Lohnt es sich Aktien umzuschichten?


New York, 6. Dezember 2014
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In der TV-Werbung werden Trader gerne in einem solchen Umfeld am Rechner dargestellt: In einer tollen Villa mit Blick auf das Meer. Edle Lampe. Das neue „Wall Street Journal“ neben dem Mac. Und dann zeigen die Broker den erfolgreichen Trader. Der springt in seinen Positionen rein und raus. Ein wahrer Held. Dabei sieht die Realität ganz anders aus.

In der Werbung mit dem angeblich erfolgreichen Trader wird ein Umfeld des Reichtums und Erfolgs gezeigt. Im Schlafzimmer sind lauter teure Sachen in Einkaufstaschen. Alles ist super organisiert. Keine Falte in der Bettdecke.

In der Werbung mit dem angeblich erfolgreichen Trader wird ein Umfeld des Reichtums und Erfolgs gezeigt. Im Schlafzimmer sind lauter teure Sachen in Einkaufstaschen auf dem Sessel verstaut. Alles ist super organisiert. Keine Falte in der Bettdecke. Vor dem Fenster fährt ein Kriegsschiff gerade vorbei. Das wäre der ideale Werbefilm für einen Discountbroker mit einem High-Frequenzy-Trader. Oder etwa nicht?

Der Traum vom schnellen Geld wird nie verschwinden. Ständig möchten Börsianer, so mein Eindruck, ihre Aktien austauschen. Ich schildere Ihnen ein paar Gedanken: „Was soll ich mit meiner Bayer AG tun? Die ist so gut dieses Jahr gelaufen. Soll ich sie eintauschen für die Adidas? Was soll ich mit Disney machen? Verkaufen und eventuell in eine IBM umschichten?“

Grundsätzlich können Sie sich solche Gedanken machen. Das Problem ist, dass beim Verkauf der erfolgreichen Aktie in der Regel Steuern (und Gebühren) anfallen. Und der Austausch findet oft nicht zum idealen Zeitpunkt statt.

Wie viele Jahre lief Apple verdammt gut? Wenn Sie vor einigen Jahren in bei einem damaligen Allzeithoch ausgestiegen wären und ein Umtausch in eine andere Aktie vorgenommen hätten, wäre das nicht unbedingt ein kluger Schachzug gewesen.

Ich finde, einen großartigen Blue Chip kann man mehrere Jahrzehnte besitzen. Durch gute wie schlechte Zeiten. Ja, Sie haben richtig gelesen: durch schlechte Zeiten selbstverständlich genauso.

Wie viele schwache Jahre haben Apple, Berkshire, Amazon, Microsoft, Home Depot nach deren Börsengang erlebt? Oh, das geht auf keine Kuhhaut. Es gab verdammt schwache Jahrzehnte. Warren Buffetts‘ Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway hat sich mehrere Male im Kurs halbiert, soweit ich weiß.

Ein guter Langfristanleger sitzt zehn verdammt schwache Jahre mit seinem Unternehmen durch. Das passiert ab und zu. Und er bleibt in exzellenten Zeiten ebenso dabei – solange nichts Irres passiert. 

Apple-Aktionäre erlebten vom März 2000 bis Dezember 2005 harte Zeiten. Wären sie ausgestiegen, hätten sie einen der phänomenalsten Börsenanstiege verpasst.

Seit März 1986 legte die Microsoft-Aktie um 50.600 Prozent zu. Zwischenzeitlich gab es immer wieder lausige Zeiten.

Ähnlich der Datenbank-Profi Oracle. Seit März 1986 schnellte der Kurs um 65.375 Prozent nach oben.

Wer ständig hin und her tanzt, verpasst einiges. Im Nachgang den besten Ausstiegszeitpunkt hervorzuheben und zu sagen: „Da hätte ich rausgemusst“ ist Unfug. In der Theorie geht das. In der Praxis nicht.

Die besten Anleger wissen, dass sie zwischenzeitlich Blut und Wasser schwitzen müssen. Das gehört zur Börse dazu. Genauso sollten Sie die besten Zeiten unverdrossen miterleben.

