Meine Interviews: Eine Psychologin, ein Hotelmanager, ein Milliardär


New York, 4. September 2014

Ich habe etliche Interviews in den vergangenen Tagen geführt. Drei möchte ich Ihnen hier kurz vorstellen. Ich lerne sehr viel aus diesen Gesprächen.

 

So habe ich mit Professorin Miriam Tatzel gesprochen

Sie lehrt Psychologie am Empire State College im Bundesstaat New York. Ich fragte sie (Foto oben) nach der Bedeutung des Geldes, des Reichtums und was uns letztendlich glücklich macht.

 

Wenn Sie schauen, was uns zufrieden macht, ist es eben nicht das Anhäufen von Besitztümern. Es ist nicht das Leben im Luxus. Materialismus und Statussymbole machen uns eher unglücklich, sagt die Wissenschaftlerin.

 

Glücklich sind wir, wenn wir kompetent und unabhängig sind. Wenn wir uns selbst akzeptieren, eine Lebensaufgabe haben. Wer sich engagiert, Bedeutungsvolles tut, sich verbessert, positive Beziehungen hat, dem geht es gut.

 

„Sparsame Menschen sind sehr glücklich“, sagt Tatzel. Es gibt diese Leute, die streben nach Statussymbolen, nach teuren Autos, Villen, Kleidung, Schmuck. Sie sind oftmals unzufrieden mit ihrem Leben. Diese Menschen leben auf großem Fuss, sie haben Schulden. Wer Schulden anhäuft, kann unter einem ständigen Druck stehen. Schulden können ins finanzielle Verderben führen. Und die Unzufriedenheit erhöhen. Es handelt sich um den bekannten Hamsterkäfig mit dem Laufrad, aus dem wir nicht mehr rauskommen.

 

In diese materialistische Kategorie passt meiner Meinung nach Thomas Middelhoff. Ich halte ihn für einen Angeber, einen Schaumschläger. Seine exzessive Nutzung von Charterjets und Helikoptern auf Kosten eines strauchelnden Unternehmens (KarstadtQuelle) ist beschämend. Vorstandssitzungen verbrachte er auf einer Yacht im Ausland. Es ging zu Lasten eines Konzerns, der sich im Überlebenskampf befand. Es ist traurig, dass es solche Manager gibt. Wir brauchen mehr anständige Manager. Vorbilder wie Warren Buffett, Bill Gates, Starbucks-Gründer Howard Schultz oder John Mackey, den Chef der Ökokette Whole Foods.

 

Natürlich ist es nicht hilfreich, ständig Angst vor der Armut zu haben. Geiz ist sicher nicht das Ziel. Ein Ziel sollte vielmehr sein ein ausgeglichenes Leben zu führen. Hier finden Sie eine Präsentation (PDF) der Expertin.

 

Dann traf ich Herbert Pliessnig. Der Österreicher managt die edle Absolventen-Herberge „Harvard Club“ in Manhattan. Hier geben sich US-Präsidenten, Nobelpreisträger und Manager von Weltkonzernen die Klinke in die Hand.

Von dem Hotelmanager lernte ich, was smarte Führungskräfte ausmacht: Sie stellen exzellentes Personal ein, das besser ist, als sie selbst. Sie sprechen sehr viel mit den Mitarbeitern. Sie sind immer ehrlich und höflich. Und sie kümmern sich um den Kunden mit ganzer Kraft.

 

Schließlich sprach ich sehr lange mit Mario Gabelli. Über sein Leben, seine Arbeitsauffassung, das Value Investing.

 

Der Milliardär rät, mehr zu arbeiten. Jeden Tag. Gabelli (Foto oben) ist voller Energie. Er hat die Gabe, komplexe Dinge mit einfachen Worten zu erklären. Es war für mich ein faszinierendes Gespräch

 

Was ich gelernt habe von diesen Menschen? Sie lieben, was sie tun. Sie fühlen sich wohl. Das führt zu einem Art Bonuseffekt. Sie sind kreativ. Sie haben eine enorme Vorstellungskraft. Ihre Gedanken sind trotzdem ganz klar. Sie lieben die Arbeit und das Leben.

