Warum die Börse so wichtig für die Altersvorsorge ist: Alle 10 Jahre verdoppelt sich Dein Geld


New York, 5. Mai 2017

Konzert am Broadway in New York. Die Karte kostet über 100 Dollar. Wer nicht frühzeitig spart und clever investiert, wird im Alter eher kein Geld haben, um solche Events besuchen zu können.


Konsumenten glauben, ihren Stress mit Konsum besiegen zu können. Im ersten Moment mag sich der Konsument nach dem Kauf gut fühlen. Aber schnell treten die Schuldgefühle ein. Ja, Zeug kannst Du kaufen, aber keine Zufriedenheit durch sie erhalten. Impulsive Einkäufe sind wirklich bescheuert. Sie nutzen nur dem Einzelhandel. All der Plunder ist doch eh nichts wert. Zuneigung, Partner, Familie, Kinder sind wahre Werte. Gute Beziehungen zu haben mit nahestehenden Personen ist der wahre Zufriedenheitsmacher.

Nicht alle verhalten sich konsumgeil. Immer mehr Menschen denken nach. Sie arbeiten hart. Sie tilgen ihre Schulden und sparen.

Anstatt neue Clownautos zu kaufen, ist mein Rat: Gebrauchte Autos zu fahren oder ganz auf den ÖPNV umzusteigen, falls das möglich ist.

Wenn Dir Dein soziales Umfeld ständig sagt, was Du angeblich alles brauchst (neues Auto, neues Sofa, neuer Anstrich, neue Lampen, Flach-TV…), setz Grenzen. Wenn Du „Nein“ sagst, macht Dich das stärker. Nachzugeben macht Dich schwach.

Ich hab einen Bekannten, der sagt: „Lass uns was trinken gehen.“ Dann bestellt er nicht nur Getränke, sondern eine ganze Mahlzeit und es artet in teure Abende aus. Das ist nicht nötig.

Ich gehe selten ins Restaurant. Ich hab kein TV. Kein Festnetz. Keine Versicherungen (bis auf eine Krankenversicherung).

Mir raten meine Blogleser wenigstens eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Nach meiner jüngsten Umfrage auf Twitter muss ich mich in der Tat um eine kümmern, wie es scheint:

Wenn sich jemand Ziele steckt, kann er/sie extreme Dinge erreichen. Ist der Wille stark genug, geht unglaublich viel. Schulden lassen sich schnell tilgen, überflüssige Pfunde können mit Sport weichen…

Kein Geld zu haben ist schlimm. Sich Sorgen machen zu müssen um unbezahlte Rechnungen ist der reinste Horror. Besser ist es mit einem bequemen Finanzpolster zu leben. Wenn Du alle Schulden los bist und anfängst, Dein Aktiendepot aufzubauen, merkst Du, was das für ein Spass ist. Es eröffnet Dir Chancen. Es öffnen sich Türen, über die Du vorher nie nachgedacht hast (Frühruhestand, Auswandern, Reisen…).

Das beste Investment ist die Börse. Alle Anlageformen, die Dir weniger als sieben Prozent bringen, sind auf Dauer eine Zeitverschwendung. Die Börse ist der beste Ort für Dein Geld. Hier waren im historischen Vergleich zwischen sieben und zehn Prozent zu holen. Im DAX, Dow Jones, S&P 500 Index etc.

Wenn Leute Festgeldkonten vergleichen und 0,3 oder 0,7 Prozent Guthabenzinsen entdecken, sind sie begeistert. Dabei ist das keine gute langfristige Anlageform. Das ist Müll.

Bevor Dir 1,0 Prozent Zinsen etwas bringt, bist Du tot. Es dauert bei 1,0 Prozent rund 70 Jahre, bevor sich Dein Geld verdoppelt. Das ist ein verlorenes Menschenleben. An der Börse kannst Du alle zehn Jahre mit einer Verdopplung rechnen (ich unterstelle sieben Prozent Rendite).

Die Renditen von Riester-Renten bewegen sich im Bereich von ein oder zwei Prozent (allenfalls), vermute ich. Selbst wenn eine Anlageform drei oder vier Prozent bringt, ist es völliger Unsinn. Entweder ist der Berater jemand, der nicht ausgebildet ist oder jemand will Dir etwas andrehen, was Schrott ist.

Vergleicht immer die Börsenrendite von etwa sieben bis zehn Prozent mit der Alternative. Die Leute lassen sich in Anlagen treiben, die „sicher“ sind, weil sie Angst haben an der Börse, Geld zu verlieren. Diese Angst führt dazu, dass sie sich zu Schrottprodukten überreden lassen. Nur wegen ihrer Angst, womöglich Geld zu verlieren. Dabei ist die Börse langfristig betrachtet ein sicherer Ort zum Investieren. Die übertriebene Sorge kostet Rendite. Durch den Zinseszins handelt es sich um enorme Summen, die Dir durch die Lappen gehen.

Ängstliche Anleger verlieren dann mit einem Sparbuch oder Festgeld ihre gesamte Zeit. Erst wenn es zu spät ist, finden sie es heraus. Sie merken dann, dass sie nicht in den Ruhestand können, weil vorne und hinten das Geld nicht reicht.

Die DWS macht mit einer Aktion auf die „Die Böse Null“ aufmerksam, sprich auf die Null-Prozent-Verzinsung von Spareinlagen.

Mit der deutschlandweiten Werbeaktionen weist die Fondsgesellschaft auf die Problematik hin:

Die Botschaft der Tochter der Deutschen Bank sagt im Prinzip: Geldanlage ist wichtig und ich muss mich jetzt auch damit auseinandersetzen! Die Aktion ist endlich eine Finanz-Kampagne, die das Thema richtig angeht und das Ganze verständlich macht. Die DWS ist das Publikumsfondsgeschäft der Deutschen Asset Management in Deutschland und ermöglicht Kunden den Zugang zu einer umfassenden Palette an Anlageprodukten.

Dass die DWS die Menschen informiert, ist gut. Erschreckende 42 Prozent der Bürger halten Aktien für ein reines Spekulationsobjekt:


Dabei sind Aktien nur Beteiligungen an Unternehmen. Das hat mit Spekulation nichts zu tun, wenn Du ausreichend Geduld hast und streust.

Die ständige Angst vor Crashs ist völlig übertrieben. Boomphasen entwickeln sich nur in zehn Prozent der Fälle zu Blasen. In 90 Prozent der Fälle gab es keine großen Kurseinbrüche. Crashs kommen selten vor. Extrem selten: Ein paar Mal in einem Jahrhundert.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Warum die Börse so wichtig für die Altersvorsorge ist: Alle 10 Jahre verdoppelt sich Dein Geld

  1. DivSky

    Super Artikel mal wieder.

    Aber das müsstet Du bitte genauer erklären:

    Das beste Investment ist die Börse. Alle Anlageformen, die Dir weniger als sieben Prozent bringen, sind auf Dauer eine Zeitverschwendung

    Wie z.b. finde ich Aktien mit über 7% DR?

     

  2. Daniel

    Das Banken-Hopping um irgendwo 0,1 – 0,2% mehr Zinsen zu bekommen ist angesichts einer vermuteten Real-Inflation zwischen 2-4% ziemlich lächerlich. Wichtiger ist, dass jeder für sich selbst festlegt wieviel Risiko-arm (RK1) und riskobehaftet (RK2/RK3) er in seinem Depot haben will.

    RK1 füllt man dann mit Giro/Tages/Festgeld/AAA-Anleihen und vielleicht auch über mehrere Konten/Währungen hinweg um breit und sicher aufgestellt zu sein. Dabei ist die Rendite völlig nebensächlich, sie soll das Depot stabilisieren und den nervösen Anlegern Sicherheit geben um nicht in Panikverkäufen des Aktienportfolios zu verfallen wenn es mal rauer zugeht.

    Evtl. ist hier sogar eine negative Korrelation z.B. durch langläufige Staatsanleihen zu Aktien eine Methode. Mit zunehmenden Alter würde ich diesem Bereich mehr Gewichtung zuweisen.  1 Jahr Ersparnisse die kurzzeitig liquide gemacht werden können ohne Aktien zu verkaufen ist für MICH wichtig. Darüber bevorzuge ich es eher in Aktien investiert zu sein..

    RK2 sind für mich Unternehmensanleihen mit höherer Rendite und auch vielleicht REIT ETF bzw. direkte Immo-Invests.

    RK3 dann High Yield Anleihen, P2P und Aktien.

