Sehen Sie Geld als Chance


New York, 5. Oktober 2016
Ich verlose diesen Bestseller: "Aktien für die Ewigkeit" von Professor Jeremy Siegel.

Ich verlose diesen Bestseller: „Aktien für die Ewigkeit“ von Professor Jeremy Siegel. Mehr Infos dazu am Ende des heutigen Blogs.

Die Deutschen sparen falsch. Sie lieben Sparbücher, Festgeld, Bausparen, Versicherungen. Um Aktien machen sie einen Bogen. Nur 14 Prozent der Bevölkerung besitzt Aktien. In den USA sind dagegen mehr als die Hälfte der Bürger am Aktienmarkt beteiligt, was natürlich clever ist.

Die Deutschen sind Angsthasen. Sie haben Angst vor den schwankenden Kursen. Es liegt zuweilen an mangelhafter Finanzbildung. Ferner gebe ich der Politik in Berlin eine Mitschuld, warum hierzulande die Börse so stiefmütterlich behandelt wird.

Mein Rat: Vergessen Sie die Angst vor den schwankenden Kursen. Kaufen Sie entweder ETFs oder grundsolide Aktien und halten Sie an ihnen ewig fest. Kaufen Sie regelmässig Anteile dazu. Am besten monatlich. Und schon ist Ihr Ruhestand gesichert.

Übrigens verfolgen diese Strategie mit dem Kaufen und Liegenlassen von Wertpapieren und dem gelegentlichen Zukaufen die Superreichen. Nehmen Sie Susanne Klatten und Stefan Quandt (BMW), Georg und Maria-Elisabeth Schaeffler (Conti) sowie Heinz Hermann Thiele (Vossloh). Schauen Sie sich die neueste Reichsten-Liste an. Das sind Anleger mit ruhiger Hand, die ewig beteiligt bleiben.

Von den Reichen können Sie viel mehr lernen. Eines ist die Grundregel, die alle befolgen: Sie geben weniger aus, als sie einnehmen. Nach diesem Credo richten sich die Millionäre und Milliardäre. Stars wie George Soros, Warren Buffett oder Carl Icahn machen das. Aber auch eventuell Ihr bodenständiger Nachbar.

Was ich damit sagen will: Es geht um Ihren Lebensstil. Man kann einfach leben, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Konsumgeile denken zuweilen, dass sparsame Menschen schrecklich leben müssen. Ständig hungrig, kalt, durstig, krank sind. Dabei trifft das gar nicht zu.

Es gibt Menschen, die leben mit ganz wenigen Dingen und machen einen überaus glücklichen Eindruck auf mich. Schauen Sie sich dieses Dorf in der Wüste von Arizona an:

Wenden wir uns nun dem Gegenteil zu: Es sind die Konsumgeilen. Wenn Ende November wieder der Verkaufstag „Black Friday“ in den USA über die Bühne geht, kämpfen Leute mit ihren Fäusten um Schnäppchen in den Kaufhäusern. Es ist furchtbar, wie wahnsinnig sich Menschen verhalten, wenn es um Konsumgüter geht. Sie agieren wie wilde Tiere – ohne Rücksicht auf Verluste.

Kommt ein neues Handy raus, werden Menschen unzufrieden mit dem alten Model. Sie müssen ständig mithalten mit dem neuen Zeug:

Wenn es ums Kostenkürzen geht, besteht bei den meisten Menschen Spielraum. Gut können Sie den Rotstift bei Haus, Auto, Kleidung, Essen… ansetzen.

Ich fand dieses Interview mit dem Schauspieler Richard E. Grant super. Er sagt ein paar spannende DInge:

Ich habe im Kasino während meiner Semesterferien gejobbt. Und ich habe nicht einmal einen Gewinner getroffen.

Ich zahle alles mit der ec-Karte…

Ich habe mir nie Geld geliehen. Ich war immer selbstständig in meiner Karriere. Deshalb habe ich mir nie irgendeine Summe geliehen. Ich hatte Angst es nicht zurückzahlen zu können.

Ich finde seine Einstellung super. Allerdings ist der Hollywood-Star kein Fan von Aktien. Nur Immobilien mag Grant. Er kaufte sich zwei Objekte, die er jeweils zu 100 Prozent mit Bargeld bezahlte.

Ich finde daneben Schauspieler Allen Maldonado super. Er rät seinen jungen Schauspielkollegen sinngemäß grob:

Passt bei Euren Wünschen auf. Kauft nicht alles, was Ihr Euch wünscht. Spart. Seid weise. Geld ist eine Chance. Es schafft neue Chancen.

Als Maldonado in die Schauspielschule ging, sparte er wie ein Irrer. Sein Mittagessen durfte nicht mehr als zwei Dollar kosten. Er verzichtete sogar auf ein Radio im Auto, obwohl er in der Stau-Metropole Los Angeles lebte:

Zum Schluss möchte ich mich bei all meinen Lesern für das Interesse an meinem Blog bedanken. Ich verlose sechs Bücher von Finanzprofessor Jeremy J. Siegel mit dem Titel: „Aktien für die Ewigkeit: Das Standardwerk für die richtige Portfoliostrategie und eine kontinuierliche Rendite„. Ich organisiere es so: Ich schicke die sechs neuen Bücher von mir zuhause (frisch verpackt) direkt an die Gewinner.

Um eine Gewinnchance (keine Garantie) zu haben, schreiben Sie bitte in den Kommentaren etwas über das langfristige Aktiensparen. Alternativ können Sie selbstverständlich etwas zum heutigen Blog über Konsum bzw. Sparsamkeit schreiben.

Jeder Kommentar hat eine Chance. Mehrere Kommentare erhöhen die Chance. Wenn genügend Kommentare eingetroffen sind, werde ich die Kommentarfunktion hier schließen. Ich entscheide ganz nach Lust und Laue, wann ich schließe. Die Gewinner werde ich anschließend benachrichtigen.

Und noch was: Keine Sorge. Ich sammele KEINE Email-Adressen für Werbezwecke. Ich werde niemand mit Werbung/Spam belästigen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Sehen Sie Geld als Chance

  1. Frank

    Die Sinnhaftigkeit des langfristigen Aktiensparens zeigt sich mir am Besten durch die Geschichte des Königs der den Retter seiner Tochter mit Reiskörnern bezahlt.

    Anzahl: Ein Schachbrett, 1 Reiskorn auf dem ersten Feld , 2 auf dem zweiten, 4 auf dem dritten, 8 auf dem vierten,,, .

    Die Anzahl der Reiskörner ist auf dem 64. Feld so groß dass der König pleite war. Besser kann man den Zinseszins Effekt (den Einstein als Weltwunder bezeichnete) nicht erklären.

    Also, Aktien kaufen, für immer halten und die Dividenden immer wieder reinvestieren, und sich das Geld für die Finanzberater sparen.

  2. Vali

    Ach, das ist toll und ich würde gern mitmachen 🙂

    Tim, finde ich gut, dass du erfolgreiche Beispiele von Konsumverzicht zeigst und eisern an Aktien hältst.

    Ich finde auch, dass man bei Immobilien immer mehr aufpassen muss, was man kauft. Entweder mit viel Eigenkapital, oder selbst (aus)bauen. Die Rendite wird immer geringer (hier in der Umgebung). Bei guten Aktien kann man aber immer noch eine gute Rendite/Dividende finden.

    Mir gefiel das Beispiel von Jochen Schweizer sehr : „Schauen Sie, Karl Marx hat mal geschrieben, Kapital entsteht durch Konsumverzicht. Ich habe privat wenig Geld ausgegeben und das meiste, was ich verdient habe, wieder ins Unternehmen gesteckt.“

    Es ist leichter durch das eigene Unternehmen reich zu werden, als durch die fremden. Aber es ist toll, dass wir heute die Möglichkeit haben, uns auch an guten fremden Unternehmen zu beteiligen, deren Produkte wir mögen und brauchen.

    Langfristigkeit bei meinen Aktien sehe ich so: Solange ich in meinem Kühlschrank, meinem Bad, auf der Straße und am Rechner die Produkte der Firmen sehe und benutzte, deren Aktien ich halte, so lange bleibe ich beteiligt. Auch Dividende sei Dank 😉

     

    Allen hier viel Glück!

     

  3. Christoph

    Schöner Artikel Tim. Wie Du schon oft geschrieben hast, man muss nicht wie verrückt konsumieren um glücklich zu sein. Im Gegenteil. Das kann auch sehr belasten. Immer das neues haben zu wollen, das macht doch nicht glücklich.

    Schöner ist es mit Freunden was zu unternehmen. Und der Abend/ Tag kann gleich schön sein ob man in einem teuren Hotel Urlaub macht oder zusammen zelten geht. Oft ist das einfachere sogar lustiger und macht mehr Freude.

    Ich erinnere mich heute noch gerne an einen Urlaub mit Freunden Anfang der 2000er. Wir haben uns einen kleines Apartment an der Costa Brava gemietet. Wir waren tagsüber am Strand und Abends haben wir im Apartment Musik gehört, (reichlich^^) getrunken und einfach eine tolle Zeit gehabt.

    Wobei ich es auch gut finde wenn jemand der wirklich viel Geld hat das auch ausgibt um sich was zu gönnen. Wenn jemand sich zB einen Ferrari kauft und das Geld ohne Probleme über hat, dann gönne ich es ihm vom herzen.

     

    Deine Strategie ist richtig. Einfach die großen Unternehmen kaufen und dies immer und immer wieder. Dann wird der Dagobert Duck Goldspeicher immer voller und voller

  4. Oliver

    Die Szenen in den Kaufhäusern fand ich irgendwie belustigend. Keine neue Erscheinung. Es gibt einen alten amerikanischen Film mit Jerry Lewis, wo er als Aushilfe in einem Kaufhaus arbeitet und so ein Endverkauf stattfindet. Sehr gut gemacht und erinnert an eine Stampede, wie wenn eine Büffelherde auf einen zukommt. Wir haben so etwas seid einigen Jahren in Deutschland nicht mehr, aber früher waren die Bilder ähnlich.

    Ich habe mir in den letzten zwei Wochen einige Gedanken über Procter & Gamble gemacht. Der Umtausch in Coty-Aktien ist optional und ich habe immer wieder hin und her überlegt, ob ich welche umtauschen möchte oder nicht. Am Ende habe ich mich entschieden, 2o Procter & Gamble Aktien in Coty zu tauschen. Die werde ich wieder dazu kaufen, um langfristig in dem Unternehmen mit der gleichen Anzahl Aktien investiert zu bleiben.

    Im Gegensatz zum Autor des Blogs halte ich aber nicht alles bis zum Ende. Ich mag zwar langfristig anlegen, aber nur in Unternehmen, deren Geschäftsmodell gültig ist. Das wären heute sicher nicht mehr Deutsche Bank, Commerzbank, E.On oder RWE. Alle Unternehmen, die früher als langfristige Aktien geeignet waren. RWE habe ich eine zeitlang besessen und zu einer Zeit verkauft, wo sie noch etwas über 60 EURO wertete. Deshalb ist das ewige Festhalten an einzelne Werte gefährlich, wenn man nicht auf dieses Kriterium schaut. Aber Aktien werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Lebensende besitzen. Meiner Meinung die interessanteste Assetklasse, die es gibt. Sei es als Einzelaktie oder ETF. Das ist dann Geschmackssache, wie man es angeht.

     

  5. Fabian S.

    Hallo Tim,

    wieder einmal ein klasse Artikel. Ich liebe Deinen Blog, obwohl er immer größer wird, was ja gut für Dich ist. Toll finde ich, dass Du immer Zeit findest auf meine Kommentare zu reagieren, was bisher immer passiert ist!

     

    Zum ersten Mal bin ich 2008 eher unbewusst auf Warren Buffett gestoßen, als er allen in seinen seltenen Zeitungsaufrufen riet Aktien zu kaufen zum Zeitpunkt des Finanzcrashs. Damals war ich 22 und habe mir dennoch, obwohl ich Buffett kaum kannte, seine 5 goldenen Regeln des Value Investings mit Bleistift auf auf einem Schmierzettel notiert, den ich heute noch habe 🙂

    Ab 2011 habe ich allerdings leider erst Aktien gekauft und Value-Investing betrieben, was ich schon viele eher mit 18 Jahren oder noch früher hätte tun sollen.

    Seitdem habe ich allerdings erst eine Aktie verkauft und alle anderen gehalten was ja auch schon langfristig ist.

     

    Da ich allerdings nur „europ.Normalo-Aktien“ im Moment halte und die irgendwann loswerden möchte um die sogenannten „Big Five“ von Buffett zu kaufen verschiebt sich mein Vorhaben die Aktien für die Ewigkeit zu halten. Dann aber unbedingt!!!

     

  6. Rüdiger Schunk

    Hallo Tim,

    lange habe ich über den Unterschied von Aktien zu Immobilien nachgedacht. Dabei spielte das Thema Klumpenrisiko und Diversifisierung eine große Rolle.

    Und mein kleines altes Einfamilien Haus entwickelt sich zum sogenannten Groschengrab. Als Immobilienbesitzer jammere ich daher auf hohem Niveau.

    Meine ersten Erfahrungen mit Fonds (inkl. Ausgabeaufschlag und 2-3 % jährliche Gebühren habe ich auch schon vor einigen Jahren gesammelt und war daher eher abgeneigt da auch bei mir das Geld „nur so durchsaust“. Dank der Hilfe diverser Finanzblogs und Bücher habe ich mir dann einen Investmentplan mit dem monatlichen Kauf von insgesamt 12 Aktien weltweit zusammengestellt. Lustigerweise habe ich seit einem Jahr nicht mehr in das kostenlose Depot reingeschaut oder gehandelt. Aber es ist trotzdem ein schönes Gefühl zu wissen, dass die Dividenden da einlaufen.

    Selbst wenn ich, wegen dem Schuldendienst (ererbte Schulden) momentan nicht aktiv am Markt agiere, so schaue ich trotzdem täglich mehrmals auf deine Homepage und ärgere mich darüber das „noch“ keine automatische Nachricht von deiner Homepage an mein Smartphone geschickt wird, wenn du den nächsten Text verfasst hast.

     

    Mit freundlichen Grüßen

    Rüdiger S.

  7. Philipp

    Hallo Tim!

    Danke für den tollen Artikel! Ich finde es schlimm, dass wir hier in Deutschland nicht nur zu wenig wissen über Aktienanlage und die Börse sondern, dass die meisten Menschen hier wegen fehlendem Wissen sogar Angst haben. Wenn ich mit Bekannten über meine langfristige Anlagestrategie mit monatlichen Sparplänen in Dividenden ETF’s spreche, höre ich oft Sachen wie „Du weißt aber, dass man an der Börse Geld verlieren kann? Mein Onkel hat 2008 viel Geld verloren. Das ist mir viel zu riskant!“. Da ich es irgendwann leid war, habe ich beschlossen selbst einen Blog zu starten in dem ich über meine Erfahrungen berichte: http://www.passives-einkommen.rocks

    Und Blogs wie deiner motivieren mich, immer weiter zu machen und zu überlegen wie ich noch mehr Geld sparen kann um noch mehr zu investieren.