 

Wir alle haben Talente. Suchen Sie nach ihnen. Seien Sie kreativ. Finden Sie das, was Ihnen Spass macht. Wir schaffen unser eigenes Leben. Gewiss hat nicht jeder die gleichen Chancen. Aber sehr viel passiert in unserem Inneren. Unser Wünsche. Unsere Motivation. Unsere Einstellung.

 

Was mich beeindruckt hat, war ein Artikel im "Wall Street Journal". Es geht um eine Abschluss-Klasse des Jahres 2004 an der kalifornischen Monterey-Schule. Damals mussten die Schüler in kurzen Videos ihre Lebensträume skizzieren, ihren Traumberuf. Jetzt blicken die einstigen Schüler zehn Jahre zurück: Was haben sie damals gesagt und was ist aus ihnen geworden? Es ist faszinierend, wie sich manche Träume tatsächlich erfüllt haben. 


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Meine Interviews: Eine Psychologin, ein Hotelmanager, ein Milliardär

  1. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Sehr schön, vor allem von Gabelli zu lesen.

    Ich habe einen Fund von ihm, denn GGN (GAMCO/Gabelli Global Gold, Natural Resources & Income Trust), 10% Dividende p.a. bei monatlicher Zahlung.

    Ich würde gern noch den vom ihm selbst gemanagten Fund (GUT – Gabelli UtilityTrust) nehmen, >8% Dividende p.a. bei monatlicher Zahlung. Leider wird er derzeit mit einem Premiumaufschlag von 17,5% gehandelt. 

    MS

  2. StefanStefan

    Tolle Interviews Tim!

     

    Man müsste sich die Aktienideen von Gabelli eigentlich notieren und in fünf Jahren schauen was draus geworden ist…

    Lustig, dass er in Frankenthal bei KSB war. Das ist bei mir um die Ecke…

     

    @ Matthias:

    10% Dividende? Monatliche Zahlung? Wo bitte ist denn das der Haken? Oder meintest du die Dividende bezüglich deines Einstiegskurses?

  3. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Moin Stefan,

    ja ich weiß, die 10% klingen unglaubwürdig. So ist es aber. Das ist ein gemanagter Fund. Also kein Buy and Hold, sondern da wird auch mal short gegangen, oder "covered calls" (Buy-Writes) geschrieben. Das sind Strategien für zusätzliche Rendite. Kurz erklärt; man verkauft Call-Optionen auf Werte die man selbst hat. Bei Optionen zahlt man Aufpreis auf den Wert, der mit der Laufzeit verfällt. Wenn die Aktie also stagniert oder weniger gewinnt als dass man mit der Option über den Break Even kommt, dann gewinnt der Verkäufer am Verfall. Für gemanagte Funds zahlt man natürlich mehr Fees als für ungemanagte. Bei GGN sind es 1,35% Siehe hier: http://www.cefconnect.com/Details/Summary.aspx?Ticker=GGN

    Oder http://www.gabelli.com/Gab_pdf/factsheets/-116facts.pdf

    Heute steht Artikel über Einhorn online: http://boerse.ard.de/boersenwissen/boersengeschichte-n/david-einhorn-der-zocker-vor-dem-herrn100.html

    Seine durchschnittliche Rendite von 21% p.a. kommt halt dem Kurs zugute, oder bei Buffett usw. Bei Gabelli schüttet man das eher aus, weil es eben als Income-Fund konzipiert ist. Das nehmen Leute wie ich, die ein Zusatzeinkommen und keine Kursraketen (in erster Linie) brauchen/wollen.

    Ich habe im Interview bei den Geldautomaten aufgehorcht. Ich habe einen Wert im Auge (DCI) in Kanada. Da bekam ich heute eine Mailnews über die neuen ATMs: http://www.directcash.net/news/detail.aspx?pID=3016

    Ich hatte mal NCR und Wincor-Nixdorf. Directcash ist jetzt auf der Watchlist. Ich hatte mich auch bei PBI (Pitney Bowes) getäuscht, weil ich dachte deren Geschäft wäre oudated (Frankiermaschinen usw.). Cash ist doch noch lange nicht out. Briefe werden weiter verschickt…

    MS

  4. Walter M.

    Mich hat am meisten Dein Interview mit meiner Kollegin, Mrs. Tatzel, angesprochen. Sie hat schon bereits viele interessante Studien veröffentlicht.

