Anwältin mit 33 Jahren in Frührente


New York, 13. Juli 2016
Das übertriebene Shoppen bringt nicht viel: Der Geldbeutel wird leerm, dafür stapelt sich der Kram zuhause.

Das übertriebene Shoppen bringt nicht viel: Der Geldbeutel wird leer, dafür stapelt sich der Kram zuhause. Sparen Sie lieber mehr. Dann haben Sie später im Leben mehr Freiheiten.

Wer eisern spart, kann den Ruhestand früher als die Masse genießen. In den USA werden immer mehr überraschende Fälle bekannt. Ich finde zum Beispiel Anita Dhake beeindruckend. Die Rechtsanwältin reist seit ihrem 33. Geburstag um die Welt. Sie arbeitete in Chicago. Sparte wie irre. Investierte smart. Nun genießt sie das Reisen.

Sie hatte, als sie die Uni verließ, 100.000 Dollar Schulden. Sie tilgte die Schulden komplett. Und baute ein Aktiendepot in Höhe von fast 700.000 Dollar auf. Das Depot wirft genug Cash jeden Monat ab, um über die Runden zu kommen.

Im Grunde kann das jeder schaffen, wenn Anita Dhake es schafft. Sagen wir, jemand verdient weniger, dann muss sich das Ziel eben im Alter von 45 oder 50 Jahren schaffen lassen.

Ihren Trick verriet sie dem „Forbes“-Magazin folgendermaßen:

„Es ist mein Charakter! Ich habe mir nie etwas aus Zeug gemacht. Ich hasste es zu shoppen. Ich war immer ein Sparer von Natur aus. Ich hatte einen WG-Mitbewohner. Fast jeden Tag brachte ich mein Mittagessen zur Arbeit. Die meisten Kleidungsstücke sind gebraucht von meinen älteren Schwestern. Ich fuhr mit dem Rad oder nahm die öffentlichen Verkehrsmittel. Ich hatte kein Auto.“

Gut, sie verdiente üppig. Sie begann als Anwältin mit einem Startgehalt von 160.000 Dollar. Später stieg ihr Gehalt auf 330.000 Dollar. Sie rät anderen, die ihren Weg gehen wollen: „Habe einen großen Traum. Entscheide Dich für ein erfüllteres Leben.“

Sie sagt sogar, es kommt nicht auf das Gehalt an, sondern nur auf die Sparrate. Ich stimme ihr zu. Es kann jemand 400.000 Dollar im Jahr verdienen und trotzdem alles rausballern für Konsum und Zeug. „Ich kannte Leute, die verdienten mein Gehalt, sie haben jeden Cent ausgegeben.“ Ihr Fazit: „Kaufe keinen Kram.“

Anita Dhake lebt von 1.500 bis 2.500 Dollar im Monat. Im Jahr gibt die Weltenbummlerin 24.000 Dollar aus.

Wir leben in einer seltsamen Zeit. Viele Menschen haben eigentlich unglaubliche Chancen. Aber die Selbstdisziplin geht uns verloren. Mir ist aufgefallen, dass Menschen gerne andere für ihre Fehler verantwortlich machen. Ehrlichkeit ist eine Seltenheit geworden. Warum nehmen Menschen nicht ihr Leben in die Hand? Was ist aus der Disziplin geworden?

Wenn Menschen das Wort „Nein“ oder „Ich kann es nicht“ aus ihrem Wortgebrauch streichen würden, wäre das Leben für sie angenehmer. Es ist eine Frage der Einstellung.

Gerade die Konsumgeilen haben kein Konzept mehr. Keine übergeordneten Ziele. Ihr Motto ist: Konsum, Konsum, Konsum. Heute am liebsten. Dicke Karre. Übergroßes Haus. Feine Kleidung. Schuhe. Kram.

Raten Sie mal, was ich zum Fallbeispiel mit der jungen Anwältin wieder hören werde: „Ja, aber ihr Gehalt war ja enorm“ oder „Wenn ich das Gehalt jeden Monat bekommen würde, dann wäre ich genauso weit“.

Ein hohes Gehalt hat nichts mit dem Vermögen zu tun. Die Höhe des Vermögens hat nur etwas mit der Disziplin zu tun. Es geht darum ein Ziel vor Augen zu haben. Und das Ziel umzusetzen. Es geht nicht darum, wie viel Sie verdienen, sondern wie Sie das, was Sie verdienen, behandeln.

Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Jemand, der 500 Euro in der Woche verdient und 200 Euro spart, ist reicher als einer, der 1.000 Euro in der Woche verdient und alles ausgibt.

Schauen Sie, wie dieser amerikanische Parkplatzwächter reich wurde. Er hatte eine enorme Selbstdisziplin. Nur so war es möglich. Also noch mal: Es kommt nicht darauf an, was Sie verdienen. Sondern nur, was Sie sparen und investieren.

Die Leute, die behaupten, sie bräuchten nur ein höheres Gehalt, sind die gleichen, die trotzdem hohe Schulden hätten.

Eine Grundregel ist: Geben Sie weniger aus, als Sie einnehmen. Viele begreifen schon das nicht. Eine andere Regel ist, dass Sie ehrlich und aufrichtig bleiben sollten. Sonst bringt all das Geld nichts. Und dass Sie etwas zurückgeben sollten an die Schwachen. Ich bin beispielsweise im Konsum sparsam, aber versuche ein großzügiger Trinkgeldzahler zu sein. Einmal im Jahr spende ich an eine wohltätige Organisation. Es müssen ja keine Unsummen sein. Grundsätzlich an andere zu denken, ist etwas Großartiges, finde ich.

Ich lebe recht einfach. Kein Auto. Ikea-Möbel. Kleidung vom Disounter. Lange Zeit lebte ich in WGs. Mein Ziel ist es meine Hypotheken so schnell wie möglich zu tilgen. Das bedeutet weniger Stress und Sorgen.

Stirbt jemand, der all die großen Spielzeuge im Leben hatte (Villa, Porsche, Pool, Ferienhaus am Strand…), war die Person dann glücklicher? Stimmt diese Annahme überhaupt? Ich bin skeptisch. Ich denke, dass Menschen mit einem einfachen Leben sehr glücklich sein können. Wer weniger Zeug besitzt, ist doch gedanklich und emotional freier.

Der permanent überschuldete Hollywood-Star Nicolas Cage macht auf mich keinen glücklichen Eindruck. Der ehemalige Karstadt-Chef Thomas Middlehoff hat auf mich nie einen glücklichen Eindruck gemacht – selbst zu seinen besten Zeiten nicht. Ich habe ihn in Frankfurt auf Presseterminen hin und wieder erlebt. Er kam mir griesgrämig vor, obwohl er in Saus und Braus lebte. Diese Angebertypen leben nach meinem Dafürhalten ein ziemlich „leeres Leben“.

Treffen Sie gute Entscheidungen für sich. Haben Sie Selbstdisziplin. Managen Sie Ihr Geld ordentlich. Es geht um Mathematik. Das kann Ihr Leben in eine andere Richtung lenken. Fangen Sie schon in jungen Jahren an, moderat zu leben. Wenn Sie das dann länger durchziehen, können Sie am Ende viel früher in den Ruhestand und die Freiheit genießen. So wie die sparsame Anwältin Anita Dhake. Sie hilft nun ihren Eltern beim Ausmisten im Keller. Auch das Sparen bringt sie ihnen bei. Ja, es ist nicht immer leicht. Aber die Mühe lohnt sich:

Und noch was: Zum Thema „Minimalismus“ gibt es wertvolle Ratgeber in Buchform. Langfristig fürs Alter zu investieren ist vernünftig. Alles andere wäre gefährlich und kann sich eines Tages rächen. Schauen Sie sich diesen traurigen Fall der Rentnerin Lotte Wagner in München an. Sie ist 76 Jahre alt und muss nun, weil ihr das Geld nicht reicht, arbeiten gehen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Anwältin mit 33 Jahren in Frührente

  1. Oliver

    Ich stimme in vielem im Artikel überein, aber das Gehalt hat schon einen sehr bestimmenden Charakter, das ich einmal so viel zusammen habe, dass ich vorzeitig vor der Rente aufhören kann zu arbeiten. Trotzdem, wenn ich nur 1.500 € verdiene und so lebe, das ich jeden Monat etwas weglegen kann, dann bringt mich auch das mit der Zeit in eine bessere Position. Die Rechtsanwaltsdame konnte den Sparprozess durch ein sehr hohes Gehalt abkürzen und hat zusätzlich verstanden, dass bei entsprechender Sparquote sie nicht jahrzehntelang einem anstrengenden Job nachzugehen hat. So viel Geld wird einem nicht für ein 8*5 Job bezahlt und ich schätze, dass viele mit solchen Arbeitsstellen kein großes Privatleben haben. Ein Freund von mir war bei McKinsey und trotz BMW-Firmenwagen, Wäsche- und Einkaufsdienst hatte er nur einen halben Tag am Sonntag frei. Das war irre gut bezahlt, aber das kann man nicht jahrzehntelang durchhalten. Einen Tot stirbt man immer irgendwie.

    Sie hat anhand ihrer Möglichkeiten alles richtig gemacht. Was eine viel größere Lehre daraus ist, dass zuerst Investitionen in einem selber am wichtigsten ist. Das heißt, entweder Studium mit Dingen die draussen gut bezahlt sind oder alternativ Berufe, die gefragt sind und wo Mangel herrscht. Handwerk ist erstaunlicherweise für Selbstständige äußerst ertragreich, wenn man gerne in diesem Bereich tätig ist und noch etwas kaufmännisches Geschick besitzt.

    Zu der alten Lady: Die wohnt also jetzt in Söcking. Da habe ich auch mal gewohnt zu meiner Studienzeit, das liegt oberhalb von Starnberg. Ich habe mich damals immer als den ärmsten Hund im Umkreis von 2 Kilometern bezeichnet, weil das eine Villengegend par excellence ist. Wenn Sie 1300 € netto hat, muß sie von München wegziehen und auch der Speckgürtel hilft nichts. München ist eine Stadt, die man sich leisten können muß. Das ist zwar nicht schön, aber Realität. In Deutschland gibts wesentlich günstigere Wohnungen und sie muß dann nicht arbeiten gehen. Außerdem ist sie noch gut gestellt. Es gibt andere, die wesentlich niedrigere Renten haben, aufstocken müssen und quasi nichts besitzen dürfen außer dem Mindestbehalt.  Sie war nicht so schlau, in ihrem Arbeitsleben etwas beiseite zu legen. Immerhin hat sie 33 Jahre gearbeitet.Mit 100 €/Monat wäre sicher so viel zusammen gekommen, dass sie ein kleines Polster hätte. Leider nichts dafür getan.

  2. Christoph

    Schöner Artikel. Wobei ich schon sagen muss, wenn jemand viel verdient geht die finanzielle Freiheit einfacher und schneller als bei jemandem der „normal“ oder „wenig“ verdient wenn alle drei keine Geld Rauswerfer sind.

    Wenn die Anwältin zB jedes Jahr 100k investieren kann und der andere nur 10 k, geht das bei der Anwältin natürlich viel schneller und einfacher.

    Aber natürlich bringt das beste Einkommen nichts, wenn man das Geld mit vollen Händen ausgibt.

     

    Zum Thema Wortschatz. Ich finde gerade Nein und ich kann das nicht ist super wichtig. Gerade beim Thema Ausgabe.

    Da muss man sagen können: NEIN das brauch ich nicht.

    Oder aber auch: Ich würde das gerne haben, aber ich kann mir das nicht leisten.

     

    Ebenso finde ich wichtig zu wissen was man kann oder nicht kann. Ich zB bin handwerklich nicht begabt. Wenn ich zB ein Haus bauen würde, würde das nur unnötig Geld verschlingen. Da ist es sinnvoller zu sagen: Ich kann es nicht und bezahle jemanden der es kann.

  3. Christoph

    @Oliver: Stimme Dir zu. Vor allem frage ich mich wieso Sie € 70 fürs Telefon bezahlt?! Das Frühjahr brachte ihr ja ein paar Sonderkosten. Aber 420 Euro hat Sie ja über, also frei für Lebensmittel und Konsum. Das ist doch echt in Ordnung.

    Ich würde ihr auch raten, wegziehen. Aber wahrscheinlich will man in dem alter nicht mehr in ne neue Stadt.

    Natürlich ist vergünstigter Wohnraum super. Aber wer bezahlt den denn? Wir alle! In Mainz gibt es ZB neue Wohnungen. €6/ qm

    Natürlich ist es einerseits richtig günstig Wohnraum zu schaffen. Aber wieso muss da wieder der Steuerzahler mitbezahlen?

    http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/1000-wohnungen-mit-niedriger-miete-in-mainz-landesfoerderung-macht-guenstige-preise-moeglich_16712710.htm

    Zumal das alles neue Wohnungen sind in guter Bauweise. Da würde dann eine 100 m² Wohnung € 600 kalt kosten. Da zahle ich ja für meine 58 schon mehr.

     

     

     

  4. Markus

    @Tim

    Sie begann als Anwältin mit einem Startgehalt von 160.000 Dollar. Später stieg ihr Gehalt auf 330.000 Dollar.

    Sie sagt sogar, es kommt nicht auf das Gehalt an, sondern nur auf die Sparrate.

    Anita Dhake lebt von 1.500 bis 2.500 Dollar im Monat.

    …..

    Die Diskrepanzen beim Gehalt in Amerika scheinen schon sehr eklatant zu sein…

    Es kommt nicht auf das Gehalt an… Na ja, da kann man doch geteilter Meinung sein.

  5. Vali

    Viel verdienen ist natürlich vom Vorteil, aber ich kenne kaum Menschen, die viel verdienen und wenig ausgeben. Irgendwie macht sie das viele Geld blind und übermütig.

    Viel wichtiger ist eine gewisse finanzielle Bildung, vorausschauende Intelligenz, Genügsamkeit und ja, auch Mathematik. Ich bin auch der Meinung, dass man auch mit einem Durchschnittsgehalt Überdurchschnittliches schaffen kann. Ich war bereits als Kind sehr sparsam, und als Jugendliche auch und habe mir sobald dies erlaubt war, einen Nebenjob gesucht.

    Was die Rentnerin Lotte Wagner betrifft – das ist für mich die Zukunft vieler Mieter, die darauf vertrauen, dass die Mieten nicht steigen…

    Ich kann mich noch an unseren Professor in Recht erinnern, der dauernd vorrechnete, wie viel billiger es sei in München Schwabing zur Miete zu leben, als eine Wohnung dort zu kaufen, während ich an den Wochenenden meinen Eltern beim Haus bauen half.

