Wie Joseph Rosenfield aus 11 Mio. 1 Milliarde Dollar machte


New York, 13. Juni 2015

Die Börse kann stürmisch werden. Jederzeit. Bereiten Sie sich darauf vor. Ruhe zu bewahren im Sturm ist ein guter Rat. Häufen Sie etwas Geld an, um in Turbulenzen weiter aufstocken zu können.

Woran ich mich in volatilen Zeiten orientiere? Ich lerne von Warren Buffett und seinen Freunden sehr viel. Jeden Tag lese ich Stories. Die Börsengeschichte wiederholt sich doch im Endeffekt. Es sind gewisse Phasen, die kommen und gehen. Es gibt Über- und Unterbewertungen. Es gibt Haussen und Baissen. Es gibt Euphorie und Panik.

Ich finde zum Beispiel die Leistung von Profianleger Joe Rosenfield beeindruckend. Er machte aus elf Millionen mehr als eine Milliarde Dollar. Mit Warren Buffett verstand er sich gut. Buffett verehrte ihn wie seinen eigenen Vater.

Rosenfield managte das Geld für eine Uni. Er hatte ein unglaublich gutes Händchen. Anfangs tradete er viel. Er fand schnell heraus, dass sich das nicht auszahlte. Er suchte deshalb Aktien, die von hoher Qualität waren, die er sehr lange halten konnte. „Es gibt überall diese Propaganda, die uns Menschen glauben lassen soll, Ungeduld zahlt sich aus“, räsonierte er, „aber Ungeduld ist ein sicherer Weg, um Geld zu verlieren.“ Sein Credo: „Ich blickte immer sehr langfristig nach vorne. Ich habe nichts – außer viel Zeit.“

Hier ist ein schöner Artikel über den Staranleger in zwei PDFs auf Englisch zu lesen. Der Artikel stammt aus dem Jahr 2000. Phänomenal fand ich, wie mutig er sich von Anbeginn am Chiphersteller Intel (in der ersten Finanzierungsrunde vorbörslich) mit einer großen Summe beteiligt hatte und den Reibach machte. Er kannte Student Robert Noyce, den späteren Intel-Gründer. Er vertraute ihm. Warum? Noyce war der beste Physikstudent, den die Uni jemals hatte, aber etwas durchgeknallt.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie Joseph Rosenfield aus 11 Mio. 1 Milliarde Dollar machte

  1. Fabian S.

    Hallo Tim,

     

    Deine Artikel sind wie immer einsame spitze! Weiter so…:-)

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian S.

    Danke. Was ich meinen Lesern beibringen möchte: Am Spielkasino Börse darf man sich nicht beteiligen. Wer das begreift, hat schon die halbe Miete. Eine Procter & Gamble, Berkshire Hathaway, Colgate-Palmolive, Wells Fargo, Kraft, Mastercard, Visa, BASF, Exxon, Microsoft, Apple, Nestle… sind erstklassige Unternehmen. Die braucht niemand zu traden. Sondern besser durchhalten.

  3. Geld schläft nicht

    @ Tim:

    Die Top-Unternehmen sind nur derzeit alle etwas teuer. Ich hoffe, dass die Märkte aufgrund des Pokers um die Griechenland-Rettung jetzt möglicherweise mal wieder etwas nachgeben und ich günstig einkaufen kann.

    Grüße

  4. Philipp

    Hey Tim,

    Danke für deinen Artikel und dein Link zu dem PDF 😉

    Ich lerne immer gerne von erfolgreichen Menschen.

     

  5. Claudius

    Hallo Tim,

    das sehe Ich auch so. Im Endeffekt ist die Börse viel einfacher als die meisten Menschen denken. Die meiste Zeit muss man sich nämlich gar nicht mit seinem Portfolio beschäftigen.

    Mich würde mal interessieren, wie du von Buffett und Co. lernst. Vermutlich liest du seine jährlichen Briefe an die Aktionäre aber was gibt es da sonst noch so lesenswertes von ihm?

    Gruß,

     

    Claudius

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Geld schläft nicht

    Die Top-Unternehmen sind immer teurer als die Masse. Qualität hat eben seinen Preis. Ich finde, es ist von Vorteil nicht ewig auf den perfekten Einstieg zu warten. Denn da kann man sehr lange warten. Seit Jahren sagen mir Leute, dass sie auf den Crash warten. Seither ist die Börse einfach weiter nach oben marschiert. Es ist der Charakter der Börse, dass sie im langen Schnitt steigt. Den perfekten Tiefpunkt erwischt niemand. Einen möglichen Crash würde ich zum Aufstocken nutzen.

     

    @ Phillipp

    Der Artikel war 15 Jahr alt. Warum ich ihn verlinkte? Anhand von alten Artikeln sieht man sehr schön: Die Börsengeschichte wiederholt sich. Das Grundmuster besteht fort.

     

    @ Claudius

    Ich lese alles, was ich finden kann über Buffett. Seine Briefe, Bücher über ihn und alles Mögliche im Internet. Ich merke sehr schnell, schon nach einem Kapital, ob es sich lohnt, weiter zu lesen.

    Stimmt. Die Börse ist viel einfacher, als die meisten denken. Wir Menschen stellen uns selbst ein Bein. Unsere schlechte Performance ist selbstverschuldet. Ich schreibe dazu bald einen neuen Blog.

     

  7. Kayo

    Nun ja, sein Geld auf ein durchgeknalltes Genie zusetzen, klingt nicht gerade nach einer wohlüberlegten Strategie.

    Ich denke, es ist auch immer sehr viel Glück dabei. Von den vielen, die dieses Glück nicht hatten, hört man nur nie.

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kayo

    Gut, Noyce war ein genialer Mensch, der sein Leben unter Kontrolle hatte. Darauf kommt es an. Er wurde „nur“ für ein Semester von der Uni geworfen. Alle wussten, dass er hochintelligent war und sein Leben gestalten kann.

    Das ist ähnlich bei Warren Buffett, George Soros, Steve Jobs, Richard Branson, Elon Musk. Das sind Genies, die schon seltsam sind. Aber nicht komplett ausflippen. Buffett hat in seinem Büro alle Fenster verdunkelt. Er liest mit einer Leselampe – auch am Tag.

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