Deutschlands Konjunktur kühlt sich ab


New York, 18. April 2019

Hab Mut. Bleib am Ball. Investiere extrem langfristig.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet nur noch mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,5 Prozent für das laufende Jahr, was 0,5 Prozentpunkte weniger als die bisherige Schätzung von 1,0 Prozent bringt. In seiner Herbstprognose war Altmaier sogar von 1,8 Prozent ausgegangen. Es gibt mehrere Gründe für die Abkühlung der Konjunktur. Ein Grund ist neue Besteuerung von Fonds ab 2018. Ich blicke, ehrlich gesagt, kaum durch. Es ist ein Wirrwarr.

Was ich für einen Blödsinn halte, ist die Besteuerung umrealisierter Kapitalerträge. Was Blöderes hätte sich Berlin nicht ausdenken können. Berlin hilft nicht den Aktionären.

Wir brauchen das steuerfreie Aktiensparen für die Rente wie es viele Länder anbieten. Ich bin ein großer Anhänger des langfristigen Aktien- oder ETF-Sparens. Für 10, 20, 30 Jahre und länger.

Kürzlich habe ich einen merkwürdigen Artikel im Handelsblatt gelesen. Ich finde den Rat schlecht, den die Redaktion den Lesern bietet. Zitat:

Wer von den Kursanstiegen im ersten Quartal profitiert hat, sollte diese jetzt sichern. „Anleger sollten sich am Aktienmarkt engere Stop-Loss-Marken setzen, damit die Gewinne des Jahres nicht wieder wie Schnee in der Sonne dahinschmelzen“, rät LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. Mit einer solchen Order legen Anleger einen Kurs unterhalb der aktuellen Notierung fest, bei dem automatisch ein Verkauf der Aktien ausgelöst werden soll.

Das klingt nach Timing. Bekanntlich lohnt sich das nicht. Es kostet nur Geld. Das größte Problem vieler Anleger ist Unkenntnis. Aus dem Bauch heraus zu handeln, bedeutet, dass du den Gefühlen freien Lauf lässt. Lass das besser sein. Lass deine Sparpläne laufen. Das ist ein besserer Weg.

Vertraue nicht dem Rat einer einzigen Person oder eines Redakteurs. Warren Buffet, das Handelsblatt, Wall Street Journal, Bloomberg, Business Week, bekannte Ökonomen haben alle Fehler gemacht. Das Handelsblatt geht immer wieder auf Ratschläge ein, die das Timing in den Vordergrund stellen. Beispielsweise heisst es:

DZ-Bank-Stratege Kahler hat die Aktienquote in seinem Musterdepot in dieser Woche bereits auf 19 Prozent reduziert. Schon im März hatte er den Aktienanteil von über 50 Prozent auf 25 Prozent gesenkt: „Nachdem die Märkte seit Jahresbeginn gut gelaufen sind, haben wir Gewinne realisiert. Ein Rücksetzer am Aktienmarkt erscheint möglich.“

Das Handelsblatt meint, dass Anleger die Börse perfekt timen können. So heißt es:

Chris-Oliver Schickentanz, Chefanlagestratege der Commerzbank, empfiehlt einen „indexabbildenden Short-ETF auf den Dax“. Diese Fonds haben in umgekehrter Weise an der Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index teil. Vereinfacht gesagt: Fällt der Dax um zehn Prozent, steigt der Short-ETF um einen ähnlichen Prozentsatz. Das sei ein gutes Instrument, um Aktienrisiken aus dem Portfolio zu nehmen, ohne an anderen Aktienpositionen drehen zu müssen.

Achtung. Solche Absicherungsstrategien kosten Geld. Das verschwiegt der Artikel. Es ist für einen Anleger, der 10, 20, 30 Jahre sein Geld nicht braucht, nicht nötig, finde ich, sich abzusichern. Ein anderer Spruch aus dem Artikel steht im Widerspruch zum bisher Geschriebenen.

Langfristig denken: Generell gilt, dass gerade Privatanleger Ruhe bewahren sollten, auch wenn die Zeiten einmal stürmischer sind.

Also was denn jetzt? Ich werde nicht schlau aus dem Artikel.

Mein Rat: Emotionen fernhalten. Selbstüberschätzung fernhalten. Wenn du an einem Tag einen enormen Verlust hast, kannst du nicht panisch verkaufen. Schau dir den norwegischen Pensionsfonds an. Der Fonds ist in seiner Vermögensallokation konsistent. Er investiert extrem langfristig. Unabhängig davon, wie sich die Börse gerade entwickelt. Die Norweger sind gut, weil sie nicht auf Panik reagieren. Die menschliche Psychologie kann deine Anlagestrategie ruinieren.

Mit deiner Altersvorsorge solltest du vorsichtig umgehen. Indexfonds/ETF sind ein herrliches Instrument, weil sie niedrige Kosten haben. Teure Verwaltungs- und Performancegebühren kannst du dir sparen. Investiere ganz langfristig.


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Deutschlands Konjunktur kühlt sich ab

  1. AvatarDaniel

    Das Investmentsteuergesetz hat es einheitlicher gemacht. Einheitlich kompliziert. Ich bin froh dass der Broker die Arbeit macht, denn von allein würde ich kaum durchblicken wie es genau funktioniert. Der Finanzwesir hat es glaube ich mal durchgerechnet, selbst nach Stunden einlesen (was kaum jemand tut) kaum nachzuvollziehen. Die Versteuerung auf nicht realisierte Gewinne passt da perfekt ins Bild. Immerhin erspart man sich jetzt den Bundesanzeiger um ausschüttungsgleiche Erträge herauszusuchen, die gab es ja damals bei steuerhäßlichen Fonds.

    Mit Mifid2 kommen jetzt weitere Einschränkungen, im Wertpapier Forum berichten einige, dass sie zwar irgendwelche hochdubiosen CFDs bzw. Frontier-ETF kaufen können, nicht aber mit A-geratete Anleihen. Soweit ist es gekommen. Der Bürger wird wie ein unfähiges Kind behandelt.

    All die verlinkten Artikelzitate lesen sich für mich wie Börsen-Propheten-Blabla. Wenn diese Leute so allwissend wären, dann würden sie nicht mehr Interviews für Zeitungen geben. Gewinne sollte man laufen lassen und Stop-Losses sind eine Scheinsicherheit, die bei Flash-Crashs zu spät oder gar nicht auslösen. Oder man hat es nicht in der Hand oder der Handel wurde bereits ausgesetzt. Ich halte von solchen Spielchen nichts.

  2. AvatarHafenmeister

    Eine Konjunkturabkühlung war irgendwann zu erwarten, gestützt wurde diese auch durch die Umverteilung und Verlagerung der Steuergelder in die Asylindustrie.

    Jetzt wird sich zeigen, ob die arbeitende Bevölkerung auch bereit ist Steuererhöhungen hinzunehmen um Menschen aus aller Herren Ländern grundlos vollzuversorgen.

    Gemeinsam mit einer veralteten und abgehängten Industrie, maroden Infrastruktur, desaströsen Energiepolitik, schlechter Bildung, Unfähigkeit Großprojekte zu bewältigen usw. stehen diesem Land üble Zeiten bevor.

    Wenn ich in Innenstädten unterwegs bin, habe ich das Gefühl, mich im nahen Osten zu bewegen.

    Dieses Land hat sich mit in seinem Wahn in eine Sackgasse bewegt, jetzt kommt die Quittung.

    Die einheimische Bevölkerung wird ausgesaugt und freut sich drüber ohne über die Folgen oder den Sinn ihres Handels nachzudenken.

    Wahrscheinlich sind andere Hochkulturen aus dem selben Grund verschwunden – satte moralische Gesellschaft trifft auf junge hungrige Glücksritter.

    Zitat aus den 70ern:

    Eines Tages werden Millionen Männer die südlichen Breitengrade verlassen, um sich in den nördlichen Breitengraden niederzulassen, und sie kommen nicht als Freunde, denn sie ziehen aus, um zu kämpfen und zu siegen, und sie werden durch ihre Söhne siegen, die Gebärmütter unserer Frauen werden uns den Sieg bringen.

    Genau das passiert hier!

    Zur Sicherheit:

    Das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern das ist meine Sicht der Dinge.

  3. AvatarMarcus

    Leider ist das seit Jahrzehnten in D traurige Realität. Die Gesetze, die hierzulande im Zusammenhang mit privater Altersvorsorge verabschiedet werden, sorgen für:

    1. Arbeitsplätze und Einnahmen in der Finanzindustrie
    2. niedrigere Lohnnebenkosten für Arbeitgeber
    3: frühzeitigere und konstantere Steuereinnahmen für die Finanzminister
    4. zuletzt den Sparer und sein Alterseinkommen

    Riester, Rürup, betriebliche Altersvorsorge und jetzt die Vorabpauschale.

    Wenn man sich ansieht wer Besucherausweise für den Bundestag besitzt erkennt man schnell wessen Kind die Gesetzesvorlagen sind. Leider sind sehr viele Deutsche finanzinkompetent, so folgerichtig auch ein entsprechender Anteil der gewählten  Volksvertreter. Manche Medien (Anzeigengeschäft) tun ein Übriges, siehe den Verriss von Merz‘ alternativlosen Vorschlags „Altervorsorge mit Aktienkultur„. Schande über den fehlenden Diskurs.

    Weshalb wird eigentlich eine BRK-B (oder eine Nestlé) Aktie steuerlich anders behandelt als   ein ETF- oder Fonds-Anteil? Vielleicht hat es auch etwas mit der hofierten Zielgruppe zu tun, deren steueroptimierte Holdingstrukturen oder andere Steuersparmodelle man dann auch anders behandeln müsste?
    Deshalb hat man vielleicht auch nicht genug Kapazitäten Cum-Ex-Geschäfte mit Nachdruck zu verfolgen?

  4. AvatarAlexander

    @ Tim: Ja, für den einfachen durchschnittlichen  Deutschen der im Angestelltenverhältnis arbeitet sind die neuen Regelungen natürlich hauptsächlich  nachteilhaft.

    Es ist ja in Deutschland politisch gewünscht dem Bürger Altersvorsorge und Vermögensaufbau möglichst schwer zu machen. Somit sichern sich die meisten Parteien sowie auch die Regierung ihre Wählerstimmen.  Es wäre natürlich volkswirtschaftlich effizienter den Menschen die Möglichkeit einzuräumen für die Rente Steueranreize für das Investieren zu setzen (z.B. Wie in den USA 401 k). Aber dann würde es den Menschen ja wahrscheinlich wirtschaftlich gut gehen, und kaum jemand von Ihnen wählt mehr die SPD und die Grünen.

    Kennt hier jemand zufällig einen ETF der ausschliesslich in nicht-Dividendenwerte investiert?

  5. AvatarRalf

    Es ist absehbar, dass aus diversen Gründen und politischen Fehlentscheidungen z.B. in Fragen der Zuwanderung und Asylpolitik auch künftig an der Steuerschraube gedreht wird. Zu Ungunsten der Anleger und arbeitenden Bevölkerung.

    Spannend wird z.B. die Reform der Grundsteuer. Setzt sich der Finanzminister mit seinem eher komplexen Modell durch, so haben die Verwaltungen mehr Arbeit und die Eigentümer und Mieter in Summe teils deutlich höhere Steuern zu erwarten. Wohnen wird also noch teuer werden, auch ohne Markteinflüsse.

    Die Autoindustrie in D steht vor gravierenden Verändungen, das wird in Summe massiv Arbeitsplätze kosten. Die Chinesen sind uns mittlerweile im Bereich E-Mobilität weit voraus wie ich aus aktuellen Gesprächen mit Ingenieurkollegen aus dem Bereich E-Mobilität weiß. Große Firmen wie Audi haben wichtige Entwicklungen verpennt und hinken nun hinterher. Und können preislich nicht mithalten. Ein E-Auto hat viel weniger Bauteile. Das wird richtig Jobs kosten.

    Aktien und ETF: Es ist echt hilfreich, Sparpläne anzulegen und nur noch alle 4-6 Wochen ins Depot zu schauen. So mache ich das. Wer will, kann ja für größere Rücksetzer nebenbei etwas Cash ansparen für günstige Gelegenheiten.

    Es wird niemand gezwungen nur BuyandHold oder Markttiming zu betreiben. Es gibt durchaus sinnvolle Mischungen.

  6. AvatarLad

    Herr vom Blog, wenn du keinen Lohn von Börse-Online hättest, und vielleicht bekommst du Geld auch von Euro am Sonntag, könntest du nun mit deinem Namen gegen ihren Stop-Loss Ratschlägen und Kaufempfehlungen bei KGV 50, KUV 8, KBV 8 protestieren. Aber du kannst auf deinem Blog auch mit Pseudonym deine Artikel publizieren und dann gegen den Unsinn in Börse-Online, Euro am Sonntag, Focus Money, Der Aktionär protestieren. Vor allem gegen die Kaufempfehlungen von extrem teuren Aktien. Doch diese Presse will sich mit Stop-Loss Ratschlägen gegen Klagen von Lesern schützen, wenn ihre empfohlenen extrem teuren  Aktien: Netflix, Amazon, Visa, Nike, Mastercard, Coca-Cola, Microsoft, Alibaba, Tencent später auf 1/3 fallen. Unsinn wären in der Presse die Stop-Loss Ratschläge bei billigen Dividenden-Aktien: AT&T, Shell, Banco Santander, BHP Group, Allianz, BASF, BMW, Munich Re u.a., weil man diese Aktien wegen Dividenden als Rente bis zum Tode halten sollte. Und die Lügenpresse trotzdem auch hier Stop-Loss empfiehlt.

  7. AvatarNico Meier

    Ich habe in meinen Anfängen an der Börse auch die „gute Idee“ gehabt und stop/loss verwendet. Habe auch immer diese Marke wieder erhöht nach einem Anstieg der Aktien. So wurden mehrfach Aktien die ich behalten wollte an einem schlechten Aktientag verkauft was totaler Blödsinn ist. Musste danach die Aktien meist zu einem höheren Preis wieder kaufen und habe so doppelt Geld verloren eiberseits wegen höherem Einstandskurs und zweitens wegen den Gebühren für Verkauf und Kauf. Daher verwende ich heute nur sehr selten dieses Mittel zum Beispiel wenn eine Aktie stark im Plus ist zur Absicherung aber weit entfernt von den schwankenden Kursen.

  8. Der BaumDer Baum

    @ Lad, ich glaube jeder sollte sich regelmäßig hinterfragen. Auch du hast eine sehr festgelegte Strategie die sich immer nur um das Thema „Dividendenaktien“ dreht. Das ist für mich ähnlich zu werten wie die Artikel in den genannten Zeitschriften.

    Ich glaube man muss regelmäßig dazulernen und es gibt vermutlich nicht die eine richtige Strategie.

    Grüße Baum

  9. Avatarsammy

    Wir befinden uns nun in der letzten Euphoriephase vor dem Abschwung. Mal sehen wie lange diese noch anhält.

