Frühruhestand: So gehts

Der Frühruhestand ist erreichbar. Wer Gas im Job gibt, eisern spart und investiert, kann es schaffen. Es ist aber nicht einfach.
Der Frühruhestand ist erreichbar. Wer Gas im Job gibt, eisern spart und investiert, kann es schaffen. Es ist aber nicht einfach. Viele Entbehrungen sind nötig.

Der Frühruhestand ist möglich. Ich habe es geschafft. Ich könnte mich auf eine Insel setzen und meine Freizeit genießen. Ich habe aber zum Glück mein Hobby zum Beruf gemacht. Mir macht mein Job verdammt viel Spaß. Insofern arbeite ich weiter.

Sie sollten auf alle Fälle verdammt vorsichtig sein. Wenn Sie finanziell frei sind, können Sie nicht anfangen, wie ein Wilder Ihr Geld auszugeben. Sie müssen das sehr umsichtig tun. Ich kann von den Dividenden und anderen Einnahmen leben. Allerdings weiß ich, dass die Lebenshaltungskosten steigen werden: Krankenversicherung, Lebensmittel, Transport etc. werden irgendwann anziehen. Dagegen muss ich mich wappnen.

Wer beispielsweise einen Traumjob nach dem Studium findet und exzellent verdient, kann es womöglich in 20 Jahren schaffen, finanziell frei zu sein. Sagen wir diese Person oder Familie spart im Monat 2.500 Euro. Nach 20 Jahren könnten 1,1 Millionen Euro im Aktiendepot zusammen kommen. Ich unterstelle eine Rendite von „nur“ sechs Prozent jährlich.

Nehmen wir eine Dividendenrendite von 2,4% an, wären das grob 25.000 Euro im Jahr an Dividenden vor Steuern, die dieser „Sparmeister“ ausgeben könnte – ohne die Substanz im Depot zu gefährden. Das wären im Monat rund 2.000 Euro brutto.

Es ist allerdings immer ratsam einen Nebenjob beizubehalten. Selbst im Frühruhestand. Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wenn die Inflation anzieht oder etwas Überraschendes passiert, ist es gut, wenn etwas Geld in der Kasse aus Nebeneinkünften sprudelt. Ich bin in Finanzdingen konservativ. Wer einen Nebenjob hat und Dividenden kassiert, hat eine Mischform aus aktiven und passiven Einkommensströmen.

Ein anderer Punkt ist das mietfreie Wohnen. Im Frühruhestand kann das auf der Kostenseite hilfreich sein. Wer zudem Mieteinkünfte aus einem Renditeobjekt kassiert, hat einen weiteren passiven Einkommensstrom.

Viele Wege führen nach Rom. Es gibt nicht den perfekten Weg. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was ihm/ihr zusagt.

Wer es schaffen will, sollte auf ein Auto nach Möglichkeit verzichten oder ein altes Gebrauchtes fahren. Restaurantbesuche gehen dann seltener. Kredite sollten Sie meiden. Sie sollten sich innerlich herrlich und wertvoll fühlen. Haben Sie Selbstvertrauen und keine Angst.

Wer Schulden mit sich herumschleppt, fühlt eine Belastung. Ich sehe Kredite so: Es hängt etwas Schweres um Ihre Schultern. Es ist eine enorme Last. Kredite können Ihnen Mut, Zuversicht, Freiraum rauben.

Wer in den Frühruhestand möchte, sollte sich einen Plan machen. Zur Orientierung dient dieser deutsche Online-Zinsrechner.

Außerdem ist dieser amerikanische Frühruhestandsrechner ein guter Ausgangspunkt. Allerdings sollten Sie vorsichtig sein. Werden Sie nicht zu euphorisch. Etwas mehr Substanz zu haben ist besser als zu wenig.

Ich habe es mit dem Kauf einzelner Aktien geschafft, finanziell frei zu werden. Ich mache extremes „Buy and Hold“. Vom Trading rate ich ab. Anstatt einzelne Aktien zu kaufen, empfehle ich den meisten, ein ETF regelmässig zu besparen, so kann man Fehler vermeiden und es sorgenfrei schaffen.

So habe ich die finanzielle Freiheit erreicht: Ich sparte eisern. Kaufte Substanzaktien. Und lebte lange Zeit in WGs und im Studentenwohnheim. In dem folgenden Video erkläre ich, wie ich es schaffte:

Auf dem Weg zur finanzielle Freiheit geben diese Bücher gute Einblicke:

Der Weg zur finanziellen Freiheit: Die erste Million

Aussteigen – Light!: Ein familientauglicher Ratgeber wie man mit wenig Geld komfortabel lebt

Gebrauchte Häuser kaufen und für (fast) lau herrichten: Ein Ratgeber für erfolgreichen Immobilienerwerb und -renovierung mit kleinem Geldbeutel

Finanzieller Minimalismus: Wie man mit einfachen Regeln Geld spart, schuldenfrei wird und dabei trotzdem auf seine Kosten kommt. Ein Ratgeber um Ihre finanziellen … Minimalismus, Geld sparen, Finanzen)

Ich bin raus: Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung

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5 Jahre zuvor

Hey Tim,

ich stimme dir zu, abgesehen von einem Punkt. Dividenden sind kein „passiver Einkommensstrom“. Sie fließen nicht zusätzlich („aus dem Nichts“), wie es Zinseinnahmen oder Mieteinnahmen tun.

