Ich wollte als Jugendlicher Millionär werden


New York, 23. August 2019

Du kannst reich werden, wenn du früh mit dem Investieren beginnst.

Der Wohlstand konzentriert sich zunehmend auf Haushalte, die ihr Geld nicht ausgeben wollen. Hierzu ist ein interessanter Artikel von Bloomberg zu finden. Die Finanzagentur sagt, dass Menschen, die viel gespart haben, nicht so viel ausgeben, wie sie eigentlich könnten. Die Tendenz nimmt mit zunehmendem Alter zu.

Die Wohlhabenden haben im Laufe der Zeit Ansammlungsgewohnheiten entwickelt. Sie sparen buchstäblich mehr, als sie ausgeben. Sie können mit der Zeit extremer werden. Es gelingt ihnen, die Sparquote zu erhöhen.

Der Artikel ist logisch: Wer spart, hat auch mehr Geld.

Wenn du den Ehrgeiz hast, schon in jungen Jahren, ein Vermögen aufzubauen, ist das hilfreich. Du startest einen ETF-Sparplan oder Aktiensparplan mit 18 Jahren (oder früher). Vielleicht gibst du jeden Monat 200 Euro hinein. Du steigerst die Summe im Laufe der Zeit auf 500, 600, 800 oder 1.000 Euro im Monat. Du ziehst das durch. Du machst Karriere und schaufelst wie ein Irrer das Geld ins Depot. Dann wirst du die Freiheit erreichen. Natürlich gönnst du dir auch was.

Es gibt nicht viele Gruppen, in denen ein solcher Artikel gut ankommen wird. Bei meinem Blog und den Lesern hier ist das wohl eine Ausnahme.

Ich will dir erklären, wie du frei(er) wirst. Schon bevor ich meinen ersten „richtigen“ Job hatte (1996), begann ich, für den Ruhestand zu sparen. Ich hatte Nebenjobs und einige tausend Euro auf dem Sparbuch. Ich hatte einen Bausparvertrag und einen Immobilienfonds. Ich hatte als 20-jähriger alles in allem einen niedrigen 5-stelligen Betrag. Ich arbeite seit ich 15 Jahre alt bin. Ich sparte vielleicht anfangs 250 DM im Monat.

Mein Ziel war es Millionär zu werden. Es klingt kindisch, so war es aber schon als Jugendlicher. Ich fand das gut.

Wichtige Tipps:

  1. Die ersten 100.000 Euro dauern am längsten.
  2. Die große Rezession 2008 warf mich zurück, aber mein Depot hat sich erholt (festhalten, nicht verkaufen, zukaufen).
  3. Mein Depot geht seit Jahren stramm nach oben.
  4. Jeder kann das erreichen – es braucht Zeit und Engagement.
  5. Lies Finanzliteratur. Steig in das Thema früh ein.

Ich erhalte viele Emails. Es ist, als ob die Leute nach der magischen Antwort suchen, die hilft, Millionen im Depot anzusammeln. Es ist weder einfach noch kompliziert. Verdiene ein anständiges Gehalt, achte auf deine Ausgaben und spare so viel wie möglich. Genieße trotzdem das Leben. Es gibt viele Wege, die in die Freiheit führen. Die meisten Menschen haben nicht die Disziplin. Die meisten wollen lieber konsumieren als sparen.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Ich wollte als Jugendlicher Millionär werden

  1. AvatarAndrea

    Tim, ein schöner Artikel, danke dafür.

    Eine Kleinigkeit stört mich, zumal ich es schon mehrfach so von dir gelesen habe: Der Imperativ von lesen heißt „Lies“, nicht „Lese“. Wie gesagt, es ist nur eine Kleinigkeit.

  2. AvatarWhirlwind

    Hallo Tim, toller Artikel nach der 4-tägigen Pause. 🙂 Der Artikel bringt es auf den Punkt.

    Als 15-jähriger war ich auch erstmals in den Ferien arbeiten. Ich habe Schrauben und Muttern sortiert, Kabel abgesetzt und Lieferungen in ein Lager einsortiert. Ich weiß noch, dass ich im Sommerurlaub als noch 14-jähriger mein Vater damals fragte, ab wann Ferienarbeit denn offiziell „okay“ sei. 🙂

    Leider habe ich es nicht ganz so konsequent durchgezogen, wie du damals. Parallel zum Abitur (Klasse 11 bis 13) war ich jeden Samstag und Sonntag im Eis-Café arbeiten. In drei Jahren habe ich neben dem Führerschein einige Tausend Euro erspart. Dummerweise hatte ich damals noch keine Ahnung davon, dass man sein Geld für sich arbeiten lassen kann. So kaufte ich mir zum Ausbildungsbeginn für 5.500 € ein Auto und in regelmäßigen Abständen ein neues Handy. Gerade die Marke Sony-Ericsson hatte mir es damals angetan.

    Richtig nachhaltig hat sich meine Einstellung geändert, als ich meine heutige Frau kennenlernte, die mich auf mein oberflächliches Komsumverhalten aufmerksam machte und als unser erster Sohn geboren wurde.

    Viele Grüße und ein erholsames Wochenende,

    whirlwind.

  3. AvatarWhirlwind

    By the way… Ein Community-Mitglied fragte kürzlich hier im Blog, wie die einzelnen Investoren ihre (Aktien-)Investments auswählen, d.h. welche Kriterien und Kennzahlen eine Rolle spielen. Ich habe meine eigene Systematik an dieser Stelle mal niedergeschrieben – https://www.whirlwind-investing.com/unternehmensanalysen/

    Ich würde mich freuen, wenn wir basierend auf diesem Beitrag über die ein oder andere Kennzahl diskutieren könnten. Natürlich auch gern hier im Blog.

    Viele Grüße,

    whirlwind.

  4. AvatarLa

    Trump dieser wahnsinnige…er reitet uns mit seinen Starallüren alle ganz tief ins Chaos.

     

    Die Taktik dahinter ist mir schon klar,.nur lassen sich die Chinesen eben auch nicht ohne Widerspruch auf sich sitzen. Eine Abwärtsspirale ist hier erkennbar, mit fragwürdigem Ausgang…am Ende kriselts überalles und die falschen wird’s treffen.

  5. AvatarEx-Studentin

    Ich hatte mal eine Freundin (damals noch keine 10 Jahre alt), die behauptete, sie hätte sehr viel Geld. Sie versuchte es mit dem folgenden Satz zu verdeutlichen: „Ich spare an meiner ersten Millionen.“ Wir anderen Mädels sagten deswegen als Running Gag: „Ich spare auch an meiner ersten Millionen.“ Daran sparen die meisten wohl heute noch. Ich taste mich in 100.000er-Schritten ran und so leicht ist es leider nicht.

  6. AvatarSkywalker

    Wenn man als Jugendlicher wirklich Millionär werden möchte sollte man v.a. etwas ordentliches  studieren. Es geht vor allem um das Einkommen, auch wenn Sparsamkeit wichtig ist.

     

    Aber es ist eben viel einfacher als Steuerberater, Pilot, Anwalt oder Arzt mit einem Einkommen von > 160.000 Euro /Jahr Millionär zu werden als wenn man Bürokaufmann lernt und dann 38.000 / Jahr verdient.

     

    Es gibt Jobs mit garantiert hohem Einkommen, wenn man einen gewissen Punkt erreicht hat. Jeder Notar, die allermeisten Steuerberater, die allermeisten Ärzte, die Piloten (zumindest bei LH), die Sparkassendirektoren, die Geschäftsführer, auch die erfolgreichen  selbstständigen Handwerker, alles verdienen sehr gut.

  7. AvatarAlbr

    @skywalker, geben aber auch verdammt viel Geld aus 😉

    ich kenne zwei LH Piloten, die sind alles andere als Millionäre, leider beide mehrmals geschieden, mit einer entsprechenden Anzahl an Kindern und Autos 🙂

     

    die Frauen ( sprich Stewardessen) schwirren wie fliegen um beide herum 🙂

     

     

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Andrea

    Danke. Habe es geändert. Haha. Ich brauche ein ganzes Lektorat für diesen Blog und meine Fehler.

  9. AvatarAlbr

    @Tim, sehr guter Artikel, finde mich in deinem Beitrag wieder, mit 15/16 Werbung ausgetragen, nach meinem schriftlichen Abitur gleich in der Fabrik angefangen zu arbeiten (für die mündliche Prüfung müsste ich mir einen Tag Urlaub nehmen), dort möglichst viel gearbeitet (sprich mind. 50 h pro Woche), bis zum Studium durchgezogen und sehr ordentlich verdient… während des Studiums als HiWi gearbeitet, auch gut bezahlt… etc…

     

    wenn ich ich mir heute ansehe, nach Abitur gleich nach Malle fliegen, oder ein Jahr Auszeit 😉

     

    aber egal, nächste Woche – wenn die Kurse hoffentlich noch deutlich weiter runter gehen – wird ordentlich eingekauft 🙂

     

     

  10. AvatarSlowroller

    Es gibt verschiedene Wege sich Ziele zu setzten. Oft genannr sind die „echten Zielsetzungen“, an denen man sukzessive arbeitet. Ich selbst mach das ein wenig anders – meine Zielsetzung ist eher der Weg: Vernünftig (sparsam aber nicht geizig) leben, seine Versicherungen und Verträge im Griff haben, gut und einfach investieren und bei alles staatlichen Regelungen ein wenig Powergaming betreiben (gerade bei Elterngeld und der Steuererklärung kann man da wirklich das beste rausholen).

    All das macht mir wirkluch Spaß. Und dann guckt man mal irgendwann auf die Vermögenszusammenstellung und sagt sich „Wow, so viel.“ (relativ gesehen natürlich) Das motiviert mich dann – auch wenn ich das als Ziel so nie hatte.

    Der Beruf ist hier natürlich auch ein Weichenstellung, ich bin kurz vor der neue-markt-blase in die IT geschlittert obwohl ich eigentlich ganz was anderes machen wollte. Das war dann irgendwie das richtige Pferd. Schaffen kann man das aber mit vielen Jobs – gerade wenn man sich nicht mit anderen vergleicht.

     

    Aber ab heute: Ich arbeite an meiner ersten Millionen! 😉

  11. Avatar-M

    @Whirlwind

    Schöne übersichtliche Tabelle. So in der Art habe ich es auch mal gemacht, um meine Watchlist zusammen zu stellen. Diese steht nun (mit hoffentlich guten Unternehmen) und ich lege jetzt mehr Wert darauf, den richtigen kaufkurs zu finden.

    Du hast alles drinnen, auf das ich auch Wert lege

     

    – mir fehlen nur die Treasury Stocks bzw. die Aktienrückkäufe –

     

    Welche das Ergebnis teilweise bei Unternehmen negativ verfälschen und diese vlt aus deiner Watchliste fliegen, obwohl die Unternehmen in Wirklichkeit besser sind. (Zuletzt gesehen bei Baums Betrachtung von Home Depot, als Claus das schlechte EK relativiert hat)

    -M

     

  12. AvatarNico Meier

    Mein erstes Geld habe ich gemäss den Erzählungen meiner Eltern mit 5 Jahren verdient. Meine Schwester und ich haben damals von den Eltern 10 Franken erhalten und ein kleines Stück des Gartens um das was zu pflanzen.

    Ich habe Kohlrabisamen und zwei Kunststoffsaatschalen gekauft mit denen man Setzlinge ziehen kann. So dann 48 Setzlinge gerangezogen und diese dann für ich glaube 50 Rappen das Stück verkauft. So wurden aus 10 dann 24 Franken.

  13. Avatar-M

    Ich hab als Kind Steine gesammelt, bemalt und dann bei den Nachbarn klinken putzen gewesen und die verkauft haha.

     

    -M

  14. Avatarlol

    @ La

    Noizz.de  /
    Politik  /
    US-Abgeordnete lassen Trump von Psychiaterin einschätzen

    Isabell Finzel Politik, News, Lifestyle

    Facebook
    Twitter

    Wie steht es um seine seelische Verfassung?

    Sie fragten die renommierte Psychiaterin Bandy Lee nach einer Einschätzung – wie der US-Nachrichtensender CNN und die Zeitung „Politico“ berichten. Die Abgeordneten sagten, sie seien beunruhigt angesichts der Gefahr, welche die „seelische Instabilität“ des Präsidenten für das Land bedeute.

     

  15. AvatarDjerun

    Da ist schon gewaltig was in der Kindheit schief gelaufen, wer sich hier outed in dem Alter Millionär werden zu wollen.

    Was bedeutet Millionär sein? Entweder finanzielle Freiheit oder Konsum. Und eines davon soll der Wunsch eines Kindes sein? Traurig!;)

     

    LG

    Djerun

  16. AvatarFelix

    @ Beruf

    Ja, neben der Sparsamkeit ist natürlich die Einnahmeseite wichtig, um Vermögen aufbauen zu können. Und da macht es schon einen, ob man 30.000 oder 300.000 p.a. einnimmt. Gut es gibt Leute, die kommen auch mit letzterem auf keinen grünen Zweig.

    Und beim Beruf ist nicht nur die Frage wichtig Studium / kein Studium. Wenn ich soziale Arbeit studiere und bei der Caritas anfange, dann werde ich davon leben können und nicht verhungern, aber reich werden wird einfach schwierig. Bei mehr Risiko, z.B. Selbstständigkeit, gibt es eben auch andere Chancen.

    Manche Jugendliche sind auch glaube ich ziemlich blauäugig bei der Berufswahl. Einmal Googlen, was sind die Top-Berufe im Hinblick auf das Gehalt würde ich schon, bevor ich mich für etwas entscheide. Und gibt es Entwicklungsmöglichkeiten. Das Berufsleben dauert schließlich 40 Jahre.

  17. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Djerun,

    ich sehe das andersherum. Ich denke, die meisten Kinder/Jugendliche meiner Generation haben mal vom sagenhaften Reichtum (sprichwörtlichen „im Geld schwimmen“) geträumt, weil die meisten Kinder Bittsteller waren, und sich Taschengeld von gnädigen Eltern erhoffen mussten. Dagobert Duck war zwar eher dazu da, um darzustellen, dass Reichtum auch nicht glücklich macht, aber das will wohl jeder selber in Erfahrung bringen. 😉

    Wer nicht in gut ausgestatteten Familien aufwuchs, der musste sich eben auch mit Arbeit behelfen, sobald es ging, um voller Stolz eigenes Geld zu verdienen. Wir haben auch als Schulkinder in der Umgebung Dresdens Kirschen wild gepflückt und bei den Nachbarn in der Stadt verkauft. Später dann regulär bei der Obsternte pro Eimer bezahlen lassen. Haben in der Kegelbahn die Kegel aufgestellt (das musste man damals noch so machen), mit Mopedschein dann bei der Post Telegramme ausgefahren, selbst nachts. Morgens dann Schule, da konnte man sich ausschlafen. 😉

    Ich denke, jeder Jugendliche mit etwas Stolz in der Brust wollte möglichst schnell selbstständig und unabhängig von den Eltern sein. Na ja, vielleicht sehen das verwöhnte Bübchen nicht so. Die wollen sicher so lange wie möglich gepampert werden.

    MS

  18. AvatarHubertus

    Seltsam. Ich wollte als Jugendlicher etwas ganz anderes:-)

    Vor allem viel Zeit mit meiner Freundin und Kumpels verbringen und natürlich Fußballprofi werden.

  19. Avatar-M

    Hubertus,

    Das stimmt wohl… Thema Frauen (und andersherum) ist wohl bei vielen hier weniger Thema gewesen als Jugendlicher 🙂

    -M

  20. AvatarAndreas

    @Djerun

    Auch ich hatte den Traum Millionär zu werden. Neben Geheimagent, Kapitän eines Schiffes und weiteren „spannenden“ Berufen.

    Geld war in meiner Kindheit einfach knapp, herumgefahren sind wir auch nicht. Wandertage in der Umgebung war das höchste der Gefühle. Ich war damals glücklich und hatte alles was ich brauchte. Nur verglichen mit anderen, die die ersten PC´s bekommen haben, da wird man kurz neidig. Aber als unsere Bande wieder im Wald unterwegs war, war das wieder vergessen.

    Es sind einfach die Träume, Kaufen können was man will, herumkommen wie man will.

    Nun, um Millionär zu werden muss man nicht studieren. Bevor ich meinen Grundwehrdienst machte, war mein Sparbuch knapp unter umgerechnet 7000 Euro. Leider kam mir dann ein neuer PC in den Weg und noch ein paar teure Ausgaben. Wäre der Euro nicht gekommen, wäre ich schon Millionär (Umrechnungsfaktor!). Nun stehe ich vor den 1sten 100.000 am Depot, wird nicht mehr lange dauern, hoffe ich.

    Geht Euren Weg, lasst Euch nicht beirren. Geniest Euer Leben (geht auch mit weniger Geld, oder einfach nicht so oft im Urlaub weg, dafür aber richtig). Viel Glück und Gesundheit an alle Mitleser!

     

  21. Der BaumDer Baum

    @ M, Home Depot Diskussion von gestern: danke für die Erklärung! Ich hab wie gesagt nur kurz drauf geschaut, das ändert natürlich alles. Ich hatte mich auch gewundert, wie man bei dem Cashflow zu einem sinkenden EK kommt ??

    Nichts desto trotz auch auf der Basis ist mir Home Depot leider zu teuer.

     

    Whirlwind, deine Übersicht schau ich mir demnächst Mal an. Ggf. heute Nachmittag. Hübsch ist sie schonmal, da ist meine Excel-Liste eher puristisch ?

  22. Avatar-M

    Baum

    War glaube ich Claus der das erläutert hat, ich hab nur geschrieben, das alles geschrieben wurde 🙂

    Meine exceltabelle ist auch sehr schlicht. Obwohl ich habe 4 Grafiken!

    Depotstand gegenübergestellt mit einem monatlichem sparplan mit 8% kalkulierter Rendite

    kuchendiagram mit meinen depotwerten

    währungsaufteilung

    dividendensumme als graph

     

    Meine Lieblingsübersicht ist jedoch wieviel EPS meine Unternehmenteile bezogen aufs investierte Kapital verdient haben im Jahr. Steigt diese Summe wird wohl oder übel mein Depot mit steigen:-)

     

    -M

  23. AvatarBruno

    Die meisten Jugendliche und wohl auch ziemlich viele Erwachsenen, und ich denke das war früher so und ist heute nicht anders, wollen nicht Millionär werden sondern Millionär sein.

    Millionär werden ist verbunden mit hart arbeiten, sparen, Verzicht, Bescheidenheit etc. niemand will dies sondern so leben wie ein Millionär, gutes Essen, teure Klamotten, teure Autos, Villa, schöne Ferien etc. das will man 😉

    Ich war da nicht anders in dem Alter. Heute ist halt die Verführung einfach grösser und Instagram, Youtube & Co. sein dank sehen natürlich heute Jugendliche viel mehr Luxus auch bei Gleichaltrigen, ob die teuren Wagen und Villen dann gemietet sind oder ihnen gehören, sei mal dahin gestellt. Man will den schnellen Reichtum, und das geht halt bis auf wenig wenig Ausnahmen nicht. Auch wenn man sich selbständig macht, mit einer extrem guten Idee und hart arbeitet, man wird nicht über Nacht reich, oft dauert es viele Jahre bis erste Früchte geerntet werden können.

    Die Realität holt sie schon wieder ein.

    Schlimm und gefährlich wird es nur, wenn man heute wie ein Millionär leben will und nichts hat, dann ist die Gefahr sich zu verschulden hoch, und da wieder rauszukommen ist hart.

  24. AvatarOlly Wood

    @Bruno

    …und für viele bedeutet Millionär sein eine Million aus zu geben und nicht sie zu besitzen (und zu behalten) 😉

  25. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Slazenger

    Thor Industries habe ich auch schon länger auf dem Schirm. Geschäftsmodell und Marktstellung gefallen mir. Optisch wohl der richtige Moment, um günstig einzusteigen. Geschäftliche Delle – Kurseinbruch – Einkauf.

    Zur Zeit packe ich mir aber lieber die Dickschiffe und DivAristokraten ins Depot.

    @ Whirlwind

    Respekt für deine ausführliche Arbeit! In die Fundamentalanalyse einzutauchen kann nicht schaden.

    Erinnert mich an meine Zeit um 2011/2012 als ich inspiriert von Phil Town lauter Tabellen angelegt habe. Bekomme ich grüne Felder für Umsatz- , EPS-, Cash- und Eigenkapitalentwicklung über zehn Jahre? Wie sieht es mit den Kapitalrenditen aus?

    Heute bin ich fast nur noch am Aufstocken. Recherchiere eigentlich nichts mehr groß. Gut gestreut einen Haufen Weltmarktführer im Portfolio und gut ist.

    Erfolgreiches Investieren wünsche ich 🙂 !

    @ Jugendlicher Millionärstraum

    Also ich komme aus einer ganz anderen Ecke. Wohlbehütete Kindheit und Jugend in der Mittelklassefamilie. Es war eigentlich immer alles da und möglich. Aus Konsum, Kram und Statussymbolen habe ich mir nie etwas gemacht. Geld war zum Ausgeben da, die Zeit zum Gedeihen in Freiheit und nicht zum Arbeiten (soll nicht despektierlich klingen).

    Freiheit ist mir ein sehr hohes Gut. Nur so bin ich auf die FIRE-Schiene und ans Investieren gelangt. Millionär werde ich wohl gemeinsam mit meiner Frau nur so nebenher. Mein Ziel ist es, mit den „passiven“ Einkünften das ganz normale Leben zu finanzieren.

  26. AvatarNico Meier

    Mit 5 Jahren als ich die Kohlrabisetzlinge gezogen habe, habe ich mich noch nicht für Frauen interessiert und hatte auch nicht den Wunsch Millionär zu sein. Viel mehr haben mich die Entdecker oder Piraten fasziniert. Mit der Kinderbande haben wir die Tage im Wald verbracht mit Waldhütte bauen und Feuermachen. Gelegentlich gabs Reibereien mit anderen Kinderbanden die in unser „Revier“ wie wir das genannt haben eingedrungen sind. Frauen wurden erst in der Oberstufe so ab 13 ider 14 inzeressant. Da verdiente ich mir das Geld mit Rasenmähen am Mittwoch und Samstagnachmittag um am Samstagabend eine schöne Frau aus der Klasse ins Kino einzuladen.

  27. AvatarDaniel (Frankfurt)

    @Freelancer

    Welche Dickschiffe stockst Du auf?

    Letzte Woche waren es Cisco, 3M und Shell bei mir.

  28. AvatarWhirlwind

    @-M: Vielen Dank für deine Rückmeldung. In meiner Excel-Tabelle habe ich bereits etwas mehr als 40 Unternehmen nach der beschriebenen Art und Weise hinsichtlich ihrer Kennzahlen und die Lupe genommen. Darunter natürlich Klassiker wie Apple, Microsoft, Coca-Cola, Procter & Gamble, Johnson & Johnson, BASF, SAP…, aber auch kleinere nicht weniger erfolgreiche Unternehmen wie Fuchs Petrolub, Nemetschek, Frosta, Church & Dwight, LAM Research… Mein Ziel ist es Stück für Stück sämtliche Aktien kurz vorzustellen. Der Gedanke dahinter: Wenn ich mir die Arbeit sowieso mache, warum dann nicht auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und sich darüber austauschen. 🙂

    Das Thema Treasury Stocks habe ich zumindest bei der Analyse zu Illinois Tool Works (https://www.whirlwind-investing.com/illinois-tool-works-analyse-2019-08-15/) kurz aufgegriffen. Damit müsste ich mich tatsächlich noch etwas genauer auseinandersetzen, da hast du Recht. Meine bisherigen Erkenntnisse dazu: Die Rückkäufe haben sowohl psotive, als auch negative Auswirkungen auf verschiedene Kennzahlen. Zum einen sind durch die Rückkäufe weniger Aktien auf dem freien Markt. Damit verbessern sich (künstlich) die pro Aktien Kennzahlen, d.h. Gewinn je Aktie, Umsatz je Aktie… Dagegen werden die Treasury Stocks gegen das Eigenkapital gerechnet, da das Unternehmen den Teil der Gewinne auch hätte akkumulieren können. Damit wäre die Eigenkapitalquote erst einmal höher. Dafür steigt jedoch durch die Minderung des Eigenkapitals die Eigenkapitalrendite…

    Weißt du noch, unter welchem Beitrag sich Der Baum und Claus über das Thema Treasury Stocks ausgetauscht hatten?

