Mit Seife, Cola, Zahnpasta, Klopapier Millionär werden


New York, 9. Juli 2016
Im Supermarkt können Sie Geschenkkarten mit Aktienanteilen kaufen. Amerinaer verschenken statt Spielzeug zunehmen Aktien von Apple, Nike, Facebook, Alphabet oder eBay. Foto: Stockpile

In amerikanischen Supermärkten können Sie neuerdings Geschenkkarten mit Aktienanteilen kaufen. Amerikaner verschenken statt Spielzeug zunehmend Aktien von Apple, Nike, Facebook, Alphabet oder eBay an Kinder (Foto: Stockpile).

Jeder zweite Amerikaner hat ein „Aktiendepot für die Rente“, das fleißig bespart wird. Das Depot fürs Alter hat den Namen „401(k)“ oder „SEP IRA„. Es klingt merkwürdig, hat aber viele Vorteile: steuerlich befreit, Zuschuss vom Chef, Schutz bei Privatinsolvenz, Vererbarkeit, geringe Gebühren, ordentliche Rendite möglich…

Die Amis sind so begeistert vom Aktiensparen, dass sie ihren Kindern schon Aktien über Geschenkkarten schenken. Die Firma „Stockpile“ macht dies möglich. Sie verkauft Aktien-Geschenkkarten (in der Größe einer Kreditkarte) an den Kassen in Supermärkten und Drogerien. Anstatt den Kids das zehnte Paar Schuhe zu schenken, erhalten sie also Apple-, Facebook- oder Microsoft-Aktien. Ich finde das gut. Auch wenn die Gebühren recht teuer sind.

Hier spricht der CEO der Firma im Fernsehen über sein Unternehmen:

In Deutschland herrscht dagegen Trübsal, wenn es um Aktien geht. Kaum jemand besitzt Aktien. Anleger machen die einfachsten Dinge nicht. Sie sparen zu wenig. Sie denken nicht langfristig. Es wird zu viel konsumiert.

Wir Verbraucher sollten mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben. Wir sollten unsere Ausgaben im Griff haben. Monatlich sollten wir investieren.

Im Prinzip ist es einfach. Die Altersvorsorge ist nicht kompliziert: Kaufen Sie jeden Monat einen Indexfonds. Automatisieren Sie das. Ziehen Sie das Dekaden durch. Punkt. Schluss. Mehr brauchen Sie nicht zu tun.

Viele Leute haben Angst, wenn es um die Finanzen geht. Wenn Sie die Schritte, die ich Ihnen immer wieder erkläre, befolgen, werden Sie weniger Angst haben. Es funktioniert.

Sie brauchen dazu keinen Finanzberater. Keinen Banker. Das können Sie ganz alleine zuhause erledigen. Zum Beispiel bei einem Discountbroker lässt sich das im Handumdrehen umsetzen.

Schreiben Sie Ihre Ziele auf. Dann geht die Zielerreichung noch leichter. Das gilt nicht nur für die Finanzen. Wenn Sie abnehmen wollen, hilft es, wenn Sie Ihre Ziele aufschreiben. Außerdem gilt das für weniger Alkohol, weniger Zigaretten usw.

Das Abnehmen geht übrigens ohne teure Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio: Gesund ernähren. Viel Grünzeug, Vollkorn, Eier, Obst, Frisches essen. Mit dem Rad fahren, spazieren, joggen…

Ziele lassen sich zum Teil viel einfacher erreichen, als es scheint. Sie können eine Million Euro bis zum Ruhestand ansparen, wenn Sie nur früh genug mit dem Sparen beginnen. Dazu ist kein Spitzengehalt nötig. Ein durchschnittlicher Verdienst kann reichen, um zur Million zu gelangen. Das Geheimnis: Es ist der Zinseszins, der wie ein Schneeball ins Rollen kommt.

Hören Sie nicht auf die Armen, die nichts in der Tasche haben, aber dafür dicke Autos fahren und in großen Angeberbauten leben. Hören Sie auf die Reichen, die es geschafft haben. Die wissen, wie der Vermögensaufbau funktioniert.

Sie können nie zuviel gespart haben. Viel Cash, keine Schulden und ein schönes Depot – das beruhigt ungemein. Seien Sie auf alles vorbereitet. Das macht das Leben leichter. Sie können dann besser schlafen.

Glauben Sie besser nicht, dass Ihnen Frau Merkel oder Herr Schäuble helfen werden. Sie werden nicht Ihr Leben in Ordnung bringen. Auf deren Hilfe können Sie ewig warten. Also können Sie gleich akzeptieren, wenn Sie ein konsumorientierter Mensch sind, dass Sie ein Geldproblem haben. Suchen Sie nach einer Lösung. Das Erkennen der Lage ist der Beginn des Lösungswegs.

Die ganze Schuldenmacherei hilft keinem. Auch nicht der Wirtschaft. Denn die Kreditzinsen, sagen wir 7 Prozent, werden ja der Wirtschaft entzogen. Sie landen in irgendwelchen Banktöpfen, die derzeit eh alle leer sind.

Sparen bedeutet zu verzichten. Ja, klar. Aber es lohnt sich. Glauben Sie mir.

Wer keinen Indexfonds mag, kauft Einzelaktien. Es zahlen sich Basisgüter aus. Ganz langweilige Dinge des Alltags. Lebensmittel. Gewürze. Zahnpasta. Waschpulver. Seife. Cremes. Parfüm. Bier. Klopapier.

Sie brauchen nicht die nächste Google oder Facebook zu erwischen.

Langweilige Hausmannskost lohnt sich. Das mag zwar kaum jemand glauben, aber es ist so. Es ist nebenbei ziemlich risikolos. Trotzdem sollten Sie ausreichend streuen. Wer streut, gewinnt.

Der Zahnpastahersteller Colgate-Palmolive legte seit Januar 1977 um 4.600 Prozent zu.

Mit Colgate-Palmolive hätten sie seit xy Prozent verdienen können.

Mit Colgate-Palmolive im Depot hätten sie seit 1977 rund 4.600 Prozent verdienen können.

Pepsi rannte seit Juni 1972 um 6.600 Prozent nach oben. Der Rivale Coca-Cola explodierte seit Januar 1962 um 36.500 Prozent.

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Mit Pepsi hätten Sie 6.600 Prozent seit 1972 eintüten können.

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Mit Coca-Cola waren 36.000 Prozent drin.

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Pepsi verkauft übrigens nicht nur Getränke, sondern auch Snacks. Ein Kassenschlager sind die Chips der Marke „Lays“.

Mit dem Konsumgüter-Fabrikanten Kimberly-Clark im Depot (Scott-Toilettenpapier gehört dazu) hätten Sie seit 1984 Ihren Einsatz um 2.300 % steigern können.

Mit Kimberly-Clark hätten Sie Geld wie Heu verdient. Das Unternehmen stellt zum Beispiel das Toilettenpapier der Marke "Scott" her. Ich schrieb darüber vor einiger Zeit in der "Euro am Sonntag".

Mit Kimberly-Clark hätten Sie Geld wie Heu verdienen können: 2.300 Prozent. Das Unternehmen stellt zum Beispiel Kleenex-Taschentücher oder das Toilettenpapier der Marke „Scott“ her. Ich schrieb darüber vor einiger Zeit in der „Euro am Sonntag“.

Schauen Sie sich die Nestlé-Aktie an. Sagenhaft wie es hinauf geht.

Seit 1984 legte der Lebensmittelhersteller ConAgra um 1.600 Prozent zu. Zum Imperium gehört die Hunts-Tomatensoße. Über Lebensmittelaktien schreibe ich seit Ewigkeiten. Es ist so faszinierend, wie Sie mit langweiligem Zeug derart hohe Renditen in die Scheune fahren können.

Beim Lebensmittelriesen ConAgra hätten Sie volle Kanne reinhauen sollen: Es ist ein Tausendprozenter. Mit so langweiligen Dingen wie Tomatensoße aus der Dose kann man den Reibach über die Dekaden machen. Es ist keine Technologie-Aktie nötig, um reich zu werden. Langweilige Aktien mit wenig Risiko sind reizvoll.

Beim Lebensmittelriesen ConAgra hätten Sie volle Kanne reinhauen sollen: Es ist ein Tausendprozenter. Mit so langweiligen Dingen wie Tomatensoße aus der Dose kann man den Reibach machen. Es ist keine Technologie-Aktie nötig, um reich zu werden. Langweilige Aktien mit wenig Risiko – bei ihnen sind Sie in guten Händen. Legen Sie sich diese ins Depot. Und denken Sie gar nicht ans Verkaufen.

Mit Procter & Gamble (Tide, Gillette, Pampers) waren fast 5.000 Prozent in einigen Dekaden zu verdienen. Es ist nur Geduld nötig.

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Procter & Gamble verkauft das Waschmittel Tide in den USA. Daneben gehören zum Sortiment: Gillette, Oral B, Pampers... Mit der Aktie konnte man ein Vermögen verdienen über die Dekaden.

Procter & Gamble verkauft das Waschmittel „Tide“ in den USA. Daneben gehören zum Sortiment: Gillette, Oral B, Pampers… Mit der Aktie konnten Sie ein Vermögen verdienen über die Dekaden.

Mein Lieblingsautor Morgan Housel bringt das ganze gut auf den Punkt. Sparen. Qualität kaufen. Index oder Aktien. Durchziehen. Fertig. Selbst mit Toilettenpapier können Sie reich werden. Aktiensparen ist eigentlich ein Kinderspiel.

Mit dem Einkaufswagenprinzip können Sie nicht viel falsch machen. Kaufen Sie ins Depot, was andere in den Einkaufswagen legen.

Mit dem Einkaufswagenprinzip können Sie nicht viel falsch machen. Kaufen Sie ins Depot, was andere in den Einkaufswagen legen.

Das sind andere Dauerläufer an der Börse: Starbucks, Beiersdorf (Nivea), der Putzmittel-Fabrikant Clorox, das Haushaltsmittel-Imperium Church & Dwight, zu dem wiederum Waschmittel der Marke „Arm & Hammer“ gehören. Weitere Kandidaten sind Nike, Adidas, Henkel usw.

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Aktiensparen ist so einfach. Legen Sie Ihre Angst ab. Und fangen Sie heute an. Es ist nicht das Timing extrem wichtig. Sondern eher, wie lange Sie an der Börse investiert sind. Schauen Sie sich nur die Langfristcharts an. Dann erkennen Sie: Es kommt auf die Geduld an.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Mit Seife, Cola, Zahnpasta, Klopapier Millionär werden

  1. Fabian S.

    Hallo Tim,

    super Artikel! Einfach spitze! Aber das Aktienstreuen ist doch gar nicht notwendig, wenn ich die sogenannten“Big Five“ des Warren Buffett kaufe…dann konzentriert man doch statt zu streuen. Aber ich muss erst einmal meine „Normalo-Aktien“ irgendwann verkaufen, wenn der Markt überhitzt ist und dann länger warten bis es richtig kracht an der Börse um die oben genannten Aktien kaufen zu können. Etwas Sorge bereitet mir nur mein Studium was sehr kostenintensiv ist, daher hoffe ich bald fertig zu werden. Damit ich mehr sparen kann!

    Aber trotz dem Du viele Leser in Deinem Blog hast, sind wir Value-Investoren doch eine ganz kleine Minderheit od?!

     

     

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fabian S.

    Danke. Danke fürs Lesen. Ich drücke Dir fürs Studium die Daumen.

    Ja, wir Buy-and-Hold-Aktionäre sind die Ausnahme. Die meisten Aktionäre haben keine Geduld. Sie rennen risikoreichen Aktien hinterher. Traden rein und raus. Und merken gar nicht, dass sie einen großen Fehler machen.

    Dann gibt es natürlich die Konsummenschen, die nichts sparen. Sie geben ihr Gehalt jeden Monat für Spielzeug aus: dicke Autos, große Häuser, feiner Zwirn, leckeres Essen, Lotto, Rubbellose, viel Urlaub, Elektronik…

  3. Tobias F.

    @ Fabian : Ich war in einer ähnlichen Situation wie du Fabian und habe ein bisschen vor mich hin gespart im Studium, oft wieder schnell verkauft etc. Ich denke für dich ist es wichtig, jetzt den Einstieg in eine gute Strategie zu finden. Es komtm nicht darauf an jetzt viel zu sparen, das wirst du wenn du einen guten Job hast und gut verdienst.

    Ich habe seit 2012 alles aufs Tagesgedkonto, weil ich dachte wir wollen ein HAus bauen. Leider ist dies in unserer Wunschstadt mittlerweile nciht sinnvoll möglich dank null Angebot und aufs Land wollenn wir nicht. Daher jetzt eben volle Konzentration auf den Aktienmarkt. Ich bereuhe, dass ich nicht früher angefangen habe es konsequnt zu tun, aber die persönlichen Gegebenheiten waren 2012 einfach andere.

     

     

     

  4. Rainer Zufall

    Hi Tim, toller Artikel, danke für den Einblick! Was Aktien angeht sind uns die USA son meilenweit voraus. Ich möchte trotzdem nicht tauschen, aber die Sache mit den Geschenkkarten finde ich echt toll!

  5. Freelancer Sebastian

    Hi Tim,

    vielen Dank für den inspirierenden und gleichzeitig so beruhigenden Artikel. Es ist so einfach. Und so einfach werde ich es auch weiterhin halten. Egal, was das Große Rauschen vermeldet.

    Für unsere Kids investieren wir jährlich in ETFs, da sollte in Jahrzehnten ein hübsches Sümmchen zusammenkommen. Da haben sie mehr von, als wenn die Zimmer mit Kram zugemüllt werden….

    Danke auch für den klasse Artikel von Morgan Housel.

    Schönes Wochenende wünsche ich dir und den anderen Lesern!

  6. Christoph

    toller Artikel Tim.

    übrigens Amazon legte in den letzten 20 Jahren um 38.000 % zu

    du hast aber vollkommen recht da man die Unternehmen des täglichen Lebens kaufen sollte.

    und da kann man ja auch streuen.

    Adidas und Nike

    coca Cola und Pepsi

    AT&T und verizon

    BASF und Dow corning/Dupont

    kellog, General mills und Nestlé

    usw

     

  7. Lad

    “’Aktiensparen ist so einfach.“‘

    “’wenn ich die sogenannten“Big Five“ des Warren Buffett kaufe“‘

    Aktiensparen ist nicht sehr einfach! 2000 waren die Aktien meistens zu teuer. Von 2007 bis 2009 sind die Aktien von großen Banken aus Britannien und aus den USA auf 1/90 gefallen. General Motors ging bankrott. Coca Cola ist die meiste Zeit mit KGV, KUV und KBV zweimal überbewertet und Gewinn steigt nur 4% jährlich. Als Warren Buffett 1989 kaufte, war KGV 14 und Gewinnwachstum 17% jährlich.

    Man sollte sich nur auf die größten Unternehmen und Banken aus dem DAX, FTSE100, Eurostoxx50 und Dow Jones konzentrieren, auch andere große Unternehmen und Banken, die keinen Platz im Dow Jones bekommen haben (WFC, T).

    Ein Europäer sollte sein Geld zu 66% in Bluechips-Aktien aus Deutschland, Spanien, England (= nach Brexit), Niederlande und Frankreich haben. Nur 33% des Geldes in Aktien aus den USA.

    Meiden die Unternehmen, denen die Konkurrenz schadet (GM, Ford, Intel, Nokia)! Kaufen nur zum vernünftigen Preis = KGV unter 15, KUV unter 3, KBV unter 3, Dividendenrendite über 3%!

    Langfristig sollte der Gewinn und Dividende bei den Unternehmen und Banken rund 10% (auch 7%) jährlich steigen. Meiden die Aktie Apple, wo das Gewinnwachstum 30% jährlich verlangt wird!