Dividenden sind Ausschüttungen unserer eigenen (denn wir sind die Eigentümer) Gewinne, die unsere Unternehmen zuvor für uns erwirtschaftet haben.

Wer Dividenden als „passives Einkommen“ bezeichnet, muss auch die Abhebung des eigenen Gehalts am Geldautomaten als passives Einkommen bezeichnen. Genauso müsste der Gesellschafter der GmbH es als passives Einkommen ansehen, wenn er einen Fünfziger aus der Firmenkasse nimmt und damit in der nächsten Bar verschwindet.

Es handelt sich um ein „linke Tasche, rechte Tasche“ Prinzip – mit dem Unterschied, dass ein Loch in der rechten Tasche ist (Steuern auf Dividenden).

 

MattySpaghetti
5 Jahre zuvor

Hallo Tim,

man kann dir einfach nur gratulieren! So macht der Ruhestand Laune.

Was ich dich noch fragen wollte: hast du eigentlich auch Anleihen im Depot? Was hälst du davon, einen Anteil von z.B. 3o% in risikoarme, wenig Rendite bringenden Anlagen zu parken – wrnn man noch 30 Jahre vor sich hat?

Grüße von überm Teich, Matthias

MattySpaghetti
5 Jahre zuvor

Ja, das stimmt. Wobei ich keine Mieteinnahmen haben werde. Aber Anleihen (oder -ETFs) wecken einfach nicht meine Leidenschaft. Habe zwar einen Depotanteil in einem Anleihen ETF, wie ich aber in Zukunft damit umgehe weiß ich noch nicht.

Ich vermisse die NY Bagels!

M.

Mattoc
5 Jahre zuvor

@Tim:

Würdest du uns sagen, wie groß in % ungefähr der Heimat-Anteil (USA) deines Aktiendepots ist? Ich persönlich neige dazu, das Land und den Kontinent, in dem ich wohne (Europa), etwas übezugewichten, denn man muss ja doch an seine eigene Umgebung und deren Zukunft “glauben”.

Danke

Mattoc

 

Mattoc
5 Jahre zuvor

@Tim

Danke!

Alex
5 Jahre zuvor

Sehr gute Einstellung, Tim.

Man sollte aber doch realistisch bleiben. Das Durchschnittsgehalt in D liegt bei etwa 30k€ Brutto pro Jahr. wenn man es schafft dann monatlich 1000€ zu investieren (was doch ziemlich unrealistisch ist), ist man sehr gut. Bei einer angenommenen Rendite von 6% p.a. braucht man etwa 25 Jahre um auf etwa 600k€ zu kommen um halbwegs von finanzieller Freiheit zu sprechen. Selbst als Ingenieur komme ich nicht wesentlich über den genannten Durchschnittslohn und eine Gehaltssteigerung ist nicht in Sicht.

Deine 50k US$ (netto?) Verdienst im Video sind für die meisten illusorisch.

PIBE350
5 Jahre zuvor

Das Thema ,,Einkommensströme” kam ja schon im vorherigen Thema in den Kommentaren auf. Ich sehe das ähnlich wie du: Mehrere verschiedene Einkommensströme können nicht schaden.

Möglichkeiten gibt es viele, es müssen ja nicht immer nur Aktienbeteiligungen sein: Einnahmen aus Büchern, Blogs, Webseiten, Vermietungen, Verpachtungen, Kapitalbeteiligungen oder dein erwähnter Nebenjob neben den Aktienbeteiligungen, um nur ein paar zu nennen.

Ich persönlich bevorzuge möglichst passive Einkommensströme, weil mir meine Freizeit am wichtigsten ist. Es gibt einfach keine Erwerbsarbeit, die mir dauerhaft Freude bereiten würde. Am ehesten würde mir noch ein Ehrenamt zusagen: Man tut etwas für andere Menschen, nicht des eigenen Geldes wegen. Oder ein öffentlich gemachtes Hobby ohne Gewinnerzielungsabsicht, mit dem man anderen Menschen weiterhelfen kann. Aber wie du schon richtig geschrieben hast: Viele Wege führen nach Rom und jeder Mensch hat andere Ziele. 🙂

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

also, ich werde es nur gerade man so in den Frühruhestand schaffen, 2 Jahre nämlich vor der ordentlichen Pensionierung in, wenn denn man Alles gut geht 4.5 Jahren, mach ich das vorher sind die Abschläge einfach zu gross, oder aber ich müsste in ein Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten.

