Dividenden-Aristokraten: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen


New York, 18. Oktober 2015
Manchmal wird Sie das Aktiensparen für die Rente in Angst und Schrecken versetzen. Wenn die Börse nach unten saust, brauchen Sie starke Nerven. Das Aktiensparen für die Rente ist nur empfehlenswert, wenn Sie Dekaden Zeit haben bis zum Ruhestand.

Manchmal wird Sie das Aktiensparen für die Rente in Angst und Schrecken versetzen. Wenn die Börse nach unten saust, brauchen Sie starke Nerven. Das Aktiensparen ist nur empfehlenswert, wenn Sie Dekaden Zeit haben bis zum Ruhestand.

Ich bin ein verbissener Anhänger des Kaufens und Liegenlassens. Neudeutsch heißt das „Buy and Hold“. Der Vorteil: Ich profitiere im vollen Umfang vom Zinseszins über die Dekaden. Ich spare mir außerdem die Transaktionskosten, die Steuern auf Kursgewinne. Langfristig richten beide Kostenblöcke einen großen Schaden an. Nichtstun zahlt sich bei Qualitätsaktien einfach aus.

Mich interessieren nicht die täglichen Kursschwankungen. Charts sind mir egal.

Ich finde Aktien, indem ich auf das Value Investing setze. Ich orientiere mich dabei an Investmentlegende Warren Buffett. Ich suche robuste Konzerne, die moderat gepreist sind. Am liebsten sind mir Aristokraten, das sind Dividendentitel, die seit mindestens 25 Jahren ihre Dividenden erhöht haben. Schauen Sie sich hier die Dividendenkönige aus dem S&P-500-Index an. Einfach fürstlich!

Gewiss ist es mühsam ein Protfolio fürs Alter aufzubauen. Es dauert Dekaden. Sie sollten einfach am Ball bleiben. Lasen Sie sich nicht abschrecken von der Volatilität, dem Auf und Ab an der Börse.

Sie werden manchmal das Gefühl haben, dass Sie nicht mit dem Depotaufbau vorankommen. Sie werden Fehler machen. Sie werden phasenweise enttäuscht sein. Sie werden sich ärgern. Sie werden Angst haben. Aber glauben Sie mir, Sie kommen voran. Es funktioniert auf lange Sicht, wenn Sie auf Qualitätsaktien setzen und Geduld haben. Sie kennen ja den Spruch:

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Im Endeffekt dauert es ein ganzes Berufsleben, bis Sie am Ziel sind. Wer schnell Angst bekommt oder wer zu ungeduldig ist, für den ist die Börse ein gefährlicher Ort. Jenen Menschen würde ich von der Börse abraten.

Und manchmal notieren selbst gute Konzern deutlich unter ihrem Höchstkurs. Das kommt vor. Und ist bedauerlich. Daher ist das Streuen wichtig. Großartige Konzerne erreichen aber im Regelfall wieder ihr Rekordhoch. Es kann aber dauern. Daher verkaufe ich meine Aktienpositionen niemals. (Das mag ein Fehler in einem Einzelfall sein, das weiß man aber immer erst hinterher.)

Nehmen Sie McDonald’s. Die Aktie stürzte in den Jahren 1999 bis 2002 um 80 Prozent ab. Die meisten Aktionäre hatten da schon das Handtuch geworfen. Doch dann erholte sich der Kurs, um auf neue Höhen zu schwingen.

Hier sehen Sie, wie weit manch ein Blue Chip vom Höchstkurs entfernt ist:

Die Twitter-Darstellung oben zeigt Ihnen: Der Versicherungsriese AIG ist 96 Prozent vom Höchstkurs entfernt, Citigroup und Deutsche Bank liegen um 90 beziehungsweise 77 Prozent im Hintertreffen. Daher sollten Sie streuen, streuen, streuen.

Welche Aktien kaufe ich? Ich bevorzuge Firmen, deren Wirken ich in einigen Dekaden voraussehen kann. Ich möchte mir ausmalen können, dass diese Firmen noch in zehn, 20 oder 30 Jahren solide wirtschaften. Familienunternehmen haben oft diese Eigenschaft, weil das Management an einem langfristigen Wohlergehen großes Interesse hat. Ich denke an BMW, VW, Henkel, SAP, Merck, Fielmann, Conti-Schaeffler, Fresenius, Berkshire Hathaway, Johnson & Johnson usw.

Ja, während eines Crashs ist das Durchhalten schwierig. Aber bislang kamen gute Aktien alle wieder zurück auf alte Hochs und erklommen neue Rekordhochs. Seit dem Crash 2008/09 haben sich die Kurse verdreifacht. Ausharren zahlt sich aus.

Ein großer Vorteil der Dividendenstrategie ist: Wenn Sie Dividendenzahler haben, haben Sie ein schönes Einkommen im Ruhestand. Es ist der Zuckerguss auf dem Kuchen sozusagen.

Sie müssen lernen, investiert zu bleiben. Die Börse ist wie eine Achterbahnfahrt. Sie geht rauf und runter. Sie dürfen nur nicht zwischendrin aussteigen. Das ist zu gefährlich. Niemand verdient eine Dividende, wenn er/sie die Aktie nicht besitzt. Und auf die Dividenden entfällt die Hälfte der Gesamtrendite an der Börse. Das ist ein Fakt, den Trader gerne übersehen.

Am besten ist es, wenn Sie profitable, robuste Unternehmen kaufen, die ihre Dividenden ausbauen. Da kann die Börse auch mal mehrere Jahre seitwärts laufen oder gar sinken: Ihre Dividenden bekommen Sie immer.

Was ein anderes gutes Auswahlkriterium für Aktien ist: Wie beliebt Arbeitgeber sind. Je zufriedener Mitarbeiter sind, desto besser performt in der Regel die Firma bzw. die Aktie. Denn die Leistung hängt natürlich von Fähigkeiten samt Motivation der Beschäftigten ab.

Sparen Sie, so viel Sie können für den Ruhestand. Es kann nie zuviel sein. Es wird irgendwann die Inflation zurückkehren. Versicherungen, Lebensmittel, Mieten, Nebenkosten… alles wird teurer.

PS: Ich schreibe eine Value-Investing-Kolumne im „aktien“-Magazin. Eine kostenlose Probeausgabe können Sie hier anfordern: http://www.traderfox.de/aktienmagazin


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Dividenden-Aristokraten: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

  1. Lothar

    @Tim

    Du schreibst ja primär zu Aktien und Dividenden.

    Wie ist denn Deine Einschätzung zu Anleihen und Zinsen? Die gehören doch auch in ein gut strukturiertes Portfolio.

    Und, wer etwas Solides mit 2-4% Rendite p.a. sucht, der wird auch im Unternehmensanleihensegment fündig. In US-Dollar sind die Renditen natürlich aktuell etwas höher. Wer Buy and Hold ernstmeint, der kann ja auch eine Anleihe bis zum Laufzeitende halten.

    Ich verstehe nicht so ganz, warum diese Anlageklasse so verschmäht wird. Laufende Erträge und kleinere Fallhöhe im Vergleich zur Aktie des selben Unternehmens.

    Gerade in Zeiten, wo doch viele Dividenden-Lieblinge (Versorger, Telcos, Energiewerte usw.) ohne Wachstum nur noch „Anleihen“ mit aktienähnlichem Risiko sind.

     

  2. Lothar

    @Tim

    Dann schau Dir doch fairerweise auch mal den Rex gegen den Dax oder EUR-Anleihen zu europäischen Aktien in den letzten 10, 20, 30 Jahren an.

    Aber das ist ja genau mein Punkt. Eine Anleihe ist der Klassiker für Buy und Hold mit Fokus auf laufenden Einnahmen (Titel dieses Artikels). Eben mit weniger Volatilität.

    Wer Wachstum sucht, der ist im Aktienbereich natürlich besser aufgehoben.

    Pauschale Formulierungen bringen hier meiner Meinung nach nicht so viel. Es ist immer eine individuelle Chance/Risikobetrachtung. Viele der Lieblinge auf den Dividendenblogs wachsen eben nicht mehr. Wie sicher die Dividende bei Ölwerten ist, wird sich demnächst zeigen. Die Zinsen bei einer erstrangigen Royal Dutch Anleihe beispielsweise fallen nicht aus. Im Pleitefall bin ich ebenfalls besser gestellt.

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Lothar

    Klar, es hängt vom Anleger ab. Jeder hat andere Ziele und Risikotoleranzen. Es gibt kein perfektes Portfolio. Viele Wege führen nach Rom.

    Eine pauschale Aussage sei mir erlaubt: Anleihen sind sicherer gegenüber Aktien. Dafür bekommt der Anleihebesitzer etwas weniger Rendite als der Aktionär.

    Im Fachchinesisch wird dies als Risikoprämie bezeichnet. D.h. wer ein höheres Risiko auf sich nimmt, bekommt eine Prämie hierfür. Ich nenne es Schmerzensgeld.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Risikopr%C3%A4mie

  4. moonlight

    Bin auch ein Fan von Buy-and-Hold, aber die These

    „Einzelaktien kaufen, jahrzehntelang liegen lassen und dann reich sein“

    ist doch etwas zu einfach und man kann mit dieser Strategie auch gehörig einfahren. Man muss sich bei Einzelaktien immer bewusst machen, dass das Unternehmen im schlimmsten Fall auch in Konkurs gehen kann und dann das investierte Kapital komplett verloren ist. Und Unternehmen, die in Konkurs gehen, gab und gibt es so einige, spontan fallen mir zB das Energieunternehmen Enron und die Investmentbank Lehman Brothers ein. Hier wäre das eingesetzte Kapital komplett verloren gegangen bei einer sturen Buy-and-Hold-Strategie.

    Aber es muss ja noch nicht mal ein Konkurs sein, es reicht auch schon, wenn die Kurse stark abstürzen und dann vielleicht nie mehr wieder das Ausgangsniveau erreichen. Als Beispiele seien hier E.on und RWE genannt. Aufgrund unglücklicher Umstände sind die Kurse hier in den letzten Jahren stark eingebrochen und es ist mehr als fraglich ob sie das ehemalige Kurshoch überhaupt nochmal erreichen werden. Auch hier könnte man mit Buy-and-Hold also ziemlich viel Geld verlieren.

