Schütze Dein Vermögen wie einen Schatz. Hast Du ein Depot aufgebaut, lebe nur von den Zinsen und Dividenden. Die Substanz musst Du erhalten

Hier ist ein Wachmann vor der Federal Reserve Bank (FED) in New York heute zu sehen. Es befinden sich im Keller der Notenbank enorme Goldbestände aus aller Welt. Ich habe das gelbe Edelmetall schon bestaunt. Die Notenbank bewacht ihren Schatz tief im Felsen mit enormen Aufwand. So solltest Du Dein Depot bewachen.

Ich würde nicht extreme Parteien rechts und links vom Rand wählen. Niemals. Ich verstehe aber durchaus die Ängste der Menschen, die das tun. Innerhalb weniger Jahre entstehen Milliardenkonzerne wie Facebook oder Netflix, die nur wenige Beschäftigte haben. Denke nur an all die Technologie-Riesen wie Uber oder AirBnB in Kalifornien. Sie haben wenig Mitarbeiter in Relation zum Umsatz, den sie stemmen.

Amazon setzt Roboter in Lagerhallen ein. Es hat Drohnen entwickelt und andere autonome Zustellverfahren. Weniger Menschen werden aufgrund des Fortschritts (Roboter, Drohnen, intelligente Software…) gebraucht. Taxi- und LKW-Fahrer werden irgendwann obsolet.

Menschen werden massenweise ihre Jobs verlieren. In der oberen Mittelschicht und der höheren Schicht muss mit harten Bandagen gekämpft werden, und zwar um Jobs samt Gehälter. Mehr Menschen arbeiten Teilzeit oder als freie Mitarbeiter oder Scheinselbstständige. Es wird hart.

Insofern ist es umso wichtiger, dass Du Deine Finanzen in Ordnung bringst. Spar! Investier! Tilg Deine Schulden! Bau ein bequemes Finanzpolster auf.

Wenn Du irgendwann ein sechsstelliges Depot hast, schau ihm zu, wie es wächst. Die ersten 100.000 Euro sind übrigens die härtesten. Irgendwann kannst Du es langsamer angehen. Du kochst, machst Yoga, Sport, schreibst ein Buch, gehst mit der Familie wandern. Andere gehen Angeln oder Golfen, Joggen, Bergsteigen, Tennisspielen. Sie gehen lange Zeit auf ein Kreuzfahrtschiff. Wenn Du finanziell frei bist, kannst Du machen, was Du willst.

Ich wohne an der Südspitze Manhattans. Die Wohnkosten sind natürlich höher als auf dem Land (etwa im Hudson Valley oder in den anderen Bezirken wie Staten Islands). Aber dafür habe ich fast alles in ein paar Gehminuten entfernt: Den Supermarkt, die U-Bahn, den Bus…

Du kannst Geld und Zeit sparen, wenn die Arbeit in der Nähe ist. Zu Fuß oder mit dem Rad in ein paar Minuten zur Arbeit zu kommen, ist ideal. Kein Parken, kein Benzin, keine Versicherung, keine Inspektion sind nötig. Seit elf Jahren hab ich kein Auto mehr.

Allein kein Auto mehr zu haben, führt dazu, dass ich ein paar Tausender unterm Strich spare. Nicht zu vergessen den Mehrgewinn an Lebensqualität. Mein Rat an Dich: Versuche nach Möglichkeit in die Nähe Deiner Arbeit zu ziehen. Allerdings zeigt eine Umfrage der Wochenzeitung “Die Zeit“, dass viele Pendler nicht umziehen wollen. Mich überrascht das.

In der Stadtmitte zu leben, hat viele Vorteile. Als eine Musterwohnung in meinem Hochhaus aufgelöst wurde, sagte mir der Nachbar Bescheid. Der Hausmeister musste alles wegwerfen. Ich konnte alles haben, was ich wollte, was noch in der Wohnung war. Die Couch, der Teppich. In der Küche entdeckte ich wertvolle Sushi-Messer und Bio-Gewürze sowie Besteck. Ich erkundigte mich mehrfach, ob ich das Zeug wirklich haben kann. Sie sagten „Ja, selbstverständlich. Alles muss in den Müll.“  Wer sich umschaut, findet super Sachen gebraucht, die nicht mal benutzt (oder kaum benutzt) wurden. Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Vieles, was noch Brauchbar ist, landet auf der Mülldeponie.

Wenn Du, sagen wir 500.000 Euro im Depot hast, geht es darum, das Geld zu schützen. Maximal solltest Du vier Prozent im Jahr entnehmen. Mehr aber keinesfalls.

Die meisten Menschen denken immer ans Geld ausgeben. Erbt jemand zehn Millionen Euro, würde der typische Konsument schnell das Geld ausgeben. Die wenigsten würden daran denken, den Schatz zu schützen. Ich würde die zehn Millionen Euro beschützen. Das hätte für mich Priorität. Ich würde allenfalls von den Zinsen und Dividenden leben. Das wäre reichlich. So einen Schatz gibt man nicht einfach aus. Das verstehe ich nicht.

Leb den Dividenden-Traum. Darum geht es. Das ist die Freiheit. Die ewige Freiheit. 2,5 Prozent Dividende von zehn Millionen Euro sind 250.000 Euro. Davon kann jeder fürstlich leben – ohne jemals arbeiten zu müssen.

Lass einfach das Geld für Dich arbeiten. Und geh nicht gezwungenermaßen arbeiten. Im Grunde ist die finanzielle Freiheit schon mit 500.000 Euro möglich. Du bekommst brutto jedes Jahr 20.000 Euro (Vier-Prozent Entnahme-Formel). Ok, sollte es Dir nicht reichen, habe ich eine Lösung für Dich: Mit zusätzlich einem kleinen Nebenjob kannst Du bestimmt davon leben. Mit anderen Worten: 20.000 Euro brutto plus Nebeneinkünfte. Du kannst Dich dann im Stuhl zurücklehnen. Du darfst halt nie die 500.000 Euro zu stark dezimieren. Du darfst immer nur maximal vier Prozent ausgeben. Mehr auf keinen Fall. Es geht darum, den Freiheits-Schatz zu schützen.

Ich finde diese amerikanischen Super-Athleten spitze. Sie verdienen zig Millionen im Jahr, leben aber bodenständig. Sie wohnen im Keller des Elternhauses, fahren alte Rostschüsseln oder gehen zum Schnellimbiss Chipotle. Sie beschützen ihren Schatz. Sie wissen: Das Geld wird nicht immer endlos sprudeln. Das ist clever! Einen Schatz gibt man nicht her.

