Milliardenschwindler Allen Stanford im Gefängnis verprügelt


New York, 27. September 2009

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Milliardenbetrüger Allen Stanford ist im Gefängnis im texanischen Conroe von einem Mithäftling zusammengeschlagen worden. Das berichtet die Associated Press. Der 59-jährige US-Finanzjongleur musste am Freitag in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Stanford ist von kräftiger Statur. Er startete seine Karriere mit der Eröffnung eines Bodybuildingstudios in Texas. In den Monaten vor seiner Verhaftung soll er aber unter Alkoholeinfluss oder sonstigen Drogen gestanden sein.
Stanfords Karriere: Seine erste Geschäftsidee, das Bodybuildingstudio, scheiterte. Ein paar Jahre später, Anfang der 1980er Jahre, kaufte er gemeinsam mit seinem Vater James im texanischen Houston Immobilien auf, die im Zuge der Immobilienkrise stark im Wert gesunken waren. Als sich der Häusermarkt erholte, begann er die Objekte mit Gewinn zu verkaufen. Es entwickelte sich ein florierendes Unternehmen mit 500 Beschäftigten.
Stanford zog später in die Karibik, nach Antigua. Dort gründete er eine Bank. Sein Vater ging 1993 in Rente. Allen Stanford bot für langfristige Festgelder exzellente Zinsen an. So lockte er sieben Milliarden auf seine Bank. Er zielte vor allem auf die Spargroschen von Durchschnittsamerikanern. Auf dem Foto sehen Sie Allen Stanfords Firmenzentrale in Houston.
Für seinen luxuriösen Lebensstil soll er 1,6 Milliarden Dollar abgezweigt haben. Er unterhielt sechs Privatjets, einen Hubschrauber, jeweils eine Villa in Miami und auf der Karibikinsel St. Coix. Am 18. Juni 2009 verhaftete ihn das FBI. Er soll trotz der laufenden Ermittlungen zuvor versucht haben, mit dem Flugzeug nach Antigua zu fliehen.
Bernard Madoff, der größte Finanzschwindler aller Zeiten, wird dagegen von seinen Mithäftlingen wie ein Star verehrt. Sie wollen Autogramme von ihm. Sie fragen Madoff ständig Löcher in den Bauch, wie der den Riesenschwindel betrieb. Offenbar sind die Kriminellen von der Idee angetan, dass Madoff tausende Superreiche rund um den Globus reingelegt hat. Unter seinen Opfern waren aber auch Stiftungen und Universitäten.


tim schaefer (Author)

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