Mit weniger Plunder lebt es sich leichter


New York, 24. Februar 2019

Heute habe ich ausgemistet. Das ist erst der Anfang. Ich möchte weniger Gegenstände im Haushalt haben.

Wenn du ausgesorgt hast, kannst du machen, was du willst. Nimm die 84-jährige Edith Macefield aus Seattle im Bundesstaat Washington. Ein Einkaufszentrum bot ihr eine Millionen Dollar für ihr altes Haus. Sie lehnte ab. Sie blieb in ihrem Haus bis zu ihrem Tod wohnen. Das Shoppingzentrum musste um ihr Haus gebaut werden.

Gestern hab ich eine Dokumentation über die japanische Minimalistin Marie Kondo auf Netflix gesehen. Heute habe ich gleich meinen Schrank ausgemistet. Circa 20 Hemden habe ich soeben gespendet.

Es gibt Menschen, die leben ohne Plunder. Schau dir dieses Wohnzimmer an. Sie mögen keinen Plunder kaufen. Ich finde das knuffig:

„Wir wollen unser Geld nicht für dummen Scheißdreck rauswerfen“, schreibt er über das Wohnzimmer.

Der Deutsche Andreas „Andy“ von Bechtolsheim ist in Kalifornien mehrfacher Milliardär geworden. Bechtolsheim half den Google-Gründern mit 100.000 Dollar Starthilfe. Er lernte die beiden an der Stanford Universität kennen. Das Google-Investment machte ihn steinreich, aber auch andere Firmen wie Sun Microsystems und Arista Networks fügten ein paar Milliarden zu seinem Vermögen hinzu. In einem Interview mit dem Schweizer Magazin „Bilanz“ antwortete er auf die Frage, ob ihn Geld anspornt:

„Nein, darauf achte ich noch nicht ein­ mal. Mich motiviert es, Probleme zu lö­sen und einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Ich muss für meinen Lebens­unterhalt nicht arbeiten. Ich arbeite, weil ich arbeiten will und weil ich Tech­niken vorantreiben will. Das Geld ist nur ein Abfallprodukt meiner Arbeit.“

Genießen Sie wenigstens Ihr Geld? 
Nein, was soll mir das bringen? Ein Auto und ein Haus, mehr brauche ich nicht. 

Ein größeres Haus vielleicht. 
Dieses Streben nach mehr ist für mich bedeutungslos. 

Interview mit IT-Guru Andreas von Bechtholsheim. Er kam vom Bodensee nach Kalifornien.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Mit weniger Plunder lebt es sich leichter

  1. AvatarChrissie

    Danke für diesen motivierenden Artikel! 
    Ich habe auch noch viel zu viel Zeug in den Schränken aus meiner Zeit als Zielgruppe der Werbetreibenden. Ich darf gar nicht daran denken, wie viel Bares in diesen Schränken beerdigt liegt. Aber besser die Einsicht kommt spät als nie 🙂
    Das Ziel für dieses Jahr ist auf jeden Fall Ausmisten und Sparen, einige Sachen sind schon beim Second Hand gelandet oder bei der Caritas, der Anfang ist also gemacht.
    Die Wohnung auf dem Foto von Heath Adkins finde ich allerdings abschreckend, so eine Behausung ist lieblos und nährt nicht die Seele. Ich vermute, die meisten Menschen die so wohnen, werden eher nicht reich. Man würde am liebsten einen Eimer weiße Farbe spenden.
    Man kann ein Zuhause ja auch mit wenig Geld ansprechend und wohnlich gestalten, Tims Wohnung ist das beste Beispiel dafür. Das sieht alles sehr modern und designed aus und dennoch musste er nicht viel dafür ausgegen. Eine wohnliche Einrichtung ist durch Schnäppchen, Giveaways, Upcycling, Ikea, Flohmärkte, eigene Kreativität und den Eimer Farbe durchaus günstig hinzubekommen, ohne dass man das Gefühl haben muss, in einem zum Abriss freigegebenen Haus zu wohnen. Und falls man in Richtung Minimalismus tendiert kann es sogar noch günstiger werden 🙂