    Zwei Punkte ihrer Präsentation sind mir ins Auge gesprungen:

    – Don’t care overly about money

    Das kann man bis zu einem gewissen Grad + ab einem bestimmten finanziellen Status selbst kontrollieren. Hat man zuviel oder zu wenig oder ein nicht förderliches soziales Umfeld, dann wird es allerdings ein Problem.

    – Live in a society with low income inequality

    Das kann ich kaum kontrollieren, außer mir eines der wenigen Länder dieser Welt suchen, wo das noch der Fall ist. Leider wird man feststellen, dass auch dort die meisten Menschen nach "mehr" streben und sich diese Ungleichheiten zwangsläufig ergeben. Von daher in unserem aktuellen Wirtschaftsystem für mich nur sehr schwer umsetzbar.

  5. Smithers

    Zitat eines schlauen Mannes:

    “You must really like fund managers, if you want to keep them in sports cars and Mock Tudor mansions at the expense of your own retirement!”.

  6. Robert Michel

    „Live in a society with low income inequality“

    Das Statement könnte genauso politisch motiviert sein, denn es ist genau das Ergebnis von dem sich viele wünschen dass es so wäre. Wir müssen uns im Klaren sein, das ein zu viel an Gleichheit genau so ungerecht ist und zu entsprechender Frustration führt, wie ein zu viel an Ungleichheit. Letztlich kommt es nicht auf das Niveau der Ungleichheit an sich an, sondern darauf dass im Einkommen die persönlichen Anstrengungen sichtbar wird.

  7. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    He "Smithers", der witzige Spruch hat natürlich seine Berechtigung, erfüllt aber auch nur ein beliebtes Klischee. Nicht jeder Broker ist ein "Wolf of Wall Street". Einerseits sollte man so viel wie möglich selbst machen, aber man sollte auch seine Grenzen kennen, und dann das Preis-Leistung Verhältnis abchecken. Was ist einem was wert. Mir wäre ein passiver Fonds, wo der Manager auch noch Performance-Fee kassiert, wenn der mal zulegt, und er nur 2x im Jahr Total in Shell, oder MCD gegen Burger King tauscht (überspitzt), Ausgabeaufschlag kassiert wird, und extra noch Managmentkosten entstehen, also Abzocke komplett, sowas will ich auch nicht haben. Man muss aber oft was zahlen, was man eigentlich micht will, aber es einfach nicht selbst besser kann. Für eine Wohnungsverwaltung muss man auch zahlen, weil sie einem aber auch Kram abnimmt, die man ungern selber machen wollen würde oder könnte. Man muss abwägen, ist mir die Leistung das Geld wert, wie ist mein Nutzen? Kann ich den billiger selbst erwirtschaften oder nicht? Auch kann man nicht Leistung für lau erwarten. Da habe ich auch einen Spruch: "If you're not paying for something, you're not the customer; you're the product being sold".

    MS

  8. Felix

    Ein Fonds, der 10 % p.a. Dividende ausschüttet, kann das ja nicht immer aus den Zuwächsen generieren, d.h., er muss in schlechten Jahren an die Substanz des Fonds gehen. Wenn er aber die Substanz verringern muss, werden die 10 % noch schwieriger zu erreichen sein.
    Wenn es einen zuverlässigen Weg gäbe, 10 % p.a. zu erwirtschaften, würde das ja alle kopieren. Das ist umso unwahrscheinlicher als auch noch Managementkosten anfallen, damit müssten schon mindestens 12 erwirtschaftet werden. Der letzte, der das konstant „geschafft“ hatte, war Madoff.

  9. Lambda Lambda Sigma

    10% Rendite – erinnert mich irgendwie an einen gewissen Bernie Madoff.

    Aber ne, der Fondsmanager ist bestimmt anders und möchte nur das Beste für uns erreichen. Deshalb die Verantwortung für das Geld „outsourcen“. Der wird schon die Kompetenz haben. Schliesslich würde ich ja auch nie selber ein Fallrohr zu Hause installieren. Prima Idee.

    Good luck!

  10. Smithers

    @Matthias Schneider

    Sehe ich komplett anders.

    Ich habe lieber garantert (!!!) die Marktrendite minus Kosten (0.09% beim S&P500 oder 0,20% für den gesamten MSCI World) als nur eine gewissen Hoffnung und Wahrscheinlichkeit diese durch einen Fondsmanager oder eine zufällige Aktienauswahl zu bekommen und das auch noch zu höheren Kosten.

