Süße Rendite mit wenig Risiko


New York, 29. November 2016
Mit dem Kaufhaus Target konnten Sie 3.200 Prozent verdienen.

Mit dem Kaufhaus Target konnten Sie 2.600 Prozent seit 1983 verdienen.

Die Leute behaupten gerne, die Börse sei ein Zockerparadies, wo man nur Geld verlieren kann. Das stimmt nicht. Wer Qualitätsaktien einsammelt und diese Jahrzehnte lang behält, schneidet gut ab. Nehmen Sie Walmart. Der weltgrößte Einzelhändler (gemessen am Umsatz) legte seit Juli 1972 um 113.000 Prozent zu.

Nicht nur dieser Krämer schnellte nach oben. Auch Konkurrenten wie Costco oder Amazon. Mit dem Discounter Target konnten Sie seit 1983 über 2.600 Prozent in die Scheune fahren. Oder denken Sie an die Produkte, die diese Händler verkaufen: Seife, Zahnpasta, Klopapier, Tütensuppen. Die Markenanbieter laufen langfristig gut. Ich meine Procter & Gamble, General Mills, Colgate-Palmolive, Nestle, Pepsi, Coca-Cola. Mit diesen Aktien können Sie Millionär werden.

Irgendwann kommt die Wirtschaftskrise. Dann der Boom. Die Kunst besteht darin, über gute wie schlechte Zeiten die Aktien zu behalten. Wer den Schmerz eines Crashs ertragen kann, wird belohnt. Über lange Phasen entwickeln sich nämlich Qualitätsfirmen einfach gut.

Sie wissen bestimmt, was ich meine. Erfolgsfirmen wie Starbucks, McDonalds, Nike, Adidas oder Henkel laufen langfristig gut. Bislang zumindest. Daran wird sich vermutlich kaum etwas ändern. Wichtig ist natürlich zu streuen. Weil Sie nie 100 Prozent sicher sein können. Ich erinnere an Pleiten wie Kodak, Lehman Brothers oder GM.

Ich gebe Ihnen ein anderes positives Beispiel: Denken Sie an den weltgrößten Kosmetikriesen L’Oréal aus Paris. Zu dem Imperium gehören wohlklingende Marken wie Yves Saint Laurent, Lancome, Kiehls oder Garnier. Für Düfte, Shampoos, Cremes, Deodorants geben Konsumenten ein kleines Vermögen aus. Die Franzosen bedienen sowohl Kunden mit kleinem Geldbeutel als auch die Oberschicht. Die Aktie läuft jedenfalls.

Seit 1991 konnten Sie mit der Backwarenkette Panera Bread über 3.200 Prozent eintüten. Panera ist mit Tchibo in Deutschland vergleichbar. Nur ist Panera eine Ökovariante des deutschen Kaffeerösters. Der Panera-Gründer hat chemische Zusätze aus dem Essen verbannt. Bei der Kundschaft kommt das gut an.

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Panera Bread: Mit der US-Backwaren-Kette im Depot konnten Sie 3.200 Prozent verdienen.

Panera

Panera Bread: In den Filialen ist immer was los.

Ich habe einige Grundregeln auf Facebook zusammengefasst, die für Börsianer wichtig sind zu befolgen:

„Wie brauchen nicht viele Regeln für den Börsenerfolg: buy and hold. Kaufe nur, was Du kennst und verstehst. Achte auf die Kosten und Steuern. Kaufe, wenn die Kanonen donnern. Lass Dich nicht verrückt machen. Meide Hypes. Mit diesen Sprüchen kann wenig anbrennen.“

Bei mir hat die Strategie des „Buy and Hold“ bzw. „Kaufen und Liegenlassen“ funktioniert. Ich bin finanziell frei. Ich habe wohlgemerkt in all den Dekaden sehr viele Fehler gemacht. Ich musste schmerzvolle Pleiten im Depot ertragen. Es war schlimm. Ich denke als zurück an die Fehlgriffe. „Wie dumm war ich nur damals“, denke ich mir dann still und heimlich. Es ist erniedrigend. Es fühlt sich dumm an. Es war zum Heulen. Ich habe kaum jemanden von meinen Pleiten erzählt. Ich dachte damals: „Du bist der größte Idiot auf dem Börsenparkett.“

Es reicht aber, wenn sich eine Handvoll Aktien zu Dauerläufern in Ihrem Depot entwickeln. Mehr brauchen SIe gar nicht.

Wer mit solchen Aktien, die ich erwähnt habe, nicht zurecht kommt, schneidet alternativ mit einem ETF sehr gut ab. Ein ETF ist ein weises Instrument. Damit sind Sie den meisten Börsianern gegenüber überlegen. Auch bei ETFs ist das Durchhalten ratsam. Oder anders ausgedrückt: Kaufen, Aufstocken, Kaufen, Aufstocken… bis zur Rente. Ans Verkaufen würde ich vor der Rente gar nicht denken.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Süße Rendite mit wenig Risiko

  1. Jürgen

    Hallo Tim,

    wieder einmal vielen Dank für Deinen (fast) täglichen Motivationsbeitrag!

    Viele Grüße aus Köln!

    Jürgen

     

  2. Max

    Hi Tim,
    wieder einmal ein toller Artikel – Danke. Das motiviert einfach für den langen Weg 🙂 Darf man eigentlich erfahren, wie alt du heute bist (Bei einer Frau würde ich mich das natürlich nicht wagen) und wann du deine finanzielle Freiheit erreicht hast? Wie lange warst du am Aktienmarkt engagiert bis die fF erreicht war?

  3. Fabian S.

    Hallo Tim,

    Du empfiehlst zu diversifizieren, aber Warren Buffett hat doch auch 5 Kernaktien; seine sogenannten „Big Five“. Wenn man nur diese als Privatanleger kauft macht man doch auch nichts falsch?!

  4. Dave

    Hallo Tim,

    danke für deinen motivierten Artikel. Im Prinzip gehe ich genauso vor. Mein Ziel ist es ein Portfolio aus mindestens 20-30 Unternehmen aufzubauen und die Positionen kontinuierlich über Dekaden aufzustocken.

    Für mich ist eines der wichtigsten Kriterien die Dividendenpolitik der Unternehmen. Dazu zählt insbesondere eine nachhaltige Dividendenwachstumsrate (DGR) basierend auf Gewinnsteigerungen sowie einer moderaten Ausschüttungsquote.

    Ein Beispiel:

    Hormel Foods
    -Steigerung der Dividende 50 Jahre in Folge
    -Ausschüttungsquote aktuell ca. 35%
    -Dividendenrendite aktuell bei 1,9%
    -Dividendenwachstum durchschn. 15% in den letzten 15 Jahren

    Würde die Dividendenpolitik auch in der Zukunft so fortgeführt werden, ergeben sich im Laufe der Zeit folgende Renditen auf das ursprüngliche Investment.

    5 Jahre   – 3,82%
    10 Jahre – 7,69%
    15 Jahre – 15,46%
    20 Jahre – 31,10%

    Die Kraft des Zinseszins bei Reinvestition der Dividenden in Verbindung mit einer stabilen und hohen Wachstumsrate generieren eine richtige „Cash-Maschine“.

    Es braucht aber viel Geduld und Motivation gerade am Anfang, wenn der „Dividendenregen“ noch nicht so üppig ist. Einfach immer am Ball bleiben, die Zeit erledigt den Rest.

    Ich wünsche allen Lesern noch eine erfolgreiche Restwoche.

    Dave

    PS.

    Ich würde mich über Informationen, Meinungen und Gedankenaustausch rund um das Thema REITs hier im Blog freuen.

  5. Björn

    Man liest ja immer davon sein Depot zu diversifizieren. Momentan habe ich neben Tagesgeld eine sehr hohe Aktienquote. Ich würde aber gerne noch das Thema Immobilien hinzufügen. Allerdings nicht mit Bestandsimmobilien befassen, lieber das Thema über einen offenen Immobilienfonds oder ETFs abdecken. Habt ihr da Tipps für mich? Ist ein Fond oder ETF besonders empfehlenswert? Das ganze soll nur zur Beimischung dienen.

  6. Stefan Ledabyl

    Hallo Tim und alle anderen,

    genau darauf versuche ich meine Strategie zu optimieren.

    Die großen Dividenden-Aristokraten sammeln, sicherlich kann man auch mal daneben liegen, aber ich glaube in diesem Zusammenhang unterschätzt man häufig oder all zu leicht die Macht, die von diesem Titel ausgeht. Ich kann es mir nur schwer vorstellen, dass eines der Dickschiffe seinen Status von 25+ Jahren auf`s Spiel setzt, und in wirtschaftlichen Krisenzeiten die Dividende kürzt.

    Dann müsste ja zb. Coca Cola wieder bei null anfangen. Ob das Warren Buffet gut heissen würde? Ich vermute dieser Herr hat indirekt ein Wort bei Coca Cola mitzureden, und umso einflussreicher und mächtiger die Kreise. desto sicherer denke ich, wird auch die Dividende fliessen.

    Man sieht ja wie schwer es ist, in den Olymp aufgenommen zu werden, in Europa gibts meines Wissens nur Lòreal als Dickschiff. Es gibt zwar viele Anwärter, aber der Weg von 25+Jahren zum Aristokrat ist lang.

    Natürlich kann man mit einem von den Dickschiffen auch schwer Schlagseite und Schiffbruch erleiden, aber zumindest ist man dann laut Definition nach Graham zumindest nah am Investor und weit entfernt ein Spekulant zu sein.

    Schönen Gruss aus dem sonnigen München

  7. Christoph

    TIM: TOLLER ARTIKEL.

    ich finde es toll wenn Du immer mal Aktien zeigst die sich toll entwickelt haben. Und das sind dann auch bodenständige und keine Moosnhots die entweder top oder flop sind.

    Panera muss ich mir mal näher anschauen. Ich habe im Backbereich FLowers Food https://www.flowersfoods.com/FFC_CompanyInfo/AboutFlowersFoods/index.cfm

    Zahlen auch eine schöne Dividende die gesteigert wird.

    Klar habe ich auch mal neuere Unternehmen die noch nicht so eine lange Dividenden Historie haben wie Skyworks oder Marine Harvest. Aber sonst bodenständige Sachen wie Intel, Microsoft, Boeing, 3M usw

    Ich fühle mich damit einfach extrem wohl da ich denke dass solche unternehmen einfach nicht aussterben werden.

     

    Wie auch Du Tim, habe ich auch schon leergeld gezahlt. Manches habe ich noch im Depot und wenn das doch mal was wird freu ich mich aber ich habe es innerlich abgeschrieben.

    Hatte aber auch oft Glück. Hatte Solar City und hatte dann ein schlechtes Gefühl und verkauft. Mit nur geringem Verlust. Ebenso bei Bilfinger und auch Snowbird, wobei die gut klangen. Hatte die bei € 6 gekauft. Habe auch im ersten Jahr eine Dividene bekommen die ok war.

    Aber dann dachte ich mir: Nee verkauf lieber.

    Nun gibt’s Trouble im Aufsichtsrat, einige traten zurück Kurs: 0,10!!!

    All diese glücklichen verkäufe und auch die 2 „Leichen“ haben mich geläutert und seitdem setze ich auf große Unternehmen.

     

     

  8. Dave

    @ Björn                                                                               @Christoph

    Ich finde auch das Immobilien  REITs eine gute Möglichkeit zur Diversifizierung bieten. Meine Favoriten sind

    Realty Income

    Omega Health Investors

    Digital Realty Trust

    Im Moment läuft bei allen Kandidaten eine Korrektur. Also lasse ich mir hier noch ein wenig Zeit mit dem Einstieg.

    Wie bewertet ihr den das KGV und die Ausschüttungsquote bei REITs?

    Diese sind ja laut Gesetz verpflichtet einen Großteil der Gewinne wieder auszuschütten.

     

  9. Andreas

    Also ich habe beispielsweise Nestlé im Depot und seit kurzem auch Unilever, sehe ich beides als Aktien für die Ewigkeit. Will noch zwei weitere Konsumwerte mit reinnehmen, am liebsten aus den USA. Nur da warte ich auf einen Rücksetzer, die stehen mir momentan gefühlt etwas zu hoch. Aber auch da werde ich dann auf die Klassiker wie Coca Cola oder P&G setzen. Mein Plan ist, mit so stabilen Werten erstmal ein stabiles Depot aufzubauen, mit Werten, die ich einfach liegen lassen kann. Irgendwann kann ich dann auch mal etwas riskantere Werte, die noch am Anfang des Wachstums stehen mit einbauen. Aber ich denke mir, wenn man mal ein Fundament aus solch stabilen Werten, wie hier im Artikel erwähnt, hat, dann kann nicht mehr so viel schief gehen:)

  10. Christoph

    @Dave: Ich gehe nach EPS und Dividendenrendite. Solange die gut sind ist kaufe ich.

