Ein minimalistisches Leben löst Probleme. Es ebnet den Weg in die finanzielle Freiheit


New York, 27. August 2017

Die Natur ist ein minimalistischer Ort. Das Grün hilft mir, zu entspannen. Und den Stress zu vergessen.


Ein Grundproblem, warum Menschen so viel konsumieren, ist: Sie machen sich zu viele Gedanken, was andere über sie denken. Daher kaufen sie neue Sachen, um cool und erfolgreich zu erscheinen. Dabei ist das alles nur Fassade. Ein schnelles Auto, Haus, Mode….

Am besten ist es, wenn Du Dir nicht solche Sorgen machst. Das bringt Dich nicht weiter. Es blockiert Dein Gehirn und Deine Gedankengänge.

Was Deine Freunde über Deine Kleidung oder Auto denken, sollte Dich nicht belasten. Es ist eine gefährliche Spirale. Atme tief durch. Sei einfach so, wie Du bist.

Wer sich endlos Sorgen um sein Erscheinungsbild macht (Auto, Haus, Mode, Frisur, Nägel…), baut ein großes Problem auf. Es ist wie ein Berg an Schmutzwäsche. Ja, niemand muss wie ein Penner rumlaufen. Gleichzeitig braucht niemand jeden Monat neue Kleidung. Oder alle paar Jahre einen Neuwagen.

Sei zufrieden mit dem, was Du hast. Je weniger unnötige Dinge Du besitzt, desto bedeutungsvoller wird Dein Leben. Kauf daher nur, was Du wirklich brauchst. Nur Zeug sollte in Frage kommen, was einen wichtigen Zweck erfüllt.

Ich sehe als bei Freunden, wie sie massenhaft Email-Werbung bekommen. Sie schauen sich das an. Mir würde das auf den Wecker gehen. Ich stelle alle Werbe-Emails ab. Es ist einfach zu viel.

Einiges im Leben kannst Du neben dem Email-Konto minimalistisch designen. Deine Hobbys zum Beispiel. Lesen und Joggen sind ziemlich minimalistisch.

Wer in Saus und Braus lebt, kann den Überblick verlieren. Hollywood-Star Johnny Depp besitzt Inseln, Burgen, Rennautos… Er schlitterte in Finanznöte, als er den Überblick verlor.

Wer zu komplex lebt, schmeisst am besten das unnötige Zeug aus dem Haushalt (oder spendet es). Und tilgt alle Schulden. Bodenständig zu leben, hat mit finanzieller Freiheit etwas zu tun.

Das gleiche gilt beim Putzen. Dein Zuhause wird nie perfekt sauber sein. Akzeptiere das. Und ruhe Dich aus. Dann putze. Kümmere Dich darum. Und wiederhole es, wenn nötig. Weniger Zeug zu haben macht übrigens das Putzen leichter.

Ich lebe seit elf Jahren in New York – ohne Auto. Das macht das Leben einfacher. Ich laufe, nehme das Rad oder den ÖPNV. Kein Auto zu besitzen, ist wie ein Befreiungsschlag. (Ich weiß, es gibt Menschen, die sind auf ein Auto angewiesen.)

Den TV hab ich vor über einem Jahr ausgestöpselt.

Die Menschen sind Teil eines Rattenrennens aus Konsum und Arbeit. Ohne darüber nachzudenken, dass das gar nicht so sein muss.

Jemand, auf einem Bauernhof mit der Familie lebend, kann zufriedener leben, als ein anderer im Luxusrausch in der Großstadt.

Wir haben jeden Tag Wahlmöglichkeiten. Wir nehmen es aber nicht wahr. Nein, es sind nicht die anderen Menschen, die uns zum Konsumieren zwingen. Wir sind es selbst. Wir können in Deutschland bodenständig leben. Das ist möglich. Wer das Gegenteil behauptet, lügt.

Ich gehe gern in die Natur. An den Strand, Wald, See, Berge, Park… Das ist für mich Anti-Stress. Es ist friedlich und erholsam. Es kostet nichts. Es ist besser als immer Shoppen zu gehen – aus lauter Langeweile. Das Einkaufen erhöht nur den Stress.

Übrigens hat Johnny Depp angefangen, seinen Besitz zu verschlanken. Er verkauft reihenweise Assets. Endlich ist er aufgewacht.

Es gibt zum Thema Minimalismus gute Bücher (Am besten leihst Du Dir Bücher in der Bibliothek aus):

Weniger ist mehr: Wie Du mit Minimalismus dein Leben sinnvoller gestaltest: Durch Minimalismus im Haus und Kleiderschrank mehr Freiheit

Ich kauf nix!: Wie ich durch Shopping-Diät glücklich wurde




tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Ein minimalistisches Leben löst Probleme. Es ebnet den Weg in die finanzielle Freiheit

  1. Thomas der Sparkojote

    Ich denke Minimalismus ist etwas das einem im Leben vorwärts bringen kann, natürlich mussm an es nicht übertreiben. Eine gesunde Balance ist wichtig zwischen besitzen und nicht besitzen 🙂

    In den letzten Monaten und Jahren bin ich auch immer minimalistischer geworden, dennoch verzichte ich auf gewisse Dinge nicht da ich dann doch gewisse Dinge extrem wertschätze.

    Gruss
    Thomas

  2. Knörzbock

    Hallo,

    finde Minimalismus und finanzielle Freiheit passt nicht so ganz zusammen.?

    Ganz einfach ausgedrückt wenn weniger konsumiert wird, steigt auch nicht euer passives Einkommmen (Aktien, ETF? usw.).

    Wen ich kein Auto fahre, kann ich auch nicht darauf hoffen das meine BMW Aktien steigen! Minimalismus funktioniert nur wenn es wenige betreiben. Denke aus Minimalismus wenn es viele betreiben,könnte ARMUT entstehen.

    Es ist irgendwie ein Kreislauf, gebe ich was bekomme ich auch was zurück.

    Also wenn ich(man, alle) nichts kaufe(n). steigt auch mein passives Einkommen nicht!

    nur mal so ein Gedanke

    Bin neu hier

     

  3. FelixBerlin

    Zum Thema Auto:

    Ich war jetzt knapp 1 1/2 Monate ohne Auto – das erste Mal seit über 10 Jahren.

    Und ich muss sagen es war toll.

    Ich war viel entspannter.

    Ich bin morgens entspannt zum Kindergarten spaziert und danach zur Arbeit.

    Man hat viel weniger Stress, weil man einfach nicht mehr so viel erledigen „kann“.

    Man macht also nur noch das was wirklich sein muss.

    Das war klasse 🙂

    Aber wegen meiner Arbeit bin ich leider auf das Auto angewiesen und somit steht der neue Dienstwagen bereits vor der Tür.

    Ich werde aber weiterhin versuchen das Auto häufiger stehen zu lassen.

    Habe auch schon einige Zeit jetzt überlegt den Fernseher im Wohnzimmer zu verkaufen und meinen KD Anschluss zu kündigen.

    Wir schauen zuhause eigentlich nur noch Netflix/Prime übers Ipad oder ab und an mal über den Firestick in der Küche.

    Mit einem kleinen Kind kommt man einfach nicht mehr dazu in Ruhe mal fernzusehen.

    Außerdem hat man besseres zu tun.

    Vom miesen Fernsehprogramm mal ganz abgesehen.

  4. Gurki

    Ich brauche zwar mein Auto nicht unbedingt, aber ich bin trotzdem froh es zu haben. Vor allem wenn man mal irgendwo „draußen“ unterwegs sein will.
    Zur Arbeit nutze ich aber täglich den ÖPNV.

    Da ja nun DVB-T abgeschaltet wurde, habe ich kein reguläres TV-Programm mehr. Habe ich schon damals als es noch DVB-T gab nicht sehr oft geschaut, da ich dann doch lieber Serien oder Filme über Netflix und BluRay gucke.
    Heute dann mal MotoGP im TV geschaut und ich war erschrocken wie viel und wie oft dort Werbung gezeigt wurde. Und vor allem wie Hirnverblödend diese auf Dauer sein muss.
    Ich bin froh keine Werbung mehr im TV sehen zu müssen – mal ganz abgesehen von dem schrecklichen TV-Programm.

    Da widme ich mich lieber meiner HIFI-Anlage und höre schöne Musik.

  5. Jörg

    Die Abschaltung von DVB-T haben meine Frau und ich auch zum Anlass genommen keine neue Box mehr zu kaufen. Die privaten Programme können wir nicht mehr empfangen. Hin und wieder schauen wir Netflix Serien.

    Auf das Auto verzichten wir nicht. Das würde uns einfach zu viel Zeit kosten.

  6. Ex-Studentin

    Ich lebe auch ohne Auto. Ich hatte nun 2 Wochen das Auto von meinem Bruder bei mir stehen und bin mal zum Wertstoffhof gefahren. Die restliche Zeit blieb das Auto stehen. Dabei habe ich wieder festgestellt, dass alte Autos nichts für mich sind. Meine Brüder sind handwerklich begabt und kennen privat genug KFZ-Mechaniker, falls mit ihrem Auto was ist. Ich hingegen will mal ein sehr zuverlässiges Gefährt, was höchstens ab und zu zur Inspektion muss. 10-20k für ein Auto kommen mir gedanklich nicht so schlimm vor, wenn mir dadurch Ärger erspart bleibt und das Ding 10 Jahre hält. 

    Ansonsten bin ich mittlerweile auch recht minimalistisch unterwegs, was mir definitiv gut tut. Welchen Effekt es auf die Geldbörse hat, werte ich Ende des Jahres aus. Denn gleichzeitig habe ich auch weniger gearbeitet als letztes Jahr.

  7. Matthias

    Bei manchen Beispielen finde ich, dass Minimalismus zum Zwang ausartet und das Leben komplizierter macht als es ist (zumindest aus meiner Sicht). Gerade wenn Leute z.B. von ihren 5 T-Shirts, Unterhosen und co. berichten. Bei so wenig Kleidung wüsste ich nicht, wie ich effizient in einer Waschmachine waschen sollte. Lieber habe ich 10-20 T-Shirts, die ich dann 5-15 Jahre trage, als dass ich schmutzig rumlaufe und/oder die Waschmaschine nicht voll bekomme. 5 T-Shirts trägt man öfter, weswegen sie sich auch schneller abnutzen. Da ich keinen Trends hinterherjage und mich klassisch kleide, kann ich meine T-Shirts auch lange Zeit tragen, sodass ein solcher Minimalismus eher zwanghaft und unvorteilhaft ist. Das ist nur ein Beispiel.

    Ich habe kein Auto. Einen Fernseher hatte ich noch nie (ich bin 31) und finde ihn überflüssig. Mit 15 habe ich aufgehört fern zu schauen. Ein Auto in der Stadt finde ich Luxus, andererseits aber ein Stück Freiheit und Unabhängigkeit, die ich manchmal auch gerne hätte. Klar kann ich mir einfach einen Mietwagen besorgen, allerdings ist das mit Aufwand verbunden und kostet bei regelmäßiger Verwendung mehr als ein eigenes Auto.

    Minimalismus finde ich in Grenzen gut.

  8. Goldhamster

    Minimalismus ebnet den Weg in die finanzielle Freiheit tatsächlich. Das kann ich als finanziell freier Familienvater bestätigten. Aber es ist nur ein einzelner Baustein unter vielen. Wichtig ist meiner Erfahrung nach das Zusammenwirken und insbesondere die Staffelung der einzelnen Bausteine.

    So ist bei uns (Alter ca. 45 Jahre) Minimalismus nicht mehr soooo angesagt, weil wir Eltern beide nach wie vor (mit Freude!) erwerbstätig sind, obwohl wir auch gut von den Renditen des Depots leben könnten.Wir möchten unseren Kindern aber nicht Faulheit vorleben, sondern als Vorbilder zeigen, was es heisst, sich beruflich zu engagieren und bodenständig zu bleiben. Mit einem Erwerbseinkommen und einem passiven Einkommen, die unsere Ausgaben fast dreifach decken, können wir uns die meisten Dinge im Alltag problemlos leisten und müssen überhaupt nicht (mehr) minimalistisch sein. Wichtig ist aber, dass wir in den ersten ca. 15 Jahren unserer Berufstätigkeit beide  minimalistisch gelebt haben. Heute ist ein gelegentlicher Restaurantbesuch – auch mal in einem teureren Restaurant – kein Thema mehr. Vielmehr geht es mittlerweile darum beim Verzicht aufs eigene Motorboot, das Ferienhaus, das Wohnmobil, das Clownauto usw. konsequent zu bleiben.

