David, 33, verdient 100.000 CHF. Sein Depot: 200.000 CHF. Er hat Aktien und Fonds


New York, 10. September 2017

David hat mir einen Leserbrief vor zwei Wochen geschickt, den ich leider übersehen habe. Ich veröffentliche seinen Brief heute. Er verdient 100.000 CHF. Sein Depot umfasst 200.000 CHF.

Hallo Tim,

da du auf meinen Leserbrief vor zwei Wochen nicht reagiert hast, geschweige denn diesen veröffentlich hast, versuche ich es noch einmal, wobei ich mich nun mehr auf die Fakten fokussiere. Falls du den Leserbrief veröffentlichst, dann bitte in anonymisierter Form. Danke.

Person: Ich bin 33 Jahre alt, ledig, habe keine Kinder und bin Schweizer (weshalb Lohn und Lebenshaltungskosten nicht 1:1 mit Deutschland vergleichbar sind). Ursprünglich habe ich Rechtswissenschaften studiert. Ich habe mich nach meinem Abschluss dann aber für einen Quereinstieg in die Finanzbranche entschieden, in welcher ich nun seit rund 5 Jahren berufstätig bin.

Konsumverhalten: Ohne dass es mir bewusst war, habe ich mehr oder weniger genau diejenigen Regeln befolgt, welche du immer predigst. Bei kleineren Ausgaben (v.a. im Bereich von Lebensmitteln) bin ich aber nicht so kostenbewusst. Dafür fällt es mir dann aber einfacher bei mittelgrossen und grossen Ausgaben auf das Budget zu achten.

In die Ferien gehe ich grundsätzlich nur ein Mal im Jahr (meistens irgendwo an den Strand). Hätte ich eine Freundin, dann würde ich aber vielleicht öfters verreisen wollen. Mein monatlicher Mietzins (3-Zimmer-Wohnung mit 65 m²) beläuft sich auf rund CHF 1’200, was bei uns ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis darstellt. In Restaurants gehe ich selten und dann eher in günstigere Lokalitäten.

Ausserdem gehe ich selten aus und komme ohnehin immer günstig davon, da ich kaum Alkohol trinke. Weniger kostenbewusst bin ich hingegen beim Transportmittel, denn ich besitze ein Auto (benötige ich arbeitsbedingt) und könnte heute nicht mehr darauf verzichten. Immerhin war ich bei der Auswahl des Fahrzeugs wieder ein wenig kostenbewusster (Occasion, geringer Benzinverbrauch).

Einkommens-/ Vermögenssituation und Sparquote: Heute verdiene ich netto rund CHF 100’000 (rund 15% davon ist aber eine nicht garantierte Bonus-Zahlung). Da ich seit geraumer Zeit den gleichen Lohn bekomme, erhoffe ich mir, bald eine Lohnerhöhung zu erhalten (zumal eine Beförderung im Raum steht). Meine jährliche Sparquote beträgt zurzeit rund 40–45%. Mein aktuelles Vermögen beläuft sich auf etwas über CHF 200’000.

Portfolio/Strategie: An der Börse bin ich erst seit zwei Jahren. Mein grosses Idol ist Warren Buffett, weshalb ich mich grundsätzlich für das Value Investing interessiere und den „Buy and Hold“-Ansatz verfolge. 80–85% meines Vermögens habe ich angelegt, 15-20% halte ich als Cash-Reserve (Notgroschen sowie Reserve, um bei stärkeren Kursrückgängen profitieren zu können): 20% der Anlagen sind in Form von Fonds (teilweise mit passivem Management – ETF SMI – und teilweise mit aktivem Management).

Die restlichen Anlagen (80%) sind in Form von Aktien. Während ich früher den grössten Teil in US-Werten investiert war, habe ich per Jahresanfang aus diversen Gründen (v.a. aber aufgrund der Währungsprognosen) eine gewisse Umschichtung in deutsche Aktien (v.a. Nebenwerte) vorgenommen. Folgende Aktien habe ich in meinem Depot (Volumen stark unterschiedlich, Reihenfolge zufällig): Apple, Berkshire Hathaway (B-Aktie), Genworth Financials, Procter and Gamble, Wells Fargo, Aurelius, Aves Ones, Blue Cap, Coreo, Delignit, Deutsche Rohstoff AG, Ernst Russ, MBB, MPC Capital, Patrizia Immobilien, Publity, Scherzer & Co, Vectron Systems und 7C Solarparken.

Mindset: Grundsätzlich bin ich mit meiner Sparrate zufrieden, könnte aber gesamthaft wohl noch etwas sparsamer sein. Des Weiteren bezeichne ich mich noch als Börsenneuling und habe an der Börse bis dato nur eine Richtung (nämlich nach oben) gekannt. Die eigentliche Prüfung wird kommen, wenn die Kurse dann einmal stark einbrechen werden und daher ist es umso wichtiger, dass ich eine Cash-Reserve halte. Die Bereitstellung ebendieser bereitet mir aber grosse Mühe, da es mich immer wieder von Neuem reizt in neue Werte zu investieren.

Mein Image ist mir in Bezug auf Markenkleider, teures Auto etc. zwar nicht wichtig, in Bezug auf gesellschaftliche Aktivitäten hingegen schon, denn ich möchte auf keinen Fall als Geizhals bezeichnet werden. Aus diesem Grund erscheint es mir richtig in manchen Situationen dem gesellschaftlichen „Druck“ nachzugeben und auch einmal etwas in einer Gruppe zu unternehmen, was über meinem persönlichen Budget liegt (sofern es sich um nicht regelmässige Ausgaben handelt und sich diese im Rahmen halten).

Das war’s von mir… Ich freue mich auf Feedbacks und Anregungen!

Beste Grüsse aus der Schweiz
David

PS: Das Bild habe ich bei einer Wanderung in der Schweiz gemacht. Zwar wandere ich grundsätzlich sehr selten, finde aber langsam immer mehr gefallen daran.
*******************************
Sorry David, Deinen Leserbrief hatte ich übersehen. Ich erhalte jede Menge Emails. Jetzt hole ich das gerne nach.

Du hast mit 200.000 CHF schon ein bequemes Vermögenspolster aufgebaut. Gratulation! Bei 300.000 CHF hast Du schon die halbe Miete zusammen, denke ich. Also bist Du auf einem exzellenten Weg. Deine Sparquote ist mit 40-45% ordentlich. Wenn Du besonders strebsam bist, kannst Du versuchen die 50% beim Sparen zu erreichen. Du wirst früher mit FREIHEIT belohnt – das sollte nicht vergessen werden.