    Wenn ich seitdem auf die Mietpreissteigerungen schaue, bezweifle ich, dass er noch so überzeugt ist.

    Für diese Lotte Wagner, wäre es sinnvoller nach Hof oder Selb zu ziehen. Hätte sie damals (vor 20-30 Jahren) eine Wohnung mit ihrem Mann gekauft, wäre sie jetzt frei und müsste nicht arbeiten, um die hohe Miete abzustottern…

    Nicht nur Sparen ist wichtig, man muss auch intelligent investieren können.

     

     

  6. Gurki

    Also das das Gehalt wenig mit der Sparrate zutun hat, kann ich nicht nachvollziehen.

    Wer viel verdient und sparsam ist, kann halt viel mehr sparen, als jemand der wenig verdient und sparsam ist. Insofern ist es eigentlich nur logisch, dass die Anwältin die 300.000 $ verdient hat soviel Geld sparen konnte.

    Das Gehalt ist also schon ein sehr großer Hebel. Vorausgesetzt man ist sparsam.

     

    P.S.: Wird es noch andere informative Artikel geben? Irgendwie sind deine Artikel sehr oft, sehr gleich. Sparen, wenig ausgeben, viel Krams, finanzielle Freiheit.

     

  7. Tobias F.

    @Vali: Ich denke nicht, dass es das Schicksal der Mieter ist, sondern derer, die keine Investitionen für die Zukunft getätigt haben.

    Die Mieten steigen, klar. Aber auch die Aktien inkl. Dividenden steigen, und zwar schneller (so war es zumindest bisher).

    Wenn man es kaufmännisch ehrlich rechnet muss man keine Immobilie kaufen. Man muss eben nur zusehen, dass man investiert. Das beim nicht getätigten Hauskauf gesparte Geld sollte man anlegen, dann steht man in 30 Jahren auch gut da.

    Ein Eigenheim ist keine Investition, sondern eine Lifestyleentscheidung. Frei nach Rich Dad Poor Dad: Wenn ihr Eigenheim ihre einzige Investition ist, haben sie ein Problem!

    Nichts destotrotz ist es ein sehr schönes Gefühl, im eigenen Haus zu wohnen, das steht außer Frage. Das ist Emotion, nicht Ratio.

     

  8. Vali

    @Tobias F., na ja, vielleicht lese ich die falschen Statistiken 😉

    So viel zahlen Mieter an ihren Vermieter.

    Ich habe damals gebaut, weil ich mit meinem Mann bei unserem Anfangsgehalt nach dem Studium mir niemals hätte eine Miete dauerhaft leisten können. Nach 8 Jahren war das Haus abbezahlt und seitdem leben wir frei von Miete und sparen den Überschuss oder Investieren (Immos, Aktien)

    Wenn ich eine Durchschnittslebensmiete von monatl. 600 Euro nehme und sie mal 60 Lebensmietjahre rechne, dann kommt eine Summe von 432000. Unser Haus hat nicht mal die Hälfte davon gekostet … (rechne deine Lebens-Miete aus, da kommt ein eigenes Haus/Wohnung heraus)

    Da ich aber bereits nach weniger als 10 Jahren miet-zins- und tilgungsfrei  war, kann ich in den restlichen 50 Jahren die eingesparte Miete zusätzlich investieren bzw. ausgeben… nach meiner Rechnung habe ich jetzt mehr Geld in der Tasche, weil ich weder Miete noch Mietsteigerung mitbezahlen muss…

    Kiyosaki findet es blöd nur auf das Eigenheim zu vertrauen. „Wenn ihr Eigenheim ihre einzige Investition ist, haben sie ein Problem!“ Da hat er recht. Selbst hat er trotzdem Eigentumsimmobilien und lebt nicht zur Miete.

    Ich möchte nicht mit den Dividendensteigerungen immer der Miete hinterherjagen, die sind doch dazu da, um mehr zu investieren und besser zu leben…;-)

    Klar muss man keine Immobilie kaufen, wenn man flexibel dauernd umziehen möchte – aber grundsätzlich ist lebenslanges Mieten für Familien in der gleichen Stadt teurer… Die Lüge mit der Miete

  9. Markus

    @Vali

    „Ich bin auch der Meinung, dass man auch mit einem Durchschnittsgehalt Überdurchschnittliches schaffen kann.“

    Klar, möglich ist es.

    Deutlich wahrscheinlicher ist es allerdings mit überdurchschnittlichem Verdienst.

    Mit ein paar Hundertern monatlich dauert es doch ein paar Jahrzehnte mehr.

  10. Mike D.

    Eins fällt mir bei diesen Artikeln immer wieder auf:

    Ich muß nicht nur mehr sparen, ich muß vor allem mehr verdienen! 😉

  11. Christoph

    Mike: Natürlich ist mehr Verdienst immer gut. Aber selbst mit 100/ Monat kann man schon eine gute Alterszusatzvorsorge erhalten.

  12. Tobias F.

    @ Vali: Es ist gut, dass du ein Haus zu einem schon damals sehr guten Preis gekauft hast. Mittlerweile sieht der Markt leider anders aus.  Hier in meiner Stadt (Unistadt in Nordbayern) gibt es schlicht kein Angebot auf dem Markt. Selbst wenn man verrückte Dinge machen würde könnte man kaum was finden.

    Den Graphen von der Bausparkasse finde ich jetzt nicht so überzeugend 🙂 Man könnte auch die Lebensmittelkosten für die nächsten 30 Jahre so auftragen und dann argumentieren, dass man lieber alles selbst anbauen sollte 🙂

    Dieser Artikel zu dem Thema gefällt mir auch ganz gut: http://zendepot.de/warum-alle-wollen-dass-du-ein-haus-kaufst/

    Eigenheimkauf ist einfach eine individuelle Entscheidung und es gibt keine endgültige Wahrheit. Aber einfach die Meiten der nächsten 30 JAhre zu addieren und dann die große „verschwendete“ Summe zu bestaunen ist sicherlich zu einfach gedacht. Nicht umsonst gibt es zu dem Thema sehr dicke Bücher! 😉

  13. Christoph

    Weiß nicht ob Ihr es schon mitbekomme habt, aber Pokemon Go ist derzeit ja der neueste Schrei!

    Ich dachte auch erst, es geht um das Kartenspiel wieder. Aber nein. Es ist ein Handy Game. Augmented Realty.

    Man bekommt auf dem Handy angezeigt wo das nächste Pokemon zum fangen ist. Dann muss man dorthin laufen, in der Stadt, am FLuß, im Wald usw. Dort sieht man durch die Kamera des Handys die Umgebung und in das Bild ist das Pokemon eingefügt.

    In den USA der aktuelle Hype. Manche Übertreiben es, selbst in Gedenkstätten wurden Pokemon gesucht!

    Die Nintendo Aktie steigt und steigt. Aber auch Google und Apple verdienen da richtig dran.

    Seit heute auch in Deutschland verfügbar.

    Es ist quasi eine moderne Schnitzeljagd. Und man geht raus, bewegt sich und sieht Plätze die man sonst nicht sehen würde.

    Ich habe mir das gerade runtergeladen. Denke ist witzig und kann spass machen.

    Das spiel kostet auch nichts. Probiert es aus und erkundet Eure Umgebung.

     

  14. Leon

    Mit 100 € im Monat kommt man über 30 Jahre abzüglich Kosten, Steuern und Inflation auf keine riesige um die Kaufkraft bereinigte Summe.

    Die Menschen haben einfach kein Gefühl, was das Geld in 30 Jahren noch real wert ist.

  15. Couponschneider

    Für Lotte Wagner habe ich wenig Verständnis. Warum muss sie denn noch in München wohnen? 1300 € dürften die Nettorente sein. So viel haben manche Berufstätige nicht.

    Ich komme gerade vom Land, habe Verwandte und Bekannte besucht, und gesehen, was alles geht bei geringerem Einkommen. Die Monsterrenten haben die alten Leutchen dort schon mal gar nicht. Dort sind u.a. alte Ställe zu Wohnungen ausgebaut. Ich habe nicht den Eindruck, dass die da besonders unglücklich wären, können sie doch immer noch schön spazieren gehen, haben einen Garten, die Nachbarn und Verwandten kümmern sich. Sogar mit Hartz IV lässt sich auf dem Land angenehm leben, was ich aber natürlich nicht empfehle. Ich kenne da ein paar Leute.

    Mit Asthma ist sie auf dem Land auch besser aufgehoben. Wenn ich in den Ruhestand gehe, dann möchte ich am liebsten auch ins Grüne. Natürlich darf man nicht warten, bis man über 70 ist. Dann fressen die hohen Mieten in München das Vermögen auf. Sie musste ja schon das Auto verkaufen. Aber mit einer sicheren Rente, ein paar 10000 € und einem Auto kann jeder den Neuanfang auf dem Land wagen. Da muss man aber fix sein. Und sicherlich gibt es auch Makler, die dann den Umzug bezuschussen, damit eine Münchener Wohnung frei wird, in die dann finanziell besser gestellte Berufstätige einziehen können.

    Mich erinnert die Problematik an die DDR. Dort waren die Mieten viel zu niedrig, weshalb der Mietmarkt besonders umkämpft war. In den engen Neubauwohnungen wohnten fünf- bis sechsköpfige Familien, aber in vielen Privathäusern hockten häufig alte Leutchen. Dachböden wurden erst ab 1990 ausgebaut, weil einerseits genug Material da war, andererseits aber die Mieten anzogen und das Teilen des Hauses mit den Großeltern wieder eine Option war.

  16. der der hier gerne mitliest

    Ich denke, es geht hier eher um die Botschaft. Und die finde ich nach wie vor wichtig.

    Mit meiner Sparrate von 400 Euro im Monat und meinen 38 lenzen, werde ich keine neuen Rekorde aufstellen und vor meiner gesetzlichen Rente finanziell unabhängig werden. Vllt bekomme ich noch ein hübsches Sümmchen zusammen, vllt sterbe ich aber auch früh dann ist das pP. persönliches Pech, aber vllt schaffe ich es, noch 10 oder 20 Jahre länger zu leben, und genüsslich (alkoholfreie) Cocktails in der mediterranen Zone zu schlürfen. Das ist mein Ziel warum ich überhaupt angefangen habe, ein Depot aufzubauen, und wenn die Dividenden in hohem Alter nur dafür reichen mir eine Blockhütte im Taurusgebirge zu leisten, so habe ich immernoch Sonne, Palmen und Cocktails, ich denke so hat jeder seine Ziele, warum man überhaupt anfängt für das Alter vorzusorgen.

    Wenn man nur 100 Euro sparen kann, wird man in 30 Jahren auch keine grossen Sprünge machen können, aber man hat etwas mehr Geld in der Tasche, als wenn man keine 100 Euro gespart hätte.

    Ich denke, dass ist genau die Intention um die es hier geht, ein paar Euro mehr in der Tasche, haben noch keinem geschadet, selbst wenn es im hohem Alter nicht gleich die finanzielle Unabhängigkeit geworden ist.

  17. Couponschneider

    @Leon

    Man soll ja nicht Geld sparen, sondern Aktien anhäufen.

    100 € monatlich bei 1,5 % Gebühren für einen automatisierten Aktiensparplan (oder ETF). Nach 30 Jahren und angenommener durchschnittlicher 8 % Gesamtrendite, Thesaurierung und 30 Jahren Spardauer kommt man auf

    98,5 € * (1,08^30 – 1)/ (1,08^(1/12) – 1) = 138742 €. Bei

     

    Bezüglich Lotte Wagner noch einmal:

    Ihr Telefonvertrag ist schlicht und ergreifend zu teuer. Ich zahle 32 € für Internet mit DSL über Kabel.

  18. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Markus

    Es kommt nur auf die Sparleistung an. Was bringt ein hohes Gehalt, wenn jemand dumm wie Brot im Umgang mit Geld ist?

    Schau Dir Hollywood-Star Dir Nicolas Cage an. Er verdient für ein Filmprojekt Millionen. Trotzdem ist er arm wie eine Kirchenmaus, weil er seine Millionen für idiotischen Konsum verballert. Cage gibt mehr aus als er hat. 150 Millionen Dollar hat er platt gemacht.

    http://financebuzz.io/finance-nicolas-cage-buying-spree

    Jemand, der 200 Euro in ein ETF investiert, hat mehr Geld als der Filmstar.

    Weitere Beispiele: Michael Jackson, Pamela Anderson, Courtney Love, Wesley Snipes…

    http://myfirstclasslife.com/20-celebrities-went-broke/?singlepage=1

     

    @ Vali

    Du kannst so schön schreiben. Du wärst eine erstklassige Journalistin geworden.

    Schau Dir die Münchnerin Hannelore B. an. Sie kann ihre Miete nicht mehr bezahlen. Die hohen Mieten in Großstädten bringen immer mehr Senioren in Schwierigkeiten:

    http://www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-serie-sti658783/tz-serie-so-kaempfen-muenchner-mit-wohnungsnot-dramatische-prognose-mietexperten-6191710.html

     

    @ Christoph

    @ der der hier gerne mitliest

    Danke. Ihr habt die Botschaft verstanden!

  19. Leon

    @Couponschneider

    Ja, auf die Summe bin ich auch +/- gekommen.

    Ist nur die Frage… 30 Jahreszeitraum… zieh mal 3% p. a. Inflation ab, dann reicht es für einen kurzen Pflegezeitraum von ein paar Jährchen.

    Diese Hochrechnungen über 3 Dekaden klingen für manche zum aktuellen Zeitraum toll… in 3 Dekaden sind viele von uns schon etwas ältere Menschen und ca. 130 k sind auch nicht mehr dass, was sie aktuell sind.

  20. Rainer Zufall

    @ Leon: Ohne Inflation rechnet sichs halt aber doch viel leichter. Und: das Ergebnis sieht zudem auch viel schöner aus 😉

    Will hier nicht den Zinseszinseffekt schlechtmachen, aber solche Beispielrechnungen sind manchmal schon sehr plakativ und klingen so ein bisschen nach Sparkassen“berater“.

  21. Rainer Zufall

    Was mir zum Thema Mietsteigerung noch einfällt: Auch als Mieter können diese durchaus schön und überaus wünschenswert sein:

    Man lege sich einige Reits, ImmoAktien o.ä. ins Depot und freue sich über die steigenden Wohnkosten. Auf diese Weise werden mögliche Mieterhöhungen ja quasi gehedged.

