Wie 3 Familien im Alter von 30 bis 38 Jahren in den Ruhestand gingen


New York, 2. April 2016
Der US-Blogger Justin im Urlaub in Mexiko.

US-Blogger Justin McCurry im Urlaub: Mit den Kindern in Mexiko. Im Alter von 33 Jahren verabschiedete sich der Ingenieur aus North Carolina in den Ruhestand. Er sparte den Großteil seines Einkommens jeden Monat. „Jeder Tag ist wie ein Sonntag“, sagt er über seinen Ruhestand (Foto: Justin McCurry).

Es gibt Leute, die hauen mich vom Stuhl. Ich kann es manchmal kaum fassen: Im Alter von 33 Jahren begann für Justin McCurry der Vorruhestand. Der pensionierte Ingenieur lebt mit Frau und drei Kindern in der Landeshauptstadt von North Carolina, Raleigh. Wie sich das anfühlt, wenn man so früh in Rente geht? „Jeder Tag ist wie ein Sonntag, an dem ich keine Arbeit habe. Ich habe Freizeit und kann tun, was ich möchte“, sagt McCurry.

Nun, so ganz stimmt es sicherlich nicht. Er mag das etwas überspitzt ausdrücken. Es ist schon so, dass er eine Familie hat. Daneben betreibt er den Finanzblog www.RootOfGood.com.

Er genießt die Freizeit mit Schwimmen und Wandern. Er geht mit der Familie lange Zeit in den Urlaub. Seine Frau folgte ihm übrigens in den Ruhestand.

Beide kamen auf ein Einkommen von zusammen 141.000 Dollar. Einschließlich der Dividenden waren es 150.000 Dollar im Jahr. Mit diesem Einkommen gelang es ihnen, ein Vermögen von 1,4 Millionen Dollar aufzuschichten.

In den USA gibt es bessere Möglichkeiten zum Sparen für die Rente. Leider bieten Deutschland oder Österreich nicht diese Möglichkeiten.

Vater und Sohn: Der Blogger

Vater und Sohn: Blogger „Mr. Money Mustache“. Mit Anfang 30 wagte er sich in den Ruhestand. Das Haus war abbezahlt, das Aktiendepot üppig. Er sparte mit der Frau massiv. Anstatt dem Konsumrausch anheim zu fallen, investierte er. Heute reichen seiner Familie 24.000 Dollar im Jahr, obwohl er allein mit seinem Blog 400.000 Dollar im Jahr verdient. Der Millionär aus Colorado ist bescheiden geblieben. Seinen Fans hilft er bereitwillig, er gibt der Community viel zurück (Foto: Mr. Money Mustache).

Frühpensionär Peter Adeney alias „Mr. Money Mustache“ ging Anfang 30 in den Ruhestand. Mit Sohn und Gattin. Doch arbeitet er intensiv an seinem beliebten Blog, er trifft hin und wieder seine Leser auf Events. Das ist Arbeit. Adeney verdient mit seinem Blog 400.000 Dollar im Jahr. Der Blogger liegt folglich nicht auf der faulen Haut, wie das gerne geschildert wird. Das sind allesamt sehr fleißige Menschen. Im Prinzip sind diese Blogger ja gar nicht im Ruhestand. Sie haben sich eher für die Selbstständigkeit via Blog entschieden.

Noch eines haben die Frühruheständler gemein: Ihre sehr sparsame Lebensweise. Es mag einfach klingen, das ist es aber nicht. Es bedeutet zu verzichten. Die typische Familie mit einem Einkommen wie die McCurrys oder Adeneys dürften alle paar Jahre ein neues Auto der gehobenen Klasse anschaffen. Und in einem weitläufigen Haus leben. Natürlich haben alle das neueste iPhone in der Jacke – die typische Konsum-Familie eben. Sie gehen oft ins Restaurant. Buchen teure Reisen.

Familien McCurry und Adeney lebten immer bescheiden. Sie legten nie Wert auf ein neues Auto. Auf Restaurantsbesuche verzichteten sie ebenfalls – nach Möglichkeit. Ihnen war das nie wichtig.

Justin McCurry rät anderen, die früh in den Ruhestand wollen: „Lebe bescheiden, blase Deinen Lebensstil nicht auf. Spare, Spare, Spare.“

Im Grunde suchen wir Menschen von unserem Umfeld nur eines, es ist Anerkennung oder ich nenne es Achtung. Mit protzigen Autos, Schmuck, Kunst, Villen, Pool… meinen einige Respekt zu erhaschen. Aber: Ist es wirklich das teure Zeug, das uns Anerkennung bringt? Ich meine NEIN. Menschlichkeit, Ehrlichkeit, Offenheit, Herzlichkeit, Bodenständigkeit, Genügsamkeit, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Freundschaft… all das führt zu wahrem Respekt.

Blogger „Mr. Money Mustache“ hat nicht nur gespart wie ein Irrer, sondern er gibt der Gemeinschaft auch einiges zurück. Er spendet, hilft, berät. Er trifft sich mit seinen Fans, hilft bei der Ernährung, Sport usw.

Wem es gelingt, sich vom Wohlstandsdenken zu verabschieden, kann den Frühruhestand möglich machen. Die Mehrheit der Menschen ist aber dazu nicht in der Lage. Denn es ist extrem hart. Es geht schließlich darum, sich von Gewohnheiten zu verabschieden. Den meisten Menschen fehlt der Antrieb, die Motivation. Sie wollen sich die Arbeit nicht machen. Viele Bürger haben gar Angst davor, etwas zu erreichen.

Sollten Sie sich dazu entscheiden, es zu versuchen, müssen Sie auf eines achten: Es bedeutet folgerichtig, dass Sie die Lebemenschen in Ihrem Umfeld meiden sollten, um nicht „angesteckt“ zu werden von deren Einstellung. Sie müssen die Konsumleute einfach vergessen. Die Lebemenschen aus Ihrem Umfeld werden sehr wahrscheinlich sehr lange arbeiten müssen. Deren Rente wird niemals reichen.

Wenn Sie knallhart zu sich selbst sind und die Familie mitmacht, werden Sie ein anderes Leben irgendwann genießen können. Ich glaube schon, dass sich die Mühe lohnen wird. Sie werden sich wie befreit fühlen. Wenn Sie einfach tun können, was Sie wollen, ist das ein herrliches Gefühl.

Jeremy xy mit Frau und Baby in Thailand.

Jeremy Jacobson mit Frau und Baby in Thailand. Im Alter von 38 Jahren begann der Ruhestand für ihn. Er hat 2 Millionen Dollar angespart. Er rät anderen, die früher in die Rente wollen, mindestens 50 Prozent des Einkommens zu sparen (Foto: Jeremy Jacobson).

Ich gebe Ihnen ein anderes Beispiel: Jeremy Jacobson. Er betreibt den Blog www.gocurrycracker.com. Als er auf den Philippinen tauchen war, merkte er, wie schön die Freizeit sein kann.

Der Elektroingenieur entschloss sich, in den vorzeitigen Ruhestand zu gehen. Er verkaufte Haus, Auto und Motorrad. Er zog in eine kleine Wohnung in der Nähe der Arbeit. Fortan fuhr er mit dem Rad zur Firma. Er kürzte seine Kosten, wo er konnte. Er verzichtete ganz aufs Auto. Gesunder Nebeneffekt: Durch das Radfahren wurde seine Hüfte schlanker, dafür der Geldbeutel dicker. Zuhause kochten die beiden. Mit 38 Jahren waren sie am Ziel. Das gemeinsame Einkommen mit seiner Frau betrug maximal 135.000 Dollar im Jahr. Sie verdienten gut, waren aber keine Großverdiener. Heute haben sie zwei Millionen Dollar gespart.

Jacobson rät, mindestens 50 Prozent des Einkommens zu sparen. Und die Steuern so gering wie möglich zu halten.

Ich finde es großartig, was die drei beschriebenen Familien erreicht haben. Sie sind dem Konsum der typischen Mittelschicht entkommen. Sie verzichten gerne auf den neuen Sportwagen. Sie wissen, wer verantwortungsvoll handelt, kann sich nicht alles leisten. Wünsche werden aufgeschoben.

Die meisten Menschen merken erst, wenn sie alt sind, dass sie zu viel konsumiert haben – und bereuen es. Dann ist es meist zu spät.

Der übertriebene Konsum ist wie eine Krankheit in der heutigen Zeit geworden. Wozu muss jemand einen Wein für 300 Dollar trinken? Wozu muss ein nagelneues PS-Monster für 60.000 Euro in der Garage stehen? Vergleichen Sie eine Familie, die in einem kleinen abbezahlten Eigenheim wohnt, mit einer anderen Familie, die eine riesige Hypothek aufgenommen hat, um in einem tollen Haus zu residieren. Die konsumorientierte Familie gibt 12.000 Euro an Hypothekenzinsen im Jahr mehr aus, während „Familie Sparsam“ keinen Cent Zinsen blechen muss, weil sie das bescheidene Haus mit Cash bezahlt hat. Der sparsame Clan lebt nach dem Motto: „Erst sparen, dann kaufen.“

Hinzu kommt beim Konsum-Clan: Ein geleastes Auto, das womöglich 8.000 Euro im Jahr verschlingt. Somit hat die Luxus-Familie schon 20.000 Euro mehr verbraten als „Familie Sparsam“. Dieser ganze Kaufzwang macht die Menschen nicht glücklicher. Er rettet keine Ehen. Im Gegenteil.

Leute sagen:

„Ich habe alles versucht. Ich kann nicht sparen. Es bleibt einfach nichts am Monatsende übrig.“

Was soll ich dazu sagen? Es liegt daran, weil diese Person keinen Plan hat und nicht aufpasst. Sie hat ihr Verhalten nicht unter die Lupe genommen.

Was manche beim Friseur, Masseur, Nagelsalon, in Restaurants, im Café ausgeben, ist der Wahnsinn. Mein Vorschlag: Sie können die Freizeit verbringen, ohne enorme Geldsummen auszugeben. Ja, es kann sehr viel Spass machen: Schwimmbad, Bücherei, Wandern, Radtour, Grillen…

Wir Verbraucher müssen diszipliniert sein. Wir sollten versuchen, immer etwas am Monatsende übrig zu haben: Sparen. Sparen. Sparen.

Wir müssen einfach unsere Konsumwünsche zurückschrauben. Ziel sollte es schon sein, unterhalb unserer Verhältnisse zu leben (denn wer dauerhaft darüber lebt, wird ein Problem bekommen).

Kaufen Sie nur ein Eigenheim, das Sie sich bequem leisten können. Verzichten Sie auf einen Neuwagen. Lesen Sie mehr. Machen Sie mehr Sport. Gehen Sie seltener einkaufen. Seien Sie dankbar für das, was Sie haben. Anstatt vor der TV-Kiste ewig zu sitzen, unternehmen Sie etwas. Lernen Sie etwas. Es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als schuldenfrei und finanziell unabhängig zu sein.

Und nochmal: Alle drei Familien, die in den Vorruhestand gingen, sind fleißig. Nehmen Sie Justin McCurry und Jeremey Jacobson. Beide dürften jeweils mit ihren Blogs 40.000 Dollar im Jahr verdienen, schätze ich. Insofern haben sie ja eigentlich einen Job.

Ja, für den Ruhestand zu sparen ist schwierig. Es handelt sich im Prinzip um eine zeitversetzte Belohnung. Erst säen, dann ernten. Wenig Menschen sind dazu in der Lage. Den meisten fehlt die Disziplin.

Zum Schluss wollte ich auf etwas hinweisen. Ich habe eine interessante Untersuchung über reiche Haushalte entdeckt. Sie zeigt: Große Vermögen werden in den meisten Fällen über Aktienbesitz geschaffen. So taten es übrigens auch die drei Familien, und zwar über Indexfonds.

Fazit: Diese Gutverdiener-Paare zeigen uns, dass der Ruhestand viel früher möglich ist, wenn man sich diszipliniert verhält. Große Medien berichten schon über sie. In den USA ist eine ganze Frühruhestands-Bewegung entstanden. Mit den drei Familien stehe ich in Kontakt. Sie sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Mit „Mr. Money Mustache“ führte ich dieses Interview.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Wie 3 Familien im Alter von 30 bis 38 Jahren in den Ruhestand gingen

  1. Johannes

    Tim,

    und wie verdienen die Menschen 400.000 oder 40.000 USD im Jahr mit ihren Blogs? Mit Google AdSense Werbung oder was?

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Johannes,

    „Mr. Money Mustache“ zeigt, wie es geht: extrem guter Content. Millionen Leser. Die englische Sprache hilft hierbei, weil man so mehr Leser rund um den Globus erreichen kann. Er setzt Links auf Produkte oder Firmen, die er für gut hält. Wechselt ein Blog-Leser mit seiner Autoversicherung zu Geico, fließen pro Vertrag prächtige Summen. Ich glaube, es heißt im Fachchinesisch Affiliate marketing:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Affiliate_marketing

    Bei ihm sprudelt das Geld regelrecht auf dem Konto, sagt er. Nur durch diese Links. Er hat allerdings enorm viele Leser/Fans.

  3. Johannes

    Ich wäre zufrieden mit 12.000 Euro jährlich mit den Links auf meiner Webseite.

    Ich habe dort jedoch nur Google AdSense Werbung und das bringt mir etwa 500 Euro im Jahr.

    Affiliate_marketing,  das sind von Google automatisch erzeugte Links im Text, oder Links neben dem Text, die die Unternehmen allein dem Blog-Autor angeboten haben?

  4. Lad

    Ab 3.7.2016 gelten in der EU strengere Strafen für Kursmanipulation und Insiderhandel.
    Die Kursmanipulation wird dann mehr denn je ein Verbrechen und wird mit 1 Jahr bis 10 Jahren Gefängnis bestraft.
    Hoffentlich wird es dann keine manipulative Empfehlungen Kaufen, Beobachten, Verkaufen, auch kein Rating buy, hold und sell in den Medien geben. Hoffentlich wird es dann strafbar.
    Die Medien sollten sich dann auf die Angaben von KGV, KBV, KUV, KCV, Dividendenrendite und erwartetes Gewinnwachstum beschränken. Das heisst: Börse Online, Euro am Sonntag, Focus Money, Der Aktionär, Smart Investor, Frankfurter Allgemeine, Börsen Zeitung, Wallstreet-Online.de
    Keine Empfehlungen Kaufen, Beobachten, Verkaufen veröffentlichen!
    Keine Ratings buy, hold und sell veröffentlichen! Und keine stop loss Orders!
    Keine manipulative Ideen von Marc Faber, Roland Leuschel, Nouriel Roubini, Paul Krugman, Joseph Stiglitz, Günter Hannich, Jim Rogers, Jim Cramer, Alan Greenspan, Ben Bernanke, Nassim Taleb, Robert Prechter, George Soros veröffentlichen!

  5. Felix

    D.h. der Vorruhestand bzw. die Frühpensionierung dieser Leute ist eigentlich ein Geschäftsmodell, das dazu dient, anderen Leuten zu zeigen, dass man mit Anfang 30 aus dem Erwerbsleben ausscheiden und machen könne, was man wolle. Tatsächlich machen Sie ihren Lesern jedoch etwas vor, was sie selbst nicht einhalten, da sie ja an ihren irregeführten Lesern fast soviel verdienen wie zuvor, aber mit freierer Zeiteinteilung, vermute ich.

    Ist das so bewundernswert?

  6. K.

    @LAD

    Würde dieser Wunsch nach Empfehlungs(&Co)-Verbot nicht auch Blogs wie diesem hier oder ähnlichen das Leben schwer machen? Blogs die Privatanlegern helfen sinnvoll und effektiv vorzusorgen, Gebühren wahrzunehmen und die Finanzen selbst in die Hand zu nehmen anstatt dem Staat oder Versicherungen blind und ausgeliefert zu vertrauen.
    Was für die Presse gilt, gilt oft auch (bald) für Blogs, insbesondere wenn sie sich nicht mehr rein als privat deklarieren lassen.

    Aus diesem Gesichtspunkt kann ich den Wunsch so nicht gut heißen.
    Anstatt Empfehlungs-Verbote in Medien bräuchte es eher ehrliche Medien bzw. eine aufgeklärtere Gesellschaft bzw. einen aufklärenden Gegenpool in welchen Formen auch immer (ähnl. wie heutzutage Verbraucherschutz und Co…)

  7. chaostrader

    Als die jungs in Ruhestand gegangen sind, haben sie nicht damit gerechnet, mit ihren Blogs überhaupt Geld zu verdienen.

