Bayer ist ein skrupelloser Konzern, der Menschenleben nicht scheut


New York, 20. März 2019

Bayer kommt nicht zur Ruhe. Der Agrarchemie- und Pharmariese erlitt abermals eine Niederlage vor Gericht. Im Prozess um das Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ ist Bayer wie es scheint auf der Verliererstraße. Die Aktie knickte heute um mehr als zehn Prozent ein. Eine Jury des Bundesbezirksgerichts befand am Dienstag einstimmig, dass „Roundup“ mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat wesentlich zur Krebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman beigetragen haben soll.

Bayer ist bekannt dafür, die Öffentlichkeit zu täuschen. Sie machen Geld auf Kosten der Gesundheit anderer. Bestes Beispiel ist ein Blutgerinnungs-Mittel, das die Leverkusener erst in den USA verkauft haben. Tausende Bluter haben sich in den 80er Jahren mit dem Aids-Virus infiziert. Als die Deutschen die verunreinigten Blutpräparaten in Nordamerika nicht mehr verkaufen konnten, schickten sie das giftige Mittel nach Asien und Lateinamerika, weil sie es nicht wegwerfen wollten?  Tausende haben Klage gegen das Unternehmen 2003 eigereicht.

Der Cholesterinsenker Lipobay hat über 100 Todesopfer in den USA zur Folge gehabt. Dass Bayer den Giftmischer Monsanto vor einem Jahr gekauft hat, passt also ins Bild. Während des Vietnam-Kriegs stellte Monsanto das Entlaubungsmittel Agent Orange her. Die in Agent Orange enthaltene Dioxin-Verbindung ist hochgiftig. Dioxin wird für über 100 Krankheiten verantwortlich gemacht. Es schädigt das Erbgut, führt zu Missbildungen (etwa zu fehlenden Gliedern und Gaumenspalten). Dioxin ist stark krebserregend, erzeugt Diabetes, Parkinson, psychische Schäden, Immunschwäche.

Ein Blick weiter zurück zeigt, dass Bayer während des Nazi-Regimes in Leverkusen tausende Zwangsarbeiter einsetzte. Im KZ Auschwitz bestellte der Chemie-Multi 150 Frauen für Experimente mit einem neuen Schlafmittel. Als die Frauen in den Versuchen starben, forderte ein Bayer-Mitarbeiter erneut 150 Frauen von KZ-Kommandant Rudolf Höss an. Das schrieb der Bayer-Mann an Höss im Laufe der Zeit:

“Bezüglich des Vorhabens von Experimenten mit einem neuen Schlafmittel würden wir es begrüßen, wenn Sie uns eine Anzahl von Frauen zur Verfügung stellen würden (…)”

“Wir erhielten Ihre Antwort; jedoch erscheint uns der Preis von RM 200.- pro Frau zu hoch. Wir schlagen vor, nicht mehr als RM 170,- pro Kopf zu zahlen. Wenn Ihnen das annehmbar erscheint, werden wir Besitz von den Frauen ergreifen. Wir brauchen ungefähr 150 Frauen. (…)”

“Wir bestätigen Ihr Einverständnis. Bereiten Sie für uns 150 Frauen im bestmöglichsten Gesundheitszustand vor, und sobald Sie uns mitteilen, daß sie soweit sind, werden wir diese übernehmen (…)”

“Erhielten den Auftrag für 150 Frauen. Trotz ihres abgezehrten Zustandes wurden sie als zufriedenstellend befunden. Wir werden sie bezüglich der Entwicklung der Experimente auf dem Laufenden halten (…)”

“Die Versuche wurden gemacht. Alle Personen starben. Wir werden uns bezüglich einer neuen Sendung bald mit Ihnen in Verbindung setzen.”

Bayer verkaufte Heroin in alle Welt. Es vermarktete die gefährliche Droge als beliebte Arznei. An Ahnungslosen probierte man erst das Rauschgift aus. Nach spärlichen Tests wird der Vertrieb angekurbelt. Das Heroin wird als Wundermittel gegen fast jede Krankheit, von der Bronchitis bis zur Multiplen Sklerose, angepriesen. Es entwickelt sich zum globalen Bestseller. Der deutsche Pharmamulti verdient Millionen. Was für Rückenwind sorgt, ist die suchtmachende Wirkung, was verschwiegen wird.

Ziemlich skrupelloser Laden. Nach dem Monsanto-Desaster wird sich Werner Baumann vermutlich nicht mehr lange an der Firmenspitze halten. Wer will ihn nach dem Image- und Kursdesaster noch dort haben?


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Bayer ist ein skrupelloser Konzern, der Menschenleben nicht scheut

  1. AvatarBruno

    Bayer kommt mir nicht ins Depot, egal wie günstig. Finde die Firma deutlich unethischer als Tabakkonzerne oder Waffenhersteller. Gerade der Monsanto-Laden, wenn die Menschheit die Insektenwelt kaputt macht, dann gute Nacht Menschheit, dann haben wir richtig harte Probleme und es gibt Hungerkatastrophen wie man sie noch nie gesehen hat. Natürlich will man das heute nicht glauben, aber es ist schon ein grosses Problem. 
    Man kann darüber lachen, aber wir haben ein Insektenhotel im Garten und der Garten ist auch ein richtiger Wildgarten, andere sagen vermutlich ungepflegt aber er ist gut für die Biodiversität. 
    Ich habe keine Angst um die Natur, die wird es überleben. Der Mensch aber wohl nicht, wenn er langfristig so weitermacht. Überkonsum und Umweltverschmutzung inkl. Bevölkerungsexplosion wird ihr Nötiges dazu beitragen.

  2. AvatarJamirael

    Hammer Artikel !
    Ich bin schwer begeistert.
    Und danke auch für den verlinkten Spiegel Artikel.

  3. AvatarThomas

    Skrupelloser Konzern Bayer? Und VW, BASF, IG Farben, Krupp, Deutsche Bank, Rheinmetall usw. Viel Spass bei weiteren Käufen, da wird nicht viel übrig bleiben.

  4. AvatarInsider

    Bei allen positiven Artikeln finde ich diesen wieder mal völlig überzogen. Tim widerspricht mit diesem Artikel wie von Thomas angesprochen so gut wie allen Artikeln pro Aktie davor. Bayer von heute mit IG Farben damals zu vergleichen …ich weis ja nicht . 

  5. AvatarSimon B.

    Mhm…Wo soll man weitermachen. Wieviel Kinderarbeit und schlechte Arbeitsbedingungen der Arbeiter steckt in euren Notebooks, Kleidungen, TV’s??!! Bei Bayer, Nestle mag dies stark ersichtlich sein, andere Unternehmen können es besser vertuschen. Wenn wir nur auf so etwas schauen, dürften wir gar keine Aktien haben. 
     
    Aus dem Aktionär:
    „Das schmutzigste, gewissenloseste, unverantwortlichste und am wenigsten nachhaltige Unternehmen mit dem niedrigsten ESG-Score aller 500 im S&P enhaltenen Firmen ist übrigens Warren Buffetts Berkshire Hathaway. Um so richtig Profit zu machen muss man offensichtlich sein Gewissen über Bord werfen – so wie Warren Buffett“, sagt Buchautor Thomas Gebert.“
     

  6. AvatarVarus

    Lieber Tim, so sehr ich Deinen Blog sonst schätze, heute liegst Du einfach extrem daneben. Ich weiß gar nicht welche Punkte ich alle nennen soll. Daher erst mal nur:

    Die heutige Bayer AG mit der damaligen I.G. Farben gleichzusetzen, ist schlicht unseriös. Ist dann gemäß dieser Logik die heutige BRD auch gleich dem damaligen Nazideutschland?
    Wissenschaftler/ öffentliche Institutionen kamen in hunderten Studien zu dem Ergebnis, dass Glyphosat bei richtiger Anwendung nicht gefährlich ist. Aber jetzt hat eine Jury aus Laien in kurzer Zeit eine Verbindung zwischen Glyphosat und Krebs ermittelt, und kann auf dieser Basis Recht sprechen? Liebe Leser bitte hinterfragt doch so etwas!
    Was reitet Dich, so eine Überschrift zu formulieren?

    Bei Interesse an differenzierteren Informationen zum Prozess/ Glyphosat schaut mal hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/glyphosat-entscheidung-in-den-usa-was-sie-fuer-das-krebsrisiko-bedeutet-a-1258760.html
    Wen das wirklich interessiert, der findet noch sehr viel mehr an guten Informationen zum Thema im Netz. Leider wird es jedoch auch teilweise sehr schnell unwissenschaftlich und irreführend.
    Tim, Du bist doch Journalist? So ein Text ist doch echt nicht Dein Niveau…

  7. Avatar-M

    Also den Artikel mag ich auch nicht sehr und ist sehr einseitig geschrieben. Ok Tim darfst du, ist deine Freiheit das zu schreiben…trifft aber auch nicht mein Geschmack…. aber das ganze nazi Zeug nervt mich nur noch. Vlt reagiere ich deshalb so. 
    Ich muss mich für nix entschuldigen was damals war.
    Meine Eltern ebenso wenig!
    Und selbst mein Opa war ein Kind damals, der muss sich auch für nix entschuldigen!!!
    Das sind 3 Generationen Menschen und eine Firma da an den Pranger zu stellen für Dinge wo keiner heute was zu kann ich weiß nicht….wie gesagt, man findet bei jeder Firma Müll wenn man sucht. 
    Und ja Krieg ist scheisse…. nur wenn der Staat sagt: baut Waffen bzw stellt Gift her oder sonst was dann ist das leider so…. oder was wurde bei Opel oder BMW gebaut im Krieg? Oder in amerikanischen Schiffswerften ….
    -M

