Anna hat ein Kinderbuch über Geld geschrieben: „Joscha Pietsch und das Geheimnis des Geldes“


New York, 21. April 2019
Blogleserin Anna stellt heute im Leserbrief ihr neues Kinderbuch vor: „Joscha Pietsch und das Geheimnis des Geldes“. Die Story dreht sich um den 12-jährigen Jascha, der aus dem Heim ausbricht.

Ich erhielt kürzlich einen Leserbrief von Anna. Sie hat ein Kinderbuch über Geld geschrieben. Ihr Buch unterstütze ich gerne. Wobei auch beim Buchkauf bin ich grundsätzlich minimalistisch eingestellt. Ich bevorzuge die Stadtbücherei oder gebrauchte Bücher. Manchmal mache ich aber eine Ausnahme. Hier ist ihr Leserbrief:

„Hallo 🙂

ich bin Anna und schon lange eine Leserin von Tims Blog. Manche kennen mich aus den Kommentaren unter dem Namen »Anna-Lena«. Vor kurzem habe ich ein Kinderbuch über Geld fertig gestellt und habe Tim angeschrieben, ob ich es hier vorstellen darf, denn ich glaube, dass es für viele interessant sein könnte! Für diese Möglichkeit möchte ich mich ganz herzlich bei Tim bedanken! Wir wollten eine Art Interview führen und Tim hat mir einige Fragen gestellt 🙂

Das Buch heißt »Joscha Pietsch und das Geheimnis des Geldes«

Das Buch hat etwa 190 Seiten und ist für das Alter 8-11 Jahre. Ich möchte in diesem Beitrag gern erzählen, wie ich auf die Idee kam, wie der Schreibprozess ablief und was im Buch thematisiert wird. Ich schreibe unter dem Pseudonym »Anna Prinz«, unter dem noch viele andere Kinderbücher geplant und in der Entstehung sind. Wer ebenfalls Lust hat, Kinder- und Jugendbücher (besonders zum Thema Finanzen, Geld und Sparen) zu schreiben, kann sich ja mal bei mir melden, da ich im Zuge des Schreibens einen Verlag gegründet habe 🙂 Meine E-Mail: anna_prinz@gmx.de

Warum hast du das Buch geschrieben?

Mir ist aufgefallen, dass Finanzbildung für Erwachsene immer mehr an Tragweite gewinnt, was großartig ist. Aber gleichzeitig ist mir leider aufgefallen, dass das im Bereich Kinder und Jugendliche und in der Schulbildung stark vernachlässigt wird. Für Kinder und Jugendliche gibt es kaum Angebote, was schade ist und auf jeden Fall geändert werden muss. Fast jeder, den ich kenne und der Vermögen aufbaut, sagt: »Hätte ich doch bloß früher angefangen …« und mir geht es nicht anders.

Gerade beim Zinseszins ist Zeit sehr wichtig, aber auch generell gilt, dass man den Grundstein für ein finanziell sorgloses Leben so früh wie möglich legen sollte. Viele Erwachsene wissen ja noch nicht einmal Bescheid! Im englischsprachigen Raum gibt es schon ein Angebot, das sich gezielt an Kinder richtet, auch wenn es selbst da recht klein ist. In Deutschland gibt es fast gar nichts, ein oder zwei Bücher. Ich denke, es wäre schön, wenn es zu dem Thema ein breiteres Angebot gäbe. Da ich mich generell mit dem Schreiben von Geschichten beschäftige, dachte ich, dass ich hier einen Beitrag leisten könnte.

Wie viel Zeit hast du investiert?

Die Idee ist mir vor fast genau einem Jahr gekommen. Da habe ich dann angefangen, eine Geschichte zu schreiben, die sich aber mit der Zeit verselbstständigt hat und aus der eine reine Fiction-Geschichte geworden ist. Danach habe ich ein halbes Jahr nichts mehr dazu gemacht.