    @Der Baum: Vielen Dank. Freut mich, wenn du dir die Zeit für eine nähere Betrachtung nimmst. Ein wesentlicher Bestandteil der Seite wird auch die PV-Challenge sein. Mein Nachbar hatte nach dem Hausbau noch 10 k€ übrig und steckt das Geld jetzt in eine Solaranlage. Durch die Luft-Wasser-Wärmepumpe, welche kräftig Strom zieht (COP je nach Außentemperatur ca. 1:4, d.h. aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme), will er einen Großteil des erzeugten Strom selber nutzen. Meiner Meinung nach werden bei einer solchen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung jedoch oftmals die Oppotunitätskosten außer Acht gelasssen. Er hätte die 10 k€ ja auch in (Qualitäts-)Aktien investieren können. Nach der 72er Regel und der durchschnittlichen Marktrendite des S&P 500 sollten aus den 10 k€ in 20 Jahren, solange wird eine PV-Anlage üblicherweise abgeschrieben bzw. dessen Nutzungsdauer angenommen, etwa 40 k€ geworden sein. Daher investiere ich innerhalb der nächsten 12 Monate sukzessiv seine Kosten für die PV-Anlage in einen Aktienkorb mit 12-15 Werten. 🙂 Das ganze tracken wir dann regelmäßig. Welchen Ertrag bringt die PV-Anlage? Wann hat sich die Investition amortisiert? Und wie stehen meine Aktien, inkl. Dividenden dann?

    Mehr Details sind im folgenden Beitrag niedergeschrieben: https://www.whirlwind-investing.com/die-pv-challenge/ Was haltet ihr von dieser Idee / dieser Challenge?

    @Freelancer Sebastian: Vielen Dank für dein Lob. 🙂 Vielleicht magst du ja auch ab und zu mal vorbeischauen und einen Kommentar da lassen. Wir scheinen ja ein ähnliches Mindset zu haben, wie ich in Folge mehrerer Kommentare von dir festgestellt habe. 🙂

    @Tim: Ist es okay für dich, wenn ich ab und zu einige Analysen von mir auf deiner Seite verlinke? Du bist natürlich auch als regelmäßiger Leser und Kommentarschreiber herzlich willkommen. 🙂

    Viele Grüße,
    whirlwind.
    (Der sich jetzt an eine Kurzvorstellung von Cisco macht, bevor er mit den Kids zum Familien-Schimmen fährt.)

  29. AvatarSparta

    Ob die ersten 100 k, 1000 k oder 10000 k wohl die schwierigsten sind?

    Mit 100 k oder mit 30 k Einkommen leichter zu 1000k Vermögen…

    Sind doch alles Binsenweisheiten…

    1000 k sind nach der 4 % oder einer vorsichtigeren 3% Variante allerdings kein Reichtum sondern der finanzielle Cashflow einer Durchschnittsfamilie.

    Klar man kann weniger oder gar nicht arbeiten. Allerdings könnte man auch schon die 20 – 40 Jahre Anspardauer damit verbringen seine Arbeit besser zu mögen oder sich etwas anderes zu suchen.

  30. AvatarWhirlwind

    @Sparta: Konfuzius sagte wohl einst dazu: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“ So wird es zumindest überliefert.

  31. Avatar-M

    Whirlwind

    Es war der letzte Beitrag, aber da ging es nur kurz um Treasury bezogen auf Home Depot.

    Du hast doch schon alle Punkte beschrieben, wie die rückkäufe auf die Kennzahlen wirken und es verstanden.

    Ich würde das evtl auch mit einfließen lassen in deine Analysen, nicht das du auf einmal ein tolles Unternehmen da durch übersiehst.

     

    -M

  32. KievKiev

    @ Whirlwind

    Challenges über Anlageklassen finde ich sehr interessant. Bei der PV Anlage fehlt aber eine Kleinigkeit. Falls ich mir je so ein Teil anschaffen sollte, so werde ich schauen wie die Kreditkonditionen dafür sind. Vielleicht gibt es auch eine KFW Förderung. Bei einer Anlage für 10k würde ich gerne über 10 Jahre 8k zurück bezahlen und gut ist. Und alles ohne Kapital zu investieren. Bei der Challenge würde ich Aktien kaufen und die PV Anlage finanzieren. Wenn die sich selbst abzahlt ist alles gut. Dann kann ich von den Überschüssen weitere Aktien kaufen. So gäbe es am Ende der Laufzeit mehr Aktien.

  33. Avatarsammy

    Da ist schon gewaltig was in der Kindheit schief gelaufen, wer sich hier outed in dem Alter Millionär werden zu wollen.

    Lässt sich doch einfach erklären. Bei Tims Eltern war das Geld scheinbar immer knapp somit hat Tim schon früh ein Trauma erlitten das er bis heute nicht verarbeitet hat. Hab ich von Anfang an gemerkt.

  34. AvatarWorrier

    Man muss kein IQ über Zimmertemperatur haben, um festzustellen, dass die Grundsteine in der Kindheit gelegt werden. Klar fällt es Personen leichter zu sparen, die früher unter Geldmangel gelitten haben. Die Wissen halt a) wie es ist ohne Moos dazustehen und b) wie man trotzdem das Leben genießen kann.  Andererseits muss man halt aufpassen dieses „Trauma“, wie es hier betitelt wird, nicht zu sehr die Oberhand gewinnen zu lassen. Ist halt nicht so einfach… . Die menschliche Angst ist in allen Belangen ein echtes Monster.

  35. AvatarVincent

    Sehr interessant. Ich hatte früh den Plan erstmal ordentlich Gas zu geben, um später mehr Freiheiten zu haben. Habe als Schüler Ferien- und Kleinjobs gemacht. Mit 16 eine Ausbildung und fleißig drangeblieben. Nebenbei nicht der Lifestyleinflation verfallen und ordentlich investiert. Aktien und Immobilien schon früh und später auch andere Anlagen. Unterwegs habe ich noch 200.000 € in geschlossen Beteiligungen versenkt und mit 40 war ich Millionär. Es folgte eine Auszeit und Stundenreduzierung. Jetzt arbeite ich Teilzeit obwohl ich es auch ganz lassen könnte. Oft werde ich gefragt warum ich überhaupt noch arbeiten gehe: Diese Frage habe hier beantwortet:

    https://www.freakyfinance.net/arbeiten-gehen-trotz-finanzieller-freiheit/

    Interessant in dem Zusammenhang vielleicht auch meine Millionärs-Trilogie:

    Hier der 1. Teil (Wann ist man Millionär?):

    https://www.freakyfinance.net/was-ist-ein-millionaer-definition/

    Die weiteren Teile sind bei Interesse im Artikel verlinkt. Da werden folgende Fragen behandelt

    Ist ein Millionenvermögen überhaupt etwas Besonderes?
    Wie sieht die globale Vermögensaufteilung aus?
    Welche Bedeutung hat der Millionärsstatus für mich persönlich?
    Was können Rückschläge auf dem Weg zur ersten Million sein?
    (Wie) sagt man es seinem Umfeld, wenn man es geschafft hat?
    Wozu braucht man ein solches Vermögen?
    Reicht eine Million überhaupt?
    Kann jeder Millionär werden?

     

    Beste Grüße

    Vincent

  36. AvatarNico Meier

    Ich stelle in meinem Umfeld fest, dass die Höhe des Einkommens nur sehr wenig mit der Höhe des Vermögens zu tun hat. Ein Freund von mir ist Handwerker und war immer Angestellt bei kleinen Firmen. Er hat nie einen hohen Lohn bekommen aber immer gut gehaushaltet. Mit 22 eine kleine Zweizimmer-Eigentumswohnung gekauft und diese selber renoviert. Mit 28 geheiratet und erstes Kind. Da wurde die Zweizimmerwohnung zu klein also eine Dreizimmerwohnung gekauf selber renoviert und dort eingezogen. Inzwischen wohnen sie mit zwei Kinder in dieser Dreizimmerwohnung und es sind weitere drei Wohnungen dazugekommen die alle vermietet werden. Ein anderer Kollege hat studiert bis 30 und hat inzwischen eine gutbezahlte Stelle in einer grossen Firma da wird aber erwartet, dass er im Teuren Anzug arbeitet und einen „anständigen“ Wagen wolle er auch fahren. Er wohnt zur Miete ohne Kinder mit Freundin mitten in der Stadt auf 160qm. Er jammert uns immer die Ohren voll er könne die Ratenzahlung für Fernseher, Möbel usw. kaum noch zahlen.

  37. AvatarSkywalker

    @ nico:  das sind Einzelfälle,  möglicherweise ganz interessant aber nicht aussagekräftig. Es gibt nämlich auch Leute die sehr gut verdienen und recht sparsam sind und Wohnungen kaufen und Aktien und selbstständig sind und noch ein Eigenheim haben und eine Firmenbeteiligungen an der GmbH.

     

  38. AvatarNico Meier

    Natürlich sind es zwei Einzelfälle ich habe nie was anderes behauptet.

    Ich bin ja auch nicht Statistiker der x Tausend Menschen befragen muss.

    Ich habe aber das Gefühl, dass die Prägung vom Elternhaus viel Einfluss auf uns hat auch im Umgang mit Geld.

  39. Avatarchn

    @Whirlwind:

    „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

    Ja, das wird gerne von Konfuzius zitiert. Eine Variante ist:

    „Mache dein Hobby zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten.“

    Ich antworte darauf mit einem Augenzwinkern:

    „Mache dein Hobby zum Beruf und du verlierst dein Hobby.“

    Im Ernst: Konfuzius hat vor rund 2500 Jahren in der östlichen Zhou-Dynastie im alten China gelebt. Ich kenne das Originalzitat nicht oder ob es überhaupt von ihm ist. Aber ich glaube nicht, dass der Gute dieselbe Vorstellung von „Beruf“ gehabt hat wie wir heute im Sinne einer bezahlten Erwerbsarbeit bei einer Firma. Dieses Konzept gibt es ja erst seit runden 200 Jahren.

  40. AvatarLad

    Die Investoren können mit den Aktien: Allianz, Munich Re, Procter & Gamble, Wells Fargo, AT&T in den letzten 12 Monaten zufrieden sein. Und auch mit ihren Dividenden.

    Die Spekulanten mit überteuerten Aktien: Alphabet, Apple, Amazon, Netflix haben in den letzten 12 Monaten negative Performance erreicht. Das gilt auch für Spekulanten aus der Berkshire Hathaway Holding. Diese sollten mit ihren früheren Aktien: Munich Re und Procter & Gamble zufrieden sein. Und nicht mit den überteuerten Aktien: Apple und Amazon spekulieren.
    Man kann sagen, wenn Berkshire Hathaway Holding die Aktien von Munich Re, Sanofi, JNJ, PG verkauft hat, ist es ratsam, sie zu kaufen.
    Wenn Berkshire Hathaway Holding die Aktien von Apple und Amazon gekauft hat, ist es ratsam, sie zu meiden.

    Einjährige Performance der stärksten Aktien von DAX:
    Adidas 22,5% , Munich Re 17,9% 🙂 , RWE 16,1% , Deutsche Börse 11,9% ,
    Beiersdorf 9,3% , Allianz 6,5% 🙂 , Deutsche Telekom 4,2% 🙂 , Merck 3,8% ,
    SAP 2,7% , Volkswagen 2,3%.

    Einjährige Performance aller US-Unternehmen über 110 Milliarden USD:
    Procter & Gamble 40,9% , McDonald’s 34,9% , Mastercard 32,4% , Abbott Lab. 24,4% ,
    Microsoft 24,0% , Visa 23,3% , Merck 23,1% , Comcast 20,1% ,
    Coca-Cola 17,5% , Disney 17,5% , Wal-Mart 16,4% , Pepsico 16,3% ,
    Wells Fargo 11,0% , Medtronic 10,9% , Bank of America 10,3% , Home Depot 8,6% ,
    AT&T 7,1% , Oracle 5,3% , Eli Lilly 4,4% , Verizon 3,0% ,
    Citigroup 2,8% , Facebook 2,8% 🙁 , Boeing 2,4% , Cisco 1,2% ,
    Amgen 1,2% , Chevron -2,4% , Nike -2,9% 🙁 , Intel -4,2% ,
    Alphabet -4,4% 🙁 , Berkshire Hathaway -4,8% , Johnson & Johnson -5,4% , Apple -5,9% 🙁 ,
    JP Morgan Chase -7,5% , Amazon -8,0% 🙁 , United Health -11,7% , Netflix -14,0% 🙁 ,
    ExxonMobil -14,6% , Pfizer -18,6% , 3M -23,1% , Abbvie -32,0%.

  41. AvatarAlbr

    @Lad, schöne Übersicht, hab eine ganze Reihe von den Aktien, MüRü hat gut performt in den letzten 12 Monate, das war aber auch schon anders 😉

     

    man weiss iss es halt nicht…

  42. AvatarLad

    @Whirlwind@

    Ich vermisse in deiner Analyse KUV und KBV. Die sind wichtiger als KGV.
    Manchmal kann man KGV total ignorieren.
    Das war der Fall bei den Bankaktien 2009. Diese Aktien hatten KGV N/A, oder KGV 1000 und trotzdem waren sie extrem billig. Nämlich mit KUV < 1 und KBV < 1.

  43. Avatar-M

    Lad, deshalb nutzt whirlwind Ja auch ein durchschnittliches KGV der letzten Jahre…. da ist es egal, ob es 1 Jahr negativ ist.    Im Endeffekt muss man das Jahr eh rauslassen wenn was außergewöhnliches passiert da es 5 Jahre später nicht mehr interessiert

     

    -M

  44. AvatarGorilla

    Hallo Lad

     

    ich habe meinem Vater letztes Jahr auch Procter & Gamble empfohlen.

     

    Aber Aktien sollte man nicht in einem Zeitfenster von einem Jahr miteinander vergleichen. Fairerweise solltest du mit den obigen Aktien den Vergleich auch über 10 Jahre (durchschnittliche Haltedauer von Aktien) machen.

  45. AvatarAlbr

    @Gorilla, so sieht’s aus 🙂

     

    da gehört z.b. BA zu einem meiner besten Performer 😉

     

     

  46. AvatarChris

    Mal hoffen, dass sich die ganzen Probleme (Handelstreit, Brexit und co.) mal wieder etwas beruhigen oder lösen, im Moment macht das keinen Spaß mehr, gefühlt ist man ja immer nur eine Trump-Twittermeldung vorm Untergang entfernt.

  47. AvatarWhirlwind

    @Kiev: Ja, der von dir beschriebene Weg wäre auch eine Möglichkeit um zu einer Photovoltaik-Anlage zu kommen. Aber erstens hatte diese Entscheidung bereits mein Nachbar getroffen und ich hatte nur davon mitbekommen, weil ein Bauanhänger mit Werbung für Lieferung und Montage von PV-Anlagen vor seiner Tür stand. Da kam mir zumindest der Gedanke mit der Challenge, da ich persönlich nicht auf solch eine Anlage setzen würde und ich auch nicht glaube, dass bei seiner Wirtschaftlichkeitsbetrachtung die Opportunitätskosten mit eingeflossen sind.

    Zweitens würde ich solch eine Anlage wahrscheinlich ohnehin nicht auf Kredit kaufen, da ich Kredite bis auf Ausnahmen (Hauskredit) eher meide.

    Dennoch ist dein Weg sicher legitim bzw. klingt plausibel.

    @Lad: Ich habe dir bereits direkt auf deinen Kommentar auf dem Blog geantwortet. Warum noch einmal hierhin kopiert?

    @-M: Korrekt. Gerade Gewinne neigen bei zu enger (= jährlicher) Betrachtung dazu auf Grund von Einmalfaktoren zu verzerren. Aber auch bei anderen Kennzahlen (Ausschüttungsquote, Eigenkapitalrendite, Eigenkapitalquote) nutze ich gern Mittelwerte über kurze bis mittelfristige Zeiträume.

    So, geh ins Bett. Morgen wollen drei Kuchen gebacken werden, da der Kleinste am Montag sein vollendetes drittes Lebensjahr feiert. 🙂

    Viele Grüße,
    whirlwind.

    P.S. Die erwähnte Kurz-Analyse zu Cisco steht zur Verfügung. Interessant evtl. für alle, die noch auf der Suche nach einem Kandidaten für den nächsten (Nach-)Kauf sind. 🙂

  48. Avatardumdidum

    Mietpreisdeckel in Berlin soll nächstes Jahr kommen. Ganz geile Sache, hat sich die Linke ausgedacht und will das jetzt durchsetzen.

    Zwischen 3,42 und 7,97€/m². Ausgenommen sind nur Gebäude, die nach 2014 gebaut wurden. Autsch. Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen.

    Ich stell schon mal das Bier kalt und geh Popcorn holen.

  49. AvatarFit und Gesund

    @Whirlwind,

    tolle Seite hast Du  🙂  ich bin dann gespannt auf Dein Depot.

    Texas hatte ich am 11.10.18 gekauft für knapp unter 100 USD, Cisco war eine meiner ersten Einzeltitel und die haben sich prächtig entwickelt, ich werde wahrscheinlich morgen oder am Dienstag aufstocken, das wollte ich schon immer, jetzt freue ich mich hier noch ein paar Aktien draufpacken zu können,

    warten wir mal ab wie das morgen oder übermorgen an den Börsen so aussieht.

     

    Liebe Grüsse

     

     

     

  50. AvatarKia

    @ dumdidum

    Ich überlege schon wie ich an so einer fetten Altbauwohnung, in Mitte oder Charlottenburg, aus der Jahrhunderwende, herankomme. Ich dachte so an mind. 180qm, 5 Zimmer, Stuck und Parkett und mit Postbotenaufgang. Kostet normalerweise ab 17€ der qm aber nach dem Mietendeckel höchstens 6,03€. Die Miete reduziert mir dann das Bezirksamt. 🙂

    „Entscheidend für die Höhe der Mietobergrenze ist vielmehr das Alter der Immobilie. So soll in den begehrten Altbauten, die bis 1919 errichtet wurden, die Höchstgrenze bei 6,03 Euro je Quadratmeter und Monat liegen. Damit liegen die Mieten in den Gründerzeitbauten künftig sogar noch deutlich unter der Durchschnittsmiete in Berlin. . . “ https://www.morgenpost.de/berlin/article226873469/Berliner-sollen-nicht-mehr-als-acht-Euro-Miete-zahlen.html

  51. AvatarAlbr

    @Kia, ob das verfassungskonform ist ? Da hab ich – bei den ganzen Ausnahmen – doch meine Zweifel, hier wird sehr ordentlich in Eigentumsrechte eingegriffen…

    was wird passieren, wenn alles gesetzeskonform ist ? Die Mietwohnungen werden verkauft und die Mieter rausgedrängt 😉

    Bei Mieterauszug, die Wohnung leerstehen lassen, da sich Vermietung nicht mehr lohnt und wartet auf Steigerung des Immobilienwerts 😉

     

    insgesamt geht das Angebot an Mietwohnungen zurück, mit der Folge, dass die Mietpreise für Neubauwohnungen, möblierte Wohnungen, Eigentumswohnungen  etc. steigen 🙂

     

     

     

     

  52. AvatarKia

    @ Albr

    Es erscheint mir auch einfach zu absurd um verfassungskonform zu sein. 🙂

    Ich wünschte wenigstens die FDP würde diesen Normenkontrollantrag ans BVerfG stellen um endlich zuklären ob das Land überhaupt die rechtliche Handhabe hat. So wird das ein jahrelanges rechtliches Chaos hoch 10 zwischen Politik, Mieter und Vermieter.

  53. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Albr,

    es sollte doch bekannt sein, dass in Brennpunktgebieten wie den Großstädten bewusster Leerstand nicht (mehr) geduldet wird. Wenn jemand für eine Bruchbude keine Mieter findet (was glaubhaft nachgewiesen werden muss), ist es was anderes.

    Aber ansonsten greift das Zweckendfremdungsverbot. Kann bis 100k Strafe kosten. Es ist gesellschaftlicher Konsens, dass Eigentum an Grund und Boden kein gewöhnliches Eigentum ist (Artikel 15 GG).

    Schönen Sonntag,

    MS

  54. AvatarHaftAbi

    @albr:

    Da dürften sich sicherlich einige freuen, die sich ein kleines Mietshaus für 1 Mio gekauft haben und mit einer Rendite aus der Vermietung gerechnet haben, wenn diese am Ende nicht mehr bei 3% sondern bei 1,5% liegt  und nach Steuern und Bildung einer Rücklage für zukünftige Instandhaltungen nix mehr übrig bleibt.

    Die Immopreise und das Eigentum wird für jeden erschwinglich, da jeder heute kostenlos Geld geschenkt bekommt. Damit hat dann jeder sein Häuschen/Wohnung und alle sind glücklich, bis eben wieder einmal 90% der Bevölkerung auf Grund der eigenen Unfähigkeit oder Lebensvorstellung mit leeren Händen dasteht.

     
    @kia:
    Wenn der Entwurf in Berlin verabschiedet wird, wird er Deutschland weit kommen.

    Ich bin gespannt, wie Berlin die fehlenden Steuereinnahmen ausgleichen will, die mit dem staatlich verordneten Senken der Mieten einher gehen. Ob das durch den verstärkten Konsum der dortigen Mieter ausgeglichen werden kann (auch die hippe Berliner alternative Alleinerziehende braucht 2-3 Urlaube im Jahr)? Vermutlich wohl doch eher durch eine Steuererhöhung für die oberen 10% mit einem überschaubaren Nettoeinkommen von 3,5 k€ im Monat…

    Das Ganze zeigt leider wieder einmal, dass Menschen wie wir, die ihr Leben frei und selbstbestimmt leben möchten, in diesem Land nicht mehr erwünscht sind.

    Wer weiß, was sich der Feind Staat, noch alles einfallen lässt, aber sicher ist, dass es irgendwann auch mal wieder politisch in die ganz andere Richtung gehen.

     

     

  55. AvatarAlbr

    @ Matthias, sehe ich kein Problem, eine Wohnung, die frei wird ein paar Monate leer stehen zu lassen, die Beispiele in dem Artikel berichten von jahrelangem leerstand 😉

     

     

  56. AvatarThorsten

    Das Ganze zeigt leider wieder einmal, dass Menschen wie wir, die ihr Leben frei und selbstbestimmt leben möchten, in diesem Land nicht mehr erwünscht sind.

    Tja das war noch nie anders. Abhängige und kleingeregelte Menschen und Betriebe sind gewünscht. Nicht ohne Grund wandern so viele Leute aus, nicht immer ist es der neidgetriebene Steuerfluchtvorwurf, welcher bei genauer Betrachtung gar kein Tatbestand ist, sondern nur das Eingeständnis,  dass die Steuerlast hier enorm ist und jeder die Wahl hat die Steuern dort zu zahlen wo er steuerpflichtig ist. Es reichen mitunter 180 Tage Anwesenheit im fernen Land…

    Zu Immobilien: die nicht umlegbaren Nebenkosten steigen jedes Jahr, mögliche Reparaturen ebenfalls, wegen Handwerkermangel enorme Wartezeiten und man muss aufpassen, dass man nicht übers Ohr gehauen wird. Ich sehe zukünftig private Vermieter straucheln, mögliche Zwangsversteigerungen trotz Vollvermietung. Jede Menge Rechtsstreit wegen des Zustandes der vermieteten Wohnung, weil nicht investiert werden konnte. Da kommt eine Klagewelle der Wohnungswirtschaft hoffe ich und die erlaubten Sätze von 3 bis 7 werden am Ende auf 6 bis 12 angepasst werden. 3 bis 7 geht nicht, dass ist Entwohnen durch Verfall der Immobilie. Da passiert genau das am Ende, was die Linken den so genannten Miethaien vorwerfen , nur halt staatlich verordnet. Will die rot-grüne Stadt am Ende die abgewohnten Wohnungen selbst billig aufkaufen und sanieren? Wäre anzunehmen…ich nenne das kriminell.

  57. AvatarGurki

    @Tim:

    Hast du erwogen, ins Kloster zu gehen? Da bist du materiell für den Rest deines Lebens versorgt.

    Wer Geld zu seinem Gott macht, den wird es plagen wie der Teufel.

  58. AvatarFlowster

    @Unternehmensanalysen:
    Whirlwind betrachtet in seinen Analysen den Zeitraum von 2006 bis 2019.

