Die FED hat Angst vor einer Dauerflaute wie in Japan


New York, 12. Juli 2019
Die FED hat Angst vor einer Stagnation. Sie möchte deshalb die Inflation auf 2% hieven – mit billigen Zinsen.

Weltweit kühlt sich die Konjunktur ab. Nach über 10 Jahren Dauerboom ist das nichts Schlimmes. Ich bleibe investiert. Ich habe einen langen Atem. Ich verkaufe keine Anteile. Ich kaufe stetig weiter zu.

Das Bruttosozialprodukt (BIP) Singapurs hat gerade die Wachstumsprognosen erheblich verfehlt. Gegenüber dem Vorquartal sank das BIP um 3,4%. Die Zahlen für das zweite Quartal sind katastrophal. Analysten gehen davon aus, dass es in dem Stadtstaat 2020 zu einer Rezession kommen könnte.

Der Brexit, der Streit um die Handelszölle, die Spannungen im Nahen Osten – all das sorgt für Verunsicherung. Unternehmen investieren vorsichtiger in den USA. Sie schieben Ausgaben auf – wenn sie es können. Das sagte der US_Notenbankchef Jerome Powell den Senatoren in einer Anhörung klipp und klar. Wir müssen uns auf eine getrübte Stimmung einstellen.

Ich sehe es gelassen. Ich habe schon einige Rezessionen bzw. Kurskorrekturen und Krisen erlebt. Es kommen neue Chancen zum Aufstocken. Eine Rezession ist die schönste Zeit, um Aktien und ETFs zu kaufen.

Aber die meisten Anleger werden kalte Füße bekommen, wenn die Kurse knirschen. Die Mehrheit wird aufhören, in Aktien zu investieren, wenn es kriselt. Es ist nicht einfach, aus einer Rezession Geld zu schöpfen, indem du das Gegenteil der Masse machst (kaufen statt verkaufen).

Es ist schwer, die Kauforder zu machen, wenn alle „Hilfe“ schreien. Nimm zum Beispiel den Absturz aus dem Jahr 2008. Seinerzeit hat manch einer die Nerven verloren, der eigentlich rational handelt. Da sind einige Fingernägel abgebissen worden. Millionen Menschen entschieden damals, dass die Börse nichts für sie ist und entschlossen sich, „die Verluste zu begrenzen“. Es folgte eine der besten Kursrallyes, die die Welt je gesehen hat.

Spiele das damalige Chaos vor deinen Augen nochmals ab. Die Kurse beben. Firmen gehen massenweise pleite. Banken sind scheintot. Massenentlassungen. Die Menschen gehen auf die Straße. Sie randalieren. Proteste. Länder stehen vor dem Bankrott.

Kannst du in einem solchen Moment Aktien kaufen? Wenn du die Katastrophe überall siehst? Es ist hart. Verdammt hart. Ich tat es. Aber Zweifel hatte ich.

Fed-Chef Powell sagte etwas Interessantes in Washington: Die Beziehung zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit sei verschwunden. Früher war es so, wenn eine hohe Beschäftigung herrschte, stiegen die Gehälter, das führte wiederum zu steigenden Konsumpreisen, sprich Inflation. Zur Zeit ist die Inflation in den USA mit 1,6% gering, obwohl nahezu Vollbeschäftigung herrscht. Nur noch 3,7 Prozent der Bevölkerung sind offiziell arbeitslos überm großen Teich:

Powell möchte eine Inflation von 2% haben. Das sei gesund, sagte er. Er fürchtet sich vor japanischen oder europäischen Verhältnissen. Im Euro-Raum ist die Inflation mit 1,2% gering. In Japan dümpelt sie bei 0,7%. Das sei Gift für die Wirtschaft, deutete Powell an. Er dürfte die Leitzinsen in den USA weiter senken, um die Inflation anzuheizen. Er will billiges Geld schaffen, damit die Wirtschaft nicht stagniert. Japanische Verhältnisse wären für ihn ein Albtraum.

Powell sagte: „Die Beziehung zwischen der Wirtschaftsflaute oder Arbeitslosigkeit und Inflation war vor 50 Jahren stark… und ist verschwunden.“ Weiter sagte er: „Letztendlich muss ein Zusammenhang bestehen, denn niedrige Arbeitslosigkeit wird die Löhne in die Höhe treiben und letztendlich werden höhere Löhne die Inflation antreiben, aber wir haben diesen Punkt noch nicht erreicht.“

Warum die Inflation in den USA, Europa und Japan so gering ist, liegt wohl am Handel, der immer globaler wird. Und an der Automatisierung. Das spart Kosten. Daher sinken tendenziell die Preise für Verbrauchsgüter wie Elektronik, Autos, Mode, Lebensmittel etc.

Wenn du zurückblickst, war vor 50 Jahren ein großer Teil der Dinge, die du in Deutschland kaufen würdest, in den Deutschland hergestellt. Heute kommt ein Großteil aus dem Ausland.

Deutsche müssen im Prinzip gegen Automatisierung und ausländische Arbeitskräfte/Roboter antreten. Niedriges Lohnwachstum und reichliches Warenangebot aus dem Ausland führen zu einer schwachen Inflation.

Aber Akademiker haben es gut. Sie profitieren. Sie kassieren die höchsten Gehälter. Daher kann ich nur an jeden appellieren: Studiere, streng dich an. Gib Gas. Bleib ein Optimist. Behalte deine Ausgaben auf einem moderaten Niveau. Dann wird nichts schief gehen.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Die FED hat Angst vor einer Dauerflaute wie in Japan

  1. AvatarThorsten

    WmF produziert jetzt teilweise nicht mehr in Deutschland, Thermomix verlässt Wuppertal. Ich sehe nicht , was diese Nebelgranate „Digitalisierung“ noch im großen Kontext bewirken sollte. Die Wirtschaftszentren wandern nach Osten ab. Mit ihnen die Produktion. Es gibt nur eins : arbeiten, sparen und weltweit investieren. Z.b ein weltweit investierender ETF.
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/warum-der-wmf-kochtopf-nicht-mehr-in-deutschland-produziert-wird-16279720.html
    https://www.derwesten.de/wirtschaft/thermomix-heftige-entscheidung-von-vorwerk-kunden-sind-wuetend-auf-hersteller-wuppertal-fehler-id226357769.html?service=amp
     
     
     

  2. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @WMF,
     
    meine Güte, ich bin jahrelang am Werk in Geislingen vorbei gefahren, wenn ich die Staus auf der A8 umfahren musste. Damals waren sie gerade von KKR aufgekauft worden, und die Belegschaft murrte. Habe gar nicht mitbekommen, dass die inzwischen schon längst wieder verkauft wurden. Na ja, hatte meine KKR-Anteile auch verkauft und bekam keine Meldungen mehr.
     
