Brexit: Ade England


New York, 25. Juni 2016
Die Kurse sinken.

Die Kurse sinken.

Der Banker fällt vom Himmel mit seiner Aktentasche. Es herrscht Panik an den Börsen nach dem Brexit.

Der Banker fällt mit seiner Aktentasche vom Himmel. Es herrscht Panik an den Börsen nach dem Brexit.

Die Börse bebt. Um 500 Punkte sauste die Wall Street nach unten. Der DAX brach um fast sieben Prozent ein. Die Briten verabschieden sich von der EU. Leute verkauft nur panikartig Eure Aktien. Ich sammle sie ein. Wenn die Kurse weiter sinken, kaufe ich mehr dazu. Ich sehe in Crashs Chancen. Wenn die Kurse nach unten sausen, bekommt jeder Panik. Dann ist es an der Zeit, die Schnäppchen einzusammeln.

Wenn Sie ein solides Depot haben, machen Sie sich keine Sorgen. Bleiben Sie am Ball. Nur keine Panik bekommen und verkaufen. Mein Lieblingsautor Ron Lieber bringt es gut auf den Punkt: „Holen Sie tief Luft und machen Sie am besten nichts“. Denn wenn Sie verkaufen, stellt sich die Frage: Wann wollen Sie wieder einsteigen? Das Timing bekommt niemand perfekt hin. Das Trading bringt nichts. Wenn Leute hin und her springen in ihren Wertpapieren, ist das ein Zeichen von Selbstüberschätzung.

Wenn Sie auf die Börse mit großer Ruhe blicken, ist das besser. Hektik ist meist schädlich.

Wenn Sie auf die Börse mit großer Ruhe blicken, ist das besser. Hektik ist meist schädlich.

Es gibt Studien dazu (PDF), die zeigen, wenn Sie die besten Tage im Jahr an der Börse verpassen, haben Sie schlechte Karten. Dann schrumpft Ihre Rendite massiv. Die Krux ist: Bevor die besten Börsentage im Jahr stattfinden, kommt keiner vorbei und klingelt mit dem Glöckchen. Das weiß eben niemand im Vorfeld. Daher zahlt sich „Buy and Hold“ aus. Das Kaufen und Liegenlassen. So sind Sie sicher, die Freudensprünge auf dem Börsenparkett mitzuerleben. Sie sind das Salz in der Suppe. Sie bringen Ihre Rendite nach oben.

Die meisten Leute sind Jäger. Sie reagieren auf Marktbewegungen und auf die Nachrichtenlage. Sie lassen sich von Emotionen treiben. Ich bin ein Sammler. Ich sammle Qualitätsfirmen ein. Und verkaufe sie nie mehr. Ich lasse mich nicht verrückt machen. Ich bin die Ruhe in Person.

Es kann Ihnen egal sein, wenn Sie in 20 oder 30 Jahren in den Ruhestand gehen wollen, wenn es momentan kriselt. Noch entspannter können Sie sein, wenn Sie keinerlei Schulden haben. Langfristanleger haben den Vorteil, dass sich der Aktienmarkt immer wieder erholt.

Was wird nun aus Großbritannien werden? Es isoliert sich. Ist das gut oder schlecht für eine Wirtschaft? Schlecht! Das müssen jetzt die Briten selbst ausbaden. Das Pfund rauschte gegenüber dem Dollar auf ein 31-Jahres-Tief.

Ist das ein Vorgeschmack auf das, was das Land erleben wird? Es sieht nicht gut aus. Auf Google geben die Briten wie wild die Suche ein „Was ist die EU“. Wenn das tatsächlich stimmt, zeigt es, die Leute sind unsicher und nicht informiert. England kann das neue Japan werden. Japan hat selbst nach 25 Jahren nur die Hälfte des Kursstands von 1989 erreicht.

Industrie steht still.

Industrie steht still.

Die EU-Gegner schüren viel Angst und Hass. Wähler, die gegen die EU abstimmten, wissen gar nicht, was sie tun. Wie sind sonst die auffälligen Suchanfragen bei Google zu erklären? Anstatt Wohlstand, Einheit und Freiheit zu schaffen, nabelt sich die Insel ab. Jetzt können sie stolz ihre Fahnen schwenken. Ob ihnen das was bringt? Wohl kaum. Ihre Immobilien werden schnell an Wert verlieren. Die Arbeitslosigkeit wird steigen. Ja, die Leute regen sich zum Teil zu Recht über zu viel Regulierung aus Brüssel auf. Aber Regulierung ist nicht nur schlecht. Sie hat auch Vorteile.

Einer der größten EU-Bekämpfer ist der britische Politiker Nigel Farage. Er verbreitete viel Hass. Hier bedankte er sich bei den Wählern für die Brexit-Abstimmung und schimpfte gleich los über die „großen Banken und großen Unternehmen“. Er ist halt einer, der gerne vom Leder zieht.

Wenn wir eine Rezession bekommen werden, können wir uns bei Politikern wie Farage dafür bedanken. Trotzdem setze ich das Aktiensparen fort. Stetig. Stur.

Gleichzeitig behalte ich meine Ausgaben im Griff. Ich gehe lieber früher in Rente, als mich ewig abrackern zu müssen – nur um das Geld für Konsumgüter zu verpulvern. Mein Motto ist: Lieber weniger arbeiten, aber dafür weniger konsumieren.

Um Wohlstand aufbauen zu können, müssen Sie durch einen sehr schwierigen Prozess. Ja, es ist nicht leicht. Es erfordert Disziplin und Verzicht. Ohne Verzicht geht es nicht. Die meisten Menschen wollen nicht ihr Vergnügen und ihre Wünschen aufschieben. Sie können nicht abwarten. Sie wollen immer alles SOFORT. Wie ein verwöhntes Kleinkind. Aber kurzfristig alles bekommen und im Alter alles bekommen – beides geht kaum.

Eine gute Grundlage für Wohlstand ist in meinen Augen die Schuldenfreiheit.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Brexit: Ade England

  1. Oliver

    Jetzt panikartig zu verkaufen wäre tatsächlich ein Fehler. Sofort zu kaufen ist aber ein nicht unerhebliches Risiko. Wir sind einen Tag hinter der Brexit-Entscheidung, die Börsen sind aufgrund der Entscheidung stark gefallen. Ich denke, es braucht etwas Zeit, bis die Leute realisieren, was hier wirklich passiert ist. Ich persönlich finde, dass diese Entscheidung sowohl etwas gutes als auch etwas schlechtes hat. Das gute ist, dass diese undemokratischen EURO-Politiker endlich mal merken, dass es so nicht mehr weitergehen darf. Alles, was falsch läuft aufzuzählen, würde meinen Kommentar sprengen. Andererseits ist es schlecht, da durch die negative Stimmung, die vorherrscht viel kaputt gemacht werden kann. Bei den wirtschaftlichen Auswirkungen – selbst bei den Engländern – mache ich mir nicht so viele Sorgen. Beide Seiten werden bemüht sein, dass die wirtschaftliche Entwicklung positiv weiterläuft. Und das wird sie. Das Gegenstück ist die Schweiz mit eigener Währung und sehr gut laufender Wirtschaft, obwohl der Franken die Produkte und Dienstleistungen teuer macht. Das die Engländer über ihre wichtigen Punkte wieder selber bestimmen wollen, kann ich verstehen. Gerade mit unserer Einwanderungspolitik, die auch in England ein Thema war, bin ich auch nicht einverstanden. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Die Frage ist natürlich: Wie wird es in nächster Zeit mit den Börsen weitergehen? Evtl. wird man zu der Feststellung kommen, dass der Brexit von der wirtschaftlichen Seite doch nicht so starke Folgen hat und es geht wieder aufwärts. Da wäre ein jetziger Kauf natürlich sehr positiv. Andererseits bin ich nicht so optimistisch und denke, dass wir eine Börse mit Tendenz nach unten bekommen inklusive schwacher Tage, wenn sich wichtige Dinge ereignen für den Austritt UKs. Deshalb werde ich diesen Monat zumindest einmal nichts dazu kaufen. Ich denke, nach ein bis zwei Wochen kann man die Lage besser einschätzen, wie sich das alles auswirkt. Panik wäre falsch, Aktionismus finde ich momentan aber auch übertrieben.

    Den Engländern wünsche ich alles Gute.

  2. Vali

    Also, ich sehe auch keinen Weltuntergang, obwohl ich sehr enttäuscht über den Brexit bin. Die Börsen sind voller Trader, Zocker und Algorithmen – wie es weiter geht, weiß ich auch nicht;-)

    J. K. Rowling hat sich auf Twitter noch ganz viel Zauberei für den EU-Verbleib gewünscht… Künstler, Intelligenz, Promis, Städter, Jugend – all diese Menschen sahen die Vorteile des „Gemeinsamen“… aber die Provinz, die Radikalen, die Fremdfeindlichen, die Alten wollen oft keine Änderung, haben Angst und weil sie immer mehr „Ruhe“ anstreben, ziehen sie so die Aktiven mit sich zum Regionalen, Verschlossenen, Alten…

    Jeder in meiner Umgebung ist geschockt. Auch der Brite in der Klasse meiner Tochter! Zum Glück darf er bleiben. Ich durfte auch in die USA, mit ESTAs und Visumsvisen, Foto und Fingerabdrücke – so wird es mit GB…

    Aber ich sehe auch Chancen, dass sich dadurch was ändert und wir so kompakter, aber stärker werden. GB wird sowie die Schweiz oder die Türkei irgendwie immer dazugehören und das wird uns wirtschaftlich auch nicht so treffen. Denn USA und China sind weiter stark und niemand hat vor, die EU oder GB jetzt als Handelspartner oder politisch auszuschließen.

    Ich sehe es sowie Oliver und Tim. Ich beobachte jetzt und halte mehr Cash bereit. Langfristig sehe ich aber nur Positiv. Wenn sich Kaufgelegenheiten bieten, kaufe ich gute Firmen ein. Die Liste ist lang 🙂

  3. Florian Günther

    Hallo Tim,

    Deinen Gedanken zum „Nichtstun“ kann ich nur zustimmen!

    Dennoch möchten Value Investoren Kursabschläge von 10 % auch gerne nutzen.

    Bleibst Du beim monatlichen sparen, oder nimmst Du solche Gelgenheiten war um größere Einzelpositionen zu kaufen?

     

    BG

     

    FLO

  4. Felix

    Ich denke schon, dass am Ende die Armutsmigration den Ausschlag dafür gegeben hat, dass die Briten mehrheitlich für den Austritt gestimmt haben. Die naive Merkelsche Einladungspolitik und Willkommenskultur, die wie ein Magnet auf alle Müheseligen und Verdammten dieser Welt gewirkt hat, ist der zentrale Punkt für die aktuelle Krise der EU. Und dann sich auf den moralischen Standpunkt stellen, dass nun andere Länder der EU diesem Beispiel folgen müssen. Ich denke, das machen die meisten Länder zu Recht nicht mit. Und bevor dann eine Mehrheit von Eurokraten wie Junker und Schulz die Länder dazu zwingen, halb Afganistan aufzunehmen, wollen sie das lieber selbst in der Hand behalten.
    Rund 100 Milliarden Euro Steuergelder gibt D bis 2020 für diese verfehlte Politik der offenen Grenzen aus. Gleichzeitig fallen Brücken ein oder sind nicht mehr befahrbar. Wollen das die Menschen, die das bezahlen wirklich – ich glaube mehrheitlich nicht.

    Auch die zunehmenden Transfers in südeuropäische Länder, von denen man den Eindruck hat, sie haben sich auf Kosten der nördlichen Länder ganz gut eingerichtet: Rente mit 55, 35-Stunden-Woche, lange Urlaubszeit. Wenn dann die Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr gegeben ist, macht man nicht Reformen, sondern verlangt höhere Sozialtransfers von den Steuerzahlern der Ländern die sich krumm buckeln. Unsere linken Politiker fahren darauf voll ab und sind für mehr soziale Gerechtigkeit in der EU.

     

  5. Tobias F.

    Tim hatte mal geschrieben er kauft nur einmal im Jahr, immer Ende April. DAs ist eine extrem entspannte Herangehensweise, aber es gibt ja ausreichend Quellen die besagen, dass Market Timing eben nicht funktoniert, von daher finde ich das recht cool wie er es macht

     

    Folgender Plan erscheint mir für mich ganz gut geeignet:

    Jeden Monat zu einem festen Betrag nachkaufen
    Bei jedem Marktrücksetzer von ca 10 % nachkaufen und zwar mit 10% meines Barbestandes

    Damit gehe ich sicher, dass ich zum einen regelmäßig kaufe und zum anderen auch Rücksetzer mitnehme. Nachteil ist natürlich, falls es kaum mehr große Rücksetzer gibt ich nicht voll investiert bin, aber das ist mir lieber als jetzt voll einzusteigen um dann im schlechtestens Fall erst mal 50 % abzurauschen.

     

    Wie haltet ihr es mit den Käufen und was meint ihr zu meiner Vorangehensweise?

    Viele Grüße an alle!

  6. Claus

    Hallo zusammen,

    das es tatsächlich zum Brexit kommt, hat mich doch überrascht, denn ich dachte die Vernunft der Briten wird am Ende siegen. Aber die Briten entscheiden sich häufig anders, als man glaubt…

    Gestern habe ich kurz vor Börsenschluß eine neue Position gekauft. Vielleicht etwas gewagt. Da es sich um m.E. eine der besten Versicherungen handelt, die Geschäfte gut laufen und auch sonst alles stimmt, habe ich die ca. 10% Nachlass gerne mitgenommen: Prudential. Ca. 3,5% Dividende, die seit 2005 jährlich gesteigert wird. Zahlt seit 1988, die Ausschüttungsquote beträgt knapp 50%. Langfristig recht interessant.

    Habe gerade mein Depot gesichtet und durfte wieder einmal feststellen, wie stabil es aufgrund seiner globalen Ausrichtung mit ca. 50% US-Anteil aussieht, Performance:

    + 0,3% seit Jahresanfang

    + 1,1% letzte Woche

    – 1,5% gestern

    Wie sieht es bei Euch aus?

    Ein schönes Wochenende!

     

     

  7. Felix

    Was steht so auf der Watchlist, wenn es weitere 10 % runtergeht? Mehr erwarte ich eigentlich nicht. Britische Firmen oder kontinentaleuropäische?

