Geld und Börse: Seien Sie seltsam


New York, 20. April 2016
Cash: Im Alter brauchen Sie einiges davon. Haben Sie besser mehr als zu wenig.

Cash: Im Alter brauchen Sie einiges davon. Haben Sie besser mehr als zu wenig.

Im Supermarkt machen die Leute eigentlich das Richtige: Sie kaufen am liebsten Sonderangebote. Teure Ware meiden sie. Daher sind ja die Discounter Aldi, Lidl und Wal-Mart so erfolgreich. Die Kunden können dort sparen.

An der Börse ist das allerdings anders. Es ist ein seltsamer Ort. Dort kaufen Anleger am liebsten alles, was teuer ist. Sie machen seltsamerweise genau das Gegenteil, was sie tun sollten. Sie kaufen, wenn Aktien übermässig teuer sind und verkaufen, wenn sie superbillig sind. 2008 stürzte die Börse ab. Anstatt zuzugreifen, verkloppten Anleger scharenweise ihre Depots.

Die meisten Leute traden Aktien, nur weil sie Angst haben – nicht weil sie einen logischen Grund dafür haben.

Merken Sie sich für den nächsten Crash, der irgendwann kommen wird: Sie verlieren nur dann Geld, wenn Sie verkaufen. Wer dagegen Ruhe bewahrt und die Krise aussitzt, wird belohnt. Machen Sie einfach das Gegenteil dessen, was Ihnen all die Leute ringsherum raten zu tun. Dann schneiden Sie gut ab. Allerdings muss ich Sie warnen: Sie werden in diesem Fall als ein seltsamer Vogel betrachtet.

Ich kaufe übrigens im Supermarkt gerne Qualitätsware, wenn das Ablaufdatum bald erreicht wird. Diese Produkte gibt es mit einem saftigen Rabatt. Ich finde, es wird oft übertrieben mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Warum soll Butter, Eier oder Milch nicht einen Tag länger halten, als angegeben? Ich finde diese britische Familie clever, die Verfallsdaten-Schnäppchen im Supermarkt jagt und sofort verzehrt.

Die Öko-Milch schnappte ich mir im Supermarkt kürzlich. Sie gab es mit einem 2-Dollar-Rabatt, weil das Verfalldatum nahe war.

Die Öko-Milch schnappte ich mir im Supermarkt in New York kürzlich. Sie gab es mit einem 2-Dollar-Rabatt, weil das Verfalldatum nahe war.

Etwas Cash für den nächsten Crash zu haben ist kein Fehler. Mit Cash sind Sie im Crash ein König. Das reduziert nebenbei Ihren Stresslevel. Wer Cash hat, kann nötige Reparaturen bezahlen – ohne sich den Kopf zerbrechen zu müssen. Das gleiche gilt für Schulden. Am besten haben Sie gar keine Schulden. Dann schlafen Sie besser. Dann kann nichts anbrennen.

Eine Krankenschwester, die ich gut kenne, sagte mir:

„Mir fällt auf, die Mitarbeiter in unserem Krankenhaus, die am wenigsten Geld haben, fahren die dicksten Autos.“

Das Problem ist, dass sich Menschen immer mit anderen vergleichen: „Wie viel verdient der wohl?“, „Was fährt der für ein flottes Auto.“ „Mensch, hat sie eine tolle Wohnung.“ „Die machen aber wunderschöne Urlaube.“

Wir Verbraucher sind Idioten. Wir machen uns zu viele Sorgen, was andere über uns denken. Wir versuchen, das tollste Zeug zu besitzen, um andere zu beeindrucken. Dabei ist es so: Gerade die, die die meisten Angebersachen haben, haben am wenigsten Geld. Sie können mit Ach und Krach die Schulden abstottern. Konsumschulden sind im Prinzip eine Tragödie.

Besser leben Sie so, als ob Sie pleite wären. Eben sparsam. Was ist schlimm daran, wenn ein Auto 150.000 Kilometer auf dem Tacho hat? Es muss eben nicht immer ein neues Auto vor der Haustüre stehen. Wozu?

Was ist eigentlich die Philosophie des Sparens? Was steckt dahinter? Im Kern geht es ja eher darum, was Sie NICHT KAUFEN. Das ist viel wichtiger als das, was Sie sparen. Folglich gilt: Passen Sie bei all Ihren Käufen genau auf! Fragen Sie sich, bevor Sie etwas kaufen: „Brauche ich den Gegenstand wirklich?“ Also nochmal zur Reihenfolge: Erst kommt der Verzicht, dann das Sparen, dann das Investieren. Kurzum: Das Nicht-Kaufen ist der Schlüssel zur finanziellen Freiheit.

Die konsumorientierte Mittelschicht haut ihr Einkommen für Zeug zum Fenster hinaus. Seien Sie anders. Seien Sie etwas komisch. So wie die erfolgreichen Börsianer. Stemmen Sie sich gegen die Masse. Beteiligen Sie sich nicht am Kaufrausch (Auto, Haus, Urlaub, Kleidung, Elektronik).

Kaufen Sie gute Investments wie Aktien oder Immobilien, die Ihnen passive Einkommensströme bescheren. Anstatt Dinge, die nur zu einem Geldabfluss führen wie Autos, Elektronik, Kleidung. Alles, was rostet, verrottet, verdirbt – bringt Ihnen keinen finanziellen Frieden.

Altersarmut ist ein wachsendes Problem in Deutschland. Sie sollten das Thema Altersvorsorge sehr ernst nehmen. Wer möchte schon vom Minimum leben? Es hat kaum jemand Lust, in so einer Behausung zu leben:

Altersarmut wird in Deutschland ein großes Problem werden. Wer möchte so leben?

Altersarmut wird in Deutschland ein großes Problem werden. Wer möchte so leben?

Ich erhielt die folgende Frage von einem Blogleser kürzlich: „Wie viel Geld brauche ich, um den Ruhestand genießen zu können?“ Es hängt natürlich von Ihren Wünschen und vom Lebensstil ab. (Ich arbeite nach und nach die Fragen ab.)

Rechnen Sie sich aus, was Sie sich für ein monatliches Budget im Alter wünschen. Kalkulieren Sie, wie viel Sie aus der gesetzlichen Rente erwarten können. Es gibt ja diese Auszüge, die die Behörde verschickt (seien Sie etwas skeptisch). Rechnen Sie stets knochen-konservativ. Nehmen Sie zusätzliche Einkommen, die Sie erwarten, obendrauf: Netto-Mieteinkünfte, Nebenjob, Betriebspension, Riester-Rente…

Die Lücke können Sie eventuell mit Aktieninvestments/ETFs/Indexfonds schließen. Hier gibt es eine „Vier-Prozent-Entnahme-Formel“. Sie besagt, wer sich beispielsweise 12.000 Euro im Jahr aus den Aktieninvestments wünscht, sollte 300.000 Euro in Aktien investiert haben.

Ich halte eine „Drei-Prozent-Entnahme“ im Jahr für vorsichtiger und damit als geeigneter als Faustformel. Das bedeutet, wenn Sie 12.000 Euro im Jahr brauchen, sollten Sie ein Depot im Wert von 400.000 Euro besitzen.

Im Grunde können Sie nur von den Dividenden leben, wenn Sie fleißig im Aktiensparen sind. Dann müssen Sie keine Aktienverkäufe vornehmen, um über die Runden zu kommen.

Haben Sie ein Depot im Wert von 600.000 Euro und erwarten Sie eine Dividendenrendite von 2,5 Prozent im Schnitt, bekommen Sie 15.000 Euro brutto Dividenden jährlich. 15.000 Euro sind ein schönes Zubrot im Jahr. Das ist gar nicht so schwer zu erreichen, wenn Sie diszipliniert sind. Wer früh mit dem Aktiensparen anfängt und am Ball bleibt, kann es schaffen. Und noch viel mehr.

Selbst das Millionen-Depot ist mit Durchhaltevermögen zu schaffen. Sie brauchen nicht mal ein Gutverdiener zu sein.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Geld und Börse: Seien Sie seltsam

  1. Christoph

    @Tim stimme ich Dir komplett zu.

    Wobei ich selbst kaufe meistens nur einmal in der Woche ein. Da wird das mit dem MHD schwer.

    Aber ich gehe auch zum Aldi da finde ich eigentlich auch alles was ich brauche.

    Was mir gestern dort aufgefallen ist:

    An der Kasse kaufte ein junger Mann einen berühmten Riegel. Das Stück € 0,69

    Wenn er im Regal geschaut hätte, hätte er, ich glaube 10er oder 12 Pack, den Riegel für unter € 2 kaufen können. Die sind zwar ca 30% kleiner aber unterm Strich spart man auch da Geld. Leichter kann man kein Geld unnötig aus dem Fenster schmeißen.

     

     

  2. Fabian S.

    Haloo Tim, wieder super Artikel. Mein Auto ist 12 jahre alt und hat bald 167.000km weg. Für mich ist das ein echter Sport zu sehen wieviele Km er noch schafft 😉

    Eine ganz andere Frage: Wie schätzt Du die Kritiker ein, die sagen Coca Cola Aktien hätten die beste Zeit hinter sich, weil man nicht weiß wie man in unserem Gesundheitsumfeld in Zukunft auf Coca Cola reagieren wird. Bleibt unabhängig davon die Coca Cola Aktie eine Aktie für die Ewigkeit?!

    Außerdem wird Warren Buffett zur Zeit von vielen kritisiert, weil er IBM zu eines der „Big Four“ gemacht hat, weil sie auch schwächeln. Bleibt sie auch eine ewige Aktie egal was die Leute sagen???

     

     

  3. Christoph

    @Fabian:

    Coca Cola bleibt natürlich allererstes der braune Limo Konzern.

    Aber Coca-Cola hat ja viele andere Marken. Reltaiv viel Wasser, Vio zb auch

    http://www.coca-cola-deutschland.de/marken/all/

     

    Ich glaube ich habe mal gelesen, das jede Marke 1 Milliarde Umsatz macht.

    Also man sieht auf jeden Fall, Coca Cola ist breit aufgestellt.

     

    zum Thema IBM. War gestern auch auf CNBC Halftime Report Thema.

    Die letzten 16 Quartale ging der Umsatz immer mehr zurück.

    IBM versucht sich umzustellen. Man will mehr in Cloud usw gehen. Aber das fällt IBM wohl schwer. Derzeit raten die meisten nicht zum kauf.

    Wenn IBM die Wandel hinbekommt sind die Chancen sehr gut, dass IBM wieder ein großer Player wird. Dauert der Wandel aber weiter an so sieht es relativ düster aus.

    Ist derzeit also echt schwer da was zu sagen. Vielleicht erstmal eine kleine Position kaufen?

    Ich kaufe ab Mai ein bißchen per Sparplan. Die Dividende ist ja auch gut und ich hoffe/denke IBM wird den Wandel schaffen.

  4. Tobias F.

    Ich habe gestern Apple gekauft,  nur eine kleine Position.  Gibt es hier parallelen zu IBM? Ich bin nicht sicher ob der Zenit von Apple überschritten ist.

  5. Oliver

    Sparen und Investieren ist letztendlich Geld, was ich nicht ausgegeben habe. Von daher sind geringe Lebenshaltungskosten der erste Grundstein. Wobei man durchaus auch mal sich was leisten kann, wir leben schließlich im Hier und Jetzt. Das berühmte Millionendepot haben die wenigsten, weil sie ihr Geld unterschiedlich verteilen. Immobilien sind das Stichwort und gerade Deutsche haben diese Anlageform wesentlich lieber als Aktien. Aktien sind in unserem schönen Land einfach nicht beliebt und ich bin skeptisch, ob ich das in meiner Lebenszeit noch erleben werde, dass sich das ändert.

    Trotzdem sollte man neben der ganzen Sparerei das Leben nicht komplett vernachlässigen. Mein übergeordneter Manager ist vorletztes Wochenende überraschend gestorben. Ich war auf der Beerdigung und beim Essen saß ein Kollege neben mir, der noch recht jung war (25 – 30 Jahre). Er hat dort seine erste Aufgabe und da nicht schlecht verdient wird, hat er gesagt, er plant sich, in München eine Immobilie zu kaufen. Da war dann gleich von 800.000 € die Rede und vielleicht 10% Eigenkapital. Da denke ich mir: Wenn er das macht, werden die nächsten 10 – 20 Jahre wirklich eine enge Geschichte, weil absolut nichts schiefgehen kann. Dazu die Spekulation, dass die Immopreise in München weiter so stark steigen. Ich bin skeptisch. Wenn ich mir so eine große Hütte kaufe, dann habe ich automatisch hohe Kosten für alles mögliche. Dazu der Autowahn (ist auch ein Thema), und damit sind die Finanzen in der besten Phase komplett verplant. Er kann als Sieger herausgehen, wenn er das Haus abbezahlt hat und besitzt eine wertvolle Immobilie. Aber in der ganzen Zeit nur Kosten, keine Erträge.