    Inzwischen gehören die der französischen Holding SEB (bekannte Marken wie Emsa, Krups, Moulinex, Rowenta, Tefal, Silit und eben WMF neben anderen). Kein Wunder, dass die die Produktion nach F holen wollen. Wäre interessant, wenn es nicht die franz. Quellensteuerproblematik gäbe, und sie überhaupt zu wenig ausschütten für DIV-Junkies. 
     
    @Logitech,
     
    finde die Marke zwar gut, aber für deutsche Anleger eben schlecht mit CH-Isin. Sowieso zu magere Dividende. Da wäre mir Garmin noch lieber, obwohl ich die auch irgendwann verkauft hatte wenn CH.
     
    MS

  3. AvatarManniB

    ———Wenn du zurückblickst, war vor 50 Jahren ein großer Teil der Dinge, die du in Deutschland kaufen würdest, in den Deutschland hergestellt. Heute kommt ein Großteil aus dem Ausland.———
    Das sind eben die Schattenseiten der Globalisierung. 
    Ich persönlich kaufe immer nach Möglichkeit regionale Produkte, auch wenn Sie mehr kosten, um die heimische Wirtschaft zu Stärken. Leider gibt es inzwischen leider viele Produkte wo es nicht möglich ist, da es keine Produktion mehr in Deutschland gibt.  Z.B. Kleidung, TV, Smartphone etc. 
     
    ———Deutsche müssen im Prinzip gegen Automatisierung und ausländische Arbeitskräfte/Roboter antreten. Niedriges Lohnwachstum und reichliches Warenangebot aus dem Ausland führen zu einer schwachen Inflation.———
     
    Ja vor Allem in der Produktion gibt es immer mehr Probleme. Viele Industriebetriebe hier in der Region (Südschwarzwald) verlagern die Produktion in Richtung Rumänien, Ungarn und entlassen die einfachen Produktionsmitarbeiter. Was bleibt ist oftmals nur Entwicklung und Vertrieb…. diese Entwicklung ist vor allem für Ungelernte/Hilfsarbeiter zunehmend Existenzbedrohend.
    Und die Betriebe, wo noch am Produktionsstandort Deutschland festhalten, setzen die Mitarbeiter mit immer höheren Stückzahlen massiv unter Leistungsdruck. Wer die Leistung nicht bring, wird umgehend durch Leiharbeiter ersetzt. Und viele Betriebe hier, verlangen zwecks Standortsicherung, das Mitarbeiter 2 Stunden/Woche umsonst arbeiten. 
    Einfacher wird es sicherlich nicht mehr. 
    (Der Betrieb wo ich arbeite, hat die Urlaubstage von 30 auf 28 Dauerhaft verringert)
     
     

  4. AvatarChris k.

    Ja das wichtigste ist natürlich die gute Arbeit behalten und die Gesundheit! Aber wir müssen auch hoffen und beten das es zu keinem Krieg im nahen Osten zwischen USA und Iran kommt. Wenigstens reden kiev und Moskau wieder. Das ist positiv.
     
    Selbst wenn Unternehmen paar Jahre nicht jedes Jahr 10% wachsen.. Langfristig werden sie wachsen und trotzdem werden dividenden ausgeschüttet, was man von einem tagesgeldkonto null erwarten kann.
     
    P. S. Ich kann diesen ekelhaften björn höcke oder wie der Vogel heißt von der afd nicht leiden. Klar sollten wir gucken kontrolliert und mit Filter wenn möglich Leute aufzunehmen und nicht blind gestürmt werden. Aber der Typ hat seinen Auftritten zufolge ein ganz altes böses Vorbild. Der Typ steht für den Flügel was für ein Zirkus ist das denn bitte. Und jetzt sollen die Politiker und normalen Menschen Angst bekommen zu sagen was sie denken? Das wollen die mit dem CDU Lübke Mord doch erreichen. (das ist meine persönliche Meinung, ich will niemand zu nahe treten der anders denkt und meine Informationen und Gedanken bilden nicht die Wahrheit das isz nur das wie ich es aufnehme aus den Medien)

    Ich kenn viele Griechen, Italiener und Russen die die auch noch wählen. Oh man Leute bitte handelt klug. Egal was manchmal die EU für ein hinter zimmer lahmer sich ausspionieren lassender Haufen ist, wir haben echten Frieden!!!! Meiner Meinung nach nur durch Europa EU. Auch wenn es nicht perfect ist. Ohne Frieden braucht ihr nicht mal an arbeiten denken oder sparen! Also bitte wählt nix radikales egal wie schwer die Situation ist und egal welche Richtung. Sry für das politische.
     
    Mfg

  5. AvatarNico Meier

    Wenn du zurückblickst, war vor 50 Jahren ein großer Teil der Dinge, die du in Deutschland kaufen würdest, in den Deutschland hergestellt. Heute kommt ein Großteil aus dem Ausland.
    Gerade am Beispiel Kleider lässt sich das gut zeigen. Vor 100 Jahren waren Kleider regional hergestellt und daher sehr teuer. Jeder hatte eine Sonntagsgatnitur für Amtsgänge, Kirche oder Besuche. Ansonsten hatte man noch einige wenige Alltagskleider. Heute sind Kleider spottbillig weil sie in Billiglohnländern hergestellt werden.
    Einfacher wird es sicherlich nicht mehr. (Der Betrieb wo ich arbeite, hat die Urlaubstage von 30 auf 28 Dauerhaft verringert)
    30 Urlaubstage sind 6 Wochen. In der Schweiz sind 4 Wochen also 20 Urlaubstage gesetzlich vorgesehen. Wer mehr hat, der hat einen grosszügigen Arbeitgeber. Auch hier wird geklagt auf sehr hohem Niveau.
    Übrigens in den USA gibts in den meisten Bundesstaaten kein Obligatorion für bezahlte Ferien. Mit anderen Worten wenn der Ami Ferien macht erhält er in dieser Zeit kein Gehalt! Auch das trägt zum Wettbewerbsvorteil bei.
    Wir Westeuropäer wurden sehr verwöhnt in den letzten Jahren.
     
     
     
     
     

  6. AvatarZwitsch

    @chris k …. Top….dem ist nichts hinzuzufügen…..es gibt keine Alternative zu Europa.. Europa kritisch kein Problem aber keine Toleranz zu höcke und co…..