    Was ich damit sagen will: Buy and Hold bei Einzelaktien kann auch gehörig schief gehen, wenn man Pech hat und man kann dabei auch viel Geld verlieren. Und nur weil ein Unternehmen heute eine Qualitätsaktie ist, heißt das ja noch lange nicht, dass das für alle Zeiten so bleiben muss. Denn wer weiß schon was in 20, 30, 40 oder 50 Jahren sein wird? Das ist ein verdammt langer Zeitraum und da kann es auch genauso gut möglich sein dass eine einstige Qualitätaktie zu einer Ramschaktie wird und man dabei viel Geld verliert.

    Darum bin ich auch ein Fan von Index-Investing mittels ETF. Ein breit angelegter Index kann nicht „in Konkurs gehen“ – Einen MSCI World beispielsweise wird es sicher auch noch in einigen Jahrzehnten geben. Vielleicht mit völlig anderer Zusammensetzung als heute, das mag sein, aber in Konkurs gehen kann so ein Index nicht. Hier finde ich kann man ruhig eine Buy and Hold Strategie verfolgen und man geht hier nicht so sehr das Risiko eines Einzelaktien-Investments ein.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ monlight

    Ich denke, dass eine Aktie wie Berkshire Hathaway in 20 oder 30 Jahren sehr gut dastehen wird.

    Aber Du hast vollkommen Recht. Eine einzelne Aktienposition kann riskant kann. Daher ist das Streuen wichtig.

    Ein Indexfonds oder ETF ist eine weise Entscheidung. Es spricht langfristig wenig dagegen.

  6. Stefan

    @moonlight

    Der Anbieter des ETF kann in Konkurs gehen. Sicherheiten der Wp-Leihe und des swap können wertlos werden.

    Man kann die Finanzindustrie samt medialer Unterstützung nur zu diesem Coup beglückwünschen. ETF gelten als die Lösung und der Königsweg & Anleger fühlen sich sicher damit.

  7. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Rene,

    was hat Blackstone mit BlackRock zu tun? Gibt es einen ETF der schon ausgefallen wäre? Ich meine nicht, dass er stillgelegt. bzw. aufgelöst wurde, sondern zu Null pleite ging wie so renommierte Einzelfirmen (Kodak, GM, Enron usw. usf)?

    Wertpapierleihe wird immer mit Sicherheiten anderer Werte über 100% hinterlegt, und mir ist noch nie aufgefallen, dass da Schrott dabei wäre. Außerdem eh immer höchstens 1 oder 2% verliehen, was ich so mitbekomme.

    Swaps reduzieren Kosten, auch die Leihe bringt etwas ein.

    Auch sollte das Risiko, dass ein ETF-Anbieter pleite geht, genau nichts anderes bedeuten, als wenn ein Broker/Depotbank pleite geht. Die ETFs/Aktien werden als Sondervermögen getrennt vom Firmenkapital verwaltet.

    Die Mär von BlackRock als „Buhmann“ wird auch immer gern genommen. Aber was ist denn BlackRock anderes als ein Vermögensverwalter, der auch wieder anderen gehört. Also ich habe keine Aktien (höchstens in Fonds), aber da ist z.B. die Norwegische Staatsbank mit ihrem Fund mit 7% drin. Der scheinbar größte Anteilseigner PNC Financial mit 21%. Ist doch alles endlos. Wem gehört dann wieder PNC usw. usf.

    Es gab doch mal eine Karte, auf der man sah, dass angeblich recht viel bei der Barclays Bank zusammen läuft. Finde ich gerade nicht. Wer weiß, ob es überhaupt stimmt und aktuell wäre.

    Na gut, muss jeder für sich selbst wissen was taugt.

    MS

  8. Rene

    Hallo Matthias,

    Blackstone/Blackrock war ein Schreibfehler, den man nach absenden des Kommentar hier leider nicht mehr ändern konnte, der Artikel bezog sich aber auf Blackrock
    Ich brauche weder einen Blackrock noch einen anderen Vermögensverwalter, wenn ich mich selbst um meine Aktien kümmere und das Finanzwissen habe – bei Berkshire Hathaway würde ich mal eine Ausnahme machen, obwohl das ja eine Aktie und kein Vermögensverwalter ist – Berkshire Hathaway sehe ich mehr als Vermögens-Vermehret ;o)
    ETF´s sind eben nicht ganz so harmlos, wie man uns immer weiss machen will. Allerdings erkennt man das meist nur hinterher ;o) http://www.gevestor.de/details/indexfonds-etfs-sind-gefaehrlich-670756.html

    Zitat: Also ich habe keine Aktien (höchstens in Fonds), aber da ist z.B. die Norwegische Staatsbank mit ihrem Fund mit 7% drin. Der scheinbar größte Anteilseigner PNC Financial mit 21%. Ist doch alles endlos. Wem gehört dann wieder PNC usw. usf.

    Gerade das Wort „endlos“ drückt letztlich einen gefährlichen Domino-Effekt aus…

    Gruß René

  9. Chris

    @Tim

    Du sparst mit dividendenstarken Aktien keine Steuern. Meines Wissens nach muss man Dividenden versteuern.

    Cheers

  10. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Rene,

    tut mir leid, ich halte diesen „Artikel“ für Käse und irreführend. Es wird mit keinem Wort erwähnt, dass verliehene Werte mit über 100% Sicherheit (oft gute Staatsanleihen etc) hinterlegt sind. Das ist ein reißerischer Quatsch. Hier kannst Du beispielsweise sehen, was bei dem STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) hinterlegt ist (Besicherung in % des Kredits: 118,27). An erster Stelle Deutsche Staatsanleihen.

    Ich lasse selbst auch Aktien durch meinen Broker verleihen. Da ist immer eine Sicherheit >100% in bar hinterlegt.

    MS

  11. moonlight

    Zitat:

    Berkshire Hathaway sehe ich mehr als Vermögens-Vermehret ;o)

     

    Ja, das hat man bei E.on und RWE auch noch gedacht bis vor einigen Jahren. Deren Aktien galten sogar als „Witwen- und Waisenpapiere“ weil sie angeblich so sicher waren. Und was ist heute? Kursverluste von bis zu 90 % wenn man zum damaligen Hoch eingestiegen ist und es darf mehr als bezweifelt werden, dass diese Aktien das ehemalige Hoch wieder erreichen werden.

    Nicht falsch verstehen, ich bin nicht grundsätzlich gegen Aktien. Wenn Aktien, dann sollte es aber sehr breit gestreut sein. Streuung, Streuung und nochmal Streuung, dann ist es auch nicht so schlimm fürs Gesamtdepot, wenn mal eine Firma darin pleite geht. Aber wer hat schon soviel Kapital dass man wirklich ausreichend streuen kann? Mit einem ETF auf den MSCI World beispielsweise hat man auf einen Schlag in über 1600 Unternehmen weltweit investiert. Mit Einzelaktien ist so eine breite Streuung unmöglich.

  12. Frank

    Physisch nachgebildete ETF s sind Sondervermögen. Geht der Anbieter pleite ist das Vermögen geschützt! Bei SWAPS sind  in der Regel 90 % mit Wertpapieren hinterlegt, der Rest ist aber gefährdet.

  13. Oliver

    Was die ETFs betrifft, bin ich auch nicht der Meinung, dass dies die eierlegende Wollmilchsau ist. Aber ich halte sie, wenn man gewisse Parameter beachtet, durchaus für eine gute Strategie. Was gerne nicht beachtet wird, sind neben den niedrigen Gebühren die Kosten für die ständigen Anpassungen der Indizes. Die werden natürlich gerne unterschlagen bei den Befürwortern. Im Gegensatz zu einigen anderen habe ich aber nichts dagegen, auch Blackrock- oder Blackstone-Aktien zu besitzen. Blackstone habe ich einige und bin ganz zufrieden damit.

    Deshalb wollte ich aber nicht schreiben. Ich hatte bei meinen letzten Posts angemerkt, dass ich im Gegensatz zu Tim nicht ganz so streng den Buy & Hold-Ansatz handhabe. Ich bin zwar auch sehr geduldig aber bei E.ON oder RWE wäre ich schon vor geraumer Zeit ausgestiegen. Deshalb wollte ich einen Aristokraten betrachten: Wal-Mart (WMT).

    Das ist bekanntlich ein sehr großes Kaufhaus-Unternehmen, das seit drei Jahren nicht mehr wächst und mangels eines vernünftigen Internet-Auftritts gegenwärtig schauen muß, wie sie sich neu positionieren. Die Aktie ist in der letzten Zeit gefallen und haben eine ganz gute Dividendenrendite. Die Dividende ist regelmäßig erhöht worden. Jetzt ist natürlich die Frage: Wie geht es weiter? Man kann von vielen lesen, die aufgrund des niedrigeren Kurses eingestiegen sind. Es gibt einige wenige Skeptiker, die nicht mehr nachkaufen. Verkaufen will wohl momentan fast keiner. Ich besitze diese Aktie nicht, aber sie ist seit längerem auf meiner Beobachtungsliste. Zurückgehalten hat mich am meisten die äußerst negative Entwicklung der Kaufhäuser hier in Deutschland (Karstadt, Kaufhof & Hertie). Sind große Allround-Kaufhäuser zukunftsfähig und zusätzlich durch Innovationen in der Lage zu wachsen? Was macht hier z.B. ein Buy&Hold-Anleger wie Tim, falls er die Aktie besitzt (die Antwort wird wohl leicht sein :))?

    Die Frage an einem lebenden Objekt finde ich auf Grundlage des Artikels spannend und es gibt sicherlich keine eindeutige Antwort. Wie geht ihr mit einem solchen Unternehmen um, das vor einem Umbruch steht? Nachkaufen, Halten oder Verkaufen? Warum?

  14. Rene

    ETF – hier sicherlich mal ein aussagekräftigerer Artikel. Stichwort synthetische und physische ETF. https://www.justetf.com/de/news/etf/synthetisch-replizierende-etfs-wie-risikoreich-ist-ein-swap-etf.html

    Auch, wenn man jetzt hier Risiken minimieren will ist mir das für meinen Geschmack zu kompliziert. Ich bleibe beim Original der Aktie, zumindest für langfristige Anlegen und einer Hold & Buy Strategie wie sie Tim hier beschrieben hat. In Ausnahmesituationen würde ich in schwer investierbare Gebiete wie damals China, Indien und bspw. Afrika mich auch nach einem Fond umsehen.

    Ansonsten bleibe ich bei meinen 3 Strategien. Dividenden-Investieren in Dividenden-Aristokraten / High Yield Dividenden Aktien / Trendfolge sowie Positionstrading ggf. mit Optionen in der USA.