    Das bringt mich zu der Frage, welche Finanz- bzw. Börsenseiten ihr so als Datenquelle nutzt?
    Viele stellen ja lediglich Werte der vergangen 5 bis 7 Jahre zur Verfügung (bspw. finanztreff.de, finanzen.net).

     

  59. AvatarHaftiAbi

    Da passiert genau das am Ende, was die Linken den so genannten Miethaien vorwerfen , nur halt staatlich verordnet. Will die rot-grüne Stadt am Ende die abgewohnten Wohnungen selbst billig aufkaufen und sanieren?

    Darauf wird es in meinem Augen hinauslaufen.

    Schade, dass ein lebenswertes Leben hier zukünftig wohl nur noch für rote, grüne und andere sozialalimentierte möglich sein wird.

    Leider ist eine Flucht vor diesen nur bedingt möglich, da es sich bei diesen um die wahren Heuschrecken handelt, die von einem abgegrasten Feld zu nächsten wandern.

     

  60. AvatarNico Meier

    Ich kenne einige Deutsche die in die Schweiz gekommen sind um der absurden Abgabenlast in DE zu entgehen.

    Flucht ist durchaus möglich.

  61. AvatarRüdiger

    Nicht ohne Grund wandern so viele Leute aus

     

    Alles leere Versprechungen! Geht’s halt einfach! Und Tschüss … 😉

  62. AvatarFeindbildStaat

    Rüdiger:

    Ist dies Ihr Versprechen, dass Sie und ihresgleichen dann zu Hause bleiben und uns nicht folgen? 🙂

  63. AvatarKerstin

    Damit mich hier keiner falsch versteht: Bin nicht für linkes Umverteilen, schon gar nicht an Arbeitsverweigerer. Aber Wohnen ist ein Grundrecht, Rendite auf Investitionen nicht. Mieter sind auch nicht deppert, weil sie angeblich zu doof seien, das System zu durchschauen:

    „Die Immopreise und das Eigentum wird für jeden erschwinglich, da jeder heute kostenlos Geld geschenkt bekommt. Damit hat dann jeder sein Häuschen/Wohnung und alle sind glücklich, bis eben wieder einmal 90% der Bevölkerung auf Grund der eigenen Unfähigkeit oder Lebensvorstellung mit leeren Händen dasteht.“

    Mieten sollten nun mal nur langfristig nicht stärker als die Inflation steigen, sonst sind sie schlichtweg nicht bezahlbar und der Mieter verhungert. Dass Immobilienpreise derzeit  ins Absurde wachsen ist ja lieb und schön, aber kein Vermieter hat dann automatisch ein Recht auf eine entsprechende Rendite. Insofern finde ich den Mietpreisdeckel mal eine klare Ansage.

     

  64. AvatarHaftiAbi

    @Rüdiger:

    Auswandern macht leider nur Sinn, wenn Sie und Ihre Gleichgesinnten versprechen hier zu bleiben und uns nicht irgendwann folgen.

    Mich würde ja schon einmal interessieren, welche Vita hinter Ihnen steht. Mein klischeebehaftetes Gefühl sagt Beamter im gehobenen Dienst oder Tarifvertragsbeschäftigter.

     

    Fakt ist, dass aus finanzieller Sicht ein planbares Leben für einen normalen, jungen Menschen in Deutschland nicht mehr möglich ist, wenn Eigentum und Selbstbestimmung nicht mehr gesichert sind.

    @Schweiz: Ich bin mal gespannt, wie lange die Weltwoche bei euch noch publizieren darf. Wäre für mich ein Gradmesser, wie lange eine Auswanderung zu euch noch Sinn macht.

     

  65. AvatarKia

    So habe jetzt endlich was passendes gefunden :

    https://www.immobilienscout24.de/expose/103264976?referrer=RESULT_LIST_LISTING&navigationServiceUrl=%2FSuche%2Fcontroller%2FexposeNavigation%2Fnavigate.go%3FsearchUrl%3D%2FSuche%2FS-T%2FP-3%2FWohnung-Miete%2FUmkreissuche%2FBerlin_2dWilmersdorf_20_28Wilmersdorf_29%2F-%2F222202%2F2507869%2F-%2F-%2F5%2F4%2C00-%26exposeId%3D103264976&navigationHasPrev=true&navigationHasNext=true&navigationBarType=RESULT_LIST&searchId=cefcde2b-3463-30db-a8f2-eebe657884d6&searchType=radius#/

    Könnte vielleicht einer von euch für mich bürgen?

    Ist ja doch ersteinmal viel. Natürlich nur solange bis das Bezirksamt meinen Antrag auf Mietreduzierung bearbeitet, den Vermieter gerügt, und meine Miete auf die zulässige Höchstgrenze von 6,03 amtlich festgesetzt hat. Könnte auch ein bis zwei Räume als Gästezimmer zur Verfügung stellen. 🙂

  66. AvatarHurtz

    @kia:

    So eine Wohnung bekommen Sie zukünftig nur, wenn Sie in der richtigen Partei sind. 🙂

    Wer solche Gesetze erlässt, wird irgendwann die Konsequenzen am eigenen Leib spüren.

  67. AvatarPatrick Wunderlich

    DanielKA schrieb:

    „Trifft ja auch wieder die falschen, das nach Berlin abgeordnete Gutverdiener Pärchen ohneKinder kann die bisherige 150 qm Altbauwohnung von 17 Euro/qm um die Hälfte reduzieren. Also sozial politisch ein Supergau für Bestandsimmos,“

    Das ist immer so, wenn Sozialisten ihre alten Rezepte aus der Schublade holen. Da fehlt auch jegliches ökonomisches Verständnis. Für Sozialisten ist der zu zahlende Preis nur ein Übel. Der Marktwirtschaftler aber weiß, dass ein Preis ein Knappheitsanzeiger ist. Wenn das fehlt, entsteht zwangsläufig Misswirtschaft. Von welchem Geld sollen die Eigentümer dann noch Sanierungsarbeiten durchführen? Warum soll denn jetzt in neue Wohnungen investiert werden?

    Es wird übrigens genau die treffen, für die es angeblich gemacht wird: Geringverdiener. Ein Eigentümer muss ja schauen, dass er eine gute Mieterstruktur hat, also im Idealfall auch ein paar Mieter hat, die sich mehr leisten können und wollen, und so indirekt einen anderen Mieter, der etwas klammer ist und man mit Mietausfällen kalkulieren muss, quersubventionieren kann. Zum Beispiel Studenten.

    Was wird denn passieren? Die Geringverdiener werden noch mehr Probleme haben, eine Wohnung zu finden, weil der Druck auf die Bonität steigen wird. Vermieter werden noch skeptischer sein bei Partyvolk (junge Leute) und Ausländern, selbst wenn man das nicht gutheißt, aber es gibt ja diese Vorurteile. Denn wenn von dieser Klientel jemand die Bude zerdeppert, dann steht der Eigentümer zwangsläufig vor dem Ruin, weil es ja keinen anderen Mieter gibt, der die Risiken durch eine höhere Miete abfedert.

    Es wird wieder so laufen wie in der DDR-Misswirtschaft mit viel Gemauschle und viel unter Hand. Die Gutverdiener haben häufig die besseren Kontakte. Auch da sind die Nichtetablierten (Ausländer, Studenten, junge Leute im Allgemeinen) die Angearschten.

    Die Deutschen werden aus Schaden nicht klug. Es sind ja nicht nur DDR-Erfahrungen, sondern auch Erfahrungen aus dem Dritten Reich. Die DDR hatte ja nichts anderes gemacht, als ein altes Nazi-Gesetz zu reaktiveren:

    https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/warum-blieben-in-der-ddr-von-haeusern-nur-ruinen-uebrig

    Der sozialistische Teil der nationalsozialistischen Ideologie wird ja gerne verleugnet. Man kennt vielleicht das NSDAP-Programm von Beginn der 20er, wo einige sozialistische Formeln („Beendigung der Zinsknechtschaft“) zur Anwendung kamen, wo dann der Geschichtslehrer sagte, das wäre nur Fassade gewesen. Das ist ganz falsch: Das war inhärenter Bestandteil nationalsozialistischer Ideologie und es wurde einiges gemacht, um dies zur Geltung zur bringen (Empfehlung hierzu: „Hitlers Volksstaat“ von Götz Aly).

    Interessant auch die Äußerungen von Goebbels von 1931:

    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke. Nichts ist uns verhasster als der rechsstehende nationale Besitzbügerblock.“

    Und von Hitler nach dem 20. Juli 1944:
    „Wir haben die linken Klassenkämpfer liquidiert, aber leider haben wir dabei vergessen, auch den Schlag gegen rechts zu führen. Das ist unsere große Unterlassungssünde“

    Mir ist wirklich schleierhaft, wie die heutige SED damit beim Wähler und bei den Medien durchkommt. Sogar die SPD, die in der SBZ von der SED geschluckt wurde und zehntausende SPD-„Querulanten“ wurden in die reaktivierten Nazi-KZs gesperrt und erlitten dort Hunger und Tod. Die SPD scheint das vergessen zu haben.

    Deutschland bewegt sich wieder auf einen Abgrund zu.

  68. AvatarThorsten

    @Albr leider, sehen wir in Berlin eine Fortsetzung sozialistischer Strukturen?! Wahnsinn. Früher „Arbeiter und Bauern,  heute die „Mieter“.

    Und schon oft gelesen : wenn es in Berlin ist soll es bundesweit kommen. Das gilt es zu verhindern,  die nächsten Bundestagswahlen  kommen bestimmt.

  69. AvatarNico Meier

    @HaftiAbi

    Die Schweiz ist eine richtige direkte Demokratie in der man Pressefreiheit noch ernst nimmt. Die Weltwoche wird auch weiterhin veröffentlichen was sie will.

  70. AvatarWhirlwind

    @Fit und Gesund: Vielen Dank für dein nettes Feedback. Ich würde mich freuen, wenn du auch ab und an mal auf dem Whirlwind-Investing Blog vorbeischaust. 🙂 Mein ursprüngliches Depot habe ich an dieser Stelle beschrieben. https://www.whirlwind-investing.com/aktien-sammler-reloaded/ Im Prinzip stehe ich nach wie vor hinter den Unternehmen und würde die Aktien sukzessiv wieder ins Depot holen. Bei 500 € Sparrate (entspricht etwa 20 % meines Nettos) und einer fünfköpfigen Familie dauert das nur einige Monde. 😉 Auf Grund der beschriebenen PV-Challenge werde ich zudem erst einmal die Positionen dafür innerhalb der nächsten 12 Monate ins Depot laden. Kernpositionen sind Microsoft, Johnson & Johnson und Disney. Weiterhin werden Church & Dwight, Texas Instruments und Illinois Tool Works vertreten sein. Die Sektorenaufteilung ist wie folgt geplant: Gesundheit & Technologie je 17 %, Basiskonsum & Finanzen je 14 %, Kommunikationsdienstleister 10 % und Zykl. Konsum, Industrie, Grundstoffe und Energie je 7 %. Darauf gehe ich aber demnächst in einem separaten Artikel genauer ein. 🙂

  71. AvatarZEN INVESTOR

    Leute, ich behaupte, der DAX steigt auf 54’000 Punkte, der S&P500 auf 13’000 Punkte!
    Dies alles bis 2050!

    Glaubt ihr nicht? Ich rechne mit nur 5% p.A. über die nächsten 30 Jahre.
    Das wäre sogasr weniger als der bisherige langjährige Schnitt.

    Konkret mache ich für jeweils Monats- oder Jahresende diese Prognosen:

    S&P500
    08.2019 2’900
    12.2019 2’931
    12.2020 3’100
    12.2025 3’900
    12.2030 5’000

    DAX
    12.2019 11’843
    12.2020 12’400
    12.2025 16’000
    12.2030 20’000

    SPI:
    Ähnlich wie DAX, eher etwas höher.

    Mein Szenario ist:
    Die Leitzinsen können in Europa und USA bis 2050 kaum über 3% angehoben werden.
    Irgendwann zwischen 2040 und 2060 werden die Leitzinsen über 3% oder gar 5%
    angehoben.
    Dann haben wir am Aktienmarkt japanische Verhältnisse (wie seit 1989, einfach 60 Jahre später).
    Andererseits kann bei nur 5% p.A. auch die gesamte Überbewertung bis 2050 abgebaut sein.

    Dann bräuchte es nicht mal eine langjährige Stagnation oder Bärenmarkt.
    Dass ist dann von den Bewertungen abhängig.

    Ich garantiere euch, obige Indexstände werden in 90% der Fälle sogar noch übertroffen.

    Dax auf 20’000? S&P 500 bei 5’000 Punkten? Heute unvorstellbar.
    In 10 Jahren weit übertroffen.

    Alle Krisen und auch das schlechte Jahr 2018 und das schwache Jahr 2019
    halten die Aktienmärkte nicht auf, solange es keine Alternativen gibt (um das Geld zu parken).

    Ganz im Gegenteil kommen immer mehr Teilnehmer an die Aktienmärkte, um so länger die Zinsen so niedrig stehen.

    Sie müssen nicht mal negativ sein, es reicht, dass sie unter 5 oder 3% liegen,
    dass die Leute Rendite anderswo suchen.

    Wann sollte man also in den Aktienmarkt investieren?
    Die Zeichen stehen auf Jetzt!

    An den Aktienmärkten gilt generell:
    Dein Kopf schickt dich vor und zurück,
    doch wichtig ist, dass du dazwischen bist.

    https://timschaefermedia.com/ich-wollte-als-jugendlicher-millionaer-werden/#comment-62460

    Präsentiert von ZENINVESTOREDUCATION

     

  72. KievKiev

    @ Kia

    Es ist noch gar nichts geschehen, oder habe ich etwas übersehen? Viele Ängste und Sorgen sind völlig unbegründet. Vielleicht sorgt die aktuelle Verunsicherung dafür, dass Du eine schöne ETW zu einem halbwegs vernünftigen Preis kaufen kannst.

    Falls ich eine Wohnung wie in seinem Beispiel zu vermieten hätte und es tatsächlich zu einer starken Mietpreisbremse kommen würde, so würde ich sie eben an einen Anwalt, Arzt, Pilot, Unternehmer usw. verkaufen. Du kennst Dich in Berlin aus. Falls diese Art von Wohnung die höchste Nachfrage in Berlin erzielt so wird sich dies nicht ändern. Es wäre einmal interessant was so eine Wohnung heute kostet. Vermieten lohnt sich hier vermutlich nicht. Die könnte man mit höherer Rendite vermutlich verkaufen.

    @ Whirlwind

    Wieso bevorzugst Du einen Darlehen für eine Immobilie gegenüber einem Darlehen in ein Investitionsobjekt? Ein Kredit für selbstgenutztes Wohnen kann nicht abgeschrieben werden. Die PV Anlage ist eine Investition. Hier kann der Kredit gegen Einnahmen verrechnet werden. Aber das ist vermutlich bald altmodisches Geschwätz. Unter 0% Zinsen sieht die Sache wieder anders aus. Da müsste ich am Ende bei einer Investition noch etwas zurück geben, da negative Zinsen als Einnahmen zählen. Wie sieht das wohl privat aus? Muss man das in einer Form als Einnahme versteuern? Ich werde nicht weinen wenn es soweit kommt, dass ich für meine Zinserträge durch Darlehen Steuern zahlen muss. 😉

  73. AvatarThorsten

    @Albr ja, zu vermuten 🙁

    Was passiert, wenn die 3 bis 7 Euro ortsunabhängig anfallen ? Die Leute vom Land werden noch mehr in den Stadt drängen, die Wohnungsnot wird noch verschärft. Dann gehen die Wohnungen unter der Hand hin und her und niemand , der zuzieht, wird noch eine Wohnung in der Stadt bekommen. Die Zuzügler müssen dann aufs Land ziehen und zahlen mehr Miete als die Städter, weil der Druck dort enorm ansteigen wird.

    Um die Wohnungsnot zu lindern müsste man die Mieten in der Stadt drastisch erhöhen. Dann bleiben die Leute freiwillig auf dem Land und pendeln. Ok, was war jetzt nicht ernst gemeint, aber wieso sollen Niedriglöhner für 3,90 in den besten Lagen wohnen können ? Sollten weniger Verdienende nicht einen längeren Weg in Kauf nehmen können, insbesondere die, die gar keinen Arbeitsweg haben ? Wie das Besetzen bester Wohnlagen durch Geringverdienende mit dem ach so oft beschworenen Leistungsprinzip vereinbar ist, soll die Regierung bitte mal erklären. Oder anders herum : warum soll sich einer im Leben anstrengen, wenn er für 2 Groschen in Dahlem, Steglitz oder Zehlendorf staatlich zugewiesen in die getäfelte Jugenstilwohnung einziehen kann ?

  74. AvatarThorsten

    @Kerstin die Rendite ist notwendig, denn der Vermieter investiert und trägt ein Risiko. Darauf hat er sehr Wohl ein Anrecht. Sonst würde er sein Kapital ja umsonst hergeben,  was einer Enteignung gleichkäme.

    Wenn man heute 3% Rendite bekäme (wohl kaum), dann fällt die Rendite noch weiter und was passiert dann : niemand wird mehr privat vermieten wollen. Die Links-Grüne Regierung hat deshalb Neubauten vom Mietdeckel ausgenommen. Sie wissen sehr wohl, dass sonst niemand mehr bauen würde,  es geht für 7 Euro kalt nicht, jedenfalls  nicht mit heutigen Bauvorschriften.
    Die ganz Roten haben gleich losgeschrien, für sie ist Privatbesitz , insbesondere von Immobilien ein Kapitalverbrechen, das sie total wirr vom Grundrecht auf Wohnen ableiten. Hast Du was, dann gibs her, Du siehst es nimmer mehr. Willkommen in der DDR2.

  75. AvatarFit und Gesund

    @Whirlwind,

    Dein re-loaded Depot gefällt mir, habe davon selber 6 Aktien, ich denke Du hast es richtig gemacht, man kann nicht Alles auf’s Mal haben und evtl. hast Du zum richtigen Zeitpunkt verkauft, es wird sicher irgendwann, vielleicht sogar bald günstigere Aktienkaufkurse haben und Du bist noch jung genug um die Sache nochmal zu starten.

    Geniesse Deinen Garten zusammen mit Deiner Familie,

    liebe Grüsse

     

     

  76. Avatarsteve

    @ sammy @ gurki von Karl Valentin kommt der Spruch eine Sache hat immer 3 Seiten eine positive eine negative und eine lustige. Für euch würde ich noch eine 4 Seite hinzufügen weil negativ klingt für eure Sichtweise zu gut. Womit ich nicht sagen will das Teilaspekte eurer Sicht richtig sind, oder es sein können.

  77. AvatarRüdiger

    Auswandern macht leider nur Sinn, wenn Sie und Ihre Gleichgesinnten versprechen hier zu bleiben und uns nicht irgendwann folgen.

     

    Mir und meinen Gleichgesinnten liegt etwas an Deutschland. Wir bleiben hier!

    Und Tschüss … 😉

  78. AvatarThorsten

    @Rüdiger

    Wovon willst Du dann leben, wenn keiner mehr da ist, der Dich ausreichend  bezahlt?  In der DDR wollten am Ende sehr viele weg. Hätte man all die gehen lassen und die Sozialisten in einer entvölkerten DDR im planungsverqueren Trott weiter leben lassen, dann hätten wir heute ein Nordkorea dort, mit Hunger und Armut.

  79. AvatarHaftiAbi

    @Rüdiger:

    Wenn Ihnen etwas an Deutschland liegt, was ich bezweifle, würden Sie so etwas nicht wollen.

    Denken Sie doch nur einmal an die NS Zeit, als Intelligenz und Kapital auf Grund von Verfolgung und Diskriminierung das Land verlassen haben.

    Leutchen wie Sie, die ausreichend Zeit finden Werktags während der Kernarbeitszeit so fleißig in diesem Forum zu philosophieren, können nicht sonderlich viel zum Wohl des Landes beitragen. Oder sind Sie Nachtwächter bzw. bereits finanziell frei?  🙂

  80. AvatarKerstin

    @Thorsten: Ein typischer Denkfehler: Rentite = Risoko, daraus folgt Risiko = Rendite. Es handelt sich um keine kommutative Relation.  Risiken eingehen, bedeutet eine Chance auf eine gewisse Rendite. Und man muss auch die richtigen Risiken eingehen und die damit verbundenen Konsequenzen ertragen. Dazu gehören auch politische. Muss ja jeder selber wissen, ob er den Vermieter spielen muss. Ich bevorzuge den breiten Aktienmarkt.

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/immobilien-3-millionen-vermieter-verdienen-kein-geld-a-991949.html

    Überspitzt gesagt:  Durch freihändiges Fahrradfahren kann ich einiges riskieren, ob ich damit reich werde ist eher unwahrscheinlich. Wer zum richtigen Zeitpunkt Immobilien gekauft oder geerbt hat kann sich ja bereits glücklich schätzen. Formal kann jeder Vermieter werden. Es bedarf keiner Qualifizierung. Mann muss sich deshalb nicht gleich als Herrenmensch aufführen und derart herablassend über Mieter herziehen (bezieht sich auf das von mir Zitierte von HaftiAbi). Ein Vermieter tut  nicht zwangsweise etwas Gutes, weder für sich noch für den Mieter.

  81. AvatarNico Meier

    @Kerstin

    Aber wenn es keine Vermieter gäbe, so gäb es keine Mietwohnungen. Es gibt viele Länder in denen es kaum Mietwohnungen gibt weil das Vermieten unatraktiv gemacht wurde von der Politik!

     

  82. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Ach Nico,

    Jetzt machst Du mich richtig traurig. Um die Bienen muss man sich Sorgen machen, die Insekten allgemein werden weniger, den Singvögeln sagt man Verdruss nach, und jetzt müssen wir uns auch noch um die Vermieter sorgen.

    Was für eine Welt.

    MS

  83. AvatarHaftiAbi

    @Kerstin:

    Mein Gott, was haben Sie für ein Bild vom bösen Vermieter…

    Fakt ist, dass niemand in A Lage in einer Großstadt wohnen muss und niemand dazu ein Recht hat. Es gilt Angebot und Nachfrage und wenn es eben genug Menschen gibt, die sich eine Wohnung in A Lage leisten können (hier in Frankfurt sind das häufig Asiaten, die hier gute Jobs haben), sollten sich all diejenigen hinterfragen die es nicht können. Etwas anderes wäre auch nicht gerecht, für all diejenigen, die es sich leisten können.

    Ist man nicht bereit oder dazu in der Lage eine marktgerechte Miete zu zahlen, muss man eben in die Stadtteile ziehen in denen die Wohnung halb so teuer ist. Hier in Frankfurt gibt es eben solche Stadtteile. Diese sind zwar nicht hip und trendy, man leben dann zwischen Autohändlern und Sinti und Roma, aber dennoch sind Sie nur 2-3 Stationen vom Hauptbahnhof entfernt.

     

    Vielleicht ändert sich demnächst Ihre Meinung, wenn Sie den jährlichen Wertzuwachs Ihres Depots mit 10% pauschal versteuern dürfen. 🙂

  84. AvatarWhirlwind

    @Fit und Gesund: Ich denke auch, dass das die richtige Entscheidung war. Zumindest wurde das Depot nicht für kurzfristigen Konsum aufgelöst. Wenn überhaupt, handelt es sich hierbei um langfristige Konsumausgaben, wenn nicht sogar um eine Investition – einmal zur Steigerung des Grundstückswertes bzw. als Lifestyle-Investition. Zumindest machte es für uns keinen Sinn einen Kredit aufzunehmen, wenn ein Depot mit gut gelaufen Aktien mit ambitionierter Bewertung vorhanden ist – Altersvorsorge hin oder her.

    Aber erzähl mal, welche sechs Aktien meines ursprünglichen Depots hast du selber im Depot? Texas Instruments hattest du ja oben bereits verraten. Bin gespannt. Evtl. magst du auch mal dein komplettes Depot vorstellen. Gern auch als Beitrag direkt bei mir auf dem Blog. 🙂 Dazu ein paar Sätze zu Kriterien zur prinzipielle Auswahl und gern auch zu Timing Aspekten. Wenn du magst, kannst du ja gern mal eine E-Mail schreiben.