  8. AvatarFelix

    Nunja, die Nazizeiten heranzuziehen, um einen heutigen Konzern, eine Aktiengesellschaft, zu charakterisieren, halte ich nicht für angemessen. Weder den Mitarbeitern gegenüber, noch den Aktionären. 
    Natürlich ist eine wirtschaftliche Tätigkeit auch immer mit Risiken verbunden. Gebaute Häuser können einstürzen, Flugzeuge können abstürzen, Medikamente können Nebenwirkungen haben, Schokolade macht dick, Netflix macht träge usw. Wie haben weiß Gott genug Moralisten, die sich darüber erheben und selbst nie etwas riskiert, probiert haben.
    Mich erstaunt, mit welcher Leichtigkeit, Konzerne (VW, Bayer, Boeing, Eon, Airlines, Foodproduzenten,   …) einer Fundamentalkritik unterzogen werden, obwohl wir alle diese Produkte täglich nutzen. Warum will halb Afrika nach Europa emigrieren, obwohl dort eher idylische, kleinbäuerige Strukturen sind, keine Feinstaub- oder NOx-Belastung herrscht, statt Schulmedizin und Pillen der Schamane das Sagen hat? Also all diese schlimmen Industriedinge nicht vorhanden sind.
    Wer wird in 20-30 Jahren die 10 Milliarden Menschen auf diesem Planeten ernähren können? Nicht die Kleinbauern, sondern – wenn überhaupt – die Agrarindustrie zusammen mit den Monsantos dieser Welt, welche die gentechnisch verbesserten und resistenden Pflanzen entwickeln. Es geht um Forschung, Entwicklung und Technologie, wenn wir nicht in kriegerische Gemetzel um die für die Überbevölkerung unzureichenden Ressourcen zurück fallen wollen, die keinerlei zivilisatorische Standards kennt.
    Ich bin froh, in dieser marktwirtschaftlich-kapitalistischen Welt zu leben, weil nur die eine vernüftige Versorgung mit Gütern sicherstellt. Alles andere hat bislang versagt,

  9. AvatarThomas

    @-M, hat man Dir einen Vorwurf gemacht? Wer sollte an Deiner Entschuldigung für Verbrechen die vor 80 Jahren geschahen interessiert sein? Unsere Aufgabe, ist meiner Meinung nach, darauf zu achten, dass sich diese Verführung nicht wiederholt. 

  10. AvatarSparta

    @Simon
    Wie soll denn dieses Ranking für Berkshire zu Stande gekommen sein? 
    @Tim
    Naja, ob die Lügenkampagne von Exxon zum Klimawandel nicht mal deutlich mehr Tote produzieren wird???

  11. AvatarChris k.

    Simon B.
    Warum sollte Berkshire hathaway das schlimmste sein? Wegen den vielen Stellen Streichungen? Oder weil die Züge atom Müll oder Öl transportieren? Oder das Eis Fett macht? Hätte gerne mehr Info.
    Bayer /Monsanto
    Mich wundert es nur sehr das alles und dieses glyphosat jetzt giftig ist, vor 2016 als Monsanto noch den Amis gehört hat, hats keinen interessiert. Seit der fusion nur noch Kläger. Oder irr ich mich? Klar Bayer hat oft scheiße gebaut, aber wieso werden grade deutsche Konzerne so auf der welt Bühne gerissen? Wenn es wirklich giftig ist, muss es natürlich sofort verboten werden! Ich liebe die Natur. Aber avocado’s tausende Kilometer geflogen und mit knappen Wasser fett gegossen inkl. Dürren Folgen ist genauso sch…. Micro Plastik im Grundwasser durch micro Plastik in Creme und Plastik verpacktes Wasser is auch scheiße. Müssen diese Unternehmen Strafe zahlen? Sollten wir alle gemeinsam alle Plastik Firmen verklagen? Wo anfangen wo aufhören.
    Politik :
    SPD Politiker denen ca. 35.000 Jobs, weniger wert sind als eine Mittel große lahme Bank regen mich auf.
    Andere Beispiele :
    Nestlé is furchtbar mit ihrer wasser politik oder procter an gamble mit ihrem micro plastic oder die palm oil Lebensmittel regen Wald abholzer wie von Unilever oder die Öl Konzerne wie BP die ständig iwo Öl alle Paar Jahre ins mehr lassen (chevron und ExxonMobil sauber? Umweltfreundlich?) , Johnson mit ihrem Asbest im Puder oder shell dass das komplette west Afrikanische Fluss delta verseucht bis heute oder woher bekommt Apple die ganzen seltenen Erden für die Elektronik? Wer verklagt shell? Die armen Afrikaner? Die haben paar  Dollar bekommen… Bayer zahlt wahrscheinlich paar Millionen/Milliarden, sind Amis mehr wert? Und was im Krieg war, war grauenhaft. Hoffentlich kommt nie mehr Krieg und hoffentlich hält Europa zusammen.
    Ich habe ein paar Bayer Aktien, aber ich werde erstmal abwarten bevor ich nach kaufe oder doch verkaufe, weil wie Tim schon gesagt hat, der Ceo/ Chef ist eine Niete. Aber Bayer ist nicht böser als andere. Mega traurig das die sowas verkaufen auf Kosten anderer wahrscheinlich sogar bewusst aber wir tanken auch alle wöchentlich weiter obwohl wir wissen die Kindes Kinder werden drunter leiden. Müssen alles mal in Frage stellen. Hoffentlich aber nicht unsere Aktien. Dann hätten wir die letzte Chance auf Freiheit ohne lotto gewinn verloren.
    Was sagt ihr zu bakkafrost? Werde ich mir auf die watch list setzen. Umweltfreundlich und hat Zukunft. Aber nicht billig.
    Gute Nacht zusammen
     

  12. AvatarSebastian

    Lieber Tim,
    eigentlich mag ich Deine Artikel sehr. Aber dieser ist leider einseitig und undifferenziert. Wieviele Menschen sind schon an Coca Cola gestorben?
    LG
    Sebastian

  13. AvatarSteffen

    Hoppla, was ist denn hier plötzlich los? Über die Nazizeit will man nichts hören, dass Anlegen in Aktien auch eine moralische Komponente hat…will man auch nicht hören.
    Vielen Dank Tim für diesen kritischen Artikel, der aufzeigt, dass Rendite nicht über alles geht, bzw. dass man sich schon auch mal Gedanken machen sollte, wo man investiert ist.
    LG
     

  14. Avatarsgehtimmerweiter

    Hallo zusammen,
    nach langem Mitlesen möchte ich diesen Artikel zum Anlass nehmen einen Punkt zu bemerken, der mir in den Anlageentscheidungen wichtig ist.
    Vorab finde ich die Themenauswahl und die Regelmäßigkeit super, sodass ich fast jeden Tag die aktuellsten Blog-Einträge verfolge.
    Ich habe sehr früh angefangen Aktien zu kaufen und bereits bei meinem Vater „virtuelle“ Aktien für ein paar Mark aus dem Wirtschaftsteil der Zeitung kaufen können. Mit 18 habe ich mein eigenes Depot selbständig eröffnet. Die „Kursgewinne“ bis dahin hat mein Vater dann in Echtgeld dort eingezahlt.
    Sicherlich ist vieles richtig, was hier diskutiert wird. Wenn man nur nach der Rendite geht, und der S&P 500 nunmal schwierig zu schlagen ist, macht es Sinn wie hier schon >100x erwähnt, einen globalen oder S&P 500 ETF aufzubauen.
    Wenn man sich jedoch überlegt, in welche Firmen man dabei investiert, so sind eben viele dabei, bei denen man ein Ungleichgewicht zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit findet. Dabei ist Bayer wahrscheinlich nicht einmal der ethische Tiefpunkt. Der Artikel heute wirft leider zu viel in einen Topf, was kaum zusammen diskutiert werden kann, aber es zeigt, dass für mich einige Firmen als Anlage ausscheiden.
    Ich kenne mich in der Pharma-Branche relativ gut aus. Der Markt ist enorm. Nicht immer werden die besten Medikamente zugelassen, sondern häufig die ersten. Das führt dazu, dass die Studien nicht immer auf Sorgfalt getrimmt sind. Die Entwicklung eines neuen Medikaments kostet so viel (>1 Mrd Euro), weil viele Studien zu keiner Zulassung führen, obwohl bereits ein enormer Forschungsaufwand betrieben wurde. Es wird mit allen Mitteln versucht in den Markt zu kommen, zum Teil werden negative Studienergebnisse nicht berichtet etc (das bezieht sich nicht ausschließlich auf die Firma Bayer). In Deutschland kann zudem für ein neu zugelassenes Medikament über den gemeinsamen Bundesausschuss (regelt die GKV-Leistungen) im ersten Jahr fast jeder Preis verlangt werden. Dies lässt die Kosten für Arznei explodieren und entzieht dem Gesundheitssystem enorme Ressourcen, die zB für adäquate Pflege im Alter fehlen. Selbst bei einem sog. Breakthrough-Medikament, welches wirklich eine signifikante Verbesserung der Situation aller Betroffenen bewirkt hat und zurecht einigen Firmen Milliardengewinne beschert hat, haben die Pharma-Konzerne einen Weg gefunden nach Ablauf des Patentschutzen die Kosten sogar noch zu steigern. https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7506 . Die Studien der Firma Gilead, die für ihre 1.000 Dollar pro Tag Hepatitis-C Pille berühmt geworden ist, waren auch schwächer und unsauberer als die der Konkurrenz. Nur waren sie eben schneller fertig und haben den kompletten Markt dadurch gewonnen.
    Kurzum, ich kann mit gutem Gewissen nicht in Pharma-Werte investieren. Ebenso ungern investiere ich in Banken (weil ich es völlig undurchsichtig finde, welche Geschäfte sie betreiben), Waffen, Tabak, etc. 
    Aus diesem Grund suche ich nach Alternativen und zahle gerne etwas mehr TER, wenn dafür bestimmte Anlagen nicht berücksichtig werden. Wenn jemand eine Idee zu einem vertretbaren Investment hat, gerne her damit… Ich habe mir angewöhnt zB Klima-Fonds nach ihren Bestandteilen zu durchsuchen, dabei stößt man auf einige interessante Firmen.
    Beste Grüße, T
     
     

  15. AvatarNico Meier

    In der Nazizeit ist viel Unheil angerichtet worden.
    Agent Orange ist eine Entlaubungsmittel das von Chemiekonzernen entwickelt worden ist. Die Entscheidung es im grossen Stil aus Flugzeugen über bewohntem Gebiet abzuwerfen haben die Amerikaner getroffen. Ist eine Firma die Waffen herstellt verantwotwortlich für die Greueltaten eines diktatorischen Regimes? Wenn der Attentäter in Neuseeland 50 Menschen tötet und dabei Schuhe von Nike trägt oder am Morgen einen Nespresso kaffee getrunken hat ist dan Nike und Nestle Schuld am Terroranschlag?
    Brasilien wollte Mittel die Glyphosphat enthalten verbieten. Die Bauern haben sich dagegen gewehrt, da sie sagen es gäbe keine wirksamen Mittel ohne Glyphosphat!