    @Andreas: Gute Entscheidung. Aber bedenke dass du im Alter ja eigentlich Sicherheit willst. Also wenn du mal auf Wachstum gehen willst solltest du das eher früh machen

  11. Christoph

    Hat jemand mal was von Vali gehört? Habe lange nichts mehr von Ihr gelesen.

     

    Sagt mal, was meint ihr. Würdet ihr bei einem Geschenk zur Hochzeit eines Kollegen etwas besteuern obwohl ihr ein extrem schlechtes Verhältnis habt? Also wirklich extrem, fast schon Richtung Mobbing etc.

    Aus gutem Anstand normalerweise ja. Aber ich finde wieso soll man so jemandem etwas schenken? Nur weil er heiratet aber sonst quasi ein „Arsch“ ist? Ich schenke eigentlich nur  Menschen etwas die ich mag und die mich mögen oder die in Not sind (Obdachlose etc)

     

  12. Andreas

    @Christoph: Ja auf jeden Fall, aber ich bin „erst“ 33, also ich hab noch etwas Zeit denke ich. Ich will jetzt in den nächsten Jahren erstmal auf ein sechsstelliges Depot kommen, dann habe ich mein erstes Etappenziel erreicht. Und dann werde ich mal schauen, vielleicht ein, zwei wirklich Wachstumswerte mit Risiko mal mit einstreuen.

  13. Christoph

    ja ich denke auch so. nein eingeladen bin ich nicht Gott sei Dank. Das wäre auch scheinheilig.

    Naja wir sind ein sehr kleines Unternehmen da fällt halt auf das ich nichts gebe. Aber unser Verhältnis ist einfach extrem schlecht und bessern wird es sich auch nicht selbst wenn ich was schenken würde.

    Danke für Eure Zustimmung.

    @Andreas: Ja das kenne ich. Ich habe jetzt mit Under Armour ne kleine Ausnahme mal gemacht. Nvidia oder Applied Materials wären noch ne Alternative gewesen

  14. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    ich denke, es geht um eine kleine Feier in der Firma. Da nehmen dann i.d.R. die Kollegen teil, die auf der „Spenderliste“ zum Geschenk stehen.

    Ich würde was geben im üblichen Rahmen. Damit beschämst Du ihn, und gibst ein Zeichen, dass Du versöhnungsbereit bist. Oftmals wirkt das Wunder, weil man immer überzeugt ist, dass nur der Andere ein Arsch sein kann.

    Vali geht ihren Geschäften, und den damit verbundenen gesellschaftlichen Anlässen nach.

    Ein gutes Einkommen durch gute Geschäfte ist immer noch die beste Quelle, sich was zu schaffen. Das ist mir leider versagt geblieben, da zu faul und ideenlos. So bleiben mir nur die Brosamen (Dividenden) vom Tische der Unternehmen.

    Schau Dir die Julie Bushman (Senior Vice President) Deiner 3M an. Die hat mit ihren 3M-Aktien im November paar Millionen aufs Konto geleitet.

    2 Millionen USD aus dem Verkauf von 12.000 Stück aus dem Bestand, und 1,8 Mio aus der Ausübung von Calls für 10.424 Stück zum Ausübungspreis 77,18 USD. Verkauft um 173 USD. Da bleiben also knapp 96 USD Gewinn x 10.424, also eine knappe Mio.

    Warum hat sie nur die Aktien nicht behalten und 2,xx% Dividende „kassiert“? 😉

    Die Optionen wären erst am 13. 05.2018 fällig geworden. Offensichtlich sieht sie kaum Gründe, auf weiteren Anstieg zu vertrauen. Lieber den sicheren Gewinn mal eintüten. Frauen sind eh besser bei Gelddingen.

    Ach, wie ist man doch so armselig. Bin mal wieder richtig frustriert, wenn man sieht, was die sich in den Leitungspositionen dieser Firmen zuschieben.

    Schönen Tag noch

    MS

  15. Oliver

    @Björn:

    Zu dem Thema REITs kannst Du dich hier austoben:

    https://www.reit.com/investing/investor-resources/reit-directories/reits-by-ticker-symbol

    Das ist eine Liste mit allen relevanten US-REITs. Es gibt natürlich auch kanadische (dort gibt es auch interessante) und natürlich hier in Europa.

    Mit den O, die weiter oben empfohlen sind, hast Du eine der bekanntesten. Ist dadurch, dass sie populär sind und gerne gekauft werden, ziemlich teuer. Es gibt aber noch eine ganze Reihe anderer REITs, die gut aufgestellt sind und von den Kursen in letzter Zeit zurückgegangen sind. An deiner Stelle würde ich mich mit der Liste ein bisschen beschäftigen. Das interessante an REITs sind die z.T. hohen Ausschüttungen. Ich würde an deiner Stelle mal REITs anschauen mit Ausschüttungsquote >4% und einer positiven, sprich steigenden Ausschüttung. Ich persönlich bevorzuge REITs ggü. Immobilien, da ich nicht so viel davon verstehe. Ist mir zu viel Aufwand und das ist eine bequeme Möglichkeit, in diesem Feld zu investieren. Meine Empfehlung ist, hier möglichst auch zu streuen. Manche kaufen ETFs, die in REITs investieren. Das ist Geschmackssache.

    Zu den obenstehenden Aktien, die Tim erwähnt. Bei einer Coca Cola höre ich schon immer, dass die viel zu teuer sind. Genauso wie so einige andere sehr bekannte Firmen. Damit wird man sich abfinden müssen, wenn man dort investiert. Diese Unternehmen sind in sehr vielen Fonds und auch unter kleinen Anlegern extrem beliebt. Von daher wird man nur in Sondersituationen sehr günstige Bewertungen erhalten. Letztendlich ist dort der Schlüssel, diese zu halten und die Dividendensteigerungen durch Halten mitzunehmen. Was heute 2 oder 3% bringt, wird dir gemessen an deinem Einstiegspunkt später wesentlich höhere Renditen bringen. Voraussetzung ist immer das funktionierende Geschäftsmodell. Wenn ich heute mit 20 z.B. eine Coca Cola kaufe und die 30 Jahre halte, das Geschäftsmodell weiterhin funktioniert, werden die Steigerungen gemessen an meinem Invest, je länger ich sie halte, gegen Ende zu immer höher werden. Der heutige Zeitpunkt mit den Bewertungen ist aber nicht unbedingt außer acht zu lassen. Man kann bei stärker wachsenden Unternehmen ein höheres KGV in Kauf nehmen, da die Sache in einem Jahr durch die Entwicklung des Unternehmens ganz anders aussieht. Bei langsam wachsenden Unternehmen bin ich wesentlich strenger, da hier wenig Steigerungen möglich sind und meistens eine Überbewertung stattfindet.

    Deshalb ist Coca Cola durchaus ein schwieriger Kandidat. Das Unternehmen kann seid 4 Jahren seine Umsätze nicht steigern. Das muß in absehbarer Zeit anders werden, ansonsten gibts keine Spielräume für Dividendensteigerungen mehr und der Kurs hat auch keine großen Etwicklungsmöglichkeiten, außer die Leute sorgen für eine noch höhere Überbewertung.

    Große Unternehmen erscheinen zwar insgesamt wesentlich sicherer. Aber ich würde als Kriterium immer schauen, ob die Umsatzentwicklung positiv ist und wenn nicht, ob gute Chancen bestehen, dass sich das ändert. Hier wäre ich bei Coca Cola nicht so pessimistisch, da auch große Unternehmen mal durchatmen müssen, bevor sie den nächsten Schub bekommen.

     

  16. Lad

    🙂 „ein toller Artikel“, „ein toller Artikel“, „ein toller Artikel“, wiederholen hier die Automaten unter jedem Text. Und so wird sich hier nichts ändern. Es werden noch viele Jahre hier nur 3 Themas zu lesen: „Sparen“, „Langfristig investieren“, „Junge Millionäre“. Und dabei können hier im Blog 33 oder 44 Themas sein. Auch: fundamentale Analyse + Value Investing + wie die Medien täglich lügen, wenn der DAX 1% verliert + die Manipulation an de Börse + ähnlich.
    Die Kritik braucht der Blog und kein Lob! Lob braucht nur der, wer auf Selbstmord denkt.
    —-
    „Wer Qualitätsaktien einsammelt und diese Jahrzehnte lang behält, schneidet gut ab. Mehr brauchen Sie gar nicht.“
    So einfach ist es aber nicht mit den Aktien. Man muss immer auf die Bewertung achten und auf langfristiges Umsatzwachstum! Wenn die Coca Cola Aktie mit KGV 25, KBV 6, KUV 4 zweimal überbewertet ist, sollte man nicht kaufen. Wenn der Umsatz bei Coca Cola oder Nestlé die 12 letzten Jahre fast nur 0% jährlich steigt, sollte man nicht kaufen.
    Selbst Warren Buffett und Charlie Munger bedauern es, dass sie die Coca Cola Aktien 1998 bei KGV 50 nicht verkauft haben. Die überbewertete Aktie fiel bis 2003 auf ein Drittel.
    Und die Bevölkerung kauft bis heute die Coca Cola Aktie nur wegen Warren Buffett, der sie aber gar nicht haben will. KGV 25, KBV 6, KUV 4 ist den Menschen total egal, es genügt ihnen, dass Warren Buffett die Aktie hat. Und so irre wird es weiter gehen, weil die Blogs, TV, Radio, Zeitung, Magazine und Bücher kein wahres Wort über die Bewertung publizieren. “Die Aktie ist sportlich bewertet.“ So ein Schmarrn! Dort muss aber stehen: “Die Aktie ist überbewertet. Nicht mehr kaufen!“
    —-
    Fast täglich wird in TV und Radio gelogen: “Die Anleger sind nervös“, “Die Märkte sind nervös“, “Die Anleger haben Gewinne mitgenommen“, “Die Anleger warten auf FED“, “Die Anleger achten ganz genau auf die Worte von Yellen“. Alles Lügen und Betrug! Nur die Daytrader sind nervös. Wenn der Leitzins von FED 0,2% oder 2,0% macht, den Anlegern ist es egal, sie kaufen weiter Aktien. Und wenn der DAX 1% verliert, machen das die Handelsautomaten und keine Anleger.
    Also bitte, mach dein Blog so interessant, wie der Blog von Stefan Meisel ist! Schreib auf verschiedene Themas, nicht nur drei!  🙂

  17. Christoph

    @Oliver: Nein keine Feier hier. Eine Kollegin wird wohl auch zur Hochzeitsfeier eingeladen ich nicht.

    Ich will eigentlich Frieden aber von der anderen Seite ist das nicht der Fall. Da kackt man mich wegen was an was ich überhaupt nicht gemacht habe und bei jedem anderem ist man …. freundlich.

    Wobei Coca COla ja auch in tee und wasser machen und diese Umsätze steigen. Als Big ist Wachstum immer schwerer je größer man wird. Aber ich denke Coca cola packt das.

    Ich sage ja auch wenn man einen Gewinn hat der richtig groß ist, sollte man auch mal was mitnehmen.

    Vielleicht will die Damen sich ja auch was großes kaufen, Villa, Boot etc

    Aber generell denke ich bleibt 3M stabil und ein Forever Invest.

  18. Claus

    @ Oliver + alle anderen

    „Deshalb ist Coca Cola durchaus ein schwieriger Kandidat. Das Unternehmen kann seid 4 Jahren seine Umsätze nicht steigern. Das muß in absehbarer Zeit anders werden, ansonsten gibts keine Spielräume für Dividendensteigerungen mehr und der Kurs hat auch keine großen Etwicklungsmöglichkeiten, außer die Leute sorgen für eine noch höhere Überbewertung.“

    Grundsätzlich stimme ich dir zu. Doch Coke (und einige andere dieses Kalibers) haben sehr viele Möglichkeiten:

    -Expansion in neue Märkte, wie z.B.
    Wasser, Tee, Kaffee, Fruchtsäfte… Aber auch völlig neue Gebiete kann man nicht ausschließen, vielleicht gibts ja irgendwann mal Coke-Müsli, Coke-Snacks oder was auch immer.

