Wie Studenten Steuern mit Aktien sparen können

Student Tim Werner aus Ulm startete eine Steuer-Website für Studierende.

Tim Werner ist Student der Wirtschaftsphysik an der Universität Ulm. Als er auf meinem Finanzblog den Artikel „Den Zinseszins nutzen die wenigsten Anleger im vollen Ausmaß“ las, entschloss er sich, mir zu schreiben.

Vor sieben Monaten hat er in seiner Freizeit begonnen, eine kostenlose Steuerseite für Studenten zu entwerfen. “Damit möchte ich anderen Studierenden helfen, ihre Steuererklärungen eigenständig auszufüllen und das so einfach wie möglich. Eine befreundete Steuerberaterin hat mir die fachliche Korrektheit bestätigt und mich bestärkt die Webseite zu veröffentlichen.”

Er keine vergleichbare Seite im Internet gefunden, das hat ihn umso mehr motiviert, das Projekt zu starten. “Ich dachte, dass das bestimmt viele Studierende interessieren könnte. Dann habe ich einfach mal angefangen und bin selbst überrascht wie positiv die Resonanz bisher ist! Karrieretechnisch habe ich mich noch nicht festgelegt und bin offen für alles :)”

Ich bat Tim Werner um einen Gastbeitrag für meinen Blog. Da er die Website nicht kommerziell betreibt und alle Infos gratis sind, mache ich das natürlich gerne. Sein Gastbeitrag ist ein allgemeinerer Artikel geworden. Er ist bestimmt interessant für studentische Neueinsteiger im Bereich Aktien, davon gibt es ja durch die Pandemie gerade einige. In Deutschland ist nämlich das Aktienfieber ausgebrochen.

Student Tim Werner:

Vor allem das Steuerbeispiel zu Aktien wäre eine super Ergänzung in Ihrem Artikel “Den Zinseszins nutzen die wenigsten Anleger“. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies ein echter Mehrwert und eine große Hilfe nicht nur für Ihre studentischen Leser wäre.

Das sind nun seine Tipps & Tricks:

Wie Studenten beim Aktienhandel Steuern sparen

Während des Studiums ist das Konto meist schneller leer, als einem lieb sein kann. Da fällt es oftmals schwer, etwas zur Seite zu legen. Ist das geschafft, steht schon die nächste Frage an: Wie lege ich das Geld am besten an? Zinsen gibt es auf den Sparkonten schon lange nicht mehr und Bundesanleihen decken bestenfalls die Inflation. Der Kurssturz an den Börsen durch die Corona-Krise war da der perfekte Einstieg in den lukrativen, aber riskanteren Kapitalmarkt. Viele Studenten nutzen die Chance und kauften zum ersten Mal Aktien, aber wie werden die eigentlich versteuert? 

Zusammengefasst: Was sind Aktien

Entscheidet sich eine Firma zu einer Aktiengesellschaft (AG) zu werden, teilt sie ihr gesamtes Eigenkapital gleichmäßig in kleine Anteilsscheine auf. Diese Anteilsscheine werden Aktien genannt. Mit diesen Anteilsscheinen geht die AG anschließend an die Börse und bietet sie zum Verkauf an. Je mehr Leute die Aktie haben wollen, desto höher der Aktienkurs, aber – im schlechten Fall – eben auch andersherum. Wollen mehr Leute die Aktien verkaufen, als es Käufer gibt, sinkt der Preis solange, bis sich wieder ein Gleichgewicht eingestellt hat. Daraus ergibt sich dann der Aktienkurs.

Für die AG ist das in der Regel eine willkommene Finanzspritze. Kaufst du eine solche Aktie, besitzt du einen Teil des Unternehmens und bist auch berechtig am Gewinn beteiligt zu werden. Der Anteil am Gewinn pro Aktie wird Dividende genannt und in der Regel einmal jährlich oder einmal pro Quartal ausgeschüttet. Neben der Dividende kannst du aber natürlich ebenfalls mit dem Verkauf von Aktien Geld verdienen. Wenn du schon einmal Aktien verkauft hast, hast du vermutlich aber auch gemerkt, dass dir nicht der volle Betrag überwiesen wurde.