  16. AvatarMyownfreekingdom

    Also ich bin da voll deiner Meinung Tim und ich finde es enteuchend das man so eine absolut vollkommen unetische Firma in Schutz nimmt nur weil man selbst Aktionär ist. Ich wüsste nicht was diese Firma je zur Werthaltigkeit der Menschheit bei getragen hätte.

  17. Avatarmbox

    Bevor ich vor ca. 10 Jahren mit meinen Aktieninvestments begonnen hatte, musste ich mich immer wieder verinnerlichen, dass in dem Kontext es immer um das Streben nach Gewinn geht.

    Wozu das führt, beschreibt eine mehrfach ausgezeichnete Dokumentation (es kommt auch Monsanto vor):

    ‚The Corporation‘ stellt die Frage nach der geistigen Gesundheit einer Institution, die im Geschäftsverkehr die Rechte eines Menschen genießt, ohne sich um menschliche Werte zu kümmern. Der Film führt den psychopathischen Charakter der Institution “Großkonzern“ anhand von haarsträubenden Fallstudien vor. Sie zeigen, wie Unternehmen uns beeinflussen, unsere Umwelt, unsere Kinder, unsere Gesundheit, wie sie Medien und Demokratie manipulieren.

    youtube: https://www.youtube.com/watch?v=Y888wVY5hzw
    Amazon: https://www.amazon.de/Corporation-OmU-Mark-Achbar/dp/B000Q5VZXU

    Daher habe ich gelernt, sehr achtsam in den Investments zu agieren und deren Werte immer wieder mal zu prüfen.

  18. AvatarChristian

    Also die Kommentare sind – mit Verlaub – teilweise nicht nachvollziehbar. Selten habe ich so viel Stuss gelesen.
    Wenn Tim Menschenverachtendes zitiert „wir bestellen 150 Frauen als Ware um diese umzubringen, verhandeln zuvor noch den Preis und bemängeln die Güte der Ware“ – dann möchten manche nicht damit konfrontiert werden, weil das ja gar nix mit der modernen Bayer AG zutun hat? Und die Deutschen doch bitte nach so langer Zeit nicht mehr für alles Schuld sind? Vielleicht sollten wir ja dem „Vorschlag“ von Alexander Gauland folgen auf auf die „Leistung“ der Deutschen Soldaten im WW2 stolz sein? Auch haben der Kommentator @-M, dessen Eltern und dessen Opa gar nix mit den Greultaten der Nazis tu tun. Super! Herzlichen Glückwunsch. Fakt ist, die Verbrechen haben stattgefunden. Fakt ist, der Kontinent Europa lag in Schutt und Asche. (Und nicht nur Europa). Fakt sind ca. 50 Millionen Tote. Fakt ist, dass in Konzentrationslagern der industiralisierte Genozid durchgeführt wurde. Fakt ist, dass ein Regime Hass und Rassismus zur Steuerung einfesetzt wurden.
    Das darf sich niemals wiederholen. Niemals.
    Da Neuseeland erwähnt wird: Wenn ein rießen Arschloch, dessen Erbsengehirn von Hass, Rassenwahn und Fakenews zerfressen ist mit Kriegswaffen in eine Kirche geht um Memschen zu töten, dann kann Nike oder Nespresso nichts dafür. Facebook, welches zu lasch gegen Fakes und Gewalt im Internet vorgeht (der Stream des Attentats wurde live gesehen, keiner der Zuschauer hat die Polizei gerufen) und die Waffenhersteller, die es ermöglichen, dass (halb)automatische Feuerwaffen in die Hand von Zivilisten geraten, haben aber sehr wohl eine Verantwortung. Trump hat nach den US-Anschlägen (ja, Plural!) nichts unternommen. Mal sehen, ob Neuseeland es schafft.
    Agent Orange: Ich war 2018 in Vietnam. In Saigon gibt es ein Kriegsmuseum. Es ist spartansich ausgestattet. Es hängen nur Fotos an der Wand. Ein Raum heißt: Die Kriegsverbrechen der USA. Ein anderer Angent Orange. Ich musste nach dem Besuch des Museums weinen. Ich habe selten so unzinsiert Hass und Gewalt gesehen. Es war furhtbar: es waren Kriegsverbrechen, bzw. Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Noch heute werden Kinder geboren, die auf Grund von Agent Orange schwer fehlgebildet sind. Einfah mal googlen. Man kann dort spenden. Ich habe 200€ gespendet und werde dies wieder tun. Es ist unfassbar, aber schön zu sehen, dass die Vietnamnesen den USA verziehen haben. Es gibt dort keine Wut und auch keinen Hass. Bemerkenswert.

  19. Avatar-M

    Thomas 
    Mich nervt es einfach, dass die heutige Generation immer noch gefühlt zu Kreuze kriechen muss, wegen etwas was vor langer Zeit gewesen war. Und eine Firma nur weil sie damals was herstellen musste, muss sich doch heute nicht mehr damit vergleichen lassen was im Krieg geschah.
    Die Amerikaner machen es schlauer…. die halten sich die Menschen die sie ausgerottet haben in reservaten, da können Interessierte immer mal schauen und alles bleibt im Gedächtnis…in Australien das gleiche….naja die Wüste ist ja groß genug für die Ureinwohner. Ob die Australier auch in den Straßen Stolpersteine aufstellen und den Menschen gedenken….
    Mich regen so Themen auf.
    -M

  20. AvatarDaniel

    Wenn Tim Menschenverachtendes zitiert „wir bestellen 150 Frauen als Ware um diese umzubringen, verhandeln zuvor noch den Preis und bemängeln die Güte der Ware“ – dann möchten manche nicht damit konfrontiert werden, weil das ja gar nix mit der modernen Bayer AG zutun hat?
    Und was genau sollte jetzt Deiner Meinung nach passieren? Soll das Unternehmen jetzt aus Scham dichtmachen und seine tausenden Arbeiter auf die Straße setzen weil es vor 80 Jahren mal eine Konzernführung gab die mit der heutigen nichts mehr gemein hat? Etwas absurd. Und ohne das schönreden zu wollen, Bayer war da einer unter vielen. Und dafür muss man nicht nur in Deutschland herumschauen, Henry Ford war glühender Judenhasser und hat nie einen Hehl daraus gemacht. Sollte ich jetzt 80 Jahre danach keinen Ford mehr fahren deswegen?
    Und die Deutschen doch bitte nach so langer Zeit nicht mehr für alles Schuld sind? Vielleicht sollten wir ja dem „Vorschlag“ von Alexander Gauland folgen auf auf die „Leistung“ der Deutschen Soldaten im WW2 stolz sein?
    Ob man auf seine Soldaten stolz sein soll muss jeder selbst für sich entscheiden, die wenigsten dieser armen Schweine dürften jedenfalls Spaß daran gehabt haben in den Krieg zu ziehen der von einer kleinen elitären Kaste geplant wurde. Oder meinst Du jemand verlässt aus guter Laune seine Familie und Kinder um in eine Schlacht zu ziehen bei der man annehmen muss dass man nie wieder zurückkommt? Etwas hochnäsig finde ich.
    Und den Kindern die man dort im Krieg an die Front geschickt hat ist ebenfalls kein Vorwurf zu machen, sie wurden bereits in der Schule völlig umprogrammiert. Ob man auf der guten oder schlechten Seite stand weiss man erst hinterher, Fakt ist, diese Menschen haben ihr Leben für dieses Land gegeben weil ihnen jemand das befohlen hat. Da ist etwas Ehrerbietung meines Erachtens schon angebracht. Ich frage mich wieviel Scham die Franzosen mit Napoleon haben der auch unzählige auf dem Gewissen hat, oder die Römer die halb Europa unter ihre miltiärische Herrschaft genommen haben und wo sich heute die Menschen die bewusst gebauten Triumphbögen anschauen. 
    Oder das britische Empire das in den Kolonien um sich gegriffen hat. Oder die Sklavenhaltung der Amerikaner. Bayer ist nunmal der deutschen Geschichte.
    Fakt ist, der Kontinent Europa lag in Schutt und Asche. (Und nicht nur Europa). Fakt sind ca. 50 Millionen Tote. Fakt ist, dass in Konzentrationslagern der industiralisierte Genozid durchgeführt wurde. Fakt ist, dass ein Regime Hass und Rassismus zur Steuerung einfesetzt wurden.
    Fakt ist, das ist 80 Jahre her, und wird sich auch nicht wiederholen nur weil Bayer ein Pflanzenschutzmittel herstellt. Auf welchen Vergleich willst Du bitte hinaus? Die Führung von Bayer-Alt lebt nicht mehr und ich wüsste nicht dass wir derzeit in einer Militär-Diktatur leben die Unternehmen zu solchen Rüstungshandlungen zwingt.
     
    Ich finde den Artikel dieses mal leider sehr eindimensional. Wenn man in der Geschichte der Firmen gräbt die in Chemie, Automobilbau, Metallverarbeitung usw. tätig sind oder waren, dann wird man spätestens beim zweiten Weltkrieg häufig etwas finden. Auch Opel und VW sowie BMW und Daimler die damals auch involviert waren. Diese Unternehmen haben mit den damaligen nichts mehr zu tun, und wenn man diese Spirale der Schuld wieder zurückdreht dann sind wir wieder bei Kolonien, wer hat wann wen in Europa überfallen und ausgeraubt usw. und damit ist auch keinem geholfen. 
    Auch Roundup bzw. Glyphosat wird mir in den Medien immer zu eindimensional dargestellt. Ohne dieses Mittel würden heute dutzende Menschen Hunger leiden weil die Monokulturen eben anfälliger sind. Und oftmals wird das Mittel auch falsch eingesetzt, zu viel, zu hoch dosiert. Aber wir Deutschen mit unserer moralischen Überheblichkeit können ja gerne wieder aufzeigen was andere falsch machen. Wir sind ja auch nicht diejenigen die dann Hungern wenn mal eine Ernte nicht so gut ausfällt.