  10. AvatarFelix

    Für einen Karfreitag geht es hier ganz schön rund. Tenor: Deutschland ist verloren, was macht da im Vergleich schon ein stopp loss mehr oder weniger aus.

    Dabei war der Ausgangspunkt des Artikels nur, ob es einen halben Prozentpunkt mehr oder weniger Wachstum gibt.

  11. AvatarNico Meier

    @sammy

    Du Untergangsprophet hast bereits im Dezember erklärt der grosse Crash stehe bevor. Du kommst mir vor wie das kleine Schaf in der erzählung das immer schreit der Wolf komme ohne dass er erscheint!

  12. AvatarAnna i.R.

    Kann denn einer mit dem Begriff „Forumscheck“ was anfangen? War auch eine Abschöpfung der Leute so wie diese seltsame Besteuerung.

    Erklärung: Wenn ich als damaliger DDR-Bürger mal Westmark in die Finger bekam, dann musste ich die schleunigst auf der Bank in Forumschecks umtauschen um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, weil mir fremde Währungen verboten waren. Diesen Forumscheck konnte ich dann im Intershop umsetzen.

    So, Ausflug in die dt. Geschichte beendet.

    Wünsche allen schöne Ostern.

    Anna

  13. AvatarNico Meier

    @Ralf

    Fahrende Akkus sind nur eine Übergangstechnoligie bis eine bessere Lösung gefunden wurde. Ich bin kein Hellseher aber Wasserstoff hat in meinen Augen viel Potential, da er sich auch schnell tanken lässt wer will schon 30min aufwärts auf einer Stromtankstelle verschwenden!

  14. AvatarAlbr

    Ob D. verloren ist, weiß ich nicht, aber bekannt vom sehen und erleben ist eine verfallende Infrastruktur, deutlich alternde Bevölkerung, Steuern und Abgaben (weltweit) fast auf Rekordhöhe, ausufernde Bürokratie, miserables Bildungssystem… das sind leider alles Dinge, die mich momentan nicht sehr zuversichtlich stimmen 😉

     

     

  15. AvatarHafenmeister

    @ Felix

    Das liegt daran, dass es Zusammenhänge zwischen Ereignissen gibt, aber die werden ja gerne ignoriert und Probleme nur isoliert betrachtet.

    In guten Zeiten bereitet man sich auch auf die unausweichlich kommenden schlechten Zeiten vor. Dieses wurde versäumt und wird noch durch die zahlreichen Verpflichtungen, die man in den guten Zeiten zusätzlich eingegangen ist, verstärkt.

    Der Knall wird hierdurch besonders laut bzw. die Abgabenlast für die bei denen etwas zu holen ist besonders groß.
    Bin gespannt, wann die Stimmung flächendeckend kippt.

    Aber egal, schöne Ostern!

  16. AvatarKia

    Ich verstehe das mit der Versteuerung theoretischer Gewinne auf Aktien auch nicht. Sollen die das doch mit den Immobilien auch gleich so machen. Immowert im letzten Jahr 20 % gestiegen = Steuern auf theoretischen Gewinn. Ach nein, zuviele Immobesitzer unter den Politikern.

  17. AvatarNico Meier

    Mich wundert die relativ starke Verschuldung Deutschlands trotz der sehr gut laufenden Exporte die dem für die DE Wirtschaft zu tiefe Bewertung des Euros zurückzuführen ist. Eigentlich sollte man auch als Staat in guten Zeiten vorsorgen für schlechtere Zeiten.

  18. AvatarAnton

    Ein Grund ist neue Besteuerung von Fonds ab 2018. Ich blicke, ehrlich gesagt, kaum durch. Es ist ein Wirrwarr.

     

    Das unterschreibe ich mit beiden Händen. Es ist typisch deutsch, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Bis Ende 2017 war es klar, steht mein ETF im Minus zahle ich nix beim Verkauf, steht er im Plus dann zahle ich entsprechend Steuern. Heute habe ich keinen Überblick. Möchte ich heute umschichten, müsste ich erst viel Aufwand betreiben, um mögliche Kosten zu recherchieren. Wahrscheinlich wäre ich gar nicht in der Lange sehr sicher zu sagen, was passiert, nachdem ich den Button „Verkaufen“ drücke.

    Für mich wirkt die Reform wie eine Abschreckung von ETFs. Ich spare erst stur weiter und schaue, was passiert. Sicher bin ich nicht. Nach 2018 wurde bei mir nichts extra versteuert – wahrscheinlich dank der Talfahrt im November und Dezember. Was passiert nun Anfang 2020? Die Zugewinne der ETFs werden doch ab dem Stichtag 01.01.19 betrachtet (oder?), ich habe sie aber fiktiv zum 01.01.18 gekauft. Also z.B. 2018 -20% -> keine Steuer, 2019 +20% -> Steuer, obwohl ich unter dem Wert von Anfang 2018 stehe? Und vor allem ich habe in 2019 erst die Verluste aus 2018 (fast) wett gemacht. Kann jemand kurz bestätigen, ob ich das richtig sehe? Alleine diese Komplexität trägt nicht gerade zum mehr Vertrauen bei.

    Gruß, Anton

  19. AvatarAlbr

    @Nico Meier, die Ausgabenwünsche der Ministerien sind unbegrenzt, daher musste O. Scholz auf den Trick mit der Verlangsamung des BIP-Wachstums zurückgreifen, um die Wünsche der einzelnen Ministerien noch halbwegs in den Griff zu bekommen… ein deutlich geringeres BIP Wachstum zeigt den Ministerien an, dass die Steuereinnahmen nicht mehr so sprudeln, ob es am ende wirklich so kommt ist eine andere Sache 😉

     

     

     

  20. AvatarPeteranderl

    @Hafenmeister

    Ihre Ausführungen zur „Asylindustrie“ als Ursache für die konjunkturelle Abkühlung sind für mich gefährlicher Humbug und ausländerfeindliche Propaganda ohne nachweisbaren Wahrheitsgehalt.

    Die Hauptursachen für die konjunkturelle Abkühlung sehe nicht nur ich u.a. im Brexit, in den schwelenden Handelsstreitigkeiten, in geopolitischen Unsicherheiten und auch in fehlenden Investitionsprogrammen des Bundes. Hinzu kommen katastrophale Managementfehler z.B. in der Autoindustrie und in wichtigen Einzelunternehmen wie Bayer oder Dt. Bank. Das alles hat mit der angeblichen Umverteilung von Steuergeldern für die Flüchtlingshilfe nicht das Geringste zu tun. Flüchtlingsbezogene Belastungen des Bundes 2017 bis 2022 kann man hier nachlesen: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Fluechtlingshilfe/18-10-19-asylbedingte-belastungen.html

    Der Großteil der Ausgaben ist für die Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern vorgesehen. Erhöhte Ausgaben für die innere Sicherheit durch Schaffung neuer Stellen bei Bundespolizei und Bundeskriminalamt holen nur das wieder nach, was man jahrelang durch Einsparungen und Stellenstreichungen versäumt hat.

    Frohe Ostern euch allen (Migranten und Flüchtlinge mit eingeschlossen!)

  21. AvatarGainde

    @ Anton

    Der Staat holt sich die Steuern bevorzugt über den kleinen Bürger, der nur im Fonds investieren kann. Schaut man sich die Anlagen der Vermögenden an, merkt man, dass diese zum Grossteil in Einzelwerte investiert sind.

    Kann mir gut vorstellen, dass wenn der ETF-Anteil zu gross wird, diese stärker reguliert werden. Sie tragen ja dazu bei, dass die Kapitalallokation immer weniger stimmt. Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung kriegen mehr Geld.

  22. Der BaumDer Baum

    @ Peter, ohne tiefergehend in die Diskussion einzusteigen:

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2016-09/fluechtlinge-haushalt-kosten

    https://m.focus.de/politik/deutschland/aufnahme-und-integration-bericht-die-bisherigen-kosten-der-fluechtlingskrise-in-deutschland_id_8949358.html

    https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/kosten-bund-fluechtlinge-101.html

    https://www.deutschlandfunk.de/fluechtlingspolitik-die-kosten-der-integration.724.de.html?dram:article_id=432001

     

    Die Zahlen gehen doch sehr auseinander. Und selbst die geringsten Annahmen sind schon ein Haufen. Die wirklichen Kosten sind aber nicht die direkten die wir jetzt zahlen, sondern die die kommenden Generationen zahlen müssen. Und das nicht nur die rein finanziellen, sondern die Probleme die das gesellschaftliche Zusammenleben betreffen.

    Grüße Baum

     

  23. AvatarAnton

    @ Gainde

     

    Genau, der Staat… Aus diesem Grund halte ich meine Aktien-Investments nicht zu 100% in ETF, obwohl ich diese für das beste Werkzeug zum passiven Investieren halte. Momentan ist mein Verhältnis Einzelaktien zu ETF 2:1 (berücksichtigt ist der aktuelle Kurswert).

  24. Avatarsammy

    @Nico meier

    Was war denn der Grund dass es ab Januar wieder nach oben ging? Die gute laufende Wirtschaft? Die Konjunktur? Es war die Notenbank mir ihrer Aussage die Zinsen nicht mehr zu erhöhen und notfalls wieder Geld in den Markt zu pumpen. Zudem massive Aktienrückkäufe der Firmen die nichts besseres mit ihrem Geld anzufangen wussten. Die Börse verläuft in teils langen Wellenzyklen. Du kannst gerne zu Allzeithochs kaufen. Der Dezember 18 zeigte was passiert wenn die Börse zur Realität zurück kommt. Warum können denn die Notenbanken keine Zinsen erhöhen? Hast dich das schonmal gefragt? Sicher weil alles so gut läuft! xD

  25. AvatarDaniel

    ich bin kein Hellseher aber Wasserstoff hat in meinen Augen viel Potential, da er sich auch schnell tanken lässt wer will schon 30min aufwärts auf einer Stromtankstelle verschwenden!

    Es war noch nie sonderlich klug die Energieträgerform zu wechseln. Und von Strom zu Gas und von Gas zu Strom ist im höchsten Grade ineffizient. In wenigen Jahren haben die Akkus Reichweiten von 600-700km. Und bei deiner durchschnittlichen Fahrdistanz als Deutscher von 30km am Tag ist das dann völlig unerheblich. Strom, sofern verfügbar, sollte entweder direkt verbraucht oder im Akku landen. Der Wasserstoff ist schon heute fast so teuer wie Benzin, und das als reines Abfallprodukt. Die Brennstoffzelle zudem aufwendig und empfindlich. Auch sie hat die Leistung nur wenn sie Akku-Gepuffert ist.

    Ob D. verloren ist, weiß ich nicht, aber bekannt vom sehen und erleben ist eine verfallende Infrastruktur, deutlich alternde Bevölkerung, Steuern und Abgaben (weltweit) fast auf Rekordhöhe, ausufernde Bürokratie, miserables Bildungssystem… das sind leider alles Dinge, die mich momentan nicht sehr zuversichtlich stimmen

    Ich glaube auf Welt gab es einen Artikel, der einzige Markt der wächst ist der Staat.

    Ob D. verloren ist, weiß ich nicht, aber bekannt vom sehen und erleben ist eine verfallende Infrastruktur, deutlich alternde Bevölkerung, Steuern und Abgaben (weltweit) fast auf Rekordhöhe, ausufernde Bürokratie, miserables Bildungssystem… das sind leider alles Dinge, die mich momentan nicht sehr zuversichtlich stimmen

    Genau das wird es sein, genauso wie Einzelaktien auch eher von großen Investoren gehalten werden. Aber genau das ist mitunter auch ein Grund warum bei mir später Einzelaktien mit ins ETF Depot dazukommen. Weil schon jetzt diese an sich nahezu identisch zu behandelnden Produkte (Growth-Aktie/thesaurierender ETF — Ausschüttender ETF / Dividendenwert) unterschiedlich steuerlich behandelt werden. Dasselbe gilt auch meines Wissens nach für die Steuerbefreiung vor 2008.

    Für mich wirkt die Reform wie eine Abschreckung von ETFs. Ich spare erst stur weiter und schaue, was passiert. Sicher bin ich nicht. Nach 2018 wurde bei mir nichts extra versteuert – wahrscheinlich dank der Talfahrt im November und Dezember. Was passiert nun Anfang 2020? Die Zugewinne der ETFs werden doch ab dem Stichtag 01.01.19 betrachtet (oder?), ich habe sie aber fiktiv zum 01.01.18 gekauft. Also z.B. 2018 -20% -> keine Steuer, 2019 +20% -> Steuer, obwohl ich unter dem Wert von Anfang 2018 stehe? Und vor allem ich habe in 2019 erst die Verluste aus 2018 (fast) wett gemacht. Kann jemand kurz bestätigen, ob ich das richtig sehe? Alleine diese Komplexität trägt nicht gerade zum mehr Vertrauen bei.

    Wahrscheinlich ist es jetzt grade so als wenn sich zwei Blinde über Farben unterhalten, ich glaube aber, dass du Stand heute mit ausschüttenden ETFs in viele dieser komplizierten Sachverhalte nicht reinrutscht, da bei den ausschüttenden ETFs die Vorabpauschale häufig bei null liegt, da die Dividendenrendite meistens höher ist als der Basisertrag. Zudem hat im Wertpapierforum jemand mit einer komplexen Excel Berechnung aufgezeigt, dass der Steuerstundungs-Effekt bei Thesaurierern nahezu nicht mehr existent ist. Mit anderen Worten, Thesaurierer zu halten macht eigentlich nur noch Sinn wenn man sich GAR NICHT mehr kümmern will, also auch z.B. die Ausschüttungen nicht einmal im Jahr reinvestieren möchte. Ansonsten spricht eigentlich alles dafür direkt die Ausschütter zu nehmen. Deshalb haben auch viele Fondsgesellschaften umgestellt.

  26. AvatarRalf

    Der Finanzminister plant offensichtlich, die finanziellen Mittel des Bundes für die Integrationskosten zu senken. Auslöffeln dürfen, falls sich das durchsetzt, die klammen Kommunen.

    Bzgl. der Integrationskosten gehen die Zahlen weit auseinander. Dies dürfte so oder so in Folge der weiteren Bevölkerungsentwicklung z.B. in Afrika nur der Anfang sein. Da kommt noch mehr. Warum?

    Bis 2050 wird laut der als seriös einzustufenden Deutschen Stiftung Weltbevölkerung eine Verdoppelung der Bevölkerung Afrikas erwartet. Der Migrationsdruck in Richtung EU und D wird damit sicherlich massiv wachsen.

    Von gesellschaftlichen Folgen ganz zu schweigen….

    @Wasserstoffauto: Es mangelt an der Infrastruktur (Tankstellen) und dies limitiert in Ländern wie D diese Techologien. So schnell wird sich das nicht ändern.

