Verzögerungstaktik


New York, 9. Mai 2015
image

Sanduhr: Lassen Sie Zeit verstreichen. Eilen Sie nicht an die Börse. Vermeiden Sie Schnellschüsse. Gehen Sie wohlüberlegt vor. Lassen Sie sich jeden Schritt in Ruhe durch den Kopf gehen.

Aus Studien ist bekannt, dass Privatanleger zu aktiv an der Börse sind und sich somit selbst schaden. Wie können Sie für mehr Gelassenheit sorgen? Es fängt schon beim Einstieg an. Erstens sparen Sie ausreichend Mittel, bevor Sie mit dem Kauf beginnen.

Zweitens überlegen Sie sehr genau, was Sie tun werden, bevor Sie die Order aufgeben. Es besteht kein Grund, irgendwo schnell unüberlegt in eine Aktie oder einen Index hineinzustürmen. Lassen Sie sich Zeit.

Ich sehe es oft: Viele Menschen haben vom Trading und der Börse zu wenig Ahnung. Doch sie gehen ans Werk, als ob sie alles wüssten. Sie versuchen, auf die Schnelle Vermögen aufzubauen mit Methoden, die so nicht funktionieren. Ihnen fehlt das Wissen und Geschick. Sie gehen enorme Risiken ein. Sie unterschätzen die Kosten (Gebühren, Steuern, falsches Timing…)

Sie verstehen das Grundprinzip der Börse nicht. Sie sehen die Börse als Spielhölle, in der sie per Mausklick gutes Geld verdienen können. Aber Fakt ist: Nur durch reinen Zufall kann das Zocken klappen. Durch ein Wunder. Die wenigsten blicken wirklich durch.

Millionen verlieren Geld, weil sie sich nicht informieren. Sie gehen hohe Risiken ein. Sie stürzen sich in ein Abenteuer. Die Börse endet jedenfalls für etliche nicht gut.

Die Lehre daraus: Leben Sie sparsam. Legen Sie Geld zurück. Vermeiden Sie sinnlose Geldverschwendung. Niemand muss im größtmöglichen Haus leben, das dickste Auto fahren und den feinsten Zwirn tragen.

Mit Blick auf die Geldanlage gilt: Informieren Sie sich umfassend. Vermeiden Sie Schnellschüsse. Nur mit der richtigen Strategie wird Sie die Börse belohnen.

Hedgefondslegende George Soros hat ein ganzes Team, das in aller Ruhe Aktien analysiert. Nichts wird dem Zufall überlassen. Es liegen rationale Gedanken jeder Transaktion zugrunde. Es ist ein emotionsloses Geschäft. Fakten, Fakten, Fakten.

Hedgefondsmann David Einhorn gibt manchmal Umfragen in Auftrag, bevor er eine Aktien-Wette eingeht (long oder short). Er lässt Parkplätze beobachten, lässt in Läden anrufen, um zu schauen, wie freundlich die Kundenkontakte sind. Milliardeninvestor Einhorn lässt intern alle Informationen sammeln und zusammenfassen. Er ist ein Jäger und Sammler. Es werden umfangreiche Studien erstellt, bevor er eine Entscheidung trifft. Sein Ziel ist es: Fehler zu vermeiden. Verluste zu vermeiden. Einhorn will das Management, die Produkte, die Bilanz bis ins Detail verstehen.

David Einhorn. Milliarden-Investor. Er nimmt seine Aktien-Ideen sehr gründlich unter die Lupe, bevor er tätig wird. Nichts wird dem Zufall überlassen.

David Einhorn. Milliarden-Investor. Er nimmt seine Aktien-Ideen sehr gründlich unter die Lupe, bevor er tätig wird. Nichts wird dem Zufall überlassen.

Warren Buffett rät Privatanlegern: Im Leben nur 20 Aktienkäufe zu nutzen. Er vergleicht es mit einer Lochkarte (punch card) mit 20 Löchern. Diese 20 Chancen würde ausreichen. Mehr seien nicht nötig. Als Anleger müsse man ewig auf den fetten, klaren Deal warten. Deshalb sitzt Buffett auf einer unglaublich üppigen Kriegskasse. Er hat Geduld. Er wartet auf den richtigen Moment. Auf den passenden Deal. Zum Teil beobachtet er Konzerne wie IBM jahrzehntelang, bevor er einsteigt.