    Ansonsten freue ich mich als Mieter gerade über die neuen dreifachverglasten Fenster inkl. Elektrorolladen im Wert von 15.000 Euro, die uns unser Vermieter heute in der gesamten Wohnung spendiert. Die Mieterhöhung von 50 Euro/Monat schmerzt 0, da ich dramatische Einsparungen bei den Heizkosten erwarte.

    Und wenn ich mirs recht überlege, für 15.000 Euro kann ich ja 1 Jahr für umme mieten 😉 Und wer weiss vielleicht könnte/sollte nächstes Jahr mal wieder das Bad saniert werden..?

     

     

  22. Vali

    @Tim, danke Dir! Ich lese und schreibe lieber hier bei dir, als selbst zu schreiben;-) Du kommst viel besser mit all den kritischen Kommentaren zurecht, als ich es könnte 😉 Hut ab für deine Gelassenheit!

    Tobias F. und Reiner Zufall, wie ich sehe, kann man sich als Mieter die Miete emotional  auch schön rechnen;-) Wieso kann das die Lotte Wagner nicht, oder die Hannelore B.?!

    Um die 50 Euro Dividende monatlich reinzubekommen, müsste ich jetzt sofort 15000 € zu 4% netto Dividende anlegen. Ich würde sagen, dein Vermieter macht ein gutes Geschäft 😉 Eine so sichere Aktie mit 4% Dividende bekommt man heutzutage nicht so leicht!

    Aber schön, dass du dich so freust!

  23. Claus

    @ Rainer Zufall & alle

    Sparen ist schön, aber gratis leben ist noch schöner!

    Dein Immo-Beispiel gilt ja für alle Bereiche:

    Ich erhalte z.B. mehr Dividende von Exxon, Shell, Total + Woods. Pet. als ich für mein Auto insgesamt ausgebe.

    Ähnliches gilt für Hygieneartikel, Lebensmittel, Getränke.

    Sogar gelegentliche Baumarkt-Besuche sind quasi gratis dank Home-Depot.

    Insgesamt decken meine Dividenden inzwischen 2/3 meiner Kosten.

    Natürlich rühre ich keinen Cent davon an, sondern investiere alles gleich wieder. Ich gehe davon aus, dass die Dividenden irgendwann höher sind, als meine notwendigen Ausgaben (incl. KV).

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Claus

    Gratulation! Du bist bald finanziell frei.

    Bei der Anwältin ist es so, dass sie ihre monatlichen Ausgaben durch Dividendeneingänge schon zu 100% gedeckt hat. Sie lebt aber sehr sparsam. Ich glaube, dass sie das Sparen schon durch ihre Eltern gelernt hat. Wer arm aufwächst, hat es manchmal leichter, weil die Erfahrung schon vorhanden ist.

  25. Rainer Zufall

    @ Vali: Ich will ja auch nicht, dass mein Vermieter am Hungertuch nagt 😉 Er soll schon was von der Vermietung haben! 🙂

    Aber ich freue mich gerade echt darüber, dass ich das nicht selbst bezahlen muss, denn sonst hätte ich entweder 15.000 Euro Schulden oder mein Depot wäre um 15.000 geschrumpft. Umpf.

    Ich freue mich umso mehr, wenn ich dran zurückdenke, dass wir im letzten Jahr schon eine brandneue Etagenheizung bekommen habe. Und da wurde die Miete überhaupt nicht erhöht 🙂 So macht sparen…ähm… mieten Spass 😉

     

     

     

  26. Markus

    166 k – 330 k p. a. Gehalt vs. 100 – 200 € monatlich sparen…

    Mit 33 finanziell frei oder als Frührenter mit knapp 60…

    Wir schreiben hier schon über eklatante & gravierende Unterschiede.

    Mit durchschnittlichen Sparquoten, durchschnittlichen Renditen nach Steuern und Inflation, durchschnittlichem Verdienst & durchschnittlicher Spardauer ist bei vielen der Sparanteil der Löwenanteil an der Depotsumme.

    Richtig finanziell frei geht es größtenteils nur über mehr Einkommen oder überdurchschnittlichen (im Verhältnis zur jeweiligen Bevölkerung) Sparquoten deutlich größer als 10 – 20 %.

    Erbe und Vorleistung der Eltern mal außen vor gelassen und mit eigenem Kapital ab ca. 18 oder nach Studium mit Mitte/Ende 20 losgelegt.

    Die paar ernsthaften Blogger/WP-User alias Romsdalen oder Supertobs (beide soweit ich mich erinnere im Management bei DAX-Konzernen) brauchen auch ein paar Jährchen…

    Wie viel Prozent der Bevölkerung schaffen es im Management bei DAX-Konzernen zu arbeiten?

  27. Claus

    @ Tim Schäfer

    Ja, so ist es. Meine Eltern waren arm und ich habe schon als kleiner Junge gespart. Meine Mutter hat mir sehr früh den Wert und den Umgang mit dem Geld beigebracht. Oberstes Gebot: Man kann nur das ausgeben, was man hat. Übersetzt: Niemals Schulden machen! Hat man einen Wunsch: Erst sparen, dann kaufen, falls man es noch möchte. So habe ich es mein Leben lang gemacht.

    Ich habe nur 2 x einen Kredit in Anspruch genommen. Den ersten, als ich mich selbständig gemacht habe und zum Start ein zuverlässiges neues Auto für Kundenbesuche benötigte. Ich habe es geleast und habe mir riesige Sorgen gemacht, da nach 48 Monaten die Schlussrate mit damals guten 16.000 DM fällig war. Eine für mich riesige Summe. Alles lief bestens und als die Schlussrate fällig war, habe ich kaum bemerkt, das das Geld auf dem Konto fehlte…

    Der zweite Kredit war eine Hypothek, weil ich ein Haus kaufen wollte, in dem ich selbst wohne und mein Büro unterbringe. Ich benötigte aber nur 50% des Kaufpreises als Hypothek. Auch hier war mir wieder sehr unwohl und ich zahlte die Hypothek so schnell ich konnte ab. Hat 5 Jahre gedauert.

    Bevor ich etwas kaufe, egal was es ist, überlege ich immer, ob ich das auch wirklich brauche. Ich hasse es shoppen zu gehen. Mich nervt das Gewühl in den Einkaufstempeln. Wenn ich wirklich etwas brauche, überlege ich, wo ich es am schnellsten und günstigsten erhalte, oft im Web. Die Sache ist dann meistens in wenigen Minuten erledigt.

    Finanziell frei fühle ich mich schon heute, denn ich habe keinerlei finanziellen Druck. Mietfrei wohnen (wobei die Nebenkosten für ein Haus auch nicht unerheblich sind) und schuldenfrei ergibt ein sehr angenehmes Gefühl.

    Ich lehne z.B. auch Aufträge ab, wenn der Kunde meine Preise nicht akzeptiert. Oft argumentieren Kunden, dass sie die Leistung woanders günstiger erhalten würden (obwohl sie hier Äpfel mit Birnen vergleichen) oder das sie es selbst auch leisten könnten. Ich frage dann nur, warum sie es nicht woanders kaufen oder selbst machen… Herrlich.

  28. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Claus

    Danke für den persönlichen Hintergrund. Mir gefällt Deine bodenständige Einstellung. Ich entdecke viele Gemeinsamkeiten

    Es kommt im Leben im Endeffekt auf die gesunde Balance an. Niemand braucht 10 Millionen. Gleichzeitig ist es lästig, wenn man nur 900 Euro im Rentenalter hat. Irgendwo dazwischen kann das Leben leichter und sorgenfreier sein.

  29. Fit und gesund

    kann mich Tim nur anschliessen, auch mir gefällt die bodenständige Art von Claus, auch er hat eine abbezahlte Immobilie, ich kann nur Eins sagen, meine beste Investition war meine Eigentumswohnung, zwar kein Haus aber für mich mehr als ausreichend, ich mag meine Wohnung sehr und sie gibt mir Sicherheit, die nimmt mir Niemand mehr weg. Vali hat das auch erkannt :))

     

    Also die Rentnerin, was mault die denn? hat nur 33 Jahre gearbeitet, tja… muss sie nun halt schauen wie sie klarkommt, ich hab schon 41 Jahre auf dem Buckel und muss noch mindestens 5, also mein Mitleid hält sich in Grenzen, die ist tatsächlich dumm wie ein Brot, woanders würde sie doch so viel billiger leben können, aber in dem Alter umziehen ist natürlich schwer. Vielleicht sollte sie sich einen Untermieter nehmen und ihr Budget mal überdenken, sorry, die ist selber schuld.

     

  30. Patrick

    Hi Leute, ich habe bereits einige Aktien, aber ich habe mir überlegt noch einen ETF zusätzlich anzulegen. Wie funktioniert das mit einem Sparplan ETF. Gibts da keine 5-7Euro Gebühren jeden Monat wenn ich zB 100 Euro investiere? Oder sind da die Gebühren viel niedriger?

  31. der der hier gerne mitliest

    @Claus
    Hallo, und wie immer Danke für deine Beiträge.

    „Ich frage dann nur, warum sie es nicht woanders kaufen oder selbst machen… Herrlich.“

    Wenn ich dir einen Tipp geben darf, vllt spielt das für dich keine grosse Rolle mehr, da du schon sehr weit fortgeschritten bist.
    Aber ich würde mir die „Warum“ Frage gegenüber Kunden abgewöhnen, weil das Kindheitserinnerungen weckt; hat man als Kind etwas falsch gemacht, musste man sich von seinen Eltern anhören; Warum hast du das Glas umgeworfen? Warum hast du die Herdplatte berührt? usw.
    Die Warum-Frage versetzt Mensch gleich in Erklärungsnöte, wir müssen uns für unser Handeln rechtfertigen…
    Vielleicht hat auch nicht ein jeder schlechte Erfahrungen mit der Warum-Frage gemacht, aber ich denke viele werden sich vllt wiedererkennen. Warum Fragen versetzen den Menschen leider allzu schnell in den Rechtfertigungsmodus. 🙂

    Vllt solltest du deinen Kunden einmal die Frage stellen; Was veranlasste Sie dazu, dass.. oder Wie kam es, dass..

  32. Rainer Zufall

    @ Hallo Patrick

    Habe mal bei Comdirect die entsprechende Beschreibung rausgesucht. Bei den anderen Anbietern ist das idR sehr ähnlich.

    Orderentgelt ETF-Sparplan: „Für die Ausführung eines ETF-Sparplans zahlen Sie keinen Ausgabeaufschlag, sondern nur 1,5 % des Ordervolumens (maximal 4,90 Euro) pro Transaktion und ETF.“

    Daneben hat Comdirect ein Angebot, bei dem die Gebühr entfällt: „Keine Orderentgelte bei Sparplanausführungen der 45 ausgewählten ETFs während des Angebotszeitraumes.“

    Wie gesagt, bei den anderen Anbietern dürfte es vergleichbare Angebote geben.

  33. Björn

    Da hier viel über das eigene Haus und das Abbezahlen der Immobilie gesprochen wird, habe ich eine Frage an euch: Wir haben für unser Haus vor 3 Jahren eine Hypothek aufgenommen mit 20 Jahren Zinsfestschreibung. Für die Restsumme nach den 20 Jahren besparen wir einen Bausparvertrag, die Restsumme wollen wir damit dann ablösen. Das Abbezahlen des Bausparvertrages dauert dann noch 7 Jahre. Dafür zahlen wir monatlich 100 Euro ein.

    Bin allerdings seit kurzem am überlegen, ob wir die 1.200 Euro im Jahr nicht lieber als Sondertilgung nehmen sollten. Wie ist eure Meinung dazu? Lieber weiter 1.200 Euro jährlich in den Bausparvertrag zahlen oder lieber einmal im Jahr die Sondertilgung mit 1.200 Euro machen?

  34. Freelancer Sebastian

    @ Tim

    Danke für deine wiederkehrenden „Mantras“ und die immer neuen Beispiele für finanziellen Erfolg. Manch einem mag das eintönig erscheinen. Mir nicht. Als Musiker weiß ich – Wiederholung ist alles!

    Es ist mathematisch logisch, dass jemand mit 300.000 € Jahreseinkommen die potenzielle finanzielle Freiheit schneller erreicht, als jemand mit 50.000 € Jahreseinkommen. Allerdings nur potenziell. Der Lebensstil, das Ausgabeverhalten ist entscheidend. Ich erlebe im Freundeskreis hautnah, wie gesteigerte Einkommen zu gesteigerten Ausgaben führen. Auch wenn man das zehnfache der Studienzeit verdient, es kann einfach nicht ordentlich gespart werden….

    Man kann also sehr wohl auch mit geringen Investitionssummen seine persönliche Freiheit erreichen. Dann dauert´s halt ein wenig länger.

    Mich würden hier die Erfahrungen von PIBE350 und ZaVodou brennend interessieren. Vielleicht verliert ihr ja ein paar Sätze dazu?

    Auch das Argument mit den 100 €, die ja eh nicht reichen, zieht bei mir nicht. Muß es denn 30 Jahre lang bei den 100 € bleiben?

    Meine Frau und ich haben zu Studienzeiten mit 50 € im Monat begonnen (und mangels besseren Wissens leider „nur“ gespart und nicht investiert). Mit dem ersten Einkommen sind 300 € daraus geworden. Mittlerweile sind wir bei 1000 € angekommen. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

    Das bekommen wir hin, obwohl wir nur Teilzeit arbeiten und drei Kinder versorgen. Unser Einkommen liegt im übrigen im Bereich des Medians.

    Natürlich kann man sich vieles plakativ schön rechnen. man kann es aber auch plakativ schlecht rechnen…. 😉 .

    Also: Einfach anfangen und sich stück für stück steigern. Das ist wirklich möglich.

  35. Vali

    Hallo, Björn, finde ich toll, dass ihr ein Haus abbezahlt. Wir haben keine Sondertilgungen geleistet, sondern gespart und die Restsumme beim Ablaufen des Zinsbindungsvertrags nach 8 Jahren auf einmal abbezahlt.

    Ob es schlauer war, weiß ich nicht, aber damals gab es mehr Zins fürs Gesparte. Beim Bausparer habt ihr bereits die Gebühren bezahlt. Den nicht zu nutzen, wäre schade. Ich würde das so belassen, ohne das jetzt ausgerechnet zu haben… Viel Glück, ihr schafft es 🙂

    Patrick, bei der DAB gibt es Sparpläne auf ETFs, die kostenlos sind. Andere kosten was, aber ich weiß nicht wieviel. Ich nehme nur die mit 0,- Gebühr. Ich zahle je 50 Euro monatl. ein (aus den Dividenden), gebührenfrei.