    Meiden die schweizerischen Aktien wegen 35% Dividendensteuer und 0% Gewinnwachstum! Die Aktien von Citigroup, Bank of America, Barclays, RBS, Lloyds musste man ab 2009 stark zukaufen. Wenn Royal Bank of Scotland heute 10x mehr Aktien als vor dem Crash hat und auf 1/90 gefallen ist, kämme man ins Plus erst nach 150 Jahren. Nach dem billigen Zukauf ab 2009 sollte man dann diese Bankaktien mit kleinem Gewinn verkaufen und lieber mit Wells Fargo, HSBC und Santander für die nächsten 50 Jahre sympathisieren.

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Rainer Zufall

    Danke für Lesen und die Zustimmung.

     

    @ Freelancer Sebastian

    Ebenso schönes Wochenende Dir und all den anderen. Stimmt: Das große Rauschen ausblenden. Und einfach weiter machen mit dem Investieren. Ich habe den Fernseher abgeschafft, all der negative Müll im TV ist mir zu viel geworden.

     

    @ Stefan Meisel

    Ja, Morgan Housel ist ein super Finanzjournalist, der zum Investieren mit ruhiger Hand rät.

     

    @ Christoph

    Ja, Amazon habe ich unterschätzt. Die Performance ist der Hammer. Ich habe kürzlich den Chefredakteur der „Washington Post“, Martin Baron, getroffen und habe ihn nach seinem neuen Eigentümer Jeff Bezos (Amazon-Gründer) ausgefragt:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Martin_Baron
    Ich habe in dem Gespräch einiges gelernt. Zum Beispiel wie ich diesen Blog hier besser machen kann. Mein Ziel ist es viele große Journalisten zu treffen, um von ihnen zu lernen. Hier ist mein Gespräch mit Herrn Baron. Leider wollte er mir nicht alle meine Fragen beantworten:

    https://www.youtube.com/watch?v=cwczig6UTb8

  9. PIBE350

    Lustige Nummer. Wie groß sind denn die Aktienanteile, die man in den Supermärkten kaufen kann? 🙂

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Ach die Leute kaufen wohl für nur 50 oder 150 Dollar. Das sind zum Teil nur Bruchteile einer Aktie. Aber immerhin geht es um das frühe Lernen. Um das Interesse. Die Botschaft finde ich klasse mit den Karten: „Hier hast Du was, was Dir später im Alter helfen kann.“

  11. PIBE350

    Nicht schlecht. Und nach dem Kauf gibt man einen Kaufcode in seinem Depot ein?

  12. Boris

    Ich erlebe auch oft, dass Leute zwar erkennen, dass es auf einfache Spar-Anlagen (Sparbuch, Tagesgeld, Festgeld) fast keine Zinsen mehr gibt. Sie zeigen sich dann meist auch ganz interessiert, wenn ich erzähle, dass ich vor zwei Jahren begonnen habe, mich für Aktien und ETFs zu interessieren und mich entsprechend selbst so weit darin zu bilden, dass ich einigermaßen weiß, was ich tue, wenn ich Erspartes und Geerbtes in Aktien und ETF-Anteile investiere.

    Das tue ich seitdem auch mit wachsender Freude und Interesse, es ist ja auch interessant, wirtschaftliche Zusammenhänge und das Marktgeschehen zu beobachten, ja selbst ein kleines Stück aktiv beteiligt zu sein. Das ist ein richtig gutes Gefühl.

    Ich denke, wir schaffen es hier in Deutschland nur, mehr Interesse und Aktivität in Sachen Aktien-Anlegen und -Sparen zu wecken, wenn wir wie in den USA bei den Kindern in der Schule anfangen.

    Und älteren Menschen gegenüber, die so langsam über ihre Altersversorgung beginnen (sollten), sich Gedanken zu machen, müssen wir nicht bloß die – mehr oder weniger gegebene – Notwendigkeit rational vermitteln, sich über vernünftige Anlageformen zu informieren und zu kümmern, sondern auch den Spaß daran aufzeigen:

    Leute, es ist nicht nur wichtig, es macht auch Spaß, sich aktiv um sein Geld zu kümmern. Eine aktive, interessierte Rolle zu spielen lässt einen auch ganz anders mit dem – natürlich – größeren Risiko umgehen, aktiv und bewusst eben. Selbstverantwortlich. Nicht passiv und desinteressiert.

  13. Christoph

    pipe

    und die Gebühren sind auch schon enthalten. ist wie ein Amazon zalando etc Gutschein.

    ich würde mir Sowas hier auch wünschen. dann könnte ich meinen Neffen Sowas schenken die geben den code ein machen angaben fertig

    derzeit müssten die Eltern einenBroker aussuchen, für die Kinder das Depot öffnen, mir die Daten geben. ich würde dann die Aktie selbst kaufen und auf das Kinder Depot umschichten. dann müsste es als Schenkung dem Finanzamt gemeldet werden…

    oder ich gebe das Geld direkt den Kids die sich dann aber sicher nicht Aktien kaufen würden

    hier ein interessanter Artikel. klingt für ne gewisse Zeit schön aber auf Dauer Furchtbar. allein schon bei Krankheit…

    http://m.spiegel.de/netzwelt/gadgets/a-1101289.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=https://www.google.com/

     

     

  14. PIBE350

    Wobei die Winter in Kalifornien mit Sicherheit nicht angenehm sind. Ich benötige wirklich nicht viel Platz und Luxus, aber ein Dach über dem Kopf mit Wasser, Heizung und Strom zu haben, ist einfach Pflicht. 😉

  15. Alex von qleverkauf.de

    Hallo Tim,

    vielen Dank für den tollen Artikel! Ich bin Fan von vielen von dir genannten Aktien/Firmen. Howard Schultz von Starbucks scheint mir auch ein richtig guter Manager zu sein. Ich bin auch ein großer Fan von Jeff Bezos und seinen Geschäftsberichten – seine totale Fokussierung auf den Kunden ist schon genial! Einfach mal im vorbeigehen AWS entwickelt 😮

     

    Grüße

  16. ZaVodou

    Gift card for Stock

    Kauft man da eine vorher festgelegte Stückzahl mit seinen 50 oder 100 USD oder wie funktioniert das?

    Die Kurse für die Aktien schwanken ja von Tag zu Tag.

  17. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @ZaVodou,

    man kauft für die Summe die drauf steht. Wie viele Stücke oder Bruchteile das sind, das wird aus dem Schlusskurs des Kauftages ermittelt. Die bleiben es dann und der Wert ändert sich nach Kurs ganz normal. Man hält das in einem Sammelaccount eines Brokers:

    https://www.stockpile.com/faqs 

    MS

  18. AlexanderAlexander

    Finde ich eine super Idee.

    In Deutschland ist es allerdings verpönt, Aktien zu besitzen. Das fängt schon bei den Politikern an, die grundsätzlich auf Aktionäre schimpfen und die Beteiligung am Produktivkapital als unseriös hinstellen. Die Aktionäre sollen noch mehr geschröpft werden. Die Berichte in den Medien tun ihr übriges, da kommen immer nur reißerische Artikel über unseriöse Praktiken.

    Wenn man sich ein kleines Vermögen zusammengespart hat (also z. B.  50.000 €) und erste spürbare Dividenden kassiert, dann erfährt man Neid, teilweise schon fast Hass. Wird als Kapitalist, Ausbeuter der Arbeiterklasse hingestellt, der nur böses will.

    Bis sich in unserer Aktienkultur was ändert, wird es noch 2-3 Generationen dauern. Dabei ist es wirklich so einfach, wie Tim es schreibt.

     

  19. chaostraer

    Seid doch froh, dass sich die anderen nicht für Aktien interessieren. Wenn plötzlich 80 Millionen Kleinaktionäre Aktien besitzen, was bleibt euch dann noch an Dividenden? Ist ja nicht so, dass deswegen Daimler etc. viel mehr Dividende ausschütten könnte…

    Wenn jeder zweite Millionär ist, was ist dann die Million noch wert? Richtig, garnix. Also geniessen wir unsere privilegierte Stellung und versuchen, das beste daraus zu machen und mehr Geld als die anderen, Konsumgeilen anzulegen.

    Bin echt gespannt, um wieviel Coca Cola die nächsten 40 Jahre wächst. Umsatz und Gewinn nochmal verhundertfachen? Ja nee is klar. Ich würde sagen, viele dieser ach so tollen, Buffett-geadelten Aristokraten haben die besten Zeiten hinter sich, auf jeden Fall wirds nicht mehr so weitergehen wie in den letzten Jahrzehnten. Wer jetzt einsteigt, steigt oft zu spät ein.

  20. Rainer Zufall

    @ chaostrader

    Was fuer eine Schlussfolgerung ziehst Du daraus? Abwarten bis die Dividenden atistokraten nicht mehr so gefragt sind? Und bis dahin?

    Gruesse Rainer Z.

  21. Christoph

    Chaostrader

    nun vor 40 Jahren war ich nicht mal auf der Welt.

    wenn 80 Mio deutsche Aktien hätten wäre die Dividende die gleiche wie heute. denn irgendjemand verkauft diese Aktien ja auch

    klar könnte es sein dass neue Aktien ausgegeben werden aber dafür gibt es immer einen Grund wie Kapital Beschaffung und sicher nicht weil viele Leute Aktien wollen

     

    das einzige was wohl passieren würde, wäre steigende Kurse. und somit wieder mehr Kursgewinne.

    und wieso soll coca Cola usw nicht weiter wachsen? Es sterben 1.8 Menschen pro Sekunde und 4.3 werden geboren

    dadurch gibt es pro Jahr einen Zuwachs von ca 78 Mio Menschen.

    daher wird mehr getrunken und gegessen, mehr produziert, mehr ins Kino gegangen, mehr Medikamente genommen, mehr geflogen usw usw

    also ist es logisch das die Unternehmen weiter wachsen.

    klar könnte es zu Weltkriegen etc kommen aber dann haben wir eh andere Sorgen.

    wobei zb caterpillar, BASF colgate etc schon Weltkriegein usw überstanden haben weil diese Produkte auch da gebraucht werden.

  22. Slazenger

    @Chaostrader

    wenn es in den USA funktioniert dass jeder zweite ein Depot mit Aktien besitzt, warum bitteschön soll das in Good old Germany dann anders sein? Rein technisch gesehen!

    @alle

    Ich habe dieselben Erfahrungen im Freundeskreis gemacht wie die meisten hier, es fehlt einfach das Interesse am Thema: Aktien und Börse! Man könnte da ja eventuell Geld verlieren (gemeint sind kurzzeitige Buchverluste) ! Man redet bei diesem Thema gegen eine Wand und ich habe es mittlerweile aufgegeben! Wir haben hier einen kleinen Börsenstammtisch mit Gleichgesinnten, da läßt sich wunderbar diskutieren!

    Ich freue mich an meinen steigenden Dividenden, und Geschichten wie der aktuelle Brexit tangieren mich nicht wirklich! Höchstens für selektive Zukäufe!

  23. chaostraer

    @Rainer:

    Z.B. den ganzen globalen Markt kaufen, nicht extremes Stock Picking betreiben (USA-Aristokraten). Dazu noch über viele Assetklassen investieren und seiner gewählten Strategie treu bleiben. Wenn irgendwas abkackt oder abgeht wie Schmidts Katze, dann rebalancieren.

     

    und wieso soll coca Cola usw nicht weiter wachsen?

    @Christoph: das habe ich nicht gesagt. ich bezweifle nur, dass sich diese hochbewerteten Unternehmen in dem selben Maße wachsen werden wie die letzten 40 bis 60 Jahre.

  24. Slazenger

    @an alle

    wie bewertet ihr aktuell in Frage kommende Aktien für Zu/Neukäufe?

    am langfristigen historischen Durchschnitt KGV (aktuell eher teuer), oder
    an der Alternative, dem risikolosen Zins, bzw. dem Rentenmarkt ( Aktien eher kaufenswert)?

    Hat jemand Amgen im Depot, bzw. eine Einschätzung dazu aktuell?

  25. Christoph

    Slazenger

    ich schaue ob sie dividenden Rendite noch passt.

    ist zb AT&T noch über 4% ist es in Ordnung auch wenn es keine 5% mehr sind.

    sind es nur noch 3% kaufe ich nicht.

    aber ich kauf eh jeden Monat per sparplan so dass mir die Schwankungen nicht vielausmachen.

  26. Felix

    @ chaostrader

    Gut erkannt. Mir ist auch ein wenig schleierhaft, warum hier so viele möglichst alle 80 Mio. Deutsche zu Aktionären machen und am besten – ich übertreibe – ab der 3. Klasse Unterricht in Aktienbewertung erteilen lassen wollen.  Die Kurse würden gigantische Höhen erreichen, die Dividendenrendite ginge gegen null, eine enorme Blase würde sich aufbauen.

    Ich werde auch nicht neidisch angesehen wegen meines Aktiendepots bzw. der Dividendeneinnahmen, weil ich das in meinem Umkreis nicht hinausposaune. Ich halte die Füße still und gehe nicht zum Stammtisch und sage heute hat mir BASF wieder 2000 € Dividende überwiesen.

    Außerdem möchte ich auch nicht verantwortlich sein, wenn wie bei mir während des Brexit der Depotwert kurz mal um 25000 € einbricht. Auch glaube ich nicht, dass sich die zurückliegende Entwicklung so in die Zukunft fortschreiben lässt. Einen DAX-Stand jenseits der 100000 in 40 Jahren vorzustellen, fällt mir schwer. Und dort müsste er sein, wenn es so weiterginge wie bisher. Auch, wenn diejengen, die erst nach 2009 eingestiegen sind, den Eindruck haben müssen, es ginge nur bergauf. Der japanische Index zeigt, dass sich auch breitere Märkte dauerhaft rückwärts entwicklen können.

     

     

     

  27. Rainer Zufall

    @Chaos, da sind wir ziemlich nahe beieinander, würde ich mal sagen. Das war seit 2011 meine Vorgehensweise. Heisst: über verschiedene ETFs breit US und europäische Märkte kaufen. Plus Einzelaktien, wenn sichs auf Grund von Rücksetzern anbietet.

    Bin mir auch nicht sicher, ob das mit den Aristokraten so weitergeht. Auf der anderen Seite will ich auch nix verpassen 😉 Deshalb habe ich jetzt mal (trotz meiner Bedenken) die Möglichkeit genutzt und bei Comdirect 3 Sparpläne auf JJ, MS und CocaCola gestartet. Denke aber auch, dass der Zug schon ziemlich weit gefahren ist.

     

     

  28. Slazenger

    @Christoph

    aber als Beispiel AT&T, verkaufst du nicht wenn es Richtung 3% Div. Geht? Du hälst sie weiter,oder? Kaufst halt nicht zu?

  29. Christoph

    Slazenger

    momentan ist AT&T knapp unter 5 bei mir. wenn der kurs so hoch geht dass der aktuelle kaufür nur3 ist würde ich mit dem sparplan aussetzen und die rate zusätzlich bei 3m, j&j, Pepsi, Boeing etc drauf packen.

    verkaufen würde ich natürlich nicht da mir ja die Rendite wichtig ist.

    verkaufen würde nur wenn der kurs so hoch steigt dass ich mit dem Geld beim Kauf von zb coca Cola deutlich mehr dividende erhalten würde.

