Wie ich auf diesem Blog schon oft geschrieben habe, kaufe ich hauptsächlich Qualitätsaktien mit starken Marken und lasse sie einfach liegen. Meine Kernstrategie ist und bleibt Buy-and-Hold – das gilt für den Großteil meines Depots. Ich setze auf echte Marktführer mit einem breiten Burggraben, die ihre Qualität über Jahrzehnte bewiesen haben und durch stabile, oft beeindruckende Kursverläufe überzeugen. Den Markt zu timen – also beispielsweise am Hoch zu verkaufen und beim Tief wieder einzusteigen – klingt theoretisch einfach, funktioniert in der Praxis jedoch meist nicht. Anleger, die ständig kaufen und verkaufen, schneiden häufig schlechter ab als diejenigen, die einfach kontinuierlich investiert bleiben. Geduld zahlt sich aus.
Dieser Beitrag ist von Nikos Deiters (21), der in Rosenheim ein duales BWL-Studium absolviert.
Aber ich bin kein Buy-and-Hold-Fanatiker. Manchmal macht es meiner Meinung nach durchaus Sinn, Werte aus dem Depot zu verkaufen und in neue umzuschichten – zum Beispiel, wenn sie jahrelang keine überzeugenden Ergebnisse liefern oder sich die Zukunftsaussichten verschlechtert haben.
Als Student habe ich nicht viel Kapital zur Verfügung, aber meine Watchlist ist lang, und es gibt viele spannende Titel. Deshalb habe ich nun – für mich eigentlich untypisch – im Depot etwas rotiert: Jahrelange Bremsklötze raus und neue, aussichtsreichere Aktien rein.
Wie ich in meinem letzten Artikel beschrieben habe, habe ich mich von General Mills, Church & Dwight, Adobe und Sixt getrennt. Hier kannst du meine Gründe für den Verkauf noch einmal nachlesen. Die ersten beiden Titel sind klassische Value-Aktien, die auf jeden Fall wieder in mein Depot zurückkehren werden.
Für diese Positionen habe ich nun einige neue Werte gekauft, die ich jetzt vorstellen werde. Die Transaktionen betreffen lediglich rund 6 Prozent meines Depotwertes, die restlichen 94 Prozent bleiben unberührt. Darunter befinden sich auch viele Value-Titel.
In der letzten Woche habe ich einen weiteren Meilenstein erreicht und mein Depot hat ein neues Allzeithoch markiert.
Amphenol: Reich mit Steckverbinder?
Amphenol Corporation, ein für die meisten eher unbekanntes Unternehmen, ist einer der führenden Anbieter von Verbindungslösungen mit Sitz in Wallingford, Connecticut. Das Unternehmen produziert weltweit hochtechnische Interconnect-Produkte in drei Kernsegmenten: Harsh Environment Solutions, Communications Solutions sowie Interconnect and Sensor Systems. Zum breiten Portfolio gehören Steckverbinder, Kabelsysteme, Antennen, Sensoren und value-add Assemblies, die in anspruchsvollen Umgebungen wie Verteidigung, Luftfahrt, Telekom, Automobil und Industrie eingesetzt werden. Bekannte Marken umfassen etwa die RF- und Mikrowellenkomponenten von Times Microwave Systems oder die Sensoren von SSI Technologies, die Amphenol durch strategische Akquisitionen integriert hat. Darüber hinaus arbeitet Amphenol eng mit Tech-Giganten wie NVIDIA oder TSMC zusammen – etwa bei der Versorgung von High-Power-Interconnects für AI-Server und Datenzentren.

Amphenol weist einen mustergültigen Chart auf. Von links unten geht es wie an der Schnur gezogen nach rechts oben. Seit gut drei Jahrzehnten geht es kontinuierlich aufwärts.

Auch in diesem Jahr legte die Aktie eine beeindruckende Performance hin. Nach einem kurzen Abschwung ging es seit dem April-Tief um starke 142 Prozent nach oben. Seit Januar steht sie satte 108 Prozent im Plus. Hinzu kommt eine Dividende von aktuell 0,7 Prozent, die in den letzten fünf Jahren jährlich um 22 Prozent erhöht wurde.
Amphenol ersetzt Church & Dwight – die Aussichten sind Top
Amphenol ist für mich ein echter, oft vergessener Technologiewert. Die meisten denken bei Tech an NVIDIA, Broadcom oder Apple – aber ohne Amphenols Stecker und Kabel läuft nichts. Das Unternehmen ist mitten in den großen Zukunftsmärkten aktiv: KI-Server, 5G-Netze, Elektroautos und moderne Industrie. Alles, was Daten überträgt, braucht ihre Technik – und die Nachfrage wird in den nächsten Jahren massiv wachsen. Amphenol ist ein echter Nischen-Player.
In meinen Augen ist die Amphenol-Aktie ein hervorragender Wert zum Kaufen und Liegenlassen – das zeigt auch der Chart seit 1991. Man erkennt daran, dass es sich nicht um eine typische Aktie des KI-Hypes handelt, sondern um einen echten Dauerläufer. KI hat die Nachfrage lediglich zusätzlich angekurbelt. Da ich die Amphenol-Aktie schon sehr lange kaufen wollte, habe ich nun Church & Dwight verkauft und das Geld fast vollständig in Amphenol umgeschichtet. Die Aktie steht seit meinem Einstieg etwa 30 Prozent im Plus. Zuvor hatte ich nur eine kleine Position von zwei Stück, die insgesamt über 100 Prozent im Plus war. Jetzt gehört Amphenol zu meinen 15 größten Werten im Depot.
Einen kleinen Teil vom freigewordenen Kapital der Verkäufe habe ich noch in Bitcoin gesteckt – dazu später mehr.
Natürlich muss ich hier auf die Risiken hinweisen. Aktien und andere Anlagen sind mit Risiken verbunden. Ich kann weder für die genannten Aktien noch Krypto-Währungen wie Bitcoin eine Garantie übernehmen. Informiere dich bitte umfassend, bevor du investierst. Denke ans Streuen. Dies hier ist keine individuelle Vermögensberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder Bitcoin.
Mainstreet Capital – eine super Dividendenaktie
Main Street Capital Corporation ist eine führende Beteiligungsgesellschaft (BDC) mit Sitz in Houston, Texas. Das Unternehmen finanziert vor allem kleine und mittlere US-Unternehmen mit Jahresumsätzen zwischen 10 und 150 Millionen Dollar – individuell über maßgeschneiderte Darlehen, Eigenkapitalbeteiligungen oder eine Kombination aus beidem.
Main Street Capital unterstützt insbesondere Firmen des unteren Mittelstands bei Wachstum, Übernahmen oder Management-Buyouts und vergibt zudem gesicherte Privatdarlehen an etwas größere Mittelständler. Das Unternehmen ist in Branchen wie Technologie, Industrie, Bau und Dienstleistungen aktiv und arbeitet eng mit Beteiligungsfonds sowie Geschäftsführern zusammen.
Über staatliche Förderprogramme (SBIC) kann Main Street Capital günstiges Kapital einsetzen und dadurch attraktive Finanzierungskonditionen bieten. Rund 70 Prozent des Geschäfts entfallen auf die USA, wo das Unternehmen als verlässlicher Partner für den Mittelstand gilt. Seit mehr als 20 Jahren unterstützt Main Street Capital über 200 Firmen – oft langfristig und mit großem Erfolg.
Mein Kaufgrund ist die hohe Dividende und Stabilität