    MMM hat auf seinem Blog auch mal detailliert gezeigt, wie sich sein Depot entwickelt und wie auch er Geld in den Sand gesetzt hat (mit einem Haus, das er eigenhändig gebaut hat und verkaufen wollte, wegen der Immo-Krise nicht loswurde und dann vermieten musste, einem Geschäftspartner, der ihn viel Geld und Nerven gekostet hat etc). Seine jetzigen Einnahmen stammen wohl hauptsächlich von Kreditkartenfirmen und Robo-Advisors (Betterment), die er empfiehlt.

     

    Ist das so bewundernswert?

    Ja, definitiv. Ich würde sofort mit jedem von denen mein Depot tauschen 🙂 Ohne lange nachzudenken.

  8. K.

    @Felix:

    Klar kommt das Geld irgendwoher. Ein Haus vermietet und verwaltet sich nicht von selbst. Auch Investitionserträge von Investitionen (auf Grund von vielem Sparen zuvor) haben arbeit bedeutet und bedeuten arbeit.
    Was gezeigt wird, ist das es möglich ist dem Hamsterrad und meist der einzigen Einkommensquelle (=Klumpenrisiko) zu entfliehen.

    Das das nicht immer geht (je nach Einkommen, Geburtsglück, Schicksal oder bisherigem Lebensverlauf) ist klar. Es kann aber auch je nach „Ziel“ auch am Wollen liegen. Ohne Fleiß kein Preis gilt auch hier.

    Just my 2 cents.

  9. Monika Reich

    Hallo,

    bei mir hat es zwar ein kleines bisschen länger gedauert, aber ich konnte mit 45 in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Kapitaleinkünfte höher als unsere Familienausgaben. Mein Mann hat tatsächlich gekündigt, ich war zu dem Zeitpunkt schon freiberuflich tätig und wollte dies auch bleiben. Stellt sich sonst für mich die Frage, ob Garten, Reisen und gute Bücher dem Leben genug Sinn gibt. Also habe ich nur bei meinen Kunden ein bisschen „sortiert“. Ich fand es übrigens nicht hart, mein Vermögen aufzubauen. Es war eher eine Frage der Grundhaltung.

    Tschüss Monika

  10. Oliver

    Ich denke, der wichtigste Gedanke hinter den drei Beispielen ist die Freiheit, die diese Leute gewonnen haben. Sie können machen was sie wollen. Wenn man die finanzielle Freiheit gewonnen hat, heißt das nicht, dass man an 7 Tagen unbedingt am Strand liegen muß, außer man will. Die meisten Menschen haben gerne eine Aufgabe. Und wenn man sie sich frei aussuchen kann unabhängig vom Erwerbsgedanken, dann ist das ein riesengroßer Vorteil.

    Bei den Beispielen muß man aber sehen, dass alle sehr gut verdient und gleichzeitig das meiste Geld beiseite gelegt haben. Diese Kombination macht es nur möglich, sehr früh finanziell frei zu werden. Die Frage ist auch, ab welchem monatlichen Einkommen diese Freiheit bei jedem individuell liegt. Manche Leute verdienen sehr gut, legen auch etwas zur Seite (z.B. eigene Immobilie, ein paar Aktien), kommen aber trotzdem nie in diese Lage, weil der Lebensstandard zu hoch ist. Als Faminilie wird das natürlich noch eine ganze Ecke schwieriger. Es gibt also eine Menge Stellschrauben, um wirklich unabhängig von einer Erwerbsarbeit zu werden.

    Der wichtigste Schritt vor allem sparen am Anfang ist erstmal, in seine Ausbildung zu investieren. Die meisten Jobs, bei denen man viel Geld verdient, sind nicht sonderlich spassig und auch arbeitsintensiv. Ich denke, um sich abzulenken konsumieren nicht wenige sehr viel. Es ist eine Belohnung, sich ein großes Haus, großes Auto und den großen Urlaub sowie mehrere Städtetouren im Jahr zu gönnen und damit einen Ausgleich zu dem ungeliebten Job zu schaffen. Auch der Status ist nicht unwichtig seinem Umfeld zu zeigen: Ich habs geschafft. Aber eigentlich ist das nur Selbstbetrug, da man durch all diese Massnahmen seinen stressigen Job nicht irgendwann wieder los wird. Von daher schaffen es nicht sehr viele Leute, weiterzukommen und genau in dem Zustand mit dem ganzen Konsum zu verharren. Ich kenne einige Leute, die sogar mehr verdienen als die Beispiele. Bei denen ist das ausnahmslos so. Ich kenne keinen einzigen, der beruflich erfolgreich ist und bescheiden lebt. Ich kenne aber einige, wo die Firma sie nicht mehr wollte und sie danach irgendwie versuchen mußten, über die Runden zu kommen. Der Konsum ist nicht mehr möglich gewesen, dafür viel Verbitterung. Man hat jahrelang viel gearbeitet und jetzt ist es nur noch die 2-Zimmer-Wohnung, billiges Auto und kein Urlaub weil nicht mehr drin ist.Das ist für die Leute viel schwieriger, weil sie das andere angenehme Leben kennengelernt haben.

    Man muß aber auch ehrlich sagen: Unser Gesellschaft ist so gepolt. Jemand, der in einer kleinen Wohnung lebt, kein Auto hat und mit wenig Bedürfnissen vor sich hinlebt, hat keinen gesellschaftlichen Status. Viele Leute schauen auf so etwas und man muß dabei schon einen festen Willen haben, das durchzuziehen. Es ist in der Gesellschaft in jeder Hinsicht unsexy. Wenn man es geschafft hat – das sieht man z.T. sogar an einigen wenigen Kommentaren hier – wird das auch als negativ angesehen, da derjenige jetzt die Freiheit hat, zu tun und zu lassen was er will. Das kann auch 7 Tage die Woche Strand sein und das gönnt einem natürlich niemand. Er ist nicht produktiv. Die aufgezeigten Wege sind also nur etwas für starke Menschen die wissen, was sie wollen unabhängig vom Status und vom Denken der Gesellschaft. Darüber sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen.

  11. Christoph

    @Lad: das wäre ja ein weiter Schwachsinn den die EU macht.

    Natürlich gibt es „Empfehlungen“ die keine sind. Aber wie erkennt man diese?

    Genau.

    Indem man sich viel informiert, viele Quellen nutzt und sich am Ende mit dem eigenen Menschenverstand eine eigene Meinung bildet.

    Es gibt nämlich auch seriöse Quellen. Man muss halt nur auch immer wissen welche Art der Anlage zu einem passt. Manche hören was von Hebeln und sehen was das möglich ist an Gewinn. Dann machen sie dies, es geht nach hinten los und der Berater soll schuld sein?

    Falsch! Der der das gemacht hat ist schuld!
    Es fällt immer leicht zu sagen dass andere Schuld haben und nicht man selbst.

     

  12. Vali

    Sehr schön zusammengestellt, Tim!

    Oliver, super geschrieben!

    Was mir gut gefällt, ist diese  Grafik, wo man gut sieht, wofür unser Geld draufgeht. Der größte Posten ist das Haus, Auto, Essen und Versicherungen/Rente.

    Diese Menschen oben haben es sehr klug angestellt und zuerst die größten Posten „entfernt“ – Miete+Auto und sind so dem Hamsterrad Job entflohen. Beim Essen wird es schwierig – das kann man am besten mit einem Online-Shop für Feinkost oder einem eigenen Imbiss/Bistro/Restaurant. Uns schon wird es kompliziert.

    Mr.MoneyM hat es wunderbar gemacht und deshalb ist er mein pers. Favorit 😉

    Er hat ein kleines sparsames Haus gekauft/gebaut und ein größeres vermietet. Dadurch hat er schon mal die 30% Wohnungskosten gestrichen und mit der eingenommenen Miete seine restlichen Kosten gedeckt. Er hat ein sparsames Auto, fährt aber viel mit dem Fahrrad.(Wie Kolja B. sagt „Lieber mit dem Rad zum Strand, als mit dem Benz ins Büro.“;-) Den Rest strikt ins Depot gelegt und gleichzeitig Online was aufgebaut.

    Eigentlich ganz simpel;-)

    Voraussetzung ist aber immer ein höheres Einkommen, zumindest über dem Median. Dazu der passende Partner. Hier sind alles Männer, die aktiver an der finanziellen Unabhängigkeit arbeiten, aber sie haben auch die passende Frau. Sie ist entweder sehr sparsam, mit wenig Ansprüchen oder eine sehr gute Verdienerin, oder am besten beides!

    So geht es und nur so.

    Ansonsten wie Oliver oben beschreibt. Ich kenne auch einige, die mehr verdienen, als die oben und sind immer noch nicht finanziell frei, weil mehrere Autos +Porsche+Haus auf Mallorca +Urlaub alle paar Wochen usw. Dazu immer neue Designermöbel +das neueste iPhone. Aber sie wollen es auch nicht anders, zumindest habe ich so ein Gefühl… Sie können es sich leisten so zu leben, und wollen das auch, weil der Job cool ist, sie so angesehen sind und so unter Leuten sind, die das auch so erwarten. Man müsste so stark sein, um sich davon zu lösen, zu sagen – ich mache nicht mit bei der Show um das größte …  Auto,Haus,Yacht usw.

    Aber oft drehen sich die Gespräche um Geld, Urlaub, Käufe/Geschäfte. Und die Leute wollen angeben „Was habe ich mir Neues gekauft, wo war ich letztens, bin so cool, beliebt, erfolgreich…“ so sind wir Menschen, wollen immer möglichst vielen gefallen 😉

    Sparsam sein, gefällt nicht jedem. Erfolgreich schon.

  13. Leon

    @Tim

    „Das gemeinsame Einkommen mit seiner Frau betrug maximal 135.000 Dollar im Jahr. Sie verdienten gut, waren aber keine Großverdiener.“

    Echt jetzt, ein Paar dass zusammen über 100.000 $ verdient gehört in Amerika nicht zur Gruppe, der überdurchschnittlich verdienenden Paare?

    Dass man die überdurchschnittlich ausgebildeten Fachkräfte in Amerika zusätzlich noch überdurchschnittliche Steuererleichterungen gönnt, damit sich die Leistungsträger schon in den 30er aus der Gesellschaft ausklinken können…

    Kann man sicherlich als Traum oder Vorbild ansehen…

    Man kann aber auch Gesamtgesellschaftlich anderer Meinung sein, ohne dass man gleich wieder mit dem Totschlag-Argument „Neid“ konfrontiert wird.

     

     

  14. Christoph

    @Vali:

    ja du hast da bei vielem Recht.

    Hier musste ich grad schmunzeln:

    Aber oft drehen sich die Gespräche um Geld, Urlaub, Käufe/Geschäfte.

    War Freitag mit Freunden essen. Und da sprachen wir über den nächsten Urlaub. Ich möchte nächstes Jahr gerne in die USA. Verbrauche da aber viele meiner gesammelten Meilen, also wird es gar nicht so teuer.

    Geld: wir sprachen über den Verdienst von jemandem. Sie ist Dr (keine Aärztin) und verdient nur minimal mehr als ich ohne Abi und Studium. Ok dafür sind Ihre Aussichten aber natürlich auch besser. Und wir sprachen auch über Käufe.

    Ich hatte mir den hier gekauft für den Sport: http://www.bragi.com/

    und wir sprachen noch über andere Käufe: Aktien und Etfs^

    Also manchmal sind das also auch gute Themen ;p)

    Aber ich weiß dass du es natürlich nicht so gemeint hast, sondern als Verschwendungssucht.

     

    Ich glaube einfach das die Leute die so gerne Zeugs kaufen, dies tun damit sie „geliebt“ werden. Vor 20 Jahren Jahren gab es sowas natürlich auch schon, aber nicht so extrem. Da gab es ja zB noch keine Handys wo man immer das neueste haben wollte.

     

    Die Statistik verwirrt mich übrigens. Die bezieht sich ja auf USA. Benzinkosten von ca 700/ mOnat? Gerade in den USA war Benzin ja immer relativ günstig.

    Healthcare dafür nur nichtmal 300/ Monat. Gerade die USA ist doch da teuer. Und selbst ich bezahle ja schon fast soviel nur für die Versicherung.

    Aber als Übersicht ist es natürlich nicht schlecht.

     

  15. Felix

    @ Vali

    Sehr weiser Kommentar!

    Und es ist ja gut, dass es diese Streber gibt, die was erreichen, was umsetzen wollen. Wir hätten alle Errungenschaften der modernen Welt nicht, wenn es diese Leute nicht gäbe: Keine Spitzenmedizin – niemand ist mit Anfang 30 ein Spitzenchirurg, beispielsweise. Keine Piloten, die sind erst mit 30 fertig; ja wahrscheinlich nicht mal das Fahrrad, um an den Strand zu fahren, denn auch da hängt eine ganze Industrie dran, wo Spezialisten arbeiten müssen. Ach ja, das Internet hätten wir auch nicht!

    Deshalb: Ohne Leute mit Ehrgeiz, die beruflich erfolgreich sein wollen (und zwar über lange Zeit, da sich nur so Expertise aufbauen lässt), sähe die Welt ganz anders, viel ärmer aus.

    P.S. Auch, dass ausgerechnet Minimalisten (bzw. solche, die dafür gehalten werden, was bei 400.000 Jahreseinkommen etwas schwierig ist) mit Links zu kommerziellen Angeboten ihre Fans zum Konsum verführen und dafür eine Prämie kassieren, scheint mir moralisch eher fraglich zu sein.

  16. fit und gesund

    ja, die 3 Paradebeispiele :), fehlt noch Jakob Lund Fisker, ich verfolge ja diese blogs und einige Andere schon seit Längerem, das Prinzip ist ja immer das Gleiche, früh anfangen, eiserne Disziplin, ausgeprägter Wille gepaart mit Intelligenz.

    Ich versuche von ihnen zu lernen, das zu kopieren was für meine Situation machbar ist, Alles ist eben für mich nicht machbar, es ist auch nicht völlig einfach, mir imponiert halt am Meisten ihr Wille und ihre Zähigkeit, im Moment läuft es mit meinen Anlagen ja nicht so toll, meine Einzelaktien (Schwergewichte des SMI) sind tief im Minus, aber ich lasse mich nicht abbringen, hinfallen ja, aber aufstehen, Krönchen richten und weiterlaufen 🙂 jetzt mach ich eben erstmal mit ETF’s weiter, vielleicht gescheiter, mal sehen.

    Einen Nebenerwerb kann ich glaub vergessen, ich habe ja einen anstrengenden Beruf und komme nach dem Dienst müde heim, ich will ja nicht noch mehr arbeiten, für extreme early retirement reicht es sowieso nicht mehr für mich, viel zu alt, aber 2-3 Jahre früher dem Hamsterrad entrinnen, das ist mein Ziel, Andere möchten vielleicht Altersteilzeit, das Ziel ist wichtig, das darf man nicht aus den Augen lassen und das hilft die Motivation aufrecht zu erhalten.

    Die 3 da oben sind sehr clever, auch bei einem Monstercrash traue ich ihnen zu überleben zu können, ihre Finanzmuskeln sind sozusagen gut trainiert, ob das so für Alle möglich ist bezweifele ich, ein Arzt der mit 40 in Rente geht, der wird mit 50 nicht einfach zurückkehren können, sein Wissen wird hoffnungslos veraltet sein, also es lauern schon Gefahren, das mit dem Nebenerwerb durch blogs ist also eine clevere Strategie, sieht man ja auch in den deutschen blogs, schreiben Alle ein e-book, kaufen tue ich das nicht, mein Wissen hab ich gratis im Internet zusammengesucht.

    Schönen Sonntag Euch Allen.

  17. chaostrader

    dass ausgerechnet Minimalisten (bzw. solche, die dafür gehalten werden, was bei 400.000 Jahreseinkommen etwas schwierig ist) mit Links zu kommerziellen Angeboten ihre Fans zum Konsum verführen und dafür eine Prämie kassieren, scheint mir moralisch eher fraglich zu sein.

     

    MMM verführt niemanden zum Konsum. Er empfiehlt nur Dinge, die er auch selbst nutzt (Kreditkarten, bei denen man fett Prämien abkassieren kann, wenn man damit keine Schulden macht) und Betterment, bei denen er auch gleich selbst mal einen sechsstelligen Betrag angelegt hat. Außerdem muss man ihm zugute halten, dass er letztens den Betrag von 400K offengelegt hat, er hätte auch einfach seine Klappe halten können. Er hat auch schon Einfluss von den Firmen abgelehnt, z.B. wollte eine der Sponsoren, dass er seinen Tonfall ändert, was er nicht getan und damit eine Menge Geld verloren hat. Die Kohle juckt ihn schon lange nicht mehr, denke ich mal. Auch ohne sein Blog wäre er finanziell mehr als abgesichert.