    Bsp

    ich hätte 100 AT&T. das wären 48 usd dividende im Quartal

    steigt der kurs auf 100 könnte ich 250 coca Cola kaufen = 87.5 usd im Quartal

    im Prinzip hätte ich dann für das ursprünglich eingesetzte Geld dann keine 5 sondern fast 10% Rendite.

    aber das wird nicht passieren

  30. Delura

    @slazenger

    wie bewertet ihr aktuell in Frage kommende Aktien für Zu/Neukäufe?

    am langfristigen historischen Durchschnitt KGV (aktuell eher teuer), oder
    an der Alternative, dem risikolosen Zins, bzw. dem Rentenmarkt ( Aktien eher kaufenswert)?

    Hat jemand Amgen im Depot, bzw. eine Einschätzung dazu aktuell?

    Hallo mein Schalker Bruder,

    ich bin auch z.Zt. am überlegen nicht wieder die eine oder andere deutsche Aktie außer der Reihe zu kaufen. Die deutschen Werte haben ja traumhafte Dividendenrenditen z.B. BMW oder Daimler. Und obwohl die beiden Firmen von einem Monatsrekord zum nächsten springen, dümpeln die Kurse vor sich hin.

    Normalerweise kaufe ich nur noch amerikanische oder auf jeden Fall Quartalszahler. Immer einen oder zwei Werte im Monat. Letzten Monat Unilever (Brexit sei Dank) und AT&T. Im Mai Caterpillar und Praxair. Diesen Monat voraus. wieder Caterpillar (aber kleinere Position wie normalerweise) oder aber doch einen deutschen/Schweizer Wert?? (Jungheinrich, Givaudan, Siemens)

    Amgen habe ich auf der watchlist, wird aber locker noch zwei Jahre dauern bis ich da einen Einstieg finde.

    Glück Auf!

     

     

     

  31. Slazenger

    @hey delura ( Mr. S04)

    woran scheitert es bei dir Amgen aktuell zu kaufen?
    Tja deutsche Autoaktien will grad keiner, warum weiß ich auch nicht!

    Leroy wird wohl gehen für >50 Mio.??!!!

    Herzlichen Dank an Christoph!!!!

  32. Christoph

    ich kann mir vorstellen dass viele erst sehen wollen ob bzw wie die deutschen autobauer den elektro antrieb hinbekommen. momentan sind sie noch extrem von tesla entfernt. und was ich nicht gut finde dass man sich extrem abhängig macht bei den Batterien.

    da hat tesla eindeutig Vorteile. momentan schafft tesla etwa das doppelte an Reichweite. wenn die deutschenicht da sind schafft tesla noch mehr.

     

  33. Delura

    Hallo Slazenger,

    ich habe einen Plan und der sieht erstmal vor möglichst die Branchenführer oder TOP Unternehmen in den Bereichen: Chemie, Konsumgüter, Tabak, Telekommunikation, Rohstoffe, EDV+Hightech und Getränke (nicht alkoholisch)zu kaufen.

    Jeweils bis zu einer ungefähren (vorher festgelegten) Positionsgröße. Das sind im Moment noch acht Firmen (ca. 13-14 Monatsinvestitionen). Da ich mich nicht verzetteln kommen dann auch irgendwann solche Bereiche wie Luxus, Rüstung, Biotech, Sport, Wasser, Eisenbahn oder Einzelhandel dran. Aber immer eins nach dem anderen.

    Und ja Leroy wird wohl gehen. Die 50 Mille kann der S04 aber glaube ich gut gebrauchen (Zuviel Schulden)

    Glück Auf!

     

  34. smitheyesmitheye

    @Felix

    Bzgl. deines japanischen Beispiels: Ob sich der Markt nun seitwerts, aufwärts oder abwärts bewegt sollte einem Buy&Hold Dividendensammler eigentlich egal sein. Bei der Ansparungsphase würde ich sogar einen tendenziell nach unten gehenden Markt bevorzugen, solange die Dividenden nicht gekürzt werden. Damit steigt die Rendite des investierten Kapitals. Und darauf kommt es mir an. Ich habe nicht vor, Kapital aus meinem Depot zu nehmen. Eines habe ich mittlerweile gelernt: Zu sehr auf den aktuellen Kurs zu achten, erzeugt nur Stress. Ich erfreue mich an den steigenden und stetig wachsenden Dividenden die ich wieder investiere. Ob das immer so sein wird … wer weiß. Aktuell gibt es für mich keine Alternative.

  35. Ungläubiger

    Und das mit den steigenden Kursen und den steigenden Dividenden geht immer so weiter?

    Weil es die letzten Jahre so war, kann man die Geschichte also die nächsten 20-40 Jahre bis zur „finanziellen Freiheit“ fortschreiben?

    Wo ist der Haken? Oder sind alle andere nur zu blöd?

  36. Ein Mitleser

    Hallo Tim,

    Du schreibst „Die ganze Schuldenmacherei hilft keinem. Auch nicht der Wirtschaft….“ – da muss ich Dir widersprechen, denn das gesamte Geldsystem basiert auf Schulden (machen). Würde niemand (Privatpersonen, Unternehmen und Staaten) mehr Schulden machen, würde das globale Finanzsystem zusammenbrechen wie ein Kartenhaus.

    Gruß, ein Mitleser.

  37. Christoph

    @Ungläubiger: Also in meinen Augen sind die anderen zu blöd.

    Wie oben geschrieben kommen pro Jahr 75 Mio Menschen auf der Welt dazu. Also steigt jeden Tag der Bedarf an Essen, Zahnpasta usw usw. Somit machen die Unternehmen mehr Gewinn und die Dividenden werden weiter steigen.

     

    @Mitleser: Also ich weiß nicht so recht. Ich denke wenn keiner mehr Schulden machen würde (ausser Hauskredit) dann wüden die Leute weniger Zinsen und Tilgung zahlen und haben so mehr Geld. Damit können sie natürlich auch mehr kaufen.

    Kreditunternehmen helfen Schulden aber natürlich schon.

  38. Alex von qleverkauf

    @Ungläubiger, @Christoph

    hinzu kommt noch eine abgeschwächte Variante von „The Winner takes it all/Survival of the fattest“. Die Firmen die jetzt schon stark, solide und groß sind können diesen Fakt zu Ihren Gunsten nutzen z. B. durch günstigere Finanzierungen als die Konkurenz; Werbung auf teueren Kanälen, o. Ä.

    Das gilt natürlich nicht in jeder Branche*/und ist natürlich nicht immer so** – aber doch recht häufig.

    Die Wachstumsraten bei diesen „Langweilern“ werden nicht überragend sein aber solide – denke ich.

     

    *z.B. Tech, Smartphones verdrengen PCs, **Xerox, Kodak

  39. Tobias F.

    zu blöd sind harte, etwas überhebliche Worte.Ich ich bin mir sicher du hast bewusst sehr plakativ geantwortet.

     

    ich war auch die letzten zehn Jahre „zu blöd“ und habe erst vor weniger als einem Jahr systematisch angefangen zu investieren. aber gerade wenn man nicht gut verdient oder ich als Student kann man eben nicht größere Summen so starken Schwankungen aussetzen.

    Trotzdem denke ich dass man den Menschen den Aktienmarkt erklären muss und ihn nicht verteufeln wie es die deutschen Medien und Politiker machen

  40. ZaVodou

    @Mitleser

    Ich denke Tim meint hier vor allem Schulden für Konsum. Die sind eher schlecht.

    Investitionsschulden können dagegen gute Schulden sein.

    Beispiel:

    X ist ohne Einkommen und pleite. Kauft sich auf Kredit einen Fernseher, weil ihm langweilig ist. Jetzt kann er fernsehen. Der kostet jetzt aber zusätzlich Strom und GEZ. (Konsumschulden)

    Y ist auch ohne Einkommen und pleite. Kauft sich auf Kredit auch einen Fernseher und verleiht ihn monatlich gegen Gebühr. (Investitionsschulden)

  41. Pessimist

    Sehr geehrte (Investoren-) Gemeinde,

    ich bin von diesem Blog einerseits fasziniert und anderseits auch ein bisschen erschrocken. Im Einzelnen:

    Schlüsse für die Zukunft aus der Vergangenheit zu ziehen, ist einer der klassischen Denkfehler des Menschen. Wertentwicklungen sind immer unabhängig von der Vergangenheit.
    Buy-and-hold hört sich toll an, ist aber extrem schwierig. Ich habe (leider) alle Crashs von 1987 bis 2008 mitgemacht und ich habe es nicht geschafft, (m)einer Strategie treu zu bleiben. Es kommt der Punkt, wo man irgendwann echte Angst um sein Geld hat. Vor allem, wenn die Summen relevant sind und man nicht erst ein, zwei oder drei Jahre „investiert“ hat. Wer in Zeiten des Neuen Marktes buy-and-hold betrieben hat, ist heute arm. Und wer jetzt behauptet, er hätte bereits damals gewusst, dass ein ganzes Marktsegment (NEMAX) verschwindet, der lügt war sehr hellsichtig.
    Dividende ist nicht der neue Zins! Dividenden sind ein Teil eines Portfolios, aber eben nur ein Teil. Dividenden haben Risiken, genauso wie alle anderen Kapitalanlagen auch. Sichere Dividende gibt es nicht (s. Punkt 1!). Und wenn wir mal ehrlich sind, werden die Wenigsten genug Kapital aufbauen, um von ihren Dividenden dauerhaft leben zu können.
    Wer mit normalem Einkommen TEUR 60 – 80 p.a. Kapital aufbauen will, sollte und muss m.E. Risiken eingehen. Man soll kein Glückspiel betreiben, aber Amazon, Facebook, Alphabet, TomTom, Gemalto, Nvida, OPKO Health etc. sind alles Unternehmen, die keine oder fast keine Dividenden zahlen und trotzdem auf die Watchlist gehören. Ohne Risiken kein Gewinn.
    ETF sind günstig und besser als Fonds. Dem stimme ich zu, aber wer hat sich schon mal den Wertpapierprospekt seines synthetischen ETF angesehen? Und wer kann mir jetzt sein Risiko exakt in Heller und Pfennig bei der Insolvenz eines der SWAP-Partner nennen? Ich habe es nicht verstanden.
    Frugalismus und Schuldenvermeidung wäre das Ende unseres Wirtschaftssystems. Dann können wir uns unsere Aktien und ETF in die Haare schmieren. Besser fünf Staatspleiten und jeweils beginnt das Spiel von vorne als eine frugale – nennt man das so? – Gesellschaft. Dann müsste ich wahrscheinlich Handwerker oder Landwirt werden.

  42. Claus

    @ chaostraer und alle anderen

    „Bin echt gespannt, um wieviel Coca Cola die nächsten 40 Jahre wächst. Umsatz und Gewinn nochmal verhundertfachen? Ja nee is klar. Ich würde sagen, viele dieser ach so tollen, Buffett-geadelten Aristokraten haben die besten Zeiten hinter sich, auf jeden Fall wirds nicht mehr so weitergehen wie in den letzten Jahrzehnten. Wer jetzt einsteigt, steigt oft zu spät ein.“

    Solche Argumente höre ich (leider) sehr oft, wenn ich mal von solchen Firmen in meinem Depot erzähle. Da wird sofort abgewunken: „Der Zug ist doch längst abgefahren“, „viel zu teuer“, „uninteressant“, „die muss ich ja ewig halten, bis der Kurs mal in Gang kommt“, „die paar Cents Dividende bringen doch gar nichts“…

    Frage ich dann mal vorsichtig nach, was sie denn im Depot haben, werden meist kleine Zockerwerte genannt, tiefrot im Minus. Auch in den Depots insgesamt sieht es düster aus. Und ständig wird was neues gekauft und wieder verkauft… Traurig sowas.

    Doch zurück zum oberen Kommentar:
    Genau das gleiche hätten Menschen mit dieser Einstellung vor 10, 20, 30, oder 50 Jahren denken können… Sie haben natürlich nicht in diese „Dickschiffe“ investiert, leider.

    Einer Steigerung der Umsätze und Gewinne um das 100-fache ist gar nicht nötig. Gerade diese völlig überbewerteten „Langweiler“ bringen langfristig überragende Renditen in jedem Depot. Ausserden tragen sie maßgeblich zur Stabilität eines Depots in Krisenzeiten bei.

    Diese Unternehmen haben viele Krisen und Kriege überstanden, sind extrem finanzstark, innovativ und belohnen treue Aktionäre langfristig weit überdurchschnittlich.

    Das Problem sind m.E. nicht die „Dickschiffe“, die längst sturmerprobt sind und unbeirrt ihre Geschäfte weiter voran treiben, sondern die ungläubigen Anleger, die keinerlei Phantasie und Geduld haben und den Zinseszinseffekt nicht verstanden haben (weil sie ihn wohl nie erlebt haben und wahrscheinlich auch niemals zu spüren bekommen).

    Coke z.B. besteht nicht nur aus braunem Zuckerwasser. Über 500 Marken gehören zum Konzern. 20 davon erzielen mehr als 1 MRD USD Umsatz pro Jahr. Mineralwasser, Fruchtsäfte, Sojamilch- und Mixgetränke, Tee und Kaffee gehören zum Sortiment. Und wer sagt, dass es hierbei bleibt? Ich könnte mir gut vorstellen, dass Coke zukünftig noch in ganz andere Bereiche  vordringt.

    So ähnlich läuft es bei den meisten „Dauerläufern“. Die Aktien sind natürlich keine Rennpferde. Aber wer Geduld hat, wird belohnt.

    Wer einen Crash abwartet, um günstig einzusteigen, könnte u.U. lange warten. Möglichwerweise ist der Kurs nach dem Crasch höher als heute…

    Kaufen – liegen lassen – bei deutlichen Kursrückgängen nachkaufen, falls Cash vorhanden ist. Einfacher geht es nicht.

    Mein Depot besteht überwiegend aus solchen „Giganten“. Natürlich aus vielen verschiedenen Ländern/Währungen  und Branchen. Ein guter „globaler Mix“.

    Mit bisher fast 5% plus bin ich in diesem recht volatilen Jahr äußerst zufrieden.

    „Panik“ und „schlechter Schlaf wegen der Börse“ sind mir fremd. Es geht rauf und runter und am Ende ist der Depotwert stets höher, egal was Dow, Dax, Nikkei, Briten oder Weltuntergangspropheten auch anstellen…

    Viel Erfolg euch allen!

     

  43. Vali

    Tim, Claus u.a. danke für eure tollen Beiträge! Ihr könntet es noch Millionen Male wiederholen, es wird nicht ausreichen, um all die ungläubigen pessimistischen Mitleser zu überzeugen;-)

    Ich war ähnlich gegenüber Aktien eingestellt, dachte auch nur an die 2 Crashs, die ich in meinem Leben (am Rande) so mitbekam. Bis ich meine ersten Aktien gekauft habe. Nach anfänglichem Zittern, bin ich absolut überzeugt, dass sich die Beteiligung am gesunden Produktivkapital lohnt: mit Dividenden, Kurssteigerungen, Übernahmen, Splits, Spinoffs und andere Überraschungen.

    Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich habe nur Gewinner im Depot. Aber das Leben besteht nicht nur aus Gewinnern. Ich habe das akzeptiert – die Rosen haben auch Dornen.

    Aber heute, an einem Depotallzeithoch, denke ich: wäre ich nie in Aktien eingestiegen, hätte ich nie diese Summen erlebt. Sicher wird es nicht immer so laufen und sicher wird es wieder panikartige Verkäufe geben, aber ich warte mit Cash und Dividenden darauf wieder Gutes einzukaufen, Firmen, Brands, Produkte, die ich im Haushalt habe, benutze, kaufe und genieße.

    Aber, wer lieber Gold und Silber kauft – bitte sehr, dafür soll es ja auch einen Markt geben, genauso wie Immobilien und Acker 🙂

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    heute habe ich mir über den Tag das Hörbuch von Kiyosaki (letzter Artikel) rein gezogen. Das hatte ich schon eine Weile in meiner Audible-Bibliothek, aber noch nicht gehört.