Fazit: Ich behalte meine Aktien für die Ewigkeit.

Ach, bevor ich es vergesse: So sieht dann der Werbespot mit dem Trader aus, wenn er fertig gedreht ist. Das Fernglas am Fenster soll symbolisieren: Der Trader hat den vollen Durchblick. Der Hund symbolisiert die Herzlichkeit. Die geballte Faust zeigt Ihnen: Das war wieder ein verdammt erfolgreicher Trade. Was für ein Held. Die verlustreichen Trades werden natürlich nicht gezeigt. Wozu auch?


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Lohnt es sich Aktien umzuschichten?

  1. ZaVodou

    „Und er bleibt in exzellenten Zeiten ebenso dabei – solange nichts Irres passiert. “

    Hallo Tim,

    Was verstehst Du unter Irres?

     

  2. Felix

    Hallo Tim,

    das mit dem Tausch stellt auch für mich ein Problem dar. Ich habe herrliche Buchgewinne von 3-stelligen Prozentzahlen gesehen, die binnen Wochen wieder ausradiert waren. McD halte ich schon länger, die gingen mal 30 % in einem Jahr rauf, liegen jetzt aber schon 2-3 Jahre wie Blei im Depot, nichts rührt sich mehr; immerhin, sie geben auch nicht groß nach und zahlen unverändert, sogar steigend Dividende. Damit kann ich leben. Da gegen sind in dieser Zeit meine HighTechs wunderbar gelaufen. Sicherlich kommt auch bald eine Branchenrotation. Dafür sind die Rohstofftitel im Keller. Meine 100 % Plus bei MS mitzunehmen und in eine Rohstoffaktie (Vale hat 9 % Dividendenrendite und 70 % Kurseinbruch) zu investieren, juckt mich schon in den Fingern.

    Wenn jedoch Kurs und Dividende in die Knie gehen, wird’s ungemütlich, dann ziehe ich die Reißleine. Deshalb habe ich gestern e-on rausgeschmissen. Deren Geschäftsmodell ist einfach kaputt; die Gewinne sinken schneller als der Aktienkurs. Mit der Aufspaltung wird aus einem mächtigen Energiekonzern, der auf Augenhöhe mit den Gazproms dieser Welt verhandeln konnte, irgendetwas ohne große Bedeutung. Armes Deutschland!

  3. Michael C. Kissig

    Der Grundtenor ist richtig, Tim. Man sollte nicht glauben, nur weil eine Aktie nicht steigt, hätte man auf das falsche Pferd gesetzt. Buffett rät, in Unternehmensgewinnen zu denken, nicht in Aktienkursen. Und genau darum geht es, sich an einem Unternehmen zu beteiligen, nicht mit seinen Aktien zu spekulieren. Letzteres möchten die Banken, die Broker, die Investmentfirmen, sie verdienen mit hektischer Betriebsamkeit der Anleger ihr Geld. Aber wer langfristig investiert, der setzt auf Nichtstun! Geduld, ist das Zauberwort, die richtigen Aktien sorgfältig aussuchen und erst dann kaufen, wenn man von ihnen überzeugt ist und der Kurs attraktiv genug. Schon hier setzt es bei den meisten Leuten aus, sie „entdecken“ eine Aktie und kaufen sie dann, weil es gut klingt oder weil ein Börsenblatt einen tollen Artikel dazu geschrieben hat. Aber… ob aus einem guten Unternehmen auch ein gutes Investment wird, hängt vom Einstiegskurs ab und ob man dem Unternehmen und dem Kurs danach die Zeit gibt, sein Potenzial zu entfalten. Wie Du es beschreibst, das Umschichten von Positionen, nur um eine vielleicht noch steilere Rakete zu erwischen, bringt selten Erfolg. Was es immer bringt, sind die Transaktionskosten. Und die gehen richtig ins Geld. Man sollte sich am Jahresende mal hinsetzen und einfach alle Transaktionskosten zusammenrechnen. Und sich überlegen, was man sich für dieses Geld Schönes hätte kaufen können. Ein Fahrrad? Eine Uhr? Ein Auto? „Hin und her macht Taschen leer“. So ist es und so bleibt es.