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4 Jahre zuvor

Huhu Tim, schöner Artikel. Ich muss daran denken, wie schlicht deine Wohnung vermutlich im Vergleich zu den Nachbarn eingerichtet ist. Verrückt, dass man die Möbel wegschmeißen wollte. Du hast ein schönes Leben. Finde es toll, dass du auch auf deine Gesundheit achtest. Da kann nicht viel schiefgehen!

@Aktienfrage

Überlegt jemand Voltabox zu kaufen?

steve
4 Jahre zuvor

@ Ex-Studentin Voltabox Börsenwert 500 Mio Umsatz 25 Mio, da reden wir nicht von Gewinn. Aber ja kann weiter nach oben gehen, muss es aber nicht. Sicher wissen tut mans nicht. Kann genauso wie Tesla Amazone oder auch Netflix ( sorry Tim aber die haben Schulden da wirds mir schlecht) eine Kursrakete werden. Über die Substanz dahinter kann man sich streiten, möglicherweie streitet man sich dann um nichts. Macht aber nichts solange die Geschichte für die Masse sexy klingt.

Felix
4 Jahre zuvor

Man sollte, so die schöne Parabel, die Gans, die goldene Eier legt, nicht schlachten.

June
4 Jahre zuvor

Guten Abend,

@Jenny,

ich musste gerade erstmal nach Voltabox suchen, mir hat das gar nichts gesagt.

Der Trend ist sicher sehr stark, auch mein Unternehmen hat gerade eine Schnellladesystem für Elektrofahrzeuge einbauen lassen und unsere neuen Transportfahrzeuge lassen sich noch schneller laden und haben eine längere Akkuleistung ca. 16 h. Amazon setzt auch auf selbstfahrende Lagerroboter, vorraussichtlich werden also in Zukunft immer mehr Akkufahrzeuge benötigt werden.

Voltabox will seinen Umsatz versiebenfachen, dass ist ein erhebliches Risiko, zumal das Unternehmen im Moment nur 90 Mitarbeiter an 2 Standorten hat. Aber durch das hohe Risiko hat man auch große Chancen. Solltest du dich zu einem Kauf entscheiden, würde ich dies mit kleinem Kapital tun. Wie hoch soll denn deine Investition sein? Ich würde vllt. 1000 € anlegen. Versiebenfacht sich in den nächsten Jahren auch dein Einsatz, hast du eine tolle Performance. Entpuppt es sich als Pleiteunternehmen, ist das zwar schade, aber den Tausender kann man verkraften.

@Tim,

Hier in Deutschland wir immer mehr gebraucht verkauft. Ebay, Ebaykleinanzeigen, Kleiderkreisel, Sozial-Kaufhäuser und sogar Amazon sind Plattformen, wo sich so manches an den Mann oder die Frau bringen lässt. Manchmal sogar Neuware zu stark reduziertem Preis.

Mein letzter Gebrauchtwarenkauf, war ein Silberbesteck bei Oxfam. Ein Designklassiker aus den frühen 60er zum fairen Preis. Ein neues WMF Besteck hätter mich sicher den 3 fachen Preis gekostet.

Manchmal muss man Glück haben, okay ich habe sicher 3 Jahre gesucht bis ich fündig wurde.

Jetzt erfreue ich mich jeden Tag an dem schönen Besteck.

Take care,

June

Kevin
4 Jahre zuvor

Schöner Artikel Tim. Ich lese deine Blog mittlerweile (mehrfach) täglich.

Mal eine allgemeine Frage, Wie sucht / findet ihr interessante Aktien?

Ich suche z. B. gerade noch etwas in E-Mobility und Krypthowährungen…

4 Jahre zuvor

Guter Artikel Tim. Eine Frage noch zu  den 4% entnahmen.  Das hat doch mit der 4%-Regel zu tun oder? Würde die inzwischen nicht wiederlegt?

Grüße Thomas

Michi
4 Jahre zuvor

“Mein Rat an Dich: Versuche nach Möglichkeit in die Nähe Deiner Arbeit zu ziehen. Allerdings zeigt eine Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit„, dass viele Pendler nicht umziehen wollen. Mich überrascht das”

Hört sich zwar gut an, ist aber in vielen Teilen Deutschlands nicht mehr  so einfach umsetzbar, weil es viel zu wenig und viel zu teuren Wohnraum gibt. Gerade mit Familie tut man sich schwer, da muss man teilweise froh sein, dass man preislich in einer normalen Wohnlage überhaupt was einigermaßen vernünftiges hat, da kann man sich die genaue Wunschlage (Nähe Arbeitsplatz) dann nicht mehr aussuchen.

Ansonsten super Artikel, stimme mit vielem überein.

Rainer Zufall
4 Jahre zuvor

Zum Thema E-Mobility

Habe vor ein paar Tagen gelesen, dass Shell die Firma NewMotion übernommen hat. Shell scheint sich da ebenfalls zu positionieren. Finde ich gut, habe nach der Diskussion hier ein paar Shell Aktien gekauft.

“Das Unternehmen NewMotion mit Sitz in Amsterdam bietet mehr als 30 000 Ladestationen für Zuhause oder in Unternehmen an – außerdem Zugang zu über 50 000 öffentlichen Ladesäulen in 25 Ländern, davon 10 000 in Deutschland. Rund 100 000 Kunden besitzen eine Kundenkarte von NewMotion, mit der sie die Dienstleistungen des Unternehmens nutzen können, davon 39 Prozent in Deutschland.”

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/elektromobilitaet-shell-investiert-in-stromtankstellen/20448592.html

 

Rainer Zufall
4 Jahre zuvor

Tim

“Mein Rat an Dich: Versuche nach Möglichkeit in die Nähe Deiner Arbeit zu ziehen. Allerdings zeigt eine Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit„, dass viele Pendler nicht umziehen wollen. Mich überrascht das.”

Habe mich mir dem Thema lange beruflich beschäftigt. Ich teile Deine Aufassung, dass es sinnvoll ist am Arbeitsort zu leben. Das schont die Nerven (die eigenen und die der Familie) und den Geldbeutel. Allerdings ist ein Wohnortwechsel häufig nicht möglich. Z.B.Wenn

Kinder bereits in die Schule gehen.
Wohneigentum erworben wurde
Eltern zu pflegen sind
sich die Freundschaftsnetzwerke am jetzigen Wohnort befinden

Das erschwert einen Wohnortwechsel und führt dazu, dass Pendler zum Teile über jahre und Jahrzente weite Strecken zwischen Wohn- und Arbeitsort zurücklegen, trotz der damit verbundenen Probleme.