    Ich bin dabei auf die „Tax Lien Certificates“ gestoßen. Habe ich bestimmt schon mal aufgeschnappt, aber bin jetzt dem mal nachgegangen. Das klingt verlockend. Leider finde ich keine Möglichkeit, als Ausländer einfach da ran zu kommen.

    In kurzen Worten zur Erklärung;

    Wenn jemand seine Immobiliensteuer (Property Tax) nicht fristgerecht zahlt, dann verkauft die Finanzbehörde ein erstrangiges TLC auf diese säumige Steuer. Man erhält damit das vorrangige Recht auf die Immobilie, noch vor den Hypothekenbanken, falls der Schuldner pleite geht.

    Im Normalfall, wenn der Schuldner seine Steuer zahlt, dann kassiert man einen Zins auf die übernommene Schuld von bis zu 35%.

    Da ich ja neugierig bin, würde ich das mit kleinem Geld mal gern probieren. Finde bisher leider noch keine einfache Möglichkeit. Vielleicht weiß da jemand was?

    Am besten wäre natürlich ein börsengehandeltes Produkt, welches in diese TLCs investiert, und regelmäßig ausschüttet. Leider nicht fündig geworden.

    MS

     

     

  45. Felix

    Vali, so ist es: Es gibt viele Assets. Edelmetalle, Holz (Wald), Ackerland, Kunstgegenstände aller Art, Antiquitäten, Autos, Immobilien, … und eben Unternehmensbeteiligungen (sprich Aktien).

    Was mir an letzteren gefällt: Da arbeiten eine Vielzahl von Spezialisten (Facharbeitern, Ingenieuren, Steuerberater/-vermeider, Marketingleuten, Manager, Vertriebler, …), um den Unternehmenswert zu steigern und meine Anteile wertvoller zu machen. Bei globalen Konzernen arbeitet man rund um den Globus und rund um die Uhr – mehr geht wirklich nicht. Bei Spitzenunternehmen arbeiten die Spitzenleute, die hellsten Köpfe mit der besten Ausbildung.

    Es ist eben nicht so, dass die bei Coke darauf warten, bis keiner die süße Brause mehr will (aber wie lange sind Süßigkeit, Fastfood, Cola, Zigaretten schon tot gesagt?), sondern die zerbrechen sich tagtäglich die Köpfe, wo sie in neue Märkte expandieren können, neue Produkte auf etablierten Märkten launchen können, aggressiver werben können, diversifizieren können und last but not least die Kosten senken, rationalisieren können – all das kommt mir als Aktionär zu pass. Ich muss nur zuschauen und Zeit haben, um zu sehen wie der Unternehmenswert steigt.

    Deshalb ist mein zentrales Asset mein Aktiendepot. Noch dazu ist es im Vergleich zu den anderen Assets unglaublich pflegeleicht und zeitsparend (nachdem man sich einmal eingehend damit befasst hat). Gut nervenschonend ist es nicht immer, heute aber schon.

  46. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ein Mitleser

    Ich finde, dass Schulden nichts bringen. Es werden Zinsen bezahlt und der Schuldner wird zum Knecht bzw. Sklaven. Schulden bringen viel Leid und Abhängigkeit. Wer Schulden hat, kann weniger konsumieren, denn die Zinsen müssen ja bezahlt werden.

     

    @ Vali

    Du bringst das immer witzig auf den Punkt. Soll jeder sein Geld anlegen wie er/sie will. Wir sind hier eine Value-Investing-Aktien-Gemeinde mit langfristigem Ansatz. Eine kleine Internet-Familie. Natürlich finden immer wieder Leute etwas. Kein Konzept ist perfekt. Aktien haben bislang seit Jahrunderten bewiesen, dass sie gut zulegen. Im Schnitt. Warum soll sich das jetzt alles ändern? Die Bevölkerung wächst, die Innovationen nehmen zu. Der Wohlstand geht rauf. Die Mittelschicht in Asien hat mehr Geld in der Tasche.

     

    @ Matthias

    Danke für den Hinweis. Mit diesem Thema habe ich mich nicht beschäftigt. Kann ich leider nicht weiter helfen.

  47. Tobias F.

    Wie sehr diversifiziert ihr eigentlich eure Aktien-Depots? Vali, du  musst ja sehr viele verschiedene Titel haben, gefühlt vom Mitlesen würde ich tippen, dass du über 50 Titel im Depot hast, oder?Tim hatte einige weniger wenn ich mich recht erinnere.

    Ich habe jetzt 10 Einzeltitel, bin recht USA-lastig unterwegs aktuell. DAnn eben noch einen DivDax ETF und einen MDAX ETF. Ob das wohl reicht als Diversifikation. im Money Mustache-Forum werden ja Einzeltitel kritsch gesehen. Mir persönlich macht es aber Spaß Einzeltitel von defensiven Firmen zu kaufen.

     

  48. Fit und gesund

    @Tobias F.

    Ich habe insgesamt 6 Einzeltitel, habe aber erst letztes Jahr mit Einzelaktien angefangen, alles Titel des SMI, den Schweizer Aktienmarkt möchte ich nur mit Einzeltiteln abdecken, mehr als 10-12 plane ich aber nicht, mein erster Titel ist allerdings DIE NIETE gewesen, CS, Verlust 50%, hab aber nicht verkauft.

    dann hab ich den Vanguard FTSE All World High Dividend Yield ETF und den Vanguard All World ETF

    dazu kommt noch der aktiv gemanagte DWS Aktienstrategie Deutschland, sowie 3 kleinere Positionen mit aktiv gemanagten Fonds, die ich aber nicht mehr bespare.

    Was mir noch fehlt ist ein ETF auf Small Caps, hätte gerne den SPDR MSCI World Small Cap, der wird wohl als nächstes auf dem Programm stehen.

    Was denkt Ihr über einen globalen Small Caps ETF?

    Ich denke Jeder hat so seine eigene Strategie, ich finde den Austausch hier sicher sehr gut, aber schlussendlich muss Jeder mit seinem Depot leben können.

    Tim’s Artikel finde ich immer wieder gut, regelmässiges Anlegen wird uns an’s Ziel bringen, es gehört allerdings manchmal auch eine gute Portion Nerven dazu, noch besser wäre es nicht immer den Depotstand zu berechnen, hi hi… dabei ertappe ich mich immer wieder, dabei bringt das gar nix…

  49. Mario

    @Tobias F.

    Ich finde Einzeltitel sehr wichtig bzw. ein Depot ohne Einzeltitel könnte ich mir nicht vorstellen, aber das ist natürlich eine persönliche Entscheidung. Ich habe auch große Freude, mich mit den unterschiedlichen Unternehmen auseinanderzusetzen und nur ETFs wären wir daher zu „langweilig“. Mein Depot besteht zur Zeit aus 24 Einzeltitel und einem World ETF (Comstage ETF110), den ich monatlich mit 1000,- Euro „fülle“.

    Bei den Einzeltitel gliedert sich mein Depot wie folgt – im Prinzip relativ klassisch:

    USA: AT&T, J&J, Boeing, Wells Fargo, Coca-Cola, Phillips 66, Cisco, Microsoft, General Elec., Southern Company, P&G, Target

    DE: BASF, M. Rück, Siemens, Daimler

    NL/GB: Astrazeneca, Shell, Unilever, Diageo, SSE PLC, Unilever, GlaxoSmithKline, Britisch A. Tobacco

    Die größten Einzelgewichtungen haben BASF, J&J, P&G und  Shell mit je 7-9% Depotanteil. Die monatliche ETF Rate wird mittlerweile fast durch die Dividendenzahlungen gedeckt. Ich denke nächstes Jahr dürfte es soweit sein. Ich hätte aber gerne noch weitere Einzeltitel.  Auf meiner Beobachtungsliste stehen noch rund 20 (US)-Unternehmen, bei denen ich auf eine entsprechende Kaufgelegenheit warte – wobei das verfügbare Kapital zur Zeit sowieso, wegen den „Brexit -Einkäufen“ (Unilever, B. Tobacco, Diageo) sehr knapp ist und ich wohl auf die Dividendenzahlungen im Sept/Okt. warten muss.

  50. Vali

    @Tobias F., ja ich habe an die 60 Einzel-Werte, 2 Sparplan-ETFs (Nikkei und SMI) und es macht mir auch Spaß neue zu kaufen. Ich habe überhaupt keine Banken (bis auf BK Nova Scotia und die NAB). Ich habe auch keine Autos, wenig Öl und kaum Zykliker.

    Mein Depot besteht überwiegend aus  Konsum, Foods, Pharma, Tabak, Telekomunikation, REITs (Immobilien).

    Hier sind sie alle (auch mit Restposten, Gurken und Spinnoffs;) (fast) alphabetisch:

    Altria Group
    Allianz
    Amazon
    Apple
    Alphabet Google
    AT&T
    American Capital Agency
    American Water Works
    Archer Daniels Midland
    NAB
    Arlington Assets Invest
    Armour Residential Reit
    BASF
    BK Nova Scotia
    BP
    Blackrock
    B&G Foods
    Caterpiller
    Chimera Inv.
    CocaCola
    Creszent Point
    Deutsche Post
    Eli Lilly
    General Electric
    Generall Mills
    Geo Group
    Gilead Sciences
    Gladstone Capital
    Glaxosmith Kline
    HCP
    Herschey Company
    Hormel Foods
    Johnson&Johnson
    Intel
    Imperial Brands
    Kraft Heinz
    Main Street Capital
    McDonalds
    Medley Capital
    Microsoft
    Mondelez
    Münchner Rück
    Nestle
    New Mountain Capital
    Omega Healthcare Investors
    Orchid Island Capital
    Pepsico
    Procter&Gamble
    Pfizer
    Prospect Capital
    Realty Income
    Royal Bank of Scotland
    Royal Dutch Shell
    Siemens
    SSE
    Tal International
    Total
    Unilever
    Verizon Comm.

    Restposten: Vodavone, Cisco, Dream Office Reit …
    Spin Off: CYBG PLC
    ETFs:  Nikkei  und SMI

    Ich bin nicht auf alle stolz, aber manche habe ich noch von meiner Sturm-und-Drang-Zeit 2014 😉

    @Felix, danke!  Ja und Coke macht jetzt auch Kaffee. Ich freue mich schon darauf 🙂

    @Tim, danke! Sehe ich genauso! Weniger konsumiert, wird in Zukunft nicht. Deutschland erlebt sogar einen Babyboom momentan:-)

    Baby-Boom in Bayern Höchste Geburtenzahl seit 15 Jahren

    geburtenzahlen-deutschland-erlebt-einen-kleinen-babyboom

  51. Fit und Gesund

    bin ehrlich beeindruckt Vali :), ein tolles Depot!

    also wenn jetzt die Babies kommen, dann brauchen wir Windeln….

  52. Christoph

    Vali: Ja tolles Depot. Habe auch einige von deinen Unternehmen. Finde auch toll, dass du Wettbwerber hast. Coca Cola und Pepsi, AT&T und Verizon.

    Toll!

    Übrigens Mondelez will Hershey aufkaufen!

    Hast Du dir mal Abbvie angeschaut? Schöne Dividende und meiner Meinung nach gutes Unternehmen.

  53. Ungläubiger

    Ich fasse zusammen – die Antwort lautet:

    „Ja, es wächst immer so weiter, war bisher so und warum soll sich das ändern.“

     

  54. Christoph

    @Vali: Gerade kam in den Nachrichten dass überlegt wird jeden Selbstständigen zur Altersvorsorge zu zwingen.

    Möglichkeiten:

    a) Einzahlung in die gesetzliche

    b) Nachweis einer Lebensversicherung oder Riester etc

     

     

  55. Claus

    @ Vali und alle anderen

    „Tim, Claus u.a. danke für eure tollen Beiträge! Ihr könntet es noch Millionen Male wiederholen, es wird nicht ausreichen, um all die ungläubigen pessimistischen Mitleser zu überzeugen;-)“

    Leider hast du recht. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen. Die perfekte und einzig gültige Strategie gibt es nicht.

    Ein schönes Depot hast du, überwiegend solide Werte. Wenn Du langfristig dabei bleibst, evtl. Fehlentwicklungen schnell beendest (die meisten Investoren halten ja an ihren „Depotleichen“ ewig fest, weil sie sich einen Fehlkauf nicht eingestehen können/wollen) und in stürmischen Zeiten, die uns sicherlich schon bald wieder ereilen werden weiter zukaufst, wird das sicherlich erfreulich.

    ich selbst bin leider erst seit März 2000 an der Börse (einen ungünstigeren Zeitpunkt hätte man kaum wählen können…) und hatte einen sehr unerfreulichen Start, wofür ich heute sehr dankbar bin.

    In den ersten Monaten lief alles noch ganz gut, doch dann verlor ich über 80% meines Kapitals aufgrund sehr dummer Fehler (zu viele Techwerte, mehrfache Nachkäufe bei tiefroten Werten, weil man ja verbilligen muss…). Neben meinen 10-12 Einzelaktien hatte ich auch einige Fonds (ca. 10, wegen der noch besseren Streuung…).

    Von den Fonds habe ich mich aber recht schnell wieder getrennt. Viel zu hohe Gebühren und keine bessere „Performance“ als meine Einzelaktien. Wie auch, wenn Panik herrscht und die Fondsmanager täglich massenweise Anteile auszahlen müssen, kaum neues Geld hereinkommt, dann müssen sie verkaufen, ob sie wollen oder nicht…

    Aufgeben war aber keine Option für mich, denn ich habe verstanden, was ich falsch gemacht habe. Es war ein sehr schmerzhafter Lernprozess.

    Ich baute mein Depot völlig neu auf. Es besteht ausschließlich aus Einzelaktien. Fonds und auch ETFs fasse ich nicht an. Auch Zertifikate, Optionsscheine u.ä. würde ich niemals kaufen (diesen Fehler habe ich noch nicht einmal anfangs gemacht…)

    Den Tiefstand erreichte mein Depot 2005. Heute ist es über 12 mal soviel wert, weil ich sehr hohe Sparraten habe(Tim hat recht, ohne sparen läuft nix…) und alle Dividenden stets neu investiere.

    Mit der Entwicklung bin ich heute sehr zufrieden, es macht Spaß zuzusehen, wie das Depot wächst.

    Wen es interessiert, hier die Werte. Aktien im Minus sind fett markiert:

    EDV/IT, 13,5%:
    Microsoft, Cisco Systems, Intel, Canon, IBM, Vodafone

    Energie/Rohstoffe, 10,1%:
    Exxon Mobil, Total, Shell, Woodside Pet., BHP

    Finanzen, 7,2%:
    Aflac, Scotiabank, Prudential, Comm. Bank of Austalia
    (Ich überlege, diesen Bereich komplett aufzulösen, zumindestens aber die 2 Banken zu verkaufen. Ist noch nicht entschieden)

    Konsum, 32,5%:
    Home Depot, Coca Cola, General Mills, Sysco, Heineken, Unilever, McDonals, Yum, Procter & Gamble, Phil. Morris Int., BAT, Swed. Match, Nestle, H & M

    Medizin/Pharma, 26,8%:
    Walgreens Boots, Becton Dicinson, Medtronic, Stryker, Johnson & Johnson, Novartis, Dentsply Sirona, Essilor

    Sonstiges, 9,4%:
    3M, GE, Emerson Electric, Air Liquide, BASF

    Nur 7 von 42 Werten sind im Minus (5 x 4-8%, 1 x 19%, 1 x 37%). Die meisten Werte sind sehr deutlich im Plus, häufig 3-stellig.