So werden Kapitalerträge versteuert

Keine Sorge, das ist ganz normal und die Bank hat auch keinen Fehler gemacht. Das Finanzamt hat sich über deinen Gewinn gefreut, denn in Deutschland zahlt man auf Kapitalerträge pauschal 25% Steuern. Dabei handelt es sich um eine Quellsteuer, genauer gesagt unterliegen Aktien der Abgeltungsteuer. Das bedeutet, dass die Steuer direkt nach dem Verkauf der Aktie an das Finanzamt weitergeleitet wird. Obendrauf kommen nochmal Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag, die aber eine Steuer auf die Steuer sind und damit in der Regel deutlich geringer als die Abgeltungssteuer selbst ausfallen. Kapitalerträge fallen immer dann an, wenn du dein angelegtes Geld (dein Kapital) vermehrst und dadurch mehr Geld (Erträge) bekommst. Typische Kapitalerträge sind

  • Dividenden
  • Erträge aus Rohstoffen, Zertifikaten, Währungen und Co.
  • Kursgewinne bei Aktien-Veräußerungen
  • Zinsen 

Was passiert aber, wenn du als Student Aktien verkaufst und dabei einen Verlust erwirtschaftet hast? Fairerweise ist das Finanzamt nicht nur an deinen Gewinnen interessiert, sondern erkennt auch deine Verluste am Kapitalmarkt an. Hast du bei einem Aktienverkauf Geld verloren, so kannst du diesen Verlust mit deinen anderen Gewinnen aus demselben Jahr verrechnen. Das geht aber nur bis zu einem Verlust von 20.000€, der Rest wird dann als Verlustvortrag mit ins nächste Jahr genommen. Hattest du beispielsweise mit deinen Wirecard-Aktien einen Verlust von 300€ erwirtschaftet und mit einer Tesla-Aktie einen Gewinn von 500€, so musst du nur auf 200€ Steuern zahlen.

Durch den Freistellungsauftrag bei Kapitalerträgen Steuern sparen

Die einfachste Möglichkeit bei Kapitalerträgen Steuern zu sparen ist den Sparer-Pauschbetrag zu nutzen. Dieser Freibetrag schützt die ersten 801€ an Kapitalerträgen bei Singles (oder die ersten 1602€ bei Familien). Diese bleiben steuerfrei.

Wenn du die Pauschale in Anspruch nehmen möchtest, musst du bei deiner Bank einen Freistellungsauftrag einrichten lassen. Falls du dein Geld auf mehrere Konten oder Depots verteilt hast, kannst du den Sparer-Pauschbetrag auch auf mehrere Banken aufteilen. Dazu informierst du deine Banken einfach über den von dir gewünschten Freistellungsauftrag. Wähle dabei deine Freibeträge mit Sorgfalt, denn dadurch lassen sich einfach Steuern sparen.

Deine Einnahmen aus Kapitalerträgen sind jedoch nur eine Säule aller möglichen Einnahmen, das heißt, du kannst auch hier deine Steuerlast durch Werbungskosten und Verlustvorträge senken. Unsere Partnerseite Steuerstudies zeigt dir, wie du Aktiengewinne versteuern solltest und wie du deine Kapitalerträge in den Steuerformularen (Anlage Kap) richtig angibst. Das Angebot ist kostenlos und speziell für Studenten entwickelt worden.

Über den Autor: Tim Werner studiert Wirtschaftsphysik und ist der Betreiber von Steuerstudies. Einer Webseite, die Studierenden kostenlos bei ihrer Steuererklärung unterstützt. Neben Steuerbeispielen inklusive ausgefüllter Formulare bietet Steuerstudies Erklärungen zu Steuerbegriffen und hilfreiche Tipps & Tricks.