    Vielen Dank!

  8. Torsten97

    Hallo Tim,

    mein Name ist Torsten W. und ich bin 19 Jahre alt. Mein erster Aktienkauf war im Jahr 2009. Ich habe dabei knapp 500 € investiert. Investiert wurde dabei in die Continental Aktien sie waren aufgrund der Finanzkrise und der Übernahme von Schaeffler sehr gefallen. Der Einstiegs Kurs war bei knapp 15 € (Gebühren mit einberechnet). Nachdem ich mit 12 Jahren doch andere Interessen hatte als mich mit meinem Geld zu beschäftigen gerat das Depot in Vergesslichkeit. (Als Betreuer diente mein Opa). Nachdem mich mit 16 Jahren die Börse durch einen Zeitungsartikel über Warren Buffett wieder in ihren Banne gezogen hat. Verging nicht ein Tag an dem ich mich nicht mir dem Thema Geld/Börse beschäftigt habe. Ich besitze bis heute die Continental Aktie welche im Zuge der Finanzkrise deutlich gestiegen sind, dabei sieht man ebenfalls die Mächtigkeit des Buy and Holds. Neben der Schule habe ich mit 12 Jahren begonnen Zeitungen auszutragen, mit 15 Jahren begann ich einen Wochenendjob bei einem Getränkemarkt anzunehmen. Neben diesen kleinen Tätigkeiten begann ich in den Ferien noch bei größeren Unternehmen zuarbeiten. Meiner Meinung nach sollte jeder junge Mensch Vollgas geben beim Sparen denn ich denke mir, dass man im Alter nichts erwarten sollte (Staatliche Hilfen, etc.).   Dein Blog hat mir besonders in den letzten 2 Jahren geholfen meine Strategie durchzuhalten, durch die ganzen  Nachrichten welche Panik verbreiten. Ich versuche monatlich eine Sparquote von knapp 80% zuhalten. Dadurch erhoffe ich mir mit 35 Jahren finanziell Frei zusein.

    Schlussendlich noch zu allen welche denken, dass bald der Finanzielle Kollaps kommt: „Sei gierig wenn andere ängstlich sind“ – Warren Buffett

    Mit freundlichen Grüßen und mach weiter so Tim

     

    Torsten W.

  9. F.

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

    Also, versuch ich doch mal mein Glück, wenn hier so gute Literatur unter die geneigte Leserschaft gebracht werden soll.

    Ich bekenne mich als stiller Mitleser seit mehreren Jahren und bin diesem Forum und dem Initiator überaus dankbar, denn es beleuchtet sehr wichtige Themen mit einer unaufgeregten Stetigkeit, was mir viel Freude bereitet. Nicht zuletzt auch dank diesem Einfluss habe ich im letzten Jahr nach der Geburt meines Sohnes für ihn ein Depot eröffnet und das wird seit dem fleißig mit Aktien gefüllt. Mittlerweile gibt es für ihn in fast jedem Monat schon mindestens einen Dividendeneingang zu verbuchen. Was ich in sein Depot lege, bleibt dort liegen und wird nicht mehr angefasst, das ist mein Credo…mal sehen, ob er sich später dann dafür auch begeistern kann. Dieser Blog wäre dabei sicherlich ein sehr guter Wegweiser.

    Soweit, hiermit noch ein großes Lob an Tim für das was uns zu Teil wird auf dieser Plattform verbunden mit der Hoffnung, dass diese uns noch lange erhalten bleibt und ich setzte derweil heute mal auf Fortuna…

    beste Grüße F.

  10. Chris

    Also ich habe das langfristige Aktiensparen zwar schon länger gedanklich favorisiert, aber mich in der Vergangenheit oft zum traden und spekulieren hinreißen lassen. Es hat bei mir auch daran gescheitert einfach mal klein anzufangen Unternehmen wie General Mills, Archer Daniels oder Coca Cola zu kaufen und getätigte Käufe zu halten ohne die Spekulation auf kurzfristige Gewinne. Dagegen habe ich oft versucht mit Rohstoffaktien, insbesondere mit Rohstoffexplorern, kurzfristige Gewinne zu erzielen. Zwischenzeitlich habe ich das Buy and Hold verinnerlicht. Ich liebe es mittlerweile Dividendenaristokraten oder große konservative Unternehmen zu kaufen, liegen zu lassen und regelmäßig aufzustocken. Was ich neben den Dividenden besonders schätze ist vor allem die Ruhe die in meine Aktienanlage eingekehrt ist. Einfach herrlich die Unternehmen zu beobachten wie sie sich entwickeln ohne den Druck ständig verkaufen zu müssen oder umzuswitchen um einer anderen Aktie oder einem kurzfristigen Trend hinterher zu laufen.

  11. Ace

    Sali Tim

    Ich finde den Vergleich mit dem Baum pflanzen von Michael C. Kissig noch schön 😉

    Man pflanzt diesen, sorgt sich in der ersten Phase um den Baum und mit der Zeit kann man durch die „Früchte“ (Dividenden) die dieser Baum bringt immer noch mehr Bäume pflanzen 🙂

    Natürlich gibt es dabei auch Zeiten in denen man sich überlegt den Baum allenfalls zu Fällen um das Holz zu verkaufen, weil er dieses Jahr nicht gut geblüht hat oder einen anderen Baum zu pflanzen, weil Birnen doch besser sind als Äpfel?

    Soviel zu meinem Gedanken an die „Langfristinvestition“

    Grüsse ACE

  12. Oliver

    Wir haben in diesem Jahr unser Haus verkauft und wohnen nun wieder zur Miete. Nachdem die Restschuld getilgt war, habe ich den überschüssigen Betrag in Aktien investiert. Einen kleinen Teil habe ich als Puffer auf dem Tagesgeldkonto. Die Aktien die wir nun haben wollen wir möglichst lange halten und irgendwann von den Dividenden einen Teil unserer Lebenshaltungskosten bestreiten. Die nächsten Jahre wird aber immer wieder reinvestiert. Zusätzlich besparen wir noch monatlich zwei ETF’s.

    Für unsere beiden Töchter sparen wir das Kindergeld in jeweils zwei ETF’s damit sie bei Volljährigkeit gute Startvoraussetzungen haben. Wir hoffen, dass sie dann einfach weitersparen und die Depots nicht verkaufen.

    Es ist wirklich erschreckend wie konsumgeil manche Menschen sind, wobei ich das Video auch sehr extrem finde. Wie irre muss man sein, dass man sich um irgendwelche Konsumgüter mit anderen Menschen prügelt?

    Grüße aus Bayern

    Oliver

  13. Finanzmixerin

    Ich schaue hier u.a. wegen der Kommentare fast täglich rein und finde es gut dass du so oft neue Artikel schreibst, Tim.

    Ich höre auch von vielen, dass die Börse ja so riskant sei. Ich finde es erstaunlich, dass ich mich selbst so spät für dieses Thema interessiert habe. Ich denke, dass sich in Deutschland durch unsere Bemühungen in den Blogs die Verhältnisse nicht großartig ändern werden.

  14. Sebastian

    Wer mit langfristigem Aktiensparen Erfolg haben möchte, muss es zu einer Verhaltensweise machen. Wie Tim hier immer und immer wieder predigt, gilt dabei: stur bleiben und regelmäßig einzahlen. Sparsam leben und die eigene Sparquote hochfahren. Vielen Menschen in Deutschland würde es heute finanziell besser gehen, wenn sie sich mehr mit dem Aktiensparen auseinandergesetzt und es nicht gleich nach einem Rückschlag verteufelt hätten.

  15. PIBE350

    Das Einkaufsfilmchen finde ich leicht befremdlich. Wie kann man nur so gierig und rücksichtslos nach Konsumartikeln sein? Gruselig. Das Filmchen über das Wüstendorf gefällt mir entschieden besser.

     

    Geld als Chance zu sehen, finde ich gut. Man erschafft sich dadurch Möglichkeiten, z.B. freie Zeit. 🙂

  16. Oliver

    Normalerweise würde mein Kommentar bei „Schulden sind dumm“ besser passen, aber heute habe ich was mit der Post bekommen, was so dreist ist, das mir fast die Worte fehlen.

    Ich besitze eine VISA-Kreditkarte, die ich über Amazon laufen lasse. Verwaltet wird die ganze Sache über die Landesbank Berlin. In meiner Post fand ich einen Brief mit dem Slogan „2.000 EURO to go“ mit einem abgebildeten Kaffeebecher in 100 €-Form. Dort steht sinngemäß, dass ich bis zu 2.000 EURO sofort zinslos bis 30.11. auf mein Girokonto überweisen lassen kann. Natürlich ist die Gültigkeit vom Termin (25.10.) eingeschränkt, damit ein Handlungsdruck entsteht. Im Hauptbrief steht nirgends, was der Spaß kostet. Darunter ein Anhang zum Abreissen für Postversand oder Fax. Dort stehen dann so Lockworte wie „Sofort“, „Einfach“ und „Direkt“. Alles ganz easy mit ankreuzen der Wunschsumme und Unterschrift. Ist in 10 Sekunden ausgefüllt.

    Jetzt kommt der Clou: Ganz unten im Abreißcoupon steht in klein mit Sternchen: Bis zum 30.11.2016 beträgt der Zinssatz 0%. Der anschließende Zinssatz ist variabel und beträgt zur Zeit 1,17% pro Monat (effektiver Jahreszins 14,98%, Stand 1.8.2009).

    Das heißt, der Zins ist seid 7 Jahren fest – äh variabel fest – und geht schon in den Bereich Wucher. Ich bin mir ziemlich sicher, dass da nicht wenige drauf reinfallen werden.

    Ah, ich hab nochmal drauf geschaut. Man kann das Geld auch per Handy bestellen, geht noch schneller.Wenn das mal nicht ein Klasse Angebot ist :).

    @Tim: Ich hab den Kommentar nicht wegen dem Buch geschrieben.

     

     

  17. Fabi

    Ich kann leider nicht aus erfahrung sprechen was das langfristige Aktiensparen angeht, da ich mich erst seit April diesen Jahres überhaupt mit Aktien beschäftige, aber ich kann ja darüber reden was ich bis jetzt geplant habe und durchführe.

    Ich habe zuallererst damit angefangen mir online alles durchzulesen und anzuschauen was ich in die Finger bekommen konnte. Und ziemlich schnell gemerkt das es extrem viele unterschiedliche Ansichten zum Vermögensaufbau gibt.

    Aber der Weg der mir persönlich am besten gefällt ist eine mischung aus Buy/Hold und der Dividendenstrategie. Und das mithilfe von ETF und Einzelaktien.

    Was ich persönlich als extrem schwierig erachte ist das richtige aussuchen von Einzelaktien. Vorallem als anfänger an der Börse.

    Also habe ich mich zuerst Hauptsächlich mit ETF beschäftigt, um mir einen passenden Sparplan einzustellen. ( ich bevorzuge ausschüttende ETF da ich nicht vorhabe diese je wieder zu verkaufen.)

    Während dieser läuft werde ich mich im lauf der nächsten Monate/Jahre mit Aktienbewertung beschäftigen um langsam aber sicher in der Lage zu sein Einzelaktien ausszusuchen ohne das es einen Bauchentscheidung ist.

     

    Da ETF zwar im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten relativ Kostengünstig sind aber dennoch Kosten verursachen will ich irgendwann die Sparpläne auflösen und direkter in Aktien investieren, um laufende Kosten einzusparen.

     

    Das Ziel das ich verfolge ist mir durch Dividenden genügen passives einkommen aufzubauen das ich wenn ich dann mal in Rente gehe nicht auf den Staat angewiesen bin, sondern allein davon leben kann/könnte sollte es nötig sein.

     

     

     

  18. Thomas

    Ich lese jede neue Ausgabe deines Blogs sehr interessiert mit , weil Du es schaffst, das Wesentliche immer wieder auf den Punkt zu bringen . Dadurch fühle ich mich in meiner Finanzplanung , die zum großen Teil auf die Anlage in ETF fußt , bestätigt. Danke.

  19. Klimpi

    Das schöne an Aktien ist, dass man nichts für den Werterhalt im Gegensatz zu Immbilien tun muss. Weiterhin finde ich es vorteilhaft, dass man immer investieren kann, wenn man Geld übrig, ausgeschüttet bekommen bzw. erspart hat. Man kommt somit beim Vermögensaufbau ohne Fremdkapital zurecht. Auch ich bin ein Freund der Buy and Hold-Strategie, da die persönliche Dividendenrendite mit der Zeit ebenfalls meistens wächst. Für meine persönliche Aktien(schnell)auswahl nehme ich einen Screener und scanne die 50ig Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung und dem höchsten Unternehmensgewinn. Von der Auswahl streiche ich dann diejenigen, welche keine Dividende zahlen und Teile den Rest nach Branchen und Regionen auf, sodass man erst mal eine (Grund)Diversifikation im Depot hat. Danach kann man dann auf andere Blue Chips bzw. Wachstumswerte etc. setzen. Wichtig ist, das man immer qualitativ hochwertige Unternehmen kauft, am besten die ersten fünf Marktführer der jeweiligen Branche. Dies ist eine relativ simple Strategie, welche mit wenig Zeitaufwand gute Renditen einfährt.

    Danke Tim für seine Arbeit in diesem Blog. Deine Artikel/ Videos motivieren mich sehr oft (y). LG

  20. Ben

    Hallo Tim,

    vielen Dank wieder einmal für diesen klassen Artikel!

    Das obige Video zeigt, dass wie viele Menschen dem Konsumrausch verfallen sind und Angst haben zu kurz zu kommen.Teilweise gehen diese über Leichen und Streiten sich um Fernseher etc. Einfach nur krank.

    Ich investieren jetzt seit gut 3 Jahren in Aktien und versuche so viel wie möglich zu sparen. Ich liebe das Analysieren von Aktien und freue mich jedesmal, wenn ein neuer Titel in meinem Depot landet:-)

    Wichtig ist aus meiner Sicht, dass man dran bleibt und sich nicht vom Börsengeschehen verrückt macht. Niemand weiß, wo die Börse morgen steht. Einfach stur und stetig weiter investieren. Langfristig zahlt sich das enorm aus.

    Ich freue mich auf viele viele weitere Beiträge von dir Tim. Mach weiter so!!

    Viele Grüße

    Ben

     

  21. Hilda

    Das Schöne an diesem Blog hier sind die Kommentare! Sie lassen mich hier immer wieder  vorbeischauen.

    Mal eine Frage: hat hier außer Oliver mit Aktien schon jemand die finanzielle Unabhängigkeit erreicht? Lebt hier einer allein von Dividenden? Ist einer mit Aktien überhaupt reich geworden?

