Wie du die Rentenkrise löst: Mit einem ETF-Sparplan


New York, 23. Februar 2020

Die deutsche Rente ist mickrig. Um im Alter eine ordentliche Rente zu kommen, solltest du dich nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen. Im Grunde weiß das jedes Kind: Du brauchst weitere Bausteine wie Dividendenaktien, ETFs oder Immobilien. Oder ein Mix aus allem. Dann kannst du die goldenden Jahre genießen – und hoffentlich schon früher als die Masse in den Ruhestand gehen, wenn du magst.

Die deutsche Rente wird auf Basis von Entgeldpunkten berechnet. Knapp 39.000 Euro müssen im Jahr in Westdeutschland verdient werden, um auf einen Entgeltpunkt zu kommen. Der bringt dann 33 Euro Rente im Monat. Wer es geschafft hat, 44 Jahre wie der Durchschnitt zu verdienen, kommt auf eine Rente von 1.400 Euro. So viel bekommt der männliche Durchschnittsrentner derzeit. Bei den Frauen sind die Werte deutlich niedriger. 24 Entgeltpunkte beziehungsweise 800 Euro Rente bekommt sie im Schnitt.

Damit sind keine großen Sprünge möglich. Das heutige Rentensystem hat seine besten Zeiten gehabt. Es verschlechtert sich zusehends. Dazu sind keine großen Rechenkünste nötig. Die Zahl der Rentner steigt, während die Zahl derjenigen, die ins Berufsleben treten, sinkt. 

Obwohl so wenig Geld zu bekommen ist von der Rente, bezuschusst der Staat die Rentenkasse im Jahr mit 100 Milliarden Euro. Das entspricht einem Viertel des Bundeshaushalts. Zum Vergleich: Für die Verkehrswege und Digitales sind nur 30 Milliarden Euro eingeplant. Für die Verteidigung sind es 45 Milliarden Euro. 

Die Lösung ist das eigenständige Aktiensparen. Im Idealfall sollte Berlin mit Steuervergünstigungen aushelfen. Wer 44 Jahre 200 Euro im Monat in einen globalen ETF spart, hat bei 6% Rendite am Ende der Laufzeit 495.000 Euro im Depot. Auf Basis der 4% Entnahmeformel ergibt sich eine Monatsrente von 1.666 Euro. Das angesparte Kapital wird erhalten und kann vererbt werden und landet nicht in den Schatullen von gierigen Versicherungen. Das wäre doch was, nicht wahr?

Mit 200 Euro im Monat Sparleistung kannst du in einem breitgestreuten ETF nach 44 Jahren eine halbe Million Euro ansparen.

Du kannst statt einen ETF zu besparen, der die Sache angenehmer und leichter macht, dein eigenes Depot zusammenstellen. Viele Menschen fallen dabei indes auf die Nase, weil sie ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen (Timing, Trading, Aktienanalyse). Aber wenn du ein paar Aktienraketen erwischst, kannst du sogar den ETF outperformen, was aber eher seltener der Fall sein sollte. Das waren übrigens die besten Aktien der vergangenen 20 Jahre:

Der Energydrink-Hersteller Monster Beverage steht an der Spitze mit fast 100.000% Kursplus. Aus einem Einsatz von 1.000 Euro wäre fast eine Million Euro geworden. Aber wer hätte genau diese Aktie erwischt und so lange durchgehalten? Es ist wie ein Sechser im Lotto. An zweiter Stelle folgt Tractor Supply. Über den Hobbyfarmer-Ausrüster schrieb ich schon häufiger.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Wie du die Rentenkrise löst: Mit einem ETF-Sparplan

  1. Avatarsteve

    @ Tim Völlig d’ accord selber sparen macht reich. Auf den Staat hoffen kann man darauf vertrauen eher nicht.
    Was mich stört die Falschrechnung des Staats tut so als würde er die Rentenkasse massiv unterstützten und verschweigt das er da auch erheblich einnimmt. So steigt der Anteil der zu versteuernden Rente und durch Erhöhungen werden immer mehr steuerpflichtig. Sehr bedenklich das es Ende 2019 keine aktuellere Aufstellung wie 2014 gibt. Die Einnahmen sind 2019 zweifellos erheblich höher. Das würde aber das Bild des großzügigen Staat stören.
    https://www.dia-vorsorge.de/gesetzliche-rente/wie-viel-steuern-zahlen-rentner/

  2. AvatarHermann Skrypcak

    Wer kann es sich schon leisten am Ende auch noch Aktien zu kaufen oder ETF.
    Ich verdiene als Hausmeister gerade genug um mir in Düsseldorf eine Wohnung leisten zu können.
    Jeden Monat ist es eng.
    Ich habe einfach nicht genug und die Preise hier sind hoch.
    Auch in der Umgebung ist es nicht viel günstiger und dann müsste ich noch pendeln.
    Als ü50 und schon seit 18 Jahren schwerbehindert kannst du das alles vergessen.
    Ich mache es mir schön so lange ich kann, alles andere ist Augenwischerei.

  3. Avatar42sucht21

    @Tim – 200€ in ETF-Sparplan
    und das in einem steuerfreien Rentendepot gefördert vom Staat. So einfach könnte es sein. Das wär ein Träumchen.

    @steve –  So gibt es zum Beispiel nur 0,3 Millionen Steuerpflichtige, die ausschließlich ihre Rente als Einkommen haben. Sie zahlen insgesamt nur 90 Millionen Euro Steuern.
    Dabei gibt es aktuell noch recht viele Rentner mit hohen Renten. Na ja, schlimm ist die Besteuerung der Renten also nicht. Das Problem für RentnerInnen sind da eher in Städten steigende Mieten und steigende Nebenkosten.

  4. AvatarChris k.

    Guter Artikel. Die Steuern müssen runter, die Freibeträge hoch. Wenn die Bürger mehr zum Sparen und ausgeben haben, profitiert auch der Staat.

  5. Mark85Mark85

    Ich gönne allen Älteren ihre auskömmlichen Renten, aber aus der Sicht eines Jüngeren bin ich froh, dass ich mich aus diesem Schnellballystem ausklinken konnte. Das Ganze hat nichts mehr mit Solidarität zu tun, wenn immer weniger Jüngere für immer mehr Ältere aufkommen sollen. 🙂

  6. Mark85Mark85

    An Hermann Skrypcak: Entnehme ich deinem Text richtig, dass du privat gar nicht vorsorgst? Das wäre schade, denn selbst kleinste Sparraten (ab 25 Euro pro Monat) ließen sich kostengünstig und breit gestreut in Produkte wie den ARERO anlegen.

    Reichtümer sind so nicht zu erwarten, wenn man erst relativ spät anfängt, aber zumindest ein netter Geldpuffer für ein paar Extras im Alter: regelmäßige Kaffeehausbesuche und gelegentliche Reisen.

  7. AvatarDer Sektenforscher

    Hier wird immer von Geiz und Sparsamkeit gepredigt, im gleichen Atemzug aber eine Rente von 1400,- Euro als geradezu armselig bezeichnet … 
    Unser Tim lebt glaub ich einfach ein bisschen an der Realität vorbei … ich kenne nicht viele Leute in meinem Umfeld, die weit mehr als 1400,- Euro monatlich zur Verfügung haben … 
    Um es mal auf den Punkt zu bringen, wofür sollte man eine Rente von sagen wir mal … 1700,- Euro überhaupt ausgeben, wenn jeglicher Genuss und jeglicher Standard abseits des Lotterlebens sowieso nur was für Clowns ist!?
    Wie gesagt, ich betrachte die Tim Schäfer – Sekte schon seit geraumer Zeit kritisch und äußerst skeptisch … 
    In diesem Sinne … lasst euch nicht blenden und genießt ruhig mal einen Kaffee von Starbucks, auch wenn Tim euch sagt, dies sei Teufelszeug! 
    Herzlichst 
    Euer Sektenforscher 
     

  8. Mark85Mark85

    Ich habe kurz über Schwerbehinderungen nachgedacht, die ein paar finanzielle Vorteile mit sich bringen können:

    1. Es kann lebenslanges Kindergeld beantragt werden, wenn die Erkrankung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist und der Grundfreibetrag nicht überschritten wird.

