Warum ich meine Aktien nie mehr verkaufe


New York, 25. April 2020
Ich lasse meine Aktien wie einen alten Cognac einfach liegen.

Im Grunde musst du nur ein paar Kursraketen erwischen, dann kannst du Millionär werden. In 30 Jahren erreichen um die 45 US-Aktien 10.000 Prozent Kursplus und mehr. Zu den Überfliegern zählen Home Depot, Amgen, Nike, UnitedHealth Group, Danaher, Altair, Kansas City Southern, Balchem, Jack Henry & Associates, Apple und andere.

Du brauchst nur Sitzfleisch. Und Nerven wie Drahtseile. Denn fast alle Kursraketen gingen mindestens einmal durch die Hölle und standen kurz vor der Pleite. In diesen schwierigen Phasen auszusteigen, wäre das Dümmste, was du machen kannst.

Der IT-Dienstleister Jack Henry, der Software für Banken vermarktet, knickte zwischen 1986 und 1989 um 82 Prozent ein. Keiner hatte seinerzeit mehr an den Erfolg gedacht. Wie Phönix aus der Asche kam Jack Henry zurück. Aus 1.000 Dollar Einsatz wären 30 Jahre später über 2,6 Millionen Dollar geworden.

Wer seit Mai 1997 seine Amazon-Aktie behielt, konnte 160.000 Prozent in die Scheune fahren. Aus 1.000 Dollar wären 1,6 Millionen Dollar geworden.

Warren Buffett hält seit über einem halben Jahrhundert den Kreditkartenanbieter American Express. Das ist eine schöne Buy and Hold-Aktie. Gerade vor dem Hintergrund des starken Kurs-Einbruchs wegen Covid-19 ist das Papier wieder spannend, finde ich.

Das Problem ist, dass wir es erst hinter wissen. Deshalb behalte ich alle meine Aktien ewig. Ans Verkaufen denke ich nicht. Ich habe wohlgemerkt auch Pleitefälle im Depot. Das gehört dazu.

Dein Ziel sollte es sein, ohne Konsumkredite auszukommen. Schulden solltest du nach Möglichkeit tilgen. Mehrere “passive” Einkommensströme zu haben wie Dividenden, Mieteinnahmen und ein Nebenjob ist hilfreich. Versiegt eine Geldquelle, sprudeln die anderen weiter. Du bist damit unabhängiger. Außerdem sollte jeder einen Notgroschen etwa auf einem Tagesgeldkonto haben. Ohne finanziellen Druck zu leben ist entspannend. Damit hast du eine Last weniger im Leben. Die finanzielle Freiheit ist etwas Wunderbares.

Natürlich ist deine Gesundheit am wichtigsten. Du solltest auf dich gut aufpassen. Ich hab in vier Wochen knapp 20 Pfund abgenommen. Ich gehe wieder häufiger joggen.

Dieses Video habe ich kürzlich hochgeladen:

Der Covid-19-Test ist bei mir “nicht reaktiv” ausgefallen. Das heißt, das Virus hat mich (noch) nicht heimgesucht. Ich weiß jetzt nicht, ob das Testergebnis eine gute oder schlechte Nachricht für mich ist.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Warum ich meine Aktien nie mehr verkaufe

  1. AvatarLivermore

    Align Technology wird auch bald zu den 10.000% Aktien gehoeren. Das ist das Nasdaq-Unternehmen, welches die beruehmte Invisalign-Zahnspange herstellt.

  2. Avatartob

    @ In 30 Jahren erreichen um die 45 US-Aktien 10.000 Prozent Kursplus und mehr
    30 Jahre Aktien halten, fast ein “halbes leben ” lang , schafft nicht jeder, gehört einiges an Disziplin und ” Geduld” dazu !!! 

  3. AvatarGainde

    Richtig. Deswegen regelmässig gute Titel zu einem gleichen Einstandspreis kaufen und liegen lassen. Habe bereits 21 Positionen im Depot, die ein Eigenleben führen. Auf der Watchlist zurzeit 5 Titel – alle für Buy & Hold ausgelegt. Z.B. Canadian National Railway oder Linde.

  4. AvatarSparta

    Wieviel amerikanische Aktien gibt und gab es in 30 Jahren?
    Welcher Prozentsatz davon schafft 10 k % und welcher Prozentsatz ist deutlich schlechter?
    Sind diese 10 k-Prozenter halbwegs zuverlässig prognostizierbar z. B. aus 100 aktuellen Qualitätsaktien???
    Sind die 10.000 % auf den Tiefstpreis kurz vor der Pleite/Trendwende gerechnet?
    100 Bagger zu erwischen schaffen wieviel Prozent der Anleger?

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Sparta

    Im Bereich der FAANG-Aktien gibt es viele Kursraketen. Es müssen ja nicht gleich die 10.000% gemacht werden im Depot. Es reichen ja auch ein paar Tenbagger und und ein 50-Bagger. 

  6. EvaEva

    Durchhalten in der Krise, absolut. Zumal es keine wirklichen Alternativen gibt. Von 100 Baggern träumt auch mein 4-jähriger Sohn. Vielleicht haben wir ja auch einen davon im Depot. Toi toi toi. Es wird sich weisen.

  7. AvatarSparta

    @Tim

    Schon richtig, nur ist es der verzerrte Blick mit dem jetzigen Wissen über die vergangene Entwicklung.

    Die Geschichten mit den aussergewöhnlichen Performern klingen natürlich einprägsamer.

  8. Mark 85Mark 85

    An Sparta: Womit wir wieder beim Thema ,,Aktive gegen passive Anlagephilosophie” angekommen sind. Nur ein kleiner Prozentsatz an Unternehmen sorgt im Aktienmarkt dafür, dass Aktien überhaupt auf eine verhältnismäßig hohe Durchschnittsrendite kommen.

    Man muss sich entscheiden: Man kann versuchen, diese wenigen Nadeln im Heuhaufen zu finden oder den gesamten Haufen kaufen.

    Ich habe mich für den Haufen entschieden: Die Gewinner von morgen werden automatisch an Gewichtung zunehmen, während die Verlierer abnehmen und im schlimmsten Fall durch neue Unternehmen ersetzt werden.

  9. AvatarSparta

    @Mark
    Ich will definitiv keine 10.000 aktiv vs. passive Debatte anzetteln!
    Bei 30 Jahren mit guter Sparquote werden sicher anständige Depots aktiv, passiv oder gemischt entstehen.
    Jeder wie er will und womit er sich wohl fühlt. 

  10. AvatarFelix

    Der nächste Tenbagger ist m.E. offensichtlich. Jeder kennt ihn; er ist der Gegenspieler der Ölbranche, die in 30 Jahren nur noch ein Schatten ihrer selbst sein wird. Man merkt jetzt, wie klar die Luft geworden ist.

  11. Mark 85Mark 85

    An Sparta: Wie du es richtig angemerkt hast: Im Rückspiegel ist es einfach, die Gewinner von heute zu erkennen. Die Zukunft ist eine reine Spekulation. Hier werden ständig irgendwelche Käufe und Verkäufe von ganz unterschiedlichen Unternehmen mitgeteilt, oft mit rein subjektiven Begründungen. Ein wildes Durcheinander.

    Jeder Einzelaktienanleger denkt sich insgeheim, dass er klüger als der Rest ist. Wenn sich wissenschaftliche Untersuchungen aus der Vergangenheit nur einigermaßen fortschreiben werden, werden hier aber die meisten nicht mal die Rendite eines weltweiten Index erreichen. Die wenigen Gewinner sind heute nicht zuverlässig prognostizierbar.

  12. AvatarAndrej

    Tim, du schreibst immer wieder, dass man doch einen Notgroshen haben sollte. Ich denke, dass das nicht unbedingt erforderlich ist, weil die Opportunitätskosten hört sind, als würde ich einen Dispokredit nehmen.
    Ich bin aktuell voll investiert und habe Ende März alles innen Markt geschoben. Man bekommt einen Dispo locker unter 10%. Aktien bieten 7%. Da ist es foch sinnvoller stets zu investieren und bei Bedarf den Dispo zu nutzen, da der Fall ja nicht so häufig auftritt. Ebenso stehe ich 0% Finanzierungen offen gegenüber. Als Beispiel ist es doch viel effektiver seinen Laptop für z.B. 800 € zu finanzieren und in der Zeit weiter zu investieren. Ich finde immernoch, dass Kredite/Kobsunkredite hier als zwangsweise schlecht verkauft werden, wobei diese effektiv genutzt werden können, sofern man sich sowieso einen hochpreisigen Gegenstand laufen möchte. Man darf es nur nicht übertreiben.

  13. AvatarAktien Noobs - Sky

    @Tim,
    da magst Du bestimmt recht haben. Du bist ein gutes Beispiel, das es funktioniert. Deswegen finde ich es auch gut, das Du der Community die Info gibst, was Du gerade gekauft hast. So kann jeder selbst seine Analyse machen und entscheiden ob ein Kauf sinnvoll ist.
     
     

  14. Mark 85Mark 85

    An Andrej: Was wirst du machen, wenn deine Aktienrenditeannahme nicht aufgehen wird und sich deine heutigen Lebensumstände nicht linear in die Zukunft fortschreiben lassen? Durch deine Strategie macht man sich zerbrechlicher und angreifbarer. Dinge wie schwere Krankheiten, Einkommenseinbußen, Arbeitsplatzverluste und ungeplante Mehrausgaben können im Laufe des Lebens jeden von uns ereilen.

    In so einem Fall möchte ich ungern ohne eine Notreserve dastehen und möglicherweise noch Kredite abtragen müssen. 

  15. AvatarAndrej

    Danke für das Hinterfragen Mark. Durch Corona habe ich derzeit 800€ Netto weniger. Hört sich viel an, ist es auch, aber kein Beinbruch, da ich ein etwas größeres Depot habe. Dadurch ändert sich lediglich meine monatlich investiertes Geld um diesen Betrag. Ich kann bei Bedarf auf 3k Dispo zurückgreifen und könnte auch auf 4 oder vielleicht mehr erhöhen. Ich bekomme ja jeden Monat Dividende und komme so auch noch zum Investieren. Solange Deutschland nicht insolvent geht, habe ich auch einen Arbeitsplatz. Bisher habe ich auch keine  Duvidendensenkung durch Corona vrrkraften müssen und wenn das kommt, habe ich ja nicht alle Eier in einem Korb. Derzeit lassen sich problemlos über 4% Nettorendite erzielen, was ich dann schon attraktiver finde. Und wenn ich vielleicht mal etwas kaufen müsste, dann käme ich kurzfristig besser mit einem Dispo. Mir geht es um echt höhe Opportunitätskosten. Angenommen 5 odet 10k auf dem Tagesgeld, was das über einen Zeitraum von 10 Jahren kostet, ist es doch finanziell klüger, wenn ich das in den Markt packe, statt drauf zu sitzen, falls dann was kommen sollte.

  16. AvatarDaniel

    Jeder Einzelaktienanleger denkt sich insgeheim, dass er klüger als der Rest ist. Wenn sich wissenschaftliche Untersuchungen aus der Vergangenheit nur einigermaßen fortschreiben werden, werden hier aber die meisten nicht mal die Rendite eines weltweiten Index erreichen. 
    ich habe nur sehr wenige Einzelaktien und weit über 85% in ETF aber ich kann dir schonmal sagen das ich mir weder öffentlich noch insgeheim dabei denke klüger als der Rest zu sein. Ich kaufe Einzelaktien bei denen ich mir eine geringer Volatilität bei bestimmten Marktereignissen erwarte.
    Ein Depot das von Tech-Werten angeführt wird wird sich anders verhalten als ein Depot in dem sich z.B. nicht-zyklische-Konsumgüter tummeln. Selbst wenn am Ende des Tages beide die gleiche Rendite bringen würde ich mich immer für das weniger volatile entscheiden. Das ist aber eine persönliche Entscheidung und gänzlich davon abgekoppelt irgendwie schlauer zu sein als der Markt.

  17. Mark 85Mark 85

    An Andrej: Am Ende entscheidest natürlich du selbst, wie viel Risiko du einzugehen bereit bist.

    Hier ist ein aktuelles Beispiel für sich plötzlich geänderte Lebensumstände: Durch die Coronaviruskrise werde ich länger als geplant in Spanien verbringen müssen. Da ich ortsunabhängige Einkommensströme habe und kaum Verpflichtungen eingegangen bin, kann ich womöglicherweise diese Situation besser als manch anderer aussitzen. Und zur Not habe ich noch meine Geldreserve. Diese Vorkehrungen weiß ich gerade sehr zu schätzen.

  18. Mark 85Mark 85

    An Daniel: Welcher Einzelaktienanleger würde nicht auf Einzelaktien verzichten, wenn er bereits heute wüsste, dass er langfristig schlechter als ein einfacher und stressfreier Weltindex abschneiden wird? Liebhaberei soll es natürlich auch als Anlagemotiv geben, aber das hat für mich nichts mit einer Geldanlage zu tun. 🙂

    Jeder wünscht sich doch von seiner Aktienanlage ein möglichst attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis. Alle Einzelaktienanleger befinden sich in einem ständigen, direkten Konkurrenzkampf, ob sie das möchten oder nicht: Erzielst du eine Überrendite, muss irgendwo in gleicher Höhe eine Unterrendite entstehen. Ein Nullsummenspiel.

  19. AvatarAndrej

    Ich für meinen Teil bin nicht im Ansatz klüger, als der Rest. Prinzipiell ist eine Gruppe immer klüger als ein Einzelner. Was die Volatilität betrifft, bin ich nicht so sensibel und ich freue mich auch, dass ich ganz gute Nerven habe und nichts verkauft habe, trotz der Buchverluste. Ich sehe mein Depot bald in einem ganz anderen Bereich, wenn alles überstanden ist.
    Mark85 ich sehe kein Risiko, wenn ich aufgrund eines Ereignisses  mal meinen Dispo nutzen würde, stattdessen sehe ich mehr die Möglichkeiten, die mir geboten werden, gerade jetzt.
    Ich finde nur, dass zwischen guten und schlechten Schulden nicht differenziert wird. Man bekommt derzeit Geld zu 3,49% und das ist auch mit soliden Aktien immernoch attraktiv. Ein Risiko sehe ich bei Wertpapierkrediten, aber nicht bei festen Privatkreditfinanzierungen. Nutzt man gegebenes Kapital, kommt man schneller ans Ziel. Ich möchte vom Prinzip, dass man seinen Blick nicht nur in eine Richtung bewegt, sondern auch mal schaut, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, die garnichtmal unattraktiv sein. müssen.

  20. Mark 85Mark 85

    An Andrej: Ich wünsche dir, dass du zukünftig maximal deinen kleinen Dispokredit in Anspruch nehmen musst und anschließend abtragen kannst, aber mir ist das zu risikoreich. Die nicht garantierte Mehrrendite nutzt mir nichts, wenn ich dafür in einem ungünstigen Zeitpunkt auf mein Aktienvermögen zugreifen muss, weil ich Liquidität benötige.

    Nicht vergessen: Erst vor wenigen Wochen gab es anlageklassenübergreifend einen riesigen Abverkauf, weil viele Anleger Liquidität benötigten. Ich bin froh, dass ich nicht dazugehöre.