  8. Tobias F.

    @Felix:

    Mein Depot beinhaltet aktuell:

     

    Hamborner Reit

    Novo Nordisk

    Comstage1 DivDax ETF

    Comstage 1 MDax  ETF.
    S&P 500 High Dividend Low Volatility UCITS ETF
    SPDR S&P US DIVIDEND ARISTOCRATS ETF

    3m

    P&G

    J&J

    Alphabet

    Coca-Cola

     

    Ich würde hier immer nachkaufen denke ich, da ich mich so momentan sehr wohl fühle.

     

  9. Felix

    Der prozentuale Rückgang hält sich in Grenzen, aber aufgrund der Depotgröße sind die absoluten Beträge nicht schmerzfrei.

  10. Frank

    Hallo Tim,

    heute muß ich dir mal massiv widersprechen. Nigel Farage hat keinen Hass versprüht, er hatte ein Ziel: Raus aus der EU!

    Dies hat er nun nach 25 Jahren erreicht. Für mich absolut bewundernswert. England wird nicht untergehen. England ist nicht isoliert wie Japan. England wird mit der ganzen Welt Handelsabkommen abschließen, das Commonwealth wird ihnen zu Gute kommen. Wenn der Rest Europas erkennt dass es England mittelfristig besser geht als vorher, dann ist diese EU Geschichte.

  11. der der hier gerne mitliest

    Mein Depot befindet sich noch 0,3% im Plus. Ich habe aber auch erst im März angefangen, und es ist gestern von über 2% abgerutscht.

    Wobei ich gesehen habe, dass die meisten Werte wieder angezogen haben, wie AT&T, Altria, BASF usw.

    Persönlich habe ich mich wieder beruhigt, Reisende soll man nicht aufhalten, wobei man bei der Abstimmung ja nicht unbedingt von einer absoluten Mehrheit der Briten sprechen kann.

    Die Börse wird nächste Woche wieder andere Themen haben, die die Anleger verunsichern, sei es eine Rede von Frau Yellen oder neue Arbeitslosenzahlen, es wird immer einen neuen Grund geben warum die Anleger jetzt gerade „verunsichert“ sind.

     

    Danke für deinen Blog Tim und alle anderen Schreiberlinge, um mein Depot mache ich mir überhaupt keine Sorgen, im Gegenteil, gestern habe ich eine Dividende von Prospect bekommen und Montag zahlt Shell aus.

    Wie hat Erich Maria Remarque so schön gesagt? Im Westen nichts neues..

     

     

  12. Tobias F.

    Ich kann nicht nachvollziehen, warum man diese EU ablehnt. Ich halte das für gefährlich und rückwärtsgerichtet.

    Die EU muss sich reformieren, das sehe ich auch so. Allerdings nicht, in dem man sie abschafft, sondern von Innen heraus, als Prozess. Es gab Fehlentwicklungen, die Vorteile überwiegen jedoch hundertfach!

    Und es ist durchaus bezeichnend, dass die alten und einfachen Menschen die EU ablehnen während die jüngeren und gut gebildeten Menschen für die EU einstehen. Man hat es scheinbar versäumt, die Schwachen auf dem Weg mitzunehmen.

     

  13. Freelancer Sebastian

    @ Felix

    Und die 100 Milliarden Euro verschwinden einfach so im Orkus? Oder werden da ggf. volkswirtschaftliche Effekte ausgelöst?

    Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin sehr für ein geregeltes Einwanderungssystem wie in Kanada und co. Und natürlich kann Europa nicht alle Ärmsten der Welt aufnehmen.

    Aber einfach so Zahlen in den Raum zu werfen, ohne Studien ausgewogen zu berücksichtigen ist mir zu platt….

    Auch mit anderen Klischees ist das so eine Sache:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/die-schuldenkrise-in-griechenland-gehen-die-griechen-wirklich-mit-56-in-rente/11939572.html

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/griechenland-was-rentner-im-vergleich-zu-deutschland-wirklich-kriegen-a-1039256.html

    https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/arbeitsrecht/europa/wie-viel-urlaub-machen-eigentlich-die-griechen/

    Die Realität ist zu komplex für einfache Erklärungsmuster.

    Nichts für Ungut. Und ein schönes Wochenende!

  14. Frank

    @Tobias F,

    dass du die Brexit ler als alt und einfach bezeichnest, zeigt wie überheblich die EU Seite ist. England besteht also zu 51 % aus alten und einfachen Leuten?

    Und übrigens: was ist schlecht an einfachen Menschen?

    Oder meinst du mit einfach eigentlich zu doof um in dieser ach so komplizierten Welt zu bestehen?

  15. Tobias F.

    @Frank: Ich habe niemanden irgendwie bezeichnet, sondern Fakten benannt.Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun.

    Es ist nur schwierig Menschen über Fragestellungen entscheiden zu lassen, der Tragweite sie nicht mal zu 5% einschätzen können. Menschen sind so leicht zu manipulieren und Populismus ist Gift. Das sich Menschen von diesem süßen Gift anstecken lassen gab es schon immer und nie ist es gut geendet.

    Der Aufschwung der Populisten in Europa und auch in der USA ist wirklich beängstigend.

    @FeelancerSebastian: Danke, Zustimmung und gute Links!

  16. Frank

    Zitat:“@Frank: Ich habe niemanden irgendwie bezeichnet, sondern Fakten benannt.Das hat nichts mit Überheblichkeit zu tun.

    Es ist nur schwierig Menschen über Fragestellungen entscheiden zu lassen, der Tragweite sie nicht mal zu 5% einschätzen können.“

    Sorry, ich konnte in deinem Thread keine Fakten erkennen, aber obiges erklärt für mich vieles und bestärkt mich in der Meinung, dass Überheblichkeit eine Grundstimmung der meisten EU Befürworter ist.

  17. Tobias F.

    @FeelancerSebastian: Ich vergas: Dir auch ein schönes Wochenende! 🙂

  18. Robert Michel

    Der Brexit ist zwar wenig konstruktiv, aber nachvollziehbar. Wenn Merkel weiter so macht wie bisher, würden früher oder später die Nachteile einer EU-Mitgliedschaft tatsächlich die Vorteile überwiegen. Warum sollten die Briten warten bis es so weit ist?

  19. Felix

    @ Freelancer Sebastian

    Ich habe versucht, darzustellen, warum eine Mehrheit der Bevölkerung in einigen/vielen EU-Ländern die Nase von der EU voll hat. Sorry, aber denen braucht man auch nicht mit Studien zu kommen, die von auf Lebenszeit verbeamteten,  im Elfenbeinturm lebenden Wissenschaftlern verfasst sind und die in einer ganz anderen Welt leben als der Normalbürger.

    Welche Effekte die 100 Milliarden Euro, die in die Integration der 1 Mio. Migranten des letzten Jahres investiert werden, auslösen werden?
    Wenn sie gut angelegt sind, werden viele der Migranten lesen und schreiben lernen und soweit gebracht werden, dass die meisten von ihnen in 5 bis 10 Jahren ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten werden können und nicht auf Dauer von staatlicher Stütze abhängen werden. Gleichzeitig wird ein großer Teil in Polizei, Verfassungsschutz fließen, um die Kriminalität in Grenzen zu halten. Wenn es schlecht läuft, wird die Integration trotz der Milliardeninvestition zu Parallelgesellschaften führen mit hoher Kriminalitätsrate, Extremismus und religiösen Fanatismus. Es wird vermehrt zu Anschlägen kommen. Und man wird uns sagen, wir seien schuld, weil wir nicht sie nicht richtig integriert haben.

    Man muss auch mal mit normalen, durchaus vernünftigen und steuerzahlenden, Kinder erziehenden Einheimischen reden. Die haben einfach ein etwas anderes Weltbild. Dass das die AfD aufgreift, ist leider so. Und wenn in der Berliner und Brüssler Käseglocke so weiter gemacht wird, gehen wir dunklen Zeiten entgegen.

  20. ZaVodou

    Letzte Woche ist die Börse in der Vorwegnahme angestiegen, dass GB in der EU verbleibt. Am Freitag gab es dann die Korrektur wegen des überraschenden Nein zur EU, weswegen ich mir am Freitag sehr lange hier noch mal verstärkt die UK Dividend Champions angeschaut habe.

    Ich habe nicht so viele Firmen gefunden, in die ich dauerhaft mein Geld investieren würde. Mein Favorit ist hier immer noch Diageo und da steht der Kurs heute höher als noch letzte Woche. Trotz eines Minus von über 5 % am Freitag.

     

     

  21. O.T.

    Ich glaube in der kommenden Woche wird sich die Meinung am Markt durchsetzen das die Briten mit dem Austritt einen Schritt in die richtige Richtung, in die Freiheit, getan haben. So werden sie, im Gegensatz zur Rest-EU, TTIP annehmen können.

    Die ganzen Zitterer sind jetzt aus der Börse raus (auch die zitternden Computer), daher ist das Abwärtspotential beschränkt. Die GB-Werte werden steigen, bei den Rest-EU Werten wird es auf das politische Tun der EU-Bürokraten ankommen. Da besteht wenig Hoffnung das sie den Schuß gehört hätten. Eine Reform aus dem Inneren kann es bei einer Bürokratie nicht geben, wäre ein Widerspruch in sich.

    Die Doofen, Provinzler, Rassisten, Fischer, alte senile Deppen, nicht studierte Taxifahrer haben eine demokratische Entscheidung getroffen, das müssen auch die Gebildeten und Schönen in der Rest-EU akzeptieren, so leid es mir für euch tut.

  22. Rugier

    War bis zur Flüchtlingskrise pro EU kann ich jetzt nicht mehr behaupten, was ich absolut nicht verstehe ist warum man hierfür keinen Plan hatte oder immer noch nicht wirklich hat. Ist ja nicht so das dies von heute auf morgen passiert ist. Denke an meine Schulzeit zurück wo wir über die höchstwahrscheinlich in Zukunft stattfindender Flüchtlingsströme durch das Bevölkerungswachstum, Krieg und Umweltkatastrophen diskutiert haben. Meine Schulzeit war wohlgemerkt aber schon in den 80er. Über Kleinlichkeiten die allgemein bekannt sind werden sich in Brüssel die Köpfe zerbrochen, aber auf wirkliche Probleme die noch dazu absehbar sind steht man orientierungslos da. Ein Wahnsinn für die Flüchtlinge und für die heimische Bevölkerung.

    Der Austritt Großbritanniens wird für uns Kontinentaleuropäer in 20,30 oder 50 Jahren gut sein, ein Land mehr wohin wir flüchten können falls sich Europa weiter so entwickelt in Richtung einer Art Sowjetunion.

    Von diesem Ignoranten Gebahren der EU-Poltiker alles was gegen die EU ist ist automatisch gegen Europa und ungebildet, absoluter Schwachsinn, sag nur EFTA, EWR.

  23. Tobias F.

    Im Übrigen sollte so ein Referndum gewisse Kriterien erfüllen um gültig zu sein.

     

    Mittlerweile stimmen mehr als eine Million Briten hier für ein zweites Referendum mit Kriterien, die die Entscheidung auf größere Mehrheiten fußen lassen würde. Eine Mehrheit von 60 % und Wahlbeteiligung von 75 % wird hier gefordert.

     

    Es werden pro Minute 10.000 mehr gerade:

     

    https://petition.parliament.uk/petitions/131215

     

    Ich denke das letzte Wort ist noch nicht gesprochen in diesem Fall.

  24. Der Malachit

    Ich hätte nicht gedacht, dass es zu einem Brexit kommt. Eine parlamentarische Monarchie scheint doch etwas anderes zu sein, als eine parlamentarische Demokratie, wie bei uns. So etwas wie mehr direkte Demokratie mit Volksentscheiden ähnlich wie in der Schweiz.

    Uns wurde z.B. die Einführung des Euro quasi parlamentarisch demokratisch aufgezwungen. Eine direkte Demokratie wie in der Schweiz hätte dazu sicher auch einen Volksentscheid durchgeführt.

    Dass die einflussreichen Kreise in GB trotz der in der letzten Woche vor dem Referendum angeheizten Kampagne für den Verbleib in der EU sich nicht durchsetzen konnten, überrascht mich doch etwas. Und ich stelle mir die Frage, wem das Ergebnis am meisten nutzt. Wem nutzt eine schwächere EU?

    War die Weltpolitik vielleicht doch die wichtigere Komponente im Gerangel und frei nach

    @ O.T., „Die Doofen, Provinzler, Rassisten, Fischer, alte senile Deppen, nicht studierte Taxifahrer“ nur die Schachfiguren?

    @Tim – Für die Börsen ist das meiner Meinung nach nur ein momentaner Einflussfaktor. Also keine Panik. Für Trader sieht das schon anders aus! Ach ja, bei allem Optimismus für die Leute die nur steigende Kurse kennen. Schön, dass du in deinem Beitrag einmal daran erinnerst: “ Japan hat selbst nach 25 Jahren nur die Hälfte des Kursstands von 1989 erreicht.“

    Der Malachit.

  25. Markus

    Komm gehe ich bei der Haustüre raus, bin ich umzingelt von fremdländisch jungen Männern, die mir nur böses wollen. 😉

    Einfach kein Platz und Bewegungsfreiheit mehr…

    *Ironieoff*

    Ja, die verrückten Terror-Idioten…

    Komisch nur, dass viel mehr Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte wie Terrorakte statt finden…

    Muss sich für diese Menschen (ja es sind auch Menschen) auch ein wenig wie Terror anfühlen…

    Haben wir nur noch Angst vor der Zukunft???

  26. Freelancer Sebastian

    @ Felix

    Es ist leicht, eine unliebsame Tatsache, etwas, das man nicht wahrhaben möchte, zu diffamieren: Die Lügenpresse, die Beamten im Elfenbeinturm, die Gutmenschen….

    Du hast auf meine Einwände keine rationalen, begründeten Antworten gefunden. Du möchtest halt weiter in deinem eigenen Elfenbeinturm bleiben. Schade.

    Wie ist das jetzt mit den „faulen Südeuropäern“ ? Passt nicht ganz mit dem Urlaub oder?