     

  36. Sergent Garcia

    @Björn

    Schulden tilgen! Der eingesparte Zins ist garantiert. Wenn Du eine andere Anlageform mit garantierter Rendite in mindestens der selben Höhe findest, dann investiere in diese.

    @Patrick

    Bei der diba kann man ab 500,- jeden ETF und Fonds kostenfrei erwerben. Hier kann es sich lohnen das Gesparte 2-3 Monate anzusammeln und dann eben manuell zu kaufen.

  37. Christoph

    @Björn: Wie Vali schrieb kommt es auf den Guthabenzins bzw Kreditzins an. Ist beides niedrig und der Vertrag ist zuteilungsreif würde ich ihn gleich nutzen, ausser euer Hypo ist billiger.

    Generell finde ich Sondertilgung immer besser. Was abbezahlt ist kostet gleich weniger Geld.

  38. Claus

    @ der der hier gerne mitliest

    vielen Dank für deine Anregungen zur „Warum-Frage“. Dies ist nicht wörtlich zu nehmen, natürlich formuliere ich das immer so, dass der Kunde sich nicht in die Enge getrieben fühlt. Alleine die Tatsache, das sie mich meist häufiger in der gleichen Sache kontaktieren, zeigt mir, dass sie eigentlich meine Leistung möchten (weil sie insgeheim wissen, dass sie besser ist als das „günstigere“ Konkurrenzangebot), aber nur den vermeintlich günstigeren Preis dafür bezahlen wollen oder können.

  39. Christoph

    Claus: Ich finde du machst das richtig. Manche wollen einfach alles immer billig billig billig. Aber dafür dann auch top Leistung haben.

    Und wenn dann sowas kommt: Eigentlich kann ich das auch selbst machen, ja wieso macht derjenige das dann nicht? Weil er es wahrscheinlich doch nicht kann.

  40. Claus

    @ Fit und gesund

    ich kann dir nur zustimmen. Bezahltes selbstgenutzes Wohneigentum, egal ob Haus oder Wohnung, gibt einem ein wunderbares Sicherheitsgefühl. Nieman kann einen vertreiben, auch das ist ein Stückchen Freiheit. Ich liebe es z.B. einfach an einem schönen Nachmittag an meinem kleinen Teich zu sitzen und ein Börsenbuch zu lesen.

    Zu den Aktien habe ich dir gerade im letzten Beitrag noch etwas geschrieben.

  41. Claus

    @ christoph

    genauso ist es. Sie können es selbst nicht leisten, weil sie weder das Wissen, noch die erforderliche Technik hierzu haben… Würden sie tatsächlich mit der Arbeit beginnen, würden sie sehr schnell merken, wie viele Probleme es zu bewältigen gilt, um ans Ziel zu kommen. Ganz abgesehen vom zeitlichen Aufwand.

  42. Oliver

    @Claus

    Ich kenne das zur Genüge aus der IT. Ich hatte vor Jahren einen Geschäftspartner, der in der Finanzbranche unterwegs war. Nebenbei hat er bei ebay ältere Serversysteme gekauft und die irgendwie zusammengebaut. Wenn ich bei ihm vorbeikam, mußte ich natürlich auch in seinen Keller mit und dann zeigte er mir seine neuesten zusammengebauten Errungenschaften voller Stolz. Daneben hat er mir immer gesagt, was er für Teil x und Teil y ausgegeben hat. IT ist sehr schnelllebig, obwohl viele das nicht so sehen mögen. Aber jeder Server wird jedes Jahr leistungsstärker und obwohl wir ggw. bei der Prozessortechnologie an eine Grenze stossen, werden die Sprünge nächstes Jahr wieder sehr groß sein. Natürlich hat er seine Arbeitszeit nicht eingerechnet, wahrscheinlich aufgrund des Spaßfaktors, den er dabei hatte. Wenn man es aber rein kaufmännisch sieht, oberflächlich durch den günstigen Einkauf bei ebay billig, aber das Preis-/Leistungsverhältnis inkl. seiner Installationsstunden teuer.

    Diese Geiz ist geil Mentalität wurde uns über die Werbung eingetrichtert. Tatsächlich ist es aber bei genauem Nachdenken fast immer so, dass ein fähiger Fachmann für eine Aufgabe immer am günstigsten kommt, da das Preis-/Leistungsverhältnis am besten ist. Die verlorene Zeit mit verbilligten Teilen und deren Problemen ist meist nicht zu verachten sowie die Anschlußkosten. Deswegen sind sog. Bieterverfahren längst nicht so effizient, wie manche das gerne darstellen möchten. Ein krasses Beispiel war bei uns der Umbau einer der Kindergärten in Eichenau. Eine ostdeutsche Firma hatte den Zuschlag bekommen. Sie sagte bei Baubeginn, dass sie einen Vorschuß benötigen, weil sie sonst ihre Leute nicht zahlen können. Der verantwortliche Architekt hat das dummerweise gemacht, weil in solchen Sachen nicht erfahren. Am Ende war das Geld weg und die Firma trotzdem pleite. Ergo neues Ausschreibungsverfahren, also nichts mit billig.

    Billig ist in vielen Dingen des täglichen Lebens ein Trugschluß. Deshalb lasse ich mir nur Qualitätsprodukte montieren. Damit ärgere ich mich im Schnitt weniger und obwohl in der Investition teurer, sind sie langfristig am billigsten. Und viele Leute, die nur auf billig schauen, könnten sich das auch leisten. Sie wollen es sich aber nicht leisten und deshalb kommt dann der Satz: Der Huber machts mir 20% billiger. Ich mag zwar seine Qualität nicht, aber wenn Du es für 20% weniger machst, mag ich es sicher. Die Masche ist so alt wie es Unternehmen gibt und klappt trotzdem erstaunlich häufig..

  43. Björn

    Der Guthabenzins beim Bausparvertrag beträgt 0,9 %. Zuteilungsreif ist der Vertrag auch erst in 15 Jahren. Der Kreditzins danach ist auf 1,99 % festgeschrieben. Für das Bankdarlehen zahlen wir bis dahin 4 %.

  44. Björn

    Also dann lieber jedes Jahr die 1.20o Euro als Sondertilgung investieren. Danke für eure Meinungen.

  45. Münchner Insider

    So würde die Wirtschaft tatsächlich funktionieren!

    https://youtu.be/dJMiVGlnLSc

    Wenn Sie so weiter wirtschaften wie bisher, verwandelt sich der Münchner Ludwigsvortstadt in New York City der 70er Jahren, wo jeder Kriminelle seinen Paradies genießt!

    https://youtu.be/KE4tp67kA_Q

    @tim

    Danke, dass du meine Insiderwissen weitergibst! Als Ritter von Bogen schreibe ich es zum ersten Mal bei dir! 🙂

  46. Couponschneider

    @Oliver

    Ach ja, IT-Altsysteme. Da ich ja vom Fach bin und ich alten Maschinen durchaus etwas abgewinnen kann, werde ich häufig gefragt, was man  hier und da noch machen könne. Ich habe kürzlich einen alten Rechner mit Windows 98 gesehen und wurde gefragt, ob man den weiterverschenken kann. Ein Geschenk von einem Hartzer zu einem anderen Hartzer. Aber selbst der Hartzer wäre besser beraten, sich für 200 € ein Tablett zu kaufen, um damit zu spielen. Ganz ehrlich. Sogar eine Kugelmaus hat der Bekannte noch gehabt. Er schmeißt nichts weg. Seine Schwester meinte, er hätte noch fünf Röhrenfernseher auf dem Dachboden zu stehen.

    Allenfalls als Schreibmaschine taugt ein alter Rechner noch, aber dann muss man das können, eventuell ein paar alte RAM-Riegel spendieren, denn die gibt’s wirklich für lau. Linux drauf und gut. Die neuen Windows-Versionen brauchen zu viel und werden nicht mehr supported. Das wollen aber viele nicht hören; die wollen spielen. Und wer spielen will, sollte sich gefälligst ein Tablett kaufen. Das ist die Installation von Apps auch so schön einfach. Oder aber man hat eine Konsole.

    Ich spiele keine Videospiele, aber wenn, dann würde ich mir die Spiele am PC nicht mehr antun, sondern mir eine Konsole kaufen, weil ich keinen Bock mehr habe, mich um eine gescheite Einrichtung zu kümmern. Eine Konsole ist ein genormter Computer und die Spiele werden dann so programmiert, dass sie auch garantiert laufen. „Zu wenig RAM“ gibt’s dort nicht, genauso wenig wie zu alte Grafikkarte, falsche DirectX-Version, falsche Windows-Version usw.

  47. Christoph

    Couponschneider: Wobei auch spielen am PC Vorteile hat. Ich finde manche Spiele auf dem PC besser zu spielen, andere auf der Konsole. Und der Vorteil beim PC ist man kann nach und nach nachrüsten.

    @Oliver Ja die Geiz ist Geil Mentalität ist furchtbar. Habe ich auch schon gehabt. Letztes Jahr einen billigen FLug nach Thaild gehabt. Tolle neue Maschine. Aber es ging über China dorthin. Also 3 Stunden länger. Und 3 Filme auf englisch der rest chinesisch.. grrrr Dann zahle ich nächstes mal doch lieber wieder 650 anstatt 450.

     

    Björn: Den Vertrag würde ich sofrt ablösen. 4% ist echt teuer

    Schau mal hier: https://www.baufi24.de/baufinanzierung-rechner/

    Selbst wenn du ne Ablöse für den alten zahlst kommst du sicher günstiger.

  48. Björn

    @ Christoph: Kündigen kann ich den Darlehensvertrag erst ab 10 Jahren, 4 Jahre haben wir erst rum. Aber dann auf jeden Fall zu machen.

  49. Dominic von ExplainMeFinance.de

    Hallo Tim,

    vielen Dank für den Artikel, das Thema Early Retirement scheint mir gerade sehr in Mode zu sein. Das Phänomen ist aber sehr amerikanisch, u.a. da in Deutschland das Zinsniveau geringer ist. Ich fühle mich an die Neunziger Jahre erinnert, als der Traum von finanzieller Freiheit in Deutschland Millionen erfasste (Stichwort „Bodo Schäfer“) – nur dass es heute mit dem Modethema Minimalismus kombiniert wird.

    Ich sehe das Ganze etwas kritischer als du, vor allem da die Kapitalmarktannahmen schwer zu erfüllen sind. Ebenso plädoyiere ich für einen gewissen Genuss der Zwanziger Jahre. In einem dritten Punkt bin ich ebenfalls anderer Meinung: Das Thema sollte man meiner Meinung nach auf jeden Fall einkommensseitig und nicht ausgabenseitig angehen, wenn man sich Lebensqualität bewahren möchte.

    Diese konträren Gedanken genau dazu habe ich kürzlich in einem Blogartikel formuliert. Aber interessant, wie sehr die Meinungen auseinandergehen! 😉

  50. Tobias F.

    @ Dominic: Schöner Artikel auf deinem Blog. Ich sehe es ähnlich. Allerdings muss man eben ab und an übertreiben, um anschaulich zu werden.

    Wie Tim schon geschrieben hat: es geht um die „Message“. Nicht darum, dass jeder Extrembeispielen nacheifert.

    Einer schöner Satz dazu:

    „When you reach for the stars you may not quite get one, but you won’t come up with a handful of mud either!“ 🙂

     

     

  51. PIBE350

    Freelancer Sebastian: ,,Mich würden hier die Erfahrungen von PIBE350 und ZaVodou brennend interessieren. Vielleicht verliert ihr ja ein paar Sätze dazu?“

     

    Ihr habt alle Recht. WIR Blog-Leser würden es vermutlich wie die Rechtsanwältin machen, wenn wir ihre Einkommenshöhe hätten. Der Normalbürger denke ich nicht, weil er nicht unsere Grundeinstellung zum Sparen/Verzichten und unsere Ziele (Wunsch nach finanzieller Absicherung/Freiheit > Konsumwünsche) teilt. Da heißt es dann je nach Höhe des Einkommens Polo, Golf oder Phaeton; Wohnung, Reihenhaus oder Einfamilienhaus und Baggersee, Mallorca oder Karibik. Die Ausgaben, besser gesagt Ansprüche, wachsen mit dem Einkommen mit. 😉

    Aber es geht natürlich auch mit viel weniger Einkommen als das der Rechtsanwältin. Da ich sehr geringe Ausgaben habe, brauchte ich nie ein hohes Einkommen und daher reicht mir mein aktuelles passives Einkommen von 2000€ spielend aus. Der Großteil wird wieder investiert. Ich betone aber, dass ich allein lebe und dem Minimalismus sehr verfallen bin. Extremes Gegenbeispiel zur Rechtsanwältin: Ein alleinverdienender Familienvater mit 2 Kindern und einem Lohn knapp über dem Mindestlohn wird es natürlich ungleich schwerer haben. Die Fahnenstange der Einsparpotenziale (Auto fast Pflicht, Wohngröße nicht beliebig verkleinerbar, finanzielle Verpflichtungen gegenüber den Kleinen usw.) ist in diesem Fall schnell erreicht. Dann hilft wirklich nur noch ein höheres oder ein zweites Einkommen der Frau weiter.

    Ich stimme deinem Satz ,,Auch das Argument mit den 100 €, die ja eh nicht reichen, zieht bei mir nicht. Muß es denn 30 Jahre lang bei den 100 € bleiben?“ zu. Dieses Argument wird von Leuten als Ausrede benutzt, damit sie nicht anfangen müssen. Denn selbst mit ,,nur“ 100€ pro Monat würde diese Person nach 30 Jahren finanziell besser dastehen.

    Dein Satz ,,Also: Einfach anfangen und sich stück für stück steigern. Das ist wirklich möglich.“ trifft es perfekt. Der Normalbürger versucht es womöglich gar nicht erst.

  52. Oliver

    @Dominic

    Ich denke, das liegt an der unterschiedlichen Wahrnehmung des einzelnen. Wenn ich nur in der Lage bin, geringe Beträge (100 €/Monat) zu sparen, werde ich finanziell sicher nicht frei. Schaut man sich aber Tims Beispiel mit der Rentnerin, die in Söcking wohnt an, würde ihr das angesparte Geld tatsächlich mit Einrechnen der Rente finanzielle Freiheit geben. Zwar keine großen Sprünge, aber auch kein 450 €-Job, auf dem sie angewiesen ist. Die Lebenssituaton macht es aus.