  21. AvatarChristian

    @Daniel: Ich will damit sagen, dass wir alle (Privatpersonen, Unternehmen) Verantwortung tragen. Wir müssen unser Miteinander so gestalten, dass es frei von Kriegen ist. In Europa haben wir das glücklicherweise die letzten 70 Jahre geschafft und das ist ein großes Geschenk, welches es zu wahren gilt. Weltweit gab und gibt es leider zu viele blutige Konflikte.
    Irgendwelche Vergleiche, wer jetzt schlimmer ist oder war, wer mal schlimm war und jetzt nicht mehr ganz so schlimm oder wer auch schlimm ist aber unter dem Radar fliegt helfen nicht weiter.

  22. AvatarMax

    Sorry Tim, aber das ist der schlechteste Artikel, den ich hier bislang gelesen habe. Das liegt nicht nur am Inhalt, sondern auch der dem Schreibstil

    Schreibstil

    Persönlichkeit: Deine Beiträge haben immer eine persönliche Note. Du hast einen Bezug zu dir selbst, deiner Vergangenheit, deinen Erfahrungen oder deiner Meinung. Du kennzeichnest deine Meinung und betonst auch oft, dass auch andere Meinungen okay sind. In diesem Artikel fehlt mir das alles. Liest sich eher wie „Der Spiegel“ als wie ein Blog. Wo bist du?
    Motivation: Man kann immer leicht erkennen, warum du einen Artikel schreibst und was du damit erreichen möchtest. Du möchtest dein Wissen und deine Meinung zum Investieren, langfristigen Denken etc weitergeben und uns motivieren. Aber was soll diese Kritik an Bayer? Was willst du damit erreichen

    Kritik an Bayer:

    Vergangenheit: Ja, Bayer hat in der Nazi-Zeit und den 80er Jahren Sachen gemacht, die damals okay aber heute total undenkbar waren. Aber das ist alles schon 30 Jahre her. Klar soll Bayer Verantwortung für die Fehler von damals übernehmen. Aber ein Großteil der Firmenkultur, Mitarbeiter und Unternehmensziele sind komplett ausgetauscht worden seit damals. Man muss ja Konzernen (wie auch Menschen) erlauben, aus Fehler zu lernen und zu ändern. Bloss weil damals etwas schief gelaufen ist, muss das nicht heißen, dass es heute noch so ist. Technologie und Qualitätskontrolle haben sich stark verbessert.
    Niederlage vor Gericht: Es war ein Laiengericht, dass dieses Urteil getroffen hat. Da hätte auch ich sitzen können und hätte da am Urteil mitentscheiden dürfen (oh je). Es ist nicht entschieden, sondern wird nochmal an die nächsthöhere Instanz weitergegeben. Ist also kein endgültiges Urteil. Und selbst wenn, nur weil ein (Laien)-Gericht sowas entscheidet, bedeutet das nicht unbedingt, dass es auch wirklich so ist.

    Ja, ich habe Bayer im Depot. Ich weiß, dass es kein einfaches Business ist und dass man sich oft der Kritik aussetzt wegen Umwelt, Abhängigkeit und Nebenwirkungen. Habe aber eher Respekt vor dieser Herausforderung.

  23. Avatarfinanzmixerin

    Wenn man sich einen „ethischen“ ETF anschaut, z.B. LU0629459743 dann kann man wahrscheinlich darüber streiten, ob Pepsico und McDonalds, die beide da enthalten sind, so ethisch sind.
    Ich finde es sehr schwierig, nach ethischen Gesichtspunkten zu investieren.
    Selbst an Gold als phyischem Edelmetall klebt Blut.
    Viele Grüße
    Tanja

  24. AvatarDiana H

    Tim, das war sehr mutig von Dir und ich feier Dich sehr dafür! Nach meiner Frage bzgl. Aktien und Bibel (Danke für die Antworten!!!) habe ich mich gegen Aktien entschieden und bin dabei mein Depot aufzulösen. Auch wenn ich vorher schon sehr vorsichtig bei der Auswahl war und Bayer, BASF, AT&T, Apple etc. gemieden habe; kann ich trotzdem nicht wissen was drin steckt.
    Bayer hat sehr wohl etwas mit I.G. Farben zu tun. Die Verbindung findet man vielleicht nicht auf Anhieb und nicht in den ersten Sätzen von Wikipedia, da muss man eben mal tiefer graben. Und je tiefer man gräbt, desto mehr tut sich auf. Jedenfalls sind aus I.G. Farben 3 Firmen herausgegangen: Bosch, BASF und Bayer. Aber auch Merck spielt da mit rein und viele andere Firmen. „Klasse“ dabei ist natürlich, dass man sich nach dem Krieg sämtliche Patente sicherte, aber Anklagen umging. Da man jetzt als ein ganz neues Unternehmen dastand. Übrigens wurden auch die Aktien dementsprechend verändert. Glücklich derjenige der damals Aktien von I. G. Farben hatte…
    https://images.app.goo.gl/sbDQdzAVyd2mXNBf7
    Interessant sind auch einige Namen, die auftauchen und nicht verurteilt wurden. Aber dafür muss man schon Bücher wälzen. Auch da findet man dann Verbindungen zu heutigen Politikern. Bleibt eben alles in der Familie.
    Auch wenn jetzt viele sich mockieren. Oder sich alles zusammenlegen, dass es dann für sie passt. „Was kann ich denn für diktatorische Systeme?“ Im Ernst!? Aber davon profitieren!? Setzt euch noch mal hin, geht die Geschichte durch und die Verbindungen. Wer hat wen geheiratet? Es tauchen irgendwann immer die gleichen Namen auf (von Liebesheirat kann man da nicht sprechen…bis heute nicht). Dann tut sich ein ziemliches Bild auf. 
    Die Sache mit der deutschen Bank wundert dann auch niemanden mehr. Einfach mal die Gründungsmitglieder und die Verflechtungen durchgehen.
    Procters & Gamble hat momentan auch einige Klagen am Hals.
    Auch wenn man sich das Gegenteil wünscht und sämtliche Ratgeber einem etwas anderes erklären: positives Denken, „Wo gehobelt wird, fällt auch Späne.“, „Doof ist, wer nicht mit macht.“ etc., kann ich mittlerweile nur noch an den gesunden Menschenverstand appellieren. Denn wer schreibt solche Bücher und ist Profiteur dieser Manier? (Um wem gehören die Verlage.) Solche die damit ungehindert Geld machen. Und warum werden Aktien staatlich gefördert? (USA) Schweigegeld. So lange ich Dividenden und Kurssteigerungen einstreiche und es nur Andere trifft, juckt es mich nicht. 
    Ich wünsche euch jedenfalls einen klaren Moment  fernab von „Experten“-Meinungen und Selbstoptimierung. Und Tim, ich hoffe Du forschst weiter. Schließlich bist Du ja ein Journalist. Nächstes Thema vielleicht. Was wurde aus den deutschen Banken nach 1945? (Wer waren die Gründer der deutschen Bank? Wer waren ihre Vorfahren?) Die sind ja nicht einfach verschwunden.
    Oder wie kam es zur Positiven Psychologie? Wie alt sind diese Bewegungen wirklich und von wo kommen sie? (Übrigens kommt der Grundgedanke aus der Bibel, da war es allerdings Gottvertrauen. Nun vertraut man sich selbst oder irgendwelchen selbsternannten Experten.) Positivismus? Alles andere Ausblenden um nur das Positive zu sehen? Echt clever. Selbstbetrug mit gutem Gefühl.
    Und gestern fragte ich mich. Was passiert eigentlich mit Nabelschnur, Nabelschnurblut und Nachgeburt? Wo geht das eigentlich hin?
    „Üblicherweise wurden noch bis vor 20 Jahren die Plazenten der Kosmetikindustrie übergeben,…“ https://www.gaed.de/informationen/merkblaetter/plazenta.html
    Wer kauft dann mal Aktien von Ambrosia?
    https://www.google.com/amp/s/m.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/silicon-valley-teenager-blut-fuer-die-alten-15042166.amp.html
    Ich finde das echt übel.
     
     
     

  25. Avatarchn

    Meine Güte, was für eine Hysterie mal wieder.. Glyphosat wird seit 1974 erfolgreich eingesetzt. Seitdem konnte in zig Studien kein eindeutiger Zusammenhang zwischen dessen Einsatz und Krebs nachgewiesen werden. Das alles schiebt nun eine Laienjury in den USA einfach beiseite und urteilt offenbar aus dem Bauch heraus. Das wird nun zum Anlass genommen, nach weiteren Gründen zu suchen, warum Bayer die Ausgeburt aus der Hölle ist. Derweil macht Bayer weiterhin gute Geschäfte, denn darüber, wie ansonsten die Ernährung der unvermindert wachsenden Weltbevölkerung sichergestellt werden soll, spricht keiner.

  26. Avatar42sucht21

    @Tim
    Mutiger, polarisierender Artikel mit interessanten Details. Ich finde den gut.
     
    @wie ansonsten die Ernährung der unvermindert wachsenden Weltbevölkerung sichergestellt werden soll
    Eigentlich sollte Heute klar sein, dass ein Pflanzenvernichtungsmittel mit einem solchen Wirkmechanismus wie Roundup nicht global in großen Mengen eingesetzt werden darf ohne äußerst stark die Umwelt zu verändern (und Sozialstrukturen gerade in ärmeren Staaten). Ich empfehle 2 Std. zu investieren und über die ‚Grüne Revolution‘ nachzulesen (ca. 1940-1970) und die Auswirkungen auf Anbaugebiete von Baumwolle, Reis und Mais und die Monopolisierung des Saatguts und des Vertriebs und die Verschuldung der Kleinbauern, Landverluste und Suizide. Gerade in den armen Ländern als Geschenk Gottes vertrieben kann die arme Landbevölkerung oft die Anleitung zur richtigen Anwendung dieser Mittel gar nicht Lesen, verstehen und befolgen. Nein Danke. Die grüne Revolution wird übrigens als gescheitert betrachtet.
     
    @Thomas / Steffen / Christian / sgehtimmerweiter
    Mir gefallen Ihre Kommentare.
    (Christian: Ich war ca. 2 Monate in Vietnam und habe auch u.a. das Museum besucht. Sehr bedrückend. Leider habe ich auch Cu Chi (& Shooting Range) besucht und etwas fassungslos und verärgert das angetrunkene Partyvolk aus US/AUS/EU betrachten können welches auch mal mit was großem ballern wollte.) Weniger Tage nach meinem Besuch von Choeung EK und den ruhigen Kambodschanern fand ich das Betragen der Touristen aber auch die Art der ‚Veranstaltung der kommunistischen Partei Vietnams‘ äußerst unangemessen.
     
