Das ist mein Rat: So sorgst Du für die Rente vor


New York, 25. August 2017

So baust Du ein Vermögen auf. Du kaufst entweder ETFs oder Aktien. Stetig. Monatlich.


Die meisten Menschen sind schlechte Börsianer. Was ein Grundproblem ist, ist der Pessimismus. Wer Angst hat, steigt aus Aktien im schlechtesten Moment aus. Sie ergreifen die Flucht, wenn es kriselt. Sie verkaufen ihre Aktien, wenn es bebt. Ängstliche Anleger sind deshalb besser in Sparbüchern oder Festgeldern aufgehoben.

Das ist mein Dauerratschlag: Ein Trick, das Problem zu umschiffen, ist: Du sparst monatlich per ETF-Sparplan. Tilg alle Deine Schulden so schnell wie möglich. Hab ein Notpolster. Ein Hauskauf geht in Ordnung, wenn Du ausreichend Eigenmittel zur Verfügung hast und Du aggressiv tilgst. Beim Eigenheim ist es wichtig bodenständig zu bleiben. Nicht zu protzig! So einfach baust Du Wohlstand auf. Es ist gar nicht so schwer.

Die meisten Menschen sind dazu kaum in der Lage. Ihre Sparrate ist zu gering. Sie leben lieber im Moment. Sie vergleichen sich ständig mit anderen Menschen aus ihrem Umfeld. Sie versuchen, mit dem Umfeld mitzuhalten, wenn es um Konsum geht. Sie kaufen Autos, Häuser, Kunst, Mode, Elektronik, Urlaube wie im Rausch.

Die 53-jährige Mavis Wanczyk hat in den USA den Jackpot gewonnen. Über 750 Millionen Dollar! Sie machte gleich den ersten Fehler: Sie trat vor die Presse. Sie verriet ihre Identität. Die meisten Lotto-Millionäre enden im Elend. Weil sie einfach nicht mit Geld umgehen können. Es ist ein Elend. Das Geld.

Am kommenden Freitag, 1. September, treffe ich Gleichgesinnte in Hamburg. 19 Uhr. Den Treffpunkt gebe ich noch bekannt. Mehr Details bei mir auf Facebook (im Bereich der Events): https://www.facebook.com/timschaefermedia/

Hier noch mal mein Rat im Video: So baust Du ein Vermögen auf:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Das ist mein Rat: So sorgst Du für die Rente vor

  1. Felix

    Ich denke die Börse ist kein Automatismus. Viele haben damit viel Geld verloren und sind verbrannte Kinder. Nicht jeder kann es aushalten, wenn in manchen Börsenphasen der Depotwert täglich in der Größenordnung eines Monatsgehaltes dahinschmilzt. Schon gar nicht, wenn man auch noch Verantwortung für andere Menschen hat, Familie mit Kindern eben.

    Das muss man auch respektieren. Die sind mit einem Eigenheim besser dran als an der Börse.

  2. Lad

    Hauptproblem ist die Lügen-Presse (N-TV, N24, B5 usw.), wo immer gelogen wird, wenn der DAX etwas im Minus steht: “Die Anleger sind nervös. Die Anleger haben Gewinne mitgenommen.“ Oder Börsianer.

    Wenn der DAX ins Minus geht, sollte man die Schuld immer den Handelsautomaten geben, nur die verkaufen. Und auch die Daytrader. Von den Anlegern sollte man in der Lügen-Presse immer wiederholen: “Die Anleger sind froh, dass heute Aktien billiger als gestern sind und kaufen. Denn die Dividenden-Blue-Chip-Aktien (von DAX, Eurostoxx50, Stoxx50 und Dow Jones) sollte man für immer behalten, sie sind die beste Rentenversicherung.“ Und dann werden auch die Putzfrauen und Taxifahrer keine Angst vor Aktien haben, wenn die Lügen-Presse nicht mehr von Nervosität und Verkäufen lügen wird.

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Felix

    Viele haben Geld verloren an der Börse, ja. Stimmt. Weil sie es nicht richtig machen. Jeden Monat ETFs. 10, 20, 30, 40 Jahre. Da kann nichts schief gehen. Das wird sich fürstlich auszahlen.

  4. Thomas der Sparkojote

    @Felix

    Ich denke das hat auch mit der Einstellung zu Geld zu tun. Wenn jemand bereits 10000+ an der Börse investiert hat und daneben sein Cashpolster von X-Monaten hat, werden ihm Schwankungen von X-Tausend oder mehr wenig ausmachen.

    Natürlich ist es immer noch demotivierend wenn man sieht das ein Depot bei -50% steht und das in absoluten Zahlen 25’000 oder mehr sind, dennoch ist es kurz- oder mittelfristig keine existenzielle Gefährdung. Man sollte nämlich kein Geld an der Börse investieren, dass man demnächst brauchen würde.

    Bei Eigenheim macht für mich nicht die Frage nach dem Investieren sinn, sonder eher ist es vereinbar wie es in vielen Fällen so ist sein ganzes Leben im selben Haus zu wohnen? Danach kann man sich weitere Fragen stellen, für mich käme das nämlich nicht in Frage ich will flexibel sein. Wenn ich mir also eine Immobilie kaufen würde, dann nur zur Vermietung, aber hier hat jeder andere Präferenzen.

    Gruss
    Thomas

  5. Felix

    @ Tim

    Da hast du vollkommen Recht.

    Ich habe Familien in der Finanzkrise erlebt, die mehrere Jahresgehälter an der Börse eingebüßt haben. Das hält keine Familie aus, außer man investiert heimlich. Das hat dann aber schon fast Suchtcharakter wie bei jemanden der spielsüchtig ist.

    Ich glaube daher, dass ein voll sozial eingebundener Familienvater nicht den Großteil seiner Ersparnisse an der Börse anlegen sollte,wenn er in Frieden leben will.

  6. DocSchneider

    @Lad:  Zitat“Die Anleger sind froh, dass heute Aktien billiger als gestern sind und kaufen. Denn die Dividenden-Blue-Chip-Aktien (von DAX, Eurostoxx50, Stoxx50 und Dow Jones) sollte man für immer behalten, sie sind die beste Rentenversicherung.“

    Das werde ich mir ausdrucken und über meinen Schreibtisch hängen. Ich mache das  schon seit 15 Jahren so und habe nur ein einziges Mal in meinem Leben Aktien verkauft – als ich mein selbst genutztes Haus bezahlt habe.

    Trotzdem kann man sich den Spruch nicht oft genug selber vorsagen. Vielen Dank dafür!

  7. FelixBerlin

    @Felix

    was die Frau/Mann nicht weiß, macht sie/ihn nicht heiß 😉

    Was ich sagen will ist, dass wenn der Mann/Frau heimlich einen Teil seines Vermögens in Aktien investiert ist da mMn. nix verwerfliches dran – solange die Famile keine Einbußen hat.

