Bastian (26) hat vom Zocken die Nase voll. Er spart lieber per ETF. Seine Wohnung verkaufte er

Bastian hat bei einer Sparkasse eine Lehre zum Bankkaufmann gemacht. Im Anschluss arbeitete er ein Jahr in der Bank. Er entschied sich dann für ein BWL-Studium in Köln, das er bald abschließen wird. Über das Foto, das er mitgeschickt hat, meint er:

“Ich habe leider nicht viele Fotos nur von mir selbst. Eins war jedoch dabei, das mir sehr gut im Kontext des Leserbriefes gefällt. Auf dem Bild war ich mit meiner Freundin auf Korfu. Die Wanderung hoch bis zu einem kleinen Dorf mit diesem Ausblick war phänomenal. Wenn wir heute daran zurückdenken, gibt uns dieser Moment immer noch sehr viel!”

Hier sind seine Gedanken zur Karriere, Immobilien, Sparen und “Buy and Hold”:

Lieber Tim,
seit nun einigen Jahren verfolge ich Deinen Blog mit großer Begeisterung. In meinem Leben haben sich finanziell über die vergangenen Jahre einige Veränderungen ergeben, die ich mit Dir und der Leserschaft teilen möchte.

Zuerst eine kleine Kurzvorstellung meiner Person

Mein Name ist Bastian, ich bin 26 Jahre alt und wohne in Köln. Nach meinem Abitur habe ich mich dazu entschlossen, eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse zu absolvieren. Anschließend habe ich nach einem Jahr Festanstellung
mein BWL-Studium an der Uni Köln begonnen. Die Masterarbeit steht kurz bevor.

Mein finanzieller Werdegang

Alles fing in der Ausbildungszeit an. Mein Denken war geprägt von der älteren Generation: Betongold – nur Immobilien eignen sich zum Vermögensaufbau. Zudem haben sich damals im Bekanntenkreis meiner Familie einige mit Einzelaktien wie der Telekom oder der Commerzbank die Finger verbrannt und horrende Summen vernichtet. Aktien sind nur etwas für Zocker. Vermögende Kunden der Sparkasse waren Eigentümer von Immobilien. So wurde es mir von außen vermittelt. Daher habe ich, abgesehen von meinem ersten Azubigehalt, das für einen Fernseher verwendet wurde, eifrig gespart, um irgendwann auch eine Immobilie kaufen zu können.

Glücklicherweise konnte ich während der gesamten Zeit in der Bank kostenlos zu Hause wohnen. Ein Dank geht raus an meine Eltern, das ist nicht selbstverständlich! Dementsprechend konnte ich von meinen 850€ Azubigehalt nach Abzug meiner KfZ- und Verpflegungskosten rund 400€ pro Monat sparen. Im Jahr der Anstellung noch weitaus mehr. Meine Sparquote war sehr hoch. Das war von Anfang an ein großartiges Gefühl! Mein erster Berührungspunkt mit der Börse waren die teuren Fonds, die von der Sparkasse verkauft wurden (und werden!). Ausgabeaufschläge von bis zu 5% und laufende Kosten von 2% sind normal. Vor allem weil Kunden diese kauften, nahm ich das so hin. Die müssen gut sein!

Nach einer Weile habe ich mit 2 Ausbildungskollegen, die seit der Ausbildung zu meinem engsten Freundeskreis gehören, beschlossen, dass wir Geld an der Börse anlegen wollen. Mit langfristigem Vermögensaufbau hatte das allerdings nichts zu tun. Wir eröffneten ein Depot. Und fingen nach kurzer Recherche im Internet an, mit Wertpapieren zu handeln.

Kleiner Hinweis am Rande: Natürlich eröffneten wir ein Depot bei unserem Arbeitgeber, dessen Gebühren sich auf 15€ pro Order beliefen. Mein erster Kauf damals waren für rund 400€ Apple-Aktien, soweit ich mich richtig erinnere. Es folgten Oracle, CTS Eventim, Fielmann, SAP, LEG Immobilien, VW etc. Das war Mitte 2014. Ihr dürft raten, ob ich noch eine einzige Aktie davon besitze. Nein, natürlich nicht. Mein Handeln war alles andere als geduldig. Raus aus der Aktie, rein in die andere. Wohlgemerkt mit „kleineren“ Summen zwischen 400 und 600€. Ich habe nach Abzug der hohen Ordergebühren auch Gewinne erzielt, so ist es nicht. Meine Jahressteuerbescheinigung wies einen Gewinn von rund 200€ aus. „Da muss doch mehr gehen“, dachte ich.

Ich kaufte Optionsscheine

Dann kam ich in die Wertpapierabteilung der Bank und lernte das Konstrukt „Optionsschein“ kennen. Wer braucht schon Aktien, wenn es viel schneller gehen kann?! Und was soll ich sagen… Meinen ersten Put Optionsschein auf Brent Öl kaufte ich Ende November 2014. Die Ölpreise fielen danach massiv. Ich machte innerhalb von drei Wochen rund 150% Gewinn, was rund 600€ entsprach. Ich war begeistert von meinen hellseherischen Fähigkeiten und packte den Gewinn direkt in einen Call Optionsschein auf die BASF. Zugegebenermaßen hatte ich von beiden Scheinen bzw. von der Entwicklung des Basiswertes keine Ahnung. Beide waren hochriskant. Kurze Laufzeit, astronomisch niedriger bzw. hoher Basispreis. Es war einfach nur Zockerei. Der BASF-Schein wurde dann auch mit 0€ ausgebucht. Mein Fazit zur Börse: Bloß die Finger davonlassen, die alte Generation hat Recht!

Ich verkaufte die restlichen Aktien, schloss mein Depot, ließ die Finger von Aktien und sparte weiter auf mein Sparbuch für die Immobilie.