  2. AvatarBruno

    Das Wohnzimmer scheint mir etwas überladen, ich würde mal den TV, die ganzen Kabel und das Möbel und den Sessel entfernen, der Teppich müsste auch raus 😀
    Dann könnte man sich in der Mitte hinsetzen und meditieren. 
    Wichtig finde ich auch Ruhe, da muss noch etwas gehen, es ist nicht einfach heutzutage eine bezahlbare Wohnung oder Haus zu finden, wo man wirklich Ruhe hat.
    Mir fällt ausmisten leicht, leider leiden daran einige, da ich es teilweise wohl fast übertreibe, aber ich mag einfach kein Plunder oder Wohnungen, die vollgefüllt sind. Sammler sind mir ein Graus. 

  3. AvatarTechnik-finanzen.de

    Definitiv.
    Wenn ich sehe was wir bzg. die Familie Jahr für Jahr an Plunder dazu bekommen…
    Wegwerfen möchte man das dann auch nicht. Und bis sich jemand bei Ebay & Co. meldet und die Sachen ab holt dauert es auch nochmal.
    Ein richtiges Hamsterrad.

  4. AvatarAndrea

    Ich enrümpele jetzt schon seit ein paar Jahren, auch nach Marie Kondo. Ich finde ihr erstes Buch sehr inspirierend. Durch den Beruf komme ich leider nicht so schnell voran, wie ich gerne würde, aber ca. 300 Teile im Jahr gebe ich schon ab. Wir haben leider sehr viele Sachen.
    Die Sachen stammen alle noch aus der „Sammler“zeit, vor allem verschiedene Arten von Tonträgern von Lieblingsmusikern. 
    Es sieht aber schon viel besser aus und irgendwann werde ich dem Idealzustand nahe sein. Seit ein paar Jahren schon kaufe ich auch kaum etwas. Ich mag eine aufgeräumte Wohnung. 
    Die Kargheit in dem Foto oben spricht mich allerdings überhaupt nicht an. Da fehlt es komplett an Gemütlichkeit und das Zimmer sieht unrenoviert aus. 

  5. Danny Danny "Pfeffersack"

    Vielen Dank für den Sonntagabend-Artikel, Tim. 🙂

    Tatsächlich musste ich mir heute seit über einem Jahr erstmals wieder neue Pullover besorgen (online bestellt). Dem Bau unseres Hauses im letzten Jahr sind zwei Pullover zu Opfer gefallen. Trage Sie zwar immer noch in der Freizeit, aber auf Arbeit (mittleres Management) kann ich das nicht bringen. Bei einem Dritten ist die Naht im Achselbereich aufgegangen. Gut, dass lässt sich reparieren, aber ein Zweiter und ein Dritter zum Wechseln sollte es schon sein. Das sollte dann aber mindestens wieder eins, zwei Jahre genügen an Pullover.

    Zum Schluss noch eine Song-Empfehlung. Vielleicht mögt ihr Johnny Cash… „When the man comes around…“ Lalala…
    https://youtu.be/k9IfHDi-2EA

    Viele Grüße,
    Danny.

  6. Danny Danny "Pfeffersack"

    @Bruno: „Sammler sind mir ein Graus.“
    Naja, prinzipiell gebe ich dir Recht, außer es handelt sich um Erlebnisse, Erfahrungen, Aktien und Dividenden. 😀

  7. AvatarAndrea

    Mir sind sie auch ein Graus, leider habe ich in eine Sammlerfamilie eingeheiratet. Jetzt sammele ich auch nur noch Aktien, da liegt nichts herum.