    2. Der jährliche Behindertenpauschbetrag ist steuermindernd in der Steuererklärung eintragbar.

    3. Es ist eine um 2 Jahre frühere abschlagsfreie Altersrente nach 35 Beitragsjahren möglich.

    4. Nach Vorlage des Ausweises sind in manchen Fällen ermäßigte Eintrittsgelder zu zahlen.

    5. Ab einem Grad der Behinderung von 80 und dem Merkzeichen RF kann man den ermäßigten Rundfunkbeitragssatz beantragen.

  9. Avatarsteve

    @41 sucht21 
    Lustig ist wohl Fasching die 4,4 Mio Renter zahlen 31,4 Mrd was 12,1% vom Steueraufkommen entspricht. Das war 2014 wieviel ist es heute ich schaetze mal das doppelte.

  10. AvatarThomas

    @Der Insektenforscher
    Das Christentum ist z. B. eine Abspaltung vom Judentum, so gesehen also eine jüdische Sekte.
    Ganz unrecht hast du nicht, dieses Forum wird gern von Menschen besucht die sich vom Glauben abspalten, daß der Staat am Ende für alles sorgen wird.

  11. AvatarWorrier

    @Mark85 gute idee, lasst uns schwerbehindert werden, neben geiz, der passende partner zur finanziellen freiheit! Geil!

  12. AvatarAMB

    @Der Sektenforscher:
    Das Problem ist eben, dass die Einzahlungen in die Rentenkasse (Arbeitgeber- und Arbeitnehmer) in einem schlechten Verhältnis zu den ausgezahlten Beträgen steht. Immerhin könnte man hiermit die Miete zahlen. Das war es dann aber auch in einigen Fällen. Aus der Rentenversicherung kommt man leider nicht so einfach raus, außer man ist Beamte oder Selbständig/Unternehmer. Immerhin gibt es weitere Leistungen, wie Reha, Erwerbsminderungsrente, Hinterbliebenenrente usw. 

  13. AvatarRuben

    Danke Tim, ich hoffe immer es wird nicht nur von den üblichen Verdächtigen gelesen und spornt einen neuen Leser/in an, privat entsprechend vorzusorgen. 
    In 20 Jahren wird es für den Durchschnittsverdiener keine Rente mehr geben, die den heutigen 1.400 EUR entspricht. Es hilft also nichts, wenn man heute mit 1.400 EUR gut auskommt.
    Man kann jedem nur wünschen nicht schwerbehindert zu sein, wenn es dann aber leider so ist, sollte man seine Rechte kennen, danke Mark85.
     

  14. AvatarDividendenSparer

    Die Illusion, dass jeder mithilfe von Aktieninvestments reich werden kann, sollte man den Leuten gleich nehmen. Was aber jeder kann, ist eine weitere Säule zur Altersvorsorge aufbauen.
     
    Was du uns hier so schön vorrechnest, sollte eigentlich jedem klar sein. Man wird im Alter mit weniger als der Hälfte der gewohnten Bezüge klar kommen müssen, wenn man sich ausschließlich auf die staatliche Rente verlässt. Erstaunlich, dass trotzdem so wenige Deutsche etwas dagegen unternehmen.
     
    Ebenfalls nachzuvollziehen ist, dass die Masse kein Interesse daran hat, sich mit einzelnen Unternehmen zu beschäftigen. Aber zum Glück gibt es ja – die von dir so oft empfohlenen – ETFs.
     
    Anstatt das die Politik die Bürger aufklärt und ermutigt, in Aktien zu investieren, reden sie über Transaktionssteuern und andere “Bestrafungen” für das Investieren an der Börse.
     
    Viele Grüße
    Mike

  15. Avatarsmyslov

    1400 Euro, ich glaube das ist brutto. Da geht noch was weg. 44 Jahre hat auch noch lange nicht jeder.Was kostet die Miete, eine neue Wasschmaschine? Au Backe, das sieht nicht so gut aus. Gesundheitskosten steigen auch im Alter. Ich glaube, wer bisher nicht gespart hat, der muß es jetzt lernen. Armes reiches Deutschland, wo ist der Reichtum geblieben? Wenn das nur gut geht. Kein Wunder, daß die sogenannte politische Mitte allmählich in der Luft zerissen wird.Der jüngeren Generation empfehle ich einen kompletten Konsumstreik, um dieses so langsam Menschenverachtende System im Kern zu treffen. Ein Leben lang schuften, für Armut im Alter, Junge Junge . Wer hier nichts erbt, der hat die A-Karte gezogen. Man kann die sogenannte Mittelschicht noch höher mit Abgaben und Steuern belasten, sodaß denen gar nichts mehr bleibt. Ich rede nicht von der immer kleiner werdenden reichen Oberschicht, oder einigen Ausnahmen, die es auch so noch zu etwas gebracht haben, sondern von den vielen Normalos , auch jungen Akademikern, denen man schon die Hälfte vom Einkommen weg nimmt. Hier gelingen keine Cum Ex Geschäfte oder andere Strategien um sich zu bereichern. Kein Wunder, daß die Tafelgänger und Flaschensammler immer zahlreicher werden. Tolle Perspektiven in einem der reichsten Länder der Welt. Fazit: Keine Heirat, keine Kinder, Minimalismus, kein Auto, und rechtzeitig auswandern, bevor hier die Revolution kommt.

  16. AvatarNico Meier

    Das Problem ist eben, dass die Einzahlungen in die Rentenkasse (Arbeitgeber- und Arbeitnehmer) in einem schlechten Verhältnis zu den ausgezahlten Beträgen steht.
    Wir hier auf Tims Blog dürfen nicht von uns auf alle anderen im Land schliessen. Viele Menschen sind kaum in der Lage Geld, welches ihnen zufliesst NICHT auszugeben! Daher halte ich es für absolut zwingend ein Oblogatorium für die Rente zu haben. Wäre jeder für seine Rente selber verantwortlich ohne Zwang so würde ein Grossteil der Bürger in Altersarmut geraten und müsste vom Staat unterstützt werden dreimal dürft ihr Raten wo de rStaat dann wohl die Gelder dafür holen würde!
    Wer in der Lage ist Geld nicht auszugeben, der ist gut beraten einen Teil dieses Geldes nicht auf dem Konto liegen zu lassen sondern in Aktien oder Immobilien anzulegen. Wer eine gute Gelegenheit ergreift um Wohneigentum zu erwerben fäht damit auf längere dauer günstiger als ein Mieter. Natürlich kommt jetzt wieder das Argument mit der Genossenschaftswohnung. Die Genossenschaftswohnung kann nur günstig sein, weil Genossenschaften auf verschiedenen Wegen staatlich gefördert werden angefangen bei Steuerfrieheit bis hin zu Baurechtszinsen auf Land das den Gemeinden oder Städten gehört die weit unter Marktpreisen gewährt werden!

  17. AvatarMr. Pino Cavallo

    “Wie gesagt, ich betrachte die Tim Schäfer – Sekte schon seit geraumer Zeit kritisch und äußerst skeptisch”
     
    Das empfinde ich persönlich nicht so. Tim ist nach meiner Einschätzung kein radikaler Frugalist wie z.B. Oliver Nölting. Immerhin gönnt sich der gute Mann eine Eigentumswohnung in Manhattan (!) und reist relativ viel.
    Es gilt halt immer, das richtige für sich zu finden. Vor dem Kauf sollte man eben immer zweimal überlegen, ob man das wirklich braucht.

  18. AvatarChris

    Hermann: wie Mark85 schon schrieb, könnte man mit 25 euro noch anfangen. Wenn es nicht jeden Monat geht, dann alle 3. Und wenn dann 25 euro fließen, ist das ein weiterer Kauf.
    Ich bin sicher, dass jeder so einen Betrag schaffen kann. 
    Vielleicht wären ja auch handwerkliche Sachen zusätzlich möglich? Dir Schwerbehinderung ist ja wohl nicht auf die körperliche Belastung bezogen.