  27. AvatarDaniel

    In dem was du sagst Ralf kann es eigentlich nur zwei Lösungen geben. Entweder, dieses Land bleibt auf dem Kurs, dann wird der Bevölkerungszuwachs mit noch mehr ungebildeten und quasi nicht integrierbaren Menschen fortgeführt oder aber ganz europa verfällt in den Kurs den Italien verfolgt, nämlich Abschottung. In Österreich werden ja viele Dinge ebenfalls verschärft, Umstellung auf Sachleistungen usw.

    Schade das man es immer soweit kommen lässt. Ein Sozialstaat mit offenen Grenzen kann nicht funktionieren, es ist mir ein Rätsel warum das Einige nicht wahrhaben wollen. Die Alternative wäre die gänzliche Abschaffung des Sozialstaates und die offenen Grenzen behalten. Dann müsste aber jeder selbst sehen wie er hier Lohn und Brot verdient. Beides keine schönen Aussichten. Ein Arbeitskollege ist gebürtiger Pole und wir haben auch jemanden aus Estland bei uns. Beide sagen unabhängig voneinander dass wir uns die Suppe selbst eingebrockt haben. Auf deren Festen usw. ist kein großer Polizeischutz notwendig.

  28. AvatarAnton

    Wahrscheinlich ist es jetzt grade so als wenn sich zwei Blinde über Farben unterhalten, ich glaube aber, dass du Stand heute mit ausschüttenden ETFs in viele dieser komplizierten Sachverhalte nicht reinrutscht, da bei den ausschüttenden ETFs die Vorabpauschale häufig bei null liegt, da die Dividendenrendite meistens höher ist als der Basisertrag. Zudem hat im Wertpapierforum jemand mit einer komplexen Excel Berechnung aufgezeigt, dass der Steuerstundungs-Effekt bei Thesaurierern nahezu nicht mehr existent ist. Mit anderen Worten, Thesaurierer zu halten macht eigentlich nur noch Sinn wenn man sich GAR NICHT mehr kümmern will, also auch z.B. die Ausschüttungen nicht einmal im Jahr reinvestieren möchte. Ansonsten spricht eigentlich alles dafür direkt die Ausschütter zu nehmen. Deshalb haben auch viele Fondsgesellschaften umgestellt.

     

    Danke Daniel! Das stimmt mich optimistisch. Ich halte nur Ausschütter (habe von Anfang an so gemacht).

  29. AvatarHafenmeister

    @ Peteranderl

    Hab ich nicht behauptet, die Konjunktur wurde durch die Umverteilung in die Asylindustrie befeuert.

    Sie sabbeln naiven Stumpfsinn, das kann jeder mit gesundem Menschenverstand und einem Taschenrechner nachvollziehen.

    Die Resultate  kann man in jeder Innenstadt und jeder Schule bewundern und einfach mal 2Generationen weiterdenken.

    Btw – Auf Ausländerfeindlichkeit liegt kein deutsches Patent – das werden die Deutschen noch im eigenen Land selbst zu spüren bekommen-als erstes die Kinder in der Schule. Aber wehren dürfen sie sich nicht, sonst kommen Menschen wie Sie und sagen „Nazi“.

     

  30. AvatarRalf

    Ein Sozialstaat mit offenen Grenzen kann nicht funktionieren, es ist mir ein Rätsel warum das Einige nicht wahrhaben wollen.“

    In der Tat eine wichtige Feststellung.

    Ich denke, dass wir in Mitteleuropa die ruhigen Jahre so oder so hinter uns haben. Sollte der benannte Klimawandel existieren (ich habe da noch keine absolute keine Meinung dazu, da einige Punkte ungeklärt sind), wird dies alleine schon den Migrationsdruck nach Europa intensivieren. Mit all den Problemen.

    Was bleibt? Stetig investieren. Mehr Leute bedingen auch mehr Konsum und Verbrauch. Darum habe ich unter anderem Sektoren-ETFs auf Konsumgüter und Wasser.

    Und wohnlich vielleicht doch flexibler bleiben (Mieten statt Haus bauen). Derartige Überlegungen stelle ich gerade an. Auch wenn Mieten in unserer Region teuer ist. Dafür wird nicht so viel Kapital gebunden und kann an der Börse arbeiten.

    Die Schulen der Zukunft werden sich drastisch verändern. Da genügt ein Blick in viele Städte. Ich bin froh, dass meine Kinder hier im eher ländlichen Bereich auf eine Schule gehen. Da ist die ländliche Region dann doch oft im Vorteil….

  31. AvatarGainde

    „Wenn du etwas ändern kannst, dann änder´ es. Und wenn du es nicht ändern kannst, dann beschwer dich nicht …“

     

    Wie wäre es, zum Thema Börse und Investments zurückzukommen? Stammtisch-Politik-Diskussionen sind hier, denke ich, fehl am Platz. Soll ja keine „Alter-weisser-Mann“-Plattform werden.

  32. AvatarMattoc

    Ich finde es gut, wenn viele verschiedene Menschen hier sind. Mein Arbeitgeber käme nie auf den Gedanken, Menschen aus Afrika oder anderen Regionen zu diskriminieren, zu verurteilen oder wegzuschicken. Das Gegenteil ist der Fall. Dem Unternehmen geht es auch dadurch immer besser.

  33. AvatarBruno

    Short-ETF’s sind gefährlich und trügerisch, es ist nicht einfach das Inverse eines ETF’s wie es den Leuten verkauft wird, also hat man einen DAX ETF für 10k und einen Short-ETF für 10k, ist man langfristig nicht abgesichert wegen der Pfadabhängigkeit.

    Short-ETF’s sind also nicht für langfristigen Einsatz geeignet sondern nur für die kurzfristige Spekulation auf Verluste an den Börsen.

    Langfristig verfallen Short-ETF’s immer wertlos.

    Ich halte gar nichts von diesen Dingern, wer allwissend ist und meint, er könne nun einen Crash vorhersehen und dies auch zeitlich festlegen, der soll Put-Optionen kaufen damit ist er besser bedient. Da dies aber auch die wenigsten können, würde ich gar nichts tun.

    Wer gar nicht mehr schlafen kann, der verkauft in der Tag besser mal etwas als mit solchen Absicherungsinstrumenten. Es sind langfristig Geldvernichtungsmaschinen.

    Man kann gerne die Analysten verfolgen, die Meldungen dass gerade jetzt der Höhepunkt erreicht ist und es die nächsten Monate und Jahre nur noch runtergeht, findet man auch vor 1,2,3… Jahren! Irgendwann bekommen sie Recht und lassen sich dann feiern, aber oft resp. meistens liegen sie eben falsch.

    Ich sehe auch, die Börse ist hoch, ich bin auch vorsichtiger geworden, aber ich würde sicher niemandem empfehlen, Short-Instrumente zu kaufen, insbesondere nicht jemandem, der davon wenig bis nichts versteht und gerade wer Short-ETF’s kauft, wird davon in der Regel nichts verstehen und in den meisten Fällen Geld verlieren.

  34. AvatarMoritz

    Was mich auch nachdenklich stimmt, dass Deutschland und soweit ich weiß ganz Westeuropa beim Thema Quantencomputer nicht dabei ist. IBM kurz vor der Marktreife des ersten Quantenmodells lt. FAZ und wir dösen hier vor uns hin.

    Ineffizienz und Borniertheit der öffentlichen Verwaltung stimmen mich auch missmutig, bezogen auf die Amtsträger, mit denen ich im weitesten Sinne zu tun habe.

    Deutsche Bahn als großer Arbeitgeber und Staatskonzern, habe durch Bekannte etwas Einblick in die innere Struktur, völlig verkommen!

    Pflegebereich durchseucht von Abrechnungsbetrug.

    Verwaltungsgerichtsbarkeit am Rande des Zusammenbruchs.

    Verrentungswelle bei Richtern & Staatsanwälten rollt auf uns zu – Politik pennt.

    Schulabbrecherquoten steigen. Soziale Folgekosten horrend. Hier müsste dringend gegengesteuert werden.

    Mieten in Großstädten strangulieren langsam die Mittelschicht. Sehr bedenkliche Entwicklung.

    Ich würde in Deutschland und Westeuropa nicht investieren.

  35. AvatarRalf

    „Ich finde es gut, wenn viele verschiedene Menschen hier sind. Mein Arbeitgeber käme nie auf den Gedanken, Menschen aus Afrika oder anderen Regionen zu diskriminieren, zu verurteilen oder wegzuschicken. Das Gegenteil ist der Fall. Dem Unternehmen geht es auch dadurch immer besser.“

    D gehört zu den dichtbesiedelsten Ländern in Europa. Und bereits heute haben wir in vielen Regionen Wohnprobleme. Arbeitgeber sind selbstverständlich für entsprechende Kräfte dankbar. Oft werden diese schlechter bezahlt und sind billiger. Lohndumping.

    Und künftig wird eben immer mehr Qualifizierung gefordert. Die normalen Jobs und Jobs für ungelernte werden in Folge der Digitalisierung weniger. Die Durchfallqoute bei Sprachtests nach Kursen ist unter Flüchtlingen hoch. Und Sprache ist wichtig.

  36. AvatarMattoc

    @Ralf

    Sprache ist wichtig. Das stimmt. Bei uns wird Englisch gesprochen. Da sind die Deutschen meilenweit unterlegen.

  37. AvatarHafenmeister

    @ Mattoc

    Darum geht es doch garnicht und deshalb gehen solche Diskussionen immer schnell in die falsche Richtung.

    Oder stellt Ihr AG jeden ein der klingelt und bezahlt ihn ohne Leistungen? Gibt es Konsequenzen bei Verstößen, Übergriffen und sonstigen Fehlhandlungen in ihrem Betrieb?

    Aber das Gegenteil passiert in diesem Land!

    Es geht nicht um qualifizierte Zuwanderung, es geht um massenhafte Armutsmigration mit vollen Leistungen ohne Gegenleistung oder Konsequenzen!
    Und das Ganze in einem Umfang der eigentlich nicht beherrschbar ist.

  38. AvatarBruno

    https://www.indexmundi.com/map/?v=21000&r=eu&l=de

    Die Besiedelungsdichte hat nicht unbedingt etwas mit dem Wohlstand zu tun, die Frage ist halt wie man es organisiert, die Infrastruktur muss sich halt auch anpassen.

    Mir ist egal woher jemand kommt, und auch als Arbeitgeber ist es mir egal, die Kompetenz (fachlich (Sprachkompetenz gehört da sicher auch dazu) wie sozial) muss stimmen. Einwanderung in Europa finde ich nicht schlecht oder sogar zwingend, aber es sollte über die Kompetenz laufen, so wie das in andern erfolgreichen Einwanderungsländern wie USA, Kanada, Neuseeland, Australien etc. längst der Fall ist.

    Europa müsste man reformieren, sonst verliert es weiterhin im Vergleich zu andern Ländern. Steuerpolitik, Einwanderungspolitik, Innovationsförderung, Technologie und Forschung, Verteidigungspolitik, Sozialpolitik (Altersvorsorge!) überall konzeptlos und meist in die falsche Richtung resp. nicht den Lauf der Zeit erkannt. Asien und USA werden weiter Boden gut machen, wenn man nichts ändern…

  39. AvatarMattoc

    @Hafenmeister

    Ihrer Logik folgend müssten dann auch alle Deutschen, die hier nicht arbeiten, nie gearbeitet haben, straffällig werden etc. ins Ausland abgeschoben werden. Mit welcher Begründung wollen Sie eine Unterscheidung zwischen Deutschen und Ausländern vornehmen?

  40. AvatarHafenmeister

    @ Mattoc

    Verstehen Sie überhaupt selbst den Unsinn den Sie schreiben?!

    Um meine Kinder kümmere ich mich, die der Nachbarn schmeiß ich falls nötig raus.

     

  41. AvatarPeteranderl

    @Hafenmeister

    Haben Sie sehr wohl behauptet. Ich zitiere:

    „Eine Konjunkturabkühlung war irgendwann zu erwarten, gestützt wurde diese auch durch die Umverteilung und Verlagerung der Steuergelder in die Asylindustrie.“

    Und: bei der aktuellen Flüchtlingswelle seit 2015 geht es nicht um massenweise Armutsflüchtlinge sondern um in ihrem Land politisch verfolgte Kriegsflüchtlinge, die in unserem Land auf ein in der Verfassung verankertes Asylrecht vertrauen dürfen.

  42. AvatarHafenmeister

    Wenn man es falsch verstehen möchte, ja.

    Wenn man in der Lage wäre mitzudenken, nein.

    „diese“ bezog sich auf die Konjunktur, So wie es interpretieren macht meine Aussage doch gar keinen Sinn!

     

     

    Da ich hier eh alleine kämpfe, halt ich meine inkompetente  „Nazi-Klappe“.

     

  43. Der BaumDer Baum

    @ Peteranderl, das stimmt so nicht. Bitte vorher recherchieren.

    Der Anteil an Kriegsflüchtlingen, wenn man das insbesondere bei der wichtigen Gruppe der Syrer überhaupt so sagen kann (= Bürgerkrieg; mit großen Teilen des Landes die keine „Kriegsgebiete“ sind), liegt bei ca. 30-40 % in den Jahren 2015-2019. Die restlichen Migranten sind aus Ländern die zwar aus unserer Sicht nicht gerade toll sind, aber in vielen Fällen nicht den eigentlichen Grundlagen des Asylrechts entsprechen:

    http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/Asyl/hkl-antrags-entscheidungs-bestandsstatistikl-kumuliert-2017.pdf;jsessionid=A5C130A858CD58B43DE41092C025FA37.1_cid286?__blob=publicationFile

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%BCchtlingskrise_ab_2015_in_Deutschland

    Ich nehme hier übrigens keine Position ein, dass macht in so einem Blog gar keinen Sinn, sondern versuche nur ein bisschen Fakten in euer blabla zu bringen.

    Aber ab jetzt genieße ich meinen freien Tag. Reflektiert euch selbst, lest zu diesem Thema und quatscht nicht soviel rum.

  44. AvatarRalf

    „..die in unserem Land auf ein in der Verfassung verankertes Asylrecht vertrauen dürfen…“

    Richtig. Es braucht aber europäische Antworten. Und hier ist weiter keine einheitliche Linie zu erkennen.

    Das Thema Arbeitsmigration an sich ist ebenfalls kein einfaches, aktuelles Beispiel (Auszug Focus):

    „..Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund an den rund 2,3 Millionen Arbeitslosen in Deutschland hat einen Höchstwert erreicht. Die Quote liegt inzwischen bei 46 Prozent, wie aus einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom 5. Februar hervorgeht..“

    Man muss die rosarote Brille abnehmen. Die Industrie ruft selbstverständlich nach mehr Zuwanderung wegen des angeblichen Fachkräftemangels. Warum? Umd die Löhne zu drücken.

    Wir haben keinen Fachkräftemangel, das wurde an anderer Stelle durch seriöse Quellen wie der Arbeitsagentur schon benannt.

    Bevor wir aber zu stark abschweifen besser zurück zum eigentlichen Thema.

    Aktien und ETF: Sparpläne sind super und selbst der Bundesbank-Chef scheint eines jüngeren Berichts zufolge auf ETFs zu setzen….

    https://de.extraetf.com/news/etf-news/bundesbank-chef-weidmann-setzt-auf-etfs

     

  45. Avatarsammy

    @Hafenmeister

    Bemühen sie sich nicht. Diese Gutmenschen werden es noch merken wenn ihre Töchter vergewaltigt werden oder schlimmeres passiert. Manche Menschen kann man einfach nicht belehren darum schaut hier auch jeder Deutsche Michel einfach zu wie wir uns selbst vernichten. Kriegsflüchtlinge ist echt gut xD die meisten sind Wirtschaftsflüchtlinge die ihr Leben riskieren um hier vollversorgt zu werden. In Zeiten einer global vernetzten Welt sind Aussagen wie sie von Frau Merkel getätigt werden tödlich. Ein Foto vom tollen Leben hier mit dem I Phone verschickt schon kommt die ganze Familie, Freunde usw. Wer hier ankommt hat es geschafft!

  46. AvatarRalf

    Man muss das sachlich an einem Beispiel betrachten:

    Die Bilanz der Kölner Silvesternacht 2015/16 ist erschreckend. Zwar zeigten mehr als 600 Frauen Sexualdelikte an, doch nur drei Sexualstraftäter konnte die Justiz überführen und zwei dieser drei Sexualtäter erhielten Bewährungsstrafen. Angeklagt wurden etliche. Bei den Angeklagten handelte es sich laut Amtsgericht vor allem um Algerier, Marokkaner und Iraker.

    Wir sollten uns aber nun mehr auf Investments konzentrieren. ETF und Aktien. Alles andere ist zwar wichtig, frisst aber Energie.

    Diverse Entwicklungen werden sich nicht aufhalten lassen. Letzlich erfüllt sich damit nur was bereits in der Bibel vorausgesagt wird.

    Die ETFs werden wegen Wettbewerb offenbar immer günstiger:

    https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/fonds-etf/investmentanlage-der-starke-wettbewerb-am-etf-markt-macht-produkte-billiger/24221186.html?ticket=ST-1702998-uRCtf7CxDhZ5r6K6KtgG-ap2

  47. AvatarChrissie

    @Hafenmeister

    Ich bin ihrer Ansicht, aber man ist in diesem Land schon Natzi wenn man logische Zusammenhänge herstellt. Es kommen Millionen neuer Menschen ins Land und die billigen Wohnungen werden knapp. Ich habe das ein einziges Mal gewagt zu sagen im Bekanntenkreis (ohne jedwede Wertung, nur als Möglichkeit eines eventuellen Zusammenhangs von mehreren Gründen für die Wohnungsknappheit), die Blicke sprachen Bände.

    Eine weiterer logischer Gedanke, wenn die native Bevölkerung überaltet und nicht mehr genug Nachwuchs bekommt, und man vermeintlich unter anderem aus diesem Grund neue Menschen aufnimmt, die eine höhere Geburtenrate und eine andere Kultur haben, ist es logisch, dass sich dieses Land verändert. Ich als „ungläubige“ und noch dazu als Frau, die in den Herkunftskulturen wenig zu melden haben, sehe einer solchen Veränderung mit Sorge entgegen. Leider meinen die Deutschen in einer Mischung aus Naivität und Arroganz, die hier neu dazukommenden Menschen würden die Überlegenheit des westlichen Modells schon übernehmen. Dies glaube ich nicht.

    Wie schnell ein System sich negativ verändern kann, sieht man überall in den Nachrichten.

    Dass ein einziger Staat nicht für alle Kosten und Probleme in der Welt zuständig ist oder aufkommen kann ist eigentlich auch logisch.

    Es ist eine Wette auf die Zukunft, die hier stattfindet, und sie erfüllt mich mit größter Besorgnis.

    Eigentlich wollte ich auch nichts Politisches mehr schreiben, denn es wird nichts ändern, die hiesige Bevölkerung will anscheinend diese Entwicklung so.

    There is none so blind than those who won‘t listen.

     

    Um mit einer optimistischeren Note zu enden, wünsche ich allen ein paar frohe und sonnige Ostertage. 🙂

  48. AvatarDaniel

    Was bleibt? Stetig investieren. Mehr Leute bedingen auch mehr Konsum und Verbrauch. Darum habe ich unter anderem Sektoren-ETFs auf Konsumgüter und Wasser.

    Und wohnlich vielleicht doch flexibler bleiben (Mieten statt Haus bauen). Derartige Überlegungen stelle ich gerade an. Auch wenn Mieten in unserer Region teuer ist. Dafür wird nicht so viel Kapital gebunden und kann an der Börse arbeiten.

    Die Schulen der Zukunft werden sich drastisch verändern. Da genügt ein Blick in viele Städte. Ich bin froh, dass meine Kinder hier im eher ländlichen Bereich auf eine Schule gehen. Da ist die ländliche Region dann doch oft im Vorteil….

    Ich stimme zu, wäre ich jetzt nochmal 18 und in diesem Lernrythmus (irgendwann fällt das deutlich schwerer) wäre ich vermutlich auch den slavischen Sprachen nicht abgeneigt. Ohnehin sehr schöne Länder. Hätte ich Kinder würde mein Hauptaugenmerk darauf liegen dass die Bildung einfach stimmt und das sie vor allem Englisch gut beherrschen und sich hoffentlich für MINT Fächer interessieren.

    Ich finde es gut, wenn viele verschiedene Menschen hier sind. Mein Arbeitgeber käme nie auf den Gedanken, Menschen aus Afrika oder anderen Regionen zu diskriminieren, zu verurteilen oder wegzuschicken. Das Gegenteil ist der Fall. Dem Unternehmen geht es auch dadurch immer besser.

    Ich finde es auch gut wenn viele verschiedene Menschen hier im Land sind, denn Vielfalt fördert Kreativität. Entgegen der Grünen Denke verlange ich aber absolute Integration inkl Sprache und dass diese Menschen über einen offiziellen Weg hier ins Land kommen bzw. das dieses Land nur die aufnimmt die auch auf dem Arbeitsmarkt gebraucht werden. Dabei mache ich keinen Unterschied ob das Reinigungskräfte, Verkäufer oder IT-Spezialisten sind. Ich mag es aber nicht, wenn der Staat tatenlos illegale Einwanderung bei Untergrabung der Dublin Regeln toleriert und direkte Einwanderung in die Sozialsysteme begünstigt, was die Rentenproblematik nochmals verschärft.

    Und: bei der aktuellen Flüchtlingswelle seit 2015 geht es nicht um massenweise Armutsflüchtlinge sondern um in ihrem Land politisch verfolgte Kriegsflüchtlinge, die in unserem Land auf ein in der Verfassung verankertes Asylrecht vertrauen dürfen.

    Die Anteile der wirklichen Asyl-Berechtigten ist verschwindend gering. Der Rest sind wirtschafts-flüchtlinge. Deren Ansinnen kann ich natürlich nachvollziehen, es macht es aber nicht weniger illegal. Wenn man dann noch bedenkt, dass mit Ausnahme der direkten per Flugzeug eingeflogenen Kriegsflüchtlinge alle anderen bereits in Spanien, Italien, Griecheland europäischen Boden und somit sichere Drittstaaten erreicht haben, dürfte n ach offizieller Gesetzeslage niemand hier einreisen. Es ist sozusagen Goodwill der Regierung die uns und insbesondere den nächsten Generationen massive Probleme einhandeln will, weil eine kleine Kaste von Politikern Angst hat, schlechte Bilder zu zeigen. Das ist ja auch mitlerweile offiziell geworden. Man hatte ANgst, dass Grenzabweisungen als TV Bilder um die Welt gingen.

    Sehr entlarvend für diese Demokratie finde ich, dass unserer geschätzter Herr Maaßen inzwischen im Ausland Interviews geben muss (sehr sehenswert übrigens), die er hierzulande schon nicht mehr führen darf, weil man in medial und politisch mundtot machen will.

    Ich erkenne die Politik der ehemals konservativen Parteien nicht wieder. Es steht jedem ja zu eine lieberale oder linksgerichtete Politik zu wählen, aber es gibt diese Auswahl ja quasi nicht mehr. Und es gibt auch keinen Diskurs mehr. Es gibt auch nicht mehr das Trennen zwischen Politik und Privatheit. Früher haben sich die Politiker offen im Bundestag gezofft und später am Abend ein Bier miteinander getrunken. Heute werden irgendwelche Autos angezündet von Politikern die man nicht mag.

  49. AvatarRalf

    Um Goethe zu bemühen: „Die ich rief, die Geister,/Werd ich nun nicht los.“

    Und nun raus an die Luft, herrliches Wetter heute!

  50. AvatarHasan

    @Tim

    Ich verstehe nicht, wie du die „Diskussionen“ in deinem Blog unmoderiert ausarten lassen kannst. Hier werden nicht nur „dog whistle“ der neuen Rechten propagiert (siehe Hafenmeister: Asylindustire), sondern auch blanke Volksverhetzung betrieben. Spätestens wenn @sammy „Diese Gutmenschen werden es noch merken wenn ihre Töchter vergewaltigt werden oder schlimmeres passiert.“ schreibt, muss hier durchgegriffen werden.

    So sehr ich deinen Blog schätze, aber die „Diskussionen“ in vielen deiner Threads sind durchzogen mit rechtem Gedankengut und Volksverhetzung. Greif durch solange du noch kannst.

    Frohe Feiertage euch allen.

     

     

  51. Avatar-M

    @Märkte

    Ich denke ebenso, dass dies erst der Anfang war im Dezember. Ich finde den Märkten fehlt die Kraft. Die meisten Firmen erhöhen nur noch ihre EPS durch rückkäufe. Schaut man sich die nackten Zahlen an, stagnieren die Gewinne oft seit 5 Jahren!! Keine gute Entwicklung…

     

    Ich Time keinen Markt, aber ich finde kaum etwas, was sich überhaupt lohnt zu kaufen, da maßlos überteuert. (Wenn man blauäugige wachstumsprognosen mal außer acht lässt, die oft luftschlösser sind)

     

    Aber gerade jetzt für langfristige Engagements zu werben, ich weiß nicht.

     

    -M

  52. AvatarDaniel G.

    @Hasan
    Natürlich kann man über manche Wortwahl diskutieren, aber ich finde es wichtig in einem freien Land seine Meinung frei äußern zu dürfen. Sowas sollte man in einer Demokratie aushalten können. Der Ruf nach Zensur verhindert nur eine Debatte, die längst hätte geführt werden sollen. Ob das hier der richtige Ort dafür ist, lasse ich jetzt mal dahingestellt.
    Frohe Ostern wünsche ich euch allen

  53. AvatarJamirael

    @Hasan

    Sehe ich auch so.

    Dieser AFD-Sprech geht mir mächtig auf den Zeiger.

    Dies sollte eigentlich ein Aktienblog sein, oder ?

    Was damals die Juden waren, sind heute die Migranten/Asylanten geworden.

  54. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Hassan

    Für mich ist jeder Mensch “gleich viel wert”. Egal welche Hautfarbe, Nationalität, Religion…

    Manche Kommentare sind grenzwertig, aber die stehen für sich selbst.

  55. AvatarHafenmeister

    @ Hasan und Jamirael

    Demokratie und Meinungsfreiheit nicht verstanden, oder?

    Rechts ist eine ebenso legitime politische Einstellung wie links!

    Die Probleme bereiten die jeweiligen extremistischen Ränder.

    Sei froh, dass du aktuell auf der vermeintlich richtigen Seite des Systems stehst, aber das kann sich sehr schnell ändern und es wird sich auch ändern, wenn man die berechtigte Kritik weiterhin im Keim mit der Nazikeule abwürgt.

    Eine Asylindustrie ist entstanden, wenn Sie das leugnen sind Sie blind oder ideologisch verblendet.

    Von wem geht der neue Antisemitismus noch aus?!

    Die heutige Zeit mit der Situation der Juden im 3. Reich zu vergleichen ist abartig und entlarvt Ihr populistisches und naives Denkvermögen.

  56. AvatarChrissie

    PS vielleicht sollte ich noch erklären, wie ich den Begriff „Überlegenheit des westlichen Modells“ gemeint habe, da das sonst in der Tat missverständlich klingt.

    Jeder Mensch hat Zeit seines Lebens eine Sozialisierung genossen, die er in den meisten Fällen für die richtige hält.

    Wenn Menschen in einen anderen Kulturkreis kommen, bringen sie ihre Sozialisierung mit und legen diese nicht ab wie ein nicht mehr benötigtes Gewand. Dies würde ich für mich genauso in Anspruch nehmen. Wenn jetzt die Menschen eines aufnehmenden Landes meinen, Neuankömmlinge würden so ohne weiteres ihre Sozialisierung ablegen weil ja die Lebensweise des aufnehmenden Landes die „bessere oder freiheitlichere oder sonstwie überlegene“ ist, so halte ich dies für eine ebenso hochmütige wie unrealistische Einschätzung.

    Mehr sollte durch diesen Begriff nicht zum Ausdruck gebracht werden.

  57. AvatarBruno

    Ich lese auch teilweise eine gewisse Negativität resp. Unzufriedenheit aus einigen Kommentaren, vieles sind objektiv betrachtet keine oder wenn dann 1. Welt Probleme. Reisen auch mal in Länder wo es nicht so gut geht, wäre ein Ansatz.

    Ein frugalistischerer Ansatz (Reisen kostet auch Geld) wäre der Start eines Dankbarkeitstagebuches. Täglich schreibt man darin auf, für was man sich bedanken möchte, was gut war am Tag. Es können 3,4,5 Dinge oder Gegebenheiten sein. Es können auch vermeintlich „banale“ Dinge sein wie dankbar dass die Bäume jetzt wieder grüne Blätter bekommen oder morgens wieder mehr Vögel zwitschern, oder auch etwas tiefgründigere Dinge wie dankbar sein, in einem Land zu leben, wo man die eigene Meinung kundtun darf, in einer Zeit zu leben, wo das Internet Selbstverständlichkeit ist und man noch nie so viele Informationen und Wissen gratis bekommt, dankbar sein täglich etwas leckeres zu Essen und Trinken hat, etc. die Liste ist unendlich und kann täglich ergänzt werden.

    Man muss es aber, wie bei allen Dingen die zum Erfolg beitragen, wie auch beim Sparen oder Investieren, regelmässig und über längere Zeit tun, um seine Wirkung zu entfalten.

    Mit der Zeit schwindet dann die Sicht auf all die negativen Dinge, mehrheitlich aus den täglichen News, Verbrechen, Vergewaltigungen, böse Menschen wo man nur hinschaut, Kriege, Arbeitslosigkeit, zu tiefe Löhne, zu hohe Mieten, Börsen die kurz vor dem Zusammenbruch stehen etc. etc. etc.