  21. AvatarJürgen klopp

    Was haltet ihr von epr properties?
    aktuell 20% divrendite und kurstechnisch stark runtergeprügelt

  22. KievKiev

    @ Felix
    Wenn die Sachlage so eindeutig wäre, würde sie heute schon den höher eingepriesen Wert haben. In TSLA steckt bereits heute viel Erwartung im Kurs.
    Bei der Elektromobilität kenne ich mich nicht so aus. Ich würde auf die Softwareunternehmen dahinter setzen. Google, Microsoft, Tencent. Das werden vermutlich die Gewinner. Vielleicht gibt es auch Plattformen auf denen Hersteller aufbauen. Die Technik ist schließlich nicht so komplex. Die teuren Fahrzeuge sind auch eher interessant für einkommensstarke Märkte.
    In Deutschland treten beispielsweise folgende Änderungen bereits in 2 Tagen auf:
    https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/stvo-novelle-sachinformationen.html
    Hier sehe ich eher einen Schritt in Richtung weniger KFZs und Bevorzugung des individuellen Nahverkehrs auf zwei Rädern.
    Vielleicht werden Multiplattform Anbieter auch die Gewinner (Bahn, Roller, KFZ, Nahverkehr, Taxi usw.). Am Ende landet man wieder bei den üblichen Verdächtigen. Vielleicht bekommt man einen Tenbagger wenn man auf ein Unternehmen setzt, dass von einem Schwergewicht übernommen wird. 
    Zu dem Kreis der üblichen Verdächtigen würde ich auch Netzwerktechnik hinzufügen. Wie Cisco, Akamai, Datencenter und Mobilfunk Reits und Telekommunikationsunternehmen.

    @ Andrej
    Früher habe ich auch 0% Finanzierungen jeglicher Form genutzt. Das ist aber auch ein rumgeschiebe auf Dauer. Hast Du schon einmal ein Haushaltsbuch geführt? Als ich dies gemacht habe, habe ich ohne Amazon Kreditkarte und Finanzierungen mehr sparen können. Und dabei liegt auf allen Konten immer etwas Geld rum. So muss ich nicht ständig umbuchen. Ich könnte in meinem Haushaltsbuch auch Forecasts machen, da mein Trackrecord mittlerweile ausreichend dimensioniert ist. Da bin ich aber zu faul. Diesen Monat habe ich 1200€ für den Kamin bezahlt, die ich von der Versicherung zurück erhalten werde. Ich habe auch 1100€ an Versicherung für das Haus bezahlt. Den zweiten Posten hätte ich natürlich sehen können. Das ist mir aber egal. Wird gezahlt und fertig. Dann sind es in Summe diesen Monat vielleicht 1100€ weniger. Das bereitet mir keinen Stress beim Buchen. Einen Dispo habe ich nie verwendet. 10% Gebühren sind eine Ansage. 

  23. AvatarWorrier

    Jeder Einzelaktienanleger denkt sich insgeheim, dass er klüger als der Rest ist. Wenn sich wissenschaftliche Untersuchungen aus der Vergangenheit nur einigermaßen fortschreiben werden, werden hier aber die meisten nicht mal die Rendite eines weltweiten Index erreichen. 
     
    Das ist doch gequirlter Blödsinn. Wenn ich an das Produkt/die Produkte eines Unternehmens glaube und bin ich eben bereit ein Teil meines Geldes zu investieren. Damit gehe ich ein Risiko ein. End of Story. Wer nicht die Eier hat, lässt es halt sein. Willkommen in der Marktwirtschaft.

  24. AvatarNico Meier

    Narürlich sind ETF für Menschen die sich nicht für die Umternehmen interessieren eine gute Lösung.
    Ich werte seit mehreren Jahren meine Performance aus und liege in dieser Zeit jedes Jahr über dem MSCI Worldindex manchmal nur 1% in manchen Jahren mehrere %.
    Es mag sein dass das bei anderen nicht der Fall ist, das ist jedoch nicht mein Problem.

  25. AvatarBruno

    10000 Prozent Kursplus?
    Das wird es immer wieder geben, keine Frage. Was aber meines Erachtens nicht funktionieren wird, wer heute die stark gestiegenen Aktien der Vergangenheit kauft, der wird das nie erleben, ich kann mir nicht vorstellen (real meine ich inflationiert ist eine andere Sache) dass z.B. die FAANG-Aktien nochmals 10k % machen. Ich halte einige davon, aber ich erwarte keine grossartigen Kurssprünge mehr in Zukunft.
    D.h. wer auf 10k% Aktien aus ist, der muss eher kleine oder mittlere Aktien mit unglaublichem Potential suchen. IPO’s können eine Möglichkeit sein. d.h. wer nicht Aktien mit dem Dartpfeil aussucht, der muss sehr sehr viel investieren in die Analyse, um seine Wahrscheinlichkeit zu erhöhen. Das Risiko ist dann bei so einer Strategie auch entsprechend höher.
    Ich investiere diese Zeit lieber in die eigene AG, dort sehe ich ein 10k% als realistisch an, wenn die Aktie mal verkauft wird. Ich hoffe noch auf deutlich mehr. 
    Es ist natürlich verlockend, ich würde aber niemandem empfehlen, nur auf diese Strategie zu setzen, vielleicht 20% des Depots. Man kann mal zurückblicken, z.B. dotcom Zeit, der neue Markt. Das waren alles potentielle Kandidaten auf solche Kurssteigerungen, teilweise auch gesehen resp. Ansätze am Anfang, aber von diesen Aktien, wie viele gibt es heute nicht mehr oder Penny Stocks? Wie viele haben es geschafft? 1 von 1000 oder weniger. D.h. man muss sich schon sehr sicher sicher sein, dass eine Aktie das schafft. Bei Google war das eine Möglichkeit, bei Amazon auch. Aber dann wird es schon schwierig.

    Das spricht nun auf den ersten Blick für ETF’s, da man dort automatisch an den zukünftig stärksten Unternehmen beteiligt ist. Ja und nein, viele dieser extrem gewachsenen Werte hat man dort eben auch dabei, d.h. es gibt dann eine starke Verwässerung, wenn ein 10k% Wert zukünftig reinkommt z.B. in den Nasdaq, dann braucht es erst mal ein Wachstum von mehrere 1000% bis der schon mal gelistet wird und dann ist der Anteil im Index sehr gering.

    Aber ist ja nicht zwingend, dass man solche Titel hält, ich denke Tim sieht das primär als Motivation, Aktien sehr lange zu halten. Man darf einfach nicht enttäuscht sein, wenn man nach 10,20,30 Jahren keine solchen Kursraketen im Depot findet.

  26. Mark 85Mark 85

    An Worrier: Warum Blödsinn? Jeder Einzelaktienanleger glaubt von sich, dass er durch eine geschickte Auswahl eine gute, hoffentlich überdurchschnittliche Rendite erzielen wird. Ansonsten könnte er sich den Aufwand sparen und sein Geld direkt den Unternehmen schenken. 🙂

    Sobald man sich für Einzelaktien entschieden hat, tritt man in einen direkten Konkurrenzkampf mit all den anderen aktiven Anlegern ein. Das Blöde daran ist nur, dass die Mehrheit vor Steuern und Kosten nicht mal die Marktdurchschnittsrendite erzielt, wie es unzählige wissenschaftliche Studien beweisen. Nach Kosten und Steuern sieht es durch die erhöhe Handelsaktivität noch schlimmer aus.

    Wenn man dies nicht möchte, muss man passiv den Markt abdecken.

  27. AvatarBruno

    @Mark 85
    Ja aber bei vielen Index hast Du eben fast kein Gewicht von potentiellen 10k% Aktien. S&P500, Nasdaq, MSCI World überall haben die FAANG-Aktien enorm viel Gewicht, d.h. wenn dann ein 10k% Kandidat z.B. in den MSCI World kommt, dann hast Du vielleicht einen Anteil von 0.0000x % im Depot.
    Eine Option wäre mehr auf Smal/Midcaps ETF’s zu gehen oder z.B. ein IPO-ETF.
    Du hast passiv langfristig zwar alle starken Aktien automatisch, aber eben stark verzögert. 

  28. Mark 85Mark 85

    An Bruno: Das ist genau der Sinn und Zweck von ETFs. Sie besitzen einen selbtbereinigenden Prozess, indem sie die Gewinner nach oben und die Verlierer nach unten spülen.

    Ich stelle mir gerade folgende Situation vor: Man meldet sich aktiv bei einem Rennen an, aber möchte nicht unter den vorderen Plätzen landen. Diese Herangehensweise ist doch völlig absurd. Mir kann kein aktiver Anleger erzählen, dass er freiwillig eine Minderrendite erzielen möchte.
     

  29. AvatarBruno

    @Mark 85
    Aber damit hast Du eben nie einen grossen Effekt der 10’000% Aktien. Wer vor 20 Jahren einen ETF gekauft hat, da hatten die FAANG-Aktien wohl einen Anteil von tiefen einstelligen % in einem ETF, heute über 10%. D.h. man hat über einen marktbreiten ETF deutlich weniger profitiert, als wenn man die Aktien einzeln gekauft hätte. Mittlerweile haben die Aktien alle im Depot, von daher wird sich da nicht mehr viel tun. 
    Von daher sind zumindest ETF’s auf breite Indizes dafür nicht sonderlich gut geeignet. Sie machen natürlich Sinn und ich würde sie auch empfehlen, aber das Thema ist ja Mega-Performance von einzelnen Werten.

  30. AvatarRon

    ETFs und ein paar Aktien von guten Firmen.
    Dazu selbst genutztes Eigentum und etwas Cash und gut ist.
     

  31. Mark 85Mark 85

    An Bruno: Ich gebe mich gern mit der Marktdurchschnittsrendite zufrieden, aber wie möchtest du heute zuverlässig die Gewinner von morgen einsammeln? In diesem Blog gleicht kein Einzelaktiendepot dem anderen. Die Einschätzungen gehen weit auseinander. Vereint sind sie nur in einer Sache: Die Hoffnung, dass die Raketen von morgen dabei sein werden. 

  32. AvatarChris1

    Guter Artikel.
    Tim, dennoch muss ich fragen:
    Willst Du zb Deine Netflix wirklich nie verkaufen?
    Auch nicht im Rentenalter?
    Oder setzt du darauf, dass es mal Dividende gibt?
    Ansonsten ist das nämlich ein totes Investment. Als ob man ein Haus in NYC hat, in dem man weder wohnt noch Mieter hat und dadurch gar keinen Return vom Investment.
    Bin auf deine Antwort sehr gespannt.
    Grüße 

  33. AvatarNico Meier

    Die beste Rendite resultiert wenn Kursgewinne Steuerfrei sind.
    Ich habe in den vergangenen Jahren immer mal wieder eine Aktie erwischt die innerhalb eines Jahres 30% bis über 100% Kursgewinn verbuchen konnten. Zeig mir einen ETF der das auch kann.

  34. Avatarkripofrankfurt

    Der ETF bildet den Mittelwert mit ca 6% jährlicher Rendite ab. (Inflationsbereinigt) Unter dem Mittelwert befinden sich z.B. 99,999% aller Privatanleger und 99% alle Fondsmanager nach 15 Jahren oder mehr. (Performance Kosten) Oberhalb z.B. Warren Buffett (früher zumindest) und vielleicht noch 100 andere mit Insiderwissen UND irgendwann ein bekannter Name hier aus dem Forum! 🙂 

    Grundsätzlich: ETF oder Einzelaktien ist doch völlig egal, alles besser als Tagesgeld sprich alles richtig gemacht. Aber die Statistik ist nunmal vorhanden und wird durch ignorieren auch nicht besser!

  35. AvatarBruno

    @Mark 85
    Es erfordert natürlich viel Arbeit, d.h. sehr viel lesen und informieren. Ich sage nicht, dass man die Gewinner der Zukunft eruieren kann, das kann niemand. Wer es sagt ist ein Scharlatan oder Genie. Nein aber man kann die Gewichte anders festlegen als in einem ETF.
    Beispiel Nasdaq 100: Dort haben Microsoft, Amazon, Facebook, Apple und Google 50% Gewicht. Die restlichen 95 Aktien nur noch 50%. D.h. man kann schon erkennen, wenn eine Firma sich sehr gut entwickelt noch in den hinteren Rängen, so kann man der mehr Gewicht geben, und den grossen Schiffen etwas weniger Gewicht. Als Beispiel.
    Ich sehe dies in meinem Depot eigentlich als grössten Vorteil, jede Position die ich dort hinzufüge ist gleich gross am Anfang, ich mache keine Gewichtung nach Marktkapitalisierung. 
    Denn wenn man denn schon mal so eine Top-Aktie ausgewählt hat (aus Zufall oder nicht ist dann auch egal), dann wäre es auch gut, wenn man nicht nur eine Position von 2 EUR gekauft hat, wie das vielleicht in einem Index der Fall ist. D.h. man hat langfristig zwar die besten Aktien im Index, aber eben auch mit einem Gewicht zu Beginn welches sehr tief war.

  36. AvatarNico Meier

    Mit der Rendite ist es wie mit dem Einkommen. Manche geben sich mit dem Medianeinkommen zufrieden andere bemühen sich um ein besseres Einkommen zu erzielen. 

  37. AvatarDanielKA

    @ Mark85: Hier werden überwiegend die Kursraketen von gestern diskutiert, die ollen Zuverlässigen 😉 da schwimmt man überwiegend mit dem Index mit, oder ein wenig darüber wenn man einen günstigen Einkaufskurs erwischt.
    richtige Zukunftsthemen in Small und MidCaps werden so gut wie gar nicht angesprochen. Wie Bruno schon gesagt hat die Faangs haben ihr megawachstum schon hinter sich. Eine 1 Bio. Company kann nicht nochmal um 10.000 % wachsen.

  38. KievKiev

    @ Mark85
    Ob alle Aktienkäufe die potentiellen Raketen von morgen oder Überrenditen anvisieren sollen bezweifle ich. Auch wenn sicher viele Anleger keine schlechtere Performance als den Index erwarten mögen.
    Meine größte Position ist BKI. Hier verspreche ich mir in erster Linie verhältnismäßig stabile hohe Dividenden. Falls die Aktie schlechter als der S&P in total Return abschneidet ist es für mich in Ordnung.
    Andere kaufen gerne Aktien von Unternehmen hinter denen sie stehen. TSLA ist ein Beispiel. Das finde ich in Ordnung. Es sollte generell keine Aktie zu stark übergewichtet werden. 
    Ich könnte bei ETF Investoren auch anprangern, dass sie in allen Unternehmen dabei sein möchte. Vor allem bei solchen, die sie nicht als Einzelaktie kaufen würden. Du hast vermutlich mehr Lookhead Martin als ich im Depot. Das ist keine Firma, die ich direkt kaufen würde. In meinem ETF ist sie allerdings enthalten.
    Zugegebenermaßen kaufe ich aber auch Aktien, die ich aktuell günstig ansehe. Das heißt natürlich im Umkehrschluss, dass ich hier eine Überrendite annehme. 
    In der letzten Zeit habe ich leider einen Einstieg bei Ping An verpasst. Und ich bin auch nicht bei Cone oder Akamai zum Zuge gekommen. Der Crash war dafür zeitlich zu kurz. Dafür habe ich TW, BKI, BEP, RDS, Thalanx, CCL, SPG, CXW, SKT, MO, IAG, Fraport usw. gekauft oder aufgestockt. Da wird schon was vernünftiges dabei sein. ETFs habe ich auch gekauft.
    Den Gastbeitrag von Undervalued Shares fand ich auch interessant. Er hat im aktuellen Newsletter auf eine sehr spezielle Investitionsmöglichkeit in Wimbledon hingewiesen. Man würde im Prinzip das Recht auf einen Sitzplatz auf dem Centercort erhalten. Dieses Ticket darf im Gegensatz zu den anderen wieder verkauft werden. Durch Corona haben sich auch hier Möglichkeiten ergeben da mitzuspielen. Fand ich schon sehr interessant. Leider ist es mir zu teuer. Bei direkten Investitionen gibt es aber viele Möglichkeiten, die man machen kann. Vielleicht gibt es solche Modelle auch für Fußballfans? Wenn man selbst Fan ist kann man solche Optionen auf unterschiedliche Art nutzen.
     