  7. AvatarMario

    Finde diesen Kommentar ganz passend (WO, MASIL, 12.07.):
    Ja, ordentlich die Steuern erhöhen! Da ist noch viel Luft nach oben!
    – 30 Prozent Gewinneinbruch bei der BASF in Köln-Leverkusen
    – Kölner Bäckereikette Oebel pleite geht. Hunderte Jobs stehen auf dem Spiel.
    – In Geislingen schließt WMF seine Kochtopffabrik, 400 Jobs sind weg
    – Vorwerk in Wuppertal verlagert die Produktion des Thermo-Mix nach China.
    – Airbus schließt in Augsburg große Teile der Fabrik, 1.100 Menschen müssen gehen.
    – Der Zylinderkopf-Zulieferer Weber aus dem badischen Pforzheim stellt Konkursantrag, weitere 1.100 gut bezahlte Arbeitsplätze weg.
    – Bei Ergo in Beuren werden 178 Menschen entlassen,
    in – in Nördlingen ist der Modemacher Strenesse pleite
    – Die traditionsreiche Papierfabrik des finnischen Herstellers UPM in Niederbayern kündigt160 Mitarbeitern
    – Düsseldorf macht der Suppen- und Konservenhersteller Zamek den Ofen aus.
    – Der emsländische Anhänger- und Auffliegerhersteller Krone fährt nicht mehr vor uns auf der Autobahn, sondern hinten und will Kurzarbeit einführen
    – Der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor Mittal, der in den Werken Bremen und Eisenhüttenstadt die fährt die Produktion zurück.
    – Mahle in Stuttgart feuert 300 Menschen – Norma im Maintal baut 49 Arbeitsplätze ab
    – Der Eisenacher Autozulieferer Mitec wird nach der Insolvenz Mitarbeiter entlassen; derzeit beschäftigt Mitec in Eisenach und Krauthausen 640 Mitarbeiter. Vor einem Jahr waren es noch knapp 800.
    – Besonders trifft es die Autoländer Bayern und mehr noch Baden-Württemberg. Durch den Braunkohleausstieg ist der Osten extrem bedroht. Zigtausend Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel Die Liste läßt sich unendlich fortsetzen. Auf twitter gibt es den Hashtag #Futschi dafür.

    Ich frage mich schon, wo bei der bereits jetzt 2. höchsten Abgabenquote im OECD Schnitt und bisherigen wirtschaftlichen Top-Lage noch Spielraum für Steuererhöhungen und höhere Sozialabgaben zu finden sein sollen.

     

  8. AvatarMario

    „Und jetzt sollen die Politiker und normalen Menschen Angst bekommen zu sagen was sie denken?“
    Dafür sorgt auf der linken Seite seit längerem die Antifa. Die Ränder sind auf beiden Seiten ekelhaft. 

  9. AvatarDaniel

    @Mario 
    Regierungen können sehr kreativ sein, wenn es um Steuern und Abgaben geht. Kommt auch immer aufs Klientel an, das man befriedigen möchte.
    Höhere Belastungen für Immobilienbesitzer dürften kommen. 

  10. AvatarNico Meier

    @Daniel
    Höhere Belastung für Eigentümer von selbstbewohnten Immobilien oder von Renditeobjekten?
    Ich glaube die DE Politik ist sich sehr bewusst, dass eine Zusatzbelastung beim Häuslebauer schlecht ankommt aber bei den „Immobilienhaien“ dort gibts Aplaus wenn diese gemolken werden.

  11. AvatarMario

    An der Kreativität unserer Politiker bzgl. der Erschließung neuer Geldquellen habe ich keinerlei Zweifel, jedoch ist die Schraube irgendwann überdreht.
    Aber wir können ja mal versuchen, wie lange es klappt, dass möglichst viele Menschen (egal von woher sie kommen möchten) bedingungslos  von deutschen Steuer- und Sozialgeldern leben.

  12. Avatar-M

    Ja Nico, es wurde ja erst für häuslebauer extra diesen Zuschuss kreiert. (Ok die immoverkäufer haben dann halt Grad die Summe auf ihren Verkaufspreis draufgeschlagen)
    -M

  13. AvatarThorsten

    @Mario das genau ist die Situation, während die roten Parteien dem Bürgerlichen vorwerfen nicht bunt genug zu sein und die Vereinten Nationen die EU auffordern die Schlepperei unter staatliche Aufsicht zu stellen, um noch mehr Migranten ins Land zu holen. Das passt dann zu den Deutschen Opiaten : Weil wir ja einen „Fachkräftemangel“ haben und „niemandem etwas weggenommen wird“.  Und deshalb wird der Osten noch rechter. Zu jeder Kraft gibt es eine Gegenkraft, die Menschen im Osten lassen sich nicht so leicht für blöd verkaufen.

  14. AvatarFelix

    Welche Steuern kommen, ist doch schon klar:

    1. Die CO2 Steuer. Damit retten wir das Klima. Umweltministerin ist schon ganz heiß darauf.

    2. Finanztransaktionssteuer. Damit im Sparplan bei jeder Sparrate vom schon arg geschröpften Netto lmmer auch etwas an den Staat abfließt und nicht alles in den übigen Depots landet. Der Finanzminister hält das für sozial gerecht.

    Ich habe mal eine schöne Definition von „sozialer Gerechtigkeit“ gehört. Immer, wenn das gesagt wird soll Geld vom arbeitenden Teil der Bevölkerung zum nichtarbeitenden Teil transferiert werden.

  15. AvatarNico Meier

    @Felix
    Der Einkommenssteuersatz auf Dividenden könnte auch kommen in DE. So zahlt der Topverdiener mehr Steuern auf der Dividende als der einfache Arbeiter Scholz fände das sicher auch sozial.

  16. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Nico,
     
    wieso eigentlich nicht? Bei einer prozentualen Gehaltserhöhung bekommt der Besserverdiener ja auch mehr ab als der einfache Arbeiter.
     
    Dass die Politik für die Bessergestellten gemacht wird, das sieht man doch an der Deckelung bei den Sozialabgaben (Beitragsbemessungsgrenzen). Das gehört genauso abgeschafft.
     
    MS

  17. AvatarRüdiger

    @Mario
    „Und jetzt sollen die Politiker und normalen Menschen Angst bekommen zu sagen was sie denken?“Dafür sorgt auf der linken Seite seit längerem die Antifa.
     
    Antifa? Spielt für mich keine Rolle. Die wollen mir Angst machen? Ok … Ziel verfehlt!

    @Matthias Schneider

    Genau so ist es!