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  1. “Student der Wirtschaftsphysik”

    Wirtschaftsphysik? Echt interessant was es mittlerweile alles als Studienbezeichnungen so gibt. Ob diese vielen Spezialisierungen allerdings immer so gut ist bezweifle ich zunehmend. Auch aus Arbeitgeber-Sicht sicherlich nicht immer einfach einzuordnen. Wer soll hier noch den Überblick behalten?

    Etwas mehr Input zum Ersteller des Leserbriefs wäre interessant um das Ganze besser einordnen zu können. Wie hält er es selbst mit Aktien und Co.?

    @Steuern: Eine Erhöhung des Sparer-Pauschbetrags wäre überfällig wenn der Staat es ernst meint mit Altersvorsorge. Ich darf daran erinnern: . Bis 2006 betrug der Sparer-Freibetrag 1.370 € für Ledige und 2.842 € für Verheiratete. Aktiengewinne waren nach 12 Monaten Haltedauer steuerfrei bis 2009. Insofern war früher hier durchaus einiges besser. Aus meiner Sicht müssen wir mit steigenden Abgaben rechnen, unter anderem auch als Anleger. Auch in Folge von Corona und verfehlter Sozialpolitik mit zu stark ausgeprägtem Hängemattenfaktor ohne Leistungsanreize.

  2. Die 20.000€ gelten für Termingeschäfte, nicht für Aktien. Für Letztere gibt einen zeitlich unbegrenzten Verlusttopf bei der in Deutschland ansässigen Bank Bank/Broker. Hat man nur ein Depot muss man gar nichts machen und kann je nach Höhe des Verlusttopfs jahrelang steuerfei Gewinne mitnehmen. Komplizierter wird es bei mehr als einem Depot. Aber das kann man alles googeln.

  3. Steuererklärung?
     
    Steuersparerklärung von Wolters Kluwer. 

    Damit macht man seine Erklärung in ein paar Minuten und durch die Datenübernahme aus dem Vorjahr ist sie noch einfacher. Das Programm führt einen durch und bietet bei speziellen Problemen ein gutes Nachschlagewerk. 

    Ich würde es nie wieder mit Elster machen. 

  4. verfehlter Sozialpolitik mit zu stark ausgeprägtem Hängemattenfaktor
     
    Deine alte Leier mal wieder. Was für dich eine “Hängematte”, wäre für mich dumpfes Dahinvegetieren, so unterschiedlich sind die Ansprüche an’s Leben. “Leistungsanreize” sind für mich also gegeben  😉
     

  5. @Jan, die Punkte treffen auf Elster mittlerweile auch fast zu. Zusätzlich importiert man die Informationen welche der Arbeitgeber, Krankenkasse… jährlich an das Finanzamt übersendet werden einfach mit ein paar Klicks in die Erklärung vom letzten Jahr und hat für das aktuelle Jahr nur noch Finetuning zu machen falls sich tatsächlich etwas ändert.
     

  6. Die vorausgefüllte Steuererklärung kennen natürlich auch die Steuersoftwareanbieter. Ich mach es damit ebenfalls. 
    Ich kenne Elster. Der Komfort mit Steuersoftware ist jedoch nicht vergleichbar. Große Nachschlagewerke, Tipps, roter Faden, Beispiele, grafische Aufarbeitung, Eingabehilfen, … Ne, Elster kann da nicht mithalten. 

  7. Die Elster Software ist schon deutlich besser geworden als zur Anfangszeit. Sie ist aber so gesehen staatlich. Egal wie gut sie ist, sie wird dir wohl nie die Möglichkeit aufzeigen wie Du mehr Geld zurückbekommst. Das kenne ich von diesen Software Anbietern anders. Ich nutze seit Jahren WISO hierfür. Das Teil gibt nützliche Hinweise wo man Pauschalen ansetzen kann usw.
    Im Normalfall ist die bei mir jetzt als vorausgefüllte Steuererklärung in ein paar MInuten gemacht. Sie bestand im Wesentlichen daraus abzugleichen ob die Informationen am Finanzamt korrekt sind und ein paar Zahlen zu ändern.
    Ich denke für dieses Jahr wirds aber etwas schwieriger. Schon allein weil ich kaum im Büro war, muss ich erstmal schauen wie oft, dann habe ich noch mein ganzes Zimmer zum Büro umgebaut und jede Menge Hardware für eine persönliche Labor-Testumgebung beschafft. Wenn ich ne Chance habe das alles abzusetzen, dann wohl in diesem Jahr.