    Wer Fonds mag gerne, auch ich habe mit Fonds angefangen…

    Jedem das seine mit vor allem einer STRATEGIE die auf seine Mittel, Anlagehorizont, Risiko-Toleranz und vor allem auf die Persönlichkeit abgestimmt ist. Ich bin dann hier raus…;o)

  15. Patently Absurd

    Hallo Tim,

    „Großartige Konzerne erreichen aber im Regelfall wieder ihr Rekordhoch.“

    Das ist aber nett gesagt. „Im Regelfall“ hast du als juristische bzw. moralische Absicherung eingebaut, oder? Bei Kodak kam es ja bekanntlich anders.

    Wie Peter Lynch sagte: „Never bet on comeback while they are playing Taps“.

     

     

  16. Zuchtbulle

    Egal, was Ihr kauft. Hauptsache Ihr kauft…schnell…bevor Mario diese Woche die Jahresendrally einleitet…so günstig wie heute gibts die Aktien nimmer lang…wo man hinschaut lauter Schnäppchen…

  17. Patently Absurd

    @Zuchtbulle:

    Ich glaube, du hast keine Ahnung – davon aber jede Menge.

    Hast und Eile sind bei Geldanlage äußerst schlechte Ratgeber. Es ist auch überhaupt nicht ausgemacht, dass es eine Jahresendralley (so schreibt man das) gibt.

  18. PIBE350

    Danke für diesen Artikel. Ein global diversifiziertes Depot kann man schon ganz leicht mit einer einzigen Position (MSCI ACWI) erreichen, aber regelmäßiges Sparen/Investieren und langfristiges Dranbleiben entscheiden am Ende über den wirklichen Erfolg. 🙂

  19. Ben

    „“Ich finde Aktien, indem ich auf das Value Investing setze.““

    Mach es aber auch bei den Aktien, auf die du Werbung in Börse Online und Euro am Sonntag machst! Die sind manchmal 2x oder 3x überbewertet.

    Weit vom Maximum ist heute besonders die Aktie Royal Bank of Scotland. Wenn man die 2009-2015 nicht billig zugekauft hätte, käme man nie mehr im Leben ins Plus. Aber auch eine Aktie auf 1/100 gefallen, wird nur auf 1/2 gefallen, wenn man sie in tiefstem Tal für die gleiche Summe zukauft, die man schon vor dem Crash investiert hat. Und die nötigen +100% zurück ins Plus macht so eine tief gefallene Aktie oft in einem Monat am Ende des Crash. So wie auch z.B. die Ericsson Aktie 2012 gemacht hat.

  20. Ben

    Lothar

    „Unternehmensanleihen“ sind total dumm, weil der Ertrag jährlich konstant ist, bei manchen Aktien jedoch jährlich 10% steigt und alle 7 Jahre verdoppelt wird. So die heutige Dividendenrendite kann nur 3% machen, nach 7 Jahren 6%, nach 14 Jahren 12%, nach 21 Jahren 24%. Nach 38 Jahren kann 100% als Dividende in einzigem Jahr ausgezahlt werden, von heutigem Wert des in Aktien investierten Kapital.

    Und das investierte Kapital steigt bei soliden Unternehmen auch, bei Anleihen bleibt aber am letzten Tag nur 1000 Euro Wert wie am Ausgabetag.

    Und so ein 65-87 jähriger Rentner sollte immer 100% des Vermögen in Aktien lassen und niemals „100-Alter=Aktien und Rest Anleihen“. Niemals Anleihen!

  21. Lad

    Moonlight,

    aber niemand kauft wegen Dividenden für immer die Aktie einer kriminellen US-Investmentbank, auch wenn das die größte Investmentbank von USA wäre. Falls Banken, man kauft nur Wells Fargo, Banco Santander und HSBC als Aktien für immer. Niemals Lehman, Goldman und so ein Dreck! Wegen Dividenden für immer sollte man nur die größten Unternehmen und Banken von USA, D, GB, ES, F und NL kaufen, denen 1) die Konkurrenz nicht schadet und 2) rund 10% jährlich Gewinn, Umsatz und Dividende steigern. Also 1) keine GM Aktien, keine Aerolinien, keine Elektronik und 2) keine Coca-Cola, wo Gewinn nur 4% jährlich steigt, keine Nestlé, wo Gewinn nur 0% jährlich steigt!

    Und dann kauft man: BASF, BMW, AT&T, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Wells Fargo, Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Royal Dutch Shell, Tesco, Sanofi, BHP Billiton.  Als Aktien für immer. Niemals Berkshire Hathaway, ohne Dividende.

    „“ Kurse hier in den letzten Jahren stark eingebrochen und es ist mehr als fraglich ob sie das ehemalige Kurshoch überhaupt nochmal erreichen werden. Auch hier könnte man mit Buy-and-Hold also ziemlich viel Geld verlieren.““
    Wer nicht mit Verlust verkauft, der verliert nix. Und wer schnell im Plus sein will, der muss nach dem Crash die Aktien billig zukaufen.
    Wenn du 20 verschiedene Super-Aktien hast, dann hast du was viel besseres als ETF, weil du die schwachen Unternehmen oder 1%tige Dividenden meidest und 50x im Jahr bekommst du Dividenden.

  22. Lad

    Blackstone und BlackRock und Berkshire sind Holdings von vielen fremden Aktien. Man sollte niemals Aktien einer Holding kaufen, sondern für sich allein eine eigene Holding aus 20 der besten Aktien der Welt bilden, alle mit Dividenden 3-10%, nur die größten und ältesten Unternehmen und Banken aus West Europa und USA !!!

  23. ValiVali

    @Lad+Ben, neue Pille? 😉

    Mal davon abgesehen, dass du gefühlt aggressiv deine Meinung vertrittst, finde ich die Idee mit den besten Aktien der Welt, als eigene Holding/Fond/ETF sehr gut. So will ich es auch machen. Mindestens 100 verschiedene Aktien ins Depot. Nur für mich gehören CocaCola und Royal Bank of Scotland dazu. Und da ich gerade genüsslich an einem KitKat kaue, werde ich auch mal eine Nestle kaufen, egal wie überundüberbewertet sie ist. Bis zum nächsten Crash warte ich auf Nestle garantiert nicht. Ich würde das Portfolio auch nicht mit Banken überschwemmen, sondern richtig schön mischen.

    Und deine Aktien für immer, finde ich ganz gut… habe noch nicht alle, aber einige würde ich durchaus gern noch dazu nehmen. Anleihen finde ich auch nicht attraktiv genug, um mit Aktien mitzuhalten. Ein bisschen Risiko mit langer Haltedauer steigert die Gewinnchance. Das bieten nur solide Aktien.

     

  24. Ben

    Ich möchte mich im Namen der Anstaltsleitung entschieden von den getätigten Äusserungen unseres Klienten distanzieren. Herr „Lad“ steht unter starkem, medikamentösem Einfluss und kann in Gegenwart von weiblichen Bezugspersonen äusserst irritiert reagieren.

    In Folge einer posttraumatischen Bewusstseinsstörung nachdem die örtliche Sparkasse in seiner Kinderheit die Annahme seines Sparschweins „Ernie“ am Weltspartag ablehnte, ist Herr „Lad“ nicht mehr so gut auf Banken zu sprechen.

    Bitte gehen Sie behutsam mit ihm um und zeigen Sie ihm bitte keine Fotos von Warren Buffett.

  25. Susi

    @Vali

    Das ist echt süüüüss!

    Ich mag auch 100 Aktien haben. Diesen Monat kaufe ich nur welche mit den Anfangsbuchstaben L O V E

    Im November kaufe ich Aktien passend zu meiner Lieblingshandtasche. Also Werte wie LVMH, Prada …

    Küsschen

    Deine Susi

  26. Stefan

    @Lad

    Wieso hälst Du soviel von spanischen Banken? Und Banken überhaupt? Wäre klasse, wenn Du dazu mal was schreiben könntest.

  27. AlexanderAlexander

    Klar sind Einzelaktien immer etwas Risikoreicher. Streue ich auf 25 Werte, dann hab ich pro Wert 4% Depotrisiko. Also eine Pleite sollte man da schon abkönnen.

    Wal-Mart habe ich nachgekauft. Warum? Ich sehe die Schwäche nur vorübergehend. Der Konzern ist zu retten.

    RWE und E.ON habe ich schon länger weg. Gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen. Hier haben sich die Rahmenbedingungen zu sehr geändert.

    B&H ja, aber ich tausche auch mal aus. Irgendwann habe ich hoffentlich ein Depot mit sehr guten Unternehmen.

  28. Mein Geldanlage Vergleich

    Hallo,

    ich finde es interessant was alles zu dem guten Artikel von Tim geschieben wird. Es wird munter drauf los diskutiert welche „Dividendenaktien“ man doch kaufen sollte und welche man besser verkauft. Ich habe den Artikel so verstanden das es eigentlich fast egal ist welche Qualitätsaktien gekauft werden, sondern man macht es. Auch sagt Tim immer wieder das er nichts vom verkaufen hält. Das ist natürlich seine Ansicht, aber ich finde, dass er da nicht ganz falsch liegt. Hat man sich einmal für die Strategie entschieden nur Qualitätsaktien mit hohen Dividenden zu kaufen, macht es wenig sinn diese schnell wieder zu verkaufen. Denkt auch an die Börsenweisheit dauerndes hin und her macht die Taschen leer.

    Viele Grüße Klaus-Dieter

     

     

  29. plutusandme

    „Hin und Her macht Taschen leer“ gilt meiner Meinung nach für Daytrader, aber ich kann mich da auch täuschen. Ein gut gesetzter Stop-lost hat so machesmal geholfen.

    “ Buy and Hold“ heißt meiner Meinung ja nicht, Wertpapiere, welche auch immer, zu kaufen uns zu vergessen. Da gehört hin und wieder auch mal ein wenig Pflege zu. Nehmen wir mal den angenehmen Fall an, diese Werte steigen ins unermessliche…und werfen das Depot aus der Balance. Was spricht gegen eine teilweise Gewinnmitnahme ?

    Es gibt Dividenstrategie, Value, Aktiensammler ( ich glaube A. Kostolany war so jemand ) , etc. Welche Strategie gewählt wird, muß jeder für sich entscheiden ( ich glaube, wir persönlich haben keine ) nur Aktien haben sollte man welche. Ich denke, es geht heute nicht mehr ohne, gerade in Deutschland.

