Deutschland ist ein Paradies für Fachkräfte


New York, 26. März 2019

Du planst deine Zukunft: Karriere, Finanzen, Fitness. In Deutschland steigen die Gehälter kräftig insbesondere für Fachkräfte. Du kannst einiges sparen, wenn du motiviert bist.

Wer eine gute Ausbildung/Studium hat, dem stehen die Türen offen. Es herrscht Fachkräftemangel in Deutschland. Fast zwei Drittel der Unternehmen haben Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Aufgrund der demographischen Entwicklung (die alternden Bundesbürger) suchen Firmen händeringend nach Personal. Es ist ein harter Wettbewerb um die besten Köpfe ausgebrochen. Wer clever ist, lässt sich also seine Arbeit fürstlich bezahlen.

In den 10 größten deutschen Städten verdienen Fach- und Führungskräfte 63.300 Euro. Da lässt sich einiges sparen. Hier kann für dich die finanzielle Freiheit Realität werden, wenn du bescheiden lebst. In der Automobilbranche in Stuttgart verdienen Führungskräfte 82.900 Euro, Mitarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau immerhin 76.500 Euro. Das ist üppig. In Münchens Versicherungsbranche sind im Schnitt 80.000 Euro, in der Automobilbranche 79.400 Euro drin.

Es gibt mehrere Trends, die ich für gut halte: Home Office, Freiberufler, Flexibilität, Digitalisierung…

Ich habe gestern den neuen Geschäftsbericht (PDF) des Karrierenetzwerks XING gelesen. Wir haben ein Paradies für motivierte, begabte Kräfte in Deutschland. Warum wird überall so gerne gejammert? Das hat doch mit der Realität wenig zu tun. Wer motiviert ist, kann hervorragende Jobs finden. Das sind Kernpunkte aus dem XING-Bericht:

  • 40 Prozent der Personaler können laut XING-/Forsa-Studie selbst hochdotierte Vakanzen nicht innerhalb einer angemessenen Zeit besetzen. Die große Mehrheit der Personaler rechnet damit, dass die Besetzungszeiten in den nächsten fünf Jahren weiter steigen werden.
  • In Deutschland hat sich die Zahl der Freiberufler in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als verdoppelt.
  • Auf dem EU-Arbeitsmarkt sind Freiberufler die am schnellsten wachsende Gruppe.
  • In den USA gehen Experten davon aus, dass bis 2027 jeder zweite Berufstätige Freelancer sein wird.

Du arbeitest hart, sparst 30 bis 50 Prozent vom Gehalt. Investierst in den Aktienmarkt. Wenn du 40 oder 50 bist (früher oder später), gehst du in die Freiheit. Das ist gar nicht so schwer, wenn du das Prinzip einmal begriffen hast. Viele Menschen können indes nicht sparen. In Österreich hat zum Beispiel jeder Vierte keinerlei Ersparnisse. Kürze Ausgaben, wo du kannst. Tilge Schulden. Nimm dein Leben in die Hand. Es ist in deinem eigenen Interesse.

Die Arbeitgeber liegen dir zu Füßen, wenn du jemand bist, der sich engagiert und alles gibt.

Ist dein Depot proppenvoll, kannst du auf eine günstige Insel gehen. Es gibt schon schöne Wohnungen ab 700 bis 900 Dollar im Monat.

Vielleicht schaust du dich auf Indeed oder Xing nach Jobs um, wenn du unzufrieden bist.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Deutschland ist ein Paradies für Fachkräfte

  1. AvatarEl Barto

    Hi Tim, 
    ganz so rosig ist es leider nicht.
    Ich bin selbst seit 6 Monaten Arbeitslos und finde keine neue Stelle. Zu meiner Person: Mit 39 nicht mehr ganz Jung, hab mal BWL studiert und mit Diplom abgeschlossen. Ich war kurz im Ausland und habe erste Führungsverantwortung gesammelt. Die letzten Jahre in kleinen Mittelständischen Unternehmen mit 20-40 MA. 
    Dort war ich immer Generalist. Hab mich um Personal gekümmert, aber um um Verträge, Kunden, Lieferanten, Bestellungen und das Controlling.
    Also ein Generalist. Damit bin ich leider keine Fachkraft.
    Wie gesagt – hier im Raum FFM finde ich seit einem halben Jahr nichts – und meine Gehaltsvorstellung von 55-60K p.A. ist nicht überzogen.
     
    Meine Erfahrung ist das Unternehmen reine Spezialkräfte suchen die sich mit einem einzigen Thema sehr gut auskennen.  Es lebe der Nerd 🙂
    Ganz so rosig wie es mancher Artikel beschreibt ist es also nicht wenn man halt keine „Fachkraft“ ist…
     
    Zum Glück habe ich immer sparsam gelebt und komme zur Zeit dann ALG1 gut über die Runden. Aber ich habe Angst das ich mein komplettes Erspartes aufbrauchen muss bevor ich Hartz4 beantragen kann. Wenn ich nicht bald einen Job finde.
     

  2. AvatarMadMax

    Hallo Tim,
    diese Studien sind ja gut und schön, aber ich weiß langsam nicht mehr was man da glauben soll, Beispiel Altenpflege: Fachkräftemangel 
    Realität in Baden-Württemberg Einstellung als Altenpflegefachkraft in der Regel befristet für 1 Jahr mit anschließender Weiterbefristung.
    Mangel an Fachkräften und befristete Arbeitsverträge sind doch ein Widerspruch in der Pflege?
    Liebe Grüße 

  3. AvatarGuy Incognito

    Ja, in bestimmten Regionen und Branchen herrscht wirklich Fachkräftemangel, aber zahlen möchten’s trotzdem nicht, die Unternehmen. 
    Letztens hatte ich mal ein Bewerbungsgespräch bei einem Inhabergeführten Mittelständler (ca. 160 MA), ich orientierte mich am aktuellen Tarifvertrag der Branche sowie der Einstufung für die Tätigkeit, für die nicht nur eine Berufsausbildung sondern auch aktuelle und relativ seltene Zusatzqualifikationen vonnöten sind, die man in Deutschland NICHT erwerben kann und die ich mir auch selbst bezahlt habe. Ich dachte mir, ist ja Fachkräftemangel, die Firma sucht schon 1 1/2 Jahre jemanden für die Position und finanziell gut dastehen tut die Firma ja auch (Bundesanzeiger sei Dank). 
    Ja, ja, denkste. Weniger Bezahlung und Sozialleistungen (Urlaub, keine VWL), eine jährliche Zuwendung von von 500,-€ sowie 15 mit dem Gehalt abgegoltene Überstunden im Monat.
    Nachdem ich meine Vorstellungen vorgetragen habe, kam darauf nur eine schnippische Bemerkung des Geschäftsführers, dass „Arbeitsmarktmäßig langsam bessere Zeiten für uns (Arbeitgeber) zukommen werden“. 
    Habe dann gleich danach, den sog. „Trump-Walkout“ gemacht. 

    Wünsche denen ne hohe Fluktuation. Vom deutschen Arbeitsmarkt habe ich die Schnauze gestrichen voll…

  4. Avatar42sucht21

    @Ein Trump-Walkout
    spricht nicht gerade für Sozialkompetenzen eines Bewerbers.

    @Fachkräftemangel
    Ich kenne einige Personaler die sind auch gernervt von den Ansprüchen der Millennials. Wissen viel besser, das Können in der Praxis ist durchmischt aber ab dem ersten Monat bitte Work-Life-Balance mit Förderungen, Premiumgehalt, Sabbatical und viel Urlaub.

  5. AvatarRalf

    Wir haben keinen Fachkräftemangel. In einigen Bereich gibt es lediglich einen Engpass. Zum Teil ist dies hausgemacht.

    Das es keinen richtigen Fachkräftemangel gibt, gibt selbst die Arbeitsagentur Anfang 2019 zu wie nachfolgendem Artikel zu entnehmen ist:

    http://www.manager-magazin.de/politik/konjunktur/arbeitsagentur-zahl-der-arbeitslosen-fiel-2018-auf-rekordtief-a-1246443.html

    Im übrigen ist die Bezahlung in vielen Branchen selbst für Hochqualifizierte immer noch ein Problem. Ich selbst bin im öffentlichen Dienst (Technischer Bereich, Angestellt). Das ist ok. Aber dort sind die Tarifverträge sehr starr und die Bezahlung mäßig, selbst für Ingenieure und IT-Leute.

    Der IT-Bereich brummt sicherlich. Aber mit 40+ tue ich mir hier mit einem Quereinstieg und familiärer Verantwortung etwas schwer obgleich es mich irgendwie reizen würde. Ich wüsste aber gar nicht wo ich anfangen sollte, sehr komplex dieser Bereich und eigentlich macht mir mein Beruf auch Spaß. Könnte eben nur besser bezahlt sein. Und so geht es sicherlich vielen Leuten…

    Zum Beispiel wurde in der letzten Tarifverhandlung bei uns als Trick 17 das ohnehin geringe Weihnachtsgeld für die nächsten Jahre einfroren, defakto eine inflationsbedingte Kürzung in den nächsten Jahren. Und wir könnten in unserem technischen Bereich viel mehr Leute einstellen. Dürfen es aber nicht. Also werden viele Überstunden geklopft.

    Soviel zum Fachkräftemangel….

    Laut OEZD ist die Abgabenlast in D außerdem weiter sehr hoch und diese Organisation hat auch stärkere Gehaltssteigerungen in D angemahnt.

    Es gibt viele Tarifgebundene Branchen und Betriebe. Da sind Gehaltsverhandlungen tendenziel öfters nur in engen Spielräumen möglich.

  6. AvatarThomas

    …weniger Bezahlung und Sozialleistung!? Macht Euch doch Selbständig, dann kann man sein Gehalt selber bestimmen. Manche haben aber auch Ansprüche. Ich würde Selbständigkeit vor Angestelltenverhältnis vorziehen.
    Thomas

  7. AvatarRalf

    Nicht jeder ist für eine Selbstständigkeit gemacht. Das ist einfach so. Und im übrigen geht jede zweite Existenzgründung nach 2 Jahren baden. Wer eine gute Nische findet kann selbstständig viel erreichen. Findet aber nicht jeder.

  8. AvatarChrissie

    @ El Barto
    Mit 39 nicht mehr ganz jung? Das ist so frustrierend, man soll eine gute Ausbildung absolvieren, Berufserfahrung sammeln, möglichst noch im Ausland, und dabei bitte 25 bleiben. Da taucht auch die Realitätsferne der Rente ab 70 auf, die nichts weiter als eine verkappte Rentenkürzung ist. Wer soll einen denn dann noch beschäftigen, wenn man mit 39 schon fast zu alt ist?
     
    Das mit dem hart arbeiten und Karriere machen halte ich ebenfalls für ein Gerücht. Nachdem was ich meistens mitbekommen habe bekommen die hart Arbeitenden noch mehr Arbeit, weil man weiß dass sie da gut erledigt wird, und den Tinnitus oder Burn Out. Karriere machen die, die gut netzwerken und sich gut verkaufen können.

  9. AvatarGuy Incognito

    @42sucht21
    War die beste Entscheidung, aufzustehen und zu gehen. Der „Sozialkompetente“ Spruch vom Herrn Geschäftsführer war für meine Sozialkompetenz eigentlich Backpfeifenfähig und in einem Bewerbungsgespräch haben solche Sprüche eigenlich nichts verloren. Aber egal… vielleicht findet der sich ein paar dressierte Affen für den Job.
     

  10. AvatarHafenmeister

    Hallo Tim,
    ich gebe auf diese „Hurra, uns Deutschen geht es ja soooo gut“-Berichte nichts mehr. Klar geht es uns gut, aber zu welchem Preis und welcher Standard wäre eigentlich problemlos möglich?
    –> Rente mit 63 für alle–> Menschenwürdige Pflege–> Gute Infrastruktur–> usw.
    Fakt ist, dass das Vermögen der Deutschen aktuell unbemerkt umverteilt wird.
    Ein Sozialstaat der eine Rundum-Versorgung für (fast) die gesamte Weltbevölkerung anbietet wird zeitnah ein großes Problem bekommen. Die Millionäre wandern schon scharenweise aus Deutschland und Frankreich aus. Das Geld für die Sozialleistungen kann nur durch die Mittelschicht erarbeitet werden und die wird aktuell schon stark ausgepresst.
    Tim, du musst doch den Unterschied klar erkennen. USA und Germoney sind beides Multikulti-Länder. mit dem Unterschied, dass man in den USA für sich selbst verantwortlich ist und in Deutschland jeder in der sozialen Hängematte landet. Dieser Unterschied zieht eine völlig unterschiedliche Klientel an!
    Ich sorge für eine gute Bildung meiner Kinder, damit sie später die MÖGLICHKEIT erhalten dieses (ehemals wunderschöne) Land verlassen zu können. Ich wette mit die, dass dieser Tag kommen wird!

  11. AvatarThomas

    Das Arbeitsamt zahlt manchmal einen sog. Gründungszuschss für die ersten 6 Monate nach Erstellung eines tragfähigen Konzeptes. Dann kann man auch in die freiwillige Arbeitslosenversicherung einzahlen (habe ich auch gemacht) und bekommt als Gründer bei der gesetzlichden Krankenkasse eine Beitragsermässigung. Sollte nach zwei Jahren die Selbständigkeit scheitern, hätte man Anspruch auf 12 Monate Arbeitslosengeld und würde als Facharbeiter ca. 940 EUR Arbeitslosengeld beziehen. Man kann das Gewerbe trotzdem zusätzlich weiter im Nebenerwerb ( unter 15 Stunddn pro Woche) betreiben. Natürlich ist man auch in der Zeit der Arbeitslosigkeit vermittelbar, aber ich habe das nie bereut einmal vor ca. 15 Jahren zu machen. Kann dadurch meine Lebenszeit als Selbständiger viel effektiver gestalten. Das nur meine Erfahrung, sollte sich jemand aus der Arbeitslosigkeit selbständig machen wollen.
    Thomas
     
     
     
     

  12. AvatarEx-Studentin

    Hi Tim,
    gerade wendet sich das Blatt. Die Auftragslage in vielen Branchen wird schwieriger. Habe letzte Woche meinen Job gekündigt und bin gespannt, ob ich zeitnah was Neues finde. Man sucht Ingenieure (Elektrik, IT), aber die Stellen sind so spezifisch, dass ich da als Maschinenbauerin kein Wort von der Ausschreibung verstehe.