    Manchmal ist der Ehepartner halt nicht so gut informiert und hat unbegründete Ängste vor der Börse – aus Unwissenheit.

    Warum sollte man dann nicht einen Teil „heimlich“ investieren?

    Wenn es dann zum „Crash“ kommt, kann auch keiner meckern, da man vorher auch nix von dem Geld wusste.

    Ich finde das muss jeder situationsbedingt selbst entscheiden.

    Aber wenn meine Partnerin nix von Börse und Co. wissen will und lieber ihr Geld verpulvert, würde ich auch einen Teil heimlich investieren 🙂

     

     

  8. Oliver

    Man muß sich bewusst machen, dass man an sich gute Sachen auch immer schlecht benutzen kann. Es ist absolut richtig, dass es Menschen gibt, die nicht für die Börse geeignet sind. Zu gierig, zu viel Angst, zu nervös oder man betrachtet die Börse als Spielbank und kauft sich sehr spekulative und riskante Werte. Ähnlich ist es bei den Immobilien: Da sind viel zu viele Leute, die da gar nicht hingehören, weil sich ein zu protziges und großes Haus gekauft wird, viel zu wenig Eigenkapital vorhanden ist, persönliche Probleme wie eine schwierige Ehe mit so einer Aktion zementiert werden soll etcetc. Andererseits kann ein gut überlegter und finanzierter Immobilienkauf ein Segen sein. Alles hat seine Pros und Contras.

    Der absolute Vorteil beim Investieren an der Börse ggü. einer Immobilie ist das Nichteingehenmüssens von sehr großen Verpflichtungen. Ich kann mit kleinen Summen anfangen, das Geld liegt erstmal in irgendeinem Depot und wenn ich Pech habe, kaufe ich in einen starken Abschwung. Aber solange es sich um Qualitätsfirmen handelt mit einem guten Geschäftsmodell, machen die genau das weiter, was sie vor dem Abschwung getan haben: Sie verkaufen friedlich ihre Produkte und werden aller Voraussicht irgendeine Dividende zahlen. Auch wenn ich, wenn es ganz blöd läuft, vorzeitig Aktien mit Verlust verkaufen müßte, hat dies immer noch einen Vorteil: Ich komme an mein Geld zeitnah ran.

    Das schaut bei den Immobilien leider ganz anders aus. Wenn ich wegen des Abschwungs meine Arbeitsstelle verliere und nichts neues bekomme., dann bin ich schnell in Schwierigkeiten. Zusätzlich kommt die Bank an, die sagt, ich bin nicht mehr so solvent wie vorher und sie müssen die Konditionen wegen größerem Risikos neu bewerten mit einem wesentlich schlechteren Zinssatzes. Wird alles natürlich beim Kauf gerne verdrängt, passiert trotzdem gar nicht so selten. Und eine Immobilie in schlechten Zeiten schnell zu verkaufen ist eine ganz schlechte Idee. Als Anlage sehe ich hier mehr Schwierigkeiten.

    Zum anderen habe ich das Gefühl, wenn ich die Immoangebote bei mir (in der Nähe München) anschaue, mit Realsatire konfrontiert zu werden. Abgewuzelte Buden mit Minigarten und Renovierungsbedarf für 500 – 700.000 EURO. Alte Bruchbuden aus den wilden 60ern in Hochhäusern mit 62 m² im 5ten Stock für 330.000 EURO, muß noch ein bissl renoviert werden (hüstel). Oder die ehemalige Geschäftsführervilla (als Haus durchaus schön) mit 140 m² Wohnfläche und mittelgroßen Garten für 1.380.000 EURO. Ich weiß nicht, ob das gute Anlagemöglichkeiten sind und wer sich das ohne Probleme leisten kann. Vielleicht irre ich mich ja. Gekauft wird das Zeug trotzdem, also irgendjemand ist wohl in der Lage, die Finanzierung durchzuführen. Ich bins nicht, ist mir alles viel zu teuer und qualitativ zu schlecht, was dann zu vielen Renovierungskosten führt. So viel kaltmiete kann ich da gar nicht zahlen, wenn ich Pech mit meiner neuen Immobilie habe.

    Zu den Schwankungen. Ein ruhiger Tag ist bei mir tatsächlich eine Schwankung um die 1.000 EURO. Ist mir völlig egal. Ich habe Tage gehabt, wo sich das Depot 5stellig verändert hat. Der Punkt dabei ist, dass wenn man nicht plant zu verkaufen, die Kurswerte nur am Rande interessant sind. Natürlich ist es schön, wenn man ein grünes Depot hat und das ist bei mir der Fall. Aber ein größerer Abschwung ist für die meisten Leute, die noch nicht am Ziel sind eine schöne Chance, selbst wenn das eigene Depot bei -50% sein sollte. Je länger man dabei ist, desto unwahrscheinlicher ist diese Situation, da langfristig die Kurse nach oben gehen. Wenn man einige Jahre dabei ist, kann es natürlich trotzdem sein, dass das Depot kurstechnisch immer noch bei extremen Situationen ins Minus rutscht, aber dann werden i.d.R. keine -50% mehr dastehen. Zusätzlich, je länger man investiert und je mehr Dividenden man bekommt, desto mehr Aktien hat man aus gekauften Dividenden. Das fängt ziemlich schnell an, wenn man die reinvestiert. Ab bestimmten Depotgrößen kann man Posten haben, die komplett aus Dividenden finanziert sind. Wie will man die Positionen bewerten?

    Man sollte Überlegungen wie zwischenzeitliche große Abschwünge nur insofern in seinem Kalkül mit einbeziehen, dass man versucht, gerade in diesen Zeiten im Rahmen seiner eigenen Möglichkeiten viele Aktien zu kaufen. Das sind die zukünftigen großen Kurszugewinne und durch die niedrigen Kurse die hohen Dividenden in der Zukunft. Für mich ist das Kursniveau also nur interessant in Bezug auf meine Zukäufe. Wenn man es gelernt hat, dass das Depot alleine aufgrund seiner Größe jeden Tag in Regionen schwankt, die mit dem eigenen Tageseinkommen nichts zu tun hat, dann ist man auf einen guten Weg. Momentan haben wir die Situation, dass die Börsen etwas wackelig sind. Es kann also sein, dass wir in der nächsten Zeit eine Korrektur bekommen, aber wann und wie hoch sie ausfällt, weiß keiner. Wenn die Korrektur kommt, werde ich vermehrt kaufen, auch auf die Gefahr hin, dass ich bei meinen ersten Käufen zu früh bin und es weiter runter geht. Aber ich fände eine Apple mit 120 $ schon interessant, auch wenn es dann vielleicht noch bis 80 $ gehen sollte, wenn der Abschwung stärker ist. Der Vorteil ist die Länge der Investitonen: In 10 Jahren ist es völlig irrelevant, was sich heute wie bewegt hat. Und nach dieser Maxime sollte man sein Handeln ausrichten.