    Minimalismus ist m.E. vor allem am Anfang der Reise in die finanzielle Freiheit von Bedeutung. Denn der Vermögensaufbau hat – wie ich auf einem amerikanischen Blog kürzlich gelesen habe – zahlreiche Parallelen mit den grundlegenden Rechenregeln: zuerst Potenzierungen, dann Punktrechnungen und dann Strichrechnungen – allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Gemeinst ist damit Folgendes:

    1. In einer ersten Phase des Vermögensaufbaus sind die Strichrechnungen besonders wichtig: Plus (Einnahmen) und Minus (Ausgaben) sollen zu einer möglichst hohen, positiven Sparleistung (Sparquote) führen. In dieser Phase ist Minimalismus ein erfolgreiches Rezept. Hier geht es einerseits um die Optimierung der Einnahmen, z.B. durch Ausbildung, Berufswahl, Wahl des Arbeitgebers, Karriere, Nebenjobs, Unternehmertum, Weiterbildung/Kompetenzaufbau/Persönlichkeitsentwicklung. Andererseits geht es um die Minimierung der Ausgaben, z.B. durch Schuldenabbau, Verzicht, Aufschub, Preisvergleiche, Haushaltsbuch, Frugalismus (kleine Wohnung, kein Auto, günstige Ferien/Hobbies, nicht-hedonistischer Freundeskreis, kurzer Arbeitsweg), Do-It-Yourself, teilen/tauschen statt kaufen, ausleihen (Bibliothek, Ludothek, Freundeskreis), timesharing (ich übersetze dir den Brief auf Englisch und du streichst mir die Küche), Absicherung fundamentaler Lebensrisiken, kein Statuswettbewerb, keine Lifestyleinflation). Wird dies eine Weile durchgezogen, findet man auch Freude an den kleinen und einfachen Sachen des Lebens (Natur, Musik/Kunst/Bücher, Freunde, Gespräche, Familie, Spiele, Sport, eigene Hobbies); es stellen sich Gewöhnungseffekte ein und das Konto/Depot füllt sich immer mehr. Ist das Konto noch leer, so lohnt es sich noch nicht, den besten Broker und die besten Anlagen zu suchen, weil auch eine Verzehnfachung eines Anfangskapitals von null noch immer null ergibt. Auch der Zinseszins spielt hier noch keine Rolle, weil es noch gar nichts zu verzinsen gibt. Statt der Suche nach Anlagemöglichkeiten wird hier die Energie besser auf die Erhöhung der positiven Differenz von Einnahmen und Ausgaben investiert (erfahrungsgemäss ist v.a. die Erhöhung der Einnahmen lukrativ, aber da muss man halt etwas erfinderisch und engagiert sein).

    2. Sobald etwas Kapital zur Verfügung steht (grosszügiger Notgroschen aufgebaut; genügend grosse Summe für eine kostengünstige Anlage gespart), rückt die Multiplikation in den Vordergrund. Hier geht es darum das Ersparte durch Investitionen zu vervielfachen, z.B. weg vom Sparbuch; Rendite optimieren durch ETF, Aktien, Immobilien usw.; Gebühren senken; Diversifikation; Asset-Allokation; Rebalancing). Natürlich bleibt die Sparquote (Minimalismus) wichtig, aber in dieser Phase kann ausnahmsweise auch mal ein Kino-Eintritt aus einer Aktiendividende bezahlt werden, d.h. die akribische Kontrolle von Einnahmen und Ausgaben ist nicht mehr soooo wichtig, sobald die Multiplikation substanziell zu tragen beginnt.

    3. Abschliessend geht es um exponentielles Wachstum (potenzieren), d.h. um das Erzielen von Zinseszins. Der Zinseszins wird gross, wenn ein grosser Kapitalstock über lange Zeit mit hoher Rendite angelegt und nicht zerstört wird. Damit stehen nun neue Themen im Fokus, z.B. Zeit und Geduld haben (früh mit Anlegen anfangen und durchhalten, also langfristiges  „buy and hold“), Durchhaltevermögen, keine Investment-Pornografie, Schutz vor Enteignung und Krisen, Steuern optimieren, Entnahmepläne, Übergabe des Vermögens an die nächste Generation.

    Während jeder Phase gelten andere Schwerpunkte. In der dritten Phase (potenzieren) ist es z.B. nicht mehr extrem wichtig zu sparen (Minimalismus). Denn die Schwankungen an der Börse können den Monatslohn in Windeseile toppen – da ist eine gesparte Pizza kaum der Rede wert. Dafür wird hier z.B. das Thema Steuern virulent, was in der ersten Phase noch nicht so prioritär war.

    Mit meinen Ausführungen möchte ich verdeutlichen, dass es stark darauf ankommt in welcher Phase des Vermögensaufbaus man sich befindet. Das ist auch ein Grund dafür, weshalb die Handlungsanweisungen in den div. Finanzblogs die eigene Situation unterschiedlich gut treffen. Die Autoren und Kommentatoren schreiben nämlich selten, für welche Phase der Reise in die finanzielle Freiheit ihre Tipps besonders gut geeignet sind.

    Fazit: Minimalismus zum passenden Zeitpunkt (eher am Anfang und in der Mitte des Vermögensaufbaus) ist gut!

    PS: Ich lese diesen Blog seit einiger Zeit mit grossem Interesse! Danke für die motivierenden Inputs und die spannenden Diskussionen.

  9. Ruben

    @Goldhamster: guter Beitrag und Glückwunsch zum Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit! Ich finde es gut, dass ihr bodenständig bleibt. Sicherlich wird es mit mehr Vermögen noch etwas schwerer dem Konsum zu widerstehen, doch ein weiterer Grund bescheiden zu bleiben sind für mich die begrenzten Ressourcen des Planeten. Außerdem lässt sich mit Geld auch gezielt gutes tun und wenn man beispielsweise nur für Eier, die von Hühnern stammen, die man selbst vor Ort frei herumlaufen sieht, das doppelte als für sogenannte Bio Eier bezahlt. Das ist nur ein sehr kleines Beispiel wie Geld für gute Arbeit und nachhaltige regionale Produkte (nicht als Almosen) Gutes bewirken kann.

     

    Ich weiß nicht, ob es eine offizielle Definition für Minimalismus gibt. Nach dem was ich bisher unter dem Begriff wahrgenommen habe sind fast leere Wohnungen, nur 2 Klamottenoutfits und nur sehr wenige abgezählte Gegenstände üblich.

    Ich würde mich deshalb eher als sparsam bezeichnen. Ich kaufe meist nur Dinge, die ich wirklich benötige und wenn nicht schaue ich, ob ich es nicht auch gebraucht bekomme, so z.b. das Smartphone oder Bücher. Mir geht es auch sehr um Schonung der Ressourcen, falls möglich.

    Auf das Auto kann ich leider nicht verzichten, da ich auf dem Land wohne und auf das Auto alleine schon wegen der Arbeit angewiesen bin. Öffentliche Verkehrsmittel sind kaum bis gar nicht vorhanden. Dafür ist die Miete mit 4,50 Euro / m2 recht günstig. Beim nächsten Umzug würde ich darauf achten in einen Ort zu ziehen, der wenigstens Zuganbindung hat.

    Wenn man Minimalismus nur als Dinge zum anfassen definiert, hilft der Fortschritt weiter. Alle Sorten von Unterlagen, CDs, DVDs, Bücher, Radio und Fernsehen lassen sich alle in einem Wundergerät vereinen. Alles ist in digitaler Form weiter vorhanden, somit kann man sich weiterhin der Reizüberflutung hingeben, obwohl optisch alles aufgeräumt aussieht.

    Leider wollen sich meine Töpfe und sonstigen Küchenutensilien nicht digitalisieren lassen und auf der Arbeit kann ich auch nicht jeden 2ten Tag mit den gleichen Klamotten ercheinen. Im Sommer würde es zudem in Stress ausarten, die durchgeschwitzten Klamotten täglich zu waschen.

    Wenn jedoch auf der Arbeit nur Arbeitsklamotten gefragt sind, die von der Firma gestellt werden und man sich durch eine gute und preisgünstige Kantine die warme Küche zuhause sparen kann, dann ist hier natürlich auch mehr drin.

    Von Minimalisten wie ich sie im ersten Abschnitt beschrieben habe, kann man sich sicher vieles abschauen, manches ist in das eigene Leben integrierbar, anderes nicht. Wenn man überhaupt in der Lage ist frei darüber zu entscheiden, ob man freiwillig sparsamer leben möchte, kann man jeden Tag dankbar sein. Für viele andere auf der Welt stellt sich diese Frage gar nicht, beispielsweise für Personen, die hier arbeiten (die anderen Hersteller sind sicher nicht besser): http://spon.de/ae2ep

    Ich würde aber nicht wollen, dass es in Streß ausartet und ich ständig darüber nachdenken muß, ob nun ein weiterer grunsätzlich benötigter Gegenstand den selbst festgesetzten Rahmen sprengt. Auch ein wetteifern, in dem man statt mit vorhandenen Güter mit nicht vorhandenen Gütern prahlt und der gewinnt, der die wenigsten Güter hat, ist mir zuwider.

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Ja, ich stimme zu. Bei T-Shirts, Unterwäsche etc. hast Du recht. Hier kaufe ich ein 5er- oder 10er Pack extra im Discounter. So muss nicht eine halbvolle Waschmaschine unnötig laufen.

     

    @ Goldhamster

    Danke fürs Lesen und Kommentieren.

    Gratulation zur Freiheit! Respekt.

  11. EzRacingteam

    Minimalismus ist eine tolle Sache, aber es definiert eben jeder anders. Für den einen sind es die vielfach genannten 100 Teile, für den anderen 1000. Pauschal kann man da wahrscheinlich nicht sagen, so oder so ist es. Ich würde gern zu  Tims genannten minimalistischen Hobbys noch etwas sagen.

    Joggen: Willst du einfach nur paar Runden um den Block drehen, dann reichen tatsächlich ne Hose, ein Shirt und paar gute (!!!) Laufschuhe. Läufst du jedoch Wettkämpfe, bist ambitioniert und willst etwas erreichen, dann kommst du ohne diverse Klamottenvorräte und Pulsuhr nicht weit, weil du einfach viel öfter trainieren musst und nicht jeden Tag für zwei Teile die Wama anwerfen willst. Das heißt nicht, dass du jeden Firlefanz brauchst, aber eine gewisse Grundausstattung ist eben notwendig. Läufst du Trails, brauchst du einen Trinkrucksack, im Winter reflektierende Kleidung und ein Lämpchen, damit die Autofahrer einen auch sehen. So kommt eins zum anderen und schon ist das ursprünglich minimalistische Hobby gar nicht mehr so minimalistisch.

    Lesen: Wenn ich da so durch Instagram schaue, dann ist Lesen ganz und gar nicht mehr minimalistisch. Vielmehr ist es zu einem Horten und Präsentieren geworden. Man zeigt seine übervollen Bücherregale, sogenannte Buchhauls und was weiß ich noch alles. Krönung des Ganzen sind Bücherregale, die mit irgendwelchen Figürchen dekoriert werden (Nippesalarm). Es existieren Stapel ungelesener Bücher (der sogenannte SuB), die teilweise fast 1000 Bücher umfassen und ich frage mich, was das alles soll. Aber auch dies ist wahrscheinlich eine Form der heutigen Konsumauswüchse. Warum kann man nicht ein Buch lesen und erst dann ein neues kaufen/ausleihen? Welchen Sinn hat es, Bücher über Bücher zu haben, die man schlussendlich im besten Fall einmal liest und dann im Regal zu Staubfängern mutieren?

    Wie ist eure Meinung dazu? Was habt ihr beobachtet? Leider kann man sich im eigenen Bekanntenkreis wenig dazu austauschen, weil das Interesse am Konsum einfach zu groß ist und man selbst als Sonderling dasteht.

     

  12. Jessica

    @Tim,

    du lebst seit 11 Jahren in New York. Wenn ich mich recht erinnere bist mittlerweile mit einem US-Amerikaner verheiratet. Mich würde aber vielmehr interessieren wie du das damals alles angestellt hast. Von der Idee zum Leben in New York über die Probleme mit Aufenthaltsgenehmigung (klappt das als Journalist, oder wie muss ich mir das vorstellen?), über die Wohnungssuche, WG, Rückschläge, Erfolge. Das wäre doch mal spannend zu erfahren!

    LG
    Jes

  13. FelixBerlin

    @EzRacingteam

    Ich sehe es auch so.

    Wenn man ein Hobby regelmäßig und mit Hingabe betreibt, wird das immer Kosten mit sich bringen.

    Ansonsten kann man sein Hobby nicht „richtig“ betreiben.

    Ich habe das bei mir gesehen, als ich mich mit Kraftsport auseinandergesetzt habe.

    Erstmal meldet man sich nur im Fitnessstudio an.

    Irgendwann merkt man aber, dass die Ernährung eine noch größere Rolle spielt und man fängt an diese zu optimieren.

    Und dann fangen die Kosten erst richtig an 🙂

    Und so ist es bei den allermeisten Hobbys.

    Bei den Büchern bin ich vor einigen Jahren auf den Kindle umgestiegen.

    Dank Amazon Prime kann ich mir jeden Monat ein Buch kostenlos ausleihen.

    Das horten von unmengen an ungelesen Büchern kann ich auch nicht verstehen.

    Das geht dann in die Richtung „Sammeln“ und damit kann ich nix mehr mit anfangen – Sammeln macht in meinen Augen in den seltensten Fällen Sinn.

  14. Felix

    Goldhamster

    Perfekt beschrieben. So strukturiert habe ich den Vermögensaufbau noch nie betrachtet. Ich muss jedoch sagen, dass das genau die Phasen sind, die ich im Nachhinein bei mir erkenne, ohne dass ich mir dessen so richtig bewußt gewesen wäre.

    In der ersten Phase habe ich alles in Ausbildung, Kompetenzaufbau und Karriere investiert. Dadurch haben sich meine Einnahmen ständig erhöht,ohne dass ich meine Ausgaben verändert habe. Gespart habe ich in Sparbücher, Bundesschatzbriefe, Versicherungen, alles mit 7 % Zinsen oder mehr.