  13. AvatarKarl Ranseier

    Fachkräftemangel ist Propaganda! Gäbe es einen solchen, würden Löhne steigen, was aber nicht passiert… Damit ist alles gesagt. MfG

  14. AvatarChrissie

    @ Hafenmeister
    Das sehe ich genauso wie du. Außerdem wird nicht nur eine unterschiedliche Klientel angezogen, es wird auch eine unterschiedliche Klientel hereingelassen. „Echte“ Einwanderungsländer setzen da ganz andere Kriterien an, wenn man dort einwandern möchte. 
     
    Ich frage mich ob dann auch der Tag kommt, an dem man vielleicht noch das Land verlassen darf, aber sein Geld hierlassen muss. Sollte erstmal das Bargeld abgeschafft sein, lässt sich sowas ganz einfach einrichten.

  15. AvatarFit und Gesund

    hallo Jenny,
    jetzt bin ich aber gerade ein wenig schockiert, den Job kündigen ohne was Neues zu haben? das hätte ich mich so glaub nicht getraut, aber Du bist gut ausgebildet, Du wirst wohl was finden, ich drücke Dir jedenfalls ganz feste die Daumen.
    liebe Grüsse

  16. AvatarEka

    Die Themen werden hier wohl immer besser. Die Überschrift sollte wohl heißen: „Deutschland-ist-ein-Paradies-fuer-Arbeitgeber“, denn nirgends lassen sich die Mitarbeiter so leicht ausbeuten wie in Deutschland.
     
    Seit  mehr als 20 Jahren immer nur die gleichen Standardausreden der Firmen zum Thema Fachkräftemangel: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-a-1136647.html
    Wenn einfach dumme Fragen im Vorstellungsgespräch gestellt werden, dann habt ihr als Bewerber sowieso keine Chance auf die Stelle dort, deswegen solltet Ihr euch dann dort nicht verbiegen lassen und das Gespräch beenden. Lasst euch nicht entmutigen, von Arbeitgebern die den billigsten Bewerber suchen und dann doch noch das Gehalt weiter herunter drücken wollen.
    An die Bewerber einen Tipp, gebt euch und eure Hoffnung auf eine neue Stelle nicht auf und bewerbt euch bundesweit und findet heraus, welche versteckten und unbekannten mittelständischen Familienunternehmen es in eurer Region gibt, ja Vitamin C hilft weiter, hat aber auch nicht jeder. Sucht oder fordert ein Firmenverzeichnis von der IHK kann, dort müssten müssten noch genügend Firmen aufgelistet sein, die vermutlich nicht jedem sofort im Gedächtnis kommen.
    Ich kenne keine Firma die Bewerber einstellt, sondern nur Kostensparmaßnahmen plant und dieses Jahr noch Stellenabbau durchführen wird und zwar nicht nur in der Automobilindustrie, sondern Banken, SAP und und und. 
    Im Handelsblatt und im Manager Magazin wird man besser informiert als durch die eigene Geschäftsleitung!

    @Jenny, was suchst du denn genau? 

  17. AvatarE

    Vielleicht  noch einen Tipp, erwähnt am besten nicht eure Gehaltsvorstellung im Anschreiben, da eure Bewerbung vermutlich schon aussortiert wird und daher keine Chance auf eine Gespräch vor Ort habt, wo Ihr am besten alles persönlich klären könnt. Bitte auch darauf achten, dass Ihr wenn ihr den Gesprächstermin bestätigt,  euch nach der Reisekostenübernahme erkundigt, da nicht jeder Arbeitgeber Lust hat diese zu übernehmen. Verwendet einfach die angegeben Schlagwörter, die in der Stellenbeschreibung genannt werden, in eurem Anschreiben, da der Suchalgorithmus der Datenbank, nach diesen Schlagwörtern sucht.

  18. KievKiev

    @ Fachkräftemangel
    Meine Frau hat erst kürzlich eine neue Stelle angetreten. Dort sind auch noch einige Stellen nicht besetzt. Nach zwei Monaten haben sich auch noch keine Abgründe aufgetan.
    Preise drücken möchten alle gerne. Daher ist es von Vorteil ohne Zwang in Ruhe neue Optionen abzuwiegen. Hier muss man möglichst ehrlich Chancen und Risiken betrachten.
    Der Arbeitgeber stellt gerne relativ junge formbare Mitarbeiter ein. Natürlich zu einem niedrigen preislichem Niveau. Ab vielleicht schon 40 und nur mit Ambitionen wie man eigene Vorteile ausbauen kann ohne mehr leisten zu müssen gilt man vermutlich als alt. Hier muss man mit dem zufrieden sein was man hat. Falls es etwas besseres unter gleichen Bedingungen gibt kann man ja gehen. Gibt es das nicht? Dann ist das Gehalt vermutlich angemessen.
    @ Jenny
    Was ist passiert? Ich hoffe Du hast einen goldenen Handschlag bekommen…
    @ 42 sucht 21
    Millenials leben in einem goldenen Zeitalter. Wenn einem Millenial bewusst wird was er leisten kann steht ihm die Welt offen. In der Nachkriegszeit war es vielleicht schwieriger aus der Masse herauszustechen. Heute ist es vermutlich leichter.

  19. AvatarRalf

    @Hafenmeister: Leider hast du völlig recht. Deutschland schafft sich ab. Und um meine Töchter mache ich mir durchaus einige Sorgen. In der Schule ist es nicht einfach heute, auch vom Klientel her. Auch unsre Rechtsprechung ist ein Witz wenn ich mir diverse Urteile anschaue.

    @Ex-Studentin: Dir drücke ich beide Daumen. Du wirst etwas gutes finden. Ich habe 2018 mit 41 den Job gewechselt. Es war die richtige Entscheidung auch wenn der Stresspregel zeitweise hoch und die Bezahlung mäßig ist. Gute Kollegen und Menschlichkeit sind dort Gott sei Dank gegeben. Und ich muss nicht mehr so weit pendeln. Gib dir etwas Zeit zur Neujustierung.

    Ich muss allerdings ebenfalls feststellen, dass die Stellenanzeigen immer spezifischer und IT-Lastiger werden. Hier fehlen geeignete kurzweilige und ganz gezielte Fortbildungsmöglichkeiten für fest im Berufsleben stehende „Ältere“, besonders zum Themenbereich Digitalisierung ist das alles doch unüberschaubar geworden oder setzt bereits einiges IT-Wissen voraus.

    Trotzdem: Alle weiter Investieren um ein Stück weit dem System entfliehen zu können. Wir stehen z.B. vor einem geplanten Hausbau. Ich da durchaus auch etwas Bauchweh, wenn ich diverse Entwicklungen in D sehe. Aber Risiko gehört eben dazu und Mieten ist hier bei uns sehr teuer geworden.

  20. AvatarAlbr

    Fachkräftemangel 😉 selten so dummes Zeug gelesen… das XING das schreibt ist klar, die wollen ihr Zeug verkloppen !!
    Es gibt mehr als genügend Arbeitskräfte, die mehr oder weniger gut qualifiziert sind, die Arbeitgeber wollen halt nur nix zahlen… meine Frau ist Krankenschwester, ich kenne so viele Kolleginnen von ihr die nicht arbeiten, da könnte man locker 2-3 Stationen in einem Krankenhaus in Frankfurt besetzen… es lohnt sich schlicht nicht für diese Damen, zu arbeiten 😉 
    und nur aus caritativen Zwecken zu arbeiten macht halt nunmal keinen sinn..
     
     
     
     

  21. AvatarAlbr

    @Ralf, du kannst Kinder in Frankfurt nur noch in Privatschulen/privaten  Kindergarten schicken, in öffentlichen Einrichtungen findet kaum noch Unterricht statt bzw. fällt sehr oft aus, über die Qualität will ich jetzt mal nix schreiben 😉
     
     

  22. AvatarRalf

    Kiev: „Millenials leben in einem goldenen Zeitalter. Wenn einem Millenial bewusst wird was er leisten kann steht ihm die Welt offen. „

    Das kann ich nicht so klar bestätigen. Es gibt die Möglichkeit. Es kommt aber stark auf die eigene Bildung, auf die Branche an und auf die eigene Persönlichkeit. Heute studiert z.B. jeder zweite, dies ist längst nichts besonders mehr und der Konkurrenzdruck ist durchaus groß.

    Viele Stellenanzeigen sind sehr spezifisch geworden.

    Man darf nicht immer nur auf die Pflege oder IT-Branche blicken. Die Auto- und Zuliefererindustrie stehen z.B. vor schweren Zeiten. Es ist absehbar dass dort massiv weniger Leute gebraucht werden. Ein E-Auto hat viel weniger Teile.

    Ich glaube auch nicht dass durch die Digitalisierung alles aufgefangen wird. Diesmal wird dies auf den Arbeitsmarkt deutliche Veränderungen haben. Und insbesondere niedrig und normalqualifizierte werden Verlierer sein. Hier fehlen Antworten für die Normalos.

    @Albr: Leider ja. Aber die rosarote Brille vieler möchte sowas nicht erkennen.

    Im übrigen sind sehr viele Leute sehr gut qualifiziert und haben dennoch etliche Probleme, gute Jobs mit gutem Gehalt zu finden. Denn oft sind die Jobs eben nicht in der Region in der man wohnt.

  23. AvatarAlbr

    @E, Reisekosten immer abrechnen, es sei denn die Firma schreibt in der Einladung, dass diese Kosten nicht übernommen werden… in diesem Fall, der Nichtübernahme habe ich grundsätzlich das Vorstellungsgespräch nicht wahrgenommen 😉 zeigt die Einstellung des Unternehmens !!
     
     

  24. AvatarRalf

    Die klassische Anstellung wird aussterben.
    Muss nicht schlecht sein, wenn man das für die Zukunft als Gesellschaft vernünftig gestaltet (Rahmenbedingungen etc.). Leider hinken Gesellschaft und Politik hier aber noch deutlich hinter

  25. AvatarAlbr

    @Ralf, das sehen sehr wohl sehr viele 😉
     
    viele private Schulen werden überrannt und könne bei weitem nicht alle aufnehmen !! ich kenne verzweifelte Eltern, die bereit sind jeden Preis zu zahlen um den öffentlichen Schulen zu entfliehen, aber die Kapazitäten dieser Schulen reichen nunmal nicht 😉
     
     

  26. AvatarThorsten

    Das Märchen vom Fachkräftemangel. Tut mir leid, ich klinke mich hier aus. Ich  mag auch gar nicht kommentieren.  Das Thema nervt mich seit Jahren. Nur soviel : es wird von der Politik zur Rechtfertigung ungebremster Immigration misbraucht und von den willfährigen Medien in Schleifen wiederholt.

  27. AvatarAlbr

    heute werden EDV Profis gesucht, die in 10 Jahren oder so nicht mehr gebraucht werden 😉
     
     

  28. AvatarTimofte

    Das sind allerdings fast alles sehr negative Meinungen, die ich zum großen Teil etwas übertrieben finde. Man sollte nicht alles so zuspitzen. 

  29. AvatarChristian K

    Vor zwei Jahren sind die Headhunter mir noch die Bude eingerannt, haben mich sogar mehrmals direkt im Büro angerufen. (Maschinenbauingenieur)
    Mittlerweile sind die Anfragen weniger geworden und die Headhunter antworten teilweise nicht mehr wenn man Rückfragen zu der Stelle hat, die zuvor noch angeboten wurde.
    Man merkt, dass die Unternehmen sich auf schwierige Zeiten vorbereiten.

  30. AvatarAlbr

    ich habe derzeit meine letzte Stelle, wenn ich aussortiert werde oder ich aufhören möchte, werde ich keine neue Stelle mehr antreten – abgesehen davon dass ich meine finanzielle Freiheit mehr als erreicht habe – würde ich auch keine Stelle mehr finden mit dieser Vergütung !!
     
     

  31. AvatarRalf

    Selbst die Arbeitsagentur sieht keinen richtigen Fachkräftemangel.
    Man kann heute viel erreichen. Aber es gehört einiges dazu. Gute Bildung alleine reicht nicht mehr. D wird nicht ewig wirtschaftlich weiter brummen, dann wird so manchem erst ein Licht aufgehen. 

  32. AvatarRalf

    Trotz des angeblichen Fachkräftemangels und Jobbooms werden immer noch rund 40 Prozent der Arbeitnehmer, die eine neue Stelle antreten, befristet eingestellt. Da passt einiges nicht und das hat auch wenig mit negativ sehen zu tun sondern mit Fakten.
     

  33. AvatarFelix

    Richtig gut geht es wegen des Baumbooms momentan selbständigen Handwerkern in D. Mein Nachbar ist Heizungsbauer und kann sich von Aufträgen kaum retten. Er verdient bestimmt um die 20.000 € im Monat. Klotzt aber auch 12 h täglich ran plus halben Samstag.
    Er würde gerne Leute einstellen, um seine Auftrage bedienen zu können, bekommt aber keine guten, motivierten Leute, die eigenständig verantwortlich Projekte abwickeln können. Die Bezahlung wäre ihm da schon fast zweitrangig. Der Markt ist aber leergefegt. 

  34. AvatarThorsten

    Die Arbeitgeber wollen  befristete, junge, niedrigbezahlte, Qualifizierte mit Sonderqualifiaktionen und 10 Jahren Berufserfahrung. Da sie das nicht bekommen und die Gehälter niedrig halten wollen sind sie an Menschen interessiert die für wenig Geld  und kritiklos alles machen : die sogenannten Flüchtlinge  und Wirtschaftsmigranten. Nichts gegen diese, sie sind auch nur Kananonenfutter. Die künstlich niedrig gehaltenen Gehälter sind auch eine Erklärung für das Problem der Menschen ihre Miete nicht zahlen zu können. Diese gehen nämlich mit Inflation und Preissteigerung mit (Halbierung der Kaufkraft seit Einführung des Euro, damals Pizza 8 DEM, heute 8-9 €).  Das Herzblatt spont : Mieten steigen. Die Wahrheit ist : sie steigen nur nominal , die Gehälter stagnieren jedoch. Dass Mieten in den Innenstädten wegen der Nachfrage und höherem Flächenbedarf pro Persion mehr steigen ist ein anderes Thema, am Stadtrand kann man immer noch etwas preiswerter wohnen, auch in den Ballungsgebieten.

