Corona-Panik an der Börse: Gelassenheit zahlte sich aus

Gelassenheit zahlt sich bei Börsianern aus. Mit einem “Buy and Hold”-Ansatz fährst du auf Sicht von Dekaden meist gut.

Im März schien die Welt unterzugehen. Airlines, Hotels, Öl crashten. Die Angst ging um. Wer die Corona-Panik aushielt, kann sich freuen. Gestern überwand der Dow Jones Index einen neuen Rekordstand von 30.000. Das zeigt einmal mehr, dass es sich auszuhalt, Ruhe zu bewahren. Airlines, Hotels, Öl und Reedereien stehen wieder hoch in der Gunst der Anleger, die Kurse drehen nach oben.

Ich habe mich während der Krise bei United Airlines, Southwest Airlines und Carnival eingedeckt und stehe nun deutlich im Plus. Meine Carnival-Position hat sich im Wert verdoppelt. Bei Southwest stehe ich 25 Prozent, bei United Airlines 50 Prozent höher.

Ich kaufte im April Carnival-Aktien für 5.000 Dollar, die Position ist jetzt 10.000 Dollar wert.
United Airlines sprang um fast 50 Prozent nach oben.
Southwest Airlines hob um 25 Prozent ab. Ich wundere mich, warum sich Warren Buffett während der Krise von seinen Airlines getrennt hat.

Sei froh, wenn du keine Aktien/ETFs im März verkauft hast. Ich habe in Foren wie Wallstreet:Online Anleger gesehen, die ihre Aktien zu Tiefstständen Hals über Kopf verkloppt haben. Stattdessen aggressiv zuzukaufen, wäre ideal gewesen.

Jeder starke Abschwung ist eine gute Zeit zum Eindecken

Ein Kurs-Abschwung ist natürlich eine gute Zeit zum Kaufen. Aber wenn Du dich wieder in die Denkweise von Mitte März versetzt, ist es schwer zu wissen, ob wir am Ende oder noch am Anfang der scharfen Korrektur waren.

Egal, was immer du machst, es ist in der Krise schwer, sich gegen den Trend einzudecken. Während der Finanzkrise 2008 knickte die Börse monatelang schockartig ein. Wärst du mit all deinem Cash eingestiegen, als die Kurse 30 Prozent unter dem Hoch lagen, hättest du einen weiteren Rückgang um über 20 Prozent ertragen müssen. Du hättest dich wohl wie ein Vollidiot gefühlt.

Psychologisch ist es wohl am besten, jeden Monat stur und stetig ETFs oder Aktien zu kaufen. Dann nimmst du deine Gefühle aus dem Ganzen raus. Trockenes Pulver zu haben ist schön, aber du wirst nie perfekt liegen, wenn du es einsetzt. Geld, das du lange nicht brauchst, ist heute besser an der Börse aufgehoben, als auf dem Tagesgeldkonto.

Wie viele Menschen haben im März all ihre Aktien verkauft? Genug! Etliche sind wenige Tage vor dem Tiefpunkt in Cash gegangen. Als sich die Börse wieder erholte, bekamen sie wieder Mut. Und gingen zurück in Aktien. Es ist verrückt. Erst Panikverkauf, dann Kauf in der Erholung. Wie kannst du das vermeiden? Mit einem Buy-and-Hold-Ansatz.

Bitcoin ist der helle Wahnsinn

Seit Nutzer von PayPal und Square über beide Plattformen Bitcoin kaufen können, schnellt die führenden Krypto-Währung immer höher. Die Nachfrage nach Bitcoin geht durch die Decke. Dank Square und PayPal. Aber die Bitcoins bleiben auf den beiden Plattformen. Ha, finde den Fehler.

Kommt es zur Pleitewelle auf den Immobilienmärkten?

Vielleicht kommt jetzt die Zeit, um bei Zwangsversteigerungen an ein Immobilien-Schnäppchen zu kommen? Experten rechnen damit, dass es zu einer Schwemme an Versteigerungen kommen wird. Corona hat viele Haushalte in die finanzielle Schieflage gebracht. In meiner Heimat Mannheim gibt es jede Menge Zwangsversteigerungen. In Berlin gibt es auch einige Versteigerungstermine.

Du musst Glück haben. Deutlich über dem Verkehrswert zuzuschlagen, macht wohl wenig Sinn. Auch hier können dir die Gefühle (ähnlich wie an der Börse) einen Strich durch die Rechnung machen. Du kannst Angst bekommen, etwas zu verpassen und dann zu viel bieten. Bei einer Versteigerung in Karlsruhe ging eine Wohnung in der Nordweststadt für 242.000 Euro weg. Das Appartement ist vermietet, hat drei Zimmer, Balkon und 73 Quadratmeter Wohnfläche. Der Verkehrswert ist pauschal um 25 Prozent reduziert worden auf 126.000 Euro. Krass. Dass das Doppelte bezahlt wird, ist erstaunlich.

Der Vorteil von Zwangsversteigerungen ist, dass die sonst hohen Kaufnebenkosten geringer sind, weil Notargebühren und Maklerprovisionen entfallen. Der Nachteil ist, dass es in der Regel keine Besichtigung gibt. Du kaufst also die Katze im Sack. Im Internet gibt es super Tips für Zwangsversteigerungen.

Der deutsche Immobilienmarkt ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Die niedrigen Finanzierungszinsen stützen die Preise. Wie lange der Boom noch anhält?

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  1. Hi Tim.