    Dass man die überdurchschnittlich ausgebildeten Fachkräfte in Amerika zusätzlich noch überdurchschnittliche Steuererleichterungen gönnt, damit sich die Leistungsträger schon in den 30er aus der Gesellschaft ausklinken können…

     

    Ohne diese „Steuererleichterungen“ wären die Jungs halt 5-7 Jahre später soweit gewesen. Ändert nichts an den grundlegenden Prinzipien, die sie vermitteln und selbst leben.

    Ein beträchtlicher Teil von ihrem Vermögen ist übrigens bis knapp 60 gebunden, dieses Geld können sie nicht ohne weiteres jetzt ausgeben, ohne diese“ Steuererleichterungen“ zurückzahlen zu müssen.

     

  18. Ex-Studentin

    Wenn ich solche Erfolgsgeschichten lese, scheint alles so leicht zu sein. Wenn man überlegt: Als Durchschnittsverdiener in Deutschland hat man keine 2k netto. Selbst als sehr gut-Verdiener mit 6.000€ netto als Paar ohne Kinder kann man vielleicht 4.000€ bei einem genügsamen Lebensstil zur Seite legen. Das sind 48.000€ im Jahr. Selbst da ist man eine Weile beschäftigt, als Paar Millionär zu werden. Entweder braucht man also ein sehr hohes Gehalt einer Führungskraft oder eines Unternehmers, ein großes Erbe, viel Glück und überdurchschnittliche Renditen oder man wird in den 30ern nicht so schnell vermögend. Ich finde solche Beispiele immer wieder interessant, aber auf das Leben eines Durchschnittsbürgers in Deutschland leider nicht wirklich übertragbar.

  19. Heinz Heinrich

    Es gibt immer solche Beispiele von Menschen, die besser als der Normalverdiener leben. Das sind und bleiben Ausnahmen unserer Gesellschaft, bei denen viele glückliche Umstände dazu geführt haben, dass sie aus der Allgemeinheit heraus stechen und als Vorbilder präsentiert werden. Alle Nachmacher werden glanzlos scheitern, weil es bei ihnen diese Umstände einfach nicht gibt. Was interessieren mich eigentlich diese „Supertypen“ von denen immer gesprochen wird und die einem selbst suggestieren sollen „Du machst was falsch in deinem Leben!“ Würde es nicht reichen, der Allgemeinheit, die eben nicht dazu im Stande ist, einfach auf kleiner Basis zu helfen. Wie sie zum Beispiel auch mit kleinem Einkommen – auskommen und vielleicht ein wenig sparen können? Hier lese ich immer nur von Größen, die nicht zur Allgemeinheit passen, jedoch angesprochen werden sollen. Du bist klein, werde so groß wie die Anderen, die haben es geschafft und besser gemacht. Warum ist der Konsum in den vergangenen Jahren immer größer geworden? Weil die Menschen immer unglücklicher sind mit ihrem Leben, weil sie keiner mehr wertschätzt, weil Fleiß nicht mehr belohnt wird, weil Respekt fehlt und und und. Jeder weiß was ich hier zum Ausdruck bringen will. Richtig ist auch, sie werden nicht durch den Konsum auf Dauer glücklich, aber für den Moment. Wer belohnt sich denn nicht mit irgendetwas, lecker Essen gehen, Theaterbesuch etc.. Ich denke jeder so wie er mag. Würde die Allgemeinheit zufriedener sein, so würde der Konsum zusammenbrechen und folgend die Wirtschaft noch weniger einnehmen. Dicke Autos, der passende Anzug, dieses ganze aufblähen mancher Personen, wird doch von der Gesellschaft gefördert, weil sie solche Typen bewundern. Wer will nicht bevorzugt werden, endlich mal jemand sein? Wo ist hier die Gleichbehandlung, von der alle träumen. Wenn solche Protztypen keine Beachtung fänden, würden sie es sein lassen. Wieviele haben denn mit Blogs, Aktien, Lotto und mehr, wirklich Geld verdient? Wahrscheinlich 1 von 500000. Ich könnte noch einige Ausführungen dazu machen, vielleicht sogar im eigenem Blog, was den Menschen an GLÜCK präsentiert wird und sie als Loser darstellt. Immobilienfinazierung zum Beispiel. Bei den heutigen Zinsen sollst du zuschlagen! Meist unabhängig vom Alter, Laufzeit und Einkommensstand. Auch das sich die Immobilienpreise verdoppelt haben und somit den niedrigen Zinssatz gleichzeitig aufheben, davon spricht keiner. Euer Heinz Heinrich

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Monika Reich

    Großartig, dass Sie so früh finanziell frei wurden. Mit 45 Jahren in den Ruhestand! Gratulation. Können Sie uns kurz Ihren Weg stichpunktartig beschreiben?

     

    @ Vali

    Danke. Ja, Du hast es richtig gesagt. Die meisten Menschen werden nie den Vorruhestand genießen können, weil sie immer anderen gefallen wollen. Mit Statussymbolen, mit Konsum. Sie wollen Anerkennung mit „Zeug“ erhalten. Das ist eigentlich traurig. Was ist das für eine Gesellschaft, wenn man sich mit einem Protzauto oder Nespresso-Kapseln als Mensch aufwertet bzw. definiert?

     

    @ Leon

    Die Kritik lasse ich mir gefallen. Ich habe mich falsch ausgedrückt. Mit 135.000 Dollar im Jahr verdient ein Paar in den USA schon sehr gut. Ich hatte in dem Moment einen Vorstand oder Chefarzt im Kopf, der deutlich mehr verdient als eben die 135.000 Dollar.  Also ein leitender Arzt macht 250.000 oder 400.000 und ein Vorstand 500.000 bis in die Millionen. Die wären dann für mich ein Spitzenverdiener.
     

    @ fit und gesund

    Danke für den Hinweis zu Jacob Lund Fisker. Seine Website schaute ich mir schon häufiger an. Mir fehlt bei den Blogeinträgen und Kommentaren das Datum (das ist verwirrend). Ich finde seinen Blog unübersichtlich:
    http://earlyretirementextreme.com
    Grafisch ist das nicht gut gelöst. Er hat auch keine Fotos. Fotos würden etwas auflockern.
     

    @ chaostrader

    Du erklärst das super. Danke!

  21. Christoph

    @Heinz: Wenn Tim beispiele bringen würde von Klaus aus XY der durch vernünftiges sparen und normalem Konsum nun 300 Euro mehr im Alter hat.. nun würde das wirklich jemanden interessieren?

    Ich denke es ist da besser zu sehen, dass es auch normale Leute wie Earl der Parkplatzwächter durch stetiges Investieren und normalem Leben zur finanziellen Unabhängigkeit schaffen können.

    Solche Geschichten finde ich dann toll. Denn das zeigt mir, dass es der richtige Weg ist.

    Natürlich würde jeder gerne über Nacht reich werden, aber das geht nunmal extrem selten.

    Also lieber die Eichhörnchen Methode so ist man auf der halbwegs sicheren Seite. Aber natürlich muss man auch sein Leben weiter genießen.

    Nur nicht unnütz das Geld rausschmeißen.

     

    Am Freitag gab es auf CNBC das Thema: Hootis vs Suits. Also Kaputzenpullis gegen ANzüge. Es gibt im Silicon Valley mittlerweile viele kleine Unternehmen, da tragen die Angestellten was sie möchten. Das würde wohl die Produktivität steigern.

    Nur was würde sich dann bei Banken, Wall Street usw ändern wenn dort jeder rum läuft wie er möchte? Flip Flops, kurze Hosen?

    Irgendwie wäre das doch unpassend finde ich.

    An der Wall Street ist zB Jeans und Sneakers (ausser schwarz) für die Männer verboten. Trader müssen auch Krawatte tragen.

    Ich finde das richtig.

  22. fit und gesund

    @Tim Schäfer,

    er hat ja den blog und das Forum, bei dem blog werden Beiträge immer mal wiederholt was ich schade finde, aber viele seiner Ideen finde ich genial, Manches verstehe ich auch nicht weil mir dazu das Grundwissen fehlt, sein kleines Buch werde ich mir allerdings noch kaufen! Ist halt Alles völlig minimalistisch aufgebaut, fände das mit ein paar Fotos auch besser, der heutige Beitrag stammt z.B schon aus dem Jahr 2008, aber gültig ist das auch heute noch.

    wiegesagt, ich picke mir immer das Beste aus vielen blogs heraus, ich versuche mich zu verbessern, etwas zu lernen und offen zu sein für neue Ideen, auch wenn ich nur einen kleinen Teil umsetzen kann, langsam aber stetig werde ich so sicher vorankommen, mehr will ich gar nicht.

    @Christoph

    also bei uns laufen die Chefärzte in Jeans rum, das müsste für den Trader auch möglich sein, ich habe nicht unbedingt Respekt vor Leuten in Krawatte, gepflegt geht auch mit Jeans ohne Krawatte 🙂

  23. PIBE350

    Oliver: ,,Man muß aber auch ehrlich sagen: Unser Gesellschaft ist so gepolt. Jemand, der in einer kleinen Wohnung lebt, kein Auto hat und mit wenig Bedürfnissen vor sich hinlebt, hat keinen gesellschaftlichen Status. Viele Leute schauen auf so etwas und man muß dabei schon einen festen Willen haben, das durchzuziehen. Es ist in der Gesellschaft in jeder Hinsicht unsexy. Wenn man es geschafft hat – das sieht man z.T. sogar an einigen wenigen Kommentaren hier – wird das auch als negativ angesehen, da derjenige jetzt die Freiheit hat, zu tun und zu lassen was er will. Das kann auch 7 Tage die Woche Strand sein und das gönnt einem natürlich niemand. Er ist nicht produktiv. Die aufgezeigten Wege sind also nur etwas für starke Menschen die wissen, was sie wollen unabhängig vom Status und vom Denken der Gesellschaft. Darüber sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen.“

    Genau so lebe ich: kein Auto (Fahrrad), kleine (Eigentums)wohnung (25m²) und wenige Bedürfnisse (monatliche Ausgaben 350-400€). Dazu kommen zwar noch viele lange Reisen pro Jahr (Gründe: Wetter, Entdeckungslust und Kultur), aber immer günstig, da ich zeitlich flexibel verreise und keine hohen Ansprüche an Hotels stelle. Ganz ehrlich: Ich pfeife auf den gesellschaftlichen Status und was andere über mich denken. Wichtig ist nur, dass man selbst glücklich und zufrieden ist. 😉

    Zu den 3 Großverdienerfamilien: Natürlich verdient die große Masse, wie von einigen angemerkt, nicht so viel. Ich kann mir meinen jetzigen Lebensstil nur erlauben, weil ich nur für mich selbst Verantwortung übernehmen muss. Trotzdem gebührt diesen Familien Respekt: Sie sind der Versuchung widerstanden, ihr vieles Geld für Luxuskonsum auszugeben. Die meisten anderen Familien würden bei gleichen Einkommensverhältnissen heute nicht so finanziell und beruflich frei darstehen. Darauf wette ich, weil sie nicht die gleichen inneren Werte wie Verzicht, Genügsamkeit, Sparsamkeit, Durchhaltewillen und den Wunsch nach finanziellen Freiheiten in sich tragen. Aber genau mit diesen Werten konnte ich meine Ziele erreichen, obwohl meine Einnahmenseite nie sehr hoch war. 😉

  24. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ fit und gesund

    Ich glaube, wir könnten Jacob Lund Fisker genau sagen, wie er seinen Blog verbessern könnte. Seine Ideen/Inhalte sind zum Teil wirklich spannend. Nur „verlaufe“ ich mich auf seiner Website. Aber es wird ihn sicherlich nicht jucken.

     

    @ PIBE350

    Gratulation zu dieser Selbstdisziplin. Wer hat Dir das beigebracht? Eltern, Familie? Oder hast Du das selbst so entschieden?

    Ich glaube, wir Menschen kopieren unser persönliches Umfeld mehr, als wir wahrnehmen: Eltern, Geschwister, Kollegen, Partner, Freunde… Deshalb sagen so weise Menschen wie Warren Buffett (grobes, sinnwahrendes Zitat: „Wähle sorgfältig die Menschen aus, mit denen zusammen bist.“ Buffett will damit zum Ausdruck bringen, dass man mit Vorbildern seine Zeit verbringen soll.

  25. AlexanderAlexander

    Leider ist sowas in D nicht möglich, einfach weil die Abgabenlast eines Angestellten zu hoch ist. Steuern, Krankenversicherung, Rente- und Arbeitslosengeld holen schon mal 50% vom Einkommen ab. Ein Gutverdiener (Paar) mit 120.000 brutto gehört schon zu den 10 % Bestverdienern. Bleiben 60 K netto übrig. Davon 30k im Jahr gespart oder 40 K, dann dauert es schon mal 25 Jahre, um 1 Mio Anlagekapital erwirtschaften zu können. Also muss man einen anderen Weg gehen, um sein Einkommen bzw. Kapital zu pushen. Immobiliengeschäfte (billig kaufen – teuer verkaufen), Aktiengewinne, eben alles, was irgendwie mit „Handel“ zu tun hat.

    Oder eben z. B. Internet, bei entsprechenden Followern kann man im Monat 20.000 bis 40.000 € erwirtschaften, aber das schaffen auch nur die Wenigsten.

     

    Also bleiben wir bescheiden, gehen mit 63 in Rente statt mit 67 und haben im Ruhestand ausgesorgt. Das ist schon mehr, als die meisten Anderen vorweisen können.

    Aber trotzdem schön, das es einige gibt, die es schaffen. Es zeigt, geht nicht, gibt’s nicht.

     

     

  26. PIBE350

    An Tim: Selbst so entschieden, aber durch minimalistische und gesellschaftskritische Themen im Internet befeuert, weil ich auf der Suche nach einem zufriedeneren Leben war.

    Ja, ich war z.B. bis gestern für 1 Woche bei Bekannten. In dieser Woche wurde 3-mal der Pizzabringdienst gerufen und 2-mal außerhalb gegessen. Dazu kamen noch mehrere Impuls- und Spontankäufe von Dingen, die nicht wirklich gebraucht wurden. Alles herzensgute Menschen, aber ich habe dabei nicht mitgemacht. Dafür weiß ich jetzt, warum sie regelmäßig über Geldsorgen klagen. 😉

  27. PIBE350

    Alexander: ,,Also bleiben wir bescheiden, gehen mit 63 in Rente statt mit 67 und haben im Ruhestand ausgesorgt. Das ist schon mehr, als die meisten Anderen vorweisen können.

    Aber trotzdem schön, das es einige gibt, die es schaffen. Es zeigt, geht nicht, gibt’s nicht.“

     

    Richtig, wobei es noch kleinere Zwischenziele gibt, die für viele weitere Menschen motivierend wirken sollten:

    1. Schuldenfreiheit erreichen (kein Gläubiger mehr im Nacken)

    2. Notfallreserve aufbauen (ruhigerer Schlaf bei unvorhersehbaren Ereignissen)

    3. Private Altersvorsorge aufbauen (etwas höherer Rentenstandard zum regulären Rentenbeginn)

    Ich finde, dass es sich immer lohnt, solange man sich persönlich erreichbare Ziele setzt. Alles Andere wirkt demotivierend und lässt einen niemals anfangen. 🙂

  28. Stelze

    FIRE ist in der EU glaub ich nicht so einfach möglich.

    Wenn man mit 20k auskommt, was sehr wenig ist, wenn man mieten muss. Sich endlich ein Portfolio angespart hat, was einem die 20k Entnahme ermöglichen würde, wäre beim 1. Crash der Traum vorbei weil es dann zu sehr an die Substanz geht. Ich würde mindesten 50% mehr entnehmen können wollen um mich im Ruhestand „sicher“ zu fühlen besser noch 100% mehr.

    MMM scheint ein Smarter Kerl zu sein, er hat seine Leistung vergoldet und wir werden nie wissen ob er es auf Dauer wirklich geschafft hätte. Wie bei all den erfolgreichen Bloggern. Wie heißt es so schön: Mit voller Hose ist leicht stinken 😉

  29. Oliver

    @PIBE350:

    Du machst etwas, was wenige Menschen tun: Dir ist der soziale Status egal und Du lebst nach deinen Regeln. Es wird sicher Leute in deinem Umfeld geben, die sagen, das Du knickrig bist, weil Du so eine kleine Wohnung und kein Auto hast. Letztendlich ist es aber an jedem einzelnen, zu entscheiden, wie er selber leben möchte. Aber der Vergleich mit Dingen ist weit verbreitet. Von daher wirds sicher auch Leute geben, die auf dich herabsehen. Das ist natürlich arm, aber so ist die Gesellschaft. Letztendlich habe ich Respekt davor, wie Du dich für dich passend eingerichtet hast und tun und lassen kannst, was Du willst. Da die Dividenden i.d.R. jährlich steigen, werden deine Spielräume immer größer und das Geldthema dadurch komplett unwichtig. Das heißt, die finanzielle Situation verbessert sich ständig, auch wenn man nichts mehr aktiv spart.

    @Alexander:

    Du hast schon ein ganz schönes Depot und musst dich wahrlich nicht verstecken. Die Werte sind ausgewogen und Du hast 70% des ersten großen Meilensteins (100.000 €) geschafft. Was immer wieder vergessen wird, weil man die Erfahrungswerte noch nicht hat: Das Depot arbeitet ständig für dich und je größer es wird, desto größer sind die Summen, die Du dazugewinnst. Das schwierigste sind die ersten 100.000 €, der Weg von 100.000 € zu 200.000 € ist leichter, aber immer noch schwierig. Danach wirds aber merklich leichter, weiter zu kommen. Gerade wenn man sich zu Beginn sehr viel damit beschäftigt, wird man erstmal feststellen, dass die monatlichen Dividenden noch nicht stark helfen und man fast alleine alles sparen muß. Das gilt vor allem für die ersten 100.000 €. Man muß nicht unbedingt was handeln oder Sachen machen, die viel Geld nebenher bringen. Einnahmen sind natürlich wichtig, aber die Zeit ist es ebenso. Die Aktien müssen sich entwickeln können und wenn Du regelmäßig – was Du ja sehr erfolgreich machst – monatlich etwas beiseite legst und investierst, werden die Ergebnisse automatisch besser. Geduld ist wichtig und Konsistenz. Dann schafft man das auch in Deutschland. Bei mir war das bei 50.000 € Anlagesumme ähnlich: Monatlich ein bisschen Dividende bekommen und schon eine zeitlang immer wieder etwas angelegt. Der monatliche Dividenden-Betrag hatte noch keine Bedeutung für mich. Ich habe mich aber gezwungen, darüber nicht großartig nachzudenken und einfach stur weiter zu sparen. Inzwischen helfen mir die Dividenden ganz fleissig und die täglichen Bewegungen haben mit dem, was ich in meiner Arbeit verdiene, nicht mehr viel zu tun. Aber bis dahin braucht es etwas Zeit. In zwei Jahren wirst Du aller Voraussicht einiges über 100.000 € Buchwert haben und sehen, dass sich die Einnahmen immer mehr bemerkbar machen, die Du gleich wieder reinvestieren kannst. Wenn Du 7o bist, wird dein Depot wahrscheinlich monatlich mehr abwerfen als die gesetzliche Rente.

  30. PIBE350

    An Oliver: Danke für deine Worte. Herablassende Menschen habe ich zum Glück noch nicht kennengelernt, wobei ich lieber nicht wissen möchte, wie viele dieser Vorzeige-Autos und -Wohnungen/Häuser gar nicht den Besitzern gehören, sondern gemietet/geleast sind oder erst abbezahlt werden müssen. Am wohlsten fühle ich mich im realen Leben unter den einfachen Menschen, weil dort die Herzlichkeit am größten ist.

    Dafür aber jede Menge Rosinenpicker: Woher hast du das ganze Geld für die viele Freizeit und Reisen? Es wird aber nicht gesehen, dass ich dafür auf viele andere Ausgaben verzichtet oder diese minimiert habe, die diese Personen haben. Erklärungsversuche bzw. sachlichen Diskussionsaustausch erspare ich mir mittlerweile, weil sich diese Personen in der Regel sofort persönlich angegriffen fühlen. Wie du es schon richtig geschrieben hast: leben und leben lassen. 😉

  31. Leon

    @Tim

    „Also ein leitender Arzt macht 250.000 oder 400.000 und ein Vorstand 500.000 bis in die Millionen.“

    Keine Ahnung wie hoch Ärzte in Amerika verdienen. Die Brutto-Löhne für die „DACH“ – Region und Ärzte kann man hier grob nachlesen.

    Arztgehälter

    Damit dauert es selbst als Top-Verdiener länger und vor allem braucht man in der allermeisten Fällen Berufserfahrung um aufzusteigen um Oberarzt etc. zu werden.

    Na ja, wie wahrscheinlich es ist, ein AG-Vorstand zu werden ohne eine Elite Uni besucht zu haben, die in den allermeisten Fällen von wohlhabenden Eltern (bis auf Stipendien) gesponsert werden…

    Da wird die Wahrscheinlichkeit wieder kleiner.

    Mit einem Median-Gehalt braucht man Durchhaltewillen, Glück und doch deutlich längere Zeiträume.

    @chaostrader

    Ca. 7 Jahre 75 % Sparquote…. sollen reichen?

    Bei diesen Frei-Rechner-Formeln ist aber ein gewaltiger Bock drin, da man ja dann dauerhaft von 25 % leben soll bzw. muss.

    Bei 2 k monatlich netto und 1.500,- € Sparrate (was schon sehr ambitioniert ist) sollen dann nach 7 Jahren die 500,- € Entnahme zum dauerhaft Leben reichen?

    Auf einem Lebens-Niveau eines Hartzer`s dauerhaft freiwillig zu leben…

    Da diese Formel ja mehrere Blogger haben… rechnen die alle nicht nach bzw. viel zu optimistisch? 😉

    @Pibe

    Ja, es gibt durchaus unschönen Neid in vielen Gesellschaften.

    Nur kann ich hier keinen Neid bei den Kommentaren hier lesen.

     

    „Vergötterung & Lobeshymnen“ wenn man als gut ausgebildeter Mensch sich aus der Gesellschaft ausklingt, die dafür die Rahmenbedingungen geschaffen hat, finde ich etwas merkwürdig.

    Es ist ok. Sie haben für dieses Ziel alles richtig gemacht und die seltenen und exklusiven Rahmen- und Startbedingungen optimal genützt.

    Ob es dass allein selig und glücklich machende Lebensziel ist, mitten im Leben keine Ambitionen und Ziele außer Freizeit und Familie zu haben, muss jeder für sich selbst entscheiden.

  32. Heinz Heinrich

    @Christoph

    Warum sollte es niemanden interessieren, wie wenigstens 300 EUR zusätzliche Rente erreicht werden kann. Natürlich gönne ich genauso wie jeder andere hier, den normalen Leuten wie Earl die es geschafft haben, aber es ist doch eben nicht für jeden möglich. Ich finde, Tim gibt zuviele Beispiele aus den USA statt aus Deutschland, gibt es sie hier nicht? Ich kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Es ist doch ein DEUTSCHER BLOG in deutsch verfasst. Es wäre auch mal schön etwas von unseren kleinen Leuten, die das geschafft haben, zu veröffentlichen. Bestimmt ist es auch mal spannend zu erfahren, was ihr bis heute so angesparen konntet und wie. Euer Heinz Heinrich

  33. Heinz Heinrich

    @PIBE350

    In diesem Punkt bin ich ganz Ihrer Meinung. Neid und Missgunst macht unzufrieden. Weil es viele Leute nicht schaffen, versuchen sie es mit Abwertung und Prahlerei. Wie schon beschrieben, dicke Auto, Anzug, also einen auf dicke Hose machen, obwohl alles auf Kredit läuft. Aber das sehen die Menschen hier in Deutschland nicht., sondern ohne hinter die Kulisee zu sehen, finden sie es bemerkenswert wie „DER“ es doch geschafft hat. Keiner will mehr schwach sein, alle nur noch stark. So gibt es auch nur noch schlaue Kinder. Die kennen nur noch eines: Consum! Wofür sparen, wir leben heute!

  34. PIBE350

    Ach so, spontan fällt mir nur der deutsche Raphael Fellmer ein, wobei er möglichst minimalistisch ohne Geld (Tauschhandel, Gefälligkeiten, Mülltauchen, Trampen) lebt, aber selbst er wird hierzulande schnell als Asozialer und Schmarotzer abgestempelt. 😉

    http://m.welt.de/vermischtes/kurioses/article127940495/Leben-von-der-Wohltaetigkeit-anderer-Menschen.html

    http://m.welt.de/politik/deutschland/article13816069/Diese-deutsche-Familie-lebt-praechtig-ohne-Geld.html

  35. Herr W.

    Lieber Herr Schäfer,

    ich verfolge Ihren Blog schon seit einiger Zeit mit Interesse und mache mir derzeit auch viele Gedanken zu einer Altersvorsorge mittels Aktien. Infrage kommt für mich eigentlich nur eine Strategie, welche auf buy & hold und den langfristig daraus  resultierenden Dividendeneinnahmen beruht.

    Schwierig tue ich mich aber mit der Auswahl der entsprechenden Aktien/Firmen. Da ich beruflich und im Studium  mit finanziellen Fragestellungen nicht konfrontiert werde, lese ich einen Geschäftsbericht nicht mal einfach so, sondern es ist ehrlich gesagt ziemliches Fachchinesisch für mich. Die Frage, die sich mir aber insbesondere stellt ist: Was sagt mir der Geschäftsbericht aus 2015 über meine Dividendenchance in 25-30 Jahren? Muss/sollte man sich detailliert in die Geschäftsberichte der letzten Jahre eindenken oder ist nicht die Marktposition (z.B. Marktführer oder einer der größten Wettbewerber auf dem Feld) des Unternehmens zusammen mit der Frage, ob das Produkt auch in 20-30 Jahren noch benötigt und somit auch verkauft wird viel entscheidender? Dazu vielleicht noch ein Blick auf die Unternehmensgeschichte und die Dividendenhistorie?

    Was empfehlen Sie einem nicht-Finanzfachmann, wenn es kein ETF sondern ein selbst gemanagtes Depot sein soll? Wie haben andere Benutzer hier ihre Aktien ausgewählt oder haben Sie alle beruflich bedingt entsprechende Erfahrungen?

    Mit vielen Grüßen und einen schönen Abend noch

    Herr W.

  36. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Wir machen die Pizza zuhause selbst. Gutes Mehl, warmes Wasser, Trockenhefe, etwas Salz, ein paar Tropfen Olivenöl. Ein wenig brauner Zucker. Kneten. Ziehen lassen. In den Kühlschrank für ein paar Stunden geben. Dann auf den Teig legen, was schmeckt. Und backen. Das geht recht schnell. Schmeckt lecker. Die zugestellten Pizza-Dinger sind meist kalt. Sie haben wenig Gemüse. Und schmecken wie Schuhsohlen. Hinzu kommt: Viel zu teuer. Ich wundere mich auch oft, warum Leute Chips kaufen. Die Tüten sind sauteuer. Außer Luft steckt kaum was in den Tüten. Die Chips sind ungesund, mit Haltbarmachern und Geschmacksverstärkern vollgepumpt.

     

    @ Leon

    Stimmt! In den USA verdienen die Top-Leute schon deutlich mehr. Es ist eben der Kapitalismus. Das hat Vor- und Nachteile. Trotzdem könnten viele Menschen in Deutschland bequem in den vorzeitigen Ruhestand gehen, sagen wir mit 50 oder 55 Jahren, wenn sie sich anstrengen würden. Es ist alles eine Frage der Einstellung. Ja, es ist nicht leicht. Wenn es leicht wäre, würden es ja viel mehr machen.

     

    @ Lieber Herr W.

    Das mit der Aktienauwahl ist schwierig. Das stimmt.

    Wir wissen eben nicht, was in 20 oder 30 Jahren sein wird. Eine gute Hilfe ist daher ein Indexfonds auf den S&P-500-Index.

    Sie wollen aber lieber Einzelaktien kaufen, wenn ich Sie richtig verstanden habe. Folglich sind Dividenden-Aristokraten, die seit mehr als 25 Jahren ihre Dividenden erhöht haben, eine gute Hilfe. Hier sind die großen US-Dividenden-Könige alle aufgelistet:

    https://en.wikipedia.org/wiki/S%26P_500_Dividend_Aristocrats

    Streuen ist wichtig, weil selbst bei Dividenden-Stars Risiken bestehen. Stocken Sie die Positionen auf. Halten Sie die Aktien durch. Jahrzehnte lang.

    Ich würde schon aus steuerlichen Gründen nicht traden. Erwägen Sie eine Berkshire Hathaway. Warum? CEO Warren Buffett ist ein Genie. Wenn Sie Berkshire kaufen, wird das mit den Dekaden zum Schneeball. Buffett investiert wie ein Weltmeister immer weiter. Er schüttet daher keine Dividenden aus. Der Kursgewinn bei Berkshire ist steuerfrei – solange sie die Aktie nicht versilbern.

  37. chaostrader

    Ein Gutverdiener (Paar) mit 120.000 brutto gehört schon zu den 10 % Bestverdienern.

     

    Definitiv.

    Bleiben 60 K netto übrig. Davon 30k im Jahr gespart oder 40 K, dann dauert es schon mal 25 Jahre, um 1 Mio Anlagekapital erwirtschaften zu können.

    Falsch. Das Geld wächst ja in den 25 Jahren schon, nicht erst danach. Außerdem bringt einem Volatilität am Aktienmarkt bei gleichbleibender Sparrate eine Überrendite. In den letzten 15 Jahren ist der S&P500 um durchschnittlich 4% pro Jahr gestiegen. Jemand, der konstant den gleichen Betrag monatlich in den letzten 15 Jahren investiert hätte, hätte eine Rendite von über 8% erzielt und damit sein gespartes Geld in dem Zeitraum verdoppelt. Also ist die Million schon dramatisch früher voll, oder nach 25 Jahren ist das Depot weit praller als eine Million.

  38. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Chaostrader

    Stimmt.

    Wenn ein Gutverdiener 3.000 Euro im Monat in einen Indexfonds spart, hat er nach 25 Jahren etwa 2,7 Millionen Euro. Ich unterstelle 8% Rendite. Bei einer alternativen Anlage in Berkshire Hathaway waren bislang fast 20% jährliche Rendite drin gewesen (das ist der Durchschnitt seit 50 Jahren). Anders ausgedrückt: 18 Millionen Euro wären herausgesprungen. Ok, beim Warren kann es etwas weniger künftig sein. Aber ganz schäbig wirds nicht sein.

  39. chaostrader

    Natürlich können die nächsten 15-25 Jahre ganz anders sein, aber man sollte es wenigstens versuchen.

    3000€ im Monat sind natürlich in Deutschland für die allerwenigsten machbar (die Gehälter hier sind nicht annähernd so rosig wie in den USA), aber ich behaupte mal ganz frech, 750-1500€ sind für viele drin, besonders bei doppelt verdienenden Paaren. Je länger man dem Zinseszins Zeit gibt zu wirken, umso mehr kommt dabei raus. Man muss sich große Ziele setzen, dann endet man jedenfalls nicht mit einer Handvoll Dreck.

    Und wenns nicht klappt? Es gibt schlimmeres, als am Ende der Sparphase anstatt der geplanten sprichwörtlichen „1 Million“ (oder welchen Betrag auch immer) „nur“ die halbe Million zu haben.

    Tim schäfer:

    http://servowealth.com/resources/articles/how-great-dollar-cost-averaging-you-dont-know-half-it

    http://thereformedbroker.com/2016/02/17/how-to-make-volatility-your-bitch/

    Die beiden Artikel wären es wert, mal in einem Blogpost zusammengefasst zu werden.

  40. Christoph

    @ Heinz Heinrich:

    Finde das eine schöne und interessante Idee:

    Ich fange einfach mal an:

    Mein Vater hat, wie es bei vielen anderen sicher auch war, für mich  und meine Schwester damals je einen Bausparvertrag angelegt.

    Das war irgendwann in den 80ern oder frühe 90er. Bei mir war es ein 25.000 DM Vertrag. Als dieser sich der Erfüllung näherte machte ich den bescheurten Fehler einen neuen abzuschließen. Da ich damals noch dachte, dass ich sicher mal Eigentum haben werden machte ich gleich einen 100.000 Euro Vertrag. Da wurde dann natürlich auch noch Provision abgezogen.

    Würde ich heute nie nie nie wieder machen. Aus Fehlern lernt man ja

    2014 habe ich dann den Vertrag gekündigt.

    Meine ersten versuche mit Aktien war 2000 etwa. Da kam Infineon an die Börse und ich konnte direkt welche bekommen. Habe dann sogar mit Gewinn verkauft. Und nichtsahnend wie ich war hörte ich das Nortel Networks eine gute Firma wäre.. hätte ich damals doch nur Coca-Cola gekauft *heul*

    Nortel war ja sogar mal in der Formel 1 Sponsor. Sind dann aber Pleite gegangen und futsch war mein Geld.

    Ich habe 2014 dann auch fehler gemacht, manche klein manche größer. Ich kaufte:

    Abbvie, AIG, Skyworks, Bilfinger, Chromedx

    Nach und nach kamen  dann doch andere Posten wie Snowbird dazu.

    Abbvie und Skyworks sind für mich super Unternehmen die ich lange halten will. AIG bin ich noch nicht sicher.

    Bilfinger: Nun ja, habe ich dann glücklicherweise mit relativ geringem Verlust noch rechtzeitig verkaufen können bevor der Kurs richtig absackte. Ebenso Snowbird. Ich habe dann noch andere „Trade“ Versuche unternommen wie Ebay mit der Paypal Aufspaltung.

    Mittlerweile kaufe ich nur noch US Dividendenzahler.

    Ich habe in meinem Depot neben den oben erwähnten: Coca-Cola, P&G, J&J, Microsoft, Home Depot, Caterpillar, Pepsi, Boeing, Intel,  Qualcomm, Disney, Wal-martk, McDonalds, Chevron, Exxon, Verizon, AT&T, Cisco, Shell, Amazon + Google, Pfizer, Bank of America, Southern Com., Marine Harvest

    Mein Depot ist derzeit 40K schwer/ leicht. Im ersten Quartal diesen Jahres gab es € 225,00 an Dividenden.

    Klar es könnte mehr sein, wenn man die 40K zB nur in AT& T investiert hätte.

    Ich habe Anfangs ja größere Positionen gekauft. Mittlerweile kaufe ich jeden Monat ca 10 Positionen per Sparplan. Manche mit nur € 40,00 wie Exxon oder Verizon, manche mit ca 90 wie Pepsi, andere mit ca 200 wie J&J und Coca-Cola

    Das sind im Monat je nach Möglichkeit zwischen 600 und 1.300.

    Ich finde das derzeit ganz gut. Denn so muss ich zB nicht 1,5 Jahre warten bis ich P&G kaufen könnte. SO hab ich gleich eine große Diversifikation und kann mich öfter über Käufe und Einnahmen freuen auch wenn es teilweise wirklich so kleine sind. Boeing mit zB € 0,95 als Dividendeneinnahme. Aber auf lange Sicht wird das natürlich besser

    Ich habe mir Tabellen in Google gemacht. So kann ich sehen in welche Richtung die Reise in der Zukunft hingeht. ca 2027 würde ich mietfrei wohnen und ca 2035 könnte ich aufhören zu arbeiten.

     

    ich bin single, habe ein normales EInkommen unter 50K , wohne in einer 2zimmer Wohnung zur Miete und habe ein Auto. Ich war auch eine Zeitlang kauffreuding, besonder Blurays. Aber mittlerweile habe ich das komplett abgestellt da es mir keine Freude mehr macht.

    Bis August hatte ich 12,5 Jahre einen Hund. Dieser war leider ab 2010 oft krank /Kreuzbandrisse, Form von Morbus Chron usw). So dass er mich in all den Jahren nur an Tierarztkosten so ca € 17.000 gekostet hat.

    Monatlich futterte er die letzten 2,5 Jahre über 220,00 weg. Da kommt schon was zusammen. Aber er war ein toller Hund. Und wenn ich die Wahl zwischen ihm und mehr Geld hätte würde ich immer ihn wählen.

     

    So hoffe euch hat der Beitrag Freude gemacht.

     

     

  41. Vali

    Tim, danke! Konsumkritisch leben, hat viele Vorteile!

    Felix, danke! Ich mag auch die Streber und die Ehrgeizigen – bin ja selbst eine 😉

    Oliver, sehr motivierend! Dann mache ich mich gern an die zweiten 100.000, hoffe die gehen schneller als die ersten 😉

    Herr W., Tim hat dir super Tipps gegeben. Einen gebe ich dir noch mit: Nicht jede Saat geht auf. Diesen Gedanken musst auch realisieren. Immer wieder, stetig und stur mit neuen Samen nachsähen – das ist die Kunst!

    Ruhig investieren, durchhalten, positiv denken und weiter investieren 🙂

    Wer an der Börse investiert und denkt, dass er gleichsofort die fetten Gewinne mitnimmt, der muss noch ordentlich Geld verlieren, um es zu begreifen, dass sich langfristiges Diversifizieren auszahlt!

    Letztendlich macht Investieren richtig Spaß. Wenn man Sparen und Investieren nicht genießen kann, immer drauf schaut wie schnell die anderen reich und Millionäre werden und jammert, dass man selbst (noch) nicht so viel verdient oder kein genügendes Investitionskapital hat, der verliert gleichzeitig wertvolle Zeit um sich die wichtigste Frage zu stellen: „Was mache ich, dass ich mehr verdiene, besser werde, mehr schaffe und mehr investieren kann?“

    Ich arbeite auch sonntags gern und samstags sowieso, soweit meine Family das zulässt. Wenn ich das Bekannten erzähle, kommt gleich „Nee, das wär nichts für mich“.

    Sucht euch den Job, der euch wirklich brennen lässt – dann stellt sich gar nicht erst die Frage „Wann kriege ich endlich eine Rente“, sondern man macht automatisch Geld, mit dem, was man liebt…

    Für mich ist „Strand liegen“ nichts. Ich muss entweder an einem neuen Projekt tüfteln,  fette Bücher nebenbei lesen/hören, oder mich besaufen 😉 Anders halte ich das „Nichtstun“ nicht aus, bzw. werde lieber wertgeschätzt für das, was ich erschaffen habe, als für das, was ich habe/kaufe.

    Deshalb ist für mich „Early Retirement“ nur aus investitionstechnischer Sicht interessant, nicht aus der „Nicht mehr arbeiten“- Sicht.

    Dieser Raphael Fellmer  ist für mich wirklich kein Vorbild. Er lebt von dem, was andere erwirtschaften und übrig lassen. Er nutzt andere aus und propagandiert, dass Fortschritt so funktionieren würde. Lebensmittelretter!!! – was würde der arbeitende Bauer dazu sagen, der für einen Hungerlohn ackern muss!? Sorry, das ist für mich nicht zukunftsorientiert und erst recht nicht sozial! Sein Lebensmodel funktioniert noch weniger für alle, als das von den 3 Millionären oben.

  42. Oliver

    @Vali

    Danke für das Lob. Die zweiten 100.000 € dürften dir leichter fallen, da Du inzwischen schon ordentlich Dividenden bekommst, das wird dich unterstützen. Außerdem kann es sein, dass die Börse wieder positiver wird und der Buchwert dadurch schon um einiges steigt. Schau mer mal 🙂

    Early Retirement ist sicher für jeden unterschiedlich, wenn er das erreicht hat. Manche wählen den Strand, andere machen normal weiter. Für mich ausschlaggebend ist, dass das Geldthema mich nicht mehr beschäftigen muß. Ich schätze auch nicht, dass ich nur am Strand liegen werde. Aber so viel arbeiten wie jetzt werde ich nicht mehr.

    @Herr W.:

    Tim hat im Grunde schon das richtige geschrieben. Wenn Du mit Einzelaktien starten möchtest und dich ggw. noch nicht auskennst, ist die Liste schon mal ganz hilfreich. Werte im Dax sind sicher auch ganz ordentlich. Eine Bilanz lesen zu können ist hilfreich und kein Hexenwerk. Die wichtigsten Kennzahlen solltest Du wissen. Was in deinen Überlegungen neben den ganzen Zahlen einfliessen sollte: Wie schätzt Du das Geschäftsmodell des Unternehmens ein, siehst Du es als zukunftsträchtig? Das kann man mit gutem Menschenverstand sehr gut überlegen, aber erwarte nicht, dass Du mit der Auswahl immer richtig liegen musst. Deshalb streuen und in erfolgreiche Unternehmen investieren. Nicht die Low-Performer wählen. Wenn ein Unternehmen z.B. 50 Jahre Dividende zahlen kann und sie auch die meiste Zeit gesteigert hat, dann macht das Unternehmen schon viel richtig. Am Anfang vielleicht mit langweiligeren Sachen beginnen. Christoph hat da mit den Namen gut vorgearbeitet. Ich habe davon auch einiges, was er so aufzählt.

     

  43. Lad

    @ Herr W. @

    Für immer, nur wegen Dividenden halte ich diese 17 Aktien. Ihre Dividenden können sich alle 8 oder 10 Jahre verdoppeln:

    BASF, BMW ST, AT&T, Johnson & Johnson, Procter & Gamble, Pfizer, United Technologies, Wells Fargo, Banco Bilbao, Banco Santander, Iberdrola, Telefonica SA, HSBC, Royal Dutch Shell A, Tesco, Sanofi, BHP Billiton.

  44. Christoph

    @Lad: hat es einen speziellen Grund wieso Du soviele Banken und Titel aus Spanien im Depot hast? Natürlich sind das auch Chancen, aber auch hohe Risiken. Momentan das gleiche mit Italien…

  45. Lad

    Spanische Banken Bilbao und Santander sind die einzigen, die nicht kriminell sind.

    Wegen Kriminalität werde ich aber gleich mit kleinem Gewinn (nicht mit Verlust) die Bankaktien von: Citigroup, Bank of America, Barclays, Royal Bank of Scotland (Lloyds Banking Group) verkaufen. Für immer behalte ich: Bilbao, Santander, HSBC, Wells Fargo. Andere Banken habe ich nicht.

    Berkshire Hathaway ist eine dumme Investition, weil keine Dividende.

  46. Christoph

    @Lad: Was meinst du denn bitte mit kriminell? Moralisch verwerflich?

    Denn wenn die kriminell wären, wären normalerweise schon Staatsanwaltschaft und Co hinter denen her.

    Berkshire ist eine Dumme Investition? Sorry aber diese Aussage ist um es mit deinen Worten zu sagen: Dumm.

    Schau dir an was diese Aktie für einen Kurs heute und welchen vor 30 Jahren hatte. Und natürlich zahlt die Dividende! Nur zahlt Berkshire diese eben nicht aus. Das ist der unterschied. Hat beides vor und Nachteile.

     

     

    @All. Hier ein schöner Artikel zum Thema Aktien vs Bargeld im Bezug auf Verlust und Dividenden: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/in-aktien-investieren-wie-dividenden-aus-9-000-eur-179-000-eur-machen-koennen_H1731299266_259545/

     

  47. Rainer

    Hallo Chrstioph,

    auch ich möchte gerne per Sparplan direkt in einzelne Aktien investieren. Eine Frage hierzu: Bei welchem Broker hast du die Sparpläne laufen? Wie hoch sind die Gebühren? Können die „Bruchstücke“ bei den Anteilen in irgendeiner Form Probleme machen? (bei Verkauf, Dividende…)? Passt du den Sparplan regelmäßig an, oder lässt du ihn stumpf laufen?

    @Tim oder alle Mitleser: Was hälst du von diesen Aktien-Sparplänen?

    Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

    Danke

  48. StefanGE

    Hallo zusammen,

    netter Artikel, aber leider leider in Deutschland und ich behaupte mal innerhalb der EU so nicht kopierbar.

    Die amerikanischen „Frührentner“ mit eigenen Blogs schaffen es als gutbezahlte Angestellte mit Steuertricks und sparsamen Leben ein Millionendepot aufzubauen. Das kann man hier bei uns komplett vergessen.

    Als Angestellter sind erstmal 35-50% deines Bruttos weg. PUNKT. Je nach Steuerklasse kann man hier und noch ein paar Euros rausholen, aber am Ende des Tages machen gerade in den unteren und mittleren Lohnklassen die Sozialabgaben den größeren Posten aus. Genau da kann man als Angestellter nicht einen einzigen Euro sparen.

    Die einzige Möglichkeit bei uns ist es, sich selbstständig zu machen.

    Ich kann mein Auto, mein Telefon, Computer, Handy, Internet und und und von der Steuer abziehen. Alles Kosten, die ein normaler Arbeitnehmer von seinem versteuerten Einkommen begleichen muss.

    Zudem muss ich nicht in die Rentenkasse einzahlen, was wiederum einige Freiheiten schafft.

    Gerade die Beiträge für die Rentenkasse sind für die Generation 1970 aufwärts rausgeschmissenes Geld und ich mache drei Kreuze, dass ich mein Geld effektiver einsetzen darf.

  49. Christoph

    Hallo Rainer,

     

    ich bin bei Consorsbank. Es gibt war auch bei Comdirekt usw aber bisher habe ich noch nirgends so ne große Auswahl wie bei Consors entdeckt.

    es gibt auch viele deutsche Aktien die man so kaufen kann, da muss man aber wegen dem Eintragen der Namensaktien aufpassen, kann man aber auch widersprechen.

    Bei consors zahlt man 1,5% auf die Sparrate.

    Man kann auch Sparpausen machen. Ich habe diesen Monat jetzt bei ein paar eine Pause gemacht, sonst versuche ich aber fast alle gleich zu lassen. So kaufe ich nicht so viele, wenn der Kurs hoch ist aber wenn der Kurs niedirg ist wieder mehr Anteile. Die Dividende bekommt man auf die kompletten Anteile. Also wenn du 9,56 Anteile zB hast bekommst du auch für die 9,56 die Dividende.

    Wenn man eine hohe Summe wie zB 1.000 für eine Aktie nimmt, lohnt es sich die normal zu kaufen wegen den Gebühren.
    Du kannst am 01. des Monats oder am 15 des Monats die Käufe tätigen. Und man kann eine % Steigerung/ anno einfügen wenn man da smöchte. Auch kann man quartalsweise kaufen wenn man das lieber möchte. Los gehts ab € 25,00

    Für mich ist der Vorteile einfach das ich nicht so extrem auf den Kurs schaue. Will ich zB Coca Cola kaufen und der Kurs hoch ist würde ich mich ärgern weil ich dann wenige für mein Geld bekommt.

    Und wenn er sehr niedrig ist, ich aber in dem Monat was anderes gekauft habe, dann würde ich mich auch ärgern. Ich will halt möglichst in viele Investieren und nicht nur in einem Jahr 12 Aktien kaufen können. Natürlich wird sich das irgendwann ändern und dann kaufe ich nicht mehr per Sparplan. Aber am Anfang finde ich das ne tolle Möglichkeit.

    Beim Verkauf müsste man, soweit ich weiß , keine Probleme haben. Hatte bei einem ETF auch Bruchstücke und es gab keine Probleme.

    Hier die Übersicht: https://www.consorsbank.de/content/dam/de-cb/editorial/PDF/Sparplaene/Aktien-Sparplan.pdf

  50. AlexanderAlexander

    @PIBE350

    Mir ist inzwischen auch egal, was andere sagen oder denken, daher mach so weiter, da lebt es sich vortrefflich.

     

    @Oliver

    Ist ja nicht mein einziges Depot 😉 Kann dir aber nur zustimmen, ab 200k und mehr Anlage macht es richtig Spass.

     

    @couponschneider, Tim

    Klar hat man die Million durch Wiederanlage wesentlich schneller, ich schrieb ja durch eigene Sparleistung wird es schwer bis unmöglich.

     

    @Herr W.

    Ich lese auch kaum Geschäftsberichte, zumal ich die amerikanischen nicht verstehe. Mir langt die Historie, das Verständnis für das Geschäftsmodel und ein paar Kennzahlen. Eine einfache Übersicht über G+V und Bilanz langen da vollkommen aus. Die wichtigste Frage für mich ist immer, stehen die Chancen gut, dass es die Firma in 30 Jahren noch geben könnte? Für den Anfang halte ich Sparpläne sogar für sehr gut. In der letzten Börse online müsste da eine Übersicht sein, welche Gebühren anfallen und ob Stückelungen möglich sind (am Bahnhof die letzten 3 Seiten durchblättern, ich glaube da war es gestanden 😉 ).

    Hätte ich 200 € im Monat, würde ich 4 Sparpläne á 50 € machen, um ein Gefühl für das Geschäft zu bekommen.

    Ein einfaches Bewertungsformular habe ich auf meiner Seite, damit arbeite ich.

    Ob es am Ende funktioniert, verrate ich euch in 10 Jahren^^

     

     

     

     

  51. Leon

    Mal ne doofe Frage:

    Die „Fire-Leute“ arbeiten mit steuerbefreiten US-Altersvorsorge-Varianten, die ja offiziell nicht vor 65 oder Rentenalter angefasst werden dürfen.

    Müssen die dann keine Strafsteuer zahlen, wenn die vorher dran gehen?

  52. Der Malachit

    @ Oliver

    Du schreibst und schreibst und dein Kommentar wird länger und länger. Und du hast recht; Wort für Wort würde ich dir beipflichten. Da die Dinge des Themas, unseres Themas, so komplex angelegt sind, greifen die Komponenten, die das frei Werden begünstigen, wie Zahnräder ineinander. Wenn man die Maschine ins Laufen bekommt, braucht man sich nur noch mit der Frage auseinander setzen, was man wirklich zum glücklich Sein braucht. Und genau an dieser Frage scheiden sich die Geister. Eine Verabsolutierung von reich, glücklich und frei gibt es nicht. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Jeder Mensch ist anders und so verwundert es nicht, dass dem einen die Freiheit und Unabhängigkeit so viel mehr wert ist, als der Schmerz, den er durch Stress im Hamsterrad eines Jobs ertragen müsste, dass er in einer Berghütte oder einem Tipi im Wald glücklicher ist, als in der firmennahen Mietwohnung. Ja, irgend jemand hat es wohl schon in seinem Beitrag gepostet. „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.“

    Ich kenne jemanden, der genau so angelegt ist. Er tut das, was ihm Spaß macht und verzichtet bewusst auf alles, was ihn einschränkend belastet. Geld interessiert ihn nicht und er ist sauglücklich dabei. Tja, so verschieden kann Freiheit aussehen.

    Obwohl ich diesen Geld verschlingenden Überkonsum kategorisch ablehne, könnte ich mit einer extrem spartanischen Lebensweise und HARTZ IV wahrscheinlich nicht so glücklich sein wie er. Tja, so unterschiedlich kann glücklich und frei aussehen.

    Der Malachit

  53. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ chaostrader

    Ja, das sture stetige Sparen via Aktienmarkt ist so simpel. Und ertragreich. Die Leute wollen halt nicht mit einfachen Methoden reich werden. Sie suchen sich lieber komplexe Produkte/Strategien, die schlauer klingen, als sie sind.

    Das einfachste ist echt ein Indexfonds. Stur jeden Monat Geld rein. Und das Dekaden durchziehen. Das ist rational. Das ist günstig. Aber das ist vielen zu langweilig. Hinzu kommt, dass viele Anleger unter einer Selbstüberschätzung leiden. Sie glauben, schlauer als der Rest zu sein. Ein weiteres Problem: Es fehlt den Menschen die Geduld.

     

    @ Leon

    Ja, das stimmt. Einen Gutteil des Vermögens haben diese Leute in Spezialdepots, die erst im Alter von 65 angetastet werden dürfen – ohne dass Strafgelder ans US-Finanzamt zu zahlen sind. Sie müssen also bis zum Rentenalter warten. Daneben haben sie aber auch ganz „normale“ Investments gemacht: Indexfonds, Haus vermietet, Dividendenaktien, Festgelder, sie betreiben Blogs, haben kleine Nebenjobs (Handwerkerarbeiten)… An dieses Geld können sie jederzeit ohne Strafen dran, weil das versteuertes Geld ist.

  54. chaostrader

    Die „Fire-Leute“ arbeiten mit steuerbefreiten US-Altersvorsorge-Varianten, die ja offiziell nicht vor 65 oder Rentenalter angefasst werden dürfen.

    Soweit ich weiß, 59,5 Jahre. Kann da aber auch was durcheinanderbringen.

    Müssen die dann keine Strafsteuer zahlen, wenn die vorher dran gehen?

    Eigentlich ja, aber es gibt Mittel und Wege, das darin geparkte Geld nach und nach zu „befreien“. So um die 20.000$ pro Jahr, steuerfrei. Gocurrycracker erklärt das in seinem Blog. Er ist sehr kreativ im Umgang mit der Steuer und schafft es, bei 100.000$ Einkommen nicht nur keine Steuern zu zahlen, sondern vom Finanzamt sogar noch Geld „zurückzuerhalten“. Einfach nur geil, wie er seine Steuern optimiert, jede noch so kleine Lücke ausnutzt (und dem Staat den Mittelfinger zeigt). Kann man alles detailliert bei ihm nachlesen, incl. Steuerformulare.

  55. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Rainer
    Aktiensparpläne sind grundsätzlich ok. Das regelmässige Sparen ist im Prinzip eine gute Sache. Nur ist die Streuung wichtig. Ein anderer Knackpunkt: Die recht hohen Kosten können problematisch sein. Günstiger kann ein Sparplan mit einem simplen Indexfonds (etwa S&P 500-Index) sein.

    @ chaostrader

    Ja, das stimmt.

    Das sins die 2 Grundregeln:
    1. Amerikaner DÜRFEN ab dem Alter von 59,5 Geld von den Rentendepots ziehen, ohne dafür bestraft zu werden.

    2. Ab dem Alter von 70,5 MÜSSEN sie ein klein wenig Geld aus dem Spezialdepot holen. Das will der Staat so.

    Wie Du zurechst sagst, gibt es neben den 2 Grundreglen etliche Wahlmöglichkeiten und Ausnahmeregeln:

    http://moneyover55.about.com/od/preretirementplanning/a/401k-Retirement-Age-55-59-1-2-Or-70-1-2-Different-Rules-Apply.htm

  56. Dani

    @Tim

    1,5% bei einem Aktien Sparplan finde ich aber im großen und ganzen, ganz in Ordnung! Oder siehst du das anders?

     

  57. fit und gesund

    sind mit den 1.5% nicht die Ordergebühren gemeint, hier kostet der S&P 500 TER 0.07%, das ist absolut günstig.

    Ich habe mit meinen Einzelaktien aus dem SMI kein Glück gehabt, bastle mir nun ein Weltportfolio mit EM und Small Caps, immer wieder was Anlegen, ruhen lassen und irgendwann ist es gut, Gut Ding will eben Weile haben.

    @Tim, heute hab ich nun endlich das Ere book runtergeladen, man muss das langsam und evtl. auch mehrfach lesen, sich Notizen machen, seine eigenen Gedanken, ein wie ich finde absolut gutes Buch, und ein relativ günstiger Lesegenuss für unterwegs, am See, auf dem Balkon, hab ja erst angefangen aber kann es kaum weglegen, spannender als mein Krimi!

    Bin fast sicher dass diese Fire-Bewegung auch noch zu uns rüberschwappen wird,

    wer das ernst nimmt, der wird ja nicht sofort unabhängig, frei oder was auch immer, entlang der Reise werden sich Ansichten ändern, was erst nach Verzicht aussehen mag, wird zur Selbstverständlichkeit, der Hartz4 ler weiss mit seiner Zeit nicht viel anzufangen, hat er nie gelernt, der liest ausser Bildzeitung vermutlich nicht viel, die Glotze Tag und Nacht an, aber der Fire-typ hat vielfältige Interessen, dem ist nicht langweilig, das ist eben der Unterschied.

  58. Pommes

    @Christoph

    Danke für den Tip mit dem Aktiensparplan. Eine kleine Frage, muss es 25€ pro Firma, oder der Sparbetrag 25€ sein. Oder andersrum gesagt: ich will in 30 Firmen investieren, müßte ich dafür 750€ (25*30)  als Sparplan anlegen, oder wäre das auch möglich mit z.B. 90€ pro Monat, dann würden 3€ auf jede Firma gehen?

    Besten Dank für den Hinweis, mir war bis jetzt nicht bekannt das es solche Möglichkeiten in Deutschland gibt!

    Wie sieht es mit der Dividende? Kann man dies wieder automatisch mit anlegen. Bsp. 6€ Dividende bekommen, diese werden im nächsten Monat automatisch reinvestiert. Um bei den obigen Bsp. zu bleiben, würden dann automatisch 96€ (90 Sparrate, 6 Dividende) investiert werden?

  59. K.

    @Pommes

    Also bei der comdirect sind es bei den Sparplänen 25 EUR pro Firma/Aktie/Fond/ETF. Ob Du dann 120 insgesamt oder 25 im Sparplan hast ist egal. Die Stückelung muss so sein, das pro Firma/Aktie/Fond/ETF mindestens 25 EUR anfallen.

    Maximalgesamtsumme pro(!) Sparplan ist glaube ich bei circa 500 EUR. Ab da (Mindestbetrag) kann man aber auch ETFs kaufen, die nicht im Sparplan erhältlich sind.
    Ob und was per Sparplan erhältlich ist entscheidet die Bank und manches wechselt immer wieder. Es gibt auch immer wieder Aktionen für bestimmte Produkte, so das man sich die Provision / Ausgabeaufschläge sparen kann. Aber diese sind sehr niedrig im Vergleich zu anderen (Filial)-Banken.

    Bei den anderen Direktbanken wird es ähnlich sein.

  60. Herr W.

    Vielen Dank für alle hier genannten Tipps. Es beruhigt mich doch, dass hier nicht nur studierte Betriebswirte investieren, die vorher jeden Geschäftsbericht seziert haben. Ansonsten tauchen gefühlt doch immer wieder die gleichen großen amerikanischen Unternehmen auf.

    Hier noch kurz, was meine bisherigen Gedanken im Lauf der letzten Wochen waren: Ich möchte auf jeden Fall gut gestreut – sowohl in Bezug auf Branchen als auch Währungen – anlegen und haben mir deswegen zuletzt einfach mal die Liste der Einzelwerte der weltweit bedeutenden Aktienindizes angeschaut und erstmal geguckt, welches Unternehmen kenne ich, was produziert es und gibt es das Produkt/Unternehmen auch in 20 Jahren noch. Ich habe dann ein wenig nach zu großen Überschneidungen in Bezug auf Branche und Währung aussortiert. Im nächsten Schritt hab ich mir die Dividendenhistorie angeschaut und auch einen Blick auf die aktuelle Div.-Rendite geworfen und so hat sich über die letzten Wochen eine Liste von ca. 20 potentiell interessanten Unternehmen gebildet. Mit dieser Liste hätte ich EUR, USD, GBP und CHF abgedeckt und auch ein breites Spektrum an Branchen abgebildet. In Bezug auf die Unternehmen muss ich mich jetzt mal noch an eine etwas detailliertere Analyse begeben. Auf der Suche bin ich noch nach einem Telekomunikationsdienstleister (Vodafone wäre interessant da sonst kaum Titel in GBP) und komplett blank ist bisher der Finanz-/Versicherungssektor und noch ein Logistik/Postunternehmen. Nicht abgedeckt habe ich bisher Japan (außer den Automobilherstellern kenne ich nur Canon…) . Russland und China scheiden meiner Meinung nach aus Gründen der politischen Stabilität aus. Wie ist hier die Meinung zu skandinavischen Aktien? Ich könnte mir der Streuung halber durchaus 1-2 Aktien aus den nordischen Ländern durchaus vorstellen.

     

     

    Vielleicht helfen diese Gedanken ja auch dem ein oder anderen weiter. Ich werde diesen Blog bestimmt weiter verfolgen und hoffentlich  in Zukunft dann auch mal Tipps und Erfahrungen weiter geben können.

     

  61. K.

    @Herr W.

    das klingt nach einer guten Taktik.

    Ich bin auch „fachfremd“ aber ich lese viele Blogs und Bücher dazu.

    Nachdem ich mir nicht dauernd viele Gedanken machen kann (am Anfang sehr viele was auch gut ist), habe ich mich aktuell für einen Teil ETFs nach eigenem Gusto (Dividenden) sowie Einzel-Value und Dividenden-Aktien entschieden. Bei den Aktien dann Marktführer und etablierte breitaufgestellte Unternehmen die schon lange ein gutes Geschäftsmodell verfolgen das zukunftsfähig ist z.B. weil es um Grundbedarf, Haushalt, Nahrungsmittel oder Gesundheit geht. Der Rest dann auch nach Marktführung und auch Dividendenhistorie und Rendite da gerade auf Dauer hier auch Aussagekraft drinsteckt (und Cashflow für mich).

    Das ganze gepaart mit Zeit, Durchhaltevermögen auch wenn die Buchwerte (Kurse ohne das ich Verkaufe) nach unten gehen  und später wieder steigen, ergibt einen schönen Zinseszinseffekt wenn ich die Dividenden sammle und wieder mehrmals im Jahr reinvestiere. Zusätzlich zu dem was ich aus meinem Einkommen dazugebe (sähe). 10 Jahre eher das gewusst zu haben wäre schön gewesen aber auch so kann noch viel rauskommen, trotz widriger Rahmenbedingungen in Deutschland. Gefühlt muss man sich hier sogar als Durchschnittsverdiener aus finanzieller Sicht zwischen Eigenheim und Kind entscheiden. Nachdem ich das Klumpenrisiko und den langen Kredit auf Kante genäht nicht mag, wird der Bausparer eher nur Zinsen bringen und dann einen Antrieb fürs Investement. Lieber Investment ohne Versicherung (mehrfach schlechte Riester-Renten-Erfahrung) über das ich selbst inkl. verschiedener zeitlicher Ziele oder flexiblen Anpassungen (zukünftige Lebenssituationen) bestimmen kann. Was daraus wird sehe ich in 10, 20 oder auch ggf. erst kurz vor der Rente je nachdem wie es läuft.

    Zusätzlich Konsum kritsch hinterfragen. Kein Minimalismus extrem aber Kosten einschränken und sinnvoll einkaufen. Wow was ich ohne Einschränkung oder negative Erlebnisse allein in drei Monaten an Sparpotenzial aufgetan habe, nachdem ich mich etwas mit Finanzen und vorallem mit den Renditegräbern Riester-und-Kapital-Versicherungen auseinandergesetzt habe. Das ich dann als Laie noch mehrere Fehler im Versicherungsvertrag finde, die der Versicherung bis dato nicht auffielen und die diesen noch zu meinen Ungunsten ändert war für mich das i-Tüpfelchen.

    Ein (weiterer:-) Blog inkl. Publikationen und weiterem User-Mehrwert dazu, zur Bildung und zur Dokumentation meiner Reelen-Aktivitäten (echtes Geld, kein Theorie-Musterdepot) folgen bald. Auch mit Angeboten für die Finanzbloggerszene um diese noch mehr zu verknüpfen und mehr Leute aufzuklären. Dauert aber noch ein paar Wochen und Monate, die Umsetzung und Etablierung geht nicht von jetzt auf gleich. Ähnlich wie beim Sparen, Investieren und Vermögen bilden.

  62. chaostrader

    Ihr mit euren Einzelaktien und dazu noch absolut USA-lastig… ich fürchte, einige hier könnten durchaus noch in ihrer Lebenszeit ihr blaues Wunder erleben.

    Erfolgreiches langfristiges Investieren ist simpel und stinkelangweilig. Weil es da einfach keinen Grund gibt, sich groß damit zu beschäftigen. Die drei Familien da oben haben es vorgemacht. Sparen was das Zeug hält, alle Kohle in einen oder mehrere Indexfonds schmeißen mit einer angemessenen Asset Allocation und fertig. Zur Rendite- und Risikoverbesserung wird noch einmal oder mehrmals im Jahr rebalanciert, gerne auch mit frischem Geld um Steuern zu vermeiden, und das wars auch schon. John Bogle, Vanguard, sogar Warren Buffett erzählen alles das Gleiche. Aber warum einfach wenns auch kompliziert geht. Man könnte ja vielleicht etwas Überrendite erwirtschaften… oder eben nicht.

    (Apropos Überrendite: Was macht eigentlich Zenny? Hat jemand mal ’n Link zu seinem Blog?)

  63. Mr W from whatlifecouldbe.eu

    Ich verfolge MMM und GCC seit einiger Zeit. Sind sehr inspirierend, aber nicht WEIL Sie es geschafft haben finanziell frei zus ein, inspirierend ist eher dass die sich ein Zeil gesetzt haben, sich informiert haben, sehr bewusst auf das Ziel konzentriert hingearbeitet haben. Das ist es.

    Man muss aber nicht nach USA schauen und sagen oh, das ist nur dort (so einfach) möglich. In Deutschland ist es absolut machbar sehr früh finanziell frei zu sein.