Die Main Street Capital-Aktie legte in den letzten 24 Monaten eine solide Performance von 47 Prozent hin. In den letzten fünf Jahren stieg sie um 93 Prozent – die Dividenden kommen obendrauf.
Mein Hauptkaufgrund war die hohe Dividende von 7,5 Prozent sowie die Stabilität der Aktie, die durch die diversifizierte Portfoliostruktur und die langfristige Orientierung an qualitätsstarken Mittelständlern gewährleistet wird. Die Dividende wird sogar monatlich ausgeschüttet, was ich besonders attraktiv finde. Auch die Sonderdividenden sind interessant. Seit dem IPO wurde die Dividende regelmäßig erhöht und nie gesenkt.
Den größten Teil meiner Sixt-Position habe ich in Main Street Capital umgeschichtet. Bei Main Street muss ich selbst bei der Dividende keine Abstriche machen – der einzige Grund, warum ich Sixt bisher noch gehalten hatte. Main Street ist natürlich keine absolute Kursrakete, dafür aber eine hervorragende Dividendenaktie mit einem soliden Kursverlauf. Abgesehen vom Corona-Crash gab es hier kaum gravierende Einbrüche. Seit dem Crash ist die Aktie wieder um 230 Prozent gestiegen – und dabei sind die hohen Dividenden noch gar nicht mit eingerechnet.
Seit dem Kauf bin ich 2 Prozent im Plus.
IREN: vom Bitcoin-Miner zum KI-Cloudanbieter
IREN Limited ist hierzulande ein echter Geheimtipp. Dabei bauen die Australier spezialisierte Rechenzentren und betreiben sie – vor allem für das Mining von Bitcoin und zunehmend auch für KI-Cloud-Dienste. Ursprünglich startete IREN nach seiner Gründung im Jahr 2018 als reiner Bitcoin-Miner, bis heute entwickelte man sich in Rekordzeit zu einem ernstzunehmenden Anbieter von KI-Cloud-Diensten.
Mit Standorten in Kanada und den USA nutzt IREN zu 100 Prozent erneuerbare Energien wie Wasserkraft, um die energiehungrigen Server effizient und umweltfreundlich zu versorgen. Das Unternehmen kontrolliert den gesamten Prozess von der Hardware bis zur Stromversorgung selbst, was es zu einem flexiblen Player in der wachsenden Welt der Kryptowährungen und Künstlichen Intelligenz macht. Der Großteil der Einnahmen stammt aus dem nordamerikanischen Markt.
Der Umbruch vom reinen Bitcoin Miner zum KI-Cloudanbieter erfolgte 2024. Der Vorstand erkannte, dass ihre Bitcoin-Rechenzentren – gebaut für extreme Leistung und smarte Kühlung – ebenfalls perfekt für KI-Anwendungen geeignet sind. Statt nur Bitcoin zu minen, setzt das Management nun auf Diversifikation und wurde zum Anbieter von KI-Cloud-Infrastruktur (auch „Neocloud“ genannt).
IREN Limited ist hierzulande ein echter Geheimtipp. Dabei bauen die Australier spezialisierte Rechenzentren und betreiben sie – vor allem für das Mining von Bitcoin und zunehmend auch für KI-Cloud-Dienste. Ursprünglich startete IREN nach seiner Gründung im Jahr 2018 als reiner Bitcoin-Miner, bis heute entwickelte man sich in Rekordzeit zu einem ernstzunehmenden Anbieter von KI-Cloud-Diensten.
Mit Standorten in Kanada und den USA nutzt IREN zu 100 Prozent erneuerbare Energien wie Wasserkraft, um die energiehungrigen Server effizient und umweltfreundlich zu versorgen. Das Unternehmen kontrolliert den gesamten Prozess von der Hardware bis zur Stromversorgung selbst, was es zu einem flexiblen Player in der wachsenden Welt der Kryptowährungen und Künstlichen Intelligenz macht. Der Großteil der Einnahmen stammt aus dem nordamerikanischen Markt.
Der Umbruch vom reinen Bitcoin Miner zum KI-Cloudanbieter erfolgte 2024. Der Vorstand erkannte, dass ihre Bitcoin-Rechenzentren – gebaut für extreme Leistung und smarte Kühlung – ebenfalls perfekt für KI-Anwendungen geeignet sind. Statt nur Bitcoin zu minen, setzt das Management nun auf Diversifikation und wurde zum Anbieter von KI-Cloud-Infrastruktur (auch „Neocloud“ genannt).
Diese Diversifikation ist clever: Sie verdienen weiter am steigenden Bitcoin durch Mining in ihren Rechenzentren. Gleichzeitig bauen sie ihre KI-Sparte aus – mit denselben Infrastrukturelementen (wie Stromversorgung, Gebäuden und Kühlung) als Basis für Neocloud-Dienste. Die Mining-Kosten bleiben unabhängig vom Bitcoin-Preis weitestgehend konstant, daher explodieren die Erlöse pro geschürftem Bitcoin bei einem steigenden Kurs. Bei fallenden Bitcoin-Preisen schützt die KI-Seite – sie bringt stabilere Einnahmen und macht das Geschäft weniger abhängig von Crypto-Schwankungen. Die Rechenzentren lassen sich durch Umfunktionierung der Infrastruktur (z. B. Umleitung von Power und Upgrades für GPU-Racks) auf KI-Cloud umstellen, was IREN ermöglicht, Kapazitäten flexibel zuzuweisen – ohne die spezialisierte Mining-Hardware (ASICs) direkt umzunutzen.
Was ist eine Neocloud?
Neocloud ist einfach ein neuer Typ Cloud-Anbieter, der sich ganz auf Künstliche Intelligenz spezialisiert hat. Diese Anbieter nutzen Rechenzentren, die eigentlich für Bitcoin-Mining gebaut wurden – also super leistungsstark, mit guten Kühlung und hoher Energiedichte. Genau das macht sie ideal für rechenintensive KI-Aufgaben wie das Trainieren von Modellen oder KI-Cloud-Dienste.
2025 steht die Aktie 450% im Plus und 10-Milliarden Deal mit Microsoft

