Wie Sie Ihr Geld ausgeben, verrät etwas über Ihren Charakter


New York, 25. März 2016
Das Auto fiel mir im Finanzviertel auf. Es sieht ziemlich abgenutzt aus. Dellen, Beulen, Kratzer, Klebeband. Wer fährt es? Vermutlich Rich Dad!

Das Auto fiel mir im Finanzviertel in New York auf. Es sieht ziemlich abgenutzt aus. Dellen, Beulen, Kratzer, Klebeband. Wer fährt es? Vermutlich Rich Dad! (Den Scherz verstehen nur Insider.)

Ich unterhalte mich als mit Menschen über deren Finanzen. Manche geben zu, keine Rücklagen gebildet zu haben. Ich bin dann erstaunt und frage sie, warum Sie nicht sparen. Sie sagen, sie haben eine Riester-Rente, eine kleine Betriebspension. Oder sie verweisen auf ihr Haus oder die eigene Wohnung.

Mag sein, dass es der Person im Alter reichen wird. Ich finde das aber etwas riskant. Mir wäre, ehrlich gesagt, eine kleine Zusatzrente wie Riester neben der gesetzlichen Rente zu wenig.

Ich kann niemanden zwingen, etwas zu tun, was er/sie nicht möchte. Das muss jeder selbst herausfinden.

Ich glaube, Menschen unterschätzen, wie viel Geld sie im Alter brauchen. Nichts wird auf Dauer wirklich günstiger. Versicherungen, Strom, Krankenkasse, Zahnarzt, Steuern, Lebensmittel, Auto, Miete, Müllabfuhr… all das wird teurer.

Ich habe großen Respekt vor Menschen, die bodenständig leben. Ich finde zum Beispiel großartig, wie diese Familie mit ihrem Geld und Konsum umgeht:

Die Tochter darf selbst entscheiden. Sie lassen ihr gewisse Freiheiten, was ich herrlich finde. Wenn Menschen mit Geld um sich werfen, sagt das etwas über deren Charakter aus. Ich finde, Warren Buffett, Mark Zuckerberg, Bill Gates, Michael Bloomberg leben vergleichsweise bescheiden, wenn Sie sich deren Vermögen vor Augen halten.

Diese Superreichen spenden enorme Teile ihres Vermögens. Sie haben ein großes Herz. Sie könnten ihren Reichtum ausgeben. Aber sie wollen die Welt verbessern. Das treibt sie an. Sie müssen als Person herzhaft sein. Diese Milliardäre haben eine positive Persönlichkeit.

Wer dagegen verschwenderisch lebt, hat keinen wirklich guten Charakter, vermute ich. Lebemenschen sind undankbar. Sie fühlen sich, als ob sie einen Anspruch auf Luxus haben. Es handelt sich um Egoisten. Wenn Sie mit diesem Gedankengut erzogen worden sind, ist es schwierig das abzulegen.

Eltern sollten Ihren Kindern Selbstvertrauen beibringen. Sie sollten an die Kids fest glauben. Ihnen Mut machen. Liebe geben. Zuneigung. Hilfe. Schutz. Dann brauchen sie im späteren Leben weniger Statussymbole. Und verfolgen höhere Ziele.

Ich finde es cool, wenn Mega-Reiche wie Buffett oder Zuckerberg ein bodenständiges Auto fahren. Es gibt Neider, die behaupten, Buffett, Gates, Bloomberg hätten Glück gehabt. Vielleicht hatten sie Glück. Aber sie haben auch hart gearbeitet. Es liegt am Fleiß und Mut.

Der Konsumrausch ist ein Zeichen von mangelndem Selbstvertrauen. Es ist ein Ausdruck von Unzufriedenheit. Wer sich selbst schätzt, braucht keine fünf Ferrari in der Garage. Ich habe die Liste mit den prominenten Ferrari-Besitzern durchgeklickt. Ich habe das Gefühl, dass fast alle einen schlechten Charakter haben. Es ist schon auffällig.

Ich finde es vorbildlich, wenn Menschen nicht mit „teuren Dingen“ prahlen. Wenn Sie bescheiden bleiben. Das gleiche gilt fürs Essen. Wir können ja auch nicht alles essen. Das ist ungesund.

Grundsätzlich rate ich, 10 bis 30 Prozent des Einkommens zu sparen. Sie sollten sich in jungen Jahren schon anstrengen. Passen Sie auf. Impuls-Käufe sind Gift. Konsum auf Pump ist riskant. Jeden Tag ins Restaurant zu gehen ist unnötig. Dicke Autos, übergroße Eigenheime, feine Kleidung – das muss nicht sein. Machen Sie einen weiten Bogen um Kredite. Wenn Sie keine Schulden haben, nimmt die Zufriedenheit zu. Und die Freiheit auch.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie Sie Ihr Geld ausgeben, verrät etwas über Ihren Charakter

  1. Ex-Studentin

    Seinen Kindern den Umgang mit Geld zu lehren, halte ich für sehr wichtig. Wenn die Eltern selbst Lebemänner sind, färbt das auf die Kinder schnell ab. Sie kennen es ja nicht anders. In meinem Freundeskeis fällt mir auf, dass Kinder von Vielverdienern oft zu sehr verwöhnt werden. Die Eltern haben sich alles erarbeitet und wollen, dass es ihren Kindern an nichts fehlt. Diese geben das Geld dann mit vollen Händen aus. Als ich mal zu einem Schulkameraden meinte, dass ich mit ihm nicht ins Kino wollte, weil meine 15€ Taschengeld dann weg wären, meinte er nur: „Dann frag doch deine Eltern.“ Als ich meinte, dass die auch keinen Goldesel daheim stehen haben, verstand er das nicht. „Deine Eltern werden dir doch wohl 15€ geben, wenn du lieb bitte bitte sagst.“ Besagter Kumpel ist ein netter Kerl, hat aber als Student einen höheren Lebensstandard als ich als Ingenieurin. Das macht Treffen immer schwieriger. Klar, kann man auch mal Essen oder Cocktails trinken gehen. Über tolle Urlaube und Apple-Produkte reden. Aber eigentlich will mich doch einfach nur unterhalten und an Leben meiner Freunde teil haben.

  2. Christoph

    Also ich finde die Familie etwas seltsam. So wie ich das sehe haben die Kids kein eigenens Zimmer wo sie hausaufgaben machen können etc oder interpretiere ich das falsch weil die AUfgaben im Wohnzimmer gemacht werden?

     

    Ich finde es ok wenn jemand Geld hat und dieses auch ausgibt. Ich finde es eher seltsam wenn man sagt dass dies nicht so gut ist wie wenn jemand Millionen hat und dann ein durchschnittliches Autos fährt.

    In sicher 90% der Fälle ist das Vermögen selbst erwirtschaftet. Wieso sich dann nicht etwas wie Ferrari und Villa gönnen?

    Die haben es sich ja verdient sich etwas leisten zu können was sich andere nicht leisten können. Wenn das nicht so wäre, gäbe es nämlich keine luxus Artikel mehr.

    @Tim: Wie kommst du darauf dass die Besitzer der Ferraris einen schlechten Charakter haben? Man hört ja nur aus der Presse etwas und denkt die wären dann so. Aber selbst die Kardeshians arbeiten wirklich viel. Und ein Beckham zB hat sich das alles selbst durch den Fußball erarbeitet.

     

    Ahston Kutcher zB hat in Start ups (u.a. Skype investiert). Und eine seiner Freundinnen wurde von einem Serienmörder erstochen. Sowas muss man auch erstmal verkraften zumal er sie an dem Abend abholen wollte. Sein Studium hat er finanziert indem er als Reiningungskraft gearbeitet hat.

