Wie ein reicher Hedgefondstrader den Armen hilft: Sam Polk kocht für sie gesundes, günstiges Essen. Seinen Job gab er auf. Und gründete eine Stiftung


New York, 29. Januar 2018

Bei diesem Gemüsehändler (oben rechts) hole ich mir fast jeden Tag mein Grünzeug ab. Es sind Schnäppchenpreise. Du siehst hier, was ich für insgesamt vier Dollar Cash heute gekauft habe: Jeweils vier Paprika und Tomaten sowie Weintrauben.


Sam Polk hat an der Wall Street als Trader Millionen verdient. Er war richtig gierig. Ich hab mit ihm telefoniert. Es war faszinierend, ihm zuzuhören. Er ist hochintelligent. Er gab zu, dass er gierig wurde. Selbst ein Jahres-Bonus von 3,6 Millionen Dollar war ihm nicht mehr gut genug. Er wollte immer mehr. Er liebte Geld. Nie war er zufrieden. Er gab zu, dass er innerlich „leer“ war.

Seine Therapeutin half ihm in New York nach Bedeutung in seinem Leben zu suchen. Er entschloss sich, seinen Job bei dem Hedgefonds zu kündigen. Er gab damit weitere Millionen an Gehältern auf. Er zog nach Kalifornien. In Los Angeles baute er eine Stiftung auf, die Menschen eine gesunde Ernährung nahebringt. Ich finde das eine super Sache.

Er ist Gründer von Everytable. Das Startup verkauft jeden Tag frische Mahlzeiten zu fairen Preisen. Es möchte den Fast-food-Tempeln Konkurrenz machen. Außerdem baute er Groceryships auf. Es ist eine Stiftung, die armen Familien hilft, abzunehmen und sich gesund zu ernähren.

Sam Polk hat zwei Kinder. Sein Geschäftskonzept hat er kürzlich im US-Fernsehen in der Sendung „Shark Tank“ vorgestellt, um Geld von Investoren einzusammeln.

Is there anything better?

Ein Beitrag geteilt von Sam Polk (@sampolk) am

Ich hab meine Ernährung umgestellt. Ich esse viel mehr Gemüse, Obst, Bohnen, Nüsse, Vollkorn, Samen… Ich esse kein Fleisch mehr. Ich reduziere Milch, Eier, Käse. Ich möchte auf tierisches Fett verzichten. Auch Fisch reduziere ich. Ich mache es zum einen aus gesundheitlichen Gründen. Zum anderen aus ethischen Gründen. Die Tierquälerei ist eine schwere Last für mich (Aufzucht, Gefangenschaft, Transport, Schlachthof).

Ich kann Dir die Dokumentation „Food Choices“ auf Netflix empfehlen. Im Kern ist es ratsam, auf eine überwiegend pflanzenbasierte Nahrung zu setzen. Das ist die Botschaft des Films:

Grünzeug zu essen, spart übrigens auch Geld. Wer Angst vor Bio-Grünzeug hat, weil es so teuer ist, kann konventionelles Gemüse/Obst kaufen. Das Abspülen mit Wasser hilft, Pestizide wegzuwaschen.

Ich kaufe mein Grünzeug auf einem Bauernmarkt. Oder ich gehe zu einem Gemüsestand auf der Church Street. Hier verkauft ein Händler jeden Tag reife Sachen zum Schnäppchenpreis (schau Dir die zwei Fotos oben an, die ich vorhin aufgenommen habe). Weil ich alles gleich esse, passt das umso besser.

Wer reichlich Obst und Gemüse isst, hat ein geringeres Risiko, frühzeitig zu sterben. Insbesondere das Risiko tödlicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist bei Menschen, die reichlich Obst und Gemüse essen, niedriger. Das sagt jedenfalls die Forschung.

Es gibt jede Menge Studien, die auf ein erhöhtes Krebsrisiko durch Fleischverzehr hinwiesen. Besonders alarmierend: Untersuchungen zeigen, dass der Konsum von verarbeitetem Fleisch wie Schinken, Wurst, Salami, Hot Dogs oder Frühstücksfleisch mit einem erhöhten Risiko für Krankheiten wie Diabetes oder Herzproblemen in Verbindung gebracht wird.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie ein reicher Hedgefondstrader den Armen hilft: Sam Polk kocht für sie gesundes, günstiges Essen. Seinen Job gab er auf. Und gründete eine Stiftung

  1. Obama

    @Tim

    Danke für diesen tollen Artikel. 2018 veröffentlichst Du ja einen super Artikel nach dem Anderen.