     

    Bezüglich der Versicherungen empfinde ich eine fehlende Haftpflicht als grob fahrlässig da ein Vorfall hier existenzbedrohend sein kann und zwischen 50-70€ im Jahr hierfür zahlt. Unfall habe ich auch, würde sie aber heute nicht mehr abschließen wenn ausreichend Vermögen vorhanden ist. Bzw. nur, wenn man in keine BU reinkommt. Eine BU ist deutlich teurer und wenn jemand finanziell frei ist kann man sie sicherlich sparen. Für Personen die keinen Ehepartner/Freund/Freundin haben die einen zur Not „durchfüttern“ kann sondern der Job und seine eigene Fähigkeit das einzige Einkommen ist, für den ist eine fehlende BU ebenfalls existenzbedrohend. Auch hier sollte man in den sauren Apfel beißen und diese in jungen Jahren abschließen.

  3. Lad

    Ich wusste es besser als Buffett – die IBM Aktie ist eine dumme Investition.
    Der Konzern IBM ist krank und erhöht nicht seine Gewinne. Weil dem Unternehmen die Konkurrenz schadet. Die Amateure, die IBM Aktien kaufen, weil Berkshire Hathaway Holding gekauft hat, ohne das 15-jährige  Wachstum von Umsatz, Gewinn und Dividende zu überprüfen und über den Schutz vor Konkurrenz nachzudenken, die sollten jetzt wieder die IBM Aktien verkaufen, weil der später besser informierte Warren Buffett verkauft. Ich würde aber sagen, die dumme Idee im Jahre 2011 die IBM Aktien zu kaufen, stammt aus den Köpfen von Weschler und Combs in der Holding Berkshire Hathaway.
    Die Berkshire Hathaway Holding des Milliardärs Warren Buffett hat ein Drittel seiner Anteile an IBM verkauft. Berkshire Hathaway Holding war am Ende des Jahres 2016 im Besitz von 81.000.000 Aktien von IBM, was dem Anteil von 8,7% entspricht. Seit Anfang 2017 verkaufte Berkshire Hathaway ein Drittel des Anteils an IBM.
    Warren Buffett sagte, dass IBM nicht so gut sei, wie er erwartet hat, als er vor sechs Jahren begann, die Aktien zu kaufen. Der Grund dafür ist, dass dem IBM die Konkurrenz schadet.

  4. K.

    Viele DWS-Produkte werden von provisionsbasierten Finanz- und Versicherungsvertrieben wie der DVAG vertrieben oder stecken mit entsprechenden Kosten in zugehörigen Versicherungsmänteln der AachenMünchener. Allesamt sind sie verbandelt (dt. Bank, DVAG, DWS, AachenMünchener, Generali,…)

    Das treibt Kosten und Provisionen in die Höhe. Der Kunde ist, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, der gelackmeierte. Egal ob mit oder ohne Versicherungsmantel. Es werden auch „reine DWS-Fonds“ nur mit separatem Depot bei der deutschen Bank(das extra Kostet) usw. vertrieben. Ohne das Depot werden sie nicht vermittelt, zumindest nicht über die DVAG. Ausgabeaufschläge von 5% und mehr plus saftige TERs inbegriffen.
    Zum Glück habe ich das in den letzten zwei Jahren schnell und zeitnah nach Abschluss bemerkt und die Reileine gezogen, wo es nur ging. Wenn man im Internet recherchiert findet man die DVAG unter Nennungen von anderen Finanzvertrieben und Erfahrungen die manch älterem Mitbürger leider mehr als bekannt sein dürften, da das Grundfunktionsmodell leider ein ähnlich ist….

    Im Versicherungsmantel „spart“ man sich den Ausgabeaufschlag, dafür fallen pro Fonds-Einzahlungs-Betrag auf Versicherungsebene Verwaltungskosten an, die dann sogar 7-8% ausmachen. Je nach Beitrags-Rechnung sogar noch mehr bis zum Doppelten (mit Kombibprodukten).
    Und der Kunde freut sich weil er doch “ den Ausgabeaufschlag spart“ und der Vertrieb mit den „gesparten Ausgabeaufschlägen“ wirbt. Falsch gedacht.

    Der „Vermögens-Berater“ war nach kurzer Recherche meinerseits schnell mit seinem Latein und wissen am Ende als ich ein zwei Sachen zu „versteckten“ Gebühren und angeblichen Renditen sowie Provisionen nachfragte… Auch das „Backoffice musst mir irgendwann zähneknirschend Recht geben anhand der simplen Zahlen. Ja sogar einen großen Fehler eingestehen, den ich als damaliger Laie entdeckte und der mehr als peinlich ist für solch große Unternehmen, die zur Hälfte vermutlich aus Juristen bestehen. Ein Fehler, der zur Kundenungunst war. Mal wieder….

    Meiner Meinung nach ist gerade die DWS in Hinblick auf o.g. Vertriebsstrukturen und Kosten-Gebahren, hier im Beitrag und bei deinem sonst kostensparendem Grundtenor (Kosten fressen die Rendite,…) hier mehr als fehlplatziert. Auch wenn die angebliche jetzt so tolle Werbung auf den ersten Blick anders wirkt.

    Nachdem Lebensversicherung und Co nicht mehr ziehen und man wg. neidriger Garantiezinsen die Kunden nicht mehr so leicht umdecken kann (Vertragsneuverkäufe, bei denen der Kunde denkt er „ändert nur“ mit erneuten Kosten bzw. Provisions-Einnahmen für DVAG, DWS, AMV und Co), geht man jetzt auf die Schiene und lockt mit Renditen.

    Klar locken andere Anbieter mittlerweile auch „normale Kunden“mit der Börse, weil die Banken rein mit klassichen Zinsgeschäften nicht mehr genügend einnehmen können.

    Aber gerade hier hast Du Dir die meiner Meinung nach „schlimmsten und undurchschaubarsten“ als „Werbeträger“ ausgesucht, so mein Empfinden.

    Je komplexer und verbandelter umso teurer, da jeder verdienen will. Die Endrendite des Kunden bleibt dabei auf der Strecke.

    Wären „etwas neutralere“ wie das „Deutsche Aktieninstitut“ nicht besser geeignet zum hier einbinden als Video, anstelle einzelner Anbieter? Noch dazu wenn es solche wie die obigen sind….

    Fürs erste: Just my 2 cents.

    Viele Grüße,

    K.

  5. K.

    Je nachdem welchen Chartzeitraum der IBM-Aktie man sich anschaut, kann man das mit IBM und deren Zukunfsfähigkeit etc… so oder so sehen.
    Über die Konkurrenzfähigkeit von IBM gibt es ja auch solche und solche Meinungen.

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ DivSky

    Die Börse bringt die etwa 7% im Jahr. Im langen Schnitt. Die 7% setzten sich grob zu 70% aus Kursanstieg und zu 30% aus Dividenden zusammen.

     

    @ Daniel

    Ich hab Immobilien und Aktien. Auf Anleihen verzichte ich. Das muss aber jeder selbst entscheiden. Ich brauche keine Anleihen. Immobilien und gesetzliche Rente wirken wie Staatsanleihen, finde ich. Es ist der sichere Teil des Vermögens. Daher brauch ich keine Anleihen.

     

    @ K

    Auf alle Kosten zu achten ist extrem wichtig. Und zwar bei allen Anbietern und Produkten. Ganz genau hinzuschauen, zahlt sich aus. Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Kosten, desto besser die Anlage.

  7. K.

    @Tim

    Dann sind genau obige Anbieter dafür explizit nicht geeignet bzw. qualifiziert, finde ich. Hoffentlich werten manche „neue“ Blogleser oder Leser ohne eigene DVAG/DWS-Kunden-Erfahrung das Einbinden der DWS-Werbung  hier im Blogartikel nicht als Empfehlung. Oder gar Gutheißung der intransparenten und kostentreibenden Produkte. Und schauen später blöd aus der Wäsche….

  8. K.

    In der obigen von dir verlinkten Studie „die Menschen informiert“ (DWS-Seite) wird ein Fonds empfohlen. Hier die veröffentlichten Kosten dieses Fonds direkt von der zugehörigen DWS-Seite entnommen:
    Kosten

    Ausgabeaufschlag
    4,00%

    Kostenpauschale
    1,300%

    zzgl. erfolgsbezogene Vergütung
    Nein

    Laufende Kosten
    (Stand: 30.09.2016)
    1,430%

    zzgl. erfolgsbezog. Vergütung
    N.A.

    zzgl. Vergütung aus Wertpapierleihe
    0,010%

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ K.