  35. AvatarDr. Nobel Preis

    Hmmmm, je nachdem wie man Fachkräfte definiert. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Ingenieure Mitte 30 die nach langer Jobsuche bei diversen kleinen Mittelständlern und Zulieferern gelandet sind (Niedersachsen/Sachsen-Anhalt/NRW) und unter Wert arbeiten. Ich selbst habe eine kaufmännische Ausbildung und bin seit 15 Jahren in Kleinbetrieben in einer Grossstadt beschäftigt. Nach Betriebsschließung und Neubewerbung wurden mir von deutlich größeren Betrieben schlechtere Gehälter und Arbeitsbedingungen als vorher geboten. Hab mich daraufhin im öffentlichen Dienst beworben und fange demnächst für mehr Geld und Urlaub bei denen an. Bin ehrlich, mit einfacher Qualifikation wird man in Deutschland nur noch verarscht. Hab keine Lust mehr auf vage Versprechen und Karriere die nur aus mehr Aufgaben ohne echten finanziellen Benefit besteht. Es gibt immer nen Ausweg 

  36. KievKiev

    @ Ralf
    Ich bin ja ein sehr junges Mitglied der GenerationX. Vielleicht ist diese Gruppe sogar noch besser. Ich finde die Zeit sehr gut. Die Phase des billigen Geldes kam mir zeitlich auch sehr entgegen.
    Du hast eine Familie, einen neuen Job mit 4 Arbeitstagen die Woche. Du konntest in Deiner Heimat bleiben und hast einen Bauplatz gefunden. Das läuft doch alles recht gut für einen Normalo. Ich habe ja keine Personalverantwortung und Ambitionen in diesem Bereich. Mit Deinen Normalo Passagen könntest Du von mir aber nicht mehr als Durchschnitt erwarten. In welcher Zeit ging es einem Normale denn am besten in Deutschland? 
    Ich habe damals schon bewusst die Automobilbranche gemieden. Während meines Studiums nahm das KFZ als Statussymbol bereits in seiner Bedeutung ab. Ich habe mich bewusst für Technologie entschieden. Ich würde es heute wieder machen. Schwerpunkt Datenverarbeitung und Auswertung. Automatische Lagersteuerung usw. Wenn Du in solchen Bereichen fit bist wirst Du schon die nächsten Jahre einen guten Job finden. Das lag mit auch nicht alles von Geburt an. Das Studium und der Beruf hat mich tiefer ins Thema gebracht. Natürlich gibt es heute mehr Absolventen und damit Konkurrenz. Wenn 80% von ihnen nach dem Studium ins Arbeitsleben eintreten und sich dann erst einmal etwas erhohlen möchten machst Du einfach weiter. So bist Du schnell meilenweit entfernt. Meine Einsicht kam auch etwas später. Aber ich hätte beruflich noch viel mehr erreichen können. Ich hätte halt nur ein wenig mehr machen müssen. Ich bin aber sehr zufrieden. Mein Traum war eh die Selbstständigkeit. Hier habe ich leider keinen Bereich für mich gefunden.

  37. AvatarEx-Studentin

    @El Barto
    Wünsche dir alles Gute, dass du einen Job findest. Umziehen kommt nicht in Frage?
    @Fit und Gesund
    Ich bin mir noch nicht sicher, ob meine Kündigung wirklich das „Klügste“ war, was ich machen konnte. Aber beruflich hat es nicht mehr gepasst und ich habe diesen Gedanken schon lange mit mir rumgeschleppt. Ich habe so viele Überstunden & Urlaub, dass ich bald 2 Monate frei habe zum Bewerbungen schreiben.
    @Eka, Kiev & Ralf
    Ich will was im Bereich Prozessoptimierung bzw. „digitale Transformation“ machen. Ich war die letzten Jahre Projektleiterin & Ausbilderin und egal was ich anpacke, ich optimiere diese Tätigkeiten automatisch. Mein Arbeitgeber hat das leider nur begrenzt unterstützt bzw. ist mit dem Fortschritt leider überfordert. Das Schwierige an der Situation: Die Digitalisierung kostet Jobs, aber wer als Unternehmen nur zuschaut und nichts macht, kann seinen Laden komplett schließen.

  38. KievKiev

    @ Felix
    Dein Nachbar findet zumindest auf dem ihm bekannten üblichen Weg keine geeigneten Angestellten. Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Hat er mal neue Wege versucht? Vielleicht kann er sich im Bereich EU und Anstellungen, Partnerschaften usw. fortbilden. Erst mit OPT ( other people time) wird er richtig skalieren können.

  39. AvatarEka

    @Jenny
    Kennst du die Spielregeln vom Arbeitsamt bei Eigenkündigung deines Arbeitsvertrages? Hast du dich darüber informiert? Sperrzeit von 3 Monaten sind nicht zu verachten. Ich hoffe, dass du schnell was neues findest. 
    Selbst wenn man nach einer neuen Stelle, in einem noch ungekündigten Arbeitsverhältnis als Ingenieur, in der Region Stuttgart sucht, kann man locker mit 1 Jahr rechnen, bis man vom Gehalt her etwas identisches findet,  vorausgesetzt dass das vorherige IGM-Tarifgehalt nicht unterschritten wird. 
    Bewirb dich jetzt, bearbeite deinen Bewerbungsunterlagen und suche jetzt nach Stellen und warte nicht erst ab, bis du Zeit zum bewerben hast. Dann gibt es zu viel Druck. 

  40. AvatarAlbr

    ich verstehe nicht, warum man selbst kündigt ? gibt auch andere Methoden um gekündigt zu werden und mit Abfindung gehen… habe das selbst schon zweimal gemacht, das hat meinem Depot immer sehr gut getan 😉
     
     
     

  41. AvatarEka

    Die Zeiten der großen Abfindungen mit mehr als 1,0 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr plus Schnellentscheider-Prämie für die Unterzeichnung des Auflösungsvertrages sind für die normalen Durchschnittlichen Arbeitsnehmer schon seit langer, langer Zeit vorbei. 
    Beim Management sieht es dagegen anders aus, aber darüber brauchen wir nicht diskutieren.
     
    Jeder muss selbst wissen, was man macht. Wenns zu viel Stress in der Firma geben sollte, wäre es besser sich für einige Wochen auf kosten des Arbeitgebers krank schreiben zu lassen. Um in aller Ruhe nachdenken zu können, was man beruflich machen möchte und dann sich während der Beschäftigung weiter fort zu bewerben. Die ersten 6 Wochen bezahlt der Arbeitgeber und dann gibt es erst Krankengeld. 

  42. AvatarEx-Studentin

    @Eka
    Jo, die Spielregeln kenne ich. Für irgendwas muss mein Erspartes ja gut sein. Beim Gehalt bin ich flexibel. Mir ist die Tätigkeit tatsächlich wichtiger. Ich bin jetzt 8,5 Jahre beim gleichen AG. Für andere ein Job zum „Ausruhen“, aber mit 26 will ich noch nicht die Jahre bis zur Rente strecken. Klar, habe ich Bammel, dass ich nichts finde. Aber als Projektleiterin findet man notfalls immer einen Job.
    @Albr
    Bei meinem AG gibt es keine Abfindungen. Dort gibt es nur Versetzungen.. Selbst bei einer Krise würde man mich erst relativ spät kündigen, da ich viele Funktionen im Team habe, relativ lange da bin und zudem noch im Betriebsrat bin.

  43. AvatarGuy Incognito

    @Albr:
    Ja, da gibts massig Methoden um eine Abfindung rauszuschlagen. Hab’s auch schon mal gemacht und habe einige Tausend Euro bekommen um keine „Unruhe“ im Betrieb mehr zu stiften. 
    Soll sogar Anwälte geben, die sich explizit darauf spezialisieren. 🙂

    In meiner derzeitigen Firma gibts jedoch Strafversetzungen, wie zum Beispiel das Betriebsgelände fegen, oder keine Arbeit mehr zuweisen. Bei mir gibts derzeit einen, der sitzt, wenn er nicht krankgeschrieben ist, im Büro ohne Arbeit, ist jedoch schon 40 Jahre in der Firma, die hoffen, dass der irgendwann mal selbst kündigt.

  44. AvatarMaschinist

    Da sitzt der arme Tim ahnungslos in seiner positiven amerikanischen „Can Do!“ Umgebung und hat die Erinnerung anscheinend vollkommen verdrängt, dass der deutsche Bürger einen guten Teil seiner Existenz aus dem Beklagen über die „unmöglichen“ Ist-Zustände generiert.

    Zum Glück hat er das nun wieder gelernt um sich nur ja nie mehr zu trauen von positiven Entwicklungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu sprechen, der gefühlt am seidenen Faden hängt und dessen Arbeitnehmer sich deshalb schon morgen früh auf den Weg nach (setze hier eins von ca. 180 Ländern Deiner Wahl ein, die fast alle ein deutlich geringeres Lohnniveau als Deutschland haben) machen werden, weil da die Bedingungen ja sooooooooo viel besser sind.

    In einem dieser ca. 180 Länder (mit zumeist nur einem Bruchteil der preisbereinigten Reallöhne und fehlendem sozialen Netz aber dafür zweistelliger Arbeitslosigkeit und hoher Kriminalität) kommen die Jobangebote direkt vor die eigene Haustür.

    Und man kann dort z.B. auch einfach so kündigen, ohne sich vorher einen anderen Job gesucht zu haben (Wahrscheinlichkeit in D ca. 5 mal höher einen neuen Job zu finden, wenn man sich Ihn aus einer bestehenden Jobposition heraus sucht –Nie ohne neuen Job in der Hinterhand den Alten kündigen, wenn man noch weiteres Geld verdienen will).

    Nein – Hier bei uns ist alles schlecht!

    Hier brechen Schulen zusammen und ganze Stadtteile fallen dem Mob anheim, der aus bösen Arbeitgebern und konspirativen Politikern besteht.

    Und so bleibt auch in den vielen freien Abendstunden, 52 Wochenenden und sechs Wochen Jahresurlaub nur noch eins: Über all das in vertrauter Runde zu klagen, anstatt in irgend einer Form zu versuchen, mehr aus dem eigenen Leben zu machen und damit auch anderen mehr Chancen, Licht und Zuversicht zu bringen.

    Gute Nacht

  45. AvatarMattoc

    @Maschinist
    lol
    Und vielen Dank! Habe sehr gelacht und würde wie folgt ergänzen:
    Das Schulsystem G8 ist scheiße, die ewige Pendelei nervt, der Gestank in den überfüllten Bahnen, die schlechte soziale Absicherung, die Mieten sind zu hoch, Kaufen zu teuer, die Gehälter zu niedrig, die Eltern könnten zum Pflegefall werden und das angesparte Geld aufzehren, Überall Bedrohungen durch Kriminelle, die Politik verfolgt das Ziel, Migranten ins Land zu schleusen, agile Arbeitswelt, digitale Transformation, Diesel-Skandal, Impfplicht, der Nachbar hat 2 Autos…und: DER CRASH kommt (irgendwann)….
    Ich könnte gar nicht aufhören, zu heulen. 🙂
     

  46. AvatarSparta

    @Maschinist 
    Deutschland ist wirklich kein mieses Land!
    Allerdings kann auch nicht jeder erwarten schnell oder überhaupt mühelos finanziell frei zu werden.
    Es hängt von vielschichtigen Faktoren ab. 
    Ehrlichkeit und Selbstreflektion ist auch bei den „Erfolgreichen“ unterschiedlich verteilt.
    So zufrieden sind viele Amis auch nicht, wenn sich nicht unbedeutende Teile der Bevölkerung das „alte Amerika“ zurück wünschen.
    Der amerikanische Traum ist eben nicht für alle tatsächlich möglich.

  47. Mark85Mark85

    An Guy Incognito: Warum sitzt diese Person seit 40 Jahren in einem Büro ohne Arbeit? Und wie vertreibt sie sich die Arbeitszeit?

    Ohne eine Erwerbsarbeit komme ich grundsätzlich sehr gut zurecht, da ich über meinen Tagesablauf und -inhalt selbst bestimmen kann. Im September dieses Jahres steht mein 10-jähriges Jubiläum an. Rein zeitlich ist mein großes Vorbild Arno Dübel, der es auf mindestens 30 Jahre gebracht hat: https://youtu.be/kDqxm6_Slvo

    Nur in diesem Bürofall würde ich wohl schnell eine Macke bekommen und lieber wieder zu arbeiten anfangen. 😉

  48. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Ich drücke dir die Daumen. Wird schon werden.

    @ Maschinist

    So ist es. Ich habe den Geschäftsbericht von XING gelesen und dachte mir: „Das läuft ja wie irre.“ Jedenfalls stellen das die Hamburger so dar. Und viele Artikel sprechen vom Fachkräftemangel. Studien geben Durchschnittsgehälter von 60.000 Euro und mehr an. Ist das alles erfunden und erlogen?

  49. AvatarManniB

    Ja Tim, das stimmt alles nicht. 
    Habe vor 2 Jahren (mit 39) den Job gewechselt, und das war mehr als schwierig. Wurde zwar wirklich zu allen Vorstellungsgesprächen eingeladen (circa 20) aber bezahlen wollte keiner was. In der Regel wollte man mich mit 20-35 % weniger Lohn abspeisen.
    Hab über ein Jahr gesucht um zumindest das Geld zu bekommen wo mir der letzte Arbeitgeber bezahlt hat. Wollte da einfach weg, den nach 15 Jahren ist man Betriebsblind. Hab den Wechsel zu keinem Zeitpunkt bereut, aber mehr Geld ist leider nicht drin.
    Kenne paar Leute wo in verschiedenen Firmen als Produktionsmitarbeiter bzw als Maschinenbediener arbeiten. Da muss man heutzutage froh sein, wenn man 12 Euro die Stunde bekommt. Und da arbeiten nicht nur Ungelernte/Fachfremde.
     

  50. AvatarThomas

    Manchmal kann ich das alles nicht glauben, was hier geschrieben wird. Hier sind die grössten Finanzexperten, geht es mit der Börse um Weihnachten rum nach unten, wird gejammert. Zahlen die bösen Arbeitgeber nicht mein Wunschgehalt,  wird rumgeheult. Der zahlt das nicht und ich bekomme von denen jenes nicht. Dann bitte selber was machen. Die Ansprüche sind wirklich sensationell. In meiner Region arbeiten die meisten knapp über Mindeslohn, deshalb habe ich auch den Weg der Selbständigkeit eingeschlagen. Man kann ja auch nicht davon ausgehen, dass man die Summe X,  welche man heute verdient die weiteren 300 Jahre bekommt. Auch finde ich Deutschland im Gesamtpaket immer noch gut.
    Thomas

  51. AvatarHafenmeister

    @ Maschinist
    Denn sag mir doch mal wie sich deiner Meinung nach ein Sozialstaat wie Deutschland entwickeln wird, wenn die gesamten Sozialleistungen für die Bevölkerung der halben Welt offen stehen?!
     