    Zum anderen denke ich, dass die meisten, die finanziell frei sind (alle ihre Kosten abgedeckt haben) trotzdem weiter Einnahmequellen besitzen. Sie arbeiten vielleicht weniger oder machen hier und dort irgendetwas, was ihnen ein bisschen Geld einbringt und sind dann in der Lage, weiter etwas zu sparen. Schau dir Eigenheimbesitzer an: Die zahlen zwar i.d.R. höhere Nebenkosten, haben aber keine Kaltmiete, wenn die Immobilie abbezahlt ist. Es ist sehr individuell. Andere leben in wesentlich preiswerteren Ländern oder Gegenden in Deutschlands. Für mich muß ich nicht unbedingt bis an mein Lebensende in München wohnen. Warum auch? Dort ist es teuer, die Stadt wächst stark und wird durch die vielen Leute immer stressiger und der einzige Grund ist für mich, das ich hier gute Auftraggeber habe.  Die einzige finanzielle Freiheit gibts nicht.

    Was die Renditen betrifft, die Du als äußerst niedrig beschreibst. Ja, heute ist es wesentlich schwieriger, Rendite zu erzielen, weil durch eine verfehlte und verzweifelte Nullzinspolitik der EZB viele Möglichkeiten verbaut sind. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, wie z.B. richtige Immobilien- oder Aktieninvestition. Auch ETFs für Aktien haben ihre Berechtigung. Anleihen oder irgendwelche Sparkonten bei Banken gehen nicht mehr. Immobilien auf dem Land auch nicht, weil die Leute dort wegziehen. Aber große und mittelgroße Städte sind nach wie vor interessant, auch wenn inzwischen in München oder Hamburg die Preise astronomisch sind. Nur weil die Preise dort teuer sind , heißt es noch lange nicht, dass sie nicht teurer werden können.

    Letztendlich muß jeder selber finden, was er in seinem Leben und wie er es erreichen möchte. Ich denke, das schlimmste was Du machen kannst, ist gar nicht erst anzufangen, etwas wegzulegen. Du hast eine begrenzte Zeit auf dieser Erde und falls Du älter wirst, werden deine Möglichkeiten zum Geldverdienen geringer, schlechter bezahlt und vor allem für dich persönlich beschwerlicher. Dem würde ich versuchen aus dem Weg zu gehen. Aber die meisten sind erst so schlau, wenn es zu spät ist. Sieh dir die Dame aus Söcking an. Und der gehts im Gegenzug zu vielen anderen Rentnern finanziell gar nicht mal so schlecht. Finanzieller Aufbau ist ein sehr langer Prozess. Wenn Du in der Lage bist, mit den Jahren viel zu sparen, wirst Du vor der Rente tatsächlich finanziell frei. Aber das wann ist wiederum individuell, weil unterschiedliche Ansprüche und Sparraten. Schau dir Tim an: Er hat geschrieben, dass er es inzwischen geschafft hat. Trotzdem arbeitet er weiter, weil er gerne diese Tätigkeit ausübt. Also ist er finanziell frei, kann machen was er will und durch die Tätigkeit kann er weiter Geld sparen, obwohl er es nicht mehr müßte. Vielleicht fällt ihm irgendwann noch etwas anderes damit ein, wie z.B. soziale Projekte oder was auch immer. Ich muß mir das in drei Jahren auch überlegen, wie es dann weitergehen wird. Als Ziel hat es für mich persönlich einen hohen Stellenwert. Das trifft aber auf die meisten Menschen in meiner Umgebung nicht zu. Solange sie glücklich sind und ihre Ziele erreichen, finde ich das auch ganz in Ordnung.

  53. Münchner Insider

    Menschen mit Behinderung in Deutschland werden institutiell diskriminiert!

    Sie dürfen weder sparen noch Rücklagen bilden.

    Dieser Fall ist leider mit Aktion T4 durch den Österreicher vergleichbar.

    Ich habe diesen Petition bereits unterzeichnet. Nun seid ihr an der Reihe!

    http://chn.ge/20qlYLO

     

     

  54. Freelancer Sebastian

    @ PIBE350

    Danke für deine Zeilen.

    Jetzt bin ich neugierig. Wie lange hast du für deinen aktuellen Status gebraucht und in welchem Alter hast du begonnen? Wie bist du überhaupt auf die Schiene „Finanziell frei durch Aktieninvestments“ gekommen?

    Offensichtlich bist du finanziell frei. Wie reagiert dein Umfeld (Familie, Freunde) auf diesen „merkwürdigen“ Zustand?

    Hört sich vielleicht komisch an, aber deine Reiseberichte motivieren mich zusätzlich. Ich halte das für ein sehr erstrebenswertes Ziel 🙂 .

    Als Familie mag es im Vergleich zu Singles schwieriger erscheinen, Vermögen aufzubauen, allerdings haben wir auch ein doppeltes Einkommen. Und zudem sind wir eine von diesen Alienfamilien, die ohne eigenes Auto auskommt 😉 .

  55. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Freelancer Sebastian

    Danke für den Zuspruch.

    Was heißt schon Wiederholung? In meinem Blog geht es ums Sparen, Value Investing, Buy and Hold, Konsum, Frührente, Aktien, Performance, Buffett…

    Das ist das, worüber ich schreiben möchte. Wenn Du etwas übers Trading, Stricken, Kultur, Sport lesen magst, bist Du hier an der falschen Stelle. Aber das weisst Du ja eh. Es mag sein, dass sich das thematisch wiederholt. Aber so ist es eben mit Nischenthemen. Danke für Dein Interesse!!!

     

    @ Münchner Insider

    Danke fürs Interesse. Willkommen an Bord.

     

    @ Dominic

    Ob die Frührente bzw. finanzielle Unabhängigkeit nur ein Modethema ist? Das glaube ich nicht. Viele Leute könnten in der Theorie viel früher in den Ruhestand, wenn sie eben auf unnötigen Konsum verzichten würden.

    Das heißt: Statt mit einem neuen BMW oder Mercedes mit dem Rad oder ÖPNV zur Arbeit. Nicht den Keller und Dachboden zumüllen mit Zeug. Nicht jedes Wochenende ins schicke Restaurant. Nicht jedes Wochenende in Bar/Disco/Kino/Steackhouse. Anstatt vielleicht mal zuhause im Garten Grillen. Nicht jedes Jahr in den Luxusurlaub fliegen, sondern vielleicht mal Zelten an der Seenplatte in MeckPomm einplanen. Nur so als Idee.

    https://www.camping.info/deutschland/mecklenburg-vorpommern/seenplatte/campingplaetzeMeckPmm

    Statt teurem Hotel geht AirBnB. Statt Taxi geht Straßenbahn/Rad/Beine. Statt teurem Fitnesstudio eine billigere Variante oder mehr Joggen/Radfahren/Wandern/Schwimmen. Weniger Cocktails, Bier und Torten – das hält nebenbei den Bauch straff. Dafür Wasser.

    Es gibt viele Möglichkeiten. Das eine schafft Freiheiten. Das andere raubt einem die Freiheiten.

  56. Felix

    Ehrlich gesagt, einen 330.000 $ Job nach kurzer Zeit an den Nagel zu hängen, nach einer aufwendigen, langwierigen und in den Staaten sicher auch teuren Ausbildung – wozu das Ganze.

    Das hätte sie ohne Studien in 10 Jahren mit einem Mäc-Job und den gesparten Studiengebühren doch auch haben. Die wichtigste Investition, ihre Ausbildung, hat sie einfach links liegen lassen. Sie hätte bis 60 sicher 10 Mio. verdient. Da hat jemand wohl an der falschen Stelle gespart.

    Und warum ein engagiertes und in diesem Bereich sicher aus spannendes Berufsleben nicht auch erfüllend sein kann, verstehe ich auch nicht; sie war ja nicht bei der Müllabfuhr.

    Angela Merkel könnte sich schon lange mit einer guten Pension in ein Haus am Templiner See zurückziehen. Sie findet aber ihren Job, auch wenn er ab und zu stresst, viel aufregender – und mir geht es genauso.

  57. PIBE350

    An Freelancer Sebastian: Mit 17/18 fing bei mir das Umdenken in Richtung Minimalismus an. Das letzte Mal für Geld habe ich mit 25 (2009) gearbeitet. In Aktien investiere ich erst seit letztem Jahr.

    Meine Familie findet es in Ordnung, wie ich ich lebe. Richtige Freunde habe ich keine. Auf negative Kommentare würde ich pfeifen bzw. diese Personen meiden.

    Ja, irgendein Hobby braucht jeder, wenn man im ,,Ruhestand“ ist, ansonsten verarmt man geistig. Bei mir sind es die Reisen und vieles Lesen/Lernen.

    Mit 2 Einkommen und keinem Auto befindet ihr euch auf einem guten Weg! Mein letztes Auto hatte ich vor rund 10 Jahren. 😀

  58. Ex-Studentin

    Ein wenig verrückt, wie viel man in den USA für Bildung ausgibt, gleichzeitig dann aber auch verdienen kann. Durch das Umfeld schleicht sich schnell ein gewisser Lebensstandard ein, sodass die meisten ein 300k Jahresgehalt schnell zum Fenster rausschmeißen würden. Als Geringverdiener kann man wie Anita von 1500-2500 Dollar im Monat leben und würde vielleicht noch Schulden dabei machen. Die beste Möglichkeit eine hohe Ausgaben-Einnahmen-Differenz zu erhalten bleibt das Erhöhen des Einkommens.

  59. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    schon bemerkt? Seit heute ist statt TAL (1:1) nun TRTN im Depot. Der Merger ist komplett. Mal sehen wie es damit weitergeht. Gab ja noch $ 0,54 special dividend vorher. Bin gespannt was kommt. Evtl. Nachkauf.

    „The merger of Triton and TAL International has created the world’s largest and most efficient intermodal container leasing company with a container fleet of approximately 4.8 million TEU, resulting in industry cost leadership and an enhanced container supply capability.“

    MS

  60. Mr. Braun

    @Pibe350

    Wie generierst du dein passives Einkommen, nur aus Dividenden?

    Und was bestimmt noch Interessanter ist, wie konntest du in so kurzer Zeit dein Vermögen aufbauen?

    Danke für deine Offenheit.

  61. PIBE350

    An Mr. Braun: Nein, Dividenden aus Aktien sind noch mein kleinster Einnahmeposten, weil ich erst letztes Jahr damit angefangen habe. Vielleicht kann ich dieses Jahr noch die 6-Stelligkeit im Depot feiern, wenn alles optimal läuft.

    Die größeren Posten basieren auf privaten Investitionsentscheidungen (Beteiligungen). Etwas glücklich gelaufen.

    Dazu kommt noch mietfreies Wohnen (16.000€ für ein 21m²-Wohnklo bezahlt). Ich kann jeden verstehen, der geräumiger leben möchte, aber ich benötige nicht mehr. 😉

    Na ja, so versucht jeder seinen Weg zu gehen. Ich bilde mir darauf nichts ein: Die Rechtsanwältin ist definitiv die bessere Ansprechpartnerin, weil sie in ganz anderen Einkommensphären unterwegs war. Dagegen bin ich nur ein kleines Lichtlein. 😀

    An Ex-Studentin: Auf jeden Fall. Ich dachte immer, dass Piloten und Ärzte zu den Top-Verdienern unserer Gesellschaft gehören. Stars und Sternchen mal ausgenommen. Aber selbst die haben keine 3, sondern maximal eine 1 am Anfang stehen, oder nicht? Sie hat das maximale aus ihrer Ausbildung herausgeholt. Respekt!

  62. Leon

    Frisch vom Studium 160 k ohne Praxiserfahrung…???

    Kann ja eigentlich dann nur eine Eliteuni und/oder eine Staranwaltskanzlei sein, sonst verstehe ich den Gegenwert der Arbeitskraft nicht mehr.

    Wenn dass der Normalfall für ne frisch gebackene „normale Anwältin“ sein soll, dann frage ich mich, ob alles in Ordnung mit so einer Gesellschaft ist.

  63. Münchner Insider

    Die New Economy hat die Wirtschaft sehr verändert.

    So sehr, dass heute jeder Frau, jeder Mann und jedes Kind seine eigene Freiheit finanzieren kann.

    Man braucht nur Wertpapiersparen und als Langfristinvestor tätig sein. Diese Beruf ist einfach hier zu erlernen, wenn man den Blog intensiv aufmerksam liest.

    Ich selber habe nur die Qualifizierte Hauptschulabschluss geschafft, arbeite aber bald bei Werkstatt für Behinderte Menschen.

    Ich würde ca. 10 Jahre brauchen, um aus diesen sogenannten Hamsterrad auszubrechen.

    @leon

    Mit der Gesellschaft wird es sich permament verändern! In Zukunft werden die Anwälte bald durch Roboter ersetzt! Da lohnt sich der Frührente sowieso!

    http://bit.ly/29FPqa4

  64. Dennis

    @ Tim

    Ja, anstatt Luxushotels zu buchen kann ich auch Airbnb empfehlen. Ich habe zwar erst 2 mal gebucht einmal Dubai und Mallorca war aber immer sehr zufrieden und aufjedenfall mal etwas anderes 🙂 und werde auch in Zukunft über diese Plattform buchen wollen.

     

     

  65. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dennis

    Ja, ich habe auch schon bei AirBnB gebucht. Ich finde das super. Man lebt wie die Einheimischen. Und kann „zuhause“ sogar kochen und waschen.

    Das war ja nur ein Beispiel mit der privaten Zimmervermittlung AirBnB. Es geht genauso gut eine Pension statt einem 3-Sterne-Hotel. Wenn ich als nach Berlin beruflich musste, habe ich liebend gerne eine kleine Familienpension gebucht statt einem „normalen“ Hotel. Das war viel netter, angenehmer. Mein Budget hätte mehr hergegeben, ich wollte aber nicht das Geld meines Chefs für etwas Unnötiges verpulvern. Die Pension war in Wilmersdorf. Einfach herrlich!

    Wenn etwas günstig ist, heißt das ja lange nicht, dass es schlecht ist. Aber so viele Leute bringen das durcheinander. Wenn jemand mit dem Rad zur Arbeit fährt, spart die Person nicht nur Geld, sondern macht gleichzeitig etwas für die Gesundheit (und Umwelt).