  4. Couponschneider

    Ich sehe für unsere Versorger noch eine großartige Zukunft. Die Politik kann es sich nicht mehr erlauben, so unvernünftig zu sein. Wer auf der „Achse“ liest, bekommt auch mit, dass das EEG immer unpopulärer wird. Immer mehr Journalisten und Politikern werden zu EEG-Gegnern und „Klimaleugnern“.

    E.on hat nur nicht den Schuss gehört. Ich habe gehört, die wollen Kohle, Gas und Kernenergie auslagern. Ich frage mich: Was bleibt dann von E.on übrig. Da scheinen immer noch Manager zu sein, die denken, sie müssten sich bei Barbara Hendricks und der Ökojournallie lieb Kind machen. Wäre ich E.on-Großaktioniär, würde ich denen den Hintern versohlen.

     

     

  5. Felix

    Ich sehe für die dt. Versorger keine große Zukunft. Dafür ist die politische Stimmung zu negativ (nur Kinderschändung ist schlimmer als konventionell Energie zu erzeugen).

    Zuerst hat man panikartig nach Fukushima in D acht Atomwerke zugemacht und jetzt beklagt man, dass D seine Klimaziele, die sich irgendein Ministerialheini ausgedacht hat, nicht erreicht. Daraus zieht die Berliner Politik den Schluss, dass nun auch die Kohlekraftwerke abzuschalten sind. Der Strom kommt dann, dreckiger und „strahlender“ als bisher, aus Tschechien und schon erreicht D seine Klimaziele (die nebenbei bemerkt keinerlei Bedeutung für das Weltklima haben; in der Zeit, in der D ein Kraftwerk abschaltet, gehen in China zehn an’s Netz). So geht Politik. Dass dabei ein paar dt. Großkonzerne draufgehen, wird in links-grünen Kreisen nicht nur als Kollateralschaden hingenommen, sondern bejubelt. In diesen Kreisen hat man einen Beamtenjob, der markt- und erfolgsunabhängig seinen Inhaber gut versorgt.

    @ Couponschneider

    Zuviel Achse lesen könnte dazu führen, dass man die dort von einzelnen sehr pointiert vertretenen Meinungen für das politisch mehrheitsfähige Stimmungsbild hält. Das ist nicht der Fall, da sind oft Sektierer am Werk.

  6. willihope

    Also das ewige Gerede vom „Halten für die Ewigkeit“ versteh ich auch nicht denn das ist absoluter Nonsens!

    Wer auf Eon und RWE nicht reagiert hat in meinen Augen etwas grunsätzliches nicht verstanden, Langfristig ist eine Aktie ohne Gewinn total uninteressant!

    Übrigends wenn sich mal wer damit beschäftigen will dann muss er nur die Zahlen lesen, die Stromwende bringt im Bereich CO2 garnichts denn am Primärenergieverbrauch ändert sich nichts, der bleibt immer noch bei nahe 80% Fossil! Es werden ja nur CO2-frei Atomkraftwerke gegen Kohle und Gas getauscht!

    Und der Gesamtenergieverbrauch von Deutschland macht gerade einmal den jährlichen Anstieg in China aus! Also bei einem sofortigen Stopp von jeglicher! Energieerzeugung und Verbrauch (Kohle, Gas, Öl, Holz) würde es genau den _derzeitigen_ Anstieg von China ausgleichen! China wächst übrigends um 10% pro Jahr und nächstes Jahr müsste dann ein zusätzliches Land in der EU seinen kompletten CO-Verbrauch stoppen, auch Kunststoffe und Dünger!

    Energie aus Lebensmittel? Der Körper entnimmt aus den zugeführten Lebensmittel rund 2,4KW pro Tag, um angenehm zu Leben brauchen wir im Westen aber runde 2,5KW pro Stunde! Also wie man da mit Biokraftstoffen kalkulieren kann ist nur dur ideologische Irrbilder erklärbar, würde man vermuten diese LEute können rechnen müsste man von Vorsatz und EIgennutz ausgehen, dabei sind das immer diejenigen die die Moralkeule schwingen!