  39. Mark 85Mark 85

    An Nico Meier: Am Aktienmarkt sieht das anders aus, weil man mit einer hohen Wahrscheinlichkeit automatisch auf den vorderen Plätzen landen wird, indem man die Füße hochlegt und nach Kosten und Steuern möglichst die Marktdurschnittsrendite anvisiert.

    Viele wollen oder können diesen Zusammenhang nicht verstehen, weil wir es von anderen Lebensbereichen gewohnt sind, dass sich Aktivität bezahlt macht.

  40. AvatarNico Meier

    @Mark 85
    Was andere machen ist mir egal. Ich werte mein Depot jährlich aus und habe mehr Rendite als der MSCI World Index für mich passt das so.

  41. Mark 85Mark 85

    An DanielKA: Uns allen fallen besstimmt einige Zukunftsthemen ein, aber Geld darauf setzen möchte ich nicht. Ich lasse alle aktiven Marktteilnehmer darüber entscheiden. 

  42. PeterPeter

    @Mark85
    Vorweg ich investiere in beides und mag die “entweder oder”-Diskussion ebenfalls nicht.

    Ich stimme Dir nicht zu, dass der Großteil der Anleger Einzelaktien kauft, um einen Index zu schlagen oder weil sie glauben, schlauer als der Markt zu sein. Das Konzept oder die Notwendigkeit einen Index zu schlagen, kommt primär von den aktiven Fondsmanagern, die damit ihre Existenz rechtfertigen müssen und entsprechend bezahlt werden. Vielmehr kaufen viele Anleger Einzelaktien, weil sie von dem Unternehmen überzeugt sind und/oder davon ausgehen, dass dieser Wert ihnen einen Gewinn bescheren wird (unabhängig davon, was der Index macht). 

    Zudem ist für mich ETF nicht gleich passiv. Mittlerweile gibt es ETFs auf fast alles, weshalb sie primär ein Vehikel zum einfachen Marktzugang sind. Ursprünglich geschaffen für Institutionelle und als Ersatz für Derivate/Futures. Man kann mit ETFs gleichermaßen aktiv/passiv unterwegs sein wie mit Einzelaktien. Der Hauptunterschied ist in meinen Augen, dass ich mit dem ETF mit einem Trade gleich einen Korb kaufe.

    Mancheiner überlegt sich zum Beispiel aktuell einen REIT-ETF oder Ölwerte-ETF zu kaufen, da diese durch COVID ordentlich gefallen sind. Daran ist nichts passiv – es sind beides aktive Wetten, Deiner Defintion nach besser als der Gesamtmarkt (wie man den auch immer adäquat definiert) abzuschneiden.

  43. AvatarSiggi

    @Tim
    Gehst Du davon aus, dass die von Dir gekauften Carnival, Kraft Heinz, Deutsche Bank, General Electric usw. zu den 10.000ern zählen werden?

  44. AvatarDanielKA

    Ich habe auch beides: Einzelaktien und ETF (auch weil Sparpläne ganz praktisch sind)
    Das Thema Zukunft ohne Öl (bzw Öl nur noch für notwendige Dinge verbrauchen) ist schon interessant. Sehr schön zu sehen, wie schnell die Welt nach paar Wochen Shutdown wieder sauber wird.
    Aber von den erneuerbaren Energien ist nicht mehr viel übrig (als AG), wo gibt es was aussichtsreiches zur Investition, oder läuft es wieder auf IT und Netze hinaus?

  45. AvatarBruno

    Es ging ja ums Thema “nie mehr verkaufen”, und aus Motivationssicht ist dies halt an Beispielen von Einzelaktien einfacher und eindrücklicher darzulegen. Es ging doch darum. Das funktioniert auch mit ETF’s, nur halt eben nicht so eindrücklich.
    Die Standarddiskussionen hier ETF’s vs. Einzelaktien, Miete vs. Kauf bei Immobilien, Dividende vs. Wachstumswerte etc. man kann es endlos drehen wie man will, es gibt auf beiden Seite gewisse Argumente und das sollte ja auch das Ziel sein, dass gerade neuere Investoren sich ein Bild machen können und dann selber entscheiden.
    Niemand weiss wohl, wie die nächsten sagen wir 10-20 Jahren verlaufen werden. Es kann ein Jahrzehnt der Emerging Markets sein, Afrika, Europa oder Japan wo allesamt niemand damit rechnet, oder der Rohstoffe, es schaut gar nicht danach aus kurzfristig aber man weiss es noch nicht, vielleicht hat auch Thorsten Recht und Russland schafft den Move, den es seit Dekaden nicht geschafft hat. Oder China übernimmt die Weltmacht schneller als gedacht. Vielleicht wird Indien plötzlich ein Thema, das es unter Investoren in der Neuzeit kaum je war. Branchentechnisch vielleicht ist es nicht mehr IT/Digitalisierung sondern Biotechnologie/Gesundheit (was viele aber auch schon erwarten) oder doch Green-Tec. Vielleicht etwas ganz anderes. Sind nur paar Beispiele und nicht meine Meinung. 
    Bei ETF’s wird man hier auch mitprofitieren, wenn auch etwas verzögert. Das kann auch gut sein, man hat weniger Risiken. Spricht aber auch nicht zwingend für Buy & Hold, denn ein Ansatz wo man Schwergewichte setzt sollte man auch anpassen, ein ETF passt sich ja auch an, es fallen Titel raus, neue kommen dazu etc. Buy & Hold funktioniert nicht für alle Aktien, man muss sich schon sehr genau überlegen, was in 20 oder 30 Jahren noch gebraucht wird. z.B. Nahrung oder Güter des täglichen Gebrauchs wird man wohl immer noch benötigen, andere Dinge vielleicht nicht mehr. Mit dem Kauf von globalen Bluechips ist man überall automatisch etwas dabei, diese kaufen ja dann auch neue kleinere Unternehmen dazu und passen sich an. Man ist solide aufgestellt und ähnlich wie mit ETF’s auch langfristig dabei, aber man wird wohl keine Kursraketen damit bekommen (muss man ja auch nicht, aber es war das Thema).
    Es gibt für alles Argumente, schlussendlich muss jeder selber entscheiden, was für ihn passt. Die Performance muss auch nicht zwingend das einzige Kriterium sein, wie Kiev das gut erwähnte. Das ist ein Vorteil von Einzeltiteln, man hat eine Stimme. ETF’s haben andere Vorteile, man muss sich kaum noch kümmern, kann seine Zeit in sinnvollere Dinge investieren. 
     

  46. AvatarBruno

    Vielleicht haben auch morbide Unternehmen wie Service Corporation eine glänzende Zukunft, das grösste börsenkotierte Bestattungsunternehmen das auch eigene Friedhöfe betreibt. In USA üblich bei uns könnte man sich das nicht vorstellen 😉 
    Wer sehr negativ ist (Corona Mutation 2.0, Aliens, 3. Weltkrieg etc.) der kann sowas kaufen, falls es nicht aufgeht rentiert es trotzdem gut (gestorben wird immer).
    Nicht jedermann/fraus Sache 😉
     

  47. PeterPeter

    @Bruno
    “ETF” scheint mir hier als Synonym für einen MSCI ACWI oder FTSE All World ETF genommen zu werden. Aber es gibt ETFs auf so gut wie alles. Über Indexanbieter wie Solactive lassen sich zudem beliebige Indizes kreieren.
    Im Grunde müsste man sich aktuell die “Distressed” Werte anschauen, um eine Chance auf einen 10000%er zu haben. Werte, die zu Unrecht aktuell wie Pleitekandidaten gepreist werden, aber zu alter und neuer Stärke finden werden. In der Hinsicht finde ich den Markt aktuell sehr effizient – Problemwerte stehen tief siehe Lufthansa oder TUI oder Werte, von denen man erwartet, dass sie gestärkt durch die Krise kommen wie Amazon und Microsoft sind fast wieder bei oder sogar über Vorkrisenniveau.

  48. AvatarRüdiger

    Wer dann tatsächlich mal eine Kursrakete mit 10k%-Potential im Depot hat, verkauft diese meist viel zu früh. An Gewinnmitnahmen ist schließlich noch keiner gestorben  😉
     

  49. AvatarBruno

    @Peter
    Du hast Recht, vielleicht sollten wir hier zukünftig eher von aktiven vs. passiven Strategien reden.

  50. AvatarBruno

    @Rüdiger
    Ja davon kann ich ein Lied singen, ich hatte im dotcom Crash damals 300 Amazon Aktien verkauft. Ich habe heute zwar wieder welche, aber weniger Stück, das tut mir heute noch weh 😀

  51. AvatarSparta

    Ein 100 Bagger kommt natürlich auf den Messzeitraum und den Start und das Ende der Messung an… (diesen Satz sollte man nicht schnell lesen, sondern auch durchaus überdenken).

    Beim 5000er US-Wilshare-Index gehe ich von einer überproportionalen Anteil ehemaliger Microcaps  & Turnaround-Kandidaten von diesen angeblichen (welche Studie soll es sein?) 45 mehr als 10.000 % – Aktien aus…

    Dass diese 45 Aktien jetzt überwiegend bekannt sind, ist eine kognitive Verzerrung der damaligen Situation dieser Unternehmen.

    Selbstverständlich können die auch noch ne Weile gut laufen, aber von der jetzigen Marktkapitalisierung eine weitere ver100 Fachung zu erwarten… ist sehr wahrscheinlich unrealistisch.

    Als apetizer & gierig-Macher wie schon die damaligen Geschichten in Bodo Schäfer’s in 7 Jahren zum Millionär oder war es finanziell frei? (die kognitive Verzerrung lässt grüßen 😉 ) taugen die natürlich hervorragend!
     

  52. KievKiev

    @ Bruno
    Es gibt viele Möglichkeiten. Es ist doch schön, dass wir heute so günstig z.B.Vanguard ETFs kaufen können. Ich finde die ganzen Möglichkeiten sehr gut. Statt BKI kann man auch einen Vanguard ETF in dem Raum kaufen. Mir gefallen ein paar Unternehmen in Australien, aber ich bin zu faul diese an der ASX zu kaufen. Da müsste ich jedesmal schauen wann ich von was wie viel kaufe. Und dann noch Geld tauschen. Am besten vor 6 Uhr morgens. So habe ich einmal im Crash den Haufen gekauft und das reicht mir. Das Tief habe ich leider nicht erwischt. In England habe ich einzelne Aktien und auch einen Vanguard ETF gekauft. Hier sehe ich Potenzial für Wachstum. Die Käufe sind in der Hauptsache für immer ausgelegt. Wenn ich in einem halben Jahr in Singapur verstärkt investieren möchte dann kaufe ich mit neuem Geld dort ein. Alte lasse ich einfach liegen. Wir haben 5 Depots. Ich weiß teilweise nicht welche Aktien ich gekauft habe. Das ist mir auch egal. Einmal im Monat ziehe ich Bilanz. Wenn alle über 100k stehen ist mir auch egal ob ich irgendwo aus Versehen ein paar Wasserbüffel gekauft habe. Wenn ich einen großen Tank in der Nähe eines Hafen hätte, so hätte ich ihn mir auch mit Öl befüllen lassen. Und wenn es lebenslang meinen eigenen Bedarf decken würde. 
     

  53. AvatarNico Meier

    Ich glaube, dass viele Kleinanleger weniger Rendite machen als der Markt weil sie viel zu viel handeln. 
    Ich kaufe Einzelaktien das bedeutet nicht, dass ich viermal im Jahr alles umschichte. Ich kaufe in regelmässigen Abständen Einzelaktien wenn deren Preis für mich passt. 
    Ich habe auch den VUKE ETF mit dem setze ich wie auch mit einigen Einzelaktien unter anderem auf ein sich erholendes GB Pfund. Ich gehe schwer davon aus, dass GB nach Corona und Brexit eine Erfolgsgeschichte werden wird.

  54. KievKiev

    @ Bruno
    BKI enthält auch folgenden Auszug aus nur Bahres ist Wahres:
    “Mit der InvoCare Limited hält die BKI Investment Company übrigens auch Anteile an einem börsennotierten Bestattungsunternehmen sowie dem größten privaten Betreiber von Friedhöfen sowie Krematorien in Australien – was letztlich auch in die Kategorie der Infrastruktur oder wahlweise Spezialimmobilien fällt.”
    Ich wünsche mir diesbezüglich keine Überrendite bei dieser Aktie. Nach Corona sollte allerdings der Flughafen, Maut usw. wieder besser laufen. FANG wird vermutlich schneller steigen. Das ist mir allerdings egal.

  55. AvatarSparta

    @Rüdiger

    “An Gewinnmitnahmen ist schließlich noch keiner gestorben  ?”

    In dem nächsten 30-Jahreszeitraum werden sowohl Anleger wie auch Unternehmen sterben.

  56. AvatarThorsten

    Olaf Scholz hat verkünden lassen, dass “gleichzeitige KfW-Kredite vom Staat und Dividendenzahlungen keinem zu vermitteln seien”. Das stimmt mich ‘etwas’ versöhnlich, denn die Wortwahl lässt die Interpretation zu, dass er die Problematik wohl erkannt hat und es diskutiert wurde.
    Aufder anderen Seite – Olaf Scholz hat keine Aktien, wie er sagte – ist das ein Argument nicht zu sehr auf Aktien in Deutschland zu setzen oder nur solche zu wählen, die von vornherein als Wachstumsaktie erkennbar sind.
    Das Argument, dass die Dividende ja noch im Unternehmen sei und/oder Liquidität benötigt würde lasse ich in Niedrigzinszeiten nur bedingt zu, wenn es um das Überleben des Unternehmens ginge. Eine Kürzung der Dividende in Gegenüberstellung zum Kredit  wäre ein Kompromiss gewesen.
    Für mich mehr ein Grund das Aktienengagement in Deutschland zu überdenken ( wegen des Deutschen Marktsozialismus  [soziale Marktwirtschaft] war ich schon immer skeptisch ) und alternative Assets, z.b Unternehmensbeteiligungen zu prüfen. Letztere liefern mir 10% bis 20% p.a. und ich habe auch noch die steuerlichen Anfangsverluste.  Leider gibt es dafür kaum einen Markt, man muss sie über Jahrzehnte behalten oder mit Abschlag aussteigen. Das ist auch nicht optimal. Dafür gibt es auch keine Diskussion beim Gewinn 2019. Ich bin froh, dass ich genügend davon habe.
     