Mit diesen passiven Einkommensströmen ist ja so eine Sache,

Bücher hab ich nie geschrieben, könnt aber meine Memoiren mal in Angriff nehmen, liest dann kein Mensch…

Blogs die Geld einbringen, blogs schiessen ja zur Zeit wie Pilze aus dem Boden, kann mir nicht vorstellen wie ich damit Geld verdienen soll.

Vermietung, Verpachtung und Kapitalbeteiligungen erfordern erstmal wieder den Einsatz von Kapital 🙂 und ich erlebe das ja nun als Vermieterin, also ein Selbstläufer ist das sicher nicht.

Nebenjob, nein danke (sehr energisches NEIN) ich hab nen Job, schaffe da genug und mein Ziel ist es weniger zu schaffen, garantiert nicht mehr,

meine Freundin betätigt sich ehrenamtlich bei irgendeinem Sportverein auf Landesebene, das macht der halt Spass obwohl sie auch genug sonst arbeitet, für mich eine absolute Gruselvorstellung mir freiwillig noch mehr Arbeit aufzuhalsen, ich arbeite seit meinem 17.Lebensjahr, sozialer Beruf, also ich kann mit dem Sozialkram nix mehr anfangen, sorry…aber gut wenn es Leute gibt die sowas mögen.

Mattoc
5 Jahre zuvor

@Tim: Wenn ich die Seite neu lade, habe ich manchmal den Eindruck, dass du auf dem Foto oben zwinkerst. Das ist eine Täuschung, oder? 🙂

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

@Mattoc,

das ist so 🙂

@Tim,

was bedeutet eigentlich das login auf Deiner Seite? das wollte ich schon ewig lange mal fragen 🙂

5 Jahre zuvor

@Mattoc

Das mit dem Zwinkern ist mir auch vor einer Weile aufgefallen. Dachte erst, ich bilde mir das ein, ist aber wirklich so.

@Alex

Ich war über die 2500 netto auch überrascht. Das verdient man als Ingenieur mit 50k brutto. Als Akademiker-DINKs sicherlich schaffbar, aber als OIAKs (Gibts den Begriff für “One Income and Kids”?) sehr, sehr sportlich..

@Tim

Glückwunsch und danke, dass du für so viel Lesestoff sorgst!

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Fit und gesund: Als registriertes Mitglied kann man sich ein Profil erstellen und z.B. ein Profilbild wie bei Tim und Ex-Studentin anzeigen lassen.

Fit und Gesund
5 Jahre zuvor

@PIBE350,

danke, also ich bin völlig profillos und benötige das nicht, 🙂

Fisi2000
5 Jahre zuvor

Hi Tim,

spare auch monatlich in Dividendenaktien, allerdings erscheinen mir persönlich 2.500 Euro im Monat sehr utopisch. Kannst Du ein paar Tipps geben, welche Aktien Du hältst? Insbesondere würden mich welche mit unterschiedlichen Ausschüttungszeitpunkten interessieren, so dass man die Dividenden über das Jahr verteilt bekommt und nicht gesammelt im April/Mai. Vielen Dank!

MattySpaghetti
5 Jahre zuvor

Das mit den Kapern und Lachs muss ich mal probieren. Letztens gab’s hier Bagels im Aldi.. waren aber nicht vergleichbar mit den in NY. Die sind einfach der Hammer.

Ich fühle mich fast ein bisschen schlecht, dass ich einen Job hab, der mir gefällt! Die finanzielle Freiheit suche ich eigentlich gar nicht so richtig; ohnehin werde ich diese nicht mehr erreichen können. Das passive Einkommen wird zwar nur ein zusätzliches Standbein; aber eins, das nach meinem Ableben in vollem Umfang für Frau/Familie erhalten bleibt. Das mag für Dinks nicht so ein Thema sein – ich fand diesen Aspekt eigentlich sehr wichtig.

Mann jetzt hab ich aber Lust auf nen Bagel!! 🙂

Gruß Matthias

Fit und Gesund
5 Jahre zuvor

@Tim,

das habe ich nie gedacht, überhaupt nicht, ich dachte nur dass man evtl. als eingeloggter Leser irgendwie noch so spezielle Artikel oder sowas in der Richtung lesen könnte, ich kenne Foren da gibt es das eben, nur deshalb hab ich gedacht, ich frage mal nach…

und jetzt möchte ich auch Lachs-Bagel 🙂

5 Jahre zuvor

Herr Schäfer, Sie sitzen doch auf einer Insel. 🙂

Fisi2000
5 Jahre zuvor

@Tim: Danke 🙂

Markus
5 Jahre zuvor

@Tim

Also nehmen wir mal an ein Single spart wirklich im Monat 2,5k…

Ein Brutto von 5k monatlich ist dann schon zu wenig, weil er dann eine knapp ca. 95 % Sparquote braucht.