  9. Mke

    Salü Zusammen,

    ein Problem ist, das es ETFs scheinbar schon seit den 70 in den USA gibt. In Deutschland  waren sie nicht erhältlich. Ich habe keine einzige Quelle gefunden auf die Schnelle

    Ich habe Mal einen Bekannten, Banker, Mitte der 2000 gefragt, warum man nicht Indizes nachbildet und als Fonds anbietet. ETFs kannte ich zu dem Zeitpunkt nicht. Antwort:

    – zu teuer

    – Performance schlechter als bei aktiv gemanagten Fonds

    Muss man sich da wundern, das ETFs vielen nicht geheuer sind. Ein weiteres negatives Erlebnis waren die T-Aktie und die Crashs der Dot-com Zeit und die Bankenkrise in den späten 2000.

    Wer seine Aktien gehalten hat, wird heute bei vielen dieser Papiere Spass haben, wenn er sieht im Depot sieht, vor allem wenn die noch Dividenden ausschütten.

    Es ist auch so, dass in der Schule Vermögensbildung im Unterricht nicht stattfindet.

    Ursache dafür ist meiner Meinung nach die Tatsache, das die Finanzindustrie kein Interesse daran haben kann. Aufgeklärte, kritische Kunden schmälern das Geschäft. Lebensversicherungen, Baussparer, Fonds , Riester, Rürup werden von den Bürgern noch gekauft und sichern somit Arbeitsplatz und üppiges Einkommen von Versicherungsvertreter und Bankern. Damit hat die Politik auch kein Interesse, das der Bürger wirklich informiert ist. Dies ist die eine Seite der Medaille. Die andere ist der Shopping Gedanke, auch gerne auf Kredit. Geld ausgeben ist so herrlich leicht, man muss nicht denken, nur zahlen. Das ist so herrlich entspannend. Einige kompensieren den unnötigen Konsum durch Verkauf von nicht mehr genutzten Eigentum über eBay und Co. Das macht es auch nicht besser, lindert aber den Beschaffungswesen Co beim Geld.

    Unser Problem: wenn alle vernünftig sind geht der Konsum den Bach runter und damit auch viele Aktien. Eine Zwickmühle?

    Nein, im Mittel ist es in Ordnung. Man muss sich nur entscheiden wo man zugehören will.

    Für die sind die Ratschläge sehr sinnvoll.

    @Tim: weiter so. Hieraus kann sehr viel Diskussion entstehen, auch gern kontrovers. Dan legt das Forum!

     

     

  10. Gurki

    Habe ich heute auch gelesen mit dem 750Mio Gewinn. Und ich frage mich auch wieso man in die Öffentlichkeit tritt. Ich würde es nicht tun. auch nicht bei 5Mio oder weniger. Plötzlich hat man ganz viele neue Freunde.

    Was ich mich aber eher frage: Wieso hat sie den gesamten Gewinn auf einmal genommen? Damit wurde ihr viel Geld abgezogen. Warum hat sie keine „Sofortrente“ von 25Mio im Jahr auf 30 Jahre gemacht? Jedes Jahr 25Mio bekommen ist doch auch klasse.

  11. Paul

    Hallo zusammen,

    aber welche ETF´s  sind am besten zur Altersvorsorge geeignet? Sollte man auf Tecdax, DAX oder MDax setzen oder doch lieber weltweit? Wenn ich jetzt mit 46 beginne einen oder zwei Sparpläne mit je 50 € pro Monat zu eröffnen kann ich da wirklich bis zu meinem 66 Geburtstag eine vernünftige Altersvorsorge aufbauen.

    Momentan investiere ich fast alle finanziellen Überschüsse in meinen alten schuldenfreien Bauernhof als Modernisierungs- und Erhaltungsmaßnahmen. Das entspricht ca. 600 – 1000€ pro Monat. Das ist aus meiner Sicht vergleichbar mit den Mietkosten. Somit haben wir schon den 1. Schritt zur Altersvorsorge gemacht. Aber wir suchen weiter nach Alternativen.

    Grüße Paul

     

    Gruß Paul

  12. FelixBerlin

    @Gurki

    Denke bei der Auszahlung spielen Gier und Angst eine große Rolle.

    Wer garantiert dir, dass du wirklich 30 Jahre lang dein Geld bekommst?

    Außerdem musst du evtl. ein paar Jahre warten um dir eine 100mio $ Yacht zu kaufen 🙂

    Ich persönlich hätte aus „Angst“ sicher auch eine 1x-Zahlung gewählt.

     

  13. DocSchneider

    Auf jeden Fall die 750 Mio in einer Summe nehmen und in Dividendentiteln anlegen. Damit bekommst Du ja fast die 25 Mio/Jahr nochmal zusätzlich obendrauf und das ohne Kapitalverzehr.
    Vor allem ist das Geld dann inflationssicher angelegt. Momentan drucken die Notenbanken Geld wie bekloppt. Wenn das in dem Tempo weitergeht ist nicht ganz auszuschließen dass Du für 25 Mio in 30 Jahren eine Stange Baguette kaufen kannst. Aktien sind weitestgehend inflationssicher.

  14. Gurki

    @DocSchneider: Naja in Amerika ist es ja so, dass bei solch eine hohen Gewinn bei Einmalzahlung einiges an Geld abfällt. Sie hat also 430Mio oder sowas bekommen. Dann noch Steuern abgezogen waren es „nur“ noch 3xx Mio.
    Aber ja wahrscheinlich hätte ich auch bedenken, ob in 20-30 Jahren das Geld immernoch gezahlt wird. 🙂

  15. FelixBerlin

    Mal zum Thema Immobilien.

    Bin grade an einem Immobilienbüro in meiner Pause vorbeigelaufen und habe mir im Schaufenster die Preise angeschaut.

    Ich dachte ich träume 🙂

    Eine 2,5 Zimmer Wohnung für 290.000€.

    Ich frage mich wer sowas kauft.

    Die anderen Wohnungen waren ungefähr im selben Preisbereich.

    Ich sehen da absolut 0 Sinn dahinter – oder habe ich es einfach nicht gerafft?

    Die Wohnung befindet sich in einer gutbürgerlichen Wohngegend.

    Absolut nix extravagantes.

    Die Wohnung selbst ist absoluter Standard.

    Zweiter Stock ohne Fahrstuhl, nicht in letzter Zeit groß modernisiert worden -nix.