Den Text zu »Joscha Pietsch und das Geheimnis des Geldes« habe ich im Oktober 2018 begonnen. Komischerweise konnte ich den Text fast in einem Rutsch runter schreiben (ich habe vorher und danach nie wieder so schnell geschrieben). Das ging innerhalb einiger Wochen, bis ich sie an die ersten Testleser (u.A. Ex-Studentin Jenny und Nico von Finanzglück) geschickt habe, die mir wertvolles Feedback zur Geschichte gegeben haben. Da war die Story auch noch ganz anders. Fast zur selben Zeit ging der Text dann ins Lektorat, wo er Satz für Satz durchgekämmt wurde. Nach dieser Phase habe ich den Text überarbeitet, alle Vorschläge meiner Testleser und vom Lektorat eingebracht und begonnen, mich um Cover und Illustrationen zu kümmern.

Im Februar startete der zweite Lektoratdurchgang. Seitdem ist der Text fertig 🙂 Also vom Schreiben bis zur Veröffentlichung etwa ein halbes Jahr, von der Idee bis zur Veröffentlichung ein Jahr.

Was ist die Kernbotschaft des Buchs?

Das Buch beschäftigt sich ganz klar erstmal mit der Frage »Was ist Geld überhaupt?« Wozu brauchen wir es? Wie funktioniert es? Was kann Geld überhaupt sein? Wie kommt der Preis einer Ware zustande? Was ist der Zins? Was ist Inflation? Was ist Deflation?

Es war mir absolut wichtig, dass sich das Buch erstmal um diese elementaren Fragen dreht, bevor man weiter ins Thema geht. Ich habe letztes Jahr dieses Video in den Kommentaren gepostet, das bei den meisten sehr gut ankam.

Da wird in der 30. Minute erklärt, dass viele Menschen nicht wissen, was Geld überhaupt ist. Das hat mich geschockt. Deswegen war es mir ein Anliegen, damit zu starten.

Ein »Problem« ist noch, dass das Thema Geld sehr abstrakt und für Kinder und Jugendliche alles andere als interessant ist. Deswegen habe ich das Thema in eine fiktive Geschichte gepackt, die unter anderem von »Alice im Wunderland« inspiriert wurde. Zum besseren Verständnis und der Reflexion folgt nach jedem relevanten Kapitel eine kurze Erklärung zum jeweiligen Thema.

Die Illustration ist aus dem Kinderbuch „Joscha Pietsch und das Geheimnis des Geldes“.

Kann ich eine kleine Textpassage als Beispiel in den Blog stellen? Wenn ja, welche?

Klar! Die Geschichte dreht sich um einen zwölfjährigen Jungen, der aus dem Heim ausbricht, weil er seinen zugelaufenen Hund Cäsar nicht behalten darf. Fortan lebt er auf der Straße und hält sich mit Diebstählen über Wasser. Eines Tages begegnet ihm ein Fuchs und nimmt ihn mit in eine phantastische Welt… Das ist der Anfang des ersten Kapitels:

Joscha drückte den Brotlaib so fest an seinen Körper, als hinge sein Leben davon ab. Sein Herz hämmerte gegen seine Rippen und obwohl er schon häufig etwas gestohlen hatte, blieb ihm dieser Nervenkitzel. Vielleicht war das etwas, was niemals verging.

»Dort vorn ist er!«, rief ein Polizist hinter ihm.

Jetzt würde er rennen müssen. Joscha nahm seine Beine in die Hand. Zum Glück war er mit der Zeit außerordentlich flink geworden, denn das musste man sein, wenn man auf der Straße überleben wollte. Er hörte die trommelnden Schritte hinter sich, die sich näherten wie ein daherkommender Zug. Es mussten mehrere sein.

Meine Güte, dachte er sich. Das alles wegen dem bisschen Brot! Er bremste abrupt ab und flitzte in eine schmale Gasse.


»Haltet ihn!«, hörte er sie in der Ferne rufen. Die Passanten auf dem Gehweg wussten nicht so recht, was sie jetzt tun sollten. Die meisten waren stehen geblieben und sahen dem Treiben einfach zu; so war das ja oft.


Mich kriegt ihr nicht, dachte Joscha.


»Bleib stehen, Junge! Er ist ein Dieb! Haltet ihn auf!«, riefen die Verfolger. Die Menschenmenge in der Gasse verdichtete sich. Ein paar ließen sich von den Rufen dazu hinreißen, sich Joscha in den Weg zu stellen. Aber wie ein Fuchs duckte er sich und sprintete an ihnen vorbei. Er merkte, wie Hände nach ihm schlugen, wie sie ihn am Kragen packen und wegzerren wollten. Aber da kannten sie Joscha Pietsch schlecht.