     

    Danke und Grüße, Hilda

  22. Slazenger

    Also meine Erfolgsformel lautet ungefähr so,  stetig  in erstklassige Unternehmen , überwiegend in den USA zu finden, zu investieren, und sich immer eine gewisses Cashpolster zu halten, bei mir sind das je nach Situation an den Märkten 10-20%! Damit hat man immer Spielraum für gefallene Engel, wie es aktuell z.B Novo Nordisk ist, welche man sich dann günstig(er) ins Depot legen kann! Meine Dividenden investiere ich zweimal jährlich im April und Oktober! Da entscheide ich spontan ob ich einen Neukauf mache oder einfach aufstocke! Verkaufen tu ich auch selten, wie die meisten hier , wenn eben das Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, ich hatte auch lange Jahre EON, aber nach Fukushima hab ich die gleich abgestoßen! Ansonsten bin ich mal gespannt wer die Nerven behält, wenn wir mal einen Crash auf Raten bekommen der sich über Monate hinziehen kann! Nicht einfach ich habs erlebt! Seit 2009 steigen die Kurse bis auf einen kurzen Rücksetzter, und viele kennen nur steigende Kurse! Bin gespannt!

  23. Joe

    hallo zusammen,

    die negativ Schlagzeilen werden wieder deutlich mehr und auch viel lauter. Von der größten Blase der Geschichte ist die Rede und jeden Tag erklärt ein “ Experte“ warum die ganze Situation für die Aktienbesitzer nicht gut ausgehen wird.

    Ich sehe mich als Teilhaber des jeweiligen Unternehmens und kann daher auch mit deutlichen Rückschlägen ganz gut umgehen.

    Buy and hold ist meine Strategie!

    BG

     

    @ Tim … Buch bitte signieren:)

  24. Ostdi

    Hi, ich melde mich hier mit meinem Synonym von Wallstreet-online.de.

    Gern versuche ich damit an der Verlosung teilzunehmen. Dümmer kann man von dieser Lektüre nicht werden, also bin ich jetzt einmal aktiv mit dabei.

    Jetzt meine Gedanken:

    Sparen ja, aber sparen auf vernünftige Art und Weise, angepasst an die eigenen Lebenserwartungen (Zeit, Raum),  Sparen von der Machbarkeit aus den persönlichen Möglichkeiten heraus – ja, richtig.

    Sparen über Fonds? Sparen über Aktien? Sparen durch Kauf von Sachwerten? z.B.

    Gemälde großer Künstler oder noch besser in Bilder von jungen Künstlern, die in 10/15 … Jahren so berühmt sind, dass die Bilder gejagt werden.

    Sparen über den Erwerb einer eigenen Immobilie? Kaufen von Gold, Silber, Platin, Münzen, etc. und ab in einen Safe,                                                              oder über entsprechende ETFs anlegen?

    Jeder wie er kann, nach seinen Möglichkeiten, nach seinen Erfahrungen, nach seinem Wissen, etc.

    Anlagen liegen lassen und nicht ständig herum Switchen oder treffender – „sinnlos rumzocken“ (linke Tasche/rechte Tasche)…

    Von den Produkten, von denen man keine Ahnung hat „Finger weg!“,

    Sparen bedeutet aber auch in erster Linie „Verzichten“ und nicht auf großem Fuß leben, günstig einkaufen (das Leben betreffend), vieles selber machen, auf so manchen Luxus verzichten, und, und….

    Sparen allein reicht aber noch nicht. Du musst das gesparte investieren. Streuen in die verschiedenen oben benannten Anlageklassen – ja. Nur auf Aktien/Fonds, nur auf Immobilien, nur auf Sachwerte – für mich zu einseitig.

    Aber…

    Zum eisernen Sparen gehört noch der Verstand dazu sich mit allem sich auseinanderzusetzen, alles zu begreifen, die Zusammenhänge und so.

    Klar verkehrt machst Du nichts, wenn Du in Blue Chips hineingehst, möglichst dividendenträchtig und ewig hältst, Dividenden reinvestierst.

    Generell muss man schon auch viel lesen, sich damit beschäftigen, etc. also auch noch fleißig sein, das gehört mit dazu.

    Gewinne fallen nicht vom Himmel, aus gemachten Fehlern muss man beständig lernen und wenn Gewinne rieseln, dann nicht übermütig werden.

    Nüchtern bleiben!

    @hilda

    Ja das ist sicherlich der Wunsch der meisten, auch meiner.

    Beste Grüße aus dem Osten von Deutschland,

    „Ostdi“

     

     

  25. Felix

    Tim Schäfer ist ein schlauer Mann, der auch noch super bloggen kann.

    Von Aktien, Sparen und Konsum, da kommt keiner drumherum.

    Die Deutschen sind ein irres Volk, bei Geldanlage kein Erfolg.

    Verstecken Geld zum Teil Zuhaus‘, und schmeißen sonst alles heraus.

    Für Handys, Uhren und Klamotten, und einen Flitzer – möglichst flotten.

    Von Aktiensparen keinen Plan, wird jeder Zinseszins vertan.

    So wird das mit der Rente nichts, auch nicht am End‘ dieses Gedichts.

  26. Markus

    @Hilda

    Beim Oliver sind es laut eigener Aussage ca. 3 Jahre noch.

    Ich glaube Pibe ist auch finanziell frei, wenn auch unterschiedliche passive Einkommensquellen und wahrscheinlich genügsamer Lebensstil.

    Felix könnte wahrscheinlich auch schon in den Ruhestand gehen, mag aber seine Arbeit.

    Es kommt auch nicht immer auf die Depotsumme von ca. 500 k – ein paar Millionen an.

    Weitere Faktoren sind z. B. eigene Immo, vermietete Immobilie, Unternehmen, Verpachtungen (Grund, Wald, landwirtschaftliche Flächen etc.), außerbörsliche Firmenbeteiligungen, Kapitalerhalt, Kapitalverzehr, Lebensstil, Lebensalter, Familie, Single, Gesundheit, sonstige Verpflichtungen (Pflege der Eltern usw.) etc.

    Es ist auch eine Lebenssinn-Frage, da viele Unternehmer ordentliche Summe besitzen, diese aber in Ihren Lebensprojekten stecken und diese nicht oder nur sehr ungern versilbern wollen. Da ist viel Kapital auch einfach gebunden!

    Wenn einem die Arbeit Spaß macht, wieso sollte man zum Beispiel anstatt aufhören nicht einfach ein wenig kürzer treten, wenn es sich irgenwie bewerkstelligen lässt?

    Auch gibt es komplett andere alternative Lebensformen, die auch frei sind ohne Millionen…

    Mich würde interessieren, ob sich J. Siegel`s Hauptthesen ein wenig geändert haben zum Vorgänger-Buch… Das rumbetteln ist nicht so meins, ich kann`s mir gerade noch so leisten. 😉

  27. Patrick

    Ich habe genau vor einem Jahr mit dem Investieren begonnen. War vermutlich nicht der allerbeste Zeitpunkt da ich teilweise gleich mal paar Monate später 18% im Minus war, aber ich habe es dank deines Blogs, den ich ständig verfolge, mir nicht allzu große Sorgen gemacht und weiter investiert. Jetzt bin ich bereits im Plus und auch etwas abgehärtet 🙂

    Ich bin zwar eher ein Lurker aber bei einem Gewinnspiel muss ich mich melden 🙂

     

     

  28. Markus

    Hi,

     

    Aktiensparen ist im Grunde ganz einfach:

    Investiere Regelmäßig
    Halte eine ausreichende Liquiditätsauote
    Investiere in Etf oder Q-Aktien
    Investiere so frühe wie möglich ( am besten bei der Geburt 😉

    Man muss hierzu kein Genie sein

  29. Dominik - Finanziell Frei mit 30

    Ich finde jeder sollte so früh wie möglich mit dem Investieren beginnen.

    Wenn ich einen Anlagehorizont von über 40 Jahren habe, ist es nicht gerade unwahrscheinlich, dass das zu Beginn investierte Geld sich versiebenfacht hat. Das muss man sich erstmal vorstellen. Du investierst Geld und erhältst nach langer Zeit ein vielfaches davon zurück. Während Du die Aktie hältst, kriegst Du bereits Dividenden und kannst immer mehr Unternehmen kaufen.

    Es ist heutzutage einfacher denn je sich mit Aktien auseinanderzusetzen und sich finanziell zu bilden. Daher sollte jeder die Chance nutzen sich fortzubilden und anzufangen zu investieren.

    Wir leben in den friedlichsten Zeiten mit einem Wohlstand, den die Welt vorher noch nicht gesehen hat. Trotzdem werden die Menschen nicht glücklicher, da sie ohne nachzudenken ihr Geld aus dem Fenster schmeißen und Sachen kaufen.

     

    Schöne Grüße

    Dominik

  30. Valueer

    Bei dem Video dachte ich wie wahnsinnig so ein Verhalten an den Tag zu legen, bis mir auffiel, dass viele (möchte mich da gar nicht außen vor nehmen) heute hier nichts anderes tun also deshalb kommentieren, um eine Gewinnchance zu haben. Sogar gedichtet wurde – aber sehr gut, muss ich sagen, da ist durchaus Talent vorhanden 🙂

    Scheint also menschlich zu sein mehr zu wollen. Sei es durch Schnäpchen im Laden oder durch eine Gewinnchance (also kein garantiertes „mehr“ wie bei den Schnäpchen, sondern nur die Chance darauf).

    Im Grundprinzip unterscheiden wir uns nicht davon (in der Art und Weise zum Glück schon – habe noch nie davon gehört, dass sich an der Börse um Aktien geprügelt wurde). Sie wollen weniger für etwas bezahlen als es wert ist, ähnlich wie wir beim Valueinvesting. Der Unterschied ist, dass es sich beim Investieren um einkommensgenerierende Gegenstände geht, anders als beim Konsum.

    Gruß
    Valueer

  31. chaostrader

    Im Gegensatz zum Autor des Blogs halte ich aber nicht alles bis zum Ende. Ich mag zwar langfristig anlegen, aber nur in Unternehmen, deren Geschäftsmodell gültig ist.

     

    Ja, kenne das. Deswegen hab ich vor ca. 17 Jahren die doofen Apple-Aktien abgestoßen und das Geld in irgend einen aktiv gemanagten Fonds mit Ausgabegebühr gepackt, weil der im Jahr zuvor so richtig viel Kohle verdient hatte. So wie die damals abgekackt sind, wars die einzig richtige Entscheidung… glaub ich zumindest.

    Wer mag darf gern mal nachrechnen. Past performance, no guarantee and future returns und so.

  32. Xaver

    Fang auch gleich mal zu schreiben an, da sich das Buch auf meinem Wunschzettel auf Amazon befindet 😉

    Bei mir hatten diverse Finanz-Blogs nicht nur eine Auswirkung auf mein Depot und Anlage verhalten, sondern generell zu meiner Einstellung zum Leben. Ich war der von Tim beschriebene Lebemensch der sich kaum um das Morgen geschert hat, am Aktienmarkt wollt ich durch Investitionen in Explorer und Minen die schnelle Marie machen, sodaß ich im nächsten Jahr schon mit dem Porsche durch die Gegend flitzen kann. Ja so waren meine Träumereien um 2006 da war ich mitten in den 20er. 2010 waren CFD´s fällig, das einzige was gefallen ist war ich. Aber wenn ich mir mal etwas in den Kopf gesetzt habe lasse ich auch nicht mehr locker, oder war es einfach nur mein unbändiges Interesse an Börse, das Lichtlein ging mir durch Blogs wie diesem auf.

    Jedenfalls betreibe ich jetzt seit 2013 striktes buy&hold. Mein Vermögen ist auf einen sechsstelligen Betrag gewachsen, das durch Sparen und beruflicher Weiterbildung geschafft wurde. Vom Tischler zum Bilanzierer und mein beruflicher Weg ist noch nicht zu Ende. lg Xaver

     

     

     

  33. Fit und Gesund

    Ich bin ungefähr 1997 zur Börse gekommen, durch eine Arbeitskollegin die mit ihrem Freund da anlegte, ich wollte es erst gar nicht glauben was da für Renditen möglich waren..so legte ich dann auch in Fonds an, ich las Bodo Schäfer und war schon ganz auf „Reichtum“ eingestellt, es kam natürlich ein wenig anders, um 2000 ging es dann erstmal abwärts, ich verlor jegliches Interesse an dem „Kram“, verkaufte aber auch nix, ich hatte was von Kostolany und Schlaftabletten gelesen, ich brauchte das Geld nicht, 2008 hab ich so tatsächlich „verpennt“, ich hatte völlig andere Interessen,

    ich lieferte meine Jahresendbelege beim Steuerberater ab und das war es dann,

    erst letztes Jahr fing ich wieder an mich dafür zu interessieren, im Nachhinein ein Riesenfehler, hätte ich niemals aufgehört sondern meine Sparpläne weitergeführt, gegebenenfalls dann als ETF’s aufkamen, umgeschichtet und einfach stur weiter gemacht, ich könnte eine „gemachte“ Frau sein,

    ich kann nur Allen raten, besonders aber den Jungen, spart, investiert, schaut nicht rechts und nicht links, es wird immer mal wieder einen Crash geben, dann verdoppelt lieber Eure Anstrengungen, langfristig werdet Ihr die Gewinner sein.

    Hier in Tim’s Blog hab ich viel gelernt, er motiviert mich, es sind hier viele nette Mitstreiter anzutreffen.

     

  34. Fabian

    Hi Tim,

    für mich ist das Aktiensparen wie ein Nebenjob und das schöne ist, man bekommt durch die steigenden Dividenden eine stetige Lohnerhöhung. Die Arbeit besteht darin, sich andauernd über sein eigenes Konsumverhalten zu reflektieren und sich ein wenig mit den Unternehmen die man kaufen möchte zu beschäftigen. Als Sozialarbeiter gehört Selbstreflexion zu meinem Tagesgeschäft, somit ist es mittlerweile zu einem Automatismus geworden mein Konsumverhalten ständig zu hinterfragen. Leider habe ich das noch nicht mit Anfang 20 kapiert, sondern erst 10 Jahre später, aber gut, so ist es halt.

    Und trotzdem genieße ich das Leben, nächstes Jahr geht es 6 Wochen nach Australien, und das mit zwei Kindern. Da ist dann meine Priorität bei der schönen Zeit mit meiner Familie und ausnahmsweise nicht bei einer neuen Aktienposition.

  35. Hendrik

    Als gutverdienender Berufseinsteiger werde ich oft mit einer stark konsumistischen Erwartungshaltung konfrontiert. Mit meinem minimalistischen Lebensstil habe ich dann oft den Eindruck, dass Andere ihren Lebensentwurf durch mich in Frage gestellt sehen. Dein Blog hilft mir, Gleichgesinnte zu begleiten und mich zu motivieren. Danke.

  36. Fabian

    Achja und als Buchtipp kann ich folgendes Ebook empfehlen:

    „Finanzberatung? Nein danke!“ von Olaf Borkner-Delcarlo

    Hab ich vor ein paar Jahren gelesen und hat mir die Verkrampfungen genommen, wenn ich an mein Depot gedacht habe oder neue Aktien gesucht habe und ich mich nicht entscheiden konnte. Sehr zu empfehlen!

  37. Einsteiger-D

    Mit Ende zwanzig ist mein bisheriger „Weg mit den Finanzen“ noch ein recht kurzer.