    Alles eine Nummer kleiner wäre wahrscheinlich viel ertragreicher und vor allem entspannter. Das ist ja genau das, was ich am Aktiensparen so liebe. Ich kann anlegen, wann und wie viel ich immer will und mir leisten kann. Nebenbei ständig steigende Erträge. Am Anfang sicher nicht der Rede wert, aber eben auch keine hohen Kosten durch großes Haus. Später fängt das richtig an zu rennen. Nach fünf Jahren ist das schon ganz was anderes, als am Anfang, wenn man in der Lage ist, einiges zu sparen.

    Ich weiß aber, dass ich mit meinem Fokus auf Aktien eine kleine Minderheit bin. Und ich habe nicht die berühmte Million im Depot, von der Tim schreibt. Trotzdem wirds jedes jahr mehr. Was die berühmten Crashs betrifft, lässt mich das Thema weitestgehend kalt. Ich habe sowieso nicht vor zu verkaufen und im übelsten Crash zahlen einige Firmen immer noch Dividende. Das haben viele Firmen in der Weltwirtschaftskrise auch getan.

    Tim rechnet mit den Entnahmezahlen konservativ, wenn er bei 2,5% ist. Die Realität sieht – je nach Ausrichtung – etwas anders aus. Bei 600.000 € kann man ohne Probleme schon mehr als 20.000 € / Jahr bekommen, ohne etwas verkaufen zu müssen. Und das schöne ist, das es im Folgejahr mit fast 100% Wahrscheinlichkeit mehr sein wird. Da rechne ich mit einem Zuwachs von 5% im Schnitt. Bei mir wird es weiter die Fokussierung auf Aktien bleiben. Für mich die ideale Anlageform. Der Schlüssel ist: Anfangen zu sparen ohne viel zu überlegen und dann investieren und sich über die Möglichkeiten weiterbilden. Damit wird man über die Zeit erfolgreich und wenn man es lange macht, wird einem die gesetzliche Rente nicht mehr interessieren.

  6. Oliver

    Noch kurz zu Coca Cola: Habe ich im Januar wieder zugekauft und das wird nicht das letzte Mal sein. Das ist eine Firma, die tendenziell weiter wachsen wird und sehr konservativ als Investment ist. Sicher, sie ist nicht günstig im Einkauf, aber das sind gute Sachen nie. Wenn ich in langen Zeiträumen denke, ist das für mich ein Kauf.

    Bei IBM bin ich skeptischer. Es ist ein großer Konzern, aber die Technik läuft ständig weiter und IBM ist nicht dort tätig, wo die nächsten wirklich großen Schritte stattfinden. Man kann sich evtl. überlegen, eine kleine Position zu kaufen. Kommt für mich nicht in Frage, weil es bessere Möglichkeiten gibt.

    Da kommen wir zu Apple: Ganz anders aufgestellt als IBM. Sicher nicht so breit, aber sie sind in Bereichen tätig, die in Zukunft einiges versprechen. Für mich ggü. IBM ein wesentlich besserer Kauf. Hier besitze ich schon Aktien und dabei wirds nicht bleiben. Sie erhöhen i.d.R. die Dividende in Q2, also nochmal ein Grund, da diese prozentual stark steigen.

  7. Xaver

    @Tobias F.

    Warum kaufst Du Apple, wenn Du Dich fragst, ob die ihren Zenit bereits überschritten haben? Kein guter Mix oder man sollte sich die Frage zumindest vor dem Kauf stellen.

    Trotzdem sind IBM und Apple nur bedingt vergleichbar. Da stimme ich Oliver zu. Ganz andere Segmente, Kunden und Produkte. Die Benchmark zu Apple wären andere PC/Tablet-Produzenten und Smartphonehersteller. Und da finde ich Apple doch ganz gut aufgestellt. Beeindruckend ist auch die hohe, fast schon religiöse Loyalität der Apple-Käufer. Schau zum Bespiel mal in den Werbe-/Kreativbereich…da würde keiner, der was auf sich hält, freiwillig auf seinen Mac verzichten wollen.

  8. Christoph

    @Oliver: Sehe ich größtenteils wie du

    Wobei ich bei Apple irgendwie das Gefühl habe, dass sie ähnliche Fehler wie in der Vergangenheit machen.

    Klar man hat die Watch rausgebracht und bietet Musik an. Aber derzeit sieht beides mehr als mau aus.

    Mich wundert es, dass Apple beim großen Thema VR nicht dabei ist. Glaube das ist ein Fehler. Viele sagen in den 90ern kam das Internet und jeder wollte es und brauchte es

    Dann in den 2000ern kam das Smarktphone: Jeder wollte es und brauchte es

    Und nun sagen fast alle ist VR das nächste was jeder will und braucht.

    Ich glaube mittlerweile sagen auch viele Leute ich brauchte nicht immer alle 2 Jahre ein neues Handy.

    Und ob Apple wirklich ein Auto baut? Ich weißnicht so recht.

     

    Was hälst Du/ Ihr von Williams Companies? Ist ja einer der größten Unternehmen beim Thema Gas. Und durch die Fusion mit ETE der 3. größe in Nordamerika und 5. größte weltweit

    Die Aktie ist sehr nach unten gegangen. Die Dividende USD 0,64/ Quartal! Wow! Derzeit gibt es wohl irgendwie Streit mit Steuergeschichten, blicke aber ehrlich gesagt nicht ganz durch.

    Auf lange sicht denke ich sicher wieder top. Überlege ob ich da bei dem Preis kaufen soll derzeit ca Eur 14,50!

  9. Tobias F.

    @ Xaver: Apple habe ich gekauft weil ich in diesem Bereich noch nicht investiert war und der Konzern eigentlich auch in Zukunft noch erfolgreich sein sollte.  Meine Unsicherheit drückte sich in der geringeren Summe aus.  Ich würde gerne noch weitere US Aktien kaufen,  der Zeitpunkt gefällt mir nur aktuell wegen der höcbsstände nicht….

  10. Fit und gesund

    Superschöner Beitrag wieder Tim, kann ich nur bestätigen, ich habe eine Kollegin, superschöne Hütte am Hügel, dicke Karre, Alles auf Pump, der Kredit für die Hütte wurde nur gewährt wenn Familie Protzig auch gleich noch eine Lebens und Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, bis jetzt wurde kaum was zurückbezahlt, weil die Hütte ja am Hügel steht, braucht man auch Elektroräder, nur vom Feinsten versteht sich, da ist Alles auf Kante genäht, ich wollte so nicht leben, es würde mir die Luft zum Atmen nehmen.

    Ich halte es anders, Eiserne Reserve von ein paar Monatsgehältern als Cash, der Rest geht in Aktien, teils als Sparplan und dann alle 3 Monate eine grössere Summe in ETF’s, die gemeine Delle vom Januar und Februar ist nun endlich ausgemerzt, aber es werden neue Dellen kommen, ich kaufe weiter auch wenn es mir stinkt, ich hab auch nicht die CS verkauft als ich über 50% Verlust hatte, ich habe nachgekauft und so meinen Einstandspreis von 24CHF auf 20CHF gesenkt, die Dividende die quellensteuerfrei ist werd ich natürlich re-investieren,

    ich habe gefragt ob ich mir meine Überstunden auszahlen lassen darf, wir haben Personalmangel, auch das Geld werde ich sofort anlegen.

    Rente ist zur Zeit das Thema in den Nachrichten, die Jungen sind teilweise ziemlich sorglos, wird ein prima Wahlkampfthema werden,

    für die finanzielle Freiheit bin ich viel zu alt, aber ich glaube ich werde im Alter nicht darben müssen, und da ich jetzt schon sparsam lebe, trainiere ich ja schon, mir wird es dann nicht so schwer fallen mit der Sparsamkeit, Andere werden sich aber umgucken müssen wenn plötzlich nix mehr geht und die Bank selbst den Kleinkredit verweigert, das wird bitter werden.

     

    Dennoch, all mein Gespare und Geschreibe kann sich als nutzlos erweisen, es kann auch ganz anders mal kommen, deswegen hilft mir meine Grundeinstellung, zufrieden sein mit dem was ich JETZT habe, dankbar zu sein dass ich gesund bin, dankbar zu sein einen Job zu haben der mir das Leben so wie es jetzt ist ermöglicht, auch wenn es manchmal strub zu und her geht beim Arbeiten und man teilweise nichtmal zum Mittagessen kommt, ohne einen Job wäre ich aufgeschmissen,

    über das Entsparen hab ich mir noch nicht so sehr den Kopf zerbrochen, aber ich werde auch die 3% Regel anwenden oder nur die Dividenden nehmen, es ist schon reizvoll von den Dividenden zu zehren und nix verkaufen zu müssen, dieses Jahr im Sommer werde ich eine professionelle Rentenberatung durchführen lassen, gut angelegtes Geld finde ich. So oder so, ich glaube ich kann zufrieden sein mit dem was ich bis jetzt erreicht habe, die Sonne scheint, ich habe Frei, jetzt schnapp ich mir ein Buch und gehe an den See, Alles gratis….hi hi…und tut so wohl.

  11. Fabian S.

    @Christoph

    Verstehe Deine Skepsis bzgl. IBM. das ist auch das was ich gelesen habe. Aber meinst Du nicht Warren Buffett wird schon wissen welches Unternehmen er zu eines seiner „Big Four“ macht?! Ich meine gerade da dieses Unternehmen sein erstes Technik-Unternehmen überhaupt ist. Zwar macht Buffett auch mal-was selten vorkommt- Fehler, aber so ganz kann ich das gerade bei einem „Big Four“ nicht glauben. Also wie gesagt ich meine als Aktie für die Ewigkeit, nicht auf Jahre sondern mehrere Jahrzehnten bezogen. Würde mich interessieren wie Tim das einschätzt..auch meine Eingangsfrage zu Coca Cola?!

  12. Christoph

    @Fabian: Ich selbst werde ja auch ein wenig IBM kaufen. Allerdings denke ich wird es noch dauern bis dieser Tanker wieder besser läuft. Da finde ich derzeit Cisco zB eine viel bessere Wahl
    Selbst Buffet hat über IBM gesagt er ist sich nicht sicher ob es ein Fehler ist in IBM zu bleiben.
    @All: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/investment-3-zeichen-dafuer-dass-du-das-zeug-zum-millionaer-hast_H776433399_266174/

    passender Artikel.

    Am besten gefällt mir:

    Wie Dan zeigt, ist das Verschieben von kurzfristigem Glück einer der wichtigsten Schritte, um Millionär zu werden. 

    Genau das ist der Punkt. Kauftman sich heute einen teuren Tv obwohl der alte noch ok ist, ist man heute vielleicht auch noch eine Woche später glücklich. Aber danach?

    Schon bald gibt es wieder bessere TVs und schon grübelt man wieder.

    Langfristig glücklich sein ist das Geheimnis meiner Meinung nach

     

  13. K.

    Zur sog. Lücke „Die Lücke können Sie….„:

    Vor ein paar Tagen las ich zum Thema Versorgungslücke/Rentenlücke im Alter folgendes (sinngemäß):

    Wer es schafft im Erwerbsleben x Euro für die Rente (Rentenversicherung oder auch andere Dinge) zu sparen, der hätte keine Lücke da er es ja gewohnt ist zu sparen (er verzichtet ja bereits im Alltag auf das Geld das er für die Rente aufspart). Ergo braucht / bräuchte er auch im Alter weniger wenn man jetzt verzichten kann, kann man es auch später. Somit könne man die berechnete Lücke gleich kleiner ansetzen.

    Die Logik kann ich verstehen, auch wenn ich sie nicht teile bzw. gut heiße.
    Einerseits können die Kosten über die Jahre steigen oder man braucht das Geld im Alter für andere / zusätzliche Dinge die man im Erwerbsleben nicht braucht und deshalb jetzt noch nicht zu Buche schlagen, z.B. längere Reisen, Enkelkinder oder auch Altenheimunterbringung oder Pflegekosten,….

    Auch das Thema Elternunterhalt schlägt für viele erst später oder kurz vor der Rente zu buche, denn (wie ich beobachte) werden aktuell die eigenen Eltern oft erst pflegebedürftig, wenn man selbst schon kurz vor der Rente steht. Also als unterhaltspflichtiges Kind selbst zwischen Ende 50 und Mitte 60 steht.
    Davon abgesehen ist es doch wie beim Zwangssparen für den Immobillienkredit. Würde man den nicht gewzungener Maßen zahlen müssen, würde man das Geld von sich aus (in den seltensten Fällen) wegsparen. Die meisten würden es ausgeben. Ich denke hier verhält es sich ähnlich in Bezug auf o.g. Aussage.