  8. AvatarAndrea

    Olly Wood, was soll man machen, wenn der Partner in jeden Second-Hand CD-Laden hineingeht, um dort alle (!) CDs durchzuschauen. Das kann sehr schnell langweilig werden und man fängt an, auch mal einen Stapel in die Hand zu nehmen. 😀
    Mein Mann hat sich in der Hinsicht aber schon sehr gebessert. Und ich bleibe inzwischen konsequent vor der Tür. 😀

  9. AvatarThomas

    So sieht sicherlich eine Wohnung der finanziellen Freiheit aus. Geschmachvoll eingerichtet und gut zum Plaudern mit Freunden und Bekannten. Eine Freundin wird hier bleiben und kann sich ein Essen mit Biolebensmitteln zubereiten. Am besten gar nichts mehr kaufen, auch kein Heinz Ketchup, dann wird es mit den Dividenden schon klappen.
    Thomas

  10. AvatarChristian

    Also ich habe tatsächlich schon ein Jahr mit einer aufblasbaren Luft-Couch für 25€ gelebt. Ich habe das Geld genommen und bin 2014 nach New York geflogen. Meine Freundin hatte dort ihre Exkursion des Master-Studiengangs und es war ihr ein großes Anliegen, dass ich mitkomme. Es war ein toller Aufenthalt. Danach habe ich mir dann – sobald genug gespart war – eine echte Couch gekauft. Es geht. Besser als einen Kredit aufnehmen.
    Leider kannte ich da Tims Blog noch nicht, sonst hätte ich ihn gerne auf einen Café eingeladen. 🙂

  11. KievKiev

    Die Wohnung hat schon ihren eigenen Stil. Was Lagerfeld wohl dazu gesagt hätte…Das verbinde ich überhaupt nicht mit Minimalismus. Außer das wenig Gegenstände in dem Raum sind. Das Kabelgewirr geht schon einmal gar nicht. Der Fokus scheint auch auf dem Sessel und dem gegenüber zusammengestellten Fernseher zu liegen. Bei Minimalismus versucht man sich auch auf das Wesentliche zu fokussieren. Fernsehen ist da meine ich zumindest nicht so oft vertreten. Minimalismus muss auch nicht Stil ausschließen. Im Gegenteil kann man Stil besonders mit Minimalismus akzentuieren.
    The Minimalists verbinden hier schon eher Minimalismus mit Stil. Geschmack ist natürlich unterschiedlich, aber stilvoll einrichten (lassen?) können sie jedenfalls. The Minimalists finde ich jedoch von ihrem Auftritt und Professionalität nicht minimalistisch. Es lässt sich vermutlich sehr viel Geld damit verdienen.
    Mein Ferienhaus habe ich minimalistisch eingerichtet. Hotels, Ferienhäuser sind in der Regel minimalistisch aus diversen Gründen eingerichtet. Es gibt allgemein erwartete Orte für Gegenstände. In fast jedem professionellem Haus wird diese eingehalten. Es gibt vermutlich immer Ausnahmen hier und dort. Außerdem muss alles gut gereinigt werden können. Stoffe sind nach Möglichkeit so weit reduziert zu verwenden wie möglich (Allergiker, Reinigung, Geruch, usw.) Vielleicht gibt es den ein oder anderen Hobby-Fotografen hier im Forum. Für mich ist Minimalismus in der Einrichtung wie ein gutes Foto. Bei einem Foto wird auch oft eine weit offene Blende verwendet um Gegenstände herauszustellen. Dies funktioniert bei der Einrichtung in derselben Weise.

  12. AvatarWohnung mit Domblick

    Wenn man sich von alten Spielsachen trennt, ist auch Platz für Neue. 🙂
    Ein Minimalist bin ich erklärtermaßen NICHT, ich habe Hobbies und da sammelt sich immer einiges an. Nachdem ich vor einigen Monaten mal entrümpelt habe, konnte ich gestern noch Mal eine Ladung Zeug aus dem Keller holen. Es ist wirklich nicht einfach, das unter Kontrolle zu halten. Zu viel Zeug das im Keller verschwindet, bleibt da jahrelang unangetastet liegen. Meine Wohnung ist aber immer aufgeräumt.
    Dieses Wohnzimmer mit Sessel und TV: Ich schätze, das wird man in Zukunft öfters sehen. Das Leben wird zur Entertainmantfalle mit komagucken von Netflixserien. Wer braucht da noch Möbel.
     