    @ethisches investieren
    Jeder baut sich seine Ethik wie er mag. Da halte ich mich raus.

  27. AvatarInsider

    @olek und @tim
     
    Ich denke Tim will traffic erzeugen , dass ist sein gutes recht . er wiederspricht sich ja nicht nur in verschieden Artikeln sondern auch teilweise innerhalb eines Artikels mehrmals selbst. (Immobilien vs Aktien oder fast in jedem zweiten Artikel einzelaktien vs etf ) 
    Er legt damit natürlich die Grundlage für angeregte Diskussionen. Wenn das ganze sachlich abläuft ist es ja auch in Ordnung . die Darstellung von Bayer oben ist aber mehr als skandalös. Tim bitte bleib deinem ursprünglichem Stil treu und werde nicht nur des traffics willen so unsachlich . auch einige Artikel in denen extrem über andere Menschen gelästert wird,  finde nicht nur ich unangebracht.  Langfristig tust du dir und deinem blog damit keinen gefallen .

  28. AvatarThorsten

    Mir fallen nur abstruse Erklärungen ein, zur Erheiterung schreibe ich sie auf :
    1 Tim ist bei den Linken eingetreten, fühlt sich schuldig an den Hungernden in Afrika, fühlt eine Erbschuld und verkauft gerade alle seine Aktien, um anschließend im Kloster zu leben
    2 Tim ist Agent eines US-amerikanischen Chemieunternehmens
    3 Tim hat sich mit Bayer Optionsscheinen verzockt und muss jetzt ganz lange Strümpfe stricken, um über die Runden zu kommen
    4 es ist eine handwerkliche Studie und soll bloß zeigen, ob der Journalist einen Clickbait generieren kann.
    5  Tim hat ein frei verkäufliche Opioid intus gehabt, als er das schrieb. Dann mildernde Umstände.
    6 Es ist ein Ablenkungsmanöver von der desaströsen US Chemiesparte, Trump hat ja (in echt jetzt, nicht erfunden) gerade unterzeichnet, dass hochgiftige Minenabfälle wieder in nahegelegene Gewässer eingeleitet werden dürfen.
    7 es ist eine Arbeitsprobe, die er beim Herzblatt Spiegel einreichen möchte. Das könnte gelingen. Alles was ‚Nazi‘ enthält bekommt dort eine Schlagzeile.
    ..

  29. AvatarQuerdenker

    Mir gefällt der Artikel, Bayer ist ja auch wirklich ein Moloch. Das Urteil ist aber vollkommen daneben und ein absoluter Witz, wenn man die mögliche Tragweite bzw. Ausstrahlungswirkung dieses Urteils betrachtet. Aber wir leben in einer Welt, in der auf Zigarettenschateln tatsächlich „Rauchen ist tödlich“ steht – was für ein Nonsense. Mit einem Flugzeug senkrecht und unangespitzt in den Boden zu fliegen ist tödlich, Rauchen ist es nicht. Rauchen KANN tödlich sein und einen vorzeitigen Tod begünstigen, es ist ein Risikofaktor. Bei Roundup ist es exakt die selbe Nummer: Selbst wenn es – entgegen der Studien – Krebs begünstigen würde, wäre es ein Risikofaktor. Eine Kausalität herzustellen, wie eben geschehen, ist juristisch nicht vertretbar. Dann sind wir wirklich so weit, dass man jeden für alles verklagen kann..
    Möglicher Krebs ist aber gar nicht das Problem. Wenn die Menschheit sich selbst vergiftet, soll es mir recht sein. Das Problem ist, dass die Insektenwelt mithilfe der Monsantos dieser Welt systematisch vernichtet wird. Kann mir gestohlen bleiben.
    Wie wir also 10 Milliarden Menschen ernähren? Na am besten gar nicht. Wir haben jetzt schon zu viele, denen so langweilig ist, dass sie nichts Besseres zu tun haben, als zu morden und zu vergewaltigen und/oder nach Europa zu kommen. Wie soll das bitte mit 10 Mrd. funktionieren? Sorry, wenn ich da lachen muss ^^
    Ich bin sehr zufriedener Besitzer von Tabakaktien und habe auch absolut kein Problem mit der Rüstungsindustrie, aber sehr wohl damit, dass der Mensch meint, sich alles Untertan machen zu müssen und Tier und Pflanzenwelt rücksichtslos und ausschließlich zu seinen Zwecken unterordnet, währenddessen er sich wie verdammter Krebs ausbreitet. Wenn er meint, sich totzusaufen, totzufressen, totzurauchen oder totzuschießen, bin ich sicher der Letzte, der im Weg steht. „Moral und Ethik“ – ach wie schön – sehe ich da in einem weit größeren und umfassenderen Rahmen, als nur auf den Mensch bezogen.
    Wäre vielleicht nicht ungesund, wenn wir auch mal wieder von natürlicher Selektion betroffen wären. 
    Insekten und insektenfressende Wirbeltiere erfahren das derzeit auf die harte Tour. Vergifteter und gespritzter Mais und platte Wiesen so weit das Auge reicht – und dadurch Wegfall der Lebensgrundlage.
    Jäger argumentieren gerne damit, auch wenn es Bullshit ist, weil sie damit ausschlieslich archaische Triebe befriedigen, dass durch die Jagd die Wildpopulation geregelt und „Flurschäden“ vermieden werden. Diese Anmaßung ist ja schon witzig genug. Wenn man das Ganze jetzt – ganz zynisch und nüchtern – betrachtet, musste eine andere Spezies im Fadenkreuz landen, die für weit größere und schädlichere Flurschäden verantwortlich ist 🙂
     
     

  30. AvatarMichael_2

    Ein sehr einseitiger und unfairer Artikel.
    So hat Bayer z.B. überhaupt nichts zu tun mit Agent Orange. Es war doch wohl die US-Regierung – natürlich im Namen von Demokratie und Menschenrechten – welche dieses Gift im grossen Stil eingesetzt hat. Aber da ein Vietnamese keinen Wert hat, gab es natürlich nie Entschädigungen, nicht mal eine Entschuldigung.
    Zu Glyphosat: Bis 2016 gab es nie ein Urteil gegen Monsanto. Erst seit die Firma durch einen deutschen Konzern übernommen worden ist …

  31. AvatarChristine

    @Diana H:  zu deinem Satz: Jedenfalls sind aus I.G. Farben 3 Firmen herausgegangen: Bosch, BASF und Bayer. 
     
    Zumindest für die Robert Bosch GmbH stimmt das nicht !
    Die Robert Bosch GmbH ist ein im Jahr 1886 von Robert Bosch gegründetes multinationales deutsches Unternehmen, die in keinem Zusammenhang mit IG Farben stand.
     
    Der in diesem Zusammenhang benannte Carl Bosch, war Chemiker bei Bayer:
    https://www.dhm.de/lemo/biografie/carl-bosch
    Hat aber nichts mit der Robert Bosch GmbH zu tun.. nur der Vollständigkeit halber 🙂 Wobei die Robert Bosch GmbH unbenommen auch ein Thema mit Zwangsarbeiter währen der NS Zeit hatte, dies aber sehr offen versucht hat wieder gut zumachen..

  32. AvatarTen

    Hallo Tim, ich bin ein regelmäßiger Leser und mag deinen Blog. Vorab vielen Dank für die vielen guten Artikel.
    Bei diesem hier muss ich dir leider vehement widersprechen. Ja, du kannst auf deinem Blog schreiben was du für richtig empfindest. Deinen Qualitätsansprüchen als Journalist dürfte dieser Artikel aber wohl nicht genügen.
    Die Überschrift allein ist so reißerisch, dass sie einzig dafür gut zu sein scheint traffic zu erzeugen. In welche Richtung du mit deinem Blog möchtest, musst du langfristig natürlich selbst entscheiden.
    Bei der Überschrift dieses Artikels hatte ich ehrlich gesagt an Satire geglaubt und habe bis zum Ende auf die Pointe gewartet. Der stumpfe Vergleich zur Nazi-Zeit, deine Behauptungen und die Eindimensionalität haben mich echt enttäuscht.
    Es scheint als wäre dir der gesellschaftliche Beitrag der Tabakindustrie deutlich klarer als jener von Unternehmen wie Bayer.
    Anbei ein Spiegel Artikel von gestern der mir etwas differenzierter erscheint:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/glyphosat-entscheidung-in-den-usa-was-sie-fuer-das-krebsrisiko-bedeutet-a-1258760.html
    Hier wird auch die viel zitierte WHO Studie ein wenig einsortiert.

  33. AvatarAnna

    Tim, vielen Dank fuer diesen mutigen Beitrag und Fakten, welche selbst fuer sich sprechen! eigentlich braucht man dazu kein Kommentar. So wie es aussieht, viele haben damit ein Problem, mit der Geschichte konfrontiert zu werden. Davon leben grosse Konzerne, hier gibt es keinen Platz für Gefühle, zählen Gewinne, selbst über Leichen.
     