Kurz vor Beginn des Studiums, getrieben durch den Immobiliengedanken, war ich fest davon überzeugt, dass es nun an der Zeit für die erste Eigentumswohnung ist. Riesig Eigenkapital hatte ich im Verhältnis zum Kaufpreis nicht. Ich würde sagen, dass es ca. 20.000€ waren. Natürlich sehr, sehr viel Geld, jedoch nicht für das Vorhaben. Da ich mich noch in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis mit rund 1.600€ netto befand, habe ich Ende 2016 eine sehr günstige Finanzierung zu 1,4% über 15 Jahre ergattern können. Die Tatsache, dass der Finanzierungsberater ein Bekannter meiner Eltern war, hatte sicherlich auch (kleine) positive Auswirkungen auf die Konditionen. Meine Liquidität wollte ich gerade zu Beginn des Studiums nicht massiv schmälern und Renovierungsarbeiten fielen darüber hinaus an. Ich finanzierte zu 110%.

Wenn ich heute darüber nachdenke, würde ich nicht noch einmal 130.000€ „einfach so“ aufnehmen. Auf der anderen Seite sei dazu gesagt, dass es nicht naiv oder blauäugig war. Ansonsten hätte der Finanzierer auch nicht mitgespielt. Bekannter hin oder her. Es war alles durchdacht, durchgerechnet und ich hatte ein wenig Erfahrung durch die Kreditabteilung in der Sparkasse sammeln können. Dennoch bestand ein Risiko, das ich heute nicht mehr eingehen würde.

Bis meine Freundin eingezogen ist, war ein Zimmer der Wohnung über die gesamte Zeit vermietet. Ich arbeite zusätzlich zum Studium zwei Tage die Woche und werde durch ein Stipendium und meine Eltern unterstützt. So war die Rate auch kein Problem. Ich hatte immer mehr Geld, als ich brauchte und konnte mir neben dem Sparen auch schöne Urlaube außerhalb der Hauptreisezeit erlauben. Auch kleinere Sondertilgungen leistete ich.

Anfang 2019 fing ich mit “Buy and Hold” an

In der Zeit meines Bachelorstudiums bin ich auf Tims Blog gestoßen, der mich sehr inspiriert hat. Nach intensivster Recherche rund um das Thema ETFs (das nicht ein einziges Mal in der Ausbildungszeit erwähnt wurde!) habe ich mich nochmals an die Börse getraut – weg von Optionsscheinen hin zu Buy & Hold mittels ETFs und Aktien. Das war Anfang 2019.

Einen Notgroschen von ca. 7.500€ behalte ich mir auf dem Tagesgeldkonto. Was soll ich sagen? Ich fühle mich wunderbar, auch wenn es zu (heftigeren) Kursschwankungen kommt. Seither spare ich einen Großteil meines Monatsüberschusses in ein 50/30/10/10 Portfolio: FTSE Developed World, FTSE EM, FTSE Developed Europe und MSCI World Small Cap. In relativ kurzer Zeit habe ich 20.000€ in ETFs angespart. Auch der Corona-Knick ließ mich (einigermaßen) kalt. Ruhig schlafen kann ich immer. Ich weiß, dass ich mich für einen Studenten in einer finanziell privilegierten Lage befinde, jedoch habe ich schon früh angefangen, zu arbeiten und zu sparen.

Mitte 2020 zog meine Freundin zu mir. Wir nutzten meine Immobilie gemeinsam. Ich bekam gerade in der Corona Zeit, die viel Platz zum Nachdenken geboten hat und immer noch bietet, immer größere Zweifel an meiner Eigentumswohnung. Sie befindet sich zwar in ganz guter Lage, aber der Zustand hat mir zunehmend Sorgen bereitet. Laut Verwalterprotokollen treten immer mehr Rohrbrüche auf, Asbest befindet sich in der Fassade und und und. Die Kosten sind meines Erachtens nicht mehr überschaubar. Mit einer Sonderumlage ist laut Verwaltung zwar nicht zu rechnen, jedoch gehe ich stark davon aus.

Ebenso ist das Hausgeld über die letzten 5 Jahre bedeutsam angestiegen. Ich verzichte gerne auf den Brief mit der Aufforderung 15.000€ (beispielhaft) nachzuschießen. Allein die Fassadensanierung soll die Eigentümergemeinschaft (10 Mehrfamilienhäuser zwischen 7 und 14 Etagen; rund 400 Einheiten) zwischen 3 und 4 Millionen Euro kosten.

Ich verkaufte meine Wohnung

Ich habe mich dazu entschlossen, die Immobilie (steuerfrei) zu verkaufen. Das war Anfang 2022 möglich, da ich sie mindestens 3 Jahre eigengenutzt habe (Randjahre zählen mit). Den Verkauf bzw. die Steuerfreiheit habe ich mir im Vorhinein durch einen Steuerberater bestätigen lassen.

Aufgrund der hohen Immobilienpreise ist eine für mich wahnsinnige Summe im niedrigen sechsstelligen Bereich übrig geblieben. Ich kann es immer noch kaum glauben – so eine Summe und das als Student! Dennoch muss ich gestehen, dass das Gefühl schuldenfrei zu sein, mindestens genauso schön ist.

Ich kaufte ein tolles Auto, einen Porsche Cayenne

In der Woche nach dem Geldeingang habe ich mir erstmal ein tolles Auto – einen Porsche Cayenne – bestellt. Nein, natürlich nicht! An dieser Stelle bin ich Tim besonders dankbar. Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass die Kurse nahe dem ATH stehen. Trotzdem habe ich die komplette Summe auf einen Schlag in mein 50/30/10/10 Portfolio und ein paar Aktien wie Church & Dwight, Novo Nordisk, LEG Immobilien, Unilever… investiert. Ich fühle mich hervorragend damit!

Ein Urlaub mit meiner Freundin muss aber sein. Der geht auf mich, da sie mich in der ganzen Zeit des Verkaufs und der Vorbereitung so wunderbar und herzlich unterstützt hat und für meine Überlegungen immer ein offenes Ohr hatte! In Kürze ziehen wir in eine schönere und gleichzeitig günstigere Wohnung um. Wir freuen uns tierisch auf das, was kommt.

Falls es jetzt crashen sollte, bin ich davon überzeugt, dass ich die Nerven behalten werde. Irgendwann kommt der nächste Crash, ob jetzt oder in 1, 3 oder 10 Jahren. Vor allem Tims Blog und meine Harakiri-Einstellung in der Ausbildung haben mir gezeigt, dass sich Geduld auszahlt. Andersherum: Aktienkurse kann ich jederzeit nachschauen, den am Markt gehandelten Preis der 110% finanzierten, ebenso risikobehafteten Immobilie nicht. Bei mir ging alles gut – Glück gehabt! Es ist eine Illusion der vermeintlichen Sicherheit – Betongold eben. Man kann sie sehen und anpacken.