    – Übernahmen

    – Rückkauf eigener Aktien

    – Kosten-Optimierung

    – Verkauf von Marken/Bereichen, die nicht rentabel genug sind. Das kann relativ schnell zu deutlich besseren Bilanzen und somit Kennzahlen führen und für ungeahnte Kursanstiege sorgen (siehe P & G seit Sept. 2015!).

    Die (zu) hohe Ausschüttungsquote bei den Dividenden verringert sich hierdurch automatisch. Es wäre auch (zusätzlich) möglich, die Dividende einige Jahre nur minimal zu steigern (z.B. nur 1 Cent/Jahr). Somit gibt es keine Unterbrechung bei der Anzahl der gesteigerten Jahre…

    Der Umsatz ist m.E. gar nicht so wichtig, der kann auch mal rückläufig sein, wenn erkennbar ist, dass der Gewinn je Aktie steigt.

    Dies ist bei Coke der Fall. Der Gewinn je Aktie ist im letzten Jahr um gute 4% gestiegen. Mal sehen, ob sich das in der nächsten Bilanz wiederholt…

    Dickschiffe wie Coke werden sicherlich nicht so schnell untergehen. Dennoch kann es auch hier mal zu massiven Kurseinbrüchen kommen. Was dann zu tun ist, wenn es sich nicht um ein ernsthaftes Problem des Unternehmens handelt, dürfte jedem klar sein: KAUFEN.

    Aktie und Unternehmen sehe ich daher stets getrennt, denn nur selten spiegelt der Kurs den gerade aktuellen fairen Wert eines Unternehmens wieder:
    Mal läuft das Hündchen (der Kurs) voraus, mal bleibt es zurück… (frei nach Kostolany…)

    Auf weiterhin lohnende Dividenden und ein paar Kurssteigerungen!

  19. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    ich glaube, Du hast mich angesprochen.

    Natürlich ist die teilweise Vergütung mit Aktion-Optionen auch Routine. Die meisten Insider-Verkäufe sind wahrscheinlich ausgeübte Optionen.

    Sie hat im Februar ja auch schon mal 12.068 Stück aus 2008 mit Strike 84,78 USD ausgeübt. Verkauft zu ca. 156,70 USD. Da sind auch 867.930 USD hängen geblieben. Aber im Jahr 2015 hat sie z.B. keine verkauft.

    Was mir nur einleuchtet… wie profitiert man als Insider am besten von seinen Optionen? Mit viel höherem Verkaufskurs als dem Strike der gewährten Optionen. Man schüttet magere Dividende aus, um (wie die Mathematik-Genies ja wissen), den „Gewinn im Unternehmen zu halten“. Das gibt theoretisch höhere Kurse, und der Aktionärspöbel soll sich mit 2% begnügen. Der höhere Kurs nützt ihm ja aber nichts, da er ja typischerweise eher nicht verkauft.

    Da lobe ich mir die REITs, bzw. die klare Ansage, dass der Cashflow den Aktionären gehört.

    @Björn,

    Normale offene Immofonds sind mir nichts. Werden die immer noch von eigenen Gutachtern bewertet? Ich mag REITs aus Kanada und USA. Die US-Reits wurden von Oliver schon verlinkt. Hier noch die kanadischen.

    Schau mal die Publity an, ob das was für Dich ist. Die wird gerade empfohlen.

    Wobei Empfehlungen natürlich immer so ein Ding sind.

    Bei Michael C. Kissig
    Bei Capital

    Schönen Feierabend

    MS

     

     

  20. Valueer

    Die Börse ist weder gut noch schlecht, sie ist ein Marktplatz und nicht mehr. Es liegt immer an der Einstellung des Einzelnen was er damit macht.

    Wenn der Obsthändler um die Ecke auf dem (Stadt-, Dorf-)Markt sein Gemüse zu Schleuderpreisen unters Volk haut um es anschließend teurer wieder zurückzukaufen, würde auch keiner auf die Idee kommen den Dorfmarkt als spekulativ zu meiden. 🙂

    Bin gerade in Las Vegas hier erfährt man was Spekulation ist und zwar im extremsten Maße. Zum Glück springt emotional bei mir da gar nichts an, sodass ich dem nicht erliegen werde.

    Gruß

    Valueer

  21. Dave

    @ Oliver

    Danke für die Hinweise zum Thema REITs. Das gibt mir wieder neuen Stoff 😉

    Bei den  populären Aristokraten wie KO, PG usw. schau ich mittlerweile, hinsichtlich der beschriebenen Probleme, genauer hin.

    Generell mische ich auch Unternehmen bei, die erst seit einigen Jahren eine Dividende ausschütten. Wenn mich die Story überzeugt und natürlich auch die Zahlen, dann greife ich zu.

    Prinzipiell halte ich mich bei der Auswahl von geeigneten Unternehmen an die CCC-Liste von David Fish – http://www.dripinvesting.org/Tools/Tools.asp
    und setze meine individuellen Filter.

     

     

     

     

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jürgen

    Danke. Grüße nach Köln.

     

    @ Max

    44 Jahre. Ich hatte meinen ersten Nebenjob im Alter von 15 Jahren. Zeitungsausträger. Anschließend kamen viele andere Jobs. McDonalds usw. Ich kaufte meine ersten Aktien im Alter von etwa 20.

     

    @ Fabian S.

    Du machst vermutlich nichts falsch mit den Big 5 von Buffett. Aber ein paar mehr Aktien schaden nicht.

     

    @ Dave

    Danke. Ja, Hormel ist ein Dividendenstar.

     

    @ Stefan

    Stimmt, die Dividendenstars sind ziemlich sicher. So ein Aristokrat geht selten pleite. Ich habe aber zudem in Mini-Aktien investiert, als ich jung war. Einiges ging schief. Ein paar Minis stiegen enorm: CTS Eventim zum Beispiel. Niemand braucht enorm ins Risiko zu gehen wie ich es tat. Es zahlt sich aus, langweilige Aktien zu kaufen. Hausmannskost eben. Mit den Dekaden kommen enorme Renditen zustande.

     

    @ Christoph

    Ich habe mal das Management von Flowers Foods auf einer Investorenkonferenz getroffen. Das war spannend:

    http://timschaefermedia.com/flowers-foods-laeuft-wie-geschnitten-brot/

     

    @ Lad

    Wenn Dir mein Blog nicht gefällt, gehe doch woanders lesen. Ich wundere mich, dass hier bestimmte Leute immer meckern, aber gleichzeitig treue Leser sind. Das macht keinen Sinn.

    Ein permanent niedriger Kurs-Buchwert oder eine extrem geringe Bewertung ist ein Zeichen, dass etwas schief läuft in einem Unternehmen. Das sind oftmals keine besonders rentierlichen Investments. Meist verlierst Du mit solchen Aktien Geld.

    Wenn Erfolgsfirmen wie Google oder Amazon hoch bewertet werden, hat das einen guten Grund.

  23. Abdul

    Hallo Zusammen!

    Danke dir noch einmal für deinen Blog Tim ,bin erst kurz dabei aber es gefällt mir sehr was du und die Anderen Leute hier schreiben.

    Bin eigentlich ETF´ler investiere in MSCI World und EM Markets aber ich suche sowas wie eine Aktie die solche „Dauerläufer“ anteilsmäßig zusammengetragen als Aktie anbietet,Berkshire Haddaway kenne ich aber suche so was ähnliches der auch seine Dividenden ausschüttet und natürlich seinen Job bis heute gut gemacht hat.Ob er besparbar ist wäre gut aber kein muss.Er muss auch keine 100 Firmen beherbergen praktisch so was wie das Who ist Who der Dauerläufer

    Bin buy and holder und möchte diese Aktie für lange Zeit behalten besser gesagt für immer 🙂 ohne Gebühren wie z.B für ein ETF jährlich zu berappen.

    Für Tipps als unerfahrener Aktionär wäre ich dir und Euch sehr dankbar

    Gruß, Abdul.

     

  24. Hans

    Hallo Tim,

    Du erwähnst u.a. Colgate-Palmolive. Nun weist CL für 2015 ein negatives Eigenkapital aus. Wie beurteilst Du das?

    Danke und viele Grüße, Hans

  25. Stefan Ledabyl

    Danke für die tolle Diskussion, speziell auch um Coca Cola, immer wieder interessant die verschiedenen Meinungen einzusammeln.

    Ich denke in einem Punkt sind sich hier ja alle einig. Bevor man nur an der Seitenlinie steht und zuschaut, ist es immer besser zumindest ein (kleine) Position  von den Dickschiffen zu halten.

    2 mal habe ich in meiner kurzen Laufbahn spekuliert, AMD scheint einigermaßen zu laufen, aber die Commerzbank hätte ich mir sparen sollen.

    Gruss Stefan

     

     

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hans

    Das Eigenkapital hat wenig Aussagekraft bei Firmen, die massiv vom Aktienrückkaufprogramm Gebrauch machen. Denn Aktienrückkäufe verringern das Eigenkapital. Es kann stark schmilzen oder sogar negativ werden wie bei Colgate-Palmolive. Es hat also keine Aussagekraft in diesem Fall.

    Warren Buffett macht Zurechnungen zum Eigenkapital, um die Aktienrückkäufe zu neutralisieren, wenn er sich Firmen anschaut. Es ist eine komplexere Berechnung über viele Jahre.

    Falls Du mehr dazu wissen willst: In diesem Buch beschreibt es Mary Buffett, seine Ex-Schwiegertochter, wie er vorgeht beim Eigenkapital:

    So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen: Quartalsergebnisse, Bilanzen & Co – und was der größte Investor aller Zeiten daraus macht

  27. ms03

    Hallo,

     

    was ist der Unterschied zwischen Unilever PLC und Unilever N.V.

    Welchen sollte man nehmen?

  28. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ DivSky

    Ja, der Service wird in den Lüften immer kleiner. Als ich am Flughafen war, meckerten mehrere Bedienstete mit mir, weil ich 3 kleine Taschen Handgepäck hatte statt der erlaubten 2. Eigentlich ein Witz. Denn ich konnte die eine Tasche in die andere stecken.

  29. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ms03,

    PLC ist halt in London notiert (GB00B10RZP78), und man sollte damit keine Quellensteuer zahlen. Wenn man also seinen Freibetrag noch nicht ausgenutzt hat, dann würde ich diese bevorzugen.

    Ansonsten ist die niederländische Quellensteuer der N.V. (NL0000009355) auf jeden Fall weg, auch wenn man noch Freibetrag hat.

    „Die britische Unilever PLC bildet gemeinsam mit der niederländischen Unilever NV den Unilever-Konzern. Die Gruppe ist weltweit stark in Konsumgütern des alltäglichen Bedarfs und zum Portfolio zählen mehr als 400 Marken in elf Produktkategorien, von Pflegeprodukten bis hin zu Lebensmitteln. Zu den bekanntesten Marken der Gruppe gehören u. a. Becel, Flora, Rama, Hellmann’s, Lipton, Bertolli, Knorr, Slim Fast, Axe, Signal, Vaseline, Dove, Lux, Rexona, Sunsilk, Comfort, Omo, Domestos und Radiant. Seit 2009 bilanziert der Konzern in den drei Regionen „Asia/AMET/RUB“ (Asien/Afrika, Mittlerer Osten und Türkei/Russland, Ukraine und Weißrussland), „The Americas“ und „Europe“. Das operative Geschäft gliederte sich zudem in die vier Segmente „Foods“, „Refreshment“, „Home Care“ und „Personal Care“. Der Konzern Unilever entstand 1930, als der britische Suppenhersteller Lever Brothers mit dem niederländischen Margarinehersteller Margarine Unie verschmolz. Unilever PLC ist in London börsennotiert.“

    Unilever NV ist die niederländische Mutter der britisch-niederländischen Unilever-Gruppe und bildet mit eigenen Tochterfirmen einen Konzern nach niederländischem Recht. Beide Teilkonzerne (NV und PLC) bilden zusammen die Unilever-Gruppe. Diese Gruppe ist weltweit einer der größten Anbieter von Konsumgütern im Bereich Nahrungsmittel sowie Haushalts- und Körperpflegeprodukten. Zum Portfolio gehören einige der weltweit bekanntesten Marken wie Knorr, Becel, Lipton, Dove und Omo. Seit 2009 bilanziert der Konzern in den drei Regionen „Asia/AMET/RUB“ (Asien/Afrika, Mittlerer Osten und Türkei/Russland, Ukraine und Weißrussland), „The Americas“ und „Europe“. Das operative Geschäft gliederte sich zudem in die vier Segmente „Foods“, „Refreshment“, „Home Care“ und „Personal Care“.

    About UL Shares.

    MS

  30. Christoph

    @Matthias: Also im Prinzip wie bei Shell.