    Ich fand es echt beeindruckend wie locker du im März geblieben bist. Danke für deine vielen Artikel/Videos in der Krise. Hat mir echt geholfen. Jetzt bin ich um ein Vielfaches reicher (nicht nur an Erfahrung).

     

  2. Habe Tesla und BB Biotech gekauft und einen Sparplan auf den Vanguard FTSE all World gestartet.

    War aber zeitweise echt nicht einfach für mich. Habe ständig ins Depot geschaut und bin auch zu früh eingestiegen.

    Im Nachhinein war es aber eine sehr interessante Erfahrung 🙂

    Bin gespannt wie’s mir im nächsten Crash geht. (So cool wie du werd ich wohl nie werden)

  3. Danke für deine Motivation- die du an deine Leser und Zuschauern weiter gibst. Bin im März bei carnival eingestiegen und Bitcoin hab ich schon seit 2016 ? mach weiter so und bleib gesund!!!

  4. Ja, wohl alles eine Sache des Mindset – mir hat dieses (zum Großteil von dir, gerade auf die lockere Art) sehr geholfen den März nochmal richtig Gas zu geben, nachdem ich im Februar zu hohen Preisen einige Käufe getätigt habe. Meine Erkenntnis war, dass man das Tief garnicht richtig erwischen muss (und kann). Daher dann aus heutiger Sicht spottbillige Qualitätsaktien zu fairen Preisen – dreimal habe ich tatsächlich auch das Tief erwischt, das war aber Glück. Trotzdem wird stetig investiert – aber bei der Gelegenheit lohnte es mal an den Risikoarmen Teil zu gehen.

  5. Natürlich braucht es gute Nerven ende März 2020 Aktien zu kaufen wenn Anfsng März der Sohn das Licht der Welt erblickt hat.

    Ich hab mut etwas Glück einen guten Zeitpunkt erwischt ubd konnte Swiss RE zu 56 Franken aufstocken inueischen sind sie wieder über 84 Franken. Das ist ein Plus von 50% mit einem Bluechip der übrigens noch 5.9 Fr. Dividende ausgeschüttet hat. Mein Investmentcase war ich erwarte Swiss RE bis Ende 2020 auf über 80 Fr. hat sich schneller erholt als gedacht.

    Ich habe auch andere Aktien gekauft. Zum Beispiel Dufry bei 30 die sind wieder auf über 50.

    Die Grippe wird mir immer in Erinnerung bleiben als sehr gute Möglichkeit günstig Aktien zu kaufen.

     

  6. Mir würde auch die Grippe und Aktien in Erinnerung bleiben. Söhne kann man fast jährlich mit der gleichen Frau zeugen 😉  sorry die Vorlage war zu gut. Nicht böse nehmen!

     

    -M

  7. Ich habe mich während der Krise bei United Airlines, Southwest Airlines und Carnival eingedeckt und stehe nun deutlich im Plus.

    Echt spannende Werte und tolle Erfolge. Ich habe mich an langweilige “Technologie”-Aktien gehalten nach dem Motto: die Welt ist digital und wird noch digitaler. Apple, Microsoft, Amazon, Paypal, Square, Netflix, Facebook, … wurden gekauft. Bin mit dem Ergebnis nicht unzufrieden, auch wenn es keinen Grund zum prahlen gibt  😉

     

  8. Hi Tim,

    es fällt auf, dass du immer mit 5.000€ (so war es damals bei Netflix ja auch) in eine Position gehst. Ist das dein Betrag, wo du was ausprobierst? Ein oder zwei Raketen reichen ja (siehe Netflix), um durchzustarten. Dann kann man auch eine oder zweite “Nieten” gut verkraften.

    Ich bin auch ruhig geblieben. Warum? STUR und STETIG in Sparplänen investiert. AS IST DER RICHTIGE WEG für fast alle.

    VG

    der Michael (Bergkamen)

  9. Hey Tim,

    Respekt, dass du dich getraut hast, Airlines und Kreuzfahrtschiffe zu kaufen. Ich bin zwar auch ruhig geblieben, aber das waren tatsächlich die Branchen, von denen ich komplett die Hände gelassen habe.

    Ich bin während des Crashs groß in Wachstumsaktien eingestiegen, da ich die noch nicht hatte:

    TTD, PINS, ROKU, SQ, MELI, AYX, NTNX, MGNI, ESTC, SWAV, NVTA und LVGO.

    Waren fast ausnahmslos richtig tolle Käufe, allerdings hätte ich nicht erwartet, dass die sich so schnell und vor allem so massiv erholen. Jetzt juckt es mich tatsächlich in den Finger, einen Großteil davon wieder zu verkaufen…

  10. @M es soll wohl so viel heissen wie:

    Ich habe noch ein Leben außer Aktien und den Tim Schäfer Blog 🙂

  11. Die Grippe wird mir immer in Erinnerung bleiben als sehr gute Möglichkeit günstig Aktien zu kaufen.

    Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben… die Grippe und die Auswirkung auf evtl. dich oder dein Umfeld/Familie sind noch nicht vorbei!

    Die paar Swiss Re erscheinen in einem solchen Fall (der hoffentlich nicht eintritt!) dann rückblickend belanglos und nichtig bis zum geht-nicht-mehr…

    Einer der besten Investment zur Zeit ist seinen Vitamin D – Spiegel hoch zu halten – jedes Jahr.

  12. Hallo Tim,

    bin seit 2014 in Bitcoin und betreibe Buy an Hold.

    Habe mir Anfang des Jahres noch eine kleine ETH Position aufgebaut, die ist mittlerweile auch gut im Gewinn.