Fazit: ich schaue die Aktienkurse einfach nicht so oft nach. Es klappt ganz gut. Ich möchte Immobilien nicht schlecht reden. Es gibt durchaus noch Chancen am Markt, die sich rechnen. Wer sie ergreifen möchte und damit glücklich ist, dem gönne ich es sehr! Mein Ziel ist es, weiterhin mit einer hohen Sparquote das Depot wachsen zu lassen. Ich werde weiter in ETFs und Aktien investieren, um früher in Rente gehen zu können.

Nochmals vielen Dank, Tim.
Ich wünsche Dir und Euch alles Gute!
Bastian

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61 Kommentare
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Nico Meier
7 Monate zuvor

@Bastian
Unter Einsatz von massivem Fremdkapitalhebel viel Geld mit einer Immobilie verdient und nun verteufelt man Invedtitionen in Immobilien?
Lustige Geschichte!

Tobs
7 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

Eher sehr reflektiert. Sieht den Erfolg nicht monokausal zu seinem Handeln. Schlauer Bursche, der Juung. Wo ist Dein Problem, Nico?

Fit und Gesund
7 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

@Nico Meier,

ich glaube nicht dass er nun generell Investitionen in Immobilien verteufelt, ich finde durchaus dass er seine Sache gut macht, er ist noch sehr jung, aber er ist strebsam, macht gerade seinen Master,
er sieht ja dass es nötig ist Vermögen aufzubauen, er hat ein paar Fehler gemacht, aber er hat nicht aufgegeben, er macht weiter und lernt weiter dazu, noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Gute Berater hatte er aber allem Anschein auch nicht, das sehe ich anders als Bastian, allem Anschein wurde die Bausubstanz eben doch nicht richtig bewertet, der jetzige Käufer wird auch noch seine Freude daran haben.
Als Elternteil hätte ich einem so jungen Mann der beruflich noch nicht gesettled ist, abgeraten.

Ist nochmal gutgegangen, zum Glück.

JB_schweizer
7 Monate zuvor
Antwort an  Nico Meier

Hast du den Bericht ganz gelesen und verstanden ?

42sucht21
7 Monate zuvor

@Wohnungsverkauf
Hört sich gut an. Was ist denn die Differenz zwischen aktueller Warmmiete und ehem. Hausgeld / NK für die ETW? Gab es Verkaufsnebenkosten / neue Möbel/ Küche usw.?

Bastian_95
7 Monate zuvor
Antwort an  42sucht21

Die aktuelle Warmmiete beläuft sich auf ca. 800€ und liegt dabei vom Quadratmeterpreis her am oberen Ende im Vergleich zu anderen Wohnungen hier. Die Heizkosten sind direkt vom Mieter an den Versorger zu zahlen und daher nicht in der Warmmiete enthalten. Das Hausgeld damals belief sich auf ca. 250€.

An Verkaufsnebenkosten gab es nur den Makler. Ich war zu Beginn auch fest davon überzeugt, das alles selbst und ohne einen Makler zu machen. Zufällig hat sich ein Gespräch mit einem Makler ergeben, der unverbindlich eine Wertermittlung machen wollte. Er hat meine Kaufpreisvorstellung um mehrere zehntausend Euro übertroffen und schlussendlich auch genau diesen Betrag ausgehandelt. Von daher hat er sich mehr als gelohnt. Ich war selbst positiv überrascht, zumal vergleichbare Wohnungen in der gleichen Anlage bei Immoscout für meine ursprüngliche Kaufpreisvorstellung inseriert sind.
In der neuen Wohnung ist eine neue Küche vorhanden und wird mitvermietet. Alle weiteren Möbel nehmen wir mit.

Moin
7 Monate zuvor

Moin Bastian,

die Story der Geschichte ist eher eine andere.

Hättest du dir anstatt einer Wohnung damals 5 gekauft würdest du heute sicher ganz wo anders stehen…

Das du Immobilien trotz eines so hohen Gewinns schlecht redest zeigt, dass du zu emotional investierst und lieber auf der faulen Haut Geld verdienen möchtest in dem du z.B an Unternehmen partizipierst.

Viel clever wäre es gewesen, wenn du dir 5 Wohnungen gekauft hättest und mit dem Cashflow in ETFs bzw. Einzeltitel reinsparst.

Hier wäre der Vermögensaufbau : Cashflow (vor Steuern) + Tilgung + Dividende + Kursgewinn im Optimalfall.

Ich finde es sehr schade, dass Aktien als das Allheilmittel hier beworben werden.

Als rationaler Investor sollte man nicht blind für andere Assetklassen sein.

Bastian_95
7 Monate zuvor
Antwort an  Moin

Moin Moin,

vielen Dank für deinen Kommentar!

Damals 5 Wohnungen wären absolut unrealistisch gewesen, ehrlich gesagt. Allein bei der zweiten hätte ich bei dem Nettogehalt keine weitere Finanzierung bekommen und auch keine weitere hätte haben wollen, da ich am Anfang meines Studiums stand.

Den Ausdruck “schlecht reden” finde ich ein bisschen hart. Ich habe, denke ich zumindest, sogar sehr rational die Chancen und Risiken des Objektes gegenübergestellt. Dabei überwiegen für mich die Risiken. Die Fassadensanierung, die aufgrund der Asbestbeseitigung ungefähr drei mal so teuer sein wird wie anfänglich ohne Asbest gedacht, war neben der Schuldenfreiheit der ausschlaggebende Punkt. Bei den aktuell hohen Preisen dann zu verkaufen und im gleichen Moment die Schulden zu tilgen, hat für mich Sinn gemacht.