Im Jahr 2024 kam die IREN-Aktie zunächst kaum voran. Anfangs fiel sie um rund 50 Prozent, doch vom April-Tief bei 5 Dollar ging es steil nach oben. Innerhalb eines halben Jahres verzehnfachte sich der Kurs und stieg in der Spitze sogar um 1.400 Prozent – eine beeindruckende Rallye!
Neuen Schwung bekam die Aktie Anfang November, als der Softwareriese Microsoft einen 10-Milliarden-Dollar-Deal mit dem Unternehmen abschloss. Das ist ein echter Ritterschlag, und in Zukunft können möglicherweise weitere Kooperationen mit Hyperscalern wie Amazon oder Alphabet folgen – was IREN einen erheblichen Wachstumsschub verleihen würde.
Die Quartalszahlen der letzten Woche waren hervorragend: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um satte 355 Prozent auf 240 Millionen Dollar. Das starke Wachstum wurde vor allem durch die hohe Nachfrage nach KI-Cloud-Diensten sowie durch strategische Partnerschaften getrieben. Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag mit 1,07 Dollar deutlich über den erwarteten 0,16 Dollar.
Ich stieg vor den Quartalszahlen ein – ein ungünstiger Zeitpunkt – Zukunft aussichtsreich
Ich habe die Aktie letzte Woche vor den Quartalszahlen aus meinem Cashbestand gekauft – zusätzlich zu den Umschichtungen. Rückblickend war das, wie sich jetzt zeigt, ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Kürzlich habe ich bei 41 Euro noch einmal nachgekauft. Seit dem Kauf stehe ich knapp 20 Prozent im Minus. Für solche Kurseinbrüche halte ich immer eine Cashposition von 5 bis 10 Prozent bereit.
Ich sitze die Verluste aus und gehe davon aus, dass die Position langfristig wieder ins Plus laufen wird. Für mich ist das Unternehmen besonders spannend, da es einen hervorragenden Mix aus Bitcoin- und KI-Boom bietet. Da ich zudem auf langfristig steigende Bitcoin-Kurse setze, sehe ich hier großes Potenzial.
Natürlich hat die Aktie auch einige Risiken. Das größte Risiko bei IREN liegt im teuren Bau und Betrieb der Rechenzentren: Milliarden müssen vorab investiert werden, Bauverzögerungen oder Kostenüberschreitungen können alles gefährden, und steigende Strompreise fressen trotz Fixverträgen mit Kunden die Margen. Hinzu kommt die schnelle Überalterung der Technik – neue KI-Chips von Herstellern wie NVIDIA machen alte Infrastruktur schnell unattraktiv, was teure Upgrades erforderlich macht. Die stärkste Konkurrenz sind die Hyperscaler wie AWS, Azure und Google Cloud, die mit nahezu unbegrenzten finanziellen Mitteln und Kapazitäten dominieren. Überkapazitäten im Markt könnten zudem die Preise drücken und die Auslastung senken.
Hat IREN Tenbagger-Potenzial?
Zusammenfassend denke ich, dass die IREN-Aktie durchaus das Potenzial für eine Kursvervielfachung hat, dies ist aber auch mit Risiken verbunden. Für mich zählt die Aktie definitiv zu den spekulativsten in meinem Depot, weshalb ich hier nur eine vergleichsweise kleine Position habe.
Das Wichtigste im Depot ist das Fundament, das bei mir aus absoluten Marktführern und Unternehmen besteht, die bereits über Jahrzehnte erfolgreich sind. Dazu zählen viele Dividendenaristokraten und -könige. Auf diesem soliden Fundament lässt sich dann auch in etwas spekulativere Titel mit Tenbagger-Potenzial investieren.
Aktuell habe ich zwei bzw. drei Tenbagger im Depot: Nvidia und Palantir stehen insgesamt über 900 Prozent im Plus, Apple seit dem Erstkauf 917 Prozent. In meinem Depot gibt es zudem einige Kandidaten, die in Zukunft ebenfalls nachziehen können.
Spekulative Investition in MARA Holdings
Neben IREN habe ich vor ein paar Tagen mit relativ wenig Kapital MARA Holdings gekauft, einen der größten Bitcoin-Miner der Welt und nach Strategy den zweitgrößten Bitcoin-Halter. Das Unternehmen profitiert ähnlich wie IREN von steigenden Bitcoin-Preisen, ist in Schwächephasen wie der aktuellen jedoch deutlich anfälliger. Zusätzlich rüstet MARA seine Rechenzentren für AI-Inference und High-Performance-Computing um.
Es handelt sich hierbei um ein äußerst spekulatives Investment, und mir ist bewusst, dass sehr hohe Verluste möglich sind. Die aktuelle Kursschwäche kann eine spekulative Kaufgelegenheit sein. Mit einem Depotanteil von deutlich unter 1 Prozent lassen sich mögliche Verluste verkraften. Ich bin 10 Prozent im Minus. Insgesamt möchte ich den Anteil hochspekulativer Investments in meinem Depot unter 5 Prozent halten.
Nachkäufe bei Robinhood, Bitcoin, CME, IBM, Tesla und Strategy
Meine beiden Hauptinvestitionen waren Amphenol und Main Street, die ich für mein langfristiges Buy-and-Hold-Depot gekauft habe. Die anderen beiden Positionen – insbesondere MARA – sind im Vergleich eher geringe Investitionen in mein spekulativeres zweites Depot.
Neben den Neukäufen habe ich Adobe in drei bereits im Depot enthaltene Werte umgeschichtet. Da Adobe ebenfalls ein eher risikoreicherer Wert war, habe ich das Kapital in etwas spekulativere Titel investiert.

Der erste Wert ist die Robinhood-Aktie, die ich hier bereits vorgestellt habe. Ich sehe darin ein recht aussichtsreiches und spannendes Investment. Die Aktie gehörte in diesem Jahr zu den besten Performern und steht bereits 220 Prozent im Plus. Mein Nachkauf liegt inzwischen gut 20 Prozent im Plus. Für diese Position habe ich die Hälfte des aus Adobe freigewordenen Kapitals verwendet.

Die andere Hälfte habe ich in zwei weitere Werte investiert. Zum einen habe ich meine Position bei Tesla aufgestockt. Die aktuelle Bewertung ist zwar sehr hoch. Doch denke ich, dass wir beim autonomen Fahren und im Bereich humanoider Roboter erst am Anfang stehen. Elon Musk gehört zu den erfolgreichsten – wenn nicht sogar zum erfolgreichsten – Unternehmer aller Zeiten und hat die Mittel, Tesla an die Spitze zu bringen. Ich setze hier auf ein mögliches Vervielfachungspotenzial, wobei dafür alles optimal laufen muss.
Tesla gehört zu meinen größten Depotpositionen und ist insgesamt 120 Prozent im Plus.
Strategy-Nachkauf: Es ist eine Katastrophe!