    Ich bin wegen niedriger Kosten ein Fan von ETFs. ETFs gibt es von allen bekannten Anbietern.

  10. K.

    @Tim

    Ich weiß. Und das finde ich auch gut. Um so mehr verwundert(e) mich deshalb die Ausgestaltung des Artikel-Beitrages.

    Bzgl. der Versicherungen habe ich via Twitter auch für die Haftpflicht in Deiner Situation gestimmt.

    Meine bestehende Unfallversicherung werde ich persönlich als Familien-Risikoabsicherung zusätzlich zur BU solange mitlaufen lassen, bis der Nachwuchs der in wenigen Wochen auf die Welt kommt, größer oder alt genug ist. Und/oder das Vermögen.

    Dann später die Wahl nur noch auf die BU zu gehen und das andere zu kündigen. Da ist vieles ja sonst doppelt gemoppelt.

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ K.

    Danke fürs Abstimmen bei Twitter mit Blick auf die Versicherungen.

    Was ich rate: ETFs, direkter Aktienbesitz. Extrem lange Investieren. Nicht springen. Buy and Hold. Monatlich am besten kaufen. Automatisieren. Auf Gebühren achten. Auf Abschlusskosten achten.

    Festgeld, Sparbuch, Bausparen, Garantieprodukte… sind alle nichts für die Vermögensbildung.

  12. Martin

    Hallo Tim,

    ich bin gerade dabei mein eigenes Portfolio nach und nach aufzubauen. Dabei habe ich zwei Fragen an dich:

    1) Sollte man die USA Übergewichten? Laut Marktkapitalisierung des MSCI World sollte man die USA mit knapp 50% gewichten. Jedoch kenne ich auch viele Verfechter die lieber 80-100% in den SP500 stecken. Immerhin gehen die meisten Firmen des SP500 globalen Geschäften nach. Mich würde interessieren, wie du die USA gewichtest.

    2) Spricht etwas dagegen, seinen kompletten USA Anteil des Portfolios mit BerkshireAktien abzudecken und auf eine breite Diversifizierung des SP500 komplett zu verzichten? Könntest du es dir vorstellen 100% auf Berkshire zu setzen, wenn  du morgen nochmal bei Null anfangen müsstest?

     

     

     

     

  13. Obama

    @Tim
    Danke für den guten Artikel.

    @Lad
    Ich bin ein großer „Fan“ von Warren und investiere auch monatlich in Berkshire.

    In Sachen IBM sehe ich die Sache jedoch anders (bzw. Warren besitzt von seinem Posten immer noch 2/3, die er – wie er sagte – auch noch länger halten möchte) , IBM ist momentan ein klarer Kauf. Ich spare sowieso regelmäßig in IBM an (seit einem guten halben Jahr) und stocke bei solchen „Downs“ auf. Ich sehe die Neuausrichtung von IBM sehr positiv. Gerade im Bereich KI (Watson) sehe ich IBM sehr gut positioniert. Firmen aus sämtlichen Bereichen sind an die Zusammenarbeit mit Watson interessiert.

    Jedoch weiß nur Mr. Market wo es mittel- bis langfristig mit IBM hingeht. Ich bin hier sehr positiv gestimmt und warte geduldig ab, wie sich Mr. Market entscheidet…..

     

    Wünsche allen ein schönes Wochenende.

    Obama

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Martin

    zu 1)

    Ja, ich kann es verstehen, wenn jemand 100% in den S&P-500-Index gibt. Das sind Weltkonzerne. Sie verkaufen ihre Leistungen/Produkte rund um den Globus: Google, Apple, Amazon, Microsoft, J&J, Facebook, GE…

    Die USA ist (trotz aller Herausforderungen) eine der stabilsten Demokratien der Welt und die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt.

     

    zu 2)

    Komplett auf Berkshire setzen? Kann man. Das ist sehr steuereffizient, weil keine Dividende fließt und alles reinvestiert wird. Das würde ich womöglich so machen. Wobei es geht ja auch 70% Berkshire. Und 30% als Mix dazu. Berkshire wird kaum kaputt gehen.

    (Außerdem kann man Immobilien besitzen. Etwa das Eigenheim. Wenn das im Ruhestand abbezahlt ist, ist das schön. Immobilien sind aber kein MUSS.)

  15. Claus

    IBM ist ein perfektes Dividenden-Papier und bei jetzigem Kurs ein klarer Kauf:

    3,87% Div-Rendite (z.Zt. 6 USD p.A.)
    44% Ausschüttungsquote

    Dividende fließt ohne Unterbrechungen seit 1916 und wird seit 1996 laufend gesteigert. Die Steigerungsrate liegt bei satten 17%!

    Zusätzlich bestehen erhebliche Kurschancen, ganz besonders, wenn man noch jung ist und Dekaden vor sich hat.

    IBM ist im Wandel und wird seinen Weg gehen.

     

  16. Obama

    @Claus    „IBM ist im Wandel und wird seinen Weg gehen.“

    Das sehe ich genauso. Buffett hält ja immer noch 50 Mio. Anteilscheine und plant bis auf Weiteres keine weiteren Verkäufe.

    IBM hat sich in den lezten Jahren schrittweise „entschlackt“ und z. B. Teile des nicht mehr so zukunftsträchtigen PC- Geschäfts an Lenovo verkauft (denen es nicht besonders gut geht…..) und sich vollkommen neu ausgerichtet: KI; Cloud…..

    Daher für mich – wie schon geschrieben – ein klarer Kaufkandidat für langfristige Investoren.

    Alles Liebe @all !

    Obama

  17. Heinz

    @ K. wegen Versicherungen:

    „Zum Glück habe ich das in den letzten zwei Jahren schnell und zeitnah nach Abschluss bemerkt und die Reileine gezogen,“

    Hast du deine Versicherung gekündigt oder beitragsfrei gestellt ?

    Ich habe aus alten Zeiten noch mehrere Lebens- und eine Rentenversicherung mit teilweise bis zu 4 % Garantiezins. Trotz mehr als zwei Dekaden bin ich nach Auskunft der Versicherung immer noch mit dem Rückkaufswert unterhalb meiner geleisteten Einzahlungen. Und das, obwohl die Versicherung steuerfrei ist. Ich verstehe die Welt nicht mehr und bin geschockt. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe zwar einen gewissen Nominalbetrag, der -sofern ich es erlebe- ausgezahlt wird. Wenn ich jedoch die Inflation und die Verwaltungskosten abziehe, dann habe ich extrem mies abgeschnitten. Ein Teil der Überschüsse wird in einen aktiven Fonds einbezahlt (Ter 2,11%) + diverse weitere Gebühren. Für mich ist das legaler Betrug. Wenn ich die Versicherung kündige, erhalte ich jetzt max. 61 % meiner Einzahlungen zurück ! Wenn ich beitragsfrei stelle erhalte ich wesentlich weniger, muss erstmal so alt werden und dann lange lange leben und erhalte trotzdem so wenig dass ich kaum davon die Lebensmittel bezahlen könnte. Unfassbar !

    Was würdet Ihr machen ?

  18. Beobachter

    @Heinz:

    ich weiß, dass es Rechtsanwalts-Kanzleien gibt, die darauf spezialisiert sind, sind, solche Verträge auf ihre Zulässigkeit hin zu untersuchen. Vielleicht gibt es doch vorher einen Weg aus dem Vertrag.

    Die Kanzlei, mit der ich persönlich zwar noch nicht zusammengearbeitet habe, jedoch schon einiges über sie gelesen habe und darüber hinaus auch einen Vortrag von einem der Partner angehört habe kannst Du Dir hier anschauen:

    http://www.lehnen-sinnig.de

    Ich betone, es ist keine Werbung, nur eine spontane Idee auf Deinen Beitrag. Vielleicht hilft es Dir.

    So far.

  19. steve

    @Heinz,

    kann mich Beobachter nur anschließen, wenn die Rendite tatsächlich so mies ist hilft nur qualifizierte Unterstützung. Wobei mir nicht einleuchtet, dass du trotz hoher Garantieverzinsung eine negativ Rendite erzielst? Das sollte auf jeden Fall geklärt werden.