    Und etwas für Tim, es gibt in Europa keine Blue Chips wenn man auf stete steigende Dividende Wert legt!

    Die Politik, getrieben von Neid und Missgunst wird bei hohen Gewinnen immer einen Weg finden das über Drei- oder gar Vierfachbesteuerung zu unterbinden! Doppelt ist es ja schon denn erstmal zahlen dieUnternehmen für den Gewinn Steuern den sie dann erst an die Eigentümer ausschütten und diese kommen nochmal zum Handkuss.

    Nebenwirkung dieser „Energiewirtschaft“ – viele energieintensive Werke verlassen Deutschland, mit Applaus aus der grünen Ecke denn deren Klientel hat ja Staatsjobs.

    Immerhin gehts ja jetzt in der Politik schon um Bestandssteuern die natürlich von den Firmen auf „Werte“ wie Fabriken und Anlagen bezahlt werden müssen! Das macht den Standort immer teuerer.

    Und geht es nicht um die Gewinne dann ändern sie von heute auf mogen den „Markt“, siehe Energiewirtschaft! Darauf seine Pension aufzubauen ist schlicht fahrlässig, wobei ich ehrlich gesagt keine Hoffnung habe dass in 20 Jahren Aktiendepotbesitzer überhaupt noch eine staatliche Rente bekommen denn mit dem Moralargument „du brauchst es nicht und viele Familien kommen nicht über die Runden“ haben das grünrote Sozialistenpack schon gewonnen.

    Buffett hält weil er zu grosse Summen hat um zu Agieren! Er würde jedesmal den Markt beeinflussen und sich selber den Preis kaputt machen, das ist ja auch der Grund dass er von der SEC eine Ausnahmegenehmigung bekommt wenner kauft! Würde das öffentlich dann explodiren ihm ja die Preise.

    Ich rate zu einem Auslandskonto und unbedingt zu amerikanischen Bluechips! Da werden wenigstens die Dividenden bezahlt und Privateigentum steht _noch_ auser Frage!

    Und natürlich zum Verkauf von Werten die ihre Zeit hinter sich haben! Oder wer glaubt an eine Wiederauferstehung von Kodak und dem analogen Film?

     

  7. willihope

    Sorry für die vielen Fehler, mein Laptop ist 5 Jahre alt und die Tasatur spinnt irgenwdie, oft fehlen ZAichen oder es ist irgendwie Kudelmudel entstanden.

     

    Leider kann ich keinen neuen kaufen denn ich hab  alles in die Depots gebunkert! 🙂

     

  8. Felix

    @ willihope

    Ich rate nach der nächsten Dividendenausschüttung zu einem Surface Pro 3, damit meine MS-Aktien noch etwas weiter steigen.

  9. willihope

    @Felix

    Sei es dir vergönnt! 🙂

    Aber mit MS wird es bei mir nix denn ich will ja auch was „schrauben und drehen“ können. 🙂 Vermutlich werde ich einfach wieder einen Laptop kaufen und die HD umstecken.

    Allerdings erst wenn eine USB-Tastatur auch nicht mehr funktioniert! 🙂

    Könnte aber auch Ram oder Chipsatz sein denn jetzt war ich ausser Haus und es scheint wieder alles ok.?

  10. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ ZavoDou

    Was wäre so eine „irre“ Sache, die einen Langfristanleger vertreiben kann?

    Angenommen ein Langfristanlager besitzt Siemens. Und der Vorstand beschließt aus heiterem Himmel, Panzer, Raketen, Waffensysteme, Bomben, schießende Drohnen schwerpunktmäßig zu produzieren. Das kann nicht jeder Langfristanleger mit sich vereinbaren.