    Ich denke ich werde die nächste Welle noch nach oben reiten und dann einen kleinen Teil verkaufen um meine ETFs ( FTSE EM und All World) weiter aufzustocken.

  13. Danke für den Link zu den Tipss für die Zwangsversteigerungen. Habe mir gleich mal einen Suchagenten für meine Region eingerichtet 🙂

  14. @Tim Danke, wie immer kurz, klar und angenehm zu lesen (und umzusetzen). Das Thema Immobilien ist tatsächlich interessant. Zur Zeit kaufen Leute wie blöd d.h. man kauft alles weg. Krasses Beispiel ist Friedrichshafen (Bodensee). Ich sprach gerade mit einem Bekannten, der bei ZF arbeitet, hat ein Haus gekauft (knapp unter 1 Mio). ZF verliert gerade am  Boden, da Antriebe und Getrieben nicht mehr gefragt werden.  Auf meine Frage, ob es nicht riskant wäre, kam die Antwort, nein, wir haben Beschäftigungsgarantie bis 202X. Was soll man da sagen.

     

  15. @Tim: Glückwunsch zu den gemachten Investitionen! 🙂 Mir waren diese Werte zu heiß, da nicht wirklich abzusehen war wie lange es zu einer funktionierenden Impfung dauern würde.

    Dennoch konnte auch ich gute Geschäfte machen. Im Crash Einstieg bei Amazon, Alibaba, Microsoft und McDonalds.

    Danach niedergeprügelte REITs wie: EPR, Realty und STORE.

     

    Alles in allem hat sich die Zombieapokalypse gelohnt!

  16. @Dow bei 30000

    Das billige Geld der Notenbanken feuert die die Assetinflation an. Die Krise ist noch lange nicht vorbei!

     

  17. @Corona-Kauf
    Mein vermutlich bester Kauf war am 13.3. zu 64,05€ eine größere Tranche des ausschüttenden Vanguard FTSE All-World. Heute bei 86€ habe ich gerade nachgeschaut. Also 35% plus mit einem All-Welt ETF plus Dividenden! Und auch iShares Core EM IMI. Langfristig fühle ich mich mit den ETFs am wohlsten. 35% ohne Einzeltitelrisiko finde ich gut. Natürlich ärgert man sich hinterher immer, dass man hätte mehr kaufen sollen. Ja, Ja. Tja, die V-Erholung kam auch für mich einfach zu schnell. Der Sparplan wurde im April leicht erhöht und er läuft natürlich weiter.

  18. @Immobilien/Zwangsversteigerung:

    da warten die Leute schon seit fast 10 Jahren drauf, dass jetzt endlich die große Zwangsversteigerungswelle kommt. Meine Meinung: kommt nicht.

    Ist fast so wie bei den Aktien die Strategie: ich kauf dann wenn die Kurse am niedrigsten sind. Guter Plan, klappt nicht.

  19. In Europa sprechen Händler bereits von einem “schwarzen Montag”: Nach dem massiven Einbruch des DAX haben die Corona-Panik und der Ölpreisverfall auch die New Yorker Börse einbrechen lassen. Die Rezession komme…

  20. @Immobilien: Wir haben das anvisierte Haus nun doch nicht gekauft. Der Angebotspreis lag bei etwa 30 Jahreskaltmieten, was absolut normales Marktniveau ist. Interessant ist, dass wir uns bei -11% preislich getroffen hätten.

     

  21. März war mein erster Crash. Wir haben eh noch nicht sonderlich viel an der Börse, insofern waren die absoluten Verluste überschaubar. Ständig ins Depot geguckt habe ich trotzdem. Weniger, weil mich die roten Zahlen gestört haben, sondern viel mehr, weil die “fear of missing out” groß war. Ich hatte gerade einen kleinen Bonus bekommen und wollte den anlegen und plötzlich schien Timing so relevant… Ich habe dann aber schnell festgestellt, dass ich eh keinen Plan habe und habe ein paar Tranchen daraus gemacht und es über ein paar Monate angelegt.

    Im Nachhinein: Einmalanlage hätte mehr gebracht, die erste Tranche war quasi am Tiefpunkt gekauft. Aber ich weiß noch genau, dass ich das damals nicht für den Tiefpunkt gehalten habe und auch die Wochen danach ziemlich viel über “dead cat bounce” gelesen habe und mir das alles sehr einleuchtend klang. Wahrscheinlich hätte ich mit Einmalanlage noch weiter auf den passenden Zeitpunkt gewartet, darum war das alles schon okay so.

  22. @ Al Bundy: Die Bodenseeregion ist so beliebt, zudem ist er bei einem Top-Unternehmen angestellt (welches noch dazu als Stiftung fungiert), man muss auch mal was wagen. In 10 Jahren wird das Haus garantiert mehr wert sein.

    wer nur am zaudern ist kommt nie zu was, da lass ich lieber die Zasterlaster vorfahren 🙂

  23. Ich bin eigentlich derzeit skeptisch. Der Markt ist mir wieder zu schnell angestiegen.

    Vielleicht ist jetzt ein Ende der Pandemie in Sicht, aber was ist mit den Folgen? Welche Unternehmen gehen noch Pleite wenn die Kredite und Staatshilfen fällig sind?

    Die Reisebranche wird auch nicht auf einen schlag bei 100% Auslastung sein wie 2019. Trotzdem stehen Wizzair & Ryanair genau so hoch im Kurs wie am Jahresanfang bzw. noch höher.

    Elektro Autos machen Kurssprünge am laufenden Band bei astronomischen Bewertungen.