  57. AvatarRüdiger

    @Sparta: In dem nächsten 30-Jahreszeitraum werden sowohl Anleger wie auch Unternehmen sterben.
     
    An Gewinnmitnahmen?  😉
     

  58. AvatarDaniel

    An Daniel: Welcher Einzelaktienanleger würde nicht auf Einzelaktien verzichten, wenn er bereits heute wüsste, dass er langfristig schlechter als ein einfacher und stressfreier Weltindex abschneiden wird? Liebhaberei soll es natürlich auch als Anlagemotiv geben, aber das hat für mich nichts mit einer Geldanlage zu tun. ?
    wie gesagt, zähle mich dazu. Ich gehe davon aus, nein ich bin sogar ganz sicher, dass mein MSCI World langfristig betrachtet besser abschneiden wird als mein Einzelaktiendepot. Und das ist mir egal. Weil wie gesagt das Einzelaktiendepot von mir derzeit so bestückt wird dass ich annehme, dass es weniger volatil auf Marktereignisse reagiert. Quasi ein Low-Volatile Ansatz. Ich erwarte weder eine Überrendite noch eine Marktrendite. 
    Jeder wünscht sich doch von seiner Aktienanlage ein möglichst attraktives Rendite-Risiko-Verhältnis. Alle Einzelaktienanleger befinden sich in einem ständigen, direkten Konkurrenzkampf, ob sie das möchten oder nicht: Erzielst du eine Überrendite, muss irgendwo in gleicher Höhe eine Unterrendite entstehen. Ein Nullsummenspiel.
    Der einzige Konkurrenzkampf gegen den mein Einzel-Aktien-Depot sich vergleicht ist, ob ich  damit langfristig meinen Lebensstandard halten oder sogar leicht verbessern kann, also eine Rendite GLEICH oder ÜBER der Inflation. Der MSCI World gilt hier nicht als Benchmark.
    An Worrier: Warum Blödsinn? Jeder Einzelaktienanleger glaubt von sich, dass er durch eine geschickte Auswahl eine gute, hoffentlich überdurchschnittliche Rendite erzielen wird. Ansonsten könnte er sich den Aufwand sparen und sein Geld direkt den Unternehmen schenken. ?
    nein, weil wie gesagt ich mit dem ETF die Marktrendite abstauben will und mit einem Einzelaktiendepot die Volatilität (möglicherweise auf Kosten von Rendite) senken will.
    Sobald man sich für Einzelaktien entschieden hat, tritt man in einen direkten Konkurrenzkampf mit all den anderen aktiven Anlegern ein. Das Blöde daran ist nur, dass die Mehrheit vor Steuern und Kosten nicht mal die Marktdurchschnittsrendite erzielt, wie es unzählige wissenschaftliche Studien beweisen. Nach Kosten und Steuern sieht es durch die erhöhe Handelsaktivität noch schlimmer aus.
    Ich trete in keinem Konkurrenzkampf. Mich interessiert nicht wieviel Rendite ein anderer Anleger macht oder welche Strategie er verfolgt. Mich interessiert nur ob ich damit meine selbst gesteckten Ziele errreichen kann und die habe ich oben bereits erläutert.
     

  59. AvatarSparta

    @Pocahontas
    “Aber nicht unbedingt an Gewinnmitnahmen ?”
    Kommt drauf an wie fett die Party und der Verstoß gegen die Kontaktbeschränkungen werden. 😉
    Als Frugalist bleibt Dir die Freude im kleinen Kämmerlein und die Angabe im Netz vor merkwürdigen Leuten. 😉

  60. AvatarThorsten

    @Siggi
    danke , den Link wollte ich gerade posten. Man sollte schauen , welche Aktien in Branchen/Ländern auch in Krisen verlässlich zahlen. (Natürlich nur, wenn man nicht mit “Dividenden ist gleichwertig mit Verkauf von Anteilen” argumentiert, die Diskussion sollte man hier jetzt nicht lostreten. Es sollte ausreichen, dass es genügend Anleger gibt , die die Zahlungen aus welchen Gründen auch immer bevorzugen).

    ‘Aus Sicht der DSW sollten alle die Unternehmen, die aufgrund ihres Geschäftsmodells oder aufgrund ihrer hohen Liquidität nicht Gefahr laufen, durch die Pandemie in Probleme zu kommen, an ihrem Dividendenvorschlag festhalten.”‘

    Die DSW (Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz
    “) apelliert den Vertrauensverlust zu begrenzen. Immerhin

  61. AvatarDanielKA

    @ Rüdiger: Man kann auch an Gewinnmitnahmen sterben, wenn man bei der Abrechnung der Kapitalertragssteuern einen Herzinfarkt bekommt 😉

  62. KievKiev

    @ DanielKA
    Die Steuer von Frau Klatten würde ich ohne mit der Wimper zu zucken zahlen, wenn ich dafür die Einnahmen einstreichen dürfte. Der Gewinn bleibt immerhin unabhängig der Höhe fast eine Ziffer höher.
     

  63. Avatarsammy

    Dieser Artikel ist pure Finanzpornographie! 1000 ende Menschen sind durch Lotto spielen Multimillionäre geworden sie mussten nur lange genug spielen!
    Aber hört sich halt alles toll an. Sparta und mark 85 haben es erkannt.

  64. AvatarLivermore

    @ Mark 85,
     
    Sobald man sich für Einzelaktien entschieden hat, tritt man in einen direkten Konkurrenzkampf mit all den anderen aktiven Anlegern ein. 
     
    Das tut man meines Erachtens auch, wenn man in ETFs oder Fonds allgemein investiert. Ich hatte kuerzlich erst ueber die Auswertung eines extrem erfolgreichen aktiven Aktienfonds gelesen. Der machte ueber 20 Jahre eine Rendite von 18% pro Jahr. Trotzdem hat die Untersuchung ergeben, dass der durchschnittliche Investor nur 6% pro Jahr machte, weil sie staendig rein und raus sind.

  65. AvatarJK

    Hallo zusammen,
    im März und April habe ich Brookfield Asset Management und Union Pacific zugekauft, also Aktien “für immer”. Als Zykliker kam Siltronic dazu ( 67,2 €)…Investiere seit 32 Jahren, aber sehr selten, dafür fokussiert. Mein Ziel “wirtschaftliche Unabhängigkeit” habe ich nach 21 Jahren erreicht.Ich liebe die Welt der Wirtschaft, lese seit Jahrzehnten mehrere Stunden täglich, vor allem Bilanzen und Unternehmensnachrichten. Die meisten TOP Werte habe icheinfach verpasst ( Microsoft, McD, Intel, Costco…), die Liste ist lang! Trotzdem hat es gereicht… Es gibt etliche solide und produktive Unternehmen mit einem “Burggraben”.Auf meiner Watchlist habe ich Hermle VZ, Paychex und Walt Disney – alle nicht günstig genug…Vermögensbildung ist vor allem Frage des Charakters, klare Ziele, Beharrlichkeit, Ausdauer und hohe Sparquote ( arbeite seit 11 Jahren ” aus freien Stücken” und spare trotzdem ca. 30% ) gehören dazu. Meine TOP Position Philip Morris CR habe ich vor mehr als 25 Jahren während einer scharfen Korrektur ( 80 – 130 DM ) gekauft und freuemich jedes Jahr über diese Entscheidung, die Dividende ist üppig…Sorry, für die Länge des Beitrags, irgendwie habe ich mich “vergessen” -:)Wünsche Euch entspannten Sonntag und kluge Investmententscheidungen

  66. AvatarFatPony

    Ich mach nicht rum, lass meine ETF Sparpläne laufen und stocke bei spottbilligen Aktien weiter auf. Jetzt erstmal Anfang Mai Dividende einsammeln und auf kräftige Kurszuwächse hoffen ?

  67. KievKiev

    @ Sammy
    Tim hat sehr hohe Gewinne mit CTS Eventim, Bank of Amerika und Netflix erzielt. Vielleicht sind noch weitere dabei. Mit seinen Apartments in New York hat er vermutlich ebenfalls sehr hohe Buchgewinne erzielt. Wie viele Lottospieler haben so oft bei teilweise verschiedenen Gewinnspielen gewonnen?
    Klar, Tim ist eine einzelne Person. Auf ihn kommen zahlreiche Verlierer. Claus hat zahlreiche kleine Lottogewinne eingefahren. Das waren allerdings langsame Gewinne. Ich denke den meisten Lesern dieses Blogs ist der Unterschied zwischen Durchschnitt, Median und auch der Total Return ihres gesamten Portfolios bewusst.
    Für Dich könnte Narren des Zufalls von Nassim Taleb interessant sein. Da gibt es schöne Finanzmathematik abseits von Kommer. Den kennst Du ja bereits.
    Wenn jemand mit einer Münze 100 mal hintereinander Kopf wirft, sollte man dann auf Kopf setzen ? Auch das Beispiel wird behandelt. Ist die Chance 50:50? Ich würde im übrigen eine andere Lösung als Taleb verwenden. 

  68. AvatarSparta

    @Kiev

    Um es bei Tim in Relation setzen zu können, müsste Einkommen, sonstige Investemts, Sparquote, eingeganges Risiko, Laufzeit, sein Netzwerk und auch die zeitgewichtete Rendite bekannt sein…

    Bei Claus müsste man auch die vorige schlechte Periode mit annäherndem Totalverlust berücksichtigen.

    Trotz all der fehlenden Fakten sind es ja durchaus ansehnliche Erfolge und schön, dass man den Durchhaltewillen hat/te. 

  69. AvatarRüdiger

    @Kiev:  Die Steuer von Frau Klatten würde ich ohne mit der Wimper zu zucken zahlen, …
     
    Nicht nur du  😉
     

  70. AvatarBruno

    @Kiev
    Ich würde selbstverständlich auf Kopf setzen 😉 Wenn dem nicht so wäre, würde ich nicht langfristig in Aktien investieren.
    Da wären wir auch z.B. bei der Frage, ob Warren Buffett nur ein Narr des Zufalls ist, und dieser Reichtum auch ein Affe mit Dartpfeil erreichen kann. 
    Es gibt keine richtige Antwort 😉
    Streng nach Wahrscheinlichkeitsrechnung würde ich weder auf Kopf noch auf Zahl setzen, ich meine Geld darauf setzen. 
    Warum ist Mc Donalds so erfolgreich? Weil sie die besten Burger haben? weil die Leute die dort hingehen so dumm sind? 
    Wer denkt die Börse sei nur eine brownsche Bewegung, und gleichzeitig dort investiert, und dann noch langfristig, dem kann man nicht mehr helfen. 
    Egal welche Meinung man vertritt, wir können uns alle irren. Ich versuche möglichst nach Wahrscheinlichkeiten und Chance/Risiko zu agieren. Die Wahrscheinlichkeit dass wir alle sterben erachte ich als relativ hoch. Da wären wir wieder bei den Bestattern 😀

  71. AvatarNobby

    @Mark85
    Du bist doch selber aktiver Anleger, denn Du gehst mit deinem REITs eine aktive Wette ein, in dem du sie übergewichtest und nicht rein passiv nur auf den All-World setzt. Das heisst Du gehst in den Wettbewerb mit allen Kommerianern, passiven und aktiven Anlegern. Vaya con dios…

  72. Avatarsammy

    @Sparta
    Um es bei Tim in Relation setzen zu können, müsste Einkommen, sonstige Investemts, Sparquote, eingeganges Risiko, Laufzeit, sein Netzwerk und auch die zeitgewichtete Rendite bekannt sein…
    Bei Claus müsste man auch die vorige schlechte Periode mit annäherndem Totalverlust berücksichtigen.
    Genau diese rational objektive Betrachtungsweise fehlt mir hier! Du hast es super zusammengefasst! Ganz genau so sehe ich es auch. Vor allem das eingegangene Risiko spielt meines Erachtens die größte Rolle.

  73. Avatarsammy

    Man sieht es ja jetzt wieder tim sammelt die fast pleite Kandidaten ein und hofft dass eine davon was wird. Das ist seine Strategie. Eine Hochrisikostrategie die bei Erfolg natürlich mit hohen Renditen belohnt wird. Für mich ist das allerdings eher Zockerei.

  74. AvatarNico Meier

    Ich finde die Argumente der ETF Puristen interessant. Sie werden nicht müde den Affen mit den Dartpfeilen zu bemühen und wenn einer mit Einzelaktien mehr Erfolgt hat als sie selbst mit ihren ETF so ist das Zufall oder Zockerei.

  75. AvatarDividende-um-Dividende

    Hi,
    ich verkaufe meine Aktien im Regelfall auch nicht. Im besten Fall wird das Portfolio an die nächste Generation weitergegeben.
    – Warum sollte man top Qualitätswerte verkaufen, wenn sie einen regelmäßig steigenden Ertrag in Form von Dividenden generieren? Wenn man einen ten-bagger oder ähnliches erwischt ist das natürlich super, aber will ich mich von den Anteilen dieses Unternehmens dann trennen, um den Buchgewinn auch zu realisieren? – Eher nein. Kommt natürlich auf die Strategie an, unter deren Voraussetzungen man das Unternehmen gekauft hat. Bei einer Value-Strategie oder Wachstumsstrategie kann der Verkauf Sinn machen, bei einer Dividendenstrategie ist die Abwägung schon schwieriger. Und so lange das Geschäftsmodell intakt ist und die Dividenden verlässlich sind, bleibt das Unternehmen im Portfolio.
    Viele Grüße nach NYC
     

  76. AvatarBruno

    @Thorsten
    Ist dasselbe wie die Masken, nur peinliche Ausreden, wenn die App fertig wäre hätte man sie ja schon mal freiwillig aktivieren können.

  77. AvatarThorsten

    @sammy ich habe gezockt : Lufthansa. Natürlich ist die gleich weiter abgerutscht.  Bei 18€ verkaufe ich sie wieder. Oder meine Erben.

    @Bruno wir sind in der Geisterbahn.
    Um jede Ecke eine neue politische Figur,
    die etwas fordert. Wenn der Impfstoff da ist , ist die App da, aber dann will sie keiner mehr.

  78. Avatarsammy

    @Nico Schlaumeier
    Ich wette du wirst es nicht schaffen über 20 Jahre die Marktrendite zu schlagen. Zumal du ein vielfach höheres Risiko eingehst. Zieh mal alle Kosten, Inflation und Zeitaufwand (Opportunitätskosten) von deiner Rendite ab.

  79. AvatarNico Meier

    @sammy
    Und wenn dir die Argumente ausgehen wirst du beleidigend das kennen wir ja schon.

  80. Avatarsammy

    @Thorsten
    Viel Glück die Lufthansa wird jetzt verstaatlicht und die Anteile verwässert. Von 18€ kannst da nur träumen siehe Commerzbank.