    @ Felix

    McDonalds ist mal um 80 Prozent im Jahr 2003 eingebrochen. Da hatten viele gedacht: „Oje, das ist eine Katastrophe. Ob die es jemals wieder schaffen?“ Danach schoss die Aktie um 600% nach oben: http://finance.yahoo.com/echarts?s=MCD+Interactive#

    Wie viele Krisen hat Apple mitgemacht? Zum Teil waren es existenzbedrohende. Da schien die Story mehrmals vorbei zu sein. Wer jedenfalls Apple behielt, hat bis heute 18.727 Prozent auf seinen Einsatz verdient: http://finance.yahoo.com/echarts?s=AAPL+Interactive# Wer ständig raus ist, kann das kaum schaffen. Das Geld wird auf dem Hosenboden verdient, wie es Berkshire-Vize Charlie Munger sagt.

    @ Michael

    Das wäre in der Tat mal eine gute Hausaufgabe für uns Börsianer: Alle Gebühren auflisten. Und alle Steuern.

    @ Geld schläft nicht -Blog

    Ja, es ist faszinierend mit welchen Botschaften die Discountbroker spielen. Wie sie die Trader in Szene setzen.

    @ F.S.

    Danke.

  11. DividElephant

    Das wäre in der Tat mal eine gute Hausaufgabe für uns Börsianer: Alle Gebühren auflisten. Und alle Steuern.

    Macht ihr das gar nicht? Dann bin ich eventuell nur ein Zahlen-Freak. 🙂 In meinem kleinen Excel kann ich ziemlich einfach die Gebühren und Steuern aus Dividenden filtern. Auch die Abgaben bei meinem Gehalt habe ich im Blick; fürs nächste Jahr habe ich mir schon überlegt, Konsumsteuern auch zu tracken, aber das ist mit der Zeit halt schon sehr mühsam…

  12. Alexander

    willihope, dem kann man nichts hinzufügen.  Seh ich ganz genauso. Daumen hoch 🙂

    Die Gebühren, Dividenden etc. werden selbstverständlich akribisch in einem sehr bekannten Tabellenkalkulationsprogramm geführt.

    Ein Unternehmen zu veräußern, dessen Geschäftsgrundlage durch die Politik zerstört wird, ist sicherlich nicht verkehrt. Ich habe E.ON und RWE auch rausgeschmissen. Aber wir reden hier nicht vom Traden, sondern ein bewusstes überwachen von Investments. Ich habe z.B. Drillisch in einem Depot. Die sind auch von 10 euro auf 1 euro abgeschmiert und stehen jetzt wieder bei fast 30 euro. Das Geschäftsmodell muss funktionieren, dann kann man auch schwierige Zeiten durchstehen.  In meinem Rentendepot halte ich derzeit fast ausschließlich amerikanische Aktien, einfach weil ich unter anderem das Vertrauen in die deutsche Politik verloren habe.

  13. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Frank

    E.ON schleppe ich nun auch schon eine Weile mit mir rum, will sie aber behalten. Auch die voraussichtliche Dividendenkürzung von 60 auf 50 Cents lässt bei mir keine Panik aufkommen. Mittlerweile bin ich wieder +/-Null. Habe nebenher (noch rechtzeitig vor dem neulichen spike) statt Aktien einen KO-Long DE000CZ9J2J6 – goo.gl/tmI7a0 mitlaufen lassen, der mir die zukünftig gekürzte Dividende schon mehr als ersetzt hat.

    MS

  14. Couponschneider

    @Felix

    Ich halte die Beiträge auf der Achse gewiss nicht für die Mehrheit, aber die Achse-Autoren und auch mir ist aufgefallen, dass in jüngster Zeit die Kritik am EEG nicht nur aus liberalen Kreisen erfolgt, sondern aus allen Bereichen der Gesellschaft. Sigmar Gabriel hat sich schon sehr eindeutig geäußert und nicht dementieren lassen.

    Ich konsultiere auch FAZ, SPON, Welt und Handelsblatt. Übrigens bin ich nicht nur Leser der Achse, sondern auch Pate.

  15. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ DividElephant

    Ein Zahlen-Freak! Cool. Das ist super. Ich bin auch einer. Mein Mathe-Lehrer hat mir ein Gauss-Buch mit Widmung zum Abi geschenkt. Er war von meinen Mathe-Künsten im Abi von den Socken. Ich hatte aber Phasen, da war ich in Mathe grottenschlecht.