Mein Nachkauf bei Strategy war bisher ein echter Fehlgriff – aber das passiert jedem mal. Der Chart ist die reinste Katastrophe und die Aktie befindet sich im freien Fall. Vor wenigen Tage habe ich beim bisherigen Jahrestief nochmal nachgekauft, finanziert durch meine Cashbestände.
Strategy wirkt wie ein Hebel auf den Bitcoin. Durch den momentanen Abwärtstrend bei der Kryptowährung wirkt der Hebel nun in die andere Richtung und die Strategy-Aktie verliert deutlich stärker.
Doch ist die Kursschwäche vielleicht eine historische Chance? Aktuell liegt die Marktkapitalisierung rund 6 Prozent unter dem Wert der Bitcoin-Bestände. Und der Enterprise Value liegt auch nur noch knapp 20 Prozent dadrüber. So tief war der Stand seit 2 Jahren nicht mehr und beim letzten Mal hat sich der Kurs in kurzer Zeit verdoppelt.
Ich war mit Strategy mal über 500 Prozent im Plus, durch die vielen Nachkäufe und den Kursrutsch bin ich allerdings jetzt ins Minus gerutscht. Ich sitze die Verluste einfach aus und habe Geduld. Sobald der Bitcoin wieder anzieht, wird die Strategy-Aktie kräftig anziehen. Ich setzte auf Michael Saylors Vision und langfristig steigende Kurse beim Bitcoin. Aber Genaues weiß man nicht.
Sobald ich hier über 100 Prozent im Plus bin, werde ich die Hälfte der Position verkaufen und in Bitcoin und Dividendentitel umschichten.
Bitcoin: Ich stocke meine Position massiv auf

Neben allen Nachkäufen war Bitcoin meine mit Abstand größte Investition in den vergangenen Monaten. Ich sehe Bitcoin neben Gold als hervorragenden Wertspeicher, der sich als Depotbeimischung eignet. Dazu habe ich bereits ausführlich in meinem Bitcoin-Artikel geschrieben.

Vor allem die aktuelle Kursschwäche habe ich genutzt, um die Position aufzustocken. Ich sehe jeden Rücksetzer als Chance, da ich den Kurs langfristig deutlich höher – im siebenstelligen Bereich – sehe. In den letzten drei Monaten ist mein Bitcoin-Anteil im Depot von 2 Prozent auf aktuell 7 Prozent angewachsen. In keine andere Investition habe ich so viel Kapital gesteckt wie in Bitcoin. Momentan ist die Kryptowährung hinter Broadcom meine viertgrößte Position. Langfristig möchte ich mindestens 10 Prozent Depotanteil erreichen.
In meinen Augen sind Bitcoin und Gold hervorragende Ergänzungen zu einem Aktiendepot.
CME und IBM – gute Dividenden für’s Depot
Neben Main Street Capital habe ich aus den Sixt-Verkäufen auch meine Position bei CME weiter aufgestockt. Es handelt sich um eine hervorragende Dividendenaktie mit aktuell 4% Rendite. Die Dividende wurde seit 21 Jahren nicht gesenkt und ist in den letzten 14 Jahren kontinuierlich gestiegen. Die größte Derivatebörse profitiert zudem auch in Krisenzeiten von steigenden Handelsvolumina.

In Krisenzeiten werden mehr Optionen, Futures und ähnliche Produkte gehandelt. CME reagiert in Krisen deshalb robust, was sich im stabilen Langfristchart widerspiegelt. Auch in diesem Jahr erwies sich die Aktie als krisenresistent: Während der Zollkrise im Frühjahr legte sie kräftig zu.

Auch IBM habe ich aus den Sixt-Verkäufen aufgestockt. Es handelt sich um einen erwachten IT-Riesen, der nach einer mehr als zehnjährigen Seitwärtsphase endlich wieder durchstartet. Seit meinem Ersteinstieg ist die Aktie um mehr als 100 Prozent gestiegen. IBM ist zudem ein Dividendenaristokrat, der die Dividende seit 29 Jahren kontinuierlich erhöht hat. Mit einer Dividendenrendite von 2,3 Prozent ist der Wert für einen Technologietitel besonders attraktiv. Darüber hinaus ist IBM in Zukunftsmärkten wie KI und Quantencomputing aktiv, was weiteres Kurspotenzial verspricht.
Damit habe ich meine erste größere Depotumschichtung abgeschlossen (ca. 6% des Depotwertes) und werde in naher Zukunft sehr wahrscheinlich keine Komplettverkäufe mehr tätigen. Bei Nvidia erwäge ich hingegen einen Teilverkauf, um aufgrund des hohen Depotgewichts Gewinne mitzunehmen und andere Werte weiter aufzustocken.
Ich war an den Wochenenden wieder in den Bergen unterwegs
Jetzt blende ich meine schönsten Aufnahmen der letzten Wochen ein.

Hier war ich letztes Wochenende am Gosausee im Salzkammergut. Im Hintergrund ist das Dachstein-Massiv.









Hier war ich danach noch in Hallstatt am Hallstätter See im Salzkammergut. Die Chinesen waren so begeistert, dass sie das österreichische Alpendorf in China nachbauten.




Hier bin ich in Berchtesgaden und am Königssee.