  66. Markus Spitzer

    Und schon wieder diese Kommentare, ja sie verdiente mehr und mit ein paar hundertern pro monat komm ichn nicht weit!!! Rechenbeispiel:

     

    Wer 20 Jahre lang 200€ pro Monat spart, mit einer verzinsung von 10% kommt nach der Zeit auf satte:
    144.905,75 € !!!!

    Davon sind alleine 96.905,75€ Zinsen.

    Nach 30 Jahren: 217.358,62€ !!!

    Wer smart investieren möchte kann mich gerne kontaktieren 😉

  67. smitheyesmitheye

    @ PIBE350

    Interessanter Lebenslauf. Mich würden die privaten Investitionsentscheidungen (Beteiligungen) interessieren, die du getätigt hast. Und das du keine Freunde hast und deine Eltern das alles OK finden, finde ich auch spannend. Erzähl doch mal mehr, wenn du willst … Ich bin ungefähr im selben Alter, daher würde mich interessieren, wie man in so kurzer Zeit ein 6-stelliges Depot erreichen kann und dabei seit 2009 nicht gearbeitet hat.

  68. Dennis

    @ Tim

    Ich finde es auch entspannter als den Massentourismus in den Hotels und ja man bekommt einen Einblick wie die einheimischen dort wohnen. In einer Familienpension hab ich selber noch nicht gewohnt.

    Das mit dem Rad fahren kann ich nur bestätigen ich selbst werde von manche als Geizig hingestellt nur weil ich mit dem Rad zur Arbeit fahre und ja es ist auch noch alt dazu, wobei ich auch denke ich mache wenigstens etwas für meine Gesundheit auch wenn ich keine Garantie habe dadurch länger zuleben.

    Ich wollte mal noch deine Meinung wissen und zwar spiele ich mit dem Gedanken eine länge Auszeit von meinem Beruf zu nehmen und würde gerne auf Reisen gehen Australien, Neuseeland usw. Nur mache ich mir ein paar  Gedanken was sinnvoller wäre solange zu arbeiten bis ich die finanzielle Freiheit erreicht habe oder nach der Auszeit wieder in den Job zurück gehe oder das ich mich so verändert habe das ich das gar nicht mehr möchte. Ich hoffe du verstehst mein Sachverhalt.

     

     

  69. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Münchner Insider

    Großartig wie offen Du bist. Ich wünsche Dir viel Erfolg auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit. Gut, dass Du ein Ziel hast. Gut, dass Du nach vorne schaust. Passe auf. Lerne viel.

     

    @ Markus Spitzer

    Danke für Deine Worte! Ich hatte genau das im Blogeintrag ja angekündigt. Und so kam es dann.

     

    @ Dennis

    Das ist eine schwierige Entscheidung. Es hängt wohl davon ab, wie lange Du noch arbeiten musst, um finanziell frei zu sein. Einerseits denke ich, wenn es nur noch ein paar Jahre Arbeit wären, würde ich das wohl noch durchziehen.

    Andererseits gibt es ja den Spruch, dass das Leben kurz ist. Insofern musst Du machen, was Dir sehr wichtig ist.

    Vielleicht kannst Du ja einen Nebenjob in Australien/Neuseeland suchen. Ein Aushilfsjob. Oder so. Dann kannst Du Dein Finanzpolster schonen.

    http://australien.ahk.de/jobxchange/

    Vertraue Deinem Bauchgefühl. Wenn etwas schief geht, ist das nicht schlimm. Du kannst das ja korrigieren. Lerne aus Deinen Fehlern. Man bereut im Leben immer nur das, was man nicht gemacht hat. Nur zu Leben auf Basis von Sicherheit ist ein Leben in Angst.

    Also mich persönlich würde das hier reizen, wenn ich so wie Du ein Australien-Fan wäre. Ist halt alles Geschmackssache.
    http://www.farmarbeit.de/farmarbeit-australien.html

  70. Dennis

    @ Tim

    Danke Tim für deine Meinung. Ich würde es so auch so machen wie du sagst, da ich noch unter 30 bin kann ich das Work & Travel Visum beantragen und kann dort dann arbeiten denke damit kann man sich die Reise schon gut finanzieren. Es ist schon lange mein Traum.

    So ich gehe jetzt mal ins Bett bin müde von der Nachtschicht :-).

     

     

  71. DivSky

    @Markus Spitzer,

    dein Rechenbeispiel finde ich schon sehr unseriös. 10% sind finde ich auf eine lange Anlagedauer nicht mit normalen Produkten realistisch!

     

    @MS

    vielen Dank für die Info. Ich werde noch einmal nachlegen und dan nist TAL an sich als Position im Depot für mich abgeschlossen. Bin aber sehr zufrieden und weil ich aus der Branche bin, bin ich mir sicher eine gute Aktie im Portfolio zu haben 🙂

  72. Christoph

    Guten Morgen. bzw eigentlich ist es ein trauriger Morgen aufgrund des Anschlags in Nizza.

    Es nimmt einfach kein Ende ;o(

     

    Dennis: Wenn Du die Chance hast, einen Traum schon jetzt zu erfüllen, tu es.

    Man sieht ja leiser, wie schnell das Leben vorbei sein kann bzw eingeschränkt aufgrund Verletzungen etc.

  73. Freelancer Sebastian

    @ Tim

    „Wenn jemand mit dem Rad zur Arbeit fährt, spart die Person nicht nur Geld, sondern macht gleichzeitig etwas für die Gesundheit (und Umwelt).“

    Exakt die drei Gründe, warum ich kein Auto habe 🙂 .

    @ Vali

    Bogles Thesen konnte man dann gleich mal am Morgen des Brexits in der Praxis erleben.

    Wie blöde verkloppten Anleger ihre MSCI World-ETFs. Um 13 % rauschten sie morgens runter – habe mir das mal live angeschaut -, obwohl sich an den zugrunde liegenden Werten der großen amerikanischen Aktien gar nichts in dem Umfang getan hatte.

    Ein Fest für Schnäppchenjäger. Nachmittags war dann alles gegessen.

    @PIBE350

    Einen geruhsamen und bodenständigen Eindruck vermittelst du alle mal.

    Das mit den Beteiligungen klingt spannend. Und 6-stellig in einem Jahr? Respekt!

  74. ZaVodou

    @Freelancer Sebastian

    Mich würden hier die Erfahrungen von PIBE350 und ZaVodou brennend interessieren. Vielleicht verliert ihr ja ein paar Sätze dazu?

    Von welchen Erfahrungen sprichst Du?

  75. Markus

    @Sebastian

    Alle Marktturbulenzen den etf`s vorzuwerfen, wenn vorher auch schon 90 % der aktiven Fonds auch dem Index gefolgt sind, ist zu simpel.

    Es gibt so viele Finanzinstrumente, Derivate und sonstige Variabeln…

    http://www.welt.de/finanzen/article140320481/Ein-Mann-ein-Computer-ein-globaler-Boersencrash.html

    Procter & Gamble ist damals um 37 % sehr kurzfristig gecrasht. Nestlè hatte in der Subprime einen Drawdown von ca. 46 % in CHF (müsste nachschauen).

    Es geht auch nicht darum zu sagen, dass jemand mit 100 oder 200 € nicht mehr investieren und sparen soll und es somit gleich bleiben lassen soll.

    Es geht mir um die gewaltige Diskrepanz, 160 k in einem Jahr (und jetziger Kaufkraft) und der oder die andere mit evtl. 160 k im letzten Lebensdrittel (und der Kaufkraft in 20 – 30 Jahren)…

    Die Verbindung dieser Beispiele ist mir persönlich zu eklatant.

    Beeinflussbare finanzielle Freiheit im mittleren Lebensalter geht nur über gewaltige Sparquoten und einer guten Strategie und annähernd guten Börsenrenditen wie in der Vergangenheit. Im mittleren Lebensalter ist zudem der Zinseszins noch nicht so eklatant, weil einfach der Faktor Zeit bei vielen fehlt. –>Sparquote!

    Unternehmer, Selbstständige und Erben mal außen vor gelassen.

    Ansonsten hatten wir es ja schon mal, dass sich viele im Netz ihr eigenes Weltbild mit genügend Links bestätigen können… 😉

     

  76. Fit und gesund

    @Vali,

    danke für den Bogle-link zu den ETF’s, macht Einen wiederum ein wenig nachdenklicher.

    @Freelancer Sebastian,

    am 24.6 schossen die spreads für ETF’s , die sonst bei ungefähr 0.23-0.35% liegen auf über 1, ich fand das auch sehr interessant (wollte aber weder kaufen noch verkaufen)

    @All,

    habe gerade das mit den Attentaten gelesen, wo soll das enden? wo ist die Lösung?

  77. Christoph

    @Fit und gesund: Das ist eine gute Frage.

    Das schlimme ist ja das in Ländern wie China sowas nicht vorkommt.

    Wobei auch in der Schweiz kam sowas ja noch nicht vor soweit ich weiß.

    Vielleicht ist dann doch das zurück zu geschlossenen Grenzen die Lösung?

    Ich bin einfach traurig.

     

    Ich würde ja erstmal den IS platt machen. Und dann in den Ländern viel aufbauen. Schulen, Krankenhäuser, Gebetshäuser usw. So dass die Menschen dort sehen wie schön es sein kann.

    Und dann für 50 Jahre feste Kasernen von den UN Nationen. So lernen die Einheimischen die westlichen Menschen kennen und andersrum.

     

     

  78. Oliver

    Ich habe mir den Artikel zu den ETFs durchgelesen und fand es nicht uninteressant. Wenn man tatsächlich kurzfristig unterwegs ist, könnte man es sich evtl. zu nutze machen. Bei großen ETFs von großen Herausgebern sehe ich das Risiko allerdings als klein an. Ich würde mich bei ETFs mit kleinen Kapitalisierungen fernhalten und geswappte ETFs gar nicht kaufen. Als Finanzierungsinstrument haben ETFs ihre Berechtigung. Wenn Matthias schreibt, er möchte alle 5 kanadischen Banken und kann sie so elegant abdecken, dann sehe ich nichts schlechtes dabei.

    Ich selber habe bis auf einen World-ETF (kleiner Posten) sonst nichts in dieser Richtung und plane auch nicht, dort weiter einzusteigen. Es gibt genügend Einzelgesellschaften, wo ich mich einkaufen kann und bei 65 AGs habe ich einen Mini-ETF mit den Unternehmen, die ich wirklich besitzen mag. Meine Watchlist ist natürlich viel länger als die Gesellschaften, die ich besitze, aber ich muß nicht alles besitzen, um meine Ziele zu erreichen.

    Gegenwärtig denke ich über GE nach. Der Kurs ist zwar beträchtlich gestiegen, aber es scheint, dass sie nach und nach ihre Altlasten entsorgen. Dann noch eine sehr ungeliebte Gesellschaft mit Kinder Morgan. Zusätzlich vielleicht die Emerson weiter aufstocken. Obwohl der Markt stark gestiegen ist, sind die Aussichten bei der amerikanischen wachsenden Wirtschaft weiter gut. Trotzdem werde ich aller Voraussicht erst wieder im August investieren. Dann hat sich einiges angesammelt und die Brexit-Geschichte wird klarer. Trotzdem ist es erstaunlich: Bei dem Votum herrschte Untergangsstimmung und jetzt bei den Kursen denkt man, es wäre nichts passiert. Selbst der Dax ist wieder angestiegen.

  79. PIBE350

    Zum Nizza-Attentat: Das ist ein Grund, warum ich mir kaum noch Nachrichtensendungen angucke. Schlechte Nachrichten verkaufen sich am besten und davon passieren leider jeden Tag jede Menge auf der Welt. Die Alternative wäre für mich, durch die negative Dauerberieselung der Medien emotional immer weiter abzustumpfen (Selbstschutz). Ich rede lieber über positive Geschichten.

    An Dennis: Ich würde die Australienauszeit nehmen, wenn sie dein Traum ist. Die gemachten Erfahrungen kann dir anschließend niemand mehr nehmen. 😉

    An Freelancer Sebastian: Danke, aber der Großteil bestand aus Umschichten aus altem Tagesgeld. Trotzdem ist es schön anzusehen, wenn ein (weiteres) Einkommenspflänzchen entsteht und langsam heranwächst. Motivation um weiterzumachen.

  80. Fit und gesund

    @Christoph,

    ja, die Schweiz scheint eher ein sicheres Land zu sein, wie lange noch bis der Terror nach D oder zu uns kommt, wie werden unsere Kinder aufwachsen? werden sie einmal geprägt sein von der Terrorangst so wie die Alten von heute durch den 2ten Weltkrieg? Die Politik muss Lösungen finden, aber ich habe kein allzugrosses Vertrauen in die Politik. Eine Bekannte von mir hat Verwandte in Israel, (keine strenggläubigen Juden) wenn die zu Besuch kommen dann sind die selbst im normalen Linienbus unruhig und taxieren die Mitpassagiere und die Umgebung, scheint so eine Art Strategie zu sein dort wo man immer mit Anschlägen rechnen muss, furchtbar und unvorstellbar für mich hier.

  81. Christoph

    @Fit und gesund: Habe ein paar Dokus über Israel gesehen. Da wurde eigentlich gesagt dass die Israelis zwar wissen dass es Anschläge geben kann aber sie sehr lebensfroh sind, viel feiern usw. Auch dass am Strand Soldaten patrouillieren stört die Einheimischen nicht, im Gegenteil.

    Ich bin ja Ende 70er geboren. Und ben heilfroh dass die 80er und 90er so sicher waren. Meine Neffen tun mir leid, denn sie kennen dieses unbeschwerte nicht.

    Ich wäre auf jeden Fall dafür, viel mehr Polizei auf den Strassen zu haben. Aber auch, muss die Polizei besser ausgestattet werden und die Polizisten müssen besser geschult und trainiert sein. Extrem viele sind echt unfit. Auch dass viele ü50 sind ist ein Problem, denn der Nachwuchs fehlt.

    Ich war schon mehrmals in Thailand. Da steht Militär an Bahnhöfen. Und ich habe mich sicherer gefühlt. Denn ich denke: Wenn da Soldaten stehen wird sicher keiner mich überfallen.

     

  82. Münchner Insider

    @christoph

    Gute Idee! In München sind die Polizei ständig auf Streife! Seit dem Ludwigsvorstadt den Ruf als „New York der 70er Jahre“ hat, sind die Polizei immer unterwegs, aber besser wäre die Lockerung der Waffengesetze!

    Die USA, Estland, Irak und Neuseeland haben es vorgemacht!