    Erst in der Mitte des Lebens bin ich auf Aktien, Fonds usw. gekommen, weil immer mehr Geld nach Anlage verlangte.

    Jetzt in der dritten Phase kann ich mit Sparen gar nichts mehr erreichen, weil die natürlichen Depotschwankungen jedwede Sparrate bei weitem übertrifft. Auch wieviele T-Shirts in einer Charge gewaschen werden ist völlig belanglos, wenn ich allein meine Steuern auf Kapitaleinkünfte betrachte.

    Fazit: Was wichtig ist, hängt maßgeblich von der Phase ab, in der man sich befindet. Wenn zu früh aussteigt aus dem Erwerbsleben, ist wahrscheinlicher extremer Minimalismus der Phase 1 immer wichtig, dafür hat man Zeit im Überfluss.

     

  15. Ralf

    Unkontrollierter Konsum ist in der Tat keine Lösung und schafft viele Probleme. Ich muss nun aber wieder den Miesmacher spielen…

    Ein Grundproblem bleibt in vielen Branchen das nach wie vor recht niedrige Lohnniveau. Und dazu fehlen mir persönlich Lösungsansätze. Auch in vielen Blogs wie diesem gibt es nur wenig Greifbares. Bildung alleine ist jedenfalls kein Garant mehr für ein gutes Einkommen.

    Sogar die Bundesbank (die ich als recht seriös einschätze für eine Bank…) warnt vor zu niedrigen Gehältern in D. Gleichzeitig explodieren in vielen Regionen Deutschlands die Immobilienpreise und Mieten. Eine herausfordernde Mischung für Sparsamkeit und Sparen.

    Singles und Dopperverdiener mögen hier weniger Probleme haben und flexibler sein, z.B. einfach umziehen. Wer aber Verantwortung für Famillie übernimmt (was heute nicht mehr selbstverständlich ist in der Lifestyle-Gesellschaft) und schulpflichtigen Kindern hat, steht oft vor großen Herausforderungen und ist eben weniger flexibel.

    Ingenieure gelten ja oft als so gesucht, dazu aus der Praxis: Inzwischen wird z.B. in etlichen Ingenieurbereichen fast jede zweite Stelle durch Ingenieurdienstleister wie Ferchau oder Brunel oder Zeitarbeitsfirmen ausgeschrieben. Mit im Durchschnitt spürbar schlechteren Gehaltskonditionen. Wir steuern auf Lohndumping zu. Überall da, wo keine starke Gewerkschaft wie eine IG Metall oder IG Chemie dahintersteht.

    Ich erlebe dies derzeit selbst bei etlichen Bewerbungen. Gehaltseinbußen von 5.000-15.000 € im Jahr sind drin. Keine Steigerungen. Man sucht Leute. Aber billig müssen sie sein. Auch die IT-Branche wird noch ein böses Erwachen erleben…

    Hier ein aufschlussreicher Artikel zum Thema Gehalt:

    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ungleiche-loehne-in-deutschland-deutschland-hat-ein-lohnproblem-1.3634993

  16. Gurki

    @EzRacingteam: Da die Schallplatte gerade ihr Comeback „feiert“, kaufen sogenannte Sammler ja mittlerweile auch Schallplatten wie verrückt. Dem Knistern und dem Klang wegen. Da gibt es auch Fotos von Sammlungen wo man sich an den Kopf fasst. Regale und Wände voll damit.

    Kurzzeitig war ich auch am überlegen mir nochmal einen schicken Schallplatten aus dem High End Bereich zu holen. Ich finde den hier sehr schön: https://maglevaudio.com/
    Die Frage ist ob man das brauch. Ich Streame eigentlich nur noch oder habe meine Musik in digitaler Form. Und wenn man sich die Preise von Schallplatten anschaut, dann lass ich das glaube ich doch lieber.

    Aber man kann sagen: Hobbys sind meist recht teuer und Zeitintensiv. Selbst Briefmarkensammeln kann teuer werden. 🙂

  17. Goldhamster

    @ Felix

    Freut mich, dass du meine Erfahrungen teilst und das ähnlich siehst. Auch ich erkenne diese Phasen erst im Nachhinein. Ich finde diese Struktur aber äusserst hilfreich. Ich habe darauf hingewiesen, weil für mich in dieser knappen Struktur die ganze Anleitung zur finanziellen Freiheit  enthalten ist. Ich teile dein Fazit:

    „Wenn man zu früh aussteigt aus dem Erwerbsleben, ist wahrscheinlich extremer Minimalismus der Phase 1 immer wichtig, dafür hat man Zeit im Überfluss.“

    Wir haben uns in der letzten Phase bisher (!) GEGEN die Zeit im Überfluss entschieden, denn …

    wir haben spannende Berufe, Arbeitsplätze
    wir haben uns so eingerichtet, dass wir bei der Arbeit viele Freiheiten haben (ähnlich wie Tim, der ja auch arbeitet, aber einfach viele Freiheiten hat und schätzt)
    wir fühlen uns bei der Arbeit geschätzt, geniessen Anerkennung
    wir bekommen durch die Arbeit ständig neue Inputs, haben Kontakte und Gesprächsstoff, bleiben am Ball
    wir wollen unseren Kindern vorleben, dass Arbeit/Engagement/Fleiss/Bodenständigkeit wichtig sind
    wir wollen in unserem Umfeld nicht auffallen und ständig Fragen beantworten müssen
    wir wollen auch Geld spenden können
    wir wollen als Familie möglichst viel Sicherheit (und nicht später bei einer Krise wieder mühsam einen Berufseinstieg suchen müssen)
    unser ganzes Umfeld arbeitet, mit wem wollen wir da unsere Zeit verbringen?
    wir haben einige Zeit minimalistisch gelebt, jetzt gönnen wir uns – dosiert – auch mal was

    Entscheidend ist, dass wir unsere Jobs jederzeit an den Nagel hängen könnten, wenn es uns nicht mehr passt. Diese Gewissheit ist Gold wert. Wir sagen unsereMeinung am Arbeitsplatz viel ungeschminkter. Und spannend ist: Das kommt oft sogar noch gut an, was beim beruflichen Vorankommen wieder hilfreich ist…

  18. Felix

    Ralf

    Das Warten auf kollektivistische Lösungen macht m.E. wenig Sinn, da man das als Einzelner ohnehin nicht beeinflussen kann. Und was von den Gewerkschaften zu erwarten ist, sieht man bei VW: Eine Funktionärskaste lebt in Saus und Braus, während der Laden an die Wand fährt.

    Du musst dich als Einzelner attraktiv für Arbeitgeber machen und nicht mit der Masse schwimmen, die wird per Defintion immer Mittelmaß sein. Meine Tochter ist beispielweise mit einem naturwissenschaftlichen Studium in die Schweiz gegangen und verdient doppelt soviel wie in D bei halber Abgabenlast. Es gibt viele Möglichkeiten, sich aus der Masse zu befreien und nur kann man erfolgreich werden.

  19. Ralf

    @Felix: Ich gebe dir Recht. Die Schweiz wäre in der Tat sehr verlockend. Trotz höherer Lebenshaltungskosten einfach mehr Potential. Wo das in D noch hinführen soll ist mir schleierhaft. Jungingenieure werden bei uns z.B. mittlerweile 2 Gehaltsgruppen schlechter eingestuft als noch vor zehn Jahren. Trotzdem bekommen wir viele Bewerbungen.

    Ich suche allerdings wg. Familie eine Lösung möglichst in D. Wir sind schon mehrmals umgezogen und irgendwann ist Schluss. Und beruflich ist das verdammt schwer, wenn man erst mal 15 Jahre in einem bestimmen Fachbereich tätig war und sich dann neu erfinden muss.

    Aber dran bleiben! Sparsam zu leben ist auf jeden Fall ein guter Weg, ETF und Aktien auch!

  20. EzRacingteam

    @Gurki: Habe bei Instagram neulich auch ne schräge Sache entdeckt. CD-Billy-Regale und diese dann mit Sockenwolle gefüllt, aber diese dann nicht für handgestrickte Socken, sondern weil es so schön aussieht. Sollte man ein Knäuel stricken wollen, wird es doppelt gekauft. Welchen Sinn hat das? Da kann man auch gleich die Scheine zum Fenster hinauswerfen.

  21. Ruben

    @Ralf: du hast sicher Recht. Ich weiß aber nicht, welche Lösungsansätze der Blog noch bieten könnte, bzw. das was man selbst tun und beeinflussen kann wird hier immer wieder geschrieben:

    Man kann sich selbst an der Gewinnmaximierung, die man nicht verhindern kann, beteiligen (Aktienkauf) und hoffen, dass ein passives Einkommen die Lohneinbußen ausgleicht. Wenn man sich aus Protest nicht daran beteiligt, passiert es dennoch.

    Die Globalisierung ist in vollem Gange und die Arbeitsmarktkonkurrenz ist im Prinzip Global. Hier hilft nur eine gute gefragte Bildung, sofern dies möglich ist. Anschließend braucht es aber sicherlich auch das Glück des Tüchtigen.

    Zu guter letzt sind ja bald Wahlen. Ich erwarte zwar von den Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft auch nicht mehr viel, es kann jedoch jeder dort sein Kreuz setzen, wo er sich am meisten erhofft. Ich denke es ist trotz allem nicht gänzlich egal, wo man sein Kreuz setzt. Friedliches Demonstrieren ist zum Glück in Deutschland auch erlaubt. Den globalen Wirtschafts-Wettkampf kann sich die deutsche Politik jedoch auch nicht entziehen. Zudem sind viele Themen nicht so einfach, wie man vielleicht denkt, siehe die Diesel Thematik. Sehr viele Menchen würden jedoch sehr viel geben, um in unserem Land zu leben. Auch Sendungen wie Weltspiegel oder Auslandsjournal zeigen, dass es in anderen Ländern meist nicht besser zugeht.

    Ich bin selbst gesundheitlich angeschlagen und meine Krankheit fällt durch das normale Raster der Gesundheitsversorgung. Untersuchungen und Leistungen, die mich weiter bringen, muß ich meist selbst bezahlen.

    Im Beruf habe ich noch Glück, sehe die Einschläge aber auch näher kommen und bemerke den Bildungswettkampf. Krankheitsbedingt kann ich mich neben dem Job auch nicht in dem Maße weiterbilden, wie es nötig wäre und ich komme auch nicht aus einem privilegierten Elternhaus. Ich kann deine Sorgen deshalb gut verstehen.

    So abgedroschen es klingt, man kann einfach nur Tag für Tag das Beste geben und hoffen, dass man dafür belohnt wird. Ich drücke Dir die Daumen!

  22. Jan

    @EzRacingteam

    Meine Frau und ich haben schon vor vielen Jahren angefangen unseren Plunder, insbesondere Belletristik und Fachbücher, auf dem Flohmarkt zu verkaufen. Gute aktuelle Bücher sind da gefragt. Das Zeug das wir dort nicht los wurden haben wir vor ein paar Jahren dann angefangen auf Momox zu verscherbeln. Hauptsache weg damit! Wir wissen gut genug was und wie viel wir lesen und gelesen haben. Bücher nach einem Lesen für Jahrzehnte im Regal vergilben zu lassen nur damit sie irgendwann mal jemand in die Papiertonne wirft, das tut mir noch viel mehr weh. Bücher sollen doch gelesen werden, daher ist es für mich nicht schlimm diese für kleines Geld weg zu geben.

    Über Menschen die sich über ihren Besitz definieren habe ich schon immer den Kopf geschüttelt. Wenn man nun schon seine Bücher zeigen muss… Wenn ich Bücher sehen will, dann gehe ich in die Landesbibliothek.

    Natürlich gibt es bei jedem Hobby einen Punkt an dem es teuer wird. Damit habe ich aber kein Problem. Meine Frau und ich gehen z.B. gerne auf Trekkingurlaub. Die Kleidung und Ausrüstung ist teuer. Aber die Erlebnisse wiegen es leicht wieder auf. Und für Erlebnisse gebe ich gerne das hart verdiente Geld aus. Man muss Prinzipien haben. Geld ist immer Mittel zum Zweck und sollte nie das Goldene Kalb der biblischen Geschichte sein. Wer Geld des Geldeswillen hortet, der macht etwas falsch. So sollte man durchaus gut gekleidet auch mal in die Opern der Welt auf die teuren Plätze. Trotzdem braucht man nicht mit dem eigenen Porsche vorfahren. Erlebnisse sind’s, die das Leben bereichern. Nicht Dinge. Das ist, was Tim auch immer wieder wie ein Mantra herunter betet.

    P.S.: Der Flohmarkt ist nicht nur für Bücher gut. Wir sind jedes mal erstaunt wie gute Kleidung und Spielsachen für Babys und Kinder man auf den Bazaren bekommt. Es lohnt sich unbedingt als Familienvater und~mutter dort einen Blick hinein zu werfen. Man wird mit tollen und günstigen Sachen belohnt.