Pendeln wird zudem sehr unterschiedlich bewertet, je nachdem

ob man sich freiwillig zum Pendeln entscheidet
oder die Entscheidung erzwungen ist (wenn z.B. der Arbeitgeber den Standort verlegt)
mit welchem Verkehrsmittel man unterwegs ist

 

4 Jahre zuvor

@Thomas
Mir wäre neu das diese 4%-Regel wiederlegt worden ist, hast du Quellen oder Referenzen/Studien auf die du verweisen kannst?

@Tim
Ich bin der ähnlichen Meinung wie du allerdings ist in der Schweiz 500’000 definitiv zu wenig. Mit der 4%-Regel braucht man für einen normalen sparsamen Lebensstil mindestens 800’000-1’000’000, also gut das Doppelte.

Grüsse
Thomas

Mr. Pino Cavallo
4 Jahre zuvor

Vermögen ist Freiheit. Das merke ich in meiner aktuellen Situation sehr.

Habe zum Jahresende meinen aktuellen Job gekündigt, ohne bereits einen neuen Job in Aussicht zu haben. Das stößt bei einigen Kollegen auf Unverständnis. Sie meinen, dass ich nun gezwungen sei, das nächstbeste Angebot anzunehmen. Aber genau das muss ich nicht. Ich habe in den letzten Jahren seit meinem Berufseinstieg fleißig gespart.

Theoretisch könnte ich bei meinem aktuellen Konsumverhalten mehrere Jahre von meinem Ersparten leben. Das ist natürlich nicht das Ziel, trotzdem aber eine enorme Beruhigung. Mein Job hat mich unzufrieden gemacht (Arbeitszeiten, Vorgesetzte) und ich habe es letztlich dort nicht mehr ausgehalten. Ich hätte bis vor kurzem niemals daran gedacht, dass ich zu einem solchen Schritt fähig bin.

Vermögen aufzubauen, anstatt es auszugeben, ist das beste was man mit Vermögen machen kann. Es beschert einem den Luxus, den sonst kein Luxusgut der Welt zu bescheren vermag: Freiheit!

Depot Trucker
4 Jahre zuvor

Das die ersten 100.000 € am schwersten sind kann ich bestätigen.Bin selber LKW Fahrer.Ich mach mir mit meinen 39 Jahren keine Gedanken arbeitslos zu werden.Der Job ist so speziell ,das kann vorläufig kein Roboter ersetzen. Die stumpfen autobahnfahrten werden werden in nächster Zeit vielleicht voll autonom gefahren.

Daniel
4 Jahre zuvor

Ich würde nicht extreme Parteien rechts und links vom Rand wählen. Niemals. Ich verstehe aber durchaus die Ängste der Menschen, die das tun.

Hier in Deutschland fallen mir hierzu nur zwei Parteien ein. Die Linke und die NPD. Beide haben in ihrer jetzigen Form vor, sofern man die Gedanken der Parteien zuende spinnt, den Staat abzulösen. Bei der NPD wäre das ein diktatorisches System dass genau vorschreibt was, wie und wer man zu sein hat. Der einzelne Mensch zählt nicht mehr, das Kollektiv zählt. Eben National-“SOZIALISMUS”.

Die Linke unterscheidet sich kaum, wird aber häufig als besser wahrgenommen, da es ja angeblich um “das Gute” geht. Ergebnis ist aber fast das Gleiche. Eigentum gibt es nicht mehr, alles gehört dem Kollektiv und der Staat bestimmt was, wie und wer man zu sein hat. Der Einzelne interessiert ebenfalls nicht mehr, er arbeitet für das Kollektiv. Die Grenzen von extrem links und extrem rechts sind schwimmend.

Was jetzt in Deutschland passiert, insbesondere Stichwort AFD, hat mit beiden Strömungen nichts zu tun. DIe Menschen haben sich kaum verändert, die gesamte Parteienlandschaft hat aber in den letzten Jahren einen Linksruck erfahren und tut nun so als ob Menschen die früher ganz klar in den rechts-Flügel der CDU gelandet wären nun extremistisch veranlagt wären. Sie wählen nun eine konservative Partei wie die AFD. Daran ist nichts verwerflich und es ist für mich ein Zeichen von funktionierender Demokratie bzw. der Bundestag hat das gesamte Spektrum abzudecken. Hierzu gehört für mich ein rechter Flügel.

Es ist noch nie der schlechteste Ansatz gewesen eine gewisse Prise Patriotismus, Heimat-“zuerst” und konservatives Denken wie es z.B. auch die CSU seit Jahren erfolgreich verfolgt hat mit einer freidenkenden und wirtschaftsliberalen Partei wie der FDP zu kombinieren. Eine solche Konstellation ist hierzulande aber nicht mehr möglich, denn neben der AFD gibt es diese konservative Partei nicht mehr seitdem Merkel den Sozialismus für sich entdeckt hat.

Das hat auch nur bedingt etwas mit Ängsten der Menschen zu tun sondern einfach der Tatsache, dass viele Parteien den Elefanten im Raum, die massenhafte Zuwanderung und die damit völlig explodierenden Kosten inkl. der Kosten für die Einwanderung in die Sozialsysteme ohne absehbare Gegenleistung nicht wahrhaben wollten. Ich nenne es nicht Angst sondern bewusste Ablehnung gegen etwas was einem nicht gefällt. Diese Meinung muss man nicht haben, aber man hat sie zu akzeptieren. Das Thema Digitalisierung, auch wenn es wie ein Unwort stetig immer wieder auftaucht, ist vom Deutschen noch unglaublich weit weg, deswegen kann man es auch irgendwie kaum noch hören.

 

Versuche nach Möglichkeit in die Nähe Deiner Arbeit zu ziehen. Allerdings zeigt eine Umfrage der Wochenzeitung „Die Zeit„, dass viele Pendler nicht umziehen wollen. Mich überrascht das.

Mich überrasscht das nicht, da ich mich auch hier selbst wiederfinde. Fakt ist wohl, dass die meisten Dienstleistungsjobs zukünftig in Ballungsgebieten zu suchen sind. Ballungsgebiete sind aber oftmals absolut überteuert. Die Wohnungen werden kleiner, die Umgebung wird dichter und lauter und dreckiger. Zudem muss man als Stadtmensch geboren sein. Ich bin es nicht.