    @pibe350

    Ich werde bald in Neuseeland ohne Rückflugticket dauerhaft Auszeit nehmen und dort zurückziehen!

     

     

     

  83. Münchner Insider

    Mein Portfolio sieht beispielsweise so aus:

    Europe Stoxx 600 40%

    iBoxx Eur Bonds 60%

    Zusammengestellt wie Ray Dalio, kann es vier Jahreszeiten überstehen:

    Inflation

    Deflation

    Wirtschaftswachstum

    Wirtschaftsstagnierung

    http://bit.ly/29H3BM8

  84. Fit und gesund

    hi Münchner,

    fehlen da nicht noch Gold und Rohstoffe? schau mal bei Stefan’s Börsenblog.

  85. Christoph

    @Münchener:

    Gute Idee! In München sind die Polizei ständig auf Streife! Seit dem Ludwigsvorstadt den Ruf als „New York der 70er Jahre“ hat, sind die Polizei immer unterwegs, aber besser wäre die Lockerung der Waffengesetze!

    Die USA, Estland, Irak und Neuseeland haben es vorgemacht!

     

    also so ein Schmarrn. Gerade in Bayern sieht man doch, dass dort weniger passiert als in anderen Bundesländern. Ich finde einfach der Staat soll ruhig zeigen dass er auf die Bürger aufpasst (nicht überwacht) und für Sicherheit sorgt. Natürlich kann auch dann etwas passieren. Aber wo keine Polizei werden Kriminelle angezogen.

    Und mehr Waffen hat keinem Land der welt geholfen. Hoffe Du meinst das ironisch

     

    Gute Reise und viel Erfolg und Glück in Neuseeland. Ist es dort nicht schwierig eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu bekommen?

  86. Markus

    @Stefan Meisel

    Kann es sein, dass Du bei Deinem Vergleich Kommer & Allwetter-Porfolio bei Kommer die Inflationsbereinigte Rendite und beim Allwetter die nominale Rendite verwendest?

    Dazu muss man wissen, dass die US-Inflation in den letzten 3-4 Dekaden höher war, als DM & Euro.

  87. Michael

    Für mich sind insbesondere ETW in Deutschland ein absolutes nogo ;).

    „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben,
    wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.“ <- ETW

    Aktuell auf der Agenda: Vermögenssteuer, erhöhte Abgeltungssteuer, FTS, ggf. Zwangsmitgliedschaft für Selbstständige in der GRV, Gewinnversteuerung von Fondsverträgen auf jährlicher Basis, ggf. Wegzugsbesteuerung und und und. Verbot des Ausfuhrs von bestimmten Kulturgütern <- Deutschland. Zwar wird keine direkte Mauer um Deutschland gebaut. Aber wer gerne das Land verlassen möchte weil im das Taschengegreife zuviel wird der muss sich das auch noch leisten können ..

    Klar von welchem Problem ich rede? Da bleibe ich lieber auf meinen Aktien, die ich leicht mitnehmen oder konvertieren kann. Und wenn es doch ne Immo sein soll, dann lieber mit mehr Rechtssicherheit vor unseren irren Politikern :D. Dann lieber etwas in der Schweiz auch mit Wohneigentumsversteuerung und Vermögenssteuer.

    Grüße Michael

  88. Vali

    Matthias, danke, sehr interessant! Tal ist mein größter Loser – mit einem neuen Namen hätte ich evtl. mehr Glück;) Aber die Dividenden sind super und auch die Sonderdividende habe ich registriert und sie haben zum Glück einiges schon wett gemacht. Ich hoffe weiter, dass die noch was werden, stocke aber nichts mehr auf.

    Sebastian, danke! Ich habe den Link gepostet, weil man sich sehr leicht als ETF-Anleger in Sicherheit wiegt. Manche haben nur noch ETFs im Portfolio! Weniger Volatilität, man kauft den Gesamtmarkt und trägt somit weniger Risiko?

    Man kauft mit einem ETF erstmal „nur“ ETF-Anteile eines an der Börse handelbaren Fonds, der hoffentlich diese Aktien auch tatsächlich hat, die er so vorgibt (oder wenigstens schnell zukauft). Das muss man in die eigene Risikobereitschaft mit hineinrechnen.

    Markus, natürlich sind nicht „nur“ die ETFs schuld. Die Longen Shorts;-) und andere Zocker sind an der Börse immer dabei. Deshalb ist man bei ETFs eben weder vor Zocker und Trader geschützt, noch hat man weniger Volatilität, und risikolos ist das schon mal gar nicht.

    Ein ETF ist an sich auch deshalb entwickelt, damit manj damit an der Börse traden kann. Und zwar auch shorten. Sonst wären sie nicht an der Börse… Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man ETFs(-gewichtet) seine finanzielle Zukunft anvertraut…

    Und wenn sich Bogle schon Gedanken macht…

    Mich erinnern ETFs an den damals „sicheren“ schön verpackten Subrime-Kredite… aber diesmal ist alles anders 😉

    Fit und gesund, ja leider gibt es kopflose Zombies…

     

  89. Münchner Insider

    @stefan & @fitundgesund

    Gold und Rohstoffe folgen noch, ebenso Emerging Markets, Pacific und S&P 500.

    Ich beginne gerade erst mit 100€ monatlich, da kann ich noch nicht alle hinzufügen. Bei Comdirect sind 25€ für den Sparplan erforderlich.

    @christoph

    Doch, aber mit persönlichen Gewinn- und Verlustrechnung samt Bilanz und hohe Nettovermögen klappt es.

    Recherchiere doch mal über „Home Invasion“ oder „Überfall in Wohnung und Haus“. Gleichzeitig soll das Modell nach dem Vorbild Virginias (Project Exit) entsprechen.

    @alle

    Fall ihr mir kritisiert, gehe ich schlafen!

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  90. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    jetzt muss ich dann doch etwas widersprechen. Aktien-ETFs mit Subprime-Krediten zu vergleichen geht nicht. 🙁

    Du bist mit Deinen Aktien auch nicht sicherer als mit einem ETF. Natürlich ist der ETF ein Bankprodukt. Die stellen Dir eben einen „Aktienstrauß“ zusammen, und bekommst einen Anteil davon. Aber das ist in der Form genauso Sondervermögen wie die Einzelaktien auch. Es geht auch nicht um Volatilität. Wenn ein Aktienmarkt allgemein volatil ist, dann muss natürlich auch ein entsprechender ETF volatil sein. Wie könnte es auch anders sein.

    Es geht um das Konkursrisiko der Anlage. Wenn ich die KTG Agrar hätte, dann wäre die futsch. Wenn ich einen ETF auf den Agrarsektor habe, und da ist die mit drin, dann verliert der ETF anteilmäßig an Wert. Aber er ist nicht pleite, weil alle enthaltenen Werte pleite gehen müssten. Darum, und nur darum geht es einem ETF-Anleger.

    Zocken kann man mit allem, das ist doch klar. Das andere ist das Ausfallrisiko des Emittenten. Deswegen wird es ja als Sondervermögen getrennt von der Konkursmasse geführt.

    Deine Aktien sind nicht besser geschützt. Wir hatten das ja schon mal. I.d.R. hast Du gar keine Aktien wirklich im Besitz. Es gibt einen Sammelbestand bei der Clearingstelle. Dein Broker/Bank stellt Dir für den Kauf eine Quittung aus (den Eintrag in Deinem Depot). Es wird aber nirgends Deine Aktie für Dich gelagert. Du hast nur eine Quittung.

    Bei Namensaktien wie Telekom, Daimler, Post usw. ist das anders. Wenn sich die Bank in Luft auflöst, dann kann ich zum Daimler gehen und sagen, schau mal in das Aktionärsbuch, da stehe ich mit meinem Bestand drin.

    Das ist bei Inhaberaktien anders. Wenn der Broker Dir einfach eine Position aus dem Depot löschen würde, und angeblich von nichts wüsste, was dann? Das ist krasse Theorie und wird wohl nie vorkommen.

    Aber man sollte sich schon klar sein, dass man mit einer Aktienposition im Depot einfach nur ein Versprechen des Brokers hat, dass er treuhänderisch für Dich Ansprüche auf Unternehmensanteile buchführt.

    Nachtrag: auch die ewige „Jammerei“ mit dem Verleihen kann ich nicht verstehen. Die verliehenen Werte werden über 100% im Ausgleich oder bar besichert.

    Bei Lynx lasse ich ja auch mein Zeug verleihen um paar Zinsen zu bekommen. Momentan ist totale Stille. Ein einziger Wert ist derzeit verliehen, lächerliche 5 Stück eines Funds. Der Kurs ist derzeit 15 USD. Also 75 USD Wert. Bar-Sicherheit sind 80 USD hinterlegt.

    Normalerweise sind immer Securities mit Hinterlegung im Wert von 2.000 bis 4.000 USD verliehen. Haben Shorties gerade kalte Füße? Oder weil (ein) Verfallstag ist? Werde heute auch die Prämien für verkaufte Calls behalten/kassieren, so wie es aussieht.

    MS

  91. Vali

    @Matthias, mein Vergleich war nicht ganz so ernst gemeint, aber zugegen ein wenig provokant 😉

    Ich bin mit Aktien viel näher am Produktivkapital, was mir sehr wichtig ist, als mit ETFs. ETFs  sind erstmals Finanzprodukte. Ich will sie nicht schlecht machen (habe ja selbst welche), aber sie sind für mich mindestens genauso riskant wie Einzelaktien. Durch ihre teils geringere Marktkapitalisierung sogar noch mehr. Deshalb wird ihr Anteil auch so groß gewichtet sein wie der Durchschnittsanteil eines einzelnen Unternehmens bei mir im Depot.

    Fakt ist, dass ETF-Anteile verkauft werden können, ohne dass die Aktien darin verkauft werden. Ist ja am 24.8.2015 so extrem gewesen. What The E-T-F Happened On August 24?

    Die Verkäufer haben ETFs abgestoßen. Nicht die Aktien.

    Deshalb sind viele ETFs viel stärker gefallen, als der Index selbst und mussten von der Börsenaufsicht „gerettet“ werden.

    Aber so gut kenne ich mich auch nicht aus. Ich traue ETFs nicht so sehr wie Aktien, weil eben noch ein Zwischenhändler zusätzlich dazwischen ist;-).

    Dein Vergleich mit dem Blumenstrauß ist sehr schön, aber ich vergleiche ETFs  lieber mit Tütensuppen;-)

    Trotzdem nehme ich den Blumenstrauß mit ins Wochenende 😉

    Einen schönen Abend allen!

     

  92. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    „Deshalb sind viele ETFs viel stärker gefallen, als der Index selbst und mussten von der Börsenaufsicht „gerettet“ werden.“

    ich habe das nicht mitbekommen, aber das wäre ja das allerbeste was einem passieren könnte. Endlich ein „free lunch“!

    Das ist so, wie wenn mir in Panik einer einen Briefumschlag mit einem 50 Euroschein drin verkaufen will, aber mindestens 30 Euro haben will. 😉

    Na ja, will das auch nicht weiter vertiefen. Ich habe jedenfalls mit ETFs ein viel besseres Gefühl als mit Einzelaktien. Bei sicheren „Dickschiffen“ ist das was anderes, aber ich meine Märkte wie China, Südamerika, Bonds usw.

    MS

  93. Münchner Insider

    @stefan & @fitundgesund

    Gold und Rohstoffe folgen noch, ebenso Emerging Markets, Pacific und S&P 500.

    Ich beginne gerade erst mit 100€ monatlich, da kann ich noch nicht alle hinzufügen. Bei Comdirect sind 25€ für den Sparplan erforderlich.

    @christoph

    Doch, aber mit persönlichen Gewinn- und Verlustrechnung samt Bilanz und hohe Nettovermögen klappt es.

    Recherchiere doch mal über „Home Invasion“ oder „Überfall in Wohnung und Haus“. Gleichzeitig soll das Modell nach dem Vorbild Virginias (Project Exile) entsprechen.

    Hier der Link zum recherchieren:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Project_Exile

    http://bit.ly/29CK9R4

    http://bit.ly/29JeMGj

    @alle

    Fall ihr mir kritisiert, gehe ich schlafen!

  94. Markus

    @Stefan

    Danke für die Info mit dem Allwetterportfolio. Kannte ich so noch nicht.

    Einen Haken sehe ich allerdings bei den Backtests wegen der Anleihenlastigkeit und deren Verlauf in den letzten 3 Dekaden.

    Es ist wahrscheinlich, dass sich diese Rendite in den nächsten 3 Dekaden so nicht wiederholen lässt.

    Steht dazu auch was in dem Buch?

    @Vali

    Wenn Dein Ziel Provokation war, wie Du geschrieben hast… dann lass ich eine Fakten basierte Diskussion.

     

  95. Münchner Insider

    @stefan

    Mein Portfolio wird bald so aussehen:

    30% Aktien (Europe Stoxx 600, MSCI Emerging Markets, MSCI Pacific, S&P 500)

    5% Goldaktien (NYSE Arca Gold)

    5% Rohstoffaktien (Europe Stoxx 600 Oil & Gas)

    60% Anleihen (iBoxx Eur Bonds)

    Nochmals danke für deine Info, auch wenn ich diese Allwetterportfolio bereits von Tony Robbins Money gelernt habe. Ich bin seitdem Fan von Ray Dalio und bewundere ihn sehr.

  96. Christoph

    Soweit ich weiß gehen inhaberaktien auch nicht in die Insolvenzmasse der Depot Bank wenn diese pleite gehen sollte. Somit passiert dem Aktionär nichts.

    Der Beleg dass die Bank die inhaberaktien für einen verwaltet ist ja noch vorhanden.

    Somit ist in meinen Augen der Vorteil gegenüber etfs der dass man direkt Anteile von den Unternehmen hält.

    hat man also einen etf mit 30 Aktien und geht dieser etf pleite hat man nichts mehr ausser das was man aus der Insolvenz Masse noch erhält.

    hat man die gleichen 30 Aktien aber als inhaberaktien und die Depot Bank geht pleite bleiben die 30 Aktien weiterhin. Es geht dann nur um das Geld was bei der Bank gelagert ist. Da greift der Einlagensicherungsfond erstmal.

    und sollte von den 30 unternehmen eines pleite gehen hat der Aktionär noch die anderen 29.

    Geht die Depot Bank pleite so kann die bafin einen Wechsel der Bank anordnen.

    Aktien gelten beim verwahren als sondervermögen.

    Also für mich ist der etf da einfach unsicherer.