  19. AvatarDaniel

    In 20 Jahren wird es für den Durchschnittsverdiener keine Rente mehr geben, die den heutigen 1.400 EUR entspricht. Es hilft also nichts, wenn man heute mit 1.400 EUR gut auskommt.
    Ich halte es für verwegen darüber zu diskutieren was in 20 Jahren ist, da es sowieso niemand voraussehen kann. Fakt ist, dass in 20 Jahren das Durchschnittsalter der Bundesbevölkerung nochmal merklich angestiegen sein wird und damit der Kreis der Wähler die Parteien wählen würden die sich für sie als Rentner stark machen. Es könnte genausogut sein, dass man die Rente auf Teufel komm raus jedes Jahr weiter anhebt um die Inflation auszugleichen und dann sind 1400€ auch noch in 20 Jahren  1400€ Rentenäquivalent.
    Meine persönliche Meinung: Wir sehen schon die Vorboten durch Grundrente und ich denke auf sowas wird es hinauslaufen. Es wird einen Warenkorb geben ähnlich wie bei der Inflationsberechnung der festlegt wieviel ein Bundesbürger an Geld benötigt um “angemessen” zu leben. Heute vielleicht 1300€ oder sowas im Monat und dieser Betrag wird ausgezahlt. Für alle. Wer mehr bekommen hätte nach altem Schema…Pech gehabt…wer weniger bekommen hätte…Glück gehabt. Wer Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen hat dem wird der Anteil prozentual zu einem gewissen Teil von der Grundrente abgezogen (soziale Gerechtigkeit und so 😉 ), ähnlich wie zu Anfangstagen von Riester.
     
    Das empfinde ich persönlich nicht so. Tim ist nach meiner Einschätzung kein radikaler Frugalist wie z.B. Oliver Nölting. Immerhin gönnt sich der gute Mann eine Eigentumswohnung in Manhattan (!) und reist relativ viel.
    und wieviel Ausgaben sind das prozentual gesehen von seinem Gesamtvermögen 😉

  20. Avatarsammy

    DZ Bank: Bei Rezession wegen Coronavirus Kursrückgang im DAX von 30?% möglich.
    Wie war das wenn in China ein Sack Reis umfällt? 😉

  21. Avatarslowroller

    @Nico
    Zumindest in Deutschland sind Wohnungsgenossenschaften ganz normale Unternehmen. Von einer besonderen Förderung weiß ich eigentlich nichts. Man ist sonst auch ganz normaler “Teilnehmer” am sozialen Wohnungsbau – das macht aber auch jede andere Immofirma. Auf die Einlagen werden oft recht hohe Dividenden gezahlt – ich bekomme z.B. 4% seit Jahren.
    @Rente
    Man muss schlicht davon weg, dass die umlagefinanzierte Rente alleine ausreicht. Das wird nicht passieren. Ist aber schon seit 20 Jahren bekannt – so langsam dürften die Generationen, die keine Möglichkeiten mehr zur Reaktion hatten durch sein. Ich finde ein System wie in der Schweiz gut, wo die Umlagefinanzierte Rente ein wichter aber nicht DER Punkt in der Altersvorsorge ist.

  22. AvatarStefan

    @sammy
    DZ Bank: Bei Rezession wegen Coronavirus Kursrückgang im DAX von 30?% möglich. hätte, könnte, müsste, sollte 
    Möglich wären theoretisch 100% Kursrückgang

  23. AvatarNico Meier

    @slowroller
    In der Schweiz gibts wie schon erwähnt Land im Baurecht von Gemeinden auch Städten zu Konditionen die ein Privater niemals erhalten würde.
    Zusätzlich gibts auch Unterstüzung vom Bund also der Eidgenossenschaft wiefolgt.

    Erstens bürgt der Bund für Anleihen, welche die Emissionszentrale für gemeinnützige Wohnbauträger (EGW) vergibt. Sie platziert jährlich Anleihen auf dem Kapitalmarkt und beschafft so im Auftrag ihrer Mitglieder Geld für gemeinnützige Projekte. Ende 2017 betrug deren Summe mehr als 3 Milliarden Franken. Die Bundesgarantie als erstklassige Sicherheit führt zu günstigen Zinskonditionen. Die Finanzierungen der EGW sind deshalb bis zu 1 Prozent günstiger als Festhypotheken mit vergleichbarer Laufzeit.
     
    Zweitens gibt es seit 1956 die Hypothekar-Bürgschaftsgenossenschaft (HBG). Sie ermöglicht gemeinnützigen Bauträgern günstigere Zinsen und eine höhere Belehnung. Der Bund gewährt der HBG Rückbürgschaften.

    Drittens alimentiert der Bund seit Jahrzehnten den Fonds de Roulement. Aus diesem Topf werden den Mitgliedern zinsgünstige und rückzahlbare Darlehen gewährt. Sie dienen als Rest- oder Überbrückungsfinanzierung für Renovation, Neubau und Erwerb preisgünstiger Liegenschaften sowie für den Erwerb geeigneter Grundstücke. Das Darlehen beträgt höchstens 50’000 Franken pro Wohnung und muss nach 20 bis 25 Jahren zurückbezahlt sein. Der Fonds umfasst derzeit rund 510 Millionen Franken.
     
    Durch die zu tiefen Baurechtszinsen und die Bundesmassnahmen entgehen dem Staat massiv Einnahmen.
    Wenn der durch diese Massnahmen geschaffene günstige Wohnraum den Geringverdiener zugute kommen würde wäre dies sinvoll.
    Aber hier wird Steuergeld über Wohngenossenschaften an Menschen verteilt, die es in vielen Fälle nicht nötig hätten!
    Gerade in Städten mit Linker Mehrheit werden zudem Genossenschaftswohnungen häufig am Leute mit dem richtigen Parteibuch vergeben. So hat dann plötzlich die sozialdemokratische Juristin oder der grüne Lehrer vom Gymnasium eine verbilligte Genossenschaftswohnung!

  24. AvatarThomas

    @Stefan, Möglich wären theoretisch 100% Kursrückgang
    wenn die Verlonen ihren Planetenkiller gegen die Erde einsetzen dann -100%.
     

  25. AvatarStefan

    Ach ja, was soll man machen? Es gibt da ja den schönen Spruch;
    Hätte der Mensch nur gelernt, einfach mal ruhig in seinem Zimmer/Höhle zu sitzen, würde es keine Probleme auf dieser Welt geben.
    Oder so ähnlich…

  26. AvatarRuben

    “Schäuble wies darauf hin, dass der lang anhaltende Aufschwung zu einer “Krise unseres politischen Systems” beitrage. “Alles, was wir glauben, im Überfluss zu haben, ist nichts wert”, sagte er. Nur durch das “Bewusstsein der Knappheit” entsteht ein Wert. 
    Die derzeitige Rentenpolitik etwa hält Schäuble auf Dauer für nicht finanzierbar. Als konkretes Beispiel nannte er die von der CSU durchgesetzte Mütterrente. “Schließlich kam noch die SPD und forderte im Gegenzug für die Mütterrente die Rente mit 63. Da hat ein Fehler den anderen nach sich gezogen.”
    Ähnlich skeptisch äußerte sich Schäuble zur Grundrente. “Ich will hier nichts gegen die Grundrente an sich sagen. Die hat durchaus ihre Berechtigung, was die Anerkennung von Lebensleistung angeht”, sagte Schäuble. Er frage sich allerdings, ob wirklich alle bedürftig sind, die die Leistung beziehen könnten. “Sozialpolitik sollte sich stärker um die wirklich Bedürftigen kümmern”, forderte er.”
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2020-02/bundestagspraesident-wolfgang-schaeuble-sozialausgaben-bundesregierung

  27. AvatarStefan

    @Ruben
    Im Grunde versucht Herr Schäuble sich hier möglichst wage zu halten, in kein Fettnäpfchen treten, allen Parteien ein Knochen hinwerfen und sich tunlichst nicht festlegen. So liest sich sein Statement für mich. 
     

  28. AvatarNico Meier

    “Sozialpolitik sollte sich stärker um die wirklich Bedürftigen kümmern”
    Wobei Schäuble hier recht hat. Es wäre vernünftiger die Sozialpolitik auf die wirklich Bedürftigen auszurichten. Die staatlichen Zahlungen zurückzufahren und dafür der Mittelschicht die Steuern zu senken so hätten alle mehr zum Leben und man könne beim Staat auch noch einige dieser sehr gut besoldeten “Umverteilerstellen” abbauen was wiederum Geld sparen würde!

  29. JosefJosef

    Sozialpolitik ist ganz einfach, die Reichen bestimmen die armen bekommen und der Mittelstand zahlt. Das Konzept funktiert einwandfrei, auch in anderen Bereichen.