5 k Brutto ist jetzt nicht unbedingt am unteren Ende der Einkommensverteilung, auch nicht in der Mitte.

Mietfrei leben bedeutet auch ein Immobilie oder Wohnraum zu erwerben, was eine hohe Sparquote erschwert, außer man gehört zu einer glücklichen Generation der Erben.

Zudem sind eine Million in 20 Jahren nach Berücksichtigung einer Inflation von ca. 3 % nur noch Kaufkraft bereinigt um die 550 k Wert. Ebenso die Kaufkraft der Dividende oder ca. 3 % Entnahme. Gut, man kann die Sparquote an die Inflation oder darüber hinaus noch weiter anpassen.

Ich will es nicht schlecht machen, nur realistischer! 😉

Es ist schon schaffbar eine gewisse finanzielle Freiheit zu erreichen, aber es ist kein Zuckerschlecken!

Top-Verdiener zu sein, Erbe zu sein, Gesund und Leistungsfähig zu sein und eine Promotoren mehr erleichtern dass 1000 k (und mehr) Ziel doch um einiges mehr als es manche zugeben wollen.

Die Dink-Pärchen gibt es sicherlich auch.

Allerdings muss man dann auch noch das Glück (oder Ziel) haben, den dementsprechenden Partner mit dementsprechenden Verdienst und demselben Lebensziel zu finden und dieses Ziel ein Leben lang zusammen verfolgen (ohne Trennung etc.).

Eine hohe Sparquote ist ein sehr wichtiger Faktor (manche sagen der wichtigste), aber es gibt einige Faktoren mehr wie Karriere, Vorleistung der Eltern, Gesundheit aber auch Glück in der Samenbanklotterie (n. Warren Buffett).

Fazit: Der Lebenstraum finanzielle Freiheit ist deutlich einfacher für schon überdurchschnittlich verdienende Menschen (auch wenn es ein paar wundersame Einzel-Geschichten gibt (wir Menschen lieben ja Geschichten…)).

Oliver
5 Jahre zuvor

Bei den Tools für die Berechnung, was in 20 Jahren ist, bin ich immer ein bisschen hin- und hergerissen. Das ist wie die theoretische Prüfung beim Führerschein: Durch sie kann ich, obwohl ich sie bestehe, noch lange nicht Autofahren. Nichts gegen Theorie: Sie ist für so ziemlich alle Dinge besonders am Anfang wichtig, um einen Überblick der Möglichkeiten zu bekommen.

Für das tatsächliche Tun ist es aber nicht mehr als eine Anekdote am Anfang der Reise. Ich kann mich damals in der Bank erinnern, wo ich die ersten Berechnungen bei den Lebensversicherungen gesehen habe. 150 DM einzahlen und irgendwann in weiter Zukunft 150.000 DM haben. Das Problem dabei ist: Ich weiß nicht, was z.B. 1 Million in 30 Jahren wirklich wert ist. Nur das eine: Es ist weniger als heute. Das gleiche für die monatlichen Raten. Heute kann ich aufgrund meiner Beschäftigung sagen, wie viel ich sparen kann. In einem Jahr ist das schon schwieriger, weil ich nicht weiß, ob ich noch so viel verdiene, mehr verdiene, gar nichts wegen Arbeitslosigkeit oder sogar krank oder tot bin. Je weiter das in die Zukunft geht, desto nebulöser wird es.

Dann zu den 2.500 EURO Sparrate im Monat. Ich kenne wahrlich nicht viele Leute, die das ohne weiteres leisten können. Ein paar schon, aber die Mehrheit hat das nicht zur Verfügung. Wenn jemand in den 20ern ist und 500 EURO sparen kann, ist das schon ein gutes Ergebnis. Manche, die ihre Ausgaben optimieren können und vielleicht noch Nebeneinkünfte suchen, kommen dann auf 1.000 oder vielleicht sogar 1.500 EURO, je nach Erfolg. Später mit Doppeleinkommen ohne Kinder kann das vielleicht klappen, wenn beide genug verdienen und es wollen. Aber den Betrag muß man durch 2 teilen und dann sinds für jeden wieder 1.250 EURO. In den USA mag das leichter gehen, aber Deutschland ist aufgrund seiner hohen Abgaben schwierig, um in solchen Dimensionen sparen zu können.

Ich möchte damit sicher nicht die Strategie des regelmäßigen Sparens madig machen. Ich praktiziere es auch. Ich denke aber, wenn man mit zu hohen Erwartungen an die Sache geht, kann man sehr schnell enttäuscht und demotiviert werden. Ein großes Depot über viele Jahre aufzubauen ist mental eine sehr starke Leistung. Dazu kommen dann tatsächlich noch Faktoren wie dass die Anlagestrategie am Ende aufgeht. Man sieht an den Diskussionen hier, dass jeder anders anlegt und andere Grundsätze befolgt, die für ihn wichtig und schlüssig sind. Ob es dann geklappt hat, weiß man erst nach Jahren.