  81. AvatarSparta

    Soweit ich es mitbekommen habe, sind google und apple bzgl. Datenschutz das Problem bei der App.
    Erpressen lassen will man sich nicht.
    Bzgl. Datenschutz haben wir auch höhere Anforderungen als China.

  82. AvatarAndreas

    @Sparta
    Warum sind Google und Apple das Problem? Beide wollen eine dezentrale Speicherung der Daten nur auf dem Handy, nicht zentral. Zentrale wollte es erst die Politik, die nun auch auf dezentral umschwenkt.

  83. AvatarKay

    Ich sehe es ähnlich wie der Autor dieses Artikels, dass die besten Renditen wohl im Grundatz vor allem mit einer Buy and Hold Strategie zu erreichen sind. Dies liegt vor allem an der hohen Steuerlast. Mache ich zB 100% Gewinn und verkaufe, muss ich 25% davon in Form von Steuern abführen. Dieses Geld ist dann weg, sodass der Zinseszinseffekt hier verpufft. Das kann sich auf 10 bis 20 Jahre gerechnet ganz schön aufsummieren. 
    Warren Buffett hat schon damals richtig gesagt, dass man nicht überdurchschnittlich intelligent sein muss, um gut zu investieren. Ich persönlich glaube, dass ein erfolgreicher Investor sich vor allem in einem entscheidenden Punkt von der breiten Masse absetzt: dem richtigen Mind Set, d.h die Fähigkeit, seine Emotionen unter Kontrolle zu behalten. Wer das hinkriegt, hat bereits den Grundstein dafür gelegt, den nächsten 10- oder 50-Bagger im Depot zu haben. 
    Hat man das richtige Mind Set, braucht man lediglich noch eine gute Anlage-Strategie, die an die persönlichen Lebensumstände angepasst ist. Ich zB bin wohl deutlich jünger als der durchschnittliche Investor. Dementsprechend ist meine langfristige Strategie vor allem auf maximales Wachstum ausgerichtet.
    Meiner Meinung nach, verwechseln viele Anleger Risiko mit Volatilität. Ich lese hier (und in diversen Foren) immer wieder von Risikobereitschaft und Chance-Risiko-Verhältnis. Aber was heißt das denn genau? Ist eine Aktie hoch risikoreich, die das Potenzial hat um 80 Prozent abzustürzen? Ich denke nicht (solange sie nach X Jahren deutlich höher steht als ursprünglich) Leider beschäftigen sich die meisten Leute lieber mit dem Aktienkurs als mit dem eigentlichen Unternehmen. Das ist sehr schade, denn darunter leidet langfristig die Rendite. Auch wenn ich eine gänzlich aggressivere Anlage-Strategie verfolge als Buffet (Dividenden sind mir zB völlig), so denke ich, dass viele seiner Grundgedanken richtig sind. Umgemünzt und richtig umgedeutet bzw. angepasst an die heutige Zeit des Technologiezeitalters, sind seine Ideen heutzutage immer noch Gold wert und können dazu beitragen, ein Vermögen aufzubauen.
     
     

  84. AvatarLivermore

    @ Thorsten,
     
    Europa seit Wochen : “wir brauchen eine App, aber der Datenschutz, bla bla”. Wenn Datenschutz wichtiger ist als Gesundheit und Ökonomie, dann scheint Asien längst einen Schritt vor uns zu sein.
     
    Die App ist der feuchte Traum eines jeden Untertanen. Und Deine Dialektik, dass Datenschutz auf Kosten der Wirtschaft und Gesundheit geht, muss nicht kommentiert werden.

  85. AvatarThorsten

    @Livermore Niemand wird gezwungen  hier etwas kommentieren 😉
    @sammy ja ,
    Lufthansa könnte ein *rschkartenzock sein. Ich habe nur Spielgeld eingesetzt. So wenig , dass die Position durch irgendeine Dividende abgedeckt ist. Ich vergaß : da habe ich auch die *rschkarte 😉

  86. AvatarBruno

    @Livermore 
    Etwas komisch wenn man Google, Apple und Microsoft voll vertraut, dem Staat aber völlig misstraut in dieser Frage. Google weiss heute deutlich mehr als die App je wissen wird. Darüber regt sich kaum jemand auf. Es ist lediglich ein modernes Hilfsmittel. Es kommt keine Stasi um die Ecke die danach in Quarantäne wegschliesst. 
    Wir hatten ja glück mit diesem Virus, dass primär “nur” vorerkrankte ältere Personen betroffen sind. Man stelle sich mal einen andern Virus vor, wo es für alle um Leben und Tod geht. Ob dann auch noch die Diskussion “Datenschutz” vor Leben gilt… 
    Man kann so eine App installieren, wenn das Problem gelöst ist, deinstallieren, fertig. Auch kann man niemanden zwingen, sein Handy eingeschaltet dabei zu haben. 
    Dieselbe Diskussion gibt und gab es auch mit elektronischer Zahlung, ich bin froh muss ich in der aktuellen Situation nicht mit Bargeld bezahlen. Natürlich hinterlasse ich Spuren, aber damit kann ich leben. Und nein ich bin nicht gegen die Abschaffung des Bargeldes, nicht weil ich es selber noch im Einsatz habe, aber es ist ein Schutz gegen Missbrauch. 

  87. AvatarSparta

    @Andreas

    Ich habe es nur von Kretschmer und Lauterbach gehört, dass Apple & Google sich erstmal quer gestellt haben sollen…

    Verifizieren kann ich es also nicht, aber die 2 kommen relativ integer rüber. Auch wenn Livermore jetzt Herzrasen bekommt. 
     

  88. AvatarRüdiger

    Die App ist der feuchte Traum eines jeden Untertanen
     
    Wenn das dein feuchter Traum ist, wer wollte dir widersprechen  😉
     

  89. AvatarDaniel

     Warum sollte man top Qualitätswerte verkaufen, wenn sie einen regelmäßig steigenden Ertrag in Form von Dividenden generieren? Wenn man einen ten-bagger oder ähnliches erwischt ist das natürlich super, aber will ich mich von den Anteilen dieses Unternehmens dann trennen, um den Buchgewinn auch zu realisieren? – Eher nein. Kommt natürlich auf die Strategie an, unter deren Voraussetzungen man das Unternehmen gekauft hat. Bei einer Value-Strategie oder Wachstumsstrategie kann der Verkauf Sinn machen, bei einer Dividendenstrategie ist die Abwägung schon schwieriger. Und so lange das Geschäftsmodell intakt ist und die Dividenden verlässlich sind, bleibt das Unternehmen im Portfolio.Viele Grüße nach NYC
    naja, sagen wir meine Mutter hätte jetzt vor 25 Jahren Coca Cola gekauft und damit satte Kursgewinne eingefahren + natürlich auch steigende Dividenden. Sie geht jetzt in Rente und kalkuliert mal grob übern Daumen 15 Jahre Rentenphase ein. Warum sollte sie also nicht aus den vollen schöpfen und die Anteile sukzessive Verkaufen. Warum immer nur im vergleich zu den Verkäufen kleinen Dividenden mitnehmen statt sich dann im Alter was zu gönnen? Der Abverkauf meines Depots gehört für mich in der Auszahlungsphase genauso dazu wie der Kauf von Aktien in der Einzahlphase. Warum das hier einigen immer unbehagen bereitet ist mir ein Rätsel. Ich habe doch nichts davon das Zeug mit ins Grab zu nehmen. Und ich lebe ja nicht für Andere die sich dann an meinem Depot so erfreuen könnten. Sicherlich kann man wenn man Kinder hat nach was vererben, aber schon allein die Sekundärfaktoren deuten schon eher darauf hin dass die Kinder es besser haben als der Rest. Arme Familien haben wohl eher kein Depot. Finanzbildung ist auch letzten Endes wichtiger als eine mittelgroße Erbschaft, denn das Kind hat mit entsprechender Bildung ja auch alle Zeit der Welt sich ein eigenes gutes Depot zu bauen.
     
    Europa seit Wochen : “wir brauchen eine App, aber der Datenschutz, bla bla”. Wenn Datenschutz wichtiger ist als Gesundheit und Ökonomie, dann scheint Asien längst einen Schritt vor uns zu sein.Wir brauchen ein App, zum x-ten Mal
    das kann man schon unter Framing kategorisieren, denn du unterstellst eine Kausalität die nirgends bewiesen ist. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen einer App und den Vorteilen im Bereich Gesundheit und Ökonomie. Zu jedem Beweis wird es ein Land geben das es lockerer macht und ebenfalls damit Erfolg haben wird.
    Ich bin absolut froh das ein Restbestand an Datenschutz hierzulande vorhanden ist und ich werde diese App definitiv nicht nutzen oder installieren. Ich weiss nicht was mir derzeit mehr Angst macht. Das Virus oder die Tatsache dass sich Stimmen mehren die China als eine Art Vorbild sehen.

  90. AvatarThorsten

    @Daniel Jeder, der jetzt finanzielle Probleme
    bekommt würde wohl in einer Umfrage mit Ja stimmen, wenn durch solch eine App der Umsatz oder der Arbeitsplatz gerettet oder gesteigert werden könnte. Der Datenschutz könnte ja per Schalter temporär verletzt werden. Es zwingt einen ja keiner zur App oder Bluetooth einzuschalten oder das Handy immer dabei zu haben. Ich denke in Europa würde es bloß die Suche nach Kontaktpersonen beschleunigen und damit Kosten und Leben sparen. Diese Ängste vor verringertem Datenschutz
    sind fast schon so hysterisch wie das Jagen eines
    fiktiven CO2-Monsters .

    40% der Aprilmieten wurden übrigens
    nicht überwiesen. Wer hat Konsumkredite, wer lebt in einer zu großen Wohnung, wer hat nicht gespart, ist jedes Jahr teuer in Urlaub gefahren,
    und wer kann tatsächlich nichts zurücklegen wenn Fluppen, Alkohol und sinnlose Abos abgeschaltet werden ?

  91. AvatarBruno

    @Thorsten genau so ist es, man könnte durch eine App mit höher Wahrscheinlichkeit eine 2. Welle, die vermutlich kommen wird (ich weiss es nicht niemand weiss es aber die Wahrscheinlichkeit ist halt einfach gegeben), viel besser kontrollieren, ohne dass es erneut einen Lockout oder Shutdown braucht, was verheerend wäre für die Wirtschaft. Wenn es dann im Herbst wieder heissen würde wir müssen alles runterfahren dann gute Nacht Weltwirtschaft.
    Gibt eben viele die sind einfach aus Prinzip gegen alles, ich kenne auch solche Leute, die sagen NIE werde ich eine Maske tragen, wir haben ja keine Fasnacht oder ähnliche dämliche Aussagen. Wenn in einem Laden alle Masken tragen, dann würde es den Schutz schon um 95% erhöhen, 100% Sicherheit gibt es nicht. Sind dieselben Leute die vor ein paar Jahren gesagt haben, sie werden nie einen Velohelm oder Helm auf der Skipiste tragen…. 
    Diese App oder Masken kosten NIX gegen all die Schäden die jetzt entstehen oder schon entstanden sind.
    Man muss ja nicht auf China schauen, Südkorea, Singapur etc. sind Beispiele. 

  92. AvatarAndreas

    @Bruno
    Wer sagt denn, dass Masken im Supermarkt den Schutz um 95 Prozent erhöhen? Genau so ist es ja nicht, gerade bei selbstgebastelten Masken aus Stoff. Es signalisiert er falsche Sicherheit, erst Recht, wenn die Masken falsch genutzt werden. Menschen meinen dann, man muss sich nicht mehr aus dem Weg gehen usw. Und wenn jemand, bevor er in den Laden gegangen ist, noch in die Hand gehustet hat, dann etwas anfasst und du danach da hingreifst und nach dem Verlassen des Ladens ins Gesicht greifst, was ist dann? 
    Man kann die Maskenpflicht einführen, völlig ok, aber es ist kein Wundermittel. Und auch die App wird kein Wundermittel weil sie nicht alle nutzen werden, Menschen teilweise noch gar kein Smartphone haben, das Smartphone nicht immer dabei haben und und und… 

  93. AvatarBruno

    @Andreas 
    Mit Masken meine ich schon richtige Masken und Instruktion, wie man sie benutzt, keine selbstgehäkelten Masken oder Handschuhe 😉
    Das mit der falschen Sicherheit kann man so sehen, aber viele denken jetzt auch wieder, dass alles gut ist. Verhalten sich bereits wieder wie vor Corona. Ich beobachte das täglich, die Abstände werden oft nicht mehr eingehalten. Masken würden auch daran erinnern, dass noch nicht alles gut ist. 
    Und die Aussagen der Politik dass Masken nix nützen, ist einfach peinlich. Dann sollte man in den Spitälern auch mitteilen, dass es zukünftig keine Masken mehr braucht, wenn sie ja nix bringen. Die Asiaten sind alle dumm und tragen Masken nur weil sie es so cool finden 😉

    Bei Handschuhen ähnlich, ich denke nicht dass diese künstliche Sicherheit bringen, im Gegenteil, sie erinnern einen ständig, dass man aufpassen muss. Man greift sich mit Handschuhen sicher weniger ins Gesicht als ohne.

    Und wer hat denn heute kein Smartphone? Diese 0.x% sind vernachlässigbar, ist wie mit der Herdenimmunität. 
    Und wenn das eine oder andere nix bringt, dann hat man wenig verloren. Die ganze Wirtschaft runterzufahren über Monate, das bringt vielleicht was, aber der Kollateralschaden ist auf lange Dauer halt unglaublich gross.

    Deine Argumente sind die Argumente von verwirrten Politikern. Experten, Virologen oder Ärzte sind mehrheitlich anderer Meinung. Auch da gibt es Abweichler, wie immer, oft dann auch von der Politik unter Druck gesetzt, die entsprechende Meinung zu äussern. Teilweise bei Pressekonferenzen sehr peinliche Verhaltensweisen.

  94. AvatarChris1

    @Daniel:
    Nehmen wir mal um es groß zi machen 20.000 Coke Aktien  mit Kurs 40 euro = 800k Wert.
    Verkaufen wir die 800 k mit sagen wir 500k Gewinn wären das 125.000 an Steuern  = Restsumme: 675.000 Euro
    Nehmen wir an 30.000 pro Jahr an Verbrauch dann reicht das 22,5 Jahre 
    Bei 20k Verbrauch: 33,75 Jahre
    Die 20.000 Aktien x 0,41 USD = 8.200 USD abzgl 15%quellensteuer 1.230 = 6.970
    Kurs 1,12 = 6.223 Euro -10% = 622 
    = 6.000 was 24k im Jahr wären.
    Jetzt muss man sich überlegen, ob man einmal alles abziehen will und hofft, dass es so lange reicht wie man vermutet zu leben (Unsicherheit)
    Oder man setzt auf Dividenden mit Steigerungen (Unsicherheit) und hofft sehr lange zu leben.
    Das muss echt jeder selbst wissen, vielleicht von beidem etwas?
     