    Wahrscheinlich hat er sich zig mal gefragt: Wieso bin ich nicht früher zu ihr gefahren?

    Natürlich hast Du Recht, dass man seinem Einkommen gemäß leben sollte. Und man sollte auch an später denken und vorsorgen. Aber wenn sich zB ein Lebron James einen ferrai kauft ist das im Verhältnis wie wenn ich mir ein 500 Euro Auto kaufen würde.

    Und da würde sicher keiner sagen das ist zuviel.

     

    Warren Buffet hat sich sein vermögen ja selbst erarbeitet. Als Kind hat er ja Cola in der Nachbarschaft verkauft. Sicher hatte er auch Glück, aber das kann man ja keinem vorwerfen.

     

     

  3. Vali

    Ich finde die Familie sehr sympathisch. Könnten wir sein 😉 Meine Kinder machen am liebsten ihre Hausaufgaben im Wohnzimmer, weil mein kleines Arbeitszimmer gleich daneben ist, so können sie mich beim Hausaufgaben arbeiten sehen 😉

    Aber ihre aufgeräumte Küche ist wirklich minimalistisch. Das erinnert mich daran, dass ich auch mal wieder aufräumen und reduzieren sollte.

    @Christoph, kennst du Travers Beynon, the Candy Man? Er fährt Ferrari, Lamborgini und Rollsroyse und ist ein echter K…brocken. Vorsicht beim Googeln, nicht jugendfrei;-)

     

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ex-Studentin

    Ich lade als zum Brunch ein. Jeder bringt was mit. Oder ich koche als mit Freunden. Es muss nicht immer das Restaurant sein.

     

    @ Christoph

    Gut möglich, dass ich Vorurteile mit dem Ferrari habe.

    Es ist nun mal ein sehr teures, schnelles Auto. Keine Familienkutsche. Der Fahrer will ja damit etwas seiner Umgebung mitteilen. Ein Ferrari verleitet womöglich zu einem schnellen, aggressiven, rücksichtslosen Fahrstil.

    Es gibt Studien dazu.

    http://www.forbes.com/2009/10/06/car-personality-wealth-lifestyle-vehicles-gender-income.html

    Ich habe mal einen Vermögensberater aus Atlanta interviewt. Der hat bestätigt, dass die Automarke etwas über den Charakter aussagt:

    http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/investor/4644290/Zufriedene-Rentner-fahren-Buick-oder-Lexus-die-unzufriedenen-BMW

  5. Christoph

    @Keek: mir war das Video zu lang. Aber ich habe den Film gesehen. Soweit ich weiß stimmt da sehr vieles. Wie Zuckerberg seinen alten Freund der damals das geld beisteuerte aus der Firma drängt bzw dessen Anteile extrem verwässerte ist unter aller Kanone. Ebenso wie er die Idee den 2 Mit Studenten klaute. Diese haben sich gewährt und eine Entschädigung erhalten die war aber im Vergleich zu dem heutigen Wert winzig.
    Man könnte sagen er war jung und machte in der Hinsicht Fehler.
    Aktuell schnekt Facebook den Mitarbeitern in GB jeweils 1 Mio USD bis 2018. So muss er nicht soviel an den Fiskus zahlen. Das finde ich eine gute Idee wiederum. Ebenso dass er sein Vermögen in ein Unternehmen ausgliedert und damit gutes tun wird.

    @Tim: Interessanter Artikel. Mir gefällt das mit dem nicht extrem sparen aber auch nicht verschwenderisch sein. Das ist eine gute Einstellung.

     

    Das mit dem BMW, da muss ich schmunzeln. Denn mein vater (selbstständig) fur die letzten 35 Jahre BMW, seit 3 Jahren Audi.

    Der Grund ist ganz einfach: Er fuhr immer große Strecken Nähe Frankfurt nach Italien, Slowenien usw. Und das innerhalb 1,5-2 tagen inkl. Lieferantenbesuchen usw

    Da war ein 5er später 7er und nun A8 nötig. Denn damit fährt man einfach entspannter so große Strecken als mit einem Opel Astra.

    Und genau das war das entscheidende. Es bringt ja nichts wenn er schlagskaputt ankommt.

    Glaube in den USA hat BMW einen viel besseren oder höheren Wert als hier. Hier sieht man die wahrscheinlich auch öfter. Für mich, da ich damit aufgewachsen bin, ist BMW nichts besonderes. Klingt jetzt großkotzig aber das isses nicht. Da ich mein Leben lang damit gefahren worden bin, war es für mich normal.

    Aber selbst fahr ich einen Ford. BMW wäre mir zu teuer und zu klein da ich bis August einen großen Hund hatte.

     

    Das mit dem brunch klingt toll. Da ist auch eine gemütliche Atmospähre inklusive^

     

     

     

     

  6. Felix

    Vor allem scheint mir wichtig zu sein, dass man hier die Möglichkeit hat Ferrari zu fahren. In der DDR gab es nur den Trabi und für die Bonzen noch den Wartburg. In Kuba gibt es auch keinen Ferrari, ein paar Seemeilen entfernt in Miami sind eher häufig anzutreffen.

    Wo würde ich lieber leben wollen, obwohl ich keinerlei Verlangen nach einen Ferrari habe?

     

  7. Stefan L.

    Das hat jetzt vielleicht nur indirekt mit dem Thema zu tun, aber ich habe vor Jahren mein Auto verkauft.

    Ich glaube, dass ist schon 10 Jahre her, ich wohne in München Innenstadt und fahre mit dem Rad zur Arbeit, Einkaufen und auch in der Freizeit überall hin.

    Ich hatte früher sehr oft Rückenschmerzen, und da hieß es immer, leg dich hin und schon dich, aber genau das ist falsch, bei Rückenproblemen muss der Rücken belastet werden. Ich hatte schon seit sehr langer Zeit keine Probleme mehr mit der Bandscheibe, was vermutlich daran liegt, dass die Rückenmuskulatur jetzt die Last und das Gewicht trägt, und nicht mehr auf dem Skelett liegt, aber warum ich das überhaupt schreibe, der Verzicht auf das Auto und damit die Möglichkeit einiges an Geld zu sparen, hat nicht nur meinem Geldbeutel gut getan sondern auch meinem Knochenbau.

     

    Gestern habe ich gehört, dasss jeder Deutsche im Jahr 80 Kg Lebensmittel weg wirft. Ich war geschockt, ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal etwas Essbares in den Müll geschmissen habe.

    Ja es ist ein Durchschnittswert, aber wenn ich gar nichts wegwerfe, dann muss eine andere Person ja weit über 80 Kg entsorgen, wenn der Durchschnitt stimmen soll. Das ist Unglaublich…

     

    Schönen Smastag

  8. O.T.

    @Stefan L.

    Du solltest Dich lieber fragen, was Du nicht gekauft hast – nur als Annäherung – dann weißt Du das Du genauso ein Verschwender bist wie ich. Du kaufst nicht die alte vergammelte Semmel, das harte Brot. Wirkt sich in der Statistik wie Abfall aus. Du schälst die Orangen – also Abfall. Du ißt keine Knochen im Fleisch, alles Abfall für die Statistik.

    Vernünftige Menschen lassen sich von diesem Gutmenschengebrabbel nicht irritieren und schälen weiterhin ihre Orangen …

     

  9. Stefan L.

    JA da hast du natürlich Recht. Orangenschalen und trockenes Brot beim Bäcker habe ich nicht dazugezählt, ich bin nur von Lebensmitteln ausgegangen, die ich daheim verwerte, sprich das MHD ist abgelaufen, ich esse es trotzdem noch.