Eine Sache ist mir immer persönlich wichtig gewesen. Die Reise des Sparens bringt einen schon lange vor einer finanziellen Unabhängigkeit oder des Zieles, welches man anstrebt, schon eine ganze Menge Vorteile. Viele finanzielle Widrigkeiten des täglichen Lebens haben viel weniger Stellenwert, da einfach etwas Geld da ist. Ich verliere meinen Job und falls ich ALG bekomme, kann ich die Wartezeit bis zur ersten Zahlung ohne Probleme überbrücken und meine Rechnungen bezahlen. Das gleiche für unvermutete Rechnungen, die so kommen. Das ist schon sehr viel wert. Ich muß auch nicht hopplahopp jeden mistigen Job annehmen, weil es mir die Arbeitsagentur so aufzwingt und weil ich in der Not, meine Rechnungen bezahlen zu müssen, alles machen muß, sei es noch so unsinnig oder schlecht bezahlt. Das erreicht man schon mit 50.000 EURO Depotwert, wo man wirklich noch weit weg von der finanziellen Freiheit ist.

Der Weg bis dass man genug zusammengespart hat, das alles abdeckt, ist positiv besetzt. Je weiter man kommt, desto weniger beschäftigt einen das Thema Geld in negativer Form. Wenn z.B. nur 10% der Monatskosten abgedeckt sind, ist das viel besser als nichts oder sogar Sollzinsen zahlen zu müssen. Das heißt, mein Gehalt plus Betrag x schafft mir schon eine höhere Lebensqualität. Das ist einer der wichtigsten Faktoren beim Sparen. Wenn ich heute in so einen Rechner 1000 EURO Sparrate eingebe, ist das nur Spielen mit den Möglichkeiten. Aber wenn ich da mal nicht so einen langen Zeitraum, sondern 5 Jahre eingebe mit 6% Ertrag, bin ich bei knapp 70.000 EURO. Zugegeben: Ich weiß nicht, ob ich die 6% erziele und ob ich es schaffe, 5 Jahre lang 1.000 EURO zu sparen. Aber 5 Jahre sind ein überschaubarer Zeitraum und wenn ich es schaffe, dann weiß ich, dass mir die Dinge des täglichen Lebens finanziell in der Zukunft keine großen Kopfschmerzen mehr bereiten. Nur leider hat man die Unsicherheiten immer dabei, es ist ein Planspiel. Realistisch ist es doch und wenns nur 30 oder 40.000 EURO in 5 Jahren sind, ist das auch OK, weil der Puffer beruhigend ist.

 

Also die 2.000 Euro im Monat sparen sind nun doch wirklich nicht so illusorisch, wie hier in den Kommentaren viele glauben.

Natürlich ist das einigen Berufsgruppen vorbehalten, aber das ist ja auch kein Geheimnis.

Nur mal als Beispiel: Bei mir im Studienjahrgang (BWL+Finance) kenne ich eigentlich aus dem näheren Umfeld niemanden, der danach für weniger als 50k angefangen hat. Wenn das UB oder IB Tier 1 nahe Jobs sind, reden wir schnell über 60-70k, in Boutiquen und guten Jahren auch noch ein gutes Stück mehr.

60k sind im Monat knapp 3k netto, bei sehr sparsamer Lebensweise sind die 2k Sparrate p.m. also schon fast in Reichweite. Und wohl gemerkt reden wir hier über Einstiegsgehälter. Nach wenigen Jahren im Job also allemal.

Ist mir schon klar, dass das deutlich überdurchschnittliche Gehälter sind. Aber es sind nicht nur wir BWLer, die das mit Glück mit nach Hause nehme können, sondern ggf. auch Juristen, Mediziner, Ingenieure etc…

Illusorisch? Nein, nicht wirklich. Selten? Ja, durchaus. Man müsste es nur vor der Studienwahl am besten schon wissen 😉

Markus
5 Jahre zuvor

@Dominic

Welche Prozentzahl studiert die Top-Studiengänge aus Arbeiter- und Angestellten Familien?

Welche Prozentzahl der Top-Absolventen hat das Ziel finanzielle Unabhängigkeit mit einer sehr hohen Sparquote?

Wer zieht die hohe Sparquote mehrere Dekaden durch ohne Schicksalsschläge, Trennungen, Familiengründung, Immobilienkauf etc.?

Illusorisch ist es nicht!

Aber es ist für jemanden der aus einer Akademikerfamilie und zusätzlichem Immo-Besitz und Studiumfinanzierung deutlich einfacher z. B. die Million zu packen, als jemand mit dem Durchschnittsgehalt! Punkt!

Zumindestens wenn man über 20 Jahre spricht. Über 30, 40 Jahre Zeit…. wir sprechen hier über Lebenszeit…………….(Lebenszeit)….ist es dann vom Zinseszins wieder für andere Schichten möglich, bestimmte Grenzen zu packen.