  13. AvatarChrissie

    The Minimalists empfehlen auch das 30-day minimalism game. Am ersten Tag einen Gegenstand ausmisten, am zweiten zwei usw. bis am 30. Tag 30 Sachen gehen müssen. Die ersten Tage sind leicht, aber die letzten Tage sind eine Herausforderung, wenn man nicht jede Büroklammer extra zählt. Habe ich die letzten Monate 2 mal durchgespielt, aber bei dem Zeitrahmen gemogelt 😉

  14. AvatarThorsten

    Ich habe vor etwas über einem Jahr angefangen Dinge auszumisten. Marie Kondo lehne ich für mich ab. Ich sehe diese Methode eher für Haushalte, in denen über Jahrzehnte angehäuft wurde und wo man schnell große Mengen rausschaffen möchte oder sehr kleine Wohnungen. Und für Leute, die gar keinen Plan haben, so wie die Familien, die in der Serie gezeigt werden. Alle Dinge einer Art aus allen Räumen  auf einen Haufen zu werfen widerstrebt mir und scheint mir bei größeren Wohnfläche ineffizient zu sein.

    Ich habe mich sehr früh für die ‚Einkaufmethode‘ entschieden, allerdings ohne zu wissen, dass sie so heißt. Ich habe dort, wo ich ausmiste eine Kiste (transparente Plastikkisten aus der Zeit, wo ich noch Plastik gekauft habe). Zeitweise hatte ich zwei Kisten, damit ich nicht so oft laufen müsste. Wenn ich Zeit habe, dann sortiere ich etwas aus und gehe  dabei im Prinzip Raum für Raum,  aber nicht systematisch durch (bei Marie Kondo müsste ich ständig Treppen laufen oder Dinge von einem Zimmer ins andere schleppen). Genau genommen nehme ich mir einfach einen kleineren Bereich vor z.b ein Regalfach oder ich nehme so viel Kram raus, dass sich  die Kiste füllt. Der Bereich sollte zum verfügbaren Zeitrahmen passen. Wer arbeitet hat in der Woche kaum Zeit und möchte nicht das ganze Wochenende mit Ausmisten verbringen. Tagelang am Stück arbeiten wie in der Serie ist nicht notwendig. Sind ein paar Dinge in der Kiste gelandet ist das Soll ohne viel Zeitaufwand erfüllt.

    Da , wo man etwas wegnimmt gibt es meist Nacharbeiten, das sollte man bedenken : sauber machen, sortieren. Und was in der Kiste ist muss ja auch entsorgt werden und das kostet mehr Zeit als das Aussortieren, wenn man es nicht einfach in den Restmüll werfen möchte. Spenden, Recyclen, Verkaufen, Verschenken.

    Die Einkaufsmethode überfordert nicht, Sie erzeugt keine Unordnung und man ist auch mit wenig oder unterbrochener Zeit erfolgreich.

    Interessanterweise endet das auch nicht wirklich, es wird nur weniger zeitaufwändig mit der Zeit. Man muss regelmäßig mal alles durchsehen. Wenn dann schon viel weg ist , merkt man, dass manche Sachen von einem Raum in einen anderen gehören oder Möbel umgestellt oder sogar abgeschafft werden können. Das ist kaum in einem einzigen Schritt zu schaffen,  manche Verbesserungen habe ich erst nach Monaten gemerkt. Dinge und Sichten brauchen ihre Zeit, das kann man nur bedingt übers Knie brechen. Da wir sowieso nie viel gehortet haben , war das nicht so schlimm wie bei den Haushalten , die Marie Kondo in der Serie besucht hatte. Aber das sind sowieso Grenzfälle, zumindest aus Sicht eines europäischen Haushalts.

    Die einfachste , aber wohl sehr lang dauernde Methode hat eine Frau beschrieben: „für jedes Teil, das ins Haus kommt müssen zwei Dinge das Haus verlassen.“

    Warum man in dem ‚minimalismus game‘ am ersten Tag einen Gegenstand, am nächsten 2 etc. aussortieren sollte erschließt sich mir nicht. Am ersten Tag bitte so viel in die Kiste werfen wie es geht, wenn es die Zeit zulässt, warum die Dinge aufschieben ?

    Das Wohnzimmer ist doch eher ein abschreckendes Beispiel ? Sessel und Fernseher, ooooh. Fehlt bloß noch der Beistelltisch mit dem Träger Bier.