Für mich wäre es eine Qual in einer kleinen, mitlerweile uralten Mietwohnung zu leben in der kaum noch etwas renoviert wird, weil jeder Vermieter in einer boomenden Stadt komplette Narrenfreiheit bei der Auswahl der Mieter hat die hinter einem Schlange stehen wenn man was zu nörgeln hat.

Auch Nebenthemen wie das halten von Haustieren (Hund/Katze) wäre für mich in der Stadt ein absolutes No-Go. Nen Kater hat bei mir Freigang. Wenn ich joggen will dann bin ich in 10 Minuten im Wald. Sowas habe ich in der Stadt nicht und fehlt mir an Lebensqualität. Zudem, und jetzt brauche ich das Wort “Digitalisierung” mal selbst, ist wohl bei vielen Jobs absehbar, dass HomeOffice in Teilen oder gar vollständig möglich sein wird. Der Ort der Arbeit wird damit zunehmend irrelevant. Damit entfallen auch Pendler-Zeiten.

Gruss Daniel

MatthiasJ
4 Jahre zuvor

@Tim:

Mit dem Leben am Arbeitsort gebe ich dir nur bedingt recht. Ja, es ist komfortabel, man hat mehr Zeit und spart Fahrtkosten. Aber das bezahlt man zumindest in Großstädten auch mit deutlich höheren Wohnkosten. Zudem finde ich das Leben in der Stadt nicht sehr lebenswert. Alles ist so laut, so stressig, es gibt wenig Grün, wenige Orte zum Entspannen und die Natur genießen. Und eine eigene Immobilie kann man sich da eigentlich gar nicht leisten (wenn man das will). Persönlich möchte ich keine Kinder in der Stadt groß ziehen, aber das ist natürlich von der individuellen Lebenssituation abhängig. Für uns waren das alles Gründe, außerhalb der Großstadt (Frankfurt) zu wohnen. Ich pendle täglich 25min mit dem Zug, das ist nicht wirklich lange. Das hat man teilweise sogar in der Stadt. Ich kann im Zug lesen, arbeiten, ausruhen, … Und wir wohnen im Grünen, alles ist entspannter. Die Kinder haben einen Garten und mehr Freiraum, wir sind froh nicht in Frankfurt wohnen zu müssen und wöllten es auch nicht, selbst wenn wir es könnten.

~ Matthias

Rainer Zufall
4 Jahre zuvor

Daniel

“Zudem, und jetzt brauche ich das Wort „Digitalisierung“ mal selbst, ist wohl bei vielen Jobs absehbar, dass HomeOffice in Teilen oder gar vollständig möglich sein wird.”

Ich habe Homeoffice als Lösung pendelbedingter Probleme regelmässig empfohlen und denke, dass es eine gute Sache ist. Durch (einzelne) Homeoffice Tage lässt die Fahrzeit und der dadurch bedingte Stress reduzieren.

Homeoffice ist in vielen Bereichen aber ausgeschlossen  (Fertigung in der Industrie, Landwirtschaft).

Auch wenn das in vielen anderen Bereichen (DL, Verwaltung) eine Möglichkeit ist, die Möglichkeit wird kaum genutzt. Ich kann dir gerade keine Zahlen nennen und müsste da nachschauen. Fest steht aber; Homeoffice ist selten. Aus meiner Sicht fehlt die Altzeptanz.

Hinzu kommt, dass einige Unternehmen Homeoffice inzwischen wieder abschaffen. Über die Gründe kann ich nur mutmassen.

Trotz der technischen Entwicklung, die Pendlerzahlen werden nicht automatisch abnehmen.

 

Frank
4 Jahre zuvor

Was noch wichtig ist:

Mit einem kleinen Job zusätzlich zu den Dividenden zahlst du auch nur kleine Steuern.

Deine Dividendenbesteuerung reduziert sich auf deinen persönlichen Steuersatz, so dass du zusätzliches Geld zur Verfügung hast.

 

FRank

Gurki
4 Jahre zuvor

Habe letztes Wochenende meinen Keller aufgeräumt und ausgemistet. Tatsächlich ein schönes Gefühl, wenn jetzt weniger drin steht als vorher und das auch noch alles geordnet. Hat aber seine Zeit gekostet.

Zum Beitrag:
Ich bin der Meinung das ein Auto zur Lebensqualität beitragen kann! Wenn ich überlege wie voll es in meiner Großstadt ist. Jeder hustet und pustet in den Öffentlichen seine Bakterien durch die Gegend. Die Polster sind schmutzig, weil die Jugendlichen mit ihren Schuhen auf die Polsterung der Sitze “aus Gemütlichkeit” verschmutzen. Es stinkt nach Döner und den ganzen Fraß. Mir reicht es schon unter der Woche mit den Öffentlichen zur Arbeit zu fahren.
Am Wochenende fahre ich dann lieber in meinem kleinen Auto. Es ist sicherer, sauberer, stinkt nicht und ich komme deutlich (!!) besser zu meinen Eltern als mit Bus & Bahn.

Mal abgesehen von der weiten Strecke, beneide ich jeden, der auf einem Dorf in einem Einfamilienhaus wohnt! Die haben schönste Landschaft um sich rum. Ruhe und Natur! DAS ist ein Traum von mir.

Mich nervt die Großstadt mehr und mehr an. Alles wird lauter, voller und stinkender.
Und ich bin noch jung.

Andre
4 Jahre zuvor

@ Daniel: Toller Kommentar! Kann mich dem geschriebenen nur anschließen!

@ Gurki: Ich bin auch noch jung und sehe es trotzdem genau wie du…mag die Großstadt immer weniger und kann es kaum erwarten in einigen Jahren wieder in die Idylle zu ziehen.

Tim schwärmt eigentlich auch immer von der Natur und dem Haus am See…aber glaube er ist noch net soweit und braucht den Trubel um sich herum…solange er selbst die Ruhe in Person ist denke ich lässt es sich gut aushalten

Sterbai
4 Jahre zuvor

Hallo Zusammen,

ich hab vor vier Jahren den Arbeitgeber gewechselt und muss nicht mehr Pendeln. Ich hab mein Auto verkauft und fahr Fahrrad zur Arbeit in der “Großstad” . Wir haben als Familie noch ein Auto da 3 Kinder im Haushalt wohnen sonst wäre der auch schon weg.

Wir lieben die Natur, sind praktisch jedes WE in Pfälzer Wald wandern oder am Rhein fischen, und trotzdem würde ich nie aus der Stadt raus (Infrastruktur ist alles). Ich (36 Jahre) fahre lieber 1 mal die Woche in den Wald wie 5 mal die Woche zum Job.