  52. AvatarRalf

    Deutschland hat noch ein gutes Niveau. Es befindet sich aber auf sinkendem Ast. Die Elterngeneration konnte mehrheitlich mit teils schlechterer Ausbildung noch bessere Arbeitsverträge unterschreiben als deren Kinder. Heute sind bei Neueinstellungen befristete Jobs deutlich häufiger der Fall.
    Man kann es auch so ausdrücken: Das klassische Angestelltenverhältnis ist auf absteigenden Ast. Zugunsten der Selbstständigkeit. Dies bietet Risiken aber auch Chancen. Viele sind dafür aber schlicht nicht gemacht.
    Die Digitalisierung wird den Arbeitsmarkt auf den Kopf stellen und es werden sich ganz neue Chancen und Herausforderungen ergeben. Ich würde mich gerne darauf vorbereiten, blicke aber beim Bildungsdschungel nicht durch. Nicht jede Weiterbildung ist sinnvoll.
    Was wir alle tun können: Stetig investieren.
    Beim Fachkräftemangel muss man bedenken: Hier gibt es regional Unterschiede. Was bringt mir ein Job in Hamburg wenn ich in Süddeutschland wohne? Nicht jeder kann oder will jedem Jobs hinterherziehen. Mobilität ist mit Kosten verbunden.
    Was heute fehlt sind ruhigere halbwegs bezahlte Jobs (wie früher Bundespost, Bundesbahn etc.) für Leute die z.B. leistungsgemindert sind. Fast überall wird Höchstleistung verlangt oder mies bezahlt.

  53. AvatarRon

    @Hafenmeister
    Das ist Populismus,weist du wie viel Geld jedes Jahr an Steuern verschwendet werden,und das von deinen Landsleuten?
    Weis du das z.B das Geld aus dem  Rententopf für andere Dinge entnommen werden was dann teilweise nicht mehr zurückgezahlt wird(Militär z.B)?
    Weist du das unsere Politiker für ihr versagen nicht gerade stehen müssen?
    usw usw.

  54. AvatarEx-Studentin

    @Tim & Thorsten
    Danke schön! Denke auch, dass sich was  ergeben wird. Wenn eine 26-Jährige mit 8 Jahren Berufserfahrung (4 davon als Projektleiterin) keinen Job findet, weiß ich nicht, was die Firmen sonst suchen.
    Ist mal eine interessante Erfahrung. Wobei ich es mir schlimm vorstelle, wenn Leute ohne Ersparnisse eine Kündigung erhalten. Selbst mit 100k Vermögen habe ich schon ein mulmiges Gefühl. Als Vater von 2 Kindern mit verschuldetem Haus hat man eine andere Angst vor der Arbeitslosigkeit.

  55. AvatarGuido

    Wer es im IT Bereich versuchen möchte, für den habe ich folgenden Tip: Gewerbeschein für IT Dienstleistungen holen. Auf Freelancermap passende Angebote suchen und ein Profil hinterlegen. PC Grundkenntnisse hervorheben. Es gibt dort immer wieder Angebote für Rollouts, dort wird nur Hardware ausgepackt und angeschlossen. Reisebereitschaft ist pflicht. Ihr startet dann mit 18-20€ pro Stunde, knüpft Kontakte, findet bessere Aufträge und steigert den Stundensatz. Ihr lernt die guten Firmen kennen, werdet bekannt und irgendwann bekommt ihr Festanstellungen angeboten.
    Alter spielt keine Rolle, der Stundensatz bestimmt alles.
    Wer keinen PKW besitzt und keine Reisebereitschaft hat, für den ist das leider nichts.
     
    Die Sache mit den Firmen, welche nach 2 Jahren geschlossen werden müssen, hat oft etwas mit fehlenden Rücklagen zu tun. Stichwort Steuernachzahlungen. Beim Stundensatz von 20€ müsst ihr euch darüber keine Sorgen machen.

  56. AvatarRalf

    Sinnvoll ist es, neben einer Festanstellung ein zweites Standbein zu haben. Ich bin nebenberuflich als Sachverständiger tätig. Derzeit allerdings zeitbedingt (neuer Job) noch auf Sparflamme.

    Man kann schon was erreichen in D. Es ist aber auch kein Zuckerschlecken. Ich stelle z.B. gehäuft fest das Kunden die Preise drücken wollen oder verspätet zahlen. Wer dann von solche Zahlungen abhängig ist, kann schon mal ins straucheln kommen.

    Einen Fachkräftemangel haben wir aber nicht in D. Ein wirklicher Fachkräftemangel müsste tendenziell mit deutlich höheren Lohnsteigerungen einhergehen.

    Das Manager-Magazin hat das Märchen vom Fachkräftemangel schon 2017 entlarvt:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/das-maerchen-vom-fachkraeftemangel-a-1136647.html

  57. AvatarBruno

    Da nun allesamt einig den Fachkräftemangel entkräftigt haben, auch noch meinen Senf dazu. Ich bin Arbeitgeber in der Schweiz im IT-Bereich, und da ist es sehr wohl so, dass man gute Leute nicht mehr bekommt zu „anständigen“ Löhnen, ich habe es schon erlebt dass ein 22jähriger Bewerber mit der Lohnvorstellung von 200k+ vorbei kam. 
    Grundsätzlich sollte es m.E. doch so sein, dass ein Gehalt, insbesondere im oberen Segment nicht primär abhängig ist von Verhandlungen sondern von Leistungen, wenn mir ein Mitarbeiter (glaubwürdig) darlegen kann, wie wir dank ihm über 200k verdienen p.a., dann ist er herzlich willkommen. 
    Und ja, in dieser Branche sind die Löhne auch gestiegen, und dies trotz Outsourcing nach Indien & Co. 
    Dass ein Arbeitgeber nur als Lohndrücker dargestellt wird, ist natürlich ein Irrwitz, sicherlich funktioniert das in Branchen, wo man die Leute einfach nur mit Druck zur Arbeit zwingen kann, aber in Bereichen, wo Kreativität und Selbstinitiative gefragt ist, auch mit Kundenkontakt etc. funktioniert dies nicht, da braucht man top motivierte Leute und keine Sklaven.
    Aber ist mir schon klar, dass es nicht generell so ist, bei uns kommen einige Dinge zusammen, Standort Zürich, KMU, IT-Branche… man muss da als Arbeitgeber sehr viel bieten nicht nur einen hohen Lohn, damit sich überhaupt jemand interessiert.

  58. AvatarGuy Incognito

    @Mark85
    Ne, der ist seit 40 Jahren im Unternehmen, seit einigen Wochen teilt man ihm jedoch keine Tätigkeiten mehr zu, der spielt des Spiel eben mit. Die haben ihm aber schon vor einiger Zeit einen Aufhebungsvertrag angeboten, den er aber nicht unterschrieben hat.
     

  59. Avatar42sucht21

    @Maschinist
    Danke. Mir wurde schon ganz schwindelig von dem ganzen rumgejammere hier. Ist ja schlimm.
     
    @ Ex-Studentin
    Eine sehr mutige und vermutlich gute Entscheidung. Wenn mit 26 schon jahrelang über einen Wechsel nachgedacht wird, dann ist der Wechsel pflicht in meinen Augen. In der Übergangszeit ist es ein mulmiges Gefühl aber danach geht es erstmal aufwärts. Nach meinem Endruck tun sich im allgemeinen kleinere Arbeitgeberstrukturen leichter mit mitdenkenden Mitarbeitenden welche gerne Arbeitsabläufe verbessern. Vielleicht sollten Sie das bei Bewerbungen berücksichtigen.

  60. AvatarSparta

    @Tim
    Im vorigen Beitrag hast Du von 25 Jahren Börse mit kleinen Beiträgen und nicht wissentlicher Outperformance geschrieben.
    Da Du ja schon 1999 DM-Millionär wärst (ja, kurzfristig vor der Dotcom und anschliessendem brutalem Absturz)…
    Wie haben denn die ersten 5 Jahre bei Dir ausgeschaut?
    Ich verstehe es nicht, bzw. bringe kleine Sparbeträge und normale bzw. selbst 20 % p.a. Performance innerhalb von 5 Jahren nicht rational oder mit Berechnung auf diesen, wenn auch kurzfristigen Wert.
    Du kannst ja Stolz auf diese brachiale Leistung sein, aber ich würde es einfach gerne verstehen.

  61. AvatarEckheimer

    Als ich als Steuerfachangestellter in einer größeren Kanzlei arbeitete hatte es bei mir irgendwann mal klick gemacht. Vielleicht ist so ein Gedankengang als AN nicht der beste. Nur wenn man knapp 10€ die Stunde verdient und je nach Leistungsumfang man den Mandanten 100-150€ pro Stunde in Rechnung stellt, da kam ein Gefühl in mir hoch ungerecht behandelt  zu werden. Klar hat der AG noch weitere Unkosten die er noch reinholen muss. Mir kam halt irgendwann nur der Gedanke, wenn meine Leistung solche Summe pro Stunde wert ist, warum bekomme ich nur so einen kleinen Bruchteil.
    Der Gedanke plagte mich immer wieder Mal. Schlussendlich hatte ich aufgehört und bin im Anschluss im öD gelandet. Alles in allem entspannter und man kann nicht mehr solch einen „Leistungsvergleich“ machen wie o.g.
    Aber noch eine Frage an die Selbständigen. Wie habt ihr das mit der Ideenfindung, was man machen / aufbauen könnte, gemacht? Handwerklich habe ich quasi schon zwei linke Füße und da ich nah zum AG wohne auch kein PKW mehr. Das schränkt finde ich schon gut ein und mir fehlen ein bisschen die Ideen oder Inspirationen durch sich selbst eine Niesche zu finden, welche man bedienen könnte.

  62. AvatarChris

    Ich kann nur zustimmen, dass der Artikel leider Unsinn ist. 
    Bin gerade auch auf Job suche. Habe über 20 Jahre Berufserfahrung, will ein ordentliches Gehalt und wohne in einem Ballungsraum. Als Kaufmann wird man zwar überall gebraucht, aber mittlerweile sucht jede Firma vor allem IT und Buchhaltung. Dazu kommt, dass oft das Gehalt sehr niedrig sein soll, getreu dem Motto dann arbeitet sich der junge Arbeitnehmer halt länger ein (Anstatt dass der mit Erfahrung gleich los legen kann und dem Unternehmen helfen kann)
    Dazu kommt, dass es gefühlt 1 Mio  Personalunternehmen gibt.  Davon viele die nur reine Zeitarbeit vermitteln wollen. 
    Wenn ich für Selbstständigkeit gemacht wäre und etwas wüsste, würde ich es tun. Bin ich aber leider nicht.
    Also meiner Meinung nach werden wirklich viele gesucht, aber möglichst billig sollen sie bitte sein. Dass die Angestellten das Fundament für den Erfolg eines Unternehmens sind, verstehen die Chefs in Deutschland irgendwie zu selten

  63. AvatarThorsten

    @Ex-Studentin : mit 26 habe ich grade erst angefangen zu arbeiten,  mit Schulden.  Mit 48 war ich finanziell frei. Du hast also jede Menge Vorsprung. Den ersten Job habe ich nach 6 Jahren gekündigt, dann alle 2 bis 3 Jahre. Ich hatte nie einen Job bevor ich gekündigt hatte, erst die Kündigung ermöglichte die Entfaltung. Ich hatte teilweise Kündigungsfristen von 6 Monaten oder bis zu 12. Da ist ein Absprung ohne vorherige Kündigung gar nicht möglich. Ich habe fast jedes Mal mehr verdient als vorher und habe dazu gelernt. Das ist härter als die gepamperte Version der Deutschen Lebensstellung, wo der eigene Marktwert jedes Jahr sinkt, aber ey macht euch nichts vor, die gibt es nicht mehr. Wenn ich sehe, was die Kollegen ab 50 machen oder machen müssen, die mit den schnellen Entwicklungszyklen nicht mehr mitkommen oder man es ihnen nicht zutraut. Ich habe da ganz fiese Assoziationen von Beschäftigungstherapien und so. 15 Jahre am Ende dann vielleicht irgendwas Fragwürdiges tun, was mit dem Eintritt ins Rentenalter dann abgeschaltet wird ? Für mich war das eine Horrorvorstellung. Zum Glück ist die Rechnung für mich aufgegangen, ich bin so dankbar.

  64. AvatarSlowroller

    Ich finde es wirklich wirklich schade, dass es (gerade hier im Blog) soviele negativ eingestellte Menschen gibt. Dass es Unterschiede in der Fläche sowie in einzelnen Professionen gibt sollte doch klar sein – die Automobilindustrie ist doch ein gutes Beispiel. Aber gerade hier sind es doch derzeit die ITler, die etwas mehr gesucht werden als Konstrukteure, die haben Jahrzehntelang davor profitiert.
    Ich habe Einblicke in Hamburg und in Teilen in Strukturschwächere Regionen im Osten: In beiden sieht es Jobtechnisch wirklich gut aus. Vielleicht nicht so wie vor 3 Jahren – aber deutlich besser als in den 2000endern.
    Es gibt Dinge, die kann man nicht ändern: Konjunktur, Automatisierung oder z.T. Disruption. Aber davon ab spielt uns allen die Demografie in die Hände. Wer wirklich einen Abschwung erwartet: Hey, im öffentlichen Dienst sind derzeit viele Stellen vakant. Ist nicht so dolle bezahlt aber was man daran hat wird man erst sehen wenns konjunktuerell mal schlechter läuft. Jammern hilft defintiv nicht und AFD-Stammtischparolen noch viel weniger. 

  65. AvatarFelix

    Für einen Aktienblog ist hier recht viel Beamten- und Vollkakomentalität unterwegs. Man will höhere Löhne, aber keinen Wettbewerb und wenig Anstrengung. Des Jobangebot soll vor der Haustür sein. Und wenn man für die Firma unerträglich geworden ist, soll es zumindest eine dicke Abfindung geben.
    Ob in D die Löhne zu niedrig oder die Abgaben zu hoch sind, ist noch die Frage. Wobei die staatlich erwartete Vollversorgung natürlich hohe Steuern bedingt.
    Aktionäre sollten aber doch eher Unternehmergeist haben: Man probiert etwas, hängt sich voll rein. Wenn man damit auf die Schnaunze fällt, probiert man etwas anderes, bis man etwas findet, was funktioniert. So sind wir doch Aktionäre geworden, oder? Und bei Verlusten rufen wir nicht dem Staat, der den bösen Markt regulieren und den Verlust ausgleichen soll. Dafür möchten wir auch nicht, dass im Erfolgsfalle dieser Räuber alles wegbesteuert.