    Das Depot ist in Abwärtsphasen sehr stabil und gewinnt schnell hinzu, wenn es wieder nach oben geht.

  56. Slazenger

    @Claus

    Deine Werte stammen alle aus dem Universum des Stuttgarter Aktienclub!

    Zufall, oder ist das deine Lektüre die dich beim Investieren unterstützt?

  57. Tobias F.

    @Vali , Claus & Mario:

     

    Danke, ich finde eure Depots durchdacht und sehr interessant! Super, dass ihr sie mit mir/uns teilt. Man kann hier auch dank euch wirklich viel lernen! Wirklich klasse!

     

    Ich werde also noch weiter diviersifizieren und aauch aufstocken. Es motiviert einen, mehr zu verdienen und mehr zu sparen um weitere Werte kaufen zu können! 🙂

    @TIm: Hast du das auch schon sehen dürfen? http://video.faz.net/v/video/afp/2016/7/MMV912124_TDE.1280x720_h.mp4

  58. Christoph

    hatte vor längerer Zeit schonmal gefragt aber vielleicht hat hier jemand der neu dazugekommen ist nen Tipp:

    Vermögenswirksame Leistungen per ETF (aktuell Ishares Nasdaq 100).

    Wo kann man diese kostengünstig anlegen? Die meisten Banken verweisen zu Ebase. Ebenso Versicherer wie Gothaer usw.

    Ich habe damals über Gothaer bei Ebase (direkt geht leider nicht) ein Depot abgeschlossen. Das Problem ist, da es ein ETF ist, muss es ein Investment Depot sein und kostet €40 im Jahr. Das sind fast 9% Gebühr!

    Habt Ihr hier Alternativen? Seltsamen wieder mal, dass es in Deutschland scheinbar nur Anlagemöglichkeiten gibt, die Gebühren verschlingen.

  59. Sergent Garcia

    @Claus

    Schönes Portfolio. Du sagtest, dass Du im Neuen Markt viel Geld verloren hast. Hast Du diese Werte mit Verlust verkauft oder das ganze ausgesessen?

    Wenn Du Veränderungen im „Finanz“-Bereich planst, könntest Du die Banken mit Werten wie Visa/Mastercard oder Blackrock ersetzen.

    Um Banken mache ich einen riesigen Bogen auch wenn diese aktuell spottbillig (kursmäßig) erscheinen.

  60. Rainer Zufall

    @ Christoph, ich meine am Rande gesehen zu haben, dass vl-sparen bei comdirect moeglich ist, bei regelmaessigem geldeingang ist das Depot kostenlos.

    Ich hab bisher nicht auf diese Moeglichkeit geachtet, meine aber gesehen zu haben, dass die das anbieten.

  61. Christoph

    @Rainer: Danke. Irgendwie kam ich bisher irgendwie immer nur zu EBase. Aber es geht wohl wirklich auch anders. Nur blöd, dass der aktuelle Vertrag noch ne weile läuft.

    Aber dann werde ich woanders besparen.

     

  62. Claus

    @ Slazenger

    Den Stuttgarter Aktienclub kenne ich natürlich und stimme in weiten Teilen mit ihrer Strategie überein. Ist aber nicht meine „Bibel“. Ich lese das Heftchen, weil es gut gemacht ist. Natürlich ist das Ziel des SAC nicht, den Anleger von ihrer Strategie zu überzeugen, sondern möglichst viele ihrer Fondsanteile zu verkaufen… Hier wird das Geld verdient (ca. 2-3% p.A. der Einlagesummen). Einiges mache ich jedoch anders. Auch ist nicht jeder Tag Kauftag.

    …aber das weist du ja, wenn du den SAC kennst.

    @ Sergent Garcia

    „Schönes Portfolio. Du sagtest, dass Du im Neuen Markt viel Geld verloren hast. Hast Du diese Werte mit Verlust verkauft oder das ganze ausgesessen?“

    Hier hast du irgend etwas missverstanden. Neuer Markt-Werte habe ich nie gekauft, das kam mir schon damals bei den meisten Werten dubios vor. Viel heiße Luft (schöne Storys) und kaum etwas dahinter…

    Nein, ich war viel „schlauer“ und habe (in der Zeit des neuen Marktes) jede Menge der damaligen „erstklassigen“ Tech- und auch Finanz-Werte gekauft, wie Nortel Networks, Nokia, Ericsson, Solectron, Worldcom (gefälschte Bilanzen, pleite…), RBS u.v.a. und weil sie so „toll“ waren und viel Geld im Depot ausradiert haben, wurden sie „zur Belohnung“ noch mehrfach kräftig aufgestockt…

    Dümmer konnte man es meinerseits nicht machen, aber wenn man in so einem Schlamassel steckt, sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

    Man muss wieder zu sich selbst finden, Abstand vom Depot nehmen, in Ruhe alles analysieren, einen neuen Plan schmieden, bereit sein, diesen Plan auch zu ändern, wenn sich Gegebenheiten verändern, gemachte Fehler zukünftig vermeiden, die Ärmel hochkrempeln und noch einmal von vorn beginnen.

    Wie es meistens mit den Großunternehmen ist, so erging es mir dann später auch: Ich bin deutlich gestärkt aus dieser Krise herausgekommen.

    Von den meisten „Nieten“ habe ich mich getrennt, die horrenden Verluste akzeptiert. Von meinem damaligen Depot sind heute nur noch Coca Cola, Home Depot, Intel, Medtronic und Novartis übrig (ca. 30% des heutigen Depots). Das Festhalten an diesen Werten hat sich mehr als nur ausgezahlt. Auch die Dividenden überzeugen und fließen reichlich.

    Ein wesentlicher Erfolgs-Baustein ist die Vermeidung von Verlusten und nicht das Streben nach (hohen) Gewinnen. Wenn man hier einen vernünftigen Plan entwickelt und bei „Schieflagen“ sehr rechtzeitig einschreitet (verkauft!), kommt man fast automatisch zum gewünschten Ziel.

    Auch die breite globale Aufstellung bietet große Vorteile.

    Sicherlich werde ich gleich wieder „angegriffen“, weil ich rate, auch mal zu verkaufen, wenn ein Wert nicht läuft. Das ist eben meine persönliche Erfahrung. Ich habe gelernt, eine Aktie lieber mit (kleinem) Verlust zu verkaufen und mir einzugestehen, dass ich einen Fehler gemacht habe. Stattdessen warten die meisten Anleger in dieser Situation und wenn sich der Verlust auf 30%-50% ausgedehnt hat, kaufen sie kräftig nach und hoffen weiter. Das kann gutgehen, funktioniert aber meistens nicht sondern steigert die Verluste weiter.

    Es gibt viele Gründe, warum eine Aktie fällt, die eigentlich so günstig ist und steigen müßte… Anstatt nachzukaufen, verkaufe ich in diesen zum Glück sehr selten gewordenen Fällen und wende mich einer anderen Aktie zu.

    Mich interessiert eine einzelne Aktie kaum, nur das Depot-Ergebnis zählt.

    Die Ergebnisse seit meiner Umstellung sprechen für sich.

     

  63. Christoph

    @Claus: Stimme dir komplett zu. Wie sgat man so schön: Lieber ein Ende mit Schrecken…

    Ich habe Chromedx gekauft und als der Kurs anfing zu steigen dachte ich: Super das ist die Chance schnell reich zu werden und habe gleich nochmal nachgekauft.

    Dabei bereitet die Firma sei 2 Jahren erstmal den Prototyp vor *GG*

    Habe dann auch mit Verlust verkauft und nur noch einen kleinen teil behalten (falls der Kurs in 50 Jahren doch mal steigt *gg*).

    Nortel hatte ich damals auch. Hast Du bei der Sammelklage mitgemacht? Kam was dabei raus?

     

  64. Sergent Garcia

    @Claus

    Vielen Dank für Deine ausführlich Antwort. Hut ab, dass Du die schmerzlichen Verluste realisiert hast und den Turnaround gemeistert hast. Klingt sehr gut.

    Wenn ich mir einige der Fintechs (z.B. Fintech Group mit Herrn Förtsch) oder Small Caps anschaue (z.B. Publity), die aktuell als „Säue“ durch einige Blogs & Finanzmagazine getrieben werden, dann erinnert mich das doch sehr stark an den Neuen Markt.

     

  65. JosefJosef

    Also ich bin mit meinem Depot sehr im Minus.
    Ich hoffe das Ändert sich auch mal. Ich möchte auch fast nie Verkaufen. Vielleicht hab ich auch einfach die Falschen Titel im Depot.

    Habe sehr Viele Banken und Rück-Versicherer im Depot . Anteil ca 70%.
    UBS Group
    Swiss Re
    Banque Cantonale Vaudoise
    Uniqua
    Zurich Insurance
    Banco Espirito Santo (Konkurs)

    Ansonsten hab ich noch ca 30%
    Jumbo SA
    Therametrics (würd ich nicht mehr kaufen)
    OPAP
    Swisscom
    Schmolz & Bickenbach (hoffe geht nicht Konkurs)

    Wunschliste (habe ich noch nicht gekauft da zu hoch bewertet)
    Coca ColaNestle
    Geberit
    Wells Fargo

  66. Leon

    @Claus

    Sind die 1 k Dividenden monatlich nach Steuern?

    Bist Du auf Dividenden-Strategien fixiert, oder eher querbeet mit ner durchschnittlichen Div-Rendite?

    Wie alt warst Du zur Dotcom?

    Bei mir ging es da erst zum Glück los mit den ersten Spar-Raten mit ca. 17-18.

  67. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Claus

    Du hast ein klasse Depot. Hut ab!

    Beim Verkauf stimmte ich mit Dir nicht überein. Fast alle Qualitätswerte brechen mal ein. FMC wären fast aufgrund von Asbestklagen pleite gegangen. Schau, wo sie heute stehen. Wer damals raus ist, hat viel verpasst. McDonald’s brach um 80% im Januar 2003 vom Spitzenkurs ein.  Amazon verlor 95% zwischen Dezember 1999 und Oktober 2001. Heute steht der Online-Händler um 50.000 Prozent (seit IPO) höher. Netflix ist brutal eingebrochen und ist dann wie Phönix aus der Asche durchgestartet usw.

    Ich habe für mich entscheiden: Wenn ich kaufe, bleibe ich dabei. Die obigen Beispiele zeigen mir das. Mit meinem Buy-and-Hold-Depot bin ich dick im Plus. Auch wenn ich ein paar schwere Fehler gemacht habe. Die guten Werte bügeln das mehr als aus. Im Endeffekt wissen wir immer erst hinterher alles genau.

  68. Slazenger

    @Claus

    du wirst hier sicher nicht angegriffen, hier sind nur tolerante Anleger unterwegs, im Übrigen teile ich deine Einstellung im Wesentlichen auch zu dem was du über Verkäufe schreibst!

    den Stuttgarter Aktienclub sehe ich eher kritisch, weil wie du schon schriebst Floskeln wie „Jeder Tag ist Kauftag“ etc. nicht zutreffen, desweiteren halten sie viel zulange an ihren Einschätzungen/ Empfehlungen fest! Die Gebühren für ihre aufgelegten Fonds halte ich auch für deutlich überteuert!

    Die Erfahrungen mit Nokia und Co. Um die Jahrtausendwende habe ich nahe zu 1:1 auch so erlebt, von daher weiß ich wovon du schreibst!

    Dein aktueller Investmentstil ist absolut mit das beste vom besten was ich so kenne und entspricht auch in etwa meinem Eigenen! Ich mische eben ab und an auch Small Caps mit dazu weil ich hier noch deutlich mehr Wachstum finde!

  69. Vali

    Danke, Claus, Christoph, Fit und gesund! Weiter so 🙂

    Zusammen lässt sich es besser investieren und manche Werte entdecke ich erst hier im Blog. Meine Wunschliste ist noch groß. Ich kaufe immer was neues – also Diversifikation und neue Chancen.

    Nachkaufen nur in äußerst günstigen Fällen, bei äußerst guten Firmen. Die meisten meiner Werte haben noch ihren Ursprungspreis – mittlerweile finde ich gerade die Loser auch sehr lehrreich und will sie behalten (die meisten sind Mini-Positionen).

    Tim, sehe ich auch so!

  70. Claus

    @ Leon

    ja, Div. sind nach Steuern, sonst wären es ja nur „Luftschlösser“.

    Dividenden sind mir wichtig. Aber in 1. Linie achte ich auf die Unternehmens-Qualität. Habe ich innerhalb eines Segments mehrere attraktive Werte zur Auswahl, nehme ich gerne die Aktie mit der höheren Dividende. Es sei denn, es gibt eine, die ihre Dividenden schneller steigert und eine geringere Ausschüttungsquote hat. Hier würde man zukünftig voraussichtl. mehr Div. erhalten!

    Im Jahr 2000, als ich an der Börse begann, war ich 40. Nun sinds schon 57…

    @ Tim

    grundsätzlich hast du recht, dass man Qualitätswerte auch im Minus nachkaufen kann. Ich würde das sehr diffrenziert sehen. In der Dot.Com-Krise waren die Techwerte völlig irrational bewertet. Da ich ein „gebranntes Kind“ bin, würde ich selbst die besten Techwerte niemals verbilligen.

    McDonalds: Diese Riesenchance habe ich damals, 2003 glaube ich,  gesehen, hatte aber genau da kein Geld zum kaufen. Die Aktien gabs so um die 12,- EUR!

    Ein, zwei Depotleichen (sogar Komplettausfälle, was bei den „Dickschiffen“ glücklicherweise sehr selten ist) ruinieren ein gutes Depot nicht, sind aber ärgerlich.

    @ Josef

    Also ich bin mit meinem Depot sehr im Minus.
    Ich hoffe das Ändert sich auch mal. Ich möchte auch fast nie Verkaufen. Vielleicht hab ich auch einfach die Falschen Titel im Depot.

    oh je, das wundert mich leider nicht. Für mich sieht das fast so aus, als hättest Du den gleichen Fehler im Finanzbereich gemacht, wie ich damals im Tech-Bereich. Ein Depot mit 70% Finanzwerten, sehr gewagt. Oder kommst Du aus dieser Branche und hast evtl. einen besseren Einblick?

    Was hat dich bewogen, den Finanzanteil an deinem Depot so überzugewichten?

    Ausser Swisscom kenne ich deine anderen Werte gar nicht.

    Habe gerade mal nach Therametrics geschaut. Sehr kleines Unternehmen, das seit Jahren nur Verluste produziert und keine Dividenden zahlt. Wann und warum hast du gekauft?

    Was ist deine Strategie? Ich kann hier leider keine erkennen, ausser den Schwerpunkt im Finanzbereich.

    Wie lange bist du schon an der Börse?

     

  71. Claus

    @ Slazenger

    danke, aus Schaden wird man klug (oder ein bischen klüger). Dieses Sprichwort scheint bei mir zu stimmen… Ich bin für diese Lektion von „Mr. Market“ sehr dankbar.

  72. Claus

    @ Christoph

    sorry, hatte deine Frage bezügl. der Nortel-Sammelklage übersehen…

    Nein, an solchen Sammelklagen würde ich mich nicht beteiligen. Hierbei kommt sowieso nichts heraus, ausser einer Anwaltsrechnung…

    Wenn ich einen Fehler gemacht habe, verkaufe ich und akzeptiere den Verlust.