  30. AvatarThorsten

    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/34-zu-viel-selbstgefaelligkeit-34-experte-befuerchtet-einbruch-am-markt-34-wir-sind-reif-fuer-einen-rueckzug-34-8542371
    Selbstgefälligkeit , das Wort hat die letzten Jahre an der Börse bestimmt. Nur fühlte es sich wie Normalität an, dass Kurse immer nur steigen.
    Wer jetzt Geld über hat bezahlt erst einmal primär Schulden ab, auch wenn die Zinsen niedrig sind. Das ist auch in guten Zeiten ratsam. Keine Eile zum Nachkaufen großer Positionen. Nur kleine Sparpläne, die bitte weiter füttern.
    Nichts verkaufen ! In einer Delle alles aussitzen. Dividenden kassieren, Sparpläne füttern. Stücke zählen, nicht den Buchwert .

  31. AvatarSlowroller

    @Josef
    Der Spruch stimmt für die letzten Jahre definitiv nicht. Von vielen sozialen Steuerungsausgaben profitiert die Mittelschicht mindestens genauso: Elterngeld, Kostenlose Kitas, Rentenpunkte für Erziehungszeit, steuerliche Absetzbarkeit von allem Möglichen. Die Solidarrente enthält auch keine Bedürftigkeitsprüfung. Das was wirklich Arme bekommen (Hartz 4) indes wird kaum teurer.
    Man sollte die Steuerungsmechanismen nicht vergessen: alles was Familie betrifft hatte das Ziel, dass es für die Mittelschicht wieder einfacher ist Familie und Beruf zu kombinieren. Auch wollte man mehr Frauen als Berufstätige gewinnen. Das hat zumindest ansatzweise geklappt.

  32. AvatarStefan

    @Thorsten
    DU hast doch hoffentlich nicht nur den Finanzen.net Artikel nachgeplappert, und bildest dir deine eigene Meinung?
    Ich frag nur mal ganz unverbindlich..nichts ist schlimmer als Finanzen.net und Focus Money Artikel ungefiltert zu lesen. Denn die Experten auf diesen Seiten erwarten in der Regel alles, (vor allem steigende Einnahmen durch Affiliate und Mausklicks..)

  33. AvatarThomas

    @Slowroller, es kommt darauf wo man in der sehr breit gesteckten Mittelschicht hinschaut.
    Laut dieser Grafik sind Familien mit einem Kind ab ca. 60.000€/pa Brutto aufwärts diejenigen die mehr bezahlen als sie bekommen.
    https://www.focus.de/finanzen/experten/iwkoeln/interaktive-grafik-wer-traegt-den-staat_id_11652750.html
    ist ja grundsätzlich ok, Familien mit einem höheren Einkommen werden aber meiner Meinung über die Maßen belastet. 
    bsp:
    Fam. 2 Erwachsene 1 Kind 
    130K Brutto pa
    -> 30T€ mehr einzahlen als rausbekommen.

  34. JosefJosef

    @slowrollerEs gibt für alles irgendwelche komplexen Konstrukte um wieder Geld zurück zu bekommen, doch schlussendlich muss dies ja immer wer bezahlen.Die Unterschicht hat nichts, die Obrigkeit hat die Mittel und wege sich dem intelligent zu entziehen. Da bleibt noch die Mittelschicht.
    In der EU dasselbe, die ärmeren Länder bekommen Geld, die tüchtigen Ländern bezahlen und die Reichen gehen gar nicht erst in die EU, falls schon drin wollen Sie wieder weg.
    Würde es der Schweiz schlecht gehen, wären Sie schon lange in der EU.
    Dies soll nun aber keine Politische Debatte entfachen und ist einfach meine Persönliche Meinung.

  35. AvatarNico Meier

    @Thomas
    Wenn der Median Bruttolohn in DE 2’500€ beträgt hat die Medianfamilie 60’000€ und jemand mit 130k brutto hat mehr als das Doppelte!
    Aber ja wählt weiterhin SPD, Grüne und die Linke(SED) dann werden die Leistungsträger immer stärker gemolken!

  36. AvatarRüdiger

    @Wasserstoff (weil im letzten Beitrag danach gefragt wurde):
    Wasserstoff ist eine spannende Technologie; sie dürfte sich (mit) durchsetzen und eine Reihe von sinnvollen Einsatzmöglichkeiten finden. Für mich ist der Wasserstoff-Sektor derzeit keine interessante Investition, sondern ein Zock. Was nicht heißt, dass man dort kein Geld verdienen kann. Noch ist das nichts für mich als Langfristanleger, nicht jetzt, nicht bei diesem “Reifegrad” der Technik.
     

  37. JosefJosef

    @Thomas
    Schöne Grafik, ich muss ehrlich sagen ich kannte diese Grafik nicht.
    Die Mittelschicht ist für mich die Schicht die Arbeitet, Geld verdient und Sparen kann. Je nachdem ein Haus besitzt. Auch erfolgreiche Selbständige gehören dazu.
    Die Oberschicht sind für mich Leute die von ihrem Vermögen leben können ohne es zu verzerren. Vielfach Unternehmer die nicht mehr operativ tätig sein müssen aber können.
    Wo die genaue monätäre Grenze liegt kann ich nicht sagen, da Sie wieder sehr individuell ist.

  38. AvatarSlowroller

    @Josef
    Also kann man doch zusammenfassen: Arme bleiben subjektiv auch nach Umverteilung arm, der Mittelschicht geht es auch gut, sie kann sparen und sich vielfach auch Eigentum und Konsum gönnen. Die Frage der Fragen ist doch, wieso die Oberschicht nicht zumindest im Selben Maße wie die Mittelschicht beiträgt um wahlweise (oder beides) mehr Armut auszugleichen oder die Mittelschicht bei der Finanzierung zu entlasten/unterstützen.
    Ein Punkt sollte man klarstellen – und das gilt im Sozialsystem als auch bei i der Umverteilung innerhalb der EU: Die meisten Zahler haben Vorteile von diesem Ausgleich! Es sind also keine Altruistischen Anwandlungen sondern meist schlichte Berechnung.

  39. AvatarDanielKA

    @ Josef, Slowroller: Fragt sich nur wer die Oberschicht ist, bzw. wer Vorteile hat. Kein Wunder ist die klassische Familie auf dem Abstiegsgleis bzw. Kinder als Armutsrisiko.
    Gemäß der Liste 2 Personen Vater/Mutter 2 Personen unter 14 Jahre zahlt man schon ab 67.000 bruttoeinkommen (d.h. 53 % der Bevölkerung haben einen höheren Lebenstandard) 262 EUR mehr als man erhält. Diese Beträge steigen rapide an.
    67 K sind nicht sonderlich viel, wenn man es auf 2 Personen aufteilt.
    Ab 80 K zahlt man schon knapp 5 K mehr an den Staat als man bekommt, mit 100 K schon knapp 14 K…. Hilft alles nicht bei der Vermögensbildung.
     
     
     

  40. AvatarStefan

    Hallo,
     
    ich finde diesen Beitrag wieder echt super und ich hoffe das sich viele davon ein wenig animieren lassen, vielleicht doch etwas mehr zu sparen und zu investieren. Ich bin im Moment auch nur allein Verdiener, da meine Frau Elternzeit hat und trotzdem schaffen wir es wenigstens 100€ zu sparen für Invests. Viele sagen sich das lohnt sich nicht, aber das ist nur eine Ausrede für sie selbst. Hier kann ich euch noch eine Seite empfehlen  Familien-Freude.de
    Man braucht nur den Mut dazu und sollte sich nicht immer gleich von 10% oder 30 % Kursverlusten abschrecken lassen. 

  41. AvatarThomas

    @Nico ...Medianfamilie 60’000€ und jemand mit 130k brutto hat mehr als das Doppelte!
    Ja, aber eben nur auf dem Papier (Brutto).

  42. JosefJosef

    @slowroller
    Als sogenante “Oberschicht” hat man natürlich den Vorteil sich externe Berater zu holen, diese Kosten kann man je nach Land sogar zum Abzug bringen.
    Man hat selbst viele Möglichkeiten, die ein Mittelständer nicht hat. Jede Bank möchte mit einem Geschäfte machen, bedeutet bessere Zinskonditionen.
    Ich kann auch eine weitere GmbH/AG gründen und meine Vermögenswerte bündeln, dies in einem Land wo ich weniger Steuern bezahle. So hab ich Quasi eine Deckelung nach oben, da die Vermögenswerte ja Geld verdienen sollten, diese aber dann im Unternehmen bleiben.
    Bei solchen Sachen sollte man unbedingt einen Experten haben der eine gute Beratung liefert. Das ist eigentlich das schwierigste.
    Sogar ein Einzelunternehmer hat Vorteile wenn er genügend Umsatz macht, kann er seine Bürokosten, Firmenwagen etc zum Abzug bringen.
     