  66. Avatarcerebrum

    Zumindest in meinem Bereich gibt es einen Mangel. Es herrscht ein reiner Bewerbermarkt.

    Einstiegsgehalt bis 145.000 € p.a. plus Bonus:
    https://www.azur-online.de/geld/gehaelter-associates (einfach Fixum 1. Jahr max. anklicken für Sortierung). Gehaltssteigerungen in den ersten Jahren z. T. über 10.000 € im Jahr.
    Ich bin nun 28 Jahre alt und werde 120.000 € als Einstieg, 145.000 € nach drei Jahren verdienen (zzgl. jeweils Bonus), ich hatte freie Wahl an Arbeitgebern. 

    Voraussetzung: 8 Jahre lang Gas geben und in sich selbst investieren.

    Als Arbeiterkind aus dem Osten der sich Bafög sei Dank durchs Studium kämpfen konnte, zeigt es mir, dass es möglich ist in Deutschland. Die EU hat es mir erlaubt, wertvolle Erfahrungen im europäischen Ausland sammeln zu dürfen, ohne Visum ohne alles, selbst mit meiner O2 Prepaid Karte konnte ich ohne Zusatzkosten telefonieren. Über meine europäische Krankenversicherungskarte (gesetzlich krankenversichert) wurde ich auch im Ausland behandelt. Es machte überhaupt keinen Unterschied, ob Brüssel/Mailand oder Berlin/München. Alles war organisatorisch gleichsam unkompliziert. Es war super. 

    In Amerika, dass hier so hochgehalten wird, wäre mir dieser Weg wegen der hohen Gebühren verwehrt geblieben. Ich bin froh, in Deutschland bzw. in der EU leben zu dürfen.

    Vielleicht schreibe ich auch mal einen Leserbrief um den ganzen Pessimisten hier im Forum entgegenzutreten (für ein Finanzforum manchmal echt drollig die Einstellung der Leute). Erinnert mich an die Leute am Anfang meines Studiums: Junge, mach das bloß nicht. Alle Juristen, die ich kenne, fahren Taxi vorne links. Nunja, alle Juristen die ich kenne und die von Anfang an Gas gegeben haben, sind erfolgreich (German dream ;))

  67. AvatarMaschinist

    @Cerebrum:

    Herzlichen Glückwunsch betreff was Du bisher erreicht hast und danke für Deine positive Denke!

    Das gibt vielen weiteren Menschen dann Mut auch etwas zu unternehmen und die eigene Lebenszeit nicht mit Jammern zu verbringen.

    Du passt wie die Faust aufs Auge zu den:  https://freiheitsmaschine.com/ positiv Denkern.

    Schönen Tag!

  68. AvatarCL

    Also ich kann dieser „Jammer Mentalität“ nicht viel abgewinnen. Die Arbeitsmarkt Situation war die letzten Jahre überdurchschnittlich gut und es wurde händeringend nach Mitarbeiter gesucht. 
    Natürlich will jeder AG möglichst wenig zahlen und möglichst viel dafür haben, schließlich verdient er so am besten. Genau so geht es jedem AN ja auch .
    Aktuell trübt sich die Situation leicht ein, aber man kann immer noch gut verdienen. Ich bin 36 Jahre alt, habe beruflich tolle Aussichten und verdiene ca 110k. Und das bekomme ich nicht weil ich Jammer oder Bettler, sonder weil ich mehr leisten als von mir erwartet wird! 
     
    Habe die Ehre! 
    CL
     
     

  69. KurtKurt

    Da wird der Fachkräftemangel schön visualisert. Früher gabs denn auch noch in Zahlen mit detaillierteren Berufsangaben und mit Rückblicken dazu.
    https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Footer/Top-Produkte/Fachkraefteengpassanalyse-Nav.html

    Alle 6 Monate wird aktualisiert.
    Vor kurzem  habe ich ein seltenes Gespräch mit unserem „obersten Chef“ mitbekommen. Er meinte, wenn er in Bereich A mehr zahlt, dann muss er in Bereich B auch mehr zahlen und dann in Bereich C usw… Das heble den Tarifvertrag aus.

    Hat er ja erstmal recht, aber für das aktuelle Geld bzw. für manche Arbeitsbedingungen (die sich ja auch wieder in Geld umrechnen lassen – wenn man z.B. mehr freie Tage oder mehr Urlaub bei selben Gehalt bieten würde(!) ) macht den Job keiner mehr. Und das obwohl wir mit den „besten“ Tarifvertrag“ bundesweit haben. Sind auch nur 100 EUR brutto mehr, also ein Witz, aber damit wird sich zurückgelehnt AG-technisch.

    Ausgeschriebene Stellen oder offene Stellen sind leider keine besetzen Stellen. Aber so kann man sagen, man hätte doch ausgeschrieben.

    Andere „Mitbewerber“ zahlen seit Jahren Kopfpauschalen oder schaffen Anreize um die wenigen Kollegen die in manchen Bereichen zu den aktuellen belastenden Bedingungen überhaupt noch arbeiten wollen, abzugreifen bwz. zu halten.

    Die Mehrheit der Arbeitgeber versteht das nicht oder ruht sich auf Ansichten von vor 15 Jahren aus. Gleichzeitig wird sich gewundert das man kein Personal bekommt, nicht mal aus dem Ausland, da selbst dort die Bedingungen besser sind als hier.
    Tja, dann muss es wohl NOCH schlimmer werden, ehe der Groschen fällt.

    Wer kann (Arbeitnehmerseitig) geht und macht was anderes. Wer nicht kann (z.B. wg. schlechtem Wohnungsmarkt oder Hypotheken an der Backe) bleibt und muss sich durchbeißen.Die meisten gehen für immer, wenn sie gehen und die Branche „wechseln“. Verstehe ich voll und ganz. Und es liegt nicht am Beruf an sich oder der Freude am Beruf.

    In der freien Wirtschaft, würde ich mit weniger Stress, weniger Komptenzenanspruch, weniger Komplexität und besseren Arbeitszeiten ohne Probleme mindestens 1000 EUR mehr heimbringen.

    Aber manche Jobs gelten halt nicht als „Leistungsträger“. Die bemerkt man dann erst wenn sie nicht mehr da sind bzw. besetzbar sind. Aber dann ist es zu spät und Veränderungen bzw. Verbesserungen und dann wieder Leute zum ausbilden zu finden dauert viele Jahre.

    Wenn über 3/4 der Azubis nach dem Examen gehen und nicht bleiben, nicht mal im gelernten Beruf, weil sie die Arbeitsbedingungen erlebt haben, dann spricht das seit Jahren für sich.
    Aber das kann man anscheinend gut ignorieren. Noch. Obwohl es 5 nach 12 ist. Aber das ist nichts neues. Man will es nur noch nicht so wahrhaben, scheint es mir.

  70. AvatarRalf

    Es wird immer positive Ausreißer geben, die ein sehr gutes Gehalt generieren können oder durch eine Selbstständigkeit viel erreichen. Das ist gut.

    Die große Masse mit „normalen“ Anstellungsverhältnissen in „normalen“ Firmen ist davon jedoch weit entfernt.

    Der sogenannte Fachkräftemangel zeichnet sich in vielen Branchen nicht entsprechend in stärker steigenden Gehältern ab wie dies bei einem echten Mangel aufgrund steigender Nachfrage (Angebot-Nachfrage) eher sein sollte. Der Reallohnindex hat viele Jahre eher sogar stagniert, das hat also wenig mit Jammern mehr mit Fakten zu tun.
    Man sollte hier nicht nur auf die boomende IT-Branche schielen. In vielen Ingenieurbüros z.B. sind die Gehälter trotz guter Qualifikationen teils recht mau.

    Selbstständigkeit funktioniert wunderbar wenn man der Typ für sowas ist und ein gutes Konzept hat. Ich bezweifle jedoch das jeder dafür geeignet ist. Ich sehe selbst, das dies auch nebenberuflich kann schön Zeit kosten kann.
     

  71. AvatarNico Meier

    Bei uns in der Firma sind wir schon soweit, dass Neueinsteiger die mit mitte 20 kommen deutlich weniger verdienen als wir mit mitte 20 bekommen haben. Begründungen dafür gibts keine und die Neuen merken erst mit der Zeit, dass sue weniger verdienen. Zusätzlich werden viele Neuen nur mit Einjahresverträgen angestellt dieser wird jedes Jahr verlängert.
    Ich habe noch 42h im Vertrag die Neuen habe 45 Wochenstunden im Vertrag.

  72. AvatarThomas

    Verstehe nicht, warum Fachkräftemangel automatisch ein deutlich höheres Gehalt bedeuten soll.
    Klar, bei Fachräftemangel ist es wegen Angebot und Nachfrage leichter einen neuen Job zu bekommen. Aber fürs Gehalt ist doch in erster Linie die Produktivität verantwortlich. Warum soll jemand 80000Euro im Jahr verdienen, wenn er nur 50000 Euro erwirtschaftet. Ich als Unternehmer/Arbeitgeber würde dann eher Projekte canceln, statt überteuerte Mitarbeiter einzutellen.
    Gruß,
    Thomas
     

  73. AvatarGuy Incognito

    @Kurt
    Sehe ich genauso. Wo ich angestellt bin laufen derzeit die Leute weg, seit November 15 an der Zahl, diese Stellen sind ausgeschrieben, können jedoch nicht nachbesetzt werden, da der Stundenlohn eigentlich ein Witz ist, der nach der Firmenübernahme durch einen PE-Investor angeboten wird. Im Grunde kann ich mit meinem Stundenlohn noch hochzufrieden sein, im Vergleich zu dem was derzeit Angeboten wird.
    Die Geschäftsleitung spekuliert darauf, dass ein schlecht geführter Mitbewerber pleite geht und sie dann die Leute abfangen können, garniert mit der Aussage „wir bieten ja auch einen unbefristeten Festvertrag“. Ich denke, dass ein unbefristeter Festvertrag zu den Basics gehören sollte, bei Fachkräftemangel.
    Da ich einen Migrationshintergrund habe, erlebte ich oftmals die Aussage im Familien- und Bekanntenkreis, dass in Deutschland die Arbeitsatmosphäre-, bedingungen sowie die Löhne für die abgerufene Arbeitsleistung relativ schlecht sind, sodass Fachkräfte mit Ausbildung Deutschland meiden. 
    Deutschland zieht eher Arbeitnehmer für ungelernte Hilfstätigkeiten in der Produktion (z.B. Automobilindustrie) an.

  74. KurtKurt

    @ FelixNein. Im Gesundheitswesen (öff. Dienst), konkreter: In der Pflege.btw: Wer nicht direkt nach der Ausbildung geht, geht zum Großteil innerhalb von 7 Jahren, habe ich mal gelesen. Leider weiß ich den Prozentsatz nicht mehr. Waren 60-80% glaube ich.Engagement wird hier leider nicht gewertschätzt und leider schon gar nicht bezahlt. Fachwissen, auch Spezialwissen wird auch nicht honoriert aber gerne „gesehen“ bzw. genutzt. Aber wenn man es einbringen soll, dann werden Versprechungen („Du bekommst Stundengutschriften für die Zeit die Du ausserhalb der Arbeitszeit dafür aufgewendet hast.“) nicht eingehalten. Von 10 Std. bekam ich 2. Aber nur weil ich „Projektleiter“ war, sonst wären es nur 1 gewesen.Seitdem bringe ich mein Spezial- und Zusatzwissen nur noch ein wenn ich dafür sicher gezahlt werden würde oder schriftliche Zusagen habe. Aber die bekommt man innerbetrieblich selten. Dabei würde man das wissen so gerne nutzen. Aber mehr  Zahlen o.ä. will man auch nicht.Wenn ich mehr Zusatzausbildungen habe (teils selbst gezahlt) und der AG will diese nutzen, dann muss er zahlen. Das versteht er nur nicht. Warum sollte ich mehr leisten als jmd. anderes in der gleichen Abteilung mit weniger Kompetenzen und Dienst nach Vorschrift, der dasselbe wenn nicht sogar (Dienstalter) „mehr“ Geld bekommt. Da lasse ich mich nicht veräppeln.Nicht falsch verstehen, ich engagiere mich gerne und mache gerne auch mehr und bringe mich gerne ein. Aber nicht ohne Gegenleistung und nicht auf Dauer, wenn es weder verbal gewertschätzt noch sonst irgendwie honoriert wird.
    Andererseits wird dann immer gejammert über die „noch nicht so fitten Kollegen“ oder die jungen Kollegen die nicht das bereichsübergreifende / Spezialwissen haben wie ich (bzw. andere)…. Tja, was will man den nun….
    @Ralf
    Die große Masse mit „normalen“ Anstellungsverhältnissen in „normalen“ Firmen ist davon jedoch weit entfernt.
    Der sogenannte Fachkräftemangel zeichnet sich in vielen Branchen nicht entsprechend in stärker steigenden Gehältern ab wie dies bei einem echten Mangel aufgrund steigender Nachfrage (Angebot-Nachfrage) eher sein sollte. Der Reallohnindex hat viele Jahre eher sogar stagniert, das hat also wenig mit Jammern mehr mit Fakten zu tun.
    Vollste Zustimmung.
    In der freien Wirtschaft würde ich als Angestellter bei einem selbstständigen Betriebsarzt der für unterschiedliche Firmen arbeitet, das 3-4 fache als Netto-Einstiegsgehalt verdienen und dabei nur 1/4 meiner Kompetenz und meiner (anerkannten) Qualifikationen und Fachweiterbildungen benötigen. Das Angebot bekam ich neulich. Es hängt „leider“auch die Familie mit dran, da wir für diesen (meinen) Job umziehen müssten und dann meine Frau einen neuen Job bräuchte plus Wohnung. Plus, was ist wenn der Betriebsarzt aufhört und er wird das nicht mehr lange machen, auf Grund des Alters….
    Nachfragen an Firmen die ihn (den Betriebsarzt) bräuchten gibt es mehr, als der Tag Stunden hat.

  75. Avatarcerebrum

    @Ralf

    Die große Masse mit „normalen“ Anstellungsverhältnissen in „normalen“ Firmen ist davon jedoch weit entfernt.