    DANKE !

    Altruismus ist gesund.

     
    Wünsche allen eine schöne Woche !

  2. Anna-Lena

    Super, dass Du so für gesunde Ernährung wirbst, Tim! Ich denke auch, dass das sehr wichtig ist. Sam Polk hat da eine super Sache ins Rollen gebracht. Groceryships ist wirklich eine gute Idee. Hut ab für sein Engagement! Vielleicht kann ich das in meinem Blog auch nochmal aufarbeiten.

  3. Mark85Mark85

    Super. Ich bin ja grundsätzlich der Meinung, dass jeder etwas für andere Menschen tun kann, egal wo er oder sie gesellschaftlich steht. 😉

    Seit ein paar Monaten kümmere ich mich um ein paar Obdachlose. Direkte Geldleistungen helfen natürlich immer weiter, aber man kann auch auf anderen Wegen helfen: für sie Wäsche waschen, bei sich duschen und rasieren lassen, etwas gemeinsam kochen, ihre Mobiltelefone aufladen, einen trockenen Schlafplatz organisieren usw.

    Für mich hat es sich, nebenbei bemerkt, neben dem guten Gefühl ebenfalls ausgezahlt: Durch ihre jahrelangen Vor-Ort-Kenntnisse und -Beziehungen ließen sich für mich als Neuankömmling einige meiner Angelegenheiten und Wünsche viel leichter und sogar kostengünstiger erledigen bzw. erfüllen. Alles, was man gibt, kommt irgendwann auf die eine oder andere Art wieder zu einem zurück. 🙂

     

     

  4. Anna-Lena

    @Mark85

    Wo wohnst du denn? In Baden-Württemberg ist die Polizei verpflichtet, einem Obdachlosen bei unfreiwilliger Obdachlosigkeit zu helfen:  http://bit.ly/2BQFaLT Das sollte eigentlich in anderen Bundesländern ähnlich sein. D.h. wenn die Obdachlosigkeit unfreiwillig ist, sollte man den Leuten ganz dringend sagen, dass sie sich an die Polizei wenden müssen. Vielleicht kannst du bei so einem Fall mit ihnen zu einer Behörde gehen? (Ich habe das selbst noch nicht ausprobiert.) Gesetzlich verankert ist es aber …

  5. K.K.

    @Anna-Lena

    die Polizei und die Polizei-Behörde sind „zwei paar Stiefel“. Bei deinem Link wird ausdrücklich von der (Orts-)Polizeibehörde gesprochen.

    Das eine ist die (größtenteils) uniformierte (staatliche/Landes-)Polizei die den meisten von uns als „Polizei“ geläufig ist.

    Das andere ist eine Betitelung für die zuständige Behörde/“Amt“, die meist bei der Stadt/Gemeinde angesiedelt ist, aber je nachdem auch mit sog. polizeilichen Befugnissen ausgestattet ist. Diese kümmert sich z.B. für Veranstaltungen/Genehmigungen oder auch der Verkehrsüberwachung. In anderen Bereichen wird die „Polizei-Behörde“ auch als eine Art „Ordnungsbehörde“ eingruppiert. Der Begriff Ordnungsamt dürfte ggf. geläufig sein.

    vgl.:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Polizeibeh%C3%B6rde_(Baden-W%C3%BCrttemberg)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ordnungsamt
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunaler_Ordnungsdienst
    https://de.wikipedia.org/wiki/Stadtpolizei

    BaWü braucht das natürlich nochmal differenzierter, sonst wäre es ja bundesweit zu einfach/einheitlich. 😉

    Es gibt sogar extra Dienstwagen die fast wie Polizei-Autos aussehen, aber darauf steht dann ggf. zusätzlich (nur) „Polizeibehörde“ oder auch „Stadtpolizei“.