  18. AvatarMario

    @ Matthias Schneider 
    Weil es sich bei Dividenden um bereits besteuerte Unternehmensgewinne handelt. Da den kompletten individuellen Einkommenssteuersatz draufzuhauen ist ein wenig sozialistisch.
    Vielleicht tragen Besserverdiener auch mehr zur Gesellschaft bei als H4-Empfänger.
     
    @ Rüdiger
    Ob es für Sie eine Rolle spielt ist völlig unerheblich, Fakt ist dass die Antifa auch vor Angriffen auf politisch Andersdenkende nicht zurückschreckt.
     

  19. AvatarRüdiger

    @Mario
     
    Für mich ist nichts erheblicher als das. Deine „Fakten“ sind Binsenweisheiten. Die Extremen (links UND rechts) neigen zur Gewalt. Das muss der Rechtstaat unterbinden, mit aller Härte.

  20. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mario; „Weil es sich bei Dividenden um bereits besteuerte Unternehmensgewinne handelt.“
     
    Darum wäre ja die beste/fairste Lösung, wie es bei den Ausschüttungen bei L.P. (Master Limited Partnerships) gemacht wird. Die Firma zahlt keine Steuern auf die Gewinne, sondern nur der Empfänger mit der persönlichen Steuer. Dafür sind die Zahlungen entsprechend höher. Problem nur, dass man als US-Steuer-Ausländer immer von vornherein mit dem US-Spitzensteuersatz (derzeit 37%) veranlagt wird, den man sich mühevoll zurückholen müsste. Darum hatte ich alle MLPs verkauft.
     
    „Da den kompletten individuellen Einkommenssteuersatz draufzuhauen ist ein wenig sozialistisch.“
     
    Nun, dann sollte eben bei Abschluss von Tarifverträgen auch der Bestverdiener im Tarif nur die Erhöhung bekommen, die der in der niedrigsten Lohngruppe bekommt.
     
    Ihr müsst Euch schon mal entscheiden. „Individuell“ (Individualismus) heißt ja gerade das Gegenteil von sozialistisch. Individuell heißt eben, Jeden nach seiner individuellen Leistungskraft zu beurteilen. Gleichmacherei wird doch sonst immer als sozialistisch gebrandmarkt. 
     
    MS

  21. AvatarAlbrecht

    @nicomeier
    Eher asozial, weil es zur Abwanderung führen würde.
    Ausserdem sind sie extrem neidisch auf Reiche, wie man sehen kann.
    Die gesamte Community hasst sie als Spekulant.
     

  22. AvatarAlbr

    die Besteuerung von Dividenden nach dem persönlichen Steuersatz wäre nicht Verfassungskonform (das ist alles schon breit in den einschlägigen Medien diskutiert worden), aber ok. vlt. interessiert sich Herr O. Scholz nicht für die Verfassung 😉
     
     

  23. AvatarAlbr

    SOLLTE Deutschland mit der Co2 Neutralität ERNST machen wollen/müssen, dann wäre dies – nach heutigem technischen Stand – nur über eine weitestgehende Deindustrialisierung in D. zu erreichen…
    eine Deindustrialisierung ist per se nichts schlimmes, WENN ein alternatives (Beschäftigungs-)Modell geschaffen wird (z.B. Stärkung des Dienstleistungssektors, Versicherungen, Banken, Finanzindustrie, Ferienregion etc…), leider kann (zumindest) ich kein solches flächendeckendes Modell erkennen 😉
    (bitte jetzt nicht kommen mit dem Bau von ein paar Windrädern 😉 )
     
    die derzeitige Welle der Werks-Schliessungen hat „natürlich“ primär mit den Standortnachteilen in D. zu tun (mMn weniger mit der Konjunktur, das kommt noch); dies sind z.B.

    hohe Abgabenlast
    hohe Steuern
    exorbitante Energiekosten
    ausufernde Bürokratie 
    und vieles mehr…

     

  24. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Albr; „nur über eine weitestgehende Deindustrialisierung in D. zu erreichen…“
     
    Haha! Herrlich. Dazu gibt es bei MMNEWS bestimmt schon die passende Verschwörungstheorie. Also nun doch noch Morgenthau Plan mit paar Jahrzehnten Verspätung.
     
    Vor vielen Jahren hatte ich mir immer überlegt, dass man zum Glück kostenlos atmen kann. Mit der CO2 Steuer könnten sie jetzt jeden Bürger antreten lassen zum Messen des Lungenvolumens. Darauf wird dann eine individuelle Abgabe auf den CO2-Ausstoß erhoben. Mal sehen wie lange es noch dauert.
     
    MS
     

  25. AvatarBruno

    Ich würde mir den Kauf von Waldflächen überlegen und dann dem Staat Rechnung stellen für das entzogene CO2.

  26. AvatarThorsten

    @Nico
    „Renditeobjekte“ , ja ich bin am überlegen  ob ich eine verkaufe, um das Risiko zu mindern. Grundsteuerreform, CO2hysterie (wir haben bereits eine Ökosteuer) am Ende gibt es keine Rendite mehr. Auch vor dem Mietdeckel waren es nur 3% Rendite. Die Roten kapieren nicht, dass Substanz erhalten werden und Modernisierung bezahlt werden muss und zwar von denen, die da drin wohnen. Nicht von denen, die es besitzen,  aber das kapieren sie nicht oder nehmen das als „Gerechtigkeit“ wahr. Am Ende gehört niemand nichts mehr, weil alles kollektiviert oder  falls in privater Hand maximal reguliert und wir sehen einen Verfall der Substanz wie in der DDR. Dann fallen Preise und Mieten und sie werden es als Erfolg proklamieren.

    Besitzer jeglichen Vermögens sind ihre Feinde, da darf man beliebig nehmen und gängeln. Leere Wohnungen besetzen oder Leute anzeigen, die ihre Immobilie 6 Monate leer stehen lassen. Wenn der Staat in der Pflicht Wohnungen  bereitzustellen versagt, dann wird die Verfügungsgewalt in der freien Wirtschaft eingeschränkt.
    Der Mieterbund hat übrigens schon gefordert, dass die CO2-Abgabe auf Heizen vom Vermieter getragen werden sollte. Die Begründung ist krude und passt in die übliche Opferlogik : der Mieter habe  keinen Einfluss auf die Art der Heizung, deshalb muss er nicht zahlen . Es wird die gleiche Wirkung haben wie der Mietendeckel  : die unverschämten Abgaben werden so schnell wie möglich in die Miete eingepreist, wir werden nur noch Mieten am oberen Ende des Erlaubten sehen, weil kein Vermieter sicher ist, welche Schikane als Nächstes kommt.