Gestern war ich mit meinen WG-Mitbewohnern auf der Kneifelspitze bei Nacht. Es war eine super Stimmung und ein riesiges Lichtermeer. Ich schaute auf Berchtesgaden und den Watzmann. Auf der anderen Seite liegt Salzburg, einer meiner absoluten Lieblingsorte in der Region.
Bin gerade kurz auf Tims Blog und sehe einen neuen Beitrag von Dir Nikos.
Danke für das Update. Gibt es demnächst eine Übersicht aller aktueller Werte ?
Wieder sehr schöne Bilder. Besonders die Nachtotos sind toll. Mit wie vielen Leuten wart ihr denn Nachts dort oben (wie hoch war das ?)
Ja eine Liste mit allen Werten kommt im nächsten Artikel.
Wir waren zu dritt da oben. Es war nicht hoch nur knapp 1200 meter.
Interessanter Artikel.
Morgen gibt es NVIDIA Zahlen.
Was erwartest du von den Zahlen? Bleibst du vor den Zahlen voll investiert?
Ich denke NVIDIA wird liefern. Aber was macht der Markt daraus. Für den Markt muss NVIDIA ja viel mehr als nur liefern….
Es wird spannend.
Nvidia wird sehr gute Zahlen liefern, jedoch bleibt abzuwarten, ob das dem Markt reicht… Klar bleibe ich vor den Zahlen investiert. Werde auch wenn in den nächsten 3-6 Monaten nur einen kleinen Teil vielleicht 10% rausnehmen.
Drücke die Daumen für die Zahlen.
Finde es gut, dass du auch so offen über deine Fehlgriffe schreibst.
Bin auch gespannt wie NVIDIAS Zahlen ausfallen.
20 years old Nikos Deiters out of Rosenheim, Buffetts Indikator zeigt die größte Überbewertung US-amerikanischer Aktien in der Geschichte an. Die Grafik stammt vom 30.09.2025 und bezieht sich vermutlich auf den S&P 500-Index, der hauptsächlich aufgrund folgender Aktien überbewertet ist: Adobe, Airbnb, Alphabet, AMD, Axon Enterprise, Broadcom, Coca-Cola, CrowdStrike Holdings, Eli Lilly, Figma, Intuit, Intuitive Surgical, KLA, Lam Research, Mastercard, Meta Platforms, Microsoft, Moody’s, Netflix, Nvidia, Oracle, Palantir, Robinhood Markets, Roblox, ServiceNow, Snowflake, Strategy, Tesla, Visa. Diese Aktien sollten etwa 15 % unter ihrem Höchststand verkauft werden, da sie noch deutlich weiter fallen werden und nicht für eine langfristige Anlage oder zur Erzielung von Dividenden im Ruhestand geeignet sind.
Lustigerweise hat Buffett genau Alphabet gekauft neulich (in meinen Augen auch etwas teuer da man sie ja Anfang Jahr deutlich günstiger bekam). Du kennst ja den Bibelspruch „Wer auf den Wind achtet, der sät nicht; und wer auf die Wolken sieht, der erntet nicht.“.
Die Sache ist halt, würde man diese 15% Stop Strategie fahren, hätte man rasch keine Aktien mehr. Auch die letzten 20 Jahre, welche sehr gut liefen, hätte man sie immer wieder verloren. Ok du schreibst ihrem Höchststand, aber wie weisst Du das? All diese Aktien haben jahrelang fast täglich neue Höchststände erreicht. Wäre schön wenn diese Strategie funktioniert, tut sie aber nicht.
Und Du bist 50 Jahre älter als Nikos, ich denke da muss man nicht dieselbe Strategie fahren, mit 20 denkt man noch nicht wirklich an den Ruhestand, er hat noch 45 Jahre Zeit, da tut ein Crash auf diese Zeit auch nicht weh, insbesondere da er ja noch Student ist und noch nicht die grossen Summen investiert hat. Abgesehen davon hat er ja auch „Langweiler“ im Depot, ich war in seinem Alter da ganz anders unterwegs, deutlich agressiver und auch nicht so diversifiziert, auch mal auf die Schnauze bekommen aber nur so lernt man.
@Schweizer
Wieder der gleiche gequirlte Mist wie jeden Tag. Jetzt sind es schon 99,5 %.
Wie kann man nur so verzweifelt sein?
Deine Kumpels kommen dir aber gleich wieder zu Hilfe.
Matthäus 5,3 „Selig sind die geistig arm sind“
ja da hast du ja den passenden Spruch für dich rausgesucht, mach dir aber nicht zu viel Hoffnung.
Bruno das war ein smarter Schachzug von den Eidgenossen. KK-S zu Hause zu lassen und stattdessen mit einem gravierten Goldbarren und ner Rolex die Sache wieder gerade zu biegen. So funktioniert Politik mit den US, Entscheidungen werden viel günstiger eingekauft andere zahlen zB nen Jumbo. Vielleicht wollt ihr noch ne Baugenehmigung für ein Golfresort am Matterhorn rausrücken und die Zölle fallen weiter oder das Bankgeheimnis wird wieder eingeführt.
Aber der schwache USD ist wirklich ein Thema für Anleger aus CH. Macht schon einige Rendite wett.
Ja gut es war ja schon demütigend, die Politik ist sich den neuen Umgang, welcher gefordert ist, nicht gewohnt, und so jetzt auch besser, wenn die Wirtschaftseliten Geschenke machen ist das ok, ist mir lieber als die Politiker auf Staatskosten. Ich dachte ja, es würde dann am WEF in Davos geregelt, aber deine Idee ist gut, da könnte man nachzudoppeln. Besser wäre wenn die ganzen Zölle wieder ganz fallen eines Tages. Der schwache USD oder starke Franken ist zwar aus Investorensicht und auch für Exporteure mühsam, aber langfristig eben auch gut, es zwingt zur Innovation, man muss es noch besser machen weil die Währung drückt. Besser so als umgekehrt ehrlich gesagt. War auch ein Grund, weshalb ich US Anteil etwas reduziert habe und CH Anteil noch etwas mehr übergewichtet, Home Bias aber bewusst. Die grössten Unternehmen sind eh extrem international und bilanzieren viele auch in USD wie Novartis, so spielt das auch keine wirkliche Rolle. Auch wenn ich weiter von fallendem USD ausgehe sichere ich nichts ab, das lohnt sich langfristig nicht.
Lese schon lange Tims Blog und immer wieder kommst Du mit den immer gleichen Beiträgen.
Was ist eigentlich Deine Motivation ?
Ich meine mich zu erinnern, dass er entweder hier direkt im Blog, oder im Forum von Aktienboard mal meinte von Tim Schäfer/Egbert Prior „betrogen“ worden zu sein, als Tim damals noch für Prior Börse gearbeitet hat. Persönlicher Rachefeldzug, sonst nichts. Lad will seine schlechten Entscheidungen zu neuer Markt Zeiten anderen anlasten nehme ich an. Dazu kommt Verbitterung aufgrund verpasster Performance in den vergangen 20 Jahren nehme ich an.
Es ist ein trauriger Troll. Ich muss die Kommentare einfach radikaler löschen.
Sorry Tim bei allem Respekt, aber deine Lösch-Policy ist schon speziell, ohne jetzt auf vergangene Fälle oder Beispiele einzugehen, gewisse Nicks könnte man auch einfach sperren.
Aber gut ist dein Blog, musst du wissen.
Ich finde Tim macht das optimal. Ganz im USamerikanischen Sinne der Meinungsfreiheit.
@Sven