    Die 4%-Entnahme-Regel wird ja heiß diskutiert. Ich würde da auch eher konservativ rechnen. Das Hochrechnen in die Zukunft ist schön und ggf. auch wichtig als Zieldefinition und Motivation. Effektiv werde ich in den letzten 5-10 Jahren vor der Rente bzw. vor der „Ich-lebe-von-den-Erträgen-ohne-Entnahme-Phase“ sehen was dabei rauskommt an reelen Buchungen und hier lieber nochmal konservativ Abschläge, Steuern und Kürzungen zu Grundlegen (= nicht auf Kante genäht).  Da ich noch einige Jahrzehnte bis zur normalen Rente vor mir habe, kann viel passieren. Mich „ärgert“ eher, das ich diese Tipps nicht bereist vor 10 Jahren bekam. Was hätte ich in 10 Jahren auch ggf. mit kleinen Beträgen und vorallem mit (rückblickenden) Konsumfehlausgaben bis jetzt erwirtschaften können. Es wäre leichter und auch in Hinblick auf ein (Gesamt oder Teil-) Early-Retirment sicher ein wichtiger Zeitraum (Zinseszinseffekt + Zeit) gewesen.

    Meinen Kindern werde ich beibringen normal zu leben ohne „unnötiges Zeug“. Sparen aber trotzdem das Leben zu genießen und ihnen zeigen was es bringt für später zu sparen. An kleinen Dingen im Kinder und Jugendalter (Die Eltern sind die Bank und zeigen Zinseszins und „Aktien“effekt mit kleinen Beträgen (ggf. abseits des Taschengeldes) und später an meinen eigenen Beispielen. Ggf. mit Starthilfen. Einen Motivation mehr (Beispiele plus Starthilfe ansparen/investieren).

    Ein großer Grund ist auch das ich meinen Job leider nicht bis zur Rente werde ausüben können, sofern sich die Rahmenbedingungen nicht ändern. Keine Pausen, steigende Arbeitsbelastung, Schichtdienst der den Biorythmus schädigt, man schafft nicht mehr alle Ttigkeiten in kürzerer Zeit (und da hängen Menschenleben dran), usw…. machen es hier nicht besser. Vgl. fit und gesund

    Deshalb ein zweiter Einkommensstrom der einem ggf. später Teilzeit und entspannteres Arbeiten (weniger Arbeitstage im Hauptberuf, obwohl er Spass macht und interessant ist) ermöglicht. Sonst hat man nichts von der Rente und schon gar nichts vom Leben, wenn man jeden Tag KO von der Arbeit kommt.
    Ob das klappt ist rechnerisch knapp aber ich bin optimistisch und man sieht wie sich doch immer wieder (vor ein paar Monaten nicht denkbare) Spar- und damit Investitionspotenziale auftun. Selbiges gilt für die Investitionsentwicklungen oder berufliche Ideen und Veränderungen. Ich vertraue hier auf die Zeit und das Schicksal. Dinge die ich beeinflussen kann, ändere ich. Über andere Dinge nachzudenken ist für mich Zeitverschwendung wenn ich sie nicht ändern kann. Ich mache das beste daraus und man lebt entspannter und glücklicher.

    Ähnlich wie bei „Ich brauche das große Auto nicht“ (das objektiv keinen Nutzen oder Mehrwehrt hat) usw…. Familie, gute Freunde, Erlebnisse sind wichtiger geworden. Kein Sparextrem und sich auch etwas gönnen. Eine gute, gesunde Mischung die einen Zufrieden macht. Zufriedener Leben lässt. Die Ordnung + Gelassenheit in den Finanzen (die schon vorher da war) zusammen mit Zielen, wirkt sich auf das restliche Leben und die Grundhaltung aus. Man liest es aber es ist faszinierend (selbst) zu erleben.

    Tims Blog mit all seinen Themen ist hier zusammen mit anderen Blogs usw. eine Wohltat und erfreut mich beim Lesen, auch wenn die Grundlegenden Dinge schon klar sind ist es schön sie zu lesen und auch neue und andere Dinge mitzunehmen. Die Kommentare und Aktiendiskussionen sind besser als „die Börse vor Acht“ und trotzdem manchmal auch amüsant und unterhaltsam. Im Regelfall eine gute Mischung.

     

     

  14. Leon

    12k Brutto Entnahme sind kein Luxus, selbst bei 20 k Brutto ist man gerade mal im unteren – mittleren Einkommensbereich und man braucht mindestens eine KV.

    Viele „Frei-Rechner“ sind da sehr blauäugig, Singles und haben keine Familie zu versorgen usw. Ein Pflegefall in der Familie ist finanziell auch nicht ohne.

    Oft laufen einige Blogs ein paar Jahre und dann werden sie stillgelegt…

    Klar ist die entsprechende Depot-Summe schön und man freut sich (zumindest kurzfristig) darüber.

    Die Kombi Wohn-Eigentum + Depot + sonstige Einkommensquellen ist schon stabiler.

    Lebensglück und Zufriedenheit ist nicht zwangsläufig eine Sache des nummerischen Vermögens auf der Bank.

  15. Christoph

    @K. toller Beitrag. Deine Einstellung ist super!

     

    @All: Die Tage war ja eine große Diskussion ob Dividende oder lieber nicht. Auch kam Buffet ins Spiel.

    Hier ein Artikel wieso Berkshire keine zahlt. Die machen es genauso wie wir ald Dividenden Hamster. Sie nutzen die Einnahmen um neue Unternehmen zu kaufen. In dem Fall zB Bank of America:

    http://www.fool.com/investing/general/2016/04/16/why-doesnt-warren-buffett-pay-his-investors-a-divi.aspx?source=iedfolrf0000001

  16. silentbob

    Hallo allerseits,

    @Tim: Schöner Artikel.  Im Supermarkt schaue ich auch immer nach Schnäppchen. Warum soll ich auch das teure Markenprodukt kaufen wenn ein Regal tiefer das NoName Produkt steht was meist dieselbe Qualität aufweisst? Und ein neues  (gebrauchtes) Auto gönne ich mir auch noch nicht. Meiner ist zwar schon 10 Jahre alt und hat weit über 200TKM gelaufen aber er läuft immer noch gut also warum dafür wieder viel Geld ausgeben.

    Man sollte allgemein mal mit dem zufrieden sein was man hat. Das sehen viele leider nicht so. Sie sehen immer nur was sie sich nicht leisten können und ich finde das ist einfach die falsche Ansicht.

    Mal zum Thema überteuerter Aktienkauf:

    Ich habe von damals noch ein paar Altlasten in einem anderen Depot das ich 2007 auf Anraten meinen „Finanzberater“ eröffnet habe. Dort habe ich Fonds gekauft die wirklich extrem Gebühren fressen. Die meiste habe ich längst verkauft aber ein paar Altlasten sind noch dabei die noch leicht im Minus sind die ich aber abstossen möchte.

    Hab dazu an euch mal eine Frage. Diese Fonds sind in einem anderen Depot als meine Aktien. Wäre es besser ich würde das Depot erst übertragen und diese Fonds dann dort verkaufen damit das mit dem Verlustverrechnungstopf verrechnet wird? Oder wie würdet ihr vorgehen?

    Danke schonmal.

    MfG silentbob

  17. chaostrader

    12k Brutto Entnahme sind kein Luxus, selbst bei 20 k Brutto ist man gerade mal im unteren – mittleren Einkommensbereich und man braucht mindestens eine KV.

     

    Wir reden hier von 12-20K zusätzlich zum bestehenden Rentenanspruch. Als Beamter wird einem das vielleicht „wenig“ erscheinen, für Normalsterbliche, abhängig Beschäftigte ist das ein Betrag, der einem allerhand zusätzlich ermöglicht.

  18. chaostrader

    Achso. Leon meinte den Vorruhestand, nicht die eigentliche Rente.

    Nunja, wenn Leute mit 20K im Jahr hinkommen, dann kann man doch erstmal damit rechnen. So wenig ist das ja nicht, wenn man nicht gerade in einer der begehrten Hipsterzentren wohnt.

  19. K.

    @Silentbob

    Mein Tipp (so habe ich es gemacht) wäre:
    Depot übertragen. In den Übertragungsformularen (stellt die übernehmende Bank zur Verfügung) kann man ankreuzen das auch die Verlusttöpfe mit übertragen werden sollen. So musst Du diese nicht anfordern und selbst in der Steuererklärung verrechnen (sofern es etwas zum gegenrechnen (selbe Assetgruppe! in dem Fall Aktien und Fonds) gibt. Das macht dann die übernehmende Bank. Außerdem hast Du bei einer Übertragung auch die Chance mit dem selben Formular auch gleich die Depotschließung und Abrechnung (Guthabenauszahlung/Übertragung bei separaten Verrechnugskonten usw.) des dann leeren Depots zu veranlassen. Spart für einen selbst Zeit und Papierkram.

    @Christoph

    Danke.

    @Leon

    Für die Blogs die nur ein paar Jahre laufen hat das Verschieben des Glücks dann wohl doch „zu lange“ gedauert und man hat eine anfängliche Idee nicht durchgehalten. Oder man hat sich durchgehalten und hält sie durch aber hat nur (warum auch immer) den Blog dazu eingestellt, wg. Zeitmangel, Neid, Kommentaraufwand, Blogaufwand an sich, Lust zu bloggen verloren.
    Wenn man von einem Thema überzeugt ist und dann auch regelmäßig Leser und (wichtig) Kommentare bekommt, dürfte das Ansporn sein dabei zu bleiben. Wenn sich Prioritäten oder Interessen ändern ist das Okay, aber auch Schade, gerade wenn es (wie beim Grundthema) auch hier (Blogbetrieb) ums Durchhalten und Disiplin geht.

  20. Christoph

    Wenn man wirklich viel Geld spricht janichts dagegen auch tolle Feiern zu veranstalten. Aber eine Hochzeit für 880 Mio Euro???

    Wenn man sich die Bilder anschaut fällt  einem auf, dass ausser Jennifer und Enrique keiner lacht. Glücklich sieht die Braut absolut nicht aus.

    10 Mio hätten auch locker gereicht und die anderen 870 Mio hätte der in Afrika für Brunnenbau usw nutzen können.

    Da kann man sich nur fremdschämen finde ich

    http://www.businessinsider.de/inside-der-900-millionen-euro-hochzeit-2016-3?op=0#

  21. Leon

    Ja, zum momentanen Zeitpunkt sind 12 – 20 k Entnahme im Jahr nett, bzw. „normal sparsame“ Menschen können je nach Familiensituation, Wohnungssituation auch davon leben.

    @Christoph

    Das allerhand zusätzliche was man damit anstellen kann, ist z. B. für die Pflege der Eltern aufzukommen…

    Ich meine ja nur, dass niemand vor Schicksalsschlägen, bei allen Dollarzeichen in den Augen und Gier in der Brust, gefeit ist.

    Diejenigen, die alles rosarot sehen, haben wahrscheinlich noch nicht genügend Jahre auf dem Buckel oder es lief bis jetzt alles immer super. 😉

    Ich bin für Optimismus, aber bitte konstruktiven Optimismus, der Vor- und Nachteile abwägt!

     

  22. Vali

    Tim, super geschrieben!

    Auch die anderen Beitrage, K. super, Christoph danke für den Link !

    Ja, das ist sehr individuell, was man genau vorhat.

    Rentenlücke schließen, ist mir persönlich nicht genug. Habe gerade das Buch von Bodo Schäfer „Wohlstand oder Rente“

    Er rechnet so:

    3000 € Brutto Einkommen

    bleiben 1700€ netto

    75% Prozent vom Netto hatte der Staat ursprünglich versprochen – also 1257€

    durch Rentenreform ist das Rentenniveau bereits über 10% gesunken – also 1150€

    Steuern und KV darauf – bleiben 900€

    davon Inflation von durchschnittlich real 3% – bleiben ca. 600 Rente netto

    Ich rechne pers. sogar mit Almosen, da ich als Selbständige nicht gerade üppig in die Rentenkasse einzahle…

    Recht düster das Buch, aber sehr spar- und investitionsorientiert. Vielleicht reagiert der jüngere Deutsche langsam darauf…

    Mich retten Immobilien als Basis. Eben auch mit Familie. Die Million im Depot sehe ich pers. nicht wirklich, aber es kann sich noch entwickeln 😉

    Die finanzielle Unabhängigkeit ist mein nächstes Ziel – monatlicher stetiger Cashflow, egal wie lang und was ich dazuverdiene.

     

     

     

     

     

  23. Oliver

    @Christoph: Zum Thema VR und Apple

    Ich betreue z.B. für Intel so einige Produkte und diese Firma ist mehr für Prozessoren bekannt, obwohl sie viel anderes Zeug herstellt. Ich hatte die auch nicht mit VR auf dem Radar und habe dann vor wenigen Wochen tatsächlich von der Entwicklungsabteilung etwas über Extra Reality gelesen, die entwickelt wird. Das Thema ist dort also auch angekommen.

