Zehn Lehren aus dem Leben von Warren Buffett und Charlie Munger


New York, 29. April 2015

Ich habe heute für Sie zehn Lehren aus dem Leben von Warren Buffett und Charlie Munger abgeleitet. Ich war schon drei Mal auf der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway in Omaha. Ich sprach mit Buffett und Charlie Munger persönlich. Ich habe sehr viel gelesen über beide. Ich folge ihnen sozusagen auf Schritt und Tritt, wenn Sie so wollen.

Weil am kommenden Wochenende das 50. Aktionärstreffen der beiden Börsenmeister in Nebraska über die Bühne geht, habe ich zehn Lebensweisheiten zusammengetragen. Ich finde beide Staranleger einfach inspirierend.

 

 

1. Habe die richtigen Freunde!

Buffett sagte einmal in groben Zügen: „Umgebe Dich mit den richtigen Menschen und Dein Leben wird wie von Geisterhand in die richtigen Bahnen gelenkt.“ Ich glaube, er meinte damit nicht, es kommt darauf an, sich mit steinreichen Menschen anzufreunden, sondern vielmehr mit guten Menschen, die das Herz an der richtigen Stelle haben. Als er jung war, lebte er mit seiner Frau in New York. Er arbeitete für seinen einstigen Professor Benjamin Graham in dessen Investmentfirma. Buffett wusste schon als Berufsanfänger an der Wall Street, dass er sehr reich werden wird. Er sagt einmal zurückblickend über sich selbst, als er jung war: „Ich war eine Katastrophe.“ Damit meinte er wohl seine Persönlichkeit. Seine Gattin lenkte ihn in die richtige Richtung. Sie beschlossen beide: Nahezu der gesamte Wohlstand, den beide anhäufen werden, soll einem wohltätigen Zweck zugute kommen. Das entschieden beide wohlgemerkt vor mehr als 50 Jahren. Das spornte das Genie Buffett umso mehr an.

 

2. Habe ein Idol!

Buffetts‘ Idol war sein Professor Benjamin Graham, der an der Columbia University in New York lehrte. Buffett bot ihm nach seinem Examen an, für ihn gratis in dessen Investmentfirma zu arbeiten – so sehr schätzte der junge Buffett seinen Lehrmeister. Graham blieb bis heute sein Idol. Er lernte von ihm privat viel. Seinen Sohn benannte Buffett nach seinem Professor: Howard Graham Buffett. Aus lauter Dankbarkeit.

 

3. Arbeite hart! Sei ehrlich! Gebe Fehler sofort zu!

Buffetts‘ Geschäftspartner Charlie Munger drückt es grob so aus: „Du bekommst im Leben das, was Du verdienst. Das ist die goldene Regel des Lebens.“ Sein Fazit ist: Jeder sollte sich anstrengen. Nichts fliegt einem zu.

Hier finden Sie einige Weisheiten von Munger in einem Vortrag vor Uni-Absolventen vom Mai 2007:

 

4. Lerne kontinuierlich!

Ein Leben lang sollen wir lernen. Wer das nicht macht, wird nicht weit kommen. Charlie Munger sagt über seinen Geschäftspartner: „Wenn Warren Buffett keine Lernmaschine gewesen wäre, wäre der Erfolg nicht möglich gewesen. Er geht jeden Tag ein wenig schlauer ins Bett, als er aufgestanden ist. Die Hälfte seiner Zeit sitzt Warren auf dem Hosenboden und liest. Die andere Hälfte seiner Zeit ist er damit beschäftigt, um mit talentierten Managern zu telefonieren.“

Er liest fünf Tageszeitungen. Etliche Magazine. Biographien. Endlos viele Geschäftsberichte. „Ich liebe es, zu lesen.“

 

5. Sei sparsam!

Dinge machen Menschen nicht wirklich glücklich. Schon gar nicht Statussymbole. Ein erfülltes Leben bringen einem eher erreichte Ziele, Erinnerungen, Erlebnisse. Wozu ein Sportauto für 250.000 Dollar, wenn ein 50.000 Dollar teures Auto genau den gleichen Dienst erfüllt?