  43. AvatarAchim

    Ich denke Fakt ist einfach, dass wir alle etwas tun müssen. Der eine kann weniger, der andere kann etwas mehr im Monat zur Seite legen. Aber wenn wir das bis zur Rente durchziehen, sind wir doch mal alle ehrlich, werden wir froh sein, dass wir etwas getan haben bzw. dass es solche Blog´s wie von Tim gibt. Und wenn es nur einige hundert Euro sind. Ich finde diesen Blog einfach nur klasse.
     

  44. AvatarThomas

    Die Oberschicht bezieht ihr Einkommen ja auch nicht aus unselbstständiger Arbeit, sondern aus  Firmenbeteiligungen oder als Unternehmer. Da läßt sich das Steueraufkommen viel kreativer und in sofern günstiger regeln. Der Staat nimmt es bei dem der nicht entrinnen kann. Kapital und Firmensitze lassen sich leichter ins Ausland verschieben, deshalb kann es nicht übermäßig besteuert werden. So muss die arbeitende Mittelschicht eben herhalten.
    Aber wir arbeiten ja daran Einkommen mehr aus Kapitalerträgen oder anderen passiven Quellen zu generieren. Um uns von dem Joch ein wenig zu befreien 🙂

  45. AvatarRüdiger

    *pruuuuust

    Nico M-Eier … wenn sie größer geworden sind, heißt er: Nico L-Eier   😉
     

  46. Mark85Mark85

    An Worrier: Ich hätte mich genauer ausdrücken müssen. Es war wohl etwas zu spät, mein Geist nicht mehr ganz wach.

    Mir ging es um Menschen wie Hermann, die bereits schwerbehindert sind. Bei herangetragenen Problemen versuche ich möglichst in Lösungen zu denken.

  47. AvatarAndy

    Wer hat heute bereits ein paar Aktien eingesammelt?
    Ich habe meinen V S&P und dazu noch Microsoft etwas aufgestockt…

  48. AvatarPJanssen

    Hallo Tim,
    diese ETF Geschichten klingen immer zu schön und einfach um Wahr zu sein. Eventuell ist da ja etwas dran, dennoch sollte man immer einen kritischen Blick haben. Erlaube mir doch hierzu passenderweise angefügten Link (siehe Website) von Finanz-Kroko. Soll keine Werbung sein, man sollte es sich aber mal zu Gemüte führen. Liebe Grüße 

  49. NicoleNicole

    @Andy: Ich habe mir heute ebenfalls ein paar Aktien gegönnt. Carl Zeiss Meditec, AbbVie und Mastercard.
     
    LG, Nicole

  50. AvatarGainde

    Soweit habe ich noch nichts kaufenswertes auf meiner Watchlist entdeckt. BASF, Siemens, Unilever, Swiss Re, 3M und Vinci müssen noch weiter runter. Andere Werte sind noch nicht mal im interessanten Bereich. Zuletzt habe ich Shell und Rio Tinto gekauft.

  51. Mark85Mark85

    An Pjanssen: Tim hätte vielleicht noch das Häkchen beim Steuersatz setzen können. Auf der anderen Seite hat er ,,nur” mit 6 % gerechnet. Nicht so wichtig, weil niemand von uns die genaue Zukunft kennt.

    Ich denke, dass es ihm mehr darum geht, überhaupt anzufangen und seine Pläne durchzuziehen. Auch aus kleinen Beträgen kann langfristig eine Endsumme entstehen, die einem das Rentenalter versüßt. 🙂
     

  52. NicoleNicole

    @Gainde: Shell reizt mich auch, aber ich habe schon eine sehr große Position Shell von meinem Vater geerbt, da möchte ich nicht noch mehr Kapital binden 🙂
     

  53. AvatarThorsten

    @Stefan Wenn, dann schreiben die in den Redaktionen eher aus den Foren ab. Kann man schön an Wirecard sehen. Nein, das ist mein Ratschlag, der auf mein Depot passt. Wenn andere dieselbe Meinung haben, um so besser. In fallenden Märkten nichts umschichten oder verkaufen. Der Zug dazu war im Grunde genommen im Dezember, spätestens Januar abgefahren. Ich habe seit 6 Monaten umgeschichtet, das hat entsetzlich lange gedauert, weil ich nur mit Gewinn umschichten wollte. Dafür ist mein Depot jetzt abgeltungssteuerfrei. Sozialistische Steuersätze a la Borjan oder Esken können mich beim Verkauf dann nicht mehr treffen. Nur der Besitz an sich könnte in Deutschland noch ein Problem werden ( Vermögenssteuer ).
    Jetzt sitzen wir im Bob und müssen der Bobbahn folgen. Der fährt ins  Tal. Gut festhalten.

  54. JosefJosef

    @Mark85
    Ja anfangen ist das wichtigste hab mich auch zu lange nicht getraut. Macht aber nichts besser spät als nie. Bei mir war’s Anfangs so, ich dachte zuerst ich weiss alles besser, dann hatte ich Angst und wollte alles verkaufen. Nun bin ich in der Phase wo ich alles gelassener betrachte. Ich benutze aber keine Hebel und Schulden hab ich sonst auch nicht. Heute weiss ich dass ich kein guter Investor bin, hoffe aber dass ich mich irre.

  55. KievKiev

     @ Bruno
    Der Corona Virus ist vermutlich nicht einzudämmen. Es wird sich zeigen wie es verläuft. Ich werde keine übertriebene Vorsicht walten lassen und werde auch in Urlaub fahren. Ich versuche gesundheitlich so fit wie möglich zu sein. Mehr kann ich nicht beeinflussen. Ich habe mir überlegt wie ich mit einer Corona Erkrankung umgehen würde die in kurzer Zeit tödlich wäre. Es wäre sehr schade für mich, da ich noch viel mit meiner Familie und sonst auch erleben möchte. Ich hätte dennoch im Wesentlichen nichts anders gemacht. Das möchte ich auch den Forschern zu Tims Blog als Denkanstoß mitgeben. Ich kann gerne zu dem guten Leben Hinweise geben. Für mich gehört ein Kaffee bei Starbucks jedenfalls nicht dazu. Ich habe eine sehr hohe Sparrate, aber verzichte auf keine mir wichtigen Dinge.

  56. AvatarBruno

    @Kiev Gute Einstellung. Ich will mich auch nicht lustig machen, es tut mir um jede Person leid, die daran erkrankt, insbesondere bei schlimmem Verlauf. Aber Angst hilft nicht weiter und ich lasse mir nicht mein Leben vermiesen durch sowas, die Börse ist mir kurzfristig sowieso egal, wie es sich entwickelt wissen wir nicht. Worst Case breitet sich der Virus stark aus, und die Weltwirtschaft kriegt einen zünftigen Dämpfer. Es kommt wie es will. Vorsichtsmassnahmen würden wir treffen was sinnvoll ist, genau so wie bei einer Grippewelle auch. So fit wie möglich halten ist immer gut, aber es hat auch junge gesunde getroffen, wenn man Pech hat. Aber fit halten hilft auch sonst, das Risiko an Krebs oder Herzversagen zu sterben ist immer noch deutlich höher als an diesem Virus. Wenn ich mal alt und gebrechlich bin, wäre mir so ein Virus nicht unrecht, lieber als eine langjährige Erkrankung. Und wenn es mich früher trifft, dann ist es halt so. Ein Kollege hat es mit 45 an plötzlichem Herztod erwischt, er hat sich gesund ernährt und viel Sport gemacht. Es gibt keine Garantie.

  57. KievKiev

    @ Bruno
    Dein letzter Post zu Corona hat mich veranlasst darüber nachzudenken. Man kann sich jederzeit Gedanken über den Tod oder das Leben machen, ob man bezüglich seiner verbleibenden Lebenszeit auf dem richtigen Weg ist. Ich bin auf dem richtigen Weg, aber ich habe auch Ziele. Diese sind noch nicht erreicht. Ich kann die Früchte der Sparsamkeit somit noch nicht ernten. Dennoch würde ich nichts anders machen, auch wenn ich wüsste, dass ich die Früchte nicht ernten werde.
    Mein Ziel ist die Unabhängigkeit von aktiver Arbeit für die Deckung der notwendigenden Ausgaben. Was ich damit konkret anfangen oder ändern werde weiß ich noch gar nicht genau. Ich werde lediglich die Arbeit ein wenig reduzieren. Der Rest wird sich ergeben. Falls ich bereits heute die Arbeit reduzieren würde und mehr Zeit für die Familie hätte, so würde mir dennoch die Ruhe fehlen. Schließlich wäre ich noch nicht am Ziel und würde somit gegebene Ziele erfüllen müssen. Auch wenn ich nicht unbedingt hinter ihnen stehe.