    Werde mich trotzdem nicht an Market Timing versuchen. Weihnachtsgeld sollte die Tage kommen. Sparpläne sind bereits für Dezember wegen dem extra Geld erhöht.

  24. @all

    Vielleicht kann mir mal einer von den ‘alten Hasen’ hier oder auch @Tim selber helfen:

    Was nützen temporäre Kursgewinne, wenn ich auf extremes buy and hold setze und nie in meinem Leben die Aktien verkaufen möchte. Cashflow durch mögliche wiederaufgenommene Dividendenzahlungen in ein paar Jahren? Bei einem Depotstand von 1 Million oder mehr ist das Risiko mit 1,5% oder weniger doch sehr überschaubar, egal was die Zukunft bringt. Wäre es nicht besser gewesen im März das Geld in bestehende Qualitätsunternehmen mit solider Finanzlage zu investieren?

    Dies soll keine Kritik am Artikel darstellen. Ich möchte nur verstehen und ggf. dazu lernen. Danke.

  25. Man kann es nicht oft genug sagen: Das schöne an der B&H-Strategie ist ja gerade, dass man in Panikzeiten wie im März ganz gelassen bleiben kann.

    Ob nun Baisse oder Hausse, Tief oder Hoch. Markettiming, Prognoseritis, Großes Rauschen… alles völlig belanglos.

    Einfach regelmäßig, stur und stetig Wertpapiere einsammeln und 20,30,40 Jahre später mit einem wesentlich höheren Vermögen dastehen als heute. Ganz simpel.

    Die Herde zieht ihr Geld regelmäßig in Panik ab und früher oder später trägt sie es zurück. War immer so, bleibt immer so. Alle wissen, dass an der Börse die großen Vermögen gemacht werden. Alle wollen dabei sein.

    Der Großteil der Lesenden hier weiß diese Dinge. Rein/Raus bringt nichts. Gibt es aber auch Erkenntnisse derjenigen, die im März raus sind, um später “ganz sicher” wieder tiefer zurückzukommen?

    Die auf ihr falsches Bauchgefühl gehört haben (wird alles noch schlimmer)? Die schon zuvor “rechtzeitig” raus sind, aber leider nicht rechtzeitig zurück (wenn man ehrlich und nüchtern ist)? Die seit Jahren auf den Absturz warten – ich denke da an Fabian S. – und dabei einfach nicht zum Zuge kommen, selbst wenn die -30% mal da sind? Das ist doch schade. Gibt es Lerneffekte?

    Meine Teilabgabe von “völlig überteuerten” Adidaspapieren zu 136€ 2016 war so ein Lernerlebnis. Danach habe ich noch zwei, drei Altlasten verkauft, seit fast zwei Jahren dann nichts mehr. Topunternehmen werden einfach gehalten, egal wo der Kurs hinrennt.

    @ Sparta

    Vor vielen, vielen Jahren habe ich mir den O´Shaughnessy gegönnt. Das übliche. Im Backtest sind die und die Strategien die besten (gewesen). Klingt alles logisch. Momentum und so. Allerdings machen sich alle “perfekten” Strategien selbst mit der Zeit obsolet. Ich suche keinen Stein der Weisen mehr.

    Und du brauchst das auch nicht. Du weißt eigentlich schon alles, was wichtig ist …. 😉 .

  26. @Free

    Ja, manchmal ist mir langweilig selbst mit 18 etf`s… 😉

    Im Prinzip ist es egal.

    Relativ genauso egal ob Tim mit ca. 2,500 – 4,500 k Depot mal eben so 5 k Kursgewinn mit einem “riesen – Zock” hat, welcher bei weitem keine Tagesschwankung ausmacht…

    Hast Du Deinen Meilenstein schon gepackt, denn Du in der Mail geschrieben hast?

  27. Relativ genauso egal ob Tim mit ca. 2,500 – 4,500 k Depot mal eben so 5 k Kursgewinn mit einem “riesen – Zock” hat, welcher bei weitem keine Tagesschwankung ausmacht…

     

    Ja, bei ihm ist das völlig egal. Blöd halt, wenn sich jemand an ihm ein Beispiel nimmt, der nur 25 bis 45 k im Depot hat und glaubt, den Helden spielen und ebenfalls zocken zu müssen. Könnte gewaltig in die Hose gehen  😉

     

  28. @Rüdiger

    Könnte bei Bitcoins wieder einigen blühen, die übermütig wurden die letzten Tage 😉 Wer dann noch mit Leverage unterwegs ist… besser gemütlich ein Depot aufbauen dann gewöhnt man sich auch langsam an grössere Beträge wenn es über die Jahre wächst.

  29. @Bruno:  besser gemütlich ein Depot aufbauen

     

    Gemütlich und in aller Ruhe ist leider nicht mehr zeitgemäß  😉

     

  30. @ Michael (Bergkamen)

    Genau. Am liebsten kaufe ich mit 5.000 Dollar eine Position. Das ist ein guter Ausgangspunkt für mich.

     

    @ Al Bundy

    Ich stimme zu. Beim Hauskauf muss man aufpassen, dass man sich keinen Mühlstein (Baukredit) um den Hals hängt. Sonst wird man unglücklich. Beziehungen scheitern oft an den Finanzen. Es muss nur der Job in Gefahr geraten, dann droht Chaos. Daher: Lieber bodenständig bleiben, dann kann man schlafen wie ein Baby.

     

    @ Tim L.

    Ach. Hauptsache du investierst langfristig. Das ist super.

    Ich liege auch nie perfekt. Bei GE, Exxon und MO bin ich zum Beispiel deutlich im Minus, so etwa zwischen 20 und 40% im Keller.