Munger: „Warum soll ich nicht mehr ausgeben, als mein Einkommen hergibt? Es gab mal einen Mann, der wurde der beste Komponist aller Zeiten. Er war aber meistens sehr betrübt. Er gab mehr aus, als er einnahm. Wenn Mozart es nicht schafft, sollten Sie es erst recht nicht versuchen.“

Buffett lebt im selben Einfamilienhaus seit 1955, das er für 30.000 erworben hat. Obwohl er zu den reichsten Menschen der Welt zählt, fährt er zuweilen uralte Autos und geht zu McDonald’s essen.

 

6. Vergesse Neid, Feindseligkeit, Rache, Selbstmitleid!

All das ist Gift für unser Leben, denkt Charlie Munger. Er rät vielmehr hilfsbereit zu sein, anderen Erfolge zu gönnen. Verantwortung sollen wir alle übernehmen, anderen unter die Arme greifen. Warren Buffett gibt bis zu 50 Gastreden pro Jahr in Business Schools. Er möchte jungen Menschen seine Anlage- und Lebensphilosophie beibringen.

Hier können Sie sehen, wie sich Buffett in der Rolle des Lehrers gefällt:

 

7. Such Dir einen Job, der Dir Spaß macht!

Buffett und Munger hätten schon lange in den Ruhestand gehen können. Aber ihnen macht die Arbeit so viel Spass, dass sie trotz des hohen Alters noch immer arbeiten.

 

8. Halte Dich vom Spielkasino fern!

Warren Buffett zog vom hektischen New York ins ruhige Omaha. Dort legte er sein Geld schrittweise langfristig in soliden Dividendentiteln an. Er ließ die Investments langfristig ruhen. Die Zeit war auf seiner Seite. Dank des Zinseszinses.

Geduld zahlt sich aus, das lehrt uns nicht nur Buffett. Sondern auch die anderen geheimnisvollen Privatleute, die es zu einem großen Reichtum gebracht haben mit einer simplen Strategie der Langfristanlage.

Als der Soldat Ronald Read aus dem Zweiten Weltkrieg in seine Heimat zurückkehrte, arbeitete er an einer Tankstelle, war Putzmann in einem Kaufhaus. Read besaß JP Morgan Chase, Procter & Gamble, General Electric, Johnson & Johnson, Dow Chemical, J.M. Smucker, CVS Health. Als er starb, hatte er fast acht Millionen Dollar angehäuft. Er reinvestierte die Dividenden. So entwickelte sich aus dem Schneeball eine Lawine.

Oder nehmen Sie Verna Oller. Sie hatte dank ihrer ruhigen Hand 4,5 Millionen Dollar im Depot.

Die sparsame New Yorkerin Anne Scheiber war Steuerbeamtin. Als sie starb, hinterließ sie 22 Millionen Dollar. Dank „Buy and Hold“.

 

9. Geld allein macht nicht glücklich!

Sondern ein erfülltes Leben. Habe Ziele. Bilde Dich. Reise. Lerne von Deinen Idolen. Habe großartige Träume. Positive Träume verändern Dein Leben. Das habe ich in etlichen Interviews mit Konzernchefs festgestellt. Sie träumten schon als Kind von einer großartigen Karriere.

 

10. Lasse Deine Seele entscheiden!

Egal, was Du machst, entscheide selbst. Lass Dein Inneres bzw. Deine Seele entscheiden. Buffett nennt es die „inner scorecard“. Diese innere Karte entscheidet für uns. Dazu braucht man natürlich Selbstvertrauen. Messe Dich nicht an anderen respektive was sie tun.

