Home Depot und Lowe’s im Sturzflug: Warum der Crash eine wunderbare Einstiegschance ist

Ein Blick auf den Aktienkurs von Home Depot und Lowe’s reicht derzeit, um schwachen Nerven das Zittern zu lehren. Der führende US-Baumarkt Home Depot ist von seinen Höchstständen bei deutlich über 420 Dollar auf unter 300 Dollar abgerauscht – ein Minus von rund 25 Prozent. Auch der ewige Rivale Lowe’s hat massiv Federn gelassen und notiert nur noch im Bereich von 218 Dollar.

Die Wall Street ist mal wieder in Panikstimmung. Der Grund? Der US-Häusermarkt wirkt wie eingefroren. Die Hypothekenzinsen sind hartnäckig hoch, die Menschen ziehen seltener um und verschieben teure Großprojekte wie die neue Küche oder das neue Badezimmer. Die Konsumenten halten ihr Geld zusammen. Für Analysten, die oft nicht weiter als bis zum nächsten Quartalsbericht blicken, ist das ein Grund, die Aktien auf den Müll zu werfen. Dabei sind das Qualitätsfirmen. Lowe’s stieg seit den 1980er Jahren um fast 47.000 %. Und Home Depot – halte dich fest – kletterte um 991.000%. Das ist atemberaubend. Die Gründer sind vielfache Milliardäre geworden.

Als langfristig orientierte Investoren wissen wir: Genau hier liegt in dem Kurstal eine neue Chance! Man bekommt Qualitätsaktien nicht zum Schnäppchenpreis, wenn am Himmel die Sonne scheint. Man muss sie kaufen, wenn es regnet. Ich habe beide noch nicht im Depot, habe sie aber im Visier. Zuletzt habe ich die Eierfirma Cal-Maine weiter aufgestockt und habe ebenfalls ein paar mehr UnitedHealth eingesammelt. Apropos Aktienkäufe: In meiner privaten Facebook-Gruppe teile ich meine neuen Käufe oft mit.

Ein unerschütterliches Duopol mit Burggraben

Home Depot und Lowe’s beherrschen den amerikanischen Baumarktsektor fast nach Belieben. Sie haben einen massiven wirtschaftlichen Burggraben. Wenn bei einem Hausbesitzer in den USA das Rohr platzt, der Rasenmäher kaputtgeht oder das Dach leckt, fährt er in 99 Prozent der Fälle entweder zu Home Depot oder zu Lowe’s. Das Geschäft mit Reparaturen und Instandhaltung ist nicht zyklisch, es ist absolut lebensnotwendig.

Die beiden Giganten profitieren enorm davon, dass der durchschnittliche amerikanische Immobilienbestand altert. Ein altes Haus braucht Pflege. Früher oder später müssen die heute aufgeschobenen Renovierungen nachgeholt werden. Spätestens wenn die Zinsen wieder sinken und der Immobilienmarkt auftaut, wird der Rubel hier wieder richtig rollen.

Home Depot: Die Nummer Eins im Sonderangebot

Home Depot ist eine absolute Cashflow-Maschine. Die Marge ist exzellent, und das Management operiert hochgradig effizient, besonders im extrem lukrativen Geschäft mit den Profi-Handwerkern („Pros“). Aktuell wird die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21 gehandelt. Das ist für ein Qualitätsunternehmen dieser Güteklasse nicht teuer. Dazu gibt es eine üppige Dividendenrendite von 3,1 Prozent. Das bedeutet: Während wir darauf warten, dass der Kurs sich erholt, werden wir fürs Warten fürstlich bezahlt.

Lowe’s: Der ewige Zweite holt auf

Lowe’s ist traditionell etwas stärker auf den normalen Heimwerker („DIY“) fokussiert, hat aber in den vergangenen Jahren unter CEO Marvin Ellison massiv im Profi-Segment aufgeholt und die Profitabilität gesteigert. Die Aktie ist sogar noch etwas günstiger bewertet als Home Depot (KGV um die 18) und bietet eine grundsolide Dividende. Lowe’s ist ein waschechter Dividendenkönig, der seine Ausschüttung seit 54 Jahren ununterbrochen anhebt. Der Vorstand nutzt tiefe Kurse zudem, um aggressiv eigene Aktien zurückzukaufen, was den Wert für uns verbleibende Aktionäre langfristig stetig steigert.

Fazit: Ruhig bleiben und Dividenden kassieren

Der aktuelle Absturz von Home Depot und Lowe’s ist keine fundamentale Krise der Geschäftsmodelle, sondern ein temporäres makroökonomisches Tief. Wer langfristig denkt, lässt sich von ein paar schwachen Quartalen nicht aus der Ruhe bringen.

Wer jetzt zugreift oder nachkauft, braucht vielleicht ein bis zwei Jahre Geduld. Aber in fünf oder zehn Jahren werden wir auf diese Kurse zurückblicken und uns vermutlich ärgern, dass wir nicht noch mehr Stücke eingesammelt haben.

Die Strategie bleibt simpel: Einfach stur bleiben, kaufen, liegenlassen und sich über die stetig steigenden Dividenden freuen. So wird man an der Börse langfristig reich. Ich habe auf Basis dieser simplen Strategie ein Depot mit einem durchschnittlichen Journalistengehalt von 3,7 Millionen Dollar aufgebaut.

5 2 Bewertungen
Artikel-Bewertung

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

2 Kommentare
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
I want to believe
1 Stunde vor

Ich weiss ja, je reisserischer desto mehr clicks, desto mehr Geld und es ist dein Beruf.

OK vom DIY-hype 2021 ist Luft raus aber Sturzflug ist doch was anderes. HD steht noch immer 20% zur Vor-Corona. Wir sind aktuell 10% über 2022 und 2023.
Wo ist der Sturzflug bei so einem Chart seit 1982

Ähnliche Beiträge
2
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x