    Die Kriminalpolizei möchte auf populistisches Getöse Antworten bieten:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/fluechtlinge-und-kriminalitaet-bka-nennt-zahlen-14078095.html

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-06/bundeskriminalamt-statistik-straftaten-asylbewerber

    Die Vergewaltiger von Köln passen gut ins eigene Weltbild. Ich verurteile deren Taten, sowie alle anderen Gewalttaten auch. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Mißbrauch und sexuelle Nötigung vor allem IM ELTERNHAUS/IN DER VERWANDSCHAFT stattfindet. Von deutschen Tätern! Das ist Fakt.

    Überhaupt die Polizei. Mehr oder weniger davon? Mehr Staat oder weniger? Was denn jetzt?

    Und dir ist doch auch klar, dass mittlerweile JEDER 5. DEUTSCHE STAATSBÜRGER migrantische Wurzeln hat?

    http://de.statista.com/themen/46/einwanderung/

    Trotzdem (oder gerade deshalb 😉 ) ist Deutschland eines der wohlhabensten und wirtschaftlich erfolgreichsten Länder der Erde. Hier läuft eine Menge richtig. Vielleicht nimmt die Vermögens- und Einkommensschere bedenkliche Ausmaße an…. aber Vorsicht bei dieser Debatte steht ja der Sozialismus wieder vor der Tür…..

    Diese Tatsachen werden von einer Großzahl der vernünftigen und steuerzahlenden, Kinder erziehenden Einheimischen in meinem Umfeld geteilt. In deinem nicht. Das zeichnet eine pluralistische Gesellschaft aus.

    Bei uns steht Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Engagement, Tatkraft und Zuversicht hoch im Kurs. Das Genörgle überlassen wir anderen. Wer unzufrieden ist, muss sich einmischen, beteiligen. Du bekommst die Politiker, die du verdienst. Wenn die alle so schlecht sind, dann mach es besser!

    Aus deinen Worten zur Politik höre ich viel Zorn, Wut und Hass heraus. Meiner Meinung nach ein schlechte Ratgeber für ein gesundes und glückliches Leben.

    Deine Ausführungen zum Börseninvestment gefallen mir deutlich besser. Deine Erfahrungen hierzu schätze ich sehr. Dir ist diese Thema ja auch lieber, wie du oft erwähnst. Also –  bitte mehr davon.

  27. Felix

    @ Freelancer Sebastian

    Ja Sebastian, das sind sie wohl, die zwei Weltbilder, welche die Bevölkerung in den meisten europäischen Länder derzeit spaltet.

    Mehr Aufnahme von Migranten, mehr Abgabe von Kompetenzen und Geld nach Brüssel, oder eben – und das ist die Gegenposition: weniger davon oder mindesten: es reicht jetzt.

    Deswegen muss man nicht persönlich werden (hast du nicht getan) und die Gegner als die ungebildeten, alten usw. abtun. Auch diese haben Mitwirkungsrechte. Wahrscheinlich haben sie sogar die Studienplätze der (Ein-)Gebildeten mit ihren Steuergeldern bezahlt.

    Was die Politik angeht, so zeigt sich bei Wahlen in vielen Ländern ja deutlich, dass es einen Rechtsruck gibt. Ich finde das nicht gut! Wenn die etablierte Politik aber meint hauptsächlich Minderheitenthemen adressieren zu sollen oder Brüssel meint, mir vorschreiben zu müssen, wie viel Watt mein Stabsauger haben darf, dann stimmt halt mMn etwas nicht mit der Politik. Und wie du richtig sagst, jeder kriegt die Politiker, die er verdient – und wir werden andere kriegen – siehe London. Besser wird es dadurch nicht, eher im Gegenteil.

  28. Frank / Berlin

    mein Depot ist seit Jahresanfang mit 4,65% im plus.

    wie sagt der Kölner? Et kütt wie et kütt.

    Die Karawane zieht weiter. oder schöner ausgedrückt:

    Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

  29. Vali

    Viele der Brexit-Freunde hier vergessen, dass die Brexit-Briten nicht nur die Merkelsche Flüchtlingspolitik abgewählt haben, sondern die Deutschen selbst. Viele dieser Jahrgänge sprechen noch von Nazideutschland, und den machthungrigen, diktatorischen Deutschen, zu denen sie als Briten nicht gehören und von ihnen nicht kontrolliert werden wollen.

    Und hier wird auch noch gejubelt! Von Deutschen. Ich verstehe diese Denkweise nicht.

    Danke Freelancer Sebastian! In meiner Umgebung ist jede zweite Ehe gemischt.

    @O.T. in Immobilienansichten verstehen wir uns super, aber hier…

    Oft ist es doch so, dass die „Doofen, Provinzler, Rassisten, Fischer, alte senile Deppen, nicht studierte Taxifahrer“ auch weniger verdienen und weniger Steuer einzahlen, aber mehr dieSteuerhilfen“ brauchen. Wenn sie ab jetzt so demokratisch bestimmen, und sie wohl in der Mehrzahl sind, aber den „Gebildeten und Schönen“ den Weg in die Gemeinschaft versperrt haben, die ihnen eben diese vielseitigen Möglichkeiten bietet, wo soll dann bitte das Steuergeld herkommen?

    Vom Fisch und Taxi?

    Die Unternehmer waren alle für die EU – ihr hält doch ihre Aktien?

    Sehr einseitige Denkweise. Leider. Ich hoffe, dass nicht viele hier so denken.

    Man braucht Offenheit, Entwicklung, Talente, um sie finden und fördern zu können. Alles andere ist rückwärtsgewandt. Zurück zum regionalen Selbstversorger.

    Ich bin auch für selective Einwanderung. Aber ich war selbst ein Flüchtling und weigere mich in den Flüchtlingen die Sündenböcke zu suchen.

     

  30. Freelancer Sebastian

    @ Felix

    Versöhnliche Worte!

    Es ist ja nicht so, dass ich alles aus der Politik kritiklos hinnehme. Im Gegenteil passt auch mir eine Menge nicht (Stichwort Bankenrettung).

    Aber der Ton macht die Musik und viele Wutreden auf „die Politk/er“ sind mir zu plump.

    Das Unbehagen vieler Bürger muß man ernst nehmen, radikalem Hass – gegen wen auch immer – aber entgegenstehen.

    @ Vali

    Meine Frau ist in Polen geboren. Hat sich vom Kind ohne Deutschkenntnisse mit viel Fleiß bis in die Universität hochgearbeitet. Stupides Ausländerbashing kommt bei mir nicht gut an…..

    Zudem kennen wir viele türkisch- und arabischstämmige Eltern aus der Schule. Engagierte, ehrliche, fleißige und gebildete Menschen. Andere Kultur – klar – aber dennoch liebenswerte Mitbürger.

    Und ja, ich kenne auch das Gegenteil – bildungsferne Chauvitypen. Aber auch unter „Einheimischen“ gibt es die ein oder andere „Knalltüte“….

  31. Markus

    @Malachit

    Ja, viele können zwischen den unterschiedlichen Demokratieformen nicht korrekt differenzieren und wundern sich dann, warum nicht alles von der Mehrheit mittels Volksentscheiden entschieden wird…  (siehe Euro, EU etc. – Deutschland hat eine parlamentarische Demokratie!)…

    Die Empörung und Verbitterung entsteht durch fehlendes Wissen und wie dieses kommuniziert bzw. nicht kommuniziert wird.

    Vielen wollen aber gerne eine einfache Weltsicht, wie sie manche Demagogen proklamieren.

     

  32. wirtschaftswaisewirtschaftswaise

    „Wenn wir eine Rezession bekommen werden, können wir uns bei Politikern wie Farage dafür bedanken.“

    Man kann ja über Farage denken, was man will, aber auf die Wirtschaft hat er so gut wie keinen Einfluss. Wenn wir demnächst eine Rezession in Europa bekommen, dann liegt das an der katastrophalen Politik der letzten Jahre mit „Euro-Rettung“, immer weiter aufgepumpten Staatsausgaben zur Vollversorgung großer Bevölkerungsteile und konsequenter Verweigerung von nötigen Wirtschafts- und Rentenreformen (Frankreich, Griechenland, Italien etc.).

     

  33. Frank / Berlin

    @ markus

    Deutschland ist aber auch keine parlamentarische Demokratie. die wirklich wichtigen Dinge werden hinter verschlossenen Türen verhandelt und den Fraktionen wird dann gesagt wie sie abstimmen sollen. Entscheidungen in Deutschland werden nicht in den dafür vorgesehenen Gremien getroffen. Die winken nur durch. gerne auch mit nordkoreanischen Mehrheiten in Fragen die beim Stimmvieh laut Umfragen 50:50 stehen.

  34. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Tobias F.

    @ Florian Günther

    Ja, ich kaufe immer im April im Depot zu. Dann mache ich meine Steuern. Dann habe ich den besseren Überblick. So nehme ich Aktivität aus dem Depot heraus. Daneben kaufe ich zu, wenn ich Dividenden erhalte. Ich habe einen Drip-Plan eingerichtet. Alle Dividenden werden reinvestiert. Automatisch. Das kostet mich nichts. In den USA kann man das bei Discountbrokern einrichten. Es ist etwas bequemes. Es bringt den Scheeball ins Rollen. Ohne dass ich etwas tun muss.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dividend_reinvestment_plan

     

    @ Frank

    England wird vom Ausstieg nicht profitieren, sondern leiden. Da sind sich viele „Experten“ einig. Es leuchtet ja ein. Eine Isolation ist mit Nachteilen für die Wirtschaft verbunden. Und was die Briten machen, ist eine Isolation. Natürlich werden sie andere Abkommen verhandeln. Aber die enge Bindung an die EU wollen sie nicht mehr.

    http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/forscher-beim-brexit-verlieren-alle-besonders-die-briten-14308028.html

  35. Couponschneider

    Sicherlich haben sich viele Briten nicht rational für den Brexit entschieden, aber haben denn alle, die sich dagegen entschieden haben, rational die Argumente abgewägt? Ich bezweifle das und gehe davon aus, dass Bauchgefühl- und Zornwähler auf beiden Seiten zu finden waren.

    In den deutschen Medien wird ja suggeriert, dass die Brexit-Befürworter rechtsextrem oder senil wären, als gäbe es keine Argumente für den Brexit. Und was ist eigentlich gegen das Bauchgefühl zu sagen? Ich wenn ich ein schlechtes Bauchgefühl bei einer Aktie habe (betrifft praktisch alle Bankaktien), dann kann ich nicht gut schlafen und das brauche ich auch nicht. Und wenn ich mit einer Aktie schlecht schlafen kann, verkaufe ich sie.

    Seltsamerweise haben die deutschen Medien und die Linken in anderen Politikfeldern nichts gegen die Irrationalität. Man ist gegen Gentechnik, Fracking und Kernenergie. Durchschlagende Argumente findet man keine. Wenn jemand Angst hat, versucht man nicht, die Ängste zu beseitigen, sondern man nutzt sie für den nächsten Wahlkampf, für die nächste Kampagne.

     

  36. Frank / Berlin

    https://www.freitag.de/autoren/linkspazi/das-gescheiterte-demokratie-experiment

    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-02/studie-fu-berlin-linksextremismus-demokratie-skepsis

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article137728701/Mehrheit-vermisst-in-Deutschland-echte-Demokratie.html

    https://buergerstimme.com/Design2/2009/12/warum-deutschland-keine-demokratie-ist/

     

    wer lesen kann.

    das deutsche System ist ja finanziell für uns nicht schlecht. Ich persönlich bin recht wohlhabend in diesem Land geworden. Aber man muss doch sehen, dass uns Deutschen Rechte vorenthalten werden, die jeder Schweizer ganz selbstverständlich ausüben kann. Demokratie heißt ja „Volkes Wille“. Über grundsätzliche Dinge gibt es in Deutschland keine Abstimmungen, die man auch verlieren könnte. Nur Detail-Fragen werden diskutiert.

  37. Frank

    Den Engländern wird es mittelfristig besser gehen als den EU Ländern, spätestens dann wird der Rest sich auch aus diesem zutiefst undemokratischen Laden ( daher auch nicht reformierbar) zurückziehen.

  38. der der hier gerne mitliest

    @Frank
    Kannst du da bitte nochmal genauer darauf eingehen, wo in deinen 4 verlinkten Beiträgen explizit darauf eingegangen wird, dass „die wirklich wichtigen Dinge (werden) hinter verschlossenen Türen verhandelt (werden) und den Fraktionen wird dann gesagt wie sie abstimmen sollen.“

    Es wird auf allen 4 Links/Beirägen viel Vermutet, Umfragen werden herangezogen, habe aber nirgendwo eindeutige Beweise finden können, dass dem wirklich so ist.

  39. PIBE350

    War gestern irgendetwas? Mein Depot ging lediglich um 1-2 Prozent runter. Da ich mich noch in der Ansparphase befinde, dürfen es gerne 10-20 Prozent sein. 😉

  40. Patently Absurd

    Ich kann den Briten nur zu der mutigen Entscheidung gratulieren. Vielleicht muss ich auch in Deutschland irgendwann diese blaue Fahne nicht mehr flattern sehen, die Hoffnung habe ich noch nicht ganz aufgegeben.

    Die wirtschaftlichen Aspekte wären für mich sekundär. Lieber würde ich etwas ärmer in einem demokratischen Land leben, in dem die Politiker die Wünsche der Bürger berücksichtigen, als in diesem reichen EU-Gefängnis mit nicht demokratisch legitimierten Funktionären, die an den Bürgern vorbeiregieren.

    Ganz schlimm finde ich Herrn Martin Schulz, der sich erdreistet, über Entscheidungen eines gewählten britischen Premierminister „weiß vor Wut“ zu werden.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-europaeische-union-ratlos-nach-dem-referendum-a-1099629.html

    Man hat den Eindruck, dass diese EU-Politiker sich nicht mehr als Repräsentanten eines Wahlvolkes verstehen, sondern als Herrscher, denen durch den Brexit von Gott gegebene Rechte beschnitten wurden.

  41. Patently Absurd

    Ich hätte nichts gegen einen europäischen Bundesstaat nach Vorbild der USA. Nur hätte hierfür der Grundstein richtig gelegt werden müssen, allen voran eine politische Union erreicht werden müssen.

    Diese müsste auch demokratische Wahlen (Stichwort: Egalitätsprinzip) zu einem europäischen Parlament einschließen, dass mit wirklichen Machtbefugnissen ausgestattet ist. Im jetzigen Zustand ist das ganze Gebilde ein Trauerbild.