  97. Christoph

    Grad gelesen

    sollte die Depot Bank pleite gehen

    etfs gelten als sondervermögen da passiert dann auch nichts

    und das Wertpapierdepot mit Aktien ist Eigentum des Kunden da passiert sowieso nichts.

  98. Stefan Meisel

    @ Markus

    Einen Ausblick auf die mögliche Entwicklung der Zinsen auf Staatsanleihen habe ich im Buch nicht gefunden.

    Apropos Bücher: Gestern wurde „Rich dad, poor dad“ geliefert. Ich bin gespannt.

    @ Christoph

    Bei synthetisch replizierenden ETFs trägt man das Kontrahentenrisiko. Ist der Swap-Partner zahlungsunfähig, kann der Anleger einen Teil seines Vermögens verlieren, wenn es dumm läuft. Aber wenn die Deutsche Bank pleite geht, dann sollten Swaps das geringste Problem sein.

  99. Christoph

    Also sparen ist ja sinnvoll

    aber Geiz ist furchtbar.

    Bis auf Buffet der ein großes Haus günstig gekauft hat finde ich alles andere bescheuert

    wieso hocken die auf ihren Millionen und Milliarden geben das eh nicht aus anstatt es gleich zu spenden?

    zb könnten sie doch sagen ok es fehlen Schulen. Wir bauen welche und bezahlen auch die Lehrer. oder Kindergärten.

    Ebenso obdachlosen Hilfe usw.

    klar viele tun n bisschen was aber anscheinend reicht den allen ja locker 100.000 im Jahr.

    Und der 5. da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

    http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/buffett-zuckerberg-kamprad-diese-fuenf-milliardaere-sind-die-reichsten-der-welt-aber-leben-extrem-sparsam_H1289430786_298589/

  100. Vali

    Christoph, danke 🙂

    „Als „die beste Investition meines Lebens“ hat Warren Buffett einst sein Wohnhaus bezeichnet.“

    Ich habe schon mal geschrieben, dass ich den Mann großartig finde!

    Diese Unternehmen aus dem Link sollte man eigentlich im Depot haben.

    Vom Zara-Gründer habe ich sogar gelesen, dass er für  seine „überschüssigen“ Millionen große Immobilien kauft und sie Banken und Versicherungen vermietet – das ist Geschäftssinn! Die Inditex Aktie wäre dies.

    Stefan Meisel, toll geschrieben https://stefansboersenblog.com/2016/07/16/indexfonds-etf/ – hast auch meine Gründe sehr gut aufgelistet 🙂

    Viel Spaß mit „Rich Dad, Poor Dad“!

    Markus, du weißt ganz genau, dass ich hier nicht zur Provokation bin, sondern zum Lernen, Motivieren und besser Investieren.

  101. Freelancer Sebastian

    @ ZaVodou

    Deinen Beiträgen hatte ich bisher entnommen, dass du bereits – so wie PIBE350 – finanziell unabhängig bist. Finde es interessant, wie und in welchem Zeitraum ihr das geschafft habt.

  102. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    so geizig sind die Reichen doch gar nicht. Der „bescheidene“ Golf-Fahrer Zuckerberg hat sich wenigstens einen großzügigen Parkplatz auf Hawaii gekauft.

    Wunderbare Geldanlage. Würde ich genauso machen. Geld ist dafür da, um es zu genießen, nachdem man so viel erwirtschaft, dass mehr als der Unterhalt rein kommt. Allerdings würde ich auch öffentlich eine billige Karre fahren, um den Plebs nicht in zu viel Neid und Hass zu versetzen.

    Aber eine 10 Mio Hütte in San Francisco muss es nicht sein. Da würde ich besseres billiger finden für meinen Geschmack. Wer mit dem Überfluss an Kohle nichts anzufangen weiß, dem ist eh nicht zu helfen.

    Das nenne ich echte Dekadenz, bzw. Luxus, den man sich gönnen kann, wenn man es geschafft hat: alle 4 Häuser die einen umgeben aufzukaufen und zu planieren. Damit schafft man sich Luft und fremde Leute vom Hals.

    „Facebook CEO Mark Zuckerberg plans to bulldoze four houses surrounding his Palo Alto home home — including one he paid $14 million for — and replace them with four smaller houses.“ (Zuckerberg to raze 4 houses surrounding Palo Alto home)

    MS

  103. Vali

    @Matthias, danke für die Links! Eigentlich sind sie sehr großzügig in Assets, Immobilien und Grund – reines Konsumzeug ist ihnen zuwider… Man kann nur von ihnen Lernen…

  104. Freelancer Sebastian

    @ Markus

    „Alle Marktturbulenzen den etf`s vorzuwerfen, wenn vorher auch schon 90 % der aktiven Fonds auch dem Index gefolgt sind, ist zu simpel.“

    Das habe ich auch gar nicht getan. ETFs sind doch eine prima Sache. Mit kleinen Beträgen ordentlich diversifizieren. Handhabe das so für meine Kids.

    Für mich selbst kommen hauptsächlich Einzeltitel in Frage. Stefan, Vali, Christoph und Oliver haben alle Argumente gebracht. Da füge ich nichts hinzu.

    Möchte ich mehrere Titel einer Branche mischen, nehme ich auch mal einen ETF (Pharma, Biotech) und senke somit das Ausfallrisiko. Hierzu hat Matthias ein paar Worte verloren.

    Mir leuchtet der Konflikt ETF/Einzeltitel nicht ein. Als müsste man sich ständig rechtfertigen für seine Strategie. Ich denke, alles hat seine Berechtigung und mehrere Wege führen zum Erfolg.

    Nein, mir ging es nur darum, dass Bogle schon ein paar wichtige Anmerkungen zu den ETFs in der Praxis gegeben hat. Konnte man am Brexitday erleben.

    Manche denken wohl, sie haben mit dem ETF ein Papier, das permanent und 1:1 alle Werte widerspiegelt. Dem ist nicht so. Der ETF ist auch „nur“ ein Börsenpapier, dessen Preis sich nach Angebot und Nachfrage regelt.

    Und wenn die Herde galoppiert und die ETFs abstößt, als gebe es kein Morgen, dann enstehen heftige Diskrepanzen zu den „wirklichen“ Preisen der Aktien, die der ETF widerspiegeln möchte. Kann da sogar eine Kaskade entstehen?

    Ich weiß es nicht. Wir werden es im nächsten Megacrash vielleicht erleben. Noch sind die ETFs ja kleine Würstchen beim Spiel der Spiele….

    Schönen Abend euch allen! 🙂

     

  105. Christoph

    Ja Immobilien kaufen ist gut.
    Aber economy fliegen, kein Lösegeld zahlen wollen das ist doch Irrsinn…

    wieso kein 10 Mio Haus kaufen? Wenn man 1 Milliarde hat wäre es wie wenn unser einer bei 100 k Vermögen ein Haus für 1.000 kaufen würde

    also 1% vom Vermögen

    und die meisten haben ja mehr als 10 Milliarden

    da finde ich ein tolles Haus nicht verkehrt.

    schaut man sich abramovitch an der Wirklichkeit Geld ausgibt und das zeigt finde ich nicht verwerflich

    nur wie er das Vermögen bekommen hat ist ne andere Sache.

     

  106. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Mark Zuckerberg bereitet Luxus keine Freude. Er lebt lieber bescheiden. Das sieht man auf seinem Facebook-Profil. Er bringt ins Büro eine kleine Schale mit Früchten. Grillt im Garten. Er hat lieber einen Hamburger vom Grill als ein Edelmenü im Sternerestaurant. Er trägt schlichte Kleidung. Ich glaube, er haßt Verschwendung. Er wird sein Vermögen spenden. Eine teure Villa oder schnelles Auto wäre Perlen vor die Säue geworfen – jedenfalls bei ihm. Jeder so, wie er/sie mag.

  107. Christoph

    tim ja Zuckerberg gründet mit seiner Frau ein Unternehmen mit dem er gutes tun will. Aber ich glaube er steigert ganz langsam das Kapital. Immerhin besser als nichts.

    Ich habe mal gehört er trägt immer die gleichen shirts weil er keine zeit verlieren will beim aussuchen von Kleidung für den Tag.

    vielleicht muss man auch in gewisser Weise sonderbar sein wenn man geniale Ideen hat (wobei Zuckerberg die Idee geklaut hat und seinen Mitgründer fies aus dem Unternehmen kegeln wollte)

  108. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Ja, geniale Leute sind oft sonderbar. Das hilft, anderes zu denken als die Masse.

    Übrigens trägt Barack Obama auch immer die selben Anzüge. Er hat 20 (oder so) von ihnen. Er hat keine Lust mit der Auswahl der Kleidung unnötig Zeit zu verlieren.

  109. ZaVodou

    @Freelancer

    „wie und in welchem Zeitraum ihr das geschafft habt“

    So wie Tim es hier immer wieder beschreibt. Da gleichen sich die Biografien von uns „Normalos“.

    Hart arbeiten  (ich denk, dass ich eine gute Arbeit mit wenig Fehlern abgeliefert habe. Ich war so gut wie nie krank – in 20 Jahren ca. zwei Wochen – und wenn Not am Mann (Krankheit/Urlaub der Kollegen) habe ich keine Überstunden gescheut. Mein Beruf hatte immer Vorrang). Es gab Zeiten, da war ich  total fertig. Wer da noch zusätzlich arbeiten kann – so wie Tim es empfiehlt  – hat wohl keinen anstrengenden Beruf. Ich hätte das wohl nicht gekonnt und ich denke, dass die Anforderungen heutzutage nicht weniger geworden sind. Immer mehr in weniger Zeit.

    Ich habe bei Null angefangen und weitestgehend sparsam gelebt. Ich denke mal, dass ich 20 Jahre lang mindestens 50 % meines Einkommens gespart habe. Das gesparte Geld habe ich überwiegend am Aktienmarkt angelegt.

    Bei mir hat es so ca. 25 Jahre gedauert. Mein Gehalt betrug mehr als der deutsche Durchschnitt von 3.000 EUR brutto im Monat. Es war aber auch nicht wesentlich mehr und meine Eltern haben mich beim Abbezahlen meiner kleinen (40 qm großen) Eigentumswohnung kräftig unterstützt, sonst hätte es ein paar Jahre länger gedauert. Dafür habe ich nicht von Anfang an auf die Dividendenstrategie gesetzt und musste zwei Crashs miterleben.

    Da ich immer noch recht sparsam lebe – ich versuche mit 1.000 Euro im Monat inkl. Krankenkasse auszukommen – musste der Kapitalstock nicht so hoch sein.

    Diese Summe wird manchem hier ein müdes Lächeln abgewinnen, aber mir war/ist meine Freiheit lieber.

    Jeder muss selbst wissen, wie viel Geld er letztendlich benötigt. Je mehr Geld man benötigt, desto länger muss man eben arbeiten.

    Ich habe und führe immer noch ein Haushaltsbuch, um meine Ausgaben zu kontrollieren. So lasse ich mir z. B. immer den Kassenbon geben, lege diese auf meinen Schreibtisch und trage diesen in eine Excel-Tabelle ein, sobald ich wieder an den Computer gehe.

    Ich hoffe, dass ich Deine Frage einigermaßen beantworten konnte.

  110. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZaVodou

    Ich finde das super. Du legst keinen Wert darauf, was andere denken. Zum Beispiel hast Du eine kleine Wohnung. Lebst sparsam. Und führst ein Haushaltsbuch. Genau so geht es. Wenn man sich eben nicht nach der Masse der Menschen richtet. Die konsumfreudige Mittelschicht hat nämlich kaum Kapital gebildet. Für diesen Personenkreis ist ein großes Zuhause, ein neues Auto, viel Konsumelektronik, neueste Mode, trendiger Urlaub etc. sehr wichtig.

  111. ZaVodou

    @Tim

    Ja Tim, in vielem ticken wir recht ähnlich.

    Gestern gab es zur allerbesten Sendezeit eine Doku mit dem Titel: „Armes Deutschland – stempeln oder abrackern“. Dort war u. a. ein Pärchen zu sehen, das von Hartz 4 lebt und ständig unter Geldknappheit leidet.

    Wenn man sich anschaut, für was die ihr Geld ausgeben, weiss man auch warum. Strom gesperrt bekommen, weil sie das Geld für ihre Stromrechnung nicht bezahlt haben. Deshalb müssen sie auswärts essen. Das ist natürlich teurer, als zu Hause zu kochen. Zum Frühstück gab es dann ein belegtes Brötchen für 1,99 Euro und einen Kaffee bei einem dieser Backhausketten. So was würde ich nie machen. Warum kaufen die sich nicht ein Brötchen bei einem Discounter und belegen es selbst. Kostet dann vielleicht nur ein Drittel oder ein Viertel.

    Außerdem sind beide starke Raucher. Aus Frust und Langeweile.

    Manche Leute sind einfach auch selbst Schuld an ihrer Lage.

     

  112. Christoph

    Zavadou

    das schlimme ist ja das die Allgemeinheit solchen Leuten das finanziert.

    Ich hab kein Problem wenn jemand keinen Job machen kann oder sich bemüht aber keinen findet.

    aber sich gehen lassen rauchen und saufen oft noch Kinder haben und denen ein extremschlechtes Vorbild sind… nee nee

  113. Freelancer Sebastian

    @ ZaVodou

    Ja, danke für deine Antwort.

    Bei PIBE350 und dir paaren sich eine heftige Sparrate mit einem genügsamen Lebensstil. 1000 € zum leben – auch ohne Miete – spricht nicht für Luxus. Ich bin ebenso mit wenig Dingen zufrieden. Aber die Familie – Frau und Kinder – ist mir mit das wichtigste.

    Schönes Wochenende euch allen!

  114. PIBE350

    Die Doku habe ich auch gesehen. Ihr Umgang mit Geld war eine einzige Katastrophe. Zum Beispiel regelmäßig für 18€ Döner zu kaufen und dann auch noch anschreiben zu lassen. Dazu Schulden in 6-stelliger Höhe und die schon genannte Stromabstellung. Mit Hartz 4 ist sicherlich kein Luxusleben möglich, aber zur Wahrheit gehört auch: In diesem Fall haben sich die beiden ihre missliche Lage selbst eingebrockt. 😉

    Darf ich mal einen witzigen Vergleich anstellen? Ich gebe pro Monat weniger Geld aus, als ein Hartz-4-Empfänger dem Staat insgesamt ,,kostet“, aber mein Strom fließt noch. 😀

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