    Gruß Steve

  20. Kia

    Hier wird vom kündigen alter Lebensversicherungen abgeraten :

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/lebensversicherung-warum-sie-alte-vertraege-nie-kuendigen-sollten-a-1053712.html

    Ich habe auch noch eine alte Lebenversicherung allererdings ist diese bereits beitragsfrei gestellt. Ich wollte kündigen weil ich denke das selbst die Hälfte des Geldes heute mehr wert ist als das doppelte in 30 Jahren. Und ich es besser anlegen könnte. Bin dann davon abgekommen wegen der guten Zinsen und weil der Betrag auch nicht allzu hoch ist. Bei einem höheren Betrag würde ich mir überlegen ob das Geld nicht trotz des Verlustes heute besser angelegt werden kann.

  21. Colibri

    @Heinz

    Eine weitere Möglichkeit des „sanften“ Ausstiegs aus der KLV ist die wenig bekannte Option „Laufzeitverkürzung in Kombination mit einer Beitragsfreistellung“. Kann man alles formlos beantragen. Der Bund der Versicherten kann helfen. Für wenig Geld machen die eine Vergleichsberechnung, um die Entscheidungsfindung zu erleichtern.

    Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Durch die Laufzeitverkürzung habe ich erreicht, dass der Vertrag binnen drei Jahren statt erst in 30 Jahren regulär ausgelaufen ist. Weil es ein Altvertrag war (vor 2005 abgeschlossen), der schon 12 Jahre lief, gab es die Auszahlung am Ende sogar steuerfrei. Es gab KEINE Stornokosten (weil ich den Vertrag ja nicht gekündigt habe) und sogar der Schlussüberschuss wurde gezahlt. Damit bin ich im Vergleich zur sofortigen Kündigung wesentlich besser gefahren. Durch das dreijährige Warten habe ich auf den fiktiven Rückkaufswert (den ich bei sofortiger Kündigungs bekommen hätte) letztlich eine Rendite von 7 % p.a. netto erzielt.

    Wie hoch die Rückzahlung letztlich im Vergleich zur Summe der Einzahlungen war, habe ich nicht nachgerechnet. Es war eine Dynamik im Vertrag, ich hätte also die Kontoauszüge der letzten 12 Jahre durchackern müssen. Die Versicherung wollte mir die Summe der Einzahlungen trotz mehrfachen Nachbohrens nicht mitteilen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

    Ich bin jedenfalls froh, auf diese Weise einen großen Geldvernichter mehr oder weniger glimpflich losgeworden zu sein. Selbst bei einer Verzinsung von 4 % auf den Sparanteil sind die Opportunitätskosten solcher Verträge, wenn sie noch Dekaden laufen, meines Erachtens einfach zu hoch.

    Viele Grüße

    Colibri

  22. Heinz

    „Wobei mir nicht einleuchtet, dass du trotz hoher Garantieverzinsung eine negativ Rendite erzielst?“

    Das verstehe ich auch nicht. Fakt ist, dass der Einzahlungsstand ggü. dem Rückkaufswert bei ca. 60%, bei der anderen bei 90 % liegt. D.h. alle sind im Minus. Ich habe diese in den 90ern abgeschlossen mit relativ hohen Garantieverzinsungen. Die Beiträge wurden jährlich um 5 % dynamisiert, d.h. die Beiträge wurden immer höher, was ich mir in der Krise nicht mehr leisten konnte. Da musste ich dann beitragsfrei stellen. Das erschien mir damals als das geringste Übel. Eine LV läuft noch aktiv, bei der ist der Verlust (Vergleich Einzahlungen ggü. Rückkaufswert) wohl durch den Versicherungsrisikoabschlag begründet. Mit dem Widerruf habe ich mich auch schon beschäftigt, das könnte einschlägig sein. Allerdings müsste dann auch steuerlich rückabgewickelt werden (da vor 2005 ja die Beiträge als Vorsorgeaufwand steuermindernd abzugsfähig waren) und ohne langwierige Gerichtsverhandlung wird das wohl nichts. Man sollte nicht vergessen, dass nicht die Beiträge zum Garantiezins angelegt werden, sondern nur der Teil, der jährlich nach Abzug der Verwaltungskosten übrig bleibt, also je nach Versicherung vielleicht nur 85 % schätzungsweise. Zahlen erfährt man dort nicht. Die Berechnungen der Rücklagen und Anteile an den stillen Reserven sind eine Black Box und erst 2014 mit Zustimmung der Regierung zum Nachteil der Versicherten geändert worden um die Versicherer in der Nullzinsphase nicht zum kippen zu bringen.

    Ich weiß nicht, ob es so sinnvoll ist, bei einem Inflationsziel von mind. 2 % zu warten bis ich ein ganz alter Mann bin oder lieber jetzt mit Verlust auszusteigen. In 20 Jahren ist da wohl nicht mehr viel mit dem Geld anzufangen.

    Allein der aktive Aktienfonds der UBS mit über 2 % TER hat sich ca 2002 halbiert, dann nochmal 2008 und 2012 haben sich die Jungs der UBS auch massiv verspekuliert.

    In den Versicherungsunterlagen wurde ausgewiesen, dass der Fonds zwischen 90 und 99 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 14 % erwirtschaftet habe zusätzliche könne man (aber ohne Garantie) die Gewinne im Jahr mit 6 % fortschreiben, was dann zu einer abartig hohen Summe geführt hätte. In der Realität ist unterm Strich nur was für die Versicherung, den Makler und die Fondsgesellschaft rausgesprungen.

    So, aber jetzt wieder positiv denken, Dax über 12800, nächste Woche 14.000.
    Dann holen wir das alles wieder raus, wär doch gelacht!

  23. K.

    @Heinz

    Ich hatte zweitweise 2-3 Privat/Riester-Rentenversicherungen zeitgleich. Ich habe sie anfangs beitragsfrei gestellt aber relativ schnell nach m.M.n. guter Überlegung und Abwägung gekündigt.
    Zum einen liefen manche der Verträge „erst“ 7-10 Jahre und andererseits wollte ich nicht jedes Jahr mehr Geld auf das falsche Pferd setzen. Die Abschluss- und Verwaltungskosten habe ich für mich gedanklich als Lehrgeld verbucht. Sie wären für michaber kein Grund, dabei zu bleiben. Eventuelle Steuerersparnisse oder -Stundungen sind für mich persönlich auch kein Argument. Zumal sich sowas schnell ändern kann.
    In der Summe war mir das ganze einfach zu intransparent. Vielleicht wäre einer der anderen o.g. Ideen gut gewesen. Weiß ich rückblickend jetzt nicht. Dafür war es für mich ein glatter Schlusstrich und nun mache ich das ganze selbst zu besseren Kosten.
    Wie Intransparent das ganze war zeigte sich dieses Jahr. 1 – 1 1/2 Jahre nach der Kündigung inkl. Abzügen wg. Steuerersparnissen (=Rückzahlungen die direkt vom „Ertrag“ vor der Auszahlung abgeführt werden). Es kam eine Nachforderung des Zulagenamtes. Selbst der Anbieter hatte die Zahlen und Beiträge und Zulagen seines eigenen Produktes falsch berechnet, so dass die initialen Rückzahlungen auf Anbieterebende (vor Auszahlung) falsch waren. In meinem Fall zu niedrig. Es war zwar dieses mal „nur“ ca. 240 EUR aber per se zeigt mir das meine Entscheidung und meine Entscheidungsgrundlage richtig war.

    Im Endeffekt sollte man abwägen zwischen Zeitaufwand zwecks Austrarierung der Optionen und andererseits dem damit verbunden Ärger, den man mit weiterer „Besparung“ oder „Beibehalung“ (bei Beitragsfreistellung) der Verträge weiter jahrelang mit sich schleift. Ggf. in der Hoffnung das es doch noch was wird und man es noch erlebt und und und und. Das sind mir zuviele Variablen dabei.

    Ich fühle mich gut damit, auch wenn es komisch war, etwas entgegengesetzt der „breiten gesellschaftlichen Meinung“ zu tun: Nämlich die (vermeintlich) sicherheitgebenden Versicherungen zu Kündigungen und den auch medial bekannten Expertenrat einzuhalten das Vermögensaufbau und Versicherungen nicht unter einen Hut gehören. Rentenvermögen aufzubauen und andererseits Absicherung eines Langlebigkeitsrisikos oder generelle „klassische“ Versicherungen sind nämlich zwei paar Stiefel.