    Die große Masse ist eben nicht genug qualifiziert. Es hat eben immer was mit der Qualifikation zu tun. Es heißt ja auch nicht, dass es einen Arbeitnehmermangel gebe, sondern es gibt einen FACHKRAFTMangel. Also einen Mangel an Qualität. 

    Der sogenannte Fachkräftemangel zeichnet sich in vielen Branchen nicht entsprechend in stärker steigenden Gehältern ab wie dies bei einem echten Mangel aufgrund steigender Nachfrage (Angebot-Nachfrage) eher sein sollte. Der Reallohnindex hat viele Jahre eher sogar stagniert, das hat also wenig mit Jammern mehr mit Fakten zu tun.

    Sie erliegen einem Irrtum. Wenn ich als Arbeitgeber qualifizierte Leute suche, die es nicht gibt, dann bezahle ich doch nicht automatisch den weniger Qualifizierten mehr Geld! Und die sehr gut Qualifizierten verdienen eben auch extrem gut (siehe mein Beitrag oben). Aber da es zu wenig von Ihnen gibt, gibt es auch weniger Beispiele hierfür und die weniger Qualifizierten müssen sich eben mit weniger Gehalt begnügen. Das gilt für Informatiker, für Techniker, für Ärzte, für Wirtschaftsprüfer, für alle. Qualität bestimmt den Preis und damit das Gehalt. 

    Ich behaupte, diese Qualität liegt am fehlenden Engagement. Die Ausbildungsmöglichkeiten in diesem Land sind trotz vieler Fehler immer noch eine der Besten weltweit. Wer eben in jungen Jahren nicht bereit ist, abends extra Lerneinheiten zu schieben, am Wochenende zu lernen oder sich weiterzubilden, der hat eben Pech. Ich finde das nicht schlimm, aber dann auch bitte nicht rumjammern, dass er vom Fachkräftemangel nichts spürt. Das ist (will nur keiner hören) Selbstbetrug. 

    Um es in meiner alten Jugendsprache etwas überspitzt auszudrücken: „Ja Digga, wenn du trotz Fachkräftemangel keinen Job findest, der deinen Ansprüchen genügt, dann biste halt keine Fachkraft ne.“

  76. Avatarsammy

    @chrissie
    Nachdem was ich meistens mitbekommen habe bekommen die hart Arbeitenden noch mehr Arbeit, weil man weiß dass sie da gut erledigt wird, und den Tinnitus oder Burn Out. Karriere machen die, die gut netzwerken und sich gut verkaufen können.
    Da gebe ich dir vollkommen recht! Das ist auch meine Erfahrung!

  77. KurtKurt

    @Guy Incongito
    Ich denke, dass ein unbefristeter Festvertrag zu den Basics gehören sollte, bei Fachkräftemangel.
    Korrekt.

    Aber man (AG) denkt nur kurzfristig, bwz. will sich keine Eier einkaufen. Verständlich. Wenn das das „HR“ angesprochen wird auf 5mal in Folge 1-Jahres-Verträge, dann sind sie ganz erstaunt und sagen: Eigentlich wollen wir viel schneller und eher entfristen. Auch von Arbeitgeberseite aus wenn es uns auffällt.
    Die Frage ist, fällt es nicht auf oder will es einem nicht auffallen? Darauf bekommt man vermutlich keine Antwort und der Schwarze Peter wird von der Politik hin und her geschoben oder aber innerbetrieblich von den verschiedenen Führungsebenen hin- und hergeschoben.

  78. Avatarcerebrum

    @ Sammy und Chrissie
    Klassiker: https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt
    Tut mir leid, aber mich kotzt es an, den Erfolg anderer Leute auf solche Dinge zu reduzieren und sich selbst als arbeitsame, ständig unterschätzte und ungerecht behandelte/ausgebeutete Kreatur zu überhöhen. Der Blog soll hier doch eigentlich eine ganz andere Mentalität vermitteln. Ich verstehe es nicht…

  79. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ cerebrum

    Gratulation zum Job. Du machst einen super Start in die Karriere. Ich stimme zu: Europa bietet eine gute Grundlage für die Ausbildung/Studium, wenn man das mit den teuren USA vergleicht, wo Millionen von Absolventen 100.000 Dollar Schulden und mehr auftürmen, bevor der erste Job beginnt.

    Ein Leserbrief von Dir wäre eine Bereicherung für den Blog.

  80. AvatarAnna i.R.

    @ Guy Incognito
    Dein Kollege mit 40 Jahren Betriebszugehörigkeit wird wohl Gründe haben, diese Schikane zu ertragen. Solange wird er nicht mehr zur Rente haben, da unterschreibt man keinen Aufhebungsvertrag. Kündigung durch den AG? Wird sich dieser verkneifen. Folge: Arbeitsgericht, evtl. Wiedereinstellung und noch schlimmer für AG: Eine Abfindung für eine so lange Zugehörigkeit wird verdammt teuer. Ich wünsche dem Ausgegrenzten gute Nerven.
    Fachkräftemangel: Mein jüngster Sohn war mit 36 Jahren der Älteste in der Abt. (Automobilzulieferer, börsennotiert, heimisch in GB). Ist das noch normal? 
    Gruß
    Anna

  81. AvatarMattoc

    Ich persönlich kenne niemanden, der unter 40 Jahre alt ist, es WIRKLICH WILL UND KANN und es dann  aufgrund äußerer Rahmenbedingungen nicht schafft. 
    Was gehört zum Teilbereich „wirklich wollen“:
    – Man hängt nicht an (s)einem Wohnort
    – Man hängt nicht an einem Thema
    – Man ist bereit, viele Dienstreisen zu machen
    – Man ist bereit, ein spürbar sichtbares Auftreten hinzulegen 
    – Arbeitszeiten sind völlig egal. Was sind Arbeitszeiten?
    Was gehört zum Teilbereich „können“:
    – Eine entsprechende berufliche Qualifikation (MINT, Jura etc.) in den entsprechenden Branchen und laufende Weiterbildung sind erforderlich
    – fließendes Englisch ist selbstverständlich
     
    Wer das mitbringt, wird es schaffen, ein überdurchschnittliches, ja hohes Gehalt zurecht zu verdienen. Alle anderen sind „normal“. Was auch ok ist. Es gibt keinen Grund, sich zu beschweren.
     
     

  82. AvatarSparta

    @cerebrum
    „Vielleicht schreibe ich auch mal einen Leserbrief um den ganzen Pessimisten hier im Forum entgegenzutreten (für ein Finanzforum manchmal echt drollig die Einstellung der Leute).“

    Rein statistisch haben wir jetzt hier vielleicht 10 x negativ auf 1 x positiv bei diesem Beitrag bzgl. Bezahlung. 
    Wenn wir jetzt prozentual die Arbeitnehmer mit so einem Einstiegsgehalt nehmen….
    Geschätzt ca. weniger als 1 % der Arbeitnehmer sind wir hier doch ein X-faches positiver als der Durchschnitt! 😉
    Was war denn Dein Fokus mit 17, 18 oder welche äußeren Umstände haben Dich denn für dieses Studium entscheiden lassen?

    Man könnte uns auch als die „Sonnenscheingruppe“ sehen. 😉
    Selbst unser kleines Tief „Ralf“ mit 5 k bei 4 Wochentagen ist für den Median sogar relativ beneidenswert.

    Sorry Ralf, aber man könnte Deine Situation auch positiver sehen.
    Vielleicht wäre die Versicherungsbranche was für Dich. Da macht man mit mieser Stimmung und schlechten Zukunftsprognosen Kohle. 
    Emotionale Wahrnehmungen mal außen vor gelassen. 😉

  83. AvatarNico Meier

    @Mattoc
    „man hängt nicht an seinem Wohnort“
    Ich bin noch leicht unter 40 Jahre alt und ich stelle fest, dass gerade Menschen in meinem Alter dazu neigen sesshaft zu werden man will in seiner Herkunftsregion bleiben und hat keine Lust alle par Jahre umzuziehen.
    „Arbeitszeiten sind völlig egal. Was sind Arbeitszeiten?“
    Ich bin immer bereit Überstunden zu leisten in einem gewissen Rahmen unter einer Bedingung, dass die Stunden kompensiert oder ausbezahlt werden. Denn ich habe viele Kollegen die keine Kaderleute sind aber jedes Jahr auf massig Überstunden verzichten und dies obwohl sie recht mies bezahlt werden für ihren Einsatz und darauf habe ich keine Lust!
     

  84. AvatarMattoc

    @Nico
    Es ist doch auch völlig in Ordnung, wenn man an seinem Wohnort hängt, oder sich um die Familie kümmern möchte, keine unbezahlten Überstunden leisten möchte, keine unangenehmen Aufgaben im Job machen möchte, nicht repräsentieren möchte, sich auch nicht selbst um seine Fortbildung kümmern möchte…
    Ich kann das alles gut verstehen. Aber dann kann man eben auch im Regelfall (und gerade in jungen Jahren) keine außergewöhnlich gute Bezahlung erwarten.

  85. AvatarNico Meier

    @Mattoc
    Hier wird vieles vermischt. Wohnort bleibt bestehen Haus ist gekauft.
    Ich leiste viele Überstunden aber als nicht Kader erwarte ich, dass diese kompensierbar sind oder ausbezahlt werden.
    Ich habe viele unangenehmen aufgaben und bin der letzte der sich solchen verweigert. Kein problem zu representieren oder auch kleinere Projekte zu leiten habe ich auch schon erfolgreich getan. Sich selber um die Fortbildung kümmern zu ich wohl leider wurde in den letzten Jahren immer weniger  Geld für die Weiterbildungen seitens des Arbeitgebers loker gemacht.
    Ich halte meine Bezahlung für recht ordentlich insbesondere da ich keine Kaderstelle habe und somit keine Verwantwortung für Untergebene.

  86. KievKiev

    @ Sparta
    Bist Du zufällig auf der Invest? Würde mich freuen Dich anzutreffen. Einen Spartiaten kann ich vermutlich auch ohne Treffpunkt in der Bloggerlounge ausfindig machen. Oder erscheinst Du doch eher als Re, Ra, Sol, Apollo…?
    Ich bin sehr glücklich in der aktuellen Zeit leben zu dürfen. Auch wenn ich vielleicht nur 3 Punkte von Mattocs Liste erfülle reicht das für ein sehr gutes Leben schon mehr als aus. Ein sehr hohes Gehalt gibt auch nur Zufriedenheit in einem Bereich.
    Bis 1997 hatten Tiefs ausschließlich Frauennamen. Folglich kann es sich bei Ralf als Mitglied der GenerationX nur um ein Hoch handeln. Ich denke auch, dass die meisten hier im Forum sich auf einem Hoch befinden. Wenn sie das selbst erkennen werden sie ganz von alleine spürbar zufriedener und glücklicher.

  87. AvatarDanielKA

    @ Nico: Mit 40 sollte man es längst geschafft haben, in einer verantwortungsvollen Position mit entsprechender Bezahlung.
    Deswegen bin ich da eher auf Thorstens Seite, erst fett Gas geben, flexibel sein, Dienstreisen, sich gut verkaufen etc., da ragt man bei den ganzen work life Balance typen echt heraus (kann ehrlich gesagt die ganzen 20er mit sabbatical und ach ich mach schon die 3-4 Tage Woche am Anfang und ist mir alles zuviel, nicht verstehen). Später hat man mit Familie und eventuell Kindern genug zu tun und ohne sowieso kein Problem weil man dann niemandem Rechenschaft schuldig ist.
    Wer mit 20-30 , Teilzeit und schön um 16:30 Feierabend machen will, der wird entsprechend nicht herausragen und eben nicht überdurchschnittlich gut in seiner jeweiligen Branche verdienen, ist doch logisch..
     
     

  88. AvatarNico Meier

    Ich bin ja in guter Position mit guter Bezahlung.
    Und ja natürlich befinde ich mich als Schweizer auf einem Hoch ich könnte ja auch in Liberia oder Ruanda geboren worden sein und hätte es dort kaum besser als in der Schweiz.
    Der mensch neigt dazu sich auf Dinge zu fokussieren die verbesserungsfähig sind, dies hat die Menscheit immer weiter gebracht als sich auf den Lorbeeren auszuruhen.
    Ich gebe nun mit gut 40 zu, dass ich nicht mehr gleich viel Energie habe in der Arbeit wie als 20 Jähriger. Aber viele Arbeiten kann ich schneller erledigen als die Jungen, da ich viel Erfahrung habe und diese nutzen kann.
    Natürlich haben wir auch Neulinge die mit 25 bei uns anfangen und nach einem Jahr schon das Pensum reduztieren möchten, da ihnen der Job zu stressig sei.

  89. Avatarcerebrum

    @ Sparta
    Es gab keine besonderen äußeren Umstände. Ich bin wie immer in meinem Leben meinen Interessen gefolgt, die sich dann am Anfang des Studiums mit einem gewissen Ehrgeiz verbunden haben. 

    Es ist auch nichts ungewöhnlich an meiner Situation 🙂 Wer meinen obigen Link verfolgt, wird sehen, wie viele Kanzleien im 1. Jahr mehr als 100.000 € bezahlen und all diese Kanzleien stellen jedes Jahr zweistellig Anwälte ein. Und wir reden hier nicht von Koryphäen, sondern in der Summe von fast 15-20 % aller Absolventen p.a. Das Studium und Referendariat sind halt ziemlich hart und nur die 20 % schaffen eben die entsprechenden Noten. Da die Nachfrage nach solchen Absolventen aber steigt, gehen eben auch die Preise in die Höhe. 

  90. AvatarSparta

    @Kiev
    Nein, ich habe die Invest nicht auf den Plan. 
    Kann schon noch halbwegs frontal durch den Türspalt gehen. 😉 Bei Free wäre ich mir nicht so sicher seitdem er so ein Total-Recall-Fan geworden ist. Klappt der muscle-up schon?
    Bin mit Handstand und Flick-Flack am überlegen…aber vielleicht bin ich da schon etwas zu alt… mal sehen.
    Sport macht doch die engstirnigen Gehirnwindungen frei. 😉

  91. AvatarDanielKA

    @ Nico: ist ja auch in Ordnung man wird automatisch satter und bequemer und wie hier schon einer geschrieben hatte, es gibt kein Grundgesetz das alles stetig nach oben geben muss.
    Wer dann z:b. mit 70 % seines Gehalts auskommt, kann im Zweifel auch 30 % weniger verdienen, ohne Einbußen (außer in der Sparrate) in der Lebensqualität befürchten zu müssen.
    Und ein durchschnittliches leben muss ja auch nicht verkehrt sein (also Deutschland oder Schweiz nicht Ruanda)
    Wer mehr will muss mehr machen, es sei denn Papa/Familie zahlt..
     