    Meine Nachbarn möge keine Aktien, das sind alles böse Leute die einem Betrieb nur das Kapital weg nehmen wollen und sich freuen wenn Personal entlassen wird. Nein, meine Nachbar setzten lieber auf Lebensversicherungen. Es hat mich Jahre gekostet, bis sie begriffen haben, wie sich Lebensversicherung refinanzieren.

    Also , Aktien gehören heute dazu, in welcher Form auch immer: Einzeltitel, Fonds, oder ETF´s ( bei SWAP´s wäre ich vorsichtiger, hat bisher aber auch funktioniert )

  30. Stefan

    IBM heute vor den Zahlen zu haben, war wie bei den letzten 14 Quartalen eine weniger gute Idee.

    Ist aus irgendeinem Grund auch so einer Liebling der Dividendenszene.

    Totes Kapital in meinen Augen.

  31. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Chris

    Solange ich nicht verkaufe, sind die Kursgewinne steuerfrei. Die Dividenden sind allerdings in Deutschland steuerflichtig, wenn sie den Freibetrag übersteigen. Bitte genau meinen Text lesen. Und nicht ständig meckern. Es gibt leider Zeitgenossen, die haben ständig die Meckerhosen an. Positive Beiträge helfen uns allen viel mehr.

    Man kann übrigens die Dividenbesteuerung mit Aktien wie Berkshire umgehen.

    Ps: schreibe in Deinem Blog bessere Beiträge, wenn Dir meine nicht gefallen.

    @ pat absurd

    ja, manch ein Konzern bleibt auf der Strecke. Das gehört zur Börse dazu.

  32. Thomas

    Hallo,

    in der Tat, dieses ständige rumkritisieren an Tim ist schon ziemlich ermüdend. Wobei man ja sagt „Faire sachliche Kritik ist die höchste Form der Zuneigung und Anteilnahme“. Das Fair vermisst man zuzeiten ein wenig.

    Das Investement in ETFs sehe ich auch nicht als dramatisch an. Wenn man neben ETFs auch noch Einzel Aktien besitzt als auch noch in Beteiligungsgesellschaften (Berkshair Hathaway, BB Biotech, Aurelius etc.) investiert, hat man doch bereits sehr weit diversifiziert.

  33. Markus

    @Tim

    Netflix und SAP sind mir jetzt aber nicht mit Deiner oben angepriesenen Strategie der Dividenden-Aristokraten in einen Zusammenhang zu bringen.

    Aber die Detailanalyse auf pauschalen Aussagen bei uns emotionalen Wesen ist sehr mühselig.

    Annähernd 100 % Dividenden-Aktien kann man  machen, 100 % etf`s kann man machen… aber auch Misch-Strategien sind besser als keine Strategie.

  34. Gute-Laune-Bär

    Ja, diese ständige Rumgemecker muss aufhören!

    Jetzt tanzen wir erstmal alle zusammen die Namen der Aktien in unserem Depot, dazu wird Sunshine Raggae angemacht…Let the good vibes get a lot stronger….

    +Aktien sind alternativlos

    +Dividenden sind die neuen Zinsen

    +Aktien steigen langfristig immer

    +Nach Regen kommt Sonnenschein

    +Gute Aktien kann man immer kaufen

    +Jeder kann sparen

    +Es gibt wirklich keine Alternativen zu Aktien

    +Aktien für alle!

    Happy Börsday to All!

  35. Patently Absurd

    @Thomas:

    Für mich macht es keinen Sinn, neben einem ETF auch Einzelaktien zu kaufen. Man vermischt dabei zwei Anlageformen, die man nicht vermischen sollte.

    Warren Buffett unterscheidet zwischen professional investors and nonprofessional investors:

    https://www.youtube.com/watch?v=wbjPiYE-F4Y

    Nonprofessional investors (Laienanleger) sollten besser günstigeETFs, d.h. keine Einzelaktien, kaufen. Für Laien ist dies die beste Anlagestrategie. Man investiert dabei in einen ganzen Markt.

    Anleger, die sich mit Bilanzen und einer quantitativen qualititativen Bewertung von Unternehmen intensiv auseinandersetzen (Value Investoren), sollten hingegen nach Möglichkeit gar nicht diversifizieren, siehe ab 0,45 min des Videos. Eine Diversifizierung schlägt sich negativ auf die Rendite aus, sofern man den Markt schlagen will, was nach Ansicht nach Buffett möglich ist.

    Buffett empfiehlt, sich auf 6 oder 7 Unternehmen zu fokussieren.

    Benjamin Graham hat eine größere Zahl von 30 Unternehmen im Portfolio empfohlen. Hier muss man allerdings sagen, dass Graham die Unternehmen nur quantitativ ausgewertet hat, und das Geschäftsmodell im Wesentlichen nicht analysiert hat. Hierdurch reduziert sich der Bewertungsaufwand, so dass er in eine größere Zahl von Unternehmen investieren konnte.

    Wichtig ist auch die Art der Diversifizierung. Wenn ich einen DAX-Index kaufe, habe ich sehr viel Maschinenbau und Chemie im Portfolio und hänge am deutschen Markt, der sehr zyklisch ist. Eine bessere Diversifizierung erhalte ich beispielsweise, wenn ich neben einem deutschen Maschinenbauunternehmen (Zykliker), ein US-Bauunternehmen (anderer Zyklus) und eine japanische Bank (nicht zyklisch) kaufe. Dabei wäre ich über 3 Branchen und drei Währungsräume diversifiziert – aus meiner Sicht besser als ein DAX-Index.

     

  36. Patently Absurd

    P.S. Auch denke ich, dass man aus der Diversifizierung keinen Fetischismus machen sollte. Wenn man in 10 Jahren mit seinen Einzelinvestments den Vergleichsindex um 1 bis 2 % pro Jahr geschlagen hat, dann ist das etwas Erfreuliches. Auch wenn die Fama-Jünger diese Abweichung als „riskant“ bezeichnen.

    Viele große Unternehmen sind zudem an sich schon sehr breit aufgestellt und in verschiedenen Märkten aktiv.

  37. Thomas

    @Patently Absurd:

    Beim Investment in sowohl ETF´s, einzel Aktien als auch Beteiligungsgesellschaften geht es primär um die Risikostreuung.

    ETF´s wurden hier aufgrund des SWAP Risikos als vermeintlich Gefährlich eingestuft.

    Beteiligungsgesellschaften können auch pleite gehen bzw. ihre Bilanzen frisieren.

    Aktien mehrerer verschiedener Konzerne sichern einen zusätzlich ab.

    Die breite Aufstellung eines Konzern kann eine positive Sache sein. Nichtsdestotrotz sollte man am besten über verschiedenste Investmentklassen /Subklassen streuen.

    Ich halte nicht sonderlich viel von der Beweihräucherung von Herrn Buffet. Am ende des Tages ist auch er nur eine Heuschrecke.

  38. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Das stimmt. Ich halte mich manchmal selbst nicht an meinen eigenen Rat. Ja, ich besitze SAP und Netflix. Warren Buffett hätte beide nicht gekauft.

    SAP zahlt brav seit 15 Jahren Dividenden. Ist aber kein Aristokrat. Die Tendenz stimmt gleichwohl. Ich besitze das Softwarehaus schon sehr lang: http://www.nasdaq.com/de/symbol/sap/dividend-history

    Netflix zahlt keine Dividende. Daneben besitze ich Exxon, Berkshire, Chevron, Citi, Bank of America, Adidas, CTS Eventim und viele andere. Fazit: Ich mache Fehler. Und muss noch sehr viel lernen.

  39. Bernd

    @Patently Absurd

    Und wie sollten Anleger(innen) investieren, die ETFs zu „unpersönlich“ finden und keine Analyse vor dem Aktienkauf durchführen?

  40. Sven

    @Patiently Absurd

    Danke für den Link zum Video.

    Wenn man das befolgt, dann dürfte hier keiner in einzelne Aktien investieren. Irgendwo hat er ja recht.

  41. ValiVali

    Also, dieses Entweder-Oder-Denken grenzt ein.

    Profi darf Aktien, Laie muss ETFs. Diversifizieren darf ein Value-Investor nicht. Entschuldigung, aber wenn wir uns hier mit Warren Buffett messen und ihn so Wort für Wort nachahmen sollen, dann sollten wir aber auch so ehrlich sein auch die Summen zu nennen, um die es sich handelt. Er investiert Millionen in eine Firma, noch dazu lebt er davon. Ich kaufe Aktien für 1000-2000 Euro pro  Unternehmen und ich habe einen anderen unabhängigen Job. Das ist doch ein Riesenunterschied, oder?!

    @Bernd/Lad/Ben/Susi+Friends „Und wie sollten Anleger(innen) investieren, die ETFs zu „unpersönlich“ finden und keine Analyse vor dem Aktienkauf durchführen?“ Genauso wie sie es momentan machen! Nämlich indem sie die Augen offen halten, den Verstand einschalten und sich von nichts und niemanden einreden lassen wie man/Frau zu investieren hat.

    Ich sagte schon, ich habe Immobilien, Aktien, Fonds, auch Gold und Kunst, könnte auch mal ETFs kaufen und wenn mir Anleihen plötzlich gefallen, mach ich das auch. Scheuklappendenken war noch nie mein Ding. Geld muss man haben, dann kann man auch Oldtimer kaufen und Rolex-Sammlung auffüllen und vielleicht investiere ich auch mal in einen reichen Liebhaber;-), aber das dümmste wäre, eine Assetklasse gänzlich zu ignorieren, weil das in irgendeinem Buch/Blog/Flyer steht…. und sich somit selbst mit der Anlagestrategie eingrenzen!

    @Tim, danke für deine Ehrlichkeit! Das zeigt von Größe! Viel Glück mit deinen Investments!!!

  42. Dimitrije

    @Vali

    Gefällt mir – Glücksspiel (Aktien ohne Analyse), Schmuck und Prostitution. Schon mal an Waffen als Anlageklasse gedacht?

  43. Valentin

    Aus Wikipedia:

    Glücksspiel Der Einfluss des Zufalls kann bei Spielen sehr unterschiedlich ausfallen…

    „Der Spieler entwickelt aus einer beobachteten Spielserie eine bestimmte Erwartungshaltung. Gewinnt er häufig, so glaubt er an eine Glückssträhne und nimmt an, dass diese weiterhin anhalten wird. Verliert er jedoch häufiger, so redet er sich ein, dass das erfahrene Pech in der Zukunft kompensiert werden wird, um die Balance wiederherzustellen. In beiden Fällen also erwartet er zukünftige Gewinne, aber in beiden Fällen bleiben die Wahrscheinlichkeiten für Gewinn und Verlust absolut unverändert.“

  44. Markus

    @Tim

    Seit wann hast Du denn SAP?