Der Vorteil: Wer sich Zeit lässt, kann mehr nachdenken. Wer Zeit hat, reduziert gefühlsbasierte Fehler.

Hedgefondsstar Bill Ackman bekommt wie Einhorn Hinweise von außen. Er formt im Anschluss eine Investmentthese. Dann arbeitet ein Team intern an der Recherche. Sie gehen durch SEC-Dokumente, Berichte, Quartale, Pressemitteilungen, Interviews, Aussagen von Konkurrenten. Sie befragen Kunden, Mitarbeiter, Führungskräfte.

Nichts wird dem Zufall überlassen.

Bill Ackman: Der Hedgefondsmann nimmt seine Transaktionen im Vorfeld unter die Lupe. Intensive Recherchen lässt er anstellen. Keinerlei Schnellschüsse wagt er.

Bill Ackman: Der Hedgefondsmann nimmt seine Transaktionen im Vorfeld unter die Lupe. Intensive Recherchen lässt er anstellen. Keinerlei Schnellschüsse wagt er.

LinkedIn-Gründer Reid Hoffman baute 1997 eine soziale Plattform namens SocialNet auf, die pleite ging. Danach gründete er LinkedIn, das Berufsnetzwerk, das ein Milliarden-Knüller wurde. Hoffman ließ sich Zeit. Er lernte aus seinen Fehlern.

Machen Sie es so wie Einhorn, Ackman, Soros, Buffett, Hoffman. Drücken Sie häufiger die Pausetaste.

Die Finanzbranche lebt von einer möglichst hohen Aktivität. Sie ist an einem Spielkasino interessiert. Lassen Sie sich auf das Zocken besser nicht ein. Es lohnt sich nicht.

Finden Sie eine lohnende Strategie. Eine gute Strategie besteht darin, großartige Unternehmen bzw. Indizes zu finden, zu kaufen und Geduld zu haben. Vervielfachen Sie Ihren Einsatz. Lassen Sie den Zinseszins wirken.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Verzögerungstaktik

  1. Michael C. Kissig

    Tim, im Grunde läuft es auf die – nach wie richtige – Aussage Benjamin Grahams hinaus: „Geduld ist die oberste Tugend des Investors“. Und hier sind wir am entscheidenden Punkt, das nämlich die meisten Anleger sich nicht mit den Unternehmen beschäftigen, sich nicht an Unternehmen beteiligen wollen, um an deren wirtschaftlichen Erfolg teilzuhaben, was deren Aktien steigen lässt. Sondern dass sie nur auf die Aktien(kurse) schielen, und meinen, hieraus irgendwas Sinnvolles ableiten zu können, die eine Aktie zu finden, die sich in wenigen Tagen verdoppelt. Das funktioniert genauso sicher wie Roulette mit genau den gleichen Chancen für Rot oder Schwarz: leicht unter 50 Prozent, weil es ja die Null gibt. Beim Aktienkauf sind es die Orderspesen, die die Chancen unter 50 Prozent drücken. Es ist idiotisch, so Geld anzulegen!

    Man sollte es cleverer anstellen. Indem man sich mit den Unternehmen beschäftigt und auf solide, finanzstarke Werte setzt mit hohen Cashflows und steigenden Gewinnen bei attraktiver Bewertung, macht man nichts anderes, als beim Blackjack die Karten zu zählen und dann einzusteigen, wenn die Chancen erheblich zu eigenen Gunsten stehen. Auch dann kann man noch fehlgreifen, aber die Wahrscheinlichkeit, mit seiner Anlage Geld zu verdienen, ist deutlich höher. Auf lange Sicht! Das sollte man nicht vergessen, denn der Aktienmarkt ist nicht objektiv und nicht sachlich, er ist ein emotionales Luder.

    „Du verdienst kein Geld, wenn du kaufst, du verdienst kein Geld, wenn du verkaufst. Du verdienst Geld, wenn du auf deinem Hintern sitzt und abwartest“. (Charlie Munger)

  2. Felix

    Für mich stellt sich die Frage, ob es sich mit dem Siegeszug der ETFs überhaupt noch lohnt, nach der einen fundamental unterbewerteten, mit guten Zukunftsaussichten ausgestatteten Aktie zu graben? Wenn durch die ETF-Käufe alle Aktien über einen Kamm geschoren werden und keiner mehr nach den Perlen sucht, dann bestimmen doch gar nicht mehr die zugrundeliegenden betriebswirtschaftlichen Daten den Kurs, sondern eben Angebot und Nachfrage und die ist für alle im Index befindlichen Aktien gleich groß, wenn all nur noch den Index kaufen.