Die Gasse mündete in eine größere Straße, was gut war, denn hier sammelten sich mehr Menschen und er konnte sich unbemerkt zwischen ihnen hindurchschlängeln. Er setzte sich die Kapuze seines Hoodies auf den Kopf, parierte seinen Gang und pfiff vor sich hin, als wäre alles in Ordnung.


Es war elf Uhr und helllichter Tag. Normalerweise waren Kinder wie Joscha nun in der Schule. Die Polizisten hatten in der Zwischenzeit die Weggabelung erreicht. Als Joscha einen Blick nach hinten warf, sah er, dass ihm vier Beamten auf den Fersen lauerten. Er durfte sich nicht erwischen lassen. Wenn das geschah, würde er wieder zurückmüssen und das wollte er auf gar keinen Fall.


»Da hinten! Da, der Kleine mit der Kapuze!«, hörte er wieder.


Oh nein, dachte Joscha und begann wieder zu rennen. Er jagte über eine Brücke, an Radfahrern und Passanten vorbei. Die Autos, die auf der Straße fuhren, nahm er wie das Surren eines weit entfernten Bienenschwarmes wahr. Sie achteten nicht auf ihn, er achtete nicht auf sie. Am Ende der Brücke befand sich eine steile Treppe; Joscha nahm mehrere Stufen auf einmal, wobei er sich bemühte, nicht zu stolpern. Seine Verfolger hatten hier allerdings Schwierigkeiten. Einer der Beamten holperte, fiel und glitt die restlichen Stufen auf seinem Allerwertesten einfach hinunter. Joscha war am Fuß der Treppe stehen geblieben, um dieses Ungeschick zu beobachten, doch als die anderen Polizisten herbeieilten, raste er wieder los.


Am Flussufer lief er über die saftig grünen Wiesen, an denen noch der frische Morgentau hing. Der Anblick war wunderschön: Die Blätter der Trauerweiden glänzten im Sonnenlicht, sie waren frisch und grün und tanzten in der kühlen Brise. Die Entenfamilien watschelten zum Wasser, die Mutter voran und die Küken hinterher. Die Kleinen planschten im wogenden Fluss und ließen es sich gut gehen. Aber Joscha hatte keine Zeit. Als er an ihnen vorbeibrauste, sprangen sie empor und wichen ihm flatternd aus.


Als er am Flussufer entlangfegte, hörte er die schweren Schritte stetig näher kommen. Zu seiner Rechten gab es einen steilen Weg hinauf, den er noch nicht kannte. Er überlegte nicht lange, bremste ab und rannte den Pfad hinauf. Doch es war eine Sackgasse.

Hier geht es zum Buch: „Joscha Pietsch und das Geheimnis des Geldes

Viele Grüße 🙂 

Anna“


tim schaefer (Author)

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thoughts on “Anna hat ein Kinderbuch über Geld geschrieben: „Joscha Pietsch und das Geheimnis des Geldes“

  1. AvatarSkywalker

    Tolle Idee! Ich wünsche Dir mit dem sicher sehr tollen Buch viel Erfolg! Spitze!! 

  2. Florian HFlorian H

    Einfach nur Hammer! Eine tolle Idee wurde umgesetzt.
    Vielen Dank Anna und noch weiterhin viel Erfolg.

  3. AvatarMichael

    Hallo Tim,
    Hallo an alle,
    ich spare schon lange in einen MSCI World ETF. Was mir Sorgen bereitet ist das der ETF Anbieter nicht nur die Jährliche Gebühr senken sondern auch heben kann. Also die Total Expense Ratio ist jetzt bei sagen wir 0,4% und steigt inrgendwann plötzlich auf 10%. Ausschließen kann man dass nicht zu 100% oder. 

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Michael

    Ja, die Gefahr besteht. Es ist aber unwahrscheinlich. Der Trend geht zu geringeren Kosten/TER. Das liegt am Wettbewerb der Anbieter. Die Anleger gehen dort hin, wo die Gebühren gering sind und das Produkt gut ist.