  8. Aktien sind etwas für Reiche und für Zocker, so wirds dem deutschen Michel verkauft. Ich glaube nicht, dass es für uns besser wird. Bedauerlich aber das ist die Realität.

  9. @ Steuerfreibetrag
    Die aktuelle Höhe von 801€ ist eine Frechheit. Darüber hinaus sollte er doch jedes Jahr, wie auch die Diäten der Parlamentarier, automatisch erhöht werden. 

  10. Aktienfonds und Aktien-ETFs mit einem Aktienanteil von >50% haben darüber hinaus eine Teilfreistellung von 30%. Die Kapitalertragssteuer beträgt hier lediglich 17,5% plus Soli/Kirchensteuer.

  11. @kripofrankfurt,
     
    das ist leider so verkürzt nicht korrekt. Die Teilfreistellung ist lediglich ein Ausgleich für die Besteuerung auf Fondsebene durch Kapitalertrags-, Körperschafts-, (ausl. Quellen-) und ggf. Gewerbesteuer. Letztere Steuer selten, die anderen Steuern dafür gewiss. 
     
    https://www.steuerberater-pressler.de/besteuerung-von-investmentfonds-neuregelungen-durch-die-investmentsteuerreform-2018/

    https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz/

    https://www.biallo.de/aktienfonds/news/etf-ausschuettend-oder-thesaurierend/

     
    Der Finanzminister ist nicht dein Freund. Zu glauben die Teilfreistellung wäre ein Geschenk ist leider ein Trugschluss. Rechnet man sie ein, landet man wieder bei den altbekannten ~26% (Abgeltungssteuer & Soli).  

  12. Mal unabhängig davon was hier geschrieben wurde: Wieso sollte ein privat betriebener Blog demokratisch sein? Ich antworte mal selbst: muss er nicht und ist er auch nicht. Ich finde auch gut, dass hier nicht über Gebühr moderiert und gelöscht wird. Wenn hier bestimmtes Gedankengut die Oberhand gewinnt würde ich eher selber die Segel streichen.

  13. Da gebe ich dir auch Recht Slowroller. Muss er nicht. Es ist sozusagen seine Wohnung. Wenn ich merke Kommentare (ohne Beleidigung) werden gelöscht dann würde ich selber die Segel streichen 🙂
     

  14. Apropos streichen … Meine Frau hat vor kurzem unsere Küchenwände in einem erfrischenden hellen “mandarine” gestrichen. Schaut echt super aus  😉
     

  15. Hm, ich habe vom FA die Nachricht bekommen, dass die Elstersoftware eingestellt wird. Für mich als Selbstständiger war sie sowieso nicht zu gebrauchen. Für Angestellte mit wenig Anforderungen eher. Anstatt altbackenem Programm auf Windows “buhlt” man heute im Browserinterface und ist endlich unabhängig vom Betriebssystem. Habe Wolters nach über 25 Jahren den Rücken gekehrt. Vielleicht gehen die ja auch irgendwann online, müssen sie , sonst sind sie bzgl. Steuersoftware weg vom Fenster.

    @Olaf “der kann und noch eine ganze Menge schaden”. Corona wird der vorgeschobene Grund für entsetzliche Sozenfantasien.
    Du hast was ? Gib es her !

