Ich finde es immer wieder abenteuerlich, wie sich Vorstände die Taschen zu Lasten der Aktionäre vollstopfen. Nehmen Sie Josef Ackermann. Der oberste Deutsch-Banker kassierte 9,6 Millionen Euro im vergangenen Jahr, plus 580 Prozent! Ich bin der Meinung, dass ist vollkommen übertrieben. Wir haben noch nicht einmal die Finanzkrise voll ausgestanden, wir haben Millionen von neuen Arbeitslosen, einen brutalen Jobabbau hinter uns – und dann genehmigt sich der Josef ein Traumgehalt. Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen. Und allzu oft wird vergessen: Ackermanns Salär stammt aus dem Geldtopf, der den Aktionären gehört. An der Spitze insbesondere von Banken scheint mir die Gier ausgesprochen stark ausgeprägt zu sein. Es handelt sich um einen besonderen Schlag von Menschen, die solche Positionen anstreben.
Wenn Sie mich fragen, wäre es angebracht, wenn jetzt der BP-Chef auf sein Jahresgehalt nach dieser schrecklichen Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko verzichten würde. Das wird aber leider nicht der Fall sein. In den Führungsriegen geht es knallhart nur um eines: Das eigene Geld. Jedem das seine, mir das meiste – ist das Motto.
Bei Familienunternehmen sind andere Werte wichtiger. Es spielen soziale und ethische Aspekte eine Rolle. Der Fortbestand des Unternehmens ist freilich das oberste Ziel. Die Gewinnmaximierung hat bei Familienbetrieben keine absolute Priorität.
Insbesondere bei kleinen Firmen rate ich Ihnen, sich die Vergütung des Vorstands und Aufsichtsrats einmal näher anzuschauen, bevor Sie einsteigen. Hier finden Sie immer wieder gierige Manager. Wenn beispielsweise eine Firma einen Überschuss von nur fünf Millionen Euro ausweist und der Alleinvorstand sich 1,5 Millionen Euro genehmigt, dann ist das unangemessen. Denn es steht in keinem Verhältnis zum Konzernergebnis.
Gierige Manager: Meiden Sie diese Aktien
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