    @all: Verfolgt jemand von euch die Strategie nach Phil Town? Auf dem Blog von Christian Thiel ist da vor wenigen Tagen ein Gastbeitrag zu erschienen. https://grossmutters-sparstrumpf.de/rule-number-one-never-lose-money/ Hat jemand die erwähnten Bücher von Phil Town bzw. seiner Tochter Danielle Town?

  85. Avatar-M

    Whirlwind

    wenn ein Depot mit gut gelaufen Aktien mit ambitionierter Bewertung vorhanden ist….

    Das ist der springende Punkt. Wären aktien bzw der Markt weit unter dem CAPE, dann wäre es vlt nicht so ratsam gewesen.

    -M

  86. AvatarFit und Gesund

    @Whirlwind,

    diese 6 Aktien sind BASF, JNJ, RDSA, TXN, CSCO, SAP und 3M, huch das sind ja 7.   🙂

    Die grössten Positionen sind Nestlé, Unilever, Roche, Novartis, RDSA, Zürich Versicherung.

    Ich persönlich verfolge eher blogs wie Rente mit Dividende, Stefan’s Börsenblog und Mission Cashflow, ansonsten SA und Daily Trade Alert.

     

    liebe Grüsse

  87. AvatarWhirlwind

    @Fit und Gesund: Genau, das sind 7 Titel. Dabei hatte es Cisco bisher nicht in mein Depot geschafft. Dann wären wir wieder bei 6 Aktien. Passt also. 🙂

    Ingos „Mission-Cashflow“-Blog lese ich auch regelmäßig. Er sprach mich u.a. darauf an, ob ich meine Aktien-Dashboards nicht gesammelt veröffentlichen wollte. So ist halt der Whirlwind-Investing Blog entstanden. Danke an Ingo an dieser Stelle für die Inspiration. 🙂

    @-M: Genau, die Gelegenheit schien günstig. Da bin ich eigentlich ziemlich pragmatisch. Ob der Zeitpunkt nun gut oder eher schlecht war, das wird die Zukunft zeigen.

    Wünsche euch einen angenehmen Start in die Woche.
    whirlwind

  88. AvatarRüdiger

    Ich persönlich verfolge …

    Finde ich auch immer interessant, welche Blogs/Finanzseiten andere so lesen. Bei einigen der genannten schaue ich öfter rein.

  89. AvatarNico Meier

    Habe gerade im Radio von der Idee der SPD gehört eine Vermögenssteuer in Höhe von einem Prozent einführen zu wollen.

  90. Avatar42sucht21

    @DanielKA

    Ja, es ist mal wieder Wahlkampf…Ich finde, in der Theorie hört es sich nicht schlecht an aber in der Praxis wird es wieder einmal scheitern. Für mich ist der SZ-Autor ein Träumer. Es fängt ja schon dabei an, dass unterschiedlichste weltweit gestreute Vermögensformen jährlich zu einem Stichtag gerecht und vergleichbar bewertet werden müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dabei etwas vernünftiges herauskommt.

    Es ist irgendwie immer das gleiche Narrativ seit Dekaden. Aber geht es wirklich um sozialen Ausgleich oder einfach nur um Mehreinnahmen?

    Ich finde, Geld ist in der aktuellen Phase kein Problem für Deutschland. Entweder als 30J-100J Anleihe mit Negativzins oder als Bürgerfonds mit 1,5% Verzinsung für Teilnehmende. Da braucht DE keine weitere Steuer um vernünftiges zu tun. Sinnvoller wäre es mal die Ausgaben anzuschauen. Als Beispiel seien hier mal die Beamtenpensionen in DE erwähnt. Die zu erwartenden Kosten für Pensionen und Beihilfen steigen schön und Rückstellungen wie ein Unternehmen muss der Bund dafür nicht bilden.

    2016 ca. 625 Mrd. €

    2017 ca. 688 Mrd. €

    2018 ca. 758 Mrd. €

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kosten-fuer-pensionierte-beamte-steigen-um-70-milliarden-euro-16295742.html

    Soziale Gerechtigkeit würde auch beinhalten, dass Pensionen auf das Niveau der gesetzlichen Maximalrente gedeckelt werden. Verbeamtete Lehrer, Richter usw. haben die Möglichkeit gut privat vorzusorgen. Beamte im höheren Dienst erhalten durchschnittlich 3.870 Pension monatlich.

    @Albr
    Werden Sie WeWork nach dem IPO kaufen? Ich erinnere mich, dass Sie teils bei solchen spannenden Unternehmen dabei sind trotz sehr hoher Bewertung.

  91. AvatarRuben

    Aus dem von DanielKA verlinkten Artikel:

    „Eine Vermögensteuer müsste natürlich die meisten Menschen ausnehmen. Frühere rot-grüne Konzepte sahen einen Freibetrag von einer Million Euro für jeden Bürger vor und schonten kleine Betriebe besonders. Damit würden nur ein paar hunderttausend Haushalte besteuert und trotzdem Milliarden eingenommen.“

  92. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vermögenssteuer,

    die ist ja nur ausgesetzt derzeit. Zwar schon seit 1997, aber wirklich abgeschafft war sie nie. Wenn es Freibeträge bis zu Nicht-Multimillionären geben soll, dann muss sich hier wohl niemand Sorgen machen.

    Der bedenkliche Teil der Nachricht ist, dass man sich an der Schweiz orientieren will. Dort wird ja alles besteuert was man als Vermögen zählen kann; Autos, Gemälde, Rolexuhr usw.

    „Die Schweiz hat international den Ruf, relativ moderate Steuerbelastungen zu haben. Doch wenn es um die Besteuerung des Vermögens geht, ist die Schweiz kein Paradies. Ein sehr wohlhabender deutscher Unternehmer mit Wohnort im Kanton Zürich schilderte jüngst seine Sicht mit zwei nackten Zahlen: Die Belastung mit Einkommenssteuern und Vermögenssteuern zusammen mache bei ihm fast 50 Prozent des Einkommens aus, in Deutschland wären es dagegen nur 26 Prozent, weil Deutschland keine Vermögenssteuer habe.“ (NZZ)

    Die Eidgenossen sind ja eigentlich vom Grundgedanken der Gründung her ein positiv sozialistisches („socialis“ – kameradschaftlich) Musterbeispiel. 😉 „Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern…“ Heute dürfen sogar die Schwestern auch mitmachen.

    Schaun mer mal. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Deutschlands Hautevolee diesen epochalen Einschnitt in ihr Vermögen schmerzfrei wegstecken. Es wird ihnen sicherlich ein dazu passendes Steuerschlupfloch geschaffen.

    MS

  93. AvatarSparta

    @Matthias

    „und jetzt müssen wir uns auch noch um die Vermieter sorgen.“

    Es gibt durchaus viele soziale Vermieter welche schon massiven Ärger mit Mietern hatten…

    Andererseits gibt es natürlich auch sehr schwierige Vermieter.

    Pauschalurteile sind grenzwertig.

    Unbewusste emotionale Vorbehalte gegen Vermieter, Arbeitgeber, Aktionäre etc. (denen wo es besser geht) gibt es durchaus.

    Dieses Jahr wurde ich mehrfach schon als Abzocker beleidigt obwohl ich durchaus eine soziale Ader habe.

    Eine Drohung meine Firma anzuzünden war bisher nur 1x…

    Niveau, Anstand und gegenseitige Rücksichtnahme ist keine Frage der Vermögenshöhe sondern eine des Charakters!

  94. AvatarNico Meier

    Die Vermögenssteuer in der Schweiz ist je nach Kanton unterschiedlich hoch.

    https://www.vermoegenszentrum.ch/ratgeber/vergleiche/vermoegenssteuern-fuer-verheiratete.html

    Wie wir hier sehen zahlt jemand in meinem Kanton Aargau bei Vermögen 1 Mio 2.548  bei 5 Mio 19’976 und bei 10 Mio 41’921 pro Jahr an Vermögenssteuern.

    Dabei ist zu berücksichtigen, dass Immobilien zu einem Steuerwert versteuert werden, der einiges unter dem aktuellen Verkehrswert der Immobilie liegt.

    Ich finde die Vermögenssteuer richtig und wichtig.

  95. AvatarDanielKA

    @42sucht21

    Deutschland das Land der Familienunternehmer wird das schon zu verhindern wissen. Wobei ich höhere Freigrenzen für die Mittelschicht schon als Sinnvoll erachte.

    Ähnlich wie in Frankreich, wo ein Depot bei einer Familie bis 300.000 TEUR steuerfrei ist und zusätzlich gibt es noch das Livre A oder B? Sparbuch, wo die Erträge ebenfalls bis zu einer gewissen Höhe steuerfrei sind. Zusätzlich könnte der Staat wieder Eigentum fördern (eventuell durch steuerliche Anreize, Zuschüsse oder Abschreibungsmöglichkeiten bei Privatnutzung) damit hier ebenfalls das Vermögen der Mittelschicht steigt.

     

  96. Avatar42sucht21

    @DanielKA

    Ja, das wäre gut finde ich! Es gäbe einige Punkte bei denen man steuerliche Anreize zur Vermögensbildung schaffen könnte welche auch Sozialpolitik beinhalten. Das Problem scheint, der Staat möchte auf keinen Fall auf vorhandene Einnahmen verzichten obwohl das gut möglich wäre.  Wenn zB Wohneigentum zur Selbztnutzung mit ermäßigtem Grunderwerbssteuersatz belegt würde, vielleicht degressiv bis zu 0% bei Selbstnutzung ab 15J o.ä. Das würde jungen Familien und der anfänglichen Mittelschicht sehr helfen. Bei Ihnen in der Gegend zB liegt diese Erwerbssteuer ja leicht im Bereich von 1-2 Nettojahresgehältern.

    Es ist so, mit der Eurolandkrise und Nullzinsen wurden bereits Vermögende durch Assetinflation schnell deutlich vermögender. C. Munger hat das ja auf der HV schön ausgeführt im Bezug auf die USA. Da tendenziell einen Ausgleich zu schaffen finde ich OK. Leider erwähnen diesen Zusammenhang mit der EU die Politiker kaum sondern es wird lediglich Reichenbashing betrieben (siehe SPD Wahlwerbung mit Geldscheinen auf dem Förderband um Wähler von den Linken anzulocken). Der Staat profitiert bei steigenden Mieten auch kräftig mit über die Einkommensteuer dank EU & Eurolandkrise. Auch in Berlin. Das sagt nur kein Hauptstadtpolitiker laut.

    @Kia – MoPo Artikel
    Danke für die Verlinkung. Da steht ja echt unglaublich dummes und weltfremdes Zeug drin. Wenn das käme, das wäre wirklich schlecht für den Wohnungsbestand und letztendlich gerade auch für die Mieter. Schön auch, dass gerade sozialer Wohnungsbau und Wohnheime von der Mietdeckelung ausgenommen sein sollen. Aber vielleicht bezahlt da der Staat sowieso die Mieten per Wohngeld für die Mieter…. Man man.

  97. AvatarDanielKA

    wo wir schon bei Familienunternehmen sind, die waren wohl in den letzten 10 Jahre in der guten Konjunktur bzw. Börsenphase deutlich erfolgreicher als nicht Familienfirmen. Ziemlich beeindruckend 23,2 % p.a. bzw. ein Renditevorsprung von 8 % p.a..

    Auf Zehn-Jahres-Sicht erzielten die börsennotierten Familienunternehmen einen durchschnittlichen Total Return (Aktien- zuzüglich Dividendenrendite) von jährlich 23,2 Prozent. Nicht-Familien-Firmen erreichten lediglich eine gewichtete Rendite von 15,2 Prozent.

    https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/studie-familienunternehmen-103.html

    Das kann auch in die eigene Investmentstrategie mit einfließen lassen.
     

  98. AvatarThorsten

    Anstatt eine Vermögenssteuer einzuführen sollten sie endlich die Schippe in die Hand nehmen. Die Schulklos verrotten, sie sind an der Regierung und tun – nichts. Scholz ist ein Paradebeispiel für einen populistischen Politiker.  Wehe der kommt ran.

  99. Avatar42sucht21

    @Thorsten

    sind  Schulklos nicht eher in den Finanzen auf Länderebene zu verorten und weniger bei Merkel / Scholz? Na, eigentlich sind der optische & hygienische Zustand der Schulklos ja vor allem anzusiedeln bei den für die Erziehung der Kinder verantwortlichen Eltern.

  100. AvatarChristian

    Schulen = Ländersache. Es wurde im November 2018 sogar unsere Verfassung geändert, damit der Bund mitfinanzieren „darf“. Quelle: Handelsbalatt

    Es ist toll, dass es hier schon wieder so unglaublich „sachlich“ zugeht. Quer durch das Gemüsebeet… Die bösen Roten, die guten Vermieter, das lästige Prekariat, dass doch bitte aufs Land rauspendeln soll und nicht von der A-Lage zu träumen hat…

    Ich bin auch Vermieter und ich verdiene prächtig. Würde in Bayern ein Miedeckel auf 8,00 € kommen – who cares. Dann würde ich eben nur noch so viel verdienen wie zum Zeitpunkt des Kaufs (2010 = 7,80 €/qm). Aktuell verdiene ich 10,40 €/qm (+33 %). Und das am Stadtrand @ 112 qm. Ich werde die Bude innerhalb von 18-20 Jahren komplett wegdrücken. 100 % Wertzuwachs on Top geschenkt. Das kann mir ja niemand erzählen, dass das „normal“ ist. Ich muss sogar Steuern zahlen, weil ich so prächtig damit verdien. „Früher“ war eine vermietete Immobilie ja eher ein Steuersparmodellm da AfA und Schuldzins die Einnahmen überstiegen haben.

    Ich bin auch der Meinung, dass das der Markt und nicht die Politik regeln sollte. Ich habe auch keine Schuldgefühle dafür, dass ich so gut verdiene mit dem Objekt. Aber man muss ja nicht immer nur schimpfen…

  101. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Daniel (Frankfurt)

    In diesem Jahr haben (weitere) Aktien von Illinois Tool Works, 3M, Bayer, T. Rowe Price Group, Alphabet, Lowe´s und Blackrock den Weg in mein Depot gefunden. Letztere wohl nächste Woche erneut. Wobei ich so den Kauf weiterer Anteile von Berkshire leider immer weiter verschiebe.

    Das Dividend Growth Investing hat es mir angetan. Die Aristokraten und Kings sind eine feine Sache.

    @ Whirlwind / Fit und Gesund

    Bei mir sind´s ebenfalls sieben Überschneidungen: Disney, J&J, Alphabet, 3M, BASF, AbbVie und Krones. Wir sind also Beteiligungspartner 🙂 .

    Alles Gute für euch !

    @ Matthias Schneider

    Deine Beiträge zeigen regelmäßig eine alternative Sicht der Dinge auf. Das empfinde ich als sehr wohltuend.

  102. Avatarmorphyencore

    @Vermögenssteuer
    Hier müsste man in jedem Falle berücksichtigen, dass Selbstständige Vermögen zur Altersvorsorge ansparen, während z.b. Pensionäre fette Pensionen beziehen ohne zur Vermögenssteuer herangezogen zu werden.
    Ich bin sicher, dass dies aber nicht geschehen wird.

  103. AvatarBruno

    @Matthias Schneider

    Die Vermögenssteuer für Angestellte ist in der Schweiz relativ moderat, die meisten Steuerzahler zahlen deutlich mehr Einkommen- als Vermögenssteuern. Das Auto wird ja in der Regel stark abgeschrieben, natürlich gibt es Spezialfälle wie Oldtimersammlung, wo es schwieriger werden kann. Die Bewertung der Assets läuft normalerweise unter dem Marktpreis (Aktien, Edelmetalle, Cash etc. werden zum Kurs per 31.12. (Steuerliste) ermittelt.

    Problematischer wird es für Unternehmer, im so „unternehmerfreundlichen Land“, ich bin mir hier nicht so sicher, in Deutschland ist es unter Umständen besser als Unternehmer, kommt aber wirklich stark auf die Situation an. In der Schweiz ist es auch stark abhängig, in welchem Kanton man sein Vermögen versteuern, nicht primär die Sätze (die unterscheiden sich natürlich auch) aber auch die Ermittlung des Vermögens.

    Ich hatte schon das Vergnügen, dass meine Firma einen guten Gewinn erziehlte über ein paar Jahre, ich erschrak dann aber stark wo ich die Steuereinschätzung erhalten habe, wo die Firma mehrere Millionen Wert sein sollte (am freien Markt wäre sie nicht verkäuflich gewesen, da eine kleine Firma primär an den Mitarbeitern hängt, ausser man hat jetzt gerade ein Ultramegaspannendes Patent angemeldet).

    Das hiess dann für mich, ich musste den Gewinn der Firma, welcher ja bereits versteuert war, als Lohn auszahlen um die Vermögenssteuern (privat) bezahlen zu können. Mein Fazit war dann in den Folgejahren, ein Gewinn in der Firma ist kein Segen, also immer schauen dass man kein/wenig Gewinn macht, obwohl ich eine vernünftige Reserve eigentlich als sinnvoll erachte. Nun muss die Reserve halt Privat gemacht werden um im Notfall wieder Geld einzuschiessen.

    Das sind Aspekte eines Steuersystems, die ich nicht gutheissen kann. Sparsamkeit und tiefe Verschuldung werden bestraft. Ähnlich verhält es sich mit dem Eigenmietwert, wer hohe Schulden hat, kann mehr abziehen, bezahlt weniger Steuern. Der Staat sollte eigentlich so lenken, dass die Bürger sich nicht hoch verschulden und sparen. Der Grund muss man natürlich nicht weit suchen, die Finanzlobby ist hier stark und lebt von diesen Umständen.

    Je einfacher ein Steuersystem, desto fairer wäre es. Aber die Steuersysteme in Europa bestehen zu 95% aus Ausnahmen und nur 5% aus Einnahmen, ich meine die Rechtstexte, die Sache ist klar. Jene die sich gute Anwälte leisten können, profitieren. Und Politiker leben natürlich auch von möglichst komplizierten Gesetzen, es ist ihr „Output“, das gibt mehr Sitzungen = mehr Sitzungsgeld etc.

    Als Manager mit exorbitant hohem Gehalt bekommt man hier jedoch ein Schlaraffenland vorgesetzt, wenn man sich im richtigen Kanton und Gemeinde niederlässt. Europäisch betrachtet natürlich, es gibt da auf der Welt natürlich genug Orte man gar nichts bezahlt, aber diese Leute müssen ja in der Regel auch vor Ort sein und können nicht aus Dubai & Co. walten und schalten 😀

  104. AvatarSparta

    @Bruno

    Ich mache gerne viel Gewinn und zahle dadurch mehr Steuern.

    Allerdings kenne ich auch ein paar die lieber fast gar keinen Gewinn wegen den Steuern machen.

    Ausreichend Cashflow, Stärke und Bankenunabhängigkeit ist mir wichtig weil die nächste Krise kommt bestimmt und ich keine Lust auf zu grosse Abhängigkeiten habe.

  105. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Das Argument Wohneigentum nicht abzuzahlen um Steuern zu sparen geht für mich so nicht auf. Wenn ich der Bank 15’000 Zins zahlen muss um damit 3’000 Steuern zu sparenso macht das keinen Sinn. Lieber keine Hypothekarzinsen mehr zahlen und die 3’000 Steuern mehr zahlen. Desweiteren erhalten Kunden bei denen das Eigenkapital prozentual höher ist in der Regel bessere Konditionen von der Bank.
    Mit anderen Worten ich zahle lieber 3’000 ans Steueramt als 15’000 an die Bank.

  106. AvatarBruno

    @Nico Meier

    Einfach sind die Relationen etwas anders aktuell, d.h. Zinsen sind extrem tief, also fast keine Zinszahlungen, Steuern sind gleich geblieben +/-. Dazu kommt, dass man mit dem Kapital auch etwas machen kann, d.h. dieses rentiert dann auch. So gesehen ist die Vollkostenrechnung besser, wenn man hoch verschuldet bleibt. Auch wenn ich das nicht gut finde, es ist langfristig riskant, ich meine volkswirtschaftlich. Individuell kommt es drauf an.

    @Sparta
    Es kommt immer drauf an, ich weiss nicht welches Steueramt bei Dir zuständig ist, bei mir war es so, dass 3 starke Jahre Gewinnsteigerung (aber auf tiefem absoluten Niveau, man rechnet dann einfach exponentiell hoch die nächsten 10 JAhre) dazu geführt hat, dass die Firma etwa 20x Buchwert bewertet wurde, was nicht lustig ist, dann zahlt man mehr Steuern als man Lohn bezieht. Risikomanagement kann man ja anders machen, eine mögliche Kapitalerhöhung oder Darlehen geht gut von Privat. Ich finde die Praxis für die Bewertung der Firmen nicht gut, früher wurde hier Buchwert bewertet, oder wenn man an der Börse ist halt der Marktwert. Für kleinere Firmen mit weniger als 200 Mitarbeiter macht eine solche Bewertung absolut kein Sinn, denn der Wert der Firma hängt dort zu stark an den Inhabern und Management, damals hatte meine Firma vielleicht ein Buchwert von 1 Mio und wurde mit 20 Mio bewertet, niemals hätte ich dafür ein Käufer gefunden, aber man lernt daraus und macht es halt anders. Ich hatte damals weder einen Steuerberater noch Erfahrung, so lernt man wie überall im Leben.

  107. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Ich verstehe schon was du meinst.  Ich bin da eher konservativ wir haben mit 40% EK gekauft und wir streben wenn die erste Festhypothek ausläuft 2022 eine Tilgung von mindestens weiteren 10% bis 15% an. Sollte es wirklich mal einen Rutsch geben bei den Wohnimobilien so fühle ich mich mit einer Restschuld von weniger als 50% sicherer.

    Apropos Kleinfirmen.

    Hier kann man sich als Unternehmer nicht beklagen gibt ja echt viele Möglichkeiten für Steueroptimierung. Ich denke zum Beispiel an die Auszahlung eines hohen eigenen Lohns um so wenig Gewinne versteuern zu müssen. Und um die Einkommenssteuer zu sparen wird mit dem hohen Gehalt gleich ein Einkauf in die Pensionskasse getätigt. Alles legal aber der kleine Arbeiter von der Strasse kann solche Triks nicht anwenden.

  108. AvatarBruno

    @Nico Meier

    Ich habe mich ja nicht beklagt, ich beklage mich nie, es bringt generell nix. Ich sagte nur, die Anreize sind falsch gesetzt, Schulden machen wird steuerlich belohnt, sparen nicht. Ein Steuergesetz dass von Ausnahmen lebt ist auch nicht effektiv und bevorzugt gewisse Klientel. Wenn ich jeweils sage ich wäre für eine Flattax ohne Ausnahmen mit 10% Steuern dann werden alle wütend, das sei ungerecht, die Topverdiener müssen mehr rangenommen werden, es braucht ein progressives System, ich schmunzle dann nur und denke mir was… wir stehen beispielsweise in Konkurrenz mit grossen Firmen wie Google & Co., und die versteuern so gut wie gar nix, wir kommen klar, aber es ist nicht in Ordnung. Das ist doch nicht fair, ich klage nicht aber es ist Marktverzerrung. Eine weltweite Flattax für alle wäre für alle die beste Lösung, insbesondere auch für den Mittelstand, limitiert nach oben, z.B. bei 10%. Aber ohne Ausnahmen, das würde auch viele Steuerbeamte, Treuhänder etc. sparen. Wenn gewisse Staaten dann damit nicht klar kämen, können sie ja weitere Steuern erheben, aber so wäre die ganze Thematik auf einen Schlag erledigt und für 99.99% besser als heute. Aber es wird nie kommen, da jeder sein Gärtchen will. Wenn jemand seine Pendelabzüge nicht mehr machen kann, oder seine Kinderzulagen nicht mehr bekäme, oder 3. Säule etc. wäre er nicht dafür, obwohl es langfristig für alle besser wäre. So wird weiter gewurstelt an Wandschränken voll Steuergesetzen… die einige aushebeln können der grosse Rest muss abdrücken.

  109. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Bin grundsätzlich einverstanden mit Flattax.

    Andererseits finde ich es sinnvoll, dass jemand der für dein Alter Geld spart über 3a Steuern spart. Ich finde es richtig, dass man für Kinder einen Steuerabzug machen kann. Ich finde sinnvoll, dass derjenige der sich die teure Stadtwohnung nicht leisten kann einen Steuerabzug fürs teure Pendeln machen kann. Wie löse ich das in der Flattax?