    Nach dem ersten Jahr im Beruf begann ich nach Anlagemöglichkeiten für „Übrig gebliebenes Gehalt“ zu suchen und stolperte über einen Artikel namens „In jungen Jahren gilt: Sparen wie ein Berserker“. Von den Rechenbeispielen zum Zinseszins gepackt recherchierte ich weiter und meine Begeisterung wuchs: Enorm was man mit einem langen Anlagezeitraum erreichen kann…

    Seit etwas über einem Jahr investiere ich automatisiert monatlich in zwei ETFs (ganz klassisch 70% MSCI World, 30% MSCI EM) und gelegentlich in wenige Einzelaktien. Geplante Haltedauer: 30 Jahre + X.

    Deinen Blog, Tim, lese ich irre gerne, weil ich deinen unaufgeregten Stil mag und weil ich erreichen will, dass sich die Aussagen „Lebe und bleibe bescheiden“ sowie „Egal was kommt, bleibe investiert“ bei mir tief einprägen und mich über die irgendwann sicher einmal kommende nächste Finanzkrise hinweg tragen. Bitte mach noch lange weiter!

  38. JosefJosef

    Meine bisherigen Erfahrungen zum langfristig Anlegen

    Um so höher die Sparquote um so schneller kommt die Finanzielle Freiheit.
    Es spielt keine Rolle wieviel man verdient sondern nur die Sparquote entscheidet, da man durch hohe Sparquote Prozentual viel mehr bekommt als man zum Leben braucht.

    Nun muss nurnoch das Geld investiert werden, ich bevorzuge da unterbewertete Aktien oder fair bewertete Aktien Aristokraten.
    Allgemein versuche ich die Gebühren möglichst tief zu halten, ein Depot mit wenig Depotgebühren, wenig kaufen und noch weniger verkaufen. Die Gebühren sind für mich ein versteckter Zinsezins der aber negativ ist.

    Im Prinzip muss jeder für sich die richtigen Anlageentscheidungen treffen.
    Aus Fehlern lernen und langfristig denken, dann kann eigentlich nichts schief gehen. Ich habe im ersten aktiven Investment Jahr eine Bankenpleite miterlebt und 2 Jahre später hab ichs schon fast wieder gut gemacht.
    Da durch gezielte Difersifikation die guten die schlechten wegmachen.

  39. Nimrod

    Ich will das Buch gewinnen, geht ja auch mit einem kürzeren Kommentar 😀

    In deinen Blog lese ich immer wieder gerne rein.

    Angefangen zu investieren habe ich 2008 in aktive Fonds, hab Market Timing probiert, aber der Tiefpunkt war doch nicht ganz erreicht, mein Depot ist erstmal noch um 40% abgestürzt. Letztendlich war das gut um mich in Volatilität ertragen/Verluste aussitzen zu üben.

    Derzeit schaffe ich es annähernd 40% meines Einkommens anzulegen, in ETFs und Aktiensparpläne.

    Dabei ist mein Gehalt als Sanitäter nicht das Üppigste. Am meisten lässt sich wohl bei der Miete sparen (bin WG Fan).
    Weiterhin finde ich den Aspekt Wohltätigkeit interessant und wichtig. Es ist immer wieder erstaunlich, dass trotz Zehnt (caritativ, Bildung) spenden noch genug Geld für alles andere übrig ist.
    Ansonsten woll ich mich mehr mit Optionen beschäftigen.

  40. Michi

    „Konsumgeile denken, dass sparsame Menschen schrecklich leben müssen“!

    Diese Aussage kann ich aus meinem Umfeld nur bestätigen. Ich als sparsamer Mensch erhalte oft entweder mitleidige Kommentare, weil manche denken, ich kann mir nicht mehr leisten. Dabei WILL ich mir viele Dinge einfach gar nicht leisten. Das verstehen die nicht.

    Auf der anderen Seite erhält man oft gehässige Kommentare, weil man einfach nicht mit der Masse mitschwimmt.  Aber man lebt nur einmal. Jeder muss das tun, was er für richtig hält und wie er sich dabei am wohlsten fühlt. Ich fühle mich am wohlsten, wenn ich jeden Monat eine ordentliche Summe zurücklegen und in ETFs anlegen kann. Ich erfreue mich, wenn mein Depot wächst und ich fühle mich verdammt gut damit.

    Und ich habe trotz sparsamer Lebensweise ein verdammt schönes Leben mit meiner wunderbaren Familie und meinen Hobbies (viel Sport).

    Grüße

    Michi

     

  41. vonaufdenboden

    @Hilde
    ich arbeite daran. Je nachdem wie sich der Markt entwickelt, werde ich in etwa 3-5 Jahren die Freiheit haben zu entscheiden, was ich dann in Zukunft tun werde.

    Also, für Dich lass ich mal ein wenig die Hosen runter. Ist doch schön, wenn man ein bisschen Vergleichen kann:

    In diesem Jahr werde ich €6k an Nettokapitalerträgen erwirtschaftet haben (in meinem Fall 100% Dividenden). Mein Aktiendepot ist in 12 Kategorien eingeteilt und besteht aus 34 Titel:

    Basic Material (Rio Tinto, Barrick Gold, Goldcorp), Capital Goods (Siemens, 3M, GE), Communication (Orange, Cisco), Consumer Cyclical (Netflix, Walt Disney, BMW, Tesla, VW, Apple), Consumer Staples (Coca-Cola, J&J, Nestle, Fielmann, P&G, Wal-Mart), Energy (Shell), Financials (Bank of America, Commerzbank, Munich-Re), Health Care (Gilead, Lilly, Glaxosmith), Technology (SAP, USU Software, Microsoft, Alphabet), Transportation (leer), Utilities (e-on, Veolia) und Others (Rocket Internet).

    Ich hoffe noch auf eine defitige Marktkorrektur in der Aufbauphase, um Anteile von Qualitätsunternehmen günstiger (nach)zukaufen.

    Ich werde dann mit meiner Familie in unserer schuldenfreien Immobilie leben und jährlich 4% vom Depot entnehmen (Safe Withdrawal Rate). 25k p.a sind ausreichend für ein vernünftiges Leben. Vieleicht kommt dann noch etwas dazu, denn nur rumliegen werde ich wahrscheinlich nicht: first retire and then get rich!

    Wir haben auch zwei kleine Wohungen in einer Studentenstadt. Die Einnahmen bedienen aber zunächst zu 100% den dafür aufgenommenen Kredit. Geld ist derzeit billig zu haben.

    Wir versuchen eine Sparrate von über 50% zu erreichen. Eine hohe Sparrate ist das Wichtigste auf den Weg zur finanziellen Freiheit. Hat man einen Partner/eine Partnerin, sollte der/die in etwa diesselben Vorstellungen vom Leben haben, sonst wird es zäh. Mit 50% Sparrate hast du es in 17 Jahren gepackt. Das ist schwer, klar, sollte aber ganz einfach das Ziel sein. „When you reach for the stars you may not quite get one, but you won’t come up with a handful of mud either.“

    Wir haben sehr, sehr spät begonnen die Ausgaben zu minimieren. Viel zu spät! Wenn ich da den Beitrag von Torsten97 lese, wird mir ganz schwindelig. Hut ab junger Mann! Mit 12 habe ich gerade sprechen gelernt. Aber unsere Einnahmen aus unselbständiger Tätigkeit war immer sehr hoch und deshalb ging es in den letzten Jahren bei uns auch zügig dahin. Man muss aber ständig an der Ausgaben- und Einnahmenseite arbeiten, um eine hohe Sparrate zu erreichen.

    Tims Blog und all die Beiträge helfen ungemein. Aber reich werden, was auch immer Du darunter verstehst, sollte nicht Dein Ziel sein.

    @Tim

    Ich vote für Oliver, denn er hat gesamtgesehen immer sehr feine, solide und fundierte Beiträge.

    vonaufdenboden

  42. Xaver

    Hab in meinem Bekanntenkreis auch einige Familien die alles aber wirklich alles ihren Kindern kaufen, z.B. zu Weihnachten für ein Kind 5-8 Geschenke im Wert pro Kind um 800,- Euro und unter Jahr auch ohne Anlass Geschenke, weil unsere Kinder sind es uns Wert. Wen ich mir mit meiner Familie einen Urlaub leiste der schon mal nach Mexiko oder USA geht, ist genau bei den Familien der Neid auch gleich zur Stelle. Was solls dafür leiste ich mir sonst nichts, habe früher einen fetten BMW gefahren und durch meine neue Lebenseinstellung was Sparen, Investieren und Weiterbildung anbelangt fahr ich jetzt einen Kleinwagen mit keine 70 PS. Die Umstellung ist mir wahrlich nicht leicht gefallen, obwohl ich mir locker einen leisten könnte. Aber von nichts kommt nichts. lg

  43. Fabian

    Sparsam sein kann auch bedeuten, dass man einfach seine z.B. teurer eingekaufte Kleidung pflegt und diese dadurch sehr lange tragen kann, um nicht ständig neu einkaufen zu müssen. Schuhe regelmäßig putzen, Lederschuhe immer gut einschmieren mit Fett, Synthetikschuhe imprägnieren. Nähen können ist ein großes Plus! Ich als Mann kann z.B. auch eine Nähmaschine bedienen, ist kein Hexenwerk, ich kann zwar keine Kunstwerke damit erschaffen, aber ich kann eine Menge zusammenflicken. Ausgeblichene Kleidung einfach wieder für 7 euro färben, mit Färbemittel aus der Drogerie, ganz einfach in der Waschmaschine und schon hat man wieder Kleidung wie neu!

    Es gibt viele Möglichkeiten. Toll finde ich auch die Reparaturtreffs, bei denen man sich gegenseitig hilft Elektronikgeräte oder andere Dinge zu reparieren.

  44. Tom

    Hallo zusammen,

    Das Buch „der reichste mann von babylon“ beschreibt sehr gut welche Vorteile durch sparen und investieren entstehen.

    Mein Depot enthält verschiedene Aktien..

    Die besten Ergebnisse hab ich bei langweiligen Aktien (zu. Bsp. Coca cola)..

    Buy&Hold… Plus reinvestieren…

    Mit Eon hab ich einen Wert der sich nicht gut entwickelt…. Ich lasse ihn stehen und übe so mein Verhalten falls die Börse mal kracht…

    Gruss

    Tom

  45. StefanStefan

    Ich habe beide bisherigen Bücher von Siegel gelesen und fand sie hervorragend!

    Mit das Beste was es im Investmentbereich gibt. Besonders ist bei mir hängen geblieben, dass man sogar super Renditen erzielen kann wenn der betreffende Aktienkurs stetig sinkt, man die Dividenden aber nutzt um stetig nachzukaufen. Auf diese Weise erhält man immer mehr Stücke. Das war mir vorher so nicht klar. Auch die Branchen die die beste Langfristrendite gebracht haben arbeitet er schön heraus (glaube Pharma und Öl).

    Ansonsten möchte ich mich auch mal bei den ganzen regelmäßigen Kommentatoren hier bedanken. Obwohl ich seit rund 20 Jahren an der Börse aktiv bin habe ich hier noch Neues lernen können. Z.b. von Matthias, dass die Spreads bei amerikanischen Aktien ab 15.30 Uhr deutlich geringer sind. Wusste ich jahrelang nicht!

    Gruss an alle.

     

  46. Christoph

    Guten Morgen,

     

    schön dass sich hier so viele einbringen. Aber schade dass Ihr euch erst bei einem Gewinnspiel meldet. Schreibt doch öfters was. Das wäre toll, denn Eure Beiträge sind klasse.

    @vonaufdenboden: Ich habe auch Bank of america. Was ist hier deine Haltedauer? Setzt du auf steigende Dividenden? Oder auf einen Kursanstieg? Ich bin hin und hergerissen. Einerseits denke ich werden die Zinsen in den nächsten Monaten in den USA steigen und das Geschäft läuft auch so schon ganz gut. EPS ist deutlich höher als die Dividende.
    Andererseits hört man ja immer wieder über Zerschlagungen von den großen. Aktuell Wells Fargo. Da hat hat capital Hill Wells Fargo Chef Stumpf richtig gegrillt. Selbst Clinton sagt das war Betrug

  47. Marco

    Hallo Tim,

    wie in den Kommentaren des vorherigen Artikels bereits gesagt wurde, ist das langfristige Sparen eine Wette darauf, dass man die Zukunft erlebt.

    Andererseits ist langfristiges Sparen die einfachste Möglichkeit ohne viel Aufwand zu relativ guten Ergebnissen zu gelangen – wegen des Zeitfaktors.

    Deinen Rat ETFs oder Einzelaktien (oder sogar beides) zu kaufen teile ich voll und ganz. Ich selbst bin zwar erst seit Anfang 2013 dabei, merke aber wie sich das System mittlerweile verselbstständigt hat. Die regelmäßigen Sparraten verschwinden in den Kursschwankungen des Depots. Es scheint fast so, als hätten die Sparraten kaum noch etwas zu bedeuten, bis auf dass sie die absolute Anzahl an Aktien und somit die Ausschüttungen erhöhen. Aber auch hier ist aber ein einzelner Kauf kaum noch bemerkbar, wenn man die dadurch neu erhaltene Ausschüttung ins Verhältnis zur jährlichen Gesamtausschüttung setzt.

    Interessant finde ich auch die Beobachtung an mir selbst, dass mir die Volatilität des Aktienmarktes kaum noch etwas ausmacht. Im Gegenteil, die letzten etwas größeren Einbrüche haben meine (Kauf-)Laune ziemlich angefeuert.

    Bisher kaufte ich monatlich Unternehmen dazu. Ab 2017 möchte ich nur noch jeden zweiten Monat kaufen, sodass sechs Käufe im Jahr zustande kommen. Das ist eine Transaktionskostenersparnis von 50 %. Der Plan für 2018 sieht vor, dass ich nur noch einmal pro Quartal kaufe und danach nur noch, wenn sich irgendwo eine wirklich günstige Chance ergibt.

    Die Bücher von Jeremy Siegel kann ich nur jedem ans Herz legen, auch wenn ihr diese nicht bei dieser Verlosung hier gewinnt. Diese gehören meiner Meinung nach in jedes Bücherregal von Aktiensparern. Ich habe sie auch auf meiner Seite bereits empfohlen und möchte dazu anmerken, dass ich nicht jedes Finanzbuch nur wegen eines Partnerlinks empfehle.

    Das zweite Buch Überlegen Investieren von J. Siegel habe ich bereits gelesen. Aktien für die Ewigkeit (dabei handelt es sich letztlich um eine Neuauflage von Langfristig Investieren – bisher las ich nur eine ältere Auflage von Stocks for the long run, die englische Version des Buches, die auch sehr zu empfehlen ist) liegt neben mir bereit. Die ersten Seiten las ich bereits. Kommende Woche finde ich hoffentlich die Zeit endlich weiterzulesen.