  95. AvatarNico Meier

    Die Masken sind eine Farce. Die Maske muss alle zwei Stunden gewechselt werden. Ich habe zwei verschiedene Masken jeweils eine Stunde getragen zum Test es juckt übel unter der Maske und die Brille beschlägt. Wer unter der Maske kratzt oder sich an die Maske fast kann das Tragen der Maske auch gleich seinlassen weil sie so nichts bringt. 

  96. AvatarRüdiger

    @Masken:
    Ich weiß, dass der Schutz nicht 100%ig ist. Aber er ist größer als 0%, also ohne Maske. Ich trage schon länger beim Einkauf eine Maske. Abstände halte ich selbstverständlich ein – schon in eigenem Interesse – und wenn nach dem Einkauf der Einkaufswagen zurück gestellt ist, desinfiziere ich mir erst mal die Hände. Desinfektionsmittel für die Hände habe ich immer dabei.
     
    Im Betrieb hängt auch “an jeder Ecke” eine Desinfektions-Station. Immer wenn ich raus aus dem Büro muss, werden auf dem Rückweg die Hände gewaschen und desinfiziert.
     
    Es liegt an jedem selbst, die Sache ernst zu nehmen. Mit oder ohne App  😉
     

  97. AvatarBruno

    @Nico
    2 Stunden? Ich meinte ja nicht 7x24h 😉 In Läden, wo es enger ist, also der Einkauf. Der geht wohl im Schnitt 10-15 Minuten und danach wird die Maske entsorgt. 
    Man gewöhnt sich daran, meine Frau trägt 10 Stunden täglich Masken und Handschuhe, und das seit Jahren, es ist kein Problem. 
    Maske ist aber auch nicht Maske, es gibt grosse Unterschiede in Qualität und Nutzen. 
    Masken schützen primär andere, der Schutz erhöht sich stark, wenn alle eine tragen. Und gleichzeitig natürlich Handhygiene, Abstand etc. einhalten. Es ist einfach nur ein weiteres Hilfsmittel.
    Ich finde nur witzig, wenn Politiker sagen, Masken nützen nix, es sei nicht nachgewiesen, aber dann müssen Coiffeure Masken tragen. Im Spital trägt man seit Jahren Masken. Beim Zahnarzt trägt man auch Masken. Alles nur Farce…

    Auf der andern Seite muss ich auch schmunzeln, wenn ich Leute sehe, alleine mit dem Hund spazieren und eine Maske tragen, oder Autofahrer alleine mit Maske, oder Velofahrer…

  98. AvatarAndreas

    @Bruno
    Keine Sorge, ich bin kein verwirrter Politiker und habe auch nicht deren Argumente; ) Wenn du richtige Masken meinst, musst du das dazuschreiben. Denn die Maskenpflicht bezieht sich eben genau auf die, die ich beschrieben habe, sogar ein Schal ist erlaubt. Und von den richtigen Masken, FFP2, FFP3 sind eben nicht mal ansatzweise genug da, um diese allen Bürgern beim Einkaufen und im ÖPNV oder sonst wo zu geben. Also wie sollte man das umsetzen?
    Und noch mal, ich bin nicht gegen die Maskenpflicht. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass die jetzige, beschlossene Form die Sicherheit bestimmt nicht um 95 Prozent erhöht 😉

    Möglicherweise versteht so der ein oder andere, dass die Situation noch ernst ist. Aber man sieht und spürt es zunehmend, dass die Menschen nachlässiger werden. Und das liegt auch ganz klar an der Kommunikation der Politik, siehe letzter Absatz.
     
    Und auch beim zweiten Teil deiner Antwort bringt es nichts, nur den Aspekt rauszugreifen mit dem Anteil der Smartphonebesitzer 😉 Laut Statistiken haben etwa 80 Prozent der Menschen in Deutschland ein Smartphone, ergo 20 Prozent oder rund 16 Mio. Menschen nicht. 
    Und dann kommt noch unter den Smartphone-Besitzern der Teil dazu, der die App nicht freiwillig nutzt, schwups sind wir bei 20 bis 25 Menschen. Dann haben eben manche das Smartphone nicht immer dabei, schon werden Kontakte nicht erfasst etc. Also auch das ist kein Wundermittel.
     
    In Summe fehlt mir derzeit die Strategie in der Politik. Will man zurück zum Containment, dann hätte man gar nicht lockern dürfen. Dann lieber noch 2-4 Wochen durchziehen und dann möglichst viel Normalität und Wirtschaftsleben ermöglichen. Dann könnte man das den Menschen sagen, dann wäre ein klares Ziel vor Augen.

    Monatelanges Rumwurschteln wie jetzt ist fatal, für die Gesellschaft, die Menschen und natürlich die Wirtschaft. So kann es nicht weiterlaufen. Und wenn man meint, es so handhaben zu müssen, dann müsste man im engeren privaten Kreis zumindest mehr Eigenverantwortung ermöglichen, um Eltern, enge Freunde besuchen zu können, die nicht in der Nähe wohnen. Gerade bei Menschen, die einem wichtig sind, wäre man doch ohnehin vorsichtig.
    Wäre das das Ziel, dieses Niveau wie jetzt etwa zu halten, müsste man das seitens der Politik auch ganz klar sagen und begründen und eben erklären, warum manches geht und warum anderes nicht. Warum sollte die Bundesliga spielen, wenn Eltern ihre Kinder nicht im Park besuchen dürfen? Warum darf man nicht Tennis spielen, wenn Fußball erlaubt ist?

  99. AvatarBruno

    @Andreas
    Bei uns in der Schweiz gibt es keine Maskenpflicht, ich bezog meine Aussagen auch Politik darauf. Die billigen Hygienemasken nützen sicher auch was, aber natürlich weniger gut. “Selbstgestrickte” Lösungen sind ein Witz, gerade wenn diese dann noch mehrfach verwendet werden. 
    Wir waren eben nicht vorbereitet, das Beste wäre gewesen, so rasch wie nur möglich zu reagieren und sofort alles (bis auf das absolut Notwendigste) runterzufahren, bis der Virus “ausgerottet” ist. Der Schaden wäre deutlich kleiner gewesen. 
    Aber das ist in einem freien Staat halt nicht möglich, schon gar nicht wenn man nicht sehr gut darauf vorbereitet ist. Egal welche Massnahmen, ein Teil der Bevölkerung macht nicht mit. Aber wenn 70-80% mitmachen, hilft das doch, dass auch mit Öffnung es nicht zu einer schlimmen 2. Welle kommt. 
    Das sollte ja das primäre Ziel sein.

  100. AvatarAndreas

    @Bruno
    Ah ok, verstehe. Ja genau, insgesamt wäre es das Beste gewesen, komplett radikal herunterfahren, das Virus möglichst ausrotten. Das wäre in Summer der geringste Schaden auf allen Ebenen. 
    70-80 Prozent machen leider jetzt schon nicht mehr mit denke ich. Selbst sehe ich es in München und höre es von Freunden, Bekannten aus verschiedenen Ecken in Bayern, BaWü. Und die, die sich strikt daran halten, fühlen sich zunehmend als die “Dummen”, weil sie Kontakte meiden, Freunde, Kinder, Eltern nicht sehen, auch nicht mit Abstand und andere sich privat zu Hause treffen. Das wird in den nächsten Tagen und Wochen zu zunehmend Diskussionen, Streit und sinkender Akzeptanz der Maßnahmen führen. 

  101. KievKiev

    @ Sparta
    Ich benötige gar nicht die genauen Hintergründe. Sammy hat Tim’s Erfolg mit einem Casino oder Lotto Gewinn verglichen. Und das stimmt eben nicht. Tim und Claus haben beide über Jahre mit mehreren Positionen gute Renditen eingefahren. Das war kein Zufall oder Glück in einem speziellen Fall. Den Glückstreffer kann jeder bekommen, aber er ist selbstverständlich sehr unwahrscheinlich. Außerdem müsste er auch gehalten werden können.
    Eine andere Frage wäre, ob sie mit ETFs erfolgreicher gewesen wären. Dazu müsste man natürlich sämtliche Daten wissen. Ich vermute bei Tims Alter und der Tatsache, dass er schon länger finanziell frei ist, dass er eine Überrendite erzielt hat. Er ist auch kein Unternehmer und hat so vielleicht nicht extrem viel in kurzer Zeit verdient.. Es spielt auch keine Rolle, denn dieser Erfolg wird nicht auf alle Anleger in der Form übertragbar sein. 
    Es ist doch ganz einfach. Wenn man mindestens 1000 Privatinvestoren zufällig auswählt wird man in Summe auf die Marktrendite kommen. Vielleicht schneiden sie durch Gebühren auch etwas schlechter als der Index ab. Vielleicht ergeht es so auch dem Durchschnitt der ETF Anleger.
    Außerdem möchte nicht Jeder den Markt schlagen. Daniel hat auch gute Argumente geliefert, die ich mit ihm teile. Für mich wäre ein Depot über 300k ausreichend. Wenn ich diesen Stand wie auch immer schnell erreiche, so werde ich in den Folgejahren keine Überrendite anvisieren. Im Gegenteil, ich werde eher in Richtung Allwetterportfolio oder Drei Speichenregel wie Mark gehen. Damit erzielt man höchst wahrscheinlich eine Unterrendite. Allerdings ist diese sehr stabil. Und das ist in dieser Phase für mich entscheidend. Wenn nach 2-3 Jahren die Überschüsse überhand annehmen, kann ich auch frei ohne Regeln in Aktien investieren. Wenn ich in dieser Phase eine Überrendite anvisieren würde, so müsste ich unverhältnismäßige Risiken eingehen. Tim könnte auch 5-10 ETWs in New York finanzieren. Wenn die Strategie aufgeht würde er nach Sammys Definition über ausreichend FU Money verfügen. Das Risiko steht dem Gewinn allerdings in keinem Verhältnis gegenüber.
    @ Bruno
    Taleb hätte nichts gesetzt. Das Spiel ist offensichtlich manipuliert… Ich hätte in dem Beispiel bei einer Markterwartung für Kopf in knapp 100% auf Kopf gesetzt und mit dem potenziellen Gewinn Optionen auf Zahl gekauft. Vielleicht würde ich einen Faktor 1:10 erhalten, wenn niemand  mit Zahl rechnet. Es kommt natürlich auf die Gebühren usw. an. Ich kann das Buch jedem sehr empfehlen. Es wird sicher auch überzeugte ETF Investoren in ihrem Glauben bestärken. Ich leihe es mir die Tage selbst noch einmal aus. Das Buch kann man mehrmals lesen. Anton Krail 10 Secrets to success YouTube Video kann ich ebenfalls empfehlen. Die Prinzipien kann man von Zeit zu Zeit wiederholt ansehen. Hier kann man auch nach einem halben Jahr wieder Neues für sich entdecken…
     

  102. AvatarNico Meier

    Ich hab nie gesagt Masken würden nichts nützen. Aber sie nützen nur bei richtiger Benutzung! Der Bundestat sagt sie würden nichts nützen was wohl eine Schutzbehauptung ist weils zu wenig Masken gab am Anfang.

  103. AvatarThorsten

    Kann jemand den Medien bitte das Thema “Fußball und Corona” abdrehen ? Die Themen sind einzeln schon doof , aber in der Kombination unerträglich.
    Stadien abreißen , Wohnungen hinbauen !  :evil laughter:

  104. AvatarBruno

    @Kiev “Das Spiel ist offensichtlich manipuliert” eben das war auch meine Überlegung, die Wahrscheinlichkeit spricht extrem dafür. War ja auch mein Fachgebiet ich habe habe mein Mathe-Studium damals mit stochastischen Prozessen abgeschlossen, brauche ich zwar in der Praxis kaum ist aber auch eine Art Denkschule.
    Ich habe die 2 älteren Bücher von Taleb auch gelesen, das Neuste steht noch an 🙂
     

  105. KievKiev

    @ Sparta
    Das habe ich noch vergessen:
    Anton Krail nennt einen Punkt: Build your own Infrastructure. Im Kern geht es um etwas anderes, aber für mich ist es auf den Aktienmarkt bezogen ein bunter Strauß von Infrastruktur Unternehmen. Ich fühle mich mit Maut, Versicherungen, Energieversorger, Müll, Strassen und auch Friedhöfen besser aufgestellt als mit FANG. Auch wenn ich eine schlechtere Performance erzielen werde. Es ist eben meine. Mit der kann ich gelassen durch jede Krise gehen. ETFs gehören auch dazu.
    Er meint mit dem Punkt im übrigen, dass man innerhalb seines Kompetenzkreises alles aufbauen kann, was man haben möchte. Das passt auch zu Dobelli. Nicht weinen, maulen und (ein)fordern sondern einfach mal selber machen…
     

  106. AvatarBruno

    @Thorsten
    Man muss keine Stadien abreissen, um Wohnungen zu bauen, die Stadien wird man nächstes Jahr wieder brauchen 😉
    Es gibt da andere Flächen, wo man an guter Lage Wohnungen bauen kann in grosser Menge, z.B. unbenutzte Flughafenareale 😉

  107. AvatarBruno

    @Kiev
    Gut möglich, Value war die letzten 10 Jahre Growth unterlegen. Ich könnte mir vorstellen, dass es die nächsten 10 Jahre wieder umgekehrt wird. Das würde dann auch die relative Underperformance von Berkshire wieder in ein neues Licht führen. FAANG Aktien halte ich, aber ich baue sie nicht mehr aus aktuell. 

  108. AvatarThorsten

    @Bruno
    Tegel ? BER wird ja durchgewunken vom TÜV.
    Schon fast tragisch. Zuerst wird er nicht fertiggestellt, dann nicht mehr gebraucht.

  109. AvatarGini

    @Nico Meier
    > Was andere machen ist mir egal.
    > Ich werte mein Depot jährlich aus und
    > habe mehr Rendite als der MSCI World Index
    > für mich passt das so.
     
    Selbst wenn dem nicht so wäre, käme deiner schweizer’schen Auffassung und Mathematik nach dennoch eine Überrendite heraus.
     
    Völlig unmöglich, dass der Nico mal nicht besser ist als alle anderen. Undenkbar. 
     
    Das wars für mich.  Ich verabschiede mich nun auch vom passiven Mitlesen. Kann diesen Schwachsinn nicht mehr ertragen und überlesen ist nicht bei dem Generalangriff und Verunglimpfen von allem und jeden.
     
    Vielen Dank den anderen allen für die interessanten Lebensgeschichten, Ansichten und Überlegungen. Es hat mir viel Freude bereitet.

  110. AvatarSparta

    @Kiev

    Es war definitiv kein persönlicher Angriff auf Tim oder Claus!
    Zudem waren/sind beide erfolgreich und kommen zufrieden mit sich und dem Erreichten rüber! 

    Mir ging es zuerst nur um die Wahrscheinlichkeiten für einen 100-Bagger und dies kam von Tim etwas sehr vereinfachend rüber…

    Bzgl. einer Vergleichbarkeit fehlen Daten und Fakten. 

    Um Outperformance von Zufall vs. Können zu messen, gibt es sachlich, objektive Kriterien und dazu braucht man eine längere Datenreihe, vergleichbare Rechnungen und Kriterien.