Wie er das meint, wird hieran klar. So denkt Buffett wohl: „Lass sie alle traden, wie sie wollen. Ich behalte meine Aktien.“ Oder: „Ich fahre ein uraltes Auto, ist mir egal, was andere davon halten.“ Orientiere Dich an großen Zielen. Helfe denen, die nicht die Möglichkeiten haben wie Du. „Materialismus und Statussymbole machen mich nicht glücklich.“

Nachtrag: Ich habe in einem Youtube-Video kurz geschildert, was wir aus dem Leben beider Manager lernen können:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Zehn Lehren aus dem Leben von Warren Buffett und Charlie Munger

  1. Jan

    Hallo,

    ein interessanter Beitrag. Ich persönlich halte die Punkte 2 und 6 für die wichtigsten. Man unterschätzt häufig, wie wichtig unser Unterbewusstsein für uns ist. Es gibt den Spruch, du bist die Summer der fünf Menschen mit denen du am meisten Zeit verbringst. In meinen AUgen macht das Sinn. Der Mensch strebt danach besser zu sein als andere, mit den richtigen Freunden kann sich so ein (positiver) Konkurrenzkampf, vielleicht auch unterbewusste, gegenseitige Motivation entwickeln.

    Gleiches gilt für den sechsten Punkt, Wir nehmen negatives 7 mal stärker war als positives. Durch selektive Wahrnehmung können wir uns selbst dahingehend beeinflussen, dass wir uns mehr auf die positiven Dinge fokussieren.

     

    VG Jan

  2. Claudius

    Ich persönlich finde Nummer 4 und 9 am wichtigsten!
    Der Nummer 5 stimme Ich zwar zu, glaube aber, dass man nicht so enthaltsam leben muss, wie Buffett es tut um erfolgreich zu werden. Da spielt die Nummer 9 wieder mit hinein. „Geld ist nicht alles“. Statt 3 Millionen auf dem Konto habe Ich lieber nur 1 Millionen und kann dafür meiner Familie ein schönes Hause bauen oder mich 1 Jahr um die Kinder kümmern. Wenn man erstmal genug Geld hat, dann kann man es doch auch gewissenhaft und mit gutem Gewissen ausgeben. 😉

    Gruß,

    Claudius

  3. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Apropos, zu dem legendären 50.000 Dollar Haus… Das ist schließlich keine Hundehütte, nur weil heute 50.000 $ nix mehr sind… Die wären heute im bereinigten Wert ca. 250.000 $.

    „For the curious among you, $31,500 in 1958 would be approximately $250,000 in 2013.“

    Warum sollte er es nicht mehr bewohnen? Es ist inzwischen (zuletzt geschätzt 2003) auf ca. 750.000 $ gestiegen. Das ist doch ganz ordentlich. Als Milliardär kann man zwar anders wohnen, aber schreiendes Elend sieht auch anders aus. Und er ist eben emotional verbunden. Die Heimat halt.

    Für den Luxus kauft er sich eben andere Objekte, wo man sich schöne Tage machen kann.

    Sein ehemaliges Haus in Laguna Beach hat er schon 2005 wieder für 5,45 Millionen $ verkauft.

    In diesem Objekt würde ich persönlich mich wohle fühlen. Sein altes Heim wäre mir wohl zu muffig. Aber wer weiß, vielleicht wäre man ja überrascht?!

    Die Käufer des Strandhauses haben ein Minusgeschäft gemacht. Sie haben es für letztlich nur 4,3 Mio wieder verkaufen können. „It was originally listed in March 2009 asking $6.495 million, it’s now down to $4.995 million.“ 

    So geht es manchmal, wenn man nicht weiß, wann man verkaufen sollte. 😉

    „Investor king Warren Buffett proves once again that he always knows when to buy and when to sell.“

    Beste Grüße

    MS

  4. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Korrektur, mal wieder… Editiermodus wäre halt schon nützlich.

    Sollte nicht „legendäres 50.000 Dollar Haus“ heißen, sondern „30.000 Dollar Haus“ (korrekt ja 31,500 $) wie es sicher nicht entgangen ist.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Das Ferienhaus am Strand in Kalifornien mietete Buffett, um mit der Familie (Frau, Kinder, Enkelkinder…) und Freunden zusammen zu sein. Seine Frau Susie liebte das Strandhaus so sehr, dass sie Buffett bat, es zu kaufen. Er wollte es nicht kaufen, liess sich dann doch überreden. Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau verkaufte er das Haus.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Susan_Buffett

  6. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    bitte nicht missverstehen. Buffett ist auch für mich ein Vorbild. Weniger wegen seinem Vermögen, sondern dass er trotz seines Vermögens ein offensichtlich umgänglicher und relativ bescheiden in seinen persönlichen Ansprüchen gebliebener Mann ist. Aber man sollte halt nicht Börse und Askese in einem Zusammenhang propagieren. Es geht um Gewinn, Kohle, Wohlstand, finanzielle Freiheit, die durch das System bedingt ist.