Ich rate Dir zu mehr Geduld bei Deinen Aktien. Umschichtungen aufgrund von Währungseinflüssen würde ich nicht vornehmen (von Dollar in Euro). Du kannst mit neuen Investments die Schwerpunkte verlagern – ohne hierbei die Altbestände umschichten zu müssen. Umschichtungen kosten Geld und zuweilen Steuern. Daher sollten sie vermieden werden.

Deine Cashquote ist hoch. Hier würde ich mehr investieren – eventuell kostengünstige ETFs kaufen. Der Versuch, die Börse zu timen, geht nämlich meist schief.

Alles in allem habe ich großen Respekt vor dem Sparerfolg! Viel Erfolg weiterhin!


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „David, 33, verdient 100.000 CHF. Sein Depot: 200.000 CHF. Er hat Aktien und Fonds

  1. David

    @Tim:

    Danke für dein Feedback und deine Tipps.

    Das mit der „Umschichtung“ muss ich wohl noch etwas detaillierter Ausführen: Auslöser war ursprünglich mein enormes Klumpenrisiko bei Apple (rund 43% Portfolio-Anteil), welches ich reduzieren wollte (auch wenn ich ohne diese Aktion – ex post betrachtet – nun besser gefahren wäre). Heute macht diese Position (welche noch immer meine grösste ist) noch rund 15% aus. Da ich ausschliesslich in USD und in CHF investiert war, wollte ich zur Diversifizierung auch EUR in meinem Depot haben. Ein Teil kam aus dem Erlös von Apple, der Rest kam dann nach und nach aus meinen monatlichen Sparraten (insofern handelt es sich nur um eine Light-Version einer Umschichtung). Ein weiterer Grund ist erbrechtlicher Natur, denn im Falle meines Todes würden wohl 35% Erbschaftsteuern anfallen auf das USD-Anlagevermögen, welches direkt in Einzelaktien investiert ist und USD 60’000 übersteigt. Natürlich könnte ich nun sagen, dass es mir egal sein könnte, da ich im Todesfall ohnehin nichts mehr davon hätte, dennoch war mir auch dieser Aspekt wichtig.

    Bzgl. Cash-Reserve: Ich versuche nicht den Markt zu timen, denn ich weiss, dass ich darin miserabel bin. 🙂 Aus meinen Recherchen weiss ich, dass die Meinungen hier teilweise auseinander gehen, denn es gibt durchaus auch Starinvestoren, welche erfolgreichen waren, obschon sie immer voll investiert waren. Andererseits gibt es aber auch solche (wie bspw. Warren Buffett), die durchaus eine hohe Cash-Reserve bereithalten. Ich muss mir noch überlegen, wie ich hier künftig vorgehen möchte, aber danke für deinen Tipp!

  2. Pametan

    @David

    Das sind doch alles Werte von Michael C. Kissig. Hast Du die selber recherchiert und analysiert – falls ja, dann Hut ab, wie Du durch die Bilanzen von Genworth etc. durchsteigst?

     

  3. David

    @Pametan:

    Korrekt, ich verfolge den Blog Herrn Kissig seit geraumer Zeit und bin begeistert von seinen Beiträgen. Allerdings muss ich leider eingestehen, dass ich bzgl. der Recherchen und Analysen noch nirgends bin und ausschliesslich von ihm abgeschaut habe. 🙁 Aus diesem Grund möchte ich mich diesbezüglich unbedingt mehr einlesen und habe mir daher das Buch „Unternehmensbewertung & Kennzahlenanalyse“ von Nicolas Schmidlin besorgt. Die Lektüre empfinde ich aber alles andere als eine leichte Kost…

  4. Diesel86

    Hi Investors!

    Ich bin auch aus der Schweiz, drei Jahre jünger als David, ca. 50k leichter als David.

    Ich gratuliere David zu seiner Leistung, möchte aber auch sagen, dass es mit einem schweizer Gehalt gar nicht so schwer ist, in 10 Jahren oder auch weniger 200k aufzubauen.

    Ich ermutige jeden in der Schweiz zu arbeiten. In einem Job mit grosser Nachfrage, am besten in der Nähe vom Arbeitgeber oder noch besser im Aussendienst mit Firmenfahrzeug (mit Privatnutzung). Wenn man noch eine günstige Wohnung ergattern kann, ist eine Sparquote von 50% zu erreichen und trotzdem ein geiles Leben zu führen.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ David

    Super alles gemacht. Du hast ja Apple wundervoll erwischt, wie es scheint. Buffett kauft jedenfalls weiter Apple zu. Das hat er kürzlich in einem TV-Interview gesagt:

    https://www.youtube.com/watch?v=kIycWPECFDc&t=7s

    Buffett hält viel Cash, weil er es aufsichtsrechtlich für angemessen hält. Er weiß, dass zu massig Cash schädlich für die Rendite ist. Aber er möchte immer flüssig sein. Wenn seine Versicherungen oder andere Firmen von einer Krise heimgesucht werden, möchte er trockenes Pulver haben.

  6. David

    @Diesel86:

    Ich stimme dir zu, dass es mit einem Schweizer Gehalt wesentlich einfacher ist ein gewisses Vermögen aufzubauen (andererseits wird für die finanzielle Freiheit auch ein etwas grösserer Betrag benötigt). Dass hindert Herrn und Frau Schweizer allerdings nicht daran, ihr Geld für sinnloses materialistisches Zeugs auszugeben. Ich gratuliere dir jedenfalls ebenso zu deiner Leistung und bin mir sicher, dass du in 3 Jahren sicherlich mehr auf der hohen Kante haben wirst als ich heute… 😉

  7. Ich

    Hallo,
    @Diesel86

    berücksichtigt man, dass deutsche Arbeitnehmer die in die Schweiz umsiedeln, und noch keinen Aufenthaltsberechtigungsschein besitzen, den man frühstens nach 5 Jahren bekommen kann, noch eine Quellensteuer in Höhe von (so weit ich weiß) 15% zahlen müssen, die der Arbeitgeber direkt abführt, also zusätzlich zu den normalen Staats.- und Kantonsteuern und Vermögenssteuern, lohnt sich der Aufwand, in die Schweiz zwecks Arbeit umzusiedeln nur für diejenigen, die als Arbeitnehmer schon mit einem hohen Grundlohn von 5000-8000 Schweizer Franken anfangen.