    Ich möchte mein Depot breiter aufstellen. Ich hatte keine Beach/Reise-Aktien im Depot. Daher habe ich 2 Airlines und ein Kreuzfahrtschiff gekauft.

  31. Moin,

    mein erster und letzter Post mit einer kurzen Frage. Danach bin ich wieder stiller Mitleser. Ich folge Tims Link zu Trade Republic, melde mich an und stelle mir nen World ETF ein. Er soll thesaurierend sein. Ist es da egal welchen ich nehme? Vanguard?Lyxor?

    Vielen Dank und, weitermachen.
    Gruß Frank.

  32. @Ur-Vieh

    “Was nützen temporäre Kursgewinne, wenn ich auf extremes buy and hold setze und nie in meinem Leben die Aktien verkaufen möchte.”

    Je nach Typ… Ausschüttungen, Vererbung, Schenkungen an Stiftungen/gute Zwecke oder manche brauchen es für die Emotionen (Ego, Verlustängste, Vergleichsanstellungen wie CR7, Alaba etc., Gefühl nicht mehr Arbeiten zu müssen, bzw. Unabhängigkeitsgefühl… etc. pp.).

    Bewerten kann man dies natürlich individuell… manche Emotionen könnte man einfach mit Meditation & sich selbst nicht so wichtig nehmen… auch ohne größere Summen schaffen! 😉

  33. Morgen ist Black Friday Leute, SHOPPING ist angesagt 😀

    Ich denke die Leute werden sich auch trotz Corona wieder die Köpfe einschlagen aber sicher noch mehr online denn je, mir tun die Pöstler leid in den kommenden Tagen.

  34. In der Coronakrise habe ich Gold verkauft und Aktien gekauft. Es war gar nicht leicht, da Emotionen und Bauchgefühle sich dagegen wehrten.

    Nicht auf die „innere Stimme“ zu hören, war schmerzhaft. Aber die innere Stimme kann dir manchmal wie die tückischen Sirenen falsche Lieder singen.

     

  35. @Das-Ur-Vieh – Depotstand von 1 Million – Wäre es nicht besser gewesen im März das Geld in bestehende Qualitätsunternehmen…
    Ich denke, wenn man öfter versucht so den Market zu timen & Stocks zu picken, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß niemals den Depotstand von 1 Million überhaupt zu erreichen. Wenns gut läuft also besser Buy & Hold betreiben….

  36. Hallo zusammen,

    ich glaube das nach der Pandemie die Märkte sich verbessern wird. Man sieht immer noch wie heute Bitcoin wieder so Stark mit dem Preis geworden ist. Und China wird eine eigene Kryptowährung raus auf den Markt bringen. Nach der Coronazeit kann man wieder ohne Probleme auf dem Markt handeln.

    Beste Grüße

  37. Ich habe, wie hier im Forum heiß disukitert, Ende Febraur alles verkauft, das Depot war deutlich sechsstellig, ich bin mit einer guten Marge abgetreten.

     

    Wie hier auch im Forum dokumentiert konnte ich dann schon im März wieder nach und nach Einsteigen. Beste Werte: das NASDAQ ETF, Coca Cola, Vonovia, Pepsi Cola, Aflac, …. Depotgröße jetzt größer als im Februar.

     

    Trotzdem stehen einige meiner damals verkauften Werte höher als ich Sie verkauft hatte. Stanley Black & Decker, Clorox, Colgate, Nestle, Apple hätte ich besser behalten. Da ich aber sehr große REIT Positionen hatte (und jetzt auch wieder deutlich günstiger habe) war das Vorgehen letzendlich kein Fehler. Interessant auf jeden Fall!

  38. @ Sparta

    Stehe kurz davor. Ein paar K fehlen noch. Ein gutes Gefühl, eigentlich wie FU. Allein die Möglichkeit, auf zehn Stunden die Woche herunter zu gehen oder jahrelang aus dem Berufsleben auszusteigen, erzeugt ein Gefühl der Freiheit. Mir kann auch niemand blöd kommen. Notfalls verabschiede ich mich, das Gehalt brauche ich nicht dringend.

    Wie allerdings schon erwähnt wurde – das Leben geht ganz normal weiter, egal welche Zahlen da auf dem Schirm blinken. Ich gehe weiterhin gerne arbeiten.

    @ Wolke

    Du wurdest “gierig” als viele andere ängstlich wurden. Du hast es genau richtig gemacht.

    Mehr als ein wenig Lowe´s, Blackrock und Berkshire konnte ich mir damals nicht gönnen. Das Leid derjenigen, die immer zu 100% investiert sind.

    Allerdings behelfe ich mir mit einem mentalen Trick. Ich war am 23.3.2020 zu 100% investiert, habe also exakt den Tiefpunkt mit meinem gesamten Kapital “getroffen”. Nicht weil ich so genial war – bin von durchschnittlicher Intelligenz -, sondern weil es meiner Strategie entspricht. Fein. Und ganz einfach. Beruhigt mich für die Zukunft.

    @ Skywalker

    Danke für den ehrlichen Erfahrungsbericht. Würdest du es wieder so machen? Oder meinst du nun, dass es auch hätte in die Hose gehen können? Erfolgreich warst du, weil du dich im Tief und erstem Anstieg gegen die Mehrheit gestellt hast und schon Käufer warst. Manch andere kommen da nach so einem Crash zu spät zum Zuge und vermasseln sich ihre Performance.