    @Jan in Deutschland sind leider Neid und Missgunst ein Treiber. Es wird bemerkt wo Erfolg ist und dort versucht man dann finanziell abzuschöpfen oder vergrault es aus Deutschland raus. Marktsozialismus, Neidkultur, leider.
    Vorgeschoben wird das Totschlagargument “Gerechtigkeit”

  16. @Thorsten
    Es gibt da einige Länder in denen das Steuerklima bedeutend milder ist als in Deutschland und die meisten dieser Länder nehmen gutausgebildete, leistungsbereite Deutsche gerne bei sich auf. 😉
     

  17. Bin seit Jahren mit den Produkten von Buhl hochzufrieden. Sehr aktuell und die kleinen neuen Kniffe werden einem direkt vorgesetzt. Man ist mit Webinterface (schon seit Jahre), Dokumentenabruf und einfacher, virausgefüllter Steuererklärung auch in der Neuzeit angekommen. Die Plausi- und optimierungschecks sind auch prima – ich habe bei vielen Freunden gesehen, wie sie zig Versicherungen eingetragen haben obwohl der Maxbetrag schon mit der GKV überschritten wurde.
     
     

  18. @Stefan
    Also ich denke Nico Meier sieht das pragmatisch. Reiche Deutsche welche viel Steuern zahlen, niemandem den Job wegnehmen (also bevorzugt Privatiers), Häuser im Aargau nachfragen und so die Immobilienpreise hochtreiben sind immer herzlich willkommen 😀

  19. ich dachte die Schweizer wollen längst keine Deutschen mehr?!Sind die nicht extrem unbeliebt bei euch?
    @Stefan
    Wahrscheinlich gibt’s in jedem Land Menschen die ein Problem damit haben wenn Menschen aus anderen Ländern in ihr Land kommen. Ich sehe das pragmatisch wer in die Schweiz kommt und hier seinen Lebensunterhalt selber verdient ist in meinen Auge herzlich willkommen.
    Die Schweiz hat einen Ausländeranteil von 25.1% wenn ich richtig informiert bin liegt der Ausländeranteil in der EU im Durchschnitt bei 7.5% in Deutschland bei 12.5%
    Mit anderen Worten in der Schweiz ist der Ausländeranteil rund doppelt so hoch wie in Deutschland. 
    Ich könnte mir auch eine totale Liberalisierung der Einwanderung vorstellen. Mit anderen Worten man könnte die Grenzen total öffnen für Menschen die hier arbeiten aber nur unter der Bedingung, dass man die Sozialsysteme so reformiert, dass für Neuzuzüger keinen Zugang zu Sozialsystemen haben bis sie eine gewisse Anzahl Jahre hier gearbeitet haben. Wer nicht arbeitet würde dann nichts erhalten und müsste das Land wieder verlassen.

  20. @Nico Meier
    Die totale Liberalisierung der Einwanderung ist bereits seit 2002 zumindest innerhalb der EU+EFTA gegeben (Personenfreizügigkeit). 

  21. Die totale Liberalisierung der Einwanderung ist bereits seit 2002 zumindest innerhalb der EU EFTA gegeben (Personenfreizügigkeit). 
    @Bruno
    Die Personenfreizügigkeit mit der EU bevorzugt einen Portugiesen oder einen Rumänen. Ein Inder, Chinese oder Pakistaner hat das Nachsehen.  Aber das muss ich dir als Informatikunternehmer sicher nicht erklären gerade in eurer Branche werden ja gerne Arbeiten nach Indien ausgelagert um mehr Profit zu machen. Ich habe gehört je mehr Inder man habe umso mehr Zeit hätte man als Unternehmer um sich hier im Forum auszutoben. 😉
     

  22. @ Stefan 
    Die Schweizer sind doch auch alles mal Deutsche gewesen – man kann ja mal beispielsweise die Basler Urnamen (Eidgenossisches Urgestein) betrachten (Sarasin, Vischer, Burckhard, Lichtenhahn, Faesch). Alle aus Deutschland im 17. Jahrhundert eingewandert.
    Einzig manche grosskotzige Art kommt hier nicht gut an – aber das ist auch mehr oder weniger Kliche als noch häufig anzutreffen.