Lieb Grüße

Ruben
4 Jahre zuvor

@Matthias: ich denke so wie du und ich denke es kann auch nicht jeder in der Stadt leben. Die Wohnungssituation ist jetzt schon sehr angespannt. Es kann nicht gut gehen, wenn alle in der Stadt leben wollen und dazu mit deutlich mehr Wohnraum als noch vor ein paar Jahrzehnten.

Ich habe kürzlich einen Bericht gehört wonach Zukunftsforscher dazu ausgehen, dass die Landflucht abnimmt, wenn es selbstfahrende Autos gibt. Ab dann kann auch schon diese Zeit produktiv nutzen oder gemütlich ein Buch lesen. Wenn bereits eine Zugverbindung steht ist das super, wenn es keine gibt ist alles ab einer halbe Stunde pendeln ein Graus.

Ich könnte auch nicht das Vermögen anfassen, solange ich es nicht muss, selbst wenn ich unverhofft zu einer größeren Summe käme.

Kevin
4 Jahre zuvor

@Tim: bzgl. Krypto: auf eine “Währung” möchte ich mich vorerst auch nicht langfristig festlegen, das wäre meiner Meinung nach einfach reine Spekulation.

Hier würde einfach mal ein wenig “Spielgeld” einsetzen. Auf jeden Fall sind die Chancen dort besser als beim Lotto 😉

Ich meine da eher so Firmen wie Nvidia / AMD, die von diesem Hype profitieren.

@Rainer Zufall:

Shell-Aktien habe ich bereits, die sind besser auch schon ganz gut im Plus 😉

 

Habt ihr weitere Anregungen?

June
4 Jahre zuvor

Landleben ist aber nicht gleich Landleben und auch das Leben in der Stadt kann sehr unterschiedlich sein. Meine Eltern leben auf dem Land, sehr idylisch direkt am Wald. Aber in dem kleinen Ort gib es weder Bäcker noch Mezger. Sie müssen für alle Besorgungen ins Auto steigen. Bisher war das kein Problem doch nun werden sie älter.

Auch das Stadtleben bedeutet nicht automatisch Hochhäuserschluchten und grau in grau. Ich habe lange in einer Stadt gelebt und wir konnten lange Spaziergänge in den Grünzonen um die Häuser und durch Schrebergärten machen ohne von Autos gestört zu werden. Aber die Infrastrucktur war eben auch schnell zu Fuß erreichbar. Danach lebten wir auch in einem kleinen Ort der kaum infrastruktur geboten hat und daher leider auch keine Grünzonen, Parks und schöne Spielplätze.

Vor 4 Jahren bin ich wegen dem Job und der langen Pendelzeit umgezogen. Jetzt leben wir in einem kleineren Ort, in der Nähe meiner Arbeit, der uns aber alles bietet. Bäcker, Supermarkt, Apotheke, Frisör usw., wir haben diesen Ort sehr bewust und vorausschauend so ausgesucht. Da wir am Beispiel meiner Eltern gerade sehen, wie wichtig Infrastruktur im Alter wird.

Daher unterschreibe ich Tims These, dass man in die Nähe der Arbeit ziehen sollte. Denn man spart unter Umständen nicht nur Geld sondern ganz wichtig auch echte Lebenszeit.

Take care,

June

Michi
4 Jahre zuvor

@Daniel

überragender Beitrag zur Parteienlandschaft in Deutschland. So sieht es nämlich aus.

Grüße

Michi

Christian
4 Jahre zuvor

Ich komme vom Dorf. Meine schönste Zeit hatte ich aber bis jetzt in einer Kleinstadt im Thüringer Wald. Die hat ohne Studenten knapp 17.000 Einwohner, mit 30000. Rundherum Wald und Berge. Ich lebte mitten in der Altstadt unterm Dach, in der Fußgängerzone. Alles war sehr sauber draußen. Alles, was man kaufen wollte, war direkt da und es war eine wirklich nette Atmosphäre. Trotz der Zentrumsnähe war ich in 10 Minuten im Wald und konnte auf ‘nen Berg steigen. Das war herrlich! Ein kleines verschlafenes Städtchen mitten im Wald. Super Luft da. ÖPVN gab es, und zwar ‘nen Bus. Brauchte man aber nicht, konnte überallhin laufen.

Dann bin ich, oh Schreck oh Graus, mitten nach Berlin gezogen, in den Wedding. Horror! (Es ging leider nicht anders, ganz schmales Budget). Die Leute urinieren da hin, wo sie gerade gehen und stehen. Sie übergeben sich auch. Sie entledigen sich auch ihres Stuhlgangs im Gebüsch. Dann die Fixer, überall Nadeln. Und Kampfhunde ohne Leine.  Im Herbst, wenn es dauer-dunkel und dauer-regnerisch wird, läuft der ganze Siff ineinander. Und die hupenden und stinkenden Autos, wenn man über die Straße will. Die heizen einen fast um. Und die vielen unsympathischen Menschen, die auf mich zu laufend kurz vor einem auf den Gehweg spucken – das empfinde ich als persönliche Beleidigung (und so war es wahrscheinlich auch gemeint. Jeder sah mir an, das ich da nicht hingehöre). In meiner Wohnung unter mir wurden Männer-Pornofilme gedreht, vorwiegend Nachts in lauter Techno-Begleitung. Ich konnte da nicht schlafen. Ich bin da fast seelisch eingegangen, war kurz davor. Ich hatte ein sehr, sehr stressiges Studium. Und kein Geld. Zum Glück wohne ich da nicht mehr.

Jetzt wohne ich auf einem Dorf in Oberbayern. Landschaftlich ist es bombastisch da. Aber extrem teuer, da könnte und wollte ich mir niemals ein Grundstück kaufen. Es ist aber nicht weit nach München und deshalb ein Jobparadies. Aber auch hier: die Nachbarin nervt ungemein, es ist unglaublich. Sie schaut von morgens halb 8 bis Nachts um 12 TV. Sie hat den Fernseher direkt an dem Balkonfenster stehen, hat das Fenster geöffnet und den Fernseher bis hinten aufgedreht. Wie kann man nur so dermaßen nerven? ich kann kein Fenster öffnen, der Lärm ist omnipräsent! Ich habe die schon zwanzig mal angesprochen, immer freundlich. Aber die macht eher noch lauter. Ich glaube, das ist Geltungsbedürfnis.

