Wann schnappt sich PPR den Rest von Puma?


New York, 10. Oktober 2009

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Der französische Luxusgüterhersteller Pinault-Printemps-Redoute, kurz PPR, (Gucci, Yves Saint Laurent, Puma) will seine afrikanische Tochtergesellschaft CFAO an die Börse führen. Analysten rechnen damit, dass PPR rund eine Milliarde Euro bei dem IPO zufließen könnten. CFAO ist sehr erfolgreich. Der Einzelhändler verkauft Autos, Technologieartikel und Medizin in Afrika. Im vergangenen Jahr verdiente die Tochter 314 Millionen Euro operativ bei einem Umsatz von 2,9 Milliarden Euro.
Die Hälfte der Aktien will PPR bei dem Börsengang abgeben. Ich glaube, dass der Luxusriese damit seine Kriegskasse auffüllt, um die restlichen Anteile seiner Tochter Puma zu übernehmen. Zwar hat sich der Kurs des drittgrößten Sportartikelvermarkters seit dem Tief im März auf 226 Euro verdoppelt, wie der Chart oben eindrucksvoll zeigt. Doch ist der Börsenwert mit 3,4 Milliarden Euro noch immer recht günstig. Sobald die Herzogenauracher wieder an ihr Ergebnis aus dem Jahr 2005 in Höhe von 285 Millionen Euro anknüpfen können, beträgt das Kursgewinnverhältnis (KGV) nur zwölf.
Im Jahr 2007 übernahm PPR die Mehrheit an der Raubkatze und zahlte um die 330 Euro je Aktie. Der aktuelle Kurs liegt 30 Prozent unter dem ursprünglichen Preis. Das ist ein schöner Rabatt. Im Streubesitz befinden sich weniger als 30 Prozent. Für mich ist Puma ein Kauf.


tim schaefer (Author)

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