    Gruß,

    Marco

  48. Mein Geldanlage Vergleich

    Hallo,

    ich schaue immer mal wieder bei diesem Blog vorbei und lese die neuesten Beiträge und Kommentare. Ich bin sehr oft der selben Meinung wie Tim und kann seine Anlagestrategie Grundsätzlich übernehmen. Ich selbst schreibe auch immer mal wieder an einer eigenen Internetseite, wo glaub ich deutlich wird, wie ich mein Geld Anlege. Auch meine  Stragie bei Aktien kann man dort finden.

    Unglaublich finde ich auch das Video von dem Black Friday. Ich konnte und werde es nie verstehen wie man sich so auf Angebote sürtzen kann.:)

  49. Freelancer Sebastian

    Was mich am langfristigen Aktiensparen fasziniert, ist die Ruhe, die damit einhergeht. Die Finanzpornos, die Panikmeldungen, die Prognoseritis….. alles prallt an einem ab, wenn man ein langfristiges Ziel hat.

    Das regelmäßige Investieren bewahrt einem zudem vor dem Timingproblem und vor mental ermattenden Grübeleien.

    Wer sich nun noch in einem Forum mit Gleichgesinnten tummelt, bleibt auch in harten Phasen in der Spur. Die Erfahrungen der „Mitstreiter“ motivieren und beruhigen ungemein.

    Du ermöglichst uns das mit diesem Blog, Tim und dafür kann man dir nicht genug danken! Vielleicht klingt es zu pathetisch, aber du bist eine Inspiration für mich. Deine Artikel sind meine Mantras 🙂 .

    Manch einer mag mir Anbiederei vorwerfen, aber ich wollte diese ehrlichen Worte endlich einmal loswerden.

    Manchmal hadere ich doch, dass ich auf die Weisheiten des langfristigen Aktiensparens nicht schon früher gestoßen bin (habe mit ca. 30 Jahren begonnen). Es gab keine Lehrer, die mich es hätten lehren können.

    Jedoch sind die Ergebnisse nun knapp 8 Jahre später eindrucksvoll. Das schafft Gelassenheit. Ich bin froh, überhaupt auf diese Philosophie gestoßen zu sein. Und ich sehe, ja fühle das Ergebnis fast schon.

    Und dass ich diese Philosophie nun an meine Kinder weitergeben darf, macht mich glücklich.

    Statt sie mit Kram zuzumüllen, leben wir ihnen Sparsamkeit und Konsumverzicht vor.

    Da wir ihnen von Geburt an ein ETF-Depot eingerichtet haben und dieses kontinuierlich füllen – und das tun sie mittlerweile selbst mit Teilen ihres Taschengeldes – bin ich guter Dinge, dass sie finanziell entspannt durch´s Leben gehen können und sich frei nach ihrem Gusto entfalten können. Auch das macht mich glücklich und meine eigenen „Verfehlungen“ vergessen.

    Langfristiges Aktiensparen ist logisch, simpel und motivierend. Bleibt zu wünschen, dass mehr und mehr Menschen in diesen Genuss kommen.

     

     

  50. Sams1974

    Oh, was zu Gewinnen!!!! Ein Appell an „niedere“ Motive.  Da bin ich doch sofort dabei.

    Sonst ist das Investieren fast ein wenig langweilig. Meistens wird man, so mein Eindruck, darauf gebrieft das einem eine Achterbahnfahrt bevorsteht. Bei mir ist emotional so eine Art „wilde Maus“ rausgekommen.

    Nebenbei, das Video in Verbindung mit der Gewinnchance, falls man einen Kommentar abgibt, das ist genau die Art von Humor und Ironie die bei mir in die richtige Kerbe haut. Ein Lächeln am Morgen. Gewollt oder nicht, Danke. Ich finde man sollte doch hin und wieder Menschen die gewollt oder nicht versuchen witzig zu sein dafür danken. (Besonders bei gelingen)

    Ja,ähh ich schweife ab. Egal. Als Nebenjob sehe ich mein Depot jetzt nicht. Ich hab mir die eine oder andere Anregung aus dem Blog durch den Kopf gehen lassen und da auf der Kostenseite jetzt für mich, ohne das Gefühl auf etwas zu verzichten, nichts mehr drin ist, trage ich meinen Körper jetzt tatsächlich real in einen Nebenjob.

    Was zur Folge hat das ich eigentlich dieses Jahr (halb freiwillig) geplant hatte etwa 20% Arbeitszeit im Hauptjob abzugeben dafür aber eine Stelle zu bekommen die doch näher am Wohnort ist und die entfallene Fahrtzeiten+ die fehlenden Stunden in einen Nebenjob zu investieren. Der Plan war das  Netto zu halten und evtl etwas weniger Stunden+Fahrtzeiten zu leisten. Beides hat nicht funktioniert, beides ist jetzt höher. So ist das mit den Plänen. Kollegen sind krank, andere haben Schwangere zuhause, Baustellen etc… Überstunden (also bezahlt)

    Ich liebe es wenn ein Plan aufgeht.

    Beim Investieren ist das, so sagt man, verflixte, 7te Jahr für mich  jetzt fast vorbei. Der Plan war nie finanzielle Freiheit, viel zu groß erscheint die Kapitalbasis in Bezug auf mein Netto. Eher war der Plan eine kleine Sicherheitsreserve von einer sechsstelligen Summe relativ Liquide, und das ist die Börse für mich, zu haben. Monatlich kommen jetzt etwa 40% meiner anfänglichen Sparrate passiv rein. Für mich ist das schon eine überraschende Hausnummer. Hebelt die Sparrate in Verbindung mit den optimierten Kosten bei etwas gesteigerten Netto mehr als ich zu Anfang geglaubt haben.

    Jetzt endlich komme ich zu dem Punkt. Eigentlich hatte mir der Ansatz bei Graham mit 50/50 in Aktien/Anleihen und der Möglichkeit bei Schwäche des einen Marktes mit den Mitteln aus dem anderen dann reinzugehen  gefallen. Aber mir gefallen die Anleihen seit einiger Zeit nicht. Subjektive Wahrnehmungsstörung? Es geht schneller als man denkt, was mein Ziel in absoluter Zahl angeht ist jetzt die 2te Halbzeit auch schon bald wieder fast 10 Minuten alt. Es wäre wohl Zeit mit den Anleihen zu beginnen. Hat dort jemand einen passablen Überblick? Da ich die ersten 5 Jahre nur Aktien von Unternehmen gesucht und gekauft habe wandern jetzt um die Risiken die auf Einzelunternehmen lasten zu mindern auch Gelder in breitere Sachen, Etf etc. Wir wohl eher irgendwann ein 30/30/30/10, Aktien,Fond´s,Anleihen/Cash und Edelmetalle werden.  Also ich denke so ist der Plan.

    Einen Schönen Tag wünsche ich noch

     

     

  51. Oliver

    @Hilda:

    ganz finanziell frei durch passives Einkommen bin ich noch nicht. Wie Markus richtig schreibt, dauert das noch etwa 3 Jahre.

    @Chaostrader:

    Apple ist natürlich eine wunderschöne Geschichte, wo meine These mit dem Verkauf bei nicht mehr funktionierendem Geschäftsmodell versagt. Das zeigt, das nicht jede These zu jeder Situation 100% passen muß. Ist ja kein Naturgesetz und da gibts auch ständig verschieden wechselnde Zustände.

    Insgesamt hätte man bei der Entscheidung, die Aktie in der damaligen Krise zu verkaufen zu Verlusten geführt. Aber andersherum bei Wiedereinstieg von Steve Jobs haben sich die Variablen wieder geändert. Ich besitze einige Apple-Aktien und mag das Unternehmen gerne, auch wenn ich die Steuerpraktiken hasse.

    Insgesamt ist die Regel „Bei nicht mehr gültigen Geschäftsmodell trenne ich mich von der Aktie“ öfters gültig. Schau dir z.B. Kodak als Gegenbeispiel an. Ein Unternehmen, das lange sehr erfolgreich arbeitete und das nicht über Nacht pleite ging. Hätte man mit der Hoffnung auf Besserung weiter halten können und dann wäre alles weg gewesen. Das ist das Extrembeispiel andersherum. Die meisten dümpeln eher so über Jahre wie die von mir weiter oben genannten Unternehmen herum und Du hast keinerlei Erfolgserlebnisse mit diesen Aktien. Die Dividende wird weniger oder ist dann ganz weg. Deutsche Bank hat über 90% des Kurswertes über die Jahre verloren und zahlt seid diesem Jahr keine Dividende mehr. Vielleicht werden sie übernommen oder fusionieren mit der Commerzbank. Das würde die Lage sogar verschlimmern, da im Gegensatz zur Mathematik in der Wirtschaft  zweimal Minus eben nicht plus gibt.

    Das schlimmste daran ist aber der Zeitverlust, worauf Du wartest oder hoffst, dass es besser wird. In dieser Zeit verlierst Du Geld in den Kurswerten und hast fallende Erträge in den Dividendenauszahlungen. Das heißt, Du partizipierst von keinem Wachstum, dass Du hättest, wenn das Geld in einem erfolgreichen Unternehmen angelegt ist.

    Bilfinger&Berger ist z.B. so ein Fall. Die Aktie ist 2014 von 90 auf 50 abgestürzt, hat sich dort etwas gefangen und ist gestiegen, um danach, weil die Probleme nicht so schnell zu lösen sind, auf 30 EURO zu fallen. Damals gab es einige, die bei den 50er-Kursen eingestiegen sind. Die Dividende war 2014 mit 3 EURO noch gut und 2015 bei einem Kurs von ca. 50 EURO mit 2 EURO Dividende als Rendite oberflächlich nicht schlecht. 2016 sind es nur noch 0,50 EURO, also 40% Kurswertverlust und 75% Dividendenauszahlungsverlust. Das kann man jetzt aussitzen oder man verkauft und sucht sich ein Unternehmen mit besseren Perspektiven. Wenn Du es aussitzt, kann es 2017 wieder wesentlich besser werden und man kann behaupten: Alles richtig gemacht. Muß aber nicht passieren und Du wartest noch ein Jahr und noch ein Jahr und so weiter.

    Man sieht z.B. an den Diskussionen von Novo-Nordisk, dass der Kurs recht stark gefallen ist und die Aktie günstiger zu haben ist. Aber es hat doch seine Gründe, warum der Kurs gerade fällt. Das Unternehmen bekommt mehr Konkurrenz, streicht 1.000 Stellen, hat nur eine Produktreihe und ist dieser ausgeliefert. OK, Insulin wird viel gebraucht. Aber hohe Wachstumsraten sind endlich, wenn man nicht z.B. zusätzliche Geschäftszweige entwickelt. Die könnte man als zusätzliches Kerngeschäft integrieren, ausgründen oder simpel an andere Unternehmen verkaufen. Die Aktie ist immer noch beliebt, aber die Grundvoraussetzungen scheinen sich gerade negativ zu ändern. Ist die Erwartung wirklich da, dass die alten Kurse schnell wieder erreicht werden? Das ist für mich die Kardinalsfrage, ob ich mir sie kaufen würde oder nicht. Für mich habe ich es so beantwortet, das ich sie auf der Beobachtungsliste habe, aber noch nicht ernsthaft erwäge, zu kaufen. In meinen Augen ist sie mit der gegenwärtigen geschäftlichen Entwicklung und strategischen Ausrichtung immer noch teuer.

     

     

  52. vonaufdenboden

    @Christoph

    Ja, ich denke kurz- bis mittelfristig werden die Zinsen wieder steigen. Damit ist das Geschäftsmodell einer Bank eher wieder intakt und das sollte zu steigenden Gewinnen und Ausschüttungen führen. BoA hat die Dividenden jetzt von 0,5 auf 0,75 erhöht.

    Commerzbank habe ich jetzt auch gekauft. Der Kurs wird vielleicht noch weiter sinken, aber auch in Europa werden die Zinsen zeitversetzt zu den USA wieder steigen. Die Initiativen der CB gefallen mir: Einsparungen, Investitionen in die Digitaliseirung und Fokus auf die klassische Tätigkeit einer Bank.

    Kann aber auch alles anders kommen!

    vonaufdenboden

  53. Christoph

    @Oliver: Genau so sehe ich es auch. Ich habe Bilfiger bei 50 etwa gekauft. Dann kamen die schlimmen Nachrichten. Und mir war klar: Das gibt nur chaos. Also habe ich mit leichtem Verlust gekauft.

    Das war das beste was ich machen konnte. Man sollte auch nicht blind halten. Lieber dann mit Verlust loswerden und dafür in ein anderes Unternehmen investieren

  54. StefanStefan

    @vonaufdenboden

    Die Commerzbank würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen! Genaus so wenig die Deutsche Bank.

    Halte mich da lieber an Wells Fargo. Die kann man jetzt recht günstig kaufen.

    Dass die Commerzbank einspart, investiert usw. sagen die doch seit Jahren. Die Dividende wird wohl auch wieder gestrichen. Niemals würde ich die kaufen. Die deutschen Banken haben die letzten Jahre vor allem für ihr „Top-Personal“ „Werte“ geschaffen in Form von völlig unverhälnismäßigen Boni und Gehältern. Alles zu Lasten der Aktionäre.

     

    Ich muss sagen, dass ich mich immer mehr mit Tims Mantra niemals zu verkaufen anfreunden kann. 1. Wählt man so die Aktien sehr viel bewusster aus weil man sie „für immer“ auswählt. Man kann also nicht schnell Kasse machen um freie Geldmittel für andere zu haben. Und 2. passiert einem dann nicht das, dass man einen riesigen Aufschwung (siehe Apple) verpasst. Ich habe früher oft zu früh verkauft und dadurch mehrmals 100%er verpasst…

  55. Tobias

    Sparsam und trotzdem gut leben ohne zu verzichten funktioniert. Man muss sich nur regelmäßig hinterfragen um nicht ins Konsumhamsterrad zu geraten. Mir hilft dabei insbesondere die Auseinandersetzung mit Thema und das lesen der vielen interessanten Finanzblogs. Ich gönne mir zwischendurch auch immer mal wieder etwas, das ich vielleicht nicht umbedingt brauchen würde.

    Im Schnitt liegt meine Sparrate trotzdem selten unten 60%.

    Mein ersparrtes Geld investiere ich nach einer Value-Strategie in Aktien.

    Ich kann nur jedem Empfehlen die Angst vor der Börse zur Seite zu schieben und sich einfach auf das Thema einzulassen und zu beschäften.

    Meine ersten Aktien habe ich 98 zur Konfirmation erhalten und habe Bilderbuchmäßig in der ersten großen Krise alles falsch gemacht, weil ich mich nicht ausreichend mit dem Thema beschäftigt habe. Im nachgang kann ich jedoch sagen, dass letztlich keine Krise wirklich schadhaft war oder ein anderes Handeln erfordert hätte als sonst auch.

  56. Lad

    Das Buch „Aktien für die Ewigkeit“ von Jeremy J. Siegel hat mich enttäuscht. Ich habe es beim Hugendubel gelesen und nach einer Stunde war ich fertig damit. Zu Hause will ich kein Buch von Jeremy J. Siegel haben. Wenn auf dem Buchcover vorne steht: “Eines der 10 besten Investmentbücher aller Zeiten“ oder hinten auf dem Buchcover wird ein Buch von verschiedenen Experten gelobt, ist es niemals ein gutes Buch. Ein gutes Buch braucht kein Lob auf dem Cover.