    Als Mietpreis könnte man 700-850€ kalt verlangen – mehr nicht.

    Wie rechnet sich sowas?

    Selbst wenn man ein Leben lang zur Miete wohnt kommt man da ja günstiger bei weg.

  16. Pametan

    Ich finde Werte wie General Electric, General Mills, Smucker/Hormel, CVS und noch ein paar andere auch schon auf diesem Niveau nicht uninteressant.

    Ich denke aber auch, dass wir noch den saisonal üblichen Knick bekommen.

     

  17. Skywalker

    Ok, hier die Kurzform für alle, die nur alle 3 Jahre hier vorbeischauen:

    Sparen, mehr verdienen als ausgeben, am besten Sparquote über 50 %

    Überschüsse in ETF oder Qualitätsaktien

    Bei Kursverlusten nachkaufen, nicht in Panik ausbrechen

    Linsen mit Gemüse in einen Topf schmeissen, Wenn es nicht schmeckt, Köse dazu

    In die Natur gehen

    Keine Clownautos fahren  (macht nicht glücklich, wie man auf dem Bild sieht!)

     

    http://www.backspacedaily.com/wp-content/uploads/2011/06/clown_car.jpg

  18. Jan

    @Skywalker,

    ja, das ist s zusammen gefasst. Aber genau das kann man nicht oft genug sagen. Schau sie dir an die Möchtegern-Daytrader und wie sie auf YouTube umgarnt werden. Schau sie dir an die Familienväter die einen dicken Benz vor die Garage setzen müssen.
    https://www.youtube.com/watch?v=lJ6TWq4FkKw
    Schau sie dir an die Mütter die einen Kredit brauchen um eine neue Küche zu kaufen.
    https://www.youtube.com/watch?v=NVBJ8bB_pGI
    Schau sie dir an die Prolls die sich noch nicht mal eine Stereoanlage ohne Zuschuss durch die Bank leisten können:
    https://www.youtube.com/watch?v=eFEeW2RLYs0

    Daher, Tim, mach weiter so. Wiederhole es monatlich. Du kannst es überhaupt nicht oft genug wiederholen. Die Konsumknechte werden mehrheitlich eh nicht auf dich hören. Aber vielleicht dann doch der ein oder andere.

    Schöne Grüße

    Jan

  19. ich

    Es gibt so viele verschiedene Subkulturen in Deutschland die alle in irgendeiner Form ihr eigenes Wertesystem haben.

    Alle zu erreichen ist unmöglich.

  20. Doon2007

    Ich würde gerne eine kleine 1zimmer Wohnung als Anlage  kaufen. Wohnung z.b. in Bayreuth für ca. 50.000. Ich könnte die Wohnung cash bezahlen,aber das möchte ich nicht,da wir, 2 Beamte,geh. Dienst,2 Kinder, irgendwann ein Haus zu Eigennutzung kaufen möchten. Zudem möchte ich den Steuervorteil für die Zinsen nutzen.WAS HALTET IHR DAVON? Bayreuth hat viele Studenten und Behörden, Kliniken. Der Betrag ist überschaubar.

  21. Gurki

    @Jan: So eine Stereoanlage kann in den Klein- bis Mittelklassewagen vom finanziellen gehen. Nicht jeder kann sich das auf anhieb leisten. Aber ich bin der Meinung, dann sollte man es sich lieber zusammensparen oder eine Nummer kleiner kaufen. Aber das Problem ist ja eher, dass die Menschen diese Stereoanlage JETZT sofort haben wollen und nicht erst in einem Jahr.

  22. -M

    @ Paul

    zu deiner Frage ob man mit 50€ im Monat eine vernünftige Altersvorsorge für in 20 Jahren aufbauen kann?

    das sind 12.000€ die du einzahlst auf die 20 Jahre verteilt. Selbst bei 8% Rendite kannst dir ja mal ausrechnen ob das für dich reicht als zusatzrente.

    Der Hof verbrennt anscheinend jeden Monat um einiges mehr.

    Je nachdem ob du auf eine zusatzrente angewiesen sein wirst, wird es so langsam knapp. Mit 46 hat man ja nicht mehr sooo lange Zeit um den Zinseszins arbeiten zu lassen

    grüße

    -M

  23. Pametan

    Ich habe mir heute ein paar JM Smucker zugelegt. Freue mich auf weitere Schnäppchen von Mr. Market in den nächsten Wochen.

  24. Rainer Zufall

    Gurki

    Ja, Stereoanlagen sind schon ne tolle Sache. Ich selbst bewege mich nicht im High End Bereich, würde bei der Musik, die ich höre auch nicht so viel bringen 😉 aber ich mag hochwertige Stereo Verstärker, Lautsprecher, Kopfhörer. Und probiere von Zeit zu Zeit auch gerne Mal neues aus. Das macht schon Spass 🙂

  25. Fit und Gesund

    @Pametan,

    Smucker  ist weiter gefallen, Du hast bestimmt einen guten Einstandspreis gehabt, viel Glück damit, ich beobachte mal weiter….

  26. -M

    @Reiner Zufall

    HiFi ist mein einziges Hobby und ja da wurde schon einiges an Geld investiert, jedoch immer in gebrauchte Geräte, so dass ich mein Geld bei fast allem wieder bekommen werde, da so günstig gekauft, dass selbst noch Jahre später das Gerät den Preis noch hält.

    Manche Vintage Geräte steigen sogar im Wert. Gibt da einige tolle Sachen aus Japan 🙂

    -M

  27. Anna

    In meiner ersten Lebenshälfte habe ich minimalistisch genug gelebt. Da ging es ums Überleben und nicht um die fin. Freiheit. Die war ohnehin nicht möglich.

    Bei aller Begeisterung für den Minimalismus: Die sogen. „Konsumknechte“ sichern uns unsere Dividenden und das Fortbestehen von nicht nur einigen Werten in der Konsumgüterbranche, Lebens- und Genussmittel, auch PKW usw.

    Das sollte man nicht vergessen.

  28. Alfi

    Smucker würde ich kaufen, wenn ich auf 100 Unternehmen zugreifen müßte… M.m. nach nicht kaufenswert!
    Dann eher GIS

  29. Mark85Mark85

    Ich habe mir gerade den Film ,,The Founder“ angeschaut, indem es um die McDonald’s-Geschichte geht. Meine Güte, die McDonald’s-Brüder wurden von Ray Kroc ganz schön übers Ohr gehauen. Ein richtiger Widerling, wenn er im Film nur annähernd richtig darstellt wurde.