    Ich empfehle grundsätzlich die führenden Anbieter mit ihren Standardprodukten. Ich rate von Nischen-ETF-Spezialitäten wie Smart Beta und so ein Zeugs ab, sind zu teuer. Der angebliche Vorteil kann sich als Nachteil herausstellen.

  5. Florian HFlorian H

    @Michael
    Keine Sorge, dass wird in den nächsten Jahren nicht passieren. Wie Tim schon sagt, gibt es enormen Wettbewerb. Ich empfehle dir die ETF von Vanguard. Ziemlich kostengünstig, was auch so gewollt ist von Vanguard Gründer John Bogle.

  6. AvatarJan

    Ich habe heute mal ein alternatives Investment probiert. 7x den Legobausatz „Saturn V / Apollo 11“. Einer ist für meine Tochter, einer ist für mich und 5 Stück werden im Keller ein paar Jahre eingelagert. Mal sehen ob sie in ein paar Jahren gesucht sind. Jedenfalls verspricht der gigantische volle Meter Rakete eine gute Performance. Und wenn nicht, dann war’s ein netter Versuch.
     
    https://www.youtube.com/watch?v=BOrZURsnLZc Lego Ideas 21309
     
    Schöne Ostern!
    Jan

  7. AvatarFelix

    Respekt Anna!
    Damit treten Sie ja immerhin gegen Bodo Schäfer an, der auch ein Kinderbuch zu diesem Thema im Angebot hat.
    Viel Erfolg mit dem Werk!

  8. AvatarHendrik

    @ Jan
    Viel Erfolg bei deinem Investment 😀
    Und wenn es eine Depotleiche wird – dann freuen sich wenigstens die Kinder.
    Schöne grüße
    Hendrik

  9. AvatarDaniel

    Hallo Tim,Hallo an alle,ich spare schon lange in einen MSCI World ETF. Was mir Sorgen bereitet ist das der ETF Anbieter nicht nur die Jährliche Gebühr senken sondern auch heben kann. Also die Total Expense Ratio ist jetzt bei sagen wir 0,4% und steigt inrgendwann plötzlich auf 10%. Ausschließen kann man dass nicht zu 100% oder. 
    Stell Dir vor du bist im Besitz einer Aktie die du im Alter im Depot liegen hast und von deren Dividenden Du lebst? Nun überlegt man sich bei der Hauptversammlung dass man keine Dividende mehr ausschütten will und bekommt dabei eine Mehrheit. Und nun? 
    Verstehst Du warauf ich hinauswill? Passieren kann immer alles. Versuch das mal wirtschaftlich/unternehmerisch zu betrachten. Was meinst Du was passiert wenn DEIN Etf Anbieter das tut es aber zeitgleich noch 59 andere ETF gibt die auf den gleichen Index laufen und dies nicht tun.
     
    Ich habe heute mal ein alternatives Investment probiert. 7x den Legobausatz „Saturn V / Apollo 11“. Einer ist für meine Tochter, einer ist für mich und 5 Stück werden im Keller ein paar Jahre eingelagert. Mal sehen ob sie in ein paar Jahren gesucht sind. Jedenfalls verspricht der gigantische volle Meter Rakete eine gute Performance. Und wenn nicht, dann war’s ein netter Versuch.
    Es gibt irgendwo auch einen Blog wo das Lego Investment vorgestellt wurde. Ich glaube es war nur ein virtuelles Depot bei dem einfach etwas beobachtet wurde. Ist glaube ich krachend gescheitert. Es gibt einige Bausätze von Lego, bei denen es manchmal klappt, aber es ist eher Lotterie. Ich habe damals das Lego Imperial Shuttle für 250€ gekauft. Jetzt liegt es bei knapp 950€.  Ich habe auch den Lego Superstern-Zerstörer damals für 450€ gekauft, jetzt durchbricht er regelmäßig die 1000€ Marke. Das waren aber auch Ausnahmen.
    Ich verstehe ja den Ansatz etwas zu horten das vielleicht irgendwann viel mehr wert sein wird, aber selbst wenn es sich im Preis verdoppt muss man auch immer die Inflation und auch die Zeit berücksichtigen sowie den Platz den es bis dahin verschwendet hat. Lego ist immer mein Hobby gewesen, aber selbst als Lego-Fan würde ich mir keine Anlage zutrauen. Bzw. da bleibe ich lieber bei physischem Gold. Nimmt kaum Platz ein, hat immer einen inneren Wert, deutlich einfachere Lagerung, bessere Widerverkaufschancen.