    Anstatt meine Ausgaben aufzulisten, lese ich lieber Geschäftsberichte. Ich lasse mir sie massenweise zuschicken und lese, lese, lese. Gerade schaue ich mir den Navi-Gerätehersteller Garmin an. Oje haben die endlos viele Streitfälle mit Konkurrenten wegen irgendwelcher Patenten.

  16. Martin

    Rebalancing lohnt. Ich freue mich über mehr Indexer und hirnlose buy&hold Verfechter. Selbst Buffett verkauft übrigens Aktien, nur die 100% Tochtergesellschaften hält er für immer. Ko nicht am Hoch zu verkaufen war einer seiner Fehler. Die durchschnittliche Haltedauer sollte dennoch Jahre betragen, also möglichst wenig handeln.

  17. Gekko

    @willihope:wie meinst Du das mitvdem Auslandskonto, was soll das bringen? Du bist doch trotzdem steuerpflichtig in D egal wo Dein Konto ist, es sei denn Du verschweigst das aber siehe die hanzen Faelle in den Medien….

    aansonsten verstehe ich nicht wieso die Steuern immer herhalten müsste. Selbst wenn ich in der Ewigkeit verkaufe fallen die auch an, also ob jetzt oder erst in der Ewigkeit ist doch egal. Die fallen nur nicht an, wenn ich nicht verkaufe, denn wüsste ich aber nicht was ich mit den Aktien soll, weil ich mir davon nix kaufen kann und drin wohnen kann ich auch nicht. einig ser aertrag der adividende waere für mich nutzbar, übrigends ja auch erst nach Steuern. den Kursgewinn könnte ich dann ja nicht vernaschen.

     

  18. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Moin!

    @Tim, Garmin gefällt mir sehr als Produkt. Habe immer Garmin gekauft bisher. Die Aktie hatte ich als gefallenen Engel 2009 gekauft, aber 2010 wieder verkauft, weil sie in die Schweiz geflüchtet sind um Steuern zu sparen. Ich habe aber keine Lust auf 45% Dividendenabzug (35% Quellensteuer bei 15% anrechenbar) der eh schon knappen mageren Rendite.

    @Martin, warum immer der Trugschluss verbreitet wird, als ob Buffett nix verkaufen würde. Das kapiere ich nicht. Lediglich 3 (glaube ich) seiner derzeit 47 Positionen (http://www.dataroma.com/m/holdings.php?m=brk) in BRK hat er nie verkauft.

    Darauf einen eisernen Buy and Hold Mythos zu gründen, das halte ich für verwegen und schickt die Amateure in die Irre, die glauben, man müsste wirklich alles halten was man gekauft hat. In anderen Foren wird immer noch Deere hoch gehandelt. Buffett hat davon in Q3/12 knapp 4 Mio Stück gekauft, und in Q3/14 alle komplett wieder verkauft (http://www.dataroma.com/m/hist/hist.php?f=brk&s=DE). Das ist ganz normales Geschäft.

    @Gekko, Steuern auf Gewinne zu zahlen, das halte ich auch nicht für einen Aufreger. Lieber zahle ich doch jetzt ab und zu mal 25% auf reale Gewinne, als in Zukunft vielleicht mal 40%,  50% oder noch mehr. besser wird es sicher so schnell nicht mehr. Der Staat wird den Leuten eher immer tiefer in die Taschen greifen.

    Schönen Sonntag noch

    MS

  19. Couponschneider

    @Devidelephant

    Eine Tabellenkalkulation nutze ich auch. Ich führe Haushaltsbuch und ein Aktienbuch. Da trage ich alle Käufe, Verkäufe und Dividenden ein. Ich weiß immer, wo ich liege. Ich kann nur empfehlen,es mir gleich zu tun. Das Diagramm meiner Dividendenentwicklung motiviert mich, am Ball zu bleiben. Meine Aktienstatistik führe ich seit fünf Jahren und viele Leute wird es nicht geben, die solche Statistiken führen. Das Interessante ist, dass ich die Ergebnisse später auch veröffentlichen und damit aufzeigen kann, dass sich das Engagement in Aktien lohnt. Natürlich könnte man auch auf den DAX, einem Performance-Index verweisen, der zeigt, was durchschnittlich rauskommen kann. Aber das ist schon sehr abstrakt und außerdem ist der cost-average Effekt da schwer nachzuvollziehen und halt doch recht synthetisch. Mir wird regelmäßig vorgeworfen, dass meine Hochrechnungen (Ich rechne mit 8 % Rendite.) unrealistisch wären und eine auf Aktien aufbauende Altersvorsorge ein Kartenhaus wäre.