    Wer sich mit selbstständigem Vermögensaufbau und Finanzen sowie jahrelangem Sparen nicht beschäftigen will oder kann, für den sind solche Versicherungen trotz negativer Rendite sicher besser als nix. Ähnlichl dem Immobilienkredit, der einem auch zum Zwangssparen verdonnert. Wer es selbst hinbekommt, bekommt das meist besser bzw. kostengünstiger hin. Aber das sowie die nötige Selbstdisziplin ist halt nicht jedermanns Sache. Macht ja nix. Ganz nach gusto und eigenem vermögen im Sinen von Können.

    Aber zur Anerkennung in der Gesellschaft gehört ja fast schon selbstverständlich ein ansehenliches Auto als Statussymbol und es wird fast immer davon ausgegangen das jeder nach einem Haus strebt, spätestens wenn der Nachwuchs geplant oder da ist. Alles andere ist doch nicht normal, bzw. das „hat man doch immer schon so gemacht“. Persönliche Lebensumstände oder ob es finanziell Sinn macht bzw. möglich ist, wird dabei nicht berücksichtigt. Dann lieber strampeln im Hamsterrad. Der Nachbar hat das ja schließlich auch alles. Und strampelt vermutlich oder vielleicht genauso.
    Aber genug des Philosophierens auch wenn dies oft zur Antwort helfen kann.

  24. K.

    @DivSky

    ETFs bzw. die „Vorläufer“ im Sinne der Indexfonds gibt es ja schon länger. Siehe Vanguard. Alle „neueren“ Krisen wurden überstanden und ausgelöst wurden diese dadurch auch nicht soweit ich weiß. Es waren oft eher Spekulationen. Zumindest habe ich davon als Grund noch nie gelesen.
    Spekulationen treten ja oft auf aus Wunsch nach mehr Rendite, aus Gier,… So sehe ich das zumindest.

    Ich sehe das eher als versuch die Vorteile ETFs, welche die Marktmischung und die durchschnittliche Marktrendite mitnehmen, schlecht zu reden. ETFs sind sicherlich ein gutes Anlagevehikel aber sicher auch nicht die eierlegende Wollmilchsau. Da gibt es klare Abgrenzungen.
    Das es auch ETFs gibt die, auf Grund von Anlegenwünschen nach speziellen Bereichen/Themen/Renditen, nicht mehr wirklich dem orginären Indexfonds- oder ETF-„Grundgedanken“ entsprechen, darüber brauchen wir ja nicht reden. Stichwort: SmartBeta usw….

    Will ich eine Überrendte und die wollen trotzdem noch genug und immer wieder kommend viele Menschen haben, dann muss ich doch aktiv werden und  versuchen diese aktiv auch wirklich wie erhofft zu erreichen. Kann klappen, muss aber nicht. Ob direkt aktiv durch Aktienkäufe oder aktive Fonds sei dann jedem selbst überlassen…..

    Man könnte das ja auch umdrehen und auf aktive Fonds münzen:

    Aktive Fonds versuchen Überfliege zu erwischen um mehr Rendite zu erwirtschaften. Als ein Beispiel.
    Aber vermutlich werden fast alle Fondsmanager die selben Überflugkandidaten auf dem Schirm haben, da sie ja alle nach ähnlichen Branchen, Kennzahlen, Anzeichen, Disruptions usw… suchen. Von dem her könnte auch hier eine Übergewichtung wenn alles dasselbe tun, stattfinden. Ob und wie sich diese auf den Markt aufwirken wird man dann sehen, falls wenn…

    Wie gesagt auf beide Sichtweisen anwendbar.

    Zwei gutee Beiträge dazu, welche dieses noch besser beleuchten und hinterfragen:

    https://zendepot.de/die-risiken-von-etfs-wie-gefaehrlich-sind-indexfonds/

    https://zendepot.de/warum-etfs-nicht-die-loesung-sind/

    Die Titel sprechen (teils) ja schon für sich…. 😉

  25. Jan

    Lieber Tim,

    ein paar Worte zu Risikoversicherungen. An die anderen: Ich arbeite selbst im Komposit-Bereich, nicht im Vertrieb.

    Es ist nicht zielführend zu sagen, diese oder jene Versicherung ist generell nutzlos (mit Ausnahme mancher Kleinigkeiten, wie Glas). Z.B. Berufsunfähigkeitversicherung. Du brauchst keine, du hast dein Vermögen. Dieses ist besser als jede Berufsunfähigkeitsversicherung, denn dein Vermögen in Form von Aktien zahlt durch Dividenden und Wachstum immer und bis zum Sanktnimmerleinstag. Das ist vollkommen richtig, dass du keine hast. Bei einem anderen kann das aber bereits ganz anders sein. Nehmen wir z.B. mal mich. Ich habe ein Kind, eine Frau und bin sogar mittlerweile chronisch krank (was nun aber von mir als nicht dramatisch eingestuft wird). Ich habe zum Glück eine Berufsunfähigkeitsversicherung vor Ausbruch meiner Erkrankung abgeschlossen, mittlerweile wesentlich länger als vor 10 Jahre. Diese ist wichtig, falls Antragsfragen nicht vollkommen richtig angegeben worden sein sollten… Was wäre, wenn ich dies nicht gemacht hätte? Meine Frau und ich, durchaus noch weiterer Kinderwunsch, haben kaum Chance vor Mitte 50 die finanzielle Freiheit zu erlangen. Wir rechnen es mal schön und sagen mit Anfang 50. Das sind in meinem Fall aber immer noch 15 Jahre Arbeit, bei meiner Frau noch 18 Jahre. Werde ich berufsunfähig, hätte ich ein Problem: Der Staat zahlt nichts, nur bei Erwerbsunfähigkeit gibts heute die kleine Rente in der GRV, nicht bei Berufsunfähigkeit. Finanzielle Freiheit? Schöner Traum, dann darf ich mich mit unterbezahlten Jobs (Stichwort „abstrakte Verweisbarkeit“, selbst wenns den Job nicht mal gibt) irgendwie bis zu meinem 67.sten Lebensjahr hangeln um irgendwie zusammen mit staatlicher Stütze meine Familie durchzubringen. Sollte ich arbeitslos werden, in Krisen sind ja genau dies die ersten Jobs die fallen, ist sogar das bisher angesparte Vermögen futsch, denn außer ein Jahr ALG2 ist da erst mal nichts mit Hartz4. Der Staat sagt, zuerst brauchst du mal deine Aktien auf und dann war es das mit ewigem halten. Der Staat zahlt dann lieber lebenslang Grundsicherung, wie dumm und kurzsichtig vom Staat! Aber so ist er, Intelligenz und Weitsicht darf man vom Staat nie erwarten.

    Ich kann mittlerweile problemlos 5 weitere Freunde aufzählen die heute keine Berufsunfähigkeitsversicherung haben und auch keine mehr bekommen werden. Darmkrebs, Krebsgeschwüre in der Nase, Hüftschaden, Autoimmun, selbst Herzprobleme sind dabei. Die Sache mit gesunder Ernährung und Sport ist ok, hilft aber nicht zuverlässig gegen Krebs oder anderem. Der mit dem Herzproblem hat früher sogar Fußball gespielt.
    Ich möchte nicht den Teufel an die Wand malen, sorry wenn das sich etwas so anhört. Es soll jeder das machen, das er für richtig empfindet. Aber generelle Aussagen was man braucht oder nicht braucht sind schwer machbar. Ein Familienvater braucht anderes, als sein Kind. So ist beim Kind eine günstige Unfallversicherung durchaus denkbar. Für einen Erwachsenen würde ich bei Bestehen einer Berufsunfähigkeitsversicherung in sinnvoller Höhe (50-70% letztes Netto) und Dauer (bis max. 62 Jahre Leistungszeit) fast immer von einer Unfallversicherung abraten. Von einer Hausratversicherung würde ich bei minimalistischer Lebensweise ebenso abraten, da sie nicht existenzielles absichert. Zu einer Haftpflicht würde ich immer raten. Eine Risikolebensversicherung nur denjenigen die eine Familie mit Kindern haben und nicht über z.B. betriebliche AVs diesen Schutz bereits inne haben. Die RLVs sind spottbillig, für meine Frau zahle ich für 150.000 Euro gerade mal 75 Euro jährlich.  Sie dient dem Ausgleich der Arbeitsleistung meiner Frau während den ersten Lebensjahren meines Kindes, sollte ihr etwas passieren. Ich bin über meinen Arbeitgeber, der zahlt großteils meine betriebliche AV, dafür genügend abgesichert. Ja, mein Leben ist mir fast schon zu hoch abgesichert… 😉

    Kommen wir zum Schluss: Vermutlich brauchst du wirklich nur Krankenversicherung und PHV. Deine Gebäudeversicherung für deine vermietete Wohnung zahlst du, bzw. vermutlich in den USA ebenso umlagefähig dein Mieter, über die Nebenkostenabrechnung der Hausverwaltung. Für dich ist diese puristische Versicherungslösung optimal. Finde ich gut!

    Schöne Grüße

    Jan 🙂

  26. Mr. Pino Cavallo

    @ Tim

    Zu Berkshire hätte ich eine Frage: die beiden Stars des Unternehmens sind ja ohne Zweifel die hochbetagten Warren Buffet und Charlie Munger.

    Ich frage mich, ob sich die Aktie auch dann halten wird, wenn die beiden Herren eines Tages nicht mehr sein werden. Von daher frage ich mich, ob Berkshire als langfristiges Investment überhaupt empfehlenswert ist.

  27. Freelancer Sebastian

    @ Heinz

    Jeder Fall ist gesondert zu betrachten.

    Wir hatten beschloßen, unsere fondsgebundenen Rentenversicherungen (vier Personen) zu kündigen. Von den eingezahlten 12.000 € waren 2.000 € verloren – Provisionen für den „Verkäufer“. Die Anteile immerhin im Plus.

    Während Familienmitglieder dazu rieten beitragsfrei zu stellen, um dann nach vielen Jahren OHNE Minus aus der Sache zu kommen, war mir klar, dass die Gebühren der Dachfonds am Ertrag zerren.

    Das herausgeholte Geld konnte ich in den letzten 5 Jahren verdoppeln und bezweifle, dass das mit den Dachfonds ebenso gelaufen wäre.

    Der entscheidende Punkt sind hier die Kosten über Jahrzehnte.

    Aber wie gesagt – das soll keine Empfehlung sein, nur ein Denkanstoß. Stornogebühren hatten wir nicht.

    Alles Gute bei deiner Entscheidungsfindung!

  28. Sebastian

    Reit-ETFs zum Portfolio beimischen? Wenn ja zu welchem Anteil und könnt ihr welche empfehlen? Was haltet ihr zudem von Private Equity, also kein Venture Kapital, sondern privat Geld an länger bestehende Untetnehmen zu geben, über biz-trade zB. Jemand Erfahrungen?

    LG Sebastian

  29. Fit und Gesund

    @Sebastian,

    mache mir gerade die gleichen Gedanken wegen Reit-ETF’s, die sind ja letzte Woche ein wenig unter die Räder gekommen, bin gespannt auf die Antworten, mir stellt sich noch die Frage ob Einzelaktien oder eben ETF, habe mich ein wenig auf Seeking Alpha umgeschaut.

    von Private Equity lass ich die Finger da ich davon absolut Null Ahnung habe, aber auch hier bin ich auf die Antworten gespannt.

  30. Slazenger

    @Claus

    ob Buffett nun IBM kauft oder verkauft spielt für mich keine Rolle, aber wenn ein Unternehmen jahrelang rückläufige Umsätze hat, Aktienrückkäufe über Schulden finanziert, dann überzeugt mich das als potentiellen Investor erstmal gar nicht, und dann spielt auch die Historie kein große Rolle mehr! IBM sollte zuerst mal wieder über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügen, das auch wieder Wachstum generieren kann, davon sehe ich momentan nichts!

    Da hilft mir auch 4% Div. nichts! Ich bleibe da erstmal weiter draußen, habe aber vor einiger Zeit bei Bayer investiert, auch weil ich mehr Europa im Portfolio haben möchte! Dazu habe ich Fresenius aufgestockt, halte ich ebenfalls schon lange und ist ein Topunternehmen!

    Nice Weekend

  31. Andy

    Hallo TS Gemeinde

    Ich bespare seit c.a. 1 Jahr 8 ETFs. Ganz vorne mit mittlerweile fast 20 % ein ETF (als Vermögenswirksame Leistung) auf den MDAX. Die Produkte der DWS haben eine starke Rendite aber was bleibt den davon übrig nach den ganzen offenen und versteckten Kosten? Zur Vermögensbildung bespare ich nur noch passive Indexfonds sonst nix mehr.

  32. StockSaver

    Hallo Werte Gemeinde,

    ob man eine Versicherung braucht hängt davon ab was für ein Risiko abzusichern ist.

    * Private Haftpflicht: Wer Kinder hat sollte diese haben, spätestens, wenn die Kinder das 6 Lebensjahr vollendet haben. Bei Singles hängt es von den persönlichen Risiken ab und ob diese durch die Versicherung gedeckt sind.
    * Hausrat: wenn das Mobiliar nicht mehr zu gebrauchen ist, und man einige 10 tsd Euro in die Hand nehmen muss um sich zumindest minimal einzurichten, der kann dann u. U. sein gespartes vergessen. Ist eine Frage der persönlichen Verhältnisse und Ansprüche.
    * Unfall Versicherung: halte ich für Überflüssig. Zum einen muß die Krankenkasse zahlen, damit man wieder hergestellt wird um arbeiten zu können. Ist wer anders Schuld, muss der oder seine Versicherung dafür aufkommen. Allerhöchstens, wenn sehr individuelle Risiken tatsächlich abgedeckt sind. Frag sich ob sich sowas rechnet. Empfehlung: mit dem Vebraucherschutz abklären ob diese für einen persönlich sinnvoll ist.
    * Berufsunfähigkeit/Arbeitsunfähigkeit: Wann zahlen die denn? Die Bedingungen die mir über einen Vertrag angeboten wurden waren so, das ich eigentlich nie Geld bekomme hätte. -> Mit Verbraucherzentrale abklären.
    * Riester Rente (private Zusatztrente):
    Sparvertrag, Wohnriester auf keine Fall. Einmal sind die Zinsen im Moment niedriger als die Inflation, dann erfolgt die Besteuerung nachgelagert. Das ist beim Wohnriester kritisch, wenn ich nicht weiss wieviel ich versteuern muß.
    Fondsbasierte Rente: Habe ich, Rendite laut Zinseszinsrechner ungefähr 9,9% jährlicher Gewinnzuwachs und eine effektive Rendite von ca. 7,37%
    Nach Tims Meinung also i.O.
    Der Wert könnte deutlich besser sein, wenn die Versicherung die Buy und Hold Strategie konsequent durchgehalten hätte. 2009 hat ich es so vereinbart, das am Jahresende der Jahresbeitrag auf einmal angelegt wird. Haben die auch gemacht, Nur haben die so einen depperten Rentenfonds gekauft, und keine UniGlobal zum Stückpreis von ca 60 EURO. Heute Liegt das Teil bei ca 200Euro. Mein 1946Euro hätten sich somit um das ca. 3,5 fache vermehrt. Die Anleihe hat seit dem keine nennenswerte Wertsteigerung gebracht. Dies jahr gab es auch eine nette Ausschüttung:
    UniGlobal 3,1 Euro / pro Anteil
    Uni EuroRenta c0,81 Euro /pro Anteil

    Leider wird zum Ende hin der Aktienfonds umgeschichtet in den Rentenfonds. Das mindert nochmal. Nachteil der blöden Kapitalgarantie Vorgabe durch den Staat,

    Meine Riesterrente bringt mir jährlich zusätzlich eine Ersparniss von ca. 500Euro bei der Steuer.

    Bei der Nachgelagerten Steuer gilt der persönliche Steuersatz. Und der Anteil der zu Versteuern ist.
    Der persönliche Steuersatz ist nach meiner Kalkulation ca. 5%-Punkte niedriger als die Abgeltungssteuer. Ich muß nur 91% meiner Einnahmen versteuern. Ob das auch für die RR gilt ist mit noch nicht ganz klar.

    Aber es ziegt, das man auch mit Aktien u. Riester an eine bessere Rendite kommt.

    Grüße an alle sparsamen Anleger.

  33. Didi

     

    @Sebastian

    z.B. ETF

    IE00B1TXHL60 ISHARES LISTED PRIVATE EQUITY

    Hab ich zu 12% in meinem wikifolio.

  34. Christoph

    Bu: bei Handwerks berufen eventuell empfehlenswert.

    Wenn ich allerdings nicht mehr im Büro sitzen kann muss ich mir eh um nix mehr Gedanken machen. Dazu ist die bu echt teuer.

    Ich hatte auch 2 Verträge für die rente. Fonds gebundene lebensversicherung und die andere war be Rentenversicherung

    Ich hab letztere mal durchgerechnet ( hätte ich mal vor Unterschrift machen sollen). Ich hatte jährliche gebühren von einer Monatsrate! Die hab ich dann gekündigt trotz Verlust.

    Die fonds gebundene lv hab ich auch gekündigt denn ich kann ja auch selbst direkt anlegen was mir dann schon ab sofort Rendite bringt. Hier hatte ich ein 0er Geschäft.

    Ibm: die haben 40 Milliarden schulden. Das muss man bedenken. Watson usw ist allerdings wirklich top  allerdings ein kleiner teil vom Geschäft. Ich kauf aber auch ibm zu.

     

    Warren hat ja 10 usd gewinn gemacht beim verkauf.

    Allerdings auch ca 20 usd an dividende pro aktie.

    Also lukrativ war das schon.

    Schaut man sich allerdings kurs und dividenden von 2012 bis heute ab im vergleich zum s&p 500 so steht ibm sehr schlecht da.

    Zum zukaufen allerdings ist sowas gut.

     

  35. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jan

    Danke. Genau. Wer vermögend ist, braucht nicht jedes Risiko abzudecken.

    Das Problem der Deutschen ist: Sie haben extreme Angst vor Risiken. Daher meiden sie die Börse und haben einen Haufen Versicherungen. Viel zu viele Versicherungen. So baut man kein Vermögen auf. Du brauchst etwas Risiko, um eine vernünftige Rendite zu erhalten: Das Risiko bekommst Du per ETF bzw. Aktien. Hast Du 30 Versicherungen laufen, bliebt kein Geld zum Investieren übrig.

     

    @ Mr. Pino Cavallo

    Das hab ich schon öfter beantwortet. Buffett und Munger sind uralt. Das stimmt. Aber sie haben vorgesorgt. Als die Gründer von Heinz, McDonald’s, Kraft, JPMorgan, Exxon… starben, gingen ihre Firmen auch nicht unter. Im Gegenteil: Der Erfolg beschleunigte sich.

    Buffett und Munger haben vorgesorgt. Sie haben die richtigen Manager an Bord. Sie haben die Familie in den Gremien, die aufpasst. Sie haben die richtigen Aktionäre, die auf den langfristigen Erfolg achten wie kein anderer.

    3-fach Kontrolle sozusagen:

    Management

    Aufsichtsrat (mit Kindern/Verwandtschaft/Freunden/Förderer)

    Aktionäre (mit Buffett-Gedankengut).

  36. Fit und Gesund

    @Slazenger,

    IBM würde ich auch nicht kaufen, bis jetzt alle Buffett-Jünger die Aktie abgestossen haben wird dauern…und nur Dividendenrendite allein macht auch nicht glücklich, Fresenius ist mittlerweile schon sehr weit oben auf meiner Liste, warten wir mal ab wie es am Montag aussieht,

    freut mich jedoch dass Du diese Aktie auch magst, für mich ist da ein Investment eben was Reales, sozusagen zum Anfassen, ich bin von den Produkten eben selber überzeugt.

  37. chaostrader

    @Christoph

    Ich hatte vor einigen Wochen mal erzählt, dass wir uns einen privaten Hundetrainer genommen haben, um unseren Köterchen etwas Anstand beizubringen. Und was soll ich sagen, nach 4 Beratungsstunden sind wir heute Straßenbahn gefahren, durch die belebte Fussgängerzone (incl. Demo!) und einen gut frequentierten Gassipark gelaufen, und unsere Kampfkläffer haben sich nichtmal von fremden Hunden beeindrucken lassen, die sie bisher immer sofort angegangen sind. Wahnsinn! Der Rütter ist ein Amateur gegen unseren Hundeflüsterer 😉

  38. Peter

    @Sebastian

    Immo-REITs als Beimischung?

    Meine Gedanken dazu:

    Der Einzelhandelssektor ist stark unter Druck geraten durch die E-Commerce Konkurrenz und dadurch gab es auch bei den Retail-REITs einen Sell-Off, der sich letzte Woche noch einmal verschärft hat durch den starken Kursverfall, den Spirit Realty Capital zu verzeichnen hatte. Es gibt schon längere Zeit Ängste, daß die zu vermietenden Flächen rückläufig werden könnten und daß einzelne Mieter wie im Falle von SRC in Schwierigkeiten geraten könnten. Immerhin haben die USA im Vergleich zu anderen entwickelten Märkten eine vergleichsweise sehr hohe Einzelhandelsfläche pro Kunde aufzuweisen, die in Zeiten des E-Commerces überdimensioniert erscheinen könnte. Daher ist zumindest bei einzelnen REITs Vorsicht angesagt. Reine Mall-REITs wie Washington Prime oder Simon Properties sind schon längere Zeit im Abwärtsstrudel, während defensivere REITs wie Realty Income, STORE Capital oder National Retail weniger betroffen sind. Deren Properties werden oft durch bekannte Markenketten freistehend betrieben und generieren durch langfristige Mietverträge einen stabilen und vorhersehbaren Cash-Flow für die Vermieter.

    Im Vergleich zu den bereits hochgelaufenen allgemeinen Aktienmärkten (speziell der US-amerikanische Markt scheint mir momentan überteuert) kann man antizyklisch derzeit durchaus über einen Zukauf bei einzelnen REITs als Beimischung nachdenken. Neben den Retail-REITs finde ich besonders auch den Markt für HealthCare-REITS langfristig interessant, um stabiles laufendes Einkommen z.B. für den eigenen (Vor-)Ruhestand oder zum Schließen der eigenen Rentenlücke zu generieren.

    Das alles ist nur meine persönliche Einschätzung und stellt keine Kauf-oder Verkaufsempfehlung meinerseits dar. Ich selbst halte Aktien von Realty Income und Omega Health Care und bin letzte Woche beim Ausverkauf von Spirit Realty mit einer kleinen Position eingestiegen. Hier noch ein interessanter Artikel dazu von Seekingalpha:

    https://seekingalpha.com/article/4070117-spirit-realty-strong-buy

    Viele Grüsse an alle und ein schönes Wochenende

    Peter

  39. Gandalf

    Eine HPF Versicherung ist Pflicht egal ob Single oder verheiratet man haftet mit seinem vollen Vermögen für Schäden die man anderen zugefügt hat.Da ist man ganz schnell ruiniert und kommt nie wieder hoch.

    Hausrat hab ich auch weil mein Eigentum noch nicht abgezahlt ist und ich bei einem Brand nicht meine ETF´s verkaufen und den Notgroschen für die Sanierung einsetzten  möchte. Da wird es auch ganz ganz schwer wieder ohne Geld aufzustehen.

    Ich liebe ETF´s einfacher kann Vermögen aufbauen doch nicht sein.

    World,EM und noch einen speziellen für den US Markt das ist für mich meine Lösung um neben dem Eigentum und hoffentlich noch 48% Rente menschenwürdig zu leben.

  40. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Obama

    Wie Du das entdeckt hast? Ich habe mit IBM-Mitarbeitern gesprochen. Ich habe eine Uni besucht, die mit IBM zusammenarbeitet. Und muss sagen, dass IBM der Schwung fehlt, stimmt. Aber ganz so negativ wie Buffett sehe ich die Story nicht: Watson, künstliche Intelligenz, Cloud… die machen einiges richtig. Und das Cash sprudelt.

  41. Jan

    Gerade Watson finde ich hoch interessant. Ich halte daher meine (kleine) Investition in IBM. Schauen wir in 20 Jahren nach. Watson hat das Zeug dazu der erste richtig funktionierende Ersatz für Bürotätigkeiten zu sein. Also nicht nur Arbeiten einfacher und leichter zu machen sondern sie, wie in der Industrie längst geschehen, vollautomatisiert ablaufen zu lassen. Bisher hat dazu einfach die künstliche Intelligenz und das lernende System gefehlt. Anders als z.B. auf einer Produktionsstraße im Automobilbau ist im Büro und bei der Interaktion mit Kundenanliegen nicht jeder Vorgang gleich.

    Am Anfang des Computerzeitalters haben Computer schon mal die Büros revolutioniert. Früher gab es in Büros Schreibdienste, riesige Aktenlager, Microverfilmung und Rechnungsschreibung mit Stift, Zettel und Taschenrechner. Ich selbst kann es mir kaum mehr vorstellen, aber manches davon hab selbst ich noch miterlebt. Es wird mal Zeit, dass der Rechner mittels künstlicher Intelligenz eine neue Revolution einleitet.