  73. JosefJosef

    @Claus
    Anfangs 2013 angefangen Buffetts Bücher zu lesen.
    Bin erst seit Anfang 2014 investiert.
    Ich hatte mich Anfangs auf Schweizer Werte Fokussiert.
    Therametrics war ein reines Spekulationsinvest.
    Schmolz & Bickenbach war unter KBV 0.6 zu haben.
    Alle anderen Werte waren zum Kauf Zeitpunkt günstig bewertet. KGV unter 10, oder/und niedrieges KBV.
    Finanzwerte sind ein hoher Bestandteil da sie niedrieg bewertet waren und auch hohe Dividendenrendite in den vorjahren und jetzt hatten.
    Vielleicht habe ich auch „MR. Market“ vom Buch Intelligent investieren falsch verstanden.
    Beruflich habe ich aber wenig mit Finanzen zu tun. Ich arbeite in einem Technischen Beruf.

  74. der der hier gerne mitliest

    @Claus
    Danke für deine Beiträge 🙂
    Eine Anmerkung habe ich dazu, generell sehe ich das mit dem Verkaufen von Aktien wie Tim Schäfer.
    Ich denke, es ist einfach unglaublich schwer zu erkennen, wann eine Aktie nicht mehr läuft.
    Ich meine, der Vorstand wird ja nicht ein Rundschreiben veröffentlichen, in dem man die Aktionäre darüber informiert, dass die Firma geschlossen wird. Das wäre natürlich der Optimalfall.
    Und da man von deren Seite kein Entgegenkommen zu erwarten hat, habe ich für mich differenziert, Unternehmen des täglichen Bedarfs sehe ich auch in Krisenzeiten nicht gefährdert so das ich verkaufen würde, und an dieser Stelle würde ich jetzt gerne einen Bogen zu @Josef schlagen.
    Aktien von Banken haben leider einen ganz ganz schweren Stand, da wird nichts für den täglichen Bedarf produziert, und wenn nicht gerade ein Staat einspringt um eine Teilverstaalichung vorzunehmen kann so ein Unternehmen meiner Meinung nach, schneller Geschlossen werden, als ein Unternehmen des täglichen Bedarfs.
    Wenn ich hier auf Tim`s Blog eines seit März gelernt habe, dann sich doch als Basiswerte an Seife, Cola, Zahnpasta und Scheisshauspapier zu halten.
    Mein Depot dankt mir die momentanen Höhenflüge mit 6,8% Plus, und das obwohl ich seit März nicht eine Krise mitgemacht habe, den Brexit lasse ich jetzt einfach unerwähnt.
    Wenn ich dir eine Empfehlung geben darf, entweder du Schichtest um, trennst dich von deinen Bankenaktien, (was ich persönlich nicht machen würde), oder die 2. bessere Variante wäre vllt, du hast eine Cashreserve und holst dir deine Wunschaktien Coke und Nestle ins Depot. Meine Basis besteht aus J&J, P&G, Coke, Reckitt Benickser, BASF, Hormel Food, MCDonalds, Bayer, Colgate-Palmolive, Kraft Heinz, Altria, Mondelez, Phillip Morris, Walgreen und Unilever. Von diesen Werten würde ich mich auch nicht trennen selbst wenn die Indizies um 50 % einbrechen würden, ich hoffe es zumindest, dass ich dann standhaft bleiben kann. 🙂
    So würde ich jetzt zumindest in deiner Situation handeln, wie Eingangs erwähnt, meine Erfahrung hält sich in Grenzen.

  75. JosefJosef

    @der derhier gerne mitliest
    Danke für deine Ehrliche Meinung
    Ich habs leider mit dem verkaufen schwer, ich könnte es mir nicht verzeihen eine Aktie zu verkaufen die später dann Erfolg hat (wenn 2 von 3 Aktien gut laufen bin ich zufrieden).
    Als ich die UBS Aktie gekauft hatte, dachte ich diese Bank wird das in 3-6 Jahren meistern der Gewinn ist ja schon gestiegen inkl. Dividende nach dem tief (aber da sind wohl noch Leichen im Keller).
    Darum werde ich bei meinen nächsten käufen wohl Coke und Nestle kaufen.
    Wenn ich wieder Cash habe 🙂

  76. Fit und gesund

    @Claus,

    Dein Anlagestil gefällt mir, das hat Hand und Fuss, eine eigene Strategie zu haben und konsequent zu verfolgen zahlt sich aus. Aus Fehlern lernen auch, ich habe nur diese vermaledeite CS die ich auch noch „verbilligt“ hatte, was damit wird steht leider völlig in den Sternen, Dividende werden sie wohl auch noch streichen. CS hat nun noch einen Depotanteil von 4.5%, ich kann also damit leben. Die anderen CH-Aktien, Nestle, Roche, Novartis und neu ABB und Adecco (kleine Positionen) mit denen bin ich im Plus, gelernt habe ich also, nicht nachkaufen und nur kleinere Positionen eingehen.

    Deswegen eben auch die ETF’s. Was ist der Hauptgrund weshalb Du keine ETF’s magst? Aktiv gemanagte Fonds kann ich wegen der Unkosten ja verstehen.

    Würdest Du CS mit 50%Verlust nun noch verkaufen?

    @Josef,

    Du hast mein Mitgefühl, mit CH-Aktien ist im Moment nicht unbedingt ein Blumentopf zu gewinnen, Du scheinst auch aus der CH zu sein wenn Du so viele CH-Aktien hast, Geberit hätt ich auch gerne aber die sind mir im Moment zu teuer. Viel Glück auf jeden Fall Dir! Die Dividenden von einigen Deiner Bankentitel dürften Dir aber doch ein wenig die Verluste versüssen, ich überlege schon mir Swiss Re zu kaufen.

  77. Oliver

    Ich denke nicht, dass man nach einem Jahr darauf schliessen kann, wie erfolgreich man ist. Aktieninvestitionen sind etwas sehr langfristiges und in 30 Jahren nach dem Start kann man beurteilen, ob der Weg, den man gegangen ist, erfolgreich war.

    Ich liste jetzt nicht alle meine Werte auf, die ich besitze. Das wäre mit inzwischen 65 Werten zu lang und der Mehrwert ist für den einzelnen gering. Es sind viele bekannte Namen dabei und auch ein paar unbekanntere Werte.

    Für mich persönlich habe ich mich entschieden, bei der Auswahl der Unternehmen unterschiedliche Gedanken zu machen. Wichtig für mich sind die Geschäftsfelder, die Anzahl der Marken, bestehende Alleinstellungsmerkmale und an welcher Stelle stehen die Marken (1,2,3…). Daneben: wie hat sich das Unternehmen in den letzten fünf Jahren entwickelt (möglichst steigende Umsätze und daraus rsultierende Gewinne). Wo deckt das Unternehmen Märkte ab, gibt es neue Märkte, die es erschliessen kann? Neue Geschäftsfelder? Das gilt auch für große Unternehmen. Wer etwas über erfolgreiche Unternehmensentwicklung und Bewältigung von Krisen lernen möchte, sollte von Jack Welch das Buch „Was zählt“ lesen. Da kann man lernen, das selbst sehr große Giganten wie General Electric sich ständig weiter entwicklen müssen, um am Markt zu bestehen.  Deswegen ist auch eine J&J oder P&G nicht tot oder langweilig. Selbstredend, dass ich von allen dreien Aktien besitze.

    Wenn ich die obengenannten Kriterien als positiv einstufe, dann schaue ich mir die Bewertung an. Wenn die Zahlen vernünftig sind, kaufe ich gerne ein. Ich verhalte mich dabei antizyklisch, d.h. ich kaufe gerne Aktien von Unternehmen, die nicht populär und deshalb niedriger bewertet sind. Nicht zu verwechseln mit den Unternehmen, die gerade in eine Krise geraten oder am taumeln sind.

    Im Gegensatz zu Tim habe ich keinerlei Hemmungen, auch einen Wert wieder zu verkaufen, wenn das Unternehmen oder das Geschäftsmodell in Schieflage gerät. Ich habe die Situation nicht häufig und verkaufe recht selten. Aber wenn ich sehe, dass wie z.B. bei den deutschen Banken oder Energiewerte einfach kein Land in Sicht ist, lege ich mein Geld lieber anderweitig an. Natürlich kann es mir passieren, wie Tim ganz richtig schreibt, dass ich den Turnaround verpasse. Aber ein Verkauf heißt noch lange nicht, dass ich in Zukunft nie mehr wieder einsteige, wenn sich die Situation verbessert. Gegenwärtige Werte hätte ich schon vor einiger Zeit verkauft: Bilfinger und Leoni. Beide Unternehmen haben massive Schwierigkeiten, bei Bilfinger schon eine ganze Zeit. Wenn ich heute dort jeweils einsteigen würde, dann könnte ich bei einem Turnaround viel Geld verdienen. Aber wenn nicht, liegt das Geld bei einer risikoreichen Investition mit wenig Rendite. Und wenn ich Pech habe, dann ist es ganz weg. Ich habe vor kurzem z.B. über Rösch geschrieben, die ich besessen habe und mit einem hohen Verlust verkauft habe. Würde ich sie heute noch besitzen, wäre das Geld zu 99,99% weg.

    Trotz der Kriterien mache ich eine ganze Reihe Fehler. Es gibt eine Menge Faktoren, die ich nicht weiß. Gibt es Mitbewerber da draussen, die was besseres in naher Zukunft anbieten? Politische Verhältnis (siehe Banken), schlechtes Management, ungenaue Buchführung, interne Schwierigkeiten, falsche eigene Einschätzung und was sonst alles noch. Von daher ist es ganz normal, dass einige Käufe letztendlich Nieten bleiben. Buy & Hold ist bei einigen Werten tatsächlich die beste Variante, solange die Unternehmen erfolgreich sind und bleiben. Das Zauberwort ist „bleiben“. Trotzdem ist jedes Unternehmen und deren Situation anders. McDonalds war schon in arge Schwierigkeiten, Coca Cola auch und hier hätte das Buy&Hold wirklich als gute Strategie geholfen. Was ist z.B. mit RWE oder der Deutschen Bank? Momentan möchte ich da nicht einsteigen und wenn ich sie immer noch halten würde (ich hatte mal RWE), wäre ich die letzten Jahre nicht glücklich gewesen. Von daher überprüfe ich in Jahresabständen immer wieder, wie es mit den Geschäftsmodellen ausschaut. Im Schnitt verkaufe ich eine Gesellschaft im Jahr. Also mache ich es fast wie Tim, aber nicht ganz.

  78. chaostrader

    Ich bezweifle nicht, dass Coca Cola weiterhin Marktführer und erfolgreich sein wird, auch wenn der Umsatz in Europa gerade um 10%, das vierte Quartal in Folge, eingebrochen ist und ich selbst nur die Fake-Discounter-Billigversion trinke.

    Momentan machen sie so ca. 44Mrd. $ Umsatz. Aber mir fehlt die Fantasie, denen einen Umsatz von jenseits der 4 Billionen (deutsche Billion nicht Ami-Billion!) zuzutrauen.  Zumindest nicht in heutigem Geld, da müsste einiges an Inflation eingerechnet werden, dann könnts klappen. 🙂

    Einmal den Umsatz verhundertfachen und Marktführer werden ist selten, abermöglich. Aus dieser Position heraus das nochmal zu schaffen wird „schwierig“, Coca Cola mag die Weltherrschaft anstreben, aber ob das klappt ist doch etwas zweifelhaft.

    Und ja, ich habe exponentielles Wachstum und den Zinseszins verstanden, da war mal was auf der Uni, ä bissl was ist hängengeblieben beim einser im Vordiplom…

  79. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Josef,

    an Deiner Stelle würde ich mir erstmal einen ETF hinzu nehmen. Wenn Du CH-Werte möchtest, dann nimm doch was wie den CH0237935637 (iShares Swiss Dividend). Der hat eine recht geringe Kostenquote von 0,15% und bringt derzeit zumindest 3,67% Dividende. Das sollte ein stabilisierender Anker sein.

    Wenn Du da 5.000 CHF rein tust, dann hast Du 10,25 Stück Nestle, 9,7 Stück Novartis, 2,9 Stück Roche, 33,22 Stück ABB, 6,62 Stück Swiss Re usw.

    Den kannst Du dann immer weiter aufbauen. Bei günstigen Kurse zukaufen. Wenn Du aktiver sein willst, dann kann man auch mal bei hohen Kursen paar Anteile verkaufen, später wieder günstiger zukaufen. Vorausgesetzt ist ein kostengünstiger Broker.

    Weitere (US-) Einzelwerte wie KO usw. kannst Du nebenher auch noch kaufen.

    Viel Glück

    MS

  80. JosefJosef

    @Fit und Gesund
    Ja ich komme aus der Schweiz und ja die Dividende ist/war gut, hat aber bisher noch nicht das Minus aufgeholt, aber bin halt ein Blutiger Anfänger und werde wie jeder Fehler machen.

    @Mathias Schneider
    Danke für den Tip werde ich mir Notieren.
    Fonds möchte ich aber im moment noch keinen, da ich meine Aktien selbst auswählen möchte. Ich habe ja noch Nerven und Geduld 🙂 .
    Die Zeit wirds hoffentlich richten und mein Depot wird ja trotzdem noch Grösser anhand meines Geld Zuflusses.

  81. S Clement

    @ Matthias Schneider

    Hallo Matthias,

    wie bewertest Du als Kanada Experte derzeit RioCan?

    Hast Du zudem schon Infos zum Erwerb von TLCs gefunden?

    Dieser Wert geht ganz grob in diese Richtung: Ladder Capital Corp (LADR)

    Als ganz kleine Beimischung vielleicht Interessant für Dich – besonders durch die breite Aufstellung und der enorm hohen Qualität des Portfolios (85% AAA-Rating).

     

    Beste Grüße

  82. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @S Clement,

    RioCan habe ich auch, und mag ihn sehr. Wird wohl als „sichere Bank“ angesehen. Sahneschnitte sozusagen. Die sind sehr gut gelaufen in letzter Zeit. Ich will RioCan immer weiter aufbauen, aber derzeit sind wir am Hoch. Verkaufen werde ich aber nicht. Der bringt zwar nicht so viel wie meine Dream Global oder NortWest Health, ist aber ein must have. Bei anderen wie Cominar rechne ich immer mal mit einer negativen Nachricht, bei RioCan kommt da kein Gedanke.

    Aber wie gesagt, derzeit schlechte Zeit zum Kaufen. Oder man ist bereit auf dem Top einzusteigen und immer mal wieder nachzukaufen, wenn man es gar nicht erwarten kann. Der kanadische Immomarkt wird ja auch oft als überhitzt angesehen (Vancouver…). Wenn es so weitergeht, dann bleiben die REITs natürlich im Geschäft. Aber normalerweise kommt alles mal zurück.

    Wegen den Tax Liens habe ich zwar Investmentgesellschaften gesehen die sowas anbieten, aber mal mit 50k Minimum oder eben alles nicht öffentlich.

    Wäre eine nette Geschichte, aber wohl derzeit nur vor Ort oder per Telefon oder so zu machen. Bleibt mir aber im Kopf.

    Danke für LADR. Kannte ich nicht. Schaut interessant aus. Mal sehen…

    Schönen Tag

    MS

     

  83. Philipp

    Hallo Tim,

    sehr schöner Artikel. Ich bin auch ein großer Fan der „Buy-And-Hold-Strategie“. Hierfür bespare ich über Sparpläne verschiedene Indexfonds (ETFs). Ich finde es nur schade, dass du gar nicht auf das Thema Dividende eingegangen bist. Denn gerade im Konsumgüterbereich denke ich da an Konzerne wie Procter&Gamble, Johnson&Johnson, Unilever etc. die schon teilweise seit über 100 Jahren konstant Dividenden ausschütten. Und wenn man diese reinvestiert, ergibt sich ein unglaublicher Zinseszins-Effekt.