     

     

  42. PIBE350

    Ich finde den Austritt Großbritanniens aus 2 Gründen gut: Die Rosinenpickerei ging mir schon immer auf die Nerven und durch das Referendum gab es einen schönen Warnschuss an die EU-Elite. Ich bin zwar pro-europäisch eingestellt, aber durch fehlende und längst überfällige Reformen zu einem EU-Kritiker geworden. Ich erhoffe mir, dass die EU-Bürger durch den derzeitigen Druck zukünftig mehr mitgenommen werden, ansonsten wird bald der zweite Stein aus der EU-Mauer brechen. Weiter durchwurschteln wie in den letzten Jahren geht nicht mehr. 😉

  43. Delura

    @ O.T.

    Die Doofen, Provinzler, Rassisten, Fischer, alte senile Deppen, nicht studierte Taxifahrer haben eine demokratische Entscheidung getroffen, das müssen auch die Gebildeten und Schönen in der Rest-EU akzeptieren, so leid es mir für euch tut.

    Stimme voll und ganz zu, dann bin ich eben auch einer der Doofen, der BREXIT wird sich früher oder später das Richtigste was die Engländer je gemacht haben rausstellen.

    Die in Berlin im Elfenbeinturm sitzen, wissen nichts von der Realität, setzen seit Jahren völlig falsche Prioritäten: Beispiele?

    Griechenland – ist pleite und hätte längst aus der EU ausscheiden MÜSSEN, würde den Griechen sogar gut tun – ABER nicht unseren systemrelevanten Banken.

    Die Energiewende ins NICHTS, nur damit Frau Merkel wieder gewählt wird. Erneuerbare Energien sind richtig, aber bitte sinnvoll – aber sorry wer soll das wissen in unserer Regierung.

    Zusammenarbeit mit Erdogan – der führt uns am Nasenring durch die Arena, geht gar nicht. Der Putin (hat zwar auch nicht alle Latten am Zaun) aber der zeigt wenigstens mal KLARE KANTE und nicht diese Wischiwaschi – Politik von Merkel&Co.

    Bulgarien, Rumänien in der EU ?? Sorry aber das ist fast dritte Welt. Finanzielle Unterstützung – ja, aber keine Aufnahme. Es gibt mittlerweile Städte wie Mannheim oder Duisburg – da gibt es Stadtteile da leben nur noch Bulgaren oder Rumänen. Aber Berlin erklärt: Es gibt keine nennenswerte Einwanderung in unsere Sozialsysteme.

    Die Medien sind mittlerweile nicht mehr die vierte Macht im Staat, sondern könnten zukünftig nach durchgeführten Wahlen den einen oder anderen Ministerposten besetzen so reden Sie unserer Regierung nach dem Mund. Die falsche Berichterstattung über die Ukraine Krise hätte uns fast in einen Konflikt mit Russland geführt.

    Weitere äußerst wichtige Punkte unserer EU Fachkräfte: Dosenpfand, Frauenquote, TTIP, die Klimakatastrophe (müsste Morgen eigentlich eintreffen), Feinstaubrichtlinie, Rechtschreibreform, Fälschung der Arbeitslosenstatistik, Aufnahme von Drogenhandel und Prostitution in die Berechnung des BIP (dann sinken die Schulden – JA zu mindestens prozentual), Erhöhung der Renten in Deutschland (gleichzeitig Rekordeinnahmen bei den Steuern) – wir müssen ja die WELT retten, beim Klima, beim… NEE SORRY das reicht sonst wird mir noch schlecht.

     

  44. StockMan

    @ Tobias F.

    Deine Schreibe enthält ziemlich viel Diskriminierung und Rassismus.

    Du kannst z.B. auch mal darüber nachdenken, ob die doofen Alte einen oder mehrere gute Gründe für ihre Entscheidung gehabt haben. Vielleicht erleben Sie, dass für Ihre Enkel keine guten Schulen mehr zur Verfügung stehen, oder dass sie keine Jobs finden. Und dass die EU alles mögliche für die Eliten tut, aber nichts für die kleinen englischen Leute.

    Alt = doof und Jung = intelligent ist die einfache Denke, die Du bei den Brexit Befürwortern beklagst.

  45. Frank / Berlin

    @der der hier gerne mitliest:

    schon mal was von den Verhandlungen zu TTIP gehört? unabhängig vom Inhalt sind solche Geheimverhandlungen eine Schande. Fraktionszwang ist Dir ein Begriff oder der Bundessicherheitsrat? Du erwartest einen Link in dem es jemand zugibt?

  46. Tobias F.

    @StockMan: Diskriminierung? Und Rassismus? Harter Tobak! Das man mir Rassismus unterstellt ist mir noch nie passiert als Liberaler. Ich hätte dafür gerne einen Beleg und falls dies nicht möglich ist bitte die Rücknahme deiner Aussage.

  47. Tobias F.

    “A wise man told me don’t argue with fools. Cause people from a distance can’t tell who is who.” In diesem Sinne…

  48. der der hier gerne mitliest

    @Frank/Berlin
    Mich hätte jetzt einfach interessiert, wer sich hinter verschlossenen Türen einschliesst und verhandelt, ich dachte du hast da nähere Infos. Vielleicht sogar Namen die bekannt sind, es kam mir ein bissal so vor, als hättest du Insiderwissen.
    Ich erwarte natürlich keine Links in denen das jemand offen zugibt, das war eher eine rehtorische Frage, da ich nicht davon ausgehe, dass sich ein Insider offenbart, wenn man allerdings behauptet, es wird hinter verschlossen Türen verhandelt, waren deine 4 Links mir ein bissal zu wenig, weil mir da zu viele Querverweise zb. auf die Weimarer Republik, verweise auf Umfragen, Vermutungen und Reichsbürgerdenken drinnen waren.
    Was genau TTIP mit geheimen Verhandlungen zu tun hat, versteh ich leider nicht so ganz, ich war eingentlich der Meinung, dass die Verhandlungen dazu, in Brüssel und/oder New York eher offen geführt werden, hast du da nähere Informationen zu geheimen Treffen? Ich schliesse Geheimtreffen nicht kategorisch aus, aber ich werde das Gefühl nicht los, du hast Insiderwissen.

  49. Anna

    Wenn unsereiner Ärger mit Verträgen hat, dann heißt es meist: Das steht aber in dem Kleingedruckten, hätten Sie es mal gelesen.

    Und unsere Volksvertreter sollen zu TTIP die Zustimmung geben, ohne das Vertragswerk komplett gelesen und auch verstanden zu haben. Soll ja so sein, dass der Zugriff auf die Unterlagen nur beschränkt für Ausgewählte gewährt würde. Wie schizophren ist das denn?

     

  50. Markus

    Ja, sehr schizophren…

    Die Leute hier sind teilweise so privilegiert, dass Sie die Zielsetzung vom Kapital und ohne Arbeit zu leben, träumen können und motzen, und motzen und motzen….

    Über dieses Land, über die Politiker, über Flüchtlinge vor Krieg und Armut, über Verschwörungstheorien, über Steuern, über Banken, über die Zukunft usw. und so fort…

    Nur noch Verdrossenheit sehen und keine Chancen…

    Abhauen, wenn es schwierig wird…

    Mit solchen Eigenschaften und so einer Grundeinstellung zum Leben wundert es mich, wie man an eine erfolgreiche Zukunft glauben und überzeugt daran arbeiten kann…

  51. morphyencore

    Zunächst einmal vorweg: Ich bin geschockt und zutiefst enttäuscht über das Abstimmungsergebnis. Ich bin überzeugter Europäer.

    Anders als Tim denke ich aber, dass die EU und nicht Großbritannien der große Verlierer sein wird.

    Wirtschaftlich war es wohl das beste was Großbritannien passieren konnte. Die Briten waren schon immer ein liberales und pragmatisches Volk. Die werden die sich ergebenden Probleme schon lösen. Ich erwarte hier eher eine Erfolgsstory wie die Schweiz, die ja auch für ihre liberale Wirtschaftspolitik bekannt sind. Die demographische Entwicklung ist positiv und man kann nun wieder eine vernünftige und verantwortungsbewusste Einwanderungspolitik betreiben. Im Gegensatz zu EU, die ja nicht in der Lage ist ihre eigenen Außengrenzen zu schützen und diese Aufgabe daher quasi an die Türkei „outgesourced“ hat,  haben die Briten wieder die Souveränität über ihre Grenzen wiedererlangt. Natürlich ergeben auch Nachteile daraus, dass man nicht mehr Teil des europäischen Marktes ist. Ich sehe das aber nicht so dramatisch. Denke nicht, dass nun höhere Zollschranken errichtet werden. Hohe Zölle sind heute eher unüblich und daran hätten wohl beide Seiten auch kein Interesse. Wichtiger ist jedoch, dass man sich vom sinkenden Schiff EU losgelöst hat.

    Die EU sehe ich dagegen am Ende. Oder glaubt hier wirklich jemand, dass die sozialistischen Staaten im Süden sich aus eigener Kraft noch retten können? Wer soll dies denn tun? Deutschland mit vielleicht noch den Niederlanden? Nein, die Sache ist für mich gelaufen. Man muss es einfach eingestehen, dass der Euro gescheitert ist….

    Die Börse sieht es übrigens genauso. Oder habt ihr nicht bemerkt, dass die britische Börse am Freitag mit -3% noch die beste europäische Börse war. Nach Süden hin waren die Kursverluste dann immer größer (Italien -10%, Italien -15%). Ich denke das Muster ist eindeutig.

    Ich habe großes Vertrauen in die Briten und glaube an eine großartige wirtschaftliche Entwicklung. Ich werde wohl eher bei britischen Aktien umschauen.

     

     

     

     

     

     

     

  52. Dieter

    Soviel DOOFHEIT und Dummheit habe ich nicht erwartet von den Briten. Wen man sich isoliert. Kann man nichts erwarten.

    Immer nur das beste von der eu wollen.  Unser Geld. Das geht nicht.

    Und die EU wird ein teufel tun. Den Briten Vorteile zu erteilen.

    Commonwealth. Exportiert England heute schon.was soll da besser werden.

    Auch kann ich das Gejammer nicht hören von Verlierern. Jeder ist selbst seinGlückes Schmied.

  53. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Also ich denke, den Brexit können wir derzeit eh nicht beurteilen. Es ist wie es ist. Ich finde es bedauerlich, da ich darin einen Rückschritt sehe. Diese Separierung ins Klein-Klein ist provinziell. Es wird trotzdem gehen.

    Über die angeblichen Auswüchse Brüsseler Bürokratie kann man streiten. Ich glaube, wir wissen eigentlich gar nicht wie das funktioniert. Man hört nur populistische Meinungsmache, nicht wirklich fundierte Fakten.

    Die berühmte Verordnung zur Gurkenkrümmung kam wohl auf Drängen der Bauernverbände und nicht als Hirnkrampf der Bürokraten in die Welt.

    Ich habe mich persönlich nie über EU-Bürokratismus geärgert. Ich habe mich über die Übernahme der EU-Richtlinien beim Führerschein gefreut, dass ich dadurch dann mit meinem PKW-Führerschein ein 125er Motorrad fahren konnte.

    Ich bin Europäer, ich freue mich auch, in Deutschland verwurzelt zu sein. Aber Deutschland war mir immer zu verstaubt und spießig. Ich habe mich über die Gemeinschaft mit den Südländern gefreut. Was ist schon Geld?

    Ich hoffe, es geht nicht alles den Bach runter.

    Na ja, was das Börsenbeben angeht… mein Lynx-Depot hat erstaunlich robust reagiert. Ich bin auch dieses Jahr gut vorn. Year-to-Date über 10% im Plus, gegenüber S&P von unter 1 %.

    Mein Flatex-Depot, mit gefühlt über 50% Euro-Werten ist allerdings paar Tausender im Minus.

    Gutes Nächtle

    MS

     

  54. Vali

    Einen wunderschönen guten Morgen allen, der Kaffee duftet:-)

    Ich musste gerade lachen, was hier für Einstellungen zu lesen sind!!!

    Lieber arm und doof, Hauptsache dagegen! 😉

    Also, so wird man garantiert erfolgreich, glücklich und reich!!!;-)

    Das ist doch nicht euer ernst? Deutschland ist großartig, die EU ist eine Bereicherung, aber man sucht und sucht, bis man was Schlechtes findet und dann breitet man es groß aus und hängt es als Poster an die Wand, bis die Radikalen und Doofen voller Hass jubeln und wählen gehen… schrecklich!

    Danke Markus, Matthias u.a. Ist gut mal was Vernünftiges zu lesen 🙂

    Wie man bereits sieht, sind die Briten noch geschockter als wir. Die großen Brexit-Befürworter sind stumm und verstecken sich und Cameron will damit nichts zu tun haben. Jetzt bekommen sie richtige Probleme.

    Ihre einzige Chance wäre noch diese Volksabstimmung als nicht bindend zu erklären, aber das ist ja ein demokratischer und  politischer Tod. Und solange sie nicht einen offiziellen Antrag auf Austritt in Brüssel stellen, passiert nichts. Die Börsen hassen solche Unsicherheiten. Meine DKB hat doch nichts eingekauft am Freitag… aber ich schau weiter.

    Delura, mit den Sintis und Roma haben ihre Heimatländer genau die gleichen Probleme – sie sprechen auch ein andere Sprache, sowas wie indisch. Sie sind eine Minderheit, nirgendwo zuhause, „fahrendes Volk“… das sind keine Bulgaren und Rumänen, sie haben nur ihren Pass. Man versucht sie überall zu integrieren, aber sie sind eigensinnig.

    Und für die Energiewände – ich bin glücklich, dass sie hier in der Nähe das Kernkraftwerk abgeschaltet haben. Und hoffe, es geht weiter so!

    Wie du siehst, ist mein Glas halbvoll, ich hoffe, deins bald auch 🙂

     

  55. Markus

    Ich denke es ist eine durchaus bedenkliche Größenordnung an Verunsicherung in vielen Teilen der europäischen Bevölkerung vorhanden.

    Ob man es jetzt nur an Europa festmachen muss?

    Mit „make america great again“ ist es ja auch Trump so ein Polemiker. Wie er es machen will, bleibt er schuldig zu erklären. Genauso die ganzen anderen Populisten mit Ihren einfachen Antworten auf eine komplexe Welt.