    Normalerweise fiebere ich in Filmen immer mit dem Hauptdarsteller mit, aber dieses Mal konnte ich es einfach nicht. Die Brüder und wahren Gründer taten mir einfach nur leid. Alles in allem war es aber ein sehenswerter Film. 🙂

  30. Dr. Bialetti

    Das Halten von Aktien wie das Hüten einer Schafherde. Der Hirte fokussiert sich doch nicht auf das einzelne Schaf. Das einzelne Schaf mag sich innerhalb der Herde chaotisch bewegen, mal nach links, mal nach rechts, aber die Schafherde als solche läuft geradeaus durch die Heide. Der Hirte behält den Gesamtüberblick, und kann strategisch für die gesamte Herde denken, beispielsweise aufkommendes Unwetter bewusst umgehen), weil die Herde durch seinen Hund zusammengehalten wird. Für die Börse braucht man ersatzweise für den Hund ein finanzfernes Hobby bzw. Beruf, der für genügend Ablenkung sorgt, dass man gar nicht erst in Panik gerät, wenn mal ein Schaf (eine Aktie) durchdreht. Regelmäßig werden die Schafe geschert (Dividenden!) und man veräußert Schafe aufgrund ihrer gesundheitlichen Konstitution und ersetzt sie durch neue. Der Hirte denkt langfristig und strategisch, nicht kurzfristig und taktisch.

    Der Feind eines jeden Hirten ist der Wolf („Wolf of Wallstreet“). Der Hirte hat seinen Hund, gerät aber auch nicht in Panik, wenn der Wolf doch mal ein Schaf reißt. Der langfristig denkende Aktionär hat die Börsenaufsicht und das Gesetz auf seiner Seite.

    Dieser Gesamtblick, diese Ruhe, diese Gelassenheit eines Hirten muss jedem Buy-and-Hold-Aktionär zu eigen werden. Tim Schäfers Vorfahren waren noch Schafhirten, er selber ist ein Aktienhirte. 🙂

     

     

  31. steve

    @Paul du wolltest ja zum Start zwei etf besparen. Ich denke nach einiger zeigt wirst du mehr Geld investieren, weil der Hof fertig ist und du merkst da baut sich was auf. Das wird dir auf jeden Fall das Leben im Alter sicherer und angenehmer machen. Doon2007 liest sich vernünftig, die frage ist was für eine Miete lässt sich realisieren, was sind deine Kosten bzw Renovierungsbedarf. Mit welcher Sicherheit ist die Wohnung zu vermieten. Wie hoch ist der Kaufpreis. Also viele Fragen auf die es keine eindeutige Antwort gibt. Wenn du ein bisschen zurück blätterst findest du in den Beiträgen einiges gerade bei den Leserbriefen die Immobilienbesitz thematisieren.

  32. Pametan

    @Alfi

    Kein Problem, dann bleiben mehr für mich übrig. GIS und K habe ich übrigens auch aus dem Bereich. Letztere befinden sich in Umbruchphasen und es wird sich weisen müssen, wie gut das aktuelle Management damit umgehen wird.

  33. Rainer Zufall

    M

    Im Bereich Japan und Vintage habe ich mich kurz mal umgesehehen. Da gibt’s wirklich tolle Sachen. Aus Platzmangel habe ich die Ideen aber erstmal verworfen.

    Bei mir steht noch ein NAD Verstärker und ein Dual Plattenspieler aus den 60ern. Beides braucht eine Generalüberholung. Bin mir noch nicht sicher ob das lohnt, da muss demnächst mal ein Techniker draufschauen.

  34. Ruben

    @Dr. Bialetti: schön geschrieben und vor allem nicht dem falschen Schäfer folgen, der die erste Million in 7 Jahren verspricht und dafür überteuerte DVDs oder Live Seminare anbietet: https://www.bodoschaefer-akademie.de/index.php/millionaer7
    Ebenso ist allen Personen nicht zu trauen die meinen sie könnten sicher den Kursverlauf vorhersagen (das kann niemand) und diese Dienste für viel Geld anbieten.

    @Jan: danke für die zusammengetragene Werbung. Außer für einen Haus/Wohnungskauf mit einem entsprechenden Gegenwert mag es Ausnahmesituationen für einen Kredit geben, aber die Werbung für Luxusgüter wie teure Autos, Musikanlage oder Urlaub ist wirklich dreist. Entweder ich habe das Geld für solche Luxusgüter oder ich spare darauf hin. Wenn es nach mir geht, werde ich niemals im Leben einen Kredit aufnehmen und für mein Geld 2x arbeiten (Kreditzinsen). Es gibt wohl Personen, die den Kredithebel sehr geschickt für nicht selbst genutzte Wohnungskäufe als Anlageobjekt nutzen, mir fehlt jedoch die entsprechende Expertise und das handwerkliche Geschick solche Wohnungen selbst zu sanieren.

    @Skywalker: hehe, ich glaube das Clownauto aus deinem Bild geht noch in Ordnung. Wahrscheinlich wolltest Du das mit Deinem Gericht ausdrücken, aber da weiter oben danach gefragt wurde: es reicht nicht einfach einen ETF zu kaufen, ein ETF auf einen bestimmten Sector, Branche, Land alleine genügt nicht, möglichst breit streuen z.b. mit MSCI World 70%  und MSCI Emerging Markets 30%, nur mal so als Beispiel.

    @Felix: Ja, das ist natürlich fatal, wenn Personen sich nicht richtig mit der Börse befasst haben. Die 2 Hauptfehler sind wirklich:

    1. Man hat nicht breit genug gestreut, kenne einen Bekannten, der  damals überproportional in Telekom Aktien und ein anderer der ausschließlich in einen Branchenfonds investiert hat. Eine weitere Bekannte ist ausschließlich in den Eurostoxx, der hat sich wie wir wissen auch sehr mit der Erholung nach der Finanzkrise getan. Sie hat ihn dann entnervt verfrüht verkauft. Man kann einfach nicht breit genug streuen.
    2. Der Anlagehorizont war zu kurz. Der Anlagehorizont an der Börse sollte mindestens 10 Jahre, besser 15 Jahre sein und es sollten wenigstens genügend theoretische Kenntnisse über bisherige Crashs, aber auch das es oftmals wieder nach 2-3 Jahren bergauf ging vorhanden sein. Ansonsten wird im schlmmsten Fall verfrüht und mit großen Verlusten verkauft.

    Leider ist hierzulande die Aktienkultur nicht wie in manch anderen Ländern etabliert und für manche ist es sicherlich auch wirklich nichts. Manch eine(r) ist mit einem Haus- und Wohnungskauf die letzten Jahre auch sehr gut gefahren und kommt damit besser klar. Doch auch hier sollte man sich damit beschäftigen und wissen was man tut. Wenn ich handwerklich gänzlich unbegabt bin, erhebliche Baumängel vorliegen oder ein Haus in der Pampa kaufe, kann es auch ein böses Erwachen geben. Es herrscht weiterhin eine große Landflucht, tlw. sterben ganze Dörfer aus.