  10. AvatarMicha

    @LEGO
    Ich kenne mich da ja überhaupt nicht mit aus, aber sollte es nicht alarmierend sein, dass hier vor fast 2 Jahren das Ende der Produktion diskutiert wurde und man das Teil heute noch „überall“ kaufen kann? Da werden vielleicht Tausende in den Kellern gelagert und warten auf höhere Preise, die dann natürlich nicht kommen können, da das Angebot die Nachfrage übertreffen würde.

  11. AvatarGainde

    Bei ETF würde ich mir weniger Sorgen um die Anbieter machen, da der Wettbewerb spielt. Regulierungen wegen mangelhafter Kapitalallokation und fehlende Stimmrechte halte ich dagegen für wichtiger. In den USA soll bereits mehr als 30% des Kapitals passiv sein.

  12. AvatarJan

    @Hendrik, danke!
    @Daniel, Gold und Silber habe ich genügend. Das nutze ich in einem relativ starren Verhältnis zum Aktiendepot als Sicherung. Wobei ich überdenke diese Bindung zu lösen. Dagegen spricht, wenn man mal so ein Schließfach mit div. Edelmetallen voll gestellt hat, einen doch ein echt gutes Gefühl überkommt.
    @Micha, ein Artikel gegen den sogar eine Meldung im „Bild der Frau“ übertrifft. Er hat etwas „gehört“ und widerspricht sich im letzten Satz sogar selbst und behauptet es würde seine These unterstützen. 
    Das Modell war einfach am Anfang so beliebt, dass es nicht mehr bestellbar war und Lego nicht mit der Produktion hinterher gekommen ist. Wer es zu Beginn kaufen wollte, der musste bereits da Aufschläge zahlen. 
    Und es ist ja nur ein Versuch. Die 5 Kästen zum Einlagern haben nun knapp 525 Euro als Galeria-Kaufhof Deal am Sonntag gekostet. Ein Schnäppchen meines Erachtens und wenn ich das ins Verhältnis zu meinen Investments im Monat setze, dann sogar Peanuts. Es ist ein in der Dimension großes Set das bisher auch noch keine adäquate Substitutionsmöglichkeit hat. Und das Set geht ohne pauschale Galeria-Aktion oder Spielwarenhändler-Bankrott immer für die Liste übern Tresen. Wer weiß, vielleicht sehen wir dank dem Erfolg der Saturn V auch Nachfolger. Wird schon. Und wenn nicht, dann hab ich für die nächsten Kinder-Geburtstage ein echtes Highlight im Geschenkkarton. 
    Ich investiere gerne mal neben der Spur. So auch mal in Edelsteine im 5-stelligen. Wer viel Zeit hat der kann da schon etwas raus holen. Und auch da gilt: wenns in die Hose geht, dann geht man eben zum Juwelier, lässt es fassen und beschenkt die Holde damit.
    Nur nicht so mürrisch sein. Auch Investitionen dürfen mal mit dem Herz erfolgen. So lange der Großteil fokussiert und mit Plan ist, was machen da ein paar Herzschmeichler schon aus. Und irgendwas wird da schon davon mal etwas abwerfen. Investitionen die man anfassen kann sind sowieso die sympathischen (aber nicht immer die besten). Who cares.
    Viele Grüße 
    Jan

  13. AvatarAnna-Lena

    @Felix danke! Gegen Bodo Schäfer räume ich mir keine Chancen ein, haha 😀 Aber jedes Buch steht ja für sich. Sie sind sehr unterschiedlich, und ich denke, sie ergänzen sich gut 🙂 