    @Matthias Schneider

    Das ist für mich auch ein Grund, nicht in schweizerische Unternehmungen zu investieren. Diese wahnsinnig hohe Quellensteuer ist ein echtes Investitionshindernis. Dabei hat die Schweiz so tolle Unternehmen in der Pharmabranche und es gibt Nestle. Ich finde es auch seltsam, da die Schweiz eigentlich ein recht nüchternes Verhältnis zu Steuern hat und es common sense dort sein sollte, dass hohe Steuern nicht gerade investitionsfördernd sind.

     

  20. Martin

    @Matthias:
    Die Quellensteuer kann man direkt aus der Schweiz zurück bekommen, man braucht aber TAX Voucher von seiner Depotbank, welche ich kostenlos bekomme.Dann muss der Antrag ans eigene Finanzamt und dann per Post in die Schweiz. Kostet also etwas Porto, aber lohnt imho schon wegen der geringen Kosten. Man kann auch für mehrere Jahre nachträglich beantragen. Glaube so 2-3 Jahre. Habe das auch jahrelang verschenkt, bis ich auf die Idee gekommen bin, die Steuer zurückzufordern. Nestle habe ich übrigens auch noch nie verkauft, aber das muss ja nicht die Regel sein.

    Sehe es eben mit buy&hold auch so. Meistens ist es gut, aber nicht immer. Die DE Position war aber glaube ich nicht von Buffett selbst. Seine Portfoliomanager handeln ja viel mehr als er selbst und erzielten bisher sehr gute Ergebnisse.

  21. Pat

    @Martin: Bei welchem Broker bist du, wenn ich fragen darf? Beim S-Broker zahle ich aktuell 10€ pro Tax Voucher, was dann oftmals nicht lohnenswert ist…

  22. StefanStefan

    Ich würde auch zum Surface Pro raten!

    Und dazu noch ein Lumia und ne XBox 😉

    Aber im Ernst:

    wenn bei mir ein „Laptop“ ansteht, werde ich mir ein Surface zulegen. Damit kann man wenigstens was anfangen und nicht nur konsumieren wie mit dem I-Pad.

     

    Die Schweizer Quellensteuer nervt mich auch. Hatte lange Swiss Re. Den Aufwand die paar Kröten zurückzuholen habe ich nicht betrieben.

    Großbritannien hat gar keine Quellensteuer und auch die Holländer sind da angenehmer als die Schweizer, Franzosen oder Italiener… da gibt es genug super Unternehmen. Z.b. Glaxosmithkline, Unilever, BP, Diageo usw.

  23. willihope

    @Gekko

    Hast du dein Konto erstmal im Ausland musst nur noch selber ins Flugzeug! 🙂

     

    Es gibt viele Destinationen wo du gut und günstig leben kannst, da muss man nicht im Sozialistenparadies bleiben und täglich hören wie gierig man doch ist und dass man den gierigen Aktionären mehr wegnehmen muss. Die Steuern werden mehr und höher – das ist ja wohl klar zu sehen!

    1 x Steuern zahlen musst du, deine Option ist das WO!

    Schöne Gegenden sind:

    Belize, Costa Rica, Asien, Karibik, Afrika usw.

    In manchen dieser Länder sind für Ausländer die Einkünfte aus dem Ausland steuerfrei oder extrem günstig zu versteuern. Die französischen Überseedepartements hätten auch beim Visa einige Vorteile für EU Bürger.

    Bei vielen Ländern hast du auch noch den Vorteil dass sie recht günstig sind und man z.B. in großen Teilen Asiens die doppelte Kaufkraft hat.