    Ich merke immer wieder, dass es grundsätzlich an finanzieller Bildung fehlt und wenigstens finanzielle Grundlagen sollten auch in der Schule vermittelt werden. Welche Versicherungen benötige ich wirklich, welche nicht? Welche Kreditarten gibt es, wieviel kostet ein Dispo auf Jahressicht? Kann es wirklich 0% Finanzierung geben? Was ist eine Aktie, Zertifikat, Genossenschaftsanteil, Anleihe, offener/geschlossener Fonds? Das sollte alles zu den Grundkenntnissen gehören.

     

  35. Sparta

    @Tim

    15 oder 20 € Stundenlohn bei 450 € Job`s? Ich denke die 20,00 € sind weit weg vom Median-Stundenlohn.

    Auch der Zeithorizont macht ein riesen Unterschied beim Vermögensaufbau.

    Die paar wenigen hier (*g*, Du weißt wen ich meine) die mit 30 schon HNWI`s waren… mit normalen, auch gut bezahltem oder selbst mit 100k Brutto p. a.  nach dem Studium wird sowas verdammt schwierig in so kurzen Zeiträumen…

    Das ist so selten, dass schon einige Glücksfälle in so kurzen Zeiträumen zusammen kommen müssen (zusätzlich zur harten Arbeit und Sparsamkeit).

    Die meisten benötigen 2 oder wahrscheinlich mehr Dekaden stures Durchhalten um ein HNWI zu werden.

  36. AlexanderAlexander

    @Doon2007

    Eine 1-Zimmerwohnung ist ein Graus, mit den Studenten hast du nur Ärger. 50.000 € ist für Bayreuth zu teuer. Das sind etwa 2.000 € pro m². Miete liegt etwa bei 10 €/m² kalt, schaut auf den ersten Blick toll aus, bringt aber keine Freude. Interessanter ist eine 2 Zimmerwohnung mit 40 m² bis 50 m², die kriegst du gebraucht für etwa 80.000 €. Allerdings ist der Immomarkt in Bayreuth auch schon ziemlich „ausgelutscht“. Man muss inzwischen schon sehr genau rechnen, ob da noch eine positive Rendite rauskommt. Bequemer sind da REITs. In Deutschland haben wir inzwischen auch 3 oder 4 (Alstria Office, Hamborner), die bringen mindestens genauso viel Rendite und man könnte das Geld besser streuen. Damit nutzt du deinen/euren Freibetrag ebenfalls und bist trotzdem im „Immobiliengeschäft“. Das nur als Anregung.

    PS: Arbeite in Bayreuth und kenne den Markt ganz gut.

     

     

  37. Thomas von Divdepot

    Hallo Zusammen,

    wie Lad schon sinngemäß schrieb: Der Zeitfaktor wird von den Anlegern oft falsch eingeschätzt. Wer in Aktien investiert für die Altersvorsorge, der wird ab einem Zeithorizont von 12 Jahren immer im Plus landen. Das ist bereits mehrfach Untersucht und bestätigt worden.

    Dazu kommt bei guten Dividendenwerten noch das Dividendenwachstum. Wer also cool bleibt kann auch mit 50 noch genug Vermögen für den Ruhestand bilden. (Natürlich gilt: Je eher desto besser!)

    Grüße Thomas

  38. Felix

    Viele Grüße an die Bayreuther aus Bayreuth. Scheint es hier ja einige zugeben. Vielleicht sollten wir einen Stammtisch gründen.

  39. Matthias

    @ Thomas von Divdepot:

    „Wer in Aktien investiert für die Altersvorsorge, der wird ab einem Zeithorizont von 12 Jahren immer im Plus landen. Das ist bereits mehrfach Untersucht und bestätigt worden.“

    Da ist ein grammatikalischer Fehler drin oder du kannst Hellsehen. Nur weil es in der Vergangenheit so war, muss es in der Zukunft nicht so sein. Zudem gilt das nicht für alle Indizes.

    Bei Durchschnittwerten der Vergangenheit (die angesprochenen 10% im Video) sollte außerdem die reale Rendite beachtet werden. 10% sind meines Wissens Nominalrendite. Bereinigt um Inflation sind es ca. 3 % weniger….was aber immer noch viel ist.

    Nach 12 Jahren im Plus zu landen (das kommt beim Dax-Renditedreieck raus…) ist bei „nur“ 2,5% Inflation nominal betrachtet ziemlich mau im Vergleich zum Risiko. Ich habe auf Anhieb nichts gefunden, ob die Daten real oder nominal sind, weswegen ich davon ausgehe, dass diese Daten nominal sind. Auf dem Sparkonto mit einer positiven Realverzinsung (was früher fast immer der Fall war) hättest in der Zeit besser abgeschnitten bei deutlich niedrigerem Risiko. Daher ist Tims ständige Notiz, stetig zu sparen sehr sinnvoll. Wenn es runter geht, kauft man deutlich günstiger und verringert seinen Einstandskurs, sodass man deutlich früher schon aus den miesen raus ist. Das geht halt deutlich einfacher, wenn man von 0 anfängt und nicht heute sein 100.000 € Erbe oder Sparkonto auf einen Schlag investiert und die Börse kracht, während man nur 500 € pro Monat zusätzlich investieren kann.

  40. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Skywalker

    Danke für die gute Zusammenfassung.

    Übertriebener Konsum ist ein echtes Problem. Ein Mangel an Finanzbildung führt in die Altersarmut bzw. Überschuldung.

    http://www.rp-online.de/wirtschaft/die-schuldenfalle-in-deutschland-jeder-zehnte-erwachsene-ist-ueberschuldet-aid-1.7004625
     

    @ Jan

    Merci für die Schulden-Werbung. Wer Schulden für Konsum macht, wird in den TV-Spots als cooler Typ beschrieben. Ist aber für mich ein Verlierer-Typ.

     

    @ Dr. Bialetti

    Das mit dem Schäfer finde ich einen schönen Vergleich zur Börse.

     

    @ Sparta

    Danke für den Einwand. Du hast schon Recht. Ich versuche eher das Positive zu sehen. Ich möchte motivieren. Ich denke, mein Blog ist nicht für jedermann.

  41. Sparta

    @Tim

    Sicher ist Dein Blog nicht für jedermann, da die Menschen & Lebensziele verschieden sind.