Mein Traum ist es, eine kleine Dachwohnung mit großer Dachterrasse mit vielen Pflanzen in einer schönen, ruhigen Kleinstadt zu kaufen. Mit Fahrstuhl, damit ich als Rentner auch noch rauf komme. Eine Wohnung, bei der es ein Nachbar, dessen starkes Bedürfnis es ist, mir so richtig auf den Zünder zu gehen, es aus bautechnischen Gründen nicht schaffen kann. Das ist mein Traum. Am besten kaufe ich die Wohnung unter mir dann auch noch!

Mark 85
4 Jahre zuvor

An Tim: Ich wünsche dir, dass du in deiner Banksache eine für dich zufriedenstellende Lösung finden wirst.

An Mr. Pino Cavallo: Schöne Ergänzung zum Artikel. 🙂

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

Wohnen auf dem Land, aber stadtnah finde ich ideal, ich glaube wohnungsmässig hab ich paradiesische Zustände, nah an der Grenze zu D um billig einkaufen zu können, (je nach Wechselkurs) aber shopping ist im Moment nicht, (vermisse ich auch nicht)

in 5Minuten am See, in 5 Minuten im Wald, in 15 Minuten bei der Arbeit, mehrere Discounter in 5-10 Minuten zu erreichen, Post und Bank ebenso, Haus nicht zu gross (6Parteien) und vor allem kein Zoff in der Hausgemeinschaft, Dachgeschosswohnung (im Winter höhere Heizkosten!)

Nachteil, ja doch den gibt es, kein Lift, das hab ich früher nicht so bedacht. Auch ist die Wohnung ein wenig zu gross für mich. Nichtsdestotrotz, ich fühle mich hier so wohl, ich möchte  ehrlich gesagt nicht weg, auch wenn es in D billiger wäre, weiterer Nachteil, Nebel im Winter, manchmal sieht man wochenlang die Sonne nicht, heute morgen z.B dicke Nebelsuppe als ich heimgeradelt bin, jetzt scheint aber die Sonne. Hochneblige Jahreszeit kann man aber im Alter umgehen, Teneriffa ne Möglichkeit.

Völlig in der Pampa möchte ich im Alter nicht leben, hab mir mal  Orte in D in der Nähe von Konstanz angeschaut, dort sind kleine Wohnungen teilweise recht günstig zu haben, aber nie nimmer nicht würde man mich dorthin kriegen, egal wie idyllisch, mir hat es sofort auf’s Gemüt geschlagen, ich brauch schon bisschen Leben um mich herum.

@Christian,

das hört sich übel an, ich hatte mal 1 Jahr eine Mieterin neben mir die laut Musik (Techno)  hörte und auch sonst laut war, im Sommer konnte ich anfänglich kaum auf meinen Balkon, aber nicht faul, stellte ich ein kleines Radio mit Jodelmusik an, drehte auf und verschwand mal ins hintere Zimmer, 2 malige Beschallung genügte, sie fand dann einen Freund der auch einzog und von da ab wurde es angenehm ruhig, jetzt ist sie weg und die Nachfolgerin ist nicht zu hören.

Mit Nachbarn kann man Glück oder Pech haben. Vielleicht zieht sie ja bald aus, ich drücke Dir die Daumen.

Christian
4 Jahre zuvor

@Fit und Gesund

Danke Dir! Dass die Nachbarin nochmal auszieht, daran glaube ich nicht. Höchstens ins Altersheim, denn sie ist schon 83. Sie ist halt schwerhörig, aber für Hörgeräte oder gar Kopfhörer zu eitel.

Ich habe neulich mal was über ganz alte Menschen gelesen. Da hieß es, dass sie gern ihre Umgebung ärgern, um auf sich aufmerksam zu machen. Wie so eine Art Hilfeschrei aus Einsamkeit (so habe ich das verstanden). Das kann man bestimmt auch nicht einfach auf alle alten Menschen übertragen.

Aber ich kann doch da auch nichts dafür, oder?

Robin
4 Jahre zuvor

Hallo Tim,

ja, alleine würde ich mit 20k p.a. auskommen. Derzeit. Man muss auch nicht z.B. an der Südspitze von Manhatten wohnen. 🙂 Ich wundere mich aber, wie das Menschen hinbekommen sollen, die 2-3 Kinder haben. Oder beinhaltet Deine Lebensplanung und die Deiner Leser hier keine Kinder? Ein zweiter Punkt: Berufsleben kann die Persönlichkeit entwickeln. Man erwirbt Wissen und Fertigkeiten. Das ist auch eine Investition. Nämlich in mich. Ich würde ungerne darauf verzichten wollen, zumal nicht klar ist, ob 20k in 25 Jahren auch noch ausreichen werden…

Viele Grüße, Robin

Gurki
4 Jahre zuvor

Ja mit Nachbarn kann man Glück und Pech haben. Pech hat man auch, wenn man wie ich eine extrem hellhörige Wohnung erwischt. Ich kann leider jedes Wort meiner Nachbarn hören. Ich mag gar nicht telefonieren.

Die erste Nachbarin war eine demente Oma, die immer an die Wand geklopft hat Nachts. Da schreckt man dann auch schön hoch.

Der nächste Nachbar war dann ein Drogendealer (wahrscheinlich Gras). Alle paar Minuten für 2-3 Minuten kam einer und holte was ab. Nachts um 3 klingelte es dann in der Wohnung nebenan. Die Klingel der Wohnung höre ich heute noch im Ohr. Dann laute Party, obwohl man wie gesagt, bei normalem Gespräch schon jedes Wort versteht!

Die Nächste Nachbarin war dann eine die morgens immer 20 Minuten monoton und wiederholend gen Mekka gebetet hat. Tägliche lautstarke Telefonate waren natürlich auch normal.

Seit gestern sind neue Mieter eingezogen. Ich bin gespannt wie die sich verhalten.

Ich gucke mittlerweile schon immer sporadisch nach einer neuen – natürlich größeren – Wohnung. Aber die Preise sind ja Wahnsinn. Und vom Preis abgesehen sind die Wohnungen selbst bei einer Kaltmiete von 700€ ohne Ende ranzig. Entweder sind sie: schlecht geschnitten, die ganze Wohnung gefliest, die Küche im Wohnzimmer, das Bad braun, grün, blau oder rosa (!!) gefliest, Dachschrägen vorhanden, Bad und Küche in Schlauchräumen oder es fehlt schlicht eine Küchenzeile.