    Ich habe gerade mal bei PP nachgeschaut. Mein Portfolio steht aktuell performancetechnisch 17% höher als im Februar zum Hoch. Und ich habe – bis auf Neuinvestments – gar nichts gemacht. Entspannter ist es wohl auf jeden Fall. Bei deinem Vorgehen hätte ich zu viel Angst, nicht die rechtzeitige Rückkehr hinzubekommen. Chapeau!

  39. @Wolke

    Wenn ich mich jetzt nicht total irre, warst doch du derjenige hier, der die ganze Zeit im März von Gold kaufen sprach und aktien solle man erstmal meiden. Es würde der Kapitalerhalt wichtiger sein etc. Habe ich das so falsch in Erinnerung, weil du jetzt geschrieben hast, es anders herum gemacht zu haben?

    -M

  40. @ freelancer: ich habe nicht ausgerechnet ob ich unterm Strich finanziell besser da stünde hätte ich nicht verkauft,  ich denke aber das ist nicht der Fall.

     

    Im Nachhinein betrachtet würde ich es wahrscheinlich wieder so machen weil die Stimmung Ende Februar bei mir persönlich sehr schlecht war  und ich die globalen wirtschaftlichen Aussichten als extrem schlecht bewertet habe. Vermögenssicherung hatte absoluten Vorrang damals.

     

    Ende Februar wusste man über das Virus noch viel zu wenig, die Bilder aus China Waren aus einem Endzeitfilm entsprungen gefühlt.

    bereits Ende März konnte man ahnen dass es nicht so schlimm sein würde wie man eventuell gedacht hätte.

    Bei den Kleinsten negativen Nachrichten verkaufen würde ich nicht und habe ich nie, aber man kann jetzt schon sagen dass die Corona Krise nicht vergleichbar ist mit brexit oder Trump Wahl…

  41. BASF bei 44€ im Mai 2020 zu kaufen stellt sich im Nachhinein als gute Entscheidung raus. Im Mai gabs hier noch Leute die extrem die Hosen voll hatten. Den Mutigen gehört die Welt oder wie ging der Spruch?

  42. -M

    „…warst doch du derjenige hier, der die ganze Zeit im März von Gold kaufen sprach und aktien solle man erstmal meiden…“

    Kluge Menschen können ihre Meinung ändern.

    Was schert mich mein Geschwätz von gestern?

  43. Heute vor genau einem Jahr einen VL ETF Sparplan abgeschlossen mit Zuschuss vom Arbeitgeber.

    Monatlich werden seither EUR 50,- in den xtrackers ACW ETF gesteckt.

    Einzahlungen also EUR 600,-

    Depotstand gestern: EUR 660,93. Gebühren sind schon runter.

    Knapp 20% Jahresrendite trotz Corona. Wer hätte das im März gedacht.

    Stures, regelmäßiges Sparen wirkt.

  44. @42sucht21:

     

    Freut mich, wenn’s gefällt!  😉

    An dieser Stelle konnte ich nicht mehr vor Lachen:

    I’ve already started one. I’m on chapter 11.

     

  45. @Wolke

    Markus Krall ist ein Genie, er hat bisher 85 Crashs von 2 Crashs vorhergesagt, das schaffen nur ganz Wenige 😉

  46. @Bruno

    Hat er nicht. Er sagt im Grunde immer „nur“ zwei Dinge voraus: Bankencrash und Hyperinflation.

    Ich kann nicht nachprüfen, was er sagt, dazu verstehe ich zuwenig. Ich versuche trotzdem die Dinge von mehreren Seiten mit verschiedenen Scheinwerfern zu beleuchten. Markus Krall ist nur einer davon.

  47. Was haltet ihr hier eigentlich von VW?

    Glaube werde hier eine postion eröffnen. Die deutschen Autobauer haben langsam verstanden, dass der E Markt nicht ignoriert werden kann.

    Der ID.3 und E-Up verkaufen sich extrem gut.  (Natürlich auch Afgrund der Förderung die man abgreifen möchte) https://ecomento.de/2020/11/27/vw-id-3-meistverkauftes-elektroauto-in-europa-oktober/

    “In seiner Mitte November aktualisierten Investitionsplanung hatte der Konzern für die kommenden fünf Jahre Gesamtausgaben von rund 150 Milliarden Euro angekündigt – fast die Hälfte für die Zukunftsthemen E-Mobilität und Digitales.”https://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/vw-id-2-volkswagen-plant-billiges-elektroauto-a-b2a1a574-121a-4c72-9b7a-b62f0e1c0181

     

     

     

  48. @ Aston

    Ich denke du wirst in Kürze bezüglich Volkswagen eine ausführliche Antwort von ZEN Investor erhalten…

  49. @ sonny

    Die einzige Bank, die damals VL Sparpläne anbot, war ebase.

    Ob es mittlerweile weitere gibt kann ich Dir nicht sagen.

     

    Und zum Thema Krall & Co.

    Mal bei atypischstill.com vorbeischauen. Die Serie (4 Artikel) über Friedrich & Weik, Otte, Müller und Krall ist sehr empfehlenswert.

  50. @ Wolke

    Dann hast du ja von den vielen klugen Investoren und optimistischen Menschen hier im Blog gelernt und profitiert. Das ist doch schön und tut dir gut!

  51. @Nixolino hoffentlich, dann kann er mir den Kurs von VW in 5 Jahren auf die zweite Nachkommastelle vorraus sagen. 😉

  52. VW überlege ich auch. Ich zögere noch wegen des hohen Staatseinfluss. Die haben außerdem einen unglaublichen Kraftakt vor sich. Sie müssen ja die Hälfte des Personals austauschen, haben keine ausreichende Softwarekompetenz. Der Betriebsrat wird erhebliche Beharrungskräfte aufbringen. Und den Dieselmotoringenieur zum Akkuspezialisten umzuschulen wird keine Exzellenz hervorbringen. Da hat es Tesla leichter ohne Altlasten.