  110. AvatarBruno

    @Nico Meier:

    Eben darum funktioniert es nicht 😉

    Jeder will seine kleinen Steuer-Bonbons behalten, wenn jemand heute 25% Steuern bezahlt, im neuen System dann nur noch 10% dafür auf einige Abzüge verzichten muss, ist er nicht dafür, obwohl er vielleicht 5-10% weniger zahlen müsste. Dafür würden hier einige Konzerne mehr zahlen müssen, die heute davon kommen, es ist nicht in Ordnung wenn Starbucks kaum etwas zahlt und das Cafe gleich daneben 30%.

    Sicher ich profitiere auch davon habe Anteile von solchen Firmen (die handeln auch richtig, es ist ihre Pflicht, ihnen mache ich keine Vorwürfe!), aber es wäre trotzdem gerechter, wenn es anders liefe. Und für die Mehrheit besser, langfristig stabiler und sozialverträglicher. Wenn ein Land eine hohe Erbschaftsteuer einführt, dann verschwinden die Leute kurz vor Erblassen (im eigentlich und übertragenen Sinne) an einen andern Ort. Darum würde eine vernünftige Steuerpolitik nur global funktionieren, wo alle mitmachen. Steuerwettbewerb finde ich gut, er würde ja bleiben, aber in einem vernünftigen Rahmen. Steuern sollte man nicht nach unten sondern nach oben limitieren.

  111. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Solche Abzüge sollen „richtiges“ Verhalten belohnen.

    Ich bin im Büro immer wieder erstaunt wenn mir Kollegen vorklagen sie müssten viele Steuern zahlen und mir gleichzeitig erzählen 3a Beiträge würden sie nicht leisten da kein Geld dafür vorhanden sei. Aber zwei mal im Jahr in Übersee in die Ferien fliegen und zwei Premiumleasingfahzruge gönnt man sich.

  112. AvatarBruno

    @Nico Meier

    Sollten richtiges Verhalten, Säule 3a finde ich gut, auch wenn es erst seit kurzer Zeit vernünftige Lösungen gibt, früher zahlte man 1.5-2.5% an die Bank. Wenn man die Steuer die man bei Bezug im Pensionsalter einrechnet und diese Fee, dann kam man mit ETF-Sparen fast weiter. Aber es ist gut für Leute, die nicht umgehen können, das Geld ist blockiert.

    Andere Sachen belohnen aber ganz im Gegenteil für richtiges Verhalten, Pendlerabzüge fördern das Pendeln (Umweltbelastung, Zeitverschwendung etc.), anstatt dezentrales System zu fördern. Eigenmietwert fördert Schulden, anstatt Rückzahlung der Hypothek etc. etc.

    Nein das sind einfach nur Trostpflästerchen für den „kleinen Mann“, um die grösseren Deals durchzubekommen 😉

  113. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Die Zersiedelung wird gefördert weil die Preise fürs Wohnen in den Städten preislich für viele nicht mehr zu zahlen ist. Daher müssen viele in die Agglo ausweichen und viel Zeit und Geld fürs Pendeln verschwenden. Daher finde ich es fair wenigstens mit dem Steuerabzug fürs Pendeln etwas mehr Gerechtikeit zu schaffen.

  114. AvatarThorsten

    @42ucht21

    Scholz war von 2011 bis 2018 erster Bürgermeister. Dann ist er abgehauen, obwohl er beteuert hat keine Ambitionen für den Bund zu haben, so wie er beteuert hat nicht für den Parteivorsitz zu kandidieren.
    Es handelt sich mitnichten um hygienische Probleme durch falsche Benutzung. Alte Kloanlagen sind alte Kloanlagen. Und sie werden durch intensive Benutzung schneller abgenutzt. Im Übrigen gibt es oft nur kaltes Wasser bei den Waschbecken. Klasse im Winter, dann waschen sich die Kinder die Hände nicht richtig. Das Ganze soll der Umwelt dienen. Eine glatte Lüge. Es soll bloß Kosten senken. Niemand wäscht sich zu Hause die Hände an Waschbecken mit eiskaltem Wasser, der es nicht will. Auch sehr beliebt : die Heizung in den Toilettenräumen wird abgestellt, komplett. Dann ist alles eiskalt, niemand soll sich dort aufhalten, der es nicht mehr aushalten kann ? Haben wir den Sanitäranlagen an den Schulen noch Nachkriegs- oder schon Ökodiktaturzstand ? Ausreden die Sanierung zu verzögern. Kinder sind es offensichtlich nicht wert.

    Die FDP mit Parole „Funklöcher, Schlaglöcher, Schultoiletten.“ Passt.
     

    https://theworldnews.net/de-news/was-gilt-ihr-wort-noch-will-stellt-scholz-wegen-spd-vorsitz-zur-rede

  115. AvatarNico Meier

    @Bruno

    Gebundene Vorsorge 3a habe ich begonnen im ersten Jahr in dem ich etwas verdient habe. Ich glaube mein junges ICH hätte das Geld damals ausgegeben, wenn es nicht auf dem 3a Konto gebunden gewesen wäre. Es mag sein, dass heute einer anfang 20 gut mit Geld ungehen kann aber die grosse Mehrheit wird Mühe haben.

  116. AvatarRüdiger

    Nicht zu vergessen, dass heute auch für die Eltern, dank www, ganz andere Möglichkeiten bestehen, sich über Geldanlage zu informieren und ihren Nachwuchs entsprechend zu bilden.

  117. AvatarNico Meier

    @Rüdiger

    Die Möglichkeiten im www wären schon da. Aber leider haben gerade Menscheb aus der bildungsfernen Schicht am meisten Kinder. Und da lernt das Kind nichts wenn Mami den ganzen Tag am Handy verbringt mit Facebook, Insta und wie die seichten „sozialen Medien“ sonst do heissen.

    Früher sah man neben dem Spielplatz Mütter die ihren Kindern zugeschaut haben und miteinander Gespräche geführt haben. Heute sieht man die Mütter auf der Bank sitzen und ins Handy starren.

  118. KievKiev

    @ Thorsten

    Die Parole gefällt mir. Ich habe die Sendung nicht gesehen, aber hier hat man mal etwas handfestes, anstatt nur theoretisch rumzuschwätzen. Zum Thema Funkloch kann ich Freifunk empfehlen. Das Thema wurde auch kürzlich in dem ct Magazin aufgeführt. Es hat allerdings keinen Nutzen für uns aus Investorensicht.

    Im ländlichen Raum kann man so selbst das Funkloch schließen. Mit mehreren Teilnehmern, die ihren Anschluss auch weitergeben kann man auch die Stabilität der Verbindung erhöhen. Falls sich in einem Mesh (Art Intranet) mehrere Zugänge zum Internet über verschiedene Anbieter wie Kabel, Telefon befinden, so wird die Stabilität der Verbindung verbessert. Falls ein Anbieter ausfällt, so geht die Verbindung eben über einen anderen Anbieter. Dabei geht sie nicht direkt ins Internet sondern über VPN über einen Freifunk Server. Dies gewährt die Rechtssicherheit für den Anbieter bezüglich „Störerhaftung“. Mit Richtfunk kann man auch entlegene Orte oder Kleingärten erreichen. Vielleicht reicht es irgendwann nicht mehr zum Netflixen, aber es besteht zumindest Zugang zum Internet.

    @ Nico

    In Deutschland wird die Zersiedelung nicht gefördert. Es ist auch genug Bestand da, so dass man nicht zwingend Neubaugebiete erschaffen muss.

    Im Gegenteil, Krankenhäuser werden geschlossen und zugunsten der Stadt zentralisiert. Das Kulturangebot und Freizeitangebot wird sukzessive in der Stadt weiter ausgebaut und im ländlichen Raum abgebaut. Fortschrittliche Radkonzepte zur Anbindung von Dörfern über Radfernwege kann man bei unseren Nachbarn in den Niederlanden oder Dänemark bewundern. In meiner Region wird hier zumindest ein wenig nachgebessert. Das ist allerdings nicht mit den genannten Ländern zu vergleichen. Vermutlich werden in Zukunft auch weitere Städte für den Autoverkehr eingeschränkt. Eine City Maut gibt es bereits in einigen europäischen Städten.

     

     

  119. AvatarThorsten

    Hallo Kiev , ich hatte mich informiert bzgl. Freifunk, aber das gibt es nicht überall und eine Gruppe selbst gründen mag ich nicht. Richtfunk wäre was. Luftlinie 800m hört die Glasfaserwelt auf. Für uns hatte die Gesellschaft zum Ausbau kein Geld mehr, nachdem Berlin die Mittel für den Ausbau auf dem Land zum zweiten Mal gekürzt hatten. Was die Medien und Politiker im Fernsehen versprechen und herlügen, hier haben sie keinen Rückhalt mehr. Wie beim Soli werden ganze Ortsteile weiter mit 2Mbit leben müssen. Ich habe es mir schriftlich vom Leiter geben lassen : vor 2020 passiert gar nichts mehr, zu seinem Bedauern und mit Hinweis auf die Politik der GroKo .

  120. AvatarThorsten

    Und hier merken es auch schon die ‚Fachleute und Experten‘ : das Umland wird die Zeche zahlen, ich hatte Ähnliches vor ein paar Tagen geschrieben. Wäre es nicht so entsetzlich müsste man vor Lachen auf dem Boden liegen oder Berlin in Schilda umbenennen.

    „Zuzügler hätten kaum noch die Chance, einen Fuß auf den Boden zu bekommen.“
    Lesen die den Blog hier und schreiben ab ? Haha

    https://www.n-tv.de/politik/Expertin-warnt-vor-Folgen-des-Mietendeckels-article21231724.html

  121. KievKiev

    @ Thorsten

    Es ist technisch überhaupt kein Problem 800m zu überbrücken. Hier wurden im Norden Deutschlands auch entlegene Dörfer angebunden. Das Freifunk Netz ist in erster Linie ja ein Netz von engagierten Menschen. Vielleicht findest Du mehr Menschen in Deiner Umgebung, die es haben möchten (nebenan.de?). Du kannst auch das nächstgelegene Freifunk Netz kontaktieren. Vielleicht können Sie Deinen Bezirk oder Region einbinden. Du kannst den Bürgermeister ansprechen. Es gibt Gelder für den Netzausbau. Es werden auch Freifunk Lösungen gefördert. Die sind schließlich sehr günstig. Rumheulen würde ich nicht akzeptieren. Das Netz wurde nicht ausgebaut, das kann man sehen. Nun muss man schauen, wie man eine Lösung findet anstatt einfach abzuwarten bis sich was von alleine bewegt.

    @ Buchempfehlung

    Aktuell lese ich „Mit 50 euro um die welt christopher schacht“. Es hat nichts mit Finanzen zu tun, aber es enthält Aspekte, die Tims Blog abdecken. Gerade für pessimistische Kommentatoren kann ich es empfehlen. Ich würde vieles nicht machen wie der Autor und wünsche mir auch nicht, dass meine Kinder eine Reise in der Form unternehmen. Ich habe selbst Erfahrungen in Südamerika sammeln dürfen. Man benötigt nicht viel Geld für Erlebnisse. Die Zyniker werden natürlich auf den survivorship Bias verweisen.

    @ Helfen / Civilcourage

    Ich habe gestern eine ältere Frau gesehen, die orientierungslos auf dem Radweg der Strasse entlang ging. Ich dachte sie sei betrunken, habe mich dann aber aufgerafft und bin zu ihr gegangen und habe sie gefragt, ob alles in Ordnung sei. Ich habe sie zu einer Sitzbank gebracht und auch auf ihren Wunsch die Polizei gerufen. Sie wurde bereits gesucht. Habe ich ihr geholfen? Ich weiß es nicht. Es gibt nicht für alle Situationen im Leben den direkten Weg zum Glück. Ich wünsche Fit und Gesund einen schönen wertvollen Arbeitstag.

  122. AvatarDanielKA

    @ Breitband: Selbst im strukturstarken Landkreis Karlsruhe (mit SEW Eurodrive ein großer Player im Gewerbegebiet) gab es noch Ortsteile, die bis vor kurzem noch Internetgeschwindigkeiten von 2 bis maximal 6 Mbit erreicht hatten. Da wage ich mal vom Land gar nicht zu sprechen. Am Strand in einem kleinen Ort in Spanien direkt LTE Verbindung gehabt, so was muss einem zu denken geben.

  123. AvatarThorsten

    @DanielKA

    Gestern im Radio : die flüchtenden britischen Unternehmen gründen ihre Hauptquartiere in den Niederlanden . Es seien drei Standortvorteile , die sie gegenüber Deutschland auszeichnen.

    Gut ausgebaute Infrastruktur, die Einwohner sprechen durchgängig Englisch, der digitale Ausbau ist vorhanden.

    Bei den ersten beiden Punkten na ja, sehe ich nicht so negativ, aber der fehlende digitale Ausbau ist evtl  der Killer. Vielleicht sind die Niederlande auch einfach in Gänze näher an UK und die Wege dort kürzer ?

    Ich sitze auf der Terrasse, wir haben kein Fernsehsignal DVB-T 2 erreicht uns nicht oder nur sporadisch , wenn die Blätter an den Bäumen ab sind, Handy geht auch nicht wirklich. Dabei wir sind gar nicht soo weit weg von Metropolen oder Mittelstädten. Wenn sich hier ein Betrieb ansiedelt, dann hat er ein Problem. Er muss genau auswählen wo. Sonst ist er abgeschnitten.

  124. AvatarSparta

    @Thorsten

    Wieso genießt Du eigentlich so wenig Zeit Deiner finanziellen Freiheit?

    Klar gibt es viel zu verbessern in Deutschland… aber die Bedingungen dass die Frührente bei Dir geklappt haben…waren die von dem „miesen“ Land…oder etwa nicht?

    Das jemand der Selbstständig war/ist nicht selbstrefleltiert versucht für sich bessere Lösungen zu finden als den ganzen Tag über andere zu motzen und anderen die Schuld zu geben (für was auch immer)… ist eigentlich ungewöhnlich.

  125. AvatarNico Meier

    Gut ausgebaute Infrastruktur, die Einwohner sprechen durchgängig Englisch, der digitale Ausbau ist vorhanden.

    Gerade die Sprachen sind klar ein Standortvorteil in der Niederlande. Wie übrigens auch in der Schweiz. Wer hier die obligatorische Schule verlässt spricht Englisch und Französisch, das wird gerade bei grösseren Konzernen sehr geschätzt. Warum ist eigentlich die Infrastruktur in Deutschland so mies? Wenn ich hier lese, dass nichtmal Aussenquartierr in Städten mit Breitband amgeschlossen sind frage ich mich schon ob Deutschland in diesem Bereich zum Schwellenland absteigt.

  126. AvatarBruno

    „Wer hier die obligatorische Schule verlässt spricht Englisch und Französisch“

    obligatorische Schule? Wenn da das Gymnasium rausfällt wo es etwas besser ist dann ist das natürlich auf einem sehr tiefen Niveau, englisch ist zwar etwas besser das dies Jugendliche häufiger auch in der Freizeit brauchen, französisch ist auf sehr sehr bescheidenem Niveau, umgekehrt im Welschland aber nicht besser. Sprachen lernt primär bei längeren Sprachaufenthalten wenn der Wille da ist. Ich habe Muttersprache französisch und wenn ich die Deutschschweizer höre, ist das kein Vergnügen 😉 Umgekehrt ist es aber nicht viel besser, daher spricht man gewöhnlich englisch miteinander.

    Die Englischkenntnisse in der Niederlande oder noch besser in den skandinavischen Ländern sind um WELTEN besser als im deutschsprachigen Raum.

  127. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Thorsten,

    ein viertes und entscheidendes Kriterium für die Ansiedelung in NL ist die Steueroase. Dagegen kann man leider nicht anstinken.

    Bermudas? Kaimaninseln? Niederlande!

    Oder: „Ups, jetzt ist es passiert! Wie peinlich! Jahrelang hat eine Regierung nach der anderen es geschafft, die moralisch allzeit hochstehenden Niederlande vor der Schmach zu bewahren, offiziell unter die Steueroasen dieser Welt einsortiert zu werden. Diesmal nicht. Erst stimmte das EU-Parlament im März dieses Jahres mit satter Mehrheit für eine Resolution, die Klartext spricht: Ein Großteil der Steuerparadiese, ohne die die weltweit praktizierte Steuervermeidung und -hinterziehung großer Vermögensverwalter und Konzerne nicht möglich wäre, befindet sich in Europa. In Ländern wie den Niederlanden, in Luxemburg, Irland und Zypern. Der Antrag wurde vom niederländischen EU-Parlamentarier Paul Tang eingebracht, der seit Jahren versucht, die Schönrednerei über den „innereuropäischen Steuerwettbewerb“ zu beenden. Dann beschloss auch die EU-Kommission, die Niederlande in die offizielle schwarze Liste der Steueroasen aufzunehmen.“ (der Freitag)

    So, werde jetzt meinen Vorruhestand weiter im Liegestuhl auf der sonnigen Dachterrasse genießen. 😉

    MS

  128. AvatarAlbr

    Welches Niveau in deutschen öffentlichen Schulen soll es geben 😉

     

    von einem nennenswerten Niveau ist mir nix bekannt 🙂

     

     

  129. AvatarAlbr

    @Nico Meier, ich kenne einige Schwellenländer, da ist die Infrastruktur teilweise deutlich besser als in D. 😉

     

     

  130. AvatarNico Meier

    @Albr

    Dann möchte ich mich natürlich gerne bei allen Schwellenländer für meinen Vergleich entschuldigen. 😉

  131. AvatarRüdiger

    Heh, ihr alten Miesepeter, solltet ihr mal wieder zum Lachen in den Keller gehen, bringt ’ne Dose Pfirsiche mit 😉

  132. AvatarThorsten

    @Sparta

    Das ist eine Projektion auf meine Beiträge. Wenn für dich finanzielle Freiheit bedeutet, dass Du komplett abschaltest dann liegen wir auseinander. Der Vollzeit Beschäftigte hat nicht die Möglichkeit so viel zu meckern wie ich, er hat schlichtweg keine Zeit und kann sich kaum informieren. Das Thema ‚Schuld‘ sollte man in das Thema ‚gebrochene Wahlversprechen‘ umlenken. Wir alle sind schuld, denn wir haben diese Parteien in der Mehrheit gewählt. Ich sage : der Soli wird irgendwo irgendwann fallen, das Geld holen sie sich die Roten auf anderer Ebene wieder. Sie verweigern eine Steuerreform, die den Mittelstand entlastet und werden wieder irgendwelche Freibeträge oder Zulagen erhöhen, was die Steuererhöhungen nicht ausgleichen wird. Wenn das so weiter geht, dann trete ich in die FDP ein und lasse alle sozialen Aspekte fallen.

  133. AvatarAlbr

    @Rüdiger, ich lache SEHR viel, auch oft mit meiner Frau zusammen 😉

     

    kannst du hier auch hieran 🙂 erkennen 😉

     

    Meine Kollegen, die mit viel Angst durch die Gegend laufen, wundern sich immer, warum ich so gut gelaunt bin 😉 finanzielle Freiheit lässt einen eben sehr gelassen werden 🙂

     

     

  134. AvatarWhirlwind

    @Politik: Warum müssen wir eigentlich Parteien wählen? Für mich haben sich die letzten Wahlentscheidungen immer mehr in die Richtung „Welche Partei ist das geringere Übel?“ entwickelt. :-/

    Ich wäre für eine Wahl nach (Sach-)Themen. So könnte meinetwegen ein(e) Grüne(r) ins Landwirtschaftsministerium, das Familienministerium könnte SPD-besetzt werden und Wirtschaft- und Finanzen machen CDU oder FDP. Die Parteien sind mir eigentlich egal, mir kommt es auf die fachliche Eignung für den Posten / das Ressort an.

    Dann wäre vielleicht auch jemand im Finanzministerium, der die Anforderungen, Details und Folgen einen verkappten Finanztransaktions- oder Vermögenssteuerung abschätzen kann…

  135. AvatarThorsten

    @Albr

    ganz genau. Ich könnte hier ja immer alles loben, aber dann würde mir Rüdiger und Konsorten wohl vorwerfen , ich würde meine Freizeit sinnlos verballern. Kritisieren ist einfach, Lösungen finden schwerer, aber wenn gelogen und gebeugt wird und die Medien das auch noch unreflektiert mitmachen , dann ist es bei mir aus. Diese Politiker vertreten mich nicht, sie gefährden den Wohlstand aller, kümmern sich nicht um Umweltschutz und den Menschen an sich, sind mit der Industrie verbandelt ( hallo Frau Klöckner, gab’s für die Werbung mit Nestlé eine Packung Riegel umsonst ?)

    Genieße es auf der Terrasse, leider Handwerker da, muss in die septic drain (Kleinkläranlage) investieren. Ist bundesweites und sinnloses Gesetz. Selbst der Meister hier schüttelt den Kopf. Sie hätten für wenig genutzte Immobilien Ausnahmen definieren können. So schalten wir die Anlage ein paar Wochen im Jahr ein, was ineffizient ist. Stimmen die Wasserwerte nicht , keine Ahnung was dann passiert.

  136. KievKiev

    @ Infrastruktur

    Da wir noch kein frei zugängliches Internet über Satelliten erhalten, fällt für mich Breitband auch unter die regionale Infrastruktur. Die Top 3 Fahrradstädte in Deutschland sind Münster, Karlsruhe und Freiburg. Ist das jetzt ein Anker oder Leuchtturm für andere Städte?

    Ich bin ein Fan von großen Zielen. Die Niederlande bauen den Radverkehr seit den 1970er Jahren aus. Ich habe schon mehrmals in den Niederlanden die Radwege bewundern dürfen, den Städtebau und den Industriebau. Es ist nicht so, dass der Erfolg oder die beste Lösung sich über Nacht eingeschlichen hätten. Ich bin schon ein paar Jahre nicht mehr in einer Schweizer Stadt gewesen. Die Schweiz würde ich hier aber eher wie Deutschland einordnen. Wer von beiden jetzt ein wenig besser oder schlechter ist spielt im Vergleich mit den Niederlanden eine untergeordnete Rolle.

    Ich sehe es positiv und bin zuversichtlich, dass sich die Städte ändern werden.

  137. AvatarRüdiger

    @Thorsten

    Lass meinen Namen raus aus deinem dummen Geseier. Was du in deiner Freizeit machst, ist mir so dermaßen Wurscht, das kannst du dir nicht vorstellen. Und wenn du den ganzen Tag Kopfstand machst und mit dem Arsch Fliegen fängst … meinetwegen. Interessiert mich nicht 😉

  138. AvatarThorsten

    @Kiev Hamburg wird Fahrradstadt. Es sollen 20% des Gesamtverkehrs mit dem Rad geleistet werde. Das haben wir rot-grün zu verdanken. Im Ernst. Ich war Mal bei einer Veranstaltung, der Typ von der CDU hatte was Fußgänger und Radfahrer anging nur eine Antwort, die ich nie vergessen werde : der KFZ- Verkehr muss rollen ! Heute haben wir Velorouten und mehr und mehr Radwege auf der Straße. Die gefährlichen Streifen auf dem Bürgersteig verschwinden zunehmend. Räder gehören auf die Straße.

  139. AvatarThorsten

    Ok Niveau sinkt, Leute greifen nicht mehr Argumente an, sondern die Redner,  klinke mich für heute aus und wünsche allseits einen erfolgreichen Tag .

  140. AvatarRüdiger

    Freut mich … falls du es vergessen haben solltest – ist ja immerhin schon paar Minuten her – du warst es, der Redner (Rüdiger und Konsorten) zuerst angegriffen hat 😉

  141. AvatarRappo

    Danke, Thorsten, dass Du auf so ein Kindergartenniveau nicht mit gehst.

    Ich lese übrigens immer gerne Deine Kommentare. Danke für Deine Mühe und Zeit, die Du dabei investierst.

    Ich wünsche allen noch eine sonnige Woche!

  142. KievKiev

    @ Thorsten

    Ich kenne auch noch die Radstreifen auf den Bürgersteigen in Hamburg. Hamburg hat eine tolle Lage mit der Alster. 20% Radanteil ist zumindest ein Anfang. In Utrecht sind es 60%. Das verstehe ich unter einer anderer Dimension.