    Schöne Grüße

    Jan

  23. EzRacingteam

    @Jan: Ich lese auch sehr gerne, verkaufe jedoch die Bücher nach dem Lesen sofort wieder bei momox. Außerdem versuche ich die Bücher auch da zu erwerben. Klar, man erhält meist nicht mehr sehr viel dafür, aber besser wie nichts. Ich bin es los und es verstopft mir nicht in Schränke. Viel unnötigen Kram bin ich bei ebay Kleinanzeigen los geworden. Klamotten ebenfalls über momox fashion. Es finden sich schon Wege all den Krempel abzugeben. Überflüssige Töpfe/Pfannen etc habe ich z.B. auch verschenkt. Ich habe es mir eigentlich zur Routine gemacht die Schränke regelmäßig unter die Lupe zu nehmen. Was eine Zeit x nicht genutzt/getragen wurde, wird abgegeben. So sammelt sich erst gar nicht groß was an. Dekokram besitze ich nicht. Wozu auch. Es sind nur Staubfänger. Worauf ich achte sind ordentliche Laufschuhe und Funktionskleidung. Ich laufe aktuell Halbmarathon und will in Richtung Ultralauf. Da macht es einfach Sinn etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Zum Glück gibt es bei uns in der Nähe einen Outletladen. Da kann man das ein oder andere Schnäppchen schießen.

  24. Matthias

    @ Goldhamster: Danke für deine Ausführungen!

    @ EzRacingteam zum Thema Bücher: Ich habe noch nie verstanden, warum sich Leute Bücher kaufen. Ich weiß nicht, wann ich mir – außer für die Schule verpflichtend – mal ein Buh gekauft habe. Wenn ich etwas lesen will, gehe ich in die Bibliothek (Unibibliotheken sind sehr zu empfehlen für Fachliteratur, oder Fernleihe….damit gibt es so gut wie alles). Danach habe ich es gelesen und brauche das Buch in der Regel nicht mehr, es würde nur rumstehen.

    @ Ralf zum Thema Dienstleister: Ich bin auch Ingenieur ud habe vor kurzem meinen Lebenslauf auf 2 Portalen eingestellt. Die 2 Wochen darauf hat sich jeden Tag mindestens ein Dienstleister gemeldet. Mein Eindruck von den Stellenportalen ist, dass 80% von den ausgeschriebenen Stellen auf Dienstleister zurück geht. Das war schon damals so, als ich mich nach dem Studium beworben habe. Vieles wird ausgesourct, um flexibel (?) zu sein. Viel günstiger ist es unterm Strich nicht, weil die Kosten für Verwaltung/Abstimmung/Einarbeitung und den Dienstleister selbst ähnlich, wenn nicht gar noch höher sind. Bei den Mitarbeitern kommt nur deutlich weniger an (20-50% in meinem Fall).

  25. Kiev

    @Goldhamster

    Klasse Aufteilung und Auflistung. Ich habe über die Phasen auch schon diverse Bücher usw. gelesen. So kurz und gut geschildert habe ich es aber noch nicht entdeckt. Bin selbst gefühlt in Phase 2 und suche aktuell noch Möglichkeiten/ Modelle für langfristige Investitionen. Ich versuche aktuell meine Investments zu optimieren und weiter auszubauen. Nimmst Du weiterhin den Standard Urlaub? Oder arbeitest Du weiterhin die Standard Arbeitszeit? Ich würde gerne mehr Zeit für Urlaube haben, um die Ferien mit den Kindern noch besser nutzen zu können. Ich würde bei finanzieller Freiheit oder kurz vorher auch gerne meine Arbeitszeit reduzieren und selbstständig arbeiten.

    @EzRacingteam

    Ich lese sehr viel. Allerdings leihe ich alles nur noch über die online Bibliothek aus. Da habe ich keine Arbeit mit Kauf/ Verkauf. Ein Bücherregal haben wir aber auch noch, das wir nach und nach leeren und so Platz schaffen.

    Über das Rennrad fahren und wenig Zeit bin ich zum joggen gekommen. Ich habe zwei paar sehr gute Laufschuhe. Ansonsten aber nichts besonderes. Trikots gibt es bei Läufen in guter Qualität und durch meinen Arbeitgeber. Habe schon 3 gute. Eine Sporthose und Schwimmhose hatte ich die ich je nach Wetter verwende. Bin kein Profi und schaue nicht auf die Zeit, aber mit der Ausstattung kann man locker Halbmarathons laufen. Ich habe keine Pulsuhr und Trinkflaschen… Ich trainiere immer unterhalb der anaeroben Schwelle. Ich habe Zeit und brauche nicht das maximal beste Ergebnis sofort. Falls Du aber mehr Läufe mitmachst kostet es (allein durch die Startgebühren) natürlich auch mehr. Andererseits gibst Du dabei vermutlich kein Geld aus. Ist also nicht das teuerste Hobby. Rennrad fahren ist schon teurer. Allerdings kann man auch hier ein sehr gutes (und passendes) Fahrrad für 1200-1400 € über Kleinanzeigen bekommen. Viele Leute kaufen sich Top Räder und fahren am Ende dann doch nicht damit.

  26. Ralf

    @Matthias: Da steckt System dahinter. Billig müssen die Leute sein! Und die Unternehmen haben weniger Risiken als mit fest angestellten Leuten. Die Nachteile tragen die Arbeitnehmer. Ingenieurdienstleister sind in den ersten Berufsjahren ganz ok. Aber die große Zahl der Stellenausschreibungen durch dieses Klientel ist absolut alarmierend.

    Ich zitiere aus einem Artikel den ich hier weiter oben in meinem letzten Beitrag auch verlinkt habe: „Gäbe es eine Ingenieurslücke – vor allem in den seit Jahren behaupteten Dimensionen –, hätten die Dienstleister keine Existenzgrundlage mehr. Die Unternehmen wären heilfroh, die wenigen verfügbaren Ingenieure fest einstellen und sie mit einem übertariflichen Gehalt werben zu können. Leiharbeit funktioniert nur bei einem Arbeitskräfteüberschuss.“

    Aber so ist es eben. Das ist der offensichtlich mit ein Preis des ganzen Fortschritts. Und die Politik verkauft uns das alles als Fachkräftemangel.

    Mir fällt nur noch keine rechte Lösung ein, denn eigentlich arbeite ich sehr gerne als Ingenieur. Eine Selbstständigkeit wäre eine Option. Aber die Büros liefern sich in meiner Branche seit Jahren einen ruinösen Preiskampf. Auch das spricht nicht für einen Fachkräftemangel. Selbst im Bereich Elektro wie aus dem Artikel zu entnehmen ist. Wir bekommen recht günstig erfahrene Elektroingenieure bei uns im Betrieb.

    Ich würde mich auch nochmal fortbilden, aber wirklich sinnvolle Weiterbildungen sehe ich derzeit nicht in meiner Branche. Und den Betriebswirt habe ich auch schon gemacht. Generell sehe ich, dass man 80-90 Prozent seinen erworbenen Wissens in der Praxis selten bis gar nicht braucht. Es geht oft nur um das richtige Papier/Abschluss.

    Auf jeden Fall spannenden Zeiten. Ohne Familie wäre ich schon in die Schweiz gegangen. Aber das kann eben auch nicht für jeden die Lösung sein. Vielleicht findet sich noch eine Idee.

  27. Fit und Gesund

    @Ralf,

    also Du bist doch der Glückspilz schlechthin 🙂

    Deine Frau/Familie (Klotz am Bein, hindern Dich nur daran in die gelobte CH zu gehen) hat Dich noch nicht verlassen, sei dankbar!

    Dein Arbeitgeber zahlt Dir allem Anschein mehr als dass er jüngeren Kollegen, die neu sind, zahlt…..die leisten vermutlich grad so viel wie Du, nur haben sie weniger Erfahrung …

    Es schuldet Dir doch Niemand was, sei vielleicht mal zufrieden mit dem was Du hast.

  28. Ralf

    @Fit und Gesund: Im Prinzip ja. Aber es gibt eben auch andere Gründe als nur Geld für einen gewünschten Wechsel (Luft komplett raus, recht weite Pendelstrecke, Führungskräfte die nicht führen und alles laufen lassen, Monotonie bei der Arbeit etc.). Und derzeit gibt es leider keine guten Alternativen, nur mit massiven Gehaltsabschlägen (als Single wäre mir das egal). Hilft nur abwarten.

    Trotzdem zeigen solche Artikel, es steckt insgesamt der Wurm drin.

  29. Andre

    Also ich sehe diese ganze Sache mit Erlebnisse bzw. Erinnerungen seien mehr Wert als „Krempel“ usw. ein wenig anders.

    Ich habe z. b. so gut wie überhaupt kein Verlangen zu verreisen…mir wäre auch das Geld viel zu schade und die „Erinnerungen“ und der mentale Gedanke ist m. M. n. nach einigen Monaten aufgebraucht…oder warum müssen viele jährlich oder zwei-bis dreimal im Jahr verreisen!?

    Bücher habe ich auch sehr wenige, was ich aber viel habe sind DVD´s…sei es Filme oder über Hobbys die ich pflege. Ich würde sie nie als unnötigen Krempel bezeichnen…sie sind billig und ich kann sie mir jederzeit anschauen und sie befriedigen mich ungemein.

    Auch das Auto kann ich jederzeit bzw. auf Jahre „genießen“ (kein Clownauto)…den teuren Urlaub nur einmal. Das Geld sehe ich dann nie wieder.

    Auch an einer gemütlich eingerichteten Wohnung kann man sich täglich auf neue erfreuen…das sehe ich auch nicht als rausgeschmissenes Geld. Das sind Werte die lange halten und einen immer wieder nutzen und Freude bringen.

    Sie dürfen nur nicht überteuert sein und nach wenigen Jahren wieder ersetzt werden.

  30. Mark85Mark85

    An EzRacingteam: Sich auf eine strike Anzahl an Gegenständen wie 100 oder 1.000 festzulegen, finde ich viel zu ideologisch. Zudem habe ich keinen blassen Schimmer, wie diese Leute zählen. Jede Büroklammer, Socke, Tasse usw. einzeln? Das kann ja heiter werden. 🙂

    An Andre: Filme mag ich auch. Reisen, weil ich gern neue und andere Dinge kennenlernen möchte. Auch spielt das Klima eine Rolle. Manche mögen die kalte Jahreszeit in Deutschland, ich überhaupt nicht. Ich fände es viel toller, wenn man das ganze Jahr über draußen in kurzer Kleidung verbringen könnte. Ich bin jedes Mal aufgeregt wie ein kleines Kind, wenn der Anreisetag gekommen ist und verspüre etwas Trauer am Abreisetag. 😉

    An Knörzbock: Das stimmt für den Einzelfall, aber die wenigsten Menschen wollen sich freiwillig einem einfachen Lebensstil hingeben, daher mache ich mir keine Sorgen um das Konsumverhalten der Mehrheit. Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was und wie viel er konsumieren möchte.

  31. Fit und Gesund

    @Ralf,

    drücke Dir die Daumen dass Du mal was Passendes findest.

    @All,

    ich bin ja über den Minimalismus zu Tim Schäfer gekommen, dieser Stil liegt mir schon immer irgendwie im Blut, ich hasse Krempel…

    Bücher hab ich Alle ausrangiert, verschenkt, das Meist ist nun auf einem Kindle, der ist gut für Romane etc, aber nicht so gut für Sachbücher, die versuche ich second hand zu kaufen,

    nichtsdestotrotz, heute hab ich mir das Buch von Tim Ferriss „Tools der Titanen“ aus der Stadt mitgebracht, Mordsschinken, wollt ich nun am See lesen, Gewitter zieht auf, schneller Schwumm und heim, jetzt geht es weiter…

    ich lese halt gerne und dafür muss bei aller Sparsamkeit eben Geld über sein!

    @Mark85

    möchte auch das ganze Jahr draussen sein, hasse Pullover und dicke Klamotten und Schirme…ich kann Dich so gut verstehen dass Du im Winter abhaust. Wenn es bei mir soweit ist, dann werd ich im Winter auch das Land verlassen 🙂

  32. Andre

    @ Mark85

    Auch ich bin schon gereist, aber es hat mir nie das gegeben, was es vielen anderen Leuten gibt…die Welt kann ich mir auch sicher von zuhause anschauen…es gibt ja über alles und jeden Dokus.

    Ich mag zum Beispiel en Wechsel der Jahreszeiten total gerne…das ganze Jahr das gleiche Wetter wäre schrecklich;-)

    Da ich mich aufgrund meines Hobbys (Angeln) oft in der Natur aufhalte, gibt es nichts schöneres als den Herbst oder auch den Frühling…auch der Winter hat seinen Reiz…man hält sich viel lieber zuhause unter der Decke auf und schaut gemütlich einen Film…auch die Schneelandschaft hat immer was idyllisches…Weihnachten bei 20 Grad und mit grünen Bäumen finde ich verstörend:-)

  33. Mark85Mark85

    An Andre: Na gut, so tickt jeder anders. 😀

    Was Autos angehen: Wenn man alle Kosten zusammenrechnet (Wertverlust, Wartungen, Reparaturen, Hauptuntersuchungen, Steuer, Versicherung und Kraftstoff), verschlingt ein durchschnittliches Auto sicherlich ein paar 100 Euro pro Monat, oder nicht?

    Bei mir ist es schon zu lange her und ich habe ehrlich gesagt nie eine Gesamtkostenrechnung angestellt, aber wenn man auf ein Auto verzichten kann, lässt sich bestimmt einiges an Geld einsparen.