    Du kannst dir sicher sein, dass Apple diese Entwicklung im Blick hat und mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu Dinge entwickelt. Als Außenstehender siehst Du immer nur die Spitze des Eisberges. Was das Unternehmen insgesamt so treibt, wissen nur Insider. Unabhängig davon ist bei Apple die Watch sicher nicht der Hit (mir erschließt sich auch nicht, warum ich die haben müßte), aber das Unternehmen ist ziemlich tief bei seinen Kunden verankert. Die Loyalität darf man nicht unterschätzen, die die Kunden zu dem Unternehmen haben. Für mich ist die Aktie ein wesentlich klarerer Kauf als IBM.

    IBM ist ein altehrwürdiges Unternehmen und hat viele Ressourcen. Aber sie haben schon viele Technologien verkauft und müssen sich umorganisieren. Das kann eine Chance sein, aber es besteht eben auch die Möglichkeit, dass die Umorientierung schief geht. Ich denke da an Digital Equipment, welches jahrelang der Primus für große Rechneranlagen war und insolvent wurde. Kein Unternehmen ist gegen Niedergang geschützt. Wenn ich heute bei IBM einsteige, wette ich auf einen Turnaround und das in einem Gebiet, das extrem schnelllebig ist. Meine Einschätzung: Sehr hohes Risiko bei moderater Chance. Die Aktie ist trotz Dividendenrendite nicht günstig, weil das Unternehmen Schwierigkeiten hat. Viele meiner alten Geschäftskontakte arbeiten dort nicht mehr und sind häufig bei innovativeren Firmen gelandet. Man wird sehen.

    Wenn schon Techbereich und groß, dann lieber Cisco, Intel, Skyworks, Avago, Microsoft, Alphabet, Facebook etc. Da sind wesentlich mehr Chancen. Wobei ich sagen muß, dass ich Microsoft vor 2-3 Jahren nicht gekauft hätte und ich sie heute wesentlich besser einschätze. Spricht gegen meine These für IBM.

     

  24. Claus

    Ich halte IBM seit einigen Jahren und sehe die Aktie als perfekten Dividendentitel:

    Zahlt seit 100 Jahren Dividende
    Steigert die Div. seit 20 Jahren
    Steigerungsrate 20% p.A. in den letzten 10 Jahren
    Ausschüttungsquote nur ca. 37%
    Akt. Div-Rendite ca. 3,4%

    Mit der Kursentwicklung kann man natürlich seit einigen Jahren nicht zufrieden sein. Doch IBM arbeitet fleißig an der Umstrukturierung. Hier ist einer der „4 Kostolany-G´s“ gefragt, die erfolgreiche Anleger benötigen, nämlich GEDULD. Die Belohnung in Form von steigenden Kursen wird sicherlich kommen. Die Warteezeit läßt sich mit den Dividenden ganz gut überstehen.

    Bevor irgend jemand  nach den 3 anderen „Kosto-G´s“ fragt, diese sind:

    Gedanken, Geld und Glück.

    Ich halte nur Einzelaktien, aber nicht nur Dividendentitel.

    Dividenden sind m.E. äußerst wichtig, denn sie machen langfristig durch Wiederanlage ca. 50% des Gesamtergebnisses aus.

    Trotz der diesjährigen Volatilität ist mein Depot (43 Aktien) bis jetzt bei „+- null“, das Tief war bei -11%.

    Als es nur noch abwärts zu gehen schien habe ich nachgekauft:

    BASF, H & M, Nestle, Vodafone.

    Trotz einiger Dividendensenkungen (BHP + Woodside Pet.) sind meine Dividendeneinnahmen dieses Jahr wieder deutlich gestiegen, denn die meisten Div. wurden erhöht. Meine Netto-Div. dürften am Jahresende erstmals 10k übersteigen (letztes Jahr 8,5k).

    Ich kann nur jedem empfehlen passives Einkommen aufzubauen. Es macht einfach Spaß, wenn sich die Erfolge einstellen und ständig Zahlungen eintreffen.

    Viel Erfolg!

     

     

  25. Christoph

    @Leon: Ich glaube du hast mich verwechselt und meintest K…?!

    @Oliver: ja ich bin hin und hergerissen bei IBM, daher kaufe ich nur in kleinen Mengen per Sparplan.

    Intel streicht derzeit ja sehr viele stellen. Manche sagen ja Intel ist auf dem absteigenden Ast wegen dem schleichen PC Verkauf. Ich denke aber Intel ist eine der besten Unternehmen. Gerade bei den Themen VR, IoT usw muss ja irgendwo auch alles verarbeitet werden. Und da wird Intel richtig mitspielen. FÜr mich ein absoluter Kauf.

    CIsco sowieso. Und skyworks habe ich sehr gerne. Komischerweise ist die gar nicht so bekannt. Aber das wird sicherlich noch kommen. In 10 jahren werde ich glücklich sein meine Aktien so früh gekauft zu haben.

  26. Delura

    Hallo zusammen,

    also ich denke für einen Langfristanleger ist IBM im Moment fast schon Pflicht. Nicht falsch verstehen, an schlechten Tagen kleine Positionen aufbauen und immer Schritt für Schritt ausbauen. IBM erhöht seit Jahren zweistellig die Dividende und kauft wie verrückt eigene Aktien.

    2013 hat IBM 16,6 Milliarden Gewinn gemacht und in 2015 „nur“ noch 13,2 Milliarden Dollar Gewinn – das muss ich mir ganz ehrlich nicht Gedanken machen ob die in einem, zwei oder drei Jahren die Kurve kriegen.

    IBM ist dafür einfach to big – nur meine Meinung.

    VG

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Danke für das Lob.

    Das stimmt mit dem einzelnen Schokoriegel versus der Großpackung: Großpackungen sind meistens billiger basierend auf dem Gramm-Preis. Wer Platz in der Vorratskammer hat, kauft also besser die großen Boxen.

    Die Reichen machen das so. Sie kaufen große Mengen, um von günstigeren Preisen zu profitieren. Jedenfalls ist das so in den USA. Es gibt Studien dazu: Die Reichen kaufen bewusster als die Armen ein. Die Armen geben mehr Geld fürs Essen, Klopapier etc. aus.

    https://www.washingtonpost.com/news/wonk/wp/2016/03/08/why-the-poor-pay-more-for-toilet-paper-and-just-about-everything-else/

     

    Übrigens werden die Reichen auch älter als die Armen. Die Armen sind häufiger betroffen von Fettleibigkeit, Diabetis, Rauchen, Saufen, machen keinen Sport… Klar, das klingt nach Vorurteilen. Aber es trifft auf den Durchschnitt zu:

    http://www.theatlantic.com/business/archive/2016/04/why-the-poor-die-young/477846/

    http://nyti.ms/23nEYyr

     

    @ Fabian S.

    Ich finde IBM und CocaCola sind Aktien für die Ewigkeit. Anleger kaufen am liebsten, wenn die Aktien gerade Highflyer sind. Sie kaufen in Scharen, wenn sie der Darling der Wall Street sind. Gibt es Probleme, verkaufen sie. Das sieht man  schön bei Apple. Als alles rund lief vor einigen Jahren, war die Aktie im Höhenflug. Jetzt gibt es einen Durchhänger, der Umsatz stagniert, dann rennen sie davon. Dabei bieten gerade solche operativen Flauten die besten Einstiegszeitpunkte bzw. Zukaufschancen. An den Insidern siehst Du gut, dass Krisen die besten Chancen bieten. Denn die Insider schlagen meist zu, wenn der Kurs abgestürzt ist.

    Kurzum: IBM, CocaCola, Apple… kaufen und liegenlassen. Du wirst natürlich immer Aktien erwischen, die sich nicht auszahlen werden auf lange Sicht. Die Dauerläufer in Deinem Depot werden aber die Schrott-Aktien wettmachen. Ich verfolge ein Buy-and-Hold in Extremform. Ich verkaufe nie mehr eine Position. Was im Depot ist, bleibt im Depot. Egal, was passiert.

     

    @ Fit und gesund

    Danke für den Zuspruch. Ja, die Villa auf dem Hügel, der Pool daneben und der Porsche in der Garage – das ist der Traum vieler. Wenn das allerdings alles finanziert ist, kann das Leben zum Albtraum werden. Nach außen hin mag es eine schöne heile Welt sein, aber die Finanzen sieht ja keiner.

     

    @ K.

    Danke! Klar, niemand muss das Sparen übertreiben. Es reicht ja schon eine gesunde Grundeinstellung. Moderation ist das Zauberwort!

    Das gleiche gilt ja für die Ernährung und den Sport. Eine Sünde ist hin und wieder erlaubt (Eiscreme, Süßigkeiten, Faulenzen…). Aber die Süden dürfen nicht aus dem Ruder laufen. Ich habe leider in meinem Feundeskreis einige Leute, die an Diabetis erkrankt sind. Das lässt sich mit einer ausgewogenen Ernäherung und ausreichenden Bewegung eigentlich vermeiden. Es ist wirklich schlimm, wenn jemand daran erkrankt. Das Leben wird dann anders (ständige Blutzuckermessungen, Insulin-Spritzen…).

     

    @ silentbob

    Cooles alte Auto. Gratulation dazu! Ich denke: Leute, die ständig ein neues Auto kaufen, haben ein Problem mit ihrem Selbstbewusstsein. Warum fahren die Chefärzte alte Schüsseln und die Berufsanfäger (Krankenschwester, Personaler…) dicke Neuwagen?

     

    @ Vali
    Die Million im Depot wirst Du schon schaffen. Das glaub ich schon. Der Zinseszins wirkt mit der Zeit wie ein Wunder. Was Dir hilft: Du bist so motiviert und optimistisch. Und falls Du die Million nicht schaffen solltest, ist auch egal. Dein Reichtum ist Deine Zuversicht und Fröhlichkeit.

  28. K.

    Ich rechne pers. sogar mit Almosen, da ich als Selbständige nicht gerade üppig in die Rentenkasse einzahle… (Zitat von @Vali)

    Auch als Angestellter sehe ich das ähnlich und gehe davon aus das ich privat nahezu 100% für mich abdecken muss, zzgl. Partnerin etc.

    @Leon / @Christoph

    Sofern @Christoph recht hat mit seiner Verwechslungsvermustung 😉 :

    „Ich bin für Optimismus, aber bitte konstruktiven Optimismus, der Vor- und Nachteile abwägt!“

    Natürlich wäge ich vor und Nachteile ab, auch wenn ich es nicht explizit erwähnt habe. Aber auch das Gegenteil habe ich nicht geschrieben 🙂 Mir ging es nur darum auch etwas Schicksalsvertrauen und Optimismus als psychologischen Faktor mit reinzubringen.
    Ich stimme vollkommen zu, das man Schicksalschläge in Betracht ziehen muss, aber das ein gutes „Vermögen“ auch viel vermag (Einsatzmöglichkeiten, Pflege, Eltern, Rente, etc…) und das zu unterschiedlichen Zeitpunkten und ggf. hintereinander im Verlauf. Wichtig ist, das man anfängt eines aufzubauen zur Selbstabsicherung und zur „Unabhängigkeit“.

    @Tim

    Vollste Zustimmung.
    Nur zum Thema Diabetes ein Anmerkung: Bei der (mehr verbreiteten) Typ-2-Variante (sog. Alter-Diabetes) hast Du mit deinen Vermeidungshinweisen recht und Aufklärung der Bevölkerung ist wichtig. Man darf aber nicht vergessen dabei zu differenzieren (oder Betroffene alle zu stigmatisieren) das man auch bei gesunder (diabetes-vermeidender) Ernährung und Lebenshaltung aus anderen Ursachen (Schwangerschaft kann per se eine Ursache sein oder Pankreasproblemen ohne Selbstverschuldung,…) Diabetes Typ 2 oder auch Typ-1 bekommen kann.
    Ein guter Satz den @Tim an @Vali richtete. Gilt sicher für alle und alles im Leben. Ein Ziel haben aber mit weniger oder dem was man hat / erreicht zufrieden sein. Stichwort Zufriedenheit, Glücklich sein.
    Wie immer top, Tim.
    P.S. Nicht alle (Chef)-Ärzte fahren alte Schüsseln, aber die die es tun, werden wissen warum 😉 und haben ihre Prioritäten ggf. anders gesetzt oder lesen gar hier mit. Für viele ist ein protziges Auto aber halt Selbstbelohnung und wie bekannt einfach Prestige. Wers braucht. Die innere Werte, der Charakter, die Lebensleistung sollte zählen und wenn man sieht über was manche am Sterbebett resümieren erzählt keiner von seinem (großen oder kleinen) Auto sondern von Freunden und Familie u.ä.

  29. Pommes

    @Tim, danke für diesen Beitrag und für das Beispiel eines Entnahmeplans!

