Wachovia: Horrormeldung


New York, 14. April 2008

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Mehr Kapitalerhöhungen. Jetzt ist es Wachovia. Sieben Milliarden Dollar will die viertgrößte US-Bank einsammeln. Zwölf Prozent der Beschäftigten verlieren ihren Job. Im ersten Quartal meldet der Bank-Riese zudem einen überraschend hohen Verlust – wegen der subprime-Probleme.
In der Vorwoche hatte Washington Mutual die Kapitalmärkte mit ebenfalls sieben Milliarden Dollar angezapft. 176 Millionen neue Aktien gab das Institut aus. Die Heuschrecke TPG und weitere Altaktionäre schulterten die Maßnahme. Binnen Jahresfrist stürzte die Aktie von 40 auf zehn Dollar. Ich halte das Kursniveau (10,72 Dollar) jetzt vor dem Hintergrund des geschnürten Rettungspakets als sehr interessant. Immerhin 75 Prozent Kursminus in nur zwölf Monaten. Die Aktie bildet einen Boden aus.
Es ist ein historisches Ereignis. So viele Kapitalmaßnahmen hat es nie zuvor gegeben. Sie umfassen Milliarden von Dollar. Es verwässert die Altaktionäre, bringt die Kurse unter Druck. Viele Manager verloren ihre Jobs.
Ich glaube, wir sehen bald ein Ende der Talfahrt. Wobei die nächsten Wochen und Monate durchaus noch turbulent sein können. Nach dem Kurssturz beläuft sich die durchschnittliche Dividendenrendite im S&P-500-Index auf mehr als zwei Prozent. Für Tagesgeld bekommen hier die Sparer weniger. Insofern sind Aktien sehr attraktiv. Wer Geduld hat, legt sich auf die Lauer. Kaufen Sie, wenn die Kanonen donnern. So hat Warren Buffett sein Milliardenvermögen aufgebaut.
Neben dem Finanz- und Bausektor schmierten nahezu alle Branchen ab. General Electric ist indes ein Warnsignal, dass die US-Krise weltweite Auswirkungen haben könnte.


tim schaefer (Author)

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