid-19 bedingte reduzierte Güterangebot wieder auf Vorkrisenniveau ansteigt, dann könnte auch die Inflation für Güter der Lebenshaltung wieder (etwas?) zurück gehen. Who knows.

    @Impfstoffentwicklung
    ist keine Sache nur eines Staates. Es war nur die die exzellente internationale Zusammenarbei. Roche zB hatte lange Jahre sehr wichtige PCR-Patente (eingekauft). Ich habe zb CSL aus Australien. Das Excel zeigt die aktuell vorhandenen Covid-19 Vaccine von denen 93 in der klinischen Phase und 184 vor-klinisch sind. Wir werden vermutlich weitere Vaccine benötigen um den Mutationen besser begegnen zu können in den kommenden Jahren.
    https://cdn.who.int/media/docs/default-source/blue-print/30.04.2021-novel-coronavirus_landscape_covid-19.xlsx.zip?sfvrsn=695af576_3&download=true

  33. Nico ich glaube eine Impfdosis wird Dir reichen wie Bundesrat Maurer, der sagte auch er verzichtet auf die 2. Dosis, er sei schliesslich zäh und hart im nehmen 😀

  34. @42sucht21

    Schöner Beitrag zum allgemeinen Gejammere. Die Benefits sind irgendwie immer sooo schnell vergessen und dieses Deutschland-Bashing finde ich immer sensationell :).

    Rich

  35. Ich habe ein Aufgebot für einen Impfort erhalten an dem Pfitzer Biontech verimpft wird.

    In der Schweiz sibd zurzeit nur Pfitzer und Moderna sowie Johnson und Johnson zugelassen. Wobei meines Wissens von diesendrei nur Pfitzer und Moderna vorbestellt worden sind.

    Moderna wird von Lonza in der Schweiz produziert.

    Novartis produziert einen Impfstoff in einem Werk in Österreich. Roche verdient sich eine goldene Nase mit Coronatests.

  36. @ Skywalker

    Hier würde mich einmal rein von den Kennzahlen die Meinung eines Experten interessieren.

    Das Wachstum gefällt mir. Verschuldung, Verwässerung und keine Profitabilität hingegen nicht. Falls das Wachstum weiterhin in dem Maße weitergeht, ist es heute vielleicht kein schlechter Kauf. Falls nicht, weiß ich nicht. Die Aktie ist immerhin bereits 180% in einem Jahr gestiegen. Das erweckt bei mir nicht unbedingt FOMO.

     

  37. @kiev: ja, für mich ist es ein zock, mache ich sonst nicht. Aber mit einer Snack Firma ist es für mich vertretbar. Utz ist ein Familienunternehmen, nach wie vor qusai inhabergeführt. Anfang des Jahres habe ich gekauft, bisher läuft es, ich möchte hier 20 Jahre halten, ich sehe noch viel Raum für Wachstum.

     

  38. @ Skywalker

    Ich hatte vor einiger Zeit einmal Monster Beverage betrachtet. Da gab es auch noch Spielraum für weiteres starkes Wachstum. Kann allerdings nicht einschätzen, ob die Getränke ein Hype sind, die schnell wieder kippen können. Habe ich nicht gekauft. Weiß auch nicht wie es sich weite entwickelt hat. Spielt für mich auch keine Rolle.

    Was überzeugt Dich denn von der Marke, dass Du an das starke Wachstum glaubst?

    Ich habe selbst CTSO. Die sind auch noch nicht profitabel. Hier bin ich von dem Produkt und Marktumfeld nach größerer Rechere überzeugt.

  39. @Skywalker

    Wie kann es denn sein, dass es die Firma seit ewigen Zeiten gibt, diese jetzt erdt sn dke börse ging (?), aber noch nicht profitabel ist?

    Wie hat die Familie das Unternehmen denn bis her geführt so lange ohne Gewinne?

    Eine Snack Firma wäre eigentlich mein Beuteschema.

     

    -M

  40. Das die Hälfte der Bevölkerung nicht fürs Alter vorsorgt ist wirklich erschreckend. Aber den cleveren Martin als Gegenbeispiel anzuführen, sehe ich kritisch. Denn welcher normalsterblicher Mensch in Deutschland verdient jährlich 100k und bekommt 40k von den Eltern geschenkt bzw. vererbt? Selbst als Akademiker kann man von so einem Gehalt oft nur träumen! Und geschenkt kriegt man meistens nicht, jedenfalls nicht als Arbeiterkind! So kann der Martin natürlich locker Anfang 30 seine 250k auf die hohe Kante schaffen. Ein Durchschnittsverdiener wird das vllt im Laufe seines Berufslebens schaffen. Geringverdiener, Familien oder gar Alleinerziehende können sich den Luxus “Vorsorge” leider nicht leisten, weil sie schon jetzt oft den Pfennig zweimal umdrehen müssen. Also bitte, wenn Beispiele, dann schon etwas realistischer.

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