    Wobei ich die niederländische Gewählt habe. Ich verbrauche eh den Freibetrag und die A wird auch n bißchen mehr gehandelt glaube ich.

     

  31. DivSky

    @MS,

    vielen Dank. Die hatte ich gar nicht mehr so auf den Schirm. Denn die NL Aktie wollte ich nicht im DivBaby Depot haben, wegen der Quellensteuer. Die PLC-Aktie kommt auf jeden fall ins Depot :).
    Vorteilhaft ist auch Tradegate als Börsenplatz.

     

    @Tim,

    hoffentlich wird es für Dich dann in Zukunft nicht schlimmer werden. Bin gespannt auf die Entwicklung.

  32. Christoph

    Ich kann Oman air für international empfehlen. Tolle Flugzeugen, guter Service.

     

    @all: hat jemand hier für Neffen/ Nichten ein Depot laufen?

    ich würde gerne eines für meine Neffen anlegen und dann verwalten bis sie 18 sind.

    Wie läuft das? Wenn ich dann dort immer mal einzahle und Aktien kaufe, wäre das nicht theoretisch jedes mal eine Schenkung und ich müsste meinen Neffen einen Schenkungsvertrag geben und von den Eltern unterzeichnen lassen?!

     

  33. Andrea

    Christoph, ich habe keine Ahnung, aber mich interessiert das Thema auch, da ich auch einen Neffen und eine Nichte habe und es toll fände, für die beiden zu sparen.

  34. Mr. B

    Der Neffe oder auch andere Beschenkte haben auf jeden Fall einen Freibetrag von mindestens  20 TEUR. Wenn das Depot auf das Kind laufen soll, müssen die Eltern den Eröffnungsantrag unterschreiben und am besten eine Verfügungsberechtigung für euch eintragen.

  35. EasyWISA

    @Lad

    Dieser Blog dreht sich nun mal um Sparen und finanzielle Freiheit. Von daher sind die Beiträge schon passend, wenn auch gewisse Themenbereiche und Aussagen immer wiederkehren. Aber das ist ja in der Kirche ähnlich 🙂 Wie Tim schon so schön geschrieben hat, bist du nicht gezwungen, hier zu lesen.

    Natürlich hast du Recht, wenn du sagst, dass man beim Kauf auch auf die Bewertung achten muss. Aber was für den einen überbewertet ist, ist für den anderen fair bewertet. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Der eine achtet auf die Dividende. Der nächste will nur Kursgewinne. Der übernächste geht short…

    Zur Medienschelte: auch hier steht es jedem frei, selbst zu interpretieren, warum es mal rauf und mal runter ging. Aber die von dir genannten Floskeln gehören nun mal zur Börsenberichterstattung, wie das Phrasenschwein zum Fußballtalk Doppelpass 🙂

  36. Markus

    @Lad/Ben

    Na ja, zusätzlich zur quantitativen Fundamentalanalyse gibt es ja auch noch die qualitative…

    Du schreibst ja auch immer nur dasselbe mit der niedrigen Kennziffernbewertung und lässt Marke, Burggraben, Distrubitionsvorteile, immaterielle Vermögensgegenstände unter den Tisch fallen.

    Wenn es wirklich so einfach wäre Überrenditen zu einer risikoadjustieren Benchmark korrekt und dauerhaft zu garantieren… dann wären die ganzen jungen Bänker in London alle die neuen Buffett`s…

    Wobei die Algo`s auch immer besser werden…

  37. Pessimist

    Sehr geehrte Mitleser,

    ich finde den Umgang mit Andersdenkenden bemerkenswert. Auch ich bin der Meinung, dass der Blog alle zwei Tage genau den gleichen Inhalt wiedergibt und damit sein eigentliches Potential nicht ausschöpft.

    Des Weiteren teile ich die Auffassung, dass die hier propagierten „Anlagestrategien“ keine Strategien sind, sondern nur ein unsubstantiiertes Phrasendreschen.

    Wieviele können aus eigener Erfahrung über mehr als einen Crash berichten? Wie kommt man darauf, dass eine Coke, Colgate o.ä. immer laufen werden? Woraus wird geschlossen, dass der Dividendenverlauf auch in Zukunft so sein wird?

    Die Aussagen vieler Kommentatoren sind Glaubenssätze und keine Fakten. Es erinnert mich alles stark an Aussagen aus den Neuen Markt u.v.m.

    Die Entwicklung von Dickschiffen wie EON, RWE, Dt. Telekom, Deutsche Bank, Commerzbank, Vale, BHP, Glencore, Thyssen, Bilfinger,…sind vergessen.

    Aktuell befinden sich viele „sichere“ Werte auf dem Weg in die Baisse (NovoNordisk, Nike, Novartis, Roche, Bayer, Gilead, Daimler). Alles Werte die zweistellige Prozentzahlen in den letzten Monaten verloren haben.

    Auch wenn ich die Meinungen des Autors nicht teile, lese ich mit. Damit ich auch andere Einflüsse bekomme und meinen eigenen Standpunkt kritisch hinterfragen kann. Ich finde es schade, dass wohl die meisten nur ihre vorgefertigte Meinung bestätigt bekommen wollen…

    Viele Grüße

  38. vonaufdenboden

    @Pessimist

    niemand kann die Zukunft vorraussagen. Niemand weiss, ob eine Aktie immer gut laufen wird oder ob die Dividenden auch in Zukunft steigen werden. Ich denke nicht, dass das hier im Blog behauptet wird.

    Aber indem man diversifiziert, Unternehmenskennzahlen analysiert und sich die Philosophie des jeweiligen Management betrachtet, bin ich schon der Meinung, dass man mit diesen Entscheidungskriterien über zwei, drei Dekaden eine saubere Rendite hinbekommt.  Kann aber auch anders kommen.

    Ich investiere seit 2005 und meine Rendite liegt heute bei 10,46% p.a. Vielleicht liegt meine Rendite 2026 bei 0,3% p.a. Ich weiss es nicht.

    Man kann das Geld aber auch am Sparbuch legen oder Immobilien kaufen. Das bleibt ja jedem selbst überlassen. Was richtig war, wird man dann sehen.

    vonaufdenboden

  39. Christoph

    @Pessimist: Wie soll man den bitte Fakten geben die Dinge in der Zukunft betreffen? Das kann niemand

    Derzeit geht die Bevölkerung in Deutschland zurück.

     

    Vielleich zeugen morgen 10 Mio Deutsche Paare Drillinge und in 19 Jahren haben wir dann auf einmal 100 Mio Einwohner.

    Oder morgen bricht ein Virus aus das die halbe Menschheit ausrottet.

    Man kann doch nur die derzeitigen Fakten und Erfahrungen aus der Vergangenheit nehmen. Und die zeigen alle auf das der Konsum wächst. Somit werden auch die großen weiter wachsen und weiter Dividende zahlen. Was soll passieren dass das nicht geschieht?

    Weltkriege, Atombomben all dies gab es und Dividenden wurden dennoch gezahlt.

    ich glaube an die Zukunft, auch dass vieles weiter besser wird. Oder würdest du gerne im Mittelalter leben? Mit GLück in kalten Häusern, Wärme nur durch Feuer, Keine wirklichen Ärzte, jeden Tag Kampf ums Überleben.

     

  40. Stefan Ledabyl

    Hallo Pessimist
    Im Gegensatz num neuen Markt wird hier nicht Anhand von Graphen auf steigende Kurse spekuliert. Hier wird in erster Linie investiert, und ich denke das ist ein grosser Unterschied. Deshalb kann ich deinen Vergleich nicht nachvollziehen. Man kann es drehen und wenden wie man will. Selbst die besten Fakten werden den Kursverlauf nicht vorhersagen. Es sei denn Insider Wissen ist im Spiel, aber das werden wohl die wenigsten haben. Aber vielen Dank für deinen Kommentar, das meine ich ehrlich. Auch Lad sein Beitrag hat etwas für sich. man versucht ja immer aus vielen Ansichten einen eigenen Standpunkt zu finden. Man sollte ja immer offen für neue Ansichten sein.

  41. ms03

    Vielen Dank MS.

     

    hat einer von euch Gold Silber ETFS ? Wenn ja welche, will die zur Absicherung mit einmischen.

  42. Mr. B

    Morgen ist bei mir wieder Kauftag. Freu mich schon darauf. Bei seitwärts und steigendenden Märkten darf ich einmal im Monat zuschlagen. Nur bei fallenden Kursen ( 10% vom Höchstkurs) überweise ich zusätzlich Geld zum investieren. Das gleiche bei weiteren 3 % Kursrückgang. So habe ich auch bei fallenden Kursen Spaß ; )

    Morgen könnte ich mir Realty Income, Vonovia, Patterson oder ? als Kaufkanidat vorstellen.

  43. StockMan

    Der Verbrauch von Eigenkapital, gleichgültig für welchen Zweck, ist [fast] immer ein Substanzverlust. Firmen mit in der Tendenz sinkendem oder sehr geringem Eigenkapital meide ich.

    Firmen mit negativem Eigenkapital sind m. E. nicht für Buy and Hold geeignet.

  44. Christoph

    @Mr. B.: Also ich würde da Realty wählen. Vonivia ist doch das dieses deutsche Wohnungsdings oder? Wäre nix für mich. Ist Patterson nicht diese Finanzsoftware für Broker usw?

    Ich kaufe heute auch

    Intel, Disney, 3M, J&J, Coca Cola, Home Depot und Verizon. Allerdings alles per Sparplan im kleineren Rahmen.

     

  45. Slazenger

    @Christoph

    du hast doch Marine Harvest, kennst du auch Leroy Seafood aus Norwegen ?

  46. Claus

    @ StockMan

    „Der Verbrauch von Eigenkapital, gleichgültig für welchen Zweck, ist [fast] immer ein Substanzverlust. Firmen mit in der Tendenz sinkendem oder sehr geringem Eigenkapital meide ich.“

    So sehe ich das auch. Das war einer der Gründe, warum ich mich vor einigen Monaten von meinen Pepsi-Aktien getrennt habe, was hier sicherlich viele wundern wird. Die EK-Quote hat sich hier seit einigen Jahren von ca. 30% auf unter 18% verringert. Hierfür sind wohl überwiegend Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen verantwortlich. Solche Entwicklungen sollte man gut beobachten…

  47. Christoph

    @Claus: ICh glaube an Pepsi. Die haben jetzt die Snackautomaten wiederbelebt und ich kann mir sehr sehr gut vorstellen dass das gut ankommt. Denn dieses mal sind gesunde Sachen drinne.

    @Mr. B: Ja ich kaufe eigentlich nur noch große. Alles andere ist mir mittlerweile zu unsicher. Wie soll ich mir anmaßen schlauer als Tradingprofis an der Wallstreet zu sein?

    Klar gibt es dann immer auch Unternehmen die auch nicht klein sind aber auch wenn ich oft bei Halftime Report was von kleineren höre und die Profis dort ihre Einschätzung geben und diese oft eintreffen traue ich mich da nicht dran.

    Vielleicht mache ich das wenn ich finanziell unabhängig bin und sagen kann: ok 10k nehme ich einfach mal und hoffe das es einen fetten Gewinn gibt. Wenn nicht auch kein Problem Aber das dauert noch^

     

    @Fit und gesund und die anderen GOldkäufer: Ihr macht was falsch *gg*

    https://www.youtube.com/watch?v=A9aDSRufG7g

    http://www.dw.com/de/mann-klaut-39-kilo-eimer-mit-gold/a-36595510

     

    Das geile ist, die haben den noch nicht erwischt. Auch wenn ich Kriminelle normalerweise verurteile. Ich wünsche ihm dass er nicht erwischt wird. Denn soviel Dummheit der Sicherheitsfirma gehört wirklich bestraft

     

     

  48. Fit und Gesund

    @Christoph,

    ne… also ich mach das richtig, ich klaue nicht, Du erinnerst Dich ja dass mir die Bestellung mit dem Gold durch den Postboten geklaut wurde, ich bekam anstandslos Ersatz (selber abgeholt in ZH), die Geschichte ging noch weiter, am nächsten Tag klingelte es morgens kurz vor 8.oo, ich lag noch im Bett und bis ich unten war, war da Niemand mehr, aber eine Abholeinladung der Post, konnte nur das Gold sein, ich rief Degussa an und wir machten ab dass diese Ladung zurückgeht, nachmittags rief dann Jemand von der Post an um das zu bestätigen, ich konnte nur in Erfahrung bringen dass der „Dieb“ wohl ein langjähriger zuverlässiger Mitarbeiter war, vermutlich haben die den ordentlich gegrillt und er hat es dann zurückgegeben, Dieb ist Dieb, ich hoffe die haben den gefeuert, diese Post meide ich seither.