    Man muss auch berücksichtigen; wenn einem das Leben in den Bergen nicht zusagt, ist es nicht sehr ratsam einfach wieder nach Deutschland umzusiedeln, denn man erwirbt in der Schweiz erst nach 5 Jahren Rentenansprüche.

    Man kann in der Schweiz sehr gut verdienen, keine Frage, aber als Deutscher wird man gerade in den ersten Jahren sehr gut zur Kasse gebeten, so dass sich der Aufwand mMn nur für wirkliche Spitzenverdiener lohnt. Als Maschinenbauer oder Ingenieur sehe ich keinen wirklichen Vorteil. Es kann sein, dass ich mich mit den Zahlen, zur Höhe der Quellensteuer und dem 5 Jahreszeitraum vertue, ganz genau kenne ich die Höhe und den Zeitraum nicht.

  8. Ralf

    Nur ein ergänzender Tipp der nichts mit Geld und Aktien zu tun hat: Vergiss bei allem das eigentliche Leben nicht. Und zwar nicht erst mit 40 oder 50. Es ist sehr auffallend, wie viele jüngere Menschen heute Single sind, warum auch immer….

    Generell scheint der Trend immer mehr in Richtung Single-Haushalte zu gehen. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes lebten z.B. im vergangenen Jahr innerhalb von ca. 40 Prozent aller Haushalte in D nur eine Person. Wird wohl in der Schweiz ähnlich sein. Ich finde das aus verschiedenen Gründen eine recht traurige Entwicklung, auch wenn es natürlich reine Privatsache ist. Nur eine Feststellung…

    Es zeigt aber, wie sich die Gesellschaft insgesamt verändert. Nicht unbedingt nur zum Vorteil.

  9. Diesel86

    @Ich

    Wenn man in einer guten Branche eine gute Fachperson ist, will dich ein schweizer Arbeitgeber. Der wird auch die Aufenthalsbewilligung etc. organisieren.

    In der Schweiz spricht man immer vom Bruttolohn. Man muss Steuern, Altersvorsorgbeiträge, Krankenkasse, Unfallversicherung, etc. bezahlen. Je nach dem gehen da 25-35% weg.

    Die Schweiz besteht nicht nur aus Bergen.

    CHF 5000.- brutto ist jetzt nicht so der hammerlohn. Gesuchte Leute verdienen schon mehr. Was ich einfach sagen möchte, dass man mit einem gut durchdachten Konsumverhalten sich einfach am Ende des Monates mehr Berkshire Hathaway kaufen kann als z.B. in Deutschland. Ich habe viele deutsche Arbeitskollegen, ich mag die auch, aber den meisten bringt die Schweiz nicht viel. Die hauen halt alles raus.

  10. David

    @Ralf:

    Nur weil ich single bin, bedeutet dies nicht, dass das so gewollt ist. Allerdings ist die Liebe auch nicht steuerbar, doch kann ich dir garantieren, dass es nichts mit dem Geld oder meiner Lebensweise zu tun hat. Die Grenzen der Sparsamkeit waren des Öfteren schon ein Thema in diesem Blog. Natürlich kann jede Person selbst entscheiden, wie wichtig ihr das Sparen ist. Wie du meinem Leserbrief entnehmen kannst, teile ich deine Meinung, dass die Sache mit dem Minimalismus teilweise ad absurdum getrieben wird. Gleichzeitig möchte ich aber auch betonen, dass ich selbst nicht das Gefühl habe, dass ich auf etwas verzichte. Und auch wenn ich nicht eine „carpe diem“-Einstellung an den Tag lege, so ist mir natürlich auch bewusst, dass es schneller vorbei sein kann als einem lieb ist…

  11. Ralf

    Bitte nicht zu persönlich nehmen! Das ist Privatsache. Mir fällt dies nur seit einigen Jahren generell auf, diese Entwicklung. Und Statistiken scheinen dies zu untermauern. Auch im Bekanntenkreis höre ich ähnliches. Vielleicht sind vielfach einfach die Ansprüche zu stark gestiegen oder andere Faktoren wie immer mehr geforderte Flexibilität im Beruf mit ein Faktor. Keine Ahnung, aber mein Verdacht geht in diese Richtung.

    Auf jeden Fall können solche Entwicklungen eine Gesellschaft stark verändern.

  12. David

    @Ralf:

    Ich habe es auch nicht persönlich genommen und bin bzgl. konstruktiver Kritik immer offen, aber ich wollte meine Einstellung dennoch richtig stellen. 🙂 Ich kann mich an gewisse Leserbriefe erinnern, in welchen explizit erwähnt wurde, dass man keinen Partner haben will. Von einer solchen Ansicht möchte ich mich aber klar distanzieren…

  13. Ralf

    Auf jeden Fall viel Glück auf deinem Lebensweg und in Sachen Finanzen bist du ja bereits auf einem gutem Pfad. Du wirst dein Glück finden! Die schöne Schweiz bietet ja nebenbei auch sehr hochkarätige Aktien. SwissRe steht z.B. auf meiner Kaufliste (wenn mal wieder Geld da ist, derzeit leider recht mau).

    Ich habe schon mit einer Arbeitsstelle als Ingenieur in der Schweiz geliebäugelt (Raum Basel). Allerdings möchte ich einen nochmaligen Umzug meiner Familie nicht zumuten.

    Liebe Grüße in die Schweiz

  14. Hans-Jürgen

    Lieber David,

    Ich lese ebenfalls den Blog von Michael Kissig regelmäßig. Ich hoffe du hast nicht blind in seine Empfehlungsliste investiert. Du solltest dich selbst belesen/analysieren und dann deine eigene Meinung bilden und dann entscheiden: Investieren ja oder nein. Michael gibt seine Meinung offen, detailliert kund mit dem Ziel einer fachlichen Diskussion und Austausch. Leider hat man oft den Eindruck (aus manchen Kommentaren), dass manch einer nur auf Grund seiner Artikel in diese Unternehmen investiert. Ich kann jedem nur raten sich selbst mit seinen Investments auseinander zusetzen. Meine Tipps: 1.) Waren Buffett rät lesen, lesen, lesen 2.)  „Wenn die richtige Aktie gefunden ist, dann ist es nie zu früh und nie zu spät, sie zu kaufen!“ Peter Lynch. Mein Rat an dich, befasse dich intensiv mit deinen Investitionen und solltest du keine Zeit/Lust dafür haben wären ETFs eine gelungene Alternative. Sonst kann es passieren, dass der Schuss ungewollt nach hinten losgeht!