    Liege ich mit meinen Überlegungen richtig? Das wäre ja der Tod der Fundamentalanalyse.

  3. Frank/München

    hallo,

    im Grunde gebe ich Tim Recht, nur manchmal juckt es einen auch mal zu spekulieren. Mein Depot besteht neben Cash und etwas Gold aus den beschriebenen großen Tankern mit Burggraben und stetig fließenden Cash flows.

    Als Kleinstanleger möchte ich aber auch mal mehr Risiko gehen um die Chance auf eine höhere Rendite zu bekommen. Wenns nicht klappt wars ich wenigstens selber. Aktuell habe ich WCM gekauft. Ein klarer Zock auf die Fähigkeit des Managements. Die hohen Insiderkäufe stimmen mich aber zuversichtlich.

    Vor vielen Jahren war es so ein Zock mit noch unbekannten Nokia Aktien , die mir damals  die Möglichkeit gaben eine gewisse Depotgröße überhaupt zu erreichen.

    Jetzt als alter Mann (46;)) bin ich natürlich deutlich konservativer, aber manchmal überkommts mich halt und ein kleiner Wert wandert ins Depot.

    Schönes Wochenende!

    Frank

  4. Jesse Livermore

    @ Michael C. Kissig,

    hat der gute Charlie Munger da vielleicht den legendaeren Spekulanten Livermore zitiert?

    “After spending many years in Wall Street and after making and losing millions of dollars I want to tell you this: it never was my thinking that made the big money for me. It was always my sitting. Got that? My sitting tight!“ – Jesse Livermore

  5. Michael C. Kissig

    @Felix

    Selbstverständlich lohnt sich das Stock-Picking auch dann noch, wenn ETFs weiter in der Beliebtheit zunehmen. Denn diese bilden ja nur die Gesamtentwicklung aller Aktien in einem Index ab, nicht mehr, nicht weniger. Wenn in diesem Index eine Aktie schlummert, die total unterbewertet ist, bekommt das der ETF nicht mit. Er steigt, wenn diese Aktie steigt. Nicht umgekehrt… Und die Aktie steigt, wenn mehr Nachfrage als Angebot nach ihr vorherrscht.

  6. Markus

    @Felix

    Es ist unwahrscheinlich, dass Indexing die komplette Börse dominiert. Da sprechen einige Gründe & auch Vorbehalte dagegen.

    Zudem wäre aktives Investieren wieder erfolgsversprechender, wenn bestimmte Tendenzen des Indexings durch Marktbeeinflussung ausgenutzt werden könnten.

    Der eine ist glücklich mit Dividenden-Aktien, der nächste mit Trading, ein anderer mit Indexing, ein anderer mit Value-Investment, Momentum und und und.

    Die Findungsphase eines zähen & langfristigen Anlegers zeigt normalerweise früher oder später die passsende Strategie für den Investor.

     

     

  7. Lad

    Die jährliche Rendite von 10%, 20%, 30% oder sogar 100% ohne Risiko

    Die jährliche Rendite 10%, 20%, 30% oder sogar 100% von investiertem Kapital ist einfach zu erreichen und ohne Risiko. Nur keine Angst vor Aktien der größten und ältesten Unternehmen und Banken in Westeuropa und den USA und nach vielen Jahren in diese Aktien zum Beispiel 100.000 Euro investieren und halten diese Aktien bis zum Tod über alle Crashes und Rallies. Und wer in einer Überbewertung wie 1999-2000 alle Aktien verkauft und 2-3 Jahre später billig wieder kauft, der erreicht die jährliche Dividendenrendite von 100% in weniger als 40 Jahren. Der Trick liegt in der Tatsache, dass einige Firmen ihre Dividende um 10% pro Jahr seit vielen Jahren erhöhen. So kann sich die anfängliche Rendite der Investitionen von 3% pro Jahr in 7 oder 8 Jahren schon verdoppeln, in 20 Jahren 20% pro Jahr erreichen und nach 38 oder 40 Jahren können die Dividenden-Ausschüttungen schon 100% des Wertes der heutigen Investition erreichen. Und unsere Kinder müssen dann nicht mehr arbeiten, wenn sie unsere Dividenden vererben. Zwei solche solide Aktien sehe ich im Index DAX, 6 im Dow Jones und USA, 5 im Eurostoxx50 und 4 im Index Stoxx50.