    Die gefühlt hohe Anzahl an Reichsbedenkenträgern hat mich doch jetzt auch gewundert, wo wir doch alle so schön am Produktivkapital beteiligt sein wollen.

  92. AvatarSparta

    @cerebrum
    Ich finde es schon nicht ganz gewöhnlich.
    Da kann man schon dazu stehen ohne das es abgehoben rüber kommt.
    Viel Erfolg weiterhin! 

  93. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kiev

    Eine negative Sicht der Dinge ist Usus. So denkt die Masse. Sie geben allen anderen die Schuld. Den Arbeitgebern, Frau Merkel, den Flüchtlingen…

  94. Avatarkathlteacher

    Hier im äussersten Osten herrscht akuter Fachkräftemangel.  Obwohl Mieten und Immobilienpreise noch moderat sind, müssen viele mittelständige Unternehmen osteuropäische Leute einstellen. Der Grund? Die Tschechen und Polen lernen Deutsch in der Schule. Für sie ist es ein Katzensprung über die Grenze.  Sie gehen für den Mindestlohn arbeiten, der ein Dreifaches des einheimischen Lohns bedeutet. Meine tschechische Kollegin meinte, für das Geld als  hochschulstudierter Lehrer will selbst in Tschechien keiner mehr arbeiten . Sie ist Gymnasiallehrerin für Deutsch und Tschechisch,  hat in Liberec (ehem. Reichenberg) 5 jahre studiert und dann in Varnsdorf 2 Jahre Referendariat absolviert.  Sie kann besser deutsch als mancher Deutsche. In Tschechien hat sie  am Gymnasium 500 Euro Vollzeit verdient, ein Lidlkassierer in Tschechien verdient 800 Euro im Monat. 
    In Tschechien kostet eine einfache Wohnung inklusive Wasser und (Atom -) Strom 200 Euro aufwärts. Mit deutschem Mindestlohn bleibt  für die Tschechen immer noch ein satter Übertrag. 
    Für die Deutschen , die vergeichsweise ausgebildet sind, wird es  hier mittlerweile zu teuer. Mieten und Immobilienpreise sind moderat im Vergleich zum Westen, aber mit den hiesigen Gehältern schwer zu stämmen. Zumal sich der Speckgürtel um Dresden ausbreitet.   Die meisten jungen Leute wandern ab. 

  95. KievKiev

    @ Sparta
    Ich bewundere Leute die durch Türen schweben können. Total Recall lese ich gerade auch. Ich kann immerhin durch manche Wände gehen. Das kann man danach allerdings auch sehen.
    Ich mache jeden Tag 16 Klimmzüge und 40 Liegestütze. Dazu dehne ich mich ein wenig. Aktuell laufe ich zwei mal pro Woche 10km. Der Muscle Up ist vielleicht schon fast greifbar. Allerdings auf einem anderen Planten. 
    Dafür darf ich mit leicht erhöhtem Schwerpunkt in knapp zwei Wochen einen Halbmarathon bestreiten. Mal sehen, ob ich ein gutes Stück unter 2h bleibe. Im Moment sieht es nicht so günstig aus. Nach dem Lauf werde ich die Anzahl und Intensität der Klimmzüge erhöhen. Hätte nicht gedacht, dass es so schwer wird.
    Flick-Flack und Handstand? Ein Handstand wäre noch eine Idee. FlickFlack lasse ich mal lieber. Ich bin 1.87m und muss nicht mehr renovieren als eh schon erforderlich ist.

  96. KievKiev

    @ Tim
    Viele negativ genannten Dinge sind ja auch nicht falsch. Das halb volle Glas enthält am Ende genau soviel Wasser wie das halb Leere. Die Sicht und Einstellung ist trotzdem anders. Auch wenn es bei der Arbeit in Bereichen negativ ist, so gibt es doch auch positive Bereiche. Ich würde versuchen mich eher in den positiven Bereichen und mit den mir positiv gestellten Kollegen aufhalten. Das klappt natürlich nicht immer. Fokussieren und sich darauf freuen kann man sich allerdings schon.

  97. AvatarHafenmeister

    Genau Tim,
    der Deutsche ist immer selbst an allem Schuld  und der ganzen Welt geht es schlechter.
    Wir können froh sein bis 67 arbeiten zu dürfen und uns freuen wenn dies zukünftig auf 70 angehoben wird.
    Offene Grenzen und Sozialstaat mit Vollversorgung funktioniert problemlos – alles nur Gejammer der deutschen Nörgler.
    Mein Tennisverein nimmt auch nur Beiträge von 50 Mitgliedern, die anderen 200.000 der Stadt dürfen alles kostenlos nutzen. Zukünftig wird man noch die Millionenstadt in der Nähe einladen, dann müssen die Vollpfosten-Mitglieder halt mehr bezahlen.
    Deutschland hat und wird sich massiv ändern, dass kann man in jeder größeren  Innenstadt erleben – Tag für Tag.

  98. AvatarM

    Hi,
    @Cerebrum, ich bin selbst Anwalt und arbeite schon eine ganze Weile (knappe 20 Jahre) in einem Dax Konzern (Senior legal counsil), davor in einer Kanzlei. Ich beauftrage selbst Top Kanzleien mit der Wahrnehmung unserer Interessen und habe nach wie vor einen guten Einblick in die Branche. 
    Die Kollegen aus den angesprochenen Top Kanzleien sind die Ausnahmen in der Branche und das durchschnittliche Gehalt liegt für Berusanfänger in der Branche deutlich unter den von Dir genannten Zahlen. Selbstverständlich muss man auch für die beiden Staatsexamen viel tun, aber es kann trotzdem sein, dass Prädikat zu verfehlen und danach kleine Brötchen zu backen. Deshalb ist man aber nicht unbedingt selbst Schuld, oder ein schlechter Jurist, sondern kann auch einfach nur Pech haben. Dein Beitrag suggeriert, dass man a) nur genug lernen muss um über 100k zu verdienen und b) es bei Anwälten einen Fachkräftemangel gäbe. Beides ist aus meiner Sicht falsch. Die meisten Anwälte haben nach wie vor Schwierigkeiten einen lukrativen Job als Berufsanfänger zu erhalten. Auf eine der letzten Ausschreibungen im Konzern (obwohl Prädikat gefordert, um die Bewerberflut zu begrenzen) haben sich z.B. 70 Kollegen beworben, viele auch aus Top Kanzleien, die bereit waren auf Geld zu verzichten, um mal wieder die Sonne zu sehen, oder weil sie nach ein paar Jahren Maloche keine Perspektive mehr als Partner hatten.
    Trotzdem Glückwunsch und alles Gute für Dich.
    M.
     
     
     

  99. Avatarcerebrum

    @ Hafenmeister
    … der ganzen Welt geht es schlechter.

    Ja, dem überwiegenden Großteil der Welt. Es steht Ihnen frei dorthin zu gehen, wo es Ihnen vermeintlich besser geht. 

  100. AvatarHafenmeister

    @ cerebrum
    Solche Menschen wie Sie spalten diese Gesellschaft.
    Sie sind  nichtmal in der Lage andere Meinungen und Auffassungen zu tolerieren, nur populistische Stimmungsmache.
    Sie sind nichtmal in der Lage eine Metapher zu erkennen.
    Ich arbeite in diesem Land seit  fast 30 Jahren in Vollzeit, warum soll ich mein Land verlassen und darf keine Kritik äußern. Haben Ihresgleichen die Demokratie und Meinungsfreiheit schon offiziell abgeschafft- mimimi?

    Hinweis: Cerebrum hat seinen Beitrag nachträglich geändert!

  101. Avatarcerebrum

    @ M
    Ich wollte ausdrücken, dass es einen Mangel an qualifizierten Anwälten gibt (wenn auch natürlich das Merkmal der Qualifikation allein am Examen festgemacht wird – ob das sinnvoll ist, will ich nicht beantworten) und das man sein Glück (das natürlich ebenfalls von Nöten ist) immer versuchen sollte, statt zu sagen, wird eh nichts, Erfolg haben nur die anderen ect. 
    Deswegen meinte ich ja, dass Fachkräftemangel nicht heißt, dass es auch einen Arbeitnehmermangel gibt. Natürlich heißt das nicht, dass der Rest aus schlechten Juristen besteht!
    Die Lernbereitschaft während des Studiums, die Kontinuität und die Effektivität des Lernens korreliert zumindest aus meiner subjektiven Erfahrung sehr mit den Ergebnisses (im 1. Ex. vermutlich noch mehr). Eine Garantie gibt es für nichts im Leben. Trotzdem sollte man immer alles probieren, wenn es den eigenen Interessen entspricht. 
    Viele Grüße

    @ Hafenmeister
    ja das stimmt, das habe ich.

  102. AvatarMaschinist

    „Der Deutsche“ ist nicht an allem selbst schuld, aber er schwankt zwischen belehrender Überheblichkeit und fataler Untergangsdenke.

    Der Sozialstaat funktioniert. Wir haben trotz der letzten Runde SPD induziertem Wohlltatenwahnsinn aktuell immer noch einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Durch Inflation und Wirtschaftswachstum wird in Rekordzeit unsere Altverschuldung abgebaut.

    Das ist die Basis und es liegt an Dir es nun noch besser zu machen.

    Niemand muss bis 67 arbeiten, viel weniger bis 70.

    Selbst 85% der Möbelpacker (sind Raucher) könnten mit 58 locker aufhören zu arbeiten, dann 24 Monate ALG1 wo weiter für Rente und Krankenversicherung bezahlt wird. Dann mit 63 die ges. Rente mit Abschlag beantragen (35 Beitragsjahre).

    Sie müssten nur anstatt Zigaretten, monatlich den Vanguard All World ETF kaufen.

    Aber leider macht dieser nicht süchtig.

    (100 Euro im Monat Sparquote über 40 Jahre gibt 150.000 Euro inflationsbereinigt).

    Für alleinstehende Arbeiter eine nette Summe und für jeden Teilnehmer am Arbeitsmarkt erreichbar, was die Zigarettenverkäufe beweisen).

    Aber so bekommt das Geld leider der Staat, der es für die Lungenkrebsbehandlung wieder raushauen musss plus die Phillip Morris Aktionäre.

    Beiträge zum Tennisverein? Du sollst Dein Geld in Aktien investieren. 😉

  103. Avatarcerebrum

    @ Hafenmeisterja das stimmt, das habe ich. Er war mir zu forsch. Sie dürfen gerne Ihre Meinung haben. Sie müssen aber damit leben, dass ich Ihre Meinung als unproduktives Gejammer sehe, dass uns alle nicht voranbringt. Ob ich damit die Gesellschaft spalte? Weiß ich nicht. Aber seine Meinung wird man ja noch sagen dürfen!

  104. AvatarThomas W.

    @kathlteacher, komme auch aus dem Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien. Ja, es fehlen vor allem Leute in der Bauschwirtschaft, Maler, Elektriker, Installateure usw. Im Moment werden halbe Ruinen saniert und es wird weitergebaut. Allerdings bekommen die Angestellten gerade so Mindestlohn. Nach der Wende sind auch zu viele gute Leute weggemacht. Es gibt mittleiweile viele Ärzte aus PL und CZ, die fehlen dann in ihren Herkunftsländern. Selbst in unterklassigen Fussballvereinen kommen von dort gute Spieler, um sich hier etwas dazu zuverdienen.
    Thomas W.

  105. AvatarHafenmeister

    @ Maschinist
    Ist das jetzt die überhebliche Belehrung?!
    Der Sozialstaat kommt also gerne für Millionen Glückssuchender ohne Leistung auf, ist aber nicht in der Lage einen Möbelpacker mit 58 Jahren und 35 Beitragsjahren in Rente zu schicken?
    Es liegt an mir es besser zu machen, das gilt aber nur für uns, da es uns so gut geht, oder? Die anderen dürfen sich fallenlassen und sitzen morgens im Eiscafé oder organisieren ihren Familienclans.
    Und Integration mit einem Migrationsanteil von >50% klappt bestimmt schon in der Schule super.
    Diese fehlender Kontrolle über das was hier passiert wird zu massiven Veränderungen führen. Und für Rassismus hat Deutschland kein Patent, das werden wir bald auch im eigenen Land erleben dürfen.
    @ cerebrum
    Recht auf eigene Meinung einfordern und die des anderen mit „mimimi“ kommentieren – passt, Wasser predigen und Wein saufen!

  106. AvatarSparta

    @Kiev
    Habe vor ein paar Wochen 100 Klimmzüge Challenge gemacht. 
    Mit auch 1,87m und 90 gut verteilten kg hatte ich dann mal 3 Tage Muskelkater.  

  107. AvatarFit und Gesund

    Wir haben viele Deutsche die bei uns im Spital arbeiten, ist ja easy… gleiche Sprache, die Allerwenigsten gehen zurück, wundert mich nicht.
    ich bin schon sehr jung hier hergekommen, dazwischen war ich aber noch ein paar Jahre in London und hab für Médecins Sans Frontières mal gearbeitet, in der CH bin ich hängengeblieben, war die beste Entscheidung, 
    ich lebe gerne hier und ich arbeite noch immer gerne hier, ich bin jetzt schon 61, nicht jeder Tag auf der Arbeit ist eitel Sonnenschein, aber der Sonnenschein überwiegt doch, ich mag meine Arbeit irgendwie und meine Kollegen auch.
    Ich würde es nicht in einem Job aushalten wo es mir nicht gefallen würde, wer sich jeden Tag zur Arbeit quälen muss der tut mir von Herzen leid, der muss auch was ändern bevor er krank wird. Auch ich stehe auf dem Standpunkt, in jungen Jahren ranklotzen, Auslandserfahrung ist in meinen Augen einfach Gold wert, 
    wäre ich nochmal jung so würde ich mich um die allerbeste Ausbildung kümmern, wieder ins Ausland gehen, aber noch viel mehr Länder ausprobieren, nichtsdestotrotz, ich bin zufrieden,
    gerade eben noch ein paar Dominion Energy gekauft, draussen scheint die Sonne 🙂

  108. AvatarRalf

    „Die anderen dürfen sich fallenlassen und sitzen morgens im Eiscafé oder organisieren ihren Familienclans.“

    Richtig. Und die Zeche zahlen die Arbeitnehmer mit ohnehin hoher Abgabenlast. Zukünftig noch mehr…

    „Und Integration mit einem Migrationsanteil von >50% klappt bestimmt schon in der Schule super.“

    Richtig. Das wird noch interessant. Was abgeht in den Schulen ist ein Hammer…

  109. Avatar42sucht21

    @Hafenmeister
    Wieso sollte Deutschland einen Möbelpacker mit 58 Jahren und 35 Beitragsjahren in Rente schicken und was hat das mit Millionen morgens im Eiscafé sitzenden Glückssuchender zu tun die  keine Leistung bringen oder ihren Familienclan organisieren?
     