  10. O.T.

    Na dann Prost. Jeder Wirt der abgelaufene Lebensmittel seinen Gästen vorsetzt war die längste Zeit Wirt.

  11. Stefan L.

    Ja wie gesagt, ich hab dich schon verstanden, ich bin nicht ganz sicher, aber ich glaube, dass meiste wird in Privathaushalten weggeschmissen, und darauf hat jeder Einzelne selbst Einfluss. Was der Wirt wegwirft, liegt nur indirekt in meinem Einflussgebiet, und Selbstverständlich sollte jeder Wirt und jede Bäckerei wissen wie viel am Tag ungefähr verkauft oder verzehrt wird, um nicht so viel Wegschmeissen zu müssen.

    Aber bevor das jetzt noch Ausartet, ich hab deine Intention verstanden, ich hatte nur meinen Verbrauch auf dem Schirm, und zwar der Lebensmittelverbrauch auf den ich direkt Einfluss nehmen kann.:-)

  12. Christoph

    Angeblich will der zuständige Minister jetzt durchsetzen dass kein MHD mehr auf den Verpackungen steht, dafür aber dann Verpackungen produziert werden, die zeigen welchen Zustand die Ware hat.

    Das kommt am Ende aber aufs gleiche raus.

    Das problem ist doch ein ganz anderes. Heutzutage „muss“ ja jeder alles bekommen können. Zig Fisch Sorten, zig Käsesorten, Fleisch usw usw. Da fliegt soviel weg weil das alles ja keiner kaufen kann.

    Wenn ich heute einkaufen gehe und Lachs will, es aber keinen gibt dann kaufe ich eben was anderes. Aber der Supermarkt hat ja Angst dass ich dann den lachs bei der Konkurrenz kaufe.

    Wenn dieses extreme Angebot nicht mehr vorhanden wäre, würden allein die Supermärkte weniger wegwerfen, wobei manches auch die tafeln bekommen, das meiste wandert aber in den Müll. Und wenn nicht alles angeboten werden würd, würden die Menschen auch wieder die Lebensmittel mehr zu schätzen wissen, mehr selbst kochen und weniger wegwerfen. Aber das wird sich nicht ändern lassen

     

    Noch abstruser ist es ja bei Nichtlebensmitteln.

    Werden zB Puppen produziert die einen kleinen Fehler haben und so nicht verkauft werden können müssen die weggeworfen werden. Selbst wenn der Hersteller diese gerne an Kinderheime etc verschenken würde.

     

    Wieso?

    Jetzt kommt der Irrsinn:

    Der Hersteller müsste nämlich trotz Schenkung STeuer bezahlen! Wenn das nicht bescheuert ist..

  13. Felix

    @ Christoph

    Ein Hoch auf Lebensmittelrationierungen. Und einer staatlicher Lebensmittelkommissar legt fest, welche Lebensmittel angeboten werden.

    Fragt ein Kunde in einem DDR-Laden: Ist das hier die Bäckerei, worauf der Verkäufer antwortet: Nein, das hier ist der Metzgereiladen, in dem es keine Wurst gibt; die Bäckerei, in der es kein Brot gibt, ist gegenüber.

    Marktwirtschaft ist eben eine Frage von Angebot und Nachfrage.

  14. Finanzmixerin

    Ich finde auch schlimm, wieviele Lebensmittel weggeworfen werden und bemühe mich, möglichst nichts schlechtwerden zu lassen. Ich liege definitiv weit unter dem Durchschnitt.

    @Christoph: Das mit den Spielsachen ist wirklich nicht zu glauben. Da würde es vielleicht Sinn machen, die als 2. Wahl-Produkte zu verkaufen wie z.B. bei Mängelbüchern.

  15. Finanzmixerin

    In Frankreich ist es meine ich Supermärkten verboten, noch essbare Lebensmittel wegzuwerfen. Also z.B. nicht mehr so schönes Obst wird dort oft von den Geschäften verschenkt.

  16. fit und gesund

    hier kommt nix um, ich habe vor 4 Tagen frischen Spinat gekauft, kann man ja nicht wärmen, danach hatte ich auch keine Lust mehr drauf, aber heute gibt es die zweite Ration, Lust oder nicht Lust, ich schmeiss ja auch nicht mein Münzgeld in den Abfall… der geht ins Gurkenglas.

    Letztes Jahr hab ich radikal gemistet, da ist viel weggeflogen, fühl mich viel wohler so, aber als ich die Wohnung meiner Mutter geräumt habe, auweia, Kriegsgeneration eben, und kein Mensch wollte das Zeugs, aber ich habe nicht die Zeit das zu verticken, nur das Silberbesteck hab ich mitgenommen, und ein wertvolles Essgeschirr (was ich vermutlich nicht benutzen werde da völlig altmodisch)

    Ich kauf kein Nippes mehr, es bereitet nur kurze Zeit Freude und dann muss es irgendwann entsorgt werden, zu schade um das Geld.

     

    Frohe Ostern an Alle, ich geh gleich arbeiten.

  17. PIBE350

    Hmmm, 80 kg pro Jahr klingen erst mal viel, sind aber gerade mal das Gewicht einer ungeschälten Banane pro Tag. Ich schmeiße auch nicht bewusst Lebensmittel weg und esse die Teller möglichst leer, aber etwas Schwund hat jeder. Ich sage nur Biomüll. 😉

  18. Christoph

    @Felix natürlich ist es gut dass es Auswahl gibt. Aber ganz ehrlich braucht man wirklich 50 Käsesorten die ständig verfügbar sind? Oder reichen 50 von denen mal die eine und mal die andere nicht verfügbar ist?

    Hier Beispiele:

    http://www.eppingen.org/media/marktplatz/edeka-aktiv-markt-sommer/kaes.jpg

    http://www.dederichs-projektbau.de/typo3temp/pics/dc7c9a4a34.jpg

     

    Wer soll das alles essen? Ich esse auch gerne Fleisch aber wenn man sich das anschaut sterben zig Millionen Tiere einfach umsonst.

     

    Vor allem dieser Irrsinn mit Obst und Gemüse ausserhalb der Saison. Da kommt das dann aus Übersee her. Das ist doch Irrsinn.

    @Fit: Ja das kenn ich auch von meinen Eltern.

    Sie haben ein Alltagsgeschirr, eines für Sonntag, eines für besondere Tage und noch zwei weitere  die ich noch nie gesehen habe.

    Ebenso Bettwäsche: in Hülle und Fülle

    Von dem ganzen Deko Kram ganz zu schweigen

    Fastnacht, Ostern Weihnachten usw. Das ist ja ok aber meine Eltern haben allein für Weihnachten Sachen für 20 Familien. Teilweise wirklich schöne und alte DInge. Sie meinen auch dass es wertvoll ist. Kann durchaus sein, aber man muss ja erstmal jemanden finden der das auch will.

    Du hast Recht: Weniger ist mehr.

     

    @Mixerin: Ja das stimmt. Das problem in Deutschland ist nur dass der Verkäufer garantieren muss, dass die Ware unbedenklich gegessen werden kann. Daher verlassen die sich natürlich auf das MHD.

     

  19. fit und gesund

    die ersten frischen Erdbeeren gibt es aus der Region, ebenso die ersten Spargel, kauf ich auf dem Markt dann und da bin ich sicher nicht geizig, da hab ich dann Qualität, unterstütze die heimische Landwirtschaft und es ist dann eben was Besonderes, also auf das Zeugs was jetzt in den Läden rumliegt hab ich keine Lust. Alles hat seine Zeit.

  20. Philipp

    Hallo Tim,

    Konsum macht nicht glücklich – etwas zurückzugeben schon.