    Ist ja über einen langfristigen Zeitraum eine der besten DAX-Aktien…

    Wie genau wählst Du Aktien aus?

  45. Felix

    @ Vali
    Deine Schreib- und Denkweise ist klasse. Mit so einer Lebenseinstellung und ein paar Qualitätsaktien im Depot lässt sich leben, allen Dogmatikern zum Trotz.

  46. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    SAP, CTS Eventim und Netflix sind Tenbagger in meinem Depot.

    SAP besitze ich seit Dekaden. Ich wuchs in Mannheim auf. In der Nachbarschaft ist SAP angesiedelt. Durch Bekannte, die dort arbeiteten, und das Zeitunglesen (regional) interessierte ich mich für die Softwarefirma und kaufte deshalb die Aktie.

    Allerdings habe ich in meinem Depot ein paar Leichen, mit denen ich viel Geld verloren habe. Es ist erniedrigend. Ich hoffe, von diesen Missgriffen gelernt zu haben.

  47. Patrick

    Hey, ich habe mich jetzt gut ein Monat mit Aktien beschäftigt und würde gerne demnächst investieren. Habe 10k zur Verfügung. Ich lese hin und wieder das angeblich 2016 ein Crash kommen könnte, aber ich weiß nicht was ich davon halten soll. Soll ich ein Jahr mit den investieren warten in der Hoffnung dass ich billig einkaufen kann, oder trotzdem einfach jetzt schon loslegen?

    Grüße Patrick

  48. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patrick

    Die meisten Leute kaufen einfach Aktien. Dann stürzen die Kurse ab und sie verkaufen. Es ist wirklich hart. Es ist brutal. Dessen muss man sich vorher bewusst sein. Erfolgreich sind nur jene, die durchhalten, wenn es hart wird.

    Wann der nächste Crash kommt, weiß niemand exakt. Das sind alles nur Vermutungen. Es gibt 3 Möglichkeiten (ich persönlich würde Nummer 1 bevorzugen):

    1. In einem Rutsch sofort einsteigen.
    2. In Schritten langsam in den Markt.
    3. Abwarten auf den Crash/Korrektur. Und dann rein.
  49. Felix

    @ Vali
    Ach ja und könnte ich der reiche Liebhaber sein, in den Du investieren möchtest? Ich mache Dir auch einen guten Preis;-)

  50. Patently Absurd

    @ Patrick

    Wenn du in Deutschland investieren willst, würde ich sofort voll einsteigen. Dies deshalb, weil Aktien in Deutschland derzeit nicht teuer sind – jedenfalls im Vergleich zum US-Markt.

    Aber bitte nicht den Anfängerfehler begehen und nur Zykliker kaufen, weil die gerade billig wirken, oder irgendwelche Mondschein-Raketen-Internet-Aktien, weil die Hochglanz-Brochüren hohe Gewinne in 10 Jahren versprechen.

    Mit einer langweiligen und solide finanzierten BASF kann man nicht viel falsch machen. Eine ordentliche Dividende gibt es dort auch, über die man sich freuen kann. Allerdings kann auch eine BASF mal um 30 % oder mehr einbrechen. Dann einfach nachkaufen.

  51. Stefan

    @Patrick

    10 Mille sind ja wohl eher Kleingeld. Rein damit in den Markt. Wenn es schiefgeht, dann fährste halt einmal weniger in Urlaub.

    BASF ist zwar auch ein Zykliker, aber egal. Mach, das was der Patiently sagt.

    Hier im Forum biste auf alle Fälle richtig.

  52. Marcel

    @Patently Absurd

    Welche Nicht-Zykliker sind denn in Deutschland aktuell nicht teuer?

    Beiersdorfer oder Henkel können es ja nicht sein.

    BASF ist doch in der Finanzkrise um 50% eingebrochen. Wieso stufst Du das Unternehmen mit Öl- und Chemiegeschäft als nicht zyklisch ein?

  53. Patrick

    Danke für die Antworten, wie würdet ihr die 10k aufteilen. Ich weiß es ist nicht grad viel aber es ist alles was ich besitze:). Soll ich 5 verschiedene Unternehmen herauspicken und jeweils 2k investieren. Oder 10 für jeweils 1k? Da werden aber die Gebühren wohl zu hoch.

  54. Markus

    @Tim

    Du hast SAP seit Dekaden? (sprich Mehrzahl)

    Hast Du also schon vor Deinem Studium-Ende 1996 investiert?

    Welche Investmentkriterien setzt Du denn bei einer Netflix, CTS-Eventim und SAP an?

    Einfach ein glückliches Händchen, quantitativ/qualitative Analyse oder…?

    Mit den propagierten nicht zyklischen Aktien & langer Dividendenhistorie haben die Aktien zum damaligen Zeitpunkt ja wenig gemein.

    @Patrick

    1 Monat sich mit Aktien zu beschäftigen ist wenig Zeit um alle jetzt vorhandenen Lebensersparnisse zu investieren und alles auf Tipps von fremden & evtl. virtuellen Personen zu setzen.

    Tipps von Leuten, die nicht wissen was Du überhaupt mit der Geldanlage erreichen willst, wie groß Dein Zeithorizont ist, wie stark Deine emotionale Belastbarkeit ist, wenn z. B. Deine gesamten Lebensersparnisse von 10.000 auf 4.000 € fallen und Du Panik bekommst und dann alles verkaufen willst… auch weiß niemand, wie Deine Lebenssituation aktuelle & evtl. zukünftige Lebenssituation aussieht, wie groß Deine Not-Reserve sein sollte usw.

    Eigenverantwortung und Geduld sind nötig.

    Wenn Dein Ziel Vermögensaufbau über 25 Jahre und länger ist, musst Du kontinuierlich sparen und investieren lernen…. und auch sehr viel Geduld und Disziplin haben. Sehr gut geeignet sind automatische monatl. / quartalsweise Sparpläne.

     

  55. Stefan

    @Markus

    Das ist alles egal.

    Tim sagt: Aktien kann man immer kaufen auch jetzt in einem Schwung und ohne auf den Preis zu achten.

    Vali sagt: Analyse braucht man nicht. Nur gesunden Menschenverstand und ein gutes Gefühl.

    Patiently Absurd sagt: Kaufe BASF. Deutsche Aktien sind billig.

    Alle schreiben hier ständig über ihre Erfolge. So falsch kann das dann ja nicht sein.

    Draghi sagt: Die Politik des billigen Geld geht weiter. No matter what it takes.

     

  56. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Patrick

    Ich stimme @Markus in dem Punkt zu, dass man diese Frage nicht seriös ohne Deine individuelle Situation zu kennen, beantworten kann.

    Es liest sich aber so, als hättest Du für Dich bereits entschieden, dass dieser Teil in Aktien angelegt werden kann.

    Ich (!) an Deiner Stelle würde möglichst breit streuen und 1-2 Indexfonds (50/50 USA und Europa oder MSCI World) nehmen. Den Betrag solltest Du (gedanklich) komplett abschreiben können und bereit sein, ihn auch bei Turbulenzen an der Börse zu halten.

    Falls Du den Betrag in den nächsten 5 Jahren für andere Anschaffungen einplanst, dann lass das mit den Aktien und teile den Betrag auf Tages-/Festgeld auf. Über ein Musterdepot könntest Du parallel mal verfolgen, wie sich Aktien so entwickeln.

    Mir haben Bücher, wie „Souverän Investieren“ (Kommer) bei der Auseinandersetzung mit der Materie geholfen.

  57. Vali

    @Felix, danke! Humor hast du auch 😉 Und danke für dein großzügiges Angebot! Ich komme gern darauf zurück, wenn mir die anderen Assetklassen ausgehen 😉

    @Patrick, wie du bereits lesen kannst, bin ich hier die Expertin für ein gutes Gefühl im Depot *g* Und da du dich vor Tipps hier kaum retten kannst, schlage ich dir auch was vor (ohne Gewähr ;-).

    Eröffne ein DAB-Konto. Das Depot dort ist kostenlos. Du hast 20 Freetrades fürs erste Jahr. Der gesamte Dax, M-Dax und einige US-Werte sind bei DAB-Best-Price dann für bis zu 1200 Euro pro Trade umsonst.

    Du kaufst für ca. 500 bis 1000 Euro Aktien und hast 0 Euro Gebühren. Und hier mein Vorschlag:

    1000 €  CocaCola, 1000 € McDonalds, 1000 € Microsoft, 1000 € MüRück, 1000 € Allianz, 500 € Cisco, 500 € Intel, 500 € Apple und dann noch BASF, Henkel, und dann nach Wunsch BMW, Deutsche Post, Linde usw. und wie auch immer du gern gewichtest.

    Viel Spaß beim Investieren 🙂

     

  58. Patently Absurd

    @Stefan:

    BASF hatte ich nur beispielhaft genannt. Was du suchst sind große Unternehmen mit bekanntem Markennamen, die solide finanziert sind und ein funktionierendes Geschäftsmodell aufweisen. Diese sollten gleichzeitig nicht teuer sein.

    Mach doch einfach, was Vali schreibt. Die Auswahl ist super (könnte glatt von mir sein), die Idee mit den 20 Free-Buys bei DAB und der Diversifizierung ohne große Kosten auch.

    Und nochmal, weil es so wichtig ist: nicht verrückt machen sollen, wenn es mal 20 oder 30 % im Markt nach unten gehen sollte. Das gehört zum Spass an der Börse mit dazu. Nach jedem Crash kommt auch immer wieder die Erholung.

     

     

     

  59. Sams1974

    Patrick, hast du dich schon um dein Depot gekümmert?

    Welche Bank, welche Konditionen, Gebühren, Fixkosten?, was kosten Trades wo? gibt es welche Zinsen auf Verrechnungskonto, Kosten Dividendenzahlungen etwas. Welche Rahmenbedingungen hab ich… versemmel ich mal 2000 Euro weil ich die Lage an der Börse, beim Unternehmen oder gar bei beiden falsch eingeschätzt habe wie lange dauert es bis ich die 2000 Euro wieder angespart habe.