    Die Menschen sehnen sich nach einfachen Antworten und Politikern, die Ihnen diese versprechen.

    Wie man Putin zwar mit nicht alle Latten am Zaun, aber wenigstens klare Kante, besser finden kann wie Merkel… erschließt sich mir nicht.

    Sicher finde ich nicht alles toll, aber so verrückt dass man den Wohnsitz nach Russland, die Meinungsfreiheit und diverse andere Werte und Lebensstile eintauschen will, soweit geht dann die Bevorzugung von starken Thesen bei vielen nicht.

    Im Netz kann sich jeder sein Weltbild bestätigen. Dass die ungeprüften Informationen exponentiell schneller zunehmen, als die validierten liegt in der Natur des freien Netzes.

    Das fehlende Grundvertrauen wird mit Ängsten, link`s auf ungeprüfte Meinungsmache und immer noch größeren „Aufreger-Schlagzeilen“ bombardiert.

    Wir verlieren unser Grundvertrauen in zu viel Datenmüll und zu wenig Träumen, wie wir unsere Gesellschaft in Zukunft gestalten wollen.

    Auch diese ewige Angst vor Flüchtlingen, Wohlstandsverlust, Bomben usw… wir Menschen sind alle nur Gast auf dieser Erde.

  56. Oliver

    Im Grunde ist der Austritt durchaus besorgniserregend, wird aber am Ende längst nicht so heiß gegessen wie es jetzt gehandelt wird. Es gibt mit der Schweiz und Norwegen Abkommen, dass sie nicht in der EU sind, aber an sehr vielen Teilen, vor allem wirtschaftlich, beteiligt sind. So wird es mit UK auch laufen. Sie wollen die Bürokratie und viele andere Fehlbildungen der EU so nicht mehr weitertragen und das ist ihr gutes Recht.

    Völlig überzogen und lächerlich finde ich die Reaktionen seiten der EU, besonders des Herrn Schulz:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/brexit-martin-schulz-fordert-austrittsantrag-bis-dienstag-a-1099824.html

    Das sind die Leute, über die wir uns wirklich Sorgen machen müssen.

    Ich kann es leider auch nicht so wie Vali sehen, das alles Friede, Freude, Eierkuchen mit unserer EU ist. So wie sie in den letzten Jahren agiert hat, war es alles andere als gut und vor allem fortschrittlich. Ähnlich wie bei unserer deutschen Regierung werden die Probleme nur vertragt oder mit nicht vorhandenen Geld zugekleistert. Griechenland ist ein jahrelanges Problem, wir unterstützen ein faschistisches System in der Ukraine und rüsten massiv an der Grenze zu Russland auf, die EZB flutet die Märkte mit Geld durch Aufkauf der letzten Schrottanleihen, die Energiewende ist von der Planung insgesamt ein Witz und schadet vor allem Geringverdiener, die überproportional mit der EEG-Abgabe zu ihrem Einkommen bezahlen müssen (deutsches Problem), während andere an weitere Kernkraftwerke aufbauen. Wir haben abgehobene Kommissare, die sich um Frauenquoten bei Aufsichtsräten kümmern aber keine Antwort z.B. darauf haben, wie wir die schwachen Staaten wirtschaftlich entwickeln können. Die Liste ist endlos. Gerade dieses spiegelt schon einen Widerspruch in der EG: jeder möchte national das machen, was er für richtig hält und meint, dass diese Massnahemen gut für das Land wären. Die Länder werden aber daran gehindert durch Vorschriften aus der EU. Viele Länder haben aufgrund der Geschichte schon Angst, Leitlinien z.B. aus Deutschland folgen zu müssen, deshalb kann das nicht klappen. Alleine dieser Vertrag mit der Türkei bzgl. der Flüchtlinge ist beschämend, weil Europa nicht in der Lage ist, angemessen auf die Flüchtlingskrise zu reagieren. Und der Vertrag wird hauptsächlich von Deutschland unterstützt. Prost Mahlzeit.

    Das Hauptproblem ist ein nicht demokratisch gewählter Beamtenapparat von abgehalfterten Politiker, die national entsorgt wurden, weil sie nichts taugten und jetzt dort extrem gutbezahlte Positionen einnehmen dürfen. Ein Zusammenschluß der europäischen Staaten ist meines Erachtens sehr sinnvoll, aber nur so weit, wie es die einzelnen Staaten wirklich wollen. Und genau hier liegt das Problem: Die EU und einzelne mächtige Länder wie auch Deutschland walzen mit ihrer vermeintlichen Meinungshoheit über die Wünsche der einzelnen Staaten hinweg. Es gibt viele Länder, die z.B. in der Flüchtlingspolitik ganz andere Positionen beziehen als Frau Merkel (ich schreibe hier jetzt explizit nicht Deutschland). Warum kam die äußerst restriktive Reaktion aus Österreich?

    Diese Abstimmung mag für viele ärgerlich oder unverständlich erscheinen. Dabei difamiert man noch die Leute, die so abgestimmt haben, als senil, blöd, Rollatorgeneration oder was weiß ich nettes. Das ist eine Tendenz, die ich in den letzten Jahren immer häufiger beobachten kann: Positionen, die nicht mit dem Mainstream genehm sind, werden gerne mit einem Attribut verunglimpft, dass eine Diskussion nicht mehr möglich ist. Aberdas  UK-Ergebnis zeigt, dass eine große Unzufriedenheit gerade über die Nicht-Problemlösungsfähigkeiten unseres politischen Personals herrscht. Die Reaktionen aus Brüssel zeigen dies geradezu. Als Reaktion auf diesem Ergebnis müßten Herr Juncker, Herr Schulz und Herr Tusk zurücktreten und die Institution Europa gründlich überdacht werden, damit sie eine bessere Legitimation erhält, die Völker mitnimmt und vor allem in ihrem Sinne Dinge entscheidet.

    Diese allzu blöde Argument, dass es nicht nur einfache Lösungen  gäbe, lasse ich nicht gelten. Die gab es zu keiner Zeit, aber man muß mal Leute haben, die Lösungen versuchen im Sinne der Gesellschaft anzugehen. Genau das passiert nicht und deshalb ist die Gefahr groß, dass es in Zukunft mehrere Referenden geben wird inklusive gleichem Weg wie UK. Die EU gehört grundsätzlich reformiert und sollte ausschließlich demokratisch legitimiert sein. Sie sollte die Aufgaben, die für ganz Europa wichtig sind, anpacken und lokale Themen den Ländern überlassen. Machen wir in Deutschland mit den Bundesländern genauso und scheint – trotz lokalen Problemen – einigermassen zu funktionieren. Dieses Referendum war in meinen Augen richtig und das Ergebnis kann als Chance genutzt werden, die EU wesentlich zu verbessern. Sie hat es wahrlich nötig.

     

  57. Freelancer Sebastian

    @ Markus, Matthias, Vali, Tobias

    Danke für eure geistreichen Beiträge. 🙂

  58. ZaVodou

    Was ich hier ziemlich merkwürdig finde, ist, dass man die britischen Brexit-Befürworter als dumm bezeichnet.

    Im Gegensatz dazu werden die Schweizer und Norweger immer als kluges Volk bezeichnet. Und was die alles Tolles machen. Warum nicht auch hier?

    Im Vorfeld der Wahlen habe ich einen Bericht gesehen, der aufzeigte, was GB an Zahlungen in die EU leistet und was sie im Gegenzug wieder erhalten. Fazit: GB ist Nettoeinzahler mit rund 5 Mrd. Euro.

    Die Entscheidungsprozesse dauern zu lange. Jedes Land kann ein Votm einlegen. Mit jedem Land, das hinzukommt wird es dadurch schwieriger.

    Meiner Meinung nach scheitert die EU schon mal an einer einheitlichen Steuergestzgebung, weswegen ich mir mal gestern angeschaut habe, wie es in den USA gelaufen ist.

    Es hat bis 1909 gedauert bis eine allgemeine Einkommensteuer auf Bundesebene eingeführt wurde.

    Für mich ist es immer noch ein Witz, dass für mich die Quellensteuer der USA unbürokratischer zu handhaben ist, als die Quellensteuer von z.B. Frankreich.

    Warum vereinheitlicht man das nicht? Dann würde auch in Deutschland endlich der Soli abgeschafft werden.

  59. Slazenger

    Sehr anregende und gut geführte Diskussion über den Brexit! Ich frage mich gerade wie wohl eine Abstimmung in Deutschland ausgehen würde? Dexit,Ja oder Nein?

    Die Problematik des Brexit sehe ich vor allem darin , dass es der Anfang vom Ende sein könnte , und andere Staaten nachziehen!

    Schönen Sonntag allerseits!

  60. Freelancer Sebastian

    @ Oliver

    Merkwürdig! Ich empfinde es eher andersherum. Zunehmend drängen sich abstruse Meinungen, Vermutungen, Halbwahrheiten („Faschistische Ukraine???? Und Rußland ist dann der Hort der freien demokratischen Völker????) in den Vordergrund. „Muß man ja mal sagen dürfen“…..

    Da ist eine ganze Menge Quatsch dabei. Da sollte man sich nicht wundern, wenn das dann auch kritisiert wird. Nur die eigene Meinung rausposaunen („so, denen da oben habe ich es jetzt mal gezeigt“) und dann beleidigt sein, wenn andere Contra geben, geht nicht. Alle bekommen ihr Fett ab…. 😉

  61. Oliver

    @Sebastian

    Es steht dir frei, das zu sagen und zu schreiben, was Du willst. Die Ukraine ist rechtsnational und leider auch sehr korrupt. Übrigens: Wo habe ich geschrieben, das Russland der Hort der demokratischen Völker wäre? Das stammt von dir.

    Interessant finde ich deinen zweiten Absatz. Du kannst mich gerne kritisieren, aber es sollte schon ein bisschen gehaltvoller sein als dein erster Satz und was danach so kommt. Wenn Du das machst, schreibe ich dir gerne meine Meinung dazu.

     

  62. Andreas

    Mich hat er Brexit persönlich erstmal enttäuscht, finde es schade. Wirtschaftlich wird es aus meiner Sicht nicht die befürchteten dramatischen Folgen haben. Denn man spürt jetzt schon in GB den Drang dazu, es doch gar nicht so hart gewollt zu haben. Und auch von EU-Seite aus wird man auf eine enge Bindung zu GB nicht verzichten wollen und können. Da wird jetzt lange verhandelt, es wird auf das norwegische Modell rauslaufen oder es kommt in GB vielleicht sogar doch noch mal zu einem neuen Referendum.

    Was die Börsen machen ist natürlich noch etwas schwer zu sagen. Vom Bauchgefühl her denke ich, so wirklich weit nach unten wird es nicht mehr gehen. Noch habe ich nicht nachgekauft, aber das ist natürlich der Plan. Mein Depot ist mit USA, Norwegen, Schweiz, EU auch so aufgestellt, dass mich so ein kleiner Crash nicht weiter kümmert. Bin genauso wie Tim ein „Buy and hold“-Anleger. Und warum sollte ich jetzt Werte wie Nestlé, SAP, Pfizer, Fresenius oder Deutsche Telekom verkaufen? Ich selbst hätte gerne noch Unilever oder BASF im Depot zum Beispiel. Bei BASF habe ich blöderweise nicht zugegriffen, als der Kurs unter 60 Stand. Aber vielleicht kommt bald noch mal die Chance und gut ist…

  63. Markus

    Wir kriegen auch hier die 2 festgefahrenen Fronten, wo sich jeder sein Weltbild bestätigt sehen will und doch überblickt es keiner von der Objektivität und mit möglichst viel Hintergrundwissen.

    Ich weiß es nicht, aber ich glaube nicht daran, dass England die neue Schweiz oder Norwegen von der wirtschaftlichen Stärke werden wird.

    Warum?

    Weil mich die Argumente der Wirtschaftsexperten mehr überzeugen, als die der Populisten, die den Mainstream nur mit Lügenpresse gleichsetzen können, aber auch keine besseren Lösungen präsentieren. Zudem lässt sich eine wirtschaftliche gewachsene Identität oft nicht so radikal schnell ändern.

    England/London hat einen großen Bankensektor… dieser hat sich überwiegend negativ zu einem Brexit geäußert…

    Ist nur meine unqualifizierte und teilweise übernommene Meinung, aber jeder scheint ja den Stein der Weisen zu haben, der im Brustton der Überzeugung weiß, was in Zukunft richtig sein wird! 😉

  64. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Meine Enttäuschung über den Brexit ist mehr emotional. Es gibt sicher eine ganze Reihe an Blödsinn, der von der EU verzapft wird (@Oliver). Meine Ansicht ist, dass man den Blödsinn nicht als „Scheidungsgrund“ verwenden soll, sondern in der „Familientherapie“ aufarbeiten sollte. Leider geht das alles zu schleppend, ineffizient und mit viel zu viel Reibungsverlusten.

    Ein Großteil der Bevölkerung empfindet sich als abgehängt. Aber das ist immer so. Wenn man in Bayern eine Volksabstimmung über Austritt aus dem Bund und Wiedereinführung eines Königs abstimmen ließe, ich würde auch das Schlimmste befürchten. Dabei ist Bayern auch erst durch den Länderfinanzausgleich, Münchens Infrastruktur durch Millionen für die Olympischen Spiele zur Prosperität gelangt. Wo Gelder fließen, da werden sie natürlich auch missbraucht und abgezweigt. Muss man dran arbeiten.

    Ich finde Rückwärtsgewandtheit einfach unerträglich. Aber es ist tatsächlich so, dass die überwiegende Mentalität (gefühlt) ein Gartenzwergbewusstsein ist.

    Im kleinen, kuschelig bekannten Umkreis fühlt sich der Mensch sicher. Neues wird immer erstmal abgelehnt.

    Da ich als Junge schon von den Sternen geträumt habe, ist mir das „Kleinkarierte“ immer ein Graus gewesen. Jetzt kommt auch noch der religiöse Rückschritt dazu. Mit dem mittelalterlichen Islam, der uns infiltriert, machen wir nicht nur einen Schritt, sondern einen Sprung zurück. Wir hatten es beinahe geschafft, den Kirchen ihre selbstherrlich ignorante Macht aus den Händen zu nehmen, und jetzt das… Ich bin kein Atheist. Zum Verständnis, ich bin ein undogmatischer Spiritualist.