    Wer Askese will, der kann als Betbruder nach Afrika oder so gehen.  Das will ich nicht abwerten. Ich finde unsere materialistische Gesellschaft traurig. Aber ich bin auch nicht so konsequent, dass ich alles aufgeben will. Ich will ohne Ellenbogen gegen Kollegen und Freunde einfach etwas Kohle einsammeln um meinen Frieden in Unabhängigkeit von Ämtern oder „Brötchengebern“ zu erlangen.

    Ich gehe oft in mich, und überlege mir, wie würde sich wohl meine Persönlichkeit verändern, wenn ich richtig vermögend wäre. Man kann das nicht simulieren, nur eiserne Vorsätze fassen. Ich denke, Luxus nur des Luxus wegen, das wäre mir egal. Aber ich würde privilegierte Möglichkeiten auskosten und genießen. Deswegen wäre es für mich überhaupt kein Problem, mir eine sensationell schöne Hütte in einer sensationell schönen Lage zu kaufen. Weil ich das richtig genießen könnte. Und ich würde Buffett dies ohne einen Anflug von Missgunst zugestehen. Aber wenn er selbst daran keine Freude hat, dann ist das auch ok. Ich finde, wozu soll die Kohle gut sein, wenn man sich damit nicht wirklich Freuden erfüllen kann, die man eben nur mit Kohle erlangen kann. Natürlich kostet ein Sonnenuntergang am Meer nix. Aber wenn man am nächsten Tag einer Firma wieder in den Allerwertesten kriechen muss (wobei ich das Privileg genieße, einen angenehmen Job zu haben), dann hat es eben keinen wirklichen Wert.

    Na ja, vielleicht bin ich einfach noch nicht alt genug, allen Freuden nix mehr abgewinnen zu können. 😉

    MS

  7. Nicolas van Orten

    @Matthias: sorry, scheinbar versteht der Blog meine eMotions nicht, na egal, gemeint war 300% Zustimmung!

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Ich verstehe Dich. Du kannst bestimmt gut mit Geld umgehen.

    Grundsätzlich gilt: Jeder muss das so machen, wie es einem persönlich gefällt. Jeder kann über seine Finanzen selbst entscheiden.

    Aber eine Grundregel ist dabei ratsam zu befolgen: Gebe nie mehr aus, als Du einnimmst. Und noch eine andere Regel ist hilfreich: Kaufe nur, was Du brauchst. Unterhalb den eigenen Verhältnissen zu leben ist einfach eine kluge Sache. Alles andere kann in den Ruin führen. Ich verstehe Menschen nicht, die ständig Kredite aufnehmen, um zu konsumieren (Urlaub, Möbel, Elektronik, Auto). Was man sich nicht leisten kann, sollte man einfach nicht kaufen.

    Was wirklich im Leben zählt, das habe ich für mich festgestellt, sind nicht „Dinge“, sondern Menschen, Erlebnisse, Reisen, Familie, Freunde etc.

  9. PretBittPretBitt

    @Tim

    Vielleicht unvorstellbar für Dich aber es gibt Menschen, besonders Familien und immer mehr Rentner, auch nach lebenslangem Arbeiten, die nicht genug einnehmen, um davon zu leben. Klar, die haben dann in den Augen einiger Pech gehabt und sind selbst Schuld.

  10. Markus

    @PretBitt

    Schwieriges Thema und zum Teil sind Deine Ansichten auch berechtigt.

    Wenn es überheblich rüberkommt, ist es sicher nicht so gemeint.

    Die Startbedingungen der Menschen sind sehr unterschiedlich, selbst in einem Industrieland.

    Es ist allerdings ein nicht unwesentlicher Faktor, welche Motivation, Selbstkritik, Wissen über Geldanlage sich ein Mensch im Leben selbst aneignet und auch durchhalten kann!