  8. Claudius

    Sehr schöner Beitrag. Ich lese gerade „Where are the customers yachts“ von Fred Schwed und darin wird anschaulich erklärt, warum man mit Spekulationen und kurzfristigen Trades keinen Erfolg haben kann und warum es manchmal so aussieht, als würden es doch einige schaffen. Gewinne durch Spekulationen sind reiner Zufall. Wenn 100.000 Leute einmal spekulieren, haben 50.000 davon (durchschnittlich) Recht. Wird nocheinmal spekuliert, so haben 25.000 schon 2 mal in Folge erfolgreich spekuliert. Bei der dritten Runde sind es noch 12.500 usw.

    Am Ende wird es immer Menschen geben, die mit Spekulationen Erfolg haben aber das ist ganz sicher die Minderheit und hat mehr mit Glück als mit Verstand zu tun.

    Gruß,

     

    Claudius

  9. AlexanderAlexander

    Es gibt schon Profi-Trader, die machen das aber berufsmäßig und das ist harte Arbeit. Der Kleinanleger ist der Spekulant, der planlos sein Geld verzockt. Man sollte da schon unterscheiden.

    Es ist ja schön, wenn die Herren ein ganzes Team haben, dass für sie arbeitet, bevor die Millionen investiert werden. Aber was kann ich als Kleinanleger machen? Eigentlich fast nichts. Ich kann mir die Kennzahlen der letzten Jahre anschauen, lesen, nachdenken und darauf vertrauen, das die Entscheidung nicht ganz falsch ist. Ich betrachte z. B. die Dividendenrendite, das Wachstum und setze es ins Verhältnis zur Inflationsrate und den Zinsen, dann kann ich immer noch eine IBM oder andere Werte kaufen. Ob zu teuer oder doch noch günstig, wird sich langfristig zeigen.  Ich kann natürlich auf eine Korrektur warten, die kann aber auch noch 5 Jahre auf sich warten lassen. Also kaufe ich regelmäßig nach und nutze langfristig den Cost-Average-Effekt. Man wird dadurch sicher nicht von heute auf morgen reich, aber auf lange Sicht wird es schon interessant.

  10. Jesse Livermore

    @ Claudius,

    wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass Jahrzehnte des Erfolgs bei Spekulanten wie Peter L. Brandt und George Soros das Ergebnis von Glueck sind? Nach deiner Logik haben die besten Poker-Spieler der Welt auch nur „Glueck“, richtig?

  11. Markus

    @Lad

    Welche Aristokraten meinst Du denn im einzelnen?

    @Jesse Livermore

    Vergleiche mit Buffett, Soros usw. sind für die große Mehrheit der privaten Investoren mit regulären Job und ohne Team schwer zu erreichen (positiv formuliert).

    Rein mathematisch braucht man mehrere Jahrzehnte (die genaue Zahl müsste ich nachlesen) um Glück von Können & Fähigkeit zu unterscheiden (mal unabhängig von den gravierend unterschiedlichen Start-Bedingungen, Insiderwissen usw.).

  12. Jesse Livermore

    @ Markus,

    da ist sicherlich was dran. Aber die erfolgreichen Investoren als auch Spekulanten haben ja bestimmte Dinge gemeinsam, die evtl. zu den Ursachen ihres Erfolgs zaehlen koennten.

    Ist es nicht zum Beispiel ziemlich gewagt zu behaupten, dass diszipliniertes Risikomanagement beim Trading absolut keinen Einfluss auf die Performance hat? Denn professionelles Risikomanagement ist das, was die Top-Trader bei allen sonstigen Unterschieden gemeinsam haben.

  13. Markus

    @Jesse Livermore

    Sicherlich ist es so, das erfolgreiche Investoren (und auch Trader) bestimmte Techniken, Lehrmeister, Studien und Informationen nutzen!