  58. AvatarBruno

    @sammy Gestern beobachtete ich jemanden, der eine Frau mit Kopftuch im Bahnhof laut angeschrien hat, sie solle doch bitte nach Hause gehen, sie gehöre hier nicht hin, sie sei eine Schande für das Land. Ich gehe nicht davon aus, dass diese Frau irgend jemandem etwas böses getan hat, und ihr Zuhause wird vermutlich nicht in Syrien oder Iran sein sondern irgendwo hier, nur sass sie halt am Bahnhof und wartete auf ihren Zug. Unsere Grossmütter trugen teilweise auch Kopftücher, ob sie auch öffentlich angeschrieen wurden? Das sind auch Fakten, und trotzdem käme mir nicht in Sinn, alle Deutschen oder Schweizer oder Östereicher als Bösmenschen zu bezichtigen.

  59. AvatarKall

    Bonjour,

    ich habe längere Zeit mich an den Diskussionen in diesem Blog nicht mehr beteiligt. Zwar finde ich die Artikel von Tim nach wie vor interessant und inspirierend . Auch wenn ich nicht mit allem d`accord gehe.

    Was mich nicht nur nervt, sondern abstößt, sind die zunehmenden Kommentare mit fremdenfeindlichen Tenor. Ich kann Hasan u.a. verstehen.

    Da wird mit Stereotypen und Ressentiments gearbeitet (Hafenmeister und andere), die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben. Bisweilen habe ich das Gefühl, da sind Bots unterwegs. Denn ähnlich liest man es in verschiedenen Foren mit den immer wieder gleichen falschen Behauptungen.

    Um es mal in Bezug auf Finanz-und Kapitalmärkte kritisch-ironisch zu hinterfragen:

    Sind die Migräne*innen und Flüchtlinge schuld an der sich abkühlenden Konjunktur?

    Haben sie vielleicht wegen der Zollkonflikte zu wenig Premium Autos gekauft?
    Ein wirklich schlimmes Vergehen! Oder gar die Diesel von VW manipuliert? Unverzeihlich.

    Haben sie die Handelskonflikte zwischen USA, China, Europa angezettelt? Mit ihren Schlauchbooten im Mittelmeer ?

    Sind sie auch für die große Finanzkrise 2008 verantwortlich und haben gar sie diese Massenvernichtungsderivate (Buffett) auf den Markt geworfen, und ihresgleichen in den USA Häuser angedreht, obwohl diese für die Käufer unbezahlbar waren?

    Haben die Migräne*innen und Flüchtlinge die Waffen nach Saudi Arabien, Syrien und in andere Krisenherde geliefert? Oder waren das vielleicht doch internationale Rüstungskonzerne?

    Ja, es gibt Schwierigkeiten mit Einwanderung,unabhängig von den Motiven. Das war schon so, als die Böhmen vor tausenden Jahren (Achtung Wirtschaftsflüchtlinge!-nachzulesen im Historischen Museum Regensburg z.B)) nach Süddeutschland einwanderten. Heute heißt dieses Bundesland Bayern.

    Man muss nichts beschönigen. Man darf aber nicht vereinfachen. Der wirtschaftliche, kulturelle und soziale Wohlstand Europas wurde und wird auch von leistungs-und integrationsbereiten Migrant*innen geschaffen.

    Abschließend: gerade Deutschland tut gut daran, dass Grundrecht auf Asyl praktisch umzusetzen und mit humanitären Leben zu füllen. Es waren deutsche Widerstandskämpfer*innen, die in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in der Schweiz, Frankreich, ja sogar ganz stark in der Türkei!,Asyl suchten und fanden.

    Diese kleine, verkürzte Osterbotschaft musste mal geschrieben werden. Zu manchen  sinnfreien, fachlich substanzlosen Anmerkungen zu den angeblich finanziell freien SGB II beziehen werde ich nochmal gesondert schreiben. Sonst wird es zu lang .

    Ich würde  mich freuen, wenn wir uns wieder über Aktien, ETF (die werden mir immer sympathischer) austauschen würden.

    Friedliche und schöne Osterfeiertage, vielleicht kann man sie zum NACHDENKEN und LESEN nutzen!

    Kall

  60. AvatarPeteranderl

    Der letzte Beitrag von Sammy, in dem er unverhüllt Moslems verunglimpfen wollte, wurde zum Glück gleich wieder entfernt. Es gibt also für den Blogbetreiber durchaus Möglichkeiten, Beiträge, die gegen die demokratisch legitimierte Meinungsfreiheit verstossen, zu zensieren. Das ist gut so.

  61. AvatarKall

    Nachtrag: Sorry, die Autokorrektur hat wohl Migräne.

    Es soll natürlich überall im Text Migrant*innen heißen.

    Kall

  62. Avatarfantasyx

    @Tim: Ich bin schockiert wie du die ganze Nazi Scheisse hier unkomentiert duldest. Es währe sicher hilfreich wenn du Kommentare zensierst, wie es in diesem Land von der etablierten Presse bereits gemacht wird. Zur Not bitte die kommentarfunktion einschränken und deaktivieren. Sowas geht einfach nicht das es hier ausartet. Ich habe selten so viel unqualifizierten Scheiss gelesen. Diesen Blog werde ich niemandem mehr empfehlen und selber auch nicht mehr lesen. Bei ausländerfeindlichchen Kommentaren hört in Deutschland der Spaß auf. In den USA mag vieles anders sein und funktionieren, hier aber nicht !

  63. Avatarsammy

    @bruno

    Die Menschen sind unzufrieden mit der Zuwanderungspolitik. Dies kann zu dem ein oder anderen Problem führen. Solange es bei anschreien bleibt ist es nicht schön aber halb so wild. Was meinst du wieviele deutsche Frauen von Migranten angepöbelt und belästigt werden?! Der Gutmensch sieht natürlich nur die Nazis. Ich habe jedenfalls noch keine Nachrichten gesehen in denen es darum ging: deutscher schreit kopftuchträgerin an.

  64. Avatarcerebrum

    @ Hafenmeister / Gendern

    Ist Ihnen, der sich ja als Wahrer der deutschen Kultur versteht (was ich gut finde), schon einmal in den Sinn gekommen, dass Gendern nichts weiter ist, als der verzweifelte Versuch, die deutsche Sprache mit ihren Regeln aufrechtzuerhalten?

    Es gibt nun einmal männlichen und weiblichen Artikel, Punkt (ja, ich kenne den Unterschied zwischen generischen und grammatikalischen Maskulin). Aber:

    Warum sollte es, wenn ein männlicher Arzt und eine weibliche Ärztin in einem Raum im Plural angesprochen werden,  „die Ärztinnen“ heißen, wenn doch auch ein Mann im Raum anwesend ist. Die deutsche Sprache ist hier am Ende. Honorieren Sie doch die Bemühungen der Genderleute, Wege zu finden, die deutsche Sprache den gesellschaftlichen Veränderungen anzupassen. Die progressive Wirtschaft ist da viel weiter und spricht nur noch Englisch (the), die wesentlich einfachere und intuitivere Sprache und die Zukunft auch für Deutschland.

    @ Sammy
    Unzufriedenheit sollte sich in Wahlen ausdrücken, nicht in Straftaten, vgl.

    https://www.tt.com/politik/innenpolitik/15496489/muslimin-in-wien-wuest-beschimpft-video-loest-rassismus-debatte-aus

    Mit beiden Augen sieht man besser, also lieber nicht auf der einen Seite blind durchs Leben laufen. Und wenn wir schon so weit sind, dass wir anschreien relativieren („ist ja nicht so schlimm“), dann empfehle ich Ihnen dringend Hannah Arendt „Antisemitismus“ aus ihrem Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ zu lesen.

  65. AvatarChrissie

    @cerebrum

    Sie befürworten die Wahrung der deutschen Kultur gut und plädieren im gleichen Atemzug für die Ersetzung der deutschen Sprache durch die englische?

  66. Avatarcerebrum

    Chrissie,

    ja die befürworte ich, aber erkenne an, dass die deutsche Sprache (wie das Latein damals) kaum noch praxistauglich ist aufgrund ihrer unnötig komplexen Struktur (wie das Latein). Will ich, dass Latein vergessen wird? Sicher nicht. Muss ich akzeptieren, dass Latein untauglich ist? Leider ja. So ist es mit dem Deutschen. Das Gendern ist ein niedlicher Versuch, die deutsche Sprache über die Zeit zu retten. Witzig, dass gerade diejenigen, die sich für ihren Erhalt am lautesten einsetzen, über das Gendern am meisten aufregen. Der Rest spricht Englisch, schüttelt über beide Seiten den Kopf und erfreut sich bei der Lektüre der deutschen Klassik über diese wunderschöne Sprache.

  67. AvatarHafenmeister

    Ich habe eher das Gefühl, dass dies eine Endlosspirale auf der Suche nach dem „es allen recht machen“ ist – PC halt.

    Ich verstehe mich nicht als Bewahrer der deutschen Kultur, erstaunlich was man in eine Meinungsäußerung alles hineininterpretieren kann.
    Ich möchte nur darauf hinweisen, dass der Deutsche nicht für alles die Verantwortung trägt, sich diese aber allzugerne auflasten lässt.

    Mittlerweile ist es egal wo auf der Welt Unruhen ausbrechen, Deutschland scheint  das Ziel Nummer 1 zu sein.

    Fremdenfeindlichkeit ist übel und sollte bekämpft werden. Aber sollte die Integration erneut scheitern wird es  auch Rassismus gegen Deutsche geben und dies im eigenen Land.
    Antisemitismus geht vorwiegend von Muslimen und auch von Linken aus, dennoch ist dieser Begriff noch immer fest mit dem Rechtsextremismus gekoppelt.
    Mit einem Stempel aus Israel ist die Einreise nach Libanon, Kuwait und Iran nicht möglich, es besteht ein tiefverwurzelter Judenhass.
    Das Verhalten dieser Gesellschaft ist dermaßen Schizophren, man nimmt die Feinde derer auf, die man schützen möchte und muss.

    Wir verhalten uns wie Waschlappen, geben uns die Schuld, verteilen unser Vermögen ohne Gegenleistung – die Empfänger haben zwei Möglichkeiten hierüber zu denken:

    Ach, sind die nett.
    Gott, sind die dumm.

    Ich vermute, die meisten neigen zu Variante 2.

     

     

  68. AvatarBruno

    @sammy

    Du musst und wirst es vermutlich nicht annehmen, es wäre ein ehrlicher und gut gemeinter Rat, man sollte seine Zufriedenheit nicht von „Nachrichten“ abhängig machen, ob Du glücklich und zufrieden bist hängt alleine von Dir selbst ab und nicht von irgend welchen News und schon gar nicht von irgendwelchen Bevölkerungsgruppen. Man findet immer einen Grund sich über irgendwas aufzuregen, aber es lohnt sich in der Regel nicht, das Leben ist einfach zu kurz dafür. Ich habe schon jahrelang kein TV mehr und mein Newskonsum ist auch stark reduziert und ich bin trotzdem gut genug informiert und glücklicher als mit all den täglichen und oft sinnlosen „Headlines“.

    ps: ja auch hier vermutlich ein gut zu viel 😉

  69. AvatarRalf

    Einfach herrlich dieser Frühling…

    Themen wie Migration und Einwanderung sind sehr komplex. Und die prognostizierte Bevölkerungsexplosion z.B. in Afrika wird noch interessant werden. Von FDP-Chef Christian Lindner soll folgende Aussage stammen:

    „Der Langzeitarbeitslose, der vor einigen Jahren tendenziell ein Mann mittleren Alters in Ostdeutschland war, der wird zunehmend ein junger ehemaliger Flüchtling sein.“

    Eines ist klar: Wenn zu viele Zuwanderer in Hartz IV hängenbleiben, entsteht politischer und gesellschaftlicher Sprengstoff. Auch ohne rechts, links, Mitte , Braun, Grün.

    Antisemitimus ist auch unter Muslimen ein großes Problem wie schon das Bundesamt für Verfassungsschutz in einem Bericht („Antisemitismus im Islamismus“) und der Zentralrat der Juden in Interviews feststellen mussten. Auch darüber muss mehr diskutiert werden…aber nicht hier

    Nun aber zum Artikel zurück:

    Die Konjunktur kühlt ab. Nicht ungewöhnlich nach den letzten Jahren. ABer: Die Digitalisierung und E-Mobilität schafft neue Herausforderungen. Daimler will 10000 Stellen abbauen. Audi will 15 Prozent der Stellen streichen. BMW hat ein Sparprogramm aufgelegt. Für mich logisch da bei Elektroautos künftig massiv weniger Teile gebraucht werden.

    Für uns Investoren bleiben Aktien und ETF breitgestreut ein guter Weg. Inzwischen gibt es auch ETFs auf Elektromobilität.

  70. Der BaumDer Baum

    @ Kall, du hast grundsätzlich Recht in deinem Beitrag. Einen Zusammenhang zwischen der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und der vor kurzem stark zugenommenen Migrationssituation herzustellen ist Quatsch.

     

    Genauso muss man aber auch berücksichtigen und wahrhaben, dass Migrationswellen aus früheren Jahrzehnten oder Jahrhunderten nicht mit den heutigen vergleichbar sind. Warum?

    Ich sehe 2 Hauptfaktoren. 1. Das Sozialstaatssystem 2. Die gestiegene Komplexität.

    Zu 1.: Früher hat eine Einwanderung ggf. gesellschaftliche Probleme ausglöst. Als wir in Süddeutschland eine Einwandung aus Böhmen hatten, gab es im Prinzip nichts was Sie vom „Staat“ nehmen konnten. Daher mussten sich diese Menschen anstrengen und selbst aktiv werden. Mal abgesehen von vllt. einigen Bettlern o.ä.

    Heute ist das anders. Wir haben ein umfassendes Sozialsystem das finanziert werden will. Wenn man nun in dieses System kommt und hier keine adäquate Leistung erbringt, ist das nicht zuträglich. Am Ende muss weniger auf mehr verteilt werden. Ganz einfach, ohne jegliche Wertung oder eine tiefere moralische Diskussion.

     

    Zu 2.: Punkt 2. knüpft direkt an Punkt 1. an. Wenn man vor 50, 100, 400 Jahren immigriert ist, konnte man im Zweifelsfall immer irgendwie eine Arbeit finden die benötigt wurde. Egal wie ungebildet man war. Als Knecht, Gehilfe, dann als Hilfsarbeiter etc.

     

    Sowas geht heute nicht mehr bzw. wird immer weniger benötigt. Daher ist Migration heute nicht mehr mit früher zu vergleichen. Und Migration führt daher auch nicht mehr wie früher zu einem Vorteil für die lokale Wirtschaft. Früher war der Mensch allgemein noch mehr von nöten als heute.