    Zusätzlich spielen unbewusste Glaubenssätze und was ein Mensch innerlich für eine Beziehung zu Reichtum hat, eine sehr große Rolle. (Umfeld/Eltern/Immobilie schon vorhanden/Bildung/Bildungswillen/Emotionen, Risiko-Toleranz/ Erbe und vieles mehr spielen eine Rolle).

    Schicksalsschläge treffen jeden Menschen…nur diejenigen, die ein Ziel/Glauben vor Augen haben und immer wieder aufstehen haben deutlich bessere Chancen.

    Manche Menschen wollen auch nicht die erforderlichen Opfer bringen und machen gravierende Fehler. Dann zu jammern, es ist alles nicht fair… bringt diesen Menschen auch nicht aus seiner aktuellen Lage raus! Manche jammern auch einfach nur für Ihr Leben gerne für Aufmerksamkeit…

    Manche sind einfach nur glücklich mit dem Traum „Eigenheim“.

    Pauschal- oder Patentrezepte sind für Individuen nicht immer passend.

     

  11. StefanStefan

     

     

    Ich denke Buffett hat einfach keine Lust sich mit Eigentum zu belasten. Er will es möglichst einfach haben und sich nicht um die Verwaltung und Instandhaltung eines Hauses kümmern müssen.

    Deshalb will er auch keine Yacht. Das Personal, der Ärger. Ist quasi seine Art des Downsizing…
    Verstehe ich gut. Irgendwann besitzt man nicht mehr Dinge sondern die Dinge besitzen einen.

     

    Zum Jammern fällt mir noch was ein: ich kenne eine Alleinerziehende Mutter. Die jammert ständig wie knapp das Geld ist, sie muss jeden Euro dreimal umdrehen usw… Fakt ist: sie geht alle 3 Wochen „Nägel machen lassen“ für 35 €, alle 5-6 Woche (ACHTUNG !!!:) die Wimpern verdichten für 75 €. Natürlich hat sie auch das I-Phone 6 für ca 800€ und Amazon Prime Abo… selbst kürzeste Strecken werden mit dem Auto zurückgelegt obwohl sie im Umkreis von einem Kilometer sowohl wohnt, arbeitet als auch den Kleinen in den Kindergarten bringt…achja geraucht wird natürlich auch.

    Also ich nehm solchen Leuten ihre Jammerei nicht mehr ab…

    @ Tim:

    was mich mal interessieren würde wäre ein Vergleich der Mentalitäten zwischen Amerikanern und Deutschen. Ist es nicht so, dass die Amis noch viel viel materialistischer und kapitalistischer sind? Die machen doch keine Bewegung ohne dafür bezahlt zu werden, oder?

     

  12. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    „Ich denke Buffett hat einfach keine Lust sich mit Eigentum zu belasten. Er will es möglichst einfach haben und sich nicht um die Verwaltung und Instandhaltung eines Hauses kümmern müssen.

    Deshalb will er auch keine Yacht. Das Personal, der Ärger. Ist quasi seine Art des Downsizing…
    Verstehe ich gut. Irgendwann besitzt man nicht mehr Dinge sondern die Dinge besitzen einen.“

    das ist zwar schon richtig, aber doch nur zu „klein-klein“ gedacht. Das sind Probleme bei Leuten, die eben nicht wirklich vermögend, also keine Multimilliardäre sind. Zur Erinnerung; 1 Mrd sind 1000 Millionen. Wenn man also mal so 50.000 Millionen oder so hat, dann gibt es keine materiellen Probleme mehr, die nicht gelöst werden können.

    Da macht sich niemand Gedanken um Instandhaltung seines Hauses, Ärger mit dem Personal usw. Dafür ist ein sehr gut (aus)gebildeter Privatsekretär, bzw. ein graduated Butler of „The International Butler Academy“ zuständig. alle Belange werden mit Verwaltungs- und Servicefirmen von der Assistenz koordiniert. Natürlich bleibt dann die eine oder andere Million von den vielen jährlich „verdienten“ auf der Strecke, was aber eine sinnvolle Investition ist.