Ob jemand mit Top-Studium dann mit 1 – 2 k Grundsicherung sich zufrieden gibt, ist auch eine Typ-Frage!

Ist dann im Verhältnis auch komisch frugal zu leben…

@ Markus,

also die finanzielle Unabhängigkeit haben sich viele aus der Gruppe auf die Fahne geschrieben, was auch nicht wundert, da ja die meisten beruflich mit Geld hantieren.

In einem Punkt hast du sicher recht: Nicht wirklich viele leben frugal. Die meisten wollen ihren upper middle class/ upper class life style ja weiter pflegen. In der Hinsicht haben es klassische Aufsteiger in der Gruppe einfacher, da die nicht so viel repräsentieren müssen und es anders kennen. Das sind zumindest meine Erfahrungen im Jahrgang…

Dodo
5 Jahre zuvor

Hallo Tim!

Schöne Seite und Glückwunsch zu Deinen Investments!

Du hast zwei Wachstumswerte vorgestellt, bei denen Dein Plan voll aufgegangen ist. Daneben gibt es sicher einige Investments, bei denen das nicht der Fall war.

Interessanter als die Chancen der Vergangenheit sind die der Gegenwart und Zukunft. 🙂

Welche Werte hast Du aktuell auf der Watchlist für ein Wachstums-Investment? Das wäre sehr spannend, einmal auf Deinem Blog vorzustellen. Vielleicht (bestimmt) finden sich dabei auch noch Gleichgesinnte mit ihren ‘Perlen’.

Mach weiter so!

Mattoc
5 Jahre zuvor

@PIBE:

Was hältst du von dem folgenden ETF im Vergleich zu den Weisheits-ETFs:

iShares MSCI USA Dividend IQ UCITS ETF (A111YB).

Das sieht mir so aus, als wären hier zahlreiche der großen bekannten Dividenden-Firmen aus den USA enthalten. Außerdem sind es 128 Positionen und eine akzeptable TER von 0,35%.

Danke für deine Meinung

Mattoc

Gurki
5 Jahre zuvor

2500€ netto monatlich investieren? Als Einzelperson? In welcher Position? Als Angestellter? Dafür brauch man dann 85.000€ p.a. um dann wenigstens 1400€ netto zum “Überleben” zu haben.

Wer verdient denn das? Das geht doch dann eher in die Richtung Elite – Arzt, Anwalt, Geschäftsführer. Und wenn nicht, wo kann ich mich bewerben?

Ein bisschen auf dem Teppich sollte man schon bleiben und realistischere Zahlen nennen. Sagen wir die Hälfte der genannten Summe.

Das der Durchschnitt bei 30-33k€ Brutto liegen soll kann ich mir auch schlecht vorstellen. Denn auch hier wird in diversen Zeitungen was anderes erzählt. Mal sind es 30k€, dann sind es wieder 45k€. Ja was ist denn jetzt der Durchschnitt?

 

 

Mr. B
5 Jahre zuvor

In meiner Ecke gibt es viele Grenzgänger.Da sind die genannten Bruttogehälter leicht zu erreichen.

Aber das nur am Rande ( der deutsch-schweizer-Grenze)

 

Mr. B
5 Jahre zuvor

Herr Couponschneider wird dieses Jahr wohl auch im Schnitt 2500 EUR p.m. investieren.

Folgend ein schönes Berechnungstool für die die es mögen …  :

http://qix.capital/sparrechner/finanzielle-freiheit/

Björn
5 Jahre zuvor

2500 € im Monat ist meiner Meinung echt schwierig, wüsste nicht wie ich das schaffen sollte mit 2 kleinen Kindern. Würde da sogar sagen, dass es unmöglich ist. Bin ja froh das ich 500 € sparen kann. Mehr ist aber nicht drin.

Björn
5 Jahre zuvor

Noch ne andere Frage an euch: Würdest Ihr langfristig in Starbucks, Cisco Systems, Walt Disney oder Roche investieren?

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

@Björn,

es juckt mich verdammt in den Fingern meine Roche aufzustocken, aber die Position ist schon 10% vom Portfolio…zu den anderen Aktien kann ich nix sagen, die sind nicht auf meinem Radar.

@Tim,

werde mal Bagel selbermachen, hier hab ich Keine gefunden. 🙂

Gurki
5 Jahre zuvor

@Dominic | Der Portfoliomanager.de Ich kenne BWL Menschen, die DEUTLICH unter deinen genannten Zahlen verdienen. Nämlich 28-29k€ p.a.
Also nur weil man BWL studiert hat (oder generell studiert), ist es noch lange kein Garant dafür wirklich überdurchschnittlich zu verdienen.
Ich selbst bin in der IT beschäftigt. Sicher hier verdient man auch sehr gutes Geld. Aber eben auch nicht mal eben so. Einstiegsgehälter von 50k€ p.a. sind hier meiner Meinung nach nicht möglich. Hier steigt man eher mit 35-40k€ ein.
Bis 50k€ ist es noch einfach in der IT, danach wird es schon deutlich schwieriger, vor allem wenn man keine Führungsposition anstrebt. Und Führungspositionen gibt es ja auch nicht wie Sand am Meer.