Wie gesagt, der Traum wäre ein eigenes Einfamilienhaus in der Pampa. Und auch nur ein Einfamilienhaus würde für mich in Frage kommen. Bei einem Reihenhaus oder einer Doppelhaushälfte habe ich ja schon wieder Nachbarn in unmittelbarer Nähe.

Christian
4 Jahre zuvor

Ja es gibt ja jetzt diese kleinen Häuser. Die sind so groß wie ein Wohnung und für unter 100.000 zu haben. Wenn man dann noch in einer bezahlbaren Gegend ein Grundstück bekommt, ist man für deutlich unter 200.000 dabei.

Hier das Haus gefällt mir gut : http://www.mycubig.com/

Es nütz ja auch nichts, wenn man ev. finanziell frei ist, aber in der Wohnung gehen steigen einem permanent die Nachbarn aufs Dach. Dann ärgert man sich nur von früh bis spät…

 

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Christian,

Grenzen sollten einfach nicht überschritten werden, da muss man sich frühzeitig zur Wehr setzen, halt doof wenn es sich dabei um eine betagte alte Dame handelt, aber auch die haben kein Recht auf endlose Tyrannei.

Ist auch immer eine Art Charaktereigenschaft wie schnell man sich wehrt, ich hatte nun im Zusammenhang mit der Neuvermietung meiner Wohnung in D ein Erlebnis, ein älterer Herr, der mir und der Mutter früher oft behilflich war, das erkenne ich sicher an, aber als er mir vorschreiben wollte wen ich als Makler keinesfalls berücksichtigen dürfte und die vorgesehene Maklerin kurzerhand als Persona non Grata erklärt hat, folgte sofort ein scharfes mail, seither hab ich nix mehr gehört, schade, aber so lass ich einfach nicht mit mir Schlitten fahren, völlig ausgeschlossen.

Ein Eigentümer hier im Nebenhaus wollte den Kinderspielplatz so versetzen dass er die Kinder von seinem Balkon aus beobachten könnte, natürlich genau zu meinen Ungunsten, in meinem Haus hatte niemand eine Meinung, ich schon, bei der Eigentümerversammlung legte ich dann wohlvorbereitet los und was ich nicht gedacht hätte, ein anderer Nachbar aus dem anderen Haus war genau meiner Meinung, das Projekt wurde abgeblasen.

@Gurki,

auch alptraummässig Deine Situation, wobei ich meine Wohnung in D auch hab fliesen lassen, Parkett wär mir zu schade für Mieter und Teppichboden völlig unhygienisch, meine eigene Wohnung ist auch gefliest und ich bin heilfroh drum (Katzenkotze sag ich nur)

4 Jahre zuvor

@Fit und Gesund

Nachbarn sind immer so ne tolle Sache, wir hatten lange nur links Nachbarn. Die haben wir nie gehört, die haben sogar ne schnuckelige Katze 🙂 Vor kurzem ist die Wohnung rechts auch besiedelt, man hört zwar selten was. Aber die rauchen gefühlt 24/7 auf dem Balkon, da muss man echt aufpassen das beim Durchlüften die eigene Wohnung nicht zugestunken wird. Hab ja echt nichts gegen rauchen, aber der Balkon ist echt doof positioniert, direkt neben unserem Schlafzimmer Fenster.

Grüsse
Thomas

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Thomas der Sparkojote,

brave Nachbarn, meine British American Tobacco’s profitieren hoffentlich davon 🙂    ja, sowas ist auch störend, oder wenn die Grillmeister im Sommer loslegen hi hi, sind halt so die Probleme menschlichen Zusammenlebens.

 

4 Jahre zuvor

@Christian und Gurki,

mich plagen ähnliche Dinge. Früher wollte ich unbedingt in die Stadt. Das ist so in der Jugend. Da braucht man Action. Jeden Abend irgendwo hin. Kinos, Kneipen usw. Ganz normal.

Mittlerweile bin ich auch dermaßen stressgeplagt von der Stadt, dass ich froh bin, wenn ich nächstes Jahr umziehen kann, in die schwäbische Provinz.

Wenn man Geld hat, dann kann man in München natürlich wunderbar in bevorzugten Wohnlagen leben. Ich schätze die Stadt auch sehr. Mir werden die Seen fehlen, die Voralpen, mein Brauneck…

Aber mich plagt es schon auch sehr. Ich fahre nur mit dem Rad seit ewigen Jahren in die Arbeit, weil mich die U-Bahn Fahrerei quälte. Dieser dumme Pöbel, der sich rotzig benimmt, die Lautstärke der Kopfhörer durch den ganzen Zug zu hören ist, usw. Ich habe es nicht mehr ausgehalten.

Christian, hier das wäre doch was für unsereinen. Wenn ich allein wäre, dann würde ich mir so etwas kaufen.

Ich versteh das sehr gut mit der Wohnsituation. Bei mir hat es sich zwar gerade etwas beruhigt, aber habe mich auch immer ärgern müssen. Derzeit habe ich Bogenschießen angefangen. Das entspannt.

Mein Partnerin hat eine Wohnung, wie sie mir auch gefallen würde. Leider zu klein für uns beide auf Dauer. Ist eine Dachgeschoßwohnung mit großer Terrasse ums Eck. Auf der einen Seite uneinsehbar. Man blickt über den Ort und hat seine Ruhe. Aber auch da ist es nicht völlig paradiesisch. Abends wird manchmal die Grünanlage unten von Jugendlichen belagert, die dort dann vorglühen. Na ja…

MS

 

4 Jahre zuvor

@Fit und Gesund
Altria in meinem Depot profitiert hoffentlich auch davon 😉 Grillparty gabs zum Glück noch nicht, wobei das nicht so schlimm wäre da ein Kohlegrill auf dem Balkon verboten wäre.

@Matthias
Ich lebte mein ganzes leben lang in der Stadt (Zürich), bis ich dann mit 20 von zu Hause ausgezogen bin und zwar immer noch sehr stadtnah wohne, aber trotzdem Wald mich umgibt 🙂

Muss sagen mir gefällt es nicht direkt in der Stadt zu wohnen, wie ich es 20 Jahre zuvor getan habe. nach ein paar Jahren kann ich ein Fazit ziehen 😉

Grüsse
Thomas

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

Church & Dwight kommt in die richtige Richtung, was meint Ihr?

Sparta
4 Jahre zuvor

@Tim

“Ja, die 4%-Entnahme-Formel ist durchgetestet worden durch viele Börsen-Zyklen. Die ist sicher.”