    @Tim klasse , mach weiter. Es vereinfacht das Saubermachen sehr, wenn weniger da ist. Und irgendwann weiß man genau wo etwas ist. Bei 10.000 Dingen sind 9000 unauffindbar.

  15. AvatarNick

    Shoppingcenter um Haus gebaut
    Ich hätte wahrscheinlich für eine Million verkauft. Während der Bauphase war es eher kein Vergnügen, in dem Haus zu wohnen (Lärm und Dreck von der Baustelle). Nach Fertigstellung des Shoppingcenters wirkt das kleine Haus sehr schattig und eingeengt.
    Marie Kondo
    Ein aufgeräumtes Zuhause begeistert mich auch. Um Wegschmeißen zu vermeiden, versuche ich nur noch Dinge zu kaufen, die ich auch wirklich lange Zeit gebrauchen werde.
    Bechtolsheim
    Sein „armer“ 😉 Verwandter ist übrigens Geschäftsführer beim Vermögensverwalter Focam und kam neulich in der Milliardärs-Reportage vor, in der Herr Rossmann die Gazprom Aktien gekauft hat. (Blogbeitrag vom 20.02.2019)
    Minimalismus
    Minimalismus ist auch mit Blick auf die nächste Generation gut. Ich habe inzwischen mehrere Haushaltsauflösungen miterlebt. Die Situation ist oft ähnlich. Die voll bestückte Wohnung muss schnell geräumt werden, um Miete zu sparen. Die Betroffenen haben mit Haushaltsauflösungen keine Erfahrung. Zeitdruck und mangelnde Erfahrung führen dann dazu, dass so ein Haushalt innerhalb kürzester Zeit verramscht oder entsorgt wird. Sehr zur Freude von professionellen Entrümplern, die im Nachlass das eine oder andere Schnäppchen von Wert finden. Gut gefüllte ETF-Depots können die undankbaren Nachkommen dagegen kurzfristig verprassen und selbst Berge von Tand anschaffen. 😉

  16. AvatarThorsten

    @Danny Nicht wenige dieser der Boomer erben, von der Generation, die bis zum Grab gearbeitet hat und nichts anderes kannte. Ein Haus ist für Viele drin, selbst wenn es alt ist, kann es die Zeit zur Rente verkürzen.

  17. AvatarTugumak

    Die Oma litt wahrscheinlich am Endowment-Effekt aufgrund des Alters oder großer Verbundenheit.
    MMn war es nicht sehr rational, das Haus nicht zu verkaufen.
    Der Effekt schlägt übrigens auch zu, wenn ihr aufräumt und die Sachen auf eBay verkaufen wollt.
    Aber da muss sich jeder selbst Gedanken zu machen.
     
    Gruß Tugumak

  18. AvatarRalf

    Ich könnte sehr minimalistisch leben, z.B. fahre ich bereits einen 23-Jahre alten C-Klasse Mercedes und bin sehr glücklich damit. Auch auf einen Fernseher würde ich ohne Probleme verzichten können.

    Strengen Minimalismus würde aber meine Familie nicht mitmachen. Schade eigentlich. Weniger ist oft mehr. Aber die Kids werden eben z.B. auch in der Schule bereits beeinflusst und alles nur verbieten ist auch keine Lösung….

    Wie ist das bei euch?

    Und wie schätzt ihr Kraft Heinz ein? Hat das Unternehmen noch kräftig Wachstumspotential? Angesichts vieler Billigmarken und zunehmender Eigenmarken z.B. bei Edeka habe ich da Zweifel…

    Wir greifen z.B. auch eher zu den günstigeren Eigenmarken der Discounter und Supermärkte anstatt zu den Marken.

  19. AvatarAli

    Günstige Eigenmarken haben oft minderwertigere Zutaten als die orig Produkte,siehe Zutatenlisten.
    Auch wenn es oft der selbe Hersteller ist sind die hochwertigeren Zutaten weniger enthalten als im Original und ja der Geschmack muss da auch mitspielen.
    Nehmen wir Coca Cola bis jetzt hat es kein Dicountprodukt geschafft an den Geschmack des Originals zu kommen.
    Aber nicht bei allen Produkten ist dies so.
    Ich halte von Minimalismus nicht viel aber schmeiße auch nicht die Kohle aus dem Fenster.Kein Auto,viel Bewegung aber auch ab und an Essen gehen oder mal ins Kino,das muss schon mal sein.
     