    beste Grüße Hans-Jürgen

  15. Ex-Studentin

    @Ralf

    Darf ich fragen, wie alt du bist? Leider lohnt sich ein Arbeitswechsel oftmals ab Ü50 finanziell nicht, wie du bereits selbst oft in den Kommentaren geschrieben hast. Zumindest nicht ohne Personalverantwortung. Wenn Leute 60k Jahresgehalt verlangen, werden sie bei uns leider auch wieder weggeschickt. Ebenso gibt es immer mehr befristete Verträge (in meiner Firma zum Glück nicht). Dafür genießt man als langjähriger Mitarbeiter im besten Fall mehr Freiheiten. Zumindest kann ich jederzeit frei nehmen, habe Gleitzeit und wenn es mir schlecht geht, schickt mich mein Chef nach Hause. Bin dieses Jahr einen Karriereschritt seitwärts gegangen (weniger Projektleitertätigkeit) und störe mich seit dem nicht mehr so am Gehalt.

    @ Beziehungen

    Das Thema Partnersuche ist wirklich nicht so leicht. Man kommt heutzutage gut alleine klar und muss nun nicht unbedingt zwanghaft nach einem Partner suchen. Gleichzeitig merke ich aber auch, wie das Thema Beziehung und Familiengründung hinter den Beruf gestellt wird. Ich selbst bin nicht besser – vor 30 wird bei mir da auch nichts passieren, weil ich als Frau beruflich richtig Fuß fassen und Geld beiseite legen muss, um mir die Familiengründung leisten zu können.

  16. David

    @Hans-Jürgen

    Vielen Dank für deinen Input. Letzten Endes bin ich selbst für meine Investments verantwortlich und mache au niemanden anderes dafür verantwortlich. Beispielsweise habe ich auch in Apple investiert obschon Michael Kissig diesen Wert von seiner Empfehlungsliste entfernt hat. Nichtsdestotrotz hast du natürlich Recht und man muss sämtliche Investments selber analysieren: Hier fehlt mir noch etwas das Know-How, bin aber bemüht, mich in die Thematik einzulesen… aber eben, so einfach finde ich eine Unternehmensbewertung dann auch wieder nicht.

  17. Hans-Jürgen

    Glaube mir David, so schwer ist das nicht. Übung macht alles sicherer. Und wenn man weiß auf was man achten soll, kommt ein gewisser Automatismus, der einem Zeit erspart. Man sollte gewisse Kennzahlen kennen, auf die es ankommt und diese mit dem jeweiligen „Aktientyp“ vergleichen können (Branche, REIT, Blue-Chip, Small CAP etc. etc.) Hinzukommt, jetzt noch deine Zukunftsphantasie spielen zulassen (denn schließlich handelt die Börse die Zukunft)…. Warum wird diese Firma in 2/5/10/20 Jahren existieren und einen stabilen Cashflow haben und was spricht dagegen? Bist du überzeugt, dann hast du einen Kaufkandidaten!

    Hans-Jürgen

  18. David

    @Hans-Jürgen
    Jedenfalls habe ich mir ein entsprechendes Buch gekauft und Blogs wie der „Hamsterradblog“ oder „DIY-Investor“ gehören zu meinen Favoriten. Überlegungen bzgl. des Geschäftsmodells und den Zukunftsfantasien mache ich mir aber natürlich bereits jetzt… nur fehlt mir auch noch die entsprechende Erfahrung, um zu wissen, ob ich mit meinen Einschätzungen auch richtig liege (was noch lange nicht der Fall sein muss, selbst wenn der Aktienkurs steigt).

     

  19. Christian H.

    David

    Ich schließe mich das Hans-Jürgen an, das ist wirklich nicht so schwierig. Wobei das eben meistens so ist, wenn man irgendwas kann. Erst war‘s schwierig, dann kann man’s, und dann ist auf einmal leicht.

    Aber ich finde, bei einer Fundamentalanalyse stolpert man eher über viele fremde Begriffe. Wenn Du noch nie etwas von GuV, Gearing, Liquidität 3. Grades und so gehört hast, dann ist das natürlich erstmal erschlagend, weil sich zur Berechnung dieser Sachen dann wieder neue Begriffe auftun, wie Aktiva, Passiva, Cashflow-Rechnung etc.

    Aber das sind eben alles erstmal nur Begriffe. Z.B. die Eigenkapitalrendite berechnet sich so

    Eigenkapitalrendite = Gewinn / Eigenkapital,

    die Berechnung selber ist wie Du siehst nicht schwer.

    Wegen dem Buch von Nicols Schmidlin, da empfehle ich Dir, Dir viel Zeit zu nehmen und die Beispiele nachzuvollziehen. Z.B verwendet er als Beispiel oft Daimler. Dann kannst Du Dir den Finanzbericht von Daimler runterladen, und versuchen, das nachzuvollziehen. Mit ein bisschen Geduld ist das echt nicht schwierig.

    Und wenn sich Deine Fragen dann doch nicht klären: einfach hier in Tims Blog stellen. Das sage ich jetzt mal so – obwohl’s nicht mein Blog ist. Was sagt Tim? Für die meisten ist das dann wahrscheinlich auch interessant (für mich auf jeden Fall), wenn das hier geklärt werden kann. Ist ja was ziemlich fundamentales;)

    Und wegen der Schweiz: ich würde auch am liebsten dahin gehen. War im Frühjahr in Bern, und mir hat‘s auf Anhieb sehr gut gefallen da, im schönen Appenzeller-Land. Aber ich kann nicht in die Schweiz, meine Freundin ist aufgrund ihres sehr speziellen Jobs, den sie über alle Maßen gerne hat, an den Ort gebunden.

    Gruß

    Christian

  20. David

    @Christian:

    Danke für deinen Beitrag. Ich habe in den nächsten Tagen ohnehin vor, mich nochmals intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen und werde mir deinen Tipp zu Herzen nehmen. 🙂

  21. Kiev

    Hi David,Kannst Du Deine Sparrate etwas erläutern? Ich lebe in Deutschland und kenne mich in der Schweiz nicht so aus. Du verdienst Netto 100000 CHF was ja auch grob zu Deiner Depot Höhe passt. Deine Miete ist unter 15000 CHF. Das sollte ja der größte Ausgabenblock sein. Deiner Beschreibung nach lebst Du sehr sparsam. Die Miete ist mit 15% sehr niedrig. Wenn ich 50% Sparrate annehme bleibt nach Abzug der Miete 35000 CHF. Somit knapp 3000 CHF pro Monat. Geht da noch etwas anderes ab?Das erscheint mir sehr viel. Viele Grüße,Kiev

  22. David

    @Kiev:

    Gerne versuche ich meine jährlichen Ausgaben grob darzustellen (Angaben jeweils in TCHF), wobei ich leider eingestehen muss, dass ich noch nie ein Haushaltsbuch geführt habe, sondern meine Sparquote lediglich aufgrund meiner Vermögenszunahme kenne; insofern handelt es sich um eine Schätzung (dafür habe ich aber extra meine E-Banking-Transaktionen etwas studiert).