  53. @Skywalker:

    Darf ich fragen, wieviel % du im Februar an Steuern auf realisierte Gewinne zahlen musstest?

     

    Insgesamt schon witzig, dass es alle hier im Blog im Februar/März richtig gemacht haben, egal ob alles verkauft, alles gehalten, teilweise nachgekauft oder umgeschichtet. Beeindruckend.

  54. @Wolke

    “nur Bankencrash und Hyperinflation”

    Ok dann bin ich beruhigt. Nein im Ernst, Krall ist schon schlau, er profitiert ja nicht von einem Zusammenbruch sondern von der Angst vor einem Zusammenbruch, deshalb muss die Geschichte immer weiterlaufen und immer dramatischer werden, damit die Leute “sein” Gold kaufen. Als Degussa-Chef ist das legitim, es ist gutes Marketing. Genauso wie Banken “ihre” Fonds anpreisen oder Versicherungen “ihre” Versicherungen, das ist freier Markt. Aber man muss das auch berücksichtigen. Genauso wie Warren Buffett, sein Geschäft sind Aktien und so muss man auch seine Aussagen in diesem Licht sehen.

    Ich lese und höre mir diese Sachen eigentlich nie mehr an, es lenkt nur ab und wenn dann lese ich lieber ein paar gute Bücher.

    Und wenn wir tatsächlich in eine Hyperinflation kommen und alles zusammenbricht, dann sind wir halt gefordert und müssen das Beste draus machen. Die Angst davor hilft aber nicht weiter, es braucht dann rationale Gedanken.

  55. aston fragte, was man von VW halte.
    Nixolino meinte, “Ich denke du wirst in Kürze bezüglich Volkswagen eine ausführliche Antwort von ZEN Investor erhalten…”

    Da musste ich echt lachen, als ich das las.
    Ich fühlte mich ertappt, und dachte “Wow, die können voraussagen, was ich tue”,
    da ich tatsächlich darüber nachdachte, ihm eine Antwort zu schreiben.

    Nach der sarkastischen Aussage von Aston, wonach ihm den Aktienkurs für VW für die nächsten 5 Jahre auf die zweite Nachkommastelle voraussagen könne, bin ich raus.

    Wenn wir schon bei VW und 5 Jahren sind, fällt mir folgende Geschichte ein:
    Ich habe in einem Börsen-Forum und hier im Tim Schäfer Blog ende September 2015
    klar gesagt, dass VW ein gutes Investment wäre.

    Wollen wir rasch prüfen, ob ich Recht hatte?

    Ich musste jetzt ein paar Minuten suchen und fand es mit
    site:timschaefermedia.com “Zen Investor” “september 2015”

    Am 22.September 2015 schrieb ich in
    https://timschaefermedia.com/so-schneiden-sie-besser-als-die-meisten-boersianer-ab/#comment-12212

    “also VW wird doch jetzt so richtig zum kauf.
    Abgestürzt von 160 auf knapp über 100 Euro. Also rund 35% Verlust innert 1 Woche.”

    Und dann schaut euch mal die negativen Antworten an.
    Stefan schrieb, VW sei ein Fass ohne Boden.

    Stefan musste auch in
    https://timschaefermedia.com/mit-dem-kaffee-dosen-depot-reich-werden/#comment-13083
    nochmals sticheln (völlig anderer Beitrag, wo ich noch nichts kommentiert hatte) mit der Frage
    “Wo ist eigentlich der, der hier empfohlen hat VW zu kaufen? Und von einer Jahrhundert-Chance geschrieben hatte?”

    woraufhin beispielsweise Tim Schäfer meinte in
    https://timschaefermedia.com/mit-dem-kaffee-dosen-depot-reich-werden/#comment-13091
    “Wer VW als eine Jahrhundertchance sieht, weiß ich nicht. Man kann VW als ausgebombten Deep-Value-Titel ins Depot packen und 20 oder 30 Jahre abwarten.”

    Also Tim Schäfer ging von 20 oder 30 Jahren aus, bis VW etwas bringt.

    Und jetzt mal zum Realitätscheck:

    Der DAX stand in Woche 39 bei 9’688,53 Punkten, VW bei 107,30.
    Quelle ist cash.ch, für VW die Börse Xetra gewählt.

    Heute steht VW bei 145,92, der DAX bei 13’335,68.

    Der DAX legte damit in 5 Jahren und 2 Monaten um 37,64% inklusive Dividenden zu.
    VW um 36,0% ohne Dividenden.

    Mit Dividenden hätte VW den DAX noch geschlagen, OBWOHL die Corona-Krise
    die Autobauer massiv getroffen hat (weil viele Leute Autokäufe aufgeschoben haben).

    Wie sähe es ohne Corona-Krise aus?
    Nehmen wir als Beispiel die Schlusskurse vom 30.Dezember 2019:
    DAX: 13’249,01
    VW: 176,24

    DAX: 36,7% in 4 Jahren und 3 Monaten MIT Dividenden.
    VW: 64,2% im selben Zeitraum und das ist noch OHNE Dividenden. Die fehlen hier einfach.

    Ohne Corona-Krise hätte VW den DAX bei Weitem geschlagen.