    Wie wäre es mit einer dekrementellen Mietminderung ? Wer im oberen Drittel des Mietspiegels ist, muss die Miete jedes Jahr um 2% senken, bis er im Zweidrittelsegment angekommen ist. Willkommen in der Planwirtschaft !
     

  27. AvatarNico Meier

    In der Schweiz zahlt man auf Dividenden bereits den Einkommenssteuersatz aber dieser ist natürlich viel tiefer als in Deutschland.

  28. KievKiev

    @ Nico
    In Deinem Kanton musst Du 20% abdrücken, oder? Ich liege knapp drunter. In Deutschland wohlgemerkt… Es ist nicht alles so schlecht hier. Wahrscheinlich muss ich im Alter mehr abgeben. Ich werde da vermutlich auch ein wenig Jammern. Ich werde aber auch nicht vergessen wo es herkommen. Nahezu kostenfreie sehr gute Ausbildung. Sehr guter Arbeitsmarkt. Warum ist Deutschland wohl Exportweltmeister? Förderung von Familien in vielen Formen Steuerbegünstigung wie z.B.  für Familien (Ehegattensplitting)…

  29. AvatarSangiovese

    A-Shares, B-Shares, H-Shares, P-Chips, Red Chips, S Chips, N-Shares, … 🙂

    Wie investiert man am besten in China?

    Ich möchte:

    – Nur China (also z.B. kein MSCI EM)

    – Nur chinesische Unternehmen (also wenn möglich keine ausländischen Unternehmen, die lediglich in China kotiert sind oder ihren Umsatz in China machen). (Gibt es chinesische Unternehmen, die nur im Ausland kotiert sind? Die wären wiederum erwünscht.)

    – Nur ein Produkt (Indexfonds/ETF oder aktiver Fonds mit vertretbaren Kosten), also keine Einzelaktien

    – Kein Übergewicht von Banken und Versicherungen (viele Indizes haben hauptsächlich diese Branchen)

    Für Empfehlungen bin ich dankbar.

  30. AvatarDaniel

    Ich kenn viele Griechen, Italiener und Russen die die auch noch wählen. Oh man Leute bitte handelt klug. Egal was manchmal die EU für ein hinter zimmer lahmer sich ausspionieren lassender Haufen ist, wir haben echten Frieden!!!! Meiner Meinung nach nur durch Europa EU. Auch wenn es nicht perfect ist. Ohne Frieden braucht ihr nicht mal an arbeiten denken oder sparen! Also bitte wählt nix radikales egal wie schwer die Situation ist und egal welche Richtung. Sry für das politische.
    Ich sehe das gänzlich anders. Die EU ist schon lange kein Garant für Frieden mehr, sie ist vielmehr der Spaltpilz der versucht mit einem Korsett Länder unter einem Hut zu bringen die nicht zueinander passen. Es gehört wohl in die Bereiche Sagen und Mythen dass wir unseren Frieden darauf begründen können dass es die EU gibt. Nicht vergessen, Deutschland war nach dem zweiten Weltkrieg das Wirtschaftswunderland, wir haben unsere Produkte in die ganze Welt exportiert und gehandelt. Auch ohne die EU und auch Jahrzehnte ohne Krieg. Und je enger Handelsverpflechtungen sind, umso unwahrscheinlicher ist ein Krieg. Denn beide Seiten haben etwas zu verlieren. Zu Zeiten der Jahrhunderwende war vieles noch ausschließlich in heimischer Produktion, ganze Lieferketten. Das ist schon in den 70ern längst Geschichte gewesen.
    Und meine Prognose ist, ohne die EU würden unterschiedlichste Länder einfach weiterhin Handelsbeziehungen knüpfen, sich gegenseitig Zollfreiheit gewähren (wäre ohnehin mein Wunsch dies Weltweit durchzusetzen) und auch zwischen ausgesuchten Ländern gäbe es uneingeschränkte Reisefreiheit. Eine EU, sofern man diese überhaupt benötigt sollte lediglich der kleinste Gemeinsame Nenner sein. So macht es beispielsweise keinen Sinn wenn Deutschland die Fischbestände in der Nordsee unter Artenschutz stellen würde und die Niederlande die Fangquote ausweiten würden. Aber das sind alles kleine Dinge. Es gibt keinen Bedarf alles, aber auch wirklich alles in der EU zu regeln wie man es jetzt will. So hat man z.B. die Logout Zeit von Online Banking auf 5Minuten reduziert. Als EU Vorgabe. Kann mir jemand sagen warum das nicht eine nationale Angelegenheit sein sollte? Oder warum Feinstaublimits in Städten nicht Länder oder Bundessache sein sollten?
    Zum Thema CO² Steuer enthalte ich mich mal besser. Ich sage nur soviel…seit Jahren höre ich von den Deutschen nichts anderes als Gejammer (zu Recht) über die weltweit höchsten Steuerlasten. Jetzt werden (wieder) Parteien gewählt die die Frechheit besitzen es nichtmal zu verheimlichen sondern ganz offenkundig kundtun eine neue Steuer einzuführen die man als Fass ohne Boden bezeichnen kann. Ich möchte von Steuergejammer in den nächsten Jahren wirklich nichts mehr hören, denn ca. 80%, wenn man mal ein paar FDP´ler, CDU Konservative und AfD´ler rausnimmt haben es ganz klar so gewollt.

  31. AvatarNico Meier

    @Kiev
    Ja 20% kommt etwa hin.
    Die Ausbildung in der Schweiz ist auch kostenlos mal abgesehen von lächerlich tiefen Semestergebühren an Uni oder Fachhochschule.
    Deutschland hat 80 Mio Einwohner die Schweiz 8 Mio.
    Bei der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich ist die Schweiz trotz hohen Löhnen und hohen Immobilienkosten und Mieten immer sehr weit vorne mit dabei.
    Natürlich ist in Deutschland nicht alles schlecht. Daher kaufen viele Schweizer Immobilien in DE da sie dort noch günstig zu haben sind.

  32. AvatarRüdiger

    @Daniel
    Ich sage nur soviel…seit Jahren höre ich von den Deutschen nichts anderes als Gejammer (zu Recht) über die weltweit höchsten Steuerlasten.
     