Wenn es eine Linie hat, finde ich das in Ordnung. Dann kann man auch persönlich beleidigen, beschimpfen, die Privatsphäre aufheben etc. frei nach US-amerikanischem Sinne. Aber ich sehe eben keine Linie, es kommt ganz drauf an, wer kritisiert oder angegriffen wird. Aber wie gesagt, das muss Tim entscheiden. Ich fand es nur etwas lustig, wo er geschrieben hat er müsse mehr löschen, es wurde ja schon gelöscht aber eben teilweise etwas willkürlich oder ganz gezielt gegen Personen, die einem nicht passen. Das ist meine Meinung, frei diese auch zu löschen. Happy Weekend.
Ich bin erstaunt wie tolerant Tim ist. Er löscht ja eigentlich nie. Selbst wenn Lad und andere ihn eindeutig unter der Gürtellinie angrreifen veröffentlicht er dies.
Schön, dass sich Tims und Nikos Beiträge dieses Jahr so gut abwechseln.
Tolle Fotos. Wusste gar nicht, dass die Chinesen ein ganzes österreichische Dorf nachgebaut haben. Krass.
Wo geht die Leiter vor dem See hin ? In den Himmel ? :;)
Das ist ein Klettersteig und die Leiter geht auf einen Felsvorsprung hoch… Wenn Nvidia’s Zahlen gut werden geht der Chart genau so hoch ;)
Direkt vor dem See ?
….hoffen wir mal, dass NVIDIA liefert.
Ja genau vom See aus geht die hoch…
Hallo Nikos, wie wäre es Mal mit einem eigenen Blog von Dir?
Ich bin sowieso immer verwirrt, wenn hier ein neuer Blog Beitrag erscheint und der dann nicht von Tim Schäfer ist, sondern von Nikos Deiters.
Ich würde es begrüßen, wenn hier nur Blog Beiträge von Tim Schäfer erscheinen.
Ein eigener Blog von Nikos Deiters wäre besser, so hatte man sofort Gewissheit von wem die Beiträge kommen.
Eine Webseite ist schnell erstellt mit WordPress, das geht super einfach, selbst für Laien. Gibt genug Anleitungen im Internet. Die monatlichen Kosten für eine eigene Domain sind ebenfalls sehr überschaubar. Je nach Packet meist nicht mehr wie 5 Euro. Vor allem deinem könntest du dann mit Affiliate links sogar Geld mit deinem Blog verdienen.
Ich denke Mal so gut wie alle Leser hier würden da Mal vorbei schauen.
Liebe Grüße
Hallo Hajo, ja klar kann Nikos einen eigenen Blog starten. Das ist grundsätzlich eine gute Idee. Dennoch ist das hier klar dargestellt: Mit dem Foto und seinem Namen geht glasklar hervor, dass dies sein Blogbeitrag ist. Viele Blogs haben mehrere Autoren. Und bei vielen Lesern kommen seine Blogbeiträge gut an.
Ich persönlich finde die Kombination von Dir und Nikos super. Ihr harmoniert gut.
Bin schon lange Leserin Deines Blogs. Jedoch ist für mich der Mehrwert des Blogs durch Nikos als Coautor gestiegen.
Deswegen bin ich sehr froh, dass Nikos hier weiter schreibt.
Sind diese Nachtwanderungen nicht gefährlich? Hast du da eine Stirnlampe auf?
Die Wege dort waren quasi Spazierwege, da war nichts gefährlich.
Hatten eine Fahrradlampe das reichte…
Mir würde es reichen.
Kann mich erinnern, dass Du mal einen Sonneaufgag auf dem Watzmann gepostet hast (????oder irre ich mich???)
Da müsstest Du doch im Stockdunklen losgelaufen sein, oder ? Und das ist bestimmt kein Spazierweg ?!
Ich hoffe, das war auf breiten Forstwegen, wo ohnehin regelmäßig Verkehr ist.
In den Voralpen und Alpen haben wir schon genügend Leute, die nachts durch die Gegend laufen.
Das ist echt kein Spaß für Wildtiere – gerade auch im Herbst und Winter.
Machts eure Wanderungen lieber tagsüber – da sieht man auch gescheit was.
So ganz nachvollziehen kann ich deine Anlagestrategie nicht. Bei Strategy ist die Marktkapitalisierung zeitweise sogar unter den Wert der Bitcoin-Bestände gefallen. Geht es um den Reiz des Zockens oder was ist dein Antrieb? Den nächsten Tenbagger darunter zu haben? Demut ist ein Stück weit ein guter Ratgeber an der Börse.
Geht mir ähnlich, dass ich sein Konzept nicht nachvollziehen kann.
Klar kenne ich nicht die genauen Kaufzeitpunkte, gefühlt aber nur Werte gekauft die schon mega gestiegen sind und quasi am Höchstpunkt stehen oder irgendwelche spekulativen Hoffnungen.
aber gut, so versucht es halt jeder mit einer anderen Herangehensweise…
Kann man ja machen. Aber mittlerweile kommen einige Nikos-Artikel. Kann ungewollt den einen oder anderen Leser vielleicht auch zu einer eigentlich ungeplanten Zockerei verleiten. Sind einige heiße Werte dabei finde ich.
Because no one wants to get rich slowly.
Ist echt mal wieder an der Zeit sich die NDR-Talkshow mit Kostolany und Gerhard Schmid anzuschauen.
Dabei ist Schmid wirklich auch eine interessante Persönlichkeit mit spannendem Werdegang. Hat nach Privatinsolvenz vor kurzem ein Unternehmen gegründet im Bereich Bitcoin/Dienstleistungen lese ich.
Ich kann Dich beruhigen Ralf. Die meisten Leser von Tims Blog sind in der Lage eigene Entscheidungen zu treffen.
Ich bin froh, dass ich nun seit über 4 Jahren durch Nikos und Tim mit Tipps versorgt werde. Und dank Nikos ausführlicher Depotvorstellung vor gut 4 Jahren (glaube ich) bin ich frühzeitig auf Broadcom und Lam Research gestoßen:
Habe diese Entscheidung selbstständig getroffen und mich dem Risiko ausgesetzt.
Ich denke Nikos kann sich auch selbst gut dazu äußern. Mein Kommentar ging ja in seine Richtung…
„Kann man ja machen. Aber mittlerweile kommen einige Nikos-Artikel. Kann ungewollt den einen oder anderen Leser vielleicht auch zu einer eigentlich ungeplanten Zockerei verleiten. Sind einige heiße Werte dabei finde ich.“
Konnte nicht erkennen, dass der Kommentar speziell in Nikos Richtung ging. Er war sehr allgemein gehalten und schilderte die Gefahr, dass Leser (ich bin auch eine Leserin) zu einer ungeplanten Zockerei verleitet werden. Daher habe ich für mich geantwortet.
Hoffe, dass ich das durfte !? :;)
Hast du auch meinen eigentlichen Kommentar drüber gelesen? „So ganz nachvollziehen kann ich deine Anlagestrategie nicht….“
Doch. Aber ich habe auf den oben zitierten Absatz von Dir geantwortet. Ist das OK ?
Ehrlich gesagt kann ich dein Anliegen nicht ganz verstehen.
Wenn wie im Falle von Strategy die Marktkapitalisierung unterhalb der BTC Bestände liegt ist das aus meiner Sicht ein guter Einstiegszeitpunkt. Daher kann ich das vollkommen nachvollziehen.
Das man bei seinem Investment auch überlegt ob dies das Potenzial zu einem Tenbagger haben könnte ist für mi h bei einem spekulativen Investment auch normal.
Jeder möchte doch gerne eine 10x Aktie im Depot haben. Oder du nicht?
Es geht ja in diesem Artikel um seine spekulativen Investments.
Warum sollte Nikos Demut zeigen? Verstehe ich nicht?