     

  34. AvatarCiao

    Einigen hier würde ein wenig Hannah Arendt Lektüre vor dem Einschlafen gut tun.
    Die Wehemenz der Distanzierung und der erwartbaren Zerstreuungsargumente (Böse ja, aber andere sind viel böser; Böse ja – aber das war damals so; Böse ja – aber die Regierung!; Böse ja – aber es gibt ja immer noch einen Ersatzschufft; Böse ja, aber es ist auch nicht alles schlecht, Böse ja – aber das ist doch so lang her; Böse ja – aber irgendwann ist auch mal gut) beweist den Treffer des Artikels. Chapeu!
    Aber Gott sei Dank können die verehrten Leser aufgrund eines glücklichen Ort-Zeit-Moments ja jeden Abend einschlafen.
    Der Flaschenhals der Welternährung ist übrigens nicht die Produktion, sondern die Allokation und die damit verbundenen Verluste.
    Das Bauern, die einmal Monsanto-Kunden waren, nicht mehr zurück können und dementsprechend bei einem Verbot demonstrieren, ist sowohl geplante Absatzstrategie, Teil der Produktarchitektur und dadurch auch Teil des Problems mit diesem Produkt.
    Ein nennenswertes Gegenargument gegen den Vorwurf der Verbreitung nachweißlich unbrauchbarer bis schädlicher Medikamente findet sich in den bemühten Reaktionen nicht – wohl weil dazu Nichts zu sagen ist.
    Die genannten Zitate, die im Weitesten ganz Übergangen werden, zeugen in ihrer Selbstverständlichkeit und abstrusen Normalität ganz eindrucksvoll die Perversion der damaligen Geschichte.
    Natürlich ist die Firma von heute nicht die Firma von gestern. Aber die Firma von gestern zeigt sehr eindrücklich wie wirkmächtig Kapital doch in seiner ganzen Effiziens ist- Denkmal!
    Kaufmännische Bestätigungsschreiben über Menschen.
    Lieber Tim – du bist erfolgreich in das Wespennest der deutschen Babyboomer getretten- eine Generation des Verbrauchs, der Verantwortungslosigkeit, des kreditfinanzierten Wohlstandes und der Selbstzufriedenheit. Ich hoffe, die Reaktion spornt dich in deinem jornalistischen Ehrgeiz an.  Die Provokation zeigt, das der Artikel, ob inhaltlich sauber oder nicht, funktioniert.

  35. AvatarMaschinist

    Die Vermischung der aktuellen Situation mit Heroin vor 120 Jahren und besonders mit der unseligen Nazi Diktatur sind meiner Meinung nach daneben.

     

    Die süchtig machende Wirkung von Heroin war damals nicht bekannt und bei oraler Aufnahme kleiner Mengen trat auch keine Abhängigkeit auf. Die sehr effektive husten- und schmerzlindernde Wirkung ohne Körperschädigung bei oraler Aufnahme von Kleinstmengen ist wohl unbestritten.

     

    Die Abhängigkeiten entwickelten sich erst, als morphinabhängige Menschen in den USA damals auf die Idee kamen das Heroin Hustenmittel nasal oder intravenös mit zweistelliger Überdosierung zu missbrauchen.

     

    Aufgrund des extrem hohen Missbrauchspotentials ist Heroin nicht für die Allgemeinheit geeignet, aber Missbrauch war damals nicht erforscht.

     

    Bezüglich unseliger Diktatur 1933-1945 ist so gut wie kein deutsches Unternehmen unbescholten das damals schon existierte. Das macht es nicht besser aber das ist nichts Bayer spezifisches. Ich ziehe mir diesen Hut auch nicht an aber Bayer 2019 muss Ihn sich genauso wenig anziehen.

     

    Ich habe nichts mit dem Unternehmen zu tun und auch null Aktien davon.

     

    Gegenüber zum Beispiel Altria oder Phillip Morris, die wissentlich weiterhin versuchen mit Ihrer Außenwerbung in Deutschland eure und meine Kinder nikotinabhängig zu machen, tun die Pharmaunternehmen viel Gutes.

     

    Jugendliche haben in dieser Lebensphase nur bedingt einen freien Willen, da der Gruppenzwang stark wirkt und schon Nikotinsüchtige haben diesen freien Willen sowieso nicht mehr.

     

    Jeder der Phillip Morris Aktien hält, bekommt seine Dividenden weil substanzabhängige Menschen von dieser Sucht nicht loskommen und Jugendliche in diesem Land immer noch angefixt werden.

     

    Das soll jeder mit sich selbst ausmachen aber sich dann herum zu drehen und Bayer einen 120 Jahre alten Wirkstoff vorzuhalten, der bei vorgeschriebener Anwendung keine Schäden verursacht, passt nach meiner Meinung nicht zusammen.
     

  36. AvatarHilda

    @Finanzmixerin,
    nein, ich bin auch Anteilseigner und gedenke es auch zu bleiben. Im Grunde genommen hat jede Firma Dreck am Stecken; konsequenterweise darfst du also  keine Aktie kaufen!
    Hilda

  37. AvatarSterbai

    @Finanzministerin,
    ich bin in Bayer investiert und habe gestern nachgekauft.
    Danke an allen die Verkauft haben

  38. AvatarSkywalker

    Maschinist: wie aller meistens deiner Meinung. Mit diesem Artikel hat Tim seine Kompetenzen überschritten. 

  39. Avatar-M

    Habe Bayer auch und nicht vor nur 1 Stück aus der Hand zu geben.
     
    Soll sie auf 20€ fallen, dann kauf ich einen Sack dazu.
    -M

  40. AvatarRalf

    Sind nicht viele Konzerne skrupellos? Von Nestle z.B. hat man auch schon etliche Dinge gehört (Wasserskandal), trotzdem findet sich diese gute Aktien in vermutlich sehr vielen Depots und Fonds wieder. Und ich sehe keine Alternativen.
     

  41. Avatarworrier

    was hier für freaks aus den löchern kriechen….
    ich halte die bayer aktien bis zur ewigkeit

  42. AvatarChrissie

    Irgendwie wünschte ich mir gerade, dies sei tatsächlich noch ein Blog, in dem es sachlich um Aktien und die CEOs von heute geht.
    Eigentlich würde ich gerne etwas über das Investieren lernen.

  43. AvatarOliver

    Ja großartig… Tim erzählt von der harten Realität und schon ist die Empörung hier groß.
    @Daniel: Und was genau sollte jetzt Deiner Meinung nach passieren? Soll das Unternehmen jetzt aus Scham dichtmachen und seine tausenden Arbeiter auf die Straße setzen weil es vor 80 Jahren mal eine Konzernführung gab die mit der heutigen nichts mehr gemein hat? Etwas absurd. Und ohne das schönreden zu wollen, Bayer war da einer unter vielen. Und dafür muss man nicht nur in Deutschland herumschauen, Henry Ford war glühender Judenhasser und hat nie einen Hehl daraus gemacht. Sollte ich jetzt 80 Jahre danach keinen Ford mehr fahren deswegen?
    Genau, war alles in der Vergangenheit, kann man jetzt halt nix mehr machen. Bei solch einer Verharmlosung fehlen mir die Worte. Wie der Artikel von Tim schon feststellt, hat das Schäbige bei Bayer wohl bis heute eine Tradition. Und das darf man sicherlich an den Pranger stellen. Konsequenzen wurden auch nicht von ihm gefordert, sondern Du erfindest sie einfach. Ziemlich schwach…
     
    @Varus: Wissenschaftler/ öffentliche Institutionen kamen in hunderten Studien zu dem Ergebnis, dass Glyphosat bei richtiger Anwendung nicht gefährlich ist. Aber jetzt hat eine Jury aus Laien in kurzer Zeit eine Verbindung zwischen Glyphosat und Krebs ermittelt, und kann auf dieser Basis Recht sprechen? Liebe Leser bitte hinterfragt doch so etwas!Was reitet Dich, so eine Überschrift zu formulieren?
    Bei Interesse an differenzierteren Informationen zum Prozess/ Glyphosat schaut mal hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/glyphosat-entscheidung-in-den-usa-was-sie-fuer-das-krebsrisiko-bedeutet-a-1258760.html
    Also wenn du die Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) für eine Jury aus Laien hältst… na ja. Über Glyphosat kann man sicher streiten. Ich halte es eher für das Symbol einer grundsätzlichen Debatte über Herbizide. Es geht ja nicht nur um Krebs, sondern auch um Biodiversität, etc.. Ich bin außerdem der Meinung, dass wir in Zukunft wieder Richtung Regionalität tendieren müssen. Sonst bleibt irgendwann so wenig Planet zum Leben übrig.
    @Maschinist: Bezüglich unseliger Diktatur 1933-1945 ist so gut wie kein deutsches Unternehmen unbescholten das damals schon existierte. Das macht es nicht besser aber das ist nichts Bayer spezifisches. Ich ziehe mir diesen Hut auch nicht an aber Bayer 2019 muss Ihn sich genauso wenig anziehen.
    Ja ja… einer sagt Nazi und alles andere wird ausgeblendet. Tim hat sich nicht nur auf die Nazi-Zeit begrenzt, sondern eine beeindruckende Linie bis heute gezeichnet. Und es scheint nicht so, dass Bayers Wesen sich sonderlich zur Nachhaltigkeit verändert hat, um das mal verdammt höflich auszudrücken. Die heutigen Pharmaunternehmen arbeiten sicher nicht der Philanthropie wegen…. da geht es nur um Profit, sonst nix. Dass dabei auch hin und wieder helfende Medikamente herauskommen… Gott sei Dank! Aber ich meine zuletzt erst gelesen zu haben, dass gerade mal 4 % aller zugelassenen Medikamente überhaupt eine nachgewiesene, durch Studien gestützte Wirkung haben. Der Rest ist einfach nur teurer Abfall.
    @Felix: Mich erstaunt, mit welcher Leichtigkeit, Konzerne (VW, Bayer, Boeing, Eon, Airlines, Foodproduzenten,   …) einer Fundamentalkritik unterzogen werden, obwohl wir alle diese Produkte täglich nutzen. Warum will halb Afrika nach Europa emigrieren, obwohl dort eher idylische, kleinbäuerige Strukturen sind, keine Feinstaub- oder NOx-Belastung herrscht, statt Schulmedizin und Pillen der Schamane das Sagen hat? Also all diese schlimmen Industriedinge nicht vorhanden sind.
    Ja gell, die armen Konzerne… bescheißen nur etwas beim Diesel, wollen nur noch ein paar Kröten an der Braunkohle verdienen und sparen sich ein paar Milliarden Steuern, bzw. erschummeln sich die Steuergelder gleich gänzlich mit dunklen Praktiken. Und die Afrikaner kommen schließlich auch nur, weil die mal auf ordentlichen Straßen fahren und Kaugummi kauen wollen. Die paar Bomben die man auf sie im Namen der Freiheit abwirft und die gänzlich unfairen Handelsbedingungen die man Ihnen aufzwingt, und damit in bitterer Armut hält, sind bestimmt nicht der Grund. Welch ein beneidenswertes Idyll. Ich würde es eher Kolonialismus 2.0 nennen.
    Merkst selbst, was los ist, hmm?
     
