Der Goldman-Sachs-Skandal macht weiter Schlagzeilen

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Eine Welle der Empörung bricht über Goldman Sachs herein. Selbst der bankenfreundliche Börsensender CNBC berichtete am Freitag in äußerst kritischen Tönen über die New Yorker Investmentbank. Es ist in der Tat angemessen, die Vorgänge zu hinterfragen. Was hat Goldman Sachs hier für ein Spiel gespielt? Hat die Bank Kunden Produkte angeboten, obwohl sie wusste, dass sie kurz vor dem Zusammenbruch standen? In internen Goldman-Emails gibt es jedenfalls Äußerungen, die in diese Richtung gehen. Und die Frage stellt sich, hat die Deutsche Bank solche dubiosen Doppelgeschäfte ebenfalls gemacht? Sprich dem einen Kunden die Position als Long-Geschäft angedreht und dem anderen Kunden die gleiche Position zum Verkauf (Shorten) empfohlen.
Nun erscheint auch John Paulson in einem anderen Licht. Zwar taucht der Name des Hedgefondsmanagers nicht in den Ermittlungsakten der SEC als Beschuldigter auf. Dennoch erscheint das Treiben des Milliardärs etwas dubios zu sein. Die „New York Times“ hatte in Ihrer Samstag-Ausgabe einen wirklich informativen Artikel über den Super-Investor.
Insgesamt sollten Sie jedoch auch die Rolle der SEC kritisch sehen. So nahm die Behörde jahrelang nicht Warnungen vor den Milliardenbetrügern Bernie Madoff oder Allen Stanford ernst. Die Behörde wartete viel zu lange. Nun will die SEC wohl Goldman Sachs an den Pranger stellen. Eine Institution! Die SEC will wohl zeigen: Wir schrecken vor nichts und niemanden zurück. Unterdessen will die Obama-Regierung die Finanzbranche stärker regulieren, sie entmachten. Das alles passt zeitlich gut zusammen. Goldman Sachs wird sich hunderte von Anwälte nehmen. Die besten der Welt. Papierberge werden dann produziert. Der ganze Streit wird schließlich wie das Hornberger Schießen ausgehen.

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