  14. AvatarAlbr

    @Jan, so sieht’s aus, Investments in Gold, Diamanten, Schmuck kann auch interessant sein, notfalls werden die Sachen „schön“ hergerichtet/verarbeitet und der liebsten und besten Person auf der Welt geschenkt, dann erfreue ich mich jedes mal daran wenn ich die Sachen an meiner Frau sehe… und ich bin mehr als glücklich über das Investment 😉
     
     

  15. AvatarBruno

    @Anna
    Finde es Klasse, ich habe es zwar noch nicht gelesen finde aber toll dass es Alternativen gibt, ein so wichtiges Thema alleine schon die Bilder / Illustrationen haben mir gefallen 🙂 Habe bisher immer das Buch von Bodo verschenkt nun habe ich wohl eine Alternative, finde ich wirklich gut.
     
    @LEGO & Co. als Investment?
    Plunder als Investment 😀 Für mich sind solche Sachen nix, denn es sind keine Investments sondern Spekulation (dass eventuell jemand in Zukunft mehr dafür bezahlen soll), so ist es auch bei Schmuck, Gold, Edelsteinen, Oldtimer, Uhren, Markenklamotten etc. 
    Ich will damit ja niemanden angreifen, ich finde es zweckgebunden in Ordnung, wenn man daran Freude hat, also z.B. wenn die Kinder mit den LEGO spielen, wenn der Schmuck der Frau gefällt oder der Papa Freude am alten Porsche hat, was mir aber nicht in Frage käme sind solche Dinger einfach nur zu horten mit dem Gedanken, irgendwann werden sie schon teurer zu verkaufen sein. 
    Es gibt ja viele Leute die füllen ihre Keller mit Carrerobahnen und Autos (alles Originalverpackt und nicht angerührt) oder andere Dinge, oder auch Leute die Luxusuhren sammeln sie aber nicht EINMAL getragen haben, alles originalverpackt im Safe. Ich finde das schade, wenn man schon solche Sachen sich zulegt, dann sollte man sich ihnen doch auch erfreuen.
    Ich könnte mich auch für gewisse Dinge begeistern z.B. Kunst, aber ich würde sie kaum je einfach im Keller einschliessen sondern sie aufhängen und mich ihrer täglich erfreuen, sonst sehe ich den Sinn darin nicht.
    Für mich sind das keine Investments sondern Konsum, aber das ist legitim, und ja es kann sich ja auch lohnen, wobei man sich im entsprechenden Gebiet schon gut auskennen muss, das meiste Zeugs das so gekauft wird wird langfristig stark an Wert verlieren, häufig redet man sich so nur einen Konsumkauf gut. Wie oft habe ich schon gehört ich kaufe mir dieses Motorrad oder jenes Auto, es ist ein Investment, eine Rarität, es wird noch stark an Wert gewinnen und dann die traurigen Augen der Realität 10 Jahre später wo das Teil niemand mehr will. Sogar Immobilien haben das Risiko, kennt man sich nicht aus, kauft etwas an bester Lage und renoviert laufend, die Anforderungen verändern sich auch dort, niemand will heute mehr eine Küche oder Bad aus den 80igern oder 90igern, egal wie teuer und luxuriös das Zeugs damals war.
    Aber jedem das seine 😉
    Dazu der Klassiker: https://www.youtube.com/watch?v=fzW3tSxoGm8
     