    Ich mag die Bücher von Mary Buffett und werde gerne zu Hause haben: 
    “So liest Warren Buffett Unternehmenszahlen: Quartalsergebnisse, Bilanzen & Co – und was der größte Investor aller Zeiten daraus macht“ 22. November 2012 von Mary Buffett und David Clark.
    Mein Portfolio aus Aktien für die Ewigkeit wegen Dividenden als Rente besteht aus 20 Aktien. Ich habe sie schon alle, muss ich aber noch zukaufen. Und am 1. April 2019 werde ich Rentner. Mein bestes Einkommen als Rentner geben mir dann die Dividenden, etwas weniger bringt die Rente und auf 3. Stelle mit 380 Euro steht das Kindergeld für meine 2 Kinder: Joe (nun 2 Jahre alt) und Bill (nun 1 Monat alt). Meine 20 Aktien für die Ewigkeit: BASF, BMW ST, Münchener Rückversicherung, Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Lloyds Banking Group, Royal Dutch Shell A, Tesco, Sanofi, BHP Billiton. AT&T, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Wells Fargo, Cisco Systems.

  57. Christoph

    @Stefan Stimme Dir zu. Wobei ich generell keine europäischen Banken nehmen würde. Die hinken den US Banken 3-4 Jahre hinterher. Sei es beim Kapital als auch bei der Umstrukturierung.

    Wells Fargo hatte ich auch schon überlegt. Wenn Blut fließt soll man kaufen. Aber irgendwie will ich keine Finanz Aktien mehr haben. Habe noch Bank of AMerika und bin hin und hergerissen ob ich die sobald ein gewisser Gewinn da ist verkaufen soll oder behalten soll.

    Mal schauen.

     

    Gerade habe ich auf Facebook eine Erinnerung erhalten. Ich wollte die mit euch teilen (bis zum Schluss lesen!) Da sieht man auf was es im Leben wirklich ankommt:

    Egal ob du verheiratet bist oder nicht, du solltest es lesen ?

    Als ich diesen Abend nach Hause kam und meine
    Frau das Abendbrot serviert hatte, nahm ich ihre Hand
    und sagte
    ihr, dass ich ihr etwas mitteilen müsse. Sie
    setzte sich hin und aß schweigend. Und ich sah
    wieder die Angst in ihren Augen.

    Auf einmal war ich wie versteinert, ich konnte meinen
    Mund nicht mehr öffnen. Aber ich musste ihr sagen,
    was ich denke: Ich möchte mich scheiden lassen. Sie
    wurde nicht aufbrausend und regte sich über meine
    Worte nicht auf, sondern fragte mich leise nach dem
    Grund dafür.

    Ich vermied eine Antwort auf die Frage. Das
    verärgerte sie. Sie schmiss ihr Besteck umher und
    schrie mich an, dass ich kein Mann sei. In dieser
    Nacht redeten wir nicht mehr miteinander. Sie weinte
    die ganze Nacht. Ich wusste, dass sie herausfinden
    will, was mit unserer Ehe passiert ist, aber ich konnte ihr keine zufrieden stellende Antwort geben: Ich habe
    mich in Jane verliebt. Meine Frau liebte ich nicht
    mehr.

    Mit einem tiefen Gefühl der Schuld entwarf ich einen
    Ehevertrag in dem ich ihr unser Haus, unser Auto und
    30% von unserer Firma anbot. Sie schaute ihn sich
    kurz an und zerriss ihn anschließend. Die Frau, mit
    der ich zehn Jahre meines Lebens verbracht habe,
    wurde mir fremd. Mir tat es um ihre Zeit und ihre Energie leid, die sie mit mir verschwendet hatte, aber
    ich konnte nicht mehr zurück, dafür liebte ich Jane zu
    stark. Schließlich brach sie vor meinen Augen laut in
    Tränen aus, das war die Reaktion, die ich erwartet
    hatte. Sie weinen zu sehen brachte mir irgendwie ein
    Gefühl der Erleichterung. Schon seit einiger Zeit spielte ich mit dem Gedanken, mich scheiden zu
    lassen, und ich war regelrecht besessen von dem
    Gedanken. Nun wurde das Gefühl nochmals stärker
    und klarer, dass es die richtige Entscheidung ist.

    Am nächsten Tag kam ich spät nach Hause und sah
    sie schreibend am Tisch sitzen. Ich war sehr müde an
    dem Abend und so ging ich ohne Abendbrot zu essen
    direkt ins Bett. Die vielen Stunden mit Jane haben an
    meinen Kräften gezehrt. Ich wachte kurz auf und sah
    sie immer noch schreibend am Tisch sitzen. Das war mir aber egal und so drehte ich mich um und war
    sofort wieder eingeschlafen.

    Am nächsten Morgen hat sie mir ihre Forderungen für
    eine Scheidung mitgeteilt: Sie verlangt gar nichts von
    mir, möchte jedoch einen Monat Zeit bevor wir unsere
    Scheidung bekannt geben. Sie möchte, dass wir
    einen Monat ein normales Leben leben und so tun, als
    wäre nichts geschehen. Ihre Gründe dafür waren einfach: Unser Sohn schreibt in einem Monat seine
    Klassenarbeiten und sie möchte ihn mit unserer
    kaputten Ehe dabei nicht belasten.

    Das konnte ich akzeptieren. Aber es ging noch weiter:
    Sie wollte, dass ich mich daran erinnere, wie ich sie
    am Tag unserer Hochzeit über die Türschwelle
    getragen habe. Sie wollte, dass ich sie jeden Morgen
    aus unserem Schlafzimmer bis zur Wohnungstür
    trage. Ich dachte, dass sie nun total verrückt wird. Damit unsere letzten Tage aber so angenehm wie
    möglich wurden, willigte ich ein.

    Später erzählte ich Jane von den Bedingungen, die
    meine Frau gestellt hatte. Sie lachte sie laut aus und
    sagte, dass es absurd sei. „Egal was für Tricks sie
    anwende, sie muss die Scheidung akzeptieren“ sagte
    sie höhnisch.

    Nachdem ich meiner Frau mitgeteilt hatte, dass ich
    mich scheiden lassen will, hatten wir keinerlei
    Körperkontakt mehr. So ist es kein Wunder, dass es
    am ersten Tag ein ungewohntes Gefühl war, als ich
    sie hinaus trug. Unser Sohn stand hinter uns und
    applaudierte. „Papa hält Mama im Arm“ freute er sich. Seine Worte taten mir weh. Vom Schlafzimmer durch
    das Wohnzimmer bis zur Wohnungstür – ich ging über
    10 Meter mit ihr in meinem Arm. Sie schloss langsam
    ihre Augen und flüsterte mir zu: „Bitte sag unserem
    Sohn nichts über unsere Scheidung“. Ich nickte und
    ein bedrückendes Gefühl überkam mich. Ich setzte sie draußen vor der Tür ab. Sie ging zur
    Bushaltestelle, um dort auf den Bus zu warten, der
    sie zu ihrer Arbeit bringt. Ich fuhr alleine in mein Büro.

    Am zweiten Tag fiel uns alles viel leichter. Sie lehnte
    ihren Kopf an meine Brust. Ich konnte den Geruch
    ihrer Bluse riechen. Mir wurde klar, dass ich diese
    Frau für eine lange Zeit nicht mehr richtig angesehen
    hatte. Mir wurde klar, dass sie nicht mehr so jung wie
    bei unserer Hochzeit war. Ich sah kleine Falten in ihrem Gesicht und auch die ersten kleinen grauen
    Haare. Unsere Ehe ging an ihr nicht spurlos vorüber.
    Für eine Minute habe ich mir die Frage gestellt, was
    ich ihr damit angetan habe.

    Als ich sie am vierten Tag auf den Arm nahm, merkte
    ich, dass ein Gefühl der Vertrautheit wieder aufkam.
    Dies war die Frau, die mir zehn Jahre ihres Lebens
    geschenkt hatte.
    Am fünften Tag fiel mir auf, dass die Vertrautheit
    weiter zunahm. Ich erzählte Jane nichts davon. Je weiter der Monat dahin ging, desto leichter fiel es
    mir, sie zu tragen. Vielleicht machte mich tägliche
    Training stärker.

    Eines morgens sah ich ihr dabei zu, wie sie überlegte,
    was sie anziehen soll. Sie probierte einige
    Kleidungsstücke aus, konnte sich aber nicht
    entscheiden. Dann sagte sie seufzend: „Alle
    Kleidungsstücke werden immer größer“. Plötzlich
    merkte ich, dass sie viel dünner geworden war. Das war also der Grund dafür, dass mir das Tragen immer
    leichter fiel!

    Auf einmal traf es mich wie ein Schlag: Sie trug so
    viel Schmerz und Bitterkeit in ihrem Herzen!
    Unterbewusst streichelte ich ihren Kopf.

    In diesem Moment kam unser Sohn und sagte:
    „Papa, es ist Zeit, du musst Mama aus dem Zimmer
    tragen!“. Es wurde ein wichtiger Teil seines Lebens,
    zu sehen, wie Papa Mama aus dem Zimmer trug.
    Meine Frau sagte unserem Sohn, dass er näher
    kommen solle. Als er das tat, nahm sie ihn fest in den Arm. Ich drehte meinen Kopf weg, weil ich Angst
    hatte, meine Meinung noch in letzter Minute zu
    ändern.
    Ich nahm sie dann in meinen Arm und trug sie aus
    dem Schlafzimmer durch das Wohnzimmer in den
    Flur. Ihre Hand lag leicht an meinem Hals. Ich hatte sie fest im Arm. Es war so wie an dem Tag unserer
    Hochzeit.

    Ich machte mir Sorgen, weil sie immer weniger wog.
    Als ich sie am letzten Tag auf dem Arm hatte, konnte
    ich mich kaum bewegen. Unser Sohn war schon in
    der Schule. Ich hielt sie fest und sagte ihr, dass mir
    gar nicht aufgefallen war, dass in unserem Leben die
    Intimität fehlt. Ich fuhr zu meinem Büro und sprang aus dem Auto, ohne es abzuschließen – dafür war
    keine Zeit. Ich hatte Angst, dass jede Verzögerung
    mich umstimmen könnte. Ich rannte die Treppe hoch.
    Als ich oben ankam, öffnete Jane die Tür. „Es tut mir
    leid, aber ich will mich nicht mehr scheiden lassen“
    sagte ich ihr.

    Sie blickte mich erstaunt an und fasste mir an die
    Stirn. „Hast du Fieber?!“ fragte sie. Ich nahm ihre
    Hand von meiner Stirn und sagte: „Es tut mir leid,
    Jane, ich will mich nicht mehr scheiden lassen. Unser
    Eheleben war vermutlich deswegen so eintönig, weil
    sie und ich uns nicht zu schätzen wussten, und nicht weil wir uns nicht mehr lieben! Jetzt erst wird mir klar,
    dass ich damals, als ich sie an unserem Hochzeitstag
    über die Türschwelle getragen habe, die Treue
    geschworen habe, bis der Tod uns scheidet“.
    Plötzlich schien Jane aufzuwachen. Sie gab mir eine
    schallende Ohrfeige, knallte die Tür zu und brach in Tränen aus. Ich lief hinunter und zu dem
    Blumenladen, der auf meinem Weg lag. Dort
    angekommen bestellte ich einen Strauß für meine
    Frau. Die Verkäuferin fragte mich, was sie auf die
    Karte schreiben soll. Ich lächelte und schrieb: Ich
    werde dich jeden Morgen über die Schwelle tragen, bis der Tod uns scheidet.

    Als ich an diesem Nachmittag zu Hause ankam, hatte
    ich ein Lächeln auf den Lippen und einen Strauß
    Blumen in der Hand. Ich rannte die Treppen nach
    oben und fand meine Frau im Bett – tot. Meine Frau
    hatte seit Monaten gegen Krebs gekämpft und ich war
    zu viel mit Jane beschäftigt, um das überhaupt nur mitzubekommen. Sie wusste, dass sie bald sterben
    würde und wollte mich vor einem bewahren: Den
    negativen Gefühlen unseres Sohnes mir gegenüber.
    Wenigstens in den Augen meines Sohnes bin ich der
    liebevolle Ehemann geblieben.

    Es sind die kleinen Dinge in einer Beziehung, die
    wirklich wichtig sind. Es ist keine Villa, ein Auto oder
    Berge von Geld. Diese Dinge können zwar das Leben
    bereichern, aber sind niemals der Ursprung des
    Glücks.

    Also nimm dir die Zeit und tu für deine Partnerschaft
    die Dinge, die eine solche Ausmachen. Es sind die
    kleinen Aufmerksamkeiten, die für Geborgenheit und
    Nähe sorgen.

    Lebe eine glückliche Partnerschaft!

    Wenn du dies nicht teilst, passiert dir gar nichts.

    Autor Unbekannt

     

     

  58. Mike Wißen

    Ich finde den Artikel sehr gut.

    Die meisten Menschen meiner Umgebung leben nach dem Prinzip, lebe heute, denn morgen kannst du tot sein.

    Was sagt ein altes Sprichwort, sinngemäß wiedergegeben:“Der Geizhals lebt nur in der Zukunft und verzichtet auf die gegenwärtigen Freuden. Er lebt nicht, er spart nur. Der Verschwender lebt nur im Heute und hat keine Zukunft.. Er gibt sein Geld bis zum letzten Cent aus und spart nichts. Der Kluge aber lebt heute und denkt auch an morgen“.

     

    Wer ohne Geld- und Zukunftssorgen lebt, ist frei und kann seinen Traumjob machen und leben, wie und wo er will. Das macht zufrieden und nicht die Hetze nach Konsum.

    Ich habe beobachtet, dass die Menschen sehr unterschiedlich auch bezüglich des Anlageverhaltens ticken. Viele haben riesige Verlustängste, weshalb diese besser in Immobilien investieren und ihre Mieteinnahmen ausrechnen können. Ich vermiete selber und bin nicht besonders zufrieden damit, weil immer etwas zu tun ist. Die Elektrik ist veraltet, der Garten wird nicht wie vereinbart gepflegt, die Klingel ist defekt, das Dach leckt, die Dachrinne ist verstopft …..

    Aktien oder ETF´s kann man kaufen und mit einer guten langfristigen Rendite einfach liegen lassen. Es macht keine Arbeit, nur Kurseinbrüche muss man locker verkraften können. Das kann ich, weswegen Aktien/ Fonds für mich das richtige Instrument sind.

  59. PIBE350

    An Christoph: Das Foto sollte jetzt größer sein. Ich weiß nicht genau, wie man hier anklickbare Vorschaubilder einfügen kann. Ne, Standardmünzen: kanadisches Ahornblatt und australisches Känguru.