    Eine Yacht bräuchte ich auch nicht unbedingt. Die kann bei Bedarf gechartert werden. Es sei denn, man entschließt sich, ganz auf dem Meer zu leben. Dann wäre so eine Superyacht denkbar, um allen profanen Weltproblemen zu entfliehen (außer dem Piratenproblem vielleicht, wenn zu unbewehrt ausgestattet).

    Meine persönlichen Ambitionen sind sehr viel einfacher gestrickt. Aber ich könnte mich auch problemlos in sie ein Vermögen einleben. 😉

    Ganz mit der Gesinnung des Paulus; „Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in allen Dingen und bei allen geschickt, beides, satt sein und hungern, beides, übrighaben und Mangel leiden.“

    Amen

    MS

     

     

  13. StefanStefan

    @ Matthias:

    wo gräbst du immer diese tollen Sachen aus 😉 ?

    Da gibts für einen wie den Abramowitsch ja durchaus noch Steigerungspotenzial…

    Hab mich gestern schon durch das tolle Haus in Laguna Beach geklickt. Das würde mir auch gefallen.

     

    Ich wollte gar keine Yacht. Leider werde ich recht schnell seekrank. Und das ist ziemlich eklig. Meine Yacht müsste daher schon so groß wie die Mein Schiff 2 oder so sein…das ist dann doch eher unrealistisch 😉 Die Abramowitsch Yacht wär mir jedenfalls zu klein. Also vom wackeln mein ich jetzt 😉

    Wenn ich richtig reich wäre würde ich mir auf jeden Fall einen Koch einstellen 🙂

     

  14. willihope

    Bei dem Haus wundert mich das kein bischen! Wäre ich Buffet hätte ich das auch sofort verkauft. Zuviele Fenster ohne Sichtschutz, jeder glotzt mit dem Feldstecher rein, da bleiben die nur die Schilfmatten!

    Wenn ich berühmt bin und reich dann will ich Pravatsphäre um jeden Preis, ein Leben im Schaufenster belastet doch irre die Nerven.

     

    Bekannte von mir wohnt in Neuseeland, Elli hat ein Haus mit Blick auf die Bucht bis Auckland, ganz oben auf dem Hügel mit Sichtschutz von unten, niemand sieht ins Wohnzimmer obwohl die halbrunde Südostwand nur aus Glas besteht.

    Den Hibiscus Coas Hyw rauf und vor Waiwera links den Hügel rauf. 🙂

     

     

  15. willihope

    Editierfunktion ist notwendig! Irgendwie frisst das Ding immer wieder Buchstaben und schreibt andere rein! Ich kann da nichts dafür! 🙂

  16. Chris

    Buffett ist definitiv bewunderswert. Wie bodenständig er offensichtlich geblieben ist, macht einfach Spass.

    Leider wird wie immer nicht erwähnt, dass Buffett nicht die Caritas von Omaha ist und es schon seinen Grund hat, wieso er wohlhabend ist. Das soll keine Kritik sein, lediglich eine Feststellung.

     

    Viele Grüße

  17. Frank/München

    @matthias

    „Ich will ohne Ellenbogen gegen Kollegen und Freunde einfach etwas Kohle einsammeln um meinen Frieden in Unabhängigkeit von Ämtern oder “Brötchengebern” zu erlangen.“

    Perfekte Einstellung!

    Gilt auch für mich!

     

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    PretBitt

    Markus hat das sehr gut geschildert.

    Klar, gibt es viele arme Menschen. Es gibt Härtefälle. Nicht immer sind diese Menschen an ihrem Elend schuld. Dafür haben wir zum Glück den Sozialstaat und wohltätige Einrichtungen.

    Es gibt gleichwohl Menschen, die selbst an ihrer Not schuld sind. Bei manchen liegt es am Konsumrausch, Schuldenmachen, an Drogen, Faulheit… Es kommt auf den Einzelfall an.

     

    @ Stefan

    Grundsätzlich sind die Amerikaner risikofreudiger. Sie rufen seltener nach dem Staat. Es gibt weniger Bürokratie als in Deutschland. Die Selbstmotivation ist in den USA größer. Wer erfolgreich ist, wird massiver belohnt. Siehe die Gründer von Facebook, Google oder Apple.

    In den USA gibt es genauso viele gute Seelen wie in anderen Ländern.

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