Deine Formel für den Vermögensaufbau ist sehr schön, keine Frage, im Grunde aber auch “nur” ein Model.
Am Beispiel meiner Wohnung: Der Cash Flow bei Vermietung wäre ca. 150€ pro Monat, ohne dass nur einmal Reparaturen angefallen wären. Diesen Cash Flow in Aktien/ETFs investieren, wäre auch relativ risikoreich gewesen. Zumindest für den Fall, dass Reparaturkosten/Sonderumlage/etc. kommen und man diese aus dem Cash Flow bedienen möchte. Bei negativem Cash Flow bleibt dann die Dividende und die Steuererstattung aufgrund der negativen Einkünfte. Ich denke, dass ich mich durch den Verkauf besser gestellt habe. Das hat meiner Ansicht nach auch nichts mit “auf der faulen Haut” zu tun.

Paluma
7 Monate zuvor
Antwort an  Moin

Und wie viele Wohnungen besitzt Moin?

DanielKA
7 Monate zuvor
Antwort an  Moin

Die Bank hätte ich sehen wollen, welche einem frisch fertigen Azubi mit Sparkassengehalt 5 Wohnungen in Köln finanziert. So wie ich das herausgelesen habe (ohne Kritik), standen bei der Finanzierung auch die Eltern dahinter.

Bastian_95
7 Monate zuvor
Antwort an  DanielKA

Genau so ist es. Sie haben einerseits ihre Bedenken geäußert, aber mir andererseits zugesichert, dass sie voll dahinterstehen, wenn ich die Wohnung kaufe. So war es dann auch.

7 Monate zuvor
Antwort an  Moin

Das hat mit auf der “faulen Haut liegen” nichts zu tun, ich kann die Gedankengänge von Bastian durchaus nachvollziehen.

Problem ist einfach, dass der Tag nur 24 Stunden hat. Und wenn man 100% arbeitet, dann geht schonmal ein großer Teil des Tages dafür drauf. Wenn man dann noch versucht, ein halbwegs spannendes und interessensgeprägtes Leben zu führen, dann ist man froh über jedes bisschen, was man automatisieren oder outsourcen kann.

Bei Immobilien kann man vieles outsourcen (Mietersuche, Rechtsstreitigkeiten, Renovierungen, Steuer…), aber eben nicht alles. Ein ETF bzw. Aktien sind da simpler und es bleibt mehr Lebenszeit übrig.

Ich denke, dass das die Beweggründe von Bastian waren/sind und nicht das “faul sein”.

Nico Meier
7 Monate zuvor

Beim Zocken bin ich mit Bastian einig.
Wobei mich mein Spieltrieb auch immer wieder dazu verleitet Schwerpunkte zu setzen. Im Somner 2021 habe ich bei Big Oil einen Schwerpunjt gesetzt, da viele Firmen in diesem Sektor massiv unterbewertet waren.

Finn
7 Monate zuvor

Hey Basti, wieviel Euro hast du denn nun mittlerweile im Depot? Das hätte mich dann doch noch interessiert 🙂 LG und weiterhin viel Erfolg!

7 Monate zuvor

Servus Bastian!

Also ich finde, dass du alles richtig gemacht hast. Natürlich kann man im Nachhinein einiges noch besser machen. Aber hier gilt auch – wie an der Börse – dass man die Zukunft nunmal nicht kennt.

An vielen Stellen habe ich meine eigene Situation erkannt: Habe im Jahr 2005 auch eine Eigentumswohnung gekauft, diese knapp 10 Jahre selbst bewohnt und seit 2016 vermietet – stets mit positivem Cashflow von knapp 250 Euro/Monat. Parallel natürlich auch immer in ETF und Einzelaktien. Das bleibt auch für immer so.

Aufgrund der heutigen Immo-Preise zuckt bei mir auch schon der Finger auf dem “Verkaufen”-Button. Bisher bleibe ich aber noch standhaft.

Auch weiß ich ganz genau was du meinst mit den ganzen Renovierungen und dem Papierkrieg als Vermieter. Ist nicht immer so eitel Sonnenschein, wie es von den ganzen “20-jährigen Immobilienunternehmern mit 20 Wohnungen” dargestellt wird. Und auch ein Verwalter möchte seine Dienste bezahlt bekommen. Hier ist die Mietrendite dann manchmal doch geringer, als man es sich schön rechnet.

Würde ich die Wohnung heute verkaufen, hätte sich der Einkaufspreis nahezu verdreifacht in den 16 Jahren. Den positiven Cashflow nicht mit eingerechnet. Würde ich diese Summe nach Verkauf in ein globales Aktienportfolio (ETF und Einzelaktien) stecken, dann könnte ich unter anderen Voraussetzungen schon heute beinahe davon leben. Und das knapp 25 Jahre vor regulärem Eintritt in die Rente.

Tim trifft mit seinem Blog voll ins Schwarze und man tut gut daran, sich das sture und stetige globale Investieren mit ETFs auf die Fahnen zu schreiben. Einzelaktien können noch den extra “Pepp” liefern und die Zeit bis zur Finanziellen Freiheit verkürzen….oder eben verlängern wenn man All-In in Wirecard, Gamestop und Meme-Stocks etc. geht.

Bastian_95
7 Monate zuvor
Antwort an  Finanzguerilla

Hallo Finanzguerilla,

vielen Dank! Da hast du vollkommen Recht – in die Zukunft schauen kann keiner. Es kann auch sein, dass ich in 5 Jahren nochmal das doppelte vom heutigen Verkaufspreis erzielt hätte. Wenn dem so sein sollte, werde ich mich trotzdem nicht ärgern. Es ist alles gut gelaufen.

Bei dir stellt sich eine sehr ähnliche Frage. Man kann den Immobilienmarkt auf der einen Seite als gesamte Assetklasse sehen, auf der anderen Seite aber auch als Einzelinvestment in dein konkretes Objekt – vergleichbar mit dem Aktienmarkt und Einzelaktien.
Wenn sich bei dir herausstellt, dass du auf Einzelinvestment-Ebene Eigentümer einer rentablen Wohnung bist, die einen guten Cash Flow generiert und die sich in guter Lage befindet, kann grundsätzlich erst einmal nicht so viel schief gehen. Falls sie schuldenfrei ist oder das in absehbarer Zeit wird bzw. du Planungssicherheit durch eine langfristige Finanzierung hast und das Zinsänderungsrisiko eliminierst, noch besser. Die Substanz des Hauses und der Wohnung wirst du auch einschätzen können. Dem gegenüber steht natürlich der hohe Buchgewinn, den du realisieren könntest.
Wenn du nebenbei, wie du gesagt hast, in ETFs und Einzelaktien investierst, ist doch alles wunderbar, sehr komfortable Lage.