    Wozu also im Griesgramparadies der Neidhämmer bleiben wenn die Erde so schöne Flecken hat? Solange man Geld hat und gesund ist lebt man im Ausland viel besser.

     

  24. StefanStefan

    @ willihope:

    Das Thema interessiert mich auch. Stelle mir auch vor im Alter an einem sonnigen Fleckchen fernab der deutschen Neid- und Sozialistenkultur zu leben.

    Allerdings ist das glaub ich nicht so einfach wie man in jungen Jahren denkt. Viele haben das vor. Doch wenn man erst mal „alt“ ist verschieben sich die Prioritäten oft. Man will seine Heimat dann doch nicht so einfach verlassen. Man hat Freunde hier, Familie, vielleicht die Enkelchen, Ärzte. Dazu kommt trotz der negativen Seiten, dass man in Deutschland zumindest eine gewisse Rechtssicherheit hat und wenig Kriminalität.

    Die von dir aufgelisteten Länder haben alle gravierende Schattenseiten wie:  Krankheiten die von Mücken übertragen werden können, Kriminalität, Korruption, kriminelle Polizisten, schlechte Gesundheitsfürsorge usw…ich will jedenfalls nicht an einem Ort leben wo mir jemand wegen einem Handy in den Kopf ballert.

    Evt könnte ich mir Florida vorstellen. Key Largo, Fort Lauderdale, Sarasota…

     

    Zum Konto im Ausland:

    mittlerweile wird ja fast alles hin- und hergemeldet. In der EU sowieso, aber auch die meisten anderen Länder melden schön nach Deutschland wo du ein Konto hast. Wenn du in der Schweiz ein Girokonto eröffnest melden die das automatisch nach Deutschland! Du brauchst keine kriminellen Hintergedanken zu haben, für die deutschen Behörden giltst du trotzdem gleich mal als Steuerhinterzieher.

    Und mit dem ins Flugzeug steigen: mehr als 10.000 € kannst du auch nicht mitnehmen ohne, dass alles registriert wird…

    alles nicht so einfach

  25. willihope

    @Stefan

    Die Freunde werden alt und grau, jeder hat Wehwechen und jammert rum, die Enkel kommen nur Weihnachten um Geschenke abzustauben oder aber gar täglich und du darfst als KITA Ersatz herhalten.

     

    Gengen Mücken gibt es Netze, Sprays, Räucherspiralen und Klimaanlagen. 🙂

    Florida hat das übrigens auch, Mücken und Krokodile im Pool und in den USA darfst als Rentner nur 6 Monate bleiben.

    Die französische Karibik ist relativ sicher denn dort ist das Militär unterwegs.

    In den anderen Ländern muss man sich eben anpassen, würdest ja auch nicht mit Goldkette behangen dort die Brennpunkte Berlins ziehen, das kann auch dort ins Auge gehen.

    Als Normalbürger in Bankok würde ich mir keine Gedanken machen, als Weisser in Santo Domingo eher schon! 🙂 Auch Manila hat viele schlechte Ecken aber draussen auf den Inseln im Norden ist es relativ sicher. Korruption? So wie in der EU? Die gibts dort vielleicht auch, weiss ich nicht genau, aber dafür gibts Teamoney, schon seit 100erten von Jahren und das funktioniert immer noch sehr gut! 🙂 Und ist viel billiger als die ganze korrupte Bande von Politikern aller Parteien!

    Zumindest musst dir aber nicht von Leuten die dich nur belügen und bestehlen auch noch Moralpredigten anhören!

    http://www.epochtimes.de/Merkel-und-Gauck-beim-WM-Finale-Die-teuren-Reisen-der-Politiker-a1167267.html

    Dazu noch die Schawan zum Papst, die Eltern des grünen Türken verfliegen die Gutschriften während Sohnemann den Gerechten macht, usw usf…

     

    Zur Besteuerung zählt dein Lebensmittelpunkt und wenn der im Ausland ist und das Konto auch dann ist für die Sozibande erstmal Schluss. Die können ruhig wissen was du hast aber als Auslandsdeutscher bezahlst dort wo du wohnst oder eben wo die Gewinne anfallen.

     

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