    Oder z. B. aus meiner eigentlich schönen Dividende wird eher was mittelmäßiges, weil Frankreich mehr Quellensteuer nimmt als  im DBA mit Deutschland angerechnet wird und jetzt kürzen die auch noch die Dividende. Hab ich eigentlich keine Lust mich darum zu kümmern und mit irgendwelchen Finanzämtern, Banken etc Schriftverkehr zu produzieren, nur schade das mein französisches Unternehmen jetzt 20% im Minus notiert….. Die Gründe warum jemand einen Verlust realisiert sind oft eben nicht nur Panik, Kinder, Scheidung, Krankheit….

    Lass dich nicht hetzen und hetz dich selbst nicht… Es laufen immer ein paar Figuren rum die laut jetzt jetzt jetzt, letzte Chance oder jetzt jetzt jetzt raus sofort Crash rufen. Die Börse hatte gestern offen, sie hat heute auf und wenn die Welt nicht untergeht hat sie vermutlich auch morgen auf.

    Also ich bin so vorgegangen, eine Bank gesucht, Konditionen angeschaut. Das passt für mich, Depot eröffnet, Geld auf das Verrechnungskonto geparkt, Watchlist angelegt, die wird mit der Zeit eh immer voller. Die Werte darin verfolgen, darüber lesen, Berichte auf den IR ansehen…. rechnen, analysieren…

    Feststellen was für ein toller Rechenkünstler man doch ist, den mit 100 Milliarden an der Börse bewerteten Brocken, mal eben durchleuchtet, kurz die Fehler der anderen Millionen die den Wert kaufen und verkaufen erfassen, eine Geschichte von Affen, Dartpfeilen und Kurszetteln lesen. Kurz die Erkenntnis reifen lassen, ich bin kein Genie.   Dartpfeil in die Hand und los…. juhuu.. Ähh der  Absatz ist jetzt nicht ganz ernst gemeint oder doch? bin mir selbst nicht sicher. Ob jetzt Atlanta bald nur noch Sirup in Kleinstdosen per Drohne in die Haushalte fliegt oder der Mars besiedelt wird und alle nur Cola, Fanta und Sprite saufen und so die Umsätze steigen, oder sie die ganzen roten Flotten abschaffen die rumfahren und die Kosten fallen, ob nur noch Pet in den Regalen steht und es kein Mehrweg mehr gibt, ob irgendwann Cola was weiß ich kurz „Südzucker“ kauft in´s Foodgeschäft einsteigt und die Getränke irgendwann nur noch 50% vom Umsatz ausmachen?? Coca Cola hab ich verkauft war aber meine Meinung was weiß ich ob ich recht damit haben werde…

    Meine Meinung, sei skeptisch auch gegen dich selbst.. Für alle hört der Chart rechts auf und jeder kann dir sagen hättest du die Aktie oder was auch immer dann zu soviel gekauft du hättest soviel Rendite oder Verlust gemacht. Letzen Endes sitzt du alleine vor der Ordermaske und es ist dein Geld das du mit dem Kaufenbutton auf die Reise schickst.

    Mfg

    Weiß eigentlich jemand was Mick knauff auf N24 da macht?? Immer wenn der auftaucht liest er die Kurstafeln vor die Eingeblendet sind!! Ist doch echt sinnlos???

  60. Patently Absurd

    @Sams1974

    Bei der von Vali vorgeschlagenen Liste fallen keine französischen Quellensteuer an. Keine Ahnung, worauf du mit deinem Kommentar abzielst.

    Keiner empfiehlt hier, Aktien schnell zu kaufen. Aber irgendwo muss man ja anfangen, wenn man investieren will.

  61. Patrick

    Danke wieder für die Antworten.

    Vielleicht sollte ich meine Lage näher erläutern. Bin 24 Jahre, Single, ohne Kinder. Die 10k sind nur für langfristige investitionen gedacht, sprich ich brauche das Geld auch in naher Zukunft nicht.

    Ich bin aus Österreich, da gibt es leider wenig Auswahl an online Brokern. Mir scheint nur Degiro und Flatex sinnvoll. Alle anderen haben jährliche Depotgebühren. Bei Flatex gibt es leider dividenden Gebühren bei ausländischen Aktien, bei Degiro glaube ich nicht muss das noch herausfinden. So ein DAB Konto was „Vali“ erwähnt hat hört sich super an. Aber ich vermute sich als Österreicher dort anzumelden könnte etwas kompliziert werden mit den Steuern etc?

    Ich lese gerade das Buch Souverän Investieren und habe auch ein Buch über Warren Buffet gelesen nach welchen Kriterien er ca seine Aktien auswählt (richtiges, P/E, P/B, D/E, Current, Ratio, etc).

    Wo ich noch wenig bzw. keine Ahnung habe, sind Steuern. Wie sich das mit den Dividenden verhält etc. Ich weiß nur das beim Verkauf Steuern anfallen, aber ich möchte wenn möglich „Buy & Hold“ betreiben.

    Ob ich nur auf Dividenden Aktien, auf thesaurierende ETFs setzen soll, oder auf beides setzen soll, habe ich noch nicht entschieden.

    Danke nochmal für die Antworten, werde mir eure Anlage- und allgemeinen Tipps noch genauer ansehen.
    PS: Super Blog!

    Grüße P

  62. Sams1974

    Bezog sich nicht auf Vali´s liste, war eher so gemeint das man sich vorher informieren soll. Deshalb das Beispiel.

    So und jetzt? Er ist Österreicher, ich bin Deutscher. Aber so viel ich weiß nimmt jetzt Deutschland bei Ausländern  auch mehr Quellensteuer als im DBA angerechnet wird. Ist aber auch einfacher mit den Deutschen Behörden…. ist jetzt nicht soviel Arbeit aber darum kümmern sollte man sich schon wollen und können.

    Ich sag ja nur manchmal ist es in der Realität etwas komplizierter wie es sich so am Anfang liest. Du denkst ah.. France Telekom… (für alle die sagen hier machen alle nur Gewinne, ich sage ganz klar, habe ich Verlust damit gemacht).  Gehst etwas naiv in den Wert und bei der ersten Abrechnung der Dividende denkst du hm.

    25% Quellensteuer, 15% Kapitalerstragssteuer, Soli hm… ach das ist Europa.. Ah in Frankreich zurückfordern, hast aber einen billigbroker und nicht das rundumsorglospacket der Genossenschaftsbank und jetzt? Ich bin Niederbayer und uns sagt man eine etwas dumpfe ,wir machen mal, Mentalität nach, muss doch nicht jeder nur aus seinen eigenen Fehlern lernen. So war das gemeint.

    Dann mal ein kurzes Servus über die Grenze, kann ich ja fast rüberbrüllen.

    Ja und mein Tip für das Anfangen, falls das Geld unverzinst irgendwo rumliegt langsam anfangen und es zu minizinsen zumindest mal auf das Verrechnungskonto packen.

     

  63. Markus

    @Patrick

    Für einen Monat Börsenbeschäftigung ist dass ja schon mal nicht schlecht.

    Wenn Du wirklich das Zeug dazu hast, Jahrzehnte zu sparen und zu investieren helfen unter anderem so Büchle wie der reichste Mann von Babylon.

    Hier im Blog wirst Du viele widersprüchliche Meinungen, Empfehlungen, Spaßvögel und ironische Kommentare lesen.

    Allen gemeinsam ist, dass sie alle eigentlich nur im Nebel rumstochern, weil keiner die Zukunft vorhersagen kann und auch jeder sein eigenes emotionales Gemüt innehat.

    Schnell reich ist extemst selten!!!

    Man braucht Beharrlichkeit, Geduld und einiges Potential  an Selbstreflexion.

    Zudem ist „älter“ werden (sprich 30er, 40er, 50er usw.) auch manchmal verbunden mit eigenen Überdenken von Wertigkeiten und Zielen.

    Kosten, Steuern, eigene Dummheiten bei der Investmentauswahl… eigentlich lernen wir alle nie aus… Besser ist es natürlich möglichst wenig Fehler zu begehen. Kommer listet ja einige in seinen Büchern auf.

    Was sehr entscheidend ist wie groß der Wunsch und der innere Antrieb ist, so dass man auch bereit ist hohe Sparquoten langfristig und auch bei Schwierigkeiten bereit ist, durchzuhalten.

  64. Sams1974

    Es können aber auch Bücher helfen die das Blut in Wallung bringen.

    Beispiel. 100 Finanzkennzahlen, Verlag comentis…

     

  65. Vali

    @Patrick, hier beschreibt ein Österreicher, dass DAB auch für ihn problemlos läuft. http://sedl.at/DAB-Bank  Übrigens haben sie auch kostenlose monatliche Sparpläne für ETFs!

    Ruf dort an, wenn du magst, oder schreib ihnen. Es dürfte kein Problem sein auch für Österreicher 😉 Viel Glück und lass dir Zeit! Die Börse läuft nicht weg und die nächste Delle kommt bestimmt. Mir hilft es immer Cash zu halten. Auch wenn es für Aktien gedacht ist, halte ich es, um eine gewisse Sicherheit haben. Stelle dich darauf ein, dass das Depot anfangs rot ist. Mit der Zeit wird es immer grüner und die ersten Dividenden werden dein Cashflow-Belohnungssystem aktivieren – das macht dann richtig Spar/Spaß 🙂

    Hut ab! Mit 24 stopfte ich alles brav in den Bausparer 😉

  66. Sams1974

    Und ich war noch schlimmer, ich hab Drumsets gekauft, war saufen und rauchen.

    Respekt vor soviel Vernunft. So und nun Schluss.

  67. Patently Absurd

    @Stefan:

    Als Österreicher zahlst du wahrscheinlich weniger Kapitalertragsteuer als wir in Deutschland:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kapitalertragsteuer

    Offensichtlich kannst du auch für eine Regelbesteuerung votieren, wenn dein durchschnittlicher Steuersatz unter 25 % liegen sollte.

    Wenn du deutsche Unternehmen kaufst, solltest du die über 15 % anfallenden Steuern per Antrag einfach zurückerstatten lassen. Effektiv bezahlst du dann in jedem Fall nur maximal 25 %. Aber du solltest das sicherheitshalber bei deinem Finanzamt abklären.

    Auch bei der DAB Bank solltest du nachfragen, ob diese Konten für Ausländer einrichtet. Die Konditionen sind wirklich fair. Ansonsten gibt es in Deutschland auch noch die OnVista-Bank, die gute Konditionen hat.