  58. Avatarsammy

    @Coronavirus
    Wie sagt man hier so schön, ich zitiere:
    “Was kümmert es mich wenn in China ein Sack Reis umfällt?” Zitat Ende.

  59. AvatarNorbert

    @Achim: Du hast hast es mit wenigen Worten perfekt zusammengefasst: Es ist in der Regel so einfach, etwas selbst für  die Altersvorsorge zu tun. Man muss nur anfangen. Und die gesetzliche Rentenversicherung ist auch nicht so schlecht wie sie oft gemacht wird. Das Problem ist ganz häufig dieser verrückte Konsumwahn. Ich wundere mich immer, dass manche es einfach nicht verstehen wollen: Viele, die selbst vorsorgen, sparen sich das nicht vom Munde ab, sondern haben erkannt, dass sie mit noch einem Kaffee mehr bei Starbucks oder mit noch mehr neuesten Elektrogeräten etc. nicht glücklicher leben und dass sie deshalb diesen ganzen Krempel einfach nicht haben wollen. Aber sie haben eine positive Einstellung zum Leben allgemein. Dass das  gut tut, scheinen offenbar auch viele zu vergessen. Immer laut klagend nach dem Staat zu rufen, ist wirklich nicht zielführend. Und wenn es einem gut geht, sollte man gelegentlich auch an diejenigen denken, die es im Leben tatsächlich nicht einfach haben, auch das tut gut. In diesem Sinne: Danke Tim für deinen wertvollen Blog, und mach weiter so.

  60. AvatarNico Meier

    Mein Grossvater der in diesem Jahr selber 89 Jahre alt wird hat gesagt er glaube nicht an einen grossen Einfluss des Coronavirus auf die Wirtschaft. Er hat gesagt die bisherigen Todesfälle seien hauptsächlich alte Menschen gewesen. Er sagt immer ein Teil der Menschen stirbt an Krebs ein anderer Teil an Herz Kreislauferkrankungen. Wer beides nicht hat stirbt aber trotzdem und da kann es dann eine Lungenentzündung oder die Gruppe sein. Er ging noch einen Schritt weiter und hat gemeint wenn sich die Aktenheime durch das Corobavirus leeren würde käme viel Geld wieder bei den Erben in den Umlauf was stimulierend wirken könnte.
    Ich war erst schokiert und danach erstaunt über diese Analyse eines 88 Jährigen. Er legt sein Geld übrigens seit Jahrzenten auch in Aktien an.

  61. AvatarZeitreisender

    Es kommen die Kaufkurse, auf die wir alle gewartet haben. Also ran an die Buletten.

  62. AvatarRüdiger

    @Norbert:
    Sehr schöner und wertvoller Beitrag von dir. Spricht mir aus der Seele!
     

  63. AvatarDanielKA

    Ich lass mich jedes Jahr über den Arbeitgeber gegen Grippe impfen. Für Covid-19 gibt es noch keinen Impfstoff, dass ist für die Risikogruppen aktuell fatal (Alte, Krebskranke oder mit Vorerkrankungen und anderen Immunschwächen). Ich muss sagen, ich hätte auch keinen Bock auf eine normale Influenza (die hatte mich selbst als sportlichen 20er für über 14 Tage mit sehr hohem Fieber umgehauen, bis es mal besser wurde, da kann man sich vorstellen was mit Geschwächten passiert) , daher lasse ich mich impfen seit ich 30 bin und schütze damit auch andere.

  64. Avatarsammy

    @nico
    dein Opa in allem Ehren doch er betrachtet das ziemlich einseitig. Es geht doch nicht um die Todesfälle sondern die rasante Ausbreitung und die zur Verhinderung eingeleiteten Maßnahmen die die Wirtschaft lähmen. Ist doch gar nicht so schwer zu verstehen.
     

  65. AvatarA.

    Gestern habe ich Shell nachgekauft. Macht jetzt ca. 1,7 Prozent vom Depot aus.  Mehr als 2 bis 3 % soll es nicht werden.
    Nächste Tranche folgt, falls der Preis unter 20 fällt.#
    Kaufgrund: Dividende. Investiert in Strom für die Zukunft. Öl und Gas werden noch lange gebraucht. Eigenkapital und Cashflow finde ich auch okay.
    Zuletzt wurde das margenschwache Raffinieregeschäft in Teilen verkauft.
    Nachteil: Sehr volatil. 
     
    Gruß
    A.

  66. AvatarSimon

    @Thomas,
    Die Grafik ist auf jeden Fall interessant, kann aber immer nur eine grobe Orientierung sein. Das Thema Steuern und sonstige Zuschüsse ist ja dermaßen komplex, dass man das in so einem allgemeinen Modell gar nicht abbilden kann.
    Wenn in der Familie mit den 2 Kindern z.B. beide (weitesgehend) kostenlos studieren gehen, sieht die Bilanz wieder ganz anders aus.

  67. AvatarAndrea

    Ich habe gerade auch noch einmal ein paar Aktien gekauft, (Exxon nachgekauft und nur ein paar Stück der gehypten Virgin Galactic als Spielposition für den Fall, dass Weltraumtourismus sich tatsächlich durchsetzt, egal, wenn das nichts wird). Wenn Shell noch ein bisschen sinkt, kaufe ich da auch nach.
     

  68. AvatarThomas

    @Simon, bis die 2 Kinder anfangen zu studieren haben die Eltern Jährlich bereits 30T€/Jahr mehr an Abgaben eingezahlt. Ca. 600T€. Was kostet ein Studium mehr als eine alternative Ausbildung? 
    In D wird chancengleichheit angestrebt. Studiert wird auch in Familien die weniger Einkommen haben. Evt. etwas weniger (was ich nicht begrüße).

  69. AvatarMichael_2

    Ich staune, wie beliebt offenbar Shell ist.
    Dabei betreibt dieses Unternehmen ein sterbendes Business. Aus PR-Gründen dürfte die Aktie auch noch aus zahlreichen Depots rausfliegen. Über kurz oder lang wird Shell auch Probleme bekommen, überhaupt noch Kredite von Banken zu erhalten.
    Natürlich geht das Ölzeitalter noch nicht morgen zu Ende. Aber es wird immer schwieriger noch Geld zu verdienen, erst recht in Konkurrenz zu Staatsunternehmen wir Aramco. Die Zeit läuft definitiv gegen Shell.

  70. Der BaumDer Baum

    @ Gainde, ich finde die allermeisten Beiträge zu diesem Thema aktuell noch ziemlich unreflektiert. Wir wissen aus meiner Sicht noch viel zu wenig über die Krankheit an sich. Und was wir schon gar nicht wissen ist, wie die Menschen darauf reagieren werden.
    Auf Basis dessen was uns die Medien aktuell mitteilen, ist die Reaktion reichlich eigenartig. Da werden Städte gesperrt und Straßen mit Desinfektionsmitteln abgesprüht. Das finde ich schon ziemlich krass. Den bisherigen Erkenntnissen nach, ist der Virus einigermaßen “harmlos” bzw. nicht schlimmer, im Vergleich zu anderen Grippewellen. 
    Die große Unsicherheit bei mir persönlich ist eher, haben uns die Chinesen tatsächlich alles gesagt was sie wissen? Ich bin kein Freund von Verschwörungen, daher gehe ich mal davon aus daß das Ganze grob stimmt. Komisch finde ich die Reaktion trotzdem.
    Und natürlich kaufe ich auch jetzt, wenn es was günstiges gäbe. Wegen 3-5% sind die Märkte immernoch sehr teuer für mich.
    Grüße Baum

  71. Avatar-M

    Michael-2 
    Das sehen viele andere, ich investiere auch in shell und kaufe bei ca 18eur nach. 
     
    @Baum
    Guden, ja die 5% machen nichts günstig was vorher teuer war und auch nicht günstig was vorher fair bewertet war… also hat sich bisher nix.