    Das gilt natürlich für jede ungebildete Migration.  Um mal plakativ zu werden: Neonazi Kevin der sein Leben lang nur rumgelungert hat, bringt dem Staat Sudan im Zweifelsfall genauso wenig, wie  Mohmmed ohne irgendwelche Kenntnisse einem europäischen Land. Der Unterschied liegt dann höchstens in dem Faktor von Punkt 1.

    Die gesellschaftlichen Probleme Mal außen vor gelassen.

    Es ist also völlig legitim das Länder sehr restriktiv mit der Erlaubnis und dem Aufenthalt von Menschen in ihren (sozialen) Ländern umgehen. Wir haben einfach nicht unendlich Ressourcen.

     

    Und jetzt Schlag ich den Bogen zu unseren Themen:

    Wenn wir in Europa und Deutschland gerne weiterhin die liberalen Freiheiten genießen möchten, ist es unsere Pflicht Regel zu erlassen die das Leben hier aufrecht erhalten. Wenn wir die Möglichkeit haben wollen zu sparen, in Aktien zu investieren etc. dann können wir nicht immer mehr Ausgaben zulassen. Warum nicht? Weil das auch finanziert werden muss. Am Ende muss jemand dafür zahlen. Wenn aber viele Menschen, und das sind nicht nur Migranten, nicht mehr fähig sind einen wirtschaftlichen Beitrag zu leisten, dann wird das auf Dauer nicht funktionieren. Entweder werden die die können mehr abgeben müssen oder es gibt weniger Leistungen für alle.

     

    Zum Abschluss hier noch ein Kommentar den ich Mal unter einem Zeitungsartikel gelesen habe. Ich finde ihn zu teilen sehr gut argumentiert:

     
    „Auch wenn die „No Nation-No Border“-Fraktion das anders sieht: Es gibt kein Recht in ein anderes Land zu immigrieren weil einem dort die Lebensbedingungen besser gefallen. Warum nicht? Weil der Grund, warum die Gesellschaft in diesem Land bessere Lebensbedingungen herrschen, auf einer Generationen übergreifenden kulturellen Anstrengung und Gemeinschaftsleistung beruhen, zu der die Immigranten zunächst eben nichts beigetragen haben. Die Bevölkerungen in den Zielländernvon illegaler Massenmigration wehren sich völlig zu recht gegen diese Migranten, da sie der Gesellschaft abverlangen, dass sie ihre mühsam aufgebauten Gemeingüter unfreiwillig mit einer nicht steuerbaren Anzahl von kulturell Fremden zu teilen haben. Kein Land und keine internationale Organisation sollte daher einem souveränen Land vorschreiben dürfen, dass die Gesellschaft ihre Gemeingüter mit jedem Ausländer teilen muss. Die Logik und der schonende Umgang mit den eigenen kulturellen Ressourcen gebietet, hier eine recht strenge Auswahl zu treffen, die die Integrationsfähigkeit der Gesellschaft nicht überfordert, die zu einem Gewinn und nicht zu einem kulturellen oder finanziellen Negativsaldo für die Aufnahmegesellschaft führt, da sonst die Akzeptanz in der Bevölkerung für diese Form der Zuwanderung fehlt. Die Menschen spüren intuitiv dass ihnen bei illegaler Massenmigration sehr wohl sehr viel weggenommen wird: Sicherheit, die Leistungsfähigkeit und Stabilität der eigenen Sozialversicherungen, Verknappung von Wohnraum und Infrastruktur, zunehmender Verlust der kulturellen Homogenität die z.B. dazu führt, dass die Einschätzbarkeit Fremden gegenüber schwindet usw. Das sind alles keine diffusen Ängste von rechtsradikalen Wutbürgern ohne realen Bezug. Die Erkenntnis, dass umgesteuerte illegale Massenmigration bedrohlich für die eigene Gesellschaft sein kann, hat daher nichts mit irrationalem Ausländerhass zu tun. Sondern mit gesundem Menschenverstand und Geschichtsbewusstsein.“
     

  71. Avatarcerebrum

    „Fremdenfeindlichkeit ist übel und sollte bekämpft werden. Aber sollte die Integration erneut scheitern wird es  auch Rassismus gegen Deutsche geben und dies im eigenen Land.
    Antisemitismus geht vorwiegend von Muslimen und auch von Linken aus, dennoch ist dieser Begriff noch immer fest mit dem Rechtsextremismus gekoppelt.
    Mit einem Stempel aus Israel ist die Einreise nach Libanon, Kuwait und Iran nicht möglich, es besteht ein tiefverwurzelter Judenhass.
    Das Verhalten dieser Gesellschaft ist dermaßen Schizophren, man nimmt die Feinde derer auf, die man schützen möchte und muss.“

    Da haben Sie absolut recht, lieber Hafenmeister, nur Ihre Schlussfolgerungen und die damit einhergehenden Pauschalisierungen über Muslime und den sich daraus ergebenen Konsequenzen im Umgang mit Muslimen stehen dem von Ihnen beschriebenen Judenhass leider in nichts nach.

  72. AvatarChrissie

    @cerebrum

    Das ist eine sehr persönliche Meinung, es gibt viele Ansätze, die Sprache als kulturstiftend ansehen. Sprache hat sich über die Jahrtausende und Jahrhunderte weiterentwickelt, so dass anzunehmen ist, dass Sprache auch das „plötzliche“ Auftauchen von Männlein und Weiblein im gleichen Beruf meistern können wird. Ich erkenne auch nicht, dass andere Nationen mit komplexen Sprachen an der Unmöglickeit der Weiterentwicklung ihrer Ausdrucksmöglichkeiten verzweifeln und im verlorenen Kampf um die richtige Wortwahl den Exodus in das Englische betreiben. Man kann sich da gerne ein Beispiel an den befreundeten Franzosen nehmen.

  73. AvatarMr. Pino Cavallo

    Ich selbst bin ja in gewisser Weise auch Ausländer (komme aus einer italienischen Einwandererfamilie) und wundere mich darüber, dass die Deutschen das überhaupt so lange mitgemacht haben. Immerhin, allmählich kommt die Diskussion in die Gänge und es fragen sich immer mehr Bundesbürger, ob das Einwanderungssystem und die bisherige Integration so alles richtig war. Ich persönlich empfinde diese Diskussion für längst überfällig und für den demokratischen Diskurs bereichernd. Die Denkverbote aus dem links-grünen Milieu halte ich für kontraktproduktiv, da sie am Ende nur Extremismen fördern.

     

  74. Avatarcerebrum

    Die Franzosen haben die selben Probleme und auch dort wird in der Wirtschaft Englisch gesprochen (z.b. bei Chanel). Sprachen verändern sich so lange bis ihr Ursprung tot ist. Das Plattdeutsch, aus dem das Englische erwuchs, existiert auch nur noch in letzter Generation.

    So wird es mit dem Hochdeutsch auch sein irgendwann und dann gibt es kein weiblich und männlich mehr aus oben genannten Gründen.

  75. AvatarRalf

    „Wenn wir die Möglichkeit haben wollen zu sparen, in Aktien zu investieren etc. dann können wir nicht immer mehr Ausgaben zulassen. Warum nicht? Weil das auch finanziert werden muss.“

    Völlig richtig. Vor allem wenn die Wirtschaft stärker abkühlen sollte, werden entsprechende Diskussionen nicht ausbleiben. Und die Abgabenlast in D ist bereits sehr hoch. Ich bin gespannt, was bei der Reform der Grundsteuer final beschlossen wird. Günstiger wird es sicher nicht und trifft Eigentümer und Mieter.

  76. AvatarHafenmeister

    cerebrum

    „Da haben Sie absolut recht, lieber Hafenmeister, nur Ihre Schlussfolgerungen und die damit einhergehenden Pauschalisierungen über Muslime und den sich daraus ergebenen Konsequenzen im Umgang mit Muslimen stehen dem von Ihnen beschriebenen Judenhass leider in nichts nach.“

    Auf welche meiner Schlussfolgerungen und Pauschalisierungen über Muslime beziehen Sie sich bitte?

  77. Avatarsammy

    @bruno

    Hast du überhaupt verstanden was ich damit ausrücken wollte? Ich schaue selbst sehr wenig tv. das war nur ein Beispiel mit den Nachrichten. Relativieren möchte ich das nicht nur im Vergleich zu anderen Straftaten weniger schlimm. Wundern muss man sich darüber allerdings nicht.

  78. AvatarRalf

    Habe grade gelesen: Bei einer Fusion von Deutsche Bank und Commerzbank sind bis zu 30.000 Jobs bedroht. Nicht wenig….

    Wie schätzt Ihr eigentlich Blackrock als Investment ein? Blackrock ist ja bei sehr vielen großen Konzernen im Boot und verdient gut damit.

     

  79. Avatarcerebrum

    Hafenmeister, nur ein Beispiel:

    Antisemitismus geht vorwiegend von Muslimen und auch von Linkenman nimmt die Feinde derer auf, die man schützen möchte und muss…

    Also alle Muslime sind Judenfeinde, da die Linken ja nicht einwandern mithin nicht aufgenommen werden brauchen.

    Kennen Sie die Sprechakttheorie?

    Ihre Aussage impliziert zugleich die Forderung, diese Feinde (also alle Muslime) nicht mehr aufzunehmen. Das ist Fremdenfeindlichkeit (= Menschen aus anderen Regionen, Völkern aus u.a. religiösen Gründen abzulehnen). Gleichzeitig postulieren Sie „Fremdenfeindlichkeit ist übel und sollte bekämpft werden.“ Ihre Sprechakte widersprechen sich. Ihr Denken verfolgt damit keine Kohärenz, das ist leider so.

    Ihre Ängste sind völlig begründet, die habe ich auch (wirklich, ich sehe die Probleme durch unkontrollierte Einwanderung, die Gefahr gesellschaftlicher Verwerfung, die Unmöglichkeit für Europa ganz Afrika aufzunehmen ect.). Aber Ihre Lösung widerspricht Ihren eigentlichen Idealen und Prinzipien und hier ist ein Problem, das Sie anfällig für vermeintlich einfache und am Ende totalitäre Lösung macht, die Ihrem eigentlichen menschenfreundlichen Ideal widersprechen.

     

     

  80. AvatarChrissie

    @Bruno

    Ich meinte, in meinem Kommentar an cerebrum hatte ich ein „gut“ zu viel, denn ich wollte zuerst „ gut finden“ statt „befürworten“ schreiben 🙂

    Der Ansatz, nicht so viele Medien zu konsumieren, ist nicht schlecht, denn die ganzen Negativschlagzeilen stimmen einen auch zu leicht negativ. Ich als geneigte Doomsayerin (ein tolles genderkorrektes vollneudeutsches Wort 😉 ) muss da eher gegenarbeiten und hatte auch schon einmal mit dem Dankbarkeitstagebuch angefangen. Ich sollte dieses wieder neu in den Alltag einbauen, es hilft dabei, die positiven Aspekte in den Vordergrund zu rücken und wert zu schätzen.

    In diesem Sinne: der Blauregen auf dem Balkon blüht schon fast und der Apfelbaum ist umschwirrt von Hummeln, die ich sehr gerne mag. Und eine Kartoffel, die ich wohl bei der Ernte im Kübel übersehen hatte, treibt gerade aus 🙂 Für mich ist Buddeln in der Natur immer ein guter Ent-Stresser.

  81. AvatarChrissie

    @cerebrum

    Ich war und bin bisher immer in international ausgerichteten Betrieben tätig. Bei uns waren die einzigen, die es durchgesetzt haben, dass die Amtssprache entweder gleich Französisch ist, oder Verträge in englisch und französich (nicht: englisch und französisch und deutsch) ausgestellt werden, die Franzosen.

  82. AvatarHafenmeister

    cerebrum

    Ich glaube Sie neigen zu gedanklichen Fehlinterpretationen.

    Ihre Interpretation ist doch vollständig wirr, dass alle Muslime Judenfeinde sind war weder meine Interpretation/Aussage, noch lässt sich das hineininterpretieren.

    Ich habe ein statistisches Ergebnis dargestellt – dass der Antisemitismus vorwiegend von Muslimen und Linken ausgeht. Damit impliziere ich zunächst nichts, da interpretieren Sie ausschließlich (und ganz schön daneben!).

    Wenn eine Statistik zum Ergebnis kommt, dass von 100 Fischen in der Nordsee 50 aus der Elbe, 30 aus der Weser und 20 aus der Stör kommen, kann ich feststellen,  die meisten Fische in der Nordsee kommen aus der Elbe und der Weser. Eine völlig neutrale Aussage!

    Zudem kann ich sagen, dass von 100 Fischen in der Nordsee 50 aus der Elbe kommen, dass bedeutet nicht, dass alle Elbfische in der Nordsee sind.

    Was ist denn meine Lösung, Cerebrum?
    Was ist denn vermeintlich einfach?
    Und warum ist einfach nicht gut?
    Haben sie die Erleuchtung erhalten und können mir meine falsche Meinung und Lösung mal nennen?

  83. Avatar-M

    @Ralf / Blackrock

    Ich finde BlackRock mega! Aktuell sind die mir zu teuer, aber günstiger würde ich die sehr gerne nehmen.

     

    Ich glaube jedoch, dass du ein Denkfehler hast. BlackRock ist ein vermögensverwalter und bietet eigene ETF etc an. Bei den Unternehmen bei denen die investiert sind, haben die nur das Stimmrecht, aber BlackRock gehören nicht die aktien, sondern den Kunden von BR.

     

    -M

  84. Avatarcerebrum

    Was ist denn meine Lösung, Cerebrum?

    Niemanden aus muslimischen Kulturkreis rein zu lassen. Sonst ergeben Ihre Ausführungen keinen Sinn weil Sie in ihrer Konsequenz hierauf hinauslaufen.

    Was ist denn vermeintlich einfach?

    Niemanden aus muslimischen Kulturkreis rein zu lassen.

    Und warum ist einfach nicht gut?

    Zu Lasten wirklich Asylsuchender.

  85. AvatarBruno

    Das Problem bei Thema Ausländer ist halt, dass die Kausalität leicht verloren geht. Um beim Fischthema zu bleiben, wenn ich mir eine Fischvergiftung hole von einem Lachs, bin ich danach nicht auf alle Lachsfische lebenslang wütend und fordere ein landweites Lachsverbot!

    Vor längerer Zeit sass ich in Frankreich in einem Café mit einem deutschen Freund, bis plötzlich der Wirt mit einem Messer auf mich los rannte. Da ich muttersprachlich französisch spreche, habe ihn aus der Ferne angeschrieen was in ihn gefahren ist (nachdem ich mich gerettet habe), er entschuldigte sich dann und sagte er hätte gedacht ich sei ein Drecksdeutscher. Im Krieg habe ihm ein Drecksdeutscher ins Bein geschossen. Ich antwortete nur, auch wenn ich Deutscher gewesen wäre, ich hätte nicht geschossen, das war ein anderer.

