Den Konsumenten fehlt das nötige Kleingeld. Fastfood-Konzerne spüren das. Selbst gesunde Kette wie Cava, Chipotle oder Sweetgreen leiden unter Absatzeinbrüchen. Der mexikanische Essensanbieter Chipotle, einst ein Highflyer, hat sich von der Kursspitze fast halbiert. Der Salat-Profi Sweetgreen hat 90% seit dem Börsengang auf zuletzt 5,48 Dollar eingebüßt. Das mediterrane Bistro Cava kollabierte vom Höchstkurs bei 150 auf 78 Dollar. Die Verbraucher wollen einfach nicht mehr 14 oder 16 Dollar für eine Salat- oder Reispappschüssel bezahlen.
Auch Starbucks hat es erwischt. Manch ein Kunde braut zuhause lieber seinen Kaffee. Seit 5 Jahren dümpelt das bekannte Kaffeehaus an der Wall Street. McDonalds hat die Krise besser gemanagt. Der Vorstand hat frühzeitig Spezialangebote eingeführt, um sparsame Verbraucher unter den goldenen Bögen bei der Stange zu halten.
Ein Problem für die Restaurants sind die höheren Einkaufskosten: Lebensmittel und Löhne sind teurer geworden. Das liegt nicht nur an der generellen Inflation, sondern auch am härteren Vorgehen der Behörden gegen illegale Einwanderer in den USA. Zuweilen verrotet die Ernte auf den Feldern, weil die Helfer nicht mehr zur Arbeit kommen.
Um ehrlich zu sein, du kannst dir in ein paar Minuten zuhause selbst einen leckeren Salat in ein paar Minuten machen. Das dürfte gesünder und günstiger sein als ein gekaufter. Insofern sind die Menschen gezwungenermaßen auf die Idee gekommen. Ein anderer Grund, warum die Anbieter zu kämpfen haben: Es gibt zu viel Konkurrenz. An jedem Eck sind in Manhattan zum Beispiel Bistros.

Sweetgreen: Der gesunde Ernährungsfokus hilft nicht mehr
Sweetgreen war ursprünglich besonders erfolgsversprechend. Der Fokus auf gesunde Ernährung war ein großer Pluspunkt. Das Unternehmen aus Los Angeles, das in guten Zeiten über 4 Milliarden Dollar auf die Börsenwaage brachte, gründeten im Jahr 2007 drei Collegestudenten. Die Idee entstand aus ihrer Leidenschaft für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit. Das erste Sweetgreen-Restaurant eröffnete in Washington, D.C. Es wurde schnell zu einem Erfolg. Die Gründer expandierten in andere Städte, 280 Filialen gibt es mittlerweile. Sie bauten eine treue Kundschaft auf. Ein Börsenhype blieb allerdings aus. Der Umsatz stagniert, der Verlust ist enorm. Ein Problem: Lebensmittel, die am Abend übrig sind, müssen zum Teil in den Mülleimer. Die Kosten sind enorm (Mieten, Löhne, Agrargüter). Das Unternehmen kann pleite gehen, wenn es nicht gelingt, den Turnaround einzuleiten. Oder aber kann Sweetgreen ins Übernahmevisier geraten. Mir ist die Aktie zu heiß.
Der mediterrane Schnellimbiss Cava ist dagegen immerhin profitabel. Die Speisen kommen offenbar gut an. Und so kann Cava die Flaute bei den Verbrauchern vermutlich locker aussitzen.
Fazit: McDonalds ist für mich die beste Aktie aus dem Sektor. Hier lohnt sich bestimmt „Buy and Hold“. Die anderen Player stehen vor gewaltigen Herausforderungen.