  16. AvatarDaniel

    @Daniel, Gold und Silber habe ich genügend. Das nutze ich in einem relativ starren Verhältnis zum Aktiendepot als Sicherung. Wobei ich überdenke diese Bindung zu lösen. Dagegen spricht, wenn man mal so ein Schließfach mit div. Edelmetallen voll gestellt hat, einen doch ein echt gutes Gefühl überkommt.
    Ich kenne das Gefühl, ist irgendwie „die letzte Instanz“ bei mir. 
    Das Modell war einfach am Anfang so beliebt, dass es nicht mehr bestellbar war und Lego nicht mit der Produktion hinterher gekommen ist. Wer es zu Beginn kaufen wollte, der musste bereits da Aufschläge zahlen. Und es ist ja nur ein Versuch. Die 5 Kästen zum Einlagern haben nun knapp 525 Euro als Galeria-Kaufhof Deal am Sonntag gekostet.
    Die Saturn hat genauso wie Star Wars einen erheblichen Vorteil. Sie umfasst ein Thema, das niemals aus der Mode Gerät. Selbst heutzutage, 30-40 Jahre danach sind die Kinder vom Star Wars Virus befallen. Auch heute gibt es genauso wie damals extrem viele Weltraum Fans die so eine Saturn Rakete haben wollen. Und wenn es ein detailliertes Space Shuttle geben sollte dann wird das auch nicht anders sein.
    Es gibt ja viele Leute die füllen ihre Keller mit Carrerobahnen und Autos (alles Originalverpackt und nicht angerührt) oder andere Dinge, oder auch Leute die Luxusuhren sammeln sie aber nicht EINMAL getragen haben, alles originalverpackt im Safe. Ich finde das schade, wenn man schon solche Sachen sich zulegt, dann sollte man sich ihnen doch auch erfreuen.
    Für einen persönlich kann sich dieser permanente Verzichte und die Nichtbenutzung auch als völliger Reinfall entpuppen. Aber ich finde es immer faszinierend wenn grade solche NOS (new old stock) Sachen auftauchen. Die ungetragene Rolex Bond Uhr, der Porsche mit 1000km auf der Uhr der aussieht wie grade aus der Fabrik, die Carrera-Bahn die noch eingeschweisst ist. Für die Sammler sind das echte Perlen, auch wenn der Besitzer nicht reich wurde und für die Nachwelt ist es auch schön. Würden all die Dinge genutzt und dem Verschleiss unterliegen wären sie quasi weg.

  17. AvatarFabian S.

    Naja ich glaube bei den ETFs ist es auch nicht so ganz einfach den richtigen zu finden. Daher ist mein Ziel es etw. anders zu machen. Aber das wisst ihr ja bereits schon. 😉

  18. AvatarMicha

    @Jan
    Nur nicht so mürrisch sein.
    Nö, bin ich doch gar nicht.  🙂
    Ich habe nur schon mehrfach erlebt, wie Sammelobjekte abstürzten, bspw. Lunar II Silbermünzen als Kapitalanlage: Als damals die 1oz Drachen herauskamen, war die Euphorie sehr groß, da die Drachenausgabe der Lunar I eine sehr gute Entwicklung hatte. Der Preis auf dem Zweitmarkt war dann schnell irgendwo im Bereich von 60€/Stk.. Ich hatte, da ich ja besonders clever war  😉 , 120 vorhandene 1oz Tiger gegen 100 x 1oz Drachen privat getauscht. Aktuell steht der Händlerankaufspreis (über die letzten Jahre jeweils stetig fallend) beim Drachen bei gut 20€ und beim Tiger bei 35€ (bei gleicher Auflage von jeweils 300Tsd.). Zudem mußte ich letztens die 100 Drachen (in Folie eingeschweißte Originalrollen) stundenlang einzeln säubern, da vermutlich durch falsche Lagerung des Vorbesitzers (Autogarage?) alle 100 schwarz angelaufen waren. Bei der Reinigung habe ich dann noch ein paar beschädigt und so zu Altmetall/Schmelzware gemacht. „Buy and hold“ mit den vorhandenen Tigern, bei denen es bei Erscheinen keine Euphorie gab, wäre viel besser gewesen. Ich bin jedenfalls „fertig“ mit Sammlerzeugs und habe mir geschworen, nur noch „Dinge“ zu sammeln, die mir einen regelmäßigen Geldfluß bescheren.

  19. AvatarJan

    @Micha, hach ja, der Drache. Da hat die Perth Mint aber auch echt überdreht. Ich schwöre feierlich, dass ich trotz weit über tausend Unzen Silber kein einziges Ünzchen mit einem chin. Tierkreiszeichen besitze. Auch keine Homers, keine Koreaner und ebenso keine Marvels. Auch beim Gold ist das fernab diesem modernen Quark. Mit ein paar Ausnahmen ist es einfache Anlageware, gerne auch historisch, zum Spotpreis. Masterboxen sind nett zu stapeln. 😉
    Aber noch mal zum Drachen zurück: Die Perth Mint hat da eine Sau durchs dorf getrieben. Sorry nein, keine Sau. Das war ein ausgewachsener Eber. Der Peth traue ich seitdem so alles zu. Siehe jetzt z.B. der Schwan (Auftragsarbeit APMEX) oder andere Ausgabefluten. Ich glaube nicht an die „neue Numismatik“.
     