    Soviel dann auch zum Thema „alle raus oder an die Wand“…

  86. AvatarHafenmeister

    @ cerebrum

    Was Sie schreiben ist blanker Unsinn.

    Ihre Äußerungen ergeben keinen Sinn – wenn dem so wäre, dann wäre ich ganz klar ein rechtsextremes Rassistenschwein – bin ich aber nicht!

    Es gibt auch seeeeehr viele Grautöne, die auch einen Sinn ergeben.

    Sie sollten mehr einfache Lösungen anstreben und den normalen Menschenverstand gebrauchen, Sie scheinen in Ihrer hochkomplexen Menschenbild-Analyse ein wenig verloren.

    Besonders fällt mir auf, dass Sie nur Teile der Aussagen und Fragen beantworten und ganze Bereiche einfach aussparen.

    Jedenfalls liegen Sie bei der Interpretation meiner Aussagen überwiegend daneben.

    Aber jetzt werde ich Tims-Blog auch nicht weiter für unlösbare Diskussionen mißbrauchen.

    Schöne Ostern (ja, auch allen Migranten*innen)

  87. Florian HFlorian H

    @Gainde
    „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.“
    Ich würde mich über eine Baisse sehr freuen, habe einige Kandidaten im S&P500 auf der WL

  88. Avatarcerebrum

    Ach Hafenmeister, dann schreiben Sie doch einmal was Sie wirklich meinen, was Ihre wirklichen einfachen Lösungen sind und nicht immer nur, was Sie nicht meinen und als was Sie sich nicht sehen und was keine Lösungen sind. Dann haben die Leser auch weniger Schwierigkeiten und ich als Empfänger laufe weniger Gefahr bei den notwendigen Interpretationen Ihrer Texte daneben zu liegen.

    Das Aussparen meinerseits ist schlicht auf Zeitmangel zurückzuführen. Für die Zukunft: Sie schreiben nicht für sich, sondern für den Leser.

    Gleichwohl frohe Ostern!

  89. Avatarsammy

    @Bruno

    Ok ganz einfach. Warum macht man es nicht so:

    Diejenigen die es schaffen sich innerhalb einer gewissen Zeit zu integrieren (sprachlich, beruflich, kulturell) und keine Straftaten ausüben, können gerne in unser Land kommen und dieses bereichern. Diejenigen die es nicht schaffen innerhalb einer gewissen Zeit das Sozialsystem zu entlasten bzw ihren eigen erwirtschafteten Beitrag dazu leisten oder sich Straftaten zu Schulden kommen lassen, müssen dieses Land wieder verlassen.

    Kriegsflüchtlinge sollen nach Ende des Krieges wieder in ihr Heimatland zurück kehren und beim Wiederaufbau helfen.

    Ist doch garnicht so schwer?!

  90. AvatarKall

    Bonsoir,

    @Hafenmeister*in-das bedauere ich wirklich, dass ich bei ihnen die * vergessen habe. Nichts für ungut!

    Antisemitismus gibt es ins vielen politischen Bewegungen, Kulturen und Nationen. Er ist die ideale Projektion der (gefühlten) „Zukurzgekommenen“.

    Das ist nicht tolerierbar.

    Natürlich muss man in unserem Land genau deshalb Muslimen, Hindus, Buddhist*innen usw. klar vermitteln, es gibt ein Grundgesetz. Und daran hat sich jeder zu halten. Nicht mehr und nicht weniger ist die Anforderung.

     

    @ der Baum: Natürlich hat Einwanderung, Flucht, Vertreibung historisch unterschiedliche Ursachen. Ich wollte verdeutlichen, dass sie nicht neu sind. Die Niveaus unterscheiden sich. Da stimme ich zu. Bei deiner Einschätzung widerspreche ich aus beruflicher Erfahrung.

    Ich habe Jahre in Leitungsfunktion mit Flüchtlingen, Migrant*innen (Augen zu- Hafenmeister*in) und SGB II Empfänger*innen gearbeitet. Klar, es gibt Analphabeten usw, die aber lernbereit sind. Vor allem sind die Allermeisten unwahrscheinlich motiviert und bereit die Sprache zu lernen, Arbeit zu finden. Schon weil sie Geld nach Hause in die Kriegsgebiete oder wirtschaftlich schwachen Länder senden wollen.Natürlich gibt es auch Schlurfs; eine Minderheit.

    Die Italiener, Portugiesen, Türken etc. , die in den 70er und 80er Jahren kamen, waren auch nicht gerade Hochschulabsolventen. Viele haben aber angepackt. In zweiter Generation Lehren absolviert, Facharbeiter*innenberufe erlernt und studiert. Es braucht Zeit. Durch die Geflüchteten wurden in Deutschland übrigens 50.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Normalarbeitsverhältnisse geschaffen (BAMF). Das nur mal zur Information. Diese Jobs finde ich besser als die Niedriglohn- und Subunternehmensjobs bei dem völlig zu Unrecht vergötterten Bezos und seinen Amazon.

    Frohe Ostern,

    Kall

     

  91. AvatarNobbi

    Was passiert denn nach einen Crash dessen Erholung Jahre dauert? Werde ich besteuert wenns im Jahr zwei von -50% auf -45% gesamt steigt? Habe die Frage schon mal gestellt. Meine die Antwort war, das die Verlusttöpfe auch Jahre nach dem Crash noch gelten. Kann mir das aber schwer vorstellen.

  92. AvatarBruno

    @sammy

    Siehst Du es geht doch sachlich zu diskutieren.

    Wie diese Integration dann ausschaut, insbesondere der Teil „kulturell“, ist dann eine andere Frage. Ein SVP Politiker hat mal gesagt, ein Moslem sei in der Schweiz dann integriert, wenn er mit ihm am Lagerfeuer eine Cervelat (Schweinswurst) und ein Bier oder Weisswein saufe. Solche Aussagen sind dann natürlich nicht zielführend und ziemlich peinlich.

    Ich finde ein System wie es klassische Einwanderungsländer wie Kanada, USA, Neuseeland, Australien etc. haben zielführender, Migration ermöglichen wenn gewisse Kriterien erfüllt sind, das können Sprachtests, Fähigkeiten, die das Land braucht (Berufsgruppen), oder Investoren.

    Jedoch bin ich klar gegen Eingriff in die Privatsphäre, mir ist egal welche Religion, Hautfarbe, sexuelle Ausrichtung, politische Gesinnung oder dergleichen jemand hat.

    Bezüglich (Kriegs-)flüchtlingen sollten natürlich andere Regeln gelten, diese Leute wollen ja auch nicht wirklich hierher, es wäre da zielführender die Hilfe vor Ort zu verstärken. Auch hier hat die EU ein ziemliches Problem, es kann nicht sein dass man in Griechenland, Türkei etc. primitivste Lager errichtet, völlig überfordert, und sich dann erpressen lässt in Gegenzug zu Zahlungen aus dem Norden.

  93. AvatarChrissie

    Ich wurde im Übrigen (deutlich vor 2015) auch bereits einmal selber als Ausländer betrachtet. Ich saß in der Straßenbahn und unterhielt mich mit einem dunkelhaarigen vollbärtigen britischen Kollegen auf Englisch. Da sagte ein Passant zu uns „Sie werden auch bald rausgewählt.“ Ich erwiederte etwas in der Art von „das dürfte schwierig werden.“ Der Passant daraufhin „Sie sprechen aber gut Deutsch.“ Ich: „Das hat man mir schon öfter gesagt.“

    Die Thematik ist in der Tat sehr komplex. Ich fürchte, nach den Ereignissen des letzten Weltkrieges ist den Deutschen ein neutraler und sachlicher Umgang mit dem Thema abhanden gekommen. Im Bemühen aller Welt zu beweisen, dass man den Bildern des „Drecksdeutschen“ nicht mehr entspricht, wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.

    In typisch deutscher Gründlichkeit verfällt man von einem Extrem in das andere und spielt den internationalen Retter und Wohltäter, statt zwischendurch auch mal den unbeliebten Taschenrechner anzuschmeißen.

    Unglücklicherweise wird meiner Meinung nach gerade diese unkritische Weltrettermentalität und der damit einhergehende Mangel zwischendurch spaßeshalber auch mal wieder an die eigenen Interessen zu denken, dazu führen, dass das Pendel wieder zurück in das Extrem ausschlägt, welches man eigentlich vermeiden wollte und was man vermutlich auch hätte vermeiden können, wenn man einfach ein wenig „egoistischer“ gewesen wäre.

    Wenn die Anzahl der „unzufriedenen kleinen Männer“ (egal aus welcher Herren Länder oder Einheimische), für die irgendwann in den Sozialkassen einfach kein Geld mehr da ist vor lauter Wohltaten, wieder die kritische Masse übersteigt, wird es wieder Verteilungskämpfe geben und werden die Rattenfänger wieder leichtes Spiel haben.

    Und dann werden alle sagen, wussten wir doch, dass es immer noch alles Nazis sind.

    Extreme sind nie produktiv. Weder die der Abschottung, noch die der absoluten Öffnung.

  94. AvatarChrissie

    @Hafenmeister, Bruno, sammy, cerebrum

    Das klingt ja fast so wie Konsens 🙂 Und die Lösungsansätze klingen auch gut.

    Mit diesem positiven Gefühl verabschiede ich mich für heute.

    Viele Ostergrüße an alle 🙂

  95. AvatarG man

    Wenn Verschwörungstheoretiker Deinen Finanzblog karpern… Du hättest besser nicht das böse D Wort in die Headline setzten sollen

  96. AvatarPeteranderl

    Unglaublich,was hier abläuft!

    Ich liefere in meinem ersten Post sachliche Argumente, worauf ich im Gegensatz zu Hafenmeister die derzeitige Konjunkturdelle in Deutschland zurückführe und weise auf die tendenziell ausländerfeindliche Argumentation Hafenmeisters hin. Daraufhin werde ich von Hafenmeister beschimpft „Sie sabbeln naiven Stumpfsinn“. Auf meine Argumente wird mit keinem Wort inhaltlich eingegangen. Hafenmeister meint selbst, ich würde ihn wohl gerne als „Nazi“ titulieren, was ich mit keinem Wort erwähnt hatte. Ähnlich polemisch reagiert Hafenmeister auf Mattocs logische Argumentation („Verstehen Sie überhaupt selbst den Unsinn den Sie schreiben“) Hafenmeister will jetzt nach eigenem Bekunden endlich  seine „inkompetente´Nazi-Klappe´“ halten, tut es dann aber leider doch nicht. Sammy kommt Hafenmeister zu Hilfe („Diese Gutmenschen werden es noch merken, wenn ihre Töchter vergewaltigt werden oder schlimmeres passiert“). Ralf ruft nun die Ereignisse der Silvesternacht 2015/2016 in die Erinnerung zurück. Als Argument wofür? Oder wogegen?

    Chrissie tritt auf und berichtet, sie würde schon als „Natzi“ tituliert werden, wenn sie nur logische Zusammenhänge herstellt.

    Nun kommen die Befürworter der freien Meinungsäußerung aufs Parkett. Zensur würde hier nur schaden. Skywalker grätscht dazwischen mit einem MDR-Bericht über Sozialmißbrauch durch rumänische und bulgarische EU-Bürger, die in dem Bericht deutlich sowohl als Täter als auch als Opfer  dargestellt werden. Das soll wohl als Argument gegen die Zuwanderung von Ausländern herhalten?

    Marcus argumentiert, man solle Tim keine unnötige Moderatorenarbeit aufhalsen und auf Zensur verzichten („Don’t feed the Trolls“). Wer sind denn hier die Trolle?

    Hafenmeister bringt nun wieder seine Meinungsfreiheit ins Spiel und wiederholt die Mär von der „Asylindustrie“. Jetzt kommt aber neu hinzu: „ der Antisemitismus geht vorwiegend von Muslimen und auch von Linken aus.“ Ach ja? Ist das so?

    Wer findet jetzt noch zurück zum eigentlichen Thema, das Tim angeschnitten hat – die aktuelle Konjunkturdelle in Deutschland. Ich nicht!

  97. AvatarFelix

    Zwei kleine Ergänzungen zu Kall:

    1. Es müsste vermutlich Analphabet*innen heißen.

    2. Die 50.000 geschaffenen Jobs zahlt natürlich der Steuerzahler. Es sind Jobs in der oben sogenannten Asylindustrie. Für den Staat sind das Kosten, keine Einnahmen. Das sozialversicherungspflichtig ist linke Tasche, rechte Tasche.

    Die Merkelsche Flüchtlingskrise kostet bis 2020 zusammen etwa 100 Milliarden Euro Steuergeld lt. Bundeshaushalt. Aber bekanntermaßen waren sie alternativlos. Ob die „geschaffenen“ 50.000 Jobs da schon enthalten sind, weiß ich nicht.

     

    In diesem Sinne, frohe, hoffentlich zensurfreie Ostern.

     

     

  98. AvatarDaniel

    Chrissie,

    ja die befürworte ich, aber erkenne an, dass die deutsche Sprache (wie das Latein damals) kaum noch praxistauglich ist aufgrund ihrer unnötig komplexen Struktur (wie das Latein). Will ich, dass Latein vergessen wird? Sicher nicht. Muss ich akzeptieren, dass Latein untauglich ist? Leider ja. So ist es mit dem Deutschen. Das Gendern ist ein niedlicher Versuch, die deutsche Sprache über die Zeit zu retten. Witzig, dass gerade diejenigen, die sich für ihren Erhalt am lautesten einsetzen, über das Gendern am meisten aufregen. Der Rest spricht Englisch, schüttelt über beide Seiten den Kopf und erfreut sich bei der Lektüre der deutschen Klassik über diese wunderschöne Sprache.

    Da muss ich leider korrigieren. Gendern ist nicht der Versuch die Sprache in irgendetwas zu retten, sondern es ist der Versuch einer kleinen Gruppe aufmerksamkeit zu bekommen. Leider wird diese Aufmerksamkeit gehört. Die Sprache kann man sich wie den globalen Aktienmarkt vorstellen, irgendwie träge, macht was er will, keine kontrolliert ihn wirklich aber er entwickelt sich in eine Richtung. So war und ist es auch mit der Sprache. Die deutsche Sprache hat viele Einflüsse, größtenteils basierend auf dem Griechischen (viele bzw. fast alle Wörter die man früher mit PH geschrieben hat) oder Latein. Aber auch französisch usw. Auch viele Abwandlungen wurden von den Bürgern langsam übernommen oder sprachen sich von selbst herum, bestes Beispiel „googlen“ oder „Handy“, eine deutsche Kreation.