    An Fit und Gesund: Das wünsche ich dir. Ich weiß nicht, wie es in der Schweiz aussieht, aber am deutschen Reisemarkt lassen sich immer herrliche Langzeitangebote finden, wenn man etwas flexibel beim Urlaubsort und Reisezeitraum ist. Am Mittwoch fliege ich nach Teneriffa: 8 Wochen, Wohnung mit Kochgelegenheit für 1.324 Euro. Da kann man wirklich nicht meckern. 😉

  34. June

    Einen wunderschönen Abend zusammen,

    hier scheint die Sonne, meine Familie ist ausgeflogen und ich genieße den Abend auf dem Balkon bevor mich meine hausfraulichen Pflichten an den Herd rufen.

    Das Thema hat mich heute eine Weile beschäftigt. Die Zusammenfassung von Goldhamster zu den 3 Phasen der finanziellen Entwicklung finde ich ungemein treffend.

    @Minimalismus,

    Ich denke die Definition liegt ganz im Auge des Betrachters und in der individuellen Relation zur Vergleichsgruppe. Es ist also Quatsch mich an Menschen zu messen, die nur 100 Dinge besitzen. In diesen Fällen wird dann auch nur der persönliche Besitz gezählt. Teller, Tassen, Möbel, und die Wäscheklammern zählen plötzlich nicht mehr dazu. Ich muss mir die Vergleichsgruppe betrachten gut verdienende Frauen mit Kinder aus dem Haus. Und im Vergleich zu meinen Altersgenossinnen lebe ich Minimalistisch. Meine Kleidung passt in 1 Meter Schrank, Auto, Laptop, iPad, Handy, eBook Reader. Ein wenig persönlicher Kleinkram wie Brillen, Kosmetik, Schmuck, Fön u.s.w. Eine Kiste mit Altlasten……Up’s Erinnerungen, aus die Maus.

    @Laufen-Joggen,
    Ist auch meiner Meinung nach eines der günstigsten Hobbys die man haben kann, trotz Pulsuhr. Denn Kleidung für ein Hobby braucht man auch für andere Sportarten und dann kommt noch die meist teure Ausrüstung und der Mitgliedsbeitrag dazu (Tennis, Ski, Surfen, Golf) Nur keine Sport ist günstiger ;).

    @Lesen,
    Tim’s Hinweis bezog sich sicher nicht auf eine Büchersammlung sondern auf die Tatsache, dass man in Bibliotheken für eine geringe Jahresgebühr quasi unendlich Lesenachschub bekommt.

    @richtig Waschen,

    Heute habe ich in viel Kommentaren gelesen, waschen lohnt sich nur bei voller Waschmaschine. Die Schlussfolgerung war, man braucht viel Kleidung und das wäre ja dann nicht mehr Minimalistisch!

    Hier meine Erkenntnis nach vielen Jahren auch Hausfrauendasein: die Waschmaschine wäscht am günstigsten, wenn sie voll beladen ist. Voll heißt aber in der Regel je nach Modell 4,5 – 8 kg und diese Menge gilt nur für das Baumwollprogamm. Pflegeleicht-, Woll-, Sport- und Hemdenprogramme dürfen Modellabhängig teilweise nur mir 2 – 4 kg beladen werden, da die geringere Menge die Faser schont. Fakt ist, die meisten Menschen überladen ihre Waschmaschine regelmäßig, da sie ja Wasser sparen möchten, was aber auf Dauer zu Lagerschäden führt. Außerdem möchte ich zu bedenken geben, dass schon seit ca. 20 Jahren Mittelklasse Waschmaschinen über eine eingebaute Waage verfügen und daher je nach eingelegter Menge und Programmwahl der Wasser- und Stromverbrauch automatisch verringert wird. Zusätzlich gibt es ebenfalls seit Jahrzehnten Kurzprogramme und /oder geringe Menge. Meine Waschmaschine verfügt über ein Sportprogramm, damit kann ich dann auch kleine Mengen waschen. Ohne das sich finanzielle Abgründe auftun.

    Take care,

    June

  35. EzRacingteam

    @Kiev: In dieser Saison bin ich nicht ganz so gut bei Wettkämpfen dabei (verletzungsbedingt), aber es wird. Aktuell trainiere ich gezielt auf den DD Marathon (Halbmarathon) hin. Dafür brauche ich einfach ein Ührchen mit diversen Funktionen. Allerdings kann man da vom Trabi bis zum Porsche auch alles bekommen. Hab was solides und preiswertes erstanden (Tomtom). Als kleiner Kontrollfreak hab ich damit alles unter Kontrolle und kann neben Laufen noch Radeln, Schwimmen etc kontrollieren. Finde ich gut. Laufschuhe habe ich ein Paar für die Straße und eins fürs Gelände. Die machen sich im Winter auch sehr gut bei Schnee und Eis und die Füßchen bleiben trocken. Getauscht werden die Treter nach 1000 km. Da sind sie bei mir einfach runter. Rennrad finde ich auch interessant, aber ich scheue mich vor weiteren Kosten, zumal ich mir erst ein Mtb gekauft habe. Damit kann man auch eine Menge Gaudi haben. Erst letzten Freitag war wieder Behördenradrennen angesagt. Schönes Event.
    @Mark85: Tja, da fragst du was. Ich meine, es wird auch jede Socke einzeln gezählt 🙂 Irgendwo sollte man die Kirche dann doch im Dorf lassen. 

  36. Matthias

    @ June: Ich stelle mich manchmal auf die Waage mit meiner Wäsche, weil ich keine Ahnung habe, was voll heißt. Bei meiner 6 kg-Trommel muss ich schon gut was reinstopfen, damit die auch nur annähernd 6 kg fasst. Meist habe ich deswegen nur 1/2 bis 2/3 davon drin, und das ist schon recht schwierig, wenn mir nicht nach 3 Wochen die Unterhosen ausgehen sollen. Meine Freundin ist für einige Zeit beruflich woanders. Als Single sind 6 kg zu viel meiner Meinung nach. Viel kleiner gibt es kaum, zudem sind die kleinen auch deutlich ineffizienter, das gleiche gilt für die Waagenautomatik. Die Kurzprogramme für weniger Wäsche jagen bei meiner A++ Maschine soviel Wasser wie das Sparprogramm, ich denke, dass das bei vielen so ist.

    Wenn man nur 5 T-Shirts und pipapo hat, dann geht eigentlich nur Handwäsche oder stinken. Alles andere ist ineffzient: Vielleicht nicht teuer, aber schlecht für die Umwelt.

  37. Goldhamster

    @Kiew

    Danke für deine Rückmeldung. Du hast offenbar das Potenzial meiner zusammenfassenden Darstellung erfasst. Natürlich ist die Darstellung etwas abstrakt, aber wenn man sich in groben Zügen daran orientiert, kann auf Dauer kaum etwas schief gehen. Ich investiere übrigens primär in Aktien-ETFs und Immobilien. Ganz am Rande aber auch in Rohstoffe, Anliehen und P2P-Kredite.

    Meine Frau und ich arbeiten beide Teilzeit. Ich habe drei Arbeitgeber, wobei einer davon meine eigene Firma ist. Das bedeutet, dass ich mir meine Arbeit sehr flexibel einrichten kann (wechselnde Aufträge/Projekte/Beschäftigungsgrade; Home-Office usw.). So kann ich – mit einer gewissen Verzögerung – auch bestimmen, wann ich wie viel Zeit mit der Familie verbringe. Ausserdem kann ich auch mal mehrere Wochen Urlaub nehmen und bin nicht auf Standard Urlaub angewiesen. Der Urlaub gestaltet sich bei uns aber sehr bodenständig, z.B. im Zelt oder in einem mit anderen Familien zusammen gemieteten Haus, in dem wir gemeinsam selber kochen. Das ist günstig, gefällt uns und passt zu uns.

    Fazit: Es lohnt sich, (spätestens) kurz vor finanzieller Freiheit die Arbeitszeit zu überdenken und mehr Flexibilität zu suchen.

  38. June

    @Matthias,

    Für das Vollwaschprogramm für Baumwolle gebe ich dir auch völlig recht. Das sind aber Handtücher und Bettwäsche und teilweise Unterwäsche, was man prima zusammen waschen kann. Aber da solltest du auch als Single gerade mit Besuch keine Probleme bei 6 Kg bekommen. Schon bei den Schonprogrammen, die ich für die Oberbekleidung nutze gibt meine Maschine sehr reduzierte Mengen vor. Pflegeleicht max. 3,5 kg, Wolle max. 2 kg, Dunkles/ Jeans max. 3 kg, Oberhemden/ Blusen/ Outdoor Sport max. 2 Kg, Automatik (Pflegeleicht und Baumwolle gemischt) max. 5 Kg. Schau mal in die Bedienungsanleitung deiner Maschine. Denn diese reduzierten Mengen sind gar nicht mehr so viel Wäsche. Viele überschätzen die Menge und stopfen was nur geht in ihre arme Maschine. Daher würde ich nicht von ineffizient sprechen, wenn man nicht immer die max. Beladung des Baumwollprogramms ausnutzt, sondern es ist wirklich Typ und Material abhängig. Und wie schon geschrieben, sehe ich Minimalismus immer im Bezug auf die Vergleichsgruppe. Deine 15 Shirts können schon sehr wenig sein, wenn die Jungs 😉 in deinem Alter/ Beruf / Einkommen / Hobby üblicherweise Fashion Victims sind.

    Take care,

     

    June

  39. Michael D.Michael D.

    An alle Gilead-Beteiligten: Bin gespannt, wie sich die Kite-Pharma Übernahme in Zukunft auswirken wird. Villeicht kommen ja noch 1-2 weitere, etwas kleinere Übernahmen in nächster Zeit. Genügend Cash hätten sie ja. Finde Gilead sehr spannend. Glaube da stehen uns rosige Zeiten bevor.

    Gold: Auch endlich wieder über die 1.300er Marke. Diesmal hoffentlich nachhaltig. Meiner Teranga Gold freuts. In dieser Woche kommt da auch noch die Feasibilidy study und der Finanzierungsplan der neuen Mine.

    Ohne Kapitalerhöhung gehts dann ab… Freu mich schon auf die Neuigkeiten.

    Auch Novo Nordisk gibt Gas und haut eine gute Nachricht nach der andern raus. Ziemlich viele gute Einkäufe heuer. (Außer Teranga, die hab ich schon ein paar Jahre).

  40. Felix

    Ohne das vollständig beurteilen zu können, hat Kite, das von Gilead übernommene Unternehmen, eine zukunftsweisende, auf Gentechnik beruhende Krebstherapie. Gut, dass ich Gilead bei 60 € nachgekauft habe. Das könnte was werden zukünftig. Aktienrückkaufprogramm und Dividendensteigerungen laufen ja außerdem weiter .

  41. Mark85Mark85

    An Matthias: Neuere Maschinen haben zwar eine Mengenautomatik, aber auf die Idee mit dem Selbstabwiegen bin ich noch nicht gekommen, weil es aus meiner Sicht eine Volumenfrage ist: Ich packe einfach ohne Stopferei und Zusammenknüddelei genau so viel Wäsche in die Trommel rein, bis oben in der Trommel noch spielend meine beiden Hände reinpassen, also etwas Luft verbleibt. Dann das Schnellprogramm anstellen und los geht’s. Ich mache keine exakte Wissenschaft daraus. 😉

    Größere Stücke wie Badetücher, Bezüge, Kissen und Decken weggelassen, komme ich allein durch die Alltagskleidung schon auf 4 bis 6 Waschgänge pro Monat. Das hängt ein wenig von der Jahreszeit ab.

    Schön, dass die Aktienindizes etwas zurückgegangen sind. Das trifft sich am heutigen Nachkauftag gut.

  42. Claus

    Heute konnte ich nicht widerstehen und habe meinen Cash-Bestand etwas abgebaut…

    Aufgestockt habe ich Cisco + H & M.

    Bei Hormel habe ich eine erste Position gekauft (1% vom Depotwert).

    Wahrscheinlich habe ich zu früh zugegriffen, aber lieber etwas zu früh, als gar nicht. Etwas „Munition“ ist ja noch vorhanden. Da ich momentan nicht an einen Crash oder gravierende Kursrückgänge glaube, kaufe ich „Qualität“, die gerade niemand haben möchte. Damit bin ich bisher ganz gut „gefahren“.

    Wünsche allen fröhliches „fischen“!

    LG

  43. Michael D.Michael D.

    Überlege auch noch etwas meine BB Biotech aufzustocken. Allerdings bin ich in Biotechwerte schon ziemlich tief drin (BB Biotech, Evotec, Novo Nordisk, Idorsia, Gilead).

    Auch Vale möchte ich noch aufstocken. Da lass ich mir aber noch Zeit.

    Werde aber noch etwas abwarten. Mal sehen wie sich der Goldpreis und meine Mini-Goldmine Teranga Gold im nächsten Monat präsentiert.

    Zur Zeit drängt sich bei mir nur Bayer auf. Wäre aber schon wieder ein Pharmawert… ufff 🙂

  44. Pametan

    @Claus

    Deine Vorliebe für H&M ist wirklich erstaunlich. Möge das ein gutes Investment für Dich sein.