    IBM sehe ich daher weiterhin als sehr interessant an. Vielleicht etwas risikobehaftet, richtig. Aber nun mal interessant.

    @Tim,

    richtig, wer 30 Versicherungen hat, der ist deutlich überversichert. Ich würde mich an eine einfache Regel halten (ohne Pflichtversicherungen und spezielle Deckungsbedarfskonzepte aufzuführen):

    Haftpflicht

    Berufsunfähigkeit (ohne abstrakte Verweisbarkeit)

    Gebäude (wenn vorhanden)

    Fertig. Das sind drei Stück. Dies sichert die existenziellen Risiken ab. Ausnahmen gibt es, z.B. bereits finanziell freie Menschen. Der Rest ist Luxus. Manchmal sinnvoller Luxus. Aber keinesfalls notwendiger Luxus.

    @StockSaver,

    ich weiß nicht was dir da angeboten wurde. Keine Ahnung, aber es spiegelt jedenfalls nicht die Realität wider. Wichtig ist, und da liegt der Fehler eher bei den Kunden, dass Antragsfragen nicht korrekt ausgefüllt werden und bei Nichtleistung dann gerne gejammert wird. Ich leite u.a. die Betrugsabwehr in der mir anvertrauten Sparte unseres Standortes (aber nicht in BU, siehe oben). Übertrage ich das, was da teils versucht wird zu täuschen und zu betrügen auf existenzielle Risiken wie die BU, dann sieht man so manches Gejammere teils in den Medien durchaus als suspekt an. Ohne darüber eine Statistik zu führen, drohen in diesen Fällen bei mir mindestens 3/4 der ertappten Kunden mit der Presse. Klar, vor den Richter trauen sie sich nicht, dann müssten sie Farbe bekennen, oder sie waren erfolglos auf diesem und anderen Wegen (Ombudsmann, BaFin). Einer der mal über uns in der Presse aufgetaucht ist und dem das Fernsehen einen ganzen Artikel gewürdigt hat, war sehr interessant. Es kam am Ende raus, dass er in seiner finanziellen Not seine Maschinen mehrfach über Banken finanziert hat und am Ende wohl nichts besseres mehr wusste als sie anzustecken. Blöd nur, dass wir die Sicherungsscheine überprüft haben wollten und er sie uns (logischerweise) nicht aushändigen konnte. Was dann dazu führte, dass er den Weg über die Presse suchte, denn bei allen anderen (objektiven) Stellen unseres Rechtssystems hätte er sich unangenehme Fragen stellen müssen. Ein Extremfall, sicher. Aber die Berichterstattungen in Zeitung und Fernsehen waren uns sicher. Aber viel erwähnenswerter finde ich, dass über den Ausgang dieses Falles die Zeitung, der Fernsehsender und das Magazin kein Wort später verloren haben. Sie hätten sich ja sonst eine fehlerhafte Recherche eingestehen müssen. Und manchmal habe ich auch den Verdacht es verkauft sich eben an die Fernsehkonsumenten besser, wenn das alte Klischee des Großen gegen die unterdrückten Kleinen aufrecht erhalten wird. Was ich damit sagen möchte: Hab weniger Vorurteile. Nicht umsonst raten die Verbraucherschutzzentralen durchweg zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung. https://www.verbraucherzentrale.de/die-passende-versicherung

    Wichtig ist bei den BU Versicherungen insbesondere der Antrag und die Antragsfragen. Das ist ein Minenfeld, vollkommen richtig. Und da macht es durchaus Sinn diese genau zu lesen und lieber mal mehr anzugeben als zu wenig. Aber die Antragsfragen sind deshalb in der BU so umfangreich gestellt, weil insbesondere diejenigen Versicherungsschutz noch schnell abschließen möchten, die bereits körperliche Beschwerden fühlen und sich aber bisher vor den 50 oder 60 Euro Beitrag drücken wollten. Selbst das kenne ich in meinem Sach-Bereich bei der Leitungswasserversicherung. Der Versicherer muss das genau prüfen, da sich sonst auf Kosten der Versichertengemeinschaft so manche gesund stoßen würden (und leider schaffen es noch genügend). Nebenbei auch ein Feld bei dem Watson sehr interessante Einsatzgebiete hätte. Im Sachbereicht geht seitens des GDV man davon aus, dass 10% der Leistungen an nicht aufgedeckte Betrugsfälle ausbezahlt werden.

  42. Tom

    Hallo Tim,

    seit ca. 6 Wochen lese ich Deinen Blog aufmerksam durch. Respekt, sehr gute Themen die Du hier vermittelst.

    Ich bin selber grosser Freund von Realwerten, wie Aktien bzw. Aktienfonds es sind. Versicherungen nur um ein Risiko zu versichern (wie der Name schon sagt).

    Ich habe jahrelang als Aktienhändler einer Bank und beim Makler gearbeitet und berate heute Privatkunden bei der Vermögensstrukturierung.

    Das Du als Vermögender Mensch keine Privathaftpflichtversicherung hast finde ich fahrlässig. Solltest Du einem Dritten Schaden zufügen haftest Du hierfür mit Deinem gesamten Vermögen. Sollte Dein jetziges Vermögen für die Schadenregulierung nicht ausreichen, so haftest Du mit allem was Du zukünftig noch erwirtschaften wirst. Im schlimmsten Fall kann dies den finanziellen Ruin bedeuten. Und das Risiko um im Jahr ca. 60 Euro zu sparen?

    Meine Meinung: vor dem Vermögensaufbau, der unumgänglich ist, steht die Abicherung existentieller Risiken.

     

    Grüße Tom

     

  43. O.T.

    Es ist immer wieder erstaunlich wie Menschen ticken.

    Da schildert Heinz glaubhaft wie er von seiner Versicherung abgezockt und verarscht wird. Das Internet und die Medien sind voll von ähnlichen Fällen, auch hier im Kommentarstrang.

    Und einige hier ziehen den Schluß daraus, das sie NICHT GENAUSO von ihrer Versicherung bei der Haftpflicht, BU und allen anderen Versicherungsverträgen verarscht werden.

    Wenn eine Versicherung 60 od. 70 EUR Prämie für eine (x-beliebige) Versicherung verlangt, kann man sicher sein das das Risiko maximal bei 1 bis 5 EUR liegt. Der Rest geht für Provisionen, Verwaltung, Glaspaläste, Direktorengehälter etc. drauf (schon alleine die jährlichen Portogebühren und Drucksortenkosten bei 70 Euro machen 10 % der Prämien aus).

    Eine Marketing Meisterleistung der Versicherungsbranche, gepaart mit dem Sicherheitswahn des kleinen Mannes.

  44. Mat

    @ O.T:  Richtig die Direktorengehälter sind lt. Solvency bei der Kalkulation zukünftiger Risikoprämien sogar mit dem Faktor 2 zu berücksichtigen….^^

     

  45. Fit und Gesund

    @O.T.

    Haftpflicht muss sein, egal wie sehr ich abgezockt werde, geht nix über einen ruhigen Schlaf und 60 Euro sind peanuts, auch wenn ich sonst sehr sparsam bin.

  46. Tom

    @O.T.

    Natürlich sind in jedem Vertrag Verwaltungs- und Vertriebskosten drin. Das ist ja auch in einem vernünftigen Verhältnis legitim.

    Wie hoch in einer Privathaftpflichtversicherung der Kostenanteil ist kann Dir total egal sein, denn der Vertrag hat eine Versicherungssumme. Diese betragen in der Regel zwischen 10 bis 50 Mio Euro.

    Anscheinend hast Du da etwas mit sogenannten Vorsorgeverträgen, bei denen die Kosten deutlich die Rendite reduzieren, verwechselst.

    Natürlich, eine Versicherung ist eine Wette. Du wettest gegen die Versicherung. Meistens gewinnt der Versicherer. Aber wenn Du die Gesellschaft nur einmal für Deine Dinge brauchst bist du froh das Du abgesichert bist. Dies hat mit „Versicherungswahn des kleinen Mannes“ nichts zu tun.

    Einfach mal in Ruhe die Dinge lesen.

     

  47. DocSchneider

    Einfach für 2.000,- eine Dividendenaktie kaufen und im Depot behalten. Die Jahresdividende bezahlt dann quasi automatisch die Privathaftpflichtversicherung (3% Dividendenrendite vorausgesetzt).

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