    Ja, ich fände es auch gut, wenn die FDP wieder einziehen sollte. Dann hätten wir zusammen mit der AfD 6 Parteien im Bundestag vertreten. Die totale Dominanz der Großen Koalition wäre gebrochen und mehr (Parteien)vielfalt gegeben.

  60. Fit und gesund

    @Christoph,

    das ist aber harter Tobak die Geschichte, echt dumm gelaufen.

    @Gold-PIBE350

    gibt es nun Münzen statt Barren? Goldpreis ist ja nun etwas gefallen, hast Du gut gemacht!

  61. PIBE350

    An Fit und gesund: Ja, die waren im Angebot ohne Aufpreis zu haben. Da konnte ich nicht nein sagen. 🙂

  62. Christoph

    @fit und gesund: Ja, vielleicht ist die GEschichte auch nicht wahr. Aber sie zeigt das man einfach inne halten sollte und sehen sollte was man hat. Das die Menschen und Tiere extrem wertvoll sind und man dieses Glück erkennen sollte.

    Natürlich gibt es Beziehungen die sind nicht gut und man sollte sich trennen. Aber das Gras ist immer auf der anderen Seite grüner. Nur sollte man nicht immer nach besser und schöner gieren.

     

  63. Fit und gesund

    @Christoph, das ist wohl so.

    @PIBE350, das ist aber ein Schnäppchen dann 🙂

    heute waren die Dividende meiner Vanguard-Etf’s auf dem Konto, 297.75 CHF, die Dividenden freuen mich einfach.

  64. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ alle

    Danke an alle für die Teilnahme. Ich schließe die Teilnahmemöglichkeiten jetzt.

    Ich kann leider nicht allen antworten. Ich bin begeistert von den Beiträgen. Ganz auf meiner Wellenlänge. Wir „ticken“ hier weitgehend ähnlich – bis auf wenige Ausnahmen. Ich werde einen Zufallsgenerator nutzen, um die Gewinner zu ermitteln. Die Chancen sind gar nicht so schlecht. Übrigens plane ich bald ein neues Gewinnspiel. Lasst Euch überraschen. Herzlich grüßt Euch ein gelassener Buy-and-Hold-Anleger.

  65. Marius

    Hallo Tim,

    als erstes will ich dir ganz großes Lob aussprechen für deine Blogs und Videos. Es Motiviert mich weiterzumachen und meinen zielen von finanziellen Freiheit zu verfolgen, es ist nicht immer einfach wenn um einen herum fast alle Menschen es nicht  verstehen oder versuchen einen runterzuziehen . Deswegen tut es gut von Menschen wie dir zu hören die den selben Weg eingeschlagen haben.

    Ich habe mich jetzt auch über Jahre an der Börse weiterentwickelt und meine Investment Methode für mich angepasst. Vom aktiven Händler mit eher kurzfristigen haltedauern( ca.1jahr) bis jetzt haltedauer (ewig wenn sich am unternehmen selber nichts gravierendes verändert) Also im Endeffekt immer mehr Anteile von guten Unternehmen zu erwerben und diese über Jahrzehnte zu halten.

  66. pommes

    Zu langsam getippt. Wenn es für die Verlosung zu spät ist, macht nichts. Hoffe der Beitrag wird trotzdem noch freigeschaltet. ;).

    Zum langfristigen Aktieninvestment bin ich vor ein paar Jahren gekommen. Nachdem die Immo abbezahlt war, musste das Geld woanders „investiert werden“. Oder besser gesagt, je nachdem wie man das eigene Häuschen sieht, sollte ich jetzt wohl sagen „anfangen zu investieren“. Durch meine Studienzeit hatte ich gelernt, bzw. es ist zur Angewohnheit geworden, mit wenig Geld auszukommen. Die „Lifestyle Inflation“ setze dementsprechend nach dem Start ins Arbeitsleben nicht ein und die Sparquote war dann von Anfang an recht hoch, in den letzten 10 Jahren im Durchschnitt bei ca. 50% des Nettoeinkommens. Das was ich mir gönne ist ab und zu einen größeren Urlaub, ein altes Auto und ein altes Motorrad. Da die ersten Jahre das Geld in die Immobilie ging denke ich nicht das ich in 7 Jahren die finanzielle Freiheit erreichen werde, was theoretisch möglich wäre mit einer Sparquote von 50% (siehe Tabelle bei Mr Money Mustache). Ich gehe davon aus das es noch ca. 10 – 13 Jahre dauert, was auch vollkommen okay wäre. Meine aktuelle Anlagestrategie ist eine bunte Mischung aus ETF‘s, Aktien und einem kleinen Teil Gold.

    Danke an dieser Stelle an alle die hier so häufig schreiben und natürlich an Tim, der das ganze aufrecht erhält. Man lernt hier soviel und findet Gleichgesinnte und meine Fragen sind immer freundlich und gut beantwortet worden. Ich lese hier seit mehreren Jahren mit und schaue immer gerne vorbei!

    Wo ich jetzt schon beim Tippen bin:

    @Christoph

    du wolltest im letzten Beitrag wissen wie die Kosten bei anderen Personen aufgeteilt sind, hier meine:

    28% Fortbewegung (Auto,Motorrad,Nahverkehr,Bahn und Fahrrad, inkl. Wertverlust, Versicherung, Instandhaltung etc.)

    25% Haus (inkl. Maklerkosten, Grundbuch, Instandhaltung, Zinsen, etc.), da die Immo abbezahlt ist, sinkt der Anteil der Position in letzter Zeit deutlich

    7% Energie (Strom,Gas,Wasser)

    13% Essen

    10% Urlaub

    17% sonstiges: Kleidung, PC/Technik, Telekommunikation, Hobby, Ausgehen, sonstige Versicherungen, Möbel, Arznei, GEZ usw.

    Dann suchtest du auch noch nach Dividenden ETF‘s, evtl. hilft dir dieser Beitrag hier weiter, soweit ich das gesehen habe sollte die Zusammensetzung dir gefallen:

    http://finanziell-umdenken.info/dividenden-etfs-mit-qualitaets-aktien-source-income-etfs

  67. DivSky

    Wieder einmal ein guter Artikel. Dieser zeigt mir worauf es ankommt. Zumindest nicht auf einen Black Friday.

    Gerade heute Morgen war das Gespräch am Frühstückstisch über Konsum. Und meiner Frau habe ich mit voller Stolz erzählt, das ich meine zwei damals gekauften Jeanshosen nunmehr schon 8 Jahre trage. Die eine war erst vor 2 Monate beim Schneider, um ein Loch zu verdichten. Meine Frau meinte nur, Sie hat den richtigen geheiratet. 🙂

    Wenn tatsächlich mal eine Jeans nicht mehr tragbar ist, dann wird nur eine Ersatzhose gekauft. Bin glücklich nicht so eine große Auswahl im Kleiderschrank zu haben wie manch andere Freunde von mir.

    Seit 01/2015 sind wir jetzt richtig dabei zu sparen. Auch bedeutet dies in erster Linie ein paar Verluste. Ich war noch recht unwissend und habe damals 100 Aktien von Seadrill gekauft. Heute stehen die glaub ich bei 2,8 Euro. Zu der Zeit kannte ich noch keine Finanzblogs, sondern war überzeugt das der Ölpreis weiterhin so hoch bleibt. Jetzt warte ich einfach bis was mit dieser Firma passiert oder der Kurs erholt sich eines Tages. Das gute ist, ich habe hoffentlich noch 40 Jahre lang zu leben und somit noch ein wenig Zeit. Aber es ist gut bei Einsicht meiner 4 Depots diese Aktie zu sehen und mich an die Story zu erinnern.

    So entwickelte ich für mich meine eigene Strategie und setze auf langfristige Diversifikation unter der Prämisse des magischen „AAA“-Dreiecks. Das Depotvolumen steigt und auch die Dividendeneinnahmen steigen. Muss noch meinen Dividendenmanager für 2016 mit Daten füllen und denke aber das wir jetzt bei den Dividenden vierstellig geworden sind.

    Momentan tue ich mich etwas schwer mit dem Depot von DivBaby. Denn ich bin der Auffassung es machen nur Investitionen in wenigen Ländern Sinn, bis Sie 18 Jahre ist. Das wären dann die Länder D, GB und BMG. Vielleicht hat noch jemand einen Vorschlag, wo keine Quellensteuer fällig wird? Dort sind jetzt einige Große Unternehmen im Depot und vielleicht könnte das Buch von Mr. Siegel helfen, das weiterhin gut auszubauen.

    Ich glaube hier war noch jemand der das Kindergeld spart und so machen wir das auch für DivBaby. Denn unsere Kinder werden es wahrscheinlich nicht einfacher haben, als wir es haben.

    Nach diversen Erfahrungen mit Riester-Rente, Betriebsrente und Gesprächen mit Bank-/Versicherungsberatern ist uns dann klar geworden. Nur wir selber können das in die Hand nehmen, um langfristig ein wenig finanziell unabhaengig im Rentenalter zu sein. Es liegt später an den Finanzgesetzen, ob wir hier in D bleiben oder dann ins Ausländern auswandern mit unserem Depot. Habe schon gelesen, das es sich evtl. lohnen kann auszuwandern. Aber bis dahin bleibt noch viel Zeit.

    Jetzt ist die Konzentration auf das magische „AAA“-Dreieck gerichtet und auf den langfristigen diversifizierten Depotausbau.

    @Tim, mach weiter und ich hoffe das Du mal in einen der Talkshows auftreten darfst. Denn dann kann Deutschland viel lernen und besonders unsere schlauen Politiker.

  68. Christoph

    BREAKING NEWS

     

    Snapchat bereitet ipo vor. Bewertung 25 Milliarden und ca März 2017.

    Also da werde ich kaufen.

  69. Michael Kissig

    Geld ist dazu da, ausgegeben zu werden, es soll Wünsche erfüllen. Geld für sich alleine genommen, ist nicht sexy, ist nur ein zumeist eher dreckiges Stück bedrucktes Papier. (Geld-)Sorgenfrei im Alter zu Leben, ist so ein Wunsch. Ein schönes Auto, ein Haus, Schmuck, sind auch solche Wünsche. Ich finde es okay, dafür Geld auszugeben, mir macht Konsum Spaß. Von Zeit zu Zeit, aber eben nicht immer. Ich muss mir nicht jeden Wunsch sofort erfüllen, schon gar nicht auf Kredit. Ich lasse meinen Konsumwunsch auf mich wirken, dann erledigen sich die meisten schon nach kurzer Zeit. Andere bleiben, die ziehe ich dann genauer ins Kalkül und schaue, ob und ggf. wann ich sie mir erfüllen kann. Ich nutze dafür einen Teil meines Einkommens (nicht meines Vermögens!) und liste mir Dinge/Sachen, die mir Freude bereiten. Die müssen nicht teuer, sie müssen aber werthaltig sein. Ich gebe lieber etwas mehr Geld einmal aus, als öfter kleinere  Beträge, weil die Sachen nicht lange halten. Qualität hat nicht nur an der Börse Konjunktur, sondern auch beim Kaufen. Und wenn es einmal besonders gut gelaufen ist an der Börse und ich einen großen Gewinn realisiere, dann gönne ich mir davon auch etwas, gebe ein bisschen was aus von dem Gewinn für mich. So werden die Gewinne erlebbar, machen noch mehr Freude. Und erfüllen einen guten Zweck, denn sie machen mein Leben lebenswerter, angenehmer, schöner. Und trotzdem verbleibt der größte Teil des Gewinns (und natürlich der ursprüngliche Einsatz) dem Wiederinvestieren vorbehalten. Damit dieses Geld für mich weiteres Geld verdienen kann.

     

    Ich bin als nicht frugal, wie Tim, aber durchaus sparsam, allenfalls sporadisch mal konsumfreudig. Immer im Guthabenbereich, versteht sich, nicht auf Pump. Ich bin mit mir und meinem Geld im Gleichgewicht und fühle mich wohl. Ich denke, darauf kommt es an. Ich kann es mir leisten, mir ab und zu was leisten zu können. Das ist ein gutes Gefühl. Und die Börse hilft mir dabei…

  70. Tron

    Hallo an Tim und alle anderen Aktiensammler,

    ich lese schon eine ganze Weile im stillen mit. Doch die Chance auf eine günstige Lektüre verleitet ja offensichtlich nicht nur mich 🙂
    Dazu gleich ein Tipp ich hab in letzter Zeit einige Bücher günstig gebraucht bei medimops.de bekommen. Die verkaufen auch bei Amazon und co. doch wenn man direkt dort bestellt spart man noch die Gebühren der Marktplätze 😉

    Ich bespare jetzt Aktien (auch motiviert durch diesen Blog)
    Unilever ; Disney ; Facebook ; Apple ; Pfizer

    Auch Besitze ich schon einige Andere Werte die vor allem wegen der Dividende gekauft wurden.

    Ärgern tue ich mich ein wenig das ich viel zu viel rumprobiert habe anstelle Werte wie Bayer oder Drillisch die ich „getradet“ habe einfach im Depot zu lassen.
    Drillisch hatte ich z.b. für 5€ das Stück… Aber „hätte“ ist nicht zielführend und von daher versuche ich jetzt dran zu bleiben und zumindest einen Teil meines Einkommens Stur zu Investieren.

    Grüße

    Edit: Oh leider schon vorbei, hatte noch nicht alle Kommentare durch 🙂

  71. Fit und Gesund

    Hi PIBE350

    ich habe den Vanguard FTSE Asian Pacific ex Japan, den Vanguard FTSE All World High Dividend Yield und den Vanguard FTSE All World, die vorgesehene prozentuale Verteilung der 3 ETF’s ist noch nicht vollständig erreicht, ich hab noch Geld vom Verkauf der aktiv gemanagten Fonds über, den Hauptanteil soll der FTSE All World bekommen.

     

    @Tim,

    danke für die Verlosung, Glückwunsch an alle Gewinner.

  72. PIBE350

    Ich finde den Vanguard FTSE All World High Dividend Yield nicht schlecht, aber für deutsche Kunden ist er leider nicht so attraktiv gestaltet worden: kein Handel über Xetra/Tradegate möglich und steuerlich nicht einfach gestaltet.

     

    Auch von mir Glückwünsche an alle Bücher-Gewinner. 😉

  73. MattySpaghetti

    Hallo zusammen,

    obwohl die Buchgewinner bereits feststehen, möchte ich mich an dem Gedankenaustausch beteiligen. Mit meinen Ende 30 bin ich wohl spät zum Investor geworden; vorher gab es eigentlich immer nur den Gedanken: Eigentum oder nicht? Ich konnte mich nie dazu durchringen. Zu groß war die Angst vor der Schuldenbelastung und vor der Fremdbestimmung aufgrund einer gewaltigen Mühle, die damit in Bewegung gerät.
    Eine bislang einjährige Erkundungsreise in die Finanzwelt (Bücher – z.B. Kommer, und Blogs wie dieser von Tim) öffneten mir die Augen. Mit größerem Einmalbetrag stieg ich kürzlich nach ein bissel Stockpicking-Hörnerabstoßen per Weltportfolio in den Markt ein. Dies ist meine Ausgangsbasis zum Aktiensparen; regelmäßig aufstocken möchte ich jedoch abgesehen vom Rebalancing auch mit Einzelwerten. Mein erster war Berkshire Hathaway (leider nur die B-Aktie..). Der Fahrplan steht. Monatlich wird zielstrebig der gleiche Betrag gespart, was als Familienvater von 2 Kindern manchmal nicht so einfach ist. Aber es geht. Man muss es nur wollen!! Die Worte von Bloggern und Kommentarschreibern inspirieren mich und motivieren, zumal ich in meinem Umfeld einer der wenigen zu sein scheine, der sich für das Aktieninvestment interessiert. Oft ernte ich bei Gesprächen komische Blicke; überall heißt es nur: „Wollt ihr euch nicht auch mal ein Haus kaufen? Und raus aus der Stadt, dann könnt ihr euch für das Geld, was ihr jetzt an Miete zahlt, einen Palast leisten!“ Ich habe aufgehört zu diskutieren. Jeder hängt an seinem Glauben, und das ist auch ok. Es dauert manchmal Jahre, seinen eigenen Weg zu finden, und ich hoffe dies jetzt geschafft zu haben. Selbst das ist ein gutes Ruhekissen.

  74. AndreasB

    Hallo zusammen,

    kann mir jemand einen Tipp zu wirklich gute, intelligent geschnittenen ETFs für die Kindervorsorge geben? Bei MSCI world, DAX, S&P kaufe ich einfach zu viele Dinge mit, die ich nicht besitzen will (K+S, Banken, Versicherung, EO.N usw. usw.).

     

    Besten Dank und viele Grüße

    Andreas

     

     

     

     

  75. Fit und gesund

    @AndreasB

    das ist wohl so, aber Du kaufst auch evtl. Gewinner von Morgen, diese ETF’s sind meist sehr kostengünstig, im Gegensatz zu den neumodischen LowVolatility und wie die alle heissen mögen Produkten, von denen ich die Finger tunlichst lasse.

  76. Gerhard

    Guten Morgen

    Ich bin schon länger stiller Mitleser dieses Blogs und freue mich immer wieder über ein neus Thema.

    Meine Strategie zum langfristigen investieren ist folgende.Zum ersten muss der Kopf geschult werden,meiner Meinung nach wie in allen Lebenslagen einer der wichtigsten Komponenten.

    Es hilft mir der beste Wille nichts wenn der Gedanke langfristig nicht mit spielt.Ob es der Wunsch ist abzunehmen oder das Rauchen zu beenden.Es gehört die mentale Stäke dazu.Ich selber war beim Börsencrash 2000 dabei und verlor 85 %meines Kapitals (Eigenverschulden..Herdentrieb und keine Ahnung von Aktien)unterm strich am Tiefstand verkauft)und wenn man so etwas erlebt  ist es umso wichtiger ein Ziel vor Augen zu haben um in Zukunft nicht das gleiche wieder zu tun und in Panik zu verfallen wenn die Börsen krachen.

    Postive Gedanken und an sein Tun glauben das man sein bestes gegeben hat, natürlich auch macht und sein Ziel vor Augen hat ist die Basis.

    Weiters identifiziere ich Werte die ich anhand gewisser Kennzahlen beurteile ob sie im Moment günstig zu erwerben sind und schaue mir natürlich deren Historie an,

    Besonders bevorzuge ich Dividendearistokraten die eine Mindestmarktkapitalisierung habe sollen und das Produkt weltweit verwendet wird.Das war es auch schon im grossen und ganzen.

    Meine Zielgrösse ist max 50 Werte und meine persönliche vorgehensweise ist der Coast everage effekt..ich sammle bei Kursschwäche ständig neue Stücke ein.Egal welche Meldungen.Meine Erfahrung zeigt das alle grossen Firmen wie Basf,Coca Cola Bayer Daimler usw in der Zeit der Dotcom Blase alle mit Schreckensmeldungen behaftet waren..Vom Aus der Börse bis Wirtschaftzusammenbruch..das komplette Programm.Ich bin mittlerweile der Meinung kauft man ständig nach und das hat mir die Erfahrung immer wieder gezeigt wird man das Ziel erreichen.Selbst bei einer deutschen Telekom würde man selbst wenn man  am Höchstand im jahre 2000 zu einem Kurs von über 120 Euro gekauft haben jetzt längst im Plus sein.

    Es ist meine Erfahrung und ich werde es auch so machen.Grosse bekannte Dividendenaristokraten ewig ansparen.Sollte 2-3 aus irgendeinen Grund weg brechen auch kein Problem.Bei 50 Werten gut diversifiziert kaum spürbar.

    Meine max.Position eines Unternnehmens in das ich invstiere liegt so an die max 7000 € und kaufe in Etappen.Beginne meistens mit 1000 € und bei anständiger Kursschwäche kauf ich nach.Ist mir kürzlich bei Royal Dutsch so gegangen. Erstkurs knapp an die 30 Euro gekauft mittlerweile bin ich mit 25 % im Plus.Mir zeigt der Coasteverage Effekt einfach das es fast schon egal ist wann man seine erste Position kauft und ich denke das die grössten Unternehmen der Welt eine sicher längere Lebenserwartung haben als ich.

    Es ist meine Meinung und es wird sicher hunderte andere geben . Es ist keine richtig und keine falsch..mich lässt diese jedenfalls am besten schlafen und leben und auf das kommt es schlussendlich an das es einem auch dabei gut geht.

    liebe Grüsse an euch alle

  77. Hilmar Ortleb

    Hallo Gerhard,

    während der Dotcom-Blase habe ich auch meine ersten Invest-Erfahrungen gesammelt. Dabei habe ich so ziemlich alle Fehler, die man machen kann, angestellt, Fazit – Totalverlust… das tat sehr, sehr weh.

    Ich wollte aber in meinem Leben noch etwas erreichen.                                           „Mit Arbeit ist bekanntlich noch Keiner „reich“ geworden.“

    Eher dann schon durch Betrug/Diebstahl und Mord und Todschlag – alles samt sehr, sehr ungewöhnliche, unmenschliche, unsoziale und  Gott wer weiß noch alles für unmoralische Handlungsweisen. So ein Mensch will ich aber auf keinen Fall sein.

    Also dann geht es nur über die Gründung eines Unternehmens mit einer genialen Geschäftsidee, was natürlich eine gewaltige Aufgabe darstellt. Neben der Idee solltest Du rechnen können, juristisch und steuerlich sicher sein, zielstrebig arbeiten können, Mitarbeiter wenn es sein muss, auch einmal in den „Aller Wertesten treten“, in der Regel aber mit Menschen arbeiten und diese auch führen können….                                                                                                  Das schaffen auch nur wieder die wenigsten.                                                             Es bleibt dann also nur noch das Anlegen von Geld für die eigene Zukunft in Assets.

    Also habe auch ich nach diesem finanziellem Fiasko wieder  von vorn angefangen und regelmäßig Erspartes angelegt um es zu mehren.                   Auch das ist nicht so einfach, wie Du schon sagtest, aber es ist             „alternativlos“ (Zitat von Merkel).

    Seit der Dotcom-Blase habe ich eine ganze Menge für mein Leben dazugelernt, es war ein mächtiger Schub, der mein Denken und Handeln noch einmal grundsätzlich neu ausgerichtet hat. Ich kann eines aus meiner Geschichte aus der Zeit um 2000 bis 2003 sagen, wenn ich ein kleines Vermögen auch komplett verloren hatte, so habe ich Wissen und Erfahrung zu Hauf als Gewinn eingefahren. Für die kommenden Jahre habe ich daraus schöpfen können. Ich konnte verschiedene Assets aufbauen und so Grundlagen für spätere Sicherheiten schaffen. Jetzt wird sinnvoll weitergemacht, bis man Tim´s Ziele für sich und seine Familie erreicht hat.

    Viele Grüße,

    Ostdi

  78. Ostdi

    Hallo Gerhard

    während der Dotcom-Blase habe ich auch meine ersten Invest-Erfahrungen gesammelt. Dabei habe ich so ziemlich alle Fehler, die man machen kann, angestellt, Fazit – Totalverlust… das tat sehr, sehr weh.

    Ich wollte aber in meinem Leben noch etwas erreichen.

    „Mit Arbeit ist bekanntlich noch Keiner „reich“ geworden.“

    Eher dann schon durch Betrug/Diebstahl und Mord und Todschlag – alles samt sehr, sehr ungewöhnliche, unmenschliche, unsoziale und  Gott wer weiß noch alles für unmoralische Handlungsweisen. So ein Mensch will ich aber auf keinen Fall sein.

    Also dann geht es nur über die Gründung eines Unternehmens mit einer genialen Geschäftsidee, was natürlich eine gewaltige Aufgabe darstellt. Neben der Idee solltest Du rechnen können, juristisch und steuerlich sicher sein, zielstrebig arbeiten können, Mitarbeiter wenn es sein muss, auch einmal in den „Aller Wertesten treten“, in der Regel aber mit Menschen arbeiten und diese auch führen können….   Das schaffen auch nur wieder die Wenigsten. Es bleibt dann also nur noch das Anlegen von Geld für die eigene Zukunft in Assets.

    Also habe auch ich nach diesem finanziellem Fiasko wieder  von vorn angefangen und regelmäßig Erspartes angelegt um es zu mehren.                   Auch das ist nicht so einfach, wie Du schon sagtest, aber es ist „alternativlos“ (Zitat von Merkel).

    Seit der Dotcom-Blase habe ich eine ganze Menge für mein Leben dazugelernt, es war ein mächtiger Schub, der mein Denken und Handeln noch einmal grundsätzlich neu ausgerichtet hat. Ich kann eines aus meiner Geschichte aus der Zeit um 2000 bis 2003 sagen, wenn ich ein kleines Vermögen auch komplett verloren hatte, so habe ich Wissen und Erfahrung zu Hauf als Gewinn eingefahren. Für die kommenden Jahre habe ich daraus schöpfen können. Ich konnte verschiedene Assets aufbauen und so Grundlagen für spätere Sicherheiten schaffen. Jetzt wird sinnvoll weitergemacht, bis man Tim´s Ziele für sich und seine Familie erreicht hat.

    Viele Grüße,

    Ostdi

  79. Gerhard

    Hallo

    Ja die Dotcom-Blase.war aus damaliger Sicht der Alptraum in Vollendung,noch dazu wo ich davor schon gedacht habe ich könnte von Wertpapieren leben.

    In der Früh gekauft und nicht selten am nächsten Tag mit fetten Gewinnen wieder veräussert.Das war für kurze zeit ein Paradies.Bin damals 1998 eingestiegen,waren meine ersten erfahrungen mit Börse.

    Hab  unlängst beim aufräumen und sortieren meine alten Kontoauszüge gefunden.

    Was ich daraus schliessen kann ist,dass die grossen Unternehmen alle noch existieren,mehr denn je,was mir nichts anders zeigt das es das beste gewesen wäre weiter zu investieren.Eine BASF um 9 € hatte ich,Bayer um 10,50€ Daimler um einen Spottpreis..und noch zig andere die sich mittlerweile verzehnfacht hätten und mehr.und alles mit minus verkauft..allerdings gabs auch etliche Firmen die von der Bildfläche verschwunden sind.Wer kennt noch den Börsenstar schlecht hin gg EM.TV,Mederax,Millenium,Vertex..wie gesagt alles Unternehmen die nur von der Vision gelebt haben und Phantasiekurse dafür bezahlt wurden.Das ist der Unterschied..Die grossen gibts noch heute und wahrscheinlich in 100Jahren immer noch und darin werd ich investieren

  80. Matthias

    Hallo Tim,

    vielen Dank für deinen tollen Blog und die YouTube-Videos. Sie inspirieren mich zum ständigen Weiterentwickeln meiner Strategie. Ich möchte mein Portfolio jetzt so entwickeln, dass ich zu 50 % in ETF´s und zu 50 % in „Aktien für die Ewigkeit“, also grundsolide Aktien investiere.

    Dazu eine Frage: Kannst Du eine Website oder eine Börsensoftware empfehlen, mit der ich weltweite Aktien zu Kennzahlen wie Rendite, Ausschüttungsquote, Cashflow, KGV, Buchwert, Wachstum, Eigenkapitalrendite etc. durchfiltern kann? Ich suche quasi sowas wie ein JustETF für Aktien:-)

    Viele Grüße

    Matthias

  81. Daniel

    Nachdem sehr viele hier über Aktien schreiben, möchte ich zur Abwechslung etwas zum Thema Leben und Sparsamkeit schreiben.

    Es wird oft gesagt, Sparen sei Verzicht und man komme nur mit asketischem Leben zum Ziel. Das ist in Teilen auch richtig. Es gibt jedoch eine andere Seite: Sparen führt auch zu zu einem sorgenfreieren Leben.

    Nehmen wir uns einen imaginären Herrn Handymann. Jedes Jahr kauft er ein neues Smartphone. Er wälzt die Testzeitschriften, er beschäftigt sich mit dem was das neue Handy alles so kann und so weiter. Weil er so wertvolle Geräte hat braucht es außerdem eine Versicherung.

    Der imaginäre Herr Sparmann hat ein altes Telefon, aber dafür ein gutes. Er kauft sich ein neues wenn er eins braucht. Das Wälzen von Testzeitschriften entfällt, ebenso braucht es keine Versicherung und auch keine Beschäftigung mit neuen Geräten, keine häufigen Ladenbesuche.

    Seht Ihr den Unterschied? Einfach weil Herr Sparmann auf etwas verzichtet will hat er nicht nur mehr Geld zum Sparen sondern auch einiges an Zeit mehr.

    Mein Beispiel Smartphone kann man auf etliche Dinge ausdehnen: Auto, Wohnen, elektrische Geräte, Klamotten und so weiter. Oft ist es auch eine Kombination aus Verzicht und das Setzen auf langlebige Produkte – das Sparen muss also nicht so asketisch sein wie oftmals dargestellt.

  82. graubart

    Es kommt wahrscheinlich immer auf die Zeit an, in der man lebt. Vor 30,40 Jahren waren die Verhältnisse anders als heute, mit (Bau)Sparen war man nicht auf der falschen Seite, da man für sein Geld etwas bekam. Meines Erachtens gilt es, erstmal etwas für die Unabhängigkeit im Alter zu tun. Eine Immobilie macht einen frei von Kündigung und Mieterhöhung, die beste Vorsorge – Freiheit die beruhigt und wertvoll ist. Vor allem auch dann, wenn Familie und Umfeld für einen wichtig sind und man eher ortsverbunden bleiben möchte. Gleichwohl kann man parallel etwas für die finanzielle Freiheit tun und in Aktien/-fonds anlegen. Auf die Mischung kommt es an und vor allem darauf, dass man ’nicht abhebt‘. Mit Bescheidenheit und Genügsamkeit ist beides möglich, ohne auf Lebensqualität (nicht -standard) verzichten zu müssen. Im Rückblick war diese Kombination für mich richtig.

    Bin erst vor kurzem auf diesen Blog aufmerksam geworden und verfolge ihn ganz gerne.

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