    Für mich bestand nie ein Zweifel daran, dass der EU eine weitere (globale) Einigung folgen wird. Ich bin von „Star Trek“ geprägt. Für mich war die völlig logische Entwicklung der Menschheitsgeschichte die „Vereinigte Föderation der Planeten“. Offensichtlich braucht es da noch paar Generationen an technophilem Nachwuchs.

    Schönen Sonntag noch

    MS

  65. Der Finanzfisch

    Hallo Tim,

    ich kann Deiner Einstellung nur zustimmen. Natürlich wird der Ausstieg der Briten wirtschaftliche Folgen haben. Aber niemand kann absehen, wie die genau aussehen werden. Aktuell übertreibt (bzw. untertreibt) die Börse meines Erachtens total.

    Deshalb ist der Ausgang des Votums für mich auf keinen Fall ein Grund aus irgendeinem Investment auszusteigen. Einfach abwarten und Tee trinken.

    Allerdings habe ich tatsächlich nicht nichts getan sondern am Freitag noch etwas nachgekauft, da der Kursrutsch in meinen Augen für Langfristanlegern eine riesige Chance ist.

    Gruß
    der Finanzfisch

  66. Patently Absurd

    Es ist völlig in Ordnung, wenn wir hier nicht alle einer Meinung sind. Die Geschichte wird zeigen, ob das Experiment EU doch noch eine Erfolgsgeschichte wird oder in Chaos und Tränen endet.

    Als Demokraten sollten wir die Abstimmung der Briten in jedem Fall akzeptieren. Die Abstimmung hat eindeutig eine Mehrheit für den Brexit ergeben. Wir sollten auch nicht die Mehrheit der Briten als „dumm“ bezeichnen. Es ist schon schlimm genug, dass die EU-Bürokraten vom „dummen Wahlvolk“ spricht, dass man besser nicht fragt.

    Ein weiterer Punkt fällt mir noch auf. Es wird in der Presse häufig davon gesprochen, dass die Briten „Europa“ verlassen, z.B. auch in der Presse:

    http://www.die-tagespost.de/politik/Grossbritannien-verlaesst-Europa;art315,170485

    http://www.tagesspiegel.de/politik/brexit-im-live-blog-brexit-spaltet-grossbritannien-und-macht-europa-ratlos/13772346.html

    http://www.swr.de/landesschau-aktuell/brexit-wie-geht-es-weiter-grossbritannien-und-europa-leben-in-scheidung/-/id=396/did=17591730/nid=396/me1fip/

    Insbesondere in der deutschsprachigen Presse (viel weniger in der englischsprachigen Presse) werden „Europa“ und „EU“ immer häufiger synonym gebraucht werden.

    Dies ist natürlich falsch, denn Großbritannien wird „Europa“ nicht verlassen“, sondern lediglich die EU. Europa ist viel mehr als die EU. Es gab und gibt historisch zahlreiche wichtige Länder, die man zu Europa zählen muss, beispielsweise auch einen Sitz im Europarat haben, jedoch der EU nie beigetreten sind, z.B. die Schweiz, Russland, Norwegen und andere.

    Es gab und gibt auch andere Bemühungen zur Vertiefung des europäischen Handels und der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, z.B. die EFTA:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Freihandelsassoziation

    Sehr wahrscheinlich wird Großbritannien wieder der EFTA beitreten.

    http://www.euractiv.com/section/uk-europe/news/briton-drafts-brexit-blueprint-uk-can-join-efta/

    https://www.contra-magazin.com/2016/06/brexit-kommt-die-efta-zurueck/

    Wir sollten bereits bei der Wortwahl darauf achten, nicht auf die Propaganda und das Wortspinning der EU-Bürokraten reinzufallen.

     

     

  67. Freelancer Sebastian

    @ Oliver

    Korrupt? Sicher, da stimme ich dir zu. Je weiter wir uns aus Kerneuropa (in alle Richtungen) bewegen, desto unschöner wird es.

    Rechtsnational?

    Okay…. kann man so sehen. Das ist dann aber nicht Faschismus (Konzentrationslager, Todesschwadronen in den Städten, politische Gefangene). Sorry, aber das klang mir zu plakativ von dir.

    Dass mit Rußland wollte ich dir nicht andichten. Zugegeben sehr überspitzt und sarkastisch formuliert, drückt das meinen Eindruck aus, wenn es um das geht, was man beim Ukraine-Konflikt gerne mal zu hören bekommt…..

    Da sind die einen dann die Bösen und die anderen die Guten. Ist mir zu einfach gedacht. Ich befürchtete, du tickst da ähnlich. Dann entschuldige bitte.

    Mein zweiter Absatz ging dann auch gar nicht in deine Richtung. Ich kann ja viele Kritikpunkte nachvollziehen und teile sie sogar. Es ist immer schön, wenn sie sachlich vorgetragen werden und das hast du ja getan.

    Meine Frage an alle Kritiker wäre aber: Was tut ihr denn für das Gemeinwesen? Was tut ihr für die Demokratie? Nur Kommentare im Netz reichen nicht….

    Wenn Demokratie bedeutet, vom und für das Volk, dann muß das Volk auch den Arsch hochkriegen (sorry für die Wortwahl).

    Ich kann mich nicht über das gewählte Personal beschweren (ja, das sind alles gewählte BÜRGER und keine Aliens) und selbst dann nicht anpacken wollen. Das will mir einfach nicht in den Kopf. Sachliche Antworten wären schön….

    Tja, irgendwie schade. Wenn´s um Börse und Vermögensaufbau geht, macht es richtig Spaß hier.

    Wird es politisch, stehen Zoff, Verunglimpfung und Wut im Vordergrund. Ist nicht meins. Also Deckel drauf…. ich genieße den Sonntag mit meinen Kids.

    Und dir alles Gute, Oliver! Freue mich auf den nächsten Wasserstand 😉 .

    @ Matthias

    Genial! Da sind wir Brüder im Geiste…. 🙂

  68. Patently Absurd

    P.S. und zur Info: mein Depot ist lediglich um ca. 2 % gefallen. Von einem „Börsenchaos“ wie dies von der ARD berichtet habe ich nichts gemerkt.

    http://boerse.ard.de/marktberichte/anleger-unter-brexit-schock100.html

    Die 2 % entsprechen in etwa genau dem Kursgewinn der Woche davor. Ich habe etwa 30 % europäische Werte (einschließlich britische) im Depot.

    Kostolany hätte wohl gesagt: „Staatskrise? Brexit? Darauf gibt es nur eine Antwort: Viel Lärm um nichts!“

     

     

     

  69. Frank

    @ Vali,

    ich habe deine Beiträge immer gerne gelesen und bin echt überrascht wie überheblich du gegen EU Kritiker argumentierst.

    Lieber arm und doof, Hauptsache dagegen!“

    Ich bewundere die Briten, denn es gibt wichtigeres als Geld. Auch ich halte Aktien aus Europa und habe durch den Brexit vorerst Geld verloren, trotzdem gibt es für mich eine Grundvorraussetzung für persönliches Glück: Mein Umfeld,politisch, wirtschaftlich, sozial…, muß ich selbst bestimmen dürfen. Wenn dies nur noch Kommissare entscheiden, die nie gewählt wurden und keine Ahnung von meiner persönlichen Umwelt haben, dann muß man sich dagegen wehren. Geld hin, Geld her. Ich bin weder arm und selbst meine Frau sagt dass ich nicht doofer bin als andere, aber ich bin tatsächlich dagegen, dass Menschen über mich entscheiden die in ihrer eigenen künstlichen Brüsseler Welt leben ,die mit der Realität nichts mehr zu tun hat.

    Ich denke in ein paar Jahren werden die Engländer deutlich besser dastehen als der Rest der EU, dann wird sich die EU selbst erledigt haben. In 25 Jahren wird aus dem Brüsseler Parlament ein Museum geworden sein, in dem den Schulklassen aus aller Welt gezeigt wird , wie es dazu kam, dass selbst in aufgeklärten Zeiten sich eine Diktatur von Wenigen einen ganzen Kontinent bestimmt hat.

    Nix für Ungut!

  70. Vali

    @Frank, EU-Kritik ist eine Sache. EU-Austritt eine andere.

    Mag sein, dass ich auf dich überheblich wirke. Auf mich wirkten viele hier erschreckend, als ob man der „Elite“ eins auswischen wollte.

    Es wird mit dem „einfachen Mann“ argumentiert, aber oft steckt dahinter ein hasserfüllter oder frustrierter Radikaler.

    Fakt ist, dass die Brexit-Befürworter einen geringeren Bildungsgrad hatten. Lässt dich das kalt? „Demzufolge votierten Regionen, in denen eine Mehrheit der Einwohner gut ausgebildet sind, eher für einen Verbleib in der EU; Gebiete mit tieferen Bildungsschichten eher für einen Austritt. „

    Mich hat das richtig nachdenklich gemacht, denn ich bin auch für Demokratie. Was ist, wenn wir den Radikalen und Ungebildeten tatsächlich das Zepter überlassen? Wie viele sind es, mehr als 50%? Erschreckend.

    Wir pochen doch alle auf Bildung und Anpassungsfähigkeit und laufen dann mit denen mit, die genau das nicht darstellen?

    Nicht falsch verstehen, ich sehe vieles auch kritisch, aber bedauere sehr, dass wir rückwärtsgewandt jetzt eine Spaltung der EU befürchten müssen… das schwächt oft.

    Na, ja wahrscheinlich werden meine Worte wieder zerpflückt… aber ich bin FÜR Bildung, Lösungen, Gespräche, Gemeinschaft, Toleranz.

    @Matthias, großartig! Die Hoffnung stirbt zuletzt 😉

  71. Andrea

    Sebastian, hier gibt es auch in Finanzfragen schon viele verschiedene und teilweise extreme Meinungen, die teilweise in übergriffiger Art und Weise geäußert werden, z.B. beim Thema Renten / Pensionen, so dass ich schon keine Lust mehr habe, hier zu schreiben.

    Mich würde auch einmal interessieren, was du aktiv so für unsere Demokratie tust, da du dies von  anderen erwartest.

    Ich bedauere, dass die Briten sich entschieden haben, auszutreten, kann die Gründe dafür aber nachvollziehen. Generell werden nicht nur in England, sondern auch hier Menschen abgehängt, indem u.a. Löhne durch die „billigen“ osteuropäischen Arbeiter sinken. Diese Leute dürften sich wohl eher für den Brexit entschieden haben. Für viele Probleme scheint die EU gar keine Lösung zu bieten, sondern erscheint hilflos (Flüchtlingskrise, Griechenland, …). Andere EU-Länder, England sicherlich auch, fühlen sich durch Merkels einsame Entscheidungen übergangen.  Insofern ist Merkel in meinen Augen mit für das Ergebnis in Großbritannien verantwortlich, sonst hätte es vermutlich ein paar Prozent weniger für den Brexit gegeben und es hätte sich keine Mehrheit gefunden.

    Ich bin gespannt, wie es mit der EU weitergeht. Wenn nicht Reformen passieren, kann ich mir vorstellen, dass weitere Länder folgen. Deutschland wäre dann sicherlich das letzte Land, das das sinkende Schiff verlässt.

    In meinen Augen ist die EU in den letzten 10-15 (? habe jetzt keine Jahreszahlen im Kopf) viel zu schnell gewachsen.

    Großbritannien  wird sicherlich nicht das neue Griechenland werden, ich kann mir auch vorstellen, dass es für die Engländer in Zukunft ohne die EU gut wird. Vielleicht verlieren sie Schottland, Nordirland etc. auf dem Weg. Wir werden es alles sehen.

    Insgesamt ist das ein demokratisch entstandenes Ergebnis, das zu respektieren ist. Das sage ich, auch wenn ich mir ein anderes gewünscht hätte.

  72. Tobias F.

    Direkte Demokratie ist schön und gut, allerdings muss man das Volk durch gewissen Regeln vor sich selbst schützen. Die Verfassung ist auch in der Demokratie gut geschützt, dafür bin ich sehr dankbar.

    Es braucht nur einen charismatischen Populisten und entsprechende äußere Umstände wie z.B. eine einschneidende Krisensituation und schon könnte man mit einem Referendum ein faschistisches Regime installieren. Das darf nicht so einfach gehen.

    Das was auf der Insel passiert ist betrachte ich persönlich als eine Light-Version des obigen Szenarios. Es kann doch nicht sein, dass eine so grundlegende Entscheidung durch eine Momentaufnahme massiv beinflusst werden kann.

    Man stelle sich vor in Deutschland hätte man einen Tag vor Fukushima über Atomstrom abgestimmt. Oder eben zufällig einen Tag danach. Das Ergbnis wäre grundlegend anders gewesen.

    Politische Entscheidungen müssen klug und langfristig gefällt werden, nicht aus einem Bauchgefühl heraus. Da wären wir wieder beim HErdentrieb, den hier alle an der Börse so ablehnen.

  73. Hilda

    Wie man der Reaktion an der Börse ablesen kann, scheinen die Briten alles richtig gemacht zu haben!

     

    Hilda

  74. StockMan

    @ Vali

    Die kaufkraftbereinigten Nettolöhne der unteren 30 % auf der Einkommensleiter sind von 2000 bis 2010 um ca. 10 % gesunken. Die der oberen 10 % sind gestiegen.

    In meiner Firma werden immer mehr Tätigkeiten extern und mit permanenter Ausschreibung vergeben.  Die Betroffenen müssen immer mehr arbeiten für immer weniger Geld. Ich schreibe über Deutschland. Was erwarten wir von diesen Menschen ? Zufriedene Dankbarkeit ? Ernsthaft ?

    Wenn es uns als Gemeinschaft nicht gelingt, die soziale Situation auszubalancieren, wird unser Staat scheitern. Dann bleibt uns nur der Depotübertrag und die Flucht. Aber wohin ?

    Hass und Hetze gibt leider aus allen politischen Lagern. Auch von Oben, auch von Unten.

     

  75. Sams1974

    Sehr schön, ich finde die Diskussion lustig.

    Kann sich die EU der Hort der Demokratie die Demokratie leisten?

    Ich hatte die ehre Freitag und Samstag zu Arbeiten, es war die Hölle los. Ich glaube es kaum, hunderte Kundenkontakte kein einziges Gespräch oder auch nur einen Satz über den Brexit. Sieht so aus als ob es in meiner Gegend einfach keine Sau interessiert. Wir sind halt nur die doofen und dummen?