    Nun könnte man sagen, dann dürften wir ja gar nix mehr. In das Horn stoßen hier einige. Aber genau hier wird es doch interessant. Wir alle merken, dass irgendwas grob falsch läuft, aber hinterher will es keiner gewesen sein. Ob es damals in den 30er und 40er Jahren wohl ähnlich war?
    Sicher hat jeder Einzelne von uns einiges selbst in der Hand, wenn er/ sie einfach nur sein Konsumverhalten anders ausrichtet (Das Investitionsverhalten kleiner Privatleute wird wohl eher keinen Impact haben). Aber durch individuelle Einsicht und Selbstbeschränkung kommen wir nicht ans Ziel. Nehmen wir einfach beispielhaft das Thema Umwelt und Klima. Hier muss die Politik die richtigen Maßnahmen ergreifen und Gesetze verabschieden. Das fängt beim Verbot von Plastiktüten und Plastikbesteck an und geht weiter beim Kohleausstieg. Leider kommt von den verantwortlichen hohen Herren und Damen in dieser Hinsicht recht wenig, oder einfach viel zu wenig, oder zu spät, oder beides. Die Fridays for Future sind sowas von notwendig. Ich bin mit euch liebe Schüler!

  44. AvatarOliver

    @Chrissie: Irgendwie wünschte ich mir gerade, dies sei tatsächlich noch ein Blog, in dem es sachlich um Aktien und die CEOs von heute geht.Eigentlich würde ich gerne etwas über das Investieren lernen.
    Hallo Chrissie, ja gell, lieber keine Gedanken darüber machen, was für eine Schmierenkomödie da im Hintergrund läuft…  aber da wir es gerade von Bayer haben, und du gerne was lernen willst hier ein heute erschienener Artikel zum Thema. Wem gehört Bayer eigentlich, was ist mit „Stupid German Money“ gemeint ist und wer hat im Big Business eigentlich die Hosen an? 
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=50355

  45. AvatarNico Meier

    @Chrissie
    Übers investieren lernst du auch viel hier wenn auch eher zwischen den Zeilen.
    Bayer ist ein solides Unternehmen wer Bayer auf der Watchlist hat hat in diesen Tagen die Möglichkeit sehr günstig zu kaufen. Wenn ich einsteigen würde so täte ich das verteilt über mehrere Tage. Es kann nämlich auch sein, dass Bayer noch etwas günstiger wird. Bayer mit einer Dividendenndite von rund 5% kaufen zu können hätten sich viele kaum träumen lassen.
     

  46. Avatar42sucht21

    @Dividendenndite von rund 5%
    Sind die 5% denn sicher?
    Wenn man sich die Charts übereinanderlegt von Bayer & einem Welt-ETF  (zB über 0.5, 3, 5, 10 Jahre), dann ergibt sich daraus für mich beim aktuellen Kurs kein Grund direkt Aktien der Bayer zu erwerben.

  47. AvatarBruno

    Interessant wie viele Fans von Bayer sich nun angegriffen fühlen und weinen…
    ich bin ein sehr liberal denkender Hardcore-Kapitalist, aber man muss trotzdem nicht alles gut finden, Bayer ist so ein Fall. 
    Insbesondere da es mehr als genug hochprofitable „saubere“ Konzerne gibt, ich bin da auch nicht der Meinung dass alle Dreck am Stecken haben, Firmen wie Microsoft, Netflix, Google, Facebook etc. ja sogar bei Nestlé & Co. sehe ich es anders als viele, wenn man sich die Details mal genau anschaut. 
    Aber jeder wie er will, wenn er die Entscheidung für sich verantworten kann.

  48. AvatarMAX-KA

    Hallo Tim,
    danke für den mutigen und auch mal kritischen Artikel zum Thema Investment & Jagd nach Rendite!
     
     
     

  49. AvatarThomas

    @Oliver. Deinen Ausführungen nach müsstest Du heute all Deine Aktien verkaufen, weil der Kapitalismus schlecht ist. Das ist die  harte Realität!!
    Thomas

  50. AvatarO.T.

    @nachdenkseiten
    Ich finde es immer fragwürdig wenn man Blackrock, Vanguard & Co Eigeninteressen unterstellt. Der Autor des Beitrag ist Journalist, definitionsgemäß hat er natürlich von Wirtschaft keine Ahnung, schon gar nicht von Aktien oder gar „vermögensverwaltenden Fonds“.
    Wir als Kleinstaktionäre wissen natürlich das für Blackrock und Co. diese Übernahme ein Nullsummenspiel ist! Aktionäre wie Buffett und diesmal auch ich, haben ein paar Millionen abgesahnt – aber wie gesagt – Blackrock oder Vanguard haben keinen Cent daran verdient.
    Die deutschen Politiker sind machtgeil. Die waren total happy das Bayer zum „nationalen“ Champion aufstieg – und haben das voll und ganz unterstützt. Sie hatten sogar Angst vor Trump, weil er diesen großartigen Deal stoppen könnte – bitte mal zwei oder drei Jahre zurückerinnern!
    Und jetzt wollen die Deutschen schon wieder mal von nichts gewußt haben, fühlen sich reingelegt, echt ein trauriger Haufen!
    Finger weg von deutschen Aktien, Finger weg von EU Aktien!
    Was der Autor daraus schließt, daß Politik noch mehr mitmischen soll, noch mehr lenken soll – ich kapiere es einfach nicht! Hat die Politik nicht schon längst bewiesen das sie völlig unfähig ist? Besser wäre es wenn sich die Politik von wirklich ALLEM rauszuhalten würde. Im Nu würde es dann auch in Europa Internetriesen geben, ungebremst von der absurden Datenschutz-, Uploadfilter- und sonstigen sozialistischen Gesetzgebung.

  51. AvatarNico Meier

    @Bruno
    Natürlich haben Firmen wie Microsoft, Netflix, Google, Facebook keine Nazivergangenheit weil es diese Firmen damals noch nicht gegeben hat! Aber soll ich nun bei jedem Aktienkauf überlegen ob diese Firma vor 70 Jahren richtig gehandelt hat? Wir haben Firmen die noch heute in Dritweltländer Menschen ausbeuten oder Regierungen bestechen.

  52. AvatarChrissie

    @ Oliver
    Da hast du mich anscheinend missverstanden.  Da ich ja gerade etwas über Aktien, die Hintergründe und die CEOs von heute erfahren möchte, hat das durchaus etwas mit sich Gedanken machen zu tun. Dies aber eben gerne auf die Wirtschaft von heute bezogen und in einer sachlichen Art, diese schien mir gerade bei diesem Artikel und den darauf folgenden Reaktionen etwas abhanden gekommen zu sein.

  53. AvatarBruno

    @Nico Meier
    Mich stört an Bayer nicht die Nazivergangenheit, sondern lediglich die Gegenwart, wie im ersten Post erläutert. Das Thema unterschätzen leider die meisten Menschen, da es unmittelbar noch kein Problem scheint.
    Ich erinnere mich als Kind, wo wir eine kurze Strecke auf der Autobahn gefahren sind im Auto, es war danach schwarz vorne mit Insekten überflutet. Heute ist das vorbei, nur noch gelegentlich bleibt eine Mücke hängen. 
    Aber man kann darauf natürlich auch zynisch reagieren, wie Rousseau schon gesagt hat: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.“
    Ich denke überhaupt nicht, dass Kapitalismus schlecht ist, im Gegenteil, aber trotzdem sollte man nicht alles tun, was Geld bringt.

  54. AvatarO.T.

    @Bruno
    Vielleicht liegt es ja an der besseren Aerodynamik?
    Ich wohne z.B. in der Stadt. Da ist es immer ein Drama wenn ein paar Ameisen auf den Balkon kommen, die werden gnadenlos vernichtet!
    Oder gar Wespen. Innerhalb von Minuten ist dann der Kammerjäger im Haus und vergiftet die Wespen – mit Bio-dingsbums-irgendwas natürlich!
    Die Stadt fällt in den vielen öffentlichen Parks seit kurzem rigoros die Sträucher und morschen Bäume. Offiziell wurde vor zwei Jahren ein Spaziergänger bei Sturm von einem Ast schwer verletzt oder getötet… irgendwie sowas. Vielleicht auch wegen den Flüchtlingen. Googelt mal nach „Joggerin überfallen“ oder „ermordet“. Joggen ist nicht gerade gesund für Frauen… sei’s drum.
    Die Leute sind einfach zu blöd, die Menschheit hat es in Wirklichkeit nicht besser verdient – daher mache ich mir darum überhaupt keine Sorgen.

  55. AvatarNico Meier

    @Bruno
    wie Rousseau schon gesagt hat: „Wenn sie kein Brot haben, sollen sie Kuchen essen.
    Ich bin kein Zitatprofi aber dieses Zitat stammt meines Wissens von marie antoinette der Frau von Ludwig dem 16. König von Frankreich die später mit ihrem Mann den Kopf verloren hat.
    Ich trinke fast täglich aus PET Flaschen in der Regel trinke ich Leitungswasser mit dem ich die Flaschen mehrfach wieder auffülle. In 20 Jahren werden wir eventuell feststellen, dass diese Flaschen meine Gesundheit gefährden.
    Es gibt Menschen die täglich Softdrink trinken und zwar light oder zero um auf Zucker zu verzichten. In diesen Getränken hat es Süssungsmittel. Viele dieser Süssungsmittel stehen im Verdacht Krebs zu verursachen.
    Ich will damit sagen was heute bedenkenlos konsumiert wird kann morgen als grosse Gefahr erkannt werden.

  56. AvatarChrissie

    @ Nico Meier
    Danke dir für deine Antwort. Bei Bayer bin ich persönlich eher unentschlossen. Eine ehemalige Mitschülerin von mir arbeitet dort und macht sich ziemlich Sorgen um ihren Job.
    Ich selber habe die Übernahme von Monsanto als Fehlentscheidung gesehen (euphemistische Beschreibung). Dass die Klagen in den USA erst danach losgetreten wurden, ist meiner Meinung nach kein Zufall. Ich glaube, die USA gehen recht gezielt dazu über, ausländischen und eben auch (insbesondere?) deutschen Firmen zu schaden.
    @ Monokulturen, Monsanto.
    Von Monsanto halte ich persönlich nichts. Ein Konzern, der die Bauern von Nachkäufen abhängig macht und die Biodiversität verringert.
    Es gibt durchaus auch die Meinung, dass diese zusehends instabiler werdenden Monokulturen gerade nicht die Lösung für die Ernährungsprobleme der zunehmenden Weltbevölkerung sind, sondern dass eine Rückkehr zu kleineren, lokaleren und vielseitigern Anbauweisen sinnvoller wäre.
    @ Bruno
    Das stimmt, früher musste man nach jeder Autobahnfahrt erstmal an der Tanke die Insektenkadaver von der Windschutzscheibe wischen. Heute ist da nichts mehr.
    Habe letzten Sommer 2 Insektenhotels auf dem Balkon aufgehängt und in der Gärtnerei die Pflanzen mitgenommen, auf denem am meisten Besucher saßen. Nur ein kleiner Schritt, aber immerhin etwas.