    Ich habe nichts gegen KFZ Verkehr. Eine Lösung sollte im gesamten angegangen werden. Also nicht reine Verbote einführen sondern ein Konzept überlegen und durchziehen.

    Ein Fahrrad gehört meiner Meinung nach weder auf den Bürgersteig noch auf die Strasse. Hierfür bedarf es aber sehr guter Planung.

  143. AvatarDanielKA

    @ Kiev: Karlsruhe ist superflach, da gibt es so gut wie keine Steigungen (bis auf den Turmberg), in Stuttgart sieht es wieder anders aus. Der ÖPNV ist ebenfalls so super ausgebaut, dass dies sogar der Stadt teilweise mehr schadet und die umliegenden Gemeinden profitieren. Wenn mal die Baustellen weg sind, wird das hier ein traumhaftes wohnen.

  144. AvatarNico Meier

    @Politik: Warum müssen wir eigentlich Parteien wählen?

    Es gibt ein Land indem man nicht nur alle 4 oder 5 Jahre eine Partei wählen kann.

    In diesem Land haben die Bürger die Möhlichkeit in Volksabstimmungen bindende Entscheide herbeizuführen. Macht das Parlament ein Gesetz welches nicht gut ist werden 50’000 Unterschriften gesammelt und schon wird eine Volksabstimmung über dieses Gesetz veranlasst.

     

  145. KievKiev

    @ DanielKA

    Lage, Klima sind natürlich äußerlich gegebene Faktoren. Wie hoch ist aktuell der Radanteil in Karlsruhe? Ich habe 25% entdeckt. Hier ist somit auch noch viel Potential vorhanden.

    Zu Stuttgart habe ich folgendes entdeckt:

    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.radverkehr-in-baden-wuerttemberg-darum-haben-es-radler-in-stuttgart-so-schwer.d6a583b5-f252-4123-84d1-388c4757553b.html

    „Es gibt aber auch Probleme „Wir sind vom eigenen Erfolg überrollt worden“, sagt Riedel. Das gelte vor allem für Stellplätze. Zwar wurde am Hauptbahnhof gerade ein zweites Fahrradparkhaus gebaut, aber vor allem in der Innenstadt sind sichere Stellplätze inzwischen knapp. Angesichts vieler Berufspendler und teurer Fahrräder wäre es nach Büttners Meinung eine gute Idee, ein Innenstadtparkhaus zum Fahrradparkhaus umzuwandeln.“

    Als Ingenieur sehe ich es so: Ein KFZ Stellplatz bietet ausreichend Platz für die Unterbringung von 5 Fahrrädern. Wie ist es möglich den Radanteil zu erhöhen und gleichzeitig den KFZ Anteil zu senken und dabei nicht genug Fläche zu erhalten? Haben wir hier vielleicht ein schwarzes Loch? 😉 In den Niederlanden bieten die neuen Parkhäuser 50.000 Stellplätze für Fahrräder. Nicht auszudenken wie ein Parkhaus für dieselbe Anzahl von Autos aussehen würde.

     

  146. AvatarDanielKA

    @ Nico: Die Schweiz sollte dich langsam für die Standortförderung/Werbemaßnahmen fest einstellen, dann musst du auch nicht mehr pendeln 😉

  147. AvatarRüdiger

    @Gesetzgebung

    Die Initiative für ein Bundesgesetz kann von jedem Mitglied des deutschen Bundestages ausgehen. Hierbei müssen eine Fraktion oder mindestens 5% der Abgeordneten den Vorschlag unterstützen.

  148. KievKiev

    @ Größtes Fahrradparkhaus

    Es hat lediglich 12.500 Stellplätze. Da habe ich etwas verwechselt. In einer niederländischen Stadt gab es meine ich 50.000 Stellplätze um den Bahnhof auf mehreren Plätzen verteilt.

  149. AvatarNico Meier

    @DanielKA

    JFK hat mal gesagt: „Frag nicht was dein Land für dich tut. Frag was du für dein Land tun kannst.

    Ich kenne viele Schweizer die nur am Nörgeln sind. Ich finde es besser sich auf das Erfreuliche zu konzentrieren.

  150. AvatarDanielKA

    @ DanielKA

    Lage, Klima sind natürlich äußerlich gegebene Faktoren. Wie hoch ist aktuell der Radanteil in Karlsruhe? Ich habe 25% entdeckt. Hier ist somit auch noch viel Potential vorhanden.

    Der ÖPNV ist halt super in Karlsruhe ausgebaut, 10 Minuten Takt, innerstädtisch je nach Linienbelegung eher 2-5 Minuten-Takt, das Karlsruher Modell. Finde das nicht verkehrt und auch umweltfreundlich, die meisten haben eine Jahreskarte und fahren dann bei gutem Wetter mal Fahrrad. Die Hardcorefahrradfahrer sind deutlich weniger, hängt auch davon ob man nen Anzug anziehen muss oder nicht, nicht jeder kann oder will im Geschäft duschen.

     

  151. AvatarRüdiger

    Persönlich kenne ich nur sehr wenige Deutsche, die ständig am Nörgeln sind. Die meisten Nörgler treffe ich hier, in der virtuellen Welt 😉

  152. AvatarHafenmeister

    JFK hat mal gesagt: „Frag nicht was dein Land für dich tut. Frag was du für dein Land tun kannst.

    Ist es nicht auch möglich, dass der Bogen irgendwann überspannt ist? Diese Durchhalteparolen finde ich sehr unpassend für den derzeitigen Zustand dieses Landes.
    Deutschland befindet sich (noch) in einer wirtschaftlich sehr guten Verfassung. Die Leistungsträger dieser Gesellschaft wurden jedoch nicht entlastet. Jetzt wurden drei NEUE Steuern angeschoben, um, so vermute ich zumindest, die leeren Kassen der Sozialtöpfe zu stopfen. Man nutzt für die Argumentation und Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit immer die Extrempositionen, die bösen Börsenspekulanten (Finanztransaktionssteuer), die bösen Umweltverschmutzer (CO2-Steuer) und aktuell die reichen Milliardäre (Vermögenssteuer). Bei der Umsetzung wird es aber auch die Mittelschicht treffen und die Grenzen und Steuersätze lassen sich dann beliebig festsetzen.

    Die Politiker  dieses Landes sollten langsam mal Fragen, was möchte UNSERE Bevölkerung, diejenigen, die Steuern zahlen! Wofür wurden wir gewählt? Handeln wir im Sinne UNSERER Bevölkerung oder im eigenen (moralisch fragwürdigen) Interesse?

    Wenn man in dieser Situation keine Steuererleichterungen bieten kann und sogar neue Steuern einführt, was wird man dann in schlechten Zeiten machen?!

    @ Rüdiger
    Ich empfinde Sie als einen sehr unangenehmen Gesprächspartner.

  153. AvatarDanielKA

    heute hat PM endlich die Mergergespräche bestätigt. Freue mich über meine fette Altria Position 😉

  154. AvatarAlbr

    gut, Fakt ist schonmal (und zwar OHNE Genörgel), dass D. nicht in der Lage ist Schluklos zu reparieren 😉

    mir ist es egal, ich (und meine Kinder) gehen nicht mehr zu Schule, aber ich bin mal so frei zu behaupten (und zwar ohne Depressionen zu bekommen!!), dass ein Land welches, die einfachsten Dinge nicht hinbekommt auch die komplexen Dinge nicht mehr lösen kann 🙂

     

     

     

  155. AvatarSparta

    @Thorsten

    Ich will Dich ja nicht ärgern oder doof unbekannterweise anmachen.!

    Persönlich individuell verstehe ich es irgendwie nicht, wenn jemand sich genügend mit eigenem Fleiß und Hirn erarbeitet hat, dass man überdurchschnittlich früh auf Erwerbsarbeit verzichten kann…

    dass man dann nur noch nörgelt an dem System, welches einem das ermöglicht hat…

    Mein erster Erklärungsversuch wäre eigentlich „Angst“ genau dieses Lebensmodell zu verlieren.

    Dies wäre eigentlich das Gegenteil von Tim’s proklamierten „goldenen Jahren“. Wobei die „goldenen Jahre“… finde ich auch sehr unreflektiert.

    Tim ist mir machmal durchaus zu rosarot unterwegs, aber dafür haben wir ja als Gegenpol hier genügend andere.

    Wieso die FDP z. B. laut Deiner Aussage keinerlei sozialen Aspekte berücksichtigen sollte ist mir zu schwarz-weißes Denken.

  156. AvatarFit und Gesund

    @Kiev,

    danke für die guten Wünsche, aber ich habe nicht gearbeitet sondern habe mir einen schönen Tag in Zürich gemacht, erst Konsulat, dann hab ich mal die Swissquote Lounge besucht und dort Kaffee getrunken, gratis und eine Wirtschaftszeitung gelesen, dann ein wenig flaniert und im Büchershop Orell Füssli ein Buch gekauft (hat hier letztens Jemand erwähnt), danach hatte ich Hunger und habe erstmal im Hiltl fein gespeist, wenig frugal, aber sehr lecker, danach wieder bisschen flaniert und dann die Heimfahrt angetreten. Jetzt freu ich mich auf mein Buch  🙂

    @Sparta,

    ich verstehe beim besten Willen auch nicht warum die Menschen so unzufrieden sind, vielleicht ist die Sparrate zu hoch ?  macht das unzufrieden? Ich halte eine ordentliche Sparrate für wichtig, aber wer sich selber Alles versagt oder gar versagen muss, der ist für mich ein armer Tropf, da würde ich jedes Hamsterrad vorziehen.

     

    @Schweiz

    ich bin heute Morgen in aller Herrgottsfrüh los damit ich auf dem Konsulat nicht 50 Leute vor mir habe, ging aber ratzfatz, ich war auch die Allererste, die Zugfahrt  nach Zürich war echt schön, die Schweiz ist ein sehr schönes Land, sowohl die ländlichen Gebiete wie auch die Städte, sehr sauber, gute Infrastruktur, ich fühle mich hier sicher und wirklich gut aufgehoben,

    also insofern kann ich Nico Meier ein bisschen Recht geben, manchmal übertreibt er halt ein wenig, ich sehe es ihm gerne nach 🙂

     

    ansonsten, hört auf Euch zu zoffen, was bringt Euch das überhaupt? kann doch keinen Spass machen, ehrlich   🙂

     

    wünsche Allen einen schönen Tag

  157. AvatarRüdiger

    die Schweiz ist ein sehr schönes Land

    Unbestritten! Und die Schweizer habe ich als ausgesprochen freundlich in Erinnerung. Jedenfalls waren sie es, vor 40 Jahren, in Kandersteg.

  158. AvatarMattoc

    @Hafenmeister

    Die Politiker  dieses Landes sollten langsam mal Fragen, was möchte UNSERE Bevölkerung, diejenigen, die Steuern zahlen! Wofür wurden wir gewählt? Handeln wir im Sinne UNSERER Bevölkerung oder im eigenen (moralisch fragwürdigen) Interesse?

    Wenn du den Textbaustein „UNSERE Bevölkerung“ verwendest, schlussfolgere ich indirekt daraus, dass du der Auffassung bist, dass es auch eine Bevölkerung gibt, die nicht „zu uns“ gehört und dass „die Politiker“ aufgrund „moralisch fragwürdiger“ Interessen, wie du schreibst, nicht die Interessen „unserer“ Bevölkerung, sondern ihre eigenen/andere Interessen vertreten.

    Folgende Fragen ergeben sich unmittelbar, und ich wäre dir wirklich für konkrete Antworten dankbar:

    1. Wen meinst du mit „Unsere Bevölkerung“?

    2. Wen meinst du mit „Nicht unsere Bevölkerung“?

    3. Welche konkreten Handlungen „der Politiker“ lassen dich glauben, dass nicht „unsere Bevölkerung“ vertreten wird?

    4. Welches  „moralisch fragwürdige“ Interesse sollte eine Politikerin, wie z.B. Angela Merkel, haben, nicht „unsere Bevölkerung“ zu vertreten?

    5. Wie kann es gelingen, dass Politiker sehr lange Zeit dieses Land regieren, wenn sie nicht die Interessen „unserer Bevölkerung“, die ja wahlberechtigt ist, vertreten?

     

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn du das mal beantwortest. Insbesondere die Antwort auf Frage 4 interessiert mich sehr. Meine Annahme ist, dass Angela Merkel am liebsten weiterhin eine tragfähige Mehrheit hätte, was aber doch niemals gelingen kann, wenn sie (als Beispiel, du kannst auch jeden anderen Politiker nehmen), wie du schreibst, gegen „ihre Bevölkerung“ arbeitet.

     

  159. AvatarHaftiAbi

    @fit und gesund:

    ich verstehe beim besten Willen auch nicht warum die Menschen so unzufrieden sind

    Ich finde, man darf sehr wohl unzufrieden sein, wenn die Politik der Auffassung ist, einem persönlich das eigene Leben schlechter zu machen indem man grundlos Steuern erhöht oder schwachsinnige Mietendeckel einführen möchte.

    Die Gegenleistungen die man dafür erhält sind lächerlich. Bei Ärzten und Apotheken zahlt man jährlich mehr dazu, die Kinder muss man in private Schulen und Kindergärten schicken, damit diese halbwegs sicher sind und etwas lernen, usw.

    Ich habe meine eigene Lebensvorstellung aus Werten wie Leistung, Fleiß und Sparsamkeit. Dafür bin ich dann mit 40 durch und habe keinen Grund mehr aus finanziellen Aspekten arbeiten gehen zu müssen.

    Als vielfliegender und fleischessender Kapitalist, bin ich in den Augen der Roten und Grünen so wieso ein moderner Nazi.

    Es geht mir einfach nicht in den Kopf rein, warum sich diese Leute so sehr für das Leben der Andersdenkenden interessieren. Schon in meiner Kindheit war der Sozi Nachbar immer der erste, der die Polizei anrief, wenn es mal bei einer Gartenparty Abends etwas lauter wurde. Dem gutsituierten Nachbar hingegen war das alles ziemlich egal. Der hatte wohl andere Probleme. 🙂

  160. AvatarAlbr

    Ich geh mal davon aus, dass der gutsituierte Nachbar auf die Party eingeladen war und der sozi aus Frust, das er nicht eingeladen war, die Polizei rief 😉

     

     

     

  161. AvatarMattoc

    @HaftiAbi

    Dein Lebensmodell ist doch gar nicht so unterschiedlich zu den Vorstellungen, die auch viele hier im Blog haben. Wenn man es selber in de Hand hat und sagen kann, man möchte mit 40 durch sein, wie kann man sich denn über solche irrelevanten Themen, wie Steuererhöhungen, die es übrigens schon immer gab, aufregen. Zieh doch dein Ding durch. Dass sich die Welt um dich herum ändert, andere Meinungen an Kraft gewinnen, wirst du nicht ändern können, und wenn es eine CO2-Steuer, eine Transaktionssteuer, eine Vermögenssteuer gibt: Es betrifft dich minimal bis gar nicht. Das ist doch alles nur Panikmache.

  162. AvatarAlbr

    Naja, unzufrieden, darf man nur über den Zustand des Umweltschutzes sein 😉 dann ist man ein guter unzufriedener 🙂

     

    böse unzufriedene meckern über die zu hohen steuerlichen Belastungen, schlechte Gesundheitssystem, kaputte Schulklos, defekte Straßen, Internetausbau… und andere unbedeutende Kleinigkeiten 🙂

     

    Die sind zu doof um das große Ganze zu sehen, die merkelsche große Linie 😉

     

     

     

  163. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Albr,

    ich vermute, der gut situierte Nachbar hat einen Ruf zu verlieren. Als  kultivierter Mensch regt man sich nicht öffentlich über den Plebs auf, der sich nicht benehmen kann. Man ist einer gewissen Etikette verpflichtet. Man weiß, dass die sich nicht ändern werden, noch ihren Blödsinn einsehen. Solche Feierhorden denken, die Welt wurde zu ihrem Vergnügen gemacht und sie und ihr Treiben stehen für sie im Mittelpunkt, und alle anderen sind nur Spaßbremsen wenn sie meinen, sie sollten nicht belästigt werden.

    Der Sozi hat naturgemäß eine niedrigere Schwelle die Fassung zu verlieren, weil er sich auch auf der eher niederen Ebene befindet, und vielleicht auch kein teures Auto hat, um das er Angst haben muss, die Reifen zerstochen zu bekommen.

    Gewaltfreien schönen Abend noch.

    MS

  164. AvatarMattoc

    @Albr

    Was müssen wir bei der nächsten Wahl deiner Meinung nach tun, damit die von dir genannten Probleme gelöst werden? Welche Partei löst diese Probleme schnell? Glaubst du ernsthaft, dass „die Politiker“ diese Probleme kennen und aus Inkompetenz oder Faulheit nicht lösen?

  165. AvatarAlbr

    @Mattoc, das muss jeder selbst wissen, ich werde keine Wahl Empfehlungen geben 😉

     

     

  166. AvatarRüdiger

    Ich will mir nicht anmaßen, das Gesundheitssystem in ganz Deutschland beurteilen zu können. Hier in „Ödmiesbach“ und dem umgebenden Landkreis in der nördlichen Oberpfalz kann ich nicht klagen. Die ärztliche Versorgung ist sehr gut. Die palliativmedizinische Betreuung ist vorbildlich. Zuzahlungen bei Ärzten? Kenne ich als Kassenpatient nicht. Zuzahlungen für Krankenhäuser/Rezepte/Hilfsmittel/usw. sind meines Wissens in den letzten Jahren nicht angestiegen.

    Hach ja, es gibt hier auch durchaus wohltuende Kommentare 😉

  167. AvatarMattoc

    @Albr

    Und ich dachte, du hättest durch die Formulierung „merkelsche große Linie“ Kritik an den Leistungen der CDU geübt und eine bessere Idee. Ich bin wohlgemerkt kein Anhänger der CDU, ich halte die Probleme allerdings für so komplex, dass keine Partei und kein Politiker sie „einfach“ lösen kann, ohne ganz andere Probleme zu verursachen.

  168. AvatarHaftiAbi

    @Mattoc:

    Es mag auf den ersten Blick so aussehen, dass die Belastung nicht sonderlich hoch sein wird. Wenn man dann aber alles einmal zusammen rechnet, dann werden aus hier und da 1 k€ mehr, auf das Jahr hochgerechnet dann auch ein stattlicher Betrag. Insbesondere auch dann wenn man ggf. CO2 Steuer und GrSt für seine Mieter zahlen darf.

    Die Vermögenssteuer würde ich auf keinen Fall unterschätzen, wenn man mit lächerlichen 3,5k€ netto im Monat zu den oberen 10% bereits gehört. Anders als ich diese Studie von Anfang August verstanden habe, beziehen sich die 3,5 k€ nicht auf das EK aus selbstständiger oder nicht selbstverständlicher Arbeit, sondern auf das VERFÜGBARE Einkommen… 😀

    Da kann man sich dann vorstellen, was man hier in D unter vermögend versteht, wenn es dann mal um die Bewertung der Immos und Depots geht.

     

    @Albr:

    Naja, unzufrieden, darf man nur über den Zustand des Umweltschutzes sein ? dann ist man ein guter unzufriedener ?

    Jetzt musste selbst ich lachen. Besten Dank. 🙂

  169. AvatarNico Meier

    Ich finde das Steuerthema lustig. Die Meisten sind für höhere Steuern bei „den Reichen“. Ich frag dann immer ab welchem Einkommen oder Vermögen jemand „Reich“ sei. Meine zweite Frage ist jeweils was er denn verdiene und wie hoch sein Vermögen sei. Da stellt sich jeweils raus, dass die Grenze für „die Reichen“ die mehr Steuern zahlen sollten immer bedeutend mehr Einkommen und Vermögen aufweisen als sie selbst haben. Mit anderen Worten egal was jemand verdient er ist für höhere Steuern aber nur für Leute die mehr verdienen als er selbst.

     

  170. AvatarFit und Gesund

    @HaftiAbi,

    ich kenne durchaus auch schonmal das Gefühl von Unzufriedenheit, mit mir selbst, mit Anderen, aber ich erlaube solchen Gefühlen nicht die Oberhand über mich zu gewinnen, damit schade ich mir selber am Meisten.

    Was kann ich an einer Situation selber aktiv ändern? Es gibt Situationen wo ich das kann und Andere wo ich das nicht kann, dann muss ich einen Weg finden mich zu arrangieren und das Beste draus machen.

    Diese Politiker mit denen Du unzufrieden bist, die wurden doch gewählt, irgendjemand muss die doch und ihre Politik für gut befunden haben, ich finde den Berliner Mietendeckel auch nicht prickelnd, auch andere Sachen vielleicht nicht, Vieles ist auch nur Wahlkampfpropaganda, bist Du denn selber Mitglied in einer Partei und versuchst Dich da für oder gegen etwas zu engagieren?

    @Thorsten,

    ja, tritt einer Partei bei und engagiere Dich, Zeit hast Du doch  🙂

    Du bist doch finanziell frei, wieso bist Du dann nicht gelassener, Dir geht es doch gut, oder nicht? Viele würden Dich doch beneiden? Du kannst auch stolz sein auf das was Du erreicht hast.   🙂

     

     

    Morgen gehe ich erst Laufen, dann Schwimmen, Bewegung hilft immer 🙂

     

  171. AvatarRüdiger

    Ich frag dann immer ab welchem Einkommen oder Vermögen jemand „Reich“ sei.

    Für mich ist jemand mit 5 Millionen reich. Wenn jemand mehr hat und keine höheren Steuern zahlen möchte, darf er mir gerne seinen Überschuss überlassen, um steuerfrei zu werden. Seine Steuern übernehme ich dann selbstverständlich gerne 😉

  172. AvatarAlbr

    @Mattoc, nö, es ist definitiv nicht komplex einen popeligen Flughafen (BER) zu bauen 😉

    andere Länder haben in dieser Zeit schon mindestens zwei wesentlich grössere Flughäfen gebaut 🙂 D. schafft das leider nicht mehr, egal welche Partei an der Regierung ist !!

    bevor sich jemand über meine Gesundheit Sorgen macht (weil ich unangenehmes ausspreche), bitte nicht, mir gehts super, ich habe gerade mit meiner Frau sehr gut zu Abend gegessen und rauche in aller Ruhe eine leckere Zigarre 🙂

     

     

     

  173. AvatarNico Meier

    @Rüdiger

    Für mich ist jemand mit 5 Millionen reich.

    5 Millionen Jahreseinkommen oder Vermögen?

    Viele Leute sagen jemans sei reich mit einem Vermögen von 1Mio oder zwei Mio Vermögen. Bei solchen Zahlen muss ich lachen. Habe kürzlich gelesen, dass das durchschnittliche Einfamilienhaus in der Region Zürich 1.5 Mio Franken kostet. Wer solch ein Haus kauft und es komplet tilgt ist reich?

    Das Medianeinkommem in der Schweiz beträgt 6’000 pro Monat oder 72’000 im Jahr ein Doppelverdienerpaar verdient also im Median 144’000 im Jahr und da soll jemand mit einem Vermögen von 1 Mio reich sein?

  174. AvatarRüdiger

    @Nico

    Ist doch eh alles Pille-Palle … noch kennt niemand die Grenze, ab der man per Gesetz als „reich“ gelten wird. Und wenn es 100.000 sind, ist mir das auch Wurscht. Kann ich mir locker leisten 😉

    Übrigens geht es um Deutschland, ausnahmsweise mal nicht um die Schweiz. Was für die Schweiz gilt, dürft ihr Schweizer gerne selber auskaspern 😉

  175. AvatarNico Meier

    @Rüdiger

    Ich finde es immer schön über den Tellerrand zu schauen. Es gibt viele Dinge die in anderen Ländern besser laufen und solche guten Sachen zu kopieren macht meines Erachtens Sinn. Zum Beispiel im Bereich Mutterschaftsurlaub ist die Schweiz nicht so weit wie viele andere Länder. 14 Wochen sind lachhaft wenig.

  176. AvatarRüdiger

    @Nico

    Das Tempolimit in der Schweiz ist eine gute Sache. Könnten unsere ruhig kopieren 😉

  177. KievKiev

    @ Fit und Gesund

    Deine Ausflüge hören sich sehr gut an. Bahnfahren würde mir in der Schweiz auch gefallen. Vor allem die nicht notwendigen Routen. Mit zwei Kindern gibt es preislich gesehen allerdings auch viele andere Möglichkeiten eine schöne Zeit zu verbringen. Aber das wissen die Schweizer auch selbst. Ich habe in Südamerika verhältnismäßig viele Schweizer angetroffen. Ein Billigurlaub ist für einen Schweizer fast jeder Auslandsaufenthalt. Manche gönnen sich bereits eine kleine Auszeit in Form eines Kurztrips zum Aldi.