    Wie du selber sagst, du bist Buy and Hold in der Extremform. Ich verkaufe auch ungern, daraus ergibt sich allerdings auch ein kleines Problem. Ich kann jährlich Mitarbeiteraktien kaufen, deutlich reduziert zum Kurspreis von einem DAX Unternehmen. Daraus ergibt sich natürlich ein nicht unerhebliches Klumpenrisiko. Was mich interessieren würde, wie soll man damit umgehen / wie gehen andere Mitleser damit um? Ich bin selber am überlegen ein rollendes Verfahren anzuwenden, sprich immer volle Anzahl kaufen und nach der Haltefrist immer wieder die volle dann freiwerdende Jahrescharge wieder verkaufen. Allerdings sehe ich auch jedes Jahr steigende Dividende und einen Wertzuwach. Dagegen fallen beim Verkauf Steuern an, bei der Wiederanlage Transaktionsgebühren etc., es ist ein Drama ;).

  30. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ K.

    Ich stimme bei allem zu, was Du schreibst. Wenn jemand unsicher ist wegen eines alten Autos, ist das ein Fehler. Ein Auto ist so etwas von egal.

    Meine Leser wollen im Prinzip alles: Finanzielle Freiheit, Motivation, Zufriedenheit, Fitness, Bodenständigkeit, Familie, Freunde, tägliches Lachen, gesunde Ernährung… ich glaube, das eine hilft dem anderen.

     

    @ Pommes

    Das ist großartig, dass Du so eine Chance mit den verbilligten Aktien des DAX-Konzerns hast. Ich verstehe das Dilemma. Ich wäre gleichwohl vorsichtig beim Verkaufen. Steuern und Transaktionskosten haben auf lange Sicht einen enormen Einfluss auf die Rendite. Solange die Position nicht allzu groß wird, würde ich weiter aufbauen. Du solltest die Dividenden und alle anderen Sparraten natürlich in andere Richtungen investieren (andere Branche, andere Währungen…). Buffett hat auch sehr große Positionen. Geschadet hat es ihm nicht. Mit der Streuung kann man auch übertreiben.

  31. Tobias F.

    Zum Thema Auto: Ich fahre einen 316d BJ 01/2013. Ich muss beruflich viel Fahren und finde es extrem engenehm mit diesem Auto zu fahren. Vorher war mein Wagen auch 13 Jahre alt. Ab wann geht bei euch Protzen los? Ich persönlich finde einen 3er BMW nicht protzig und auch nicht klapprig, für mich eine gute Mischung. Mich würde interessieren wie die anderen Forenteilnehmer das sehen.

     

    @Pommes: Wenn du das Geld nicht brauchst und in einem zukunftsrächtigen Unternehmen arbeitest kannst du doch erst mal die Aktien behalten. Bist du bei RWE, Eon oder der Commerzbank: Weg damit… 😉 Spaß! Ich glaube ich würde einen Teil verkaufen und umschichten, das Klumpenrisiko kann man nicht wegdiskutieren. Oder hast du die Möglichkeit aus deinen Einnahmen heraus ausreichend zu diversifizieren?

  32. Fit und gesund

    @K,

    Du hast eine gesunde Einstellung, das Thema Elternunterhalt ist meines Erachtens sehr wichtig, ich kann nur Allen raten die Sache frühzeitig aufzugleisen, nicht nur wegen den Kosten, sicher etwas worüber man nicht gerne spricht, aber klare Absprachen können sehr viel Leid verhindern oder zumindest mildern, ich habe das Thema jetzt durch, meine Mama hatte finanziell und auch rechtlich vorgesorgt, aber die Arbeit die sowas macht, besonders wenn man selber berufstätig ist, ist nicht zu unterschätzen und es ist immer noch eine psychische Belastung.

    Vieles ist auch mit Geld nicht aufzuwiegen, ich gebe K. auch hier recht, Sterbende reden nicht mehr über ihre Karren, da wird Anderes viel wichtiger, im Pflegeheim meiner Mama sieht man nicht viele Besucher, das tut mir oft sehr sehr leid.

    Ich war heute 1.5 Stunden laufen, der Kopf war frei danach, ich war ausgepowert und die Welt  in Ordnung, nur so kann ich Schichtdienst bewältigen, wer bei schönem Wetter vor der Glotze sitzt muss sich nicht wundern wenn jedes Stückchen Schokolade sich in Hüftgold verwandelt, ich habe Laufklamotten von Tschibo (3Jahre alt) und Markenschuhe, aber auch die waren nicht übermässig teuer, Modell vom Vorjahr eben.

    Soeben musste ich lachen, wollte meine Werbesachen bündeln, in der Coopzeitung fand ich dass man am Samstag JEDEN Artikel mit Punkten bezahlen kann, ich habe nie Verwendung für die früher gesammelten Punkte gefunden, am Samstag schlag ich zu und wenn ich 2x laufen muss (hab ja kein Auto) MHD – Ware findet sich eher bei Coop als bei Aldi, Aldi kalkuliert glaub haarscharf, da geht eher was aus als dass die zuviel haben, es findet sich ab und an Brot aber ich ess nicht viel Brot…bei echten Angeboten greif ich auch gerne zu, 3 Tuben Zahnpasta für 2 oder so, die „Armen“ kaufen nur 1 Tube da das ja im Moment günstiger ist, wer nur ganz wenig Geld hat kann eben nicht auf Vorrat kaufen, ausser bei Alkohol, da kaufen sie wie die Irren, dafür langt’s immer.

    @Stefan,

    Deinen blog find ich auch toll, Dein letzter Beitrag ist absolut Klasse! werd ich mir aufheben.

  33. Pommes

    Zum Thema Auto und protzig, irgendwo hatte ich mal diesen Spruch dazu gehört: Die einzige Person auf der Welt die es interessiert was du für einen Wagen fährst bist du selber. Ansonsten würd ja jeder mit offenem Mund stehen bleiben wenn man eine E-Klasse sieht und man ca eine Ahnung hat wie teuer solch ein Auto beim Neukauf ist. Protzig wird es für mich erst wenn man die Leute kennt und weiß das sie sich so etwas eigentlich nicht leisten können (und das ist dann auch eher unabhängig ob es ein Auto oder ein anderer Konsumgegenstand ist). In diesem Fall kann für mich schon ein Skoda Fabia protzig sein :). Also Tobias F,  wenn du nun 1 Mio. im Jahr verdienst finde ich den 316d  nicht protzig, bei einem Jahresgehalt von 20K …. ;).

    @Tim und Tobias F: besten Dank für die Tipps! Ich finde es auch super das das Unternehmen es ermöglicht! Das Unternehmen ist keines der oben vermuteten ;). Viele die Dividenden sammeln haben das Unternehmen (ich weiß z.B. das Tim und Vali ebenfalls Aktien von diesem UN halten). Ja, ich streue die Dividende jetzt schon in andere Unternehmen. Der aktuelle Klumpen ist c.a. 25% groß. Von den Neuinvestitionen in einem Jahr ist es ebenfalls ca. 25%, Tendenz aber sinkend, da immer mehr Dividenden pro Jahr zurückkommen, die reinvestiert werden. Es tut halt einfach weh wegen dem Klumpenrisiko Teile einer Position zu verkaufen die eine Dividendenrendite von ca. 6.5% hat (dank der Vergünstigung im Einkauf). Der Verkauf ist teuer (Steuer,Kosten etc.). Wo wieder anlegen? Kein seriöses Unternehmen gibt einem diesen YOC, da muss mehr sehr lange warten bis durch Dividendenwachstum der YOC wieder so weit oben ist. Gut ich habe die Geduld dafür, allerdings wirft ein der Verkauf enorm zurück.  Vermutlich werde ich mir wohl eine maximal Grenze für diese Position ausdenken müssen, 25% empfinde ich halt schon als einen Klumpen, maximal 15% erscheint mir momentan sinnvoll.

  34. StockMan

    IBM hat ca. 30 Mrd. Goodwill, bei ca. 15 Mrd. Eigenkapital = 13 %, sowie 15 + × Quartale mit rückläufigen Umsätzen.

    Für IBM bin ich derzeit nicht mutig genug.

    Grüße vom
    StockMan

  35. silentbob

    @K. Danke. Das werde ich in den nächsten Tagen in Angriff nehmen. 🙂

    MfG silentbob

  36. Lad

    IBM, CocaCola, Apple sind schlechte Aktien für die Ewigkeit.

    IBM ist krank wie Nokia oder Siemens a verkauft seine kranke Produktion nach China. IBM schafft keine gute Wachstumsraten von Umsatz und Gewinn. Die sollten rund 10% jährlich steigen, mindestens 7%.

    Genauso schwach ist das Wachstum von Umsatz und Gewinn bei Coca Cola. Als Warren Buffett kaufte 1989, wuchs der Gewinn noch 17% jährlich. Heute nur 4%. Buffett würde heute nicht mehr Coca Cola Aktien kaufen. Doch die Anfänger kaufen blind immer noch die Aktien von Warren Buffett (Coca Cola wie IBM), ohne allein nachzudenken. Und deswegen ist die Aktie Coca Cola mit KUV, KBV und KGV heute zweimal überbewertet.

    Am besten, man kontrolliert in der Staatsbibliothek allein in den 6 letzten Heften von Aktien-Analyse die Aktien von DAX, Eurostoxx50, Stoxx50, Dow Jones und das, was auch rein passt: AT&T, Alcoa, Wells Fargo, Bank of America. Dann findet man bessere Aktien für die Ewigkeit, als Warren Buffett hat.

    Der Chef von Apple muss auf der Bühne immer Theater auf die Aktionäre spielen. Die Firma muss jährlich immer einen neuen Unsinn ausdenken, damit die Aktionäre investiert bleiben. Das ist schlechte Aktie, wenn sie Werbung braucht. Die Firma betrügt mit Steuer. Der Chef ist wahnsinnig.

    Wer wegen Dividenden eine technologische Aktie haben will, sollte die Fundamente der 13 letzten Jahren in Aktien-Analyse in der Staatsbibliothek beim Cisco kontrollieren. Cisco erreicht solide Wachstumsraten und zahlt nun auch gute Dividenden. Keine technologische Aktien von Apple, IBM, Siemens, Nokia, Ericsson, General Electric kaufen, die sind krank. Die besten technologischen Aktiem wegen Dividenden für die Ewigkeit sind aber United Technologies und BMW. * * * http://nr1a.com/aktien

  37. Christoph

    @Lad: Du schon wieder. Immer große Reden schwingen welche Aktien schlecht sind (angeblich) aber keine vernünftigen Vorschläge von stabilen Aktien machen.

    Nur zur Info: Coca Cola baut gerade um. Tee und wasser wachsen. Und Wenn ein Unternehmen eine gewisse Größe erreich hat wird das Wachstum immer irgendwann kleiner.

    Übrigens deine BMW hat gerade die Köpfe der Elektroauto Forschung an eine chinesische Firma verloren. Soviel zum Thema Innovation …

     

    Und auf der Seite wird Vale angegeben.. HAHA. Sicheres Invest.. ;o)

  38. Christoph

    Anstatt mal endlich Beamte und Politiker auch in in RV wenigstens anteilig einzahlen zu lassen und vor allem das Geld sinnvoll auszugeben (Gestern kam ein Bericht vom Bundesrechnungshof das die Bundeswehr Raketen gekauft hatte. Als dann das entsprechende Abschußgerät vorhanden war, merkte man die Rakten können aufgrund fehlerhaftem GPS nicht genutzt werden und den Hersteller konnte man nicht in Regreß nehmen weil das nicht im Vertrag stand. Millionen Futsch!

     

    nein lieber sollen die Leute noch länger schaffen. Da sieht man das man echt selbst vorsorgen muss und am besten ohne Rente leben kann

    http://www.sueddeutsche.de/politik/demografische-entwicklung-schaeuble-will-spaeteren-rentenbeginn-1.2959667

  39. Patently Absurd

    IBM ist eine meiner größten Positionen. Nicht nur, weil ich Buffett-Fan bin, sondern weil ich zwischen Gewinn/Aktie, Gewinn des Unternehmens und Umsatz des Unternehmens unterscheide und kein Problem damit habe, auch gegen die Mehrheitsmeinung zu investieren.

    Meiner Meinung nach ist die Prognose, den Untergang von IBM aufgrund rückläufiger Umsätze zu sehen, eine völlig falsche. Der Konzern wird umgebaut, und zwar vorhersehbar, langfristig und in Richtung von Geschäftsfeldern mit höheren Gewinnmargen. Auf den Umsatz kommt es da eindeutig weniger an, als auf die Gewinnmargen.

    Die Aktienrückkäufe bewirken zudem, dass der Gewinn pro Aktie in den letzten Jahren stetig gestiegen ist, und zwar erheblich. Gleiches gilt für die Dividende.

    Ein veritabler Kritikpunkt wäre m.E. höchstens, dass der Leverage sehr hoch ist bzw. die Verschuldung hoch. Im Niedrigzinsumfeld kann sich der hohe Leverage aber auch sehr zugunsten der Aktionäre auswirken. IBM kann sich im Moment für nahezu 0 % Zinsen verschulden, mit dem Kapital hochrentierlich arbeiten und die Gewinne per Rückkäufe und Dividenden an seine Aktionäre weitergeben.