Am Ende ist es eben deine Entscheidung, wie du wo mit wie viel investiert sein möchtest und wie viel Aufwand du hineinstecken möchtest. All in Wirecard, GameStop, AMC usw. wird da sicher nicht zur Debatte stehen. Ich wünsche dir viel Erfolg!

UserGast
7 Monate zuvor

Toll gemacht, mit der Wohnung! Das zeigt einmal mehr, dass Immobilien für den Vermögensaufbau einen größere Einfluss haben können als manche hier im Forum zugeben….
Ich selbst investiere auch seit mehr als 10 Jahren in ETF und Div Titel, aber eben nicht nur.
Habe selbst vor 13 Jahren (mit 22 Jahren) eine Wohnung zur Eigennutzung direkt nach der Ausbildung gekauft, welche ich 7 Jahre später mit einem Gewinn von über 70.000 Euro wieder verkauft habe. Aus dem Erlös wurde ein EFH gebaut, welches heute Schuldenfrei ist und einen Wert von (Bank hat es bewertet mit ca. 700.000 €). Vor 5 Jahren habe ich mir eine weitere Wohnung gekauft, die vermietet wird, die ich nach 10 Jahren wieder veräußern werde…..
Da ich die Wohnung relativ günstig gekauft habe, werde ich im schlechtesten Fall über die 10 Jahre (nach Abzug alle Kosten, selbst wenn noch Reparatur Kosten anfallen von mindestens 60.000 Euro machen).

Chris1
7 Monate zuvor

Netter Leserbrief und mal von jemandem “normalen”.
Mich würde interessieren, welche Aktien es genau sind die er hat.

AKtien die man viel zu früh verkauft hat und die nun richtig groß geworden hat, hat vermutlich fast jeder.
Keinen Kopf drum machen, einfach ab jetzt am Ball bleiben.

Bastian_95
7 Monate zuvor
Antwort an  Chris1

Danke dir!

Ich habe Church&Dwight, LEG Immobilien, Unilever, Novo Nordisk, 3M, BASF, Allianz, Biontech und Bank of Nova Scotia im Depot. Weitere werden folgen. Den Fokus bzw. den Großteil der Summe habe ich zunächst in das ETF Portfolio investiert, um dieses nun weiter zu besparen und durch Einzelaktien zu ergänzen.

Richtig, keinen Kopf drum machen!

Breacher81
6 Monate zuvor
Antwort an  Bastian_95

Wie hoch ist der Monatliche ETF Sparanteil für die 50/30/10/10. Strategie?

Lakeside
7 Monate zuvor

Guter, ehrlicher Erfahrungsbericht. Bastian hat mit seinen jungen Jahren sehr viel richtig gemacht. Fehler gehören dazu. Davon habe ich auch mehr als genug gemacht und mache sie teilweise immer noch.

Mit seiner Einstellung und seinem Hintergrund muss er sich keine Sorgen um die Zukunft machen. Ich gehe davon aus, dass er ziemlich früh finanziell frei sein kann. Als ich mit dem Studium fertig war, war ich zwar auch weiterhin sparsam, aber bei der Geldanlage zu vorsichtig. Damals war der Kauf von Aktien allerdings auch noch nicht so einfach und kostengünstig.

Ich glaube auch, dass er die Immobilie zu einem guten Zeitpunkt verkauft hat. Den perfekten Zeitpunkt trifft man eh nicht. Der Hinweis auf die 5 Wohnungen von Moin ist einfach… sagen wir mal aus der Luft gegriffen. Man muss sich allerdings Sorgen um die Leute machen, die Wohnungen wie die von Bastian kaufen. Da ist viel Naivität und Torschlusspanik dabei. Immobilien können toll sein, aber da muss auch alles passen. Ein Selbstläufer ist das auch nicht. Manche schreiben ja, dass es heute auch noch Schnäppchen gibt, aber wo die gefunden werden sollen ist mir ein Rätsel.

Bastian, mache weiter so!

-M
7 Monate zuvor

@Bastian

Dein Grundstock ist immens!

Du bist auf dem besten Weg zum Millionär. Jetzt “einfach” den Autopilot anwerfen, die ETF Sparpläne und Einzelaktien über viele Jahre laufen lassen.

“Ganz einfach, ganz logisch” wie @Freelancer es schreiben würde 😉

-M

Felix
7 Monate zuvor

# Immobilieninvestments
Bei Immobilieninvestments stellt sich für mich die Frage nach dem Werterhalt über die Zeit. Mieterhöhung sind doch kaum mehr durchsetzen, außer bei Mieterwechsel vielleicht. Zum anderen galoppieren die Kosten für den Erhalt von Immobilien davon. Ich spüre das am jetzt 30 Jahre alten Eigenheim.
Es gibt ernsthafte Stimmen, die aufgrund von Handwerkermangel bis Ende des Jahrzehnts Stundensätze für Dachdecker, Heizungsbauer, Flaschner usw. von 200 € voraussagen, also so in der Preislage einer Anwaltsstunde /Angebot und Nachfrage eben).
Wenn dann das Dach, die Heizung, die Wärmedämmung, die Fenster erneuert werden müssen, ist doch für Jahrzehnte die Mietrendite ausradiert. Staatliche Auflagen für energetische Sanierungen besorgen den Rest.
Oder übersehe ich da etwas.
Bei Aktien von guten Unternehmen habe ich dieses Problem nicht (die werden im Regelfall immer wertvoller).

42sucht21
7 Monate zuvor
Antwort an  Felix

@Felix
Bei Aktien von Unternehmen hat man ein ähnliches Problem. Auch eine Beiersdorf ist dann doch irgendwo im KGV begrenzt. So ähnlich ist es mit der Immo Ertragswertberechnung wenn die Kaltmiete bereits über dem max. liegt. Wie viele Menschen wollen sich eine 50m2 Wohnung für 2.000€ Miete leisten?