    Blödsinn!
    Dänemark, Belgien, Portugal, Niederlande, Spanien haben Spitzensteuersätze jenseits der 50%, also deutlich höher als Deutschland. Und das weißt du auch 😉
     

  33. AvatarThomas

    Der Spitzensteuersatz ist nur ein Parameter in der Belastungsformel, @Rüdiger, und das weißt du auch

  34. AvatarNico Meier

    @Kiev
    Wie kommen bei euch die 20% zustande habt ihr Kinder?
    Wir sind verheiratet ohne Kinder Doppelverdiener bei rund 20%. Wie ich bei Kollegen sehe führen Kinder meist zu weniger Einkommen und zusätzlichen Steuerabzügen was Familien mit Kindern stark entlastet. Das finde ich auch richtig so.

  35. AvatarNiko

    @Sangiovese da gab es eine gute Folge von Echtgeld TV bei YouTube über China Fonds/Etfs. Ich glaube die hatten da einige gute rausgesucht.  Einfach mal anschauen 

  36. AvatarThorsten

    @Nico
    die Entlastung von Familien ist schon richtig,  ja.
    Der ‚Verkaufstrick‘ mit Freibeträgen , Kindergeld und Co. wäre sicher nicht  notwendig  , wenn die Bundesregierung die Steuerprogression anpassen würde. Der Höchststeuersatz war für Bestverdiener gedacht und die Progressionstabellen  hätten mit der Inflation jedes Jahr angepasst werden müssen. Hat man aber nicht.
    So sehen die Freibeträge und Kindergeldzahlungen wie ein Geschenk aus. Dabei sind sie nur ein teilweiser Ausgleich für den Steuerdiebstahl. Man nimmt es im Dunkeln der Progression und schüttet mit Fanfaren im Scheinwerferlicht der Wahlgeschenke aus.
    Ich nenne das schleichende Enteignung der Arbeit, man arbeitet immer länger für den Staat, bis in den Juli hinein ?! Ja , man bekommt auch was dafür, kaputte Schulklos, unpünktliche Bahnen und eine Priorisierung von Verbrennungsmotoren und Kfz generell. Das Blatt könnte sich mit der nächsten Generation wenden, sie pfeifen auf Autos und Vollzeitbeschäftigung. Immer mehr junge Leute machen immer später den Führerschein und wollen gar kein eigenes Auto, allerdings maximale Mobilität. Das geht in den Städten, da werden die Autos in den nächsten Jahrzehnten sukzessive rausgeschmissen. Und Co2 Steuer müssen sie dann auch kaum zahlen, angeblich sollen Menschen ohne Benzinverbrauch sogar ein leichtes Plus machen (wer’s glaubt).
     

  37. AvatarFelix

    Im Rahmen der allgemein akzeptierten und medial entsprechend orchestrierten Klimapanik, wonach in den nächsten Jahren die Welt untergeht, wenn wir nicht alle in Sack und Asche gehen, werden sich ganz neue Steuertatbestände vom Staat implementieren lassen: 
    Alles, was CO2 abgibt, kann potenziell besteuert werden: Verbrennerfahrzeuge sowieso (sind ohnehin vielen kollektivitisch veranlagten Politikern ein Dorn im Auge; sie möchten die Leute lieber in unpünktliche und heruntergekommene Staatsbahnen pferchen, die Nachts auch noch gefährlich sind), Öl- und Gasheizungen, aber auch Kamine und Kühe müssen weg.
    Und endlich bietet sich die Möglichkeit, oben wurde es schon erwähnt, das Atmen zu besteuern. Der nächsten linksgrünen Regierung stehen dann erhebliche Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung und die Wähler wollten das ja so. 
    Auch ein Ökoregiem ist in erster Linie ein Regiem, nur die Begründungen, warum man die Menschen gängeln muss, sind andere.

  38. Avatarbilbo78

    Ich werde niemals verstehen, was so hart daran ist, zu kaufen, wenn die Kurse abstürzen. Ist doch logisch, dass man kaufen sollte, wenn die Aktien im Preis fallen. Was sollte daran so schwierig sein? Irgendwie doof, die Leute. Aber zum Aldi rennen und jedes Schnäppchen mitnehmen, das kapieren sie. Naja mir solls recht sein. Mit der Blödheit der Leute kann man gut reich werden. Und gerade die devoten und braven Deutschen kann man als Unternehmer/Investor gut ausnutzen! Möge es ewig so bleiben.

  39. AvatarNico Meier

    @Thorsten
    Das stimmt schon in der Schweiz gibts eine Kinderzulage vom Arbeitgeber ist soweit ich weiss 250.- Franken im Monat. Das ist nett aber die Zulage wird einem wieder aufs steuerbare Einkommen angerechnet.

  40. AvatarRalf

    @Gold: Der Schwellenbetrag für anonyme Goldkäufe soll ab dem Januar 2020 drastisch sinken auf nur noch 2000 €….
     
     

  41. AvatarRüdiger

    Der nächsten linksgrünen Regierung …
     
    Eine (Bundes-)Regierung ohne Beteiligung der Schwarzen? Da bin ich ja mal gespannt, ob es so kommt …

  42. Avatarghost

    Ich bin mal gespannt darauf welche Ausrede sie finden werden Kühe mit ihrem Austoß nicht zu besteuern. Der Austoß einer Kuh ist auch wenn es sich kommisch anhört 20 bis 30 mal schädlicher als das co2.
    Demnach müssten ja alle Bauern in Deutschland die Kühe haben ja schon bald bankrott gehen. 
    Ich weiss klingt alles ganz dumm 😉 dass Problem an sich ist, dass die Rattenfänger sehr  gute Arbeit machen und das Volk 🙂 von der Umweltrettung so begeistert sein wird,daß wir alle bald bis Ende August erstmal immer für unser Land arbeiten werden;).
    So langsam mit jedem Jahrzehnt kommen wir einer Matrix immer näher ;). 
    In ca. 40 Jahren gibzmt es die perfekten Sklaven, sie zahlen freiwillig jeden Betrag, weil sie ja so etwas gutes tun, natürlich ist mein Beitrag etwas übertrieben 😉 aber nur ein ganz klein wenig;)
     
    Mfg

  43. AvatarHaftiAbi

    Bzgl. Immobilien würde mich eure Meinung interessieren. 
    Ich stehe zur Zeit vor der Entscheidung, ob ich auf einem mir gehörenden Bauplatz in Frankfurt ein MFH (bis 380 qm Wohnfläche wären realisierbar) errichten soll. Mit Immobilien kenne ich mich privat und beruflich sehr gut aus. Der Stadtteil ist keine A Lage, entwickelt sich aber gerade (ähnlich Gallusviertel). 
    Vor ein paar Jahren hätte ich nicht gezögert und sofort das kleine Projekt realisiert. 
    Heute zweifle ich auf Grund der politischen Situation und der enormen Ungewissheit die die Zukunft dem deutschen konservativen Bürger noch abverlangen wird, ob es eine sinnvolle Investition ist. Ein weiteres  Klumpenrisiko in einem immer unberechenbarer werdenden Land. Außerdem kann ich keine Wohnungsnot am Markt erkennen, sondern eher eine Überflutung mit neuem Wohnraum und ein Auseinanderdriften von Anspruch und Realität bei denen, die da draußen herumlaufen.