    Schönen Sonntag noch ich geh jetzt wieder Sport machen, Bat, Unilever… nirgends Panik dort wo es mich juckt.. manno.

  76. tim timmer

    @Stockman:

    Du schreibst „Die kaufkraftbereinigten Nettolöhne der unteren 30 % auf der Einkommensleiter sind von 2000 bis 2010 um ca. 10 % gesunken. Die der oberen 10 % sind gestiegen“.

    Das kann ich jetzt so nicht überprüfen, aber nehmen wir mal an, dass das stimmt. Dann bleibt für mich immernoch die Frage, wie es denn ohne die EU aussähe. Sind die einfachen Tätigkeiten dann auf einmal mehr wert? Oder werden die noch stärker ausgelagert? Die Briten erwarten ja zu einem großen Teil anscheinend auch, dass auf magische Weise die hochbezahlten Jobs nach UK zurück kommen – man darf gespannt sein, ob das so kommen wird.

  77. Felix

    Wird Zeit sich mal wieder auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren, auf das Spiel der Deutschen Nationalmannschaft bei der EM. Toor!!

     

  78. Hilda

    @Felix

     

    Europameisterschaften geben Merkel, Hollande & Co im Allgemeinen gute Gelegenheiten unsereins, Doofen, Ungebildeten, Fischern  usw kleine Grausamkeiten unbemerkt  unterzujubeln. Aber, ob sie es jetzt dank  oder trotz Brexit noch darauf ankommen lassen werden?

     

    Hilda

  79. Der Malachit

    Hallo zusammen!

    Wahnsinnig viele Kommentare. Jeder sollte sein Meinung sagen können, ohne dass er von anderen diffamiert wird. Das ist genau die Ebene des Populismus auf der sich diese von vielen kritisierten Politbürokraten herum tummeln. Das nennt sich dann Parlament. Zu unserer parlamentarischen Demokratie und ich denke auch zu der parlamentarischen Monarchie, ist ein Referendum des Volkes mit sehr hohen Auflagen verknüpft und wird selten zugelassen.

    Eigentlich sollte das dann auch als ein höher stehendes Etwas verpflichtend sein. Ist es aber nicht, denn ob in einer parlamentarischen Demokratie (Monarchie) das regierende Parlament dem auch folgt, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    z.B.: Abspaltung Schottlands und Nordirlands von England in einem weiteren neuen Referendum. Das wollten die Schotten schon seit hunderten Jahren. Wird das nun genehmigt? Was wird die Königin als Staatsoberhaupt dazu sagen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie beim Zerfall ihres Königreichs zuschauen wird.

    Über den Brexit ist noch lange nicht entschieden. Ich dachte ja, dass sie das schon vorher mit der Manipulation durch die von ihnen kontrollierten Medien hin bekommen. Da das nicht gelungen ist,  gibt es nun aber trotzdem noch Hintertürchen ohne Ende. Stimme des Volkes ist in einer parlamentarischen Demokratie nur eine Konstruktion, um das System und die Macht der Eliten über das Volk zu erhalten, ihre Posten zu erhalten, sich gut bezahlte Jobs in elitären Kreisen zu sichern und dem Wahlvolk Sand in die Augen zu streuen. Und das sind nicht nur die Alten, die Fischer und Taxifahrer, die mehrheitlich für den Brexit gestimmt haben.  Das hört sich vielleicht nicht so gut an, denn es rüttelt an unserem politischen System. – Aber, und das möchte ich ganz klar heraus stellen, in den Größenordnungen von Ländern, Staaten oder Reichen haben wir nichts besseres als diese so unvollkommene Demokratie.

  80. qleverkauf

    Für mich eher überraschend gekommen – am besten einfach einen kühlen Kopf bewahren. Jetzt ist viel Unklarheit/Unsicherheit im Markt. Ich denke man kann schon das ein oder andere Schnäppchen machen – im übrigen z.B. auch bei Ebay Händlern aus Großbritannien.

  81. Fit und gesund

    ja, viele Kommentare hier, Manche haben mich erschreckt,

    irgendwie alt und senil gegen jung, dynamisch und gebildet (wie alt ist Warren Buffett?)

    Ich habe Respekt vor alten Menschen und auch vor Jungen die es in der heutigen Zeit sicher auch nicht sooo leicht haben, vor der „Elite“ hab ich eher wenig Respekt, ich habe schon mit mancher Koryphäe in Spitälern zusammengearbeitet, da waren tolle Menschen dabei und solche mit denen ich mich freiwillig niemals an einen Tisch gesetzt hätte.

    Warum soll die Stimme des Eliteanghörigen mehr Gewicht haben als die des Fischverkäufers oder Taxifahrers?

    Ich selber bin nicht gebildet, ist einfach so, aber ich bin interessiert und habe es dennoch zu bescheidenem Wohlstand gebracht, ich bin  schon ein wenig älter, ich verstehe die Briten auch, und ich bin ziemlich sicher dass sie ihren Weg auch ohne EU gehen werden.

    Mein Portfolio hat nicht so sehr gelitten wie befürchtet, kaufen werde ich im Moment dennoch nix, ich warte ab bis sich die Situation etwas beruhigt hat, irgendwie befürchte ich dass die Kurse noch massiv sinken werden.

    Wünsche uns Allen einen guten Wochenstart!

  82. Christoph

    Also ich finde es schon lustig. Nur weil man gegen EU ist, ist man automatisch fremdenfeindlich?

    Ganz ehrlich was ein Schwachsinn!!!

    Nehmen wir die Brexitler. Die sind nicht gegen Einwanderung! Aber die wollen selbst entscheiden wer kommt. Wenn die Flüchtlinge zB nach 5 oder waren es 8? Jahren einen EU Pass haben, können die überall hin. Da verstehe ich GB dass die sagen wir wollen selbst entscheiden wer zu uns kommt.

    Wieso soll ein Land (es geht  hier dann nicht mehr um Flüchtlinge) jeden aufnehmen, egal ob er hilfreich oder nicht hilfreich ist für das Land?

    Dann wären Länder wie Kanada, Australien, Neuseland usw auch alle fremdenfeindlich.

    Ich selbst bin ganz klar gegen EU! Die Entscheidungsgewalt muss zurück zu den einzelnen Staaten.

    Wenn man sich die Geschichte anschaut, ging es Europa in den 90ern besser als heute. Ich meine das Gefühle eines gemeinsamen Europas.

    heute sind die meisten nur noch gegeneinander. Schuldenkrise, Flüchtlinge etc etc. jeder schießt gegen jeden(nicht wörtlich!!!)

     

    Und auch das die angeblich so gebildeten gegen Brexit waren finde ich diskriminerend.

    Denn a) weiß jemand ob zB Daniel Craig wirklich intelligent ist? Und was heißt intelligent sein bei sowas überhaupt?

    Das man bildungstechnisch viel weiß aber vielleicht dennoch die falschen Entscheidungen trifft?

    Ausserdem nehmen wir mal Boris Johnson. Der war in Eaton. Und der ist sicherlich total ausländerfeindlich, weil sein urgroßvater türkischer Abstammung war und der letzte Innenminister des osmanischen Reiches war.

    Das so viele Länder so aufbegehren liegt daran, dass die EU nicht mehr VOlksnah ist.

    Auch wenn es heißt dass das für eine Volksabstimmung nicht taugt, da der normale Bürger es nicht versteht, da zu kompliziert usw. Ja das nenne ich arrogantes elitäres Gerede.

    Seltsam ist ja auch, dass die Schweiz ausserhalb der EU ist und es eines, wenn nicht das Land ist in dem man am besten leben kann. Ebenso Norwegen

     

     

    Bezüglich wieso alte Menschen wählen dürfen aber 16 jährige nicht. Nun irgendwo muss man ja eine Grenze ziehen. Sicherlich gibt es schon 16 Jährige die wissen wie die Welt läuft. Aber das ist die ausnahme.

    Ebenso ist es die Ausnahme der alten die nicht wissen was draussen los ist.

    Und wenn 16 Jährige wählen dürfen, wieso dann nicht auch 14 Jährige? oder 12 jährige?

    Gerade ältere Menschen haben einfach viel erlebt. Sicherlich wird keiner der älteren Engländer wieder Krieg wollen, denn die haben diesen noch erlebt.

    Wünsche einen schönen Wochenstart

     

  83. Markus

    Es ist lustig oder traurig wie die Worte hier umgedeutet werden.

    Es sind Wahlergebnisse und diese lassen eben Rückschlüsse auf mehrheitliche Wahlstimmen zu.

    Wie das ermittelt wurde, welche Schichten wie gestimmt haben weiß ich nicht. Weiß es jemand? (Umfragen/Stichproben).

    Dass man jetzt den Gegnern des Brexit`s Überheblichkeit andichtet, weil die angeblich komplett alle für doof halten, ist auch so eine Polemik und Wortverdreherei.

    Auch dass allen EU-Kritikern jetzt Fremdenhass angedichtet werden soll, ist eine Polemik. Es ist nur so, dass die EU-Kritiker massiv und extremst mit der Flüchtlingskrise Wahlkampf gemacht haben und dass große Teile der Protestwähler eben schon sehr starke Ressentiments gegen Fremde haben.

    Da sollten beide Seiten einfach besser differenzieren und die Debatte ist ja schon in GB sehr niveaulos gehalten worden… leider!

    Auch die Kritik an Schulz finde ich überzogen und man sollte die Aussagen im Kontext berücksichtigen (nicht heraus gerissen).

    Ich finde es erstaunlich wie Leute, die angeblich von Wirtschaft eine Ahnung haben wollen, England als neue wirtschaftliche Schweiz oder Norwegen sehen können.???

    @Christoph

    Stephen Hawking halte ich für überdurchschnittlich intelligent… und ich fühl mich deswegen nicht beleidigt, dass ich deutlich unterbelichteter bin! 😉

  84. Oliver

    @Sebastian

    Rechtsnationale Systeme haben nicht unbedingt Todesschwadronen oder Konzentrationslager. Politische Gefangene werden die Ukrainer sicher haben aufgrund des Konfliktes im Osten des Landes. Die Russen sind im Grunde genauso rechtsnational, da nehmen sich beide Seiten nichts. Auch die haben politische Gefangene und deren Gefängnisse sind z.T. nicht viel anderes als Konzentrationslager. Was mich dabei wundert ist die Verdammung der russischen Seite und die Verniedlichung der ukrainischen Seite. Das ist aber anderes Thema, die EU finde ich hier sicher nicht in einer rühmlichen Rolle.

    Letztendlich kann jeder für oder wider Brexit sein. Wogegen ich mich wirklich wehre ist die Verunglimpfung einer Seite, weil deren Meinung zu einer Sachfrage nicht genehm ist. Ich muß mich schon fragen, wenn Brexit – Befürworter als senil, alt, ungebildet oder als Rollatorgeneration bezeichnet werden, wessen Geistes Kinder die Befürworter sind. Es gibt bekanntlich das Sprichwort: Wenn Du mit dem Finger auf jemanden zeigst, sind vier in deiner Richtung. Das ist einfach nur üble Propaganda.

    Ich würde mich jetzt nicht als ganz doof bezeichnen und einen Rollator besitze ich auch noch nicht. Trotzdem sehe ich neben den schlechten auch die guten Seiten des Brexit, obwohl ich nicht mit Brexit gerechnet habe. Wir haben diese Situation jetzt und es zeigt sich durch die Reaktion des Herrn Schultz und einigen anderen die wahrlich schlechte Seite der EU: Sie wollen bestimmen, was England zu tun hat indem sie ihnen vorschreiben wollen, bis morgen das Austrittsgesuch zu stellen. Andersherum zeigt sich die schlechte Eigenschaft des Herrn Johnson (UK), der glaubt, weiter Privilegien aus der EU zu bekommen. Beide Herren werden wohl bitter enttäuscht werden. An den Reaktionen sieht man: Die EU ist komplett falsch aufgebaut. Manche (Viele) sehen darin einen Selbstbedienungsladen und da ist England nicht die einzige Nation. Andere wie Herr Schultz glauben, allmächtig zu sein. Beides ist aber nicht der Grundgedanke von Europa.

    Und da kommen wir zu dem Thema, warum ich den Ausgang insgesamt positiver sehe: Die Probleme treten offensichtlich zu Tage. Die Frage wird sein, was wir daraus machen werden? Ich bin da nicht sonderlich optimistisch, aber zumindestens wird diskutiert. Auch Deutschland wird sich innerhalb der EU neu positionieren müssen. Einsame Entscheidungen, wie Frau Merkel sie gerne macht, werden nicht mehr so einfach akzeptiert. Auch sie ist an der negativen Stimmung und des überraschenden Brexit-Ausganges schuld.

    Wie „Der Malachit“ richtig schreibt, ist noch gar nicht entschieden, was UK macht. Das Parlament ist nicht daran gebunden und es gibt tausend Hintertürchen.

    P.S.: Wer noch einen Rollator hat, kann ihn mir gerne schicken. Meine Mutter würde sich sicher darüber freuen. Trotzdem ist sie weder senil noch blöd.

  85. Sergent Garcia

    Das Volk hat zwar so entschieden, aber noch kommt es gar nicht zum Brexit.

    Wäre nicht die erste Rolle rückwärts, ob durch Veto der Regierung oder wiederholte Abstimmung, Schottland, Nordirland etc.

    So oder so ist die Marktreaktion in meinen Augen übertrieben. Gut für mutige Langfristanleger mit Cash.

    Anleger, die nur 1-2mal im Jahr ins Depot gucken fragen sich wohl gerade „Brexit, welcher Brexit?“. Ist doch gar nichts groß passiert kursmäßig.

  86. Vali

    @StockMan, es wurde dir bereits sehr gut geantwortet (danke an dieser Stelle an Tim timmer:). Sabotieren sich die leidenden Briten dadurch nicht noch mehr selbst?

    Ich verstehe die Probleme, viele sehe ich selbst auch. Dass die EU an all dem schuld ist, ist mir zu plump, unüberlegt und naiv, (sorry, möchte keineswegs beleidigend sein). Dass sie verbesserungswürdig ist – eindeutig!