    Ein großer Irrtum, den viele Analysten meiner Meinung nach machen, ist zudem, nicht zwischen dem Cloud-Computinggeschäft von Microsoft, Amazon und IBM zu differenzieren. Die Konkurrenzsituation sehe ich nicht. Bei Microsoft ist Cloud-Computing nur ein Nebenprodukt der Office-Plattform, Amazon hat dagegen keinen Zugang zu Geschäftskunden von IBM (Banken, Versicherungen), sondern bedient mit seinem Privatkundengeschäft einen völlig anderen Markt. Im Hinblick darauf, dass der gesamte Bank- und Versicherungssektor in Zukunft zwingend in hochwertige IT investieren muss und hierfür verlässliche Partner notwendig sind, sehe ich eine blendende Zukunft für IBM.

    Ich glaube auch, dass Buffett IBM besser versteht als der übrige Markt, weil er sich seit Jahrzehnten mit dem Banken- und Versicherungssektor intensiv beschäftigt hat. Er sieht IBM nicht durch die Brille eines IT-Spezialisten, sondern durch die Brille eines Bänkers, der die Marktmacht seines wichtigsten Lieferanden einschätzen kann.

    Die Zeit wird es zeigen…

  40. Delura

    Patently Absurd

    Kann mich Deinen Worten nur zu 100% anschließen. Ich bin zu 99,5% von IBM langfristig überzeugt.

    Ich hoffe das der Kurs noch 2-3 Jahre so vor sich hindümpelt und ich reichlich Stücke einsammeln kann. Divi und EPS steigen stark. Und irgendwann auch wieder der Kurs – als BUY&Hold Investor ist das ein „Traumzustand“

    Nur meine Meinung

     

     

     

  41. Felix

    Ob IBM den Turnaround schafft bleibt abzuwarten; es wäre nicht das erste Mal, dass sie das hinkriegen. Ich denke auch, dass da in der Hochsicherheits-IT (Banken, Versicherungen, Militär, Regierungenstellen, Medizin, Energie) für IBM viel drin ist. Ob das reicht? Dann machen sie noch mit KI herum, siehe Watson. Es ist definitive keine Consumer-IT, wo sie wie Apple, MSFT usw. was stemmen könnten.

    Es ist eben wie bei HP, Eon, VW, Vale u.a., ehemaligen glänzenden Konzernen, die in einer schweren Krise sind. Ob ihnen der Wiederaufstieg gelingt oder nicht, kann man jedenfalls nicht aus den Vergangenheits-Kennzahlen herauslesen. Die dt. Telekom dümpelt seit Jahren. Das kann auch bei diesen Firmen so sein.

    Vale hat übrigens irgendwie jetzt plus 150% in 3 Monaten hingelegt.

  42. StefanStefan

     

    Ich habe fürs Depot meiner Mutter einen ganzen Batzen IBM gekauft und muss schon zugeben, dass ich am Zweifeln bin ob das so clever war.

    Auch ein Buffett irrt mal, siehe Exxon, Tesco usw. Nichtsdestotrotz werde ich die sehr sehr lange halten. Halte es da (fast so extrem) wie Tim.

    Habe es nämlich schon mehrfach erlebt, dass ein Titel nach meinem Verkauf weiter nach oben gelaufen ist und ich mich dann geärgert habe. Musste neulich z.B. ein paar Microsoft verkaufen (leider erhöhter Geldbedarf momentan;-)), heute ist der Kurs schon 4 € höher als beim Verkauf. Und dann ist noch dazu jedes mal ein Viertel weg für die blöde Steuer…

    @ Patently Absurd:

    sehr gut erklärt mit IBM!

     

    Zur Rente:

    das Ganze ist ein riesiger Betrug. Wir werden total verarscht. Bekommen Abzüge wie in fast keinem Land auf der Welt (nur Belgien und Ösiland sind noch schlimmer) und bekommen Rente auf Hartz 4 Niveau.

    Tim: du hast es genau richtig gemacht. Hast das sinkende Schiff rechtzeitig verlassen und dich dem raffgierigen Staat entzogen 😉

    Das Schlimme ist, dass es einem wahrscheinlich auch nicht viel nutzen wird wenn man selbst vorsorgt, da der Staat auf diese Ressourcen auch zugreifen wird wollen. Am Besten hat man mobiles Vermögen mit dem man sich aus dem Staub machen kann wenn es gar zu arg wird. Also nix Immobilien Vali 😉

     

     

     

  43. Vali

    Ach, Tim, danke 🙂

    Dein Wort in Gottes Ohr! Dank deinem Blog, bin ich echt reicher geworden, daher denke ich mittlerweile – nichts ist unmöglich 😉

    Claus, super! Soviel aus Dividenden, gratuliere! Ich möchte auch dahin, muss auch zugeben, dass die Reise auch viel Spaß macht – Bisschen Warren Buffett spielen 😉

    Pommes, welche denn? Jetzt hast du mich neugierig gemacht;-)  Ich würde mir keine all zu großen Gedanken wegen Klumpenrisiko machen, wenn du sowieso die Dividende in andere Firmen investierst. Aber du hast einen entscheidenden Vorteil gegenüber uns „normalen“ Anlegern – günstig an gute Aktien kommen!!! Ich hätte gern Aktien meiner Auftraggeber – aber die sind keine Aktiengesellschaften…

    Christoph, danke für den Link!

    Renteneintritt ab 2030 bei 70 Jahre!? Die sind lustig…

    Bei IBM konnte ich noch nicht zugegriffen… Irgendwie fehlt mir der Zugang… mal sehen…

    Stefan,  😉 Immobil sind nur die Gebäude, nicht die Miete, die ich daraus ziehen könnte, während ich als Rentnerin in Woauchimmer Aktien- und Miet-Cashflow verbrate  😉

  44. JosefJosef

    Ich hab auch schon überlegt in IBM zu investieren halte aber noch keine Amerikanischen Aktien. Mich schreckt die 15% Dividenden Steuer der USA ab.
    Würde ja lieber die Coca Cola nehmen aber die müssen erst gesündere Getränke herstellen und der Kurs ist mir zu Hoch bei KGV 11 fang ich an zu überlegen.
    Dass Sie nun Teekapseln machen naja.
    Obs den Leuten schmeckt weiss ich noch nicht.
    Auch bei mir Ist Buffett ein Grosses Investment Idol.
    Hab auch erst einmal Aktien Verkaufen müssen, da musste ich damit aber meine Steuern bezahlen.
    Ich wünsche aber allen eine Erfolgreiche Investoren/innen Zeit.
    Man kann nicht Seinen Investment Erfolg ausrechnen, aber seine Erfolgschancen Erhöhen mit Lesen und viel Nachdenken.

  45. Elf On The Shelf

    Bin auch ein IBM Fan und der Wert ist auch unter meinen Top5 Positionen (gemessen am Depotanteil). IBM ist für mich ein „must have“ weil die so enorm breit aufgestellt und tätig sind; Hardware, Software, Consulting/Services – ich bin überzeugt davon, dass IBMs Geschäftsmodell in Zukunft komplett anders ist als es vor 10 oder 20 Jahren war. Allerdings bin ich ebenso davon überzeugt, dass IBM auch in Zukunft ein „Big Player“ am weit gefassten „IT Sektor“ sein wird.

  46. Slazenger

    Dass du Coca Cola mal zu einem KGV von 11 bekommst ist aktuell nicht vorstellbar, außer vielleicht Buffett fängt an sich von Coke zu trennen!!!

    IBM sehe ich da deutlich positiver, allerdings sollten sie dann auch demnächst mal die Kurve bekommen.

    SAP hat hier niemand auf dem Zettel?

  47. Christoph

    @Josef: Dein Problem mit den 15 Quellensteuern verstehe ich nicht Die werden doch angerechnet.

    Bekommst du zB BASF Dividende musst du 25% Kap steuer zahlen

    Bekommst du von Coca Coca Dividende zahlst du 15% Quellensteuer und der deutsche Staat bekommt 10% Kap steuer.

    Der einzige Nachteil den ich sehe ist dass bei deutschen Aktien dein freibetrag auf die kompletten 25% gelten. Bei ausländischen nur auf die 10%Aber das macht nicht soviel aus und wenn der Freibetrag erschöpft ist, ist es eh egal.

    Hatte einen Link gepostet bei dem du die Marken von Coca Cola sehen kannst. Da ist viel Wasser dabei. Wasser und Tee sind derzeit die großen Wachstumskategorien.

     

    @Vali: Ja ist schon irre was die sich immer ausdenken. Ich hoffe ja ich kann 2035 aufhören mit dann 57. Dann sind meine Dividenden so hoch das ich keine Rente mehr brauche. Und so wie es aussieht wird die eh nicht hoch wenn die weiter kürzen und machen. Und wenn das so klappt ist das schon ein riesen Unterschied ob ich mit 57 oder mit 70 nicht mehr arbeite.

    Mit 70 ist das Leben zwar nicht mehr vorbei aber das ist schon noch ein anderer Lebensabschnitt.

     

    neulich war bei Maischberger die Frau Kraft aus NRW. Die erwähnte mal das man überlegt hatte Riester als Pflicht zu machen! na gute Nacht sag ich da nur!

    Und eine Dame war da, da hab ich mir n bißchen an den Kopf gegriffen. Sie ist 57 und wohl nur noch eingeschränkt arbeitsfähig. Sie hätte immer gearbeitet,m Schichdienst, ja gut die ersten 5-6 Jahre nicht so wegen den Kindern usw.. und Sie würde durch ihren verstorbenen Mann dann nur 900 Euro Rente bekommen.. Zurücklegen kann sie und ihre Kolleginnen gar nichts.  Da frage ich mich in welcher Welt lebt sie? erst arbeitet sie 6 jahre nicht voll, jetzt aktuell schon länger auch nicht mehr aber will dann was an Rente haben? € 2000,00Oder wieviel? Und der Staat wäre schuld bzw die Arbeitgeber weil die nicht mehr zahlen.

    Aber was bitte soll zb eine Putzkraft bekommen? € 20,00/Stunde?

    Ich finde man muss immer realistisch bleiben.

     

    @Vali: Im Prinzip gehst du den besten weg. Du hast eine große Sicherheit mit deiner Immobilie. Da kann sonst was passieren, die bleibt dir. Das Krieg ausbricht glaube ich nicht und wenn hat man eh andere Sorgen nämlich zu überleben.

    Und nun kommt als Bonbon das Einkommen per Dividenden dazu.

    Klasse!

     

     

  48. Fürst Myschkin

    Ein weiterer Vorteil der US-Aktien ist: Man zahlt den Soli nur auf die 10 % deutsche Abgeltungssteuer. Man muss schon mit dem Klammerbeutel gepudert sein, sich die 15 % Quellensteuer aus den USA zurückzuholen, denn die kassiert nur der deutsche Fiskus + Soli!

  49. Delura

    @Josef

    Du hast sogar einen kleinen Vorteil wenn Du Dividenden aus den USA bekommst gg. deutschen Aktien.

    Von US-Aktien bekommst Du 74,45% netto und

    von DE-Aktien bekommst Du 73,625% netto ausgezahlt.

    Voraussetzung: Keine Kirchensteuer und Du bekommst die 15% US Quellensteuer angerechnet. (Vordruck ausfüllen ggf.)

     

  50. Pommes

    @Vali: es ist ein Versicherer der mit A anfängt und im Mai Dividende ausschüttet ;).  Mitarbeiteraktien sind Segen und Fluch, so empfinde ich es. Mit ordentlichen Rabatt sind sie unschlagbar in der Dividendenrendite. Es ist aber ein Klumpen. Klar man kann es ja auch mal ein Jahr aussetzen etc., aber im Endeffekt, man findet nichts was sich ähnlich rentiert. Auch verkaufen ist eigentlich keine gute Option. Weiß man ob man nächstes Jahr wieder das Angebot bekommt, ist man evtl. gar nicht bei der Firma? Wenn dies eintritt ärgert man sich natürlich verkauft/nicht voll gekauft zu haben. Damit würde der Klumpen ja automatisch immer kleiner werden, da man nicht mehr zukauft und andere Position aufstockt. Im Endeffekt zieht hier die Regel die immer greift bei solchen Situationen: Ändere einfach nichts und in 20 Jahren weiß man wie es ausgegangen ist.  Evtl. sollte ich den Klumpen einfach Klumpen sein lassen. Klumpen können ja auch schön sein ;).

    Ich freue mich jetzt erst einmal auf all die Dividenden die von verschiedenen Firmen im Mai bei mir eintreffen und überlege welches Unternehmen davon neu ins Depot kommt oder ob ich es in einen Dividenden ETF kippe.

  51. StefanStefan

    @ Pommes:

    ich habe auch ein paar Allianz Aktien (100 St) und freue mich auf die Dividende im Mai. Hab sie schon vor 2008 gekauft und werde sie wegen der Steuerfreiheit nie verkaufen.