    Steuern: 16, Miete: 14, Lebensmittel/Kosmetik: 5, Krankenkasse: 3, Versicherungen: 5, Reisen: 2, Freizeit: 3, Arztkosten: 1, Internet & Handy: 1, Fitnessabo: 1, Unvorhergesehene Ausgaben: 2 –> TOTAL: TCHF 53

    CHF 6’768 (aktueller Maximalbetrag für Unselbstständige)  zahle ich in die 3. Säule ein: Dabei handelt es sich um die private Vorsorge (1. Säule = Staatliche Vorsorge, 2. Säule = Berufliche Vorsorge), deren Betrag grundsätzlich erst im Pensionierungsalter bezogen werden kann (Ausnahmen: Kauf von Eigenheim, Schritt zur Selbstständigkeit oder Auswanderung aus der Schweiz). Die Einzahlung hat nebst der Bildung von Vermögen fürs Alter noch einen steuerlichen Vorteile (Einsparung von rund CHF 1’000 p.a.). Aktuell habe ich in der 3. Säule ein Guthaben von rund TCHF 30. Dieser Betrag kommt zu meinem Vermögen über TCHF 200 hinzu (das habe ich in meinem Leserbrief aber nicht erwähnt!). Die Einzahlung in die 3. Säule habe ich bei der Angabe meines Sparpotentials teilweise berücksichtigt (daher keine fixe Prozentangabe, sondern ein Range von 40-45%, je nachdem, ob man diese CHF 6’768 dem Sparpotential anrechnet oder nicht).

    Ich hoffe, dir mit diesen Angaben gedient zu haben…

  23. Christian H.

    David

    Ich finde Deine Sparquote schon beachtlich. Soviel schaffe ich nicht, sondern komme übers Jahr gerechnet vielleicht auf 40%. Bin allerdings nicht single;)

    Meiner Meinung nach ist es auch nicht gut, wenn man es dauerhaft übertreibt mit dem Sparen, dann wird man nur schrullig. Ich will zwar für mich einen minimalisten Lebenstil beibehalten – ich fühle mich sogar wohl damit. Mein Ziel ist es aber, dass man es „nach außen“ nicht merkt. Außer vielleicht an meinem minimalistischen Auto.

    Wandern ist für mich schon länger ein „Hobby“, eigentlich mein liebstes. Über’s Wandern könnte ich ewig philospieren, wobei das nix bringt: man muss es nur oft genug und lange genug tun, dann merkt man schon für was das alles gut ist. Ich gehe am liebsten alleine mit Hund(n).

    LG in die Schweiz

    Christian

  24. David

    @Christian

    „Ich will zwar für mich einen minimalisten Lebenstil beibehalten – ich fühle mich sogar wohl damit. Mein Ziel ist es aber, dass man es „nach außen“ nicht merkt.“

    Deine Einstellung gefällt mir sehr, denn ich sehe es genau gleich und du sprichst mir aus der Seele… 😉 Du schreibst, dass du meine Sparquote beachtlich findest und selbst „nur“ auf 40% kommst… aber dann ist deine Sparquote ja praktisch schon gleich hoch wie meine!? Jedenfalls finde ich deine Sparquote ebenfalls super. Und sollte deine Freundin dafür „verantwortlich“ sein, dass diese nicht höher ausfällt, so beneide ich dich dennoch dafür, da es auch sehr viel „Wert“ ist, wenn man die richtige Partnerin gefunden hat. 🙂

  25. Kiev

    @David

    Den Block Steuern und Krankenkasse hätte ich in der Sparrate nicht erwartet. Gibt es zum Vergleich eigentlich irgendwo eine Regel wie man sie am besten ermittelt?

    Für meine Betrachtung hast Du eine höhere Sparrate, die ich bei Deinen Angaben auch erwartet hätte. Das positive an Deiner Sparrate ist, dass Du bei Erreichen der FU bestimmt weniger Ausgaben hast wenn Du als Beispiel gar nicht mehr arbeiten würdest. Die Steuer und Krankenkasse wären dann vermutlich wesentlich geringer als sie heute sind. Die Ausgaben scheinst Du ja auch ohne Haushaltsbuch sehr gut im Überblick zu haben da Du sie nach Kategorien auflisten kannst. Den Posten Versicherung kann man auch von Zeit zu Zeit prüfen. Falls Du als Beispiel eine Berufsunfähigkeitsversicherung hast kann man hier auch Faktoren anpassen. Mit der Höhe des Vermögens kannst Du Dein Renteneintrittsalter absenken was zu sehr erheblichen Abschlägen führt. Im Fall der Fälle fehlt das Geld dann natürlich für diesen Zeitraum. Falls es aber eh vorhanden ist, stört es ja auch nicht. Wenn Du finanziell frei bist brauchst Du im Prinzip eh keine BU mehr. Auch Versicherungen wie Hausrat kannst Du überdenken. Bei einem minimalistischen Lerbensstil gibt es vermutlich keine Posten, die Dir bei Schaden Probleme bereiten. Ein älteres KFZ benötigt z.B. auch nur die Haftpflichtversicherung. Das ist neben dem Wertverlust ein weiterer Grund nicht die neusten Modelle zu fahren.

    Ich berechne meine Sparrate folgendermaßen:

    Einkünfte: Netto Gehalt (Steuer, Krankenkasse, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenbeiträge bereits abgezogen und anderes wie Soli, Kirchensteuer)

    Zuschüsse vom Staat wie z.B. Kindergeld, Elterngeld, Krankengeld, oder Steuerrückzahlungen (positiv oder negativ)

    Mieteinnahmen abzüglich Aufwendungen (Finanzierung usw.). Das ist bei mir ein schwankender Posten. Könnte ich mit separatem Konto glätten, indem ich Nebenkosten monatlich darauf einzahle und dieses Konto nicht betrachte.