Oben schreibt ein schlauer “warum kauftest Du nur 1, 5 hättest Du kaufen müssen” – ich kenne niemanden der Ende 2016 sagte Immobilien seien krass unterbewertet und es gäbe kein Risiko. (Vermutlich kenne ich nur zu dumme Leute.) Aber jeder denkt halt nur soweit er es erinnert. Immobilienpreise steigen immer endlos weiter.

Was viele Heute bei Immos nicht mehr erinnern ist, dass es bis 2009 eigentlich keine Wertsteigerungen gab. Ganz grob hat man die Laufzeit auf 80J gesetzt und dann eben jedes Jahr entsprechend Wertverlust abgezogen. MFH unrenoviert in den 70ern warten quasi unverkäuflich. Heute bekommt man monatlich cold calls mit Angeboten. Gegen 2006 bekam ich von einem Bankmakler bei einem 45 Jahre alten EFH in B-Lage den Bodenwert abzüglich der Abrisskosten angeboten. Im Jahr 2022 gilt diese Rechnung anscheinend nicht mehr. Der Angebotspreis hat sich ver >6-facht in 15 Jahren.

Paluma
7 Monate zuvor
Antwort an  Felix

Du kannst einen Index-Mietvertrag oder Staffelmiete vereinbaren. Beliebt macht man sich damit natürlich nicht.

Handwerkskosten werden steigen, ob so hoch sei mal dahingestellt.
Wahrscheinlich muss man eher froh sein, wenn der Handwerker zukünftig Deutsch spricht.

Ich finde es auch echt schwierig momentan eine Immobilie zu kaufen.

Selbst habe ich zwei Wohnungen. Bei der einen Frist die Instandgaltung ganz ordentlich an der Mietrendite 🙂

Die andere ist auch bestimmt um 40 % gestiegen vom Preis. Hat sich also sehr gelohnt.

Mein Haus ist der größte Kostentreiber. Was man da alles rein stecken kann und es hört nicht auf. Aber mir ist es das Wert.

Schöner Leserbrief. Gefällt mir.

Freelancer Sebastian
7 Monate zuvor

Hallo Bastian!

Herzlichen Glückwunsch zum Erreichten. Das klingt sehr gut. Wenn du weiter stur und stetig investierst, wirst du es zu einem enormen Vermögen bringen. Irgendwann wird der Cashflow das Gehalt aus dem Job übersteigen. Cool.

Der Startzeitpunkt der Investitionskarriere spielt eine erhebliche Rolle. Toll, dass gefühlt immer mehr junge Menschen frühzeitig in Aktien investieren. Ich bin tierisch froh, dass meine Kids schon vor ihrem 10.Geburtstag losgelegt haben (Grüße an alle Väter und Mütter, die ihren Kids schon ein Depot eingerichtet haben, ihr wisst, was ich meine 🙂 ).

Deine Fehltritte zu Beginn haben dich nicht aus der Bahn geworfen. Prima. Wahrscheinlich kann fast jeder hier von dummen Fehlern aus der Anfangszeit berichten. Gehört irgendwie dazu. Weiter viel Erfolg!

@ Morgan Housel

Da habt ihr mich aber erwischt. Ich habe einen Blick ins Buch geworfen und kann gar nicht aufhören zu lesen. Gleich bestellt. Ich liebe den Autor. Einblicke zur Psychologie sind Gold wert.

Aus den paar bisherigen Zeilen wird mir auch schon um einiges klarer, warum manche aus meiner Sicht so einen merkwürdigen Zugang zur Börse haben. Eigentlich ist Vermögensaufbau über die Börse ganz einfach. Allerdings spielen unsere – unterschiedlichen – Wahrnehmungen, Erfahrungen und vor allem unsere Sozialisation eine entscheidende Rolle.

Lebensfrohe, zuversichtliche und genügsame Menschen haben es einfacher. Da habe ich – um es mit Morgan Housel zu sagen – wohl einfach Glück gehabt…. 🙂 .

Bitte mehr gute Büchertipps!

Fit und Gesund
7 Monate zuvor

huhu @Freelancer Sebastian,

ich habe es heute bestellt, nachdem es in der Finanzblogroll auch noch vorgestellt wurde, hoffe es kommt bald. Gab sogar noch 20% Rabatt bei Exlibris und ich hatte noch einen Geschenkgutschein von der Migros.

“Die Kunst des klugen Handelns” von Dobelli hab ich zur Hälfte durch, Dobelli les ich immer gerne.

dann liegt hier noch rum “Crime and Punishment” von Dostoyevsky, sehr schöne Ausgabe, und ab und an darf es auch mal ein Klassiker sein.

Der Baum
7 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Ich hab mir dass Buch auch Mal geholt 🙂

Fit und Gesund
7 Monate zuvor
Antwort an  Der Baum

wir werden mega schlau werden hi hi…

Der Baum
7 Monate zuvor
Antwort an  Fit und Gesund

Haha, vllt. hilft es ein bisschen.

Fit und Gesund
7 Monate zuvor

Guten Morgen allerseits,

und während ich schlief sind mir heute Nacht doch noch ein paar BHP Aktien ins Portfolio gewandert 🙂 die hab ich ja schon lange und die haben immer Freude bereitet. Da klingelt es dann nächsten Monat schön im Geldbeutel und ich kann wieder was von kaufen.

Wünsche einen schöne Tag

Der Baum
7 Monate zuvor

OT:

Einige von euch kennen sich ja mit Payment Systemen unso etwas aus. Ich bin da eigentlich raus so vom Wissen her und nutze das auch nicht wirklich.

Ich habe ja jetzt Mal eine Position in PayPal gekauft. Das Produkt nutze ich tatsächlich privat und hab es sogar auch schon im Handel genutzt (bei einem Kaffee kann man per E-Mail zahlen). Finde es Recht intuitiv.

Jetzt die Frage: worin unterscheidet sich PayPal von Bezahlsystemen die z.b. an der Kasse genutzt werden? Also warum kann man nicht per PayPal App an einer Kasse zahlen? Sowas gibt es doch mittlerweile von Appel oder Google oder anderen.