  6. Mark85Mark85

    An Anna-Lena: Ich bin zur Zeit auf Teneriffa. Wegen der allgemein viel schlechteren wirtschaftlichen und sozialpolitischen Lage können die Obdachlosen nicht viel staatliche Hilfe erwarten, aber ich tue, was ich kann. 😉

  7. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Obama

    Danke fürs Lesen und Kommentieren.

    @ Anna-Lena

    Ja, dieser Ex-Trader ist super freundlich. Er hat seine Berufung gefunden. Er war vorher mit seinem Leben unzufrieden.

    @ Mark85

    Respekt für Dein Engagement.

  8. Anna-Lena

    @K.

    Ah, cool, danke für die Informationen! Das wusste ich leider noch nicht! 🙂

    @Mark85

    Oha, oops 😀 Hut ab vor deinem Engagement! Finde ich super 🙂 Schade, dass es dort keine solchen Regelungen gibt …

  9. vonaufdenboden

    Tolle Sache, die Sam Polok da macht.

    Wäre er seiner Berufung auch nachgegangen, ohne vorher ausreichend Geld verdient zu haben? Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht.

    Ich behaupte Geld ist fast immer der eigentliche Grund, dass Menschen ihrer Berufung nicht folgen können. Diese Erfahrung habe ich aus unzähligen Gesprächen mit Freunden und Bekannten gemacht. Alle würden im Grunde sehr gerne ihre Zeit einer anderen Tätigkeit widmen, wenn sie nicht vom monatlichen Einkommen abhängig wären.

    Das gilt auch für mich. Meine Arbeit ist grundsätzlich in Ordnung, herausfordernd und interessant. Das hat sich im Laufe der Zeit aber verändert und wenn ich kein Geld verdienen müsste, würde ich ab heute etwas anderes machen.

    Es gibt nur einen Unterschied zwischen mir und all meinen bisherigen Gesprächspartnern zu diesem Thema: ich arbeite seit Jahren aktiv daran, irgendwann ausreichend Mittel zur Verfügung zu haben, um dann das tun zu können, was ich wirklich möchte. Deshalb lese ich sehr gerne Tims Blog.

    Jetzt werden einige vielleicht behaupten, dass man seiner Berufung, sofern man sie gefunden hat, unbedingt sofort nachgehen sollte. Das Geld wird dann schon folgen, da man in dem was man gerne tut, bestimmt auch wirtschaftlich erfolgreich sein wird.

    Ja, das behaupte ich auch. Es hängt allerdings davon ab, in welcher Lebenslage man sich zu dem Zeitpunkt befindet und was genau die Berufung ist. Ein Familienvater mit zwei Kindern oder eine alleinerziehende Mutter, beide mit finanziellen Verpflichtungen, werden kaum die Chance haben, plötzlich alles stehen und liegen zu lassen, um eine alte Burg zu renovieren, Patagonien zu bereisen mit nachfolgender Fotoausstellung oder ganztätig Obdachlose in Berlin zu rasieren (um auch eine Berufung zu nennen, die ganz sicher keine Einnahmen erzielen wird).

    Ich behaupte daher auch, dass es sehr viele Sam Poloks gäbe, müssten sie nicht monatlich ihre Fixkosten bezahlen.

    Allerdings habe ich auch gelernt, dass bildungsfremde Schichten nicht so recht wissen, was sie mit ihrer freien Zeit anfangen sollten.

    Bedingungsloses Grundeinkommen wäre daher ein sehr interessantes Experiment.

    vonaufdenboden

  10. Alexander

    Schöne Story und vielen Dank Tim für das teilen in diesem Kreise.

    Solche Menschen machen einen großen Wandel durch, ich glaube, dass die Therapie ihm gut geholfen hat. Sicherlich hätte sein Lebens anders verlaufen können, wenn er eine andere Karriere gemacht hätte.

    Ich finde solche Leute inspirierend, genau das möchte ich auch machen. Finanziell Frei sein, dann mein Engagement in die investieren, die dieses Glück nicht haben. Es ist meiner Meinung nach Wichtig etwas an die Gesellschaft zu geben wenn es andere schon nicht tun (oder zu wenig).