    Ausgaben

    Alle Ausgaben und zusätzliche Leistungen wie z.B. Zahnzusatzversicherung, die aus eigenem Interesse über die staatlichen Leistungen hinausgehen und somit auch privat gezahlt werden.

    Auf diese Weise passt bei mir der Vermögenswachstum mit der Sparrate überein. Ansonsten hätte ich z.B. bei dem Mieteinnahme Posten erhebliche Differenzen, wenn ich ihn weglassen würde. Die Rentenbeiträge betrachte ich nicht. Ich bekomme später eine Rente, die im Prinzip von dem zu versteuerndem Einkommen abhängt, dass ich Jahr für Jahr angegeben und entsprechend eingezahlt habe. Da man nie weiß wie hoch sie dann ausfällt betrachte ich sie erst gar nicht. Bei der FU hilfst sie mir in der Zeit bis zum offiziellen Renteneintritt ja auch nicht weiter.

    Auf diese Weise muss man dann nur beachten, dass man die Basis Krankenkassenbeiträge aufbringen muss, auch wenn man nicht mehr arbeiten würde und entsprechend mehr Vermögen aufbauen muss.

    Ich habe keine Aktien. Das Thema stelle ich mir etwas schwieriger vor. Falls man die Depotdifferenzen als Ein- oder Ausgaben betrachtet verfälscht dies die eigene Sparleistung mit der Höhe des Depots enorm. Wenn man es aber gar nicht beachtet passt auch hier der Vermögenswachstum nicht zu der Sparrate. Man stelle sich einfach als extremes Beispiel eine monatliche Dividende über 1000€ vor die reinvestiert wird.

    Bei meinen Investitionen habe ich ein fixen Preis für meine Objekte als Vermögen angesetzt. Das kann sich dann natürlich schlagartig ändern, wenn man mal ein Objekt verkauft und der Marktpreis sich stark unterscheidet zu dem eigenen Wert. Mit Verlust rechne ich nicht, da die Objekte ja instand gehalten werden, wenn nicht sogar verbessert werden. Dies ist bereits in den geminderten Mieteinnahmen berücksichtigt.

     

  26. David

    @Kiev:

    Den Block Steuern und Krankenkasse hätte ich in der Sparrate nicht erwartet. Gibt es zum Vergleich eigentlich irgendwo eine Regel wie man sie am besten ermittelt?

    Was genau meinst du damit? Meinst du damit, dass du diese beiden Positionen nicht in dieser Grössenordnung erwartet hättest? Oder geht es dir um die Terminologie der Sparquote? Denn ganz einfach ausgedrückt bezeichnet man damit den Anteil der nicht ausgegebenen Einkommen.

    Das positive an Deiner Sparrate ist, dass Du bei Erreichen der FU bestimmt weniger Ausgaben hast wenn Du als Beispiel gar nicht mehr arbeiten würdest. Die Steuer und Krankenkasse wären dann vermutlich wesentlich geringer als sie heute sind.

    Selbstverständlich würden meine Steuerzahlungen mit Erreichen der finanziellen Freiheit bei Aufgabe der Geschäftstätigkeit deutlich abnehmen, nicht hingegen die Krankenkasse; die Zahlungen an die Krankenkasse werden (zumindest bei uns in der Schweiz) Jahr für Jahr höher (teilweise mit exorbitanten Prämienerhöhungen).

    Bei den Versicherungen (v.a. Hausratsversicherung, Haftpflichtversicherung und Fahrzeugversicherung) habe ich hingegen nur wenig Spielraum.

    Ich habe keine Aktien. Das Thema stelle ich mir etwas schwieriger vor. Falls man die Depotdifferenzen als Ein- oder Ausgaben betrachtet verfälscht dies die eigene Sparleistung mit der Höhe des Depots enorm. Wenn man es aber gar nicht beachtet passt auch hier der Vermögenswachstum nicht zu der Sparrate.

    Sämtliche passive Einnahmequellen (bei mir handelt es sich hierbei um Dividendenzahlungen sowie Kursgewinne) berechne ich nicht in die jährliche Sparquote hinein. Natürlich wird man im Durchschnitt Jahr für Jahr mehr sparen können (da auch das Vermögen höher ist und eine Rendite von 4% auf TCHF 100 nur TCHF 4 abwirft, während bei einem Vermögen von TCHF 200 bereits TCHF 8 abgeworfen werden), doch fällt dies m.E. nicht in die jährliche Sparquote. Diese Terminologie wird auch bei den Anlagerechnern verwendet (bspw. bei demjenigen meiner Hausbank: https://www.ubs.com/ch/de/swissbank/privatkunden/anlegen/rechner.html).

    Ausgangspunkt bilden meine Zahlen: Vermögen von TCHF 200 (TCHF 170 angelegt, TCHF 30 als Cash) und einer jährlichen Sparquote (ohne passivem Einkommen) über TCHF 40 (im Beispiel mit halbjährlich TCHF 20 angegeben). Wenn wir nun eine Durchschnittsrendite von 4% annehmen (welche m.E. sehr konservativ ist), dann würde ich nach ziemlich genau 13 Jahren ein Vermögen von CHF 1.0 Mio. besitzen.

    Sollte dir etwas unklar sein, dann darfst du mich jederzeit nochmals fragen.

    Beste Grüsse
    David

  27. David

    @Kiev:

    Zusätzliche Anmerkung: Grundsätzlich wollte ich ein Bild einfügen (Screenshot des Anlagerechner nach Eingabe meiner Dagen), was aber leider nicht geklappt hat. Dabei habe ich nicht realisiert, dass ich meinen Abatz mit „Ausgangspunkt bilden meine Zahlen“ wieder hätte löschen sollen, da er ohne Bild keinen Sinn macht! 🙂

  28. Diesel86

    @Kiev

    Erfolg heisst TUN

    Dein Beitrag oben ist sowas von kompliziert!?! WTF! (klar, ich hab einige Biere intuss, aber ich muss mein Senf dazugeben;) )

    Klar ist die Sparquote wichtig: aber, ob es 47,5 oder 53,56% sind, spielt keine Rolle!

    Ob man die Sparquote dann in Aktien oder auf dem Tagesgeldkonto anlegt, spielt eine große Rolle!

    Ich empfehle ganz klar: kein Investment ohne Plan oder Strategie! (Mich haben so Zockerinvestments eine 6-stellige CHF Summe gekostet). Es gibt im www und YouTube viele gute Beiträge zu guten und diversifizieren Ansätzen.