    Mittlerweile bekomme ich auch eine Dividendenrendite von 6,5% auf das eingesetzte Kapital (jaja Matthias, so kann man nicht denken ;-); kann man doch…).

    Angefangen hab ich mit 3,50 EUR Dividende, dann gabs 4,50, 5,30, 6,85 und jetzt glaub sogar 7,30…ist ne schöne Steigerung.

    Lustig ist, dass ich von denen nie eine Lebensversicherung kaufen würde. Und auch die Zahlungsmoral von denen ist unterirdisch. Mein Vater führt gerade nen Prozess gegen die…

    Der geldwerte Vorteil nimmt einem aber glaube ich wieder ein bisschen was von dem Vorteil weg, oder? Ein Freund von mit arbeitet bei der BASF. Der kauft auch so viele Mitarbeiteraktien wie er kriegen kann. Über das Klumpenrisiko würde ich mir nicht soo viele Sorgen machen.

  52. AlexanderAlexander

    @all

    Die Forenbeiträge haben in diesem Beitrag ein sehr hohes und angenehmes Niveau. Dafür mal ein DANKE an alle hier. Speziell diesmal an K. und Oliver schreibt eh immer excellent.

    @Josef

    Das mit der US-Quellensteuer ist gar nicht so tragisch, da diese bei überschreiten des Freibetrages gegengerechnet wird, bis diese sozusagen „aufgebraucht“ ist. Bleibt man unter dem Freibetrag, ist diese tatsächlich weg. Der maximale Nachteil liegt bei 240,30 € bei einem verheirateten Paar.

    Ich habe das ausführlich dargestellt, vielleicht hilft es dir, etwas die „Angst“ vor der US-Quellensteuer zu nehmen.

    http://www.rente-mit-dividende.de Im Bereich Wissen einfach zur Steuer runterscrollen

     

     

     

  53. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    „man“ kann alles denken. Ich sage eben nur wie ich denke. Jede(r) hat halt andere Vorstellungen.

    Ich z.B. sehe keine Logik in Deiner Aussage, dass Du sie wegen der Steuerfreiheit nie verkaufen willst. Wozu ist die Steuerfreiheit dann nütze? Das „nie Verkaufen“ macht ja eher Sinn, wenn man Steuern vermeiden will, und nicht, um Steuerfreiheit nicht zu realisieren. Man sollte also (wenn schon nie)  Aktien nie verkaufen, wenn man sonst Steuern zahlen müsste dadurch. So finde ich das zumindest einleuchtend. Den vollen Gewinn steuerfrei einfahren und in Aktien anlegen, die auf das frei werdende Kapital mindestens 6,5% bringen. Schönen REIT zum Beispiel. 😉  Und den dann nie verkaufen. Sind Deine 6,5% YoC schon inflationsbereinigt? Gut, viel Inflation gibt es nicht, eine gefühlte aber schon. Und bei Immopreisen eine sehr reale.

    Wie gesagt, ich habe selbst kein Dogma, und will nur Denkanstöße geben.

    MS

  54. Pommes

    @Stefan, besten Dank für Antwort, okay,  ich bleib einfach mal ruhig und sehe den Klumpen als etwas Positives.

    Ja, Mitarbeiteraktien werden als geldwerter Vorteil betrachtet, ich meine der Freibetrag liegt da bei um und bei 300€, danach wirds besteuert. Die Aktien werden zum tagesgültigen Kurs eingebucht, zu einem vorher festgelegten Datum. Die Differenz zwischen dem dann gültigen Kurs und den festgelegten Kurs ergibt meine ich den geldwerten Vorteil pro Aktie.

    Der Rabat wird vorher berechnet anhand eines Kurses, ca. 2 Monate vor der Einbuchung. Es gibt dann noch zig Klauseln was passiert wenn die Aktie einen Kurssturz erleidet und die vergünstigte Aktienkurs teurer ist als der normale Preis, dann wird der Mitarbeiterpreis erneut berechnet etc.

    Ist jetzt aus dem Kopf runtergerattert, keine Anspruch auf Korrektheit ;).

    Es tut mir leid zu hören das dein Vater gerade Probleme hat mit dem Unternehmen. Bin selber Techniker (IT Abteillung) und kenne mich mit den Versicherungen nicht aus.

    Andere Frage, wieso meint Matthias das man die Dividendenrendite so nicht berechnen kann? Evtl. mixen wir gerade Fachbegriffe? Glaube wir beide meine eher YOC: yield on cost. Der Dividend Yield ist meine ich auf den Aussschüttung geteilt durch den aktuellen Kurs (dann hat Matthias natürlich recht).

  55. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Pommes,

    Stefan spielt auf alte Diskussionen an, wo ich mich dagegen ausgesprochen habe, sich mit gestiegenem YoC zu trösten, wenn die eigentliche Rendite auf die aktuelle Bewertung eher bescheiden ist. Also als Beispiel; man hat eine Aktie zu damaliger Dividendenrendite von 1,5% gekauft, und nun ist die Aktie und die Dividende gestiegen über Jahre, beträgt aber zum aktuellen Kurs auch nur meinetwegen 1,9%. ABER, weil man sie ja viel billiger gekauft hat, ist der YoC natürlich viel höher. Das stimmt natürlich, keine Frage.

    Meine Ansicht ist halt nur; ich würde mich nicht vertrösten. Für mich zählt nur die laufende Rendite auf das zur Verfügung stehende Kapital. Wenn mein YoC sich erhöht hat, aber die laufende Rendite trotzdem zu mager ist, dann bin ich der Meinung, ich sollte verkaufen und in besser rentierende Werte umschichten.

    Aber das kann jeder halten wie er will. Man ist ja auch nicht emotionslos. Man kauft Sachen nach Überzeugung und Gefühl, nur um sie zu haben. Man identifiziert sich mit Aktien. Alles ok. Rendite ist nicht alles.

    MS

  56. Christoph

    @Matthias: verstehe deinen Gedanken aber halte Ihn für falsch. Denn wenn ich 1.000 Aktien  von Coca Cola vor 20 Jahren gekauft habe, dann habe ich heute eine Wahnsinnsrendite die deutlich höher als die derzeitigen 3% sind.

    Da wäre es doch quatsch diese zu verkaufen. Wenn aber der momentane Kurs extrem hoch ist und die Dividendenrendite aktuell niedrig dann würde ich einfach was anderes von den Einnahmen kaufen. Aber Verkaufen? NEIN. Denn die sicher 20-30% die ich durch die alten Aktien habe wo soll man die dann herbekommen?

     

    @ All: gestern war der 51 Jahrestag des McDonalds IPOs. Steigerung seitdem inkl. Reinvest der Dividende: über 500.000%

    Hätte man damals eine Aktie zu 22,50 USD gekauft so wären es heute 112.500 USD!

    Und das mit nur einer Aktie!

    Wobei ich diese aufgrund der weiter steigenden Div. behalten würde

     

    Aber wenn man damals 10 Berkshire A gekauft hätte, die würde ich heute verkaufen.

     

    Wenn man

  57. Vali

    @Pommes, super! Allianz mag ich sehr, nicht nur wegen Thomas Müller;-), Sie  haben uns damals als ich schwanger war und mein Mann ein arbeitsloser Student den Kredit für unser Haus gewährt – sie haben richtig Risiko aufgenommen. Und wie ich finde, zu guten Konditionen.

    Ich bin ein wenig Dividenden-Nomadin bei Allianz 😉

    Ich kaufe meist im Frühjahr, wenn die Kurse noch wackeln, warte die Dividende ab und verkaufe zu 80-90% nach der Dividende, aber mit Gewinn natürlich. Wenn nicht, halte ich. Ich investiere das Geld+Dividende+Gewinn sofort in andere Aktien, die mir auch gleich Dividenden zahlen, meist US-Werte.

    So habe ich die Allianz zu einem kleinen Teil weiter im Depot, beobachte den Kurs aber genau. Wenn er wieder gut sinkt, kaufe ich ab Winter wieder nach mit neuem Geld.

    Wenn du aber einen festen Termin von der Firma hast, ist es wieder was anderes… teilverkaufen kannst du auch, wenn es sich für dich lohnt (bei größeren Summen natürlich). Muss ja nicht alles aus dem Depot weg.

    Aber das ist wieder Trading, und da scheiden sich die Geister;-)

    Ich bin relativ tolerant, aber es tut mir mittlerweile jedes Mal weh, wenn ich auf den Verkaufsknopf drücke… so ändert man sich hier 😉 Ob ich es dieses Jahr mache, weiß ich noch nicht…

  58. StefanStefan

     

    @ Matthias

    naja, ich sehe es halt so: wenn du eine Immobilie kaufst für z.B. 1.000.000 € und du hast 50.000 € Mieteinnahmen, dann hast du 5 % Rendite. Im Laufe der Jahre kannst du die Mieten erhöhen auf 70.000 €. Nun hast du 7 % auf dein ursprünglich eingesetztes Kapital. Möglicherweise ist die Immobilie nun 1.100.000 € wert. Würdest du die nun verkaufen?

    Bei Aktien hast du halt sekündlich einen „Preis“ dran, bei der Immobilie siehst du den Preis/Wert nicht täglich.

    Außerdem darf man ja die Steuer nicht vergessen. Wenn du eine Aktie verkaufst hast du gleich mal 1/4 weniger Anlagesumme.  (Ok in meinem Allianz-Fall jetzt nicht; aber wenn ich die erst in 40 Jahren verkaufe habe ich einen schönen steuerfreien Gewinn. Mir wäre es sogar am liebsten die würden deutlich weniger oder gar keine Dividende zahlen und lieber Aktien zurückkaufen.)

    Deswegen sind ja auch die Aristokraten so interessant. Die steigern die YOC jedes Jahr. Was du meinst ist Theorie. Das klappt in der Praxis so nicht.

     

    Zur Allianz:

    leider bekleckern die sich nicht mit Ruhm was die Kundenorientierung angeht. Sieht oder hört man von Skandalen im Versicherungsbereich ist die Allianz immer ganz vorne mit dabei. Da lässt man die Eltern eines schwer behinderten Kindes, das durch einen Arztfehler behindert wurde, durch alle Instanzen klagen in der Hoffnung, dass denen unterwegs das Geld ausgeht…das ist gängige Praxis die Anspruchsinhaber „auszuhungern“.

    Also moralisch mag ich den Laden nicht.

  59. Jan

    @Stefan,

    In dem Fall wäre die Immo ja im Vergleich mit deinem Kaufpreis unterbewertet da ein Käufer jetzt 6,36% Rendite kriegt.

     

    Was wäre, wenn der Preis auf 1,4 Mio steigt? Ein neuer Käufer würde jetzt wieder 5% bekommen und du könntest deinen Gewinn realisieren.

    Wären deine 7% auf dein Anfangsinvest ein Grund nicht zu verkaufen?

    (Nur) deswegen zu verkaufen halte ich nicht für sinnvoll. Wichtig ist, welche Erwartungen für die Zukunft bestehen. Steuern sind hier natürlich auch ein Argument.

    VG

  60. Christoph

    Ich schaue ja regelmäßig Illner und Maischberger usw. Oft sitzen da Politiker die beim Thema Flüchtlinge und Angst vor Armut der hier lebenden sagen: Haben Sie wegen den Flüchtlingen auch nur 1 Euro weniger?

    Des Weiteren gibt es ja noch den Dragi der der Meinung ist durch 0 Zinsen die Wirtschaft ankurbeln zu können

    SO nun die kleine Geschichte hierzu:

    Ich wohne in einer Wohnung von einem Unternehmen das die Altersvorsorge für Bauarbeiter finanziert. Bisher ging das aufgrund der Zinsen.

    Nun flatterte ein Brief ins Haus: Ab nächsten Monat kosten die bisher kostenfreien Parkplätze € 20,00/ Monat

    Begründung: Man muss ja die Vorsorge sichern.

     

    Und heute kam eine Mieterhöhung: 15%

    Bumm.

    Also für mich sind das dann im Monat fast 100 mehr an Kosten. So lieber Herr Dragi: Wie kann ich jetzt Dank Ihrer Politik mehr ausgeben?!? Im Gegenteil ich kann nun deutlich weniger ausgeben!

     

    Natürlich gibt es immer mal Mieterhöhungen, aber bisher war der Vermieter hier moderat. Und nun haut er voll rein.

     

    Ich traf auch jemanden aus der Nachbarschaft. Er sagte: Ha die Politik: Die veräppelt einen schön. Da sagen die hier schauen Sie tolle Erhöhung der Rente, macht bei Ihm € 30,00/ Monat aus.

    Tja die sind nun weg und er muss noch mehr drauf legen.

     

    Da beneide ich Vali mit Ihrer 2 Säulen Strategie.