    Eines meiner Ziele ist es, hohe Summen zu spenden.

    MFG Philipp

  21. Chrushin

    off-topic:

    bin als Value-Langzeitinvestor seit geraumer Zeit am überlegen mir mit Microsoft oder Cisco noch eine Tec-Aktie ins Depot zu legen. Wozu ratet ihr mir, wenn ihr euch für eine entscheiden müsstet? Sind beides sehr gut aufgestellte, hochkapitalisierte Aktien mit Perspektive & ordentlicher Divudendenausschüttung.

  22. Christoph

    @Crush: Puu das ist eine echt schwierige. Ich habe beides. Beides sind auf Ihrem Gebiet Weltmarktführer. Des Weiteren haben sich beide gewandelt und sind führend beim IOT.

    Sie haben auch gemeinsame Projekte

    Im Prinzip wäre es gut beide zu haben, da sich beide zusammen sehr gut ergänzen.

    Cisco macht die ganze Technik beim Netzwerk und Microsoft macht die Software bei Ladestationen zB.

    Mach doch einfach mit beiden Sparpläne für die nächsten 6 Monate bis die Summe die du investieren wolltest erreich hast.

    Falls du aber entweder oder sagst: Ich würde .. ach ich kann mich nicht entscheiden.. Münzwurf müsste her^^

    Du machst bei einem Kauf von nur einem aber auf keinen Fall einen Fehler, egal welches du nimmst

    Microsoft überlegt übrigens Yahoo zu kaufen

     

  23. Slazenger

    @ Chrushin

    schwer zu sagen, aber Cisco könnte mit seiner Netzwerktechnologie ein großer Profiteur von der bevorstehenden Vernetzung zahlreicher elektrischen und elektronischen Geräten in Firmen und Privathaushalten sein!

    Die Dividende ist auch gut, ich bin in der letzten Korrektur im Januar bei Cisco eingestiegen!

  24. Daniel

    Tja, die die wirklich reich sind, sind meist unauffälliger als die die weniger haben. Es geht auch aus Studien hervor, dass die die am meisten mit ihrem Vermögen prahlen, am Ende gar nicht so reich sind wie man glaubt. Toller Beitrag.

  25. Frank

    Hallo an Tim und alle anderen,

    ich wollte einfach mal schöne Ostern wünschen und hoffentlich erholsame freie Tage!

    Frank

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ alle

    Danke fürs Lesen. Die Treue und die Kommentare. Frohe Ostern allseits. Erholsame Zeit.

     

    @ Philipp

    Das ist ein grossartiges Ziel.

     

    @ Daniel

    Das stimmt. Jene, die mit ihrem Vermögen prahlen, haben oft wenig Geld. Oder sie haben sonst nichts zu bieten. Ihr Leben ist leer.

  27. Vali

    Wow, Christoph, cool! Danke fürs Video, habs gerade meinen Kindern gezeigt – so sieht die Zukunft aus!

    Habe beide ungefähr zum gleichen Zeitpunkt gekauft (Microsoft und Cisco), Microsoft first natürlich und der Kurs läuft wesentlich besser. Cisco ist aber auch klasse – letzte Dividendenerhöhung um 10.50%!

    Microsoft um 10.70%! 🙂

     

  28. Kai

    Ich warte ja auf einen Artikel von Tim über die Anlagenmöglichkeiten des Geldes.

    Bis dahin bin ich mächtig am googeln wie man am Besten sein Geld anlegt.

    Sollte es wirklich so einfach sein, benötige ich nur diesen ETF:

    Vanguard-S&P500 UCTIS ETF 500

    Kürzel: A1JX53

    Sogar Warren Buffet empfiehlt dort sein Geld anzulegen!!!

    Seht ihr das auch so??

    Über welchen Broker kann ich diesen kaufen??

    Wie sieht das auf der steuerlichen Seite aus ???

    Meine Consorsbank bietet dies nicht an.

  29. Felix

    Ich bedauere das auch, dass hier keine Artikel für Anleger mehr gepostet werden. Es geht nur um Powersparer. Wohin am besten mit der gesparten Kohle, bleibt leider undiskutiert.

    Dabei kann man hierbei viele Fehler machen, die alle Sparbemühungen zunichte machen.

     

  30. Chrushin

    Mir fällt auch auf, dass es zunehmend darum geht, wenig zu konsumieren, möglichst wenig bis keine Luxusgüter zu kaufen und Beispiele über junge Leute zu bringen, welche sehr früh in Rente gehen. Sparen ist gut, jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten, aber die Variation der Themen nimmt (leider) ab. Trotzdem, ich schätze Tim Schäfer sehr, dieses Forum ist nach wie vor gut und „eicht“ einen immer wieder. Frohe Ostern!

  31. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Kai

    @ Felix

    @ Chrushin

    Ok, ich habe das verstanden. Ich bin kein Experte für ETF bzw. Indexfonds in Europa. Blogleser Matthias Schneider und Markus kennen sich hier sehr gut aus. Und andere Leser auch.

    Beim Sparen für die Rente ist das Durchhalten extrem wichtig. Das regelmässige Sparen – gerade in schlechten Börsenzeiten. Wer Aktien besitzt, sollte daran denken, die Dividenden zu reinvestieren. Auf Gebühren/Steuern sollte ebenfalls strikt geachtet werden. Generel gilt: Je niedriger die Kosten, desto besser die langfristige Rendite.

    Wichtig ist, emotionale Fehler zu vermeiden. Wir Anleger glauben gerne, anderen überlegen zu sein. Wir meinen, besser zu sein. Die Gefahr der Selbstüberschätzung ist enorm.

    Ein guter Ansatz ist daher das „Buy and Hold“. Mit der Strategie des „Kaufen und Liegenlassen“ kann der Privatanleger dem Profi sogar einen Schritt voraus sein. Die wenigsten sind aber dazu emotional in der Lage.

    Das Investieren für die Rente ist für Deutsche Neuland. Ich muss noch mehr darüber schreiben.

    Amerikaner, Australier, Engländer sind uns um Meilen voraus. Leider kommen aus Berlin die falschen Signale. Die Altersvorsorge wird von Berlin mangelhaft reguliert. Riester-Sparer werden von Finanzkonzernen zuweilen als Melkkühe missbraucht. Es gibt krasse Fälle der Abzocke. Es ist traurig. Der Politk ist der Schutz der Finanzgiganten wichtiger als der Schutz der Sparer, das ist jedenfalls mein perönlicher Eindruck:

    http://www.welt.de/print/wams/finanzen/article153482569/Noch-eine-Riester-Luege.html

    US-Präsident Barack Obama schützt die Sparer vor Abzocker. Ein Finanzberater muss im Interesse des Kunden handeln. Wenn ein Sparer von einem Anbieter geschröpft wird, kann er/sie dagegen rechtlich vorgehen.

    https://www.washingtonpost.com/opinions/the-white-houses-common-sense-idea-to-protect-retirement-savings/2016/03/14/b6ead8c4-e576-11e5-bc08-3e03a5b41910_story.html

  32. Fit und Gesund

    @Kai,

    vielleicht hilft Dir das weiter, in der CH kann ich Vanguard auf jeden Fall ganz einfach kaufen, ich habe den Vanguard FTSE All-World High Dividend Field UCITS ETF

    http://finanztipps.cc/vanguard-investmentfonds.html/

    obwohl schon etwas älter hab ich mich für folgende Variante der Geldanlage entschieden,

    6Monatsgehälter Cash, der Rest wird in Aktien angelegt, ich habe aktiv gemanagte Fonds, 4 Einzelaktien und obigen ETF, mit den Einzelaktien hatte ich wenig Glück, mein bester aktiv gemanagte Fonds, der DWS Aktienstrategie Deutschland wurde gerade geschlossen, ich werde nun stur in weltweit anlegende ETF’s investieren, Bonds werde ich im Moment keine kaufen, da seh ich keine Gewinnmöglichkeit.

    Jeder muss halt irgendwie seine Strategie finden, ich bin auch nicht sicher ob die Meine richtig ist, aber im Moment bin ich damit zufrieden, obwohl mein Portfolio seit Jahresanfang doch ziemlich Federn gelassen hat. Vermutlich sind die Anderen sehr viel erfolgreicher als ich, *lach*

  33. Christoph

    Ich habe Tims Blog bisher so interpretiert: Tolle Anregungen und Ideen für die Lesenden die bei dem jeweiligen thema ihre Meinung mitteilen. Dadurch entstehen manchmal kontroverse Diskussionen, was aber nicht verkehrt ist. Es ist gut immer mal über den Tellerrand zu schauen.

    Ich lese auch den Blog von Alex (rentemitdividende) zum Thema Anlegestrategie. Vielleicht wäre dieser auch was für euch

     

    Ich selbst bin erst seit 2104 richtig beim Thema Aktien dabei und habe Anfangs auch Aktien gekauft bei denen ich dachte da kann ich schnell Geld verdienen. Ging natürlich in die Hose.

    Ich kaufe mittlerweile nur noch große US Dividendenzahler. AT&T, Verizon, CIsco, Microsoft, Caterpillar, Coca-Cola, Boeing, Pepsi, Johnson&Johnson, Procter & Gamble…

    Aus den Anfangsmonaten habe ich noch: AIG, Bank of America, Skysworks Solutions.

    AIG und Skyworks liefen sehr gut udn haben die Dividende toll erhöht. Bank of America wird wohl erst dieses Jahr richtig erhöhen, wobei die auch schon extrem eigene Aktien aufgekauft haben.

     

    Ich mag mittlerweile einfach die großen US Unternehmen, die seit Jahrzehnten regelmäßig Dividenden zahlen mehr. Natürlich weiß man nie ob jedes auch in den nächsten 20 Jahren Top sein wird, aber die Chance ist größer dass zB Coca-Cola in 20 Jahren noch so performed wie ein neues Unternehmen das erstmal die Kunden gewinnen muss und zu so einer Marke werden muss.

    Coca-Cola ist auch die bekannteste Marke der Welt und selbst in den Gebirgsregionen Thailands wo es 40 km weit keine Stadt gibt, gibts Coca-Cola.

     

    Ich traue mir einfach nicht zu „schlauer“ als Profi Trader bzw dem Markt zu sein und ich will meine Nerven schonen.

    Man muss immer selbst wissen was einen glücklich macht. Manche wollen traden, vor kurzem waren da einige Öl Unternehmen eine super Einstiegsmöglichkeit, andere wie ich wollen ganz langweilig Jahr für Jahr mehr Dividende erhalten.

    Mein ziel ist es, in 20 Jahren soviel an Dividenden zu bekommen das ich aufhören kann zu arbeiten. Aber wenn es 1 Jahr länger dauert wäre es auch kein Beinbruch ;o)

    Ihr solltet für Euch klären was Ihr für ein Anlagetyp seid. Aktiv? In Ordnung. Dann müsst ihr euch Informationsquellen besorgen. Denn Gute oder schlechte Neuigkeiten sind dann sehr wichtig um Erfolg zu haben.

    Oder eher langweilig wie ich, dann sind Neuigkeiten zwar auch wichtig aber aufgrund der Stärke der oben genannten Unternehmen nicht so relevant wie beim traden.

     

     

  34. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Guten Morgen,

    @Kai… ich kann auch nur wie „Fit und gesund“ sagen, dass beim deutschen Broker „Flatex“ der Vanguard ETF über 2 deutsche Börsenplätze (leider aber nicht im außerbörslichen Direkthandel) zu ordern sind. Man kann an den Börsen Berlin und München kaufen.

    Warum das bei Consors anders sein sollte, kann ich mir nicht vorstellen.

    Schönen Tag noch

    MS

  35. Markus

    @Kai

    Vanguard hat ne vorbildliche Produktpalette, nur würde ich mir persönlich dass als deutscher Anleger nicht antun, solange der steuerliche Aspekt unklar ist.

    Chaostrader scheint mir auch ein überzeugter etf`ler zu sein… wenn er weiter ausführen will… ich bin eigentlich gar nicht mehr da! 😉

  36. Stelze

    Ich kann einen BMW fahren und trotzdem sparsam sein. Warum soll ich mir nicht etwas kaufen was ich mir leisten kann? Was andere über mich denken ist mir egal – sollen Sie mutmaßen.

    Die wenigsten hier denken darüber nach wie man gescheit Geld verdienen kann, alle wollen nur sparen und minimieren bis an Ihr Lebensende und hoffen dass Sie dann noch leben um es zu erleben 😉

    Der große Wurf ist mir auch noch nicht gelungen,2 mittlere fünfstellige Beträge bis jetzt nach Steuern- aber ich gib nicht auf.

  37. Christoph

    @Stelze: Ich finde das auch nicht schlimm. Man soll ruhig leben und sich auch was gönnen. Wenn jeder nur minimalistisch leben würde, würde die Wirtschaft zusammenbrechen.

    Man muss es aber natürlich übertreiben.

     

    2 mittlere fünfstellige Beträge? Tradest du?

  38. Finanzmixerin

    Hallo ihr lieben,

    wie findet ihr die Strategie von http://www.reich-mit-plan.de/  den Kauf/Verkauf von der Dividendenrendite abhängig zu machen? Man muss dafür ja nicht den Dienst, den Alex auf seiner Seite anbietet in Anspruch nehmen, sondern kann die aktuelle Dividendenrendite der eigenen Watchlist bestimmen und aufgrunddessen Benachrichtigungen einstellen.

    Ich bin gerade irgendwie begeistert von dem System und aktuell wären da bei mir z.B. Munich Re, BASF, Wells Fargo und BP mit einem Kaufsignal.

    Man kauft bei einer Dividendenrendite von über 2,4 Prozent und verkauft bei einer Dividendenrendite von unter 1,3 Prozent. Das garantiert im Prinzip, dass ich bei extremer Überbewertung verkaufe.

    Hat das System irgendwelche Denkfehler?

    Viele Grüße

    Tanja

  39. Stelze

    Hehe das stimmt 🙂

    Nein , ich hab ein Lernprojekt ( Softwareentwickler) zu Geld gemacht. Lustigerweise wäre ich da von selbst nicht draufgekommen, ein Freund hat mich motiviert und quasi klinkenputzen geschickt. Nach ~3 Monaten hatte ich dann eine Firma die den Code gekauft hat.

     

  40. Couponschneider

    @Finanzmixerin

    Ich halte nichts davon. Man muss bedenken, dass beim Verkauf die Steuern fällig werden. Sicherlich mag es theoretisch funktionieren, aber doch nur, wenn man die Zukunft kennt. Man muss sich vom Gedanken lösen, dass man die Überrendite durch einfache Algorithmen erzielen kann. Wenn dem so wäre, dann würde es alle machen und dann würde es nicht mehr funktionieren, weil die guten Aktien im Preis stiegen.

    Ich muss ehrlich sagen: Ich finde „reich-mit-plan“ schon dubios. Ich kenne seit Jahren diesen Blog und wenn mich etwas stört, dann ist es etwas, wenn jemand mit sehr banalen Zeug wie „Musterdepots“ auch noch Geld verdienen will. Ich weiß bis heute nicht, ob er wirklich Geld in Aktien hat. Die alte Version des Blogs zeigte auch die Zusammenstellung seiner ersten beider Musterdepots. Das war mir zu kleinteilig und pseudodurchdacht. Wenn mir jemand kommt, man müsse 10 % in Gold haben, 10 % in Rohstoffe, 10 % in Immobilien, dann ist das doch der alte Wein, der einem schon vor 20 Jahren geboten wurde.

    Letztendlich braucht es nur eine Anlage,die funktioniert und Rendite abwirft, z. B. hätte man zur rechten Zeit Microsoft oder Google gekauft, hätte das genügt. Diese zu finden, ist aber schwer möglich. In den 80ern hätte man auch auf die Idee kommen können, in Commodore zu investieren. Schaut euch die Spiele des FC Bayern München aus dieser Zeit an. Commodore war der Trikotsponsor des FC Bayern. Es ist nunmal schwierig, die Börsenstars von morgen zu entdecken.

    Diversifikation soll uns davon bewahren, alles auf einmal zu verlieren. Aber so, wie es keine sichere Möglichkeit gibt, die perfekte Aktie zu finden, so gibt es auch keine perfekte Möglichkeit, die perfekte Diversifikation zu finden. Und was heißt schon perfekt? Ziel der Diversifikation ist die Minimierung des Risikos und eine perfekte Diversifikation entspräche Risiko wäre 0. Dann wäre aber auch die Rendite 0. Bei „Reich mit Plan“ werden aber Traumrenditen versprochen.

    Sein Musterdepot 1 hat 8 % Rendite zum Ziel. 8 % ist zufällig die Durchschnittsrendite am Aktienmarkt. Musterdepot 2 hat sogar 20 % zum Ziel, Musterdepot 3 und 4 jeweils 14 %. Mit etwas Glück sind solche Rendite möglich und nachweisbar. Aber die Musterdepots existieren doch erst seit 2012. Manche Traumrenditen, die tatsächlich eingetreten sind, sind schlichtweg Narrengold.

  41. Elf On The Shelf

    Den Kommentar von Couponschneider kann ich nur unterschreiben.

    Halte es auch nicht für eine sinnvolle Strategie. Klar, die alte Börsenweiseheit „BASF bei 4 % Dividendenrendite ist ein Kauf“ kann man vielleicht hie und da mal anwenden, eine aktive Strategie würde ich daraus aber nie machen. Ich persönlich schau bei meinem Depot auch darauf, dass ich nicht nur reine Dividendentitel drinnen hab. Mit einer IBM, Wells Fargo, MüRück macht man auch nix verkehrt – ich persönlich möchte aber auch nicht auf Titel wie Apple, Alphabet (Google), Disney, Nike, Starbucks, Visa… verzichten müssen, die allesamt eine Dividendenrendite von <2 % haben.

  42. Christoph

    Die Frage  ist ja auch immer welche Zukunft hat das jeweilige Unternehmen. Wenn es zB tolle Neuigkeiten gibt und der Kurs dadurch hochgeht müsste man ja dann verkaufen weil die Dividende nicht so hochgeht. Das ist doch Quatsch. Dann müsste Buffet ja auch ständig verkaufen sobald die Kurse von Coca Cola etc hochgehen

    ich finde investieren sollte einfach und verständlich sein, zumindest für mich.

    Ich suche ein Unternehmen aus, dass zu den Marktführern in der Branche gehört. Dann schaue ich ob es eine Historie mit Dividenden gibt. Und wenn die Konstant gesteigert wird kaufe ich.

    Und was heißt denn Überbewertung? Vor ein paar Jahren dachte man das auch von google. Und heute sind sie noch höher. Aber natürlich kann das auch wirklich so sein und der Kurs fällt wieder.

    Aber was wäre dann so schlimm? Für mich zumindest nicht, denn ich glaube an das Unternehmen auch in den nächsten 20 Jahren.

     

     

  43. StefanGE

    Das Konsumgebashe halte ich für wenig nützlich. Konsum ist grundsätzlich das, was die Wirtschaft am Laufen hält, ganz gleich ob man nun den 4. Ferrari kauft oder nen 15€ Toaster. Konsum schafft und erhält Arbeitsplätze.

    Ich bin selbstständig im Handwerk, wenn die Leute alles selber machen würden, hätten meine Angestellten und ich keine Arbeit und ich könnte den Traum der Dividendenrente begraben.

    Exzessiver Konsumverzicht ist aus meiner Sicht vollkommen asozial. Wenn das nämlich alle machen würden, wäre das tolle Leben, welches wir im Westen führen dürfen, vorbei!

    Daher Sparen ja, aber das Leben nicht vergessen. Ich kenne Leute, die mit 42 nen Herzinfarkt oder mit 56 nen Schlaganfall hatten. Verlorene Beine nach unverschuldetem Unfall habe ich auch im Bekanntenkreis erlebt.

    Das werden jetzt die kinderlosen Singles wieder anders sehen, aber wer Frau und Kinder bespaßen muss, kann das eh nicht ohne den Einsatz von Geld. Wir prassen jetzt nicht gerade, aber 2x im Monat chic essen gehen und hier und da mal in Zoo oder Schwimmbad trägt massiv dazu bei, dass das Glück gesteigert und das Scheidungsrisiko minimiert werden ?.

    @ Crushin, ich kaufe im April Cisco. Die Gründe hat Slazenger schon aufgeführt.

  44. Fürst Myschkin

    Ich habe auch nichts gegen Konsum. Konsum hat aber intelligent zu sein. 20 € fürs Theater oder 10 € fürs Museum weine ich nicht hinterher. Bei Geld für Bücher bin ich unkritisch. Mich nervt es beispielsweise, wenn man praktisch kurz nach dem Frühstück, bei man zwei Brötchen gegessen hat, schon wieder animiert wird, irgendwas zu essen, z. B. „Pommes Schranke“. Würde ich nie machen, beuge mich aber dem Druck und weine um das verflossene Geld.

    Man muss ja sehen, wofür das Geld draufgeht. Meine Schwester fragte mich, was denn die SAP momentan so koste. Ich sagte: „Circa 70 €.“ Sie sagte darauf: „Das ist ja teuer.“ – Ein ehemaliger Kollege von mir kaufte sich ein gebrauchtes Fahrrad für 70 €. Ich sagte: „Das war ja billig.“ – Er sagte, das wäre teuer gewesen. Meine Schwester hat den Preis bewertet, ohne zu gucken, was dahintersteckt. Sie hatte aber den alten Kindle (die billigsten), den sie wenig nutzte. Sie kaufte sich nach einem Jahr die neuere Version (mit Touch und so) gekauft. Sowas finde ich wiederum sehr teuer, verwende ich doch meinen Kindle seit Herbst 2012. Und die Story mit dem Fahrrad: Der Kollege hatte kein Problem, täglich 6 € in der Kantine auszugeben, für ein schlechtes Mittagessen. Das Fahrrad kauft man und nutzt man und erspart schon am ersten Tag ÖPNV-Kosten. Ich finde eine Straßenbahnkarte für 2,50 € teuer, wenn man nur vier Stationen fährt. Der Kollege dagegen verglich nur die Beträge.

    Wichtig ist, was man für sein Geld bekommt. Gegen das schöne Leben ist nichts einzuwenden, außer wenn es zu viel kostet. Ich sehe es in meiner Nachbarschaft. Leute, die viel weniger finanziellen Spielraum haben, geben mehr Geld aus als ich.

  45. Oliver

    Das mit dem Geldausgeben sehe ich nicht so kritisch an. Ich denke schon, dass man sich im Leben etwas leisten kann, selbst wenn es vielleicht nicht sinnvoll ist. Man muß kein Sparer sein, der 50% oder mehr im Monat zur Seite legt. Wenn jemand damit aber gut leben kann, soll er es machen. Wichtige Maxime für mich ist, für das verdiente Geld auch etwas zu erleben. Also Dinge, die ich gerne mache. Dafür gebe ich durchaus etwas aus und das bereue ich nicht. Für mich persönlich war es wichtig, etwas zu arbeiten, dass mir einen gewissen Standard liefert und wo ich zusätzlich auch Geld beiseite legen kann. Sicher, aufgrund der Größe meines Depots könnte man sagen, ich habe viel gespart. In gewissser Weise ist das so, aber es war eine Kombination aus Einkommen und Möglichkeiten, Geld zu sparen.

    Ich bin nicht der Minimalist, das hatte ich gezwungenermassen in meiner Kindheit. Es ist auch ein Unterschied, ob man gezwungen mit wenig auskommen muß oder sich das frei aussucht. Ich schätze, dass mehr als 90% der Leute das gezwungen machen müssen. Und wenn dann so jemand in die glückliche Lage kommt, wird er am Anfang viel Zeug anschaffen, was er nicht wirklich braucht. War bei mir übrigens auch so. Geld sparen und investieren muß man lernen. Vor allem, das es eine automatische Handlung wird. Danach machen die Investitionsobjekte sicher auch viel aus, ob jemand mehr oder weniger Geld hat. Aber jemand, der sich den Automatismus angewöhnt hat, etwas beiseite zu legen, wird selbst mit dem geschmähten Tagesgeld- oder Sparkonto nicht arm in Rente gehen.

    Konsum ist nicht negativ. Selbst wenn ein Schwerreicher sich eine 50 Millionen-Yacht oder 10 Autos kauft, ist das sehr gut für die Wirtschaft. Gleiches für große Villen, dadurch entstehen Arbeitsplätze. Ich bin nicht ganz so kritisch wie Tim und glaube auch nicht, dass jeder ein Arschloch ist, der sich einen Ferrari kauft. Es gibt sicher Leute mit Ferrari, die man unter dieser Kategorie einstufen kann. Ich habe aber leider noch mehr Arschlöcher kennengelernt, die ganz normale Autos fahren oder gar keines haben. Ist auch kein Wunder, davon gibts eine ganze Reihe mehr.

    Jeder hat andere Standards, wie er lebt und auch wie er leben möchte. Meistens sind die Standards niedriger, wie der einzelne lebt. Das muß nicht negativ sein, da man dadurch Antrieb bekommt, diese Dinge zu erreichen. Ein großes Depot, um seine Ausgaben abzudecken ist auch ein Ziel, das viel Kraft kostet. Für andere ist es eben das Haus auf dem Lande oder das chice Auto. Für mich wichtiger ist es, das jemand versucht, die Dinge zu erreichen, die er sich wünscht. Wenns nicht klappt, kann man sich zumindest nicht den Vorwurf machen, dass man es nicht versucht hätte. Das ist das schlimmste, was einem passieren kann. Allen nachträglich frohe Ostern.

     

  46. fit und gesund

    @Clochard,

    weder noch!

     

    @StefanGE

    warum sollte Konsumverzicht asozial sein? es wäre viel asozialer wenn ich in einem Handwerksbetrieb was machen lasse und nicht bezahle und kurz darauf auch noch Privatinsolvenz anmelden würde, wieviele Leute leben auf Staatskosten obwohl sie sicher arbeiten könnten, auch irgendwie asozial oder?

    ich schädige Niemand durch im Moment exzessives Sparen, meine Rechnungen im Laden oder beim Tierarzt oder Zahnarzt sind ALLE bezahlt und da bin ich sehr froh drum.

  47. Stelze

    Stell dir vor es verzichten alle, das wars dann mit deinen Dividenden 🙂 Ich denke man muss es nicht so extrem wie einige hier sehen. Wie gesagt wenn ich was will , weil es Sinn für mich macht und ich es mir leisten kann kauf ich es ganz einfach.

    Für mich bedeutet leisten können:

    minimum Sparrate erfüllt für den Monat
    Cash vorhanden vom eventuellen laufenden Überschuss
    Nicht meine Reserve angreifen

    Dann klappts zumindest bei mir mit Konsum:-)

  48. Fit und Gesund

    @Stelze,

    ja klar, wenn es Sinn macht, und da bin ich es der sagt was Sinn macht, nicht weil „Alle“ das so machen (Auto, dicke Reisen, Wellness), ich orientiere mich nicht an Anderen. Und ab und an gönn ich mir sicher was, aber eben sehr reduziert im Moment, ich habe ein Ziel und das möchte ich erreichen.

    Auf Freundschaften verzichte ich nicht, und ja, die kosten ab und an dann auch was, man geht zusammen mal Essen oder ins Kino oder trifft sich zu Geburtstagen,  klar, wenn man 3x ablehnt mit zum Wellnessen zu fahren, ein viertes Mal wird man nicht gefragt, sei es drum, ich mach nicht Alles mit und lass mich nicht in irgendeine Richtung drängen die ich nicht mag, erfordert manchmal halt auch ein gewisses Selbstbewusstsein.

    Die Sorge dass Jeder den Konsum einstellt hab ich nicht und die dürfte auch unbegründet sein, zumindest ist bis hierher noch nix in dieser Richtung zu mir durchgedrungen. 🙂

  49. Vali

    Danke für den Link Christoph!

    Fit und gesund, sehe ich auch so 🙂

    Es geht ja beim Sparen nicht um Geizen und nichts mehr konsumieren. Es geht darum, dass ich mit klugem Konsum, Spaß am Leben und vorausschauender Fähigkeiten etwas zur Seite lege, das ich investieren kann, um auch später im Alter, bzw. falls ich beruflich ausfallen sollte, auch wieder auf eigenen Beinen stehen kann.

    Asozial finde ich Egoisten, Geizhälse und Ausnutzer, die auf Kosten anderer leben, selbst aber nichts beisteuern.

    Wer sein eigenes Geld verdient, seine Rechnungen bezahlt, etwas zur Seite legt und investiert, hat m.M.n. den goldenen Weg gewählt um finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen – für sich und seine Familie.

    Ohne auf Kosten des Staates zu leben.

    Übrigens, was Kinder bespaßen kostet 😉 Legoland – Eintritt+Parkgebühr über 160 Euro. Zum Glück hatten wir Sandwiches+Trinken dabei, denn das Mittagessen kam auch noch dazu + Kaffee + Eis = über 200 Euro zu viert insgesamt;-)

    Das kann ich mir beim besten Willen nicht täglich leisten, um die Wirtschaft anzukurbeln 😉

    Konsumieren+Sparen geht auch!

  50. Christoph

    @Vali: Die € 200 klingen erstmal viel.

    Aber da sind 50 Euro für sagen wir mal 8 Stunden Spaß?

    Das sind€ 6,25/ Stunde inkl. Essen und Trinken. Günstiger kann man kaum Spaß haben. Selbst Schlittschuhlaufen kostet soviel

     

    Aber sowas tolles macht man ja nicht jeden tag. Schön das Ihr als Familie sowas schönes zusammen macht.

  51. StefanGE

    @Vali, waren neulich am Familientag (Preise also reduziert!) im Kino…

    2 Erwachsene, 2 Kinder, 4 kleine Apfelschorlen und 1x(!) mittleres Popcorn macht dann 50€. Dafür hätte ich mir in 3 Monaten die DVD, die Blue Ray UND die 3D Version kaufen können, aber den Kindern geht es natürlich um’s Kino Erlebnis.

    Freizeitparks sind aber wirklich ne Klasse für sich. Schau dir mal nur so aus Spaß die Preisliste von Disneyland Paris an. Ich bin aus allen Wolken gefallen.

    @ Fit und Gesund, „asozial“ bezog sich auf den radikalen Konsumverzicht. Ich selbst lebe und propagiere ja auch einen sparsamen Lebensstil, aber ich drehe nicht ab und will 75% meines Einkommens sparen.

    Man sollte die finanzielle Freiheit nicht zum Mittelpunkt des Lebens erheben.

    Ich streube mich einfach gegen den asketischen Lebensstyl, der hier oft so hochgejubelt wird. Ich finde es nicht gut, wenn Ingvar Kamprad alle seine Kleidung vom Flohmarkt kauft, nur Holzklasse fliegt und in 2* Hotels absteigt. Das zeigt mir nur, dass er ein verbohrter kauziger Typ ist. Das hat nichts mit „sparsam“ zu tun, wenn ich mehrere Millarden besitze und ich davon weder Steuern noch sonstwas abgeben will. Das sieht mir rein subjektiv nach einer psychischen Störung aus.

    Genauso ist es affig wie die Yottas leben zu wollen, ist mir einfach zu protzig und prollig so mit seinem Geld anzugeben.

    Wie so oft im Leben sollte man die goldene Mitte wählen. Gut leben UND gut was für’s Alter zurücklegen.

  52. fit und gesund

    @Vali,

    quality time mit den Kindern /Familie ist die allerbeste Investition, nicht mit Gold aufzuwiegen 🙂

    @StefanGE,

    auweia, ich hab zwar noch nie was von den Yottas gehört,  mit solchen Leuten könnt‘ ich nix anfangen….gruuselig…

    Ingvar Kamprad, hm…sicher kauzig, so müsst ich es auch nicht haben, aber ich habe Achtung vor dem was er geleistet hat (o.k , mit den Steuern kommt tatsächlich nicht sooo sympathisch rüber, viele Reiche sparen Steuern, ist hier in der CH auch so)

    In meinem Leben gab es verschiedene Abschnitte, ein gewisser Betrag wurde immer gespart, nie Konsumschulden, es gab Zeiten da hab viel gekauft, zu viel, hat mich auch nicht schöner oder glücklicher gemacht und ich habe ja immer noch mein teures Hobby was ich nicht einfach abschaffen kann. 🙂

  53. chaostrader

    Ich selbst lebe und propagiere ja auch einen sparsamen Lebensstil, aber ich drehe nicht ab und will 75% meines Einkommens sparen.

    Richtig so! Da wärst Du ja in 10 Jahren finanziell unabhängig. Wer will das schon…

    Man sollte die finanzielle Freiheit nicht zum Mittelpunkt des Lebens erheben.

    Genau. Lieber 45 Jahre arbeiten gehen. Da weiß man wenigstens, wo die Lebenszeit geblieben ist und kommt nicht auf dumme Gedanken.

  54. Christoph

    die Yottas: Die sind wirklich lustig. Leben in den USA, haben aber in Deutschland noch Schulden. Angeblich wollen sie sich drum kümmern. Mein englisch ist auch nicht das beste, aber wenn er spricht.. köstlich^

    Wer muss bei den beiden nicht an Ken und Barbie denken?

     

    StefaN: Sehe ich auch so. Es geht um das Erleben. Denn wenn man sagt und auch so handelt, dass man ja auch die DVD/ Bluray kaufen kann, anstatt ins Kino zu gehen.. nun dann geht man auch nie auswärts mal was trinken oder essen. Ist daheim ja auch billiger. Aber dann erlebt man ja auch nie etwas.

    Ich spare ja auch, aber wenn ich weggehe dann lass ich es zwar nicht krachen, aber ich dreh den Euro nicht zigmal um.

     

    Wie kann man denn 75% von seinem Einkommen sparen? Selbst wenn die Miete nur 25% ausmachen würde, Essen, GEZ, Internet … da langen 25% eines normalen Gehalts doch nicht..

     

  55. StefanGE

    @Chaostrader, finanziell unabhängig will ich mit 55 sein, das sind jetzt noch 20 Jahre…

    Ich bin Selbstständig und arbeite aktuell noch so 25-30 Stunden die Woche…

    Ich könnte auch 50-70 Stunden die Woche arbeiten und wäre dann evtl. mit 45-50 Jahren soweit in Rente gehen zu können, aber so wie es jetzt läuft, bleibe ich eher fit und habe auch noch Zeit für Familie, Freunde und Hund.

    Das ist mein entspannter Weg zur finanziellen Freiheit, ich habe keinerlei Antrieb den irgendwie kürzer gestallten zu wollen, da das immer mit Verzicht und oft auch mit körperlichen Schäden einher geht.

    Schaut euch den Roger Cicero an. Herzmuskelprobleme im Winter 2015, Frühjahr 2016 Hirnschlag und tot. Klassisch überarbeitet und dran zu Grunde gegangen.

    Da beschreite ich lieber meinen langsamen Weg. Finanziell frei ist ja schön und gut, aber bitte nicht wenn es bedeutet, dass ich heute mit 25% unseres Haushaltseinkommens leben müsste. (O_o)

  56. Christoph

    StefaN: Super Einstellung. Ich will übrigens 2035 in Rente gehen bzw aufhören zu arbeiten. Vielleicht trifft man sich ja irgendwo auf der Welt mal wenn wir Zeit haben die Welt anzuschauen^

    Hund? Sehr sympathisch! Was für einen?

     

    Ja das mit dem Cicero ist wirklich schlimm. Da sieht man, dass man sich Auszeiten nehmen muss. Sein vater starb wohl an genau dem gleichem..

  57. Tobias F.

    Erst gestern ist ein Kollege mit Anfang 50 am Myokardinfakrt gestorben. Er hatte auch viele Pläne für seine Rente, war sehr sparsam und hätte wahrscheinlich schon aufhören können. Es ist so traurig.

     

    Ich ziehe für mich die Konsequenz, dass ich Dinge nicht in die Zukunft verschiebe, die ich heute gerne erleben möchte. Ich war letztes JAhr 3 Wochen mit meiner FRau an der Ostküste unterwege, NY, Boston, Cape Cod, bis nach MAine. Die beste Zeit ever. Klar haben wir 8000 Euro ausgegeben, aber was soll`s?! Ich zehre heute noch davon wenn ich die Route auf Google maps virtuell nachfahre.

    Luxusgüter hingegen verkenifen wir uns trotz zwei sehr guter Akademiker-Einkommen (DINK nennt man das wohl heute 🙂 )

    Mein Ziel ist es immer Vorzusorgen und zu leben. Beides geht udn es geht einfacher, wenn man gut verdient und seinen Job gerne macht. Dieses JAhr sind 15 Tage Westküste geplant, wieder 8000 Euro weniger auf dem Konto, aber hoffentlich wieder ein spektakulärer Urlaub mehr. Wir freuen uns sehr sehr sehr darauf.

    Im Übringen finde ich es sehr erhellend hier so viele interessante MEinungen und Posts zu lesen, diese Seite ist wirklich eine große Bereicherung!

  58. Christoph

    Tobias: Kompliment. So wie ihr es macht ist es am besten. Das Leben genießen und dennoch vorsorgen.

    Klar klingen 8.000 viel, aber es ist pro Person 4.000

    Das ist wahrscheinlich im Verhältnis wie wenn ein normal verdienender 2.000 ausgibt. Also echt noch im Rahmen. Und USA ist teuer. Ich plane nächstes Jahr, mal schauen ob es klappt.

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