    Aber Goldkauf steht tatsächlich an, der Goldpreis sinkt nämlich und ich hab noch nicht genug.

    @Claus,

    das mit dem Eigenkapital hab ich von Dir gelernt, das ist die Zahl die ich zuerst anschaue 🙂 Im Moment liebäugele ich mit Lindt&Sprüngli, ich hoffe die kommen noch weiter runter, Novo Nordisk hab ich nicht zugekauft, sowieso, ich warte ganz sicher bis zum 5.Dez. mit Kaufen, evtl. was Neues oder ich stocke Novartis auf, obwohl ich ehrlich gesagt mit den ETF’s besser gefahren bin, aber die muss ich nicht aufstocken, die sind im grünen Bereich.

     

     

  49. Claus

    Fit und Gesund

    ? Das Eigenkapital ist m.E. eine wichtige Kennziffer (nicht alleine genommen), die oft nicht beachtet wird.

    In Zeiten niedriger Zinsen tendieren viele Unternehmen dazu, mehr Fremdkapital aufzunehmen. Das ist erst mal kein Problem, so lange die Geschäfte gut laufen und die Zinsen niedrig bleiben, zumal Zinsen meist auch noch steuermindernd sind.

    Wenn sich die Situation durch steigende Zinsen und/oder abschwächende Konjunktur ändert, kann es auch schnell zu (größeren) Problemen mit entsprechenden Kurseinbrüchen kommen.

    Ich bin da eher konservativ und bevorzuge Firmen mit EK-Quoten über 30%, besser über 50%.

    Für Pepsi bin ich grundsätzlich positiv gestimmt. Den deutlichen Abbau des Eigenkapitals in Verbindung mit der sehr hohen Bewertung, der hohen Div.-Ausschüttungsquote und der Aussicht auf etwas steigende Zinsen macht mich hier aber skeptisch, was den zukünftigen Kursverlauf angeht. Das Risiko erscheint mir hier größer, als der mögliche Ertrag.

    Novo-Nordisk könnte sich gefangen haben, der Kurs stabilisiert sich gerade und ist in den letzten Tagen sehr fest. Ob das hält sehen wir evtl. schon nächste Woche…

    Lindt & Sprüngli ist ein erstklassiges Unternehmen. Hier würde ich bei einigermaßen erträglicher Bewertung, wovon wir momentan noch meilenweit entfernt sind, sofort einsteigen.

    Freue mich gerade über meine im Sommer (nach langer Überlegung) auf 10% aufgestockte Shell-Position…

  50. ZaVodou

    Zu den Aktienrückkäufen:

    Ich sehe das so. Am Beispiel PepsiCo.

    Die Firma hat Eigen- und Fremdkapital. Die Eigenkapitalgeber sprich Aktionäre erzielen bei den jetzigen Kursen zurzeit eine Dividenrendite von 2,95 %.

    Kann die Firma auf dem Anleihemarkt Geld z. B. zu 1,75 % aufnehmen und einen Teil der Aktionäre rauskaufen hat sie 1,2 % bei jeder Ausschüttung gespart.

    Ist das nun gut oder schlecht für die Aktionäre die dabei bleiben?

  51. Christoph

    @Mr. B. Auch ein sicheres Investment! Bravo

    Wobei ich die Dividendensteigerungen und Senkungen nicht gut finde

  52. Christoph

    Achso. die wird direkt in € ausgeschüttet. Macht bei NL ja auch Sinn. Danke. Dann wäre das auch mal eine Idee für mich^

  53. PIBE350

    An ms03: Für kleinere Summen habe ich einen Euwax-Gold-Sparplan bei der Consorsbank eingerichtet. Ab 100 Gramm oder ein Vielfaches davon kann man es sich gebührenfrei ausliefern lassen. Bei größeren Summen kaufe ich direkt physisch.

    Dann gibt es beispielsweise noch Xetra-Gold. Das eignet sich für größere Einmalkäufe, weil die Kurse besser sind, aber anschließende Auslieferungen kosten etwas. In diesem Fall würde ich gleich physisch kaufen. Außer dir ist physischer Besitz total egal oder du möchtest es in naher Zukunft wieder zu Geld machen.

  54. DivSky

    @Tim,

    währe diese Aktie evtl. so eine Art Eventim? Also ich meine vom Prinzip her:

     

    http://www.finanzen.net/aktien/Nokia-Aktie

     

    @All,

    Im nächsten Jahr startet der Angriff auf den Smartphone-Markt. Die Frage ist nun auch, lohnt sich ein langfristiger Einstieg? Hat jemand Erfahrung mit Finnland hinsichtlich der Steuer?

  55. Claus

    @ Christoph

    Shell…

    halte ich für eines der besten Unternehmen seiner Branche(n). Das gilt auch für das Management. Sie selbst sehen eine fallende Ölnachfrage in 5-15 Jahren. Das könnte durchaus sein, wobei mir 5 Jahre als extrem kurz vorkommen. Mit dieser großzügigen Zeitangabe dürfte klar sein, dass nicht einmal die besten Experten genaueres vorhersagen können.

    Deshalb halte ich mich an Fakten:
    Der weltweite jährliche Ölbedarf steigt noch immer.
    Die Weltbevölkerung wächst jährlich um ca. 80 Mio Menschen.

    Weltweit wird immer mehr auf erneuerbare Energien gesetzt und zumindest auch mal an die Umwelt gedacht:
    Wind-, Solar-, Wasserkraftenergie, Elektrofahrzeuge… Hier findet ein grosses Umdenken statt.

    Öl wird heute in nahezu allen Industriezweigen gebraucht und wird vermutlich noch viele Jahrzehnte unentbehrlich bleiben. Sollte der Verbrauch in den nächsten Jahren signifikant sinken, könnte es zu Beschränkungen der Fördermengen kommen, was für stabile Preise sorgen dürfte.

    Shell hat m.E. die Qualität, diesen Umschwung zu meistern und auch in neue Bereiche, wie gerade Gas, zu expandieren.

    Natürlich muss man als Investor sehr wachsam sein und falls es schlecht laufen sollte, auch bereit sein auszusteigen.

    Bei Shell besteht zweifelsohne ein höheres Risiko als z.B. bei P&G, Nestle oder Loreal & Co.. Wenn es gut läuft, könnte die Belohnung aber auch grösser ausfallen…

    Ausser Shell halte ich noch kleinere Positionen (je 1-2,6%) an Exxon, Total, Woodside Pet + BHP. Insgesamt 17,7% im Bereich Öl/Gas/Rohstoffe.

    Ich diversifiziere auch innerhalb gleicher Branchen über verschiedene Länder/Währungen, kaufe also gerne eine Gruppe von Aktien der gleichen Branche. Das hat den Vorteil, dass man mehrere Eisen im Feuer hat. Habe ich mal „daneben“ gegriffen, verkaufe ich spätestens bei -7 – -8%. Von „Verlusten aussitzen und verbilligen“ halte ich nichts. Hiermit kann man sich sehr schnell sein ganzes Depot ruinieren, wie ich aus eigener Erfahrung weiss…

    Wie wichtig die Diversifikation über verschiedene Branchen und Währungen eines Depots ist, hat dieses Jahr mal wieder bewiesen. Ausser Öl-/Gas- und Rohstoffwerten laufen auch meine Finanzwerte (Aflac, Prudential seit Juni im Depot, Scotiabank, Commonwealth Bk. of. Australia) sehr gut.

     

     

  56. Christoph

    @Claus: Ja ich denke auch Shell, Exxon und chavron sind Flaggschiffe die a) extreme Marktmacht haben und auch entsprechendes Kapital. Ich kann mir auch vorstellen dass man irgendwann in den Solar markt groß einsteigt oder derleichen.

    Andererseits sieht man ja auch an kohle dass es auf einmal ganz schnell bergab gehen kann. Ich bin auf jeden Fall auf der Lauer wenn es bergab gehen soll

     

    Übrigens hat China gerade entschieden auf Luxusautos (ab ca 170k €) eine extreme Steuer zu erheben. EIn schelm wer böses denkt um damit die eigene Autoindustrie zu schützen.

    Angeblich aber natürlich auch wegen Umweltgründen. Ebenso verbietet China ab 2017 große ausländische Investitionen (ab 1 Milliarde und höher).

  57. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    ich habe immer noch 300 Nokia. Ich glaube aber nicht, dass die auf dem Smartphone-Markt noch mal Bedeutung erlangen. Das machen die Chinesen mit ihren unzähligen Marken. Ich würde Nokia verkaufen, wenn ich mal wieder ins Plus käme.

    Zumindest habe die zu viel bezahlte Quellensteuer gut zurück bekommen. Diesen Antrag hier ausfüllen, ausdrucken und abschicken. Für die Dividenden , die man dieses Jahr bekommen hat, kann man erst nächstes Jahr einreichen.

    Habe für 2014 und 2015 zurück bekommen vor paar Wochen. Dauerte ca. 3-4 Monate Bearbeitungszeit.

    MS

  58. Stefan Ledabyl

    Hallo Claus,

    deine Beiträge sind immer sehr fundiert. Ich würde gerne noch einmal Nachfragen.

    Du schreibst, bei Rückgängen von -7 – -8% wird wieder verkauft. Hälst du dich noch andere Anhaltspunkte außer dem Kursrückgang, oder machst du den Verkauf nur vom Kurs abhängig?

    Ich frage, da bei mir zb. Reckitt Benickser und Unilever ca. 8% im Minus sind, ich denke selbst aber nicht unbedingt über einen Verkauf nach, obwohl ja vor kurzen mal berichtet wurde, dass Distributoren bei Unilever abgesprungen sind, die jetzt keine Magnum Eis mehr vertreiben wollen, aber ich denke halt, die Dividende bleibt stabil, deshalb halte ich natürlich weiter. So würde ich auch bei Shell denken…

    Würde mich freuen, wenn du da nochmal etwas dazu sagen könntest.

    Gruss Stefan

  59. Delura

    Hallo Mitstreiter,

    habe heute meinen monatlichen Zukauf schon mal getätigt (Neuer Monat – Neues Glück) ich konnte nicht mehr warten und habe moderat Cisco erhöht.

    Glück Auf!

     

     

     

  60. Claus

    @ Stefan Ledabyl

    Hallo Stefan,

    ich setze mir immer einen „gedachten Stop-Loss“ (keinen echten, die werden meisten abgeräumt…) bei max. -7/-8% vom Einstiegskurs. Hier geht es tatsächlich nur um den Kursverlust, denn alle anderen Gedanken habe ich mir ja schon vor dem Kauf gemacht, sofern danach keine neuen Fakten aufgetaucht sind.

    Wird dieser Wert auf Wochenschlussbasis (Kurse von freitags) erreicht, verkaufe ich montags ohne wenn und aber.

    Der Grund ist einfach: Mir ist die Depot-Performance wichtig, nicht die Performance einer einzelnen Aktie.

    Fällt eine Aktie nach meinem überlegten Einstieg (keine utopischen Bewertungen u.s.w.), dann gibt es meistens Gründe hierfür. Als Kleinanleger habe ich aber keine Chance vor der Veröffentlichung der entsprechenden Meldung davon zu erfahren, wie offensichtlich die momentanen Verkäufer… Mein Timing war offensichtlich schlecht, warum sollte ich weiter gegen den Markt kämpfen, das geht fast immer schief.

    Hier kann ich mir nur selbst helfen, indem ich ausnahmsweise verkaufe und größere Verluste gar nicht erst entstehen lasse. Das schließt natürlich einen erneuten späteren Einstieg nicht aus…

    Ein gelegentlicher kleiner Verlust ist völlig unproblematisch.

    Bei einem 50%igen Verlust (der Kurs muss sich verdoppeln, nur um erst mal wieder auf 0 zu kommen!) sieht das schon anders aus. Stocke ich hier auch noch auf und es geht weiter abwärts, schrumpft schnell das Gesamtkapital.

    Ich kenne das aus eigener Erfahrung und kann nur warnen: Einer der größten und am weitesten verbreiteten Börsenfehler (meist von unerfahrenen Anlegern) ist das Aussitzen von Verlusten und „Verbilligen“ stark gefallener Positionen. Hierbei ist es völlig egal, um welche Aktie es sich handelt.

    Oft wird argumentiert:
    Ich habe ja gar keinen Verlust, so lange ich nicht verkauft habe… Das ist m.E. kompletter Blödsinn. Warum: Die gefallene Aktie ist schlicht nur das wert, was gerade dafür bezahlt wird. Ob der Einstandspreis je wieder bezahlt werden wird, weiss in diesem Moment niemand.

    Das ist so, als würde man einen Neuwagen an den Baum fahren und abwarten, bis jemand vorbei kommt, der für den „Schrotthaufen“ den vor wenigen Tagen bezahlten Neupreis bietet…

    Ein weiterer Punkt ist, das beim Verbilligen die Position häufig zu groß wird und allein hierdurch das Depot noch stärker belastet. Je weniger Positionen im Depot sind, desto gefährlicher wird „dieses Spiel“.

    Hat man unglücklicherweise vor dem Beginn einer Baisse sein Depot begonnen, werden bald viele Werte massiv im Minus liegen. Hier geht auch schnell mal das Geld aus, um nachzukaufen. Ich hoffe, niemand kommt dann auf die Idee, auch noch per Kredit nachzukaufen…

    Man sollte ehrlich zu sich selbst sein, sich Fehler sofort eingestehen und korrigieren. Der Erfolg läßt dann nicht lange auf sich warten!

    Wem es psychologisch schwer fällt, mit Verlust zu verkaufen, dem kann ich evtl. raten, eine weitere Position mit ähnlich hohem Gewinn gleichzeitig zu verkaufen, um den Verlust zu neutralisieren. So bleibt das Gesamtkapital erhalten und man hat Zeit und Ruhe, über eine völlig neue Aktie nachzudenken.

  61. Christoph

    @Claus ich verstehe deine Gedanken aber sehe es anders.

    Nehmen wir mal Microsoft. Stabiles Unternehmen, gute Dividende.

    Am 05.01 gekauft für €51 und am 05.02 war der Kurs bei € 45

    Das wären sogar mehr als deine 7-8%

    Hättest du da wirklich verkauft?

    Ich nicht. Ok in der zeit gingen viele Aktien runter aber beziehst du das dann ein und verkaufst nicht wenn ein größerer RÜcksetzer im Markt ist?

    Oder Juli 2013. Innerhalb ca 3 tagen von €27 auf 23 runter. Wenn Du dann verkauft hättest obwohl du vom Unternehmen überzeugt bist wäre das eine schlechte wahl gewesen.

    Denn zu diesem Preis gabs die Aktie dann nicht mehr.

    Also ich würde immer schauen was denn der Grund ist. Ich hatte zB mal solarcity. Dachte tolles Geschäftsmodell usw. Dann kamen immer mal schlechte News zb die nicht verlängerung der Steuervergünstigungen usw. Wenn sowas kommt dann kann man sich meiner Meinung wirklich überlegen ob man nicht besser verkauft. Denn da ist das Geschäftsmodell in gefahr.

    bei 7-8% oder gar 10 % bei stabilen Zahlen freue ich mich und kaufe nach. Wenn das Unternehmen weiter Dividende zahlt!

  62. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Ich gebe Dir Recht. Alle Erfolgsfirmen brechen mal ein. In der Spitze sogar um 50%. Amazon ist nach dem IPO um 80% runter gerauscht.

    Dann zu verkaufen, ist nicht sehr erfolgsversprechend auf Dauer. Ich glaube, Berkshire ist in der Geschichte 3 Mal um 50% nach unten gerutscht. McDonald’s ist vom Top um 70% hinab gegangen. Netflix ebenso. Das sind enorme Chancen!

    Buy ist Hold ist überlegen.

  63. Fit und Gesund

    Hallo Claus,

    freue mich wenn Deine Royal Dutch Shell steigen, ich hatte mir auch eine klitzekleine Portion zugelegt als Du schriebst es wäre eine Deiner grössten Positionen.

    was Lindt&Sprüngli angeht bin ich vernünftig, viel zu teuer….aber so alle paar Jahre haben auch die mal Ausverkauf 🙂

    Wegen Verlustaktien und Verkauf, hier mal die Zahlen von gestern (Monatsende), Dividende sind allerdings hier nicht eingerechnet.

    CS, -33.6%   (war schon viel schlimmer, 1x verbilligt, )

    Roche -12.4%

    Novartis -10.5%

    Nestle -7.6%

    Novo Nordisk -20.1%

    Unilever -8.8%

    wenn es nun nach diesen Zahlen ginge müsste ich bald alle Einzelaktien verkaufen, und heute ging es ja weiter bachab und ich rechne fest damit dass es so weitergeht, irgendwie erinnert es mich eben doch an eine Art Salami-Crash, fühlt sich jedenfalls so an, ich habe immer cash, aber ich bin vorsichtig geworden,

    würdest Du stur zukaufen oder neue Aktien nehmen oder gar nix machen? Bis auf die CS mag ich die eigentlich Alle gerne.

    Sollte es morgen weiter runter gehen so werde ich sicher die Gewinne bei Adecco +27% mitnehmen, nicht dass die sich auch noch in Luft auflösen.

    So ganz einig bin ich hier nicht mit Tim, „Süsse Rendite mit wenig Risiko“

  64. Christoph

    @Fit und gesund:; Aber du investierst doch auch um Dividenden zu erhalten oder?

    Also du bist ja sowieso limitiert da für dich USA AKtien auch kaum in Frage kommen wie du mal  meintest.

    Nehmen wir mal deine Nestle. Glaubt irgendjemand dass dieser KOnzern zukünftig nicht weiter wächst?

    Auch ROche und Novartis. Alles super Unternehmen mit wichtigen Medikamenten die weiter forschen/zukaufen und wachsen. Das falscheste was man doch tun kann ist ein Unternehmen verkaufen das man eigentlich toll findet nur weil der kurs gefallen ist. Wenn Du weiterhin von diesen Unternehmen überzeugt bist, würde ich an deiner stelle zukaufen. Wenn du aber nicht mehr von diesen überzeugt bist, wieso willst du erst bei fallenden Kursen verkaufen und nicht als die Kurse höher standen?
    Das ist das was Tim predigt. Nicht verkaufen wenn die Kurse fallen! Nein. Wenn du vom Unternehmen überzeugt bist dann mindestens halten eventuel auch zukaufen.

     

    Ich würde nur ein Unternehmen verkaufen wenn wirklich was nicht stimmt. Und das kann man nicht am Kurs festmachen.

     

  65. Fit und Gesund

    @Christoph,

    nein, ich denke nicht daran diese Aktien zu verkaufen, so ist das überhaupt nicht gemeint, es war nur weil Claus meinte die Verluste gleich zu begrenzen, und wenn ich gleich bei 7-10% verkaufe, dann kommen da noch hohe Orderkosten trotz online-banking dazu, also so kann das irgendwie nix werden, aber ich verstehe die Methode von Claus auch gut, er wird nie riesige Verluste einfahren.

    Nur, ich bin auch nicht mehr die Jüngste, ich habe nicht mehrere Dekaden mehr übrig um Alles auszusitzen, mir geht es nur darum dass ich eben 2 Jahre früher in Rente kann als es im Normalfall wäre, denn diese 2 Jahre kosten mich ordentlich Verlust.

    US-Aktien, ab nächstes Jahr werd ich versuchen ein Depot bei diesem holländischen Broker Degiro aufzumachen, einfach mal mit kleinem Geld.

    @Claus,

    sorry wenn ich Dich löchere, aber wie gehst Du vor wenn nun ein Crash oder eine Baisse kommt die ja doch 1-2 Jahre dauern kann, verkaufst Du dann Alles oder kaufst Du weiter zu? Du hast doch sicher auch hier ein System und eben Erfahrung. Von Dir hab ich viel gelernt, danke :), so würde ich niemals mehr grosse Positionen eingehen, denn dann fällt Verbilligen sehr schwer.

    @All
    gerade gelesen, Spiegel online, Geldabflüsse aus Italien steigen auf Rekordhöhe aus Angst vor dem Crash…

  66. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Nur keine Sorge. Du hast Qualitätsaktien.

    Das Risiko, mit den Aktien im Minus zu sein, ist in den Anfangsjahren am höchsten. Mit der Zeit werden sie ins Plus laufen. Schau Dir die Grafik mit den lila Balken an. Im ersten Jahr ist der Balken dick im Minus (es liegt an der natürlichen Volatilität). Mit den Dekaden verschwindet bei Aktien das Minus. Nach zehn Jahren touchiert der Aktienbalken (Stocks) nur noch den Minus-Bereich. Auf Sicht von 20, 30, 40 Jahren kann man mit Aktien keinen Verlust machen.

    http://www.swapmeetdave.com/Bible/Invest.htm

    Oder schau Dir diesen Artikel von mir an:
    http://timschaefermedia.com/behalten-sie-mindestens-zehn-jahre-ihre-aktien/

  67. Andrea

    Fit und gesund, willst du denn im Rentenalter von den Dividenden leben oder willst du dann auch Aktien verkaufen? Wenn es nur um die Dividenden geht, ist es doch egal, wie hoch deine Aktien stehen. Die Aktien kannst du hinterher noch vererben.

  68. Fit und Gesund

    @Tim,

    please have a look at lesson 10 & 11 🙂

    hab jetzt nur kurz  überflogen, ich lese das morgen genauer, habe nämlich Nachtdienst und muss bald mal los.

    und nochwas, also in 30 Jahren wäre ich 88, da bin ich vermutlich tot, falls nicht, werd ich mit Geld nicht mehr viel anfangen können, in 40 Jahren bin ich definitiv längst verfault, mich interessieren also eher die nächsten 20 Jahre.

  69. Fit und Gesund

    @Andrea,

    ich möchte Alles ratzeputz verbrauchen, keine wirklichen Erben (wobei, sollte mir morgen was passieren so ist da schon Jemand vorgesehen, der Staat soll es mal nicht bekommen ) + ich habe noch meine ETW und die vermietete ETW meiner Mama in D, ich schiebe auch keine Panik, ich lebe ja auch bescheiden, nur ich möchte nicht wieder durch Dummheit sehr viel Geld verlieren. 🙂

  70. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim; „Auf Sicht von 20, 30, 40 Jahren kann man mit Aktien keinen Verlust machen.“

    Sehr gewagt. Das gilt eben nur für die, die es eben betrifft.

    „Mit den Dekaden verschwindet bei Aktien das Minus.“

    Ja, nur : „On this chart, „Stocks“ mean the S&P 500 index.Also gilt das nur für Index-ETF auf den S&P500.

    Aber „Fit und Gesund“ hat das ja schon selbst bemerkt. Wenn man als kleiner privater Anleger nicht wirklich Geld in die Hand nehmen kann, und sich mit genügend vielen Einzeltiteln als Mix eine Art eigenen Index schaffen kann, in dem mal die einen und mal andere Titel den Verlierern als Gewinner gegenüber stehen, und auf die Dauer trotzdem alle für stetigen Income sorgen, dann kann einem das Depot mit einer gewissen Einseitigkeit gefühlt „ewig“ im Minus bleiben.

    Ihre Vorliebe, bzw. „Bias“ durch den Beruf, für Pharmatitel sorgen für eine gewisse Einseitigkeit. 50% der 6 Titel sind solche. Heute würden eben Ölwerte o.ä. für Ausgleich sorgen.

    Einzeltitel bringen es eben nur in Ausnahmefällen auf Dauer. Die Versager fliegen ja immer aus dem Index, der kann weiter steigen, aber repräsentiert eben die kaputten nicht mehr.

    Meine oben erwähnte Nokia war 2000 ein absoluter Top-Titel. Ich habe die damals etliche Male hin- und her gehandelt. Wenn sie unter 50 ging gekauft, wenn sie innerhalb von paar Tagen auf 56-58 schoss wieder verkauft usw.

    Heute steht sie bei 4 Euro und wird NIE WIEDER 50 kosten. Da hilft kein Buy and Hold. Wenn man die bei den damaligen Kursen gekauft hat, dann muss man den Verlust verschmerzen und einen Strich machen. Ich habe meine jetzigen im einstelligen Bereich mal wieder gekauft, habe also durchaus Hoffnung, mein Geld mal wieder zu sehen.

    Und solche Titel kann man eine Menge erwischen, die alle zum Kaufzeitpunkt prima aussehen, Zukunft und Wachstum verheißen.

    Man sollte die Gefahren nicht banalisieren. Es wird nicht alles gut, nur mit Hilfe der Zeit. Bei vielen Werten klappt das, bei vielen nicht. Im Zweifel sollte man ETFs nehmen. Wenn die mal regelmäßig was ausschütten, dann kann man mit dem „geschenkten“ Geld auch Einzelwerte kaufen.