    @ Nico Meier

    Da gibt es sogar in manchen südlichen Ländern mehr Mutterschafts-, oder auch Vaterschaftsurlaub. Zugegebenermaßen aber auch nicht wesentlich länger.

    Woran liegt das? Volksabstimmungen sind doch schnell initiiert…

    In Deutschland gibt es bis zu 12+2 Monate, falls sich die Eltern die Zeit zumindest ein wenig aufteilen. Hier sieht man aber auch wieder wie schnell die Deutschen unzufrieden sind. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten.

  178. AvatarAlbr

    @Kiev, klar bin ich unzufrieden, bezahlte Elternzeit sollte es bis das Kind 26 Jahre ist geben 😉

     

     

  179. Avatar42sucht21

    @Rüdiger – reich
    Laut aktuellem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hat man mit dem 2 oder 3-fachen des mittleren Einkommens den Einkommensreichtum erreicht.

    Bei einer 4-köpfigen Familie mit 2 kleinen Kindern also ganz grob ab einem verlässlichen Netto(!) Monatseinkommen (inkl. Kindergeld o.ä.) von 7.600 – 9.500 Euro.

    Knapp jeder 60. Deutsche besitzt Vermögen von >1 Mio EUR. Ob man sich ab 1 Mio reich fühlt hängt wohl davon ab wie das Vermögen aufgeteilt ist und welche Lebens- und Konsumeinstellung man hat und wo in DE man lebt. Objektiv gesehen ist man damit wohl reich, denn das ist über das 15-fache des Durchschnittsvermögens, die Hälfte(!) der deutschen hat weniger Gesamtvermögen (inkl. Wert des Autos usw.) als 60K (!) sagt die Bundesbank.

    Die Foristen hier liefern damit wohl keinen representativen Querschnitt der deutschen Vermögenslandschaft.

    @Elternzeit
    Die Elternzeitregelung in DE ist eine geniale Sache für die Bürgerinnen und Bürger mit relativ geringen Kosten für die Allgemeinheit. Da müssten selbst die Pessimisten hier unsere Politiker mal loben.

    Organisatorische und finanzielle Schwierigkeiten damit haben vor allem kleine und Kleinstunternehmen denen mal Schwups für 2-3 Jahre die wichtige Mitarbeiterin flöten geht und dan plötzlich wieder da ist. Schwangerschaft ist ja auch irgendwie ansteckend. Nicht selten geht dann auch die Elternzeitvertretung selber auch in Elternzeit. Die bezahlten 2 Monate der Väter werden ja oft einfach personell nicht ersetzt, sondern die Arbeit wird auf andere aufgeteilt bzw. bleibt liegen. Trotzdem ist Elternzeit Gesamtgesellschaftlich gesehen super denke ich. Es reduziert auch die sonst anfallenden  Probleme und Kosten junger Eltern bzw. der Arbeitgeber junger Eltern zB durch ansonsten anfallende häufige Fehlzeiten.

    @Ausnahmsweise mal was zum Thema – @DanielKA
    Kauft jemand hier nach dem Kurssturz gestern PMI, MO oder BAT (nach)?

  180. AvatarRüdiger

    Bei MO überlege ich. Aber es gibt auch viele interessantere Unternehmen, imho. Und weil gerade so viel über Rezession gesprochen und geschrieben wird, warte ich erst mal ab, um ruhig und kontrolliert kommende Chancen zu nutzen.

  181. KievKiev

    @ 42sucht21

    Gestern haben die Kurskapriolen an einem Tag mein Vorhaben der Aufstockung von ETFs bestätigt. Mo stark up, PM stark down, am Abend dann beide relativ ordentlich down. Ja was denn nun?

    Glücklicherweise kann ich mir vorstellen mich von PM zu trennen. Ich hatte bereits einen SC mit Strike bei 80$ und hoher Prämie bis Dezember laufen. Den habe ich gestern zurück gekauft. Der Gewinn der Option deckt aber auch nur fast den Buchverlust der realen Position. Eine schnelle Erholung von PM käme mir folglich entgegen. Dann setze ich einen neuen SC bis Dezember oder länger auf mit hoher Prämie und einem Strike bei vielleicht 85$. Ich hatte gestern überlegt einen SC auf MO aufzusetzen. Hätte ich das mal gemacht… Dann wären sie aber wohl gestern nicht gefallen und heute als Strafe gleich noch einmal gestiegen 😉

    Ich werde aber faul und möchte vorrangig Aktien kaufen und mich nicht mehr damit befassen. Unter dem Aspekt sind ETF die beste Option.

  182. Avatarmorphyencore

    Hallo,

    ist etwas Off-Topic, aber folgende Meldung macht mich etwas nervös:

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/wertpapiere-scholz-plant-vorstoss-gegen-verlustabschreibungen-und-greift-anlegern-in-die-tasche/24948300.html

    Olaf Scholz plant demnach im Falle von Insolvenzen die steuerliche Verlustanrechnung abzuschaffen.

    Wenn das so weitergeht wird irgendwann die steuerliche Verlustanrechnung bei Aktien generell abgeschafft.

    Frage mich was passiert wenn in Deutschland Rot-Rot-Grün an die Macht kommt…..

     

     

  183. AvatarAlbr

    Was soll passieren, wenn G2R an die Macht kommt, vermutlich wird auch weiterhin jeden Tag die sonne aufgehen, der mond scheinen usw… 🙂

     

     

  184. Avatar42sucht21

    @Kiev
    Ich kenne mich ja mit ‚Ihren‘ Optionen überhaupt nicht aus. Aber mir erscheint das was man da gewinnen kann für Ihre investierte Zeit nur als Spielgeld. Mal abgesehen von den Risiken bei Marktturbulenzen. Sparpläne auf Welt-ETFs finde ich für mich auch die beste Option. Aktuell habe ich nicht übermäßig freies Geld für Einzelinvests, denn ich kann jetzt doch eine der DG Wohnung ausbauen über die wir vor kurzem mal geschrieben hatten. Dranbleiben und Kompromisse und ein anderer Architekt haben mir den Antrag gerettet. Diese Immobilie wird sich wohl als meine arbeitsintensivste erweisen (war ein echtes Messi-Mehrfamilienhaus) aber vielleicht auch als mein bestes Invest (Gründerzeithaus mit Ausbaureserve neben einer Uni in zentraler Lage). Die Zeit wird es zeigen. Aktuell bringe ich gerade Styroporstuck an den Decken an. Sehr schick, sieht aus wie echt, Installationen lassen sich super verstecken und es kostet fast nix!

  185. Avatarandrea ge

    Hi Tim,

    danke mal wieder für den tollen Artikel und dass Du so beharrlich schreibst, es tut gut zu wissen, dass man nicht allein ist!

  186. AvatarRappo

    „Frage mich was passiert wenn in Deutschland Rot-Rot-Grün an die Macht kommt…..“

    Wenn Grün-Rot-Rot mit einem grünen Kanzler an die Macht kommt, dann wird sich natürlich die Erde weiterhin um die Sonne drehen. 🙂
    Für uns Anleger werden stürmischere Zeiten kommen. „Käpt’n auf Brücke“ ist dann die Order – sprich: Das Depot, die Entwicklung der Steuern und Abgaben, das „Klima“ in D im Auge behalten und je nach persönlichen Möglichkeiten (Single, Familie, Vermögenshöhe usw.) dann agieren und sich nicht – wie der berühmte Frosch – abkochen lassen.

    Ich selber „freue“ mich auf GRR. Wenn für die Sozialisten (ob in Rot oder grün angestrichen) dann kein „Geld von anderen“ zum verteilen mehr da ist (weil „die anderen“ dann weg sind oder sich dem Müßigang anpassen und die Leistung runterfahren), dann werden auch die Geldempfänger anfangen zu murren. Ein Staat kann nicht nur aus Beamten, öffentlichen Angestellten, Alg II und sonstigen Sozialleistungsempfängern bestehen. Irgendjemand muss das Geld ja auch erwirtschaften, welches sich unsere Staatsdiener verdienen und Bedürftigen gerechterweise erhalten.

    Vielleicht wird GRR aber auch alles zum guten führen und mich eines besseren belehren. Das wäre dann OK. Als „konservativer-liberaler-öko Kapitalist“ (Natur, Heimat und Geld sind mir Wichtig) habe ich nichts dagegen, wenn wir unsere Umwelt retten und dabei auch fair zu allen Menschen sind und den schwachen helfen. Ich akzeptiere auch Erfolge. Egal ob diese von „meiner“ politischen Linie oder einer anderen kommt. Ich lerne gerne dazu und bin offen für neues.

    Vor 5 Jahren sagte mein Nachbar zu uns „wir werden in der nächsten Dekade eine Sturm an Steuererhöhungen/neuen Steuern erleben.“ Wir belächelten ihn und fragten – wohl wissend, dass die Abgabenlast in D schon im europäischen Vergleich sehr hoch sei und diese daher wohl kaum noch weitere steigen könne, wo er seine Glaskugel denn gekauft habe.

    Finanztransaktionssteuer, CO2 Steuer, (wahrscheinlich signifikante) Erhöhung Grundsteuer B, Vermögenssteuer (evtl. als Substanzsteuer), Besteuerung von thesaurierenden Fonds und jetzt evtl. eine abkehr der Verlustverrechnung Anleihen/Aktien
    … ich werde mich bei meinem Nachbarn entschuldigen.

     

  187. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @42sucht21,

    die Funktion von Optionen (also Calls oder Puts zu kaufen oder verkaufen) ist vollkommen einfach. Das kann man in ganz kurzer Zeit sich anlesen.

    In dem Fall von @Kievs verkauften Calls (SC = short Call) auf gehaltene Aktien gibt es absolut Null Risiko. Man hält 100 Aktien eines Wertes im Depot. Der Kurs steht meinetwegen bei 20 USD. Man denkt sich, dass man sie ruhig verkaufen könnte, sollten sie auf 22 gehen. Das macht man aber nur mit Aktien, die man eben nicht „ewig“ halten will.

    Dann würde man einen Call mit Strike (Verkaufspreis) 22 verkaufen und eine Prämie bekommen. Der läuft dann zu einem gewählten Termin aus. Je länger die Laufzeit, umso höher die Prämien. Sollte der Kurs jetzt über 22 steigen, dann muss man als Verkäufer die Aktien für die abgemachten 22 (Strike) hergeben, der Käufer des Calls bekommt sie billiger als am Markt.

    Das einzige „Risiko“ des Verkäufers vom Call besteht darin, dass ihm Gewinn entgeht. Angenommen die Aktie schießt auf 30, dann muss man sie eben trotzdem für 22 hergeben. Dann hatte man sie vielleicht für 18 gekauft, und bekommt nun statt erzielbaren 30 nur die 22 und die Prämie.

    Genauso kann es aber sein, die Aktie steigt nicht über den Strike, dann gewinnt man die Prämie als zusätzliche Einnahme (die der Käufer des Call jetzt verloren hat), der Call verfällt wertlos, und die Aktie hatte man ja so oder so im Depot.

    MS

  188. AvatarRüdiger

    Eine Regierung ohne Beteiligung von CDU/CSU … unwahrscheinlich.

    G2R … eine amüsante Vorstellung 😉

  189. KievKiev

    @ MS

    Du hast es sehr richtig beschrieben. Hier entgeht mir aber oft Gewinn. Das möchte ich nicht verschweigen. Im Moment geht bei mir eh vieles rauf und runter. Kann man kaum einschätzen. Ursprünglich habe ich mir die Optionen angesehen um meinen bald verfügbaren hohen Cashflow mit lang laufenden Optionen besser zu nutzen. Es ist aber wesentlich einfacher ein wenig Cash zu halten und bei einer vermeintlich günstigen Gelegenheit direkt zuzuschlagen. Ich hatte vor mit Optionen 500€ bis 1000€ im Monat einzunehmen. Das ist aber für mich nicht möglich. Daher kaufe ich lieber verstärkt ETFs.

    @42sucht21

    Ich werde mich aktiv verstärkt um das Bauvorhaben mit den Reihenhäusern für die Alten WGs kümmern. Hier würde der monatliche Überschuss grob das zehnfache der gestrigen Prämie betragen. Und es würde wesentlich weniger Arbeit verursachen. Zumindest wenn die Einheiten errichtet sind. Vor allem löst es die Wohnungsfrage meiner Eltern und Freunden.

    Nach meinem Marktverständnis dürfte es kein Messi MFH in einer Universitätsstadt in unmittelbarer Nähe zur Uni geben. Vor allem wenn es sich dabei um ein Gründerzeit Haus (vielleicht sogar ohne Denkmalschutz) handelt. Die Realität sieht manchmal anders aus. Bei meinem MFH sieht es ähnlich aus. Es ist vielleicht 20 Jahre jünger und es war ein etwas verwahrlostes Mietshaus. Falls in der Nachbarschaft weitere Objekte dieser Art stehen, erzielen Sie die höchste Rendite vermutlich bei einer WEG Umwandlung und einem über Jahre gestreckten Verkauf der Einheiten nach Ablauf der Spekulationsfrist. Das trifft auch in meinem Fall zu. Da wir selbst eine Einheit bewohnen verzichte ich auf die Zusatzrendite und den damit verbundenen Verlust von Freiheit in einer Eigentümergemeinschaft. Ich möchte keine ETWs abwerten. Es gibt viele Optionen im Leben. Alle haben ihren Preis. Falls ich Einheiten in dem Haus verkaufe wäre das Verhältnis zu den neuen Eigentümern anders als wenn ich nur eine Einheit gekauft hätte.

    Wir haben das Haus zu einem großen Teil selbst renoviert. Dabei verwerte ich alles was ich in die Finger bekomme. Ich gehe aber ähnlich einem Restaurator vor. Künstlichen Stuck bringe ich nicht an. In der Küche musste ich allerdings Fliesen an Boden und Wand neu legen. Der Terrazzo war zu stark beschädigt. Die werden von den meisten Gästen als Original eingeschätzt, auch wenn sie zeitlich nicht ganz zum Baujahr passen und vom Baustil so nie zusammen erschienen wären. Also habe ich doch etwas gepfuscht.

  190. AvatarDanielKA

    @42sucht21: Ich habe die letzte Position MO Mitte August für 41,18 nachgekauft, jetzt stehen sie wieder genau da, war von den gestrigen Kurskapriolen auch überrascht. Ich finde ein Merger hat für beide Vorteile, beide haben das gleiche Geschäft nur mit anderen geographischen Gebieten. Hier lässt sich natürlich auch viel in der Verwaltung sparen, zudem sichert es auch im Bereich E-Zigarette/Vaping ab -> beide haben Zugriff auf Iqos, Juul und Cronos. Bud könnte man irgendwann abspalten oder sogar im nächsten Schritt komplett übernehmen.

  191. Avatar42sucht21

    @Matthias Schneider
    danke für die Ausführungen! Mit der richtigen Strategie und wenig Risiko kann das vermutlich gut klappen. Das wirkliche Risiko beschränkt sich dabei vielleicht lediglich auf entgangenen Gewinn. Es wäre mir zu arbeitsintensiv und irgendwie ja auch etwas Glückspiel finde ich nach meinem sehr geringen Kenntnisstand darüber.

    @Kiev
    tja, das mit der WEG Umwandlung ist so ein Thema. Ich habe mich nicht wirklich darüber informiert bisher. Ich scheue die Kosten für den Aufteilungsplan, Notar und so. Die Haltefristen wären für mich kein Problem aber genau wie sie schreiben würde es eigentlich nur Sinn machen wenn man alle Einheiten verkauft (nach und nach um nicht als gewerblicher Verkäufer eingestuft zu werden) weil man bei Einzelverkäufen und folgender Gemeinschaft zu viel Freiheiten einbüsst. Das will ich nicht. Ich habe eine Wohnung in einer Eigentümergemeinschaft, da klagt ein Miteigentümer nach jeder Versammlung für Haus / TG (2 verschiedene WEGs) wg. Formfehlern o.ä. obwohl eine große und lokal anerkannte Verwaltung das Haus managt. Der Kläger und seine Frau sind selber Rechtsanwälte. Sie haben einige Wohnungen und es scheint in anderen WEGs gerüchteweise gleich abzulaufen. Ich vermute es ist ein Geschäftsmodell um einfach neue Fälle für sich zu generieren. Na ja. So ein Miteigentümer im eigenen Haus wäre wohl die Höchststrafe.

    Da ist buy & hold mit ETF oder guten Dividendenaktien mit KAP- & Kirchensteuer und Soli deutlich einfacher & besser fürs eigene Wohlbefinden.

  192. AvatarClaus

    @ Kiev

    Es ist aber wesentlich einfacher ein wenig Cash zu halten und bei einer vermeintlich günstigen Gelegenheit direkt zuzuschlagen. Ich hatte vor mit Optionen 500€ bis 1000€ im Monat einzunehmen.

     

    So sehe ich das auch. Deshalb habe ich mich vor ca. 1 Jahr gegen den Optionshandel entschieden.

     

    Mir genügt der „gelegentliche Aktienhandel“, wenn sich besondere Chancen ergeben. Hierzu sitze ich nicht permanent am Rechner und „studiere“ Kurse. Habe mir ein System auf Wochenbasis überlegt. Evvtl. Chancen werden samstags automatisch angezeigt. Ist was m.E. Interessantes dabei, kann ich montags in aller Ruhe „zuschlagen“.

     

    Mit meinem Langfristdepot hat das natürlich nichts zu tun, das bleibt unangetastet.

     

    LG

  193. AvatarDanielKA

    In dem Fall von @Kievs verkauften Calls (SC = short Call) auf gehaltene Aktien gibt es absolut Null Risiko.

    Es gibt kein Nullrisiko oder free lunch.

    Ich halte nicht soviel von den Optionen, gerade die einfachen die hier progagiert werden haben alle das gleiche Syndrom: Eat Like a Bird, shit like an Elefant ; das bedeutet das relativ kleine Erträge durch große Verluste aufgefressen werden. In einigen Blogs wird oft geworben wie einfach das ist, einige sind schon auf die Nase gefallen.

    Ein Verlust ist ein Verlust egal, ob ich die Aktien wollte oder nicht. Wenn ich für Aktien 2 Dollar mehr als auf dem Markt zahle -> Verlust. Wenn ich Aktien für 2 Dollar mehr auf dem markt verkaufen könnte -> Verlust.

    Und dann gibt’s noch die bis ins unendlich rollierer (zumindest solange bis das Konto platt ist)

  194. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DanielKA,

    Dann hast Du leider nicht kapiert was ich geschrieben habe. Sorry. Ist halt so.

    Ich habe hier nur von einem covered Short Call gesprochen, mit einem Strike über der Gewinnschwelle.

    Ein Verlust ist, wenn man eine Position für weniger schließt als man sie eröffnet hat. Sprich, realisierter Verlust. Wenn ich eine Position statt mit möglichem Gewinn von 30% mit einem Gewinn von 20% schließe, dann ist das auch realisierter Gewinn und kein Verlust. Anderes zu behaupten ist Blödsinn

    MS

     

  195. AvatarDanielKA

    @ Matthias Schneider

    Das ist doch mentale Buchführung und natürlich ist das ein Verlust. Wenn die Aktie aufgrund einer Patentmeldung um 100 % steigt, gibst du Sie für 22 $ ab und verzichtest pro Aktie auf 18 $ die du zum normalen Marktpreis erzielen würdest.

    Und genau für dieses Risiko wirst du ja auch durch eine Prämie bezahlt, ob adäquat sei mal dahingestellt.

     

  196. AvatarRüdiger

    Jetzt hab ich’s verstanden … glaube ich. Durch mentale Buchführung machst du einen mentalen Verlust. In der realen Buchführung einen realen Gewinn (22$-18$ pro Aktie). Richtig? 😉

  197. AvatarDanielKA

    @ Rüdiger: Nö

    Du kaufst eine Aktie für $ 20 dann kaufst du den besagten SC Kontrakt dazu, du bekommst eine Prämie von 20 Cent bei einem CallPreis von $ 22.

    Aktie steigt auf $ 40, Call Käufer nimmt sie dankend für 22$ (plus die 0,20 Präme ab) ab und verkauft sie sofort und streicht damit $ 17,8 Gewinn pro Aktie ein.

    Dein Gewinn liegt bei $ 2,2 pro Aktie, dein Opportunitätsverlust ist gigantisch. Da selbst Large Caps häufiger irrationale Bewegungen (gestern kurzfristig  MO +10 %, davor JNJ usw)machen, passiert das häufiger als gedacht.

     

  198. AvatarDanielKA

    und da es eben keinen free lunch am Markt gibt, würdest du mit so einer vermeintlichen sicheren Strategie den Standardaktienmarkt massiv underperformen. Die Prämien sind natürlich verschwindend gering, es sei denn man dreht an Risikoparameter (Strikes, Laufzeit).

  199. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DanielKA,

    das ist unredlich. Ein Gewinn ist ein Gewinn und kein Verlust. Wenn ich heute ein Haus für 300k verkaufe, das ich mal für 150k gekauft habe, dann habe ich auch das „Risiko“, dass ich es nächstes für mehr verkaufen könnte. Das ist aber wäre – hätte -wenn.

    Es geht darum, dass bei einem covered Call, verkauft im Gewinnbereich, kein Verlust möglich ist.

    Ein Käufer spekuliert mit dem Kauf des Call für Gebühren, dass er möglicherweise den Wert später eben günstiger als am Markt bekommen kann. Dann hätte er ein Geschäft gemacht. Aber es besteht die Möglichkeit, dass es nicht so kommt, und er seine bezahlte Gebühr als Verlust realisiert. Der Käufer der Option hat ein reales Verlustrisiko, die ausgegebene Prämie.

    Der Verkäufer des Call kann aber keinen Verlust machen, wenn er den Strike über seinen eigenen Kaufpreis der Aktie legt. Dann ist ein Verlust ausgeschlossen. Es ist nur die Frage, muss ich sie mit dem (kleineren) Gewinn abgeben oder behalte ich die Aktien (was ich ja so auch täte, wenn ich keine Option verkauft hätte, und die Aktie einfach im Depot läge), und behalte dann aber die Optionsprämie als Goodie.

    Das ist der eigentliche Sinn der covered Calls. Man hält Aktien die wenig bis mäßig steigen und verkauft Calls über dem Einstandspreis. Im „schlimmsten“ Fall gibt man sie mit Gewinn ab, im anderen Fall behält man die Prämie, wenn die Aktie nichts tut im Kurs.

    MS

  200. AvatarDanielKA

    Ich möchte hier keinem die Optionen madig machen, aber man sollte sich im Zeitalter der Algos, Quantencomputer/Hochleistungsrechner keine Illusionen machen, dass man mit einer einfachen Options-Strategien gegen den Markt ankommen kann.

    Das wertvollste Gut was wir im Gegensatz zu den Profis einsetzen können ist Zeit und Geduld bei der Aktienanlage in gute Unternehmen.

  201. AvatarDanielKA

    @ Matthias Schneider

    Ich stimme Dir in der absoluten Definitionsaussage zu, aber die Opportunitätskostenbetrachtung eines leichtsinnig entgangenen Gewinns wird halt deine Rendite langfristig zerstören, das sollte man nicht vergessen. So wie der uninformierte Immobilieneigentümer seine Immobilie zu günstig verkauft, kann eine gute Aktie ebenfalls „weggecallt“ werden. Zumindest hast du keinen Einfluss mehr drauf, vielleicht wird im nächsten Jahr eine S-Bahn gebaut dann kannst du warten. Beim Kontrakt bist du verpflichtet zu liefern und kannst dich nicht wehren.

    bezeichnen wir es als möglichen Opportunitätsverlust/bzw. entgangener Gewinn. Da Aktienmärkte in der Regel einen positiven Erwartungswert haben wird man bei guten Unternehmen eher häufiger ausgecallt werden.

  202. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DanielKA,

    natürlich kann das passieren. Aber das ist eben so. Das spielt aber nur eine Rolle, wenn man die Aktie dann auch wirklich verkauft. Aber die meisten bezeichnen sich ja als Buy-and-holder. Sie freuen sich dann über den Kurssprung im Depot und das wars auch. Verkauft/realisiert wird dann ja nicht.