    Also: Anfangen, Bilden, Verbessern, Weitermachen!

    Ob jetzt die Berufsunfallversicherung in die finanzielle Freiheit einberechnet werden muss…damit befasst Du dich wenn es soweit sein sollte.

    have fun, und gute Investments! ??

     

     

  29. Kiev

    @David

    Ich hatte nur Fragen zur Definition der Sparrate. Du siehst die Steuer und Krankenkasse als Ausgaben an und kommst so auf ca. 50%. Das ist ein sehr guter Wert! Vermutlich beziehen viele andere die 50% angeben die Krankenkassen Beiträge und Steuerbeiträge nicht in den Wert ein. Ansonsten weiß ich nicht wie man auf bis zu 80% Sparrate kommen kann, wenn man nicht für Vanguard oder BlackRock arbeitet und sein „Gehalt“ oder Boni in Form von ETFs bezieht, die man einfach liegen lässt 😉

    Gratulation. Besser kannst Du den Vermögensaufbau nicht beginnen.

    Müsstest Du tatsächlich den selben Satz an Krankenkassen Beiträgen weiterzahlen, wenn Du bei FU z.B. ein Jahresgehalt von 0 CHF hättest? Das finde ich beachtlich. Da sind wir ja in Deutschland ein reiner Wohlfahrtsstaat und führen Gerechtigkeitsdebatten. Steigende Beiträge haben wir hier natürlich auch. Es will ja schließlich jeder seine Rendite machen.

    @Diesel

    Ich drücke mich manchmal etwas kompliziert aus. Sorry. Es ging mir auch nicht darum ob die Sparrate bei 47 oder 50% liegt. Eher ob 50% oder 75% gemeint ist. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ging es mir eher darum, dass sich die monatlichen Beiträge extrem reduzieren, wenn man die Zahlung nicht im Fall der Fälle bis z.B. 67 erhalten möchte sondern als Beispiel nur 55. Ist ja auch logisch. Falls Du mit 55 in Frührente gehst und nicht mehr angestellt sein solltest würde Dir die Versicherung ab dem Moment eh nichts mehr zahlen wenn dann ein Vorfall passieren sollte.

    @Tim

    Ein Forum wäre auch ganz schön. Eine Gegenüberstellung von z.B. Deutschland und der Schweiz wäre doch sehr interessant. So könnte man durch den Input der dort lebenden die Unterschiede und Bedingungen sehr gut gegenüberstellen.

  30. David

    @Kiev:

    Alles klar. Es kann sein, dass andere die Sparquote etwas anders berechnen, denn auch ich konnte es kaum glauben als ich von Sparquoten von 70% oder mehr gelesen habe… Das würde bei mir bedeuten, dass ich gerade einmal meine Steuern und meine Miete bezahlt hätte. Klar könnte man nun argumentieren, dass ich bei der Miete in eine kleinere (Mini-)Wohnung umziehen könnte um so nochmals TCHF 5-6 p.a. einzusparen, aber selbst dann käme ich mit dem aktuellen Lohn niemals auf eine Sparquote 70%. Um dies zu erreichen Denn müsste ich bei Ausgaben von bspw. nur TCHF 45 p.a. schon ganze TCHF 150 p.a. verdienen… Fairerweise muss man aber erneut erwähnen, dass die Lebenshaltungskosten zwischen der Schweiz und Deutschland nicht miteinander vergleichbar sind.

    Und ja, die Krankenkassenprämien haben bei uns grundsätzlich keinerlei Einfluss auf die Einnahmen, allerdings erhält man in gewissen Situationen aber Subventionen. Deine Aussage resp. Frage bzgl. der Krankenkassenprämien bei vorliegen der finanziellen Freiheit ist aber fehlerhaft: Natürlich hätte man dann ein Jahresgehalt von CHF 0, doch wird nicht auf das Gehalt, sondern auf das Einkommen abgestellt und dieses wird – im Falle des Erreichen der finanziellen Freiheit – eben deutlich höher liegen, da hier auch die passiven Einkommen hinzugezählt werden.

  31. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ David

    Wenn Du hier ein Bild einfügen willst, nutze diesen kostenlosen Dienst: 
    https://imgur.com

    Du kannst dann den Link hier einfügen und jeder kann das Bild/Grafik/Chart anschauen.

    @ Kiev

    Ein Forum? Gute Idee. Das überlege ich mir noch. Es wäre viel Arbeit, das zu managen.

  32. Kiev

    @David

    Zu Deinem aktuellen Vermögensaufbau kann ich leider nicht viel beitragen Von außen betrachtet und den Zahlen nach ist es ja bereits optimal.

    Deine Ziele hast Du nicht angegeben. Suchst Du Schutz und Sicherheit? Ab welcher Summe hättest Du sie erreicht? Willst Du finanziell unabhängig sein? Ab wann und warum. Welche Summe benötigst Du dazu?

    Hier ein Link zur Berechnung der Zeit zum Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit. Achtung, der Lohn ist nach Abzug von der Steuer einzutragen. Und ROI ist nach Inflation einzutragen:

    https://networthify.com/calculator/earlyretirement?income=57459&initialBalance=0&expenses=26132&annualPct=5&withdrawalRate=4

    Deine Steuer und Krankenkassen Beiträge sollte bei FU und ohne Einkünfte unter dem Satz von 50000 CHF Einkommen. Da Deine Sparrate bei 50% liegt brauchst Du ja nur Kapitaleinnahmen aus Vermögen unter 50000 CHF. Und darin ist noch der zu hohe Anteil der Steuer und Krankenkassen enthalten.

     

  33. David

    @Kiev:

    Stimmt, meine Ziele habe ich bisher noch nicht erwähnt. Früher habe ich immer gesagt, dass ich Millionär werden möchte. Als ich daraufhin ein „Und dann?“ erhalten habe (was in 99% der Fälle war), so habe ich darauf geantwortet: „Dann strebe ich die 2. Million an!“ 🙂 Grundsätzlich bin ich einfach eine Person, die gerne Sicherheit hat, weshalb es mir wichtig ist, dass ich finanziell abgesichert bin. Allerdings bin ich froh, dass ich (trotz dieses Sicherheitsaspektes) risikofreudig genug bin, um in Aktien zu investieren; ich habe nämlich schon sehr oft die Erfahrung gemacht, dass Personen, welche auch ein kleines Finanzpolster auf der Seite haben, meist nicht bereit sind, dieses vernünftig anzulegen (weil sie Angst haben, dieses zu verlieren).