    VG

    Philipp
    http://www.passives-einkommen.rocks

  84. Claus

    @ Josef

    das du erst sehr kurz an der Börse bist, habe ich mir gedacht. Ich glaube, du hast einfach ohne einen richtigen Plan begonnen und Werte gekauft, die dir nach deinen Rechercehn (KBV, KGV) günstig erschienen. Oft gibt es aber auch echte Gründe, warum ein Unternehmen „günstig“ ist. Es reicht nicht, nur nach 1 oder 2 Kennzahlen zu entscheiden. Bei Bank-/Finanzaktien wäre ich besonders vorsichtig, hier haben sogar wirkliche Experten Schwierigkeiten korrekte Einschätzungen zu geben.

    Ich kenne deine Situation nicht, aber ich würde das Depot sofort umstellen. Wenn ich noch keine richtige Strategie hätte, würde ich überlegen, zunächst alle Werte zu verkaufen und später in aller Ruhe neu zu beginnen.

    Hier würde ich mit dem Fundament des Depots beginnen: Solide Werte mit Gütern des täglichen Bedarfs. Wenn es Schweizer Unternehmen sein sollen, schau die Nestle an oder Lindt (leider sehr teuer momentan).

    Achte darauf, dass die Unternehmen wenigstens eine gewisse Größe haben, seit vielen Jahren Gewinne erzielen und Dividenden ausschütten. Wähle möglichst verschiedene Branchen aus mehreren Ländern/Währungsräumen. Vermeide möglichst Finanztitel! Viel Erfolg.

    @ fit und gesund

    „Deswegen eben auch die ETF’s. Was ist der Hauptgrund weshalb Du keine ETF’s magst? Aktiv gemanagte Fonds kann ich wegen der Unkosten ja verstehen.

    Würdest Du CS mit 50%Verlust nun noch verkaufen?“

    Bei den ETFs sehe ich einen Riesen-Hype. Alle empfehlen ETFs. ETFs scheinen die „eierlegende Wolfsmilchsau“ – heißt doch so, oder? – zu sein. Man kauft einfach einen ETF .Börsenkenntnisse sind nicht nötig, der ETF bildet ja einen Index wie z.B. den S & P 500 nach, der langfristig immer steigt.

    Für mich sind ETFs nichts anderes als Fonds, ob aktiv gemanagt oder nicht. Ich frage mich, was wohl passieren wird, wenn es zu einem Crash oder einem sehr langen Abwärtstrend kommt? Die Zittrigen werden massenhaft Anteile verkaufen wollen, aber es gibt kaum Käufer. Das gilt dann zwar auch für Einzelaktien, aber hier weiss ich ziemlich genau, wenn Abwärtsbewegungen übertrieben sind.

    Was mich massiv bei ETFs stört ist auch, dass ich einen ganzen Index kaufe, mit allen „schlechten Firmen“ darin, die ich gar nicht haben möchte. Von den 30 DAX-Werten würde ich z.B. max. 5 wollen.

    Würde ich die CS mit 50% Verlust verkaufen? Ja, wenn ich von der Firma nicht mehr überzeugt wäre oder die Branche massive Probleme hätte, was ja leider der Fall ist. Dann würde ich auch mit 80 oder 90% Verlust verkaufen, weil längeres stures Festhalten und Hoffen für mich keinen Sinn ergibt. Das Restkapital kann viel besser in einer anderen Aktie arbeiten. Vor dem Verkauf würde ich mir aber noch den aktuellen Markt anschauen: Steigen die Werte vielleicht gerade? Ja, das ist ein bisschen Timing und meist Glückssache. Aber manchmal kann man 5-10% besser verkaufen, wenn der Markt steigt.

     

  85. Christoph

    @Claus: Mir fällt immer wieder auf, wie weise Deine Ratschläge sind. Großes Lob!

    Ich sehe es auch so. Bankaktien darf man momentan eigentlich nicht anfassen, es sei denn man ist Spekulant. Aber das will hier sicher keiner sein.

    Josef: Billig ist nicht gleich gut. Natürlich ist es ärgerlich wenn Aktien relativ teuer sind. Aber stell Dir vor Aktien sind wie Immobilien.

    Deine Bankaktien sind Häuser in der Ukraine. Billig aber kaum einer will einziehen und daher auch kaum Einnahmen.

    Und dann Coca-Cola, Johnson&Johnson, 3M usw = Häuser in New York. Zwar teuer in der Anschaffung aber mit schöner Rendite. Und da die Lage begehrt ist, bleiben die Einnahmen konstant bzw steigen jedes Jahr.

    Welche Immobilie würdest du da wohl lieber kaufen? Die unsicheren billigen oder die sicheren in NY?

    Ich rate Dir, kauf einfach ein paar Dividendenaristokraten. Du kannst auch klein anfangen. zB monatlich per Sparplan. Dann siehst Du alle 3 Monate wie Du Einnahmen erhälst.

     

  86. Fit und gesund

    hallo Claus,

    vielen Dank für Deine Antwort, ich denke auch dass da ein gewisser hype um die ETF’s ist, wie vor Jahren bei den aktiv gemanagten Fonds eben auch, dazumal die Flagshipfonds von Templeton, Fidelity und Pioneer nach denen heute natürlich kein Hahn mehr kräht. Ich habe 1998 angefangen mich für Fonds zu interessieren, Neuer Markt hab ich nicht mehr mitgemacht, aber die beiden Crash’s danach sehr wohl, nach dem ersten Crash hab ich aufgehört zu investieren, den zweiten hab ich verschlafen, d.h ich war mit völlig anderen Dingen beschäftigt.

    Erst seit letztem Jahr interessiere ich mich wieder für Aktien/Geldanlage, in der CH ist Alles bisschen anders, Ordergebühren sehr viel höher als in D, ich hätte auch lieber ein Depot mit ausschliesslich Einzelaktien so wie Du, aber Dein Depot ist sehr USA-lastig, nichts dagegen, aber in der CH darf ich nicht für mehr als 60000 CHF USA-Aktien besitzen, sonst müssen meine Erben im Falle meines Todes auf das gesamte Vermögen Steuern zahlen, ob man das nun glaubt oder nicht, es ist so, ich habe recherchiert. Wenn ich ETF’s aus Irland nehme, hab ich das Problem nicht, und es ist steuerlich für mich gesehen auch sehr viel einfacher, keine Arbeit mit Rückforderung von Abzügen bei Dividenden, deshalb möchte ich ja auch die CH-Aktien als Einzeltitel abdecken.

    Und das Fremdwährungsrisiko, ich bin ein wenig ein gebranntes Kind, über die letzten 10Jahre ist mein Geld was ich in D angelegt hatte sehr viel weniger geworden, klar würde sich das ausgleichen wenn man immer nachkauft.

    Die CS beobachte ich, sobald sich eine günstige Gelegenheit ergibt, ist sie weg, Lindt ist tatsächlich teuer, ich habe schon Nestle, Roche und Novartis, so richtig weiss ich im Moment auch nicht was weiterkaufen, deshalb auch die ETF’s, ich habe dieses Jahr bereits 1600 CHF Dividenden bekommen, bis Ende des Jahres dürften es knapp 2000 CHF sein, damit bin ich sehr zufrieden, ist ja mein erstes Dividenden-Jahr und ich lege das sofort wieder an, meine Sparrate ist hoch, über 50% vor Steuern und Krankenkasse.

    Welche deutschen Aktien findest Du denn gut?

     

  87. Slazenger

    Fit und Gesund

    bin zwar nicht Claus aber auch schon einige Jährchen an der Börse ( seit 1987)

    Aus dem Dax, langfristig gut sind BASF,Bayer, Fresenius, Henkel,SAP, meine Meinung!

  88. Fit und gesund

    Danke Slazenger, Fresenius kann ich mir sehr gut vorstellen, wir nutzen deren ganzen Dialysekram und mehr oder minder alle unsere Intensivpatienten werden mir Fresubin (so eine Art Astronautenkost um es mal umgangssprachlich auszudrücken) ernährt, das Zeug kostet ordentlich Geld und geht weg wie warme Semmeln, aber die würden besser schmecken 🙂

  89. Sergent Garcia

    @Fit und gesund

    Aus dem Dax würde ich noch SAP ergänzen. Aus dem MDAX sind noch Fuchs Petrolub, Fielmann und Symrise (Alternative zu Givaudan) interessant.

    Es wird aber sicherlich bessere Zeiten geben, diese günstig zu erwerben.

  90. Freelancer Sebastian

    Vielen Dank an Claus, Vali, Felix, Mario, Fit und gesund und all die anderen für eure interessanten Einblicke in Portfoliostruktur, Anlagestrategie und Vergangenheitsbewältigung.

    Das ein oder andere Unternehmen kommt mir beim gelegentlichen Blick ins eigene Depot doch sehr bekannt vor …… 😉

    Vielen Dank auch an Tim, dass du uns die Möglichkeit zum Austausch hier ermöglichst. Bitte weiter so!

  91. Claus

    @ Fit und gesund

    Slazenger hat die interessanten deutschen Werte schon genannt. Dazu würde ich noch Beiersdorf nehnnen, wenn sie nicht zu teuer wäre. Ebenso eine Fuchs Petrolab aus dem MDAX.

    Das mit den US-Aktien ist dann ja ein Riesenproblem für Schweizer. Gerade hier „lauern“ die besten Aktien.

    Du schreibst, das dieses Problem nicht für ETFs aus Irland besteht. Falls dies auch für Aktien aus Irland gilt, schau dir mal Medtronic (Medizintechnik) an. Ist eigentlich ein US-Unternehmen, sie haben aber letztes Jahr ihren Firmensitz aus steuerlichen Gründen nach Irland verlegt! Ist meine größte Position im Depot, eine Aktie, die man voraussichtlich „ewig“ halten kann.

  92. Fit und gesund

    Danke an den Sergent Garcia und Claus 🙂

    bei Medtronic könnte ich zuschlagen, die stellen schliesslich all unsere Herzschrittmacher her und der Bedarf wird nicht abnehmen. Fielmann wäre auch interessant, Brillen braucht man immer (ich aber nicht *lach*) Werde mir nun eine neue Beobachtungsliste erstellen und gegebenenfalls berichten.

  93. Leon

    @Fitundgesund

    „Neuer Markt hab ich nicht mehr mitgemacht, aber die beiden Crash’s danach sehr wohl“.

    Was war der zweite Crash danach???

    @all

    Warum sollten die Top-Performer in den vergangenen Dekaden die Top-Performer der Zukunft sein?

    Die klingen alle toll, ja, weil es die Top-Performer waren!

    Dauerhaft überlegene Aktienunternehmen auswählen und man schlägt den Markt dauerhaft?

    Dann sind all die Analysten, Algo`s (z. B. Aladin) und Gewinn-hungrigen institutionellen Investoren mit Ihren verdammt schnellen Rechnern wohl die größten Hornochsen, weil Sie alle keine Geduld haben???

    etf`s als eierlegende Wollmilchsau kritisieren, aber selber eierlegende Wollmilchsau Aktien proklamieren??? 😉

    Sorry, bin mal wieder der Ketzer.

     

  94. Leon

    @Vali

    Nein, ich kenne doch eure Prognosen! 😉

    Schulterklopfen und weitermachen. Es gibt schlimmere Strategien! 😉

  95. Claus

    @ Leon

    du klingst irgendwie verzweifelt/verärgert…

    Genannt werden hier nicht die Top-Performer der Vergangenheit, da würde es sicher auch viele andere geben, die aber inzwischen wieder verschwunden oder vom Kurs her „abgestürzt“ sind. Es geht um die QUALITÄT der Unternehmen. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

    Und JA, Analysten sollte man zwar gerne anhören, aber niemals zu ernst nehmen, denn sie liegen mit ihren Prognosen meistens völlig daneben. Warum? Auch Analysten sind keine Hellseher, sie kennen die Zukunft genau so wenig wie wir alle hier. Ich finde es immer amüsant, wenn die Analysten Ihre Prognosen kurz nach neuen Wirtschaftsdaten oder besonderen Ereignissen reihenweise diesen anpassen (im Nachhinein!). Und jeder von Ihnen versucht möglichst nicht viel von dem anderen abzuweichen… Wie in der Schule, einer schreibt vom anderen ab…

    Und nochmals JA, denn egal, wie schnell ein Rechner auch ist, die Börsenkurse von morgen lassen sich hiermit nicht bestimmen. Hier gab es auch schon mal jemanden, der die Kurse für jede Aktie exakt für die Zukunft vorausberechnen konnte…

    Du schreibst:

    „etf`s als eierlegende Wollmilchsau kritisieren, aber selber eierlegende Wollmilchsau Aktien proklamieren??? ?“

    Ich habe nichts gegen ETFs, würde aber selbst nie einen kaufen. Doch das muss jeder selbst für sich entscheiden. Wenn du dich mit ETFs wohl fühlst, ist das doch in Ordnung. Sicher läßt sich hiermit gutes Geld verdienen. Es gibt viele Wege, um an der Börse Erfolg zu haben.

    Von eierlegenden Wollmilchsauaktien ist nie die Rede gewesen. Hier kommt es sehr auf die Mischung in einem Depot an. Nichts ist in Stein gemeißelt. Man kann jede Aktie jederzeit verkaufen und andere wählen. Was heute und in den nächsten Jahren funktioniert, kann in 10 Jahren vielleicht ganz anders aussehen.

    Mein Depot ist dieses Jahr bis jetzt über 6% im Plus…

  96. Fit und gesund

    @Leon,

    na was würdest Du denn empfehlen? welche Strategie fährst Du denn?

    @Claus, 6% ist ein schönes Plus für 2016, ich gehe mal davon aus dass Du dieses Jahr auch frisches Geld investiert hast. Vor ein paar Tagen war mein Depot knapp was über 5% im Plus, aber nur weil ich dank hoher Sparrate immer wieder nachgelegt habe, nächster Kassensturz wird aber erst Ende Juli gemacht, ich darf nicht so oft schauen.

  97. Vali

    Gut, dann sind wir hier einer Meinung 😉

    Fakt ist, dass die meisten Stockpicker (außer man ist auf das niedrige KGV der Banken reingefallen), die die klassischen Haushalts-Kühlschrank-Apotheker-Tabak-Unternehmen gekauft haben, jetzt beim Blick ins Depot auf überdurchschnittliche Renditen schauen können + die geliebten Dividenden;-)

    Beziehungsweise sind das oft die Firmen, die kaum an Wert verlieren, weil sie in Krisen und in guten Zeiten gekauft werden, bzw. ihre Produkte usw. Da kann weder der MSCI world Index noch der S&P500 mithalten, geschweige denn der DAX, weil sie viele Problemunternehmen, Zykliker beinhalten, die die meisten mit einem gesunden Menschenverstand nicht kaufen würden.

    Alte Firmen wie JNJ, P&G, Kraft, Cola, Pepsi, Tabak, Wasserfirmen, Food, Pharma, können nicht solche Probleme bekommen wie z.B. eine VW, BMW oder Daimler und Tesla.

    Ein Manager aus der Autobranche sagte mir mal: „Du kannst dir nicht vorstellen wie schwer es ist mit Autobauen Geld zu verdienen. Wir kämpfen bitter um jede Million!“

    Ich fahre kein Auto, ich habe keine Autoaktien, würde sie nicht verschmähen, aber auch nicht mein Depot danach richten. Banken finde ich spätestens seit Lehman gefährlich und wenn ich zurück schaue oder in den Kühlschrank oder ins Bad, dann weiß ich, was ich in Zukunft immer kaufen werde. Da investiere ich und nicht in alle Firmen, die mir die Bank ins ETF reingepackt hat, samt ihren eigenen Aktien, damit sie Geld an den Gebühren verdienen…;-)

    ETFs sind Bankprodukte. Die betrachte ich grundsätzlich kritisch. Mein ganzes Vermögen danach zu richten, fände ich äußerst gewagt.