Grüße Baum

-M
7 Monate zuvor
Antwort an  Der Baum

Für Ihre Sicherheit beim Einkaufen: Jetzt können Sie im Geschäft gebührenfrei mit dem Handy bezahlen, überall wo Mastercard® kontaktlos akzeptiert wird. Einfach PayPal für Google Pay in den Einstellungen der PayPal-App freischalten und mit Ihrem Android Smartphone möglichst rasch durch die Kasse kommen.
https://www.paypal.com › mpp › go…
Kontaktlos bezahlen mit Google Pay – mit Handy zahlen | PayPal DE
Schau dir das mal an Baum. Muss zugeben, dass ich ganz stupide “wieso kann ich mit PayPal nicht an der kasse bezahlen” googled habe 😛

Anscheind gibt es bei PP noch bezahlen per QR Code, was aber in D sich noch nicht so durchgesetzt hat.

Würde aber gern noch andere Meinungen hören.

-M

Matthias
7 Monate zuvor
Antwort an  Der Baum

Der ganz große Unterschied ist, dass Paypal ein eigenes Clearing nutzt und eine eigene Kontenstruktur besitzt. Anders als bei „normalen“ Zahlungen wie Überweisungen und Kartenzahlungen laufen Zahlungen hier nicht über die Bundesbank oder andere Zentralbanken, sowie die verschiedene Kontoführenden Banken, sondern werden rein im eigenen Netzwerk transferiert und verrechnet. Dadurch auch die Schnelligkeit. Es kann also auch nur teilnehmen, wer selbst ein eigenes Paypal Konto hat. Erst wenn „echtes“ Geld dann auf ein Girokonto transferiert wird, läuft es durch das Clearing der Zentralbanken. Hier hat man die üblichen Laufzeiten von 1 Arbeitstag nach dem SEPA Regelwerk. Sieht man auch wenn man mal Guthaben auf das Konto zurück überweist. Wenn man dagegen für höhere Werte einkauft, als Guthaben auf dem Paypal Konto vorhanden ist, dann tritt Paypal quasi für einen Tag als Kreditgeber auf und holt sich das Geld im Nachgang vom hinterlegten Girokonto zurück. Warum das in der Praxis nur online genutzt wird ist im Prinzip eine Akzeptanzfrage. Funktionieren würde es hier auch. Der Vorteil spielt sich halt im Onlinehandel komplett aus, Paypal tritt als Treuhändler auf und schreibt dem Verkäufer direkt das Geld gut und kann sofort versenden. Applepay und Google sind an sich auch nur Kreditkarten in einer anderen Form J

Der Baum
7 Monate zuvor
Antwort an  Matthias

Super vielen Dank für die gute Rückmeldung!

Auch dir M, ich schau mir das Mal an. Nicht weil ich es nutzen möchte, ich bin so ein alter barzahler eigentlich, aber als Geschäftsbereich könnte paypal das schon noch ausbauen.

Grüße Baum

Sparta
7 Monate zuvor

@ Morgan Housel

Gibt es denn neue Quintessenzen in dem Buch?

Eine Rezension schreibt: Mehr Einnehmen, weniger Ausgeben, bereit gestreut und langfristig anlegen…

Ich habe jetzt schon so viel gelesen und auch die Standards verinnerlicht…

Sind so außergewöhnliche neue Erkenntnisse darin zu lesen?

Der Baum
7 Monate zuvor
Antwort an  Sparta

Ich würde da jetzt keine Erleuchtung erwarten. Vermutlich alles soweit bekannt. Aber manchmal finde ich es genz nett das nochmal von einer anderen Perspektive zu hören.

Tobs
7 Monate zuvor
Antwort an  Sparta

Wenn Dir die Quintessenz reicht, dann kauf es nicht.

Ansonsten bekommst Du in 20 kurzweiligen, schnell auf den Punkt kommenden Kapiteln verschiedene Perspektiven auf dieses Thema. Ich würde es so vergleichen wollen: Du hast die Möglichkeit einen netten Abend bei einem Gastgeber in einem schönem Haus zu verbringen, bei dem sich auf einem Abendessen viele verschiedene, sehr interessante unnd teils weit zugereiste Gäste (erfahrene Anleger) zusammenfinden um sich auszutauschen. Würdest Du zu Hause bleiben, weil Du Dir sagst, die Quintessenzen sind Dir schon bekannt? 🙂 So würde ich versuchen die Lektüre des Buchs beschreiben. Und vor allen Dingen, es ist einfach und nett zu lesen. Man muss ja nicht mit jedem Buch, das man liest, sich Raketen-Technik aneignen.

Fit und Gesund
7 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Die Rezensionen hab ich auch gelesen und das Buch dennoch bestellt, kommt wohl auch drauf an was man erwartet, bahnbrechende Erkenntnisse erwarte ich nicht, vielleicht ein wenig eine Bestätigung dass man es richtig macht, gerade in Zeiten wo es an der Börse ein wenig ungemütlicher zu und hergeht.
Bin gespannt.

Sparta
7 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

“Man muss ja nicht mit jedem Buch, das man liest, sich Raketen-Technik aneignen.”

Eigentlich war das mein Ziel! 😉

Ufuk
7 Monate zuvor

Ich hätte mir mehr Informationen zur Immobilie gewünscht. Wieviel hat es gekostet aus der Finanzierung rauszukommen (Vorfälligkeitsentschädigung)? Wie hoch wäre die Kaltmiete der Wohnung bei Vermietung gewesen? Die Fassadensanierung erscheint mir unfassbar teuer. Vielleicht sind da noch die Erneuerung von Rohren bei den 3,4 Mio enthalten (wobei es dann wieder “günstig” wäre.
Dein Zinssatz von 1,4 % Ende 2016 ist unfassbar gut. Zu der Zeit habe ich niemanden mit so einem Zinssatz gesehen. Ich bin zwar selbst im Raum Mannheim, aber den Finanzierungsberater würde ich gerne ebenfalls als Ansprechpartner für zukünftige Finanzierungen haben.