    Früher habe ich mir nie überlegt, ab welchem Betrag ich mich sicher fühlen würde oder ab welchem Betrag ich genug hätte… Kann man überhaupt genug haben? Ich fürchte, dass ich in dieser Beziehung leider wohl ein wenig zu „gierig“ bin. Jedenfalls müsste ich genug haben, damit es nicht zu einem Kapitalverzehr kommen würde (ein Wort, das ich hasse! :)). Mit der finanziellen Freiheit habe ich mich übrigens erst richtig beschäftigt, als ich auf Tim’s Blog gestossen bin. Ich denke aber, dass ich sicherlich arbeiten möchte bis ich 45-50 bin (und hoffe bis dahin CHF 1.0 – 1.5 Mio. gespart zu haben); danach beurteile ich die Situation neu. Danke übrigens für den link, habe dieses Rechner – so glaube ich – auch bereits einmal genutzt.

    Übrigens: Der Punkt „Steuern“ ist schon alleine aus dem Grund komplex, weil es zwischen Deutschland und der Schweiz bereits beim Kapitalgewinn (also bei Kursgewinnen) einen Unterschied gibt. In Deutschland muss man darauf Steuern zahlen. Richtig? In der Schweiz nämlich nicht (nur auf Dividenden). Daher finde ich es gefährlich, wenn man gewisse Annahmen trifft und vergleiche anstellt. Wenn ich der finanziellen Freiheit dann einmal nahe bin, dann werde ich bestimmt einen Steuerberater aufsuchen und mit diesem die Sache einmal durchrechnen! 🙂

  34. Kiev

    @David

    Du kannst die Trinity Studie verwenden um abzuschätzen wie viel Geld Du für Deine finanzielle Freiheit benötigst. Du kannst ja auch z.B. 20% auf das anzusparende Vermögen drauflegen als zusätzliche Sicherheit. Wenn Du ein klares Ziel vor Augen hast ist es wesentlich einfacher darauf hinzuarbeiten. Der Weg soll ja am Ende das Ziel sein. Falls Du als Beispiel in Teilzeit arbeiten könntest aber weiterhin in Vollzeit arbeitest ist das Deine Entscheidung. So hast Du Dich dafür entschieden und machst es nicht einfach nur weil Du es machen musst. Vielleicht motiviert Dich das bei der Arbeit umso mehr. Ich hatte meine langfristigen Ziele ähnlich schwammig gesteckt. So hatte ich mich irgendwann gefragt warum ich nicht so zufrieden bin wie ich eigentlich sein sollte mit allem was ich bisher erreicht hatte. Ich habe mir seid einem knappen Jahr diverse Ziele gesetzt, die ich alle bereits erreicht wenn nicht sogar übertroffen habe. Finanzielle Ziele sind hier die Minderheit. Ich werde wieder neue setzen und auch versuchen mich an langfristigeren Zielen zu orientieren beziehungsweise zu setzen. Das Setzen fällt mir manchmal schwerer als das erreichen 😉

    Wenn Du ein klares Ziel (inkl Zeitpunkt) hast kannst Du auf dem Weg dorthin abschätzen wo Du stehst. Wenn Du über dem Plan liegst kannst Du dankbar und glücklich sein über das bisher erreichte. Wenn Du einfach immer nur drauf legst wirst Du zwar immer mehr erreichen, aber trotzdem eventuell unzufrieden sein.

  35. Thomas der Sparkojote

    Hallo David,

    Es freut mich immer wieder Geschichten von anderen Schweizern zu hören. Ich bin zwar eine ganze Generation jünger, aber verfolge ähnliche Ansätze wie du. Ausserdem würde ich mich ebenfalls noch als Börsen-„Neuling“ einordnen, da ich in den letzten 3 Jahren nur einen -20% „Crash“ in meinem Depot erlebt habe. Also einen Ernstfall habe ich ebenfalls noch nicht erlebt.

    Darf man Fragen wie du an so eine günstige Miete kommst? Lebst du dort schon länger oder ist es einfach etwas weiter entfernt von grösseren Städte wie Zürich. Meine Miete kostet momentan 1470.- für eine 2 1/2 Zimmer Wohnung 49qm, diese ist aber relativ nahe Zürich an der Goldküste. Dafür spare ich entsprechend einiges an Steuern.

    Ansonsten kann man sich ja mal Connecten, auf meiner Seite gibts ein Kontaktformular oder: info@sparkojote.ch

    Grüsse
    Thomas

  36. David

    @Kiev:

    Den Ansatz der Trinity-Studie kenn ich, aber dennoch danke für den Hinweis. Was das Ziel betrifft, so muss ich ganz ehrlich eingestehen, dass ich nicht unbedingt ein konkretes Ziel benötige. Zwar weiss ich, dass die meisten Menschen für Ihre Motivation ein solches benötige, bei mir ist das aber anders: Ich habe bereits daran Freude, mein Vermögen Tag für Tag wachsen zu sehen und das ist mir bereits Motivation genug.

    @Thomas der Sparkojote:

    Super, wenn du in solch einem jungen Alter bereits die richtige Einstellung mitbringst, dann wirst du die finanzielle Freiheit auf jeden Fall erreichen können… Ein Crash von „nur“ -20% ist vielleicht nicht mit demjenigen aus der Finanzkrise zu vergleichen, dennoch ist es wichtig, dass man auch bereits bei solchen Kurseinbrüchen die Ruhe bewahrt. Übrigens: Ich habe gemerkt, dass viele Menschen immer denken, dass jeder Crash 50-60% ausmachen muss, dabei gab es in der Vergangenheit auch schon wesentlich kleinere Crashs.

    Bzgl. Miete: Mir war es einfach wichtig, dass ich eine Wohnung findet, welche ein gewisses Budget nicht übersteigt. Allerdings darf man die Wohnung im Raum Zürich auch nicht mit Wohnungen aus anderen Regionen vergleichen. Ausserdem: Nebst der Grösse der Wohnung ist sicherlich auch noch der Ausbaustandard, die Mikro- und die Makrolage relevant. Bei meiner Wohnung handelt es sich um einen älteren Bau, welcher aber vor wenigen Jahren komplett saniert wurde. Und obschon ich nicht so viel für meine Wohnung zahlen muss, zahle ich dennoch nicht allzu viel Steuern, da ich in einem steuergünstigen Kanton wohne (Aargau).

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