    Dies muss niemand öffentlich machen, aber die zahlreichen Studien zu Privatanlegerdepots zeigen ein relativ wahrscheinliches Bild.

    Geschichten und Bilder bleiben einfach Aufmerksamkeitswirksamer als dröge Fakten, welche evtl. einem evtl. nicht in dem Kram passen…

    Ich schließe mich jetzt eine Weile Gini an.

    PS: Die 4 Skin’s vs. Sparta Geschichte lasse ich lieber vom Niveau.

  111. AvatarSlowroller

    Den Masken wird meiner Meinung nach viel zuviel “abverlangt”. Sie – auch die Selbstgenähten – machen einen tollen Job wenn sie temporär von vielen getragen werden: Sie fangen das Gros der Tröpfchen ab, die beim Reden, Niesen, Husten oder räuspern ausgestoßen werden. Und ja, die meisten nachverfolgbaren Infektionen wurden uber Tröpfchen übertragen. Somit kann überhaupt nicht die Rede davon sein man “könnte auf die Maske auch gleich verzichten wenn man sie anfasst”. Gerade in der Anfangszeit, als man die Infektionen noch alle nachvollziehen konnte, gab es wenig Indizien auf Schmierinfektionem, und selbst jetzt ist es schlicht unwahrscheinlich vom berühren seiner Maske über das Berühren eines Einkaufkorbes über das schieben dessen eine Infektion hervorzurufen. Klar ist es nicht ausgeschlossen, aber viel viel wahrscheinlicher ist eben das Hüsteln des Gegenüber.
    Ich bin für Vorsicht ohne Panik, für coole, bunte Stoffmasken und ein wenig Gelassenheit und Rücksicht. Die Meisten verhalten sich wirklich gut. Und ja, ich hätte den Lockdown auch eher noch 3 Wochen durchgehalten. Aber ich bin weder Experte noch Politiker.
     

  112. AvatarNico Meier

    Klar ist es nicht ausgeschlossen, aber viel viel wahrscheinlicher ist eben das Hüsteln des Gegenüber.
    Und bem Hüsteln des Gegenübers nützt nur die Maske des Gegenübers etwas, da es die Tröpfchen am austreten hindert, die eigene handeslübliche Maske hilft da nicht. Daher helfen Masken nur etwas wenn an gewissen Orten wie beim Einkaufen alle eine Maske tragen müssen. Und diese Maske vor Ort abgegebrn wird und nach max 2h Gebrauch entsorgt wird.
    Ich sehe Menschen die mit Einweghandschuhen einkaufen und nach dem Einkauf diese anbehalten und damit im Auto wegfahren das Desinfektionsmuttel nutzen sie aber nicht. 

  113. KievKiev

    @ Sparta
    Ich stimme Deinen Aussagen doch komplett zu. Eine Einzelperson würde ich noch nicht einmal mit dem Index vergleichen. Falls eine Einzelperson in der Hauptsache technische USA Unternehmen präferiert und seit 8 Jahren in der Hauptsache in FANG investiert, so hat diese vermutlich eine höhere Performance als der SPY erzielt. Vielleicht hat diese Person heute ausreichend Geld investiert und kauft mit neuen Geld Metalle usw. um sich abzusichern. Wenn jetzt genau diese Anlageklasse überdurchschnittlich abschneidet ist es doch auch Glück für den Anleger. Die gewählte Strategie passt allerdings zu der Lebenssituation dieser Person.
    Es ist wie bei den Infrastrukturwerten bei mir. FANG ist vielleicht am Ende des hohen Wachstums angekommen und vielleicht wird Value besser abschneiden. Jetzt kannst Du sagen, ich möchte ja doch eine Outperperformance erzielen. Entscheidend ist allerdings, dass ich mich mit diesen Aktien wohl fühle. Auch wenn es nicht so kommt. Mit meinen ETFs fühle ich mich ebenfalls wohl.
    Über 80% der Aktien in meinem Depot haben nicht das Potenzial für einen 10 Bagger oder mehr. Es ist natürlich theoretisch möglich, dass REE auf einmal ganz Europa vernetzt, oder alle Autobahnen in der EU von ATL betrieben werden. Aber die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering.

  114. AvatarNico Meier

    @Kiev
    Sich wohl zu fühlen mit seinen Werten im Depot halte ich für sehr wichtig weil “buy and hold” nur klappen kann wenn ich mich wirklich wohl fühle. Fühle ich mich mit einem Wert nicht oder besser nicht mehr wohl, so wird dieser verkauft.
    Bei mir trägt eine Diversifizierung über Branchen und Länder dazu mich wohler zu fühlen. Da jeder andere Bedürnisse und eine andere Lebenssituation hat ist Geldanlage etwas sehr individuelles.

  115. Avatarchaostrader

    Die Totenzahlen in den USA steigen – die Kurse auch

    Die Realwirtschaft ist im freien Fall – nur die US-Aktienmärkte streben munter aufwärts, selbst wenn gerade wieder Millionen Jobs verloren gehen. Sind die Investoren völlig verrückt geworden?
     Der Börsenindex hatte an diesem Tag die besten zwei Wochen seit über 80 Jahren abgeschlossen: mit einem Plus von 15 Prozent.
     
    Die Kurse erholen sich, während im wahren Leben – dem, was die Ökonomen Realwirtschaft nennen – eine Hiobsbotschaft die nächste jagt: 

    26 Millionen Amerikaner haben sich seit Beginn der Krise arbeitslos gemeldet. Damit hat Covid-19 innerhalb von vier Wochen den Jobzuwachs eines ganzen Jahrzehnts zunichtegemacht.

    Der Einzelhandelsumsatz ist im März um knapp neun Prozent abgestürzt – und droht, eine traditionsreiche Branche mit in den Abgrund zu reißen.

    Die US-Industrieproduktion ist abgestürzt auf den tiefsten Wert seit 74 Jahren. Das Wirtschaftsanalyse-Institut Oxford Economics erwartet, dass die Unternehmensgewinne im zweiten Quartal verglichen zum Vorjahr um 25 Prozent schrumpfen. Dutzende Konzerne haben angekündigt, dass Dividendenzahlungen und geplante Aktienrückkäufe ausfallen.

    Gemessen an den Gewinnerwartungen für das kommende Jahr seien die amerikanischen Aktien so teuer wie seit fast 20 Jahren nicht. Ein ähnliches Kurs-Gewinn-Verhältnis habe man zuletzt in den “verrückten Jahren” der Dotcom-Blase um die Jahrtausendwende gesehen.
    Viele Beobachter bezweifeln allerdings, dass die multiple Entzückung auf Dauer hält. Investorenlegende Paul Singer, dessen Gesellschaft Elliott Management ein Portfolio mit einem Volumen von 40 Milliarden Dollar hält, warnte seine Kunden, dass nach seinem “Bauchgefühl” die Talsohle nicht erreicht sei. Manche halten den Kursanstieg der vergangenen Wochen auch für einen “dead cat bounce”: Selbst tote Katzen springen noch mal hoch, wenn man sie nur aus ausreichend großer Höhe fallen lässt.  

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/corona-krise-die-totenzahlen-in-den-usa-steigen-die-kurse-auch-a-8f1aecaf-ea11-4772-a75c-bb7636a07301

  116. AvatarLivermore

    @ Thorsten,
     
    interessanter Artikel. Das zeigt vor allem, aus welchem Holz die Menschen damals geschnitzt waren. Man hat wegen ein paar Toten noch nicht die ganze Wirtschaft an die Wand gefahren. Und Meinungsfreiheit gab es auch. Die FDP durfte Arbeitnehmer noch als faul bezeichnen, was auf die Haelfte zutrifft.
     

  117. AvatarThomas

    @ Livemore, … die Haelfte der Arbeitnehmer sind faul! Bitte Beweise und Statistiken !!

  118. AvatarSlowroller

    @livermore
    Da gehört schon einiges dazu diesem Artikel etwas positives über die Zeit und das Verhalten abzugewinnen. 🙂 Selbst damals hatten offenbar nicht alle den Anstand vernünftig am Fließband am eigenen Blut zu ersticken sondern blieben lieber zu Hause. Soviel mehr Holz war damals also auch nicht.

  119. AvatarThorsten

    Es befürchten ja manche eine zweite Abwärtswelle. Diese wird , wenn sie kommt, durch schlechte Zahlen getrieben, durch schlechte Nachrichten, einbrechende Umsätze.
    https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/corona-folgen-adidas-aktie-knickt-vorboerslich-ein-adidas-mit-drastischem-gewinneinbruch-im-ersten-quartal-8788859
    Möglich ist auch , dass solche Zahlen in den Kursen drin sind, die Börse macht was sie will. Eher wird noch Mal ein Tiefpunkt getestet von den Indizes, um dann stark (?) anzuziehen. Einzelaktien können sich vollkommen anders verhalten, weil Corona sich branchenspezifisch anders auswirkt.
    Bäckereiketten gehen pleite, DatBackhus hat gerade Insolvenz angemeldet. Sie leben nicht vom Brotverkauf , sondern von den Leuten, die sich im Vorbeigehen Kaffee und Mittags belegte Brötchen und Kaffeestückchen kaufen. Fabrikware zu teuren Preisen. Teure Mieten an jetzt verwaisten Stellen. Das trifft auch Starbucks, McDonalds, alles was in den Innenstädten von “to go” lebt. Gewinner sind Bringdienste für Essen. Die Aktie DeliveryHero steigt, 25% der Angestellten machen HomeOffice, nicht alle können kochen, die Kochkompetenz sinkt seit Jahren heißt es im Radio. Scheitern beim Zubereiten einer Kartoffel, leider kein Witz. Die Müllmengen steigen klagt die Stadtreinigung. Kein Wunder, sonst fiel der Müll in den Kantinen an. Außerdem wird ausgemistet und entsorgt.
    Die Drogeriekette nebenan hat den Onlinehandel verpennt, DM und Rossmann haben das Geschäft gemacht und vermutlich Kunden abgejagt. Die Lieferung ist kostenfrei, die Ware kommt direkt vor die Haustür. Warum noch Schleppen und mit Maske macht es im Laden kein Spaß.
     

  120. Avatarsammy

    Die meisten gehen davon aus dass es das noch nicht gewesen sein kann. Darum bezweifle ich dass es nochmal stark abwärts gehen wird. Zu viele wollen tiefe Kurse sehen. Also kommen diese nicht. Klingt blöd aber so ist die Börse sie lehrt Demut.

  121. AvatarMichi

    Tim hat doch die Carnival-Aktie gekauft. 
    Wer Lust und ausreichend Spielgeld hat, könnte doch jetzt ein kleines Zockerdepot mit z.B. EUR 5000,- mit 5 sehr tief gefallenen Aktien zu je EUR 1000,- anlegen und diese 10 Jahre schlummern lassen. Ein oder 2 gehen vielleicht Pleite, 1-2 gehen vielleicht durch die Decke 😉
    Was würde euch da einfallen, was nach der Krise wieder auf Ausgangsniveau steigen KÖNNTE? Carnival, Boeing, Marriot-/Hilton, Southwest-/Delta Airlines z.B. 
     

  122. PeterPeter

    @Thorsten
    Da sieht man wieder mal, dass außerbörslich nur bedingt aussagekraft hat.
    Auf Xetra ist Adidas 4% im Plus.

  123. AvatarRüdiger

    Ob es eine gute Idee ist die am höchsten abgestraften Unternehmen zu kaufen ist eine andere Frage.
     
    Am Ende des Tages könnte es sich als riesige Dummheit erweisen. Geht die Spekulation gut, kann ich allerdings in diversen Finanzblogs mit meiner Weitsicht und meinem Mut prahlen  😉
     

  124. AvatarSebastian

    Dieses Maskenthema in der BRD zeigt mir mal wieder eins: Ich wäre lieber Schweizer. Da sind die Menschen scheinbar wesentlich schlauer und deutlich eigenverantwortlicher und rennen nicht wie die letzten Trottel mit irgendwelchen selbstgenähten Baumwollfetzen im Gesicht rum von denen Sie denken sie würden sie auch nur vor überhaupt irgendwas schützen.
     
    Ich bräuchte als Pendler am Tag 4 Stück von Dingern wenn ich die Vorgaben zur Handhabung beachten würde. Lächerlicher Zirkus.
     
    Ich freu mich ja schon, wenn die ganzen “Lockdown JETZT!!!”-Schreier realisieren, dass Sie vor den Trümmern ihrer wirtschaftlichen Existenzen stehen, die maximal belastete 500T€ Bude unter den Hammer kommt, sich die Frage nach dem neuen Leasing-Passat nicht mehr stellt und man sich Urlaub maximal noch im Katalog ansehen kann.

  125. AvatarWolke

    @Sebastian
    …die maximal belastete 500T€ Bude unter den Hammer kommt, sich die Frage nach dem neuen Leasing-Passat nicht mehr stellt und man sich Urlaub maximal noch im Katalog ansehen kann…
     
    Das Angeberleben auf Pump hat ein Ende. „Corona“ steht auf dem steilen und steinigen Weg, den wir jetzt gehen müssen. Bis zur FF wird‘s etwas länger dauern.

  126. AvatarSkywalker

    Ich bin sehr froh, dass die Maskenpflicht da ist. Es ist einleuchtend und es gibt eindueitge Hinweise, dass die Maskenpflicht sinnvoll ist. Jena, Rostock, Asien etc. sprechen für sich. 
     
    Dass es egoistische Individualtisten gibt, die meinen sie wissen alles besser war schon immer so. Das gleiche gilt beim Tempolimit (“Ich habe ein recht auf 200 km/h, das ist meine freiheit, etc”). 
     
    “Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt.” Die Freiheits-Rufer sehen oft nur die eigene Freiheit leider. 
     

  127. AvatarGainde

    @ Sammy
    Gute Analyse. Denke auch dass wir keine tieferen Kurse sehen werden, ausser es wird eine Finanzkrise.

  128. AvatarThorsten

    @skywalker man könnte ja 200 km/h fahren wenn die Autobahn frei ist. Die generelle Beschränkung
    auf 130 km/h kommt  einer Ampel gleich , die dumpf schaltet , obwohl keiner an der Kreuzung steht. Mit Messstationen könnte man die Geschwindigkeit generell dynamisch schalten und über der Fahrbahn anzeigen, da kann es dann auch
    mal auf 100 oder 80 runtergehen, um Stau zu vermeiden. Das gibt es ja schon heute auf einigen Autobahnabschnitten.

  129. AvatarThorsten

    @Gainde wenn alle denken, dass es nicht mehr tiefer geht , weil alle denken , dass es tiefer geht , dann fällt es erst recht runter. Man kann sich jedes Ergebnis zurechtlegen.

  130. AvatarNico Meier

    @sammy
    Ich bin hier gleicher Meinung wie du. Die Tiefstkurse ende März wurden durch Worstcasescenarien ausgelöst die sich nicht bewahrheitet haben.
    Nun gehts darum die übertriebenen Massnahmen zu lockern um der Wirtschaft nich noch weiter unnötig zu schaden!