  68. PIBE350

    Ich würde an Patricks Stelle ETFs nehmen. Vorteil: Man kann schon mit nur 1 Position (MSCI World oder MSCI ACWI) global diversifiziert in tausenden Firmen gleichzeitig investiert sein und die enthaltenen Werte werden durch den Index laufend automatisch aktualisiert und gewichtet. 🙂

    Ich selbst bespare den Lyxor MSCI ACWI seit März monatlich durch gebührenfreie Nachkäufe ab 500€ Kaufwert bei der Ing-Diba. Einfacher kann Börse nicht sein. 🙂

  69. Tim

    @Vali: Deine Liste mit „1000 €  CocaCola, 1000 € McDonalds, 1000 € Microsoft, 1000 € MüRück, 1000 € Allianz, 500 € Cisco, 500 € Intel, 500 € Apple und dann noch BASF, Henkel, und dann nach Wunsch BMW, Deutsche Post, Linde usw. und wie auch immer du gern gewichtest.“, ist sicherlich nicht schlecht, aber in meinen Augen zu Technologie/Versicherungslastig.

    Ein Depot aus folgenden Werten: “ 1000€ Coca Cola, 1000€  Johnson& Johnson, 1000€ Colgate Palmolive , 1000€ Procter & Gamble, 1000€ 3M, 1000€ Novo Nordisk, 1000€ Becton Dickinson, 1000€ Walt Disney, 1000€ Allianz,  1000€ BASF

    ist meines Erachtens nach sehr robust und relativ wenig Zyklisch. Damit würde man in den nächsten Jahren sicherlich sehr viel Freude haben!

  70. ValiVali

    @Tim, du bist aber ein anderer Tim?

    Meine (Bespiel-)Liste bezog sich nur auf DAB. Dort wären diese Werte umsonst. Deine Liste gefällt mir auch besser und die habe ich auch, nur musste ich z.B. für ein P&G 4,95 € Order bezahlen, was nicht die Welt ist und die zahle ich gern… aber wenn jemand anfangs möglichst umsonst diversifizieren möchte, wären diese Werte bei DAB eben Freebuys (unter anderem auch Pfizer, Starbucks, Amazon, Google, Facebook). Die Liste ist nur als Beispiel, bitte nicht blind eins-zu-eins übernehmen 😉

    PS: ich würde z.B. unbedingt auch eine Altria Group, AT&T, EliLilly, KraftHeinz, Shell, BP usw. dazunehmen, aber die bezahlt man zusätzlich 🙂

    (Und für die Liebhaber hier wäre ja eine Ferrari Race was heißes Luxuriöses heute ;-))

  71. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    SAP kaufte ich schon deutlich vor 1996. Ich müsste mal schauen, wann genau.

    Wie kam ich auf SAP, CTS Eventim und Netflix? Nun es sind 2 Weltmarktführer darunter. Es sind gründer- bzw. familiengeführte Unternehmen, was ich bevorzuge.

    Netflix war brutal abgestürzt, als ich eingestiegen bin. An einem Tag stürzte die Aktie um 25% ab. Dann ging es weiter runter. Es herrschte Verkaufspanik, nachdem Netflix die Preise für den DVD-Versand erhöht hatte. In der Bilanz gab es keine Schulden. 26 Millionen zahlende Kunden hatte der Weltmarktführer seinerzeit. Der Crash war völlig übertrieben. Ich habe das damals so beschrieben:

    http://www.aktiencheck.de/analysen/Artikel-Netflix_Aktie_hohe_Risiken_aber_Chancen-4648995

    Im übrigen achte ich strikt darauf, nicht im zeitlichen Umfeld einer Empfehlung in der Aktie aktiv zu werden.

    Bei CTS bin ich rein, nachdem Großaktionär Klaus-Peter Schulenberg den Laden saniert hatte. Ich investierte 2.500 Euro und machte mehr als 100.000 Euro daraus:

    http://timschaefermedia.com/wie-ich-aus-2-500-flotte-117-000-euro-machte/

    Da soll mir noch mal jemand sagen, „Buy and Hold“ funktioniert nicht.

    Ich lese immer die Geschäftsberichte und Pressemitteilungen.

    Ich habe selbstverständlich gravierende Fehler gemacht. Ich habe ein paar Depotleichen. Grauenvoll.

  72. Tim

    @ Vali: Ja ein anderer 😉

    Achso ok, das wusste ich nicht, das einige meiner Werte nicht umsonst sind bei der DAB.

    Aber trotzdem sollte man sich auch anfangs überlegen lieber die 5€ pro Trade zu zahlen und dafür Wachstums- bzw. Dividendenstarke ( Aristokraten) Werte ins Depot zu legen. In meinen Augen zahlt es sich ziemlich schnell aus lieber die 5€ in PG zu stecken, statt dafür kostenlos BP/Shell etc zu kaufen.

     

  73. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Patrick,

    ich halte auch den Vorschlag von Vali als sehr sinnvoll. Nur eine Bemerkung noch. Ich habe alle Totalverluste ausschließlich mit Einzelaktien gemacht, natürlich nie mit ETFs. Allerdings hielt ich mich auch für so schlau, nicht dem Mainstream mit seinen langweiligen Dickschiffen zu folgen, sondern musste natürlich „heißen Tipps“ folgen, und nicht kaufen was alle kaufen.

    Du solltest auch die Möglichkeit haben, weiterhin eine gewisse Summe dauerhaft in das Depot stecken zu können. Mit einmal kaufen und warten, dass Du davon reich wirst, ist es nicht getan. Dauerhaft etwas dazu legen, das macht es aus.

    Ich würde erstmal zum „warm werden“ ca. 2000 in einen globalen ETF tun. Da kannst Du ruhig schlafen. Jede Einzelaktie, und sei es noch so ein ehrfürchtiger Name (siehe IBM) kann auf lange Zeit ein Loch ins Depot reißen. Das belastet am Anfang ungemein die Moral.

    Ganz abgesehen von echten Fehlgriffen. Es wird gerade auf grausame Weise die Hinrichtung eines klangvollen Namens der BioTech-Branche vollzogen.

    Die kanadische Valeant Pharmaceuticals gerät unter die Räder. Man spricht schon von „Pharmaceutical Enron“. Handel wurde ausgesetzt, und jetzt knapp 30% minus, mal wieder… Wenn Einzeltitel, dann nie solche Risiko-Titel.

    „Citron said it appears “that Valeant/Philidor have created an entire network of phantom captive pharmacies” to create fake sales of drugs or to avoid scrutiny from auditors.“

    Da haben alle Analysen wohl nix genützt, die ja sicher Heerscharen von Anlegern gemacht haben. Deswegen kann man sich das Lesen von Berichten der Vergangenheit getrost sparen. Kurzer Blick auf die Ratios, der Markt gibt die Bewertung vor, und entweder man will oder nicht.

    Selbst Gurus wie Ackman sind also keine guten Ratgeber!

    Viel Glück

    MS

  74. Patently Absurd

    @Matthias Schneider:

    Ob man mit einem ETF ruhig schläft, sei mal dahingestellt. Wenn es mit der Wirtschaft bergab geht, dann auch mit dem ETF.

    Wer in Einzelwerte investiert, kann wenigstens Geschäftsberichte lesen und weiß dann, wo das Problem liegt. So ein Index ist schon eher etwas Unpersönliches und eher etwas für Makroökonomie-Spezialisten.

  75. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Patently Absurd,

    das ist ja wohl selbstredend, dass ETFs nicht außen vor sind, aber das Risiko des Nerven raubenden Absturzes bei Einzeltiteln (siehe VRX) ist eben gebannt. Ich habe ja selbst genug Einzelaktien, aber ich will hin zu ca. mindestens 50% ETFs.

    Mein nächster wird sicher „XEI“ (iShares Core S&P/TSX Composite High Dividend Index ETF) sein, mit auch mal >5% Div. Natürlich Energie-, Finanz-, Utilities-  und TelCo lastig, und rein Kanada, aber genau das will ich derzeit. Was soll denn daran „unpersönlich“ sein? Ich sehe genau die Bestandteile, und die gefallen mir alle. Sind viele Lieblinge dabei. Wenn ich „Berichte lesen“ toll finde, dann kann ich die ja zumindest von den Top 10 Bestandteilen lesen; ROGERS COMMUNICATIONS, BANK OF MONTREAL, BCE INC, CANADIAN IMPERIAL BANK OF COMMERCE, BANK OF NOVA SCOTIA, TRANSCANADA CORPORATION, SHAW COMMUNICATIONS INC, POTASH CORPORATION OF SASKATCHEWAN, PEMBINA PIPELINE CORP., NATIONAL BANK OF CANADA.

    Und ich finde schön, dass ich so Sachen wie PRAIRIESKY ROYALTY LTD dabei habe, die ich nicht so kaufen würde, aber gern haben will.

    Na ja, zum Glück macht eh jeder was er für richtig hält.

    MS

     

  76. Patrick

    Wow so vielen Antworten. Jedem Einzelnen zu antworten wäre ein bisschen zu viel deswegen danke an alle. Jetzt habe ich genug informationen die mich eine Weile beschäftigen werden.

    Meine nächsten Schritte sind wenigstens schonmal klar:

    -DBA anmelden

    -Gute Aktien finden (Hier wurden bereits viele genannt die ich genauer unter die Lupe nehmen werde)

    -Freebuys nutzen, jedoch nicht nur darauf beschränken. Vll noch ein ETF in S&P500 zB

    -Weiter sparen und informieren um wieder einzukaufen

    -Buy & Hold!, und von Dividenden porfitieren

    Grüße P

     

     

  77. PIBE350

    AbaPatently Absurd: ,,Wer in Einzelwerte investiert, kann wenigstens Geschäftsberichte lesen und weiß dann, wo das Problem liegt. So ein Index ist schon eher etwas Unpersönliches und eher etwas für Makroökonomie-Spezialisten.“

    Na ja, in Einzelaktiendepots schlagen Nieten weit mehr zu Buche und der Verlust ist real. In breiten Indexen werden sie einfach wie durch Zauberhand nach unten durchgereicht (Gewichtung) und im schlimmsten Fall durch neue Einzeltitel ersetzt, wenn die Indexzusammensetzungen aktualisiert werden. Beispiel VW: Hätte ich nicht durch die Medien vom Skandal und den anschließenden Kursstürzen erfahren, wäre mir dies in meinem Depot neben den tausenden anderen Werten nie performancemäßig aufgefallen. 🙂

    Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass es nur die wenigsten professionellen Fondsmanager langfristig nach Kosten schaffen, ihre Vergleichsindexe zu schlagen. Die Erfolgsquote der Privatanleger möchte ich lieber erst gar nicht wissen. Mit ein paar Geschäftsberichten ist es also definitiv nicht getan. 😉

  78. Tobias

    @ Patrick

    Du hast ja hier schon viele wertvolle Tipps bekommen, ich hoffe sie helfen dir. Einen habe ich auch noch:

    Eröffne beim FAZ-Börsenspiel ein Musterdepot um ein Gefühl für die psychische und emotionale Wirkung von Gewinnen und Verlusten zu entwickeln. Nicht jeder kann mit Booms, Crashs und der täglichen Volatilität gut schlafen.