  44. KievKiev

    @ Nico
    Wir haben zwei Kinder und meine Frau arbeitet 28 Stunden. Die Hauptnebeneinkünfte kommen aus Vermietung. Hier wird so viel abgezogen, dass wir aktuell noch nicht nennenswert Steuern zahlen. Falls der Widerruf funktioniert und wir 600€ weniger Zinsen um Monat zahlen so wird die Steuer auch steigen. Die Mieteinnahmen der FeWo zählen aufgrund eines Doppelsteuerabkommens in Deutschland nicht. Es hat auch keine Auswirkung auf die Progression. Das ist jetzt alles extrem auf mich bezogen. Steuerlich haben es alleinerziehende in Deutschland nicht so gut. In jedem Land gibt es positive und negative Aspekte. Ich konzentriere mich auf die positiven. Hier gibt es in Deutschland sehr viele. Vor allem für Familien. Ich betone das nur, da Familien wegen hoher Belastungen oft genannt werden. Natürlich Kosten Kinder Geld. Aber der Staat hilft schon viel.
    @ Thorsten
    Deine Entwicklungsvorstellungen teile ich. In meiner Stadt werden sie auch unterstützt. Bei mir sind die Grünen Recht stark. Sie sind mir auch in vielen Bereichen zu links. Aber sie haben Zach positive Veränderungen gebracht. Ich freue mich über das positive und hoffe bei den sozialistischen Gedanken auf das Einkehren von Vernunft.

  45. AvatarChrissie

    @EU
    Die EU ist kein Friedensprojekt, sondern ein Projekt um D und den anderen wohlhabenderen Ländern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Wird mich interessieren, wie lange es die EU noch gibt, wenn mal erst das Geld aufgebraucht ist. Oder wer Deutschland unterstützt, wenn wir Pleite sind (ziemlich rhetorische Frage).
    Und wenn in der EU alles unbedingt einheitlich sein soll, wie die von @Daniel zitierten 5 Minuten beim Online Brokerage, warum dann nicht spaßeshalber mal so etwas wie das Renteneintrittsalter vereinheitlichen? 
    Aber @ghost hat Recht, wir sind die perfekten Sklaven und lassen uns mit dem richtigen Werbeslogan jeden …. andrehen, ob bei EU oder Steuern.

  46. AvatarBruno

    @EU
    Ich denke die EU hat 2 Hauptprobleme, die Personenfreizügigkeit (Lohndruck) und die Einheitswährung. Für die Südländer ist der Euro zu hoch, Italien ging es jahrelang gut weil sie regelmässig ihre Lira abwerten konnten und so konkurrenzfähig blieben, für die Nordländer ist er zu günstig, sie können dadurch zwar sehr gut exportieren aber der Innovationsdruck sinkt, und die Sparer haben weniger in der Tasche. Ein drittes Problem wäre wohl wieder mehr Demokratie den Ländern, in Europa funktioniert es halt nicht 1:1 wie in den USA.
    Wenn man diese 2 Probleme löst, auf welche Art auch immer, würde es wieder besser gehen. Aber ist einfacher gesagt als getan, alle Veränderungen sind tiefgreifend und haben hohe Risiken.
    Und bevor Nico die Schweiz lobt, wir hängen genauso im selben Boot bei all diesen 3 Dingen. 
    Dass es auch mit mehreren Währungen funktioniert zeigt ja UK, Schweden, viele Ostländer. Warum nicht ein EUR Nord und EUR Süd?
    Die Deutschen fühlen sich über den Tisch gezogen als Zahler, die Südländer fühlen sich aber genauso verarscht und sind wütend auf die Nordländer. Daher muss man dort ansetzen und neue Lösungen suchen.

  47. AvatarChrissie

    @HaftiAbi
    Bei uns hier in einer Kleinstadt wird wortwörtlich an jeder Staßenecke ein Mehrparteienhaus gebaut. 
    Mein Problem ist, dass ich einen „Normalo-Job“ habe und eine kleine (ca 40-45 m2) Wohnung suche, da ich mietenmäßig die Kosten senken möchte. Nix zu machen. Die Neubauten haben fast alle 70m2 (eher 80-90 und mehr). Letztlich bezahlt man dann Miete für eine Fläche, die man gar nicht benötigt.
    Mein Anspruch ist da ziemlich bescheiden, trifft aber leider in der Tat nicht auf ein Angebot in der Realität;-)

  48. AvatarBruno

    @Chrissie 
    Bei uns ist das auch so. Kleinere 2.5 Zi Wohnungen lassen sich sehr rasch vermieten, der Ertrag pro m2 ist höher, trotzdem werden wenige gebaut. Man hat wohl Angst vor etwas mehr Fluktuation, als bei 3/4 Zi Familienwohnungen, anders kann ich es mir nicht erklären. 

  49. AvatarHerr K

    @bilbo78
    Stell Dir einfach vor, Du hast bei Aldi über Jahre Waren eingekauft und bei Dir gehortet. Und plötzlich gibt es alles 25% billiger. Und kurz darauf wird es um weitere 15% günstiger. Dann wird es wieder 10% teurer. Allerdings geht es wenige Tage später nochmal um 35% Prozent runter. Du  spürst dann einen richtigen Kloß im Hals und kommst Dir mit deinem prall gefüllten Lager recht dämlich vor. Ich war 2008 dabei – es war grauenhaft. Man ist dann so gar nicht in Kauflaune. 
     