    Gendern ist aber etwas anderes. Es ist eine Art Diktat das sich ein paar vermeindlich schlauere Menschen ausgedacht haben und der deutschen Sprache oktroyieren wollen. Es ist um beim Beispiel zu bleiben wie ein staatlicher Eingriff. Wie diese EIngriffe generell sind sieht man auch sonst in der Praxis. Die deutsche Sprache ist sehr komplex, sie ist auch schwer zu lernen und durchsetzt mit unlogischen Sachverhalten die eben so gewachsen sind. Aber zum Einen macht es diese Sprache so interessant und zum Anderen ist sie in vielen Bereichen wesentlich präziser als das Englische. Und genau diese Exaktheit wird durch gendern verwässert. Es ist meines Erachtens wie ein Virus das man der Sprache eingepflanzt hat. Hier schließt sich die Lücke zur politischen Diskussion denn genauso wie mit der Asylthematik traut sich kaum noch jemand dagegen aufzubegehren weil er befürchten muss, wie bei jedem Mist inzwischen, als Nazi oder „ewig Gestriger“ beschimpft zu werden.

    Es gibt übrigens einen sehr schönen, wenn auch etwas längeren Vortrag zu diesem Thema. Der Ton ist in den ersten 5-6 Minuten wirklich mies, aber es lohnt sich dranzubleiben, viele nahezu unlösbare Probleme die das Gendern mit sich bringt werden da schonungslos aufgedeckt.

    https://www.youtube.com/watch?v=Ri-kVYDTEAk

  99. AvatarHendrik

    @Daniel

    Ich habe hier nie jemanden gelesen der als Nazi beschimpft wurde, bloß duzende mal Personen die sich als Opfer sehen.

    @ felix

    Deine Anmerkungen zu 2 sind doch einfach nur billig. Schade – die Diskussion wurde gerade erst sachlicher.

     

  100. AvatarImperceptus

    Ich mache mir eigentlich selten die Mühe mich in die Untiefen von Kommentarsektionen zu begeben, aber heut juckts mich schon.

    Es ist erschreckend zu sehen, das bei vielen der Rassismus offenbar schon so tief in ihrem Wertesystem verankert ist, das sie ihn selbst schon nicht mehr als solchen erkennen.

    Mit so einem durch Medien (Bild *hust) und Populisten verzerrtem Weltbild freut man sich dann auch mal gerne über absaufende Flüchtlinge – ich frag mich ehrlich wann das Wort „Untermensch“ wieder salonfähig wird.

    Wenn Menschen nicht verstehen wie es zur Machtergreifung Hitlers kommen konnte, lernen sie es in den letzten Jahren.

    Zum Thema Abschwung.

    Abwarten und Tee Trinken. Im Dezember hat auch jeder erzählt man müsse jetzt unbedingt verkaufen da der Abschwung nun unvermeidlich ist.

     

    Imperceptus

  101. Avatarchn

    Mir scheint, sobald einschlägige Begriffe wie z.B. Asylindustrie, Nazikeule, Lügenpresse, Gutmenschen auftauchen, das Niveau einer Diskussion schnell abnimmt? Ich glaube, Hasan hat schon den richtigen Begriff „dog whistle“ genannt. Ich empfehle, danach mal zu googlen. Tims Blog hat wohl inzwischen eine so große Reichweite, dass er sich als Ziel einer solchen Social Media Strategie lohnt. In den Kommentarspalten der Online-Magazine kann man das ja schon lange beobachten.

  102. Avatarsammy

    Nochmal zum Thema Konjunkturabschwung. Dieser ist natürlich von verschiedenen Faktoren abhängig. Der Hauptfaktor ist jedoch die Notenbankpolitik. Es wäre im Dezember durchaus so weiter gegangen wenn die Notenbank nicht eingegriffen hätte! Also möchte ich jetzt nichts mehr hören von wegen im Dezember haben auch alle den crash oder Abschwung herbei gerufen.

  103. Freelancer SebastianFreelancer Sebastian

    Man muss euch, -M und Der Baum, zustimmen. Leider wird Tims Blog zunehmend von Leuten mißbraucht, die ihr negatives politisches Welt- und Menschenbild transportieren wollen.

    Tim leistet hier hervorragende Arbeit und ermöglicht uns den Austausch zu den Themen Aktien, Börse und Vermögensaufbau. Darüber hinaus – was fangen wir eigentlich mit der FU an? – kommen Themen wie Gesundheit, Sport, Ernährung, bewußter Konsum/Minimalismus, Reisen und erbauliche soziale Beziehungen zur Sprache. Wunderbar. Motivierend. Lehrreich. Ein Pfad der positiven Persönlichkeitsentwicklung.

    Und dann sind da die Menschen, die einfach nur unzufrieden sind. Zu allererst mit sich selbst. Mit ihrem Leben. Sie spüren, dass sie stehen bleiben, dass da noch mehr ginge, dass sie einfach nicht zufrieden sein können. Aber da das dem Ego nicht schmeckt, müssen die anderen Schuld sein.

    Mal ist das der Staat mit seinen inkompetenten Beamten. Oder die Gutmenschen, mit ihrer naiven Hilfsbereitschaft. Oder die Geflüchteten, die sie nur ausnutzen wollen. Oder, oder, oder. Hauptsache die anderen sind schuld.

    Eigentlich eine unvernünftige Handlung. Wer sind denn die wahren Adressaten von Wut, Zorn, Hass und Neid? Man füttert und zerstört nur sich selbst (als Atheist komme ich nicht umhin, schmunzelnd darauf hinzuweisen, dass das die Intention der Lehre Jesu Christi ist). Mit euren Wutreden, eurem Zorn auf andere Menschen, eurem Hass macht ihr nur euch selbst kaputt. Dumm ist das.

    Selbstverständlich geht es  – wenn auch nicht bei allen – im Kern um Fremdenfeindlichkeit. Man darf das – noch, da sind die Gutmenschen vor –  nicht so offen kommunizieren und bedient sich daher der statistisch marginalen Einzelfälle, um ganze Bevölkerungsgruppen zu stigmatisieren.

    Die Auswirkungen sieht man dann auf der Straße, wenn Menschen mit fremden Aussehen belästigt und angegangen werden. So werden aus ersten Versuchsballons, die mit Sprache gestartet werden, tatsächliche politische Handlungen, die den Gesetzen dieses Landes widersprechen. Das ist die Strategie der AfD. Es gibt zunehmend rechte Attacken im öffentlichen Raum, aber man spricht doch lieber über den einen ausländischen Messerstecher. Und „die Medien“ spielen das Spiel mit, um sich nicht wieder dem Vorwurf auszusetzen, Verbrechen von Ausländern unter den Tisch fallen zu lassen.

    Während man dann über linke Chaoten bei G20 berichtet, erobern die Kameraden den öffentlichen Raum. Bei uns im Kiez ist regelmäßig zu beobachten, wie Kultureinrichtungen und engagierte Demokraten bedroht und geschädigt werden. Das ist Fakt. Vor ausländischen Messerstechern ist dagegen nichts bekannt. Es ist ein schleichender Prozess, der hier stattfindet.

    Ich kenne mittlerweile genügend Menschen mit polnischen, russischen, türkischen, albanischen, arabischen, serbischen, dänischen, holländischen und britischen Wurzeln, als dass ich der rechten Propaganda vom Kampf der Kulturen aufsitzen würde. Die überwältigende Mehrheit der Menschen in diesem Land, welcher Herkunft auch immer, möchte ein friedliches Miteinander, möchte, dass es der Familie gut geht, möchte von eigener Hände Arbeit leben, möchte einer sozialen Gemeinschaft angehören.

    Es stellt sich daher die Frage, Peteranderl, wie mit diesen Wutbeiträgen umgehen?

    Deinen Blutdruck senkst du, indem du Beiträge von bestimmten Lesern einfach ignorierst. Das betreibe ich mit unserem pessimistischen Stammleser, der einfach nicht aus seiner Haut kommt und sein ganzes Unglück, seine Unzufriedenheit, Verbesserungsvorschläge von Seiten der anderen ignorierend, in die Welt – hier in den Blog – posaunen muss. Er ist bemitleidenswert. Ich bin da aber ganz bei Bodo Schäfer. Ich kann ihn nicht ändern. Und es ist mein Recht, nicht von seiner Negativität beeinflußt zu werden. Ich halte mich fern, lese nichts und gut ist.

    Es geht immer darum, wie wir die Welt interpretieren. Das ist in meiner Hand. Dass das Leben ein auf und ab ist, das nicht alles gelingt… das kann ich nicht ändern. Es darf mich nur nicht lähmen und krank machen. Der ständige Fokus auf mein Unglück schenkt mir das ständige Unglück.

    Dann haben wir hier einen Leser, der sich wie ein ungezogener Bengel benimmt. Einfach ignorieren.

    Allerdings kommen dann immer mehr politische Welterklärer hinzu, die ihre bestellte Pizza mampfen – Obst und Gemüse ist nur etwas für Gutmenschen – und am Rechner aktiv werden mit Polemik, anstatt die echte Welt draußen besser zu machen.

    Auch für mich wird hier die Grenze überschritten. Diesen Leuten darf man nicht das Feld überlassen, sonst bilden sie sich noch ein, sie sprächen für die schweigende Mehrheit. Das ist gefährlich. Daher mein Dank an die Leser hier, die dem ständigen Unfug entgegentreten.

    Ansonsten würde meine Ignorierliste länger und länger. Schade, haben wir uns hier doch noch vor einigen Jahren ganz ausgiebig über Aktien, Vermögensaufbau, finanzielle Unabhängigkeit und das gute Leben ausgetauscht.

    @ Felix

    Du bist auf dem Holzweg.

    https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/kramer-fluechtlinge-arbeitsplaetze-101.html

    Im übrigen kann ich nicht nachvollziehen, wie jemand mit abbezahlter Villa – nehmen wir die durchschnittliche Behausung der Weltbevölkerung zum Maßstab -, Megaportfolio und einem ansprechenden Intellekt ausgestattet, seine Zeit mit so einem Kram vergeudet. Spazieren gehen und Schach spielen ist gesünder, als sich über den steuerraubenden Staat aufzuregen, glaube mir.

    @ Daniel

    Gendern ist nicht der Versuch die Sprache in irgendetwas zu retten, sondern es ist der Versuch einer kleinen Gruppe aufmerksamkeit zu bekommen.

    Du hast da etwas nicht verstanden. Wir reden hier von der Hälfte der Bevölkerung. Von welcher kleinen Minderheit redest du?

    Sprache ist Macht. Es macht einen Unterschied, ob ein kleines Mädchen von dem erfolgreichen Unternehmer, dem erfolgreichen Sportler oder dem erfolgreichen Arzt ( na, welche Bilder hast du im Kopf?) hört oder ob von einer erfolgreichen Unternehmerin, einer erfolgreichen Sportlerin oder einer erfolgreichen Ärztin die Sprache ist. Dazu gibt es Studien.

    Vielleicht versuchst du dich ein wenig im Philosophieren und gehst der Sache – zur Abwechslung ganz vorurteilsfrei – auf den Grund. Was sind deine Vorschläge, um der Problematik sprachlich entgegenzutreten?

    Ja, beim Versuch etwas zum Positiven zu ändern, entsteht viel Murks. So ist das halt. Versuch und Irrtum bis es passt.

    Mein Vorwurf lautet also nicht „Ewiggestriger“, sondern ganz simpel, dass du den Sachverhalt nicht zu Ende gedacht hast.

  104. AvatarGrinskeks

    Das Prinzip von Ursache und Wirkung ist allgegenwärtig.

    Die Ursachen für einige Versäumnisse liegen in der Regierung und der Ära davor.

    Die Wirkungen sind katastrophal. Bildung, Wirtschaft, Infrastruktur und demographische Entwicklung wurden nur ungenügend betrachtet und die Politik legt den Fokus auf Machterhalt statt Weiterentwicklung.

    Ich finde auch, dass anstatt statistisch erfolgter Integration eher eine echte Inklusion erfolgen sollte. Es ist mir unverständlich, warum hier keine rationale Debatte geführt werden kann.

    Gegensteuern kann jeder einzelne, indem er für sich selbst versucht, das Optimum herauszuholen und mit der richtigen Erziehung tut er das auch, ohne verbrannte Erde zu hinterlassen.

    Und weil das länderübergreifend funktioniert – und hier sind wir auch bei Immigration – kann ich jeden einzelnen verstehen, der sich verbessern will.

    Einige setzen das mit Diebstahl gleich und auch das kann ich verstehen – denn die Kosten übernimmt der Steuerzahler.

    Was kann man dagegen tun:

    Politischen Einfluss ausüben. Wählen,informieren,demonstrieren
    Sich bilden und selbst einen Weg finden
    Ethisch mit dem Thema auseinandersetzen und nicht der Wirkung die Verantwortung der Ursache geben
    Seine Kinder darauf vorbereiten, dass das richtige nicht unbedingt das beste für einen selbst ist und diejenigen, die nur an sich selbst denken zu meiden sind.

    Gruss

    Grinskeks

     

     

  105. AvatarAnna i.R.

    @ Freelancer Sebastian

    Deine Beispiele mit Ärztin, Unternehmerin, Sportlerin kann ich noch nachvollziehen. Aber wenn ich den Begriff „Gästinnen“ im Sinne von weiblichen Gästen höre, ne, da dreht es mir den Magen um. Damit verhunzt man doch die deutsche Sprache.

    Schöne Ostern wünscht allen

    Anna

     

  106. AvatarDjerun82

    @Freelancer Sebastian:

    Sorry, aber wer die Tagesschau als seriöse Quelle nennt, dessen Aussagen kann ich nun wirklich nicht ernst nehmen.

    Die Vielzahl der Flüchtlinge fällt mir weiß Gott nicht als fleißige Mitarbeiter im Supermarkt auf, sondern eher wenn ich Vormittags mit dem Kind zum Arzt gehe als Fünfer Herrengruppe im Park rumhängend.

    Und Nein, ich bin nicht ausländerfeindlich. Und Ja, ich habe etwas gegen die massenhafte Migration männlicher Flüchtlingen aus Nicht-Kriegsländern, die ich ungewollt mitfinanziere!

     

    Ich wünsche mir den reinen Tim Finanz-Blog zurück.;)

     

    LG Djerun

     

  107. AvatarSparta

    @Djerun

    Wer die eigene Wahrnehmung als seriöser einschätzt als eine quantitativ und qualitativ deutlich überlegene  Berichterstattung von einer Gruppe von demokratisch freien Menschen mit Pressefreiheit… der ist entweder ein ausergewöhnliches Genie oder verblendet von den eigenen Emotionen…

  108. AvatarGrinskeks

    @Sparta: wusstest du dass Gremien  der öffentlich-rechtlichen zu über 30% aus Politikern bestehen?
    Mitglieder aus Verbänden, die zusätzlich in Parteien oder parteinah sind, zählen hier natürlich noch nicht mit.

    Gremien stellen unter anderem die Intendanten und verabschieden das Programm.
    Daher informiert man sich meines Erachtens nach besser zusätzlich aus internationalen Quellen. Politisch unabhängig ist das Programm jedenfalls nicht.
     

     

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