    Und ich habe bei VW extra NICHT den Tiefstkurs von September 2015 als Startwert genommen,
    der war nämlich nochmals rund 15% tiefer, was vermutlich fast 20% mehr Performance bedeutet hätte.

    Damit ist bewiesen:
    VW war im September 2015 ein ausserordentlich solides Investment.
    Genau so wie heute.
    Man kann dankbar sein, dass die Kurse dank Corona so tief sind.
    Wenn sich das nämlich nächstes Jahr wieder erholt,
    sehen wir 2022 VW bei weit über 200 Euro.

     

  56. @Lejero
    Achso, ich dachte Tims Beispiel folgend konnte man seinen besten Corona-Erfolg nennen. Also, ich habe nicht alles richtig gemacht. Auch nicht im Corona-Crash. Meinen A1JX52 hätte ich 10 Tage später für 10% weniger kaufen können bei 57,x. anstatt den 64. Dann hätte ich nicht 35% sondern 50% plus. Autsch. Hätte ich am 13.3. alles verkauft und am 23. wieder alles zurück gekauft, das wäre noch besser gewesen. Habe ich nicht. Ich habe auch zB Shell bei 17 gekauft (und 13 und 11 und 10) und ein paar andere törichte Dinge mit “Spielgeld” wie Bayer bei 41. Tesla habe ich auch nicht gekauft. Auch ein Fehler. Ob es gute / schlechte Entscheidungen waren ist ja oft auch abhängig vom Betrachtungszeitpunkt. Tims Carnival-Zock kann auch in beide Richtungen weiter gehen.

  57. @42:

    Wie du sagst, abgerechnet wird am Ende, und da ist noch nicht final absehbar was wirklich die guten Entscheidungen waren.

    Ich bin immer ganz fassungslos wie in normalen Zeiten die meisten hier sagen ihre Strategie ist buy and Hold, und das ist die beste Strategie, und man dann so nach und nach mitbekommt, wer alles getradet, umgeschichtet, sonst was gemacht hat. Über den Umweg das dann als Erfolg zu verkaufen wie clever das damals war (seine Basisstrategie über den Haufen zu werfen…).

    Damit meine ich explizit nicht dich.

     

  58. Den März fand ich total spannend. Zum ersten Mal habe ich einen solchen Crash so bewusst verfolgt.

    Im Nachhinein ärgere ich mich natürlich, dass ich viel zu wenig gekauft habe. Hab Microsoft, Medtronic, Siemens und Diageo gekauft, teils nur kleine Positionen. Irgendwie ging das alles so schnell und ich war immer zu zögerlich, obwohl ich selbst bei Dax 10.000 wusste, man kann eigentlich nichts falsch machen:)

    Der größte Fehler aber war, dass ich einen Teil meiner Airbus Aktien verkauft habe. Noch mit etwas Plus, aber ich habe die Position halbiert aufgrund der Aussichten für die Luftfahrtbranche. Hätte ich auch einfach liegen lassen können. Es ist erstaunlich, wie schnell die Börse dann wieder nach vorne schaut. Aber man muss auch sagen, es ist ja noch lange nicht zu Ende. Der Staat kann nicht ewig stützen und zahlen, bestimmte Geschäftsfelder erscheinen auch mit Impfstoff erstmal so gut wie tot. Und Pleiten wird es bestimmt auch noch geben…

    Insgesamt ist es auf jeden Fall ein Lerneffekt. Bei Qualitätsunternehmen muss man einfach zuschlagen, wenn der Preis stimmt. Aber es wird immer wieder Chancen geben:)

  59. Hallo Tim ,

    ich selbst bin Pfälzer und komme aus der nähe von Ludwigshafen , wir waren also fast mal Nachbarn.

    Bin 2008 in die Pfälzer Geldanlage eingestiegen ( BASF ) währenden des Finanzcrashs , war das beste was ich je gemacht habe. Hatte zu dem Zeitpunkt keinerlei Ahnung was ich tue. Meine Bankberaterin wollte mir das damals sogar ausreden jedoch habe ich den Kauf durchgezogen und nie bereut. Ganz Buy and Hold habe ich damit nicht gemacht jedoch eine tolle Rendite damit erwirtschaftet über mehrere Jahre.

    In den letzten 12 Jahren habe ich mich dann mehr mit dem Thema Geldanlage beschäftigt und mit ein schönes 6 stelliges Buy and Hold Depot erarbeitet.

    Durch eine Schenkung konnte ich im Februar /März massiv investieren und auf Schnäppchenjagd gehen. War ein komisches Gefühl wenn man gekauft hat und nächsten Tag war die Position gleich mal 5-10 % im Minus. Das war hart für meinen Kopf – dachte immer dran ” Stur und Stetig ” und das hat sich gelohnt.

    Heute kann ich drüber lachen und schmunzeln den es ist fast jeder Kauf aufgegangen und hat sich gut entwickelt.

    Meinem Ziel mal von Dividenden zu leben bin ich einen Riesen Schritt näher gekommen.

    Aktuell bezahlen meine monatlichen  Dividendeneinahmen mein Immobilenkredit ab.  Ist ein tolles Gefühl wenn man schon so weit gekommen ist und Motivation noch weiter zu kommen.

    Vielen Lieben Dank für deine Arbeit und die tollen Videos, wollte eigentlich nie im leben mir mal New York anschauen , jedoch nach den vielen Eindrücken deiner Videos auf Youtube hat sich meine Meinung darüber geändert.

    Wenn man wieder problemlos Reisen kann wird es mal ein Reiseziel von mir.

    Bleib Gesund und mach so weiter.

    Liebe Grüße aus der winterlichen Pfalz

     

     

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