  72. AvatarGainde

    @ Der Baum
    Vollkommen einverstanden. Es ist noch zu früh für Käufe. Meiner Meinung nach muss der Markt um mind. 10-15% nachgeben, damit es interessant wird. Swiss Re könnte in eine interessante Zone kommen. BASF ist mir noch zu ungewiss. 3M und Siemens sind zu hoch im KGV. Defensive Werte zurzeit auch zu hoch (Consumer, Utility etc.).
    Shell besitze ich wegen der Dividende. Diese wird in den nächsten 10 Jahren sicher sein. Die Nachfrage nach Öl und Erdgas nimmt sogar zu weltweit. Vielleicht geht das Unternehmen mit seiner Kriegskasse auf Einkaufstour im Bereich Renewables.

  73. AvatarThorsten

    Warum kauft ihr Shell, Exxon, .. anstatt E.ON ?
    ( Ich habe alle drei plus BP, Gazprom, Lukoil, Tatneft, Surgutneftegaz).
    Energie braucht man immer, keiner will im Dunkeln auf dem Klo sitzen und frieren.
    Gazprom wird Wasserstoffhersteller,
    früher oder später. Ich kaufe was die Kasse hergibt.

  74. Avatar-M

    Thorsten 
    Ich finde Shell und Gazprom besser als die anderen genannten, deshalb kauf ich nur die Beiden.
    -M

  75. Avatarslowroller

    @Thorsten
    Ich finde Versorger im Portfolio auch gut. E.ON hat sich mit der Übernahme der Innogy und der Aufteilung in E.ON und Uniper mehr auf das Kunden- und Netzgeschäft konzentriert. Dieses ist recht wenig schwankungsreich, dafür aber auch potentiell nicht sooooo profitabel. In meinen Augen ein guter und ein wenig risikoreicher Ersatz für Tagesgeld.
    Die großen E&P-Unternehmen wie Shell, Exxon oder Total sind dagegen eher die Technologietreiber und nutzen dafür den doch reichlichen Cashflow aus dem noch guten E&P-Geschäft. Durch den Ölpreisschock vor einigen Jahren sind alle großen E&Pler schlank und kostenpoptimiert. Spannend ist, wie man seine Überschüsse investiert.
     

  76. AvatarThorsten

    Maximal zwei Wochen bis Covid19 in einer Deutschen Großstadt auftaucht und dann nicht mehr nachzuvollziehen ist. Was das für die Börse bedeutet sollte klar sein. 10 bis 15 Prozent Abschlag rückt in greifbare Nähe. 2020 könnte buchtechnisch zunächst ein Desaster werden ( wenn nicht sogar die Lebensqualität durch Reisebeschränkungen niedriger sein wird).
    Am Freitag fangen in Hamburg die Winterferien an , es werden viele verreisen z.b. nach Südtirol zum Skifahren , und könnten das Virus
    unerkannt mitbringen.

  77. AvatarKia

    Die Chinesen haben wenigstens versucht das Virus einzudämmen. Was machen die deutschen Politiker, außer sich um ihre Schweinetröge zu kümmern? Das der Virus bei fast 2% letalität nicht tödlicher als eine Grippe mit 0,01% kann man nur sagen, wenn man Spahn heißt. 2% wären 1,6 Millionen Tote allein in D. Ich habe mir gewünscht das die Börse runtergeht aber nicht so. Da wäre mir die Deutsche Bank als schwarzer Schwan, wie hier oft prognostiziert, millionenmal lieber. 

  78. AvatarValue

    Ich finde es interessant wie hier aktuell bzgl. möglicher Aktienkäufe diskutiert wird, es macht fast den Anschein als ob hier die meisten glauben den Markt timen zu können.
    Wow, ich trau mir das nicht zu deshalb suche ich mir auch meinem Anlageuniversum jeden Monat 2-5 Unternehmen raus in die ich investieren möchte, wenn es ein Monat ohne größere Kursausschläge ist gehe ich schon mal leer aus denn meine Aufaufträge liegen immer unter dem Monatsanfangskursen. In der Regel werden jeden Monat für 1-2 Unternehmen mit ca. 5% Abschlag zum aktuellen Kurs geordert, dann kommen nochmal 1-2 Unternehmen mit 10 bzw. 15% Abschlag ins Orderbuch und zu guter letzt noch 1 Unternehmen mit 20% unter dem aktuellen Kurs . . . . . . . . . es versteht sich von selbst das es die absolute Ausnahme ist das mit 5 Unternehmen im Monateingebucht werden, aber es kam schon mal vor (Dezember 2018)
    Mit dieser Art zu investieren komme ich seit langer Zeit sehr gut zu Recht ich investiere stur und regelmäßig, mal etwas zu teuer mal relativ günstig 🙂 
    Da es überwiegend Unternehmen sind die Ihre Dividende zuverlässig zahlen und kontinuierlich erhöhen unterstützt mich das beim regelmäßigen investieren.

  79. AvatarFabian S.

    Kann mir jemand Tims 4%-Regel anhand des 495.000 € Depotwertes erläutern?
    Ich komme nicht auf 1.666€??

  80. KievKiev

    @ Kia
    Das ist mit ein Grund warum ich Schenkungen dem Erben bevorzuge. Hier kann man sich wirklich freuen ohne bitteren Nachgeschmack.
    Viel hat sich aktuell auch nicht an der Börse getan. Bei Ursache und Wirkung wäre ich an der Börse auch entspannt. Die Kurse gehen schnell runter, wenn die Anleger kalte Füße bekommen. Wenn die Hoffnungslosigkeit ihr temporäres Maximum erreicht hat geht es auch schnell wieder bergauf. Es wird niemand gezwungen seine Aktien günstig abzugeben. Ich habe letztens von fallenden Kursen von Tesla profitiert. War das gemein von mir, oder waren die Investoren teilweise etwas gierig? Was spielt es langfristig für eine Rolle?
    Die Kurse an der Börse signalisieren Kaufimpulse. Ist ein Preis für eine ersehnte Aktie gut, dann ab ins Körbchen. Hat man schon ausreichend Aktien einer Sorte kann man den Kurs ignorieren. Das Geschäftsmodell sollte langfristig natürlich intakt sein. Wenn dies vom breiten Markt allerdings kurzfristig stark angezweifelt wird, so stellt sich auch die Frage ob das genau ein guter Zeitpunkt für einen Ausstieg ist.
    Auch wenn die deutsche Bank wie auch immer die weltweite Börse in einen Crash treiben sollte, wird es negative  Auswirkungen auf Menschen haben. Wenn Du kaufst stützt Du immerhin den Kurs.

  81. AvatarThorsten

    Heute ist der erste Tag , an dem so ziemlich ALLES ins Minus gedreht hat. Das kommt mir so sch**ße bekannt vor, auch wenn es lange her ist.  Ich notiere den 25.2.2020 als rote Flagge.

  82. AvatarGainde

    @ Thorsten
    Sogar Gold geht runter – vielleicht wurde schon zuviel gekauft. Der CHF ist der einzige Safe Haven.

  83. Mark 85Mark 85

    An Thorsten: Das ist nur eine Momentaufnahme. Korrelationen schwanken, wichtig ist der längerfristige Diversifizierungseffekt – und diesbezüglich bin ich bislang mit meiner Zusammenstellung sehr zufrieden. Nichtbörsengehandelte Werte runden das Ganze ab.

  84. AvatarThorsten

    @Luigi
    Einem Markt kann man sich nicht entziehen, aber die Volatilität dämpfen. Wenn es im DAX 2% runtergeht, dann bei mir weniger. Am A*sch ist man trotzdem. “Funktionieren” geht auch nicht in kurzer Zeit, das ist kein Casino, wo rot oder schwarz irgendwas ad hoc beweist . Mehrere Aktien/Branchen/Regionen/Assets ist das Beste, was man machen kann ( meine Meinung), irgendwas läuft immer. Mietverträge werden auch in einer Baisse lange erfüllt, Strom wird auch nicht billiger, Immobilienaktien/Immos , Energieaktien bringen immer etwas, sie können fast nicht pleite gehen.

  85. Mark 85Mark 85

    In den letzten Jahren dachte ich mir öfter Dinge wie: ,,Nicht schon wieder Position X nachkaufen, andere sind besser gelaufen.” Und schwupps änderte sich das Blatt oder drehte sich der Wind und aus X wurde Y und danach Z.