     
     

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Lejero, (oops, zeitgleich wie oben, lass es trotzdem stehen)
     
    Referentenentwurf des Bundesministeriums der Finanzen Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur Vierten EU-Geldwäscherichtlinie [Richtlinie (EU) 2018/843]
     
    5. § 4 wird wie folgt geändert:
    b) Folgender Absatz 5 wird angefügt: „(5) Verpflichtete nach § 2 Absatz 1 Nummer 16 müssen über ein wirksames Risikomanagement verfügen:1. als Güterhändler, soweit sie a) beim Handel mit Kunstgegenständen, auch als Vermittler oder Auktionatoren, Transaktionen im Wert von mindestens 10 000 Euro durchführen oder b) beim Handel aa) mit Edelmetallen wie Gold, Silber und Platin Barzahlungen übermindestens 2 000 Euro selbst oder durch Dritte tätigen oder entgegennehmen oder bb) beim Handel mit sonstigen Gütern Barzahlungen über mindestens 10 000 Euro selbst oder durch Dritte tätigen oder entgegennehmen, und 2. als Kunstlagerhalter, soweit sie Transaktionen im Wert von mindestens 10 000 Euro durchführen. 
    8. Senkung der Betragsschwelle für Edelmetallhandel Der Schwellenbetrag, ab dem Güterhändler geldwäscherechtlichen Pflichten unterliegen, soll in Bezug auf den Edelmetallhandel abgesenkt werden. Die Erkenntnisse der nationalen Risikoanalyse haben ergeben, dass insbesondere im Bereich des Goldhandels ein starker Bargeldverkehr knapp unterhalb der gegenwärtigen Schwelle für Identifizierungspflichten von 10 000 Euro stattfindet und offensiv damit geworben wird, wie viel Edelmetall identifizierungsfrei eingekauft werden kann. Die im Gesetzentwurf avisierte Schwelle von 2 000 Euro zielt darauf ab, diesen Umgehungshandel zu unterbinden bzw. signifikant zu beschränken.
     
    MS

  51. Avatar42sucht21

    @HaftiAbi
    Wer zweifelt sollte lieber nichts tun. Ich würde so schnell wie möglich alles verkaufen, anonym in Gold und Bitcoin tauschen, dazu Nahrungsmittelvorräte und Steinschleudern und dann in ein anderes Land umsiedeln. Egal wohin, alles ist besser als DE.

    @Chrissie
    Ich vermiete sehr ungern diese 40m2 Wohnungen. Diese Einzelpersonen-Mieter sind wirtschatlich oft schlecht aufgestellt, rutschen persönlich und beruflich leicht ab und machen nach meiner Erfahrung verhältnißmäßig viel Arbeit und Probleme. Ich vermiete liebr an Familoien oder Paare oder WGs.

    @Mario
    Die BASF ist in Leverkusen (da habe ich aufgehört zu lesen.)
    In der Region in der ich lebe ist aktuell Vollbeschäftigung. Das ist ein großes Problem für die KMU. Hier werden gerne Akademiker aus Süditalien, Spanien, GR eingestellt. Während qualifizierte deutsche Bewerber oftmals gleich zu Anfang nach Sabbatjahr und WoLiBa fragen, geht es denen um Inhalte der Tätigkeit, Qualifikationen, unbefristete Verträge und Aufstiegsmöglichkeiten. In der Heimat ist die Arbeitslosigkeit riesig und Perspektiven für viele nicht vorhanden. Kaum jemand verlässt gerne seine Heimat und seine Familie.

    @Chris k.
    Top!

  52. AvatarChrissie

    @42sucht21
    Das ist sehr schade. Ich hatte in einer größeren Stadt lange in einer kleineren Wohnung gewohnt, hatte noch nie einen Engpass der Miete zahlen unmöglich gemacht hätte sondern habe umgekehrt immer sehr viel (zu viel) in die Wohnung(en) investiert.
    In der Anlage waren eigentlich nur Wohnungen bis 50m2 (ca. 50), und zumindest bei den Nachbarn die ich kannte war da kein Negativ-Beispiel dabei.
    Im Gegensatz zu Tim bin ich allerdings kein WG Mensch, daher kommt so eine Option für mich nicht in Frage. 
    Ich vermute, wenn die Entwicklung so weitergeht, wird auf lange Sicht kein Weg am kleineren Wohnen vorbei führen. Die Tiny House Bewegung ist der Anfang davon.
    Man braucht auch viel weniger Geld für Möbel 😉

  53. AvatarDaniel

    @MS
    Vielen Dank für die Auszüge aus dem Entwurf. Eigentlich nicht sehr überraschend. So dürfte Stück für Stück jede Lücke geschlossen werden, in der man noch anonym und ohne Überwachungsmöglichkeit Transaktionen tätigen kann.

  54. AvatarSlowroller

    3 Anmerkungen:

    „Die Antifa“ gibt es nicht, von daher ist es auch totaler Blödsinn „der Antifa“ irgendetwas zuzuschreiben. Ich bin auch Antifaschist mit Herzblut, verprügel weder Polizisten noch Nazis und besitze sogar Aktien 😉
    Zu versuchen in die „Gesamtbelastung“ Renten- und Sozialversicherungen reinzurechnen ist in meinen Augen nicht statthaft.
    Freie Baugrundstücke kann man supergut gegen sehr sehr viel Geld abgeben. Sogar steuerfrei wenn mans schon ne Weile hat. Mit dem Geld aber dann fix weg, bevor die Roten kommen und es für die Grünen einziehen 😉

  55. AvatarZEN Investor

    ZENINVESTOREDUCATION prognostiziert:Ich glaube, der nächste Crash kommt. Aber frühestens 2035. Der Grund ist simpel:Die Leitzinsen müssen bis mindestens 2035, wenn nicht länger, tief beiben (<4%).Das wiederum erlaubt nur Aktien als einziges renditestarkes Investment, also fliesst das Geld dahin. Eine Erhöhung des Leitzinses ist wg. der Schuldensituation in Südeuropa und USA gar nicht möglich.Also steigen die Aktienkurse trotz Überbewertung weiter an. Die Bewertungen (gemessen am Shiller-P/E) werden den Rekord von 1999 schlagen.Auch weil alle immer mehr Angst vor dem Crash haben, wird dieser nicht so schnell kommen. Es wird Rücksetzer wie das Jahr 2018 geben, die eine negative Jahresperformance ergeben.Aber ich rechne insgesamt mit ca. 9% p.a. für mindestens 15 Jahre in Mitteleuropa und USA, und wenn dann mal die Euphorie startet (2031), dann 15% p.a.In der Folge erleben wir das, was Japan 50 Jahre davor erlebt hat (ab 1989).Ein extrem überbewerteter Markt baut seine Überbewertung über Jahrzehnte ab.
    Ich erwarte folgende Indexstände (als Minimum anzusehen):

    Index 07.2019 2021 2022 2025 2030 2035
    S&P 500 3’000 3’300 3’600 4’600 7’100 14’000
    DAX + SPI 12’500 13’625 14’850 19’200 29’600 60’000

    Ich habe das auch auf meinem Wikifolio als Kommentar gepostet:https://www.wikifolio.com/de/ch/w/wf0value30
    Die Party geht also noch 15 Jahre weiter. Wie in Japan vor 50 Jahren.

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