    P.S.: Du lieferst übrigens das perfekte Argument für ETFs:-)

  11. Smithers

    Was habt Ihr denn alle? Madoff war doch ein netter & in betuchten Kreisen äußerst beliebter Kerl.

    Ok, das mit seinen Geldanlagen ist irgendwie blöd gelaufen. Nobody is perfect.

    Zum Thema aktive Fondsmanager:
    http://www.marketwatch.com/story/almost-no-one-can-beat-the-market-2013-10-25

    http://www.telegraph.co.uk/finance/personalfinance/investing/funds/10904050/Just-one-fund-manager-in-100-beats-the-market.html

    Viel Erfolg bei der Suche nach dem 1% der Fondsmanager, die es im nächsten Jahr schaffen werden. Die Korrelation zwischen den „Gewinnern“ des letzten Jahres und des aktuellen Jahres liegt übrigens konstant bei maximal r = .10.

  12. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Felix, Du hast natürlich vollkommen recht. Ich will ja auch nur Möglichkeiten vorschlagen, die jeder für sich überdenken kann. Ich behaupte nicht, dass ich den Stein des Weisen hätte. In schlechten Jahren geht bei allen Anlagen der Wert abwärts. Und das was Du meinst, das ist ganz klar so. Wenn ein solcher Fund dann die Ausschüttung nicht suspendiert, dann muss er natürlich aus der Substanz zahlen. Aber wir erhoffen uns ja alle, dass Ertrag erwirtschaftet wird, sonst würde niemand von uns auch nur einen Euro anlegen. Stell Dir doch einfach vor, 2 identische Fonds erwirtschaften 20% auf den NAV (Net Asset Value) in einem Jahr mit Kurssteigerung und Dividendeneinnahmen der gehaltenen Firmen usw. Der eine thesauriert alles und hat folglich jetzt einen NAV von +20%. Der andere schüttet 10% aus, was natürlich dem NAV nun fehlt (weil eben auch etwas realisiert wird von den Gewinnen, wenn die anderen Erträge nicht reichen). Der hat nun nur noch einen Kurs von +10% . Man sich einfach überlegen was einem lieber ist. Wenn man kleine regelmäßigen Auszahlung will, es einem lieber ist, wenn der Fonds stärker steigt, dann nimmt man den thesaurierenden.
    Das wichtigste Argument für mich ist, wie ist das Verhältnis Preis-NAV. Ich schaue immer, dass ich einen Kauf möglichst dann mache, wenn der Preis stark unter den NAV gefallen ist. Das war z.B. beim GGN Ende 2013 der Fall. Da gab es 10% Rabatt (da gab es praktisch den Dollar für 90 Cent zu kaufen), heute muss man wieder einen kleinen Aufpreis zahlen. Heute muss man ca. 1,03 Dollar für einen angelegten Dollar zahlen. Der NAV ist seit Jahresende bis Ende Juni auf $ 1,154,813,376 von $ 1,057,668,268 gestiegen (siehe SEC-File), trotz Ausschüttung. Wie gesagt, man muss die Covered Call Aktivitäten berücksichtigen. Die können gut was einbringen. Wenn ich 1000 Aktien IBM halte, und auf die 10 Call-Optionen a 100 Stück verkaufe, dann bringt das einen vorläufigen Erlös ein, der endgültig wird, wenn die IBM-Calls nicht ins Plus laufen. Ich verkaufe heute 10 (gedeckte) Calls bei Strike 190 und 6,55 USD (x100) im Bid mit Laufzeit 20.12.14, bekomme also 6550 USD. Wenn IBM jetzt fallen sollte, dann werden die Calls gleich ziemlich wertlos. In dem Fall decke ich meine Minusposition (verkaufte Calls) billiger wieder ein, und der Gewinn gehört mir. Wenn IBM konstant bleibt, dann verliert der Call durch die Laufzeit seinen Aufpreis gleichmäßig. Dieser Verfall kommt mir zugute. Ich muss weniger zahlen für eine Eindeckung, als ich eingenommen habe. Wenn IBM stark steigt, dann gewinnt der Käufer der meiner Calls. Dann muss ich sehen, dass der Verlust begrenzt wird. Wie gesagt heutige Call-Option bei Strike 190 bis 20.12. 6,55. Eine gleiche Call-Option kurz vor Ablauf 20.09. ist nur noch 2,40 wert gerade bei gleichem Strike 190 und gleichem Kurs. Sollte die also wertlos verfallen, dann bleiben mir 6550 den Wert von 191000 (1000 Stück IBM). Das gibt eine zusätzliche Performance von 3,43%, obwohl der Kurs selbst 0% gebracht hat. Wenn solche Sachen beherrscht, dann kann man schon gut was generieren, was sich der Betrachter nicht erklären kann.
    Aber wie gesagt, jeder muss das machen, wozu er das beste Vertrauen hat.