    Ich denke nur dass es ein Riesenunterschied ist, wenn man finanziell frei mit Anfang 30-40 werden könnte oder ein wenig die Rente aufbessern will. Das mit der Rente aufbessern könnte man auch mit einem 450 € Job, der evtl. sogar noch Spaß macht. 😉

    Der Zeitfaktor, die aktuelle Börsenphase, Glück/Pech, familiäre Grundvoraussetzungen und ein paar Faktoren spielen bei früher FU da mit rein, die nicht allein durch Willen & Strebsamkeit z. B. in nur einer Dekade allein bestimmt werden können… wenn z. B. die Börse ne Dekade schlecht läuft oder die familiären Grundbediungen schon sehr schlecht sind.

    Ich finde es mathematisch sehr schwierig, wie ein Anfang 30er eine Million z. B. in einer schlechten Börsendekade machen soll???

    Da würde ich dann auch Unterstützung der Eltern/Familie/Erbe etc. erstmal als wahrscheinlich einstufen.

    Millionaire fastlane ist auch Glücksabhängig, da ich schnell reich als unwahrscheinlicher einstufe als langsam über Jahrzehnte vermögender.

  42. Mark85Mark85

    An Sparta: Oh Mann, ich musste erst einmal nachsehen, wofür HNWI überhaupt steht. Also für eine Person, die mindestens über 1 Million Dollar in Vermögenswerten mit laufenden Erträgen verfügt. Dinge wie Edelmetalle, Bargeld und selbstbewohnte Immobilien zählen demnach nicht mit.

    Wenn das sooo ist, stimme ich dir zu: Innerhalb eines Jahrzehnts ist dieses Ziel nur sehr schwer zu erreichen, aber muss man unbedingt ein ,,hochvermögendes Individuum“ nach dieser Definition werden wollen? 😀

    Ich denke, dass sich man sich lieber eigene Ziele setzen sollte. 😉

    Zum Thema Glück: Ich weiß nicht, wie ihr über euch denkt, aber ich fände es vermessen von mir zu behaupten, dass alles bisher Erreichte im Leben einzig auf Eigenschaften wie Ehrgeiz, Fleiß, Talent und Können fußt.

    Ich könnte jetzt einige Erlebnisse in meinem Leben aufzählen, in denen Glück eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte. Nicht nur in finanzieller Hinsicht.

  43. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sparta

    Ich stimme zu.

    Die finanzielle Freiheit ist schwer zu erreichen. Es ist kein Kinderspiel. Wäre es leicht, wären wohl die meisten finanziell frei, weil es so super ist. Es nimmt Dir unglaublich viel Stress und Sorgen.

    Die 1 Million ist schwer zu erreichen. Stimmt.

    Glück spielt eine Rolle. Ja!

    Aber auch Bodenständigkeit, Ausdauer, Mut, Sturheit, Fleiß, Zielstrebigkeit, Sparsamkeit, Kenntnisse, Lernbereitschaft, die Gabe zu träumen…

    Die Masse wird die finanzielle Freiheit nie wirklich erreichen. Weil der Drang zu konsumieren, den Rest um Meilen überragt.

    Die finanzielle Freiheit mit 30 oder 40 zu schaffen, ist äußerst schwierig. Stimme zu.

    @ Mark85

    Danke!

  44. Sparta

    @Mark & Tim

    „aber muss man unbedingt ein ,,hochvermögendes Individuum“ nach dieser Definition werden wollen? ?“

    Nein, muss man natürlich nicht.

    Nur wenn man dieses Ziel und in möglichst kurzer Zeit hat, würden mich sämtliche Details von denjenigen, die das (bzw. ähnliches wie finanziell frei mit 30 ohne HNWI wie Du) geschafft haben (oder Tim), schon sehr interessieren.

    Meist ist es sehr oberflächlich und es fehlen sehr entscheidende Details in den Lebensläufen…. Sorry, wenn ich da so neugierig und hungrig auf Details bin!

    Weil dieses spare 10 bis 20 % vom Einkommen und lege es in etf`s/Aktien an (Maschmeyer, Bodo Schäfer, reichste Mann von Babylon) etc. ist etwas, dass für die meisten frühestens in der zweiten Lebenshälfte Früchte trägt… siehe Felix & Claus… (sorry Jungs, wenn ich Euch älter schätze als ihr seid! 😉 ).

    Es müssen m. E. mindestens 50 % oder besser mehr sein, aber selbst dass reicht nicht um mit 30 finanziell frei zu sein, selbst bei Top-bezahlten Job`s.

    Wenn es dann so Faktoren wie frühzeitiges Erbe, Familienbedingte Glücksfaktoren waren ist dieses ja nicht verwerflich…. aber die predigt mit den 10 & 20 % bei den meisten Gehältern ist dann etwas komisch, wenn man 40 Lebensjahre ansetzt und kurz vor der Rente finanziell frei ist….

  45. Mark85Mark85

    An Sparta: Die 10-Prozent-Regel sehe ich als einen guten allgemeinen Richtwert an. Die anderen 2 Faktoren (Zeit und Rendite) außen vor gelassen, sollte dieser Wert ausreichend sein, um mehr als nur die Rentenlücke bis zum regulären Renteneintrittsalter schließen zu können.

    Stimmt, richtig interessant wird es erst ab Werten von 50 Prozent, aber die muss man erst einmal schaffen und dauerhaft aufrechterhalten. Hier kann eine minimalistische Lebenseinstellung sehr von Vorteil sein. Ich kann jeden verstehen, der diesen Weg nicht gehen möchte.

    Die Leserbriefe unterscheiden sich natürlich in ihren Detailgraden. Ein Leser möchte mehr von sich preisgeben, ein anderer weniger.

    Kleiner allgemeiner Einwurf: Das ist jetzt nur meine persönliche Meinung, aber ich mochte es noch nie, wenn jemand vorgab, dass man bloß seinen Weg zu befolgen hat, um die gleichen Ergebnisse erreichen zu können, was hier glücklicherweise noch nicht vorgekomen ist. Meiner Meinung nach sind wir Menschen dafür zu verschieden, was ich gut finde, weil das Einzigartigkeit und Vielfalt ausdrückt.

    Gut, dann fange ich mal mit ein paar meiner finanziellen Glücksmomente an:

    1. Ich hatte das Glück, in einem Land wie Deutschland geboren und in eine intakte Familie hineingeboren zu sein.

    2. Ich hatte das Glück, damals auf sehr gut entlohnte Arbeit während meiner Schulzeit gestoßen zu sein.

    3. Ich hatte das Glück, in sehr jungen Jahren auf Bodo Schäfers erstes Buch in gestoßen zu sein, welches ein finanzielles Umdenken in mir bewirkte.

    4. Etwas kurios, aber ich hatte im Rückblick betrachtet das Glück, mich mangels Abiturs und Studiums viel früher in die Vermögensaufbauphase hineinstürzen zu können. Von diesem Umstand profitiere ich bis heute. Was aber nicht heißt, dass ich anderen davon abrate, auf einen möglichst guten Bildungsweg zu verzichten.