 

Alex
5 Jahre zuvor

Hallo Zusammen.

Ich kann nur bestätigen. In der IT steigt man im Moment mit 38-40 K ein. Ich bin selber vor 7 Jahren mit so einem Gehalt eingestiegen. Bis 50 K geht es relatv schnell nach oben. Aber dann muss man schon viel mehr Verantwortung übernehmen, um mehr zu verdienen. Ausserdem werden dann immer mehr Steuern abgezogen, so dass es fast keinen Sinn mehr macht, 10 Stunden pro Tag zu arbeiten, um 200 Euro (netto) mehr pro Monat zu verdienen.

 

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Mattoc: Im direkten Chartvergleich liegen sie bisher gleichauf. Der WisdomTree enthält mehr Werte, hat eine höhere Ausschüttungsquote und schüttet häufiger aus, den iShares gibt es schon länger am Markt und er hat ein höheres Fondsvolumen. Ich weiß nicht, ob er steuereinfach ist und kenne die genaue Indexmethodik im Vergleich zum WisdomTree nicht. Letztendlich musst du entscheiden, welche Kriterien dir am wichtigsten sind.

An Gurki: Das Medianeinkommen (finde ich persönlich besser geeignet, weil es durch die extremen Ränder nicht so verzerrt wird) liegt ungefähr bei 1650 Euro netto. Eine Hälfte der Einkommensbezieher verdient weniger, die andere mehr.

Das klingt erst mal nach nicht viel? So sieht aber die Realität für viele in Deutschland aus. Meine passiven Einnahmen lassen mich schon zur einkommensstärkeren Hälfte gehören. Würde ich das einem hart arbeitenden Malocher erzählen, der zur ärmeren Hälfte zählt, käme bestimmt Freude auf. 😉

Ich glaube, die Diskussion hier führt in die falsche Richtung. Wir müssen uns in Erinnerung rufen, dass wir hier über finanzielle Freiheit sprechen, letztlich also ausgesorgt zu haben. Ist doch klar, dass dieses Ziel – wenn überhaupt – nicht von Median-Verdienern (@Gurki: auch nicht von deinen BWLern mit Marketing-/Personalfokus) in der Schnelle erreicht wird.

Hier tummeln sich ja vornehmlich Leute, die nach diesem Ziel streben. Die allergrößte Mehrheit schafft es nicht in Schnelle und die meisten überhaupt nie.

Der Anspruch, dass der durchschnittliche Mittel- und Gutverdiener in absehbarer Zeit dieses Ziel erreicht, halte ich für eine der großen Illusionen der vielen Blogs. Wie PIBE350 schon sagt, ist die Realität sehr sehr fern. Aber wie sollte es auch anders sein – die Gesellschaft kann ja schlecht nur aus Privatiers bestehen 😉

Flotte finanzielle Freiheit ist Spitzenverdienern vorbehalten. Und wie oben erwähnt: Ja die gibt es auch schon in sehr jungen Jahren – sind natürlich aber nicht repräsentativ.
 

 

 

 

Mattoc
5 Jahre zuvor

Danke, PIBE!

Eine Sache ist auf jeden Fall bemerkenswert. In der Krise 2008 als der MSCI World um mehr als 40% und der MSCI EM um mehr als 50% eingebrochen ist, hat es diesen MSCI USA High Yield Index nur um 28% gerissen…

Mattoc

Slazenger
5 Jahre zuvor

@Björn

wenn du die genannten Firmen langfristig kaufen willst, dann kannst durchaus in alle vier investieren! Bei Disney und Roche könnte aktuell ein relativ guter Kaufzeitpunkt sein!

Markus
5 Jahre zuvor

@Dominic

So in die falsche Richtung finde ich die Diskussion jetzt nicht!

Es ist wie Du auch auf Deinem Blog richtig schreibst, auch eine Frage der Berufswahl bzw. der Karriere. Hier im Blog wird ja größtenteils die Sparseite beackert. Der Faktor wie man mehr verdient ist hier etwas vernachlässigt.

Nicht jeder hat den Kompass mit 18 – 20 Jahren gleich den Studiengang mit den höchsten Verdienstmöglichkeiten auszusuchen, bzw. die Unterstützung der family und auch das Mindset Personalverantwortung und/oder Führungsverantwortung zu übernehmen.