    Die US-Indizes haben noch gar nicht korrigiert und blenden auch heute – im Gegensatz zum Dax – die Nordkorea-Problematik aus. Für mich wieder ein typischer Fall von „zuerst die Kurse, dann die nachgeschobene, mediale Erklärung“.

    Der Amazon-Hype sorgt gerade für einige günstige Kurse. Nike, GIS, Hormel, Kellogg & CVS als Beispiele.

    Google drückt auf die Medienbranche.

    Auch jetzt schon sind diverse Werte am 52-Wochentief.

     

  45. Ruben

    Indirekt korrigieren die USD Werte über die Abwertung des USD wenn man das aus EUR Sicht so sagen kann.

  46. Matthias

    @ Mark 85: Das überprüfe ich auch so wie du. Aus Interesse habe ich die Menge mal halt ein paar Mal gewogen. Bisher bin bei dabei noch nie annähernd auf das Gewicht gekommen.

    Schnellprogramm etc. verbraucht deutlich mehr Wasser bei mir. Ob die Mengenautomatik funktioniert, konnte ich noch nicht prüfen, habe aber den Eindruck, dass das kaum spart.

     

  47. Wallstreet Greenhorn

    @ Pametan: sehe ich genauso und hatte es hier auch schon mal geschrieben- eine ganze Reihe von US Unternehmen die mir gefallen notieren- auch dank des starken Euro- mindestens am 52 Wochen Tief. Neben den von Dir genannten fallen mir u.a. noch Cardinal Health, Danaher und Kraft-Heinz ein. Und natürlich „Big Oil“ mit Exxon, Chevron etc. Kaufgelegenheiten gibt’s fast immer irgendwo.

  48. Christian H.

    Mir hat mal ein Waschmaschinenverkäufer erklärt, man solle die Waschmaschine höchstens zu 75% füllen, auf das Volumen bezogen. Und wo ich studiert habe, da gab es ein Forschungsprojekt zur Simulation des Fallens von Wäsche in der Waschmaschine, da kam was ganz ähnliches bei raus. Wahrscheinlich liegt der optimale Befüllungsgrad zwischen 66% und 75% (trocken) Volumen.

  49. Patently Absurd

    Solange das Leben in stabilen Bahnen verläuft, kann man sich sicher über die paar Euro freuen, die man für den Verkauf von gebrauchten Büchern erhält.

    Bei mir sind die Scheidungskosten, Unterhalt und Versorgung der Kinder inzwischen in ungeahnte Höhen geschnellt, so dass ich mir um Bücherverkauf keine Gedanken mehr machen kann – das kommt notfalls in den Sperrmüll. Wegen der paar Eier lohnt sich der Aufwand nicht, das Konto wird ohnehin in 1000er Schritten abgeräumt.

    Sparsamkeit in fetten Jahren ist sicherlich eine gute Sache und auf unnötige Konsumgüter sollte man ohnehin immer verzichten. In einer Notsituation – und die meisten Scheidungen führen einen wohl in eine solche; aber auch Krankheit, Berufsunfähigkeit, Pflegesituation im familiären Umfeld usw., es gibt sicherliche viele denkbare Situationen – hat man dann aber ganz andere Sorgen und man rechnet in anderen Dimensionen. Da legt man sich besser einen Schnorchel zu und versucht, durch kontinuierliches Ein- und Ausatmen am Leben zu bleiben.

  50. Pametan

    @Wallstreet Greenhorn

    Im Grunde genommen, halten einige wenige Werte die US-Indizes an den ATHs.

    Schaut man sich beispielsweise die Sektor-Indizes auf Energy, Consumer Staples, Telecoms etc. an, dann befinden wir uns schon mitten in der Korrektur.

    Kann man also auch wunderbar über ETFs spielen, wenn man sich vor dem Kauf von Einzelwerten scheut.

    Ich erwarte zwar keinen Crash, aber gehe fest davon aus, dass man im September/Oktober Qualitätstitel nochmal deutlich günstiger erwerben kann.

  51. Matthias

    @Patently Absurd

    Für Notsituationen ist es doch von Vorteil, auf einen finanziellen Puffer zurückgreifen zu können, den man sich in den guten Jahren aufgebaut hat. (?!)

  52. Ralf

    Kommt darauf an ob man den mühselig angesparten finanziellen Puffer für eigene Zwecke verbrauchen kann oder aber für andere Einflüsse (Pflegefall Eltern, Scheidung etc.) aufbrauchen muss. Ich kann Patently Absurd sehr gut verstehen. Scheidungen, aber auch Pflegefälle können ein erhebliches finanzielles Risiko darstellen. Ebenso chronische Krankheiten die mitunter in Hartz4 enden. Versicherungen dafür sind oft sehr teuer.

    Daher ist z.B. auch ein Goldanteil von 10 Prozent, anonym erworben und sicher gelagert, schon mal eine gute Option um etwas Vermögen zu „verstecken“.

  53. Delura

    Hallo Mitstreiter,

    Habe aufgrund der äußerst erfreulichen „Talfahrt“ an den Börsen gestern endlich mal bei Swiss Re zugeschlagen. Meine Meinung buy on Bad news – Glück Auf !

     

  54. Ralf

    Es wird trotzdem keine Alternativen zu ETFs und Aktien für den kleinen Bürger geben. Mir fällt jedenfalls keine ein. Aber der Staat wird in Zukunft sicherlich mehr zulangen. Während das Risiko beim Anleger bleibt.

    Das Vertrauen in dieses Land ist durch verschiedene Entwicklungen bei vielen Menschen -wie mir- deutlich gesunken. Lohndumping in vielen Branchen, sehr viele befristete Stellen (wie im öffentlichen Dienst mit seiner Vorbildfunktion), explodierenden Wohnkosten, Einflüsse von religiösem Fanatismus und unklare langfristige Folgen von Zuwanderung machen vielen Menschen Sorgen. Ich selbst habe dazu schon Bundestagsabgeordnete per Mail angeschrieben und keine Antworten auf Fragen erhalten.

    Vielleicht ist diese Entwicklung ingesamt mit der Preis der Globalisierung und der Anleger selbst durch seine Investments in ethisch oft schwierige Konstellationen auch ein kleines Stück weit mit Schuld daran (Ausbeutung dritte Welt, Völkerwanderungen, Umweltverschmutzung, Klimawandel etc.).

  55. Jan

    @Patently Absurd

    Was macht dich so verbittert, dass du ständig nur Scheidungen siehst? Klar gibt es diese. Aber du scheinst wirklich stark gerupft worden zu sein und unterstellst das ständig nun allen. Das finde ich schade.

    Eines der letzten Vorstellungen zeigt doch, dass man auch trotz Scheidung die finanzielle Unabhängigkeit erreichen kann.

    Und zur Berufsunfähigkeit und Pflege gibt es entsprechende Versicherungen, wenn du hier Bedarf siehst (das muss jeder für sich entscheiden).

    Schöne Grüße

    Jan

  56. Beobachter

    @Ralf: für mich ist es völlig unverständlich wie man so extrem negativ eingestellt sein kann. Woran fehlt es uns denn in Deutschland? Ist dir bewusst wie gut es uns im Deutschland geht? Verhungern hier Leute? Haben wir medizinische Versorgung? Haben wir Schulen/Unis? Haben wir ein Dach über dem Kopf? Können wir ab und an in Urlaub fahren?

    Diese ständige Gejammere kann ich nicht nachvollziehen.

     

    Zum Markt generell: ich sehe auch gute Kaufmöglichkeiten zur Zeit, zB Hormel und Cisco oder At&T

  57. Fit und Gesund

    @Claus und Beobachter,

    würde diese olle Cisco nur mal UNTER 30$ fallen, ich möchte gerne aufstocken, aber ne…. tut sie nicht…olles Mistviech…. *lach*

    Hormel bin ich am Überlegen, zur Zeit hab ich wieder mehr Ideen als Geld…, die Aktien die ich gerne hätte, wollen nicht fallen :Microsoft z.B oder Reckitt B. , oder 3M und Disney….und Heineken…

    und wieso hat Mondelez so ein hohes KGV?

    ich denke irgendwo muss man mal einsteigen, einfach keine volle Position und dann kann man immer noch mal was zukaufen,

    @Delura,

    wenn mal die Schäden für den Hurricane bekannt sind, dann stock ich ganz sicher auch meine Swiss Re auf, ich denke die Aktie dürfte noch ein wenig billiger werden, guter Dividendenzahler…

    hier ist kalt und es regnet, ich nutze das mal aus und miste meine Aktenordner aus, das macht Spass…..bäääääh,

    @all,

    wie lange muss man deutsche Bankbelege aufheben, ich sortiere ja auch gerade die Ordner meiner verstorbenen Mutter, reichen da 10Jahre? will einigermassen sicher sein…

    liebe Grüsse

     

  58. Slazenger

    @Fit und gesund

    also von den genannten Unternehmen würde ich aktuell am ehesten Disney kaufen KGV um die 16-17, ist ok, die langfristigen Aussichten auch, also warum nicht jetzt! Hormel ist ziemlich zurück gekommen, ich seh die aktuell aber noch nicht auf Kaufniveau!

    Mal abwarten was der September so bringt!

    Viel Spaß beim aufräumen und sortieren!

  59. Claus

    @ fit und gesund

    Cisco liegt schon seit ca. 5 Jahren in meinem Depot und hat sich seitdem verdoppelt. Vorgestern habe ich zu 25,90 € aufgestockt, habe aber erstmal nur ca. die Hälfte meiner Wunschmenge genommen. Falls es noch weiter abwärts geht, kaufe ich noch eine Portion, falls nicht, dann nicht. Es gibt ja noch andere Werte…

    Gen. Mills habe ich auch schon seit 5 Jahren (+45%). Eigentlich ein Kandidat zum Aufstocken, doch die letzte Bilanz hat mir nicht gefallen, so lasse ich das. Stattdessen habe ich eine 1. Position Hormel gekauft, die mir wesentlich besser gefällt. Wermutstropfen ist die geringere Dividende. Man kann nicht alles haben…

    Auf meiner (Nach-) Kaufliste stehen noch BAT + BASF. Hier warte ich noch, da meine Kaufkurse noch nicht erreicht sind.

    Frage mich mal wieder, ob einige Ölwerte nicht zu den größeren zukünftigen Gewinnern gehören könnten… Hier passt für Käufer momentan eigentlich alles: Keiner will sie haben (Öl ist ja bekanntlich tot, weil wir nur noch elektrisch fahren, Öko-Strom verbrauchen und die weltweite Industrie auch kein Öl mehr braucht… Trotzdem steigt der jährliche weltweite Ölverbrauch noch immer…) Die Kurse sind „unten“, die Unternehmen haben ihre Kosten im Griff, es fließen sehr gute Dividenden. Exxon, Shell + Total sollten auf jeden Fall zu den „Gewinnern“ zählen. Da ich schon reichlich in Shell investiert bin, die mir den „fittesten und innovativsten Eindruck“ machen, stocke ich nicht weiter auf und nehme auch keine neue Aktie dazu, was mir ziemlich schwer fällt…

    Habe spaßeshalber mal ausgerechnet, dass ich durchschnittlich deutlich über 2k € monatliche Dividende (nach Steuern) erhalten würde, wenn ich zu 100% in Shell investiert wäre. Natürlich traut sich das kaum einer… ich jedenfalls nicht.

    Wer sucht findet auf jeden Fall etwas zum Einsteigen oder Aufstocken.

    Viele erwarten einen „stürmischen Herbst“. Mag sein. Vielleicht war „der Sturm“ aber schon in den letzten 4 Monaten da und es wird ein „goldener Herbst“?

    Dafür würde sprechen, dass immerhin 24 meiner 80 beobachteten Werte dieses Jahr mit -10% bis -47% im Minus liegen.

    Nur 12 liegen 2-stellig im Plus mit +10% bis + 28%.

    Nur 30 Werte haben es überhaupt ins Plus geschafft, 1 Wert (J & J) ist unverändert und 53 Werte liegen im Minus.

    Im Durchschnitt liegen die 80 Werte immerhin 3,8% im Minus.

    Viele Großanleger (z.B. Pensionsfonds) sitzen auf enormen Cash-Mengen, die in den Markt wollen…

    Liebe Grüße und allen ein glückliches Händchen bei der Titelauswahl

  60. Fit und Gesund

    @Slazenger,

    also Walt Disney wär schon was, so bisschen was für die Ewigkeit, muss man nicht dermassen Angst drum haben…

    @Claus,

    80 Aktien die Du beobachtest??? wow…. ich komm auf maximal 20, aber es gibt höchstens noch 10, dann ist Ende Gelände, ist mir sonst zuviel, deswegen nur die Besten der Besten 🙂

    Cisco liegt <15% im Minus, ich dürfte die nach meinen Vorgaben (halbjährige Wartefrist nach Erstkauf) jetzt wieder aufstocken, aber wär mir lieber sie fiele noch etwas…ich „darf“ auch nur 2x verbilligen, deswegen bin ich zögerlich. Aber sie fällt nicht.

    BAT bin ich mehr als 15% im Minus, aber die Wartefrist ist nicht erfüllt, da würde ich nur eine Ausnahme machen wenn das Minus grösser als 25% wäre, sonst muss ich da eben warten. Ich muss mich an meine Regeln halten, das ist mir wichtig.

    Shell macht 3.3% von meinem Gesamtportfolio aus, hab ich kürzlich aufgestockt, das reicht erstmal.