    Viele Grüße
    Jan

  20. AvatarMicha

    @Jan,
    die Perth Mint hat doch nur die 300Tsd Stück produziert wie immer. Die Käufer waren halt zu gierig.
    „Schwan“ kenne ich nicht, da ich mich nicht mehr für EM interessiere. Seit fast 2 Jahren bin ich nur auf der Verkäuferseite. Das wird sich auch nicht mehr ändern, mir fehlt sonst der regelmäßige Geldzufluß von dem ich möglichst bald ausschließlich leben möchte.
    Ich habe mit Lunar I/II teilweise auch große Gewinne bis zu einigen 100% eingefahren. Das kompensiert teilweise die riesigen, absoluten Verluste durch die EM-Kursentwicklung. Ich hatte auch nur zu Anlagezwecken gekauft (Lunar, Kookaburra, Panda, …, Bullion). Rückblickend mein größter Fehler und der Grund, warum ich immer noch Angestellter bin. Hätte ich mit dem Aktienkauf nicht erst 2017, sondern schon 10 Jahre vorher angefangen, dann wäre ich schon lange nicht mehr aufs Gehalt angewiesen. Optimal wäre es gewesen, 2011 die Anlageklasse zu wechseln. Wenn man sich den exponentiellen Kursverlauf rückblickend anschaut, hätte man darauf kommen können. 😉 Einzige Vorteile, die ich erkennen kann: Ich habe das Geld statt in den Konsum in EM gesteckt und kann jetzt den verbliebenen Restwert in Aktien transferieren. Wenn’s blöd läuft, wechsle ich gerade zu einem schlechten Zeitpunkt (EM relativ niedrig, Aktien scheinbar relativ hoch), aber das bereits erreichte Lebensalter macht einen weiteren Aufschub fast sinnlos. Zudem bin ich, was Kursentwicklungen in beide Richtungen angeht, extrem gestählt! Wenn einige mal über in € 5-stellige, temporäre Depotrücksetzer jammern, spüre ich noch nicht mal eine innere Regung.  😉

  21. AvatarThorsten

    Bsi den Privis und eingefärbten Silbermünzen ist bei mir Schluss, na ja fast. Da gibt es noch Medaillen aus Glas und 3D. Drachen schlafen bei mir auch noch. Sie haben nichts ‚gebracht‘ außer einer unmessbaren Sicherheit. Griechenland und Co ,diverse Crashandrohungen, Ende des Euro usw. Das waren und sind reelle Risiken. Aber durch das Gelddrucken und die Nullzinspolitik ist dann doch nix passiert. Möglicherweise könnte man den Edelmetallbestand in einen weltweiten ETF umschichten. Bis auf den Zugriff auf das Depot bei Wechsel der Regierung auf rot und massiv ansteigenden Steuern  könnte das auch als wenig riskant angesehen werden. Habe gerade ein bisschen was an Glänzendem verkauft, um die monatl. Dividendenzahlungen zu erhöhen.

  22. AvatarDaniel

    @Micha, hach ja, der Drache. Da hat die Perth Mint aber auch echt überdreht. Ich schwöre feierlich, dass ich trotz weit über tausend Unzen Silber kein einziges Ünzchen mit einem chin. Tierkreiszeichen besitze. Auch keine Homers, keine Koreaner und ebenso keine Marvels. Auch beim Gold ist das fernab diesem modernen Quark. Mit ein paar Ausnahmen ist es einfache Anlageware, gerne auch historisch, zum Spotpreis. Masterboxen sind nett zu stapeln. 
    Die Verlockung ist allerdings schon groß 😉 Bei mir sind es die Kookaburry Münzen gewesen, aber auch ich bin jetzt wieder zur klassischen Anlage zurück.
    Bei Silber kehre ich jetzt zur Arche Noah zurück, Prägung in Deutschland und in den Tubes mit Gas gefüllt sodass das Silber besser „geschützt“ ist. Bei Gold gleibe ich beim Bestseller, dem Krügerrand.

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