    Ansonsten wünsche ich dir viel Spaß und Erfolg

  79. SkyHH

    Trotzdem gibt es Werte, mit denen man in der Regel nichts falsch machen kann. Denn wie Tim sagt, in Dekaden denken. Die Börse ist ja keine Einbahnstraße….sondern es gibt immer Tiefs und Hochs.

     

    @Vali,

    habe auch noch einen Bausparvertrag und bin froh wenn der nächstes Jahr dann den Jahresschlaf einlegt. Immerhin kann ich von den gut 8000 Euro dann in 2017 fleissig dazukaufen.

    @Patrick,

    ist doch ein guter Anfang. Die Unternehmen die Vali empfohlen hat, sind gut gewählt. Mein Tipp wäre jetzt eine Shell. Die machen auch bei einen niedrigen Ölpreis jedes Quartal 4MRD USD Cash 🙂

    Ansonsten ist es wichtig informiert zu sein. Dazu meine Lieblingsseiten:

    http://www.fool.de <<<das ist die deutsche Version. Auf der Seite kannst Du dann entsprechend für US,CA, AUD,SG oder GB Aktien die entsprechend Seiten wählen.

    http://www.seekingalpha.com <<<für ausländische Werte super. Habe mich da registriert und da kannst du dein eigenes Depot nachbilden und bekommst dann zu den Aktien entsprechende News

     

    @Tim,

    magst Du uns an deinen Leichen teilhaben? Meine Leichen sind mit 40-60% im Minus. Seadrill, Fred Olsen Energy, Penn West und Epoxy. Werde die halten, bis es wieder nach oben geht 🙂

  80. Anna

    @ SkyHH

    Wann hast Du denn die Epoxy gekauft? Da wird aber noch gehandelt, trotz des Kurses von 1 Cent. Meine schlimmste Leiche im Depot ist die Banco Esperito Santo. Kurs heute 0,0004 Euro! Vielleicht gibt’s mal ’ne Auferstehung.

    Auch macht die ThyssenKrupp „viel Freude“ mit 50 % im Minus, aber noch Altbestand.

    @ Vali

    Hast Du wenigstens noch die Südzucker?

  81. Jens

    Wer ist „Mick knauff“ und kann man nicht auf den mit Dartpfeilen schmeissen anstatt auf die armen Affen? Oder ist der auch einer?

  82. Markus

    @Tim

    Lohnt sich denn die Ausbildung zum Aktien-Analysten?

    Da gibt es ja gewisse Vorurteile darüber…

  83. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ SkyHH

    In den USA gibt es den schönen Spruch: „No pain, no gain.“

    https://en.wikipedia.org/wiki/No_pain,_no_gain

    Ich besaß den Nähmaschinen Pfaff. Die Firma ging pleite.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaff_%28Unternehmen%29

    Ich besaß die Brauereigruppe Brau und Brunnen. Sie kam ins Schlingern, schließlich riss sich die Oetker-Gruppe den Laden für einen Appel und Ei unter den Nagel.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Brau_und_Brunnen

    Ich habe vor vielen Jahren eine kleine Lebensmittelfirma + eine kleine Minenfirma gekauft. Es folgte der Absturz, die Pleite. Grauenvoll. Ich besitze den Modeschmuckhersteller Bijou Brigitte. Die Aktie stürzte ab.

    Die Börse ist brutal. Sie erniedrigt mich. Es ist nicht leicht. Am Besten schaue ich nicht ständig nach. Ich lasse alles liegen. Selbst den Schrott. Fehler gehören dazu. Die Leute kritisieren einen als dumm, wenn sie so etwas lesen. Das ist OK. Die Leute im Blog, die ständig nur kritisieren (es gibt hier ein paar Spezialisten), haben keinen Effekt auf mich. Wer helfen mag, zu wachsen, bitte schön. Frustrierte Dauerkritiker braucht niemand.

    Die Börse ist im Endeffekt ein Kampf, ein ständiger Kampf der Angst gegen die Euphorie. Ich habe gelernt, mit beidem besser umzugehen. Fehler lassen sich nie ganz vermeiden. Sie werden immer wieder kommen.

    Aus dem Grund sind Indexfonds/ETF eine smarte Sache.

  84. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Ich habe sehr viel Zeit investiert in die Analystenausbildung. Jedes Wochenende habe ich in Frankfurt Kurse besucht. Ich habe einiges gelernt. Ob es sich finanziell gelohnt hat, keine Ahnung.

  85. Vali

    @SkyHH , das wird Spaß machen! Lieber Bausparer als Keinsparer 😉

    @Anna, Südzucker habe ich zu 20 € od. so mal gekauft, dann stieg sie schnell an, ich war überglücklich und dann fiel sie fast genauso schnell wieder ins Minus. Ich habe absolut genervt mit Verlaust verkauft. Mein erster realisierter Verlust. Das waren meine Anfänge. Damals habe ich nichts im Depot akzeptiert, das rot war… An Südzucker glaube ich immer noch nicht, da ich die Zukunft eher in Stevia und Xucker (Xylit) sehe, siehe CocaCola. Die Menschen werden immer informierter, wollen besser, länger jung aussehen 🙂 Und Zucker macht weder schöne Zähne noch tolle Figur, daher bin ich froh da raus zu sein… habe dann mit anderen Verkäufen die Verluste wieder reingebracht… hat mir aber weh getan die guten für Südzucker zu verkaufen… daher bin ich echt froh hier Tims Mantra entdeckt zu haben… halten, damit es mir nicht mehr leid tut, verkauft zu haben 🙂

    @Tim, finde ich sehr interessant, was du ansprichst! Ich bewundere und bejahe jeden, der in Bildung investiert, aber interessant zu lesen, dass man trotzdem nicht vor Fehlkäufen geschützt ist. Ich versuche nicht den Markt zu schlagen, ich suche die goldene Mitte und halte mich an den Mainstream – langweilig, aber auch der geringste Widerstand. Highflyer werde ich so höchstwahrscheinlich nicht erwischen, aber mit einer Dividendenrendite von 4% und einem positiven Depotwert bin ich glücklich! Und dass du gern Bilanzen liest, finde ich super, dann vertrauen wir darauf, dass du dich in deinem Bereich gut auskennst 🙂

    Wenn ich allein meine Jahresbilanzen lese, muss ich mich mit Kaffee wachhalten *g* geschweige denn die fremden, daher konzentriere ich mich lieber aufs Geldverdienen+Zukunft, also da wo ich gut bin und es mir Spaß macht und investiere mehr… nach Gefühl 😉

    @all – viel Glück mit euren Investments und mögen die Depotleichen wieder auferstehen 😉

  86. Markus

    @Tim

    Danke für Deine Offenheit.

    Ein letztes noch: Betreibst Du Benchmarking oder hast Du gewisse Etappenziele?

  87. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Nein. Kein Benchmarking. Ja, grobe Etappenziele habe ich. Aber die Börse lässt sich schlecht planen. Insofern lasse ich mich überraschen. Und im Grunde ist es mir egal, wenn es crasht. Ich habe noch reichlich Zeit bis zum Ruhestand.

  88. SkyHH

    @Anna,

    bin mit 50% im Minus. Aber ich glaube an das Geschäftsmodell und bleibe investiert und warte jetzt einfach ab.

    @Tim,

    gute Weisheit. Die merke ich nämlich auch gerade. Aber das waren meine Anfangsfehler, weil ich voller Ungeduld war. Jetzt bin ich auf dem richtigen Weg und meine Strategie hat sich entsprechend durch die Erfahrung entwickelt. Nun müssen die Dekaden aufzeigen, ob ich richtig liege.

    Deine Erfahrung hat Dich aber auch heute dahingebracht. Nämlich zur erfolgreichen Strategie. Wichtig ist nur, das man keine großen Summen in die entsprechenden Unternehmen investiert hat. Bei 1000-2000 Euro, kann man es verschmerzen.

    @Vali,

    das stimmt wohl. Bloss brauche ich kenien Bausparvertrag mehr. Desto schöner wird es sein, wenn ich das Geld für unser Altersdepot anlegen kann.

  89. Markus

    @Sky

    Das mit dem keine größeren Summen in die Werte investieren…

    Wenn z. B. netflix 6stellig wie bei Tim wird, ist es wahrscheinlich schon ein Klumpen oder aber Tim ist schon mehrfacher Millionär und es ist prozentual kein so großer Brocken im Portfolio…

    Das kommt natürlich immer ganz entscheidend auf den Blickwinkel an…

    Bei Einzelwerten kommt man gefühlsmäßig leichter in Versuchung aktiv zu werden, wenn max. drawdown und max. Performance deutlich stärker schwanken.

    SAP hatte glaube ich mehrere 70, 80 % Drawdowns….

    Selbst eine „super“ nicht-zyklische Aktie wie Nestle ist in Franken um 50 % während der subprime nach unten gerauscht.

    Wenn eine Million mal auf 500 k runtercrasht zeigen die betroffenen Anleger sehr unterschiedliche Emotionen.

    In der Hausse überschätzen viele Ihre Risikotoleranz und im Crash sind viele zu ängstlich…

     

     

  90. Helioplasma

    Hallo, Leute.

    Das Problem in globalem Maßstab ist, dass das, was Ihr da diskutiert, nicht zukunftsträchtig ist wie der ganze Kapitalistenscheiß an sich…

    Es handelt sich um leistungsloses Einkommen. Es gilt, über Steuern die Kapitaleinkünfte soweit zu beschneiden, dass deren Rendite niedriger ist diejenige, die über echte Reinvestition zu erzielen ist. Und damit meine ich nicht, in Aktien zu investieren, sondern das Geld real zur Verfügung zu stellen…

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