Tobs
7 Monate zuvor
Antwort an  Ufuk

Hi Ufuk, 2016 habe ich zwei meiner Wohnungen gekauft und finanziert (Mai und Juni). Die erste hatte etwas mehr EK-Anteil im Verhältnis zum reinen Kaufpreis (rd. 15%), die zweite schon viel weniger (rund 5%). Ich habe die Wohnungen damals auch für 1,5% auf 10 Jahre finanziert. Und ich meine mich erinnern zu können, dass damals sogar schon etwas “Pech” im Spiel war, weil die Zinsen am langen Laufzeitende (10 Jahres-Renten) für einige Zeit etwas nach oben liefen (natürlich immer noch marginal), so dass ich in das Zeitfenster fiel, in dem die Finanzierungen in diesem Jahr am teuersten waren. Also eine 1,4%-Finanzierung war in 2016 durchaus machbar.

Paluma
7 Monate zuvor
Antwort an  Tobs

Hab auch Ende 2016 gekauft und mit 1,2% finanziert. 2020 mit 0,98. Aber da ist meine Hausbank nur nochmal runter, weil ich ein besseres Gegenangebot hatte. Zuerst wollten sie auch 1,4, was ca. 50€ im Monat ausgemacht hätte.

Paluma
7 Monate zuvor
Antwort an  Paluma

Wir haben allerdings 2016 mit 50k Eigenkapital und zu zweit finanziert.

Wolke
7 Monate zuvor

Hans Werner Sinn und Thomas Mayer zu Inflation.
Ab Minute 46.00, davor ist es mir etwas zu theoretisch.

https://www.youtube.com/watch?v=DBOTwBkQbLI

PS: Bitte mich nicht gleich wieder einen Pessimisten schimpfen.
Die außergewöhnliche und rasant steigende Inflationsrate ist Realität und sollte meiner Meinung nach bei Investitionsentscheidungen beachtet werden.
Wissen ist Macht!

Hilda
7 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Schmarrn!

Wolke
7 Monate zuvor
Antwort an  Hilda

@Hilda

Optimistische Bemerkung!

Rüdiger
7 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

“Wissen ist Macht!”

Wie hast’n dein Wissen in der Praxis angewandt? Hast du gekauft/verkauft?

Wolke
7 Monate zuvor
Antwort an  Rüdiger

@Rüdiger

Was heißt „mein“ Wissen? Ich weiß, daß ich nichts weiß.
Ich lerne…von den Optimisten, aber eben nicht nur…

Rüdiger
7 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Dann hat dir das Filmchen kein Wissen vermittelt? Schade …

Wissen wäre Macht … wenn man es denn hätte 😉

Wolke
7 Monate zuvor
Antwort an  Rüdiger

@Rüdiger

Sei nicht traurig, es wird auch zu dir kommen.

Rüdiger
7 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Sei nicht traurig, bei mir ist es bereits angekommen. Wird Zeit, dass du nachziehst 😉

Wolke
7 Monate zuvor

Charlie Munger tweetet:

“Inflation is a very serious subject. You can argue its the way democracies die. Its a huge danger…If you overdo it too much, you ruin your civilization”.

Vielleicht kommentiert wieder jemand “Schmarrn”.

Fit und Gesund
7 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

@Wolke,

investier doch in so ein grosses Bestattungsunternehmen der USA: SCI

jetzt mal im Ernst, was ist DEIN Plan, gibt es auch Lösungsmöglichkeiten? Jammern ist keine Lösung. 🙂

-M
7 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

Der alte Charlie hat schon recht. Schauen wir mal, wann/ob die EZB auch die Zinsen anhebt/anheben kann.
FED muss das auch nachhaltig beweisen.

Und was machen wir in der Zeit? Aktien, ETF, Gold oder Immobilien. Jeder sucht sich das raus, was er am besten findet. Viel andere Chancen sehe ich jetzt nicht.

-M

Wolke
7 Monate zuvor
Antwort an  -M

Richtig! Stellt sich nur noch die Frage, wieviel von was?

-M
7 Monate zuvor
Antwort an  Wolke

-Ist glaube ich auch viel persönliches Gusto. Ich habe eine selbst genutzte Immo. Da ist noch viel Raum für Aktien. @Kiev ähnlich, der noch neben seiner Immo, Vermieter ist.

-Anders vlt, wenn ich in Miete wohne, nichts vermiete etc.

Gewisses Alter habe

-Risikotoleranz

-Single / kinderlos

-Uvm.

Wolke
7 Monate zuvor
Antwort an  -M

-M

Denk ich auch.

DerMax
7 Monate zuvor

Das mit dem Asbest ist so eine Sache. Eigentlich ein ziemlich guter Werkstoff, aber krebserregend, wenn man das Zeug bei der Entsorung/Sanierung inhaliert.

Asbest wurde bis Anfang der 1980er in Fliesenkleber, Teppichbodenkleber, Dämmmaterial für Heizungsrohre etc. verwendet. Als Investor würde ich mir daher keine Immobilie mit Baujahr oder Sanierungsjahr (bei Altbauten) aus den 1980ern kaufen. Man weiss ja nie, ob der Werkstoff verbaut wurde. Ein Gutachter kann das aber prüfen. Kostet halt was.

Wolke
7 Monate zuvor

Wenn ein Krieg ausbricht, könnte es düster werden. Das Ereignis würde auf eine schon bestehende Energiekrise, ausufernde Inflation und schwache Wirtschaft treffen.
Durch Sanktionen würden Gas und Öl unbezahlbar werden und eine handfeste Wirtschaftskrise in den Corona-geschwächten Ländern wäre die Folge.
Ob wir dann Kaufkurse oder nicht bekämen, wäre wohl die geringste Sorge.
Das ist der Worstcase, der für viele nicht mehr aufzuhalten ist.
Ich glaube eigentlich nicht wirklich daran. Falls noch irgendwo ein Rest an Vernunft übrig geblieben ist, wird er nicht eintreffen.

6 Monate zuvor

Interessante Geschichte! Eigentlich hat Bastian vieles richtig gemacht: Fehler gemacht. Daraus gelernt. Mit Hebel eine Immo gekauft, die durch die unbegrenzte Absetzbarkeit von Werbungskosten und steuerfreien Gewinnen eines der besten Anlagevehikel schlecht hin ist. Nur eines hätte ich definitiv anders gemacht: Ich hätte mir den Porsche gekauft 😉

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