    Manche, aber auch nicht alle sind auch für den Privatanleger nutzbar.

    Ich habe keine Ahnung vom Trading, aber das Risikomanagement notwendig bzw. hilfreich ist, liest man durchaus ab und an.

    Nur finde ich die Werbeslogans:

    – aus 1000 € mehrere Millionen machen…

    – investiere wie Buffett (lies 1, 2 Geschäftsberichte)

    Prinzipiell falsch, da unrealistische Hoffnungen (für „normalo“-Anleger) geweckt werden, die nur kleine Teilaspekte einer „Guru-Strategie“  abdecken können.

    Interessant wird es, wenn Algorithmen ineffiziente Marktlücken aufspüren…

  14. Gert / trading-options.deGert / trading-options.de

    @ Claudius

    Mit deiner Rechnung kann man auch beweisen, dass es immer irgendeinen Warren Buffett auf der Welt geben muss, weil einer oder zwei oder auch 100 der Value-Anleger mit ihrer Auswahl enormes Glück gehabt haben.

    Trading hat nichts, aber auch gar nichts mit Glück oder Pech zu tun, auch wenn es vielleicht ein paar Trader auf der Welt gibt, die nur Glück hatten.

    Erfolgreiches Trading ist harte Arbeit, die neben erheblichem Wissen eine Menge Selbstdisziplin erfordert. Es besteht nicht aus Champus schlürfen und Geld aus dem Fenster werfen, nachdem man jeden Tag ein paar Knöpfe gedrückt hat und nach 30 Minuten Feierabend hat.

    Völlig richtig ist die Aussage, dass viele, die es versuchen, scheitern, meistens sogar sehr schnell. Sie bringen die ganz grob skizzierten Voraussetzungen nicht mit.

    Absolut falsch ist die Aussage, dass erfolgreiche Trader nur Glück haben. Diese Annahme ist für mich kompletter Unfug.

  15. Jesse Livermore

    @ Markus,

    die Werbeslogans sind aber durchaus profitabel … fuer den, der die Slogans verkauft. 🙂

  16. Ace

    Mal eine dumme Anfänger-Frage:

    Wieviel Geld sollte man denn für ein Aktieninvestment in die Hand nehmen?

    Reichen da sagen wir mal 10’000 CHF um ein paar Roche Aktien zu kaufen? oder sind da die Gebüren schon zu hoch?

  17. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Ace

    Wenn Du Dich mit Roche alleine ausreichend diversifiziert fühlst. Normalerweise sollte man 15-20 Werte (bei Einzelwerten) mit mindestens 2.000 Euro pro Position im Depot haben, um die Kosten im Rahmen zu halten. Zur kostengünstigen Abwicklung bieten sich Online-Broker an. Gibt es ja auch in der Schweiz. Bei kleineren Anlagesummen würde ich eher zu ETFs greifen.

    Da findest Du ebenfalls Branchen-ETFs zum Beispiel mit Health Care Werten oder Nahrung/Konsum.

  18. Ace

    @Schwarzer Kater

    Ich habe vor je ca. 10’000 in Nestle, Roche und Novartis zu investieren.

    Wobei es bei Novartis ja noch einen Aktiensparplan gibt den ich mir mal genauer ansehen muss.

    Ich denke dann bin ich soweit mit „langweiligen“ Schweizer Titel gut diversifiziert, da ja die Konzerne International tätig sind und somit sowieso in meinen Augen schon diversifiziert sind.

     

     

     

  19. Jens

    Hallo Tim,

    ich denke du hast recht. Geduld ist alles.

    Ein Anfänger sollte aber erst mal einfach Anfangen. Schwimmen lernt man nur im Wasser. Ich würde jedem Anfänger raten sich 500-100 Euro „Spielgeld“ zu nehmen und Aktien zu kaufen.

    Gebühren sind natürlich bei so kleinen Summen sehr hoch. Man sollte es aber als Lehrgeld betrachten.

    Viele Grüße

    Jens

  20. Schwarzer KaterSchwarzer Kater

    @Jens

    Sorry, da bin ich gänzlich anderer Meinung.

    Mit Geld spielt man nicht! Wenn jemand probieren möchte, ob seine Ideen/Strategien funktionieren, dann kann er heutzutage bei diversen Anbietern kostenfreie Musterdepots anlegen und diese verfolgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *