Warum sich der Central Park in der Mitte Manhattans befindet


New York, 28. März 2009

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Heute Morgen joggte ich mal wieder durch den Central Park. Das mache ich jede Woche. Eine Straße umrundet den Park. Es ist eine sehr schöne Strecke. Exakt sechs Meilen beziehungsweise zehn Kilometer sind es. Ich brauche dafür 40 bis 45 Minuten. Es ist ruhig. Keine Autos. Kein Stress. Nur ein paar Spaziergänger und Rennradfahrer. Und natürlich Jogger.
Der Park entstand in den 1840er und 1850er Jahren. Seinerzeit suchte die Industrie die Weltstadt heim. Entlang des Hudson und East Rivers reihte sich eine Fabrik an die andere. Die einstige Hauptstadt der USA war gezeichnet von Umweltverschmutzung, Dreck und Gestank. Das Flusswasser glich einer giftigen Brühe. So entstand die Idee, eine grüne Oase in der Stadtmitte zu schaffen. Die Stadtoberen kauften Land zusammen und schafften einen herrlichen Park. 40 Brücken befinden sich dort. Jede hat eine eigene Architektur. Die Brücken waren für die vielen Wege nötig. Für Reiter, Kutscher und Fußgänger wurde jeweils eine eigene Strecke geschaffen. Die Wege kreuzen sich nicht. So konnte sich jeder auf seine Art von dem Stress in der Metropole erholen. Etliche Seen entstanden zudem. Um den Verkehr nicht durch den Park führen zu müssen, hatten die cleveren Architekten eine Idee: Sie bauten Tunnels, so kann der Verkehr unter dem Park hindurch fließen – ohne jemanden zu stören.
Wenn Sie im Park sind, werden Sie bemerken, dass die Häuser ringsherum auf einem höheren Niveau stehen. Sprich der Park liegt etwas tiefer als die Stadt. So bekommen Sie weniger von dem Lärm mit. Ein kompliziertes Drainagesystem befreit den Park von überflüssigem Regenwasser. Die New Yorker lieben ihren zentral gelegenen Park. Dem Beispiel in New York folgten viele amerikanische Großstädte. Sie schufen grüne Lungen für die Bevölkerung.
Ich empfehle ebenfalls, entlang des Hudson Rivers zu joggen. Dort lassen die Stadtoberen seit vielen Jahren einen neuen Park entstehen. Wenn Sie darauf achten, werden Sie die ein oder andere Hinterlassenschaft aus dem Zeitalter der Industrialisierung entdecken. Einfach herrlich!


tim schaefer (Author)

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