Lasst doch Nikos selbst sich mal dazu äußern. Deine Logik ist grundsätzlich richtig, aber bei Strategy muss man die hohe Schuldenlast mit berücksichtigen.
Ich gehe mal auf mein Posting und Deine Frage ein. Nikos ist sicherlich selber in der Lage sich zu äußern.
Bin auch bei Strategy investiert und daher auch an Deine Frage bzgl der Schuldenlast von Strategy interessiert.
Ich habe mal eine KI gefragt:
Aktuelle Zahlen (Stand Mitte/Ende November 2025)
Warum keine akute Insolvenzgefahr bestehtMicroStrategy hat keine klassischen Bankkredite mit Bitcoin als Collateral (die Margin-Calls auslösen könnten). Stattdessen finanziert sich das Unternehmen über Convertible Bonds und Aktien-/Preferred-Stock-Emissionen.
Was passiert stattdessen bei weiter fallendem Bitcoin?
FazitDer aktuelle Bitcoin-Crash (von ~126.000 USD auf ~90–93.000 USD) ist schmerzhaft für MSTR-Aktionäre (Aktie –50–60 % vom Hoch), aber keine existenzielle Bedrohung für das Unternehmen selbst.
Ein erzwungener BTC-Verkauf wäre nur bei einem extremen, langanhaltenden Crash unter ~20.000 USD realistisch – und selbst dann eher im Rahmen einer echten Insolvenzabwicklung, nicht durch Debt-Covenants.
Kurzfristig (2025–2026) ist das Risiko sehr gering. Das größte Risiko trägt aktuell der Aktionär durch Verwässerung und Aktienkursverfall, nicht der Gläubiger oder der Bitcoin-Holder.
Der Discount ist bereits extrem ? Historisch tradete MSTR in Bärenmärkten maximal bei ~0,9–1,0x NAV. Wir sind schon da oder leicht drunter. Tiefer als 10–15 % Discount war es selbst 2022 nicht lange.
Kein Zwangsverkauf-Risiko ? Wie schon in meiner letzten Antwort: Langfristige Convertibles, keine Margin Calls, Saylor kontrolliert die Stimmrechte. Selbst bei BTC auf 50.000 USD müsste es jahrelang dort bleiben, damit echte Probleme entstehen.
Saylor kauft weiter ? Noch letzte Woche (17. Nov) wurden 8.178 BTC für 836 Mio. USD nachgekauft – trotz Crash. Das zeigt: Das Management sieht den Discount als Chance, Bitcoin „billiger als Marktpreis“ einzusammeln.
Ist eine KI. Und auch hier gilt: Wir müssen selber denken und zu einer eigenen Entscheidung kommen. Finde es trotzdem interessant sich die Daten von einer KI zu ziehen und zu lesen.
Was mich persönlich noch interessiert ,weil ich diese Frage nicht verstehe: Warum Nikos Demut zeigen sollte ?
Ansonsten: Liebe Grüße und ein schönes Wochenende auch nach NY !
Bitte richtig lesen. Meine Aussage war: „Demut ist ein Stück weit ein guter Ratgeber an der Börse.“ Diese war eher allgemein ausgesprochen, daher nicht gewollt nur an Nikos gerichtet und wird von Börsenleuten öfters mal genannt in Artikeln als Ratschlag. Weil viele auf die Nase fallen. Zum Thema KI: Je nach Prompt kommt auh das passende Ergebnis. Bernstein warnt zum Beispiel vor den Schuldenrisiken bei Strategy. Aber letztlich lebt Börse von unterschiedlichen Meinungen.
@ Ralf
BTC ist mir noch immer ein Rätsel. Es wurde schon oft erklärt, die Technik beschrieben, aber die einfachsten Zusammenhänge für die Preisfindung sind mir hier einfach nicht klar. Cathy Wood hat den BTC Kurs im Jahr 2030 bei mindestens 1M$ gesehen. Es hat mich schon immer gewundert wie man an BTC einfach so eine Zahl setzten kann, aber vermutlich haben die Profis hier einfach andere Daten. Was mich jetzt noch mehr gewundert hat, ist die korrekturbedingte Anpassung der Prognose auf 750M$ im Jahr 2030. Es ist unglaublich. Sie muss hier scheinbar weitere Daten haben, dass die Entwicklung des Kurses so klar anzeigt.
Die Technik von dem Netzwerk usw kann ich grob nachvollziehen. Habe es jetzt nicht besonders verfolgt. Bei der Preisfindung tappe ich allerdings im Dunkeln. NAV? Damit kann ich etwas anfangen. Nehmen wir ein Immobilienportfolio. Nav unter 1 sieht für den Start gut aus. Wir schauen auf den Ertrag, den Quadratmeterpreis, grob die Lagen und können im Vergleich prüfen wie der Bestand zum Durchschnitt zu sehen ist mit seinem Ertrag und Profitabilität. Bei BTC fällt mir spontan als Ertrag nur Staking ein. Ansonsten steht Nav vermutlich nur für den Kurs BTC, der Anzahl an Tokens abzüglich Fremdkapital. Im Grunde ist es eine Tüte Luft mit einer Zahl:
Some in clandestine companies combine;
Erect new stocks to trade beyond the line;
With air and empty names beguile the town,
And raise new credits first, then cry ’em down;
Divide the empty nothing into shares,
And set the crowd together by the ears. —Defoe
An der Börse gibt es glücklicherweise sehr viele Aktien. Man wird nur in einen Bruchteil der Gesamtmenge investiert sein. Alles andere kann man einfach liegen lassen.
Ach Kiev. Du bist ja süß. Einen Wert füt BTC finden zu wollen. Es geht um Debasenent, Im Herbst wird Laub wertlos. Das si tder Großteil der Erklärung.
@Kiev: Ja, die Bitcoin sind ein Thema für sich. Es ist für mich ein Narrativ-Asset: Der Wert hängt nicht von Erträgen ab, sondern von der kollektiven Erwartung. Gewinner sind in jedem Fall die Produzenten der digitalen Währung, Börsenbetreiber und frühe Investoren. Wer wusste den Hype vorher? Ich jedenfalls nicht.
Ein Zusatz zu „frühe Investoren“: Man darf auch nicht vergessen, wie man damals in den 2010ern Bitcoin kaufen musste: An Bitcoin Börsen, oft mit Firmensitz in Zypern, Cayman Islands, Dubai, etc. Den Schlüssel/Passwort hatte man auf einem USB-Stick gespeichert (geht der Flash-Speicher eigentlich nicht kaputt nach einigen Jahren?).
Bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber ich hätte damals keine 5k nach Zypern transferiert. Es war der wilde unregulierte Westen, der -völlig zurecht- Betrüger/Scammer angezogen hatte, die mit den Anlegern gutes Geld verdienten.
Heute geht ein Bitcoin-Kauf ganz bequem über’s online banking per ETN, z.B. von Blackrock. Der Erfolg gibt den Anlegern recht.
Ich bleibe aber beim Aktien-ETF (der gute alte Marktdurchschnitt). Muss nicht auf jeder Party dabei sein. Passt soweit.
Deshalb hat man das – so wurde mir erzählt – als vorsichtiger Mensch auch nicht in einer Summe, sondern in Tranchen gemacht. War eine Tranche erfolgreich durch, und die Coins bei dir, hat man die nächste Tranche hingeschickt.
@ Ralf
> Börsenbetreiber und frühe Investoren
Die sind auf jeden Fall Gewinner.
> Gewinner sind in jedem Fall die Produzenten der digitalen Währung
Da wird es schwieriger.