    Wie sollen denn die Löhne jetzt durch einen Brexit steigen? Die Wahrscheinlichkeit, dass es auch in Deutschland dadurch auch nicht besser wird, ist jetzt noch größer. Nachahmer sind zu befürchten…

    Du hast doch selbst Aktien von Unternehmen. Wenn du dir ausrechnest, dass durch den Brexit evtl. noch mehr Geld jetzt an die Zölle geht (an den Staat), wie wird sich das wohl auf die Preise, den Umsatz und die Gewinnmargen der Unternehmen auswirken? Und folglich auf die Arbeitsplätze und Löhne?

    „Fakt ist, dass ein Großteil der Investitionen hier in Großbritannien und der Auslandsdirektinvestitionen davon abhängen, dass wir Zugang zum Binnenmarkt haben, ohne Zölle, Tarife und Handelshemmnisse“, sagt Sivlingam. Es sei ohnehin schwer genug, ein Unternehmen zu gründen, gute Leute – auch aus Europa – einzustellen und Geld für den Aufbau des Unternehmens zu bekommen. „Jetzt wird alles noch viel schwerer.“

    Ich bin selbständig. Mein Lohn hängt von mir, meinem Verhandlungsgeschick  und vor allem vom Markt und seiner Größe ab. Ich profitiere von der EU, weil meine Produkte überall in der EU zollfrei (abschlagsfrei) zu kaufen sind! Und die EU-Bürger freuen sich, weil sie gute deutsche Produkte zum guten Preis in ihrem Land kaufen dürfen!

     

    @Christoph, unter Intelligenz verstehe ich „Vernunft“ (und nicht zwangsläufig Bildungsgrad). Vielleicht liegt darin unser Missverständnis. 🙂 Brexit – Das Zeitalter der Vernunft ist vorbei

    Ich kann nur hoffen, dass eine milde Lösung für alle gefunden wird und wir weiter arbeiten und uns entwickeln können. Solche politischen Bremsen halten die Unternehmen auf, trüben die Stimmung, entfachen Ängste – das ist doch etwas, was wir nicht wollen?

    Meine Eltern waren beide gegen den Brexit. Aber sie waren schon immer sehr offen, herzlich und vernünftig 🙂

    @Markus, danke, das hast du so gut geschrieben 🙂

    @Alle, die sich irgendwie angesprochen fühlten, durch alt, doof, senil und was auch immer. Entschuldigt bitte, es war weder so gemeint, noch so gewollt von mir! Auf eine gute Stimmung hier, gute Diskussionen und viel Glück weiterhin 🙂

  87. Christoph

    @Markus und Vali: Genau, ich denke Intelligenz macht vieles aus. Auch die charkaterliche spielt eine Rolle.

    Vali, wenn es so kommt, das es durch den Brexit zu hohen Zöllen kommt, würde ich dir Recht geben das es schlechter wird.
    Aber ich sage ja, genau das kommt nicht. Da hat die deutsche Wirtschaft zu große Interessen. Ebenso die französische, spanische usw usw.

    Da wird sicherlich ein Handelsabkommen geschlossen. Die EU wäre ja schön blöd wenn die Zölle machen würde die die eigene Wirtschaft schädigen.

    Aber ich traue es den EUlern die jetzt sagen: Exempel statuieren! .. zu, dass die hohe Zölle fordern.

    Wie gesagt, ich bin für Europa mit einer EWG und gegen EU. Ich bin auch für Migration, aber geregelt wie zB Kanda oder Australien. Dort wird geschaut, was kann derjenige und hilft er unserem Land.

    Ebenso bin ich dafür Flüchtlingen zu helfen. Man sollte vor Ort große Zentren bauen. Mit Schulen, Krankenhäusern etc. Hier könnte der Westen zeigen dass er der arabischen Welt auch gutes tut und gleichzeitig würde die Wirtschaft hier profitieren.

    Und die Flüchtlinge müssten keinen Todesmarsch unternehmen

  88. Christoph

    hat hier jemand noch auf ZDF Schöne neue Welt gesehen? Es ging um das Silcon Valley und was dort alles gemacht wird. http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/2763480#/kanaluebersicht/2763480

     

    Also ich binja echt Technikfan. Aber teilweise ist das ach erschreckend. Aber einer (ein Deutscher) sagte mit Recht. Vor 100 Jahren gab es keine Computer, kein Auto. Vor 200 JAhren keinen Strom wie heute.

    aber heute ist das alles normal und man will das auch nicht missen.

    Was mir auffiel. Facebook ist (meiner Meinung nach) eher auf sich bezogen. Will also einfach nur Gewinn machen.

    Google tickt anders. Die forschen extrem viel. Die haben ja Google X. Der Leiter hat die Bezeichnung Captain. Der hat Rollerblades an und fährt damit im Campus rum. Es wird nur etwas erforscht, das a) der Welt hilft b) eine extreme ist und c) äh hab ich vergessen *gg*

    Auf jeden Fall sind es solche Dinge wie Google Loon https://www.youtube.com/watch?v=HOndhtfIXSY

    oder auch die selbstfahrenden Autos. Google sagt sich: Wenn man Dinge erschafft die der Welt helfen, wird man dadurch am Ende auch ein gutes Geschäft haben. zB der Übersetzer in alle Sprachen.

     

    Es ist jetzt schon extrem viel Möglich. In Berkely gibt es eine Dr. die wohl mal den Nobelpreis bekommen wird. Sie hat es geschafft Gene extrem einfach zu verändern. Wie bei Word. Schneidet man was aus de Code und sezt was anderes ein. Alle Labore in der Welt arbeiten nun damit. In China gibt es das weltgrößte.

    Google forscht hier auch mit.

    Ein Prof von Berkeley sagte zB Hier der Baum. Der erschafft aus Co2 und nochwas Materie. Das werden wir auch schaffen.

     

    Er sagte aber auch, das Roboter uns sehr helfen aber auch viele Jobs kosten werden. Steuerberater, Piloten, selbstfahrende Autos usw usw. All das werden Robos machen.

     

    Daher muss man dafür sorgen dass es eine Art Grundsicherung geben wird. Sonst wird es extreme Slums in der Welt geben. Man muss Sehr reich und Mittelschicht behalten und nicht in Sehr reich und extrem Arm ändern. Sonst können die reichen nur noch mit Sicherheitskräften rausgehen, ihre Kinder zur schule bringen usw.

    Schon kurios das soetwas aus dem Silicon Valley kommt.

    Auf jeden Fall interessante Sendung!

     

     

  89. Oliver

    @Vali

    Obwohl ich auch deinen Kommentar angesprochen hatte, waren meine Ausführungen insgesamt allgemeiner gedacht. Mir liegt nicht daran, dich persönlich anzugreifen, dazu habe ich wirklich keinen Grund. Jeder hat seine eigene Meinung zu dem Thema und gerade wenn außergewöhnliches passiert, können diese weit auseinanderliegen. Wie Du glaube ich auch nicht, dass die Löhne in UK wegen Brexit steigen werden. Bei anderen Sachen haben wir unterschiedliche Meinungen. Ist doch OK.

    Viele Sachen, die mich auch beschäftigen, sind tatsächlich in diesem Kommentar enthalten:

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ist-angela-merkel-schuld-am-brexit-kolumne-a-1099970.html

    Interessant ist die heutige Entwicklung der Börse. Nach der zwischenzeitlichen Gegenreaktion gestern nach den Tiefstständen geht es heute weiter runter. Was ich besonders interessant finde, ist die englische Börse. Zum Teil riesengroße Abschläge bei Banken (das ist europaweit so) sowie Immobilienunternehmen aufgrund erwarteter fallender Preise der Grundstücke durch Brexit. Dagegen z.T. einige erstaunliche Kurserhöhungen bei Einzelwerten. Mal schauen, wie sich die USA heute Nachmittag entwickeln und ob die Tendenz beibehalten wird. Ich werde noch weiter warten, bevor ich aktiv werde. Wir haben momentan eine große Unsicherheit an der Börse und die wird nicht so schnell vergehen. Ich denke, wir werden sicher in den nächsten Wochen attraktive Einstiegskurse finden. Der englische Börsenmarkt ist ganz interessant und durch Währung/fallender Börse gepaart mit etwas Panik sind dort Aktien günstig einzusammeln.  Mal schauen, was mir so alles einfällt.

     

     

     

  90. Sergent Garcia

    Mal eine Frage in die Runde – welche Chancen bzw. bei welchen Werten seht Ihr Chancen durch den Brexit?

    Die „guten“ britischen Werte wie eine Reckitt, Diageo, BAT oder Unilever sind ja kaum betroffen.

     

  91. Patently Absurd

    @Sergent Garcia:

    „Ist doch gar nichts groß passiert kursmäßig.“ Genau das habe ich auch gedacht.

     

     

     

  92. Trading mit Zufallseinstieg

    Hall0 Tim,

    ich finde diesen Artikel durchaus interessant. Obwohl ich grundlegend eine ähnliche Haltung gegenüber der Börse einnehme, habe ich hie und da doch andere Sichtweisen.

    Zum Brexit muss ich doch noch mal Senf abgeben: Ich schäme mich als Deutscher über nicht wenige unserer Medien, die jetzt die Brits in arroganter Art und Weise bis hin zur Dummheit bezichtigen und ins Lächerliche ziehen. Was ist das für ein Gehabe frage ich mich? Kindergarten? Sind die Deutschen beleidigt, weil sie bald noch viel mehr in die marode EU einzahlen müssen?

    Respekt vor einer Entscheidung mündiger Demokraten sieht anders aus.

    Unbestreitbar ist: Ein europäischer Binnenmarkt bringt allen Vorteile. Den werden die Brits aber auch höchtswahrscheinlich weiter behalten. Es wird letztlich wohl nur ein neuer Vertrag mit der EU verhandelt werden. Zumindest wenn es nach Merkel geht. Wenn Juncker und Schulz, die beleidigten Leberwürste, die Verhandlungen führen… leiden alle.

    Beim Brexit wird außerdem alles nur aus einer Perspektive betrachtet: Geld!

    Es ist ein reines Aufrechnen wirstchaftlicher Vor und NAchtteile. Überall. Manchmal gehts im Leben aber auch noch um andere Sachen, oder?

    Vielleicht haben die Menschen einfach keinen Bock sich von einem unberechnbaren Bürokratenhaufen, teilweise nicht mal demokratich leginitimierter Technokraten verschienster Länder mit unterschiedlichsten Absichten, von Belgien und Frankfurt aus regieren und gängeln zu lassen?

    Aus nachvollziehbaren Gründen stehen längst nicht alle EU Bürger hinter einem Bundesstaat Europa. Und dieser ist das klare Ziel der EU Kommission. Ein weiter so mit allen Mitteln die uns in die aktuelle Misere geführt haben.

    Anstatt zu fragen ob die Britten spinnen, sollte sich die EU lieber schnellstmöglich selbst die Frage stellen: Was haben wir da für eine Scheisse fabriziert, dass jetzt so ein großes Land – und letzter Vefechter freier Märkte in Europa- der EU den Rücken kehrt?

    DIe einzigen Länder, die jetzt noch in EU wollen bzw wollten sind Tükei, Kroatien, Litauen ect! Island Polen Dänemark Schweiz UK wenden sich schon mehr oder weniger ab, weil sie noch was zu verlieren haben – jedenfalls meinen sie das zumidnest lol. Ist aber doch bezeichnend, oder?

    Die jetzige EU in dieser Form immer noch als alternativlos und als das einzig Wahre Gute hinzustellen, halte ich aber für mehr als fragwürdig.

    PS: Viel gefährlicher für UK könnte die Tatsache werden, dass das Referendum so knapp entschieden wurde. Cameron hätte besser eine 2/3 Mehrheit ansetzen sollen.

    PPS: Dennoch schöne Seite hier… 😉

  93. Der Malachit

    @ Trading mit …

    Tolle Idee: „Cameron hätte besser eine 2/3 Mehrheit ansetzen sollen.“

    Oder gar keine Volksabstimmungen zulassen. Dann wird aus der parlamentarischen Demokratie eine parlamentarische Diktatur oder wie Andreas Popp es formuliert, eine Demokratur und die Bürokraten in unserer EU sitzen noch mehr unkontrolliert, kritikresistent und unantastbar in ihrem, wie sagt das doch jemand der Leser hier, „Elfenbeinturm“. Schöner Begriff für das, was über allem schwebt.

    Ja, es gibt immer noch neue Gestaltungsmöglichkeiten und genau so etwas wird ihnen auch einfallen.

  94. Tobias F.

    Dürfte ich die erfahrenen Mitschreiber hier um Rat fragen:

    Ich habe mir gerade überlegt, dass mein DivDax ETF einige Werte enthält, die ich einzeln nie gekauft hätte:

    VW, Daimler, Eon, Lufthansa, Allianz, MüRück, Telekom, K+S (ist noch mit drin)

     

    Soll ich das Ding nicht lieber verkaufen (aktuell 3% Verlust) und gleich Coca Cola, J&J, P&G und 3M aufstocken?

    Ich habe das sehr gute Buch von Olaf Borkner gelesen, er empfielht eine radikale Aristokraten-Strategie (https://www.amazon.de/Finanzberatung-Beratung-erfolgreich-investieren-Finanzen-ebook/dp/B00EDN90Y2)

    Hat mich ziemlich überzeugt muss ich sagen.

     

     

     

     

  95. Christoph

    hat hier jemand heute die Shell dividende erhalten?  Heute ist doch eigentlich payment Day.  hab aber noch nichts auf dem Konto. ..

  96. Christoph

    die A habe ich auch.

    das Team dividende war leider nicht mehr da. der am Telefon sah auch nur dass heute zahltermin ist. sehr komisch

  97. Markus

    Gerade wird Google in England mit der Suchanfrage bombardiert: „Was bedeutet K.O.-Runde?

    Joe Heart voted leave

  98. Felix

    Wahnsinn, jetzt schmeißen die Isländer, ja die Isländer, England aus der EM! Da ist ja der Brexit eher zu verkraften.

  99. Trading mit Zufallseinstieg

    @Malachit

    Ja, ich gebe ihnen schon ein klein wenig Recht 🙂 EIne 2/3 Mehrheit ist auch nicht der ‚Demokratie Buster‘.

    So eine knappe Mehrheit deckt auf alle Fälle die Demokratiefähigkeit der Wähler eines Staates auf…

     

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