  23. @Nixolino
    Nein Schweizer sind keine Deutschen aber viele Deutsche haben erkannt, dass es sich in der Schweiz gut leben lässt.
    Richtig die Schweiz hat schon vor vielen 100 Jahren Menschen aus ganz Europa eine neue Heimat geboten. Viele haben aus Not oder aufgrund Verfolgung ihr Land verlassen. 

  24. @Nico Meier, das ist nun ein Scherz, oder? Ich hasse Zynismus in Fragen in denen es um das Schicksal von Verfolgten geht. 
    1942 schloss die Schweiz den Juden die Tore. Und das im Bewusstsein, dass ihnen der Tod bevorsteht. 
    Heute beruft sich die Schweiz stur auf Dublin und schickt konsequent Asylbewerber an die Ersteinreisestaaten, auch wenn ihnen dort ein menschenunwürdiges Leben in Lagern bevorsteht. 
    Die Schweiz als Immigrationsland? Ja, für Reiche. Und wie du es schon richtig gesagt hast: Für die, die arbeiten. Das hat aber nichts mit dem Menschenrecht auf Asyl zu tun, das verfolgte Menschen vor Folter, Tod und Willkür schützen soll. Ihr Eidgenossen stellt euch nun bitte nicht hin als seid ihr der Beschützer der Menschenrechte. Ihr tretet die UN Charta mit Füßen und schaut nur auf euren Vorteil. 
    So, wie ihr es bereits im Dritten Reich gemacht habt. Es gab einen Grund, wieso euch Hitler nicht kurzerhand eingenommen hat. Das hat ganz eng damit zu tun, dass man in den Lingot-Prägungen des Vreneli später Quecksilber gefunden hat das sehr wahrscheinlich aus den ausgerissenen Goldzähnen der Juden in den Ghettos und KZ Vernichtungslagern entstammt. Aus Scham prägte die Schweiz diese Münzen mit dem Jahrgang „1935“ nach um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Die Schweiz und ihr politisches System ist mir sympathisch. Jedoch ihre Ignoranz und Raffgier ist nicht zu leugnen. 

  25. Ihr Deutschen! Ihr Schweizer! Ihr Franzosen! Ihr Engländer! Ihr Portugiesen! Ihr Türken! Ihr Albaner! Ihr Inder! Ihr Chinesen! Ihr Russen! Ihr Amerikaner….
    Ich kann mit diesem nationalistischen Schubladendenken nicht viel anfangen. Ich kam etwas rum und habe und hatte mit vielen Leuten aus vielen Nationen aus der ganzen Welt zu tun, es gibt überall Idioten und Dummköpfe aber es gibt auch überall ganz feine Leute. Es gibt wohl überall Rassismus aber es gibt auch viele sehr vernünftige Leute, die sowas nicht tolerieren. Bildung hilft unter anderem.
    Jede Nation hat irgendwo Dreck am Stecken in der Vergangenheit, aber irgendwann ist auch gut und ich halte nicht viel von Erbsünde. Weder Jan kann etwas für die deutsche Vergangenheit noch Nico Meier für die Schweizer Vergangenheit. Man sollte primär mal darauf schauen dass man sich selber so verhält, wie man es auch von anderen erwartet. Da wären wir wieder beim Anstand und noch etwas mehr.
    Das war es auch was mir hier lange Zeit gefallen hat im Vergleich zu anderen Plätzen im Internet, man ist sich mit Respekt und Hilfsbereitschaft begegnet. Hoffen wir dass sich das wieder etwas einrenkt, der Blogbetreiber hätte es sicherlich verdient.
    PS: Dasselbe gilt für mich übrigens nicht nur für Nationendenken auch sonstige Schubladisierungen, wie abzockende Unternehmer, faule Hartzer, Alte, Jugendliche, Berufsgruppen, Religionen etc. etc. etwas mehr Differenzierung wäre ja mal ein erster Schritt.

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