@Tim

Sorry, ich will Dich nicht ärgern! 😉

Ich bin halt manchmal etwas kritischer, bzw. hinterfrage auch. Viele, die nur ein paar Börsenjahre auf dem Buckel haben, sind schon gerne dabei sich schnell selber reich zu rechnen. Die Beharrlichkeit die konsequentes Investieren bedarf muss sich noch bei Börsen- und Lebenskrisen bei vielen zeigen.

Schnell reich ist aber eine deutlich komplexere Aufgabe und die Erfolgsaussichten sind schlechter, als bei langfristiger Kontinuität. Wie langfristig manche Personen denken und handeln, sieht man an Dynastien und deren Reichtum.

Über die 6 % p. a. Gesamtrendite kann man sicherlich auch in zweierlei Richtung diskutieren, aber es nützt nichts, da wir nicht wissen was die Zukunft bringt.

Wir haben nur die Empirie um zu entscheiden, ob es sinnvoll ist, bestimmte Dinge in der Zukunft zu erhoffen.

Die individuellen Definitionen von reich bzw. finanziell unabhängig können sehr breit gefächert sein…

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Mattoc: Das kann gut sein. Auf der MSCI-Seite gibt es auch ein Vergleichs-PDF zum Mutterindex ,,MSCI USA” in Dollar. Bisher hat der iShares (MSCI USA High Dividend Yield) besser abgeschnitten. Ich meine, dass es auch allgemeine Studien gibt, die zeigen, dass auf lange Sicht Dividendenaktien besser abgeschnitten haben, aber das ist natürlich keine Garantie für die Zukunft.

Mir ist auf jeden Fall aus psychlogischen und praktischen Gründen ein regelmäßiger Geldfluss durch Dividendenausschüttungen lieber. Wir werden leider erst in Jahrzehnten erfahren, welche Aktienauswahl die für uns beste gewesen wäre. 🙂

Fit und gesund
5 Jahre zuvor

Ich denke, die wirkliche finanzielle Freiheit kann nicht Jeder erreichen, aber ein gutes Polster anzuhäufen sollte schon drin liegen, besonders wenn man jung ist, einen guten Beruf hat, eine stabile Partnerschaft hat, sparsam lebt und gesund ist.

Wir haben Alle nicht die Glaskugel, da kann wirtschaftlich und privat so viel dazwischenkommen, das hat man nicht immer in der Hand, auch wenn man das gerne glaubt, Zeiträume von über 5 Jahren kann man sehr schlecht überblicken.

Aber, was mir an der Sparsamkeit passt ist, dass ich sozusagen eine Art Training dabei absolviere, sollte ich mal später nicht so eine fette Rente haben und mein Zustupf durch die Börse geringer ausfallen als die schönen Rechner hergeben, dann werde ich sicher weniger leiden als Andere, ich habe dann gelernt mit Weniger auszukommen, nicht jedem kleinen Wunsch sofort nachzukommen. Meiner Kollegin geht es da schlechter, frisch geschieden, Mann zahlt auch Unterhalt, aber der pompöse Lebensstil ist im Eimer, die tut sich echt schwer, Sektfrühstück mit Freundinnen am Morgen, shopping als gäbe es kein morgen mehr und spontane Kurzurlaube …nix mehr, Ende Gelände….

K.
5 Jahre zuvor

Geht das mit den Profilbildern nicht auch ohne Login bzw. direkt über Gravatar und reiner E-Mail-Adressen Zuordnung? So muss man nicht auf jedem Blog registriert sein, sofern dieser Gravatar unterstützt, was WordPress an sich eigentlich tut.

So zumindest meine Erfahrung (abseits dieses Blogs bei einem anderen Hobby mit einer anderen E-Mail-Adresse).

PIBE350
5 Jahre zuvor

An Dominic: Ja, in Zeiten langsam steigender Altersarmut ist schon vielen geholfen, wenn sie sich ein nettes Finanzpolster zum regulären Renteneintrittsalter zulegen.

Wer das Ziel ,,frühe finanzielle Freiheit” hat, muss komplett gegen die Masse schwimmen können und frühzeitig alle Weichen (Einnahmen, Ausgaben, Investitionen, Renditen usw.) richtig stellen. Etwas Glück, wie Fit und gesund schon angemerkt hat, gehört selbstverständlich auch dazu.

Dies setzt einen harten Willen und ein langes Durchhaltevermögen voraus. Mir als Minimalist fällt das nicht schwer. Ich verzichte gefühlt auf nichts und was andere über mich denken (könnten), ist mir komplett egal.

Wer aber einen zu starken Rückgang an Lebensqualität verspürt, sollte seine Zielsetzung aufweichen. Es macht keinen Sinn, sich zur finanziellen Freiheit zu quälen. Es gibt viele schöne Vorstufen, die ebenfalls lohnenswert sind: Aufbau einer Notreserve, Schließen der Rentenlücke, Verringerung der regulären Arbeitszeit oder früheres Eintreten in den Ruhestand – nur um ein paar Beispiele zu nennen. 🙂

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