    Es kann alles passieren. Mir sind schon Aktien „weggecallt“ worden, wo ich hinterher sehr froh war.

    Beispiel Coty. Die hatte ich um 8 USD gekauft und dann nach dem Anstieg durch die „Tender Offer“ zu 11,65 USD von JAB Call mit Strike 12 verkauft. Die stiegen dann einiges über 13 und ich hatte sozusagen Gewinn verpasst. Heute stehen sie wieder bei 9,20 und ich bin froh über meinen weg gecallten Verkauf für 12. Dividenden hatte ich auch noch. Ich könnte sie jetzt wieder billig zurück kaufen und das Spiel neu aufsetzen.

    Habe jetzt Geburtstagsfeier, also Pause für mich.

    MS

  203. AvatarAlbr

    Das wertvollste Gut was wir im Gegensatz zu den Profis einsetzen können ist Zeit und Geduld bei der Aktienanlage in gute Unternehmen.

     

    EXAKT so sieht es aus; das (und nur DAS) haben wir den Profis voraus 😉

     

     

  204. AvatarThorsten

    @Albr köstlich. Wir sollten mal nen  Schoppen Wein zusammen trinken. Entsetzlich, dass hier einige (Unzufriedene ?) Wort für Wort sezieren, dann eine Freudsche Ferndiagnose stellen und leichtfertig über andere richten . Ich muss wohl in leichter direkter Sprache schreiben und Anspruchsvolles vermeiden, damit die ‚Diskussion‘ nicht zu Hyperventilation oder Ähnlichem führt 😉

  205. AvatarRüdiger

    @Profis

    Außerdem sind wir nur uns selber gegenüber verantwortlich, keinem Arbeitgeber, keinen Kunden 😉

  206. KievKiev

    @ DanielKA

    Mit PM lief es bei mir tatsächlich etwas anders. Ich gebe es Mal grob wieder, ohne dieses Verhalten in irgendeiner Weise zu empfehlen. Den SC hatte ich schon eine Zeit laufen. Dann gab es ein gutes Quartal und die Aktie hat meine ich einen 10% Sprung gemacht. Das hat mich natürlich genervt, wegen dem Buchgewinn bei den Aktien und dem Verlust bei der SC Option. Die Option läuft ja noch bis Dezember. Ich habe den Sprung als übertrieben gesehen und kurzerhand meine Aktien mit Gewinn verkauft. Die Option lief weiter mit Verlust. Der Kurs gab dann auch nach, so dass ich über SP wieder neue auf tieferem Nivea einbuchen ließ. Und durch den Absturz gestern konnte ich den SC mit hohem Gewinn zurück kaufen. Bevor Dir schwindelig wird mein Fazit. Wenn Du eine Aktie verkaufst oder eine SC Option verkaufst, kann die Aktie danach immer steigen und Dir entgeht der zukünftige Gewinn. Buy and Hold ist leichter und bei Streuung auch stabiler. Die Aktie kann aber auch stark fallen. So bekommst Du eine Prämie hast allerdings Buchverlust bei den Aktien. Aktien und Optionen mischen sich im Depot. Es ist schwer zu sagen woran es genau liegt wenn es nicht so gelaufen ist. War es die Option, Timing oder das Stockpicking? Stetig ETF Anteile kaufen ist wesentlich einfacher. Aktien schwanken in der Tat sehr stark. Auch träge Dickschiffe. Bei Optionen sollte immer ein Blick auf die Lage gelegt werden. Das ist mir doch etwas stressig. SC gefällt mir bei manchen Titeln schon. Hier muss der Kurs aber auch passen. Bei MO habe ich gute Verluste. Das ist wohl auch ein Grund, dass ich gestern keinen SC aufgesetzt habe. Für einen neuen PM SC muss der Kurs auch erst wieder hoch. Vielleicht geht es heute noch auf 80$. Dann bin ich wieder dabei. Ich setze sie so auf, dass ich knapp 400-500$ verdienen könnte. Bei dem nächsten Einbruch kaufe ich sie dann wieder zurück. Bei 6 Monaten Laufzeit gibt es bei PM immer Mal schlechte Nachrichten. Dazwischen gibt es Dividenden. Und falls doch nicht bin ich sie los. Dann kaufe ich ETF und es ist auch gut. Es ist aber wirklich nicht so leicht wie es erscheint. Die größten Gefahren: nicht mit Geld gedeckte SPs. (Margin). Nicht mit Aktien gedeckte SCs. Gier in allen Fällen. SPs auf Aktien schreiben hinter denen man doch nicht 100% steht. Die Gelegenheit schien zu günstig.

    Und Du kannst Deine Performance für ein paar Monate riskieren. Falls die Kurse z.B. 3-5% nachgeben und Du schreibst ein paar SPs. Vielleicht stellt sich raus, dass es diesmal doch 10% oder mehr runtergehen wird.

    Ich habe bereits negative Erfahrungen in allen Punkten sammeln dürfen 😉 Ich muss aber auch ein wenig Lehrgeld zahlen um in einer zukünftigen größeren Korrektur stetig nachkaufen zu können. Vielleicht werde ich in einem Jahr monatlich Aktien mit ca. 4000€ kaufen. Da brauche ich gerade für eine Krise Erfahrung. Ich habe spät mit Aktien angefangen und direkt etwas viel Geld investiert. Ich hatte ja 50k rumliegen für den Kauf einer ETW, der doch nicht geklappt hat. Und der Cashflow ist hoch. Es ist leichter wenn man bei 0 anfängt und sich stetig steigert.

  207. AvatarDanielKA

    Und Du kannst Deine Performance für ein paar Monate riskieren. Falls die Kurse z.B. 3-5% nachgeben und Du schreibst ein paar SPs. Vielleicht stellt sich raus, dass es diesmal doch 10% oder mehr runtergehen wird.
    ich denke das ist der springende Punkt und wahrscheinlich auch das man bereit ist qualitativ schlechtere Unternehmen ins Depot zu nehmen, für seine absoluten Toptitel würde man ja nie SC schreiben wollen und steuerliche Tatbestände auszulösen und gleichzeitig die Titel zu verlieren. Zusätzlich Kosten Versicherungen immer Geld, ich hab mein Depot lieber voll im Wind.

    zudem erhöhen Optionen massiv den Zeitaufwand in der Anlage. Gab ja vor paar Jahren einige Blogs dazu, die meisten sind in der Versenkung verschwunden, so einfach ist es dann doch nicht.

  208. Avatarghost

    Man kann es auch so ausdrücken:

     

    Ein Gewinn ist, wenn ich kein Verlust mache.

    Mache ich 10 Euro Gewinn, obwohl ich 20 Euro hätte machen können. Dann ist es ein Gewinn mit dem ich zufrieden bin, weil ich diesen Gewinn machte  —-> und scheiss drauf was die anderen mir erzählen wollen. Ich hab 10 Euro Gewinn, die anderen haben ihre Theorien…..

     

    Mfg

  209. AvatarChris k.

    Cool das soviel geschrieben wird gute Kommentare dabei…

    Macht sich eigentlich keiner Sorgen über Tim? Bin ich nicht gewohnt solange nix neues zu lesen..

    Was sagt ihr zur mynaric aktie und deren Zukunft?

    Mfg

  210. Avatar42sucht21

    @ghost – Man könnte es vielleicht auch so sehen

    Ich kaufe ein Bild für 4.000€ und verkaufe es nach 3 Jahren im Schaufenster für 4.500€.

    Die Unterschrift unter dem Kaufvertrag ist noch nicht trocken, da kommt ein Sammler vorbei und dieser bietet 12.000€ für das Bild. Ich besitze es aber nicht mehr – so kauft es der Sammler für 12k dem neuen Eigentümer ab.

    Sagen Sie dann auch, und sch… drauf „die 500€ sind ein Gewinn mit dem ich zufrieden bin, weil ich diesen Gewinn machte“ oder würden Sie sich ärgern 7.500€ ‚Verlust‘ gemacht zu haben? Verlustaversion ist stark.

    Im Prinzip geht es ja allen Tradern so, egal ob Aktien oder Optionen oder sonst etwas. Psychiologie & Timing ist alles. Man weiss nie welcher Preis als nächstes aufgerufen wird.

  211. Avatarghost

    @42sucht21

    🙂

    Nein ich trauere meinen Entscheidungen von gestern nicht nach…..

    Sonst würde ich nichts verkaufen, aus Angst, dass morgen der Gewinn viel höher sein könnte.

    Oder anders ausgedrückt, jede Entscheidung im Leben hinter der man glücklich und zufrieden stehen kann ist ein Gewinn.

    Und das klingt dumm, aber jemand der nicht hinter seinen Entscheidungen stehen kann ist nie frei und er wird nie selbst entscheiden können, er wird immer auf die anderen hören, auch wenn er das nicht zugibt….

    Mfg

  212. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Habe gerade etwas entdeckt und muß das unbedingt hier reinstellen:

    http://web.archive.org/web/20060216223405/http://finance.wharton.upenn.edu/~rlwctr/papers/0429.pdf

    Was hat unser geschätzter Herr Siegel herausgefunden?

    „We calculated the return of all 500 of the original S&P 500 firms and the new firms that have been subsequently added to the index. Contrary to earlier studies, we found that the buy-and-hold returns of the 500 original firms have outperformed the returns on the continually updated S&P 500 index and have done so with lower risk. The new firms added to the S&P 500 Index since 1957 have underperformed the original firms in nine of the ten industrial GICS sectors.“

    „Many in the financial community believe that the active updating of firms in the S&P 500 Index is essential to obtain the high returns that this index has recorded over the past half century. This study shows that this is not the case.“

    Heißt für mich sehr deutlich: Man muß NICHT auf den ETF setzen, weil nur dieser die Loser automatisch aussortiert und neue Titel integriert. Diese Vorgehensweise ist unnötig für herausragende Ergebnisse.

    Vielmehr ist es eine intelligente Investitionsstrategie und reicht völlig aus, ausgezeichnete Topunternehmen einzusammeln und diese durch dick und dünn zu halten. Die Zeit ist dabei unser bester Freund.

    Vielleicht gibt es Amazon in 200 Jahren nicht mehr. Aber all die Firmen, die von Amazon in Zukunft aufgekauft und integriert werden, durch Amazon neu entstehen und aus Amazon hervorgehen werden, machen Amazon heute zu einem lohnenden Investment. Auch wenn Amazon irgendwann aus „dem“ Index fällt.

    Schön, dass der Siegel für Klarheit sorgt und den Panikmachern („alle deine Einzeltitel werden verschwinden – du brauchst unbedingt einen ETF“) den Wind aus den Segeln nimmt.

    ETFs halte ich weiterhin für eine feine Sache. 40 Topunternehmen im Portfolio tun´s aber genauso gut.

  213. AvatarSparta

    @Thorsten

    Hyperventiliert hat hier nur ein finanziell Freier wegen nem 4 € Würstchen auf dem Weihnachtsmarkt…

    Wenn das ständige öffentliche Echauffieren als Zeichen Deiner Zufriedenheit gedeutet werden soll…

    sorry, dass wird selbst mit einfacher Wortwahl (extra für mich 😉 ) schwierig als Zufriedenheit gedeutet werden können.

  214. AvatarFit und Gesund

    @Freelancer Sebastian,

    ich habe nur ein einziges Buch von Jeremy J. Siegel,  „The Future for Investors“ , da wird genau das beschrieben, ich habe das Buch wegen was Anderem zu Rate gezogen und hab nochmal meine unterstrichenen Passagen kurz überflogen.

     

    Liebe Grüsse 🙂

  215. AvatarWhirlwind

    Hallo allerseits, hat jemand in den letzten Tagen etwas von Tim gehört? Untypisch, seit gut 5 Tagen kein neuer Artikel. Das macht mich etwas unruhig…

    Auf meinem Blog Whirlwind-Investing ist gerade eine neue Analyse erschienen. Ist jemand von euch in Lam Research investiert? Das Wachstum seit 2013 ist hervorragend und finanziell steht das Unternehmen absolut solide da.

    Ich bin auf eure Meinung gespannt. Hier oder direkt auf dem Blog. 🙂

    Viele Grüße,
    whirlwind.

  216. Avatar-M

    @FuG

    Also ADM habe ich nicht im Depot, aber ich finde die sehr sehr solide. Ein Unternehmen das man kaufen kann und sich nicht mehr drum kümmern muss so zu sagen.

    -M

  217. AvatarFit und Gesund

    @Whirlwind

    Lam Research werde ich mal schauen, den Namen hab ich gehört aber sonst weiss ich darüber nix, danke auf jeden Fall für Deine Analyse, geh ich gleich mal gucken 🙂

     

    @-M

    um ADM schleich ich schon länger rum, man könnte ja mal eine Zehenspitze ins Wasser tauchen.

     

  218. AvatarChrissie

    @ghost

    Gut gesagt. Ich finde das überhaupt nicht dumm. Man sollte zu seinen Entscheidungen stehen können, wenn man sie mit den zu der Zeit verfügbaren Informationen nach bestem Wissen und Gewissen getroffen hat. Dann war die Entscheidung für die betreffende Lebenssituation richtig bzw. hat in dem Moment zu einem gepasst.

    Viel schlimmer ist, wenn man auf jemand anderen hört und sich hinterher in den ….. tritt. Das ist mir im Hinblick auf die Börse schon ein paarmal passiert. Seitdem habe ich mir vorgenommen, lieber meine eigenen Fehler zu machen als die anderer 😉

    Das schließt ja nicht aus, von anderen zu lernen, oder durch den Erwerb neuer Informationen irgendwann andere Entscheidungen zu treffen.

  219. AvatarChris k.

    @ whirlwind

    Ich wunder mich auch schon warum Tim nicht schreibt.. Es ist bestimmt was passiert, hoffentlich nur ein Laptop schaden oder er musste versprechen mal paar Tage nicht zu schreiben.. Hm hoffen wir des beste

     

    Mynaric, hat jemand die Aktie? Kolja besucht in nem Video die Firma, finde ich sehr interessant dank an kolja

  220. AvatarSparta

    @Free

    Ja, das schreibt Herr Siegel auch in „überlegen investieren“.

    Allerdings ist Amazon ja keine Ur-Aktie, keine Dividenden-aktie, keine günstig bewertete Aktie und evtl. genau das was er unter Wachstumsfalle beschreibt…

    Wie bringst Du J. Siegel & Amazon zusammen?

    Moat hat Amazon… aber davon habe ich nichts bei ihm gelesen.

  221. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ sparta

    Amazon habe ich nur als Beispiel für einen aktuellen Titel genommen. Wir können auch gerne J&J daraus machen.

    Es gibt ja auch diesen Fonds – vielleicht kann Fit und Gesund den noch einmal verlinken – der vor 100 Jahren ein paar Aktien zusammengestellt hat und bis heute KEINERLEI Veränderungen vorgenommen hat. Ist der auf Null gefallen? Sind alle enthaltenen Aktien auf Null gefallen?

    Ganz im Gegenteil. Selbst wenn es einige Unternehmen in der ursprünglichen Form gar nicht mehr gibt, hat der Fonds überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt.

    Mergers and Acquisitions sorgen dafür, dass so ein Fonds (oder eben Privatdepot) „lebt“, selbst wenn man keine Veränderungen vornimmt.

    Nur darum ging es mir. Manch einer meint ja, so ein Buy-and-hold-Portfolio mit aktuellen Toptiteln sei eine dumme Sache. Man müsse doch über die Jahre dauernd Veränderungen vornehmen, die ein ETF automatisch übernimmt. Das ist eben falsch.

  222. AvatarDominik

    @Feeelancer Sebastian
    Vielen Dank für deine wertvollen Beiträge. Könntest du bitte die Liste deiner Investitionen hier mit uns teilen? Ich meine nur die Firmennamen.

    Ich denke das wäre eine gute Inspirationen für viele hier.

  223. AvatarRüdiger

    Manch einer meint ja, so ein Buy-and-hold-Portfolio mit aktuellen Toptiteln sei eine dumme Sache. Man müsse doch über die Jahre dauernd Veränderungen vornehmen, die ein ETF automatisch übernimmt. Das ist eben falsch.

    Wenn man die RICHTIGEN aktuellen Top-Titel erwischt, kann das Depot dem Markt (ETF auf S&P500 als Beispiel) überlegen sein. Auch weit überlegen. Auch über sehr lange Zeiträume. Kann! Wer GARANTIERT mir, dass seine Auswahl an S&P500-Aktien mindestens so gut performt wie der ETF? Der ETF bildet risikoarm den Markt und seine Wertentwicklung ab. Nicht mehr, nicht weniger. Wer mehr will (Einzeltitel), muss bereit sein, ein höheres Risiko zu (er)tragen.

    Der Einfachheit halber habe ich den S&P500 genommen, für Aktien weltweit und ETF World gilt natürlich das Gleiche.

  224. AvatarFit und Gesund

    @Rüdiger,

    was ist das Ziel? für mich ist es nicht die Überrendite gegenüber einem ETF (egal Welcher), mir geht es um ein Generieren von Einkommen was verlässlich, halbwegs vorhersehbar ist und was gesteigert wird. Der Focus liegt auf Sicherheit und auf Wachstum des Einkommens, ich will damit meine Rente aufstocken,

    mir geht es nicht darum jedes Jahr 100k mehr im Depot zu haben, wobei das auch nicht schlecht wäre  🙂 , aber das ist nicht das Ziel meines Investierens.

    Andere haben andere Ziele, das hier ist mein Ziel und ich lasse es nicht aus den Augen.

  225. AvatarSparta

    @Free

    Ich weiß es nicht ob ein 40er, 50er oder 60er Depot schlechter oder besser als dieser oder jener Index in Zukunft sein wird.

    Je nach Zeitperiode wird mal dieser oder jener Index oder dieses oder jenes Aktiendepot vorne liegen.

    Ich denke Du hast ein tolles Depot mit starken Marken bzw. Mono- bzw. Oligopolisten, Growth-Titeln und Div-Aristokraten.

    Die Beteiligung am Produktivkapital zusammen mit der Haltedauer ist der springende Punkt.

    Als dumme Sache würde ich es nie bezeichnen!

    In der letzten Dekade haben durchaus schon die bereits teuren Titel weiter performt (Adidas & Amazon) wohingegen deutsche Zykliker wie BASF, Krones aktuell aufgrund des Zyklus nicht performt haben.

    J. Siegel liest sich für mich wie ein Value-Investor welcher vor dem overpaying für growth (lad lässt grüssen) warnt.

    Ein Musterdepot von J. Siegel wären vermutlich günstige Div-Aristokraten, Reits, moderat bewertete Weltmarktführer, Berkshire und hälftig ein weltweites etf-Depot…. wenn ich es richtig aus seinem Buch in Erinnerung habe.

    Was der Stein der Weisen in Zukunft ist? 😉

  226. AvatarRüdiger

    @FuG

    Mein Ziel ist es, nicht arm zu sterben, deshalb lege ich an. Überwiegend in weltweite ETFs, so habe ich die Rendite des Marktes für diesen Anteil meines Portefeuilles garantiert. Zusätzlich investiere ich in Einzelwerte. Wo wir uns etwas unterscheiden: Meine Rente ist mehr als ausreichend, zusätzliches Einkommen benötige ich nicht. Ich nehme die (wachsenden) Dividenden meiner zusätzlichen Einzelaktien aber gerne mit 😉

  227. AvatarFit und Gesund

    @Rüdiger,

    im Moment sieht es so aus als ob meine Rente ausreichend ist, es dürfte noch ein klein wenig über sein bei dem jetzigen Lebensstandard, wo ich ja doch noch gut spare (das werde ich ab Renteneintritt natürlich nicht mehr) dazu kommt Einkommen einer vermieteten ETW (die auch irgendwann verkauft wird)

    So gesehen müsste ich nix mehr gross Anlegen, mache es aber dennoch, gönne mir aber auch die Sachen die mir gefallen  🙂

    Mein Ziel ist es dass es mir im Alter gut geht, evtl. möchte man sich oder muss man sich im Alter Dienstleistungen kaufen können, wer weiss das schon, ist ja nicht immer Konsum.

     

  228. AvatarRüdiger

    @FuG

    Da sagste was … die Pflege meines Vaters in seinen letzten Lebensjahren hat Unsummen verschlungen. Es ist durchaus eine Erleichterung, wenn man sich das leisten kann und nicht für jeden Pfennig irgendwo betteln gehen muss.

    Natürlich soll man sich die Sachen gönnen, die einem gefallen und das Herz lächeln lassen. Gar keine Frage! Wenn man die Wahl hat und Sparsamkeit auf Kosten der Lebensfreude geht, dann läuft was schief 😉

    Und zum guten Schluss: Mein Sohn wird sich freuen, wenn ihm Papa bissl was vererbt. Das ist bei uns so eine Art „Familientradition“ 😉

  229. AvatarFit und Gesund

    @Rüdiger,

    super! das ist eine gute Familientradition, genausowichtig ist es,  Kindern frühzeitig den Umgang mit Geld beizubringen, aber das weisst Du wohl selber, ist ja sicher auch Familientradition.

    Alles Gute

    jetzt muss ich Einkaufen, meine Freundin kommt am Mittag und wir wollen Laufen gehen, könnte aber sein dass es regnet, da kennt die aber keine Gnade 🙂

  230. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    @ Fit und Gesund

    Super! Danke dir. Sehr empfehlenswerter Artikel, um ein paar Mythen geradezurücken.

    @ Dominik

    Danke für die netten Worte. Mein Portfolio möchte ich aber ungern veröffentlichen. Ein Schuß „Privatsphäre“ ist mir da wichtig.

    Und noch entscheidender: Jede und jeder muß für sich allein die Auswahl treffen. Selbst denken, selbst entscheiden, selbst verantworten. So Guru-mäßig mit meiner Auswahl protzen – kann ja auch mal jahrelang hinterherhinken – ist so gar nicht mein Ding.

    Aber zur Güte kann ich dir mitteilen, dass ich überhaupt nichts besonderes mache und meine Auswahl stinklangweilig ist. Ich beteilige mich an Markenfirmen, deren Produkte gefragt sind. An Unternehmen, die unser aller Leben maßgeblich beeinflußen.

    Allein 25% meines Portfolios bestehen aus Adidas (wäre mir jetzt zu teuer, Sommer 2014 war prima), Disney (habe ich jetzt jahrelang immer wieder bei um die 80€ eingesammelt) und Amazon (erinnert mich daran, dass das KGV und auch – ja, lad – das KBV nicht alles ist).

    Die 50% voll machen Apple, J&J, BASF, KONE, Berkshire und Alphabet. Insgesamt besitze ich eine gesunde Mischung, die – so finde ich – die Weltwirtschaft genauso gut abbildet, wie ein ETF. Nächste Woche stocke ich meine Anteile an Blackrock auf.

    @ Rüdiger

    Du machst das schon gut. Ich gehe aber ganz entspannt davon aus, dass ein Investor, der JETZT die aktuell 40 größten Firmen nach Börsenkapitalisierung kauft, auch nicht viel verkehrt macht.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Unternehmen_der_Welt#PwC_Global_Top_100_%E2%80%93_Gr%C3%B6%C3%9Fte_b%C3%B6rsennotierte_Unternehmen_nach_Marktkapitalisierung

    Es wird immer so getan, als wenn ALLE Firmen von heute in Zukunft einfach so verschwinden, Pleite gehen oder vom Markt marginalisiert werden. Das ist eine irrige Annahme, wie Studien zeigen. Und der prima Link von Fit und Gesund zeigt das auf.

    Aber klar, wer einen ETF nimmt, muß sich nicht entscheiden. Ist doch in Ordnung.

    @ sparta

    Die Beteiligung am Produktivkapital zusammen mit der Haltedauer ist der springende Punkt.

    Genau das ist es! Und wir surfen beide – so denke ich – genau die gleiche Welle, wenn sich unsere Technik auch unterscheiden mag.

    Wie ein ETF-Investor betreibe ich keinerlei Markttiming (kein Handel durch Antizipation von Marktumschwüngen), kaufe und halte ich stur Aktienanteile. Es werden die größten und entscheidenden Renditekiller verhindert: Gebühren und Kosten. Steuerstundung bringt den Zinseszinsturbo.

    Eigentlich doch ganz simpel, oder 😉 .

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