    MS

  13. Matthäus

    Hi Tim,

    das Interview mit der Psychologie-Professorin finde ich spannend. Auf Deutschlandradio Kultur las ich neulich diesen wie ich finde ebenfalls spannenden Artikel über Shoa-Überlebende bzw. deren Nachkommen. Oftmals haben diese psychologische Probleme, z.B. Depressionen, Überängstlichkeit, Selbstzweifel.

    http://www.deutschlandradiokultur.de/shoah-ueberlebende-unvergossene-traenen.1079.de.html?dram:article_id=295987

    Was ich nachvollziehbar finde, ist auch die Aussage einer 36-Jährigen aus der Enkel-Generation der Shoa-Überlebenden. Hier die zwei kurzen Absätze:

    – Alltagssorgen auch in der dritten Generation der Holocaust-Überlebenden: So ist Sharon besonders vorsichtig gegenüber fremden Menschen, fremden Deutschen. Die 36-jährige sorgt sich etwa, wenn sie einen neuen Freund kennenlernt, ob dieser, im Falle eines Falles, anders handeln würde als die Deutschen damals, vor 70 Jahren:

    „Und für mich hat die Frage schon immer eine Rolle gespielt: Wie würde der sich verhalten, wenn… ja wenn es wieder soweit kommen sollte, dass ich als Jüdin verfolgt oder infrage gestellt werde. Ob das ein Mensch ist, der mich schützen würde. Oder zu mir stehen würde.“ –

    Gruß.

    P.S.: Diesen Artikel sollte der notorische Israel-Kritiker und ständige Talkshow-Gast Jakob Augstein, Sohn des Spiegel-Gründers Rudolf Augstein, durchlesen. Aber auch diejenigen, die ihn einladen.

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthäus

    Wir sind ja biologisch das Produkt aus Mutter + Vater. Wir werden, wenn wir aufwachsen, von unserer Familie geprägt.

    Aus unserem Umfeld nehmen wir viel an. Von Familie, Freunden, Bekannten, Kollegen, Professoren, Lehrern, Nachbarn. Wir nehmen von unseren Idolen und Vorbildern Verhaltensweisen an. Unser persönliches Umfeld hat Einfluss darauf, was für eine Person wir selbst sind.

  15. Matthäus

    Absolut.

    Spon-Kolumnist Jakob Augstein ist im Übrigen auch kreml-unkritisch eingestellt. Als Putin-Versteher erntete er Verständnis&Zuspruch von Dirk Müller, obwohl dieser in seinem Buch Russen, wie Amerikanern, noch vorwarf ein Interesse an einem Misslingen des Euro zu haben. – So schnell hat Dirk Müller seine Position geändert.

    Was die von dir erwähnten Idole anbelangt: Die Schauspielerin Gwyneth Paltrow gab nun bekannt, dass sie zum Judentum konvertieren möchte, nachdem sie vorher in der Sendung „Who do you think you are“ mit einem Experten für osteuropäisch-jüdische Geschichte ihren polnisch-jüdischen background beleuchtet.

    Ich verfolge ihren Werdegang ein wenig, weil mit ihr und Robert Downey Jr. die Hauptrollen in der Iron Man-Trilogie besetzt sind. Mit der Hauptrolle in der Comic-Verfilmung schaffte es RDJ einkommenstechnisch in den Hollywood-Olymp aufzusteigen. Allein zw. Juli 2013 und Juni 2014 verdiente er 75 Mio. $, was ihn in Hollywood zur absoluten Nr. 1 macht.

    Gruß Matthäus

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