    Ich traue mir keine Prognosen mehr zu. Prognosefreies, also breit gestreutes Investieren schont meine Nerven und zahlt sich längerfristig aus. So viel zu meiner Lernkurve. 🙂

  86. AvatarHeiko

    @Michael_2:
    Wer sagt denn, dass Shell in 50 Jahren noch in Erdöl macht? Die großen Bahnunternehmen fahren ja auch nicht mehr mit Dampfloks durch die Gegend. Bei Wells Fargo stehen auch nur noch wenige Postkutschen auf dem Hof.
    Bei Shell hat letztens schon jemand H2-Zapfsäulen gesichtet, während neue Marktteilnehmer noch passende Grundstücke suchen…

  87. AvatarHeiko

    @Ralf:
    Wenn “Cystus” tatsächlich über den Placeboeffekt hinaus gegen Grippe wirksam wäre, würden die Produke von einem milliardenschweren Pharmaunternehmen vertrieben und nicht aus einem Bauerngarten vor dem “Haus der urheimischen Gesundheit” in der niedersächsischen Provinz.

  88. Avatarsammy

    @Kia
    Keine Sorge die Deutsche Bank wird auch noch kippen. Zum Thema schwarze Schwäne weiß jetzt denke ich jeder hier was das ist. Wenn zb in China ein Sack Reis umfällt 😉

  89. AvatarGainde

    @ Mark 85
    Ja, es braucht keine Prognosen. Nur eine Watchlist mit einer handvoll solide4 Unternehmen. Bei einem ansprechenden Kurs schlägt der Langzeitinvestor zu, lässt den Titel liegen, kassiert Dividenden und widmet sich den nächsten Kandidaten.

  90. Mark 85Mark 85

    Ich bin kurz die Entwicklungen meiner börsengehandelten Werte seit Jahresbeginn durchgegangen:

    1. Platz: Bitcoin

    2. Platz: Gold

    3. Platz: Silber

    4. Platz: iShares Developed Markets Property Yield

    5. Platz: Vanguard FTSE All-World

    Puh, es ist so gut wie unmöglich, Voraussagen darüber zu treffen, wann welche Kurse steigen, fallen, im Zickzack verlaufen oder sich im Kreis drehen, weil sich die Reihenfolge laufend ändert.

  91. AvatarThorsten

    Der S&P500 wird wohl bald die 3000 testen, unter großem TamTam der Medien. Die Marke ist psychologisch und willkürlich, aber die Leute springen drauf an. Dann gibt es auch wieder die Schlagzeilen “Warren Buffet hat x Millionen an einem Tag verloren”. Hat er dann natürlich nicht, keinen Cent. Und “ärmer” ist er auch nicht . Er hält alle Stücke und kassiert munter Dividenden
    Mach’s wie Warren , halt deinen Krempel zusammen wenn draußen die Viren donnern und kauf dann noch mehr Stücke.

  92. AvatarGainde

    @ Thorsten
    Der richtige Stresstest ist dann, wenn die Zentralbankensprecher eine Stützung der Wirtschaft versprechen und zur Beruhigung mahnen. Normalerweise stabilisieren sich dann die Kurse. Eigentlich müsste das FED schon jetzt präventiv die Zinsen senken, weil man die längerfristigen Auswirkungen des Virus jetzt noch nicht absehen kann.

  93. AvatarRüdiger

    Mach’s wie Warren
     
    Wer ein paar Tausend Millionen $ an Vermögen hat, muss sich nicht wirklich Sorgen machen  😉
     

  94. AvatarZEN INVESTOR

    Vielleicht ist der Corona-Virus der schwarze Schwan.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die US- und westeuropäischen Indizes
    um 20-40% ab den Höhepunkten fallen.
    Aber ich weiss es nicht, vielleicht geht es ja nur 10% runter und es erholt sich wieder.

    Eine meiner Aktien (Hochdorf) rutschte diese Woche über 10% nach unten.

    Ich habe ein Kauflimit auf den SPI von 15’000 Punkten definiert, dass jährlich um 1’000 Punkte steigt.
    Da es jährlich um 1’000 Punkte steigt, steigt es prozentual jedes Jahr weniger.
    Das gleiche Limit wäre für den DAX sinnvoll, eher ein höheres Limit.

    Jetzt kann natürlich die Börse einbrechen, obwohl der Index unterhalb dieses Limits stand.
    Das ist klar, weil dieses Limit ist nur eine grobe Richtschnur.

    In meinem realen Depot kommt ständig neues Geld von aussen hinzu,
    so dass Nachkäufe kein Problem sein dürften.
    In meinem Wikifolio hingegen gibt es eine fixe (virtuelle) Summe,
    die nicht erhöht werden kann (ausser durch Kursgewinne und Dividende).

    Dadurch kaufe ich in meinem Wikifolio beispielsweise maximal 4 verschiedene Aktien,
    damit Geld für Nachkäufe da ist.
    Im realen Depot werden es eher mehr Aktien werden

    Wie gehe ich nun mit dieser Situation um?
    Nun, eigentlich ignoriere ich es weitgehend.
    Es wird dieses Jahr einfach vermehrt Nachkäufe geben bei gesunkenen Kursen.
    Ansonsten wüsste ich nicht, wie ich reagieren sollte.
    Ich kann ja nicht sagen “Ich kaufe erst wieder beim Tiefpunkt”.
    Nicht nur dass einzelne Aktien zu einem anderen Zeitpunkt ihren Tiefpunkt haben können
    als der Index.
    Nein, auch ist es unmöglich, den Tiefpunkt zu erwischen.

    Wer jetzt vorsichtig sein will, soll das tun.
    Vielleicht sollte man warten, bis die Börsen 10 oder 20% von ihrem Höhepunkt entfernt sind.
    Aber was ist, wenn wir auf die -20% warten, und die Börsen gehen nur 15% runter und danach aufwärts?

    Daher kaufe ich vorsichtig weiter, und halte einen genügend hohen Cash-Anteil,
    um bei Kurssenkungen alle 20% nachkaufen zu können.
    Durch die Nachkäufe nutze ich allfällige Rückgänge einzelner Aktien aus.
    GIbt es keine oder wenige Nachkäufe, bleibt halt der Cash-Anteil etwas höher,
    das Geld wird dann später für weitere günstige Aktien genutzt.

    Übrigens halte ich Swiss Re eine schlechte Investition, wie in meinem Forum begründet wurde:
    Durch die hohe Dividende und trotz Aktienrückkäufen sinkt der Buchwert pro Aktie von Jahr zu Jahr.

    Nestle hat übrigens dasselbe Problem und ist daher ebenfalls nichts zum Investieren.

  95. Avatar42sucht21

    @Thorsten
    Ich grüße aktuell aus Südtirol. Hier wurden Heute die ersten 2 Fälle bekannt gegeben. Mal schauen ob Österreich uns am WE wieder rein lässt für die Durchreise. Es ist schon ein wenig ein komisches Gefühl. Mein ETF Sparplan läuft weiter und meine Mieter zahlen auch ganz normal weiter Miete an mich….
     

  96. AvatarFunkelstein

    Hallo Jungs,
    wenn eine Pandemie kommt, haben wir ganz andere Probleme. Ich bin wirklich kein Pessimist, aber ein Realist und mit einem Bauchgefühl ausgestattet, das gerade unheimlich grummelt.
    Weiterhin viel Erfolg beim Investieren!

  97. AvatarRicardo

    Ich befinde mich aktuell in der Ansparphase und investiere ausschließlich in thesaurierende ETFs (weltweit und Teils mit einem Fokus auf Digital Security und Information Technology), um meine Rente später genießen zu können. Wenn man sich heute morgen die Märkte ansieht, bin ich ein großer Freund davon, meine Sparpläne wöchentlich auszuführen, anstatt monatlich. So können kurzfristige “Einbrüche” genutzt werden und die Gebühren sind aufgrund der prozentualen Berechnung bei meinem Broker gleich der monatlichen Ausführung.  Liebäugeln tue ich jedoch auch mit dem Franklin LibertyQ Global Dividend ETF, da dieser 2019 eine Top-Performance gebracht hat.  Was mich nur wundert ist die niedrige Bewertung dieses ETFs von nur 1,5 Punkten von maximalen 5 Punkten bei extraETF – Hat jemand hierzu Erfahrungen gemacht und kann die Bewertung erklären?

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