  20. Avatar42sucht21

    @ wie der {KHC} Preis heute einzuschaetzen ist
    Falls Buffets Interview nicht taktisch sondern ehrlich war, dann ist es doch offensichtlich wie er den aktuellen Preis der KHC Aktie Heute einschätzt: viel zu teuer.

    … und Apple würde er zukaufen wenn es denn billiger wäre.

    Welche Opportunitätskosten hat man eigentlich wenn man mit 112 Mrd. cash auf Elefantenjagd ist aber jahrelang an der Seitenlinie steht und es kommt keiner vorbei? Verliert man da nicht jedes Jahr praktisch 10% Wert?

    Mir ist der Hype zu diesem Investor einfach zu groß. Beim Kauf von Gold vs. S&P500 Index-ETF stimme ich aber voll mit ihm überein.

    @ Fabian S.
    Vielleicht warten Sie mit Ihrem BRK-B-Kauf bis Munger/ Buffet nicht mehr mitspielen und übergeben. Dann bekommt der Kurs bestimmt eine Delle. Seien Sie so geduldig wie Ihr Vorbild.

    @AT&T
    Warum wird diese Aktie eigentlich so selten hier im Blog genannt. Findet die niemand aktuell interessant bewertet?

  21. Avatarsteve

    @ 42sucht21
    telekom mag momentan keiner frag mich nicht warum genau da ist at &t nicht alleine vodafone, freenet, united internet, telefonica deu …. ueberall hohe Dividende geschuldet der angst das das geschaeft erodiert. 
    Ich selbst habe ein paar freenet die sind auch doppelt gestraft, schlecht laufende ceconomy Beteiligung. Die Beteiligung an Sunrise ist letzlich auch schlecht gelaufen und hat den kurs gedrueckt. Interessanterweise war der vorherige Anstieg fuer den freenet kurs egal.
    Mir aber auch egal die zahlen steuerfreie Dividende, solange sie dass tun und sich leisten koennen. Alles gut 

  22. KievKiev

    @ 42sucht21
    Ich habe 100stk AT&T. Ich hatte mich auch bereit erklärt weitere 100 zu nehmen. Kam nicht zu Stande. Das ist für mich sehr in Ordnung. Ich erwarte mir hier keine Outperformance. Die fand ich aber noch recht günstig in Gegensatz zu anderen auf meiner Liste.
    Ich habe heute einen Podcast von Nur Bahres ist Wahres angehört. Den “Adams Diversified Equity Fund“ werde ich mal anschauen. 14% Abschlag auf NAV gefällt mir. Auch wenn er schlechter als Vanguards S&P500 in Total Return abgeschlossen hat. Eine Mindestdividende von 6% ist für mich sehr in Ordnung. Falls mor mal nichts einfällt und der noch immer günstig ist kaufe ich mal ein Paket.
    Mein Zieldepot von 300k soll möglichst niedrig bewertete Aktien enthalten. Am besten mit einstelligem KGV. Und das über viele Unternehmen verteilt. Was ich mir davon verspreche kann man bei Olivers letzten Beitrag zum Entsparen lesen.

  23. Danny Danny "Pfeffersack"

    @steve: Von Freenet hatte ich mir kürzlich auch ein paar Stücke ins Depot gelegt. Und zwar, als die mit 10 % Dividendenrendite bewertet waren (unter der Annahme, dass die Dividende in gleicher Höhe wie letztes Jahr gezahlt wird). Also fix in die Quartalsberichte geschaut, ob Freenet sich die Dividende überhaupt auf Basis des Free Cashflows leisten kann. Und siehe da, der Free Cashflow der ersten drei Quartale hat schon ausgereicht. 🙂

  24. AvatarManniB

    AT&T und Freenet sind auf meiner Watchlist. Hab im Moment aber leider nicht genug Cash, das sich ne Order lohnt…. Würde momentan aber AT&T vorziehen

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