Die eigentlichen „Produzenten“ der digitalen Währung sind die Miner, da die 21 Mio BTC nicht am Anfang vom Erfinder „geschaffen“ wurden, sondern erst in kleinen Mengen Block für Block durch das Lösen von „Rechenaufgaben“ erzeugt werden.
DIe Miner müssen aber den Großteil der von ihnen „errechneten“ BTC umgehend verkaufen, um ihre Unkosten für Hardware, Strom etc zu decken – das Mining hat schon lange nur noch eine normale Marge.
Einen echten Produzenten in dem Sinn, wie du ihn vermutlich meinst, gibt es nicht. Eben weil die BTC erst im Lauf der Zeit entstehen und weil BTC von Anfang an Open Source war, und jeder, den es interessiert hat, bei dieser „seltsamen Nerdspinnerei“ mitmachen konnte.
Damals war es außerdem absolut nicht absehbar, dass sich BTC wirklich durchsetzen und so teuer werden würde. (Deshalb haben viele früheren Teilnehmer ihre BTC schon lange nicht mehr – entweder viel zu früh verkauft oder verloren.)
Am ehesten träfe deine Formulierung auf den ominösen Erfinder Satoshi Nakamoto zu. Der hätte prinzipiell tatsächlich eine riesige Menge an BTC, weil er anfangs natürlich den Großteil des Minings alleine gemacht hat, bis sich genügend andere auch dafür interessiert haben. Aber er ist nach knapp zwei Jahren abgetaucht und hat seine BTC nie angerührt. (Man weiß weder, wer oder wieviele das waren, noch, ob er oder sie überhaupt noch leben.)
@Kiev
Staking gibt es bei BTC nicht. Technisch bedingt gibt es Staking nur bei Coins, die kein Mining kennen, sondern mit POS (Power of Stake) erzeugt werden.
@ Walter
Ich habe keinen BTC, daher kann ich es nicht ganz nachvollziehen. Bei TD gibt es jetzt Staking. Ich könnte die unterstützten Coins sehen ohne welche zu haben. Etherum ist dabei. Der Rest sind für mich eher neue coins. On Anbetracht der Kursschwankungen ist Staking aktuell eher verbachlägbar. Ich würde mir für die Einnahmequelle zumindest keine coins kaufen.
@ I want to believe
Ich versuche mich jetzt nicht wirklich an der Preisfindung. Ich finde die in den Raum aus der Luft gegriffen Zahlen allerdings amüsant. Bei Unternehmen mit Umsätzen und gewinnen sind die Analystenprognosen teilweise ebenfalls interessant.
Mit BTC und Co habe ich keinen Stress. Die kommen nicht ins Depot. Es gibt tausende Aktien, die ebenfalls nicht ins Depot kommen. Aktuell bin ich auch eher an Indizes als an Einzelaktien interessiert. Nach meinem NASDAQ Einstieg und USA Anteil in der Nähe ihres BIP im World werde ich vermutlich nur noch den World ETF ACWII besparen. Det Sparplan wird an Langeweile kaum zu toppen sein.
„Aktuell bin ich auch eher an Indizes als an Einzelaktien interessiert.“
Nachvollziehbar. Ich hatte Nikos dazu auch mal um Einschätzung gebeten hinsichtllch ETFs. Aber keine Antwort erhalten. Letztlich kein schlechter Weg.
Das die Definition von Schneeballsystem, oder? Der Bitcoin hat aber den Vorteil – und der kann ihn tatsächlich auch lange treiben – dass man nicht einmal einsteigt sondern immer wieder und immer weiter das Rad am Rollen halten kann.
Strategy scheint mir eine ziemlich spekulative Kiste zu sein. Es spekulieren schon einige auf einen Kurssturz:
https://www.zeit.de/2025/50/bitcoin-firma-strategy-michael-saylor-software-wettstreit
Hallo Nikos,
wie immer – sehr schöne Fotos! Schaue ich jedesmal sehr gerne an.
Zu IREN möchte ich nachhaken – dein Text erweckt den Eindrück, als könnte IREN je nach Marktlage mit ihrer Hardware zwischen Bitcoin-Mining und KI-Rechenzentrum hin und her schalten.
Das kann aber technisch bedingt nicht sein.
Bitcoin-Mining funktioniert mit hochspezialisierter Hardware, die nur BTC-Mining kann und sonst nichts. (Die Miner-Hardware sind ASICs, die den Mining-Algorithmus in Hardware nachbilden.)
Für KI hat man bisher riesige Verbünde von potenten Grafikkarten benutzt, inzwischen gibt es auch spezielle und noch leistungsfähigere KI-Karten. Mit beidem kann man aber nicht Bitcoin minen, weil die im Vergleich zu den hochspezialisierten ASICs viel zu wenig Hashleistung in Relation zu ihrem Energieverbrauch haben.
Zusammengefasst: Mit Bitcoin-Mining-Hardware kann man unmöglich KI-Geschichten rechnen lassen. Und mit KI-Hardware würde man beim Bitcoin-Mining nur draufzahlen. Beides ist schlicht technisch unvereinbar.
Insofern kann ich mir nur vorstellen, dass IREN inzwischen schlicht beide Geschäftszweige parallel fährt und durch diese Diversifikation nicht mehr ganz so leidet, wenn der Bitcoinpreis mal wieder massiv in die Knie geht (wie derzeit), und man mit Bitcoinmining rote Zahlen schreibt.
Vermutlich haben sie einen Teil ihrer ASICs rausgeschmissen (oder nicht mehr erneuert) und die vorhandenen Rechenzentrumsstrukturen (Gebäude, Energieversorgung, Kühlung, Serverschränke etc) genutzt, um stattdessen KI-Hardware reinzustellen und zu betreiben.
Gruß Walter
Danke für den Hinweis, du hast völlig recht – das war bei mir etwas irreführend formuliert.
Die Hardware (ASICs) lässt sich natürlich nicht einfach umschalten.
Die komplette Infrastruktur (Strom, Gebäude, Kühlung etc.) kann in schwachen Bitcoin-Phasen jedoch ideal für KI-Cloud/GPUs genutzt werden. Dafür muss jedoch in weitere Hardware investiert werden…
Interessanter Artikel, vielen Dank für die tollen Fotos
Toller Artikel.
Ich hatte Nikos auf der Invest dieses Jahr am Rande kennen gelernt. Seine Bodenständigkeit und Natürlichkeit hat mir sehr gut gefallen.
So wie man es auch bei Tim kennt.
Danke.
Ich lasse mich ja gerne von Dir inspierieren. Dank Deinen Anregungen bin ich seit über 4 Jahre bei Broadcom und Lam dabei und habe den SMC Ritt mitgemacht.
Durch diesen Artikel bin ich erst richtig auf Amphenol aufmerksam geworden. Ich habe mir mal die letzten Jahrzehnte bei diesem Wert angesehen. Das ist ja eine Wahnsinns Compounderaktie. Eigentlich auch etwas für Tim oder Buffett.
Die hat jetzt auch den Weg in mein Depot gefunden. Freue mich immer über Anregungen. Danke.
Ganz ehrlich: Wenn ich über den Artikel fliege, kriege ich ziemliche „New Economy“-Vibes. Auch wer damals nicht dabei war, weiß vermutlich, was ich meine.
Firmen mit nicht so wirklicher Substanz. Viel Visionen, hier und da ein paar zusammengesuchte Kennzahlen. Ein bunter Mix an Titeln: Je mehr, desto besser. :-)
Wenn ich Market-Timing betreiben würde, wäre ich wohl so langsam short.
Mache ich aber nicht, daher beobachte ich es bloß.