    Ich habe es leider auch nicht so gemacht. Entlastend; damals gab es auch noch keine ETFs.

    MS

  71. PIBE350

    Meine bescheidene Meinung: Ich kann mit Claus‘ Überlegungen viel anfangen, aber nicht mit seiner daraus resultierenden Strategie. Seine Überlegungen führen mich zu folgender Strategie: Indexfonds kaufen.

    Dann muss man sich über einzelne Werte erst gar keine Gedanken machen. Abstürze einzelner Unternehmen machen sich im Indexverlauf gar nicht bemerkbar (1 von XXXX Unternehmen) und im allerschlimmsten Fall fliegt es aus dem Index heraus und wird durch ein neues ersetzt.

    Bei Einzelaktiendepots kommen immer folgende Fragen in mir hoch:

    1. Wie viele Unternehmen wähle ich für eine gute Diversifikation aus?

    2. Welche Unternehmen wähle ich aus?

    3. Wie gewichte ich aus Risikogründen die einzelnen Unternehmen zueinander?

    4. Ab welchem Punkt stelle ich bei abstürzenden Unternehmen Überlegungen an?

    5. Diese Überlegungen heißen: verkaufen, halten oder aufstocken?

    Ich verstehe den Reiz an Einzelaktien, aber ich habe einfach keinen Nerv auf diese Überlegungen. Mit Indexfonds lebt es sich einfach entspannter. 🙂

     

  72. Fit und Gesund

    @Mathias Schneider,

    so isses, hab jetzt aber keine Zeit mehr, ich habe noch eine kleine Position von Royal Dutch, und Adecco im Plus von 27% (Glückstreffer wohlgemerkt) aber die machen natürlich nix wett, da Roche, Novartis und Nestle eben grosse Positionen sind, Unilever und Novo Nordisk sind auch kleine Positionen zum Glück.

    Man sollte die Gefahren nicht banalisieren, genau darum geht es mir, und wenn das Depot dann schon eine gewisse Grösse hat ist es auch etwas schwieriger,

    und aus diesem Grund bin ich tatsächlich froh um meine ETF’s, die sind im Plus, noch… sag ich mal…

  73. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    @ Matthias

    Ja, das zeigt einmal mehr wie gut ein Indexpapier ist. Dann verliert man als Anleger nicht so schnell die Geduld.

    Ich habe viele Einzelaktien. Ich habe viel Schrott im Depot. Ich habe jede Menge Fehler gemacht. Extrem dumme waren im Rückblick darunter. Aber in Summe läuft es super.

    Ich rege mich über Verlierer gar nicht mehr auf. Ich ertrage es und schaue gar nicht mehr nach. Ich mache extremes Buy and Hold. Es ist verwunderlich: Nach einigen Dekaden zahlt sich das aus. Es funktioniert. Es kann nicht daran liegen, dass ich schlauer bin als der Rest der Welt. Es ist die Zeit.

  74. PIBE350

    An Fit und Gesund: Da du noch keinen wirklichen Erben hast: Darf ich dich mit meinen 31 Jahren liebevoll Mama nennen? 😉

    Ich kann deine Überlegungen verstehen. Nicht jeder möchte mit zunehmendem Alter gleiche Risiken eingehen. Es gibt ja z.B. die Faustregel Aktienquote = 100 – Lebensalter. Oder man handelt individuell auf die eigene Situation angepasst.

    Hmmm, ich habe mir zwar vorgenommen, im höheren Alter maximal die Dividenden zu verzehren, aber niemand kann 20, 30 oder noch mehr Jahre in die Zukunft schauen. Es können ja auch börsenunabhängige Ereignisse ins Leben eintreten, die starke Veränderungen hervorrufen.

    Bis dahin halte ich an meinem Plan fest, möglichst breit in verschiedene Anlageklassen zu investieren, eine ausreichend liquide Notreserve vorzuhalten und finanziell unabhängig (Arbeitgeber, Sozialämter und Gläubiger) zu bleiben.

  75. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    @ Fit und Gesund

    Ich muss Euch was sagen. Ich lese Eure Beiträge wirklich gerne. Ihr habt eine großartige Einstellung.

  76. Fit und Gesund

    @Tim,

    danke 🙂  so wie es aussieht entwickelt es sich noch zu einem familiären Forum, siehe oben… hi hi…

    @PIBE350,

    Du bist mir ein schöner Sohn, *lach*, geniesst das Leben in sonnigen Gefilden und die arme „Mama“ muss jetzt hier in der Kälte mit dem Rad zur Arbeit fahren, (wobei, heute geht es da kein Wind)

    Spass beiseite, Nachlassplanung ist ein ganz wichtiges Thema was man eben nicht vor sich herschieben sollte, besonders wenn man relativ alleinstehend ist, ohne Angehörige die für Dich einstehen oder mal was einfordern, hast Du sehr schnell die A-Karte gezogen.

    also „Söhnchen“ geniess die Sonne und mach genauso weiter! ich muss jetzt definitiv los!

  77. PIBE350

    An Tim: Danke, und ich schreibe hier gern wegen deiner Lebenseinstellung in den Finanzthemen mit. Nur zu Einzelaktien und deren Kennziffern kann ich nicht viel beitragen.

    Solltest du irgendwann deinen Blog erweitern wollen, fände ich ein zusätzliches Diskussionsforum (in dem auch deine Blogeinträge automatisch auftauchen und kommentiert werden können) super. Die Zeit ist reif für eine deutsche Version von Mr. Money Mustache. Das Zeug dazu hättest du jedenfalls. 😉

    An Fit und Gesund: Das verstehe ich, weil es mir ähnlich geht. Meine Nachlassplanung (die es noch nicht gibt) soll meine Schwester bzw. meine Nichten und Neffen vorsehen.

    Von meinen Eltern habe ich später ein Haus zu erwarten, aber ich denke nicht gern über diesen traurigen Umstand nach und plane es auch nicht in meine jetzige Finanzplanung mit ein. Kein angenehmes Thema, aber es muss leider früher oder später behandelt werden.

  78. PIBE350

    Oh, passenderweise haben sich Albert und Daniel vor ein paar Tagen mit der Entsparphase beschäftigt haben: http://www.finanzwesir.com/blog/entsparen-podcast-finanzwesir-rockt-folge29

    Das höre ich mir jetzt zum Einschlafen an. Gute Nacht. 🙂

  79. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    @ PIBE350

    Danke für die Blumen.

    Ob sich ein Forum hier in meinem Blog lohnt? Wir haben ja hier unter jedem Blogbeitrag eine Art Forum. Insofern weiß ich jetzt nicht, wo der Mehrwert sein soll?

    Oh ja, der Daniel macht das sehr gut mit seinen Podcasts. Ich höre da auch gerne rein.

     

    @ Fit und Gesund

    Du hast das mit den Qualitätsaktien schon richtig gemacht. Mache Dir einfach nicht so viele Sorgen. Es kommt nicht so sehr auf das Timing an, sondern auf die Time im Markt.

  80. chaostrader

    Zeit hat sie dummerweise nicht so viel wie andere hier.

    F&G, ich glaub es wird Zeit, dass du dir mal eine Strategie überlegst (Dividenden oder ETFs, Buy and Hold oder rumgetrade, monatl. Sparrate, Asset Allocation, Rebalancing-Regeln etc.), diese schriftlich fixierst und dich dann genau daran hälst. Einfach ein Blatt Papier, Stichworte drauf, Ist-Zustand kurz festhalten, Ziele formulieren, den Weg dahin beschreiben. Unterschrift drunter, abheften oder einrahmen und aufhängen.

    Und dann daran festhalten, und nicht alle 6 Monate alles über den Haufen schmeißen! Damit schaltet man diese doofe Psychologie aus, die dich gerade dazu bewegen will, deine Verluste  zu realisieren.

    https://www.bogleheads.org/wiki/Investment_policy_statement

  81. Fit und gesund

    @Chaostrader,

    ich trade nicht, das wäre nicht meine Mentalität, und ich habe nicht vor irgendwelche Verluste zu realisieren, hab ich ja geschrieben, einzig und allein werde ich Adecco verkaufen falls sie unter 25% Gewinn fällt, jetzt steht sie bei 27% plus, nur damit ich da nicht  schon wieder eine Minusaktie habe, an der hänge ich nicht besonders. Den Rest verkauf ich nicht und stocke eher auf.

    Sowas wie einen Investmentplan hab ich ja, auch eine feste Sparrate, alles sogar schriftlich fixiert, ABER, und da liegt der Hase begraben, ich finde es schwer mich daran zu halten, jetzt sind die Einzelaktien im Minus und die ETF’s nicht, laut Plan müsste ich jetzt aber einen ETF kaufen, aber es juckt mich das Minus bei den Einzelaktien zu verkleinern, dann sollen die Positionen wieder nicht zu gross werden, bei Minus 10% verbessert man ja sowieso nicht viel wenn man nachkauft… hier hapert es einfach. Es wohnen wohl 2 Herzen in meiner Brust, ich finde ETF’s Klasse und sie bringen mehr Ruhe in die Sache, aber ich mag auch Einzelaktien, ich habe eine ganze Liste von weiteren Qualitätsaktien die ich auch gerne hätte, die sind mir aber im Moment zu teuer.

    Ich hoffe ich habe nicht zu viel gejammert, es wäre nicht so gemeint gewesen und natürlich weiss ich auch dass es sehr viel mehr bergab gehen kann, das kenn ich ja von 2000/2008, ich hab auch nicht Alles in Aktien angelegt, ich habe noch Zeit zum Nachkaufen, also keine Sorge.

    So, nun muss ich in die Falle und dann werde ich mich hier mal zurückhalten. Wünsche Euch auf jeden Fall einen schönen Tag.

     

  82. Christoph

    @Fit: Also wenn du Adecco sowieso nicht so magst und bei Verlust loswerden willst Wieso verkaufst du dann nicht jetzt mit Gewinn und kaufst eine Aktie von der Du überzeugter bist?

    Nur so ein Gedanke..

  83. Fit und Gesund

    @Christoph,

    also irgendwie dreht Ihr mir nun das Wort im Mund um, ich habe nie nimmer nicht geschrieben dass ich meine Aktien mit Verlusten verkaufen mag, und ich habe doch klar geschrieben, Adecco gestern oder vorgestern, ich schaue nicht stündlich, PLUS 27%, sollte die jetzt bis auf PLUS 25% sinken und es ist zu befürchten dass der Gewinn sich weiter in Luft auflöst, dann hab ich einen mentalen Stop bei PLUS 25% Gewinn gesetzt und verkaufe sie dann, damit ich auch mal einen Gewinn hatte, drücke ich mich so unklar aus oder ist mein Deutsch so schlecht?

    Schönen Tag Christoph 🙂

  84. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    die will sie doch auch mit Gewinn verkaufen. Sobald der Gewinn auf nur noch +25% schrumpft von derzeit +27% will sie verkaufen. Solange sie noch zulegt, sollte man die Gewinne eben noch laufen lassen.

    @Fit und Gesund,

    für Dich wäre eine „Trailing Stop Loss“-Order richtig. Angenommen Du willst unbedingt noch bei 60 CHF realisieren, der Kurs heute ist 62 CHF, dann solltest Du eine Verkaufsorder Trailing Stop eingeben. Als Stop-Limit gibts Du meinetwegen 60,50 CHF ein (weil die Ausführung immer mit dem nächsten Kurs unterhalb des Limit passiert), dann gibst Du noch einen Abstand von vielleicht 3 CHF ein.

    Wenn die Aktie weiter steigt, dann wird Dein Stop mitgezogen im Abstand von 3 CHF. Sobald die Aktie also über 63,50 CHF steigt, bewegt sich der Stop mit. Wenn die Aktie auf 65 steht, steht Dein Limit bei 62 CHF und nicht mehr bei 60,50. Wenn die dann das nächste mal sinkt, denn verkaufst Du, sobald sie unter 62 fällt.

    MS

     

  85. Christoph

    @Fit: ups irgendwie habe ich gelesen -25 %

    hehe^^.

    Gute Idee von Matthias.

    Habt Ihr das mit China und dem Gold Import Verbot gehört? Die haben das wohl schon am laufen und Indien überlegt ja auch..

     

     

  86. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    danke, werde das mit dem trailing stop mal probieren, ob es geht weiss ich nicht, bis jetzt hab ich ja nie was verkauft.