  110. Avatarcerebrum

    Hafenmeister, wenn ich 1 und 1 zusammenzähle, komme ich zu dem Ergebnis, dass der Möbelpacker auch vor 2015 nicht mit 58 Jahren in Rente gehen konnte. Und auch in den 15-20 Jahren davor nicht. 

    Mein Freund ist Kurde (ich schrieb schon mal über ihn, er macht sein Steuerberaterexamen, sein Vater ist Arzt in meinem früheren Heimatort) und es kann vorkommen, dass er mit seiner Familie im Eiscafe sitzt und ein Eis isst. 

    Das meinte ich übrigens damit, dass ich Ihr Geschreibsel für unsinnig und unproduktiv halte. Unsinnig, weil Sie aus zum Teil falschen (Eiscafe alles Flüchtlinge) Tatsachen völlig falsche Schlüsse ziehen (deswegen kann Möbelpacker nicht in Rente, konnte er aber vorher auch nicht). Unproduktiv, weil Sie bestehende Probleme (Clankriminalität, deren Ursachen in den 70ern liegt, Integration bzw. Umgang mit neuen Ausländer, sicher zu erwartende Flüchtlingsbewegungen wegen Krieg, Klima ect.) zu Untergangsszenarien aufblähen, ohne auch nur eine Lösung anzubieten. Währenddessen viele Menschen jeden Tag anpacken, um dafür zu sorgen, dass in Good old Germany alles seinen geordneten Gang läuft (Mitarbeiter in den Ämtern, Richter, Integrationshelfer, Kultur- und Sozialvereine ect.)

  111. AvatarSparta

    Sicher ist das mit den Clans nicht gut, bzw. muss besser gelöst werden.
    Allerdings muss man sich dann schon fragen wo denn eigentlich der eigene und tatsächlich beeinflussbare Fokus/Bereich liegt???
    Konzentriere ich mich auf positive Vorbilder und Dinge wo ich für mich positiv beeinflussen kann oder auf negative und von mir nicht beeinflussbare Faktoren und negative Zukunftsvisionen???
    Selbstverständlich kann man über Risiken und mögliche Stolpersteine bei der Zielerreichung nachdenken. Nennt sich glaube ich konstruktiver Pessimismus und ist gar nicht mal so übel.
    Allerdings abstrakte, nicht beeinflussbare Politik und der Fokus darauf kostet doch nur Energie, welche sinnvoller genutzt werden kann.
    Fokus und das erkennen, welche Bereiche praktisch und individuell  beeinflussbar/optimierbar sind erleichtern die Zielerreichung.

  112. AvatarRalf

    „…Währenddessen viele Menschen jeden Tag anpacken, um dafür zu sorgen, dass in Good old Germany alles seinen geordneten Gang läuft (Mitarbeiter in den Ämtern, Richter, Integrationshelfer, Kultur- und Sozialvereine ect.)…“

    Ein schwieriges Thema. Die Flüchtlingskrise belastet Deutschlands Staatsanwälte und Gerichte stark. Was aber zu denken gibt: Hunderttausende Verfahren wegen unerlaubter Einreise und anderer Straftaten wurden laut BR eingestellt. Mancher Falschparker wird härter bestraft. Justizlaien verstehen das nicht auch wenn es juristisch erklärbar ist.

    Den ca. 600 mutmaßlichen Opfern von Sexualstraftaten in Köln an Silvester stehen derzeit drei überführte Sexualstraftäter gegenüber. Zwei von ihnen kamen mit Bewährungsstrafen davon. Super….

    Das ist kein geordneter Gang. Versagen trifft es besser.

  113. AvatarM

    Hi,
    @cerebrum, die „Qualität“ eines Anwaltes in einer Stellenausschreibung auf seine Examensnoten zu beschränken ist nur der Tatsache geschuldet, dass es zuviele qualifizierte! Anwälte für die Stelle im Bewerberkreis gibt. Je nach Marktlage schwanken die Examensnote als Einstellungsvoraussetzung erheblich. Das kann bei der Notwendigkeit von Spezialisten (z.B. geforderte Programmierkenntnisse) als Bewerber völlig anders sein als bei einem Arbeitsrechtler. Nach dem Mauerfall in den 90zigern habe ich Richter mit ausreichenden Examina (Einstellungsvoraussetzung wurden Stellenweise massiv gesenkt) erlebt, die einen guten Job machen bzw. gemacht haben. Heute sind diese Einstellungsvoraussetzungen undenkbar. Ich bin auch davon überzeugt, dass man einen der üblichen Jobs bei uns in der Konzernrechtsabteilung, ohne Prätikatexamen und ohne Qualitätsverlust bewältigen kann. Im übrigen sind Anwälte für mich nach ihrem Examen alle! qualifiziert und eine Unterscheidung zwischen einem qualifizierten und unqualifizierten Anwalt überheblich. Und noch ein letzter Satz: „Deshalb meinte ich ja das Fachkräftemangel nicht ein Arbeitnehmermangel heisst.“ Anwälte sind selbstverständlich alle Fachkräfte! und Anwälte als Fachkräfte oder Arbeitnehmer zu klassifizieren ist nicht minder überheblich. Nichts für ungut.
    M.

  114. AvatarRalf

    „…Anwälte sind selbstverständlich alle Fachkräfte! und Anwälte als Fachkräfte oder Arbeitnehmer zu klassifizieren ist nicht minder überheblich….“

    Eine wichtige Feststellung.

  115. Avatar42sucht21

    @Ralf
    Ja, aber es geht auch um gefühlte Sicherheit vs. reale Sicherheit. Das sind die einzelnen sehr schlimmen Fälle die in den (a)Sozialen Medien hochkommen und gefühlte Sicherheit beeinflussen. So ähnlich wie die Angst vorm Fliegen, dabei ist die Fahrt zum Flughafen mit dem Auto deutlich gefährlicher. So ist zB die Gefahr das Opfer zu werden einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung durch ein Familienmitglied deutlich größer als durch einen Fremden (bzw. Migranten). Vergewaltigung durch Fremde kommt vielleicht in 1-2% der Fälle vor. Kindesmissbrauch wird zB hauptsächlich durch Familienmitglieder oder ‚gute Bekannte‘ der Familie begangen.

    In 2015 wurden in Deutschland 331 Frauen von ihrem Partner getötet oder ermordet.  Also grob ca. jeden Tag Eine. Kommt es da zu einem öffentlichen #Aufschrei? 
    https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2016/Presse2016/161122_Partnerschaftsgewalt.html

    Mir persönlich werden in Deutschland Falschparker nicht hart genug sanktioniert. Radfahrer ohne Licht ebenfalls. Egal welches Geschlecht oder wo sie geboren wurden oder egal wie teuer das Auto/ Fahrrad war. Aber das sind andere Themen 😉

  116. AvatarRalf

    Es geht mir garnicht so sehr dabei um Migranten. Wenngleich diese durchaus ein Thema ist, da es keine Einzelfälle sind. Ich habe im Freundeskreis Polizisten, die mir von politischen Maulkörben gerade im Zusammenhang mit Gewalt durch Migranten berichten um viele Dinge unterm Schirm zu halten.

    Es geht eher um die systemischen Probleme an sich. Ich selbst bin ja auch im öffentlichen Dienst und man erlebt fast täglich die überbordende Bürokratie und ihre lähmenden Folgen für viele Vorgänge, Genehmigungen und Prozesse.

  117. Avatarcerebrum

    Naaaja, ich schrieb: „Ich wollte ausdrücken, dass es einen Mangel an qualifizierten Anwälten gibt (wenn auch natürlich das Merkmal der Qualifikation allein am Examen festgemacht wird ob das sinnvoll ist, will ich nicht beantworten).“

    Ich habe also ausdrücklich gesagt, dass das nicht meine Definition ist. Der Markt definiert die Fachkraft, nicht ich. Ich suche mir die Welt in der ich lebe leider nicht aus. 

    Und ja, an diesen Anwälten gibt es einen Mangel, vgl.:
    „Dennoch übersteigt die Nachfrage nach guten Absolventen das Bewerberangebot unverändert bei weitem, so dass der Kampf der Kanzleien um die besten Talente anhält“
    (https://www.juve.de/nachrichten/namenundnachrichten/2019/03/junge-juristen-betriebsklima-spielt-eine-entscheidende-rolle-bei-der-jobwahl)

    Ob man diese Anwälte nun Fachkraft nennt und den Rest Arbeitnehmer oder den Rest Fachkräfte und diese Anwälte Prädikatsjuristen (noch lächerlicher), ist Wortspalterei. Fakt ist, es gibt in gewissen Bereichen einen Angebotsmangel, dem eine steigende Nachfrage gegenüber steht. Und das war ja der Kern des Beitrags. 🙂

  118. AvatarM

    Hi,
    @cerebrum, die Wortwahl ist in unserem Beruf von entscheidender Bedeutung. Nach meiner Erfahrung gibt es keinen Mangel an qualifizierten Anwälten und somit kein Fachkräftemangel in der Branche. Seit ich in der Branche tätig bin jammern regelmässig Arbeitgeber, insbesondere grosse Kanzleien darüber, keine guten Absolventen finden zu können. Ich habe es aber noch nie erlebt, dass auch nur ein Mandat wegen Überlastung durch Mitarbeitermangel abgelehnt wurde. (Im Gegensatz zu meiner Heizungsfirma), denn eine grosse Zahl andere Kanzleien mit qualifizierten Anwälten stehen immer bereit. Ich habe es auch noch nicht erlebt, dass das Stundenhonorar für Anwälte nennenswert in den letzten Jahren gestiegen ist. Aus meiner Sicht gehört „the war of talents“, den auch meine Firma ausgerufen hat- in diesem Zusammenhang ins Reich der Mythen und dient einzig der Selbstvermarktung. Und noch ein Letztes. Im Laufe Deiner Karriere in einer Kanzlei spielen Noten keine Rolle mehr und man beurteilt Dich u.a. vielmehr danach, ob Du gut und schnell Schriftsätze abdiktieren kannst und nicht zuletzt genügend Mandate akquirieren wirst. Von Letzterem hängt es auch regelmässig ab, ob Du Partner werden wirst oder die Kanzlei verlassen musst. Viel Erfolg.
    M.

  119. KievKiev

    @ Sparta
    100 Klimmzüge ist natürlich sehr gut. In welcher Zeit hast Du sie grob ausgeführt? Ich dachte zuerst, dass man die mehr oder weniger direkt hintereinander ausführen muss. Bei Klimmzügen muss man ja auch nur das Kinn über die Stange bewegen. Ich ziehe sie so hoch es geht. Ich muss ja für den Muscle Up hoch hinaus. Jetzt sag mir nach der Challenge bitte nicht, dass Du den Musle Up nicht schaffst. 
    Endlich mal jemand der schwerer ist als ich. Auf der Calisthenics Anlage waren alle schwer mit Musklen beladenen. Sie waren dennoch leichter als ich, aber auch etwas kleiner. Ich wiege 85-86kg. Ein Halbmarathon ist vielleicht eine Herausforderung für Dich. Da sind die Muskeln eher etwas hinderlich. Ist vielleicht auch nicht so gefährlich wie ein Flick-Flack, wenn Du es mit der Zeit nicht übertreibst.

  120. AvatarSparta

    @Kiev
    Muscle up wird schwierig da der Türstock im Weg ist.
    Mache normal nur 3 Sätze ‚a 10 und ein Artikel von Tim hat mich an dem Tag motiviert. Die 100er waren immer mit kurzen Pausen. Zeit dafür ca. unprofessionelle lange 30 Minuten.
    Flik-Flak ist eher so ne Träumerei. Finde manche Turnelemente schon recht cool anzusehen. Auch die 2 sind schon recht stark.
    https://youtu.be/8mLNxNpMoBo
     

  121. AvatarRuprecht78

    Zum Glück habe ich nie auf andere gehört. Habe Geologie studiert. Oh Gott, wie oft musste ich mir anhören: „Was willst du damit machen?“ usw usf. Tja, ich war halt antizyklisch unterwegs und habe die Meinung der Masse schon immer für hohl gehalten. Außerdem habe ich nebenbei noch 2 Fremdsprachen gelernt und im Nuklearsektor promoviert. Und heute? Leute mit meinen Kenntnissen werden ohne Ende gesucht und mit meinen 38 Jahren verdiene ich 71.000 € brutto p.a. als normaler Angestellter.
    Will sagen, immer nachdenken und gucken welche Lücken im System man für sich ausbeuten kann.
    In diesem Sinne, weiterhin gutes Gelingen 😉

  122. AvatarStephan Müller

    Ich fange an Java zu lernen. Ist die meistgesuchteste Programmiersprache zur Zeit. Kumpels, die in diesem Sektor arbeiten, meinen da braucht man weder Uniabschluss noch Zertifikat für. Linkedin ist voll mit Angeboten.

  123. AvatarJan Cux

    Mir wurde gesagt, das die Betriebe erwarten für jede Stelle 20 Bewerber zu haben. Dann kann man die Preise drücken und sich den besten aussuchen. Die 20 Leute haben sie aber nicht mehr, bzw. nicht 20 passende, sondern halt sehr viele die nicht genau das mitbringen was gefordert ist. Die wenigen die exakt das geforderte mitbringen, wollen dann ordentlich Geld sehen. Das wollen die Arbeitgeber halt nicht zahlen.
    Wenn wir Fachkräftemangel hätten, würden die Unternehmen in die Unis gehen und die Leute direkt dort wegengagieren. Mit hohen Lohnangeboten im Gepäck. Da das nicht passiert, gibt’s wohl auch keinen so großen Bedarf.
    Ich bin vor über 20 Jahren mit meinem Verfahrenstechnik Studium fertig geworden und bin voll auf die Mär vom Fachkräftemangel reingefallen. Damals gab es keine Stellen für mich und wenn ich mich heute umsehe gibt’s die immer noch nicht.
    Man muss es machen wie Ruprecht78. Sich umsehen was gewünscht wird und das dann studieren.

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