  131. AvatarDanielKA

    @ Sebastian: wenn jeder in die Maske hustet (ob jetzt Heuschnupfen oder Corona asympotisch) sind alle etwas besser geschützt. Gibt schonmal deutlich kleinere Aerosolwolken.
    Wieso nicht schon früher, dann könnte man die Wirtschaft auch schneller hochfahren -> zusammen mit Abstandshaltung und HomeOffice und den anderen Hygienemaßnahmen.
    Wie lange es bei uns in der Firma gedauert hat, bis Türklinken etc von den Reinigungskräften desinfiziert werden. man sieht es geht doch ganz einfach, wenn man nur will.

  132. AvatarThorsten

    Hier wieder ein Artikel mit “Immobilie schlechter als Aktie”. Als Argument wird angeführt, dass man eine Zeit lang keinen Mieter haben könnte , und das würde die Rendite schmälern. Typisch für diese Artikel ist die Annahme von Bedingungen oder Weglassen von Informationen, um den Leser in die Assetklasse oder Einzelanlage zu treiben. Manchmal wird man in Gold gedrängt, manchmal sonstwohin.

    Hier ist sind es gleich mehrere Dinge , die dem Anleger hochprozentige Dividendenaktien schmackhaft machen sollen : 1. Eine Mieterpause ist im Mietpreis einkalkuliert oder sollte es sein. Man kann dann auch upgraden, das geht schlecht wenn jemand drin wohnt oder ist deutlich teurer wegen der zu bewegenden Möbel. 2. Die Miete kann beim Mieterwechsel 15% erhöht werden 3. Aktien können Dividenden aussetzen 4. Buchwerte von Aktien können unerwartet fallen 5. Die Anschaffungskosten der vermieteten Wohnung können über 40 Jahre abgeschrieben werden 6. Ein Immobilienverkauf ist nach 10 Jahren steuerfrei 7. Der Verkauf von Aktien ist unabhängig von der Haltedauer mit Abgeltungssteuer belastet.
    https://m.onvista.de/news/immobilien-vermieten-oder-dividendenwerte-mit-hoher-rendite-was-ist-das-beste-um-passives-einkommen-zu-generieren-353371095
    Es macht keinen Sinn Assets gegeneinander auszuspielen. Am besten hat man von allen Assets etwas, weil niemand die Wertentwicklung und steuerliche Handhabung in der Zukunft kennt.

  133. AvatarBruno

    “Die meisten gehen davon aus dass es das noch nicht gewesen sein kann”
    In der breiten Masse sieht es anders aus, da wurden viele jetzt gierig und kaufen, wo sonst nie etwas kaufen. Plötzlich interessiert sich die Putzfrau für Aktien oder den Ölpreis und will kaufen.
    Das spricht m.E. wieder eher für das Gegenteil.
    Wir werden es ja sehen dann 🙂

  134. AvatarRüdiger

    Die Handlungen der wichtigen Akteure (Wirtschaft, Regierungen, Notenbanken) machen die Aktienkurse, nicht die Gier oder Ängste der Kleinanleger.
     

  135. AvatarBruno

    @Rüdiger
    Ja aber es ist ein Kontraindikator, die Masse der Kleinanleger insbesondere jene die sonst nie am Markt sind liegt in der Regel falsch. 
    Keine Regel ohne Ausnahme 😉

  136. AvatarRüdiger

    @Bruno: Kontraindikator
     
    Da kann ich dir auch wieder mal nicht widersprechen  😉
     

  137. AvatarDanielKA

    @ Bruno: Den schweizerischen Putzfrauen muss es ja gut gehen 😉 Habe noch nie von einer Putzfrau gehört, die sich für Aktien interessiert, i.d.Regel hatten die immer andere Sorgen.

  138. AvatarBruno

    @DanielKA Putzfrau wird hier als Synonym für die breite Masse gesehen, oder auch Taxifahrer, wenn diese sich für Aktien interessiert. Siehe z.B. Google Statistik oder wenn die Boulevardblätter Tipps geben. Bei Aktien ist es noch nicht so ausgeprägt aber bei Öl war es extrem. Alle wollten Öl kaufen, was nicht so einfach bis fast unmöglich ist für einen Retailinvestor.
    Unserer Putzfrau geht es sehr gut, sie bekommt 35.-  / Stunde und ihr Mann hat einen guten Job.  Der Durchschnittslohn ist bei ca. 25.- / Stunde.

  139. AvatarNico Meier

    @ Bruno
    Bei 35.- pro Stunde hast du aber auch mit AHV Abrechnung nichts zu tun oder?
    Die Stundensätze bei Putzfrauen sind regional sehr unterschiedlich. Gerade in den grossen Städten wie Zürich und Bern verdienen auch die Putzfrauen besser.
    In Genf und Basel sind die Löhne tiefer aufgrund der Grenzgänger die die Löhne auch in diesem Bereich drücken habe ich gelesen.

  140. AvatarBruno

    @Nico
    Doch sie wird über die Firma abgerechnet (das ist brutto), privat haben wir keine Putzfrau. Eine gute und zuverlässige Putzfrau zu finden ist nicht immer einfach, und so fällt das wirklich nicht ins Gewicht. Sie denkt auch mit, räumt Sachen selbständig weg etc. das ist viel Wert.
    Man würde auch jemanden finden für 25.- hier, aber das lohnt sich wenn man keinen Ärger hat und auch das Vertrauen vorhanden ist. 

  141. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Ach so ok. Ist ja seit ein par Jahren ein grosses Thema Privathaushalte mit einer Putzfrau gab ja hier vor einigen Jahren Vereinfachungen bei der Anstellung. Früher gabs Bargeld auf die Hand wie bei mir als ich als Schüler in der Nachbarschaft Rasen gemäht habe.

  142. AvatarBruno

    @Nico
    Bargeld auf die Hand würden heute noch viele wollen (und wird wohl auch noch gemacht), so haben sie kurzfristig mehr Geld in der Hand. Aber später dann keine Rente und wenn ein Unfall passiert hat man das Debakel. Abgesehen davon dass es illegal ist. Das Problem besteht ja nicht nur bei Putzfrauen, ich denke der Anteil Schwarzarbeit ist grösser als man meint. Handwerker die sich abends oder am Wochenende etwas dazuverdienen, Hauswarte, Pflege, Kinderhüten etc. 
    Ja das vereinfachte Verfahren ist besser, es ginge aber sicher noch einfacher. Viele bleiben bei “schwarz” nicht primär weil sie sie sparen wollen sondern weil sie die ganze Admin nervt oder sie überfordert sind. 
     

  143. AvatarDaniel

    Gibt eben viele die sind einfach aus Prinzip gegen alles, ich kenne auch solche Leute, die sagen NIE werde ich eine Maske tragen, wir haben ja keine Fasnacht oder ähnliche dämliche Aussagen.
    bis sie gezwungen wurden, wohl eher nicht freiwillig
    Wenn in einem Laden alle Masken tragen, dann würde es den Schutz schon um 95% erhöhen, 100% Sicherheit gibt es nicht.
    auch das ist eine völlig willkürliche Zahl ohne jegliche Beweiskraft. Es reicht jemand der sich eben nicht die Flossen desinfiziert hat, sich mal unter die Maske fasst wie ich es ständig selbst in Fernsehreportagen beobachte und man etwas anfasst das der nächste in die Hand nimmt und mit nach Hause nimmt. Vielleicht fasst er vor dem Wegfahren sein Lenkrad an, nimmt seine Maske mit seinen “kontaminierten” Fingern ab, greift ans Lenkrad und wischt sich dann einmal über die Augen. Grade diese Billigmasken führen dazu dass es beim Brillenträger schnell beschlägt, man darf raten was die meisten dann machen. Richtig, sie fuchteln ständig im Gesicht herum.
    Diese App oder Masken kosten NIX gegen all die Schäden die jetzt entstehen oder schon entstanden sind.Man muss ja nicht auf China schauen, Südkorea, Singapur etc. sind Beispiele. 
    Naja wenn es nichts kostet dann kannst du es ja machen. Für mich ist es genauso wie dieses grauenhafte Tracking im Fahrzeug um ein paar Euro bei der Versicherung zu sparen ein unverschämtes Ausspionieren der Bürger.
     
    Und wenn das eine oder andere nix bringt, dann hat man wenig verloren.
    Doch, der Datenschutz liegt irgendwo tief verscharrt auf dem Friedhof. Schon das erste Zwangsausrollen der App unter staatlicher Kontrolle wird innerhalb weniger Minuten eines der interessantesten Dinge preisgeben. Deinen Standort und Wohnort. Es gibt noch eine ganze Reihe Prepaid-Handynummern bei denen man sie noch ohne Pflicht-Kundendaten registrieren konnte. Plötzlich bekommt die anonyme Prepaidnummer einen Namen und einen Standort. 
    Und was ist die Konsequenz? Strafe wenn ich mein Handy nicht dabei habe? Beim Joggen etwa wo es für mich so nützlich ist wie Fußpilz? Soll ernsthaft bestraft werden weil jemand seinen Standort nicht teilt? Das ist eine absolut gruselige Vorstellung.
    Und was genau wäre das Ziel? Ich bekomme eine Meldung, hey sie sind möglicherweise infiziert worden. Wo waren sie nochmal…genau, sie waren im Aldi, da haben sie dicht an dicht mit dem Kassierer interagiert. Ok der Kassierer wäre damit auch potentiell ein gefährdeter Mensch. Ok wieviele Menschen hat der Kassierer getroffen…ahja… 400 an dem Tag. Bei ihm war auch ein anderer Mensch mit viel Kundenkontakt….2-3 Ketten weiter und wir haben potentiell 800 Menschen die infiziert sein könnten aber es wohl zu 99% nicht sind. Was soll mit denen geschehen? Stift fallen lassen und zuhause einsperren bis alle mal so einen Test gemacht haben der ebenfalls mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% misst?
    Die ganze Wirtschaft runterzufahren über Monate, das bringt vielleicht was, aber der Kollateralschaden ist auf lange Dauer halt unglaublich gross.
    Wie wäre es statt mit Zwangsmaßnahmen einfach mit rudimentären Gesetzen mit denen sich jeder arrangieren kann und die bei Missachtung einfach mit drastischen Geldstrafen belegt sind? Es hat doch fast keiner was gegen die 1,5m Regel…ok, akzeptiert…Haken dran, Geldstrafe bei missachtung. Die meisten akzeptieren dass man sich nicht mit zig leuten in der Bude oder draußen trifft. Haken dran, Strafe bei missachtung. Die meisten akzeptieren es das man nicht dichtgedrängt auf dem Festival stehen muss…usw. usw. Die Bevölkerung ist ohnehin derart sensibilisiert dass es äußerst unwahrscheinlich ist, dass wir eine derartige Kettenreaktion neu entfachen werden wie es Anfang März stattgefunden hat. Einfach weil die Distanz gestiegen ist und das Bewusstsein.
    Statt Abermillionen in eine dusselige App zu entwickeln kann man auch einfach simpelste Bluetooth Keyfinder umfunktionieren die man sich in die Hosentasche steckt und die automatisch anfangen zu vibrieren und zu piepen sobald man den Kontaktabstand zu nächsten person unterschritten hat. Die Dinger kosten fast nix, sind absolut narrensicher und könnten jedem Bundesbürger in den Briefkasten geworfen werden. Die simple Erinnerung daran auf Abstand zu bleiben ist das A und O.
     
    Jetzt muss man sich überlegen, ob man einmal alles abziehen will und hofft, dass es so lange reicht wie man vermutet zu leben (Unsicherheit)Oder man setzt auf Dividenden mit Steigerungen (Unsicherheit) und hofft sehr lange zu leben.Das muss echt jeder selbst wissen, vielleicht von beidem etwas?
    Naja, es ist ja nicht grade sinnvoll seinen ganzen Aktienklumpen auf einen Rutsch zu verkaufen, sondern es wäre einfach ein Entnahme-Plan durch regelmäßigen Verkauf. Und ob alles oder lebenslang ist doch eine Entscheidung die doch wirklich nicht neu ist. Fast jede Lebensversicherung, ja selbst Riester bietet ja diese Option. Desweiteren gibt es ja noch vermutlich andere Aktien und eben auch durch die Rente / Pension andere Alterseinkünfte. 
     
    Ich weiß, dass der Schutz nicht 100%ig ist. Aber er ist größer als 0%, also ohne Maske. Ich trage schon länger beim Einkauf eine Maske. Abstände halte ich selbstverständlich ein – schon in eigenem Interesse – und wenn nach dem Einkauf der Einkaufswagen zurück gestellt ist, desinfiziere ich mir erst mal die Hände. Desinfektionsmittel für die Hände habe ich immer dabei.
    Ich halte die jetzige Maskenpflicht für ein inkompetentes Versagen der Bundesrepublik die jetzt versucht mit minimalsten Kompromissen eine Art öffentlichkeitswirksamen Scheinschutz zu etablieren. Ich hause hier bedingt durch Home-Office wie ein Einsiedlerkrebs und treffe auch keine Menschen, nichtmal gute Freunde, alles online. Ich gehe in leeren Wäldern joggen und genieße das schöne Wetter. Bedenkt man, dass es ungefähr ein Zeitfenster von 4-6 Tagen gibt bei denen man zwar gesund erscheint aber schon infektiös ist, kann man eigentlich schon recht sicher sagen gesund zu sein wenn man den Supermarkt alle 2 Wochen besucht und sich bis dahin gesund fühlt wie ich es z.B. praktiziere.
    Die jetzigen beworbenen Masken nützen mir gar nichts, denn sie schützen mich nicht. Dafür aber laufe ich Gefahr angesteckt zu werden. Der einzig wirksame Weg ist für mich daher mein Eigenschutz. Ich habe ein grundlegendes Misstrauen gegenüber der Reinlichkeit und Konsequenz mit der andere Menschen leben, daher ist der sogenannte “Kollektivschutz” durch diese Papiermasken/Schals im wahrsten sinne des Wortes heiße Luft.
    Bedingt durch Schweiss-Arbeiten saß ich zum Glück noch auf einer 5-er Packung FFP3 Masken und habe auch noch durch Lackierarbeiten eine 100er Packung Einweghandschuhe. Ich trage also FFP3 + Einweghandschuhe im Supermarkt, werfe letztere nach Verlassen des Supermarktes weg, lege die Maske in eine Papiertüte und backe sie zuhause bei 60C° durch. Mit anderen Worten. Erwischt es mich, war es meine eigene Dummheit/Unsauberkeit und nicht die Hoffnung darauf dass andere “sauber” sind. Und das ist auch meines Erachtens der einzige Weg wie so etwas effektiv funktioniert. 

  144. AvatarJohannes Schumann

    Hallo Herr Schäfer,
    machen Sie doch mal was gemeinsames mit Sophie Schimanski, die ja auch da in Manhattan sein soll.

  145. AvatarIgor

    Eine Frage lieber Tim,
    du schreibst so oft das du eine Aktie ein Leben lang behaltest. Verkaufst du auch mal welche und wenn ja wann? Ansonsten ergibt dies kein Sinn für mich Aktien zu Sammeln. Vielen dank für dein Feedback
    Schöne Grüße aus München
    Igor 

  146. AvatarUwe

    …Aktien fürs Leben … ein toller Ansatz … dafür eignen sich vor allem auch die Dividendenkönige ..

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