Was war denn da eigentlich die Referenz? Der S&P 500 ? Bei anderen Indexen fehlen zum Teil Daten und inwieweit das Ganze auf ein Einzelaktien-Depot zu übertragen ist…?

Mattoc
4 Jahre zuvor

@Sparta

Hier eine aktuelle sehr umfangreiche Analyse zu Entnahmehöhen, Entnhmezeiträumen und Vermögensaufteilung in Aktien und Anleihen:

https://earlyretirementnow.com/2016/12/07/the-ultimate-guide-to-safe-withdrawal-rates-part-1-intro/

Unten auf der Seite ist eine Grafik, die das Ergebnis sehr gut zusammenfasst.

Wallstreet Greenhorn
4 Jahre zuvor

@ Fit und Gesund: wenn man einen Fuß in der Tür haben will, könnte man meiner Meinung nach eine erste Position bei C&D aufbauen, aber ein Schnäppchen ist die Aktie noch nicht. Dagegen sind CVS, Walgreens, Cardinal Health etc. mittlerweile recht günstig- als Folge der Panik um einen Eintritt von Amazon ins Pharma-Retail Business. British American hab ich noch nicht, Altria habe ich vor kurzem zu 55 € gekauft und gedenke sie nicht mehr herzugeben 😉

Wallstreet Greenhorn
4 Jahre zuvor

Nochmal an Fit und Gesund: Hast Du Deine “Börsen-Müdigkeit” überwunden 😉  Ich lese immer gerne, wenn hier über einzelne Aktien diskutiert wird. Daß Tim keine Statements/Ratschläge abgeben will, verstehe ich, aber das bedeutet ja nicht, daß wir uns da im Forum nicht austauschen können! Gerne weiter so…

Christian
4 Jahre zuvor

Matthias Schneider

Ja, das ist ein schönes kleines Häuschen, ich mag sowas. Ich mag es, wenn es schön abgelegen und gemütlich mit Öfchen ist. Mein Freundin und ich, wir mieten uns immer derlei Häuschen im Urlaub. Die Gegend in der Eifel da ist bestimmt auch sehr schön. Aber ich stehe am noch ganz am Anfang meines Berufslebens, muss noch min. 30 Jahre arbeiten. Da ist Densborn doch zu weit weg für mich in meiner Branche. Und das ist das Problem: im Münchner Umland gibt es so schöne kleine Häuschen kaum. Und wenn, dann sind sie vor dem inserieren schon weg – und wenn dennoch sowas hier angeboten wird, kostet das wenigsten das Fünffache, eher mehr. Job-Leben-Dilemma könnte man das nennen.

Eine wirklich schöne Lage und Terrasse hat die Wohnung Deiner Partnerin. Schade, dass sie zu klein ist.

Gruß

Christian

Max M.
4 Jahre zuvor

ich habe Aurelius A0JK2A. Finde das Unternehmen/Management super. Divi-Rendite 2017 bei 10%

Colakugel
4 Jahre zuvor

Meine Frau möchte für ihre Rente privat etwas ansparen, zwischen 50€ und 100€ monatlich. Ich selber spare monatlich schon in zwei ETFs (MSCI World / EM). Sie ist jetzt 30. Ihr ist Sicherheit sehr wichtig. Könnt Ihr da etwas empfehlen?

Vielen Dank!

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@Wallstreet Greenhorn,

bis jetzt hab ich noch jeden Monat was gefunden, bis zum 25.10. ist noch Zeit 🙂 müsste nur von der Wunschliste was rauspicken, ist immer die Frage, mit ordentlich Zuckerguss (Dividende) oder eher die Diätvariante, aber Church&Dwight würde mir gefallen, vielleicht auch Nike (die steigt heute) , möglich sind auch W.P.Carey, Apa Group oder Aufstocken von Zürich oder Swiss Re, danebst noch Givaudan und Schindler oder Geberit, also es findet sich was,

ich warte auch noch auf den Rest der Artikelserie von Zavodou ab, der schreibt hier auch, vielen Dank dafür.

https://dividendeninvestor.wordpress.com

 

 

4 Jahre zuvor

Schön zu lesen, wie manche wohnen 🙂 Ob Haus oder Wohnung, Kauf oder Miete kommt sehr oft auf die Umstände an. Wenn der Nachbar Schlagzeug spielt, ist ein EFH besser. Wenn man gerne handwerkelt und selbst bestimmen will, ist Eigentum besser als Miete. Aktuell wohne ich zentral in einer Stadt mit rund 50.000 Einwohnern. Supermärkte, Restaurants, Ärzte, Bahnhof etc. ist alles in der Nähe. So schnell werden wir hier nicht ausziehen, weil man so zentrale Wohnungen kaum noch findet bzw. alles unter der Hand vermittelt wird. 800 Warmmiete gehen zu zweit und notfalls auch alleine. Nette Nachbarn haben wir auch. Nachteil: Laut, schlechte Luft, kein Garten/Balkon. Schaue mir regelmäßig Wohnungen an, aber keine kam bisher gegen unsere Mietwohnung an. Haus brauche ich nicht, denn sowas muss auch gepflegt werden.

@Jutta

Ich hoffe, irgendwann mal eine Aktie zu erwischen, die sich ver-10- oder gar 100-facht. Dann käme ich mit 5.000€ weiter als mit 1000. Das Risiko ist natürlich auch viel höher, weswegen ich mich bei der Aktienauswahl schwer tue. Man denkt sich halt im Nachhinein: Hätteste Mal..” wie z.B. Tesla.

Fit und Gesund
4 Jahre zuvor

@ Ex-Studentin,

auch im Nachhinein, Tesla würde ich nicht mit der Mistgabel anfassen 🙂 Apple ist da was Anderes oder Amazon, aber Tesla…. brrrrhhh nie nimmer nicht.

Christian
4 Jahre zuvor

@Colakugel

Es gibt grob gesprochen 3 “Risikoklassen”

Risikofreudig (70%Aktien, 30% Staatsanleihen erster Bonität)
Mäßig Risikofreudig (50%Aktien, 50% Staatsanleihen erster Bonität)
Risikoavers/Scheu (30%Aktien, 70% Staatsanleihen erster Bonität)

Grob gesprochen: je weniger Risiko, desto weniger Rendite(changen). Weniger als 30% Aktien wäre zu risikoreich, weil die Inflation dann alles auffrisst.

Aktien könnten sein: ETF MSCI World. Und Staatsanleihen müssen bei kleinen Vermögen nicht sein, da geht Festgeldleiter.

Gruß

Christian

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