    Ich habe bis jetzt z.B. nicht heraus gefunden, welche Firmen genau der MSCI World Index beinhaltet und zwar alle. Da stehen irgendwie nur die 10 Größten, die ich selbst einzeln habe. Ich wäre dankbar, um einen aufschlussreichen Link 🙂

    Trotzdem bespare ich 2 ETFs, weil sie aus Ländern kommen, von denen ich Einzelaktien nicht kaufen möchte… steuerlich, bzw. entscheidungsschwierig sind. Als Test 🙂

    Im schlimmsten Fall könnte sich herausstellen, dass viele ETFs Luftblasen sind. Wird man denn dann klagen? So wie Lehman verklagt wurden? Wer hat da sein Geld zurück bekommen?

    Ich nehme lieber die Unternehmen, die ich kenne und ihre Anteile und bis jetzt war das richtig so 🙂

    Wieso bist du auch wie andere ETF-Fans nur so kritisch gegenüber Stockpicker? Weil G.Kommer meint, es sei unmöglich den Markt zu schlagen? Das ist doch der Finanzberater ohne Immobilieneigentum, der allen rät all ihr Geld in Weltportfolio-ETFs und Anleihen zu stecken und in Miete zu leben. Nein, danke 🙂

  98. Christoph

    Leon Eigentlich ist es doch einfach. Nehmen wir mal Coca Cola und Procter

    Wenn da zwei Wettbewerbe heute neu auf den Markt kommen müssen die erstmal extrem Werbung machen und Vertrauen beim Kunden aufbauen dass man nur annähernd in die Nähe von Coca Cola und P&G kommt.

     

  99. Leon

    @Claus

    Ich bin weder verzweifelt noch verärgert, nur weil ich an den „everbody`s Darling Aktien“ oder an dauerhaft ausbeutbarer alpha Konsistenz Zweifel äußere…

     

  100. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Vali,

    es gibt ja nicht nur entweder/oder. Ich mag beides. Einzelaktien und ETFs/CEFs. Es liegt bei mir daran, dass ich zu wenig Geld habe, um mir alle Aktien zu kaufen, die mir gefallen. Dieses Jahr bin ich gut gefahren. Ich liege mit 16,64% vorn, im Vergleich zu den 6,57% des S&P500 Year-to-Date (gestern). Ein anderes Mal wird es sicher wieder umgekehrt sein.

    Mir gefällt nach wie vor der Dividend Hustler sehr gut. Gehe konform mit seiner Meinung: „Time is important for me as I value Time deeply. I want to make my life simpler and so for myself, ETF’s will always have a room in my portfolio. They compliment my individual stocks and fit the puzzle in stocks I otherwise wouldn’t be able to purchase because there are over thousands of companies to choose from.“

    Unterschied; mein Traum-Fun-Car wäre nicht so ein Flitzer wie auf seiner Seite, sondern eher so einer, am besten Jahrgang 57 wie ich. 😉

    Wenn ich z.B. die kanadischen Banken will, dann würde ich zumindest die Big Five haben wollen. Du hast Dich für die Scotia entschieden, ich finde die anderen auch gut.

    Ich kann mir aber nicht alle kaufen, deswegen finde ich den ETF ZWB gut. Da habe ich alles und bekomme >5% Dividende als Monatszahler. Das ist, was mir gefällt.

    Den MSCI würde ich jetzt nicht nehmen, weil ich eben auch nicht den ganzen Markt will, aber für andere Leute wäre das genau richtig.

    Der Index ist hier. WORLD auswählen und „get constituents“ klicken.

    Ein ETF darauf von iShares hat über 1620 Positionen in etwa wie der Index gewichtet. Du musst auf „Alle Positionen“ klicken, und darunter „Alle anzeigen“.

    MS

     

  101. Christoph

    @All:

    Was haltet ihr von der T-Aktie?

    Ich überlege ob verkaufen und dafür marine harvest/ Geo Group aufstocken oder behalten?

    eigentlich tendiere ich zum Verkauf. Bin kein Fan von deutschen Aktien.

    Die aktuelle Rendite ist solala, der einzige Vorteil keine Kapsteuer.

  102. Vali

    Danke Matthias, super! Ich weiß, dass du mischst, mache ich auch gern – eine Art „Diversifikation der Strategien“ 😉 Ich nenne es „Investieren nach Gefühl“ 😉

  103. Slazenger

    @Vali

    Naja Daimler verdient diese Jahr so zwischen 9-10 Mrd. Euro nach Steuern, die Dividende liegt zwischen 5-6%  ! So ganz schlecht ist das nicht! Als Zykliker unterliegen sie eben den Gesetzen dass in der Krise langlebige Konsumgüter nicht groß nachgefragt werden, aber aktuell sind BMW und Daimler nicht teuer! VW ist eine Sondergeschichte wie wir alle wissen!

  104. Slazenger

    @Christoph

    Also Marine Harvest sind ja extrem gut gelaufen, da würde ich aktuell eher abwarten! Zur T Aktie selbst kann ich nichts sagen, für mich wäre sie aber nichts!

  105. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    habe auch die T-Aktie. Mein Kaufkurs ist durch die Senkung des Kaufpreises durch „steuerfreie“ (aufgeschobene) Dividende 7,06 Euro. Müsste also viel Gewinn versteuern beim Verkauf. Habe aber schon mit dem Gedanken gespielt, und dafür einen iShares auf Euro-Dividendenwerte aufstocken. Mal sehen, wenn die mal in einem Anfall von Euphorie über 17 rennt oder so…

    Andererseits bin ich so gefühlsduselig, und mir gefällt das, wenn man als Namensaktionär immer die persönlichen Einladungen bekommt. Stehe auch bei Daimler im Aktienregister. Gefällt mir.

    Mein altmodischer Tribut an den deutschen Aktienmarkt mit Einzeltiteln, incl der Ärgernisse K+S und E.ON:

    DEUTSCHE TELEKOM AG NA
    DAIMLER AG NA O.N.
    DEUTSCHE POST AG NA O.N.
    DEUTSCHE BETEILIGUNGS AG NA O.N.
    E.ON SE NA
    HAMBURGER HAFEN UND LOGISTIK
    K+S AG NA O.N.
    METRO AG VZO O.N.
    PROSIEBENSAT.1 NA O.N.
    WUESTENROT+WUERTT.AG O.N.

    MS

  106. Vali

    @Slazenger, ja bei Daimler, BMW und Audi stehe ich immer mal wieder auf dem Kaufknopf. Habe mir aber vorgenommen „nur noch“ eine Deutsche Aktie pro Jahr zu kaufen 😉

    @Matthias, ja geht mir auch so bei den deutschen Unternehmen, irgendwie bin ich diesbezüglich ziemlich leicht „rumzukriegen“ haha 😉

    @Christoph, bin bei Drillisch und Vodafone (privat und geschäftlich) und hätte lieber die 🙂

  107. Claus

    @ Fit und gesund

    die guten 6% sind reine Kurssteigerungen incl.  Dividenden, ohne Spareinlagen.

    @ Leon

    Ich finde es sehr gut, Zweifel zu äußern, Kritik zu üben. Nur so kann man Fehler erkennen und vermeiden.

    Was würdest du denn anders machen? Es gibt ja viele Möglichkeiten, an der Börse Geld zu verdienen. Ich habe bisher nichts besseres (für mich) gefunden, als die Großkonzerne aus verschiedenen Währungsräumen und Branchen. Für mich funktioniert diese Strategie seit einigen Jahren und ich verdiene sehr gutes Geld ohne grossen Stress. Natürlich kann es passieren, dass die „Dickschiffe“ eines Tages „überinvestiert“ sind, völlig irrational bewertet sind und entweder jahrelang kaum Renite bringen oder die Kurse gnadenlos abstürzen. Ich habe aber auch kein Problem damit, alle Aktien zu verkaufen, wenn die Bewertungen in einzelnen Sektoren oder bei den meisten Aktien irgendwann jenseits von Gut und Böse sein sollten. Ich hoffe, ich erkenne diese Situation rechtzeitig…

  108. Leon

    @Claus

    Was ich anders machen würde?

    Also erstmal finde ich Dein Depot und Deine Strategie sicherlich als gut! Es hängt immer vom jeweiligen Menschen, dessen Charakter, Lebensumstände und Ziele ab, was für einen passt.

    Ich würde an Deiner Stelle, wenn Du die passende Strategie für Dich gefunden hast, nichts ändern!

    Vielleicht war es auch von mir voreilig, die beliebten Dickschiffe in Frage zu stellen.

    Jeder unterliegt so seiner eigenen Wahrnehmung. Ich finde die Dickschiffe aus den nicht zyklischem Bereich mit Marke als Depotbaustein sicherlich nicht verkehrt.

    Mein persönlich verschrobener Eindruck ist, dass es immer wieder dieselben Verdächtigen Dickschiffe hier (und auch im WP-Forum) sind, ebenso wie Dividenden-Strategien und auch dass es ebenso einen Run auf etf`s gibt.

    Wenn was zu sehr in Mode kommt (oder jetzt auch schon mit US-Aktien über 5 Jahre) bin ich durch die dotcom geprägt.

    Mein Fazit darauf war eine breitest mögliche Diversifikation mit mehreren unterschiedlichen asset-Klassen. Verkäufe oder Umschichtungen finden so gut wie nie bei mir statt. Da trinke ich lieber nen Wein! 😉

    Ungleichgewichte werden mit Dividenden und Sparquoten ausgeglichen.

     

     

  109. Christoph

    @Mathias: Bei mir ist es andersrum. Die Aktien wurden damals von meinem Vater für mich gekauft. Das war so halb an mir vorbei. Aber der Kurs war viel höher als aktuell.

    Und ich glaube irgendwie nicht, dass der Kurs in den nächsten Jahren sehr hoch gehen wird. Wieso sollte er auch? Sehe da irgendwie keinen Grund für.

    Ist nur die Frage wann verkaufen und was dafür nehmen.

    Gestern sah ich Applied materials https://uk.finance.yahoo.com/video/applied-materials-ceo-really-exciting-155000032.html

    sehr interessante Firma..

  110. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    in dem Fall vielleicht doch besser, wenn Du einen Schnitt machst. Alte Höhen erklimmt die T-Aktie sicherlich nicht mehr. Aber ich würde das Vermächtnis Deines Vaters zumindest insoweit bewahren, dass ich was ähnliches holen würde, mit ähnlicher Dividende. AT&T oder Verizon?

    Mit den Techs habe ich so meine Schwierigkeiten. Ich liebe die zwar, aber sind mir zu mager in der Ausbeute.

    @Leon,

    ja, die immer gleichen Lieblinge. Aber so ist es nun mal. Dem „glorreichen Dutzend“ (geschätzt) begegnet man überall. Ist ja auch natürlich, die kennt halt jeder und dominieren den Markt. Ist ja auch nichts verkehrt dran.

    Wenn ich mal KO, JNJ, PG usw. kaufen sollte, dann verrate ich das aber nicht. 😉

    Die „Mode“ mit Dividendenaktien hat aber auch einen Grund. Wenn man früher 6 oder 8% Zinsen vom Staat bekam, da brauchte man natürlich nicht nach 2 oder 3% Dividende bei Aktien schauen. Heute muss man schon schauen, noch paar Öre zu verdienen.

    Auch dass heute die klassischen Fonds-Anleger von früher natürlich in ETFs gehen ist doch klar. In altmodischen Zeiten hat man 3,5 bis 7% (oder so) Ausgabeaufschlag beim Kauf bei der KAG gezahlt, und nochmal 2% jährliche Management-Fee oder so, womöglich noch Performance-Fee. Raubrittertum!

    Da sind ETFs natürlich der Himmel für der Fonds-Liebhaber. So dumm sind die Leute halt doch nicht, dass sie nicht die Verbesserungen nutzen würden, frei nach IKEA; „nutze die Möglichkeiten.“ 😉

    Nachdem die Leute gemerkt haben, dass man Neuwagen auch viel günstiger als Re-Import als EU-Wagen kaufen kann, ist das natürlich auch in „Mode“ gekommen usw.

    MS

  111. Claus

    @ Leon

    „Wenn was zu sehr in Mode kommt (oder jetzt auch schon mit US-Aktien über 5 Jahre) bin ich durch die dotcom geprägt.“

    Ich versuche allem, was in Mode kommt, auszuweichen. Da denke ich nicht anders als du. Natürlich bemerke ich, dass Dividendenaktien immer mehr gefragt sind.

    Das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits wunderbar, weil man auf dem Papier sehr gut aussieht. Andererseits irgendwann (noch ist es wohl deutlich zu früh) beängstigend, weil man fürchtet, das es einen Crash geben könnte, der mal eben einige Jahresgewinne ausradiert.

    Daher ist es m.E. extrem wichtig, die Bewertungen im Auge zu behalten. Wird es utopisch, steige ich aus. Egal, ob es sich um eine einzelne Aktie, einen Sektor oder noch schlimmer um alle Dividendentitel handeln sollte. Ich weiss, dass man evtl. auch verkaufen können muss, um weiterhin erfolgreich zu sein. Auch mir hat die dotcom-Blase sehr übel mitgespielt und ich möchte das nie wieder erleben.

    Deshalb sollte man bereits heute eine vernünftige Verkaufsstrategie haben, sollte es zu einer signifikanten Blasenbildung kommen.

  112. Christoph

    Matthias ja ich würde gerne was nehmen was mehr dividende, mehr dividenden Wachstum und mehr Kursgewinn hat. realty income wäre vor ein paar Wochen perfekt gewesen

    AT&T ist dafür momentan zu teuer. kaufe ich aber dennoch eh per sparplan.

     

  113. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    die REITs kommen ja gerade etwas zurück. Vielleicht paar Tage warten… Evtl. (auch so teuer wie halt überall) HCN (Welltower)? Auch so ein „no-brainer“.

    MS

  114. JosefJosef

    @Claus
    Naja wie Gesagt verkaufe ungern. Wegen Fonds habe ich eine gewisse abneigung.
    Ein Verwandter von mir hat bei der Leman Brothers Pleite seinen Fonds Verloren.
    Obwohl er nedmal wusste das dieser Fond dort war. Er hattte bei einer Grossbank in der Schweiz einen Kollegen, der ihm diesen angeraten hatte. Er bekommt nun Tropfenweise bisschen zurück aber naja…
    Mit meinen Aktien habe ich eine Dividendenrendite bei ca 4%. mein minus sollte also ab nächstes Jahr ausgebügelt sein. Aber Bankenwerte kaufe ich bestimmt keine mehr im Moment. 🙂

    @Fitt und Gesund
    „Wenn ich ETF’s aus Irland nehme, hab ich das Problem nicht, und es ist steuerlich für mich gesehen auch sehr viel einfacher, keine Arbeit mit Rückforderung von Abzügen bei Dividenden, deshalb möchte ich ja auch die CH-Aktien als Einzeltitel abdecke“

    Ich kann als Schweizer die Mehrwertsteuer zurückfordern von Dividenden?
    Hab Aktien aus Griechenland, Deutschland und Östereich.
    Wie müsste ich das Handhaben?
    Die Schweizer Aktien Mehrwertsteuer bekomme ich ja direkt vom Steuerprogramm Easytax. Oder bin ich da komplett Falsch gewickelt 😀

  115. JosefJosef

    @Fit und gesund
    Vielen Lieben Dank.
    Ich kaufe im Moment viele Euro Werte da der Franken zu stark ist im Moment.
    Fals ich mal mind 500 Fr. vond der Mwst abziehen kann werde ich mir wohl einen Steuerberater zuziehen. Ist mir alles bisschen Komplex. oder 3-4 Jahre Warten und Geld auf Jahre zurückfordern.

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