    Diese Blogger schreiben viel über ETFs/Indexing und beschreiben diese Art von Investment als „nobrainer“. Für mich ist der Aktienmarkt immer noch ein wenig Glückspiel. Würde nicht alles drauf setzen…und btw…es dauert einfach zu lange. Man braucht zu viel Kapital.

    Wir haben es letztes Jahr geschafft (rechnerisch) die finanzielle Freiheit zu erreichen, und das ohne Aktienmarkt. Wir sind 32 jahre alt und haben 2 Kinder. Wir haben zBsp OPM genutzt: „other people’s money“ und Immobilien gekauft. Daneben habe ich ein kleine Webseite gestartet was nach 2 Jahren unsere Kosten gedeckt hat und relativ passiv läuft.

    Was ich aus meiner Erfahrung sagen kann: was uns finanziell frei gemacht hat war nicht unser 9to5 Job oder unser Sparrate sondern das was wir in unsere Freizeit gemacht, gelernt, aufgebaut haben. Fokusiert auf Einkommen, Immobilien, Ausgaben, Investments und viele Excel Sheets.

    Das hat nicht nur riesen Spaß gemacht sondern wir haben auch extrem viel gelernt und wurden 9 Jahren nachdem wir mit ganz wenig Geld nach Deutschland gezogen sind finanziell frei.

     

  64. Patently Absurd

    Hallo Tim, Chaostrader:

    aus meiner Sicht ist es sehr gefährlich, den Leuten pauschal zu raten, dass 1) Sparen und Investieren in ETFs immer und zu jeder Zeit richtig ist und 2) ETFs immer und zu jeder Zeit langfristig gesehen Einzelinvestments schlagen werden.

    Solche oder ähnliche pauschalen Thesen wurden schon mehrfach in der Geschichte aufgestellt, früher war der Ratschlag zumindest in Deutschland eher, dass mal Immobilien kaufen soll und diese immer und zu jeder Zeit gute Rendite abwerfen und immer Wertsteigerungen unterliegen werden, dann wurde zur Sparsamkeit und Riesterrenten geraten. Zu erinnern wäre auch an die Zeit der Nifty Fifty in den USA (60er und 70er Jahre), in denen pauschal empfohlen wurde, Qualitätsaktien zu kaufen, da der Wert hier langfristig in den Himmel wachse.

    Es gibt leider keine einfachen Regeln, die immer und sicher zu Reichtum und Wohlstand führen. Wenn wir alle nur noch ETFs kaufen, dann wird es im Markt zu massiven Fehlbewertungen kommen und Einzelinvestments werden umso mehr Überrenditen ermöglichen, je höher diese Fehlbewertungen sind. Es sind jetzt schon in einigen Märkten im Bereich der Small Caps (z.B. in Japan), die bekanntlich wenig oder gar nicht über Indizes abgedeckt werden, erhebliche Fehlbewertungen festzustellen. Auch Warren Buffett beteiligt sich z.B. in Asien jenseits von Berkshire an solchen kleinen Unternehmen, und steht auf dem Standpunkt, dass dort Renditen von 50 % pro Jahr möglich sind.

    siehe: http://www.investingdaily.com/14787/how-to-make-50-per-year-in-the-stock-market/

    Auch die These, dass Aktien immer und zu jeder Zeit andere Investments schlagen werden, halte ich für widerlegbar. Investements in Sachwerte, wie z.B. Aktien, verlangen grundsätzlich Sachverstand, der dahingehend Niederschlag finden sollte, dass der richtige Preis für den richtigen Wert bezahlt wird. Wer einen beliebigen Preis für eine beliebige Aktie oder ETF nur um des Investments wegen zu zahlen bereit ist, geht damit ein erhebliches Risiko ein, eine spekulative Überbewertung im Markt oder im Einzelinvestment zu übersehen.

     

  65. chaostrader

    Das ist so ziemlicher Quatsch, P.A.

    Natürlich kann es mal ein Jahrzehnt geben, wo Aktien bescheiden laufen. Aber wie ich in den letzten Tagen mehrfach gezeigt habe, ist Volatilität am Aktienmarkt ein Geschenk für den Investor, denn erst dadurch bekommt das Depot den richtigen Schub. Nimm noch 2 oder drei wenig korrelierende Anlageklassen dazu, halte dich an die Asset Allocation, spare stur und blind und rebalanciere den ganzen Mist regelmäßig und man macht sogar noch in absolut flachen , nicht steigenden Märkten einen ordentliche Rendite.

    Und dann hat man noch nicht mal so halbaktive Investmentstrategien wie Dual Momentum betrachtet, die einem die dicksten Abschwünge ersparen.

    Investements in Sachwerte, wie z.B. Aktien, verlangen grundsätzlich Sachverstand, der dahingehend Niederschlag finden sollte, dass der richtige Preis für den richtigen Wert bezahlt wird.

    Und warum propagiert ihr hier dann Stockpicking und Dividendenstrategie in einem absolut überbewerteten Markt wie den USA? Auf einen langen Zeitraum betrachtet recht riskant.

  66. Vali

    chaostrader mit deinen ETFs 😉 Deine ETFs haben mehr USA drin, als du ahnst 😉

    Wenn ich die Volatilität gut aushalten kann und die dicksten Abschwünge zum Kaufen nutze, dann brauchen sie mir nicht durch „verwaschene“ ETFs erspart bleiben. Im Gegenteil. Ich freue mich, wenn ich die rohe Substanz des Unternehmens Kaufe im dicken Minus – seine Aktie und nicht die Suppe damit 😉

    Dass Warren Buffet Indexfonds für alle empfiehlt, ist klar – kauf dir Berkshire Hathaway :-). Er selbst, hält Aktien, wofür ich ihn bewundere!!! Er macht es genau richtig!

    J. Bogle hat auch erst mal Aktien gekauft, bevor er daraus einen eigenen ETF gebaut hat.

    So mache ich es auch und habe an die 58 Werte;-). Die bilden ihren eigenen ETF, der sich splittet, monatlich steigende Dividenden ausschüttet und gelegentlich aufgekauft wird+Sonderdividenden! Ich kaufe schon ab 500 Euro für 4,95€ Ordergebühr. Das ist max. 1%. Und dies einmalig!

    Mein Nikkei-ETF-Sparplan schmiert ab. Erstens habe ich den erst seit 2016, aber ansonsten wird „nur“ am 1. des Monats eingekauft zum beliebigen Preis. Ich kann nicht mal annähernd Timing betreiben. Das ist pures Glück wie sein Preis am 1. ist.

    Noch dazu muss ich mich beim Sparplan jedes Mal auf den Preis verlassen, den mir der Broker bietet (Spread etc.) – jeden Monat!!!. Ich habe das Gefühl, dass ich da eben monatlich vera…scht werden kann. Dazu die Gebühr jährlich.

    Und was im ETF drin ist – das kann ich eben nicht beeinflussen. Bei der Auswahl der Aktien in meinen Depot eindeutig.

    ETFs sind wirklich für Leute, die gern die Fertigsuppen kaufen – schnell und unkompliziert irgendwas essen, weil sie keine Zeit haben oder keine Lust. Was drin ist, sieht nur auf dem Foto gut aus und ob es gesund ist, sieht man erst nach langer Zeit 😉

    @Patently Absurd , gebe ich dir recht! Außer bei Immobilien – sie gehören für mich dazu und sind eine substanzielle, renditewürdige Anlage! Aber das hatten wir auch erst kürzlich…

  67. Christoph

    @Patently: ich habe oben einen Link gepostet: da sieht man das Aktien auf Dauer immer das beste sind, Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Klar wer sich einen Picasso kauft der kann den in 20 Jahren mit noch höherem Gewinn verkaufen. Aber es geht ja um die Maße.

     

    @Pommes: Es müssen €25/ Aktie/ EF sein. Wenn es weniger wäre, dann wird das mit den Anteilen auch wirklich sehr niedrig. Bei Consors gehen auch höhere Beträge zum Sparen, aber das macht wegen den Gebühren irgendwann keinen Sinn. Selbst 3.000 würden gehen.

    Reinvest geht leider nicht. in Den USA kann man mit einem US Konto direkt bei Coca Cola usw investieren.

    Ob ETF oder Einzelatkien muss jeder selbst wissen. Hat beides Vor und Nachteile. Ich bevorzuge Einzelne, denn da ist die Schüttung höher. Und ich kann das wählen was ich will.

    Weiss jemand was passiert wenn ein ETF Pleite geht? Dann sind alle Anteile wertlos oder? Kam neulich in den USA vor.

     

  68. Rainer

    @alle

    danke für die Infos

    @Vali

    „Ich kaufe schon ab 500 Euro für 4,95€ Ordergebühr. Das ist max. 1%. Und dies einmalig!“

    Darf ich fragen, bei welchem Broker zu kaufst? Hört sich sehr interessant an. Aktuell kaufe ich meine ETF-Anteile bei der ING-Diba (über 500,- keine Gebühren). Zudem würden mich deine Werte sehr interessieren. Kannst du uns hier einmal einen Einblick geben?

    Danke + Gruß

  69. Vali

    Rainer, ich habe zwei Depots – ein altes bei der DKB, die ich nicht empfehlen würde und ein neueres bei der DAB.

    Im ersten Jahr bietet die DAB 20 Freetrades ((0€ Gebühr) auf ausgewählte USA-Aktien (CocaCola, McDonalds, Microsoft, Amazon, Apple, Alphabet, Intel, Cisco, Pfizer u.a., DAX und MDAX-Werte ), die ich alle genutzt habe. Ab da kostet es 4,95€ beim DAB-Bestpreis. Sonderwünsche kosten auch mehr (z.B. ausländische Börsenplätze).

    Meine Werte möchte ich nicht hier alle posten, da ich einige nicht empfehlen würde 😉 – waren ein Versuch wert, zahlen dicke Dividende, aber für Kurssteigerungsfans sind sie ein Gräuel, wie z.B. TAL – mein dickster Minus.

    Aber hier meine Lieblinge und stärkste Werte sind :

    Die oben +  Altria Group, AT&T, Allianz, American Water Works, Kraftheinz, EliLilly,  Glaxosmith, Verizon, Realty Income, OHI, HCP, PG, MüRück, Unilever, Nestle, Mondelez, Pepsico, Genl.Mills, Archer Daniels Midland, Hormelfoods, Gilead, Main Street Capital, Prospect Capital,  BP, Royal Shell, Total, Chevron, Siemens, Deutsche Post, BASF, Bank Nova Scotia, Australian National Bank+CYBG Spinoff davon u.a.

    Du siehst, es ist alles mögl. dabei und die Wunschliste ist noch groß. JNJ habe ich immer noch nicht z.B….

    Die letzte Jahresdividende war gesamt netto über 4000 Euro, die ich wieder „re“investiert habe, aber manuell ;-).

    Lieben Gruß und viel Spaß beim Investieren 🙂

     

  70. chaostrader

    chaostrader mit deinen ETFs ? Deine ETFs haben mehr USA drin, als du ahnst ?

     

    Genau, vor allem die Emerging Markets sind voll davon!!einself! Und mein Athex erst, Amiland PUR!

    Nee ernsthaft, steht ja drauf was drin ist, wie bei Tütchensuppe. Und irgendwie scheint die nahrhaft zu sein, die drei Jungs da oben im Eingangsposting habens ja auch so gemacht.

    Weiss jemand was passiert wenn ein ETF Pleite geht? Dann sind alle Anteile wertlos oder?

    Nennt sich Sondervermögen. Wenn deine Sparkasse dicht macht, wird dein Sparbuch ja auch nicht plötzlich wertlos, oder?

  71. Anna

    @ Vali

    Du holst mich ein. Habe mir heute wieder Fuchs gekauft, aber diesmal die Stämme.

  72. chaostrader

    Mein Nikkei-ETF-Sparplan schmiert ab. Erstens habe ich den erst seit 2016, aber ansonsten wird „nur“ am 1. des Monats eingekauft zum beliebigen Preis. Ich kann nicht mal annähernd Timing betreiben. Das ist pures Glück wie sein Preis am 1. ist.

    1. Was willste denn damit?
    2. Das ist der ganze Sinn von „Dollar cost averaging“, einfach stur kaufen.

    Noch dazu muss ich mich beim Sparplan jedes Mal auf den Preis verlassen, den mir der Broker bietet (Spread etc.) – jeden Monat!!!.Ich habe das Gefühl, dass ich da eben monatlich vera…scht werden kann. Dazu die Gebühr jährlich.

    3. Dann mach doch nicht so einen Schrott. Wir kaufen USA und nehmen noch 10% Nikkei dazu und sind dann sinnvoll diversifiziert? Und auch noch auf Sparplan, da halte ich eh nix von.

    > Und was im ETF drin ist – das kann ich eben nicht beeinflussen. Bei der Auswahl der Aktien in meinen Depot eindeutig.

    4. Es steht auf der Tüte drauf. Wie bei Fertigsuppe.

  73. O.T.

    ETFs sind für mich ein typisches „Versicherungsprodukt“. Man hat alles, fährt (angeblich) nie schlechter als der Markt (natürlich auch nie besser).
    Ich mißtraue zutiefst diesem Hype der seit ein paar Jahren um ETFs gemacht wird. Davor war ein Hype in Schiffsfonds, davor schon einmal in Immo-AGs …, lange davor in Tulpenzwiebel …

    Man muß immer bedenken das die meisten ETFs hierzulande nach 2007/08 aufgelegt wurden, also noch keinen einzigen Crash überlebt haben – nur ein paar prominente ETFs aus den USA gibt es schon länger.

    Wer auf der Suche nach einem günstigen Broker ist, sollte DEGIRO nicht vergessen. Kauf von amerik. Aktien ab 0,50 EUR, von europäischen ab 2,00 EUR. Klare und einfache Benutzeroberfläche, incl. Wertpapierleihe etc.

     

     

  74. Christoph

    Chaostrader: aber gibt es da auch einen Einlagensicherungsfonds?

     

    Im Prinzip hält man ja nicht die Anteile an den einzelnen Firmen sondern nur Anteile von zB Blackrock ETF 1

    geht Blackrock Pleite so rutscht sicherlich der ETF auch in den Keller. Bekommt man dann die Anteile die Blackrock an den Unternehmen besaß ?

    Denn den genauen Wert der Anteile kann man sicher schwer ermitteln. Zu welchem Zeitpunkt zB..

     

    Bei den Depots sollte man auch immer schauen ob die Dividendengutschriften etwas kosten. Manche berechnen da was dafür!

  75. Vali

    Ah, chaostrader, und du denkst mit der Athex-Diversifikation kannst du dich ruhig schlafen legen ?! 😉

    19,44% Coca Cola HBC hat natürlich  nichts mit Amiland zu tun… 😉 (wobei dies der einzige Wert ist, dem ich mein Geld anvertrauen würde) und der Rest sind Pleitekandidaten wie die Pireus Bank, Alpha Bank, und andere nette Banken 😉

    Und die Millionäre oben haben auch den Athex-ETF? Wenn du vergleichst, dann richtig! Die hatten zuerst Immobilien.

    Mein Nikkei-ETF hat gerade einen Wert von 150 Euro (der geringste im Depot) – an die 0,1% . Dem gebe ich evtl. noch 1 Jahr. Japanische Aktien wollte ich nicht direkt. Ja, Sparpläne sind nichts für mich  – man zahlt den Spread monatlich mit. Bei ETFs noch die Gebühren jährlich.

    Ich habe USA, GB, Kanada, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Australien, und was aus Niederland. Eben nur die besten 😉

    In Griechenland würde ich nicht investieren. Ich kenne die Ecke. Und habe keine Lust mein Erspartes korrupten Bananenländern anzuvertrauen.

    Aber, jeder wie er es mag 🙂 Trotztdem – viel Glück mit deiner Wahl!

    @Anna, super Wahl! Viel Glück!

    @O.T., sehe ich auch so? Muss man auf Dividenden bei DeGiro nicht Gebühren zahlen? „Dividenden-Verarbeitung 1 EUR plus 3 % der Dividende (höchstens 10 %).“  Oder lese ich es falsch?

     

  76. O.T.

    @Christoph

    Die Wertpapiere in denen ein ETF investiert ist, werden als Sondervermögen geführt. Definitionsgemäß sollte man also vor Verlust geschützt sein.

    Betrügereien sind natürlich davon ausgenommen, wie auch bei jedem anderen Broker/Firma etc.

    Keiner kann jedoch im vorhinein sagen wie lange das auseinanderdividieren der Anteile dauert, aber ist eben normales Risiko der digitalen/wirklichen Welt. Nur Bargeld ist sicher … oder auch nicht.

    Die einzige Spesenfalle bei DEGIRO ist bisher, das einmal jährlich 10 EUR fällig für das Umtauschen von USD/CAD/GBP/NOK etc. auf EUR werden. Bei Captrader kostet das 3,49 EUR je Trade bzw. je Währungsumtausch. Wobei ich der Umrechnung nie wirklich folgen konnte, da immer ein paar Tage später nochmals ein paar Cents fällig oder gutgeschrieben wurden …

    @Vali

    Das bezieht sich nur auf das Margin-Konto. Wenn Du short/long in CFDs bist bekommst/zahlst Du die Dividenden, dann werden diese Spesen berechnet.

    Bei normalen Aktienpositionenen/Dividenden werden keine Spesen oder Umrechnungsspesen verrechnet.

  77. Christoph

    @O.T: was heißt denn Auswahl Aktiendividene: 7,50/ Dividene?

    Das interpretiere ich so, dass man pro Dividendeneinnahme 7,50 berechnet bekommt?!

  78. chaostrader

    Vali, du Wunderblume 😉

    Der Athex war als Scherz gemeint. Aber mal ernsthaft, der wäre auf lange Sicht gesehen vermutlich gar nicht so schlecht, nennt sich antizyklisches Investieren, kauf den Mist wenn er billich ist und nicht bei einem Shiller-PE von 25 wie deine Ami-Titel. Der Athex ist in den letzten Jahren 95% gen Süden gerauscht. Wann einsteigen wenn nicht jetzt?

    Und die Millionäre oben haben auch den Athex-ETF?

    Ne, die haben Vanguard, und da ist auch Athex-Mist drin, irgendwo abgeheftet unter > International>Emerging Markets.

    Wenn du vergleichst, dann richtig! Die hatten zuerst Immobilien.

    Sicher? Ich nicht. Auf jeden Fall hattense nich München-Innenstadt.

    Ich habe USA, GB, Kanada, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Australien, und was aus Niederland. Eben nur die besten

    Na ist doch schön. Und weisste was? Ich hab jeden deiner Titel auch, und noch viel mehr!!1elf!

  79. chaostrader

    Oooh, der Zenny hat ja schon fett Reibach gemacht:
    Gesamtentwicklung 01.01.2016 – 31.03.2016
    Kursrendite Dividendenrendite Gesamtrendite SPI
    +23,5%      +14,9%            37,9%         14,2%
    [/neidisch]

  80. Christoph

    @Chaos: Aber das ist nur ein Musterdepot! Wenn es wirklich das eigene Geld ist, dann sieht die Sache meist anders aus weil man sicher keinen großen Verlust haben will. Bei einem Musterdepot isses wurscht^

     

  81. Vali

    O.T. – danke 🙂

    chaostrader, auch so, ja dann brauche ich deine Posts gar nicht ernst nehmen… 😉

  82. Christoph

    @Vali: Habe gestern über Dich nachgedacht ;o)

    Du meintest doch Realty Income wäre dir zu teuer. Auf was bezogen?

    Wenn man jetzt nur die Dividendenrendite anschaut ist das noch immer besser als bei Coca Cola.

     

  83. Vali

    @Christoph, danke 😉

    Realty Income wäre mir jetzt zu teuer zum „Nachkaufen“, weil sie in meinem Depot ordentlich im Plus ist.

    Das habe ich neulich bei HCP wieder getan, weil sie günstiger war. Und bei OHI.

    Wenn ich Realty Income noch gar nicht hätte, wäre ich eher gestern als heute mit dem Kauf dran 😉

    Ich mag die Firma sehr!!!

  84. Christoph

    Ah jetzt verstehe ich dich. Ja ich habe bei 42,00 gedacht die musst du kaufen und schwups immer gestiegen.

    Hoffe im Juni klappt es dann  endlich

  85. O.T.

    @Christoph

    Die 7,50 beziehen sich auf eine Eilüberweisung.

    Da ich ein Depot bei DEGIRO habe, weiß ich das keine Spesen für Dividenden anfallen. Außer den einmal jährlichen 10 EUR für Fremdwährungen und den normalen Tradingspesen (0,50+ 2,00+) fallen keine Spesen an.

    Die (vielleicht) negativen Seiten sind: Niederländischer Broker, daher wird nur die Quellensteuer abgezogen, den Rest muß man selbst versteuern. Für die Teilnahme an Hauptversammlungen wollen die tatsächlich 100+ EUR. Die Niederländer haben’s nicht so mit Papierkram – daher gibt es nur im März eine Aufstellung aller Trades, aller Dividenden und die gezahlten Steuern auf PDF, sonst muß man sich selbst eine CSV-Datei holen oder „online“ schauen was sich da so tut.

  86. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patently Absurd

    Sparen über den Aktienmarkt ist sehr rentabel. Man braucht aber lange Zeit. Je stetiger jemand spart, desto besser. Im Idealfall gibt man jeden Monat in ein ETF oder Indexfonds Geld hinein. Und wartet 3 bis 4 Dekaden (oder länger) ab. Mit der Zeit sinkt das Risiko und die Rendite nimmt zu. Ich habe schon mehrfach beschrieben, wie wichtig die Zeit ist. Genau diesen Faktor unterschätzen ja gerne Anleger. Wer früh mit kleinen Beträgen anfängt, kann durch den Zinseszinseffekt viele Anleger überholen, die später beginnen, aber deutlich größere Summen einsetzen.

    http://timschaefermedia.com/behalten-sie-mindestens-zehn-jahre-ihre-aktien/

    Geduld ist nicht absurd wie Dein Alias-Name zum Ausdruck bringen will, sondern rational.

  87. Patently Absurd

    @Tim:

    Ich stimme dir ja in fast allen deinen Aussagen zu 100 % zu. Was das Börsenleben angeht bin ich aber ein großer Fan von Inversion (propagiert von C. Munger und W. Buffett; http://amarginofsafety.com/2011/01/09/456/). Ich würde deshalb eine Aussage wie „Aktien schlagen immer andere Anlageformen“ immer hinterfragen wollen.

    Von ETF halte ich nichts. Dies ist bei mir eher eine Religionsfrage, denn, dass man mit ETFs gute Renditen erwirtschaften kann, kann ich kaum ernsthaft in Frage stellen wollen. Deinen Idealfall würde ich aber dahingehend ergänzen wollen, dass es zumindest genausogut ist, wenn man jeden Monat in ein Portfolio sorgfältig ausgewählter (und günstiger) Aktien investiert – und 3 bis 4 Dekaden (oder länger) abwartet.

    Also konkret: wie risikoreich ist es, wenn man in seinem Depot zu 20 % McDonalds-Aktien hält und über einen Zeitraum von 20 Jahre hinweg regelmäßig nachinvestiert? Die Chancen liegen gar nicht schlecht, dass das Unternehmen weiterhin rasant wächst, insbesondere in Asien, und der Investor mit einer solchen Strategie alle Indizes weit hinter sich lässt.

    Mein sportlicher Ehrgeiz ist es, langfristig bessere Renditen zu erwirtschaften, als der Gesamtmarkt. Mir ist klar, dass dies schwierig ist, da sich viele Investoren intensiv Gedanken über ihre Investments machen (viele large caps sind völlig fair bewertet), und häufiges Traden drückt bekanntlich die Renditen. Völlig unmöglich ist es jedoch nicht, wie im Übrigen nicht nur das Beispiel W. Buffett zeigt, sondern auch vor ihm, mit ihm und voraussichtlich nach ihm eine ganze Anzahl von Investoren, die allesamt ETFs für sich persönlich ablehnen.

  88. Patently Absurd

    P.S.: Ein anderer Aspekt ist für mich auch der der Marktdestabilisierung durch die wachsende Anzahl und hohen Volumina an emittierten ETFs: je mehr Investoren ausschließlich über ETFs investieren und sich keine Gedanken mehr über den inneren Wert von Einzelunternehmen machen, desto größer werden die Ausschläge in Richtung überbewerteter und unterbewerteter Aktien.

    Ein Bus, der nur noch mit Mitfahrern besetzt ist, kommt spätestens dann von der Fahrbahn ab, wenn der letzte denkende Fahrer ausgestiegen ist.

    Zugegeben: im Moment gibt es noch eine ausreichende Anzahl an Investoren, die sich intensiv Gedanken machen…

  89. Pommes

    @Christoph und K.,

    besten Dank für die weiteren Informationen. Ich werde mich mal bei der Consorsbank weiter  erkundigen, das hört sich für mich okay an (comdirekt fand ich nicht so überzeugend im Vergleich zur Consorsbank).  Ich mag halt Einzelaktion und Etf’s. Momentan wären aber nur ein paar hundert Euro pro Monat über, für die Einzelaktien und da gefällt mir das eigentlich ganz gut gleich gestreut in mehrere Einzeltitel zu gehen. Die 1.5% kosten sind natürlich ein Tick höher als sonst, aber was solls, es ist ein einmaliger Aufschlag auf den Kaufpreis und man muss nicht 3 Jahre warten bis man die meisten Werte im Depot hat die man so haben möchte.

  90. chaostrader

    Na überleg mal, alle würden nur noch nach ausgeschütteten, stetig steigenden Dividenden kaufen, egal ob die Firmen überhaupt noch so viel Wachstumspotential haben oder nicht…

    Oder plötzlich würde ganz Deutschland dieLVs, Riesters und Bausparverträge kündigen und nur noch in Aktien investieren!

  91. Philipp

    Hallo Tim,

    mit einem Blog sein Geld zu verdienen ist natürlich sehr attraktiv. Ich finde gut, dass du deutlich machst, dass ein Blog viel Arbeit bedeutet.

    Ein Blogger hat mehr Arbeit als ein „normaler“ Arbeitnehmer.

    MFG Philipp

  92. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patently Absurd

    Gut. Die einen kaufen ETFs. Die anderen Einzelaktien. Beides geht. Beides ist weise. Für beides ist Geduld wichtig (wegen dem Zinseszins). Es geht im Kern um Selbstdisziplin. Ums Durchhalten. Es ist letzten Endes eine Frage der Motivation.

    Langfristig übertreffen Aktien andere Assetklassen. Dazu gibt es unzählige Studien. Diese Studie zeigt auf Seite 7 gut die Überlegenheit von Aktien gegenüber anderen Assetklassen (Immobilien, Staatsanleihen, Rohstoffe):

    http://www.thornburginvestments.com/pdfs/th1401.pdf

    Natürlich ist das ein langfristiger Schnitt. Es gibt logischerweise Ausnahmefälle, Glücktreffer, Zufälle, schlaue Schachzüge.

    Ja, jemand kann mit einer Wohnung eine höhere Rendite als mit Aktien erzielen. Es hängt vom Einzelfall ab.

    Zu Deiner Aussage mit McDonald’s: Die Restaurant-Aktie kann gut laufen, muss aber nicht.

    Microsoft/Amazon/Google/Facaebook/Netflix können besser als McDonald’s in den kommenden 10 Jahren abschneiden, oder umgekehrt. Wir können endlos drüber diskutieren. Wir wissen es nicht. Erst hinterher.

    Es ist wie die Diskussion, ob Mieten oder Kaufen von Immos besser ist. Es ist eine Glaubensfrage. Es gibt so viele Faktoren, die reinspielen. Viele Faktoren sind auf einer individuellen Basis zu betrachten. Dieser Professor fasst das Dilemma Mieten versus Kaufen gut zusammen:

    https://www.youtube.com/watch?v=aKmLFmdqGkE

    Fazit: Ganz generel kann man sagen, IM SCHNITT sind Aktien langfristig die beste Asset-Klasse.

  93. Rainer

    @Tim und @alle

     

    Hallo,

    einerseits möchte ich in dividendenstarke Unternehmen (…cash flow) investieren, andererseits scheue ich das Investment in Einzeltitel. Was haltet ihr generell von Dividenden-ETF bzw. Fonds?

    Danke vielmals im voraus.

     

  94. chaostrader

    @ Rainer,

    nicht viel, da man sich damit wieder auf die selben wenigen Firmen aus den üblichen Regionen konzentriert, die in der Vergangenheit zwar dick Kohle ausgeschüttet haben, man aber nicht sicher sein kann, dass das auch weiterhin so sein wird.

    Die nächste Frage ist halt noch, ob und in welchem Maße diese Fonds einem die Arbeit mit der Steuer abnehmen können, oder ob alles wieder an einem selbst hängen bleibt.

    Aber trotzdem ist man damit wahrscheinlich besser investiert als 90% der restlichen Bevölkerung.

  95. Patently Absurd

    @chaostrader:

    Einen Pokal für die bestmögliche Antwort! Mit weniger Worten hätte man die Frage nicht umfassender beantworten können.

  96. Leon

    @Rainer

    etf`s, Einzelaktien, Dividenden…. vieles ist ein wenig Glaubensfrage.

    Bei den etf`s würde ich mir die Konstruktion (höchste Div-Rendite, Aristokraten etc., physisch replizierend, sampling, synthetisch, Indexanbieter etc.) ansehen, das Volumen, die TER, die steuerliche Komponente (Domizil Deutschland ist steuereinfach (ISIN-DE ist nicht verlässlich!), Domizil Irland hat Quellensteuer-Vorteile bei in US-investierenden etf`s usw.

    In der Vergangenheit haben Dividenden-Strategien (egal ob etf oder einzelne Aktien) mit Value-Strategien korreliert und häufig ein wenig mehr gebracht als eine Growth-Strategie (die letzten ca. 8 Jahre war/ist eine Periode wo Growth und Amerika besser lief)…

    Die Zukunft ist ungewiss.

    Ein wenig selber den Kopf einschalten!

    Den Empfehlungen helfen einem nur dann weiter, wenn man sich auch selber mit dem Thema auseinandersetzt und nach bestem Wissen und Gewissen dabei bleiben kann!

    PS: Bei mir persönlich sind die Dividenden-Strategien nur zu ca. 1/5 gewichtet.

    Andere finden 100 % das Optimum.

    Was für Dich und Deine individuelle Lebenssituation das Beste ist, musst Du selber mit Büchern, Erfahrung und Disziplin herausfinden.

  97. DivSky

    @Vali,

    der Vergleich des Jahres 2016 mit ETF = Fertigsuppen 🙂

    Und wegen TAL mach Dir mal gar keine Sorgen. Mit der anstehenden Fusion soll es eine extra Dividende geben und sind dann hinterher Marktführer. Einfach halten und über die Dividenden freuen. Manchmal müssen Aktien gar nicht performen. sondern nur die Aufgabe der regelmäßigen Dividendenauszahlung erfüllen.

     

    @Fit und Gesund,

    welche Titel im Small CAP oder Mid CAP Bereich schlummern denn bei Dir im Depot?

    @Herr W.

    ich bin bei der Consorsbank und nutze auch die Sparpläne. Ist ein gute Sache um erstmal mit kleinen Beträgen anzufangen und auch diesen späteren Effekt des Dividendenstroms zu erlernen. Da spielt auch die 1,5 % Gebühr pro Ausführung fast gar keine Rolle.

    Oder man hat 1000 Euro jeden Monat zur Vefügung und tätigt wie so viele andere einen Monatskauf.

    Was absolut wichtig ist, ist nur meine Meinung, ist die Diversifikation und Risikominimierung. Diese Woerter  stehen  vor Kennzahlen und Dividendenhistory usw. an erster Stelle. Ich weiß nicht ob meine Strategie in den nächsten Jahren aufgehen wird, aber unsere Vali macht das ja mit 58 Titeln vor. Ich versuche nicht mehr als 4000 Euro pro Aktie (inkl. Nachkauf um den Einstandspreis zu mindern) zu investieren und baue mir einen Korb von 75-100 Unternehmen. Falls dann mal ein oder zwei Unternehmen als Dividendenzahler ausfallen, sind dann immer noch genug Unternehmen im Korb, die Dividende zahlen und das auffangen. Die reinvestierten Dividenden und Anzahl der Unternehmen im Depot mindern das Risiko. Schwierig ist erstmal eine gewisse Anzahl an Dividendenunternehmen im Depot zu haben, damit es mit der reinvestierten Dividende funktioniert.

    Aktien aus CH würde ich erstmal meiden, aufgrund der Quellensteuer. USA, GB, BRD, Bermudas,  Australien und Kanada würde ich erstmal bevorzugen.

     

     

     

     

     

     

     

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