  57. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Danke für die rege Diskussion.

    Was stimmt und was ich zugebe: Andere Konzerne haben ebenfalls haufenweise dunkle Seiten. Das sollte nicht verschwiegen werden. Zum Beispiel jüngst die Schlamperei bei Boeing mit den 2 gestürzten 737 Max Maschinen. VW, Banken, die Ölriesen, Waffenhersteller… Es wäre nicht fair nur Bayer an den Pranger zu stellen.

    Bei Bayer kamen aber einige Sachen zusammen, die Parallelen haben, wie ich finde. Ich wollte das nur skizzieren. 

  58. AvatarDittsche

    @Tim: Guter Beitrag, welcher zur sinnvollen Diskussion anregt! @Querdenker: Guter Kommentar! Die Menschheit ist insgesamt leider auf Ausbeutung der Lebensgrundlagen gepolt und nur zur grundlegenden Verhaltensänderung bei direkter existenzieller Notwendigkeit bereit. Ich hoffe aber noch auf eine Weiterentwicklung unserer Spezies.
    Die deutschen Unternehmen haben sich ohne Frage einiges vorzuwerfen. Es drängt sich mir aber der Gedanke auf, dass die gezielten Attacken auf deutsche (potenzielle) Weltmarktplayer aus  Richtung der USA zunehmen. Wahrscheinlich wurden passende Vorlagen geboten, aber es ist schon beachtlich wie diverse Unternehmen (u.a. VW/Daimler/BMW, Wirecard, Bayer) vorwiegend aus den USA Kritik erfahren. Entweder lassen sich die Deutschen zu viel gefallen oder es handelt sich schon um eine Art „Wirtschaftskrieg“. Eventuell stimmt beides. Wenn man die ökonomischen Daten und die gesellschaftliche sowie politische Situation der USA kritisch betrachtet, sind die im Vergleich deutlich höheren Bewertungen zumindest einmal zu hinterfragen.

  59. AvatarJamirael

    Hier gibt es übrigens interessante Artikel zum Thema Glyphosat in der Zeit.
    https://www.zeit.de/thema/glyphosat
    Überschriften daraus :

    Ein Gremium der WHO ist zu dem Schluss gekommen, dass Glyphosat nicht krebserregend sei. Forscher der Gruppe sind Teil eines von Herstellern finanzierten Netzwerks.
    Glyphosat ist seit den siebziger Jahren der weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichter. Doch seit Jahren mehren sich Hinweise, dass die Substanz Mensch und Tier schaden könnte.
    Im März 2015 hatte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) einen Bericht veröffentlicht, dem zufolge das Pflanzengift für den Menschen „wahrscheinlich krebserregend“ ist. Andere Institute, darunter das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa), stufen Glyphosat allerdings als nicht akut gesundheitsgefährdend ein. Im Mai 2016 war ein Fachgremium, an dem die WHO beteiligt war, zu dem Ergebnis gekommen: „Glyphosat ist nicht krebserregend.“
    Allerdings gibt es Vorwürfe, an den Bewertungen beteiligte Forscher gehörten zu einem von Pflanzenschutzmittelherstellern finanzierten Netzwerk. Zudem soll Glyphosat-Hersteller Monsanto Forscher bezahlt haben, damit diese positiv über den Unkrautvernichter urteilen.

  60. AvatarSparta

    @Maschinist
    Die Pharmabranche überwiegend positiv und philanthropisch zu sehen ist sehr naiv.
    Medikamente sind die 3. häufigste Todesursache der Welt. 

  61. AvatarAnderl

    @Querdenker
    absolut bester Kommentar! Zutreffender geht es nicht. Bayer steht bei mir wegen Bereitstellung der Mittel zur Umweltzerstörung vor dem Weltgericht. Ob da jetzt der eine oder andere Erdenbürger auch darunter leidet, ist da schon etwas sekundär.
    klar, ist Menschenverachtung, aber die verdienen es sich in der Summe redlich. Allein Lindners geistige Ergüsse zu den Fridays for future wären ein paar sehr schmerzhafte Dinge wert

  62. AvatarBjörn

    Aber wie vielen Leuten haben die Pharmakonzerne aufgrund ihrer Forschungen denn das Leben gerettet?
    Ich lese hier auch schon seit einiger Zeit mit Begeisterung Tim’s Artikel, aber wie bereits vorher schon jemand geschrieben hat, finde ich diesen Artikel überhaupt nicht passend, da dieser nur Tims persönliche Meinung widerspiegelt und nicht objektiv geschrieben ist.
    Bayer-Aktien habe ich auch, den Monsanto-Deal habe ich von Beginn an auch nicht befürwortet. Aber ich finde es auch sehr merkwürdig, dass die Klagen jetzt auf einmal nach der Übernahme kommen und man vorher davon nichts gehört hat.
     

  63. AvatarSparta

    @Björn
    Wie hoch der Prozentsatz der sinnvollen Medikamente ist versucht unter anderem die Cochrane-Collaboration unabhängig zu bestimmen.
    Leider überwiegt der Unsinn. Wenn falsche Medikamenten-Tote durch ein Virus verursacht worden wäre… hätten wir eine Empörung sondersgleichen.
    Nach Krebs und KHK stehen Medikamente an Nr. 3.
    Es werden keine Ursachen bekämpft, sondern Symptome unterdrückt. Passt zum bequemen und unnatürlichen Lebensstil.

  64. AvatarUnmöglich

    Für einen Journalisten leider, wie so oft, wenig Fakten.
    Nur die who sagt das glyphosat Krebs verursachen KÖNNTE.
    Zahlreiche andere Institutionen sind anderer Meinung.
    Und ganz ehrlich Du wirfst einem konzern Dinge von vor zig Jahrzehnten für einen Krieg vor? Lächerlich.
    Mehr Recherche wäre angebracht 

  65. AvatarCola-Viez

    @Sparta sehr wahrscheinlich ein impfgegner? 
    Es werden keine Ursachen bekämpft, sondern Symptome unterdrückt. Passt zum bequemen und unnatürlichen Lebensstil.
    Bei der nächsten Krankheit die du bekommst (wünsche ich dir natürlich nicht!) keine Medikament verwenden. Sonst werden die Symptome nur unterdrückt… Deswegen steigt die Lebenserwartung der Menschen. Er hat einfach nur gelernt Krankheiten besser zu unterdrücken. Nieder mit der Pharmaindustrie!
     

  66. Avatarcerebrum

    Nur meine Erfahrung bzgl Bayer:
    Hatte als sehr sportlicher und gesunder Mensch mit sehr jungen Jahren (unter 30) aus heiteren Himmel nach einer längeren Fahrt eine Thrombose und anschließend sofort den Gerinnungshemmer Xarelto (Bayer) bekommen. Hat mir vermutlich eine möglicherweise tödliche Lungenembolie erspart. 

    Verbrechen gehören bestraft, egal von wem. Aber dass die Pharmaindustrie auch sehr viel Gutes bewirkt, sollte nicht vergessen werden – gerade bei denen, die gesundheitstechnisch nicht so viel Glück hatten im Leben. Deswegen halte ich das nicht differenzierte an den Pranger stellen nicht für hilfreich. Es lenkt von der eigentlichen Diskussion ab (einzelne unethische Praktiken, mögliche konkrete Verbrechen ect.).

    Wer bisher Glück hatte und bis auf Schnupfen, Grippe und mal ein gebrochenes Bein durchs Leben gekommen ist, kann leicht sagen, Medikamente Todesursache Nr. xy. Wessen Leben durch Medikamente aber spürbar verbessert oder sogar erhalten bleiben konnte, redet anders, ist hier aber vermutlich unterrepräsentiert.

  67. AvatarSparta

    @Cola
    Nein, ich bin kein Impfgegner. Leider falsche Polemik von Dir.
    Weniger Antibiotika und nur bei bakterieller Infektion anstatt Virusinfektion wäre schon mal ein Anfang… 
    Sinn und Nutzen von 10 Medikamenten täglich bei älteren Menschen und das Verständnis von Wechselwirkungen darf man schon noch kritisch hinterfragen???
    Ich würde natürlich zwischen Notfallmedizin vs. täglichem zupflastern von zu wenig Bewegung, zu wenig frische Luft, voll fressen, rauchen, Alkohol und seelischem Stress differenzieren.
    Selbstverständlich gibt es auch sinnvolle Medikamente!
    Leider, und das belegt Cochrane eindeutig ist der Prozentsatz hierfür klein.

  68. Avatar42sucht21

    @Sparta
    Ich stimme Ihren Kommentaren zu. Leider passen Differenzierung und Sachlichkeit für die meisten kaum noch in den heutigen, kurzatmigen Medienkonsum.

  69. AvatarDanielKA

    Die Klagen gegen Monsanto waren alle schon vor und während der Übernahmeschlacht von Bayer bekannt, als Rechtsnachfolger muss bayer natürlich dafür gerade stehen. Wenn Bayer keine richtige due dilligence macht bzw. die Rechtsabteilung von Bayer die Risiken falsch bewertet, hat das im ersten Schritt nichts mit USA VS. Deutschland zu tun. Zudem arbeiten die meisten hochbezahlten Monsanto Mitarbeiter in den USA und würden daher dem US Steuerzahler zur Last fallen…

  70. AvatarSparta

    Statistisch erhöhen viele Arztbesuche nicht die Lebenserwartung.
    D mit ca. 18 Arztbesuchen p. a. und im Leben über 100.000 eingenommenen Tabletten zieht den kürzeren gegen Schweden mit 3 Arztbesuchen p.a. und viel weniger Medikamenten.
    Ca. 1 Jahr weniger leben die Deutschen mit der Überversorgung.
    Allerdings muss man da auch zwischen Korrelation und Kausalität differenzieren!

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