    @Christoph,

    Alles gut, und was das Gold angeht, ich bete für einen ordentlichen Kurssturz damit ich mal zum Zug komme, ich weiss ja, nicht Alle mögen das Gold, ich aber schon, es gibt mir Sicherheit, egal wie tief es fällt, wobei ich aber auch denke dass der Goldpreis irgendwie manipuliert ist, aber mir egal, nur fallen soll der Kurs 🙂

  87. Claus

    @ fit und gesund und die anderen

    „sorry wenn ich Dich löchere, aber wie gehst Du vor wenn nun ein Crash oder eine Baisse kommt die ja doch 1-2 Jahre dauern kann, verkaufst Du dann Alles oder kaufst Du weiter zu? Du hast doch sicher auch hier ein System und eben Erfahrung. Von Dir hab ich viel gelernt, danke :), so würde ich niemals mehr grosse Positionen eingehen, denn dann fällt Verbilligen sehr schwer.“

    Hallo,

    Das ganze Thema ist sehr komplex und ich bin auch kein Experte oder sowas. Alles, was ich im Bezug auf die Börse weiss, habe ich mir mühsam in den letzten 17 Jahren selbst beigebracht. Die Praxis hat mir Mr. Market schmerzvoll gezeigt, ich hatte ein extrem teures Börsenseminar im Werte eines neuen Einfamilienhauses…

    Doch ich habe mich aufgerafft und nicht aufgegeben. Mein Depot (40 Werte) ist heute sehr deutlich im Plus, ein Drittel der Werte 3-stellig, nur 4 Werte sind leicht im Minus.

    Es freut mich, wenn Du den einen oder anderen Tipp erfolgreich für Dich nutzt. Doch mein Vorgehen basiert alleine auf meinen Erfahrungen. Für mich und mein Depot funktionieren meine Regeln seit vielen Jahren gut. Ich passe auch immer wieder etwas an, wenn sich Situationen ändern. Für andere Depots könnten andere Maßnahmen erforderlich sein.

    Mir ist klar, dass andere Investoren aufgrund Ihrer Erfahrungen und Kenntnisse ganz anders vorgehen. Viele sind mit Sicherheit auch erfolgreich.

    Mein Eindruck in diesem Forum ist aber, dass nur wenige schon länger investiert sind. Die meisten Anleger hier haben wahrscheinlich noch keine längere Baisse mitgemacht. Der kleine Rücksetzer im Januar, Brexit und US-Wahl sind nur ein winziger Vorgeschmack von dem, was Mr. Market noch für uns bereit hält…

    Deshalb ist es m.E. extrem wichtig,ein „sturmerprobtes“ Depot zu haben mit dem man sich auch in schweren Zeiten keine ernsthaften Gedanken machen muss.

    Meine Verkaufsregel mit den 7-8% Minus bezieht sich ausschließlich auf neue Positionen. Nach einer Weile, sofern ich richtig gekauft habe, laufen die Positionen sehr deutlich ins Plus und ich lasse den Aktien dann viel mehr Luft „zum atmen“… Ich bin kein Trader und zocke nicht herum. Mein Ziel ist es, möglichst langfristig investiert zu bleiben und von den Dividenden leben zu können. Das klappt heute bereits zu 75%. Aber ich bin, wie fit und gesund, schon 57 und kann es mir nicht mehr erlauben, mein Depot komplett abstürzen zu lassen. Deshalb lege ich größten Wert auf Kapitalerhalt und versuche „Horroverluste“ gar nicht erst entstehen zu lassen. Ich kenne das sehr gut und brauche das nicht noch einmal.

    Nachkäufe finde ich übrigens gut, aber nur „andersrum“:
    Liege ich z.B. 100% im Plus und die Aktie fällt 30% oder mehr, stocke ich auch gerne auf (sofern der Anteil der Aktie und der Branche es zuläßt), verteuere also meinen ursprünglichen Einkaufspreis. Für den aufgestockten Anteil gilt aber wieder die 7-8%-Verkaufs-Regel, denn auch das kann ja schiefgehen…

    Zu Deiner Crash-Frage: Verkaufen, oder was???
    Kommt es zum Blitz-Crash, hat wohl niemand eine Chance vorher auszusteigen. In diesem Fall vertraue ich auf mein sehr ausgewogenes Depot, das sich bei vielen „Rücksetzern“ bisher bestens geschlagen hat und stets alle „Absacker“ zügig wieder aufgeholt hat.

    Wenn sich ein Bärenmarkt andeutet, habe ich nach meinem Plan die Möglichkeit, einzelne Branchen zu reduzieren oder komplett aufzulösen.

    Mein Depot ist in 6 Bereiche unterteilt,  die 6 Bereiche wiederum in verschiedene Teilbereiche. Z.B.:

    Konsum:
    Einzelhandel, Gastronomie, Getränke, Lebensmittel, Bekleidung, Tabak …

    Das Depot ist pyramidenförmig aufgebaut: Breite Basis mit wenig konjunkturanfälligen Branchen (Konsum + Medizin, mind. zusammen 50%). Die restlichen Bereiche ergänzen das Depot. Hier meine variable Verteilung:

    Bereich, %minimal, % maximal
    EDV/IT/Telekommunikation, 0, 15Öl/Gas/Energie/Rohstoffe, 0, 15
    Konsum, 30, 50
    Medizin, 20, 40
    Finanzen, 0, 7.5
    Rest, 0, 15

    So bin ich flexibel, bleibe aber auch in Bärenmärkten mindestens zur Hälfte (Konsum 30% + Medizin 20%) investiert.

    Ich würde nur sehr ungerne komplett verkaufen, weil die Gewinne von 5 meiner Aktien steuerfrei sind (vor 2009 gekauft), immerhin eine 6-stellige Summe.

    Für einen Komplettverkauf müßte mir Mr. Market schon sehr genau zeigen, (wie z.B. Anfang 2000, aber da habe ich ihn noch nicht verstanden und gerade erst angefangen…), was demnächst passieren wird. Ich glaube nicht, dass er mir diesen Gefallen tun wird…

    Worüber ich auch nachdenke:
    Bei Aktien mit über 100% Gewinn meine ursprüngliche Kaufsumme abziehen, die verbleibenden Aktien für immer halten, sofern sich die Aussichten nicht verschlechtern. Diese Aktien wären ja quasi „Gratis-Aktien“. Mal sehen.

    Viel Erfolg und ein schönes Wochenende!

     

  88. chaostrader

    wenn nun ein Crash oder eine Baisse kommt die ja doch 1-2 Jahre dauern kann

    Eher wohl 4-6 Jahre im Durchschnitt.

    für Dich wäre eine „Trailing Stop Loss“-Order richtig

    Ohje. Auch bekannt als „wie verkaufe ich beim kleinsten Einbrecher garantiert zum Niedrigstpreis“.

    Ich glaube hier sollten erstmal grundlegendere Baustellen geklärt werden. Will ich die Marktrendite (die langfristig gesehen gar nicht schlecht ist), dann macht mans mit ETFs. Will man den Markt schlagen, dann halt Einzelaktien. Manche schaffen das. Der Durchschnitt erreicht langfristig gesehen die Marktrendite minus Steuern und Transaktionskosten. Einige verballern damit ihr Vermögen.

    Auf „Milchkühe schlachten“bzw. „linke Tasche-rechte Tasche“ und andere Glaubensfragen gehe ich jetzt nicht ein.

  89. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @chaostrader,

    Du solltest lieber besser lesen, bevor Du immer den Oberschlauen gibst.

    Es geht um diesen einen speziellen Verkauf, wo sie nicht willens ist, einen kleineren Verlust als +25% zu realisieren. Dafür ist der Vorschlag dieses einen speziellen Trailing Stop Loss genau richtig, weil jede mögliche Ausführung ihr mehr Gewinn garantiert, als das was sie mindestens haben will.

    Wann kommt denn von Dir auch mal Konstruktives, anstatt des ewigen Gequakes?

    MS

  90. Fit und Gesund

    Danke Matthias, 🙂

    @Chaostrader, Jeder muss wohl seine Methode finden, ich bin auf jeden Fall dankbar wenn man mich auf Möglichkeiten hinweist von denen ich nix wusste wie dieser Trailing Stop Loss,

  91. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Claus

    Danke. Jetzt verstehe ich besser, was Du meinst.

    Herrje, keine Strategie ist perfekt.

  92. chaostrader

    Du solltest lieber besser lesen, bevor Du immer den Oberschlauen gibst.

    Fühlt sich da jemand auf den Schlips getreten oder was?

    Mit 25 kann man zocken, kurz vor der Rente sollt mn sich das überlegen.

    Es geht um diesen einen speziellen Verkauf, wo sie nicht willens ist, einen kleineren Verlust als +25% zu realisieren.

    Den Satz hab ich jetzt nicht verstanden, aber ich denke ich weiss was du meinst.

    Dafür ist der Vorschlag dieses einen speziellen Trailing Stop Loss genau richtig, weil jede mögliche Ausführung ihr mehr Gewinn garantiert, als das was sie mindestens haben will.

    Die Gefahr ist halt, weil das so schön geklappt hat machen wir das öfters so. Und dann erlebt man, dass man entweder öfters mal ausgestoppt wird, obwohl man es gar nicht will, oder halt noch tiefer verkauft wird. Ein Stop Loss garantiert im Zweifelsfall eben gar nichts, weil die Order ausgeführt wird, wenn der Preis einmalig unterschritten wird und der Handel durchgeführt werden kann. Das kann dann in der Realität recht böse enden, wenn bei einem Blitzeinbruch das Zeug nicht sofort gehandelt wird. Das kommt richtig gut, wenn man damit einen guten Teil seines Depots „abgesichert“ hat. Ich denke das muss man dir aber nicht erklären.

    Wann kommt denn von Dir auch mal Konstruktives, anstatt des ewigen Gequakes?

    Habs mir für den 14. Dezember, 12:54 vorgemerkt.

  93. Christoph

    @Chaos: Also wenn jemand sich vornimmt eine Aktie sowieso zu verkaufen wenn man noch einen gewinn hat dann ist diese Strategie wirklich gut. So profitiert man wenn der Kurs doch noch weiter steigt und steigt und erst wenn er dann wieder fällt aktiviert sich der Verkauf.

    Sagen wir die Aktie wurde bei 40 gekauft  man zb bei 50 eigentlich verkaufen will (10 gewinn) und derzeit steht der kurs bei 52 dann würde man normalerweise bei 50 den verkauf haben.

    Aber steigt die Aktie plötzlich extrem sagen wir mal auf 102 und fällt dann zurück aktiviert sich der verkauf bei 100

    Schwups hat man anstatt 10 Gewinn 60 Gewinn! Und da man die Aktie aus Gründen XY sowieso verkaufen wollte ist das doch ne tolle Möglichkeit.

     

  94. Fit und Gesund

    @Chaostrader,

    ich zocke nicht, meines Erachtens muss es erlaubt sein eine Aktie mit Gewinn zu verkaufen, es wäre dann auch die erste Aktie wo ich das mache.

    und nun bitte nicht weiterstreiten, das mag ich nicht.

    Wünsche Allen ein schönes Wochenende!

  95. chaostrader

    Klar ist das erlaubt. Hab ich dummerweise auch schon gemacht. U.a. Facebook und vor vielen vielen Jahren mal Apple… „vom Gewinne mitnehmen ist ja noch keiner gestorben, gell?“ Könnte mich heute noch in den Arsch beißen.

    Sollte halt nicht zur Gewohnheit werden.

     

    Cristoph: Stop Loss garantiert einem keinen Preis. Es ist durchaus möglich und gar nicht so selten, dass der bei weit tieferen Kursen wie geplant gehandelt wird.

  96. Christoph

    Chaos: Ja aber hattest du die Aktien damals verkauft weil du nicht an das Unternehmen geglaubt hast oder nur weil du Gewinn machen wolltest?

    Ich finde wenn man an das Unternehmen nicht mehr glaubt und dann noch Gewinn machen kann, dann sollte man verkaufen und das Geld in ein Unternehmen stecken an das man glaubt.

     

    Ich habe kurz vor der Wahl meine Bank of Amerika Aktien verkauft. Ich habe damit Amgen gekauft. Dann kam Trump´s Sieg und die Banken gingen nur noch nach oben. Hätte ich doch nur gewartet.

    Aber ich wollte einfach weg von den Banken usw. Daher tut mir zwar der verpasste Gewinn leid, aber ich habe nun einfach ein besseres Gefühl.

    Daher ärgert mich das auch nicht so extrem.

    Wenn ich aber eine Aktie verkauft hätte an die ich auch in der Zukunft glaube und dann geht der Kurs weiter hoch, dann würde ich mich richtig ärgern.

    Ist mir zum Glück noch nicht passiert ;o)

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