    5. Ich hatte bei meiner eigenen Geschäftsgründung das Glück, auf den richtigen Partner und das richtige Marktumfeld gestoßen zu sein.

    6. Ich hatte bei meinen Wohnungskäufen das Glück, sie nicht zu Marktpreisen beziehen zu müssen, sondern über einen Hausmeisterkontakt direkt an der Quelle saß.

    7. Ich hatte bei einem Motorrollerverkauf das Glück, trotz intensiver und jahrelanger Nutzung keinen Wertverlust erlitten zu haben.

    8. Ich hatte bei meinem letzten Wohnungsverkauf das Glück, meinen Wunschpreis erzielen zu können.

    9. Ich hatte vor einigen Monaten das Glück, innerhalb von 24 Stunden in meiner neuen Wahlheimat eine Mietwohnung zu meinen Wunschvorstellungen zu finden.

    Das sind Punkte, die mir spontan einfallen, aber ich denke, dass sich bei jedem von uns solche Momente im Lebensverlauf finden lassen. Und dann gab es natürlich auch noch den einen oder anderen unglücklichen finanziellen Moment, aber danach wurde ja nicht gefragt. 😉

    Ein größeres Erbe steht bei mir noch aus, aber es würde an meinem aktuellen finanziellen Wohlbefinden kaum noch etwas verbessern, weil ich bereits alles habe, was ich für ein gutes Leben brauche.

    Einen schönen Sonntagabend!

  46. Sparta

    @Mark

    Danke für Deine Antwort. Vieles kenne ich ja schon von Dir.

    Punkt 5 ist ein wenig nebulös für mich und auch wie man schon so jung Immo`s Punkt 6 kaufen kann.

    Normalerweise würde ich auf Bürgschaft der Eltern bzw. Deinem schon mal erwähntem Onkel tippen (Punkt 6) sonst macht das ja so gut wie keine Bank.

    Ansonsten kann es sogar schon sein, wenn es wie bei Dir sehr kleine Wohnungen beim Immo-Preis-Tiefpunkt vor ca. 10-15 Jahren (super Zeitpunkt je nach Lage damals…) waren und doch schon ein klein wenig Eigenkapital von den früheren Job`s vorhanden war. Wenn zusätzlich noch jemand da war, der Dich in den jungen Jahren mit den Immo`s angeleitet hat sind zum Fleiß & der Sparsamkeit noch Wissen und Wille dazu gekommen.

    Das mit den Immo`s kann ich also halbwegs nachvollziehen.

    Nebulös und wahrscheinlich auch nicht replizierbar ist dass mit dem Geschäftsmodell…

    Allerdings noch mehr scheitere ich daran Tim`s Vermögenswerdegang gedanklich zu erfassen und wie das bereits in so jungen Jahren so exorbitante Zuwächse gegeben hat. Den Mut bei den Immo`s & Aktien in der Subprime zuzugreifen, war & ist prima gewesen, bzw. ich meine allerdings schon die Zeit um die 2000er rum.

    Evtl. erklärbar mit der damals sehr verrückten new economy/dotcom und dem damals schon richtigem Mindset bzw. nicht alles wieder verzockt zu haben…

    Ich war 2000 gerade 17 und hatte erst ein paar k und folgte noch den Empfehlungen der Banktante, weil ich es anders nicht kannte…

    Ist kein Bedauern, nur bin ich erstaunt, was manche schon in so jungen Jahren schaffen, wo mein Freundes- und Bekanntenkreis noch größtenteils Party, Feiern & Mädels im Kopf hatte…

     

     

  47. Mark85Mark85

    An Sparta: Bei den Wohnungen handelte es sich alles um kleine 1-Zimmer-Wohnungen, die beim Kauf zwischen 500 und 750 Euro pro Quadradmeter lagen. Für eine der Wohnungen erzielte ich letztes Jahr 2.100 Euro pro Quadratmeter beim Verkauf. Ja, beim Thema Immobilien und Steuern hatte ich das Glück, dass ich auf das Wissen eines Onkels zurückgreifen konnte.

    Die Geschäftsgründung speiste sich aus Eigenkapital (regelmäßige Arbeit als Schüler und Geldgeschenke zu Weihnachten/Geburtstagen). Hilfreich war auch der jährliche Grundfreibetrag. Es kam insgesamt eine 5-stellige Summe zusammen.

    Was Tims Werdegang angeht, fragst du ihm am besten selbst. Mir imponiert auf jeden Fall sein Umzug in ein weit entferntes Land in jungen Jahren. An der Börse bin ich erst seit Anfang 2015, daher kann ich (noch) nichts zu dem Gefühl sagen, wenn es bis zu 50 Prozent runtergeht. Meine Aktienquote ist auch nicht gerade hoch.

    Mein Fazit: Es gibt diese speziellen Momente im Leben, die prägend oder weichenstellend sind. Positiv wie negativ. Manche kann man beeinflussen, andere nur bedingt oder gar nicht.

    Was bei dir die Banktante war, war bei mir der Versicherungsvertreter mit der Riester-Versicherung. Im Nachhinein kann ich darüber lachen, damals etwas Lehrgeld bezahlt zu haben. 😉

    Mein Freundes- und Bekanntenkreis war damals nicht anders und ich war auch gern feiern, aber es war nicht das Verkehrteste, schon im Schüleralter gearbeitet zu haben.

    Meinem besten Schulfreund hatte ich sogar angeboten, in den Schulferien mit mir arbeiten zu kommen, aber er wollte das nicht, weil er lieber seine Ferienzeit genießen wollte, anstatt verhältnismäßig harter Arbeit auf dem Bau nachzugehen.

  48. Sparta

    @Mark

    Eine ca. ver3fachung ist natürlich in der Zeit genial.

    Bei ca. 30m² ist das allerdings zwar ne nette Summe, aber für finanziell frei fehlen da aber noch andere Bausteine.?

  49. Mark85Mark85

    An Sparta: Die kam natürlich nicht von heute auf morgen, sondern war ein längerer Gesamtprozess und die Immobilien nur ein Teil davon. Ich hatte immer eine sehr hohe Sparquote und eine ziemlich gute Rendite.

    Im Grunde hat man 3 Stellschrauben zur Verfügung: Sparquote, Rendite und Zeit. Das ist aus meiner Sicht schon das ganze Geheimnis.

    Der Optimalfall ist natürlich, wenn man möglichst früh anfängt, eine hohe Sparquote und Rendite zu erzielen.

    Vernachlässigt man z.B. die Stellschraube Zeit, weil man erst mit 30 anfängt, kann man zwar nicht mehr die verlorene Zeit zurückgewinnen, aber immer noch versuchen, vermehrt an den anderen beiden Stellschrauben zu drehen.

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