    Angebote wie das freiwillige soziale Jahr finde ich großartig. Es ist schade, dass diese Leute jedoch bei Ihren Eltern wohnen müssen und möglichst gar keine laufenden Kosten haben. Es ist Ausbeutung. Die Leute arbeiten viele Stunden für vielleicht 300-400 Euro im Monat. Wenn unsere Gesellschaft solche Leute finanziell grundsichern würde (1000 Euro max.), würden sicherlich deutlich mehr in die Sozialen Bereiche einsteigen (in denen wir akut Leute benötigen).

    Genug Senf von mir 😉

     

    LG Alex

  11. Mark85Mark85

    An vonaufdenboden: Mit etwas Zeit oder Geld anderen Menschen zu helfen, sollte für jeden machbar sein. Selbst wenn es nur 5 Euro oder 1 Stunde pro Monat sind. Jeder nach seinen Möglichkeiten und seiner Hilfsbereitschaft.

    Anders kann es natürlich bei der Erfüllung der eigenen Lebensträume aussehen. Jeder hat andere Ansprüche und Vorstellungen. Minimalisten haben es diesbezüglich deutlich einfacher, weil sie dafür weniger finanzielle Mittel als der Durchschnittsbürger benötigen. Sie müssen sich auf Dauer weniger stark ins Hamsterrad begeben.

    Jeder sollte sich in einer ruhigen Minute grundsätzlich einmal fragen, was ihm im Leben wirklich wichtig ist. Und falls es dann immer noch die in unserer Gesellschaft vorherrschenden materiellen Statussymbole sein sollten, soll dies so sein. 😉

  12. Ex-Studentin

    Da fällt mir ein Spruch zu ein:

    „Denke immer daran, Geld ist nicht alles. Aber denke auch daran, zunächst viel davon zu verdienen, bevor du so einen Blödsinn denkst.“

    Ich will z.B. meine Arbeitsstunden reduzieren. Weil ich genau weiß, dass ich trotzdem noch genug verdiene. Andere hingegen, z.B. Leute mit Mindestlohn, müssen hingegen um ihre Existenz kämpfen. Freiwillig etwas aufzugeben ist leicht, wenn finanziell ausgesorgt hat.

     

  13. vonaufdenboden

    Mark85, selbstverständlich ist Helfen und Spenden für jeden machbar. Ich spende 5k pro Jahr. Aber das ist nicht das Thema, das ich ansprechen wollte.

    Es geht mir darum, dass sehr viele Menschen sich irgendwann in ihrem Leben verändern möchten, plötzlich ihre Berufung gefunden haben. Das geschieht nicht mit 18, wenn man frei von Verpflichtungen ist, sondern grunsätzlich später, wenn man mitten im Leben steht. Eine Familie ernähren oder die Eltern pflegen muss. Oder auch bereits hohe Schulden angehäuft hat und feststeckt. In dem Moment kann niemand, zumindest niemand den ich kenne, alles hinwerfen und seiner Berufung folgen. Es fehlt ganz einfach das Geld. Mir sind keine anderen Gründe bekannt. Und daraus müssen wir lernen, was wir auf Tims Blog ja tun.

    Deshalb interesiert mich immer zuallererst die gesamte Geschichte eines Seiner-Berufung-Folgenden. Ein Erbe aus reicher Familie muss nicht sehr mutig sein, um verschiedenes auszuprobieren, bis er dann das Tätigkeitsfeld gefunden hat, das er liebt.

    Auch Sam Polk ist für mich kein Held, weil er seiner Berufung folgte. Es ist natürlich lobenswert was er macht und ich schäze das. Er ist für mich ein Held, weil er die FF erreicht hat.

    Soweit ich gelesen habe, folgst auch Du Deiner Berufung, und machst genau das, was Dir Freude bereitet. Aber auch Du wirst von irgendetwas leben müssen und hast eine Vorgeschichte, die beschreibt, wie Du das erreicht hast. Die ist interessant.

    Mir gefällt der Kommentar von Ex-Studentin. Das ist mein gesamter obiger Kommentar auf ein einziges Sprichwort zusammengeschrumpft.

    vonaufdenboden

     

  14. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Tim

    Toll, deine Ernährungsumstellung!

    Ich habe vor über drei Jahren begonnen, komplett auf tierische Nahrungsmittel zu verzichten. Auch bei mir war die industrielle Massentierhaltung der Grund (60 000 000 000 Schlachttiere jährlich – Stand 2014). Nicht unterschätzen sollte man auch die massiven Umweltschäden, die diese Ernährungsform anrichtet. Gülleböden, Monokulturen, dazu Hunger in den unterentwickelten Ländern.

    Es gibt zahlreiche gute Gründe, sich auch in diesem Feld weiterzuentwickeln. Als Menschheit, aber eben auch ganz individuell.

    Motivierend ist für viele da vielleicht der gesundheitliche Aspekt, mal ganz egoistisch gedacht. Der Film „Gabel statt Skalpell“ und das Buch „How not to die“ von Michael Greger geben wunderbare Einblicke.

    Ein Großteil unserer Ziviliationsleiden sind ernährungsbedingt. Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Infektionen, Entzündungen, Krebs, etc.

    Mir geht es nun jedenfalls ganz ausgezeichnet. Ich möchte diese Ernährungsform nicht mehr missen. Dass die Fleisch- und Milchindustrie nicht an einem Wandel interessiert ist, leuchtet ein. Zum Glück gibt´s bezahlte Studien….

    Und die Pharmaindustrie? Na ja, verschreibt der Arzt lieber eine Pille oder sagt er: „Essen sie mehr Broccoli“?

    Bei einer vollwertigen Planzenkost denken viele an Verzicht und wissen gar nicht, was sie ohne Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Butter und Milch noch essen können.

    Wenn man sich nur ein wenig einliest und bildet, eröffnet sich einem ein Universum an Möglichkeiten.

    Es gibt unzählige Gemüse, Salate, Sprossen, Kräuter, Gewürze, Nüsse und Saaten, Obst und Beeren, dazu Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte. Es schmeckt köstlich und sorgt für Wohlbefinden.

    Der Ehrlichkeit halber muss man aber auch zugestehen, dass vor allem die erhöhte Ballaststoffzufuhr für eine Weile zu „Umstellungsschwierigkeiten“ führen kann.

    Als begeistertem Sportler haben mir Typen wie Karl Ess, Brendan Brazier oder Patrick Baboumian geholfen, mich mental darauf einzustellen. Ja, es geht.

    Ich möchte ausdrücklich nicht missionieren und niemanden schlechtreden, weil er sich anders ernährt. Aber Mut machen für einen Versuch der sich lohnt, das möchte ich.

    Danke Tim, dass du die Ernährung hier thematisierst. Neben der finanziellen Ebene können wir uns auch auf anderen Gebieten weiterentwickeln.

     

  15. Mark85Mark85

    An vonaufdenboden: Ganz ohne Geld geht es natürlich nicht, aber ansonsten kommt es stark auf die Berufung selbst an. Sie muss ja nicht mit einem enormen Bedarf an Geld zu tun haben. Vielleicht möchte jemand bloß seine Wochenarbeitszeit etwas reduzieren, um mehr Zeit für andere Dinge zu haben. Oder beruflich umsatteln. Oder ein paar Jahre früher in Rente gehen. Oder eine neue Freizeitgestaltung ausprobieren. Solche Fälle sind für den Durchschnittsbürger durchaus realisierbar.

    Je mehr diese Berufung aber mit Geld zu tun hat, desto schwieriger wird es. Mir hat eine minimalistische Lebenseinstellung enorm geholfen, weil sie den Geldbedarf stark reduziert. Mit einem selbst auferlegten Blumenstrauß an finanziellen Verpflichtungen und materiellen Wünschen könnte ich heute definitiv nicht so leben.

    Man muss sich entscheiden, wenn man nicht zu den wenigen Menschen gehört, die restlos ausgesorgt haben: mehr freie Lebenszeit oder mehr Status/Besitz/Konsum?

    Manchmal geht auch eine Kombination aus beidem: Wie kann ich mir meine materiellen Wünsche möglichst kostengünstig und somit erwerbsarbeitszeitschonend erfüllen?

    Diese Fragen muss jeder für sich individuell beantworten. Man kann im Leben nicht immer alles haben, so viel steht fest. 😉

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