     

  61. Pommes

    @Vali: Dividenden-Nomadin nette Beschreibung für dein Vorgehen ;), wenn du so Gewinn erwirtschaftest ist das doch eine nette Idee! Das mit den Schmerzen beim Verkaufen kenne ich. Ich verkaufe sehr selten, Aktien noch nie, das liegt aber eher daran, dass ich noch nicht so lange dabei bin (erst ein paar Jahre). Bei ETF’s habe ich in der Anfangszeit den ein oder anderen ETF noch einmal ausgetauscht, nun wird da Kurs gehalten. Jeden Monat kommen mehr Rückflüsse in Form von Dividenden/Ausschüttungen zurück.

     

    Was momentan ungeschickt ist, ist das gerade jetzt die ganzen Kurse angezogen habe, nun weiß ich immer noch nicht welche Aktie ich aus den Mai Dividenden kaufen soll. US ist gerade sehr teuer, Europa ist auch gut angezogen. Mal schauen was die Watchlist sagt.

  62. Freelancer Sebastian

    @ Alexander

    Meine 110€ Quellensteuer aus dem letzten Jahr werden wohl tatsächlich verfallen. Ich wäre eigentlich mit Dividenden über den Freibetrag gekommen (und hätte den Topf dann auflösen können), aber „dank“ der geänderten Rechtslage bezüglich des Google-Splits stehe ich jetzt weit unter dem Freibetrag….

    Da grummelt man schon. Aber gut, ist eine hohe Motivation den Dividendenregen weiter ansteigen zu lassen 😉 .

    Was wäre denn, wenn ich gar keinen Freistellungsauftrag erteile (die Steuer hole ich mir bei der Erklärung wieder)? Wird die dann fällige Abgeltungssteuer bei der Dividendeneinkunft SOFORT mit dem Quellensteuertopf gegengerechnet?

    Da würde man dem Murks mit der Quellensteuer doch entgehen?

    Vielen Dank auf jeden Fall für deinen verlinkten Artikel. Hat mir endlich Klarheit gebracht.

  63. Vali

    @Christoph, danke! Deine Mietgeschichte ist genau das, wovor ich immer Angst hatte – dass der Vermieter selbst Geld braucht. Unser Vermieter damals hat meine Eltern sogar seine eigene Rechtsschutzversicherung zahlen lassen.

    Wenn du einen Kredit für eine Immobilie aufnimmst, hast deinen stetigen Betrag monatlich, denn du vorher bestimmst und mit der Zeit wird es weniger. Irgendwann bist du freier Immobilieneigentümer.

    100 € werden dir jetzt abgehen. Das wieder mit Dividenden dazu zu verdienen wird noch schwieriger… Kann deinen Aufreger so gut verstehen…

    @Pommes, ich kaufe im Mai auch nicht viel. Habe vor einigen Tagen JNJ gekauft, weil ich Angst hatte, dass sie bald anziehen und so kam es…

    Im Sommer wird es höchstwahrscheinlich wieder günstiger und jetzt kannst du einfach Dividenden sammeln 😉 Jetzt spare ich auch lieber.

    @Freelancer Sebastian , „Was wäre denn, wenn ich gar keinen Freistellungsauftrag erteile (die Steuer hole ich mir bei der Erklärung wieder)? Wird die dann fällige Abgeltungssteuer bei der Dividendeneinkunft SOFORT mit dem Quellensteuertopf gegengerechnet?“

    So mache ich es. Alles läuft automatisch 🙂

  64. Freelancer Sebastian

    @ Vali

    Danke für deine Antwort!

    Wäre mir ja fast lieber, das würde NICHT so gehen. Jetzt muß ich mich wirklich ärgern 😉 .

    Nein, Spaß beiseite. Hast du das denn so geplant? Oder ist das nur ein nettes Nebenergebnis? Schließlich sind Freistellungsaufträge gang und gäbe.

    Die zuviel gezahlten Steuern bekommst du dann bei der Steuererklärung zurück und der Quellensteuertopf ist schön aufgelöst? Oder bist du eh schon überm Freibetrag, dann ist´s ja egal, wie Alexander schön beschrieben hat.

    Muß mir das jetzt vor der Dividendensaison gründlich überlegen. Vom Gefühl her schon komisch, den Freistellungsauftrag zu löschen….

  65. JJ

     @Freelancer Sebastian:

    Der Quellsteuertopf wird zwar im Gegensatz zu den Verlustrechnungstöpfen am Jahresende nicht mit ins neue Jahre übernommen, allerdings in der Steuerbescheinigung deiner Bank aufgefürt, so dass die die Quellsteuer in der Steuererklärung verrechnen kannst, genau so als würdest du jetzt den Freistelungsauftrag löschen.

    Alternativ (geht auch bei nicht ausgeschöftem Freibetrag) kannst du kurz vor Jahreswechsel eine Aktie / einen ETF mit Gewinn verkaufen (dieser sollte natürlich möglichst der Höhe des verbleibenden Freibetrags entsprechen) und sofort wieder „zurück“kaufen. So hast du den Freibetrag ausgenutzt und bei einem „richtigen“ Verkauf in 20 Jahren durch den höheren Einstandskurs weniger Steuerlast.

    Kann man übrigens auch andersrum machen: Einen ETF der stark im Minus ist ver- und direkt wieder zukaufen: Führt zu Erhöhung des Verlustrechnungstopfes und spart Steuern auf Dividenden =)

    (Hierbei muss man natürlich immer auf die Transaktionskosten achten)

  66. Leon

    @Sebi

    Mach`s spartanisch und lass den Freibetrag stehen.

    Wegen 110 € so nen Eiertanz oder fang als quasi Value-Anleger an zu rechnen 😉

  67. Freelancer Sebastian

    @ JJ

    Stimmt so leider nicht ganz. Klar steht der Betrag im Steuerbescheid der Bank für Zeile 51 Anlage KAP als noch nicht angerechnete ausländische Steuer parat.  Aber womit sollte ich die Quellensteuer verrechnen? Mit dem Einkommen sicher nicht…. Steuern auf Kapitaleinkünfte sind ja dank Freistellungsauftrag nicht angefallen.

    Vielleicht hat Stefan hierzu noch zwei Sätze übrig, der hat das schon durch…. 😉

    @ Leon

    Eiertanz? Ich verfahre eigentlich nach dem Motto „wer den Cent nicht ehrt…“. 110€ sind bei 8% p.a. wie viel in 40 Jahren? Eben weil ich rechne, ärgert es mich ja 😉 .

    Aber vielleicht hast du recht, eine kleine Spende, was soll´s …. 😉

  68. JJ

    @ Freelancer Sebastian:

    Aber wenn du den Freustellungsauftrag löschst um den Quellsteuertopf zu nutzen hast du doch auch nichts gewonnen wenn du sowie zu wenig Erträge hast? Das führt doch auch nur dazu dass du dann in der Steuererklärung weniger vom Freistellungsauftrag nutzt?!

  69. Christoph

    Also das mit dem Auflösen des Freistellungsauftrags macht doch gar keinen Sinn. Denn damit würdest du dem Finanzamt einen kostenlosen Kredit gewähren.

    Extrem Beispiel wäre:

    Bereits im Januar bekommst du soviel Dividende das der komplett verwendet wurde. Somit bezahlst du weniger Quellensteuer und hast effektiv mehr auf dem Konto.

    Löschst du deinen Auftrag passiert folgendes: Du bezahlst die volle Quellensteuer (USA 15%) und die Kapsteuer von 10% . Dieses Geld fehlt dir nun auf dem Konto. Du kannst es dann auch nicht in neue Aktien investieren und gleich weiter Gewinne erwirtschaften.

    Im neuen Jahr machst du die die Steuererklärung und bekommst dann frühestens im April die zuviel gezahlten Steuern zurück. Somit hast du dem Finanzamt 13 Monate lang einen kostenlosen Kredit gewährt.

    Man stelle sich nun vor diese paar hundert Euro fehlen dir im Jahr und du muss deinen Dispo nutzen. Der ist größtenteils bei über 10%

    Also mein Tip: Lass es wie es ist!

  70. Christoph

    @Vali: Ja die Bundesregierung und die EZB machen mich wahnsinnig.

    EIgentlich wollte ich meinen Chef dieses Jahr sowieso wegen einer Gehaltserhöhung ansprechen. Die letzte war 2012.

    Aber nun muss ich erstmal wegen der Miete etwa 5% anfragen. Da bleibt aber dann nicht mehr hängen. Und dann frage ich gleich für 2017 und 2019 weitere 4 an. Das wären dann eigentlich auch nur die vom Draghi gewünschten 2% Inflation. Wobei die ja vom Netto gemeint sind. Somit müsste ich theoretisch deutlich mehr als 4% anfragen. Aber ich kann ja nicht jedes Jahr 4% mehr wollen.

    Gehaltsverhandlungen sind eh immer unangenehm, zumindest geht es mir so. Da komm ich mir immer so ein wenig im Bettelmodus vor. Klar man sollte normalerweise aufzeigen: Das und jenes habe ich gemacht usw. Aber das macht bei uns keinen Sinn. Denn wir sind sehr klein und mein chef sieht jeden tag was wir machen. 2012 kam er von sich auf eine Gehaltserhöhung, das hatte ich eigentlich auch wieder gehofft. Wir bekamen zwar in den letzten Jahren einen Jahresbonus aber das ist ja keine Gehaltserhöhung.

     

  71. Freelancer Sebastian

    Wenn ich mir das durch den Kopf gehen lasse, komme ich zu dem Ergebnis, dass meine Überlegungen auf einem Denkfehler beruhen. Die Quellensteuer ist weg – so oder so.

    Beispiel: 400€ deutsche Dividende : (vereinfacht) 100€ Steuer – (angenomme Summe) 20€ Quellensteuertopf = 80€ Steuer.

    Die 80 € werden zurückgefordert. Die 100€ hätte ich mit Freibetrag aber auch behalten….

    Ohne Freistellungsauftrag würde ich einfach nur den um die Quellensteuer reduzierten Betrag vom Finanzamt zurückbekommen, also was soll´s ….

    Es wird erst interessant, wenn der Freibetrag überschritten wird.

    Eiertanz eingestellt 😉 .

    Vielen Dank für eure Einwürfe.

  72. K.

    Eine sehr interessante Dokumentation. Das Grundthema ist bekannt, aber es ist interessant zu sehen wie das System im Detail (USA-bezogen) abläuft und weiterläuft. Eine Spirale der Schulden und die Auswirkungen auf den Alltag des Einzelnen, die Wirtschaft und das Land inkl. internationaler Schulden.

    https://www.youtube.com/watch?v=Cltc4Og6HKo

  73. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fürst Myschkin

    Danke für den Link. Das ist ein cleveres Ehepaar. Sie haben 16 oder 20 Jahre lang in Aktien investiert. Ein Gehalt haben sie zum Leben gebraucht, das andere Gehalt haben sie komplett in den Aktienmarkt jeden Monat investiert. Jetzt sind sie im Dauerurlaub. Sie brauchen (wie es scheint) nie mehr zu arbeiten. Der Zinseszins macht sich bemerkbar. Allerdings leben sie in ihrem Wohnmobil sehr bescheiden.

    Der Komödiant in der Talksendung zeigt, wie man es nicht machen soll. Er kaufte Aktien auf dem Top. Hatte keine Ahnung. Dann verlor er den Glauben an Aktien. Verkaufte sie auf dem Tief. Seitdem hat er nie mehr Aktien angerührt.

  74. Vali

    @Fürst Myschkin , lieben Dank für den Link!

    Sehr interessant, wie die anderen Freiheit verstehen. Für mich wäre das der Albtraum im Wohnwagen (auf 10qm zu zweit!!!) durch die Wüste 😉

    Aber wenigstens ein deutsches Ehepaar, das aus Aktien-Investments lebt! Und ein Shop/Geschäft haben sie aus ihren Reisen auch gemacht! Finde ich gut und schlau!

    Ohne Kinder?

    PS: Dadurch bin ich auf ein Investment in Gefängnisse gekommen, komischerweise;-) The Geo Group Was haltet ihr davon? So für 500€ einmalig… Zukunft gibt es auf jeden Fall;-)

    Vanguard Group hat sich gerade Geo-Anteile dazugekauft.

  75. Anna

    @ Vali

    Die beiden haben eine Tochter, die hat aber selbst schon Kinder (gestern Abend Sendung im NDR). Die hätten ca. 20 Jahre ganz bürgerlich gearbeitet und ein Gehalt investiert. Mit den Erträgen machen sie die Touren, alle Achtung, aber für mich wäre es auch nichts.

    Geo Group habe ich seit einigen Monaten, bin mit Dividende und Kursverlauf zufrieden. Außerdem haben die auch noch Entzugskliniken. Ebenfalls zukunftsträchtig!

    Schönes Wochenende

  76. Christoph

    Oh dann lohnt es sich wirklich das Unternehmen mal genau anzuschauen. Danke Anna^

     

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