    Ich bin gerade dabei mir so ein Excel-Sheet zu basteln mit meinen Wunschaktien, wo ich dann alle wichtigen Zahlen eintrage, Pluspunkte noch für Familienunternehmen und *Bauchgefühl*

    ETF’s stocke ich erstmal nicht auf,

    Nächstes Jahr möchte ich 2 CH-Aktien dazunehmen, da beobachte ich Geberit, Schindler, Dormakaba, Sonova,

    Noch ein Reit wär auch nicht zu verachten…

    Von meinen schon vorhandenen Aktien möchte ich aufstocken:

    Medtronic, JNJ, Cisco, Swiss Re, Henkel, BAT, Fresenius und SAP, und mehr Geld hab ich dann auch nicht….und das muss erstmal verdient werden!

    liebe Grüsse!

    und heute Abend ist dann wieder Kassensturz, wird vermutlich zum ersten Mal weniger sein als im Vormonat trotz dass ich ordentlich was investiert habe.

     

     

     

     

  61. Claus

    @ fit und gesund

    Da hast Du ja auch noch einiges vor. Familienunternehmen mag ich auch. Fuchs Pet. wollte ich letzten Sommer bei ca. 34 einsammeln, habe es aber dann irgendwie verpasst. Naja, dafür habe ich ja H& M (lach…) warten wir mal ab, die nächsten Zahlen könnten überraschend „erfreulich“ ausfallen…

    Mein Depot hat sich recht gut gehalten, aber beim morgigen „Kassensturz“ weise ich auch etwas weniger aus, als am Jahresanfang oder letzten Monat. Normal, es kann nicht immer nur aufwärts gehen. Habe dieses Jahr noch kein „frisches“ Geld zugefügt, aber natürlich auch nichts entnommen. Das „Umschichten“ vor dem Sommer hat einiges gebracht. Dividenden sammle ich im „Cash-Topf“, bis sich wieder mal eine Chance ergibt.

    So ein selbstgebasteltes Excel-Teil hilft mir sehr bei der Titelwahl. Ich brauche nur die jeweils neuen Bilanzdaten einzutragen, der Rest läuft automatisch. Ist trotzdem viel Arbeit und die Firmen muss man natürlich auch stets „im Auge“ behalten. Bilanzdaten sind nicht alles, helfen aber z.B. innerhalb einer Branche „sehr gute“ von „guten“ Unternehmen zu unterscheiden.

    LG, gehe jetzt wieder ein bischen lesen

     

  62. Claus

    @ fit und gesund

    …vergessen…

    10 Jahre Aufbewahrungsfrist für Belege sollten (für evtl. Steuerprüfungen) reichen. Länger zurückliegende Zeiträume werden m.W. nicht mehr geprüft.

  63. Fit und Gesund

    huhu Claus,

    10 Jahre hab ich nicht, bin froh wenn ich auf 5 Jahre komme, das war sowieso ein heilloses Durcheinander, erst die letzten 3-4 Jahre als ich mich drum gekümmert habe kommt es hin, der Steuerberater hat mir nun bald 500 Euro abgeknöpft, aber das war es mir wert, ich hab keine Ahnung von deutschem Steuerrecht.

    so, gerechnet hab ich auch, mach ich immer Ende Monat, und yippeeh…Depot ist mehr wert und nix gesunken wie ich befürchtet habe, ich habe soooo Freude an der Sache, aber ich weiss natürlich, kann auch runtergehen, aber dann kaufen wir eben wie Mutti im Supermarkt, gut und günstig 🙂

    Was liest Du denn?

    Ich lese in dem Tim Ferriss Schinken, jeden Tag 2-3 Kapitel, teilweise sehr seltsames Zeug, kalte Duschen werden empfohlen…..bbrrrrrh… nix für mich.., aber Tagebuch führen, das fänd ich gut, dankbar soll man sein, bin ich immer!!!

    und da kommt nun das zweite Buch was ich lese:

    A Guide to the good Life,

    https://www.amazon.de/Guide-Good-Life-Ancient-Stoic/dp/0195374614

    echt lustig, ich glaub dazu hab ich ein angeborenes Talent, ich finde nicht so viel Neues was ich anwenden könnte, irgendwie praktizier ich das schon unbewusst so….hab es noch nicht ganz fertig, der Anfang war bisschen trocken,

    ach ja, H&M wird sicher wieder gute Dividende zahlen,

    mit Cisco bin ich leider nur 10.4% im Minus, mit BAT Minus 16.8%, mein schlechtester Wert, das kommt schon gut, bin ich überzeugt von 🙂

    So, ich hoffe Dein Kassensturz fällt auch zu Deiner Zufriedenheit aus, mit der Währung pass ich höllisch auf, mir hilft der gestiegene Euro, und US-Werte hab ich ja nicht soooo viel.

    Wünsche Allen einen schönen Abend und gute Investments und vor Allem

    ZUFRIEDENHEIT!

     

  64. Fit und Gesund

    hallo Tim,

    Grüsse an die Ostsee, hab eine Kollegin die aus Rostock kommt und arg heimwehgeplagt ist, also in Heiligendamm würd ich das auch aushalten, wär genau Meins, brauch einfach Wasser…

    und Dein neuestes Video ist Klasse, genauso macht man es 🙂

  65. June

    Hallo zusammen,

    ich lese hier immer wieder gerne :), es gibt so viele interessante Ansätze.

    H&M und Shell stehen auf meiner Wunschliste, blöd nur, dass ich gerade nicht genug Cash habe. Ich warte auf die Steuererstattung. Und ich habe den dringend notwendigen Urlaub eben mal so aus dem laufenden Gehalt bezahlt. Eigentlich hab ich ja dafür gespart, mag es aber nicht vom Tagesgeldkonto holen. Ich weiß, das muss  man nicht verstehen.

    @Fit &Gesund,

    für Privatleute reichen eigentlich 2 Jahre, aber dan man auch immer Handwerkerrechnungen hat und man hierfür die Belege 5 Jahre aufbewahren muss, hebt man als Privatmann am besten gleich alles 5 Jahre auf. Wichtig für alle FF ler, ab 500000 € Vermögen ist man verflichtet die Belege auch als Privatmann 6 Jahre aufzubewahren. Insgesamt ist es ab diesem Vermögen besser sich nach den  Aufbewahrungspflichten für Firmen zu richten. Also 6 und 10 Jahre, je nach Unterlagen.

    Da du aber nur 4-5 Jahre hast, hebe es eben einfach noch solange auf und entsorge es dann Komplett.

    So nun und mache ich Monatsabschluß.

    Take care,

    June

  66. Anna

    @ Beobachter

    Stimmt, den meisten Leuten in D geht es gut. Nur geht es uns solange gut wie auf der Erde einigermaßen Frieden herrscht. Ich denke da z.B. an die Flüchtlings-ströme von 2015. Wenn die beiden unberechenbaren ….köppe auf der einen und der anderen Seite des Pazifiks nicht durchdrehen, mag es gut sein. Wehe aber, wenn… Einen Nuklearkrieg kann keiner gewinnen, auch wenn er ein halbes Jahr im Bunker sitzt. Die Erde wäre sowieso kaputt und „der letzte Mensch bettelt um den Tod“.

    Da kann ich Ralf schon verstehen, er hat kleine Kinder.

  67. Anna

    @ Mattoc

    Verrückt mache ich mich überhaupt nicht, habe nur ein paar Jahre mehr auf dem Buckel als Du.

    Aber trotzdem gut für den Zoo. Denen gönne ich es.

  68. Andreas

    @fit und gesund:

    Also viel tiefer wird Disney glaube ich nicht fallen, sind ja schon gut zurückgekommen:) ich hab diese Woche gekauft und somit endlich Disney im Depot. KGV ist historisch recht günstig, im Dezember kommt Star Wars;) die Strategie stimmt, kann man kaum etwas falsch machen denke ich.

    Microsoft hätte ich auch gern, aber die sind mir zu teuer:) Hat jemand L’Oreal? Würde bei mir noch gut reinpassen…

  69. Beobachter

    @Anna: ok – das sich niemand einen Krieg wünscht ist klar. Ich möchte mir auch nicht vorstellen, was passiert, wenn Nordkorea und USA aufeinander losgehen….

    Mir geht es vielmehr um das ständige Gejammere und Gemeckere was alles falsch ist in unserem Staat und wer alles schuld daran ist.Furchtbar diese negative Einstellung!

  70. K.

    Wiedermal gut zu lesen. Danke Tim.

    @ Ralf / bzgl. externer Dienstleister:

    Ein Freund von mir hat das nach dem Studium auch mal gemacht. Er war in einer Firma, die bestimmte Personalquoten erfüllen musste auf Grund vorgegebener Zahlen und Ihrer Unternehmensform (Aktiengesellschaft,…). Sprich sie durfte nur eine bestimmte Anzahl an „eigenen“ Mitarbeitern haben.
    Der teilweise dauerhafte nötige Mehrbedarf an Personal wurde in dem Fall über Ferchau eingekauft. Manche von den externen Kollegen sind schon seit Jahren über aufeinanderfolgende Verträge in der Firma.
    Hier sind es nicht nur einzelne Projekte für die externe Mitarbeiter zeitweise gesucht werden, sondern auch langfristige Dinge. Grund für den externen Dienstleister ist oft die Personalberechnung (s.o.) gewesen. So verschiebt sich in der Firma einfach die Kostenstelle.

    Für meinen Freund war es gut für die Erfahrung und den Lebenslauf und mittlerweile hat er eine gute unbefristete Stelle in einem anderen Unternehmen.

    Von dem her ist die Idee, sich über Aktien am Gewinn (der so oder so aufläuft) zu beteiligen und das somit langfristig zu puffern nicht verkehrt.
    Plus, wie Du und andere es bereits tun, nach Alternativen zu suchen. Und nicht nur auf den Gesetzgeber zu hoffen. Manche Dinge sollte man selbst in die Hand nehmen. Oftmals wird es dann sogar besser oder passender für einen selbst.

    Aus dem Grund mache ich zum Beispiel ungern etwas „nur“ aus bzw. „auf Grund“ von „steuerlichen“ Gründen. Ich versuche das was ich ändern kann, zu beeinflussen ohne „staatliche/legislative“ Wetten oder Hoffnungen. Das bedeutet nicht, das ich von unserer Gesetzgebung nicht überzeugt bin, aber sie bekommt eben nicht alles so toll hin. Trotzdem weit besser als anderswo auf der Welt. Aber Politik ist ein eigenes Thema und gehört hier eher nicht her….

    In den letzten Jahren habe ich mehr und mehr festgestellt, das man ziemlich viel beeinflussen oder selbst machen kann. Wenn man sich erkundigt, recherchiert, weiterbildet, sogar viel mehr als man initial denkt. Und es macht sogar Spass.

    Schönen Freitag.

    K.

  71. Mattoc

    @K.

    Ich habe auch mal irgendwo gelesen, dass es Anleger gibt, die versuchen, ihre jeweiligen Lebensbereiche über Dividenden von entsprechenden Unternehmen abzudecken.

    Also:

    Ihre Kosten für Ernährung werden über Dividenden von Lebensmittelkonzernen gedeckt. Ihre Kosten für Strom werden über Dividenden von Energiekonzernen gedeckt. Usw.

    Wenn also jemand ein Lohndefizit aufgrund von Dienstleistern sieht, die mit Niedriglöhnen riesige Gewinne machen, dann könnte man doch von diesen Unternehmen Aktien kaufen und so die Lohnlücke schließen.

  72. Kiev

    @Goldhamster

    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Lebensstil! Teilzeit mit ausgedehnten Urlauben (Fokus auf Zeit nicht Geld) und dabei weiter arbeiten (z.T. Selbstständig) aus Spaß und Vorbildfunktion für die Kinder. So in etwa stelle ich mir meine nähere ideale Zukunft vor! Ich bin ca. 7 Jahre jünger und muss noch etwas leisten um dahin zu kommen.

    Ich habe die Beschreibung in eine Datei kopiert. Ich werde sie immer mal wieder durchlesen und schauen, ob es noch Potential für Verbesserungen gibt. Phase 1 war und ist bei mir ein zyklischer Prozess. Der Punkt Do it Yourself bietet viele Möglichkeiten für Einsparungen und eventuell auch einen Nebenerwerb oder eine Chance für Selbstständigkeit. Vielleicht entdeckt man hierbei etwas, dass man gut kann und gewinnt Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und baut diese weiter aus. Bei mir waren und sind es Modernisierungen, die wir anfangs in Eigenleistung und später auch mit einem Team zu Unterstützung durchgeführt haben. Das hat so gut funktioniert, dass ich aktuell weiter nach Möglichkeiten suche Wohnraum zu schaffen/erwerben/umzubauen für verschiedene spannende Modelle.

    Nie zu unterschätzen ist der Punkt mit der Freude an den kleinen Dingen. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht was ich erreichen bzw. verbessern möchte und Ziele aus verschiedenen Bereichen festgesetzt. Zeit mit den Kindern, Familie und Freunde zu verbringen ist ein sehr wichtiger Punkt, der erst einmal nichts mit Geld zu tun hat. Wir werden als Beispiel dieses Jahr ein paar Tage entferntere Freunde besuchen anstatt ein weiteres Mal in Urlaub zu fahren. Das kostet nicht viel und wir werden alle eine schöne Zeit miteinander verbringen. Wir haben dieses Jahr auch eine Woche meine Familie (500km Entfernung) besucht. Dort haben wir fast nichts ausgegeben und es war eine sehr schöne Zeit für alle. Die kleinen Dinge, die gar nicht viel kosten sind doch am Ende genau die Erlebnisse nach denen man sich so sehnt.

    @EzRacingteam

    Ich habe erst später entdeckt, dass Du auch Ultramarathon laufen möchtest. Ich wollte nur mit meinem Beispiel zeigen, dass man Halbmarathons wirklich mit wenig Ausstattung durchführen kann. Ich habe zwei ähnliche Laufschuhe um die Füße und Beine leicht unterschiedlich zu belasten. Ich laufe die Halbmarathons gerne um schöne Landschaften zu entdecken und dabei mit Trinken versorgt zu werden. Ansonsten laufe ich nur 11km Runden. Da brauche ich kein Zubehör. Ich genieße die Ruhe um mir Gedanken zu verschiedenen Dingen zu machen. Für einen Ultramarathon reicht das dann aber nicht aus. Aktuell kann ich mir nicht vorstellen selbst einen Marathon zu laufen. Falls es mal einen schönen Marathon in der Nähe gibt würde ich aber gerne einmal mitlaufen. Dazu sollte ich aber die Distanz auch in einem sauberen Laufstil ohne Schmerzen usw. laufen können. Ansonsten lasse ich es lieber. Ich möchte noch viele andere schöne Dinge erleben und will es daher nicht in einem Bereich übertreiben. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei dem Lauf!

    @Minimalismus

    Das Verstehen minimalistischer Prinzipien hat mich in Phase 1 in Wellen immer weiter zu meinen Zielen gebracht. Es ist schwer zu vermitteln, aber richtiges aufräumen (oder eher ausmisten) schafft Platz für neue Räume und Denkweisen.

    Beispiel: Wir haben unseren Keller aufgeräumt, oder eher ausgemistet, um Platz zu bekommen und einen besseren Überblick zu haben. Durch die neuen Freiflächen im Keller haben wir dann in einem nächsten Schritt weitere Dinge aus der Wohnung in den Keller befördert, die man selten benötigt und nur Platz im Wohnraum verschwenden. Anschließend haben wir wieder das ein- oder andere aus dem Keller entfernt, dass man dann doch nicht braucht. Als nächsten Schritt haben wir die Küche etwas in den Keller verlagert. Ein paar Vorräte (Konserven usw.) haben wir in einem neu geschaffenen Lager im Keller untergebracht. So wurde die Küche viel übersichtlicher und aufgeräumter. Vorher hatten wir z.T. sehr viele Produkte in Fächern, so dass man nicht mehr richtig sah, was alles vorhanden war. Da der Keller nun bestens für die Unterbringung von Vorräten für die Küche angepasst wurde hatte ich überlegt die Einkäufe nun generell mit dem Fahrrad zu erledigen. So habe ich zwei wasserdichte Taschen für den Gepäckträger gekauft und von nun an bei jedem Einkauf alle Dinge auf dem Einkaufszettel gekauft und zusätzlich Waren für das Lager, so dass die Taschen immer voll sind. So kaufe ich immer dasselbe Volumen ein, auch wenn nur eine Kleinigkeit fehlen sollte. Unser Wasser im Haus ist sehr gut, somit hatten wir im Vorfeld auf PET Trinkflaschen bereits verzichtet. Ansonsten wird es schwierig mit dem Einkauf und zwei Taschen für einen 4-Personenhaushalt. In dem Zuge haben wir noch mehr Verändert mit anderen positiven Ergebnissen bezüglich Zeit und Komfort. Ich wollte nur einen Überblick geben, was man bereits mit kleinen Veränderungen erreichen kann.

    Und welche Vorteile hat das Ausmisten gebracht?

    Die Wohnung ist wesentlich aufgeräumter und größer, dadurch dass viele Dinge in den Keller verlagert oder entsorgt wurden. Wir kommen folglich mit weniger Wohnraum zurecht als andere Familien ohne uns einschränken zu müssen. Dadurch sind wir zufrieden mit dem was wir haben und haben nicht das Verlangen nach mehr Wohnraum. Der Einkauf ist nicht mehr so lästig wie vorher. Ich parke beim Supermarkt und zu Hause direkt vor der Tür. Der Weg zum Supermarkt ist viel schneller möglich, da ich andere Wege mit dem Fahrrad fahren kann als mit dem KFZ. Die meisten Einkäufe erledige ich meist direkt nach der Arbeit. Das war vorher nicht möglich, da ich bereits mit dem Fahrrad zu Arbeit gefahren bin. Auf diese Weise spare ich ca. 20-30 Minuten Zeit pro Einkauf. Somit dauert der Einkauf nun 30 min anstatt knapp einer Stunde. Der Verzicht des KFZ rückt somit auch langsam in die nähere Zukunft. Aktuell wird das KFZ nur noch für Ausflüge und Fahrten in den Urlaub/ Freunde/ Familie verwendet. Wir werden vermutlich kein „neues“ KFZ mehr erwerben, sondern in den nächsten Jahren auf CarSharing umsteigen. Stationen gibt es in der unmittelbaren Nähe zu unserem Haus und es würde uns viele Kosten und Zeit sparen (Tüv, Reifenwechsel, Versicherung, Wartung, Reparaturen, Reinigung)

    Zusätzlich kann man mit einem Lager für Lebensmittel auch Angebote für bestimmte Produkte wahrnehmen, in dem man größere Mengen als Vorrat kauft. Das muss man dann abwiegen ob es sich lohnt. Für Angebote würde ich keine extra Fahrten machen, oder verschiedene Supermärkte anfahren. Das kostet mir zu viel Zeit.

  73. Andre

    hallo Tim,

    Grüsse an die Ostsee, hab eine Kollegin die aus Rostock kommt und arg heimwehgeplagt ist, also in Heiligendamm würd ich das auch aushalten, wär genau Meins, brauch einfach Wasser…

    und Dein neuestes Video ist Klasse, genauso macht man es ?

     

    Tim ist in Rostock??? Komm mich auf Arbeit besuchen lieber Tim;-)

  74. Claus

    @ fit und gesund

    hallo „fitti“,

    5 Jahre Belege sollten für Privatpersonen ausreichen, bei „normalen“ Verstorbenen wird wohl nicht mehr so viel nachgeprüft, wenn es zuvor keine Probleme mit dem so geliebten Finanzamt gab.

    Gerade ausgelesen habe ich „Die 4-Stunden-Woche“ (Timothy Ferriss). Nette Abwechslung, im Grunde aber nichts Neues.

    Mitten drin bin ich bei „Narren des Zufalls“ von Nassim Nicholas Taleb. Nicht ganz einfach zu lesen, aber ich quäle mich durch.

    Danach kommt „Die Kunst des klaren Denkens“ von Rolf Dobelli dran. Mal sehen, ob ich dann endlich DEN Durchblick habe…

    Das „Options-Buch“ lese ich zwischendurch weiter. Ob das was wird, weiss ich noch nicht so recht. Vielleicht probiere ich es erstmal mit einem Demo-Konto bei Captrader, um mich an die Software und das für mich neue Gebiet zu gewöhnen. Hat aber keine Eile, läuft ja alles…

    Bei Cisco + BAT wird die Zeit Dir grüne Vorzeichen im Depot bringen, nur Geduld und inzwischen Dividenden sammeln…

    Liebe Grüße in die Schweiz

     

  75. Fit und Gesund

    @June,

    danke, packe Alles in eine Kiste und mach das „Verfallsdatum“ drauf.

    @Andreas,

    Disney steht weit oben auf der Wunschliste, ja, Microsoft ist mir auch zu teuer, leider, und L’Oreal werd ich mir mal anschauen, aber solche Firmen find ich gut, Haarewaschen und Kosmetik die nicht so teuer ist, gehen wohl immer, 3 Wetter Taft für’s Depot, aber das ist von Schwarzkopf und gehört zu Henkel 🙂

    @Claus,

    Die 4 Stunden-Woche hab ich nicht gelesen, aber ich denke mal es bleibt bei meinem dicken Schinken, dort werden immer noch andere Bücher empfohlen und meine Liste ist noch lang genug.

    Taleb steht auch auf meiner Wunschliste und Dobelli das Büchlein hatte ich mal und hab es weitergegeben, man nimmt überall was mit, oft wohl auch unbewusst.

    Mit den Optionen das scheint in der Finanzblogszene mittlerweile der grosse Renner zu sein, hab bei Finanzblogroll heute einen Beitrag gelesen wo Einer seine ganze Aktien verkauft hat, und sich nur darauf konzentrieren will, Jedem das Seine, für mich ist das nix, muss mich wohlfühlen mit dem was ich mache.

    Scheint für Alles so Phasen zu geben in den Blogs, wird Alles mal gehyped, ich bleibe bei meinem Kram und lasse Andere machen,

    Viel Erfolg damit wenn Du es denn machst 🙂

    liebe Grüsse an Alle, hoffe Ihr habt besser Wetter, wo ist die Sonne? aber nun gut, werd ich meinem Minimalismus-Hobby weiter frönen und weiter misten.

     

  76. Hilda

    @fit und Gesund

    Ich hab auch meine ganzen Aktien verkauft. Gebert glaubt, dass in den nächsten 10 Jahren mit Aktien nichts mehr zu holen sein wird. Mit Optionen hab ich es auch nicht so. Ich denke, ich leg mir eine Immobilie zu.

    Gruß Hilda

  77. Fit und Gesund

    auweia Hilda, also Gebert kann natürlich glauben was er mag, das beeindruckt mich kein bisschen 🙂

    wenn Dir mit den Aktien allerdings unwohl war, so ist es gut dass Du sie verkauft hast, das finde ich völlig in Ordnung, auch eine Immobilie, egal ob nun selbstbewohnt oder vermietet find ich eine gute Sache, Du selber musst mit Dir im Reinen sein,

    nur das mit dem Gebert, das geht mir einfach nicht runter….*lach*
    und was machst Du wenn Kommer empfiehlt dass ne Immobilie nicht das Gelbe vom Ei ist? also die Selbstbewohnte natürlich, da lass ich den Kommer auch labern was er mag….

  78. Hilda

    Normalerweise beachte ich die Gurus auch nicht, aber den Gebert verfolge ich schon sehr lange. Ich kann mich noch gut an sein Verkaufsignal am 1. Mai 2000 erinnern. Von da an ging es unterbrochen, von kurzen scharfen Rallys bis zum März 2003 nur mehr abwärts. Den Kommer kenne ich nicht, aber ich glaube, mit einer Immobilie kann ich nicht viel  falsch machen, denn in der Region wo ich lebe, hat es bei den Preisen in den letzten 50 Jahren noch nie einen Einbruch gegeben. Selbst in der letzten Finanzkrise, als ich unbedingt auf ein Schnäppchen  hoffte, stagnierten die Immobilienpreise auf einem hohen Niveau, fielen aber absolut nicht!

    Gruß Hilda

     

     

  79. Slazenger

    @Hilda, all

    ich bin da klar der Meinung von Tim, Buy and Hold von Qualitätsaktien, dazu ein ausreichend großer Notgroschen , um eine gewisse Zeit gut überbrücken zu können ( bei mir 2-3 Jahre) und wenn genügend Cash vorhanden ist einfach nachkaufen! Es gibt immer genügend potentielle Gefahrenherde (Überschuldung, Immobilienblase in China, Nordkoreakonflikt, etc.) auf der Welt um die Börsen zum Absturz zu bringen, wenn es danach geht dürfte man nie Aktien Investieren!

    Ich halte nichts von den ganzen Crashpropheten, im Gegenteil! Bis auf einige Ausnahmen sind Aktien nicht wirklich zu teuer!

    Nice Weekend

  80. Mark85Mark85

    An K.: Natürlich gibt es Menschen, die wegen des Wohnorts auf ein Auto angewiesen sind, aber wenn man darauf verzichten kann, sind die 230 Euro schon mal eine nette monatliche Ersparnis. Jetzt noch den Wohnkostenblock optimieren und die Altersvorsorge wird zu einem Kinderspiel. 😉

    Allen ein schönes Wochenende aus Teneriffa: https://youtu.be/y9QkcJFS_20

  81. Rainer Zufall

    Mark / K

    Ich gehe auch davon aus, dass ein Auto ein grosser Kostenfaktor ist. Wenn es möglich ist auf das Auto zu verzichten sind enorme Einsparungen möglich. Das betrifft ja nicht nur die monatlichen Kosten. Sondern auch die Anschaffungskosten.

    In der Stadt ist das sicherlich einfacher möglich als auf dem Land. Dort gibt es Öffis, carshsring Angebote oder man nimmt das Rad.

    Im Bekanntenkreis höre ich, wir ziehen raus aus der Stadt, die Kauf- oder Mietpreise sind da günstiger (möglicherweise gibt’s auf dem Land auch mehr Lebensquali, das sieht der Stadtmensch aber evtl anders). Stimmt. Doch plötzlich braucht die Familie 2 Autos, das relativiert die niedrigeren Kosten erheblich